{"id":42165,"date":"2018-01-31T08:20:20","date_gmt":"2018-01-31T07:20:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165"},"modified":"2018-01-31T08:20:38","modified_gmt":"2018-01-31T07:20:38","slug":"hinweise-des-tages-3049","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/MW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h01\">Tierversuche bei Volkswagen: Wie Forscher jahrelang halfen, den Diesel-Betrug zu vertuschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h02\">Schattenfinanzindex: &ldquo;Deutschland ist Geheimnisoase f&uuml;r ausl&auml;ndisches Verm&ouml;gen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h03\">Recht auf Familie ist kein Gnadenrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h04\">Ost-Ministerpr&auml;sidenten stellen Russland-Sanktionen infrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h05\">Linke Sammlungsbewegung, die betagten Idole der sahra wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h06\">Lohnbetrug boomt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h07\">Nicht organisiert, nicht vertreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h08\">Markt oder Sozialpartnerschaft? Warum Neoliberale die Sozialpartnerschaft abschaffen wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h09\">Amerikas Gesundheitssystem vor der Revolution?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h10\">Lkw-Maut: Mautbetreiber Toll Collect soll vor&uuml;bergehend verstaatlicht werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h11\">Der Traum von schrankenloser Video&uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h12\">Nun offiziell: Bundesrechnungshof zerpfl&uuml;ckt Ex-Minister Alexander Dobrindt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h13\">Wiedergewinnung des Wirklichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h14\">Vererbbarkeit des Bildungserfolgs muss ein Ende haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h15\">Frieden, wie Putin ihn mag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h16\">ARD dreht bei Trump auf: Stimmungsmache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42165#h17\">Erlk&ouml;nig mal ganz anders<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tierversuche bei Volkswagen: Wie Forscher jahrelang halfen, den Diesel-Betrug zu vertuschen<\/strong><br>\nDer von der Autoindustrie getragene Lobbyverein EUGT verharmloste offenbar jahrelang die Gefahren durch Dieselabgase. Sogar die Weltgesundheitsorganisation sollte von einer kritischen Studie abgehalten werden.<br>\nDer Name der Gruppe klingt so harmlos: &ldquo;Europ&auml;ische Forschungsvereinigung f&uuml;r Umwelt und Gesundheit im Transportsektor&rdquo;, kurz EUGT. Doch der vom Volkswagen-Konzern mitgetragene Verein hat in den USA Abgasversuche an Affen in Auftrag gegeben &ndash; wohl mit tatkr&auml;ftiger Beteiligung von VW. Dieses ethisch fragw&uuml;rdige Vorgehen l&ouml;ste heftige Kritik aus: Politiker bezeichnen die Versuche als &ldquo;absurd&rdquo;, &ldquo;abscheulich&rdquo; und &ldquo;widerlich&rdquo;, VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter P&ouml;tsch nennt die Vorg&auml;nge in keiner Weise nachvollziehbar&rdquo; &ndash; und will die Verantwortlichen daf&uuml;r &ldquo;selbstverst&auml;ndlich zur Rechenschaft ziehen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/vw-daimler-bmw-was-hinter-der-forschungsinitiative-eugt-steckt-a-1190445.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Was haben diese wissenschaftlichen Versuche mit dem Selbstverst&auml;ndnis von Wissenschaft, der Privatisierung &ouml;ffentlicher Wissenschaftseinrichtungen und der Rolle von Mitarbeitern der UNI Klinik Aachen zu tun? Wie betreibt das Land NRW Wissenschaft durch privat finanzierte Forschungseinrichtungen in anderen industriellen Bereichen? Wie etwa Chemie, Agro, Pharmacie, Medizin, u.a.? Auf welchen vertraglichen Grundlagen basiert all dies? Wie bekommt man da mehr Transparenz hin und wie kann man da gegensteuern?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Unsere mobile Lebensl&uuml;ge<\/strong><br>\nAbgas-Versuche mit Menschen und Affen in einem Labor &ndash; das Entsetzen ist gro&szlig;. Das ist scheinheilig, denn wir verschlie&szlig;en die Augen nur zu gern vor den Folgen unserer eigenen Auto-Abgase.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/impuls\/unsere-mobile-lebensluege\/-\/id=1853902\/did=21070874\/nid=1853902\/jyl7w2\/index.html\">SWR 2<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schattenfinanzindex: &ldquo;Deutschland ist Geheimnisoase f&uuml;r ausl&auml;ndisches Verm&ouml;gen&rdquo;<\/strong><br>\nDeutschland unternimmt zu wenig gegen Steuervermeidung und Geldw&auml;sche, schreibt das Netzwerk Steuergerechtigkeit. In dessen Index landet Deutschland noch vor den Bahamas.<br>\nDeutschland geh&ouml;rt im Ranking der weltweiten Schattenfinanzzentren weiterhin zu den Top Ten: Wie das Netzwerk Steuergerechtigkeit darlegte, r&uuml;ckte Deutschland noch einen Platz nach vorn auf Platz Sieben, da es in den vergangenen Jahren nur &ldquo;vergleichsweise z&ouml;gerliche Verbesserungen&rdquo; gegeben habe.<br>\nDas Netzwerk Steuergerechtigkeit ist ein Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Umweltverb&auml;nden und wissenschaftlichen Institutionen. F&uuml;r den Index, der alle zwei Jahre erscheint, erfasst das Netzwerk L&auml;nder, die ein Unterlaufen von Steuergesetzen und Transparenzregeln beg&uuml;nstigen. Er setzt sich aus einem &ldquo;Geheimhaltungswert&rdquo; und dem Anteil des Gebietes am globalen Markt f&uuml;r grenz&uuml;berschreitende Finanzdienstleistungen zusammen. Weiter ber&uuml;cksichtigt werden f&uuml;r den Index das Bankgeheimnis eines Landes, die Existenz &ouml;ffentlicher Register und Jahresabschl&uuml;sse von Firmen sowie die Bereitschaft der Beh&ouml;rden, Informationen zu teilen.