{"id":4215,"date":"2009-09-24T09:02:58","date_gmt":"2009-09-24T07:02:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4215"},"modified":"2019-02-15T12:40:19","modified_gmt":"2019-02-15T11:40:19","slug":"was-uns-noch-bevorsteht-sozialstaat-im-abbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4215","title":{"rendered":"Was uns noch bevorsteht: Sozialstaat im Abbruch"},"content":{"rendered":"<p>In der gegenw&auml;rtigen Weltfinanzwirtschaftskrise leidet unser Land mehr denn je unter den Arbeitsmarktreformen, die von Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der und seinem damaligen Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier unter dem hochtrabenden Titel &bdquo;Agenda 2010&ldquo; durchgesetzt wurden. Die rot-gr&uuml;ne Koalition hatte der Bundesrepublik eine Rosskur verordnet, die den &bdquo;Wirtschaftsstandort D&ldquo; fit f&uuml;r die Globalisierung bzw. den Weltmarkt machen sollte: Besch&ouml;nigend als &bdquo;Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe&ldquo; bezeichnet, schaffte Hartz IV mit der Erstgenannten eine f&uuml;r Millionen Menschen existenzielle Sozialleistung ab und schuf mit dem Arbeitslosengeld II einen fragw&uuml;rdigen Ersatz, der nur das Existenzminimum abdeckt und eigentlich &bdquo;Sozialhilfe II&ldquo; hei&szlig;en m&uuml;sste. Die Gro&szlig;e Koalition aus CDU, CSU und SPD blieb trotz ein paar sozialen Zugest&auml;ndnissen auf &bdquo;Agenda&ldquo;-Kurs und machte eine Regierungspolitik, die an das Matth&auml;us-Evangelium erinnert, in dem es sinngem&auml;&szlig; hei&szlig;t: Wer viel  hat, dem wird gegeben. Und wer nur wenig hat, dem wird auch das noch genommen. Von Christoph Butterwegge<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Am Vorabend einer Agenda 2020?<\/strong><\/p><p>Kommt nach dem 27. September, wie anzunehmen ist, eine schwarz-gelbe Bundesregierung zustande, d&uuml;rfte beispielsweise die Steuerpolitik nach dem Matth&auml;us-Prinzip versch&auml;rft fortgesetzt werden. Sollten ausgerechnet jene drei Parteien eine Regierungsmehrheit erringen, deren f&uuml;hrende Repr&auml;sentanten sich haupts&auml;chlich darum sorgen, dass die Wohlhabenden und Reichen nicht zu viel Einkommen- und Gewinnsteuern zahlen, wird die Ungerechtigkeit des Steuersystems in der Bundesrepublik wachsen. Daf&uuml;r spricht einerseits das Steuerkonzept der FDP, welches eine Senkung des Spitzensteuersatzes von 45 Prozent (sog. Reichensteuer) auf 35 Prozent vorsieht, die dann auch schon Facharbeiter mit hohem Einkommen und vielen &Uuml;berstunden zahlen m&uuml;ssten, den Eingangssteuersatz f&uuml;r Niedrigverdiener dagegen nur von 14 auf 10 Prozent herabsetzen will. Andererseits haben CDU\/CSU wie FDP bereits im Wahlkampf &uuml;berraschend offen Debatten um eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes von 19 Prozent auf bis zu 25 Prozent oder eine Angleichung des erm&auml;&szlig;igten Satzes von 7 Prozent an den Regelsatz gef&uuml;hrt.<\/p><p>Auch hat das &bdquo;Industriepolitische Gesamtkonzept&ldquo; (Stand: 3. Juli 2009) aus dem Bundeswirtschaftsministerium mit seinen Forderungen nach weiteren Steuererleichterungen f&uuml;r die Unternehmen, Entlastung der Arbeitgeber von &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; durch Senkung der Leistungen im Bereich von Kranken- und Pflegeversicherung, radikaler Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, F&ouml;rderung der Leiharbeit, Abschaffung der Mindestl&ouml;hne f&uuml;r einzelne Branchen soziale Grausamkeiten einer k&uuml;nftigen CDU\/CSU\/FDP-Koalition aufgelistet. Obwohl sich Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg davon umgehend distanzierte und es als &bdquo;l&auml;ngst &uuml;berholte Stoffsammlung&ldquo; abqualifizierte, ist die historische Parallele zum sog. Lambsdorff-Papier, das 1982 im selben Hause entstanden war, unverkennbar. Deutlicher kann man kaum zu erkennen geben, dass die Armen, also Hartz-IV- und Sozialhilfebezieher, aber auch Familien von Normal- bzw. Geringverdienern nach Bildung der Wunschkoalition von Angela Merkel wie von Guido Westerwelle zur Kasse gebeten und die Reichen weiter entlastet werden sollen.