{"id":42180,"date":"2018-02-01T08:40:09","date_gmt":"2018-02-01T07:40:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180"},"modified":"2018-02-01T08:40:09","modified_gmt":"2018-02-01T07:40:09","slug":"hinweise-des-tages-3050","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h01\">Ein neues Jahr, aber die Methode hat sich nicht ge&auml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h02\">Jahreswirtschaftsbericht offenbart Realit&auml;tsblindheit der Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h03\">Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h04\">Die finanzpolitischen Hintergr&uuml;nde von Privatisierung und &Ouml;PP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h05\">Hausgemachtes Desaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h06\">Versetzung gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h07\">Im Aufmarschgebiet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h08\">Bundeswehr: Reif f&uuml;r die Waffe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h09\">Zur Freiheit in der Freiheitsentziehung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h10\">Staatsleistungen an die Kirchen bis 2019 abl&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h11\">Bayern tut nicht genug f&uuml;r saubere Luft in M&uuml;nchen &ndash; und muss zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42180#h12\">Zu guter Letzt: SPD: Viele Neumitglieder wegen &ldquo;sozialdemokratischer Gesinnung&rdquo; abgelehnt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein neues Jahr, aber die Methode hat sich nicht ge&auml;ndert<\/strong><br>\nDie Arbeitslosenzahlen hat die Bundesregierung auch im Januar 2018 aufh&uuml;bschen lassen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden nach wie vor nicht als arbeitslos gez&auml;hlt. Viele Arbeitslose, die &auml;lter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Und wenn private Arbeitsvermittler t&auml;tig werden, z&auml;hlt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat. Und solange das so ist, pr&auml;sentieren wir jeden Monat die ungesch&ouml;nten Zahlen.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180201-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180201-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>&bdquo;Allen Jubelmeldungen zum Trotz sind die strukturellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt immer noch ungel&ouml;st. Das betrifft die vielen prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, auf denen der Besch&auml;ftigungszuwachs in erheblichem Umfang beruht. Das betrifft aber auch hunderttausende Langzeiterwerbslose, die von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt abgeh&auml;ngt bleiben&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/langzeiterwerbslosigkeit-weiter-auf-hohem-niveau\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Was hinter den Arbeitslosenzahlen steckt<\/strong><br>\nAuch im letzten Jahr ist die Arbeitslosenquote wieder gesunken. Doch bei Statistiken h&auml;ngt alles von der Berechnungsmethode ab &ndash; und die wurde im Fall der Arbeitslosenzahlen seit 1986 schon 17 Mal ge&auml;ndert. Wie aussagekr&auml;ftig ist die Zahl &uuml;berhaupt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/verbraucher\/volle-kanne\/arbeitslosenzahlen-108.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die offizielle Zahl der Arbeitslosen ist im Monat Januar um 185.000 Personen gestiegen. Doch wie ist die Pressemitteilung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit &uuml;berschrieben? &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/presse\/2018-05-der-arbeitsmarkt-im-januar-2018-schwungvoller-start\">Schwungvoller Start<\/a>&ldquo;. Im Dezember hie&szlig; es &bdquo;Deutlicher saisonbereinigter R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit&ldquo; (die offizielle Arbeitslosenzahl ist aber um 17.000 gestiegen), im November lautete die &Uuml;berschrift &bdquo;Anhaltender Aufschwung&ldquo; (die offizielle Arbeitslosenzahl ist um 20.000 gesunken). Im Oktober schrieb die Bundesagentur von einer &bdquo;Starken Herbstbelebung&ldquo; (die offizielle Arbeitslosenzahl ist um 60.000 gesunken). Im September setzte die Herbstbelebung sogar noch &bdquo;st&auml;rker ein als &uuml;blich&ldquo; (die offizielle Arbeitslosenzahl ging um 96.000 zur&uuml;ck). Im August stieg die offizielle