<br>\nDass Deutschland so weit oben rangiert &ndash;  noch vor klassischen Steueroasen wie den Bahamas oder der Kanalinsel Jersey &ndash; ergibt sich nach Angaben des Netzwerks aus einem mittleren Geheimhaltungswert und der hohen globalen Gewichtung. Mehr als f&uuml;nf Prozent der weltweiten Offshore-Finanzgesch&auml;fte werden demnach in Deutschland abgewickelt.<br>\nPl&auml;tze Eins und Zwei an Schweiz und die USA<br>\nDas Netzwerk bezeichnete die Entwicklung Deutschlands als besorgniserregend. &ldquo;Deutschland ist weiterhin eine Geheimnisoase f&uuml;r ausl&auml;ndisches Verm&ouml;gen&rdquo; sagte Markus Meinzer vom Netzwerk Steuergerechtigkeit. Die Pl&auml;ne der Bundesregierung zur Bek&auml;mpfung von Kapitalflucht als Reaktion auf die Panama Papers, die weltweit verbreitete Praktiken zu Steuerflucht und Steuerhinterziehung offenbart hatten, seien &ldquo;v&ouml;llig unzureichend&rdquo;. N&ouml;tig seien eine &ldquo;effektive und konsequente Untersuchung und Verfolgung von Steuervermeidung und Geldw&auml;sche&rdquo;, so Meinzer. Weiter schreibt das Netzwerk, in Deutschland fehlten eine &ouml;ffentliche, l&auml;nderbezogene Berichterstattung und ein Transparenzregister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-01\/schattenfinanzindex-deutschland-ranking-steuervermeidung-geheimhaltung\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Deutschland ist Gangster&rsquo;s Paradise<\/strong><br>\n&bdquo;Deutschland ist weiter unter den Top Ten der Schattenfinanzpl&auml;tze &ndash; vor L&auml;ndern wie Panama, den Niederlanden oder Malta. Die viertgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Erde richtet als Gangster&rsquo;s Paradise mehr Schaden an als viele notorische Steueroasen. &Uuml;ber drei Billionen Euro an unversteuerten Auslandsgeldern werden im deutschen Finanzsektor verwaltet&ldquo;, kommentiert Fabio De Masi, Finanzexperte der Fraktion DIE LINKE, die Ver&ouml;ffentlichung des Schattenfinanzindex (Financial Secrecy Index, FSI) 2018 durch das internationale Tax Justice Network. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Unser Ranking bei Finanztransparenz hat sich gegen&uuml;ber 2015 trotz Panama Papers und Co. noch verschlechtert. Die Gro&szlig;e Koalition ist daher zunehmend ein Sicherheitsrisiko und ermutigt die Mafia bzw. die organisierte Kriminalit&auml;t, schmutziges Geld in Deutschland zu waschen &ndash; bis hin zur Terrorfinanzierung.<br>\nAuch laut Bundeskriminalamt ist Deutschland ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;sche. Dies gilt wegen schlechter Gesetze und mangelhafter Aufsicht insbesondere im Immobiliensektor. Die Ansiedlung der Financial Intelligence Unit beim Zoll m&uuml;ndete im Fiasko mit tausenden unbearbeiteten Geldw&auml;scheverdachtsmeldungen und zu wenig qualifiziertem Personal. Die Bundesregierung blockiert zugleich mit Luxemburg und den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen auf EU-Ebene Vorschl&auml;ge zur umfassenden Transparenz von Konzerngewinnen und den wahren Eigent&uuml;mern von Briefkastenfirmen.<br>\nWir brauchen endlich ernsthafte Reformen bei der Offenlegung von Konzerngewinnen und den &ouml;ffentlichen Registern aller wahren Eigner von Briefkastenfirmen und Stiftungen sowie das Ende nicht registrierter Inhaberaktien. Immobilienregister m&uuml;ssen zentralisiert und &ndash; mit gewissen Ausnahmen &ndash; ver&ouml;ffentlicht werden. Finanzbeh&ouml;rden und Geldw&auml;scheaufsicht brauchen hinreichend Personal, Kompetenzen und politische Unterst&uuml;tzung, um den Gesetzesvollzug zu gew&auml;hrleisten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/schattenfinanzindex-2018-deutschland-ist-gangsters-paradise\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Recht auf Familie ist kein Gnadenrecht<\/strong><br>\nUnion und SPD bereiten die Umwandlung des Menschenrechts auf Familienleben in ein kontingentiertes Gnadenrecht vor&ldquo;, kritisiert die Innenpolitikerin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, den heute von den Regierungsfraktionen vorgestellten &Auml;nderungsantrag zum Familiennachzug. Jelpke weiter:<br>\n&bdquo;Der &Auml;nderungsantrag enth&auml;lt f&uuml;r die Zeit ab August 2018 eine blo&szlig;e Kann-Regelung. Die Zahl von 1000 ist nicht garantiert, es k&ouml;nnen auch wesentlich weniger sein. Jeglicher Rechtsanspruch auf Nachzug wird damit komplett abgeschafft. Vom V&ouml;lkerrecht und dem Schutz der Familie haben sich die Koalition&auml;re verabschiedet, stattdessen fordern sie einen willk&uuml;rlichen Umgang mit den Fl&uuml;chtlingen. Das Trostpflaster H&auml;rtefallregelung &auml;ndert daran rein gar nichts: Als `H&auml;rtef&auml;lle&acute; konnten in den letzten zwei Jahren gerade einmal etwa 100 Personen nach Deutschland einreisen. Das ist reine Symbolpolitik, um die SPD-Basis f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition einzunehmen.<br>\nWir reden &uuml;ber etwa 60.000 Angeh&ouml;rige, meist Frauen und Kinder, die bereits seit zwei Jahren oder noch l&auml;nger sehns&uuml;chtig auf die Zusammenf&uuml;hrung mit ihren in Deutschland lebenden Angeh&ouml;rigen warten. Nach der vorgesehenen Kontingentregelung w&uuml;rde es weitere f&uuml;nf Jahre dauern, bis diese Familien endlich zusammenkommen k&ouml;nnen. Und wer in der Zwischenzeit vollj&auml;hrig wird, hat jeglichen Anspruch verwirkt. Diese Regelung ist unmenschlich, grausam und inakzeptabel.