{"id":42250,"date":"2018-02-05T08:18:49","date_gmt":"2018-02-05T07:18:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250"},"modified":"2019-03-18T12:02:44","modified_gmt":"2019-03-18T11:02:44","slug":"hinweise-des-tages-3052","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h01\">Zum Weinen &ndash; Selbstmord auf Raten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h02\">Ein Jahr Trump: Von wegen Protektionismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h03\">VW sieht Diesel als &ldquo;Luftreinigungsmaschinen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h04\">Rede des russischen Au&szlig;enministers Sergej Lawrow<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h05\">Amazon zeigt gl&auml;nzende Zahlen &ndash; und will noch mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h06\">DGB will deutlich h&ouml;heren Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h07\">&ldquo;Aktive Arbeitsmarktpolitik&rdquo; 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h08\">Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h09\">&bdquo;Gerecht war, was zur Rente in der Agenda 2010 beschlossen wurde&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h10\">Stuttgart 21 &ndash; Entgleisung eines Bahnprojekts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h11\">Inquisition, Kriegshetze und Dekadenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h12\">USA senken Nuklearschwelle gef&auml;hrlich ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h13\">Bauen, bauen, bauen reicht nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h14\">Is this truly Britain &ndash; a land that spies on sick and poor people?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h15\">G20-Gipfel kostet Bundesregierung 72,2 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h16\">Kohl spendete an Waffen-SS-Veteranen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h17\">Verdeckter Ausnahmezustand: 100 Tage &sect; 155 in Katalonien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42250#h18\">&laquo;Wohin der Multikulturalismus gef&uuml;hrt hat, hat mich erschreckt&raquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zum Weinen &ndash; Selbstmord auf Raten<\/strong><br>\nDie SPD verliert nach den neuesten Umfragen immer weiter an Zustimmung &ndash; und macht weiter so, als w&auml;re nichts gewesen. Es ist zum Weinen. Die &bdquo;FAZ&ldquo; analysiert die Lage der SPD besser als der gesamte Parteivorstand. Sie schreibt: &bdquo;Die Partei hat eine Glaubw&uuml;rdigkeitskrise, und was f&uuml;r eine&hellip; Die SPD erscheint als Partei, die nicht wei&szlig;, wohin sie will, die gespalten ist, kein Gl&uuml;ck mit ihrem F&uuml;hrungspersonal hat und bei Themen, die den Leuten nicht auf den N&auml;geln brennen, so tut, als h&auml;nge davon Deutschlands Zukunft ab.&ldquo; So ist es. Kinderarmut, Altersarmut, Niedriglohnsektor, Werkvertr&auml;ge, Leiharbeit, unsichere Arbeitsverh&auml;ltnisse, steigende Mieten, &ndash; nirgendwo setzt die SPD etwas auf die Tagesordnung, geschweige denn etwas durch, was die Lebensbedingungen der Menschen entscheidend verbessert. Vielmehr hat sie in den letzten Jahren vieles durchgesetzt, was die Lebensbedingungen von Millionen Menschen verschlechtert hat.<br>\nMan kann nur hoffen und beten, dass die SPD-Mitglieder diesen Selbstmord auf Raten noch stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/1685819694812824?pnref=story%20\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein Jahr Trump: Von wegen Protektionismus<\/strong><br>\nF&uuml;r die meisten Journalisten, Experten und Politiker in Deutschland und Europa ist die Sache klar. Trump ist Protektionist. Und das ist schlecht. So viel zur Rhetorik. Die Wirklichkeit ist deutlich komplexer. Einer Analyse der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zufolge sei von Trump &ldquo;weniger ein handelspolitischer Protektionismus und eine industriepolitische Modernisierung zu erwarten, als vielmehr weitere Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung&rdquo; (vgl. Einleitung Studie, S. 4).