Arbeitslosenzahl wiederum um 27.000, doch die Arbeitsagentur schrieb &bdquo;Weiter positive Entwicklung&ldquo;. Die Liste l&auml;sst sich unendlich in die Vergangenheit fortsetzen. Egal ob die offizielle Arbeitslosenzahl nun sinkt oder steigt, die PR-Abteilung der Bundesbeh&ouml;rde findet immer wieder dieselben positiv klingenden &Uuml;berschriften und verzerrt damit, wie die offizielle Arbeitslosenzahl auch, die Wirklichkeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jahreswirtschaftsbericht offenbart Realit&auml;tsblindheit der Regierung<\/strong><br>\nDass die Bundesregierung im Jahreswirtschaftsbericht mit keinem Wort die gewaltigen Export&uuml;bersch&uuml;sse, die Spaltung am Arbeitsmarkt sowie die enorme Verm&ouml;gensungleichheit als Problem erkennt, ist ein Zeichen eingeschr&auml;nkter Realit&auml;tswahrnehmung. Es ist eine Tatsache, dass Deutschland seit Jahren einen strukturellen Export&uuml;berschuss und den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor in Westeuropa hat. Diese Besch&auml;ftigten haben nichts vom wirtschaftlichen Aufschwung&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, den heute ver&ouml;ffentlichen Jahreswirtschaftsbericht. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Auch bei der Steuer- und Klimapolitik stellt sich die Frage, in welcher Realit&auml;t die Bundesregierung lebt. Im Bericht ist die Sprache von einem &sbquo;modernen Steuersystem&lsquo; und &sbquo;ambitionierter Energie- und Klimapolitik&lsquo;. In Wahrheit verfehlt Deutschland sein Klimaschutzziel f&uuml;r 2020 und ist au&szlig;erdem unter den Top Ten der Schattenfinanzpl&auml;tze weltweit zu finden.<br>\nWir brauchen endlich einen Mindestlohn von zw&ouml;lf Euro, die Abschaffung von Leiharbeit und sachgrundlosen Befristungen. Das w&uuml;rde die Gewerkschaften st&auml;rken und steigende L&ouml;hne auch in den unteren Lohnsegmenten erm&ouml;glichen. Beides ist positiv f&uuml;r Importe nach Deutschland und senkt damit die Export&uuml;bersch&uuml;sse. Gleichzeitig brauchen wir ein Steuersystem, das die Verm&ouml;genden st&auml;rker zur Verantwortung zieht und illegale Finanzpraktiken klar verhindert.<br>\nSteuererleichterungen f&uuml;r Unternehmen bei uns als Reaktion auf die Politik von US-Pr&auml;sident Donald Trump sind hingegen das falsche Mittel. Sie erh&ouml;hen nur die Ungleichheit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/jahreswirtschaftsbericht-offenbart-realitaetsblindheit-der-regierung\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Brigitte Zypries hat beim Thema Leistungsbilanz&uuml;berschuss einfach die Ahnungslosigkeit ihres Vorg&auml;ngers, Sigmar Gabriel, &uuml;bernommen. So teilte die gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Ministerin gestern den Abgeordneten des Bundestages mit, dass es ja weiterhin einen R&uuml;ckgang des Leistungsbilanz&uuml;berschusses zu verzeichnen gebe, was die meckernde EU-Kommission sicherlich wohlwollend zur Kenntnis nehme. Offenbar h&auml;lt auch Zypries einen prognostizierten &Uuml;berschuss von immer noch schwindelerregenden 7,8 Prozent f&uuml;r weitgehend unproblematisch, obwohl in dem Gesetz, das die Vorlage des Jahreswirtschaftsberichtes regelt, klar steht, dass sich die Bundesregierung um ein au&szlig;enwirtschaftliches Gleichgewicht zu k&uuml;mmern habe. Wenn nun aber seit Jahren hohe Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse vermeldet werden, wie kann man dann in Kenntnis <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stabg\/BJNR005820967.html\">des Gesetzes<\/a> zur F&ouml;rderung der Stabilit&auml;t und des Wachstums der Wirtschaft &uuml;ber einen Jahreswirtschaftsbericht wieder die Botschaft schreiben: &bdquo;Deutschland geht wirtschaftlich gest&auml;rkt in die Zukunft, die Aussichten sind gut&ldquo;?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pflege<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Streit ums Geld<\/strong><br>\nGegen den Pflegenotstand in Deutschland will die Politik nun entschlossen vorgehen. Frontal 21 geht der Frage nach, wie soll der Neustart in der deutschen Pflege funktionieren?<br>\nPersonalausstattung, Arbeitsbedingungen und Bezahlung &ldquo;sofort und sp&uuml;rbar verbessern&rdquo;, fl&auml;chendeckende Tarifvertr&auml;ge in der Altenpflege und &ldquo;vollst&auml;ndige Refinanzierung von Tarifsteigerungen&rdquo; im Krankenhausbereich, so steht es im gemeinsamen Sondierungspapier von Union und SPD. Doch wie soll das alles umgesetzt werden?