<br>\nDer &Auml;nderungsantrag enth&auml;lt im Kern einen vollst&auml;ndig neuen Regelungsgehalt. Deswegen hat DIE LINKE f&uuml;r die Sitzung des Hauptausschusses heute Abend den Antrag auf eine erneute Sachverst&auml;ndigenanh&ouml;rung gestellt. Ich hoffe auf die Zustimmung von Gr&uuml;nen und FDP.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/recht-auf-familie-ist-kein-gnadenrecht\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><strong>dazu: Einigung beim Familiennachzug: Parit&auml;tischer entt&auml;uscht von Kompromiss<\/strong><br>\nDer Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband kritisiert die Einigung zwischen SPD und Union zum Familiennachzug bei den Koalitionsverhandlungen als inhuman. Der Verband appelliert an alle Bundestagsabgeordneten, dem Gesetzentwurf von SPD und Union zur Verl&auml;ngerung der geltenden Aussetzung des Familiennachzugs bis zum 31. Juli am kommenden Donnerstag nicht zuzustimmen.<br>\nDer Verband lehnt dar&uuml;ber hinaus die Pl&auml;ne der Koalitionsverhandler f&uuml;r eine weiterhin restriktive Familiennachzugsregelung und die geplante Obergrenze von 1000 Menschen pro Monat als inhuman ab. Auch in der angek&uuml;ndigten Weiterf&uuml;hrung der existierenden H&auml;rtefallregelung sieht der Parit&auml;tische keine substantielle Verbesserung.<br>\n&bdquo;Die festgelegte Zahl von 1000 Menschen pro Monat, die zu ihren Familienangeh&ouml;rigen nachziehen d&uuml;rfen, ist willk&uuml;rlich und moralisch fragw&uuml;rdig. Im Klartext hei&szlig;t diese Obergrenze, dass zehntausenden von Menschen der Familiennachzug verweigert wird&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes. Schneider weiter: &bdquo;Familien geh&ouml;ren zusammen, ganz egal wo sie herkommen. Der Schutz der Familieneinheit ist Menschenrecht! Es ist schlicht unvorstellbar, dass jemand auf Basis einer Nachzugsobergrenze seine Verwandten einen Monat l&auml;nger in Unsicherheit und schwierigsten Bedingungen lassen soll.&ldquo;<br>\nDie bestehende H&auml;rtefallregelung ist aus Sicht des Verbandes v&ouml;llig unzureichend, da sie nur f&uuml;r ganz wenige Ausnahmen gilt und an der Lebensrealit&auml;t der Betroffenen vorbei geht. &bdquo;Das Gesetz ist jetzt schon ein Rohrkrepierer. Faktisch ist die Zahl von Gefl&uuml;chteten, die davon profitieren, bereits jetzt minimal. Trotzdem versucht uns die SPD dies als Verhandlungserfolg zu verkaufen&ldquo;, so Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/einigung-beim-familiennachzug-paritaetischer-enttaeuscht-von-kompromiss\/\">Der Parit&auml;tische<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Welcher Kompromiss? SPD will Familiennachzug weiter verhandeln<\/strong><br>\nNach tagelangem Gezerre haben sich Union und SPD auf einen Kompromiss zum Familiennachzug geeinigt. Eigentlich. Die Vize-Fraktionschefin der SPD, Eva H&ouml;gl, sieht da durchaus noch Verhandlungsbedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/live172968165\/SPD-will-Familiennachzug-weiter-verhandeln-Liveticker-zu-Koalitionsverhandlungen.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Es wird einfach immer gruseliger. Erst wird ein Verhandlungsergebnis verk&uuml;ndet, dass dann jede Seite anders interpretiert, um schlie&szlig;lich wieder an dem Punkt zu landen, wo man begonnen hat. Das freut vermutlich nur Robin Alexander, der im Kleinklein herumstochert und die Welt stets wissen l&auml;sst, wie gut unterrichtet er doch ist. Dabei ist der Familiennachzug, der offensichtlich so viele Kr&auml;fte im Verhandlungsraum und in den Redaktionen bindet, verglichen mit den Problemen, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/mindestlohn-studie-101.html\">die dieses Land tats&auml;chlich hat<\/a> (Bsp.: Millionen arbeiten ohne Mindestlohn), &uuml;berhaupt nicht relevant. Au&szlig;erdem streiten die Koalition&auml;re &uuml;ber die Verl&auml;ngerung eines Verfahrens, mit dem Menschen in ihren Grundrechten weiter beschnitten werden sollen, obwohl die sich immer h&auml;ufiger und auch erfolgreich vor Gerichten gegen eine, man muss es ja so sagen, rechtswidrige Asyl-Praxis wehren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ost-Ministerpr&auml;sidenten stellen Russland-Sanktionen infrage<\/strong><br>\nWirkungslos und sch&auml;dlich f&uuml;r ostdeutsche Unternehmen: Ostdeutschlands Ministerpr&auml;sidenten haben sich partei&uuml;bergreifend kritisch &uuml;ber die Russland-Sanktionen der EU ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nDie ostdeutschen Ministerpr&auml;sidenten pl&auml;dieren f&uuml;r eine Lockerung der Russland-Sanktionen der EU. Da die Strafma&szlig;nahmen wirkungslos seien, sei ein neuer Ansatz n&ouml;tig, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpr&auml;sident Reiner Haseloff (CDU) nach einem Treffen der Ost-L&auml;nderchefs in Berlin. &ldquo;Und die Wahrscheinlichkeit, dass es Wirkung entfaltet, wird von Tag zu Tag geringer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/grosse-koalition-ost-ministerpraesidenten-stellen-russland-sanktionen-infrage-a-1190447.