<\/p><p>Aufgrund der sich abzeichnenden h&auml;rteren Verteilungsk&auml;mpfe um die knappen Finanzmittel des Staates d&uuml;rfte es nach der Wahl weniger sozial zugehen und das gesellschaftliche Klima hierzulande erheblich rauer werden. Wenn nicht alles t&auml;uscht, stehen wir am Vorabend einer &bdquo;Agenda 2020&ldquo;. Zusammen mit der erst k&uuml;rzlich im Grundgesetz verankerten Kreditsperre, die f&auml;lschlicherweise als &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; bezeichnet wird, f&uuml;hren Kapitalspritzen und B&uuml;rgschaften f&uuml;r marode Banken zu &uuml;berstrapazierten Haushalten, wodurch sich &bdquo;Sparma&szlig;nahmen&ldquo; nat&uuml;rlich leichter als sonst rechtfertigen lassen. W&auml;hrend die das Krisendebakel wesentlich mit verursachenden Hasardeure und Spekulanten mittels des &bdquo;Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung&ldquo; aufgefangen werden, d&uuml;rften die Mittelschicht, Arbeitslose und Arme jene Suppe, die Banker und B&ouml;rsianer der gesamten Bev&ouml;lkerung eingebrockt haben, nach dem Wahltag ausl&ouml;ffeln m&uuml;ssen. Wenn die privaten Banken den f&uuml;r sie b&uuml;rgenden Staat zur Kasse bitten und ihn die Kapitaleigent&uuml;mer aufgrund der steuerlichen Entlastungsma&szlig;nahmen zu ihren Gunsten immer weniger mitfinanzieren, wird f&uuml;r die sozial Benachteiligten kaum noch Geld &uuml;brig bleiben.<\/p><p>Die nach den aktuellen Umfragen zu erwartende CDU\/CSU\/FDP-Koalition wird das Staatsschiff mittels der M&uuml;nchhausen-Methode aus dem Morast zu ziehen suchen: Steuersenkungen sollen nicht blo&szlig; eine Belebung der Konjunktur, sondern auch eine Sanierung der &ouml;ffentlichen Haushalte bewirken. Zwar bezeichnet kein Wahlprogramm explizit Leistungssenkungen als Instrument der Haushaltskonsolidierung, man braucht aber kein Prophet zu sein, um voraussagen zu k&ouml;nnen, dass die neue Bundesregierung den &bdquo;Um-&ldquo; bzw. Abbau des Sozialstaates forcieren wird. Statt die Binnenkonjunktur anzukurbeln, die Massenkaufkraft zu st&auml;rken und einen allgemein gesetzlichen Mindestlohn einzuf&uuml;hren, der dazu n&ouml;tig w&auml;re, wird die CDU\/CSU\/FDP-Koalition auf Lohndumping und Sozialabbau als Instrumente der Krisenbew&auml;ltigung setzen. Wenn nicht alles t&auml;uscht, wird das neue Bundeskabinett die wenigen branchenbezogenen Mindestl&ouml;hne, welche die SPD der Union in der zu Ende gehenden Legislaturperiode abgetrotzt hat, r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Eine Niedriglohnstrategie, die Krisenmanagement auf dem R&uuml;cken anderer Volkswirtschaften betreibt, soll die Bundesrepublik wahrscheinlich noch konkurrenzf&auml;higer werden lassen, als es der langj&auml;hrige &bdquo;Exportweltmeister&ldquo; ohnehin schon ist.<\/p><p>Das neoliberale Dogma, wonach eine Senkung der &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; &ndash; damit gemeint sind vor allem die Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur Sozialversicherung &ndash; extrem besch&auml;ftigungsf&ouml;rdernd wirkt und letztlich die R&uuml;ckkehr zur Vollbesch&auml;ftigung erm&ouml;glicht, wird fr&ouml;hliche Urst&auml;nd feiern. Zwar befindet sich der Marktradikalismus nach dem weltweiten Kollaps der Finanzm&auml;rkte in einer Legitimationskrise, die neoliberale Hegemonie, also seine &ouml;ffentliche Meinungsf&uuml;hrerschaft, ist freilich ungebrochen. Daf&uuml;r sprechen nicht blo&szlig; die guten Umfragewerte f&uuml;r die FDP, die einmal mehr den Staat f&uuml;r die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verantwortlich erkl&auml;rt.