<br>\nUm die gesetzlichen Standards derzeit &uuml;berhaupt erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen Krankenh&auml;user ausl&auml;ndische Pflegefachkr&auml;fte anwerben. Deutsche Fachkr&auml;fte gibt es einfach nicht genug. Und in Sachsen-Anhalt beispielsweise, wo Altenpflegekr&auml;fte durch Haustarifvertr&auml;ge etwas mehr verdienen, werden die Kosten, bis zu 700 Euro mehr im Monat, direkt auf die Heimbewohner umgelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/was-darf-gute-pflege-kosten-100.html\">Frontal 21<\/a><\/li>\n<li><strong>Pflegebeschl&uuml;sse: &ldquo;Das ist noch nicht mal ein kleiner Wurf&rdquo;<\/strong><br>\nMit sofortiger Wirkung sollen 8.000 Pflegekr&auml;fte eingestellt werden. Zudem sollen Tarifvertr&auml;ge erwirken, dass dabei auch die Geh&auml;lter fl&auml;chendeckend stimmen. Mit ihrer Absichtserkl&auml;rung hat die Politik &ldquo;die Dramatik der Situation nicht wirklich erkannt&rdquo;, sagte Stefan Sell, Professor an der Hochschule Koblenz, im Dlf. [&hellip;]<br>\nStefan Sell: Das, was heute verkauft wurde als eine Einigung bei dem Thema Pflege, irritiert den Beobachter, denn genau diese Punkte, die heute genannt werden, stehen schon im Sondierungs-Ergebnispapier vom 12. Januar genau so drin als Absichtserkl&auml;rung. Fangen wir mal bei den 8.000 zus&auml;tzlichen Pflegekr&auml;ften an. Das h&ouml;rt sich nur im ersten Moment viel an. Sie m&uuml;ssen das zum einen darauf beziehen, dass wir &uuml;ber 13.000 Pflegeeinrichtungen haben im Bereich der Altenpflege. Das hei&szlig;t noch nicht mal eine Stelle f&uuml;r jedes Heim zus&auml;tzlich. Also schlichtweg an dieser Stelle eine Kapitulation vor der eigentlichen Personalherausforderung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/pflegebeschluesse-das-ist-noch-nicht-mal-ein-kleiner-wurf.769.de.html?dram:article_id=409682\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Nicht einmal der Tropfen auf den hei&szlig;en Stein&rdquo;<\/strong><br>\nEin in den Koalitionsverhandlungen beschlossenes Sofortprogramm soll 8.000 zus&auml;tzliche Fachkr&auml;fte in die Altenpflege bringen. Der Bedarf sei weitaus gr&ouml;&szlig;er, sagte Johanna Kn&uuml;ppel vom Deutschen Berufsverband f&uuml;r Pflegeberufe im Dlf. Das Problem der Berufsflucht m&uuml;sse ganz anders angegangen werden &ndash; auch mithilfe von Steuermitteln. [&hellip;]<br>\nWenn den Koalition&auml;ren jetzt f&uuml;r die neue Legislatur nicht mehr einf&auml;llt als das, was gestern durchgesickert ist, dann wird das nichts verbessern und ist eine fatale Botschaft in die Pflege und in die Berufsgruppe hinein.<br>\nDobovisek: Was meinen Sie damit? Was fehlt am meisten?<br>\nKn&uuml;ppel: Wenn man beispielsweise sich auf einen h&ouml;heren Tarif geeinigt hat, muss man sagen, gerade in der Altenpflege greift das &uuml;berhaupt nicht. Denn die weitaus meiste Zahl der Arbeitgeber dort sind &uuml;berhaupt nicht tarifgebunden. Das hei&szlig;t, da hat die Politik &uuml;berhaupt keine Handhabe, f&uuml;r einen Tarif zu sorgen, einen Tarif vorzuschreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/altenpflege-nicht-einmal-der-tropfen-auf-den-heissen-stein.694.de.html?dram:article_id=409660\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Vor dem Kollaps<\/strong><br>\nPersonalmangel in Krankenh&auml;usern gef&auml;hrdet Patienten und Besch&auml;ftigte. Dagegen regt sich Widerstand<br>\n&bdquo;Keine Pausen &ndash; optimale und pflegerelevante bzw. angemessene Betreuung der Patienten ist nicht mehr m&ouml;glich. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gereizt, Fehler unterlaufen; &uuml;berarbeitet, demotiviert, innerlich gek&uuml;ndigt.&ldquo; So und so &auml;hnlich steht es in einer Viel&shy;zahl sogenannter Gef&auml;hrdungsanzeigen, mit denen Besch&auml;ftigte in Krankenh&auml;usern auf unhaltbare Zust&auml;nde aufmerksam machen. Die Gewerkschaft ver.di hat einige dieser An&shy;zeigen in anonymisierter Form ver&ouml;ffentlicht. Sie machen allesamt deutlich: Die Personal&shy;not hat ein Quantum erreicht, das sowohl die Gesundheit der Besch&auml;ftigten als auch das Leben der Patientinnen und Patienten gef&auml;hrdet.