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Linke Sammlungsbewegung, die betagten Idole der sahra wagenknecht<\/strong><br>\nM&eacute;lenchon &ndash; allein der Name des Franzosen gen&uuml;gt dieser Tag, um bei den deutschen Linken Fantasien zu erzeugen. Ob es sich nun um das Manifest einer neuen Sammlungsbewegung handele, wollte die linke Zeitung &ldquo;Neues Deutschland&rdquo; von Bartsch gar wissen. Der wiegelt ab: &ldquo;Quatsch.&rdquo;<br>\nFraktionschef Bartsch ist wie viele Genossen genervt von der Idee einer linken Sammlungsbewegung oder gar einer neuen linken Volkspartei, wie sie Wagenknecht und ihr Ehemann Oskar Lafontaine seit einiger Zeit propagieren. In der Partei werten das viele als Aufruf zur Spaltung der bisherigen Linken.<br>\nImmer wieder verweisen Lafontaine und Wagenknecht auf den franz&ouml;sischen Linkspopulisten M&eacute;lenchon und dessen neue Bewegung &ldquo;La France insoumise&rdquo;. Dass nun genau er ein Vorbild sein soll, dass er k&uuml;rzlich als Stargast beim Jahresauftakt der Fraktion geladen war, macht hierzulande viele Linke misstrauisch. Denn M&eacute;lenchon war zuerst bei den Sozialisten, dann gr&uuml;ndete er eine neue Linkspartei, dann startete er seine Bewegung. Wenn man sich an M&eacute;lenchon orientiert, was hei&szlig;t das dann f&uuml;r die Zukunft der deutschen Linken?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/linke-sammlungsbewegung-sahra-wagenknecht-und-ihre-vorbilder-a-1189866.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Hardy Koch:<\/strong> Der Spiegel als eingespielte Dreckschleuder, von Fakten frei und d&auml;magogisch.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> In der Tat ein sehr fragw&uuml;rdiger tendenzi&ouml;ser Artikel von Spiegel Online<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lohnbetrug boomt<\/strong><br>\nImmer noch werden hierzulande massenhaft Menschen um den Mindestlohn geprellt. Im Jahr 2016 erhielten rund 2,7 Millionen Besch&auml;ftigte weniger Geld, als ihnen nach dem Gesetz zugestanden h&auml;tte. So lautet ein Ergebnis einer am Montag vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung vorgelegten Untersuchung. Insgesamt f&auml;llt die Bilanz der Forscher drei Jahr nach Einf&uuml;hrung der gesetzlichen Lohnuntergrenze aber &raquo;sehr positiv&laquo; aus. Im Niedriglohnsektor gebe es &raquo;seit l&auml;ngerem&laquo; wieder deutliche Einkommenssteigerungen, w&auml;hrend die Erwerbsarmut zur&uuml;ckgegangen sei.<br>\nNoch gr&ouml;&szlig;ere Fortschritte lie&szlig;en sich laut WSI-Arbeitsmarktexperte Toralf Pusch allerdings durch &raquo;bessere Kontrollen&laquo; und insbesondere dann erzielen, wenn sich auch alle Unternehmer an die Gesetzesvorgaben halten w&uuml;rden. Nach Puschs Kalkulation wurden 2016 von s&auml;mtlichen Anspruchsberechtigten 9,8 Prozent mit weniger als dem damals geltenden Stundenmindestsatz von 8,50 Euro abgespeist. Allerdings zeige die ermittelte Zahl von 2,7 Millionen Betroffenen &raquo;eher die untere Grenze&laquo; der Zuwiderhandlungen an. Dass sich das Problem in der Zwischenzeit erledigt haben k&ouml;nnte, sei &raquo;sehr unwahrscheinlich&laquo;, konstatiert der Autor. So habe die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls bei ihren Pr&uuml;fungen im ersten Halbjahr 2017 in neun Prozent der untersuchten F&auml;lle Verst&ouml;&szlig;e gegen das Mindestlohngesetz festgestellt.<br>\nDie Studie basiert auf der Auswertung neuer Daten aus dem Sozio-&ouml;konomischen Panel (SOEP), der gr&ouml;&szlig;ten Wiederholungsbefragung zu Arbeitszeiten und Einkommen in Deutschland. Nach den Zahlen haben die L&ouml;hne vor allem f&uuml;r ungelernte Kr&auml;fte und in den Branchen mit &uuml;berdurchschnittlich vielen Niedrigverdienern &raquo;kr&auml;ftig&laquo; zugelegt. So seien die Verdienste im Gastgewerbe um 9,9 Prozent, im Einzelhandel um 11,4 Prozent und in der Fleischverarbeitung um 11,6 Prozent gestiegen. Mehr in der Tasche haben insbesondere Ungelernte in den neuen Bundesl&auml;ndern. Ihr Lohnplus belief sich 2016 laut Analyse auf im Schnitt 9,1 Prozent, die Vergleichsgruppe in Westdeutschland verdiente 6,7 Prozent mehr als vor 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326320.lohnbetrug-boomt.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: 2,7 Millionen Besch&auml;ftigte bekamen auch 2016 weniger als den Mindestlohn &ndash; mit Betriebsrat und Tarif weitaus weniger Verst&ouml;&szlig;e<\/strong><br>\nIn Betrieben mit Betriebsrat und Tarifvertrag wird das Mindestlohngesetz weitaus konsequenter eingehalten als in Firmen, in denen beides fehlt. Umgehungen des Mindestlohns kommen in mitbestimmten und tarifgebundenen Betrieben etwa f&uuml;nf Mal seltener vor. Gesamtwirtschaftlich sind Verst&ouml;&szlig;e gegen den Mindestlohn aber weiterhin ein Problem: 2016 bekamen rund 2,7 Millionen Besch&auml;ftigte in Deutschland weniger als den Mindestlohn, obwohl er ihnen zustand. Damit erhielten 9,8 Prozent aller Arbeitnehmer, die Anspruch auf den Mindestlohn hatten, weniger als die damals vorgeschriebenen 8,50 Euro pro Stunde. Legale Ausnahmen vom Mindestlohn sind dabei bereits herausgerechnet. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).<br>\nNach Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns ist die Armut unter Besch&auml;ftigten im Niedriglohnbereich (unter 10 Euro Stundenlohn) zur&uuml;ckgegangen, zeigen die Berechnungen des WSI-Arbeitsmarktexperten Dr. Toralf Pusch: 2014 hatten noch 20 Prozent von ihnen ein so geringes Einkommen, dass ein &ndash; realisierter oder nicht realisierter &ndash; Anspruch auf aufstockende Hartz-IV-Leistungen bestand. Bis 2016 sank die Aufstocker-Quote auf 17 Prozent, weil extrem niedrige Stundenl&ouml;hne erh&ouml;ht wurden. Die Erwerbsarmut k&ouml;nnte aber noch deutlich st&auml;rker reduziert werden, wenn sich alle Arbeitgeber auch an das Mindestlohngesetz halten w&uuml;rden, betont der Forscher: &bdquo;Die insgesamt sehr positive Bilanz des Mindestlohns wird getr&uuml;bt, weil nach den neuesten verf&uuml;gbaren Daten auch mehr als ein Jahr nach der Einf&uuml;hrung noch zahlreiche Arbeitgeber gegen das Mindestlohngesetz versto&szlig;en haben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich das Problem seitdem erledigt hat.