<br>\nUnsere These: Die Bundesregierung und die EU-Kommission benutzen ihre Kritik am angeblichen US-Protektionismus, um ihre &ldquo;Freihandelsoffensive&rdquo; zu legitimieren. Und das mit Erfolg: Denn ein Gro&szlig;teil der bislang kritischen handelspolitischen &Ouml;ffentlichkeit glaubt die M&auml;r von der b&ouml;sen, nationalistischen US-Administration und den guten liberalen Europ&auml;ern. Ein fataler Trugschluss. (&hellip;)<br>\nIn der Handelspolitik des 21. Jahrhunderts geht es l&auml;ngst nicht mehr in erster Linie um Zollsenkungen, sondern mehr um die Angleichung von Standards zwischen unterschiedlichen Handelsbl&ouml;cken. Interesssanterweise haben sich gerade in dieser Hinsicht die USA gegen&uuml;ber der EU offen gezeigt. Wie lange in dieser Hinsicht also die TTIP-Verhandlungen auf Eis liegen, bleibt abzuwarten.<br>\nDie Kritik der amerikanischen und europ&auml;ischen Zivilgesellschaft an der Handelspolitik ist deshalb mitnichten eine antiliberale, nationalistische Kritik. Sie ist vielmehr eine Kritik daran, wie in erster Linie Politik f&uuml;r gro&szlig;e, transnationale Unternehmen gemacht wird &ndash; dadurch, dass es Mechanismen in Handelsabkommen gibt, die ihren Einfluss st&auml;rken. Dazu geh&ouml;ren die umstrittenen einseitigen Konzernklagerechte (ISDS, ICS), aber auch das neue Einfallstor f&uuml;r Unternehmensinteressen &uuml;ber regulatorische Kooperation.<br>\nNach der kritischen &ouml;ffentlichen Debatte der vergangenen Jahre nimmt die europ&auml;ische &Ouml;ffentlichkeit dies bedauerlicherweise einfach hin. Dabei ist die Handelspolitik weiterhin intransparent und dient in erster Linie Konzerninteressen &ndash; und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks. Das gilt trotz der unterschiedlichen Rhetorik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2018\/01\/ein-jahr-trump-von-wegen-protektionismus\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>VW sieht Diesel als &ldquo;Luftreinigungsmaschinen&rdquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Durch die modernen Abgasnachbehandlungsanlagen spielt der Dieselmotor in der umweltpolitischen Diskussion keine Rolle mehr, weil Partikel und Stickstoffdioxid auf ein nahezu hom&ouml;opathisches Niveau sinken&ldquo;, wird Eichhorn in einem Newsletter der EUGT aus dem Jahr 2013 zitiert. Damals war Eichhorn Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Verbandes der Automobilindustrie. Der Newsletter liegt der WirtschaftsWoche vor. &bdquo;Man k&ouml;nnte fast sagen&ldquo;, so Eichhorn weiter, &bdquo;dass ein moderner Diesel in vielen Situationen sozusagen die Luft reinigt.&ldquo; Seit 2016 ist Eichhorn Leiter Forschung und Entwicklung bei Volkswagen.<br>\nDieselautos gelten bis heute als eine der Hauptquellen von Stickstoffdioxid in St&auml;dten. Deshalb k&ouml;nnten schon in den kommenden Monaten Fahrverbote f&uuml;r Diesel in Deutschland verh&auml;ngt werden. Eichhorn sieht jedoch auch auf Anfrage der WirtschaftsWoche keinen Grund, von seiner damaligen Einsch&auml;tzung f&uuml;r das EUGT abzur&uuml;cken. Auf Nachfrage teilte der VW-Konzern mit: &bdquo;Grunds&auml;tzlich ist es auch heute noch in bestimmten Situationen der Fall, dass ein moderner Diesel die Luft reinigen kann.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/app.wiwo.de\/unternehmen\/auto\/autohersteller-vw-sieht-diesel-als-luftreinigungsmaschinen\/20910710.html%20\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mehr als &bdquo;Affenexperimente&ldquo;: Auftragsstudien, Lobbyismus und der Fall der EUGT<\/strong><br>\nBei der aktuellen Berichterstattung &uuml;ber die autoindustriefinanzierte &bdquo;Europ&auml;ische Forschungsvereinigung f&uuml;r Umwelt und Gesundheit im Transportsektor&ldquo; (EUGT) geht es um mehr als Experimente mit Affen: Nach der Aufregung &uuml;ber betr&uuml;gerische Abgastests zeigen die neuen Erkenntnisse erneut, zu welch fragw&uuml;rdigen Methoden die Autolobby greift, um ihre