<br>\nFast nirgendwo m&uuml;ssen Pflegekr&auml;fte so viele Patientinnen und Patienten gleichzeitig betreuen wie in deut&shy;schen Krankenh&auml;usern. Laut einer Studie des Projektes Nurse Forecasting: Human Resources Planning in Nursing ist eine Pfle&shy;gefachkraft hierzulande f&uuml;r durchschnittlich 13 Patientinnen und Patienten zust&auml;ndig. In den Niederlanden betr&auml;gt das Verh&auml;ltnis 1 zu 7, in den USA 1 zu 5,3. Die Untersuchung belegt zudem, dass es einen klaren Zusam&shy;menhang zwischen Pflegequalit&auml;t und Perso&shy;nalbesetzung gibt &ndash; ein Allgemeinplatz, den manche Klinikbetreiber absurderweise bis vor Kurzem noch geleugnet haben.<br>\nLaut ver.di fehlen in deutschen Kranken&shy;h&auml;usern 162 000 Besch&auml;ftigte, davon rund 70 000 in der Pflege. Besonders dramatisch ist die Situation in der Nacht. Um das zu un&shy;tersuchen, haben 780 Gewerkschafter vom 5. auf den 6. M&auml;rz 2015 bundesweit fast 3 800 Stationen und Bereiche in 238 Krankenh&auml;u&shy;sern besucht. Die k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Ergebnisse dokumentieren, dass die schlech&shy;te Personalbesetzung Menschenleben gef&auml;hr&shy;det &ndash; und das nicht nur in Einzelf&auml;llen, son&shy;dern systematisch. So berichten 60 Prozent der Pflegekr&auml;fte, dass sie in den vergangenen vier Wochen nachts gef&auml;hrliche Situationen erlebt haben, die bei einer besseren Perso&shy;nalausstattung vermeidbar gewesen w&auml;ren. Ist eine Pflegekraft allein f&uuml;r &uuml;ber 40 Patien&shy;tinnen und Patienten zust&auml;ndig, steigt dieser Anteil auf 78,3 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/wirtschaft\/vor-dem-kollaps\/\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die finanzpolitischen Hintergr&uuml;nde von Privatisierung und &Ouml;PP<\/strong><br>\n2009 wurde mit der Einf&uuml;hrung der &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; die gravierendste finanzpolitische Verfassungs&auml;nderung der vergangenen 40 Jahre vorgenommen. Die M&ouml;glichkeit der Kreditfinanzierung staatlicher Investitionen zum Erhalt und Ausbau der &ouml;ffentlichen Infrastruktur ist seitdem Geschichte.<br>\nWeder f&uuml;r den Bund noch f&uuml;r die Bundesl&auml;nder ist eine schuldenfinanzierte Investitionst&auml;tigkeit mehr m&ouml;glich. Ganz generell, so schreibt es die Schuldenbremse vor, m&uuml;ssen die &ouml;ffentlichen Haushalte ausgeglichen sein. Ausnahmen sind lediglich konjunkturelle Schwankungen, gravierende Notsituationen und Naturkatastrophen. [&hellip;]<br>\nIn Deutschland war die Schuldenbremse durchaus umstritten. Insbesondere von Seiten der Gewerkschaften und gewerkschaftsnahen &Ouml;konomen wurde ihre Einf&uuml;hrung kritisch gesehen. Selbst der in seiner Mehrheit extrem marktorientiert argumentierende Sachverst&auml;ndigenrat der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (&raquo;Wirtschaftsweise&laquo;) hatte im Rahmen einer umfangreichen Expertise f&uuml;r eine Reform der &raquo;goldenen Regel&laquo; und die Beibehaltung einer Kreditfinanzierung von Investitionen geworben.<br>\nLetztlich entschied sich die Kommission dann aber doch f&uuml;r das an die Schweiz angelehnte, oben erl&auml;uterte Modell. Diese Schuldenbremse wurde mit den Stimmen der gro&szlig;en Koalition (bei Enthaltung der FDP und Gegenstimmen von Linken und Gr&uuml;nen) im Sommer 2009 im Bundestag verabschiedet. Sie erhielt auch im Bundesrat die erforderliche Mehrheit.<br>\nNur kurze Zeit sp&auml;ter wurde die Schuldenbremse sogar auf der europ&auml;ischen Ebene etabliert. Im Zuge der Eurokrise gelang es Deutschland, eine analoge Regelung in der Europ&auml;ischen Union durchzusetzen. Im Dezember 2011 erfolgte die Einigung auf den so genannten Europ&auml;ischen Fiskalpakt, der jenseits von konjunkturellen Schwankungen f&uuml;r alle L&auml;nder einen ausgeglichenen Haushalt oder sogar einen &Uuml;berschuss vorschreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/01\/die-finanzpolitischen-hintergruende-von-privatisierung-und-oepp\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hausgemachtes Desaster<\/strong><br>\nStudie: Lehrermangel vor allem an Grundschulen spitzt sich zu. 2025 fehlen demnach 35.000 Fachkr&auml;fte. Gewerkschaft beklagt hohe Arbeitsbelastung<br>\nNicht erst seit dem verst&auml;rkten Zuzug von Fl&uuml;chtlingen im Jahr 2015, sondern bereits lange vorher haben Fachleute vor Personalnot im Bildungswesen gewarnt. Die