&ldquo; Denn nach wie vor sei die Kontrolldichte relativ gering, die zust&auml;ndige Einheit des Zolls unterbesetzt.<br>\nDie SOEP-Auswertung zeigt auch, welche Unternehmens-internen Faktoren verhindern k&ouml;nnen, dass Besch&auml;ftigte um den Mindestlohn geprellt werden. So k&ouml;nnen sich Betriebsr&auml;te und Tarifbindung positiv auswirken, macht die Analyse deutlich. In Betrieben mit Arbeitnehmervertretung und Tarifvertrag lag die Quote der Mindestlohn-Umgehungen 2016 bei nur 3,2 Prozent. Fehlte beides, erhielten hingegen 18,6 Prozent der Besch&auml;ftigten nicht den Mindestlohn, also mehr als f&uuml;nfmal so viele. Eine St&auml;rkung von Mitbestimmung und Tarifbindung kann zu faireren Arbeitsbedingungen beitragen, betont Pusch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/112132_112576.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nicht organisiert, nicht vertreten<\/strong><br>\nNur wenige Altenpflegekr&auml;fte sind in einer Gewerkschaft &ndash; obwohl die Bedingungen in der Branche prek&auml;r sind<br>\nDie Interessenvertretung in der Altenpflege bleibt schwierig. Darauf hat ein Artikel im aktuellen B&ouml;ckler-Impuls, dem Informationsdienst der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, ein Schlaglicht geworfen. In der Branche seien die Arbeitsbeziehungen zwischen Unternehmerverband und Gewerkschaft kaum geregelt. Auch Betriebsr&auml;te best&uuml;nden in den diversen Diensten und Altenpflegeheimen h&auml;ufig nicht. In der Folge gebe es gegen&uuml;ber den Unternehmern ein &raquo;starkes Machtgef&auml;lle mit ausgepr&auml;gten Repr&auml;sentationsl&uuml;cken&laquo;, so der Forscher Wolfgang Schroeder.<br>\nSchroeder hat im Rahmen einer von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Studie 750 Besch&auml;ftigte befragt. Das zentrale Ergebnis der Untersuchung: Rund ein Drittel von ihnen ist insgesamt unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen in der Altenpflege. Insbesondere die Arbeitszeiten, die Bezahlung und der hohe Zeitdruck auf der Arbeit werden kritisiert. Der Zeitdruck &ndash; verursacht durch die Personalknappheit in der Altenpflege &ndash; wird gar von 68 Prozent der Befragten als bedeutendstes Problem ausgemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326359.nicht-organisiert-nicht-vertreten.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Markt oder Sozialpartnerschaft? Warum Neoliberale die Sozialpartnerschaft abschaffen wollen<\/strong><br>\nNeoliberale lehnen die Sozialpartnerschaft ab, weil sie jede Organisation ablehnen, die nach ihrer Ansicht gegen den Markt gerichtet ist. Ein Hauptfeind sind dabei auch die Gewerkschaften. Aber der Markt und seine segenreichen Eigenschaften sind eine neoliberale Erfindung. &bdquo;Den Markt&ldquo; gibt es nicht. (&hellip;)<br>\nNeoliberale glauben an &bdquo;den Markt&ldquo;. Sie sind fest davon &uuml;berzeugt, dass es einen Prozess gibt, der eigenst&auml;ndig, nach eigenen Regeln und Gesetzen abl&auml;uft, der prinzipiell von niemandem gesteuert werden und gegen den die Politik nichts unternehmen kann. Sie sollte auch nicht gegen den Markt agieren, denn der Markt (in der Einzahl) sei &ndash; so der Chor der Neoliberalen &ndash; die beste Organisationsform, die Menschen bislang hervorgebracht haben: Er funktioniert aus sich heraus und aus eigenem Antrieb ungemein effizient. Der Markt sei zudem auch sozial, denn es g&auml;be kein anderes System, das bessere Gesamtergebnisse hervorbringen kann. Aus diesen Gr&uuml;nden w&auml;ren wir gut beraten, seine Ergebnisse zu akzeptieren. In neoliberalen Texten wird gerne ein &bdquo;Wir&ldquo; beschworen: Wir sollen uns dem Markt anpassen, ihm letztlich gehorchen (so hat das Friedrich Hayek, der einflussreichste Theoretiker des Neoliberalismus im 20. Jahrhundert, formuliert). (&hellip;)<br>\nMit anderen Worten: Ohne Gewerkschaften und ohne Sozialpartnerschaft w&uuml;rde wir sowohl freier leben als auch einen h&ouml;heren Wohlstand genie&szlig;en, weil der Markt durch derart marktfeindliche Kr&auml;fte nicht l&auml;nger gehemmt w&auml;re. (&hellip;)<br>\nDer Markt ist institutionell nicht definiert. In keinem Text wird gekl&auml;rt, welche Institutionen den Markt genau ausmachen. Das bedeutet auch: Marktfundamentale Wirtschaftspolitiken verf&uuml;gen &uuml;ber keine gesicherten theoretischen Grundlagen. Die Setzung des Marktes als theoretische Gr&ouml;&szlig;e kollidiert mit der Praxis, den Markt herstellen, aufrechterhalten oder ausbauen zu wollen. Man kann eine &bdquo;Deregulierung&ldquo; fordern, aber nicht wissen, was sie bewirken wird. Denn um das wissen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssten explizit die Regeln bekannt sein, die den Markt konstituieren (genau das kann aber nach Hayek niemand wissen).