<\/p><p><strong>Ein rigideres Armutsregime<\/strong><\/p><p>Vor allem das Scheinargument, in einer Zeit leerer &ouml;ffentlicher Kassen und wachsender Staatsschulden m&uuml;ssten die knapper werdenden Finanzmittel auf &bdquo;wirklich Bed&uuml;rftige&ldquo; konzentriert werden und f&uuml;r k&uuml;nftige Generationen reserviert bleiben, gewinnt an Plausibilit&auml;t. Dabei dient es erfahrungsgem&auml;&szlig; dazu, Leistungsk&uuml;rzungen fr&uuml;hzeitig und massiv dort vorzunehmen, wo diese Not leidende, stark benachteiligte und ausgesprochen bed&uuml;rftige Gruppen treffen: Arbeitslose, Alte, Kranke, Behinderte und Fl&uuml;chtlinge. &bdquo;Gespart&ldquo; wird auch und gerade bei den &Auml;rmsten der Armen, zumal sich die sozial Benachteiligten als S&uuml;ndenb&ouml;cke f&uuml;r die eigentlichen Verursacher der Wirtschaftskrise geradezu anbieten. Denn in Krisensituationen wie dieser sind gr&ouml;&szlig;ere Teile der arbeitenden, von Erwerbslosigkeit bedrohten Bev&ouml;lkerung f&uuml;r Stimmungsmache auf Stammtischniveau anf&auml;llig: Sozialleistungen und ihre Nutznie&szlig;er lassen sich leichter als Ausl&ouml;ser &ouml;konomischer Probleme brandmarken. Missbrauchsdebatten in den Massenmedien k&ouml;nnten den Weg f&uuml;r ein rigideres Armutsregime nach US-amerikanischem Vorbild bereiten. <\/p><p>Anzeichen f&uuml;r eine &bdquo;h&auml;rtere Gangart&ldquo; gegen&uuml;ber den Armen gibt es zur Gen&uuml;ge. So lehnte der Bundestag am 27. M&auml;rz 2009 mit den Stimmen von CDU, CSU und SPD einen Antrag der LINKEN ab, Arbeitsuchenden und Menschen mit Behinderungen die &bdquo;Umwelt-&ldquo; bzw. Abwrackpr&auml;mie in H&ouml;he von 2.500 EUR f&uuml;r die Verschrottung eines Altautos beim Kauf eines Neu- bzw. Jahreswagens nach dem &bdquo;Konjunkturpaket II&ldquo; nicht auf die Grundsicherung bzw. die Eingliederungshilfe anzurechnen. Wie am selben Tag von der Stadt G&ouml;ttingen best&auml;tigt wurde, hatte ein Mitarbeiter des dortigen Sozialamtes einen Leistungsempf&auml;nger zu Jahresbeginn zwei Mal beim Betteln in der Fu&szlig;g&auml;ngerzone beobachtet und das in einer Blechb&uuml;chse gesammelte Geld (6 plus 1,40 = 7,40 EUR) nachgez&auml;hlt, woraufhin die Beh&ouml;rde den genannten Betrag auf 120 EUR im Monat hochrechnete und seine Transferleistungen um diese Summe k&uuml;rzte. Nach einem negativen Presseecho und einer Intervention des Oberb&uuml;rgermeisters &auml;nderte das Sozialamt zwar seine restriktive Haltung, es ist aber damit zu rechnen, dass sich der Umgang mit sozial Benachteiligten, vornehmlich mit &bdquo;aggressiven Bettlern&ldquo; und &bdquo;Asozialen&ldquo; verh&auml;rten errichtet wird.<\/p><p>Philipp Mi&szlig;felder, immerhin Mitglied des CDU-Pr&auml;sidiums, sagte am 15. Februar 2009 auf einem sonnt&auml;glichen Fr&uuml;hschoppen seiner Partei in Haltern: &bdquo;Die Erh&ouml;hung von Hartz IV war ein Anschub f&uuml;r die Tabak- und Spirituosenindustrie.&ldquo; Mi&szlig;felder unterstellte den Beziehern von Arbeitslosengeld II, dass sie jene wenigen Euro, die es seit dem 1. Juli 2008 mehr gab und die noch nicht einmal das Steigen der Lebenshaltungskosten auszugleichen vermochten, in Zigaretten und alkoholische Getr&auml;nke gesteckt h&auml;tten. Man fragt sich unwillk&uuml;rlich, ob solche &Auml;u&szlig;erungen einen politischen Versuchsballon darstellen, die Stimmung im Land testen sollten und nach einem durchaus m&ouml;glichen Meinungsumschwung im Zuge der Weltwirtschaftskrise den Auftakt f&uuml;r entsprechende &Auml;nderungen der Sozialgesetze (z.B. die Umstellung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende von Geld- auf Sachleistungen) bilden k&ouml;nnten. Auch eine drastische K&uuml;rzung von Hartz IV wurde bereits ins Gespr&auml;ch gebracht. So warnte Martin Lindner, Spitzenkandidat der Berliner FDP f&uuml;r den Bundestag, am 2. Juli 2009 in einer Talkshow vor einer &bdquo;&Uuml;berdrehung&ldquo; der sozialen Sicherung und schlug eine K&uuml;rzung des Regelsatzes um bis zu 30 Prozent vor.