Gr&uuml;nde: wieder ansteigende Geburtenraten und zu geringe Ausbildungskapazit&auml;ten an den p&auml;dagogischen Hochschulen. Die Politik in Bund und L&auml;ndern hat das ignoriert, das Ergebnis ist ein bereits jetzt akuter Fachkr&auml;ftemangel. Der f&uuml;hrt dazu, dass Pension&auml;re in den Schuldienst zur&uuml;ckgebeten und Tausende Quereinsteiger f&uuml;r den Beruf fit gemacht werden. [&hellip;]<br>\nErst am Montag hatte die Gewerkschaft zudem eine Untersuchung der Uni G&ouml;ttingen vorgestellt, derzufolge Lehrer bereits ein &uuml;berdurchschnittliches Pensum gegen&uuml;ber &raquo;vergleichbaren Besch&auml;ftigten&laquo; im &ouml;ffentlichen Dienst haben. P&auml;dagogen an Grund- und Gesamtschulen sowie im Gymnasien 2016 arbeiten demnach mehr als 48 Stunden pro Woche. Die geringere Belastung w&auml;hrend der Ferien ist dabei ber&uuml;cksichtigt. Einer der Autoren, Frank Mu&szlig;mann, f&uuml;hrte am Montag in Hannover aus: &raquo;Die Sieben-Tage-Woche ist in der Schulzeit quasi obligatorisch und die Entgrenzung der Arbeitszeit fast die Regel.&laquo; GEW-Chefin Marlis Tepe erg&auml;nzte, die Zahl der Pflichtunterrichtsstunden sei in allen Bundesl&auml;ndern erh&ouml;ht worden. Seit rund 20 Jahren w&uuml;rden dar&uuml;ber hinaus &raquo;st&auml;ndig weitere Aufgaben draufgesattelt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326451.hausgemachtes-desaster.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Versetzung gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nDie Ukraine bekommt von ihren westlichen Sponsoren schlechte Noten. Folgen d&uuml;rfte dies nicht haben (&hellip;)<br>\nDie Sorge der US-Botschaft um die Aufkl&auml;rung eines Provinzmords erinnert ukrainische Beobachter an das Verschwinden des prowestlichen Journalisten Georgij Gongadse im Jahre 2000. Er war sechs Wochen sp&auml;ter enthauptet in einem Stra&szlig;engraben gefunden worden. Damals hatten die USA den Fall zum Material einer Kampagne zum Sturz von Pr&auml;sident Leonid Kutschma gemacht. So weit ist es noch nicht, im Moment sollen Poroschenko offenbar nur die Instrumente gezeigt werden. Dazu geh&ouml;rt auch, dass die US-amerikanische Organisation &raquo;Human Rights Watch&laquo; der Ukraine in ihrem Ausblick auf 2018 &raquo;ernsthafte R&uuml;ckst&auml;nde im Bereich der Wahrung der B&uuml;rgerrechte&laquo; vorwarf.<br>\nDenn Poroschenko tut bei der Korruptionsbek&auml;mpfung nicht, was er soll. Das ist der zentrale Konflikt mit seinen westlichen F&ouml;rderern. Die westlichen Geldgeber verlangen von der Ukraine die Schaffung einer vom Rest des Staatsapparats unabh&auml;ngigen Antikorruptionsbeh&ouml;rde einschlie&szlig;lich eines eigenen, nur ihr unterstellten, Gerichtshofs. K&auml;me der Westen damit durch, w&auml;re die ukrainische Souver&auml;nit&auml;t nur noch Fassade; insbesondere st&uuml;nden gro&szlig;e Teile der regierenden Elite unter Dauerverdacht und w&auml;ren permanent erpressbar. Wie ebenfalls im Januar eine im Ton staubtrockene Analyse der Berliner &raquo;Stiftung Wissenschaft und Politik&laquo; (SWP) formulierte: Es werde &raquo;immer deutlicher, dass die Korruptionsbek&auml;mpfung dort aufh&ouml;rt, wo wesentliche Interessen von F&uuml;hrungsspitzen in Politik und Wirtschaft betroffen sind&laquo;. Poroschenko versucht daher, im Kleingedruckten des Gesetzes daf&uuml;r zu sorgen, dass wenigstens &uuml;ber die Richter des Antikorruptionsgerichts das &ndash; von ihm kontrollierte &ndash; Parlament zu entscheiden habe. Genau das wollen die Geldgeber nicht. Und drohen, den Geldhahn zuzudrehen. Der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat der Ukraine schon seit letztem Sommer keine Kredite mehr gew&auml;hrt, die Weltbank stellt eine Zahlung von 800 Millionen US-Dollar in Frage, und Hugues Mingarelli, EU-Botschafter in Kiew, beschied ukrainischen Journalisten dieser Tage auf die Frage, wann es frisches Geld gebe, die EU habe schon zehn Milliarden Euro in die Ukraine gesteckt. Das reiche langsam.<br>\nDas wird sicher nicht das letzte Wort gewesen sein. Denn &ndash;so schlie&szlig;t die schon erw&auml;hnte SWP-Studie &ndash;: &raquo;Die gegenw&auml;rtigen Verh&auml;ltnisse k&ouml;nnten (&hellip;) sowohl von russischen Akteuren als auch von populistischen und nationalistischen Kr&auml;ften in der Ukraine genutzt werden, um eine gef&auml;hrlich instabile Situation herbeizuf&uuml;hren.