<br>\nAber der theoretische Nachteil bietet im wirtschaftspolitischen Diskurs einen Vorteil, der kaum zu untersch&auml;tzen ist. Je nach Situation oder Thema kann man auf eine der widerspr&uuml;chlichen Bedeutungen umwechseln; oft passiert das innerhalb eines Absatzes mehrmals. Die Grundregel ist einfach:\n<ul>\n<li>Wenn es um wirtschaftliche Erfolge geht (unser hoher Lebensstandard, der R&uuml;ckgang der weltweiten Armut), dann sind sie der Realit&auml;t des Marktes geschuldet.<\/li>\n<li>Wenn es um Probleme der Wirtschaft geht (wie die Finanzkrise 2008, die zunehmende Ungleichheit der Verm&ouml;gen oder die &ouml;kologische Krise), dann kann die Ursache niemals der Markt sein, sondern nur sein Fehlen (z.B. ein Staatsversagen oder die falschen Deregulierungen) &ndash; und die Fahne wird dann f&uuml;r den Markt in seinen anderen Bedeutungen hochgehalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In dieser Rhetorik manifestiert sich ein Glaubenssystem, das sich von der Wirklichkeit so weit entfernt hat, dass es durch keinen empirischen Tatbestand mehr infrage gestellt werden kann. Oder noch besser: Man leugnet Fakten &uuml;berhaupt, wie dies jene Personen tun, die den Einfluss des Menschen auf die Erw&auml;rmung der Erde leugnen &ndash; Strache und Haimbuchner liefern dazu gute Beispiele. Aber diesen Bezug finden wir auch bei vielen marktfundamentalen Thinktanks.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.awblog.at\/markt-oder-sozialpartnerschaft\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Amerikas Gesundheitssystem vor der Revolution?<\/strong><br>\nAmazon, Warren Buffetts Gro&szlig;unternehmen und die gr&ouml;&szlig;te Bank Amerikas kn&ouml;pfen sich das Gesundheitswesen vor. Die Anleger reagieren bereits jetzt eindeutig.<br>\nEin Paukenschlag in Amerika: Drei der gr&ouml;&szlig;ten Konzerne der Vereinigten Staaten haben sich zusammengetan, um die Kosten f&uuml;r die Gesundheitsversorgung ihrer Mitarbeiter und damit auch f&uuml;r das Gesundheitswesen in den Vereinigten Staaten zu reduzieren. Der Online-H&auml;ndler Amazon, die vom ber&uuml;hmten Investor Warren Buffett gef&uuml;hrte Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway und Amerikas gr&ouml;&szlig;te Bank JP Morgan haben angek&uuml;ndigt, ein neues unabh&auml;ngiges Unternehmen zu gr&uuml;nden, das auf Gesundheitsleistungen f&uuml;r ihre amerikanischen Belegschaften spezialisiert sein soll.<br>\n&bdquo;Die steigenden Kosten der Gesundheitsversorgung sind f&uuml;r die amerikanische Wirtschaft wie ein hungriger Bandwurm&ldquo;, sagte Buffett in einem Statement. &bdquo;Wir haben keine Antworten auf dieses Problem. Aber wir akzeptieren nicht, dass es unl&ouml;sbar ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/amerikanisches-gesundheitssystem-vor-der-revolution-15424541.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Diese Entscheidung kommt dem Eingest&auml;ndnis sehr nahe, dass die PKV in der jetzigen Form keine &Uuml;berlebens-Chance hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lkw-Maut: Mautbetreiber Toll Collect soll vor&uuml;bergehend verstaatlicht werden<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant, im Zuge der Ausschreibung der Lkw-Maut den Mautbetreiber Toll Collect zu verstaatlichen, um ihn nach erfolgter Neuvergabe des Mautauftrages dem siegreichen Konsortium zu &uuml;bergeben.<br>\nDer Mautbetreiber Toll Collect &ndash; das Konsortium aus Deutscher Telekom, Daimler Financial Services und Cofiroute &ndash; soll nach Informationen des Handelsblattes verstaatlicht werden. Auf diese Weise soll der langwierige Rechtsstreit &uuml;ber die von Toll Collect zu zahlende Vertragsstrafe f&uuml;r den versp&auml;teten Mautstart im Jahr 2006 nicht die in diesem Jahr anstehende Neuvergabe des Mautbetriebs behindern, f&uuml;r den sich vier Konsortien beworben haben. Seit 2004 streiten sich die Beteiligten &uuml;ber die Vertragsstrafe, das Schiedsverfahren l&auml;uft seit knapp zehn Jahren. Es geht um eine Summe von 7 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Lkw-Maut-Mautbetreiber-Toll-Collect-soll-voruebergehend-verstaatlicht-werden-3955808.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Traum von schrankenloser Video&uuml;berwachung<\/strong><br>\nEin von der CDU initiiertes Berliner Volksbegehren f&uuml;r mehr Video&uuml;berwachung will eine Pauschalerlaubnis f&uuml;r das technisch Machbare durchsetzen<br>\nSeit dem 13. September 2017 sammelt eine Berliner Initiative Unterschriften f&uuml;r die Ausweitung der Video&uuml;berwachung in der Stadt. Das &ldquo;Aktionsb&uuml;ndnis f&uuml;r mehr Videoaufkl&auml;rung und Datenschutz wurde gegr&uuml;ndet von Ex-Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) und wird unterst&uuml;tzt von den beiden Polizeigewerkschaften.<br>\nDas B&uuml;ndnis hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der durch ein Volksbegehren bzw. eine Volksabstimmung in geltendes Recht umgesetzt werden soll. F&uuml;r die erste Stufe des Volksbegehrens hat das Aktionsb&uuml;ndnis bis Februar 2018 Zeit, um 20.000 Unterschriften zu sammeln. Bei Erfolg sind im zweiten Schritt 170.000 Unterschriften n&ouml;tig, um eine Volksabstimmung zu erm&ouml;glichen. Bis Anfang Januar 2018 habe man laut Heilmann bereits &uuml;ber 17.000 Unterschriften sammeln k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Traum-von-schrankenloser-Videoueberwachung-3952482.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nun offiziell: Bundesrechnungshof zerpfl&uuml;ckt Ex-Minister Alexander Dobrindt<\/strong><br>\nAuf unser Dr&auml;ngen hin hat der Bundesrechnungshof einen Bericht ver&ouml;ffentlicht, der mit der Amtsf&uuml;hrung von Alexander Dobrindt als Infrastrukturminister hart ins Gericht geht. Konsequenzen hat der rechtskonservative Polemiker aber kaum zu bef&uuml;rchten. Ein Kommentar.