<\/p><p>L&auml;ngerfristig ist es nicht ausgeschlossen, dass eine liberal-konservative Koalition den Sozialstaat transformiert, indem sie die bestehenden Transferleistungen unter dem bis in linke Kreise hinein popul&auml;ren Label &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; (FDP) bzw. &bdquo;Solidarisches B&uuml;rgergeld&ldquo; (Dieter Althaus, CDU) auf oder unter dem Hartz-IV-Niveau zusammenfasst. Damit w&uuml;rde allerdings nicht blo&szlig; ein sozialpolitischer Etikettenschwindel betrieben, sondern es w&auml;re auch zu bef&uuml;rchten, dass bestimmte Leistungsarten (z.B. das Wohngeld oder der Kinderzuschlag) unter der Hand wegfielen.<\/p><p>Perspektivisch droht das Gemeinwesen in einen Wohlfahrtsmarkt sowie einen Wohlt&auml;tigkeitsstaat zu zerfallen: Auf dem Wohlfahrtsmarkt kaufen sich B&uuml;rger\/innen, die es sich finanziell leisten k&ouml;nnen, soziale Sicherheit (z.B. Altersvorsorge durch Versicherungspolicen der Assekuranz). Dagegen stellt der &bdquo;postmoderne&ldquo; Sozialstaat nur noch euphemistisch &bdquo;Grundsicherung&ldquo; genannte Minimalleistungen bereit, die Menschen vor dem Verhungern und Erfrieren bewahren, gibt sie ansonsten jedoch der Obhut karitativer Organisationen und privater Wohlt&auml;ter anheim. Heraus kommt am Ende wom&ouml;glich ein blo&szlig;er F&uuml;rsorge-, Almosen- und Suppenk&uuml;chenstaat, der ehrenamtlichen Helfern wie den Betreibern der Lebensmitteltafeln die Versorgung sozial Bed&uuml;rftiger &uuml;berl&auml;sst. Sie erm&ouml;glichen es liberalkonservativen Politikern wiederum, sich mitsamt dem Staat guten Gewissens aus ihrer sozialen Verantwortung herauszustehlen.<\/p><p>Ein historischer R&uuml;ckblick auf die Bundestagswahl am 27. September 1969 macht die Ausweglosigkeit der gegenw&auml;rtigen Situation deutlich: Nach einer knapp drei Jahre dauernden Gro&szlig;en Koalition und ihrem Wahlsieg bildete die SPD damals zusammen mit der FDP, die zu jener Zeit keine wirtschaftsliberale, sondern eine progressive, b&uuml;rgerrechtlich und sozial engagierte Partei war, eine Regierung unter Bundeskanzler Willy Brandt, die ein Programm der Inneren Reformen vertrat und &bdquo;mehr Demokratie wagen&ldquo; wollte. Was den Zeitgeist nach 1968 bestimmte und auch k&uuml;nftig n&ouml;tig w&auml;re, um eine gesellschaftliche Aufbruchstimmung zu erzeugen und die Jugend f&uuml;r die etablierten Parteien zu gewinnen, d&uuml;rfte es k&uuml;nftig unter einer CDU\/CSU\/FDP-Koalition am wenigsten geben: Hoffnung auf mehr soziale Gerechtigkeit, umfassende Mitbestimmung f&uuml;r Arbeitnehmer, Studierende und Sch&uuml;ler sowie demokratische Grundrechte f&uuml;r benachteiligte Minderheiten. Dabei k&ouml;nnte man im reichen Deutschland, wenn die etablierten Parteien wollten, mehr soziale Sicherheit und Gerechtigkeit schaffen.<\/p><p><em>Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft an der Universit&auml;t zu K&ouml;ln. Zuletzt ist sein Buch &bdquo;Armut in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdr&auml;ngt wird&ldquo; (Campus Verlag, Frankfurt am Main\/New York 2009) erschienen. Er hat uns eine l&auml;ngere Fassung eines Beitrags f&uuml;r die taz zur Verf&uuml;gung gestellt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der gegenw&auml;rtigen Weltfinanzwirtschaftskrise leidet unser Land mehr denn je unter den Arbeitsmarktreformen, die von Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der und seinem damaligen Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier unter dem hochtrabenden Titel &bdquo;Agenda 2010&ldquo; durchgesetzt wurden. 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