&laquo; Das ukrainische Kuckucksei fallenzulassen steht aber im Westen nicht zur Debatte. Das ist Poroschenkos Pfund in einer Auseinandersetzung, in der er auf den ersten Blick nur wenige Chancen hat: Alle Alternativen zu ihm sind auch nicht verl&auml;sslicher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326382.versetzung-gef%C3%A4hrdet.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Im Aufmarschgebiet<\/strong><br>\nEin Jahr nach dem Beginn der Stationierung deutscher Truppen in Litauen hat die Bundeswehr dort den dritten Kontingentwechsel eingeleitet. Im Rahmen des NATO-Aufmarschs gegen Russland im Baltikum und in Polen wird nun das J&auml;gerbataillon 292 aus Donaueschingen die F&uuml;hrung &uuml;ber die multinationale Battlegroup in Rukla &uuml;bernehmen. Parallel baut die Bundeswehr auch ihre bilaterale Kooperation mit den litauischen Streitkr&auml;ften aus, die ihrerseits zunehmend alte Waffenbest&auml;nde aus US-Produktion durch Kriegsger&auml;t aus Deutschland ersetzen; so kaufen sie f&uuml;r &uuml;ber 385 Millionen Euro Transportpanzer vom Typ Fuchs in der Bundesrepublik &ndash; die bislang teuerste Beschaffungsma&szlig;nahme des Landes. Unter anderem deswegen hat der Umfang des litauischen Wehrhaushalts inzwischen mehr als das 2,5-Fache seines Volumens aus dem Jahr 2014 erreicht. Litauen erg&auml;nzt die Kooperation mit der Bundesrepublik um den Aufbau eines paramilit&auml;rischen Verbandes, dem die Streitkr&auml;fte Kampftechniken von Aufst&auml;ndischen in Afghanistan vermitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7518\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundeswehr: Reif f&uuml;r die Waffe?<\/strong><br>\nDie Zahl der Minderj&auml;hrigen in der Bundeswehr steigt. Der Wehrbeauftragte sieht darin kein ethisches Problem, der evangelische Milit&auml;rbischof schon. Das Kriegshandwerk sei kein Ausbildungsberuf wie jeder andere, sagt er. Andere Kritiker sprechen von &ldquo;Kindersoldaten&rdquo;.<br>\n&ldquo;Die Grundidee der Bundeswehr zur Zeit ihrer Gr&uuml;ndung war ja das ber&uuml;hmte Diktum von dem Staatsb&uuml;rger in Uniform. Und damit verbunden war eben auch Wahlrecht und Vollj&auml;hrigkeit. Und ich denke das sollte nach wie vor der Normalfall sein. Also ein Dienst und eine Ausbildung an der Waffe ist meiner Ansicht nach vor der Vollj&auml;hrigkeit nicht angezeigt&rdquo;, sagt der evangelische Milit&auml;rbischof Sigurd Rink.<br>\nEr zeigt sich besorgt, dass immer mehr junge Menschen unter 18 Jahren zur Bundeswehr gehen. Die Aussicht auf eine lebenslange Jobgarantie, vielleicht aber auch das Flair von Abenteuer, scheinen f&uuml;r bestimmte Jugendliche reizvoll zu sein. Nat&uuml;rlich k&ouml;nne man als Azubi seine Ausbildung schon mit 16 Jahren beginnen. Das Kriegshandwerk aber sei kein normaler Beruf, meint der Milit&auml;rbischof.<br>\n&ldquo;Es sollte meines Erachtens die absolute Ausnahme sein, dass so etwas passiert, weil der Dienst an der Waffe und die Ausbildung an der Waffe keine Schreinerlehre ist oder ein anderer Beruf, sondern ein hohes Ma&szlig; an ethischer und moralischer Reflexion voraussetzt und damit eben auch Vollj&auml;hrigkeit&rdquo;, sagt Rink.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bundeswehr-reif-fuer-die-waffe.886.de.html?dram:article_id=409290\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zur Freiheit in der Freiheitsentziehung<\/strong><br>\nDer Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts verhandelt zwei Tage &uuml;ber die k&ouml;rperlichen Fixierung von Personen im Rahmen der &ouml;ffentlich-rechtlichen Unterbringung. Eine Verfassungsbeschwerde betrifft die Fixierung in einer bayerischen Psychiatrie und die Verweigerung von Schadensersatz und Schmerzensgeld f&uuml;r die erlittenen Verletzungen. Die andere Verfassungsbeschwerde gilt der Fixierung eines Untergebrachten in einer psychiatrischen Einrichtung in Baden-W&uuml;rttemberg. (&hellip;)<br>\nGerade in der Anwendung der Ma&szlig;nahme im Einzelfall muss sich die Regelung bew&auml;hren: Anordnung und Durchf&uuml;hrung m&uuml;ssen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig sein. Es muss tats&auml;chlich die Gef&auml;hrdung eines qualifizierten Rechtsguts angenommen werden d&uuml;rfen, die Ma&szlig;nahme darf nicht etwa zur Disziplinierung des Patienten oder gar anderer Patienten durchgef&uuml;hrt werden. Ein