<br>\nSeit Jahren schon geistert ein f&uuml;r den CSU-Politiker Alexander Dobrindt desastr&ouml;ser Bericht des Bundesrechnungshofes durch die &Ouml;ffentlichkeit. Gro&szlig;e Wellen schlug das Papier bislang nicht. Zum einen, weil es von zahllosen anderen Skandalen des ehemaligen Bundesministers f&uuml;r Verkehr und digitale Infrastruktur &uuml;berschattet wurde. Zum anderen, weil die gro&szlig;e Koalition kein Interesse zeigte, den Bericht offiziell zu ver&ouml;ffentlichen und ihn lieber in parlamentarischen Aussch&uuml;ssen versacken lie&szlig;. Nun aber hat der Bundesrechnungshof die Analyse aus der politischen Versenkung geholt und die finale Fassung auf seine Webseite gestellt.<br>\nDarin &uuml;ben die Pr&uuml;fer scharfe Kritik am Chaos im Infrastrukturministerium, das beim Aufbau der Abteilung &bdquo;Digitale Gesellschaft&ldquo; schwere Fehler begangen habe. Unter anderem seien &bdquo;wesentliche Grunds&auml;tze eines geordneten Verwaltungshandelns nicht beachtet&ldquo; worden, genauso wie es an einer &bdquo;strukturierten Vorgehensweise&ldquo; gemangelt habe.<br>\nDie Folgen sind bekannt: Anstatt auf echte Glasfaseranschl&uuml;sse zu setzen und Deutschlands Infrastruktur zukunftsf&auml;hig zu machen, versenkt das BMVI Milliardenbetr&auml;ge in die kupferbasierte &Uuml;bergangstechnik Vectoring, st&auml;rkt dabei die Marktmacht der Deutschen Telekom und sorgt insgesamt daf&uuml;r, dass die Wirtschaftslokomotive Europas in einschl&auml;gigen Ranglisten weiterhin auf den hintersten Pl&auml;tzen rangieren wird. Und all dies, ohne das versprochene Ausbauziel von bescheidenen &bdquo;50 MBit\/s f&uuml;r alle&ldquo; rechtzeitig zu erreichen. In anderen Worten: Dobrindt hat eine grunds&auml;tzlich falsch ausgerichtete Breitbandpolitik zu verantworten, an der Deutschland noch lange knabbern wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/nun-offiziell-bundesrechnungshof-zerpflueckt-ex-minister-alexander-dobrindt\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wiedergewinnung des Wirklichen<\/strong><br>\nWill sich die Sozialdemokratie retten, dann muss sie die realit&auml;tsfernen Weltbilddiskussionen liberaler Eliten &uuml;berwinden und wieder eine Gegenmacht zum Kapital werden.<br>\n&hellip;Die Sozialdemokratie gab es auf, eine Schutzmacht f&uuml;r die &bdquo;kleinen Leute&ldquo; zu sein und eine Gegenmacht gegen das Kapital, sie ist im Gegenteil mehr und mehr Helfershelfer des Kapitals geworden. In der Folge haben sich immer mehr Menschen von der SPD abgewandt: Menschen, die sich an Reallohnstagnation oder gar Reallohnverlust gew&ouml;hnen mussten oder Angst vor einem Abrutschen in Hartz IV hatten. Nicht nur seit die Fl&uuml;chtlinge kamen und sich manche nicht sofort euphorisch zeigten, f&uuml;hlen sich dann manche auch noch moralisch nach unten gedr&uuml;ckt. Und so verwundert es kaum, dass die Rechtspopulisten in vielen L&auml;ndern Europas und zunehmend auch in Deutschland zum gro&szlig;en Teil, wenn auch nicht ausschlie&szlig;lich, von Arbeitern, &ouml;konomisch Abgeh&auml;ngten und Besorgten der unteren Mittelschicht gew&auml;hlt werden.<br>\nEgal ob es die &bdquo;kleinen Leute&ldquo; sind, oder Menschen, denen es &ouml;konomisch noch gut geht, die sich aber Sorgen &uuml;ber die Zukunft machen &ndash; sie wurden weniger geh&ouml;rt und in letzter Zeit immer mehr moralisch von einer tonangebenden akademischen Klasse abgewertet. Der von dieser Klasse getragene kosmopolitische Liberalismus ist sowohl im Merkel-Fl&uuml;gel der Union, als auch unter vielen Funktion&auml;ren der SPD und der Gr&uuml;nen sowie im Kipping-Fl&uuml;gel der Linkspartei hegemonial geworden. Auch im Journalismus ist er sehr verbreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wiedergewinnung-des-wirklichen-1\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vererbbarkeit des Bildungserfolgs muss ein Ende haben<\/strong><br>\n&bdquo;PISA offenbart ein Schulsystem der Abgeh&auml;ngten und der &Uuml;berflieger und zeigt erneut: Die Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem bleibt weiter unter OECD-Durchschnitt&ldquo;, erkl&auml;rt Birke Bull-Bischoff zu den heute ver&ouml;ffentlichten Ergebnissen einer PISA-Sonderstudie zum Schulerfolg sozial benachteiligter Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler. Die Bildungsexpertin der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;Erfreulich ist, dass mittlerweile 32,3 Prozent der betroffenen Sch&uuml;ler erfolgreich sind trotz ihrer ung&uuml;nstigen sozialen, &ouml;konomischen Ausgangslage. Das hei&szlig;t jedoch im Umkehrschluss: 67,7 Prozent der benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler wird der Bildungserfolg in den Schulen vorenthalten oder erschwert. Unterrichtsausfall, Lehrermangel, st&auml;ndig wechselndes Personal, schlechte Lern- und Lehrbedingungen etc. schaden dem Schulklima und der Schulentwicklung.<br>\nDie Rahmenbedingungen an den Schulen m&uuml;ssen verbessert werden. Wir brauchen Gemeinschaftsschulen und kein Herumsortieren im mehrgliedrigen Schulsystem. Wir brauchen gut ausgebildetes und ausreichendes Personal an den Schulen. Wir brauchen l&auml;ngeres gemeinsames Lernen mit sozialer Durchmischung statt Brennpunktschulen. Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz und Beitragsfreiheit in der Bildung, das ist ein wichtiger Grundpfeiler, um den pers&ouml;nlichen Bildungserfolg von der sozialen Lage zu entkoppeln. Jede und jeder hat das Recht auf hochwertige Bildung.