Diesel-Greenwashing-Kampagne voranzutreiben. Eine neue Bundesregierung muss nun beim Thema Lobbyismus umdenken. Wir brauchen mehr Transparenz, bessere Regeln und endlich ein verbindliches Lobbyregister. (&hellip;)<br>\nDer aktuelle Fall wirft nicht nur ein Schlaglicht auf die fragw&uuml;rdigen Methoden der Autoindustrie. Auch die deutsche Politik, insbesondere die &ndash; nun gesch&auml;ftsf&uuml;hrende &ndash; Bundesregierung muss sich die Frage gefallen lassen, warum sie die fragw&uuml;rdigen Methoden der Autoindustrie nicht fr&uuml;her erkannte und verhindern konnte. Die Manipulationen bei den Abgastests sind schon l&auml;nger bekannt &ndash; die Aufkl&auml;rungsarbeit wurde aber offenbar nicht mit aller Kraft vorangetrieben.<br>\nZudem m&uuml;ssen die engen Beziehungen zwischen Bundesregierung und Autoindustrie neu ausgeleuchtet und korrigiert werden. Die deutsche Politik muss es wagen, auf Distanz zur Autolobby zu gehen. Ein erster Schritt w&auml;re die Einf&uuml;hrung eines verbindlichen Lobbyregisters.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2018\/01\/mehr-als-affenexperimente-auftragsstudien-lobbyismus-und-der-fall-der-eugt\/%20\">LobbyControl<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Spitzenforscher k&ouml;nnte Bundesverdienstkreuz verlieren<\/strong><br>\nDas Bundesumweltministerium pr&uuml;ft die Rolle von Helmut Greim bei Abgasversuchen an Affen. Greim war Vorsitzender des Forschungsbeirats der Lobbygruppe EUGT (Europ&auml;ische Forschungsvereinigung f&uuml;r Umwelt und Gesundheit im Transportsektor). Volkswagen, Daimler, BMW und Bosch hatten die Lobbyorganisation 2007 gegr&uuml;ndet, sie bestand bis 2017.<br>\nDie EUGT hatte die umstrittenen Experimente an Affen finanziert, bei denen die Tiere Abgasen ausgesetzt wurden. Dar&uuml;ber hinaus f&ouml;rderte die Initiative eine Studie der Universit&auml;t Aachen, bei der sich 25 Probanden an einem Institut der Uniklinik RWTH Aachen dem Reizgas Stickstoffoxid aussetzten. Die Studie wurde von der Ethikkommission der Universit&auml;t genehmigt, die verwendeten Dosen waren nach Angaben eines Sprechers unbedenklich. Ein direkter Zusammenhang mit dem Dieselskandal kann bislang nicht eindeutig hergestellt werden.<br>\nWegen der Vorw&uuml;rfe gegen die EUGT will das Bundesumweltministerium nun kl&auml;ren, welche Rolle Greim bei den Tests gespielt hat, berichtet &ldquo;Die Welt&rdquo;. In einem Brief von Staatssekret&auml;r Jochen Flasbarth an Greim hei&szlig;t es demnach: &ldquo;Vor dem Hintergrund Ihrer langj&auml;hrigen T&auml;tigkeit in zahlreichen nationalen wie europ&auml;ischen wissenschaftlichen Beratungsgremien sowie zuletzt 2017 als Sachverst&auml;ndiger im Rahmen der Anh&ouml;rung des Abgas-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags bitte ich um Auskunft dar&uuml;ber, ob und inwieweit Sie als Leiter des Forschungsbeirats der EUGT in die Konzeption der Studien einbezogen waren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/abgas-experimente-helmut-greim-koennte-bundesverdienstkreuz-verlieren-a-1191239.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rede des russischen Au&szlig;enministers Sergej Lawrow<\/strong><br>\nRede des russischen Au&szlig;enministers Sergej Lawrow am 1. Februar 2018 in Moskau auf einer Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag des Sieges in Stalingrad<br>\nVerehrte Genossen, Freunde, Kollegen, meine Damen und Herren,<br>\ndieses Jahr steht im Zeichen des 75. Jahrestages des Sieges in Stalingrad. Die Erinnerung daran wird nicht nur in unserem Land weithin beachtet, sondern auch in vielen Staaten der Welt.<br>\nZweifellos war die Schlacht von Stalingrad der wirkliche Beginn einer tiefgreifenden Wende im Gro&szlig;en Vaterl&auml;ndischen Krieg und im Zweiten Weltkrieg insgesamt. Sie z&auml;hlt zu den Schl&uuml;sselereignissen der Weltgeschichte. Sie wurde zum klaren Ausdruck von Mut, Standhaftigkeit und Opferbereitschaft aller V&ouml;lker der fr&uuml;heren UdSSR. Sie machten die verbrecherischen, menschenverachtenden Ideen