milderes Mittel wie ein Gespr&auml;ch zur Deeskalation oder die Isolierung in einem Raum darf nicht gleich geeignet sein. Dabei kann sich keine Stelle darauf zur&uuml;ckziehen, dass zu wenig Personal zur Verf&uuml;gung stehe oder dass die r&auml;umlichen Verh&auml;ltnisse nicht ausreichten. Etwaige systematische Mangelverwaltung, die sich wegen knapper Mittel und strenger Haushaltsdisziplin entwickelt hat und geduldet wird, darf nicht als Rechtfertigung f&uuml;r grundrechtsintensive Ma&szlig;nahmen herangezogen werden. Nicht zuletzt ist der Spielraum bei der Pr&uuml;fung der Angemessenheit einer solch intensiven Ma&szlig;nahme beschr&auml;nkt: Die Gestaltung und die zeitliche Dauer belasten die betroffene Person schwer, ohne dass damit ein Therapieerfolg hergestellt werden k&ouml;nnte. Der unabdingbare Zweck, das behandelnde Personal und Dritte vor einer Person zu sch&uuml;tzen, die bereit und f&auml;hig ist, Verletzungen herbeizuf&uuml;hren, ist dabei st&auml;ndig und genauso zu ber&uuml;cksichtigen wie die Verpflichtung, andere Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, sobald diese m&ouml;glich sind. (&hellip;)<br>\nDer Senat &ouml;ffnet nun erneut die T&uuml;r zu einer Einrichtung und gibt der Problematik und den an ihr beteiligten Personen Raum und Zeit. Es wird nicht die letzte Gelegenheit sein, denn auch in Pflegeheimen ist die Fixierung eine Ma&szlig;nahme, die sich niemand w&uuml;nscht, die aber im Einsatz ist (vgl. BVerfG, NJW-RR 2016, 93; BGHZ 163, 53). Freibriefe stellt der Senat sicher nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/zur-freiheit-in-der-freiheitsentziehung\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Staatsleistungen an die Kirchen bis 2019 abl&ouml;sen<\/strong><br>\nIm Jahr 2019 steht das unr&uuml;hmliche 100-j&auml;hrige Jubil&auml;um der Missachtung des Verfassungsauftrags zur Abl&ouml;sung der Staatsleistungen an &ndash; wenn der neu gew&auml;hlte Bundestag und die 14 betroffenen L&auml;nder nicht geeignete Schritte in die Wege leiten. Die Weimarer Reichsverfassung (WRV) von 1919 und das Grundgesetz (GG) von 1949 verlangen ein Rahmengesetz zur Abl&ouml;sung der historisch bedingten, direkten Staatsleistungen der L&auml;nder an die Kirchen. Das Institut f&uuml;r Weltanschauungsrecht (ifw) hat die Positionen der Parteien ausgewertet und stellt fest: erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik gibt es bei Bund und L&auml;ndern deutliche parlamentarische Mehrheiten f&uuml;r die Abl&ouml;sung der Staatsleistungen bei allen Parteien au&szlig;er der CDU\/CSU. Den Gesetzgebern bei Bund und L&auml;ndern wird eine rechtspolitische Abl&ouml;se-Initiative mit einem Vorgehen in drei Schritten empfohlen:\n<ol>\n<li>Fakten zusammentragen und Transparenz schaffen: Die erforderlichen Informationen in den 14 L&auml;ndern zu den Staatsleistungen (z.B. Rechtsgrund, bisherige Zahlungen) sammeln.<\/li>\n<li>Rechtsrahmen setzen durch Grunds&auml;tzegesetz: Die Abl&ouml;sungsgrunds&auml;tze in einem Bundesgesetz festschreiben.<\/li>\n<li>Abl&ouml;segesetze der Bundesl&auml;nder: Abl&ouml;sungsgrunds&auml;tze landesrechtlich ausf&uuml;llen und umsetzen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/weltanschauungsrecht.de\/meldung\/staatsleistungen-2019-abloesen\">ifw<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine Mehrheit jenseits der Unionsparteien &ndash; und der AfD &ndash;  w&auml;re nicht lediglich in dieser Angelegenheit zu begr&uuml;&szlig;en, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bayern tut nicht genug f&uuml;r saubere Luft in M&uuml;nchen &ndash; und muss zahlen<\/strong><br>\nUm deutliche Worte war die Vorsitzende Richterin Martina Scherl nicht verlegen. &ldquo;Ich glaube, Sie verkennen den Ernst der Lage&rdquo;, herrschte sie die Vertreterin des bayerischen Umweltministeriums an. Was der Freistaat aktuell in Sachen Luftreinhaltung vorgelegt habe, sei ein &ldquo;allgemeines Blabla&rdquo;. Eine &ldquo;Alibi-Planung&rdquo;. Eine &ldquo;halbe Larifari-Seite&rdquo; mit Verweis auf einen Gutachter reiche nicht aus, um das Konzept f&uuml;r Diesel-Fahrverbote in M&uuml;nchen vom Tisch zu wischen, das der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) vor einem Jahr angeordnet hatte. Und &uuml;berhaupt sei es ein &ldquo;Unding&rdquo;, dass eine &ouml;ffentlich-rechtliche K&ouml;rperschaft einen Gerichtsbeschluss nicht befolgt, r&uuml;gte Scherl.