<br>\nWir erwarten von Union und SPD, dass sie bei ihren Koalitionsverhandlungen noch deutlich nachlegen &ndash; f&uuml;r mehr Chancengerechtigkeit und bessere Rahmenbedingungen im Bildungssystem. Keine halben Sachen bei der Aufhebung des Kooperationsverbots sowie eine deutliche Erh&ouml;hung bei den Bildungsausgaben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/vererbbarkeit-des-bildungserfolgs-muss-ein-ende-haben\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Frieden, wie Putin ihn mag<\/strong><br>\nRussland versucht, in Syrien eine Friedensl&ouml;sung nach eigenem Wunsch durchzusetzen. Daf&uuml;r l&auml;dt der Kreml zu einem Kongress nach Sotschi &ndash; und versch&auml;rft zeitgleich seine Angriffe auf Rebellengebiete.<br>\n&hellip;.W&auml;hrend die russische Regierung in Sotschi die Teilnehmer des Kongresses begr&uuml;&szlig;t, versch&auml;rfen russisches und syrisches Milit&auml;r ihre Angriffe auf die von Aufst&auml;ndischen kontrollierten Gebiete in Syrien. Bei Luftangriffen auf mehrere Orte in der von islamistischen Rebellen kontrollierten Provinz Idlib kamen seit Sonntagmorgen mindestens 33 Zivilisten ums Leben. Unter anderem bombardierten Kampfjets ein Krankenhaus, eine B&auml;ckerei und einen Markt. Diese Angriffe auf zivile Infrastruktur f&uuml;gen sich in das Muster der Kriegsf&uuml;hrung des syrischen Regimes. [&hellip;]<br>\nRussland l&auml;dt zu einem zweit&auml;gigen Friedensgipfel f&uuml;r Syrien nach Sotschi. Pr&auml;sident Wladimir Putin will die Gelegenheit nutzen, um sich als Friedensstifter zu inszenieren. Allerdings steht die Konferenz unter keinen guten Vorzeichen: Wichtige Oppositionsgruppen kommen nicht. Zudem versch&auml;rften das russische und syrische Milit&auml;r ihre Angriffe auf die von Aufst&auml;ndischen kontrollierten Gebiete in Syrien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-konferenz-in-sotschi-frieden-wie-wladimir-putin-ihn-mag-a-1190360.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Hardy Koch:<\/strong> Der Spiegel kritisiert den Kampf Russlands und Assads gegen islamistische Rebellen. Das soll mal einer verstehen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Und kein Wort des Spiegel &uuml;ber den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff der T&uuml;rkei auf Nordsyrien und kein Wort &uuml;ber den Bruch des V&ouml;lkerrechtes von USA und NATO im Syrienkrieg. Der Tenor: Die Russen sind an Allem Schuld <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>ARD dreht bei Trump auf: Stimmungsmache<\/strong><br>\nBei der ARD arbeiten Stimmungsmacher: Wird Donald Trump in Davos kurz ausgebuht, drehen sie den Ton hoch. W&auml;hlen die Gr&uuml;nen in Hannover neue Parteichefs, gibt es Jubelmeldungen bei Twitter. Ist das Journalismus?<br>\nBei der ARD arbeiten Stimmungsmacher. Man kann auch sagen: echte Stimmungskanonen. Vor allem im Informationsprogramm. Die &bdquo;Tagesschau&ldquo; zum Beispiel, die angeblich sehr skrupul&ouml;s darauf achtet, dass alles, was sie sendet, von h&ouml;chster Relevanz ist, dreht schon mal den Regler hoch, damit alle ihre Botschaft mitbekommen.<br>\nSo befand es die Redaktion f&uuml;r n&ouml;tig, bei einem von ihr ins Netz gestellten, achtzehn Sekunden langen Ausschnitt eines Auftritts von Donald Trump in Davos, in dem er die Presse angriff (&bdquo;hinterh&auml;ltig, gemein, b&ouml;se und falsch&ldquo;), den Ton aus dem Saal lauter zu drehen &ndash; damit man die Buhrufe besser h&ouml;rte. [&hellip;]<br>\nSo wie man mit einer Kamera nur den Ausschnitt einer Szene zeigen k&ouml;nne, verhalte es sich mit dem Mikrofon, schreibt ARD-Chefredakteur Gniffke. Wie man bei einem Bild oder einer Filmszene etwas vergr&ouml;&szlig;ere, um es kenntlich zu machen, k&ouml;nne man dies mit dem Ton halten. Wobei, auch das ist Beobachtern schon aufgefallen, eine Bildvergr&ouml;&szlig;erung, ein Ausschnitt mit Markierung in der Zeitung, vom Leser zu erkennen ist. Nicht so bei der &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Nummer mit der Tonspur. Dort mag man Nachrichten offenbar nur, wenn sie &ndash; an der richtigen Stelle &ndash; laut sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/bei-der-ard-gibt-es-buhs-fuer-trump-und-jubel-fuer-die-gruenen-15423125.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.H.:<\/strong> Dass die ARD aktuell-Redaktion eine eigene Agenda hat, beklagen ja einige ehemalige Redakteure. Nun ist das auch der FAZ aufgefallen&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Meinungsmache jetzt auch per Laust&auml;rkeregler?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Erlk&ouml;nig mal ganz anders<\/strong><br>\nEs gab ein Gespr&auml;ch zwischen Vater und Sohn<br>\nDas ging um Geschichte und Revolution<br>\nUm globale Herrschaft der Milliard&auml;re<br>\nUnd was daran zu ver&auml;ndern w&auml;re\n<p>Mein Vater, ich hab in den B&uuml;chern gelesen<br>\nDass die Gleichheit einst Menschenrecht sei gewesen<br>\nVon Freiheit und Br&uuml;derlichkeit ward geschrieben<br>\nIch frage dich: Ist es dabei geblieben?<\/p>\n<p>In Frankreich, mein Sohn, gab es Revolution<br>\nVor mehr als zweihundert Jahren schon<br>\nHeut beherrschen zwei Dutzend Milliard&auml;re<br>\nDie Welt als ob es die ihre w&auml;re.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/25-2017&amp;textfile=4194\">Ossietzky<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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