<br>\nEin echtes Novum also, &uuml;ber das das Verwaltungsgericht M&uuml;nchen unter Scherls Vorsitz da am Montag zu entscheiden hatte. Eine Zwangsvollstreckung gegen den Freistaat Bayern, weil der sich hartn&auml;ckig weigert, einen rechtskr&auml;ftigen Beschluss des obersten bayerischen Verwaltungsgerichts in Sachen Luftreinhaltung zu befolgen. Der VGH hatte im Februar 2017 beschlossen, die Beh&ouml;rden sollten trotz der ungekl&auml;rten Rechtslage ein Konzept f&uuml;r verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Dieselfahrverbote in M&uuml;nchen erarbeiten &ndash; um rasch handeln zu k&ouml;nnen, falls das Bundesverwaltungsgericht bei seiner Verhandlung Ende Februar zu dem Schluss kommt, dass es juristisch m&ouml;glich ist, die Stinker auszusperren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/umwelt-bayern-tut-nicht-genug-fuer-saubere-luft-in-muenchen-und-muss-zahlen-1.3845329\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;An Fahrverboten kommen wir 2018 wohl nicht herum&rdquo;<\/strong><br>\nDeutschland hat ein Problem mit der Stickoxidbelastung. Drei Viertel der Stickstoff-Dioxide kommen von Diesel-Pkw, sagte Helmut Dedy, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen St&auml;dtetags im Dlf. Er rechne deswegen mit Fahrverboten in deutschen St&auml;dten noch in diesem Jahr. Die Bundesregierung habe keinen Masterplan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/dieselabgase-an-fahrverboten-kommen-wir-2018-wohl-nicht.694.de.html?dram:article_id=409637\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Abermals letzte Warnung der EU<\/strong><br>\nSeit mehr als zehn Jahren missachten Deutschland, Frankreich und sieben weitere Mitgliedsl&auml;nder die EU-Grenzwerte f&uuml;r Luftverschmutzung. Selbst der VW-Dieselskandal und mehrere EU-Verfahren haben die Regierungen in Berlin und Paris nicht auf Trab gebracht. Nun setzt die EU-Kommission den Umwelts&uuml;ndern ein Ultimatum: Wenn sie nicht bis Ende kommender Woche &bdquo;neue und wirksame Ma&szlig;nahmen&ldquo; gegen Feinstaub und Stickoxide ergreifen, will Br&uuml;ssel Klage vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof in Luxemburg einreichen.<br>\nDies sagte EU-Umweltkommissar Karmenu Vella nach einem Treffen mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und ihren europ&auml;ischen Fachkollegen am Dienstag in Br&uuml;ssel. Es handele sich um seine letzte Warnung. Angesichts des &bdquo;lang anhaltenden Scheiterns&ldquo; im Kampf gegen die Luftverschmutzung &bdquo;dr&auml;nge ich alle Mitgliedstaaten dazu, dieses lebensbedrohliche Problem mit der Dringlichkeit anzugehen, die es verdient&ldquo;, erkl&auml;rte Vella. Den Worten m&uuml;ssten nun endlich Taten folgen. Das d&uuml;rfte schwierig werden. Denn zum einen hat die Kommission schon mehrere &bdquo;letzte Warnungen&ldquo; ausgesprochen, zuletzt am 15. Februar 2017 &ndash; ohne Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5480778\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: SPD: Viele Neumitglieder wegen &ldquo;sozialdemokratischer Gesinnung&rdquo; abgelehnt<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Seit dem Parteitag vorige Woche, auf dem die Aufnahme von Koalitionsgespr&auml;chen mit der Union beschlossen worden, sind zahlreiche neue Mitglieder in die SPD eingetreten. Auf die erste Freude folgt nun die Ern&uuml;chterung: Viele von ihnen werden wegen sozialdemokratischer Tendenzen abgelehnt.<br>\nEigentlich klingen die Zahlen hocherfreulich: Tausende Interessenten haben in den letzten Wochen eine Mitgliedschaft in der SPD beantragt. Doch ein Gro&szlig;teil von ihnen wurde umgehend zur&uuml;ckgewiesen &ndash; im Parteivorstand geht die Angst um, Mitte-links-Radikale k&ouml;nnten die Eintrittswelle nutzen, um die Partei zu unterwandern und sozialdemokratisches Gedankengut in den Reihen der Genossen zu verbreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/01\/sozialdemokraten.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-42180","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42180"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42180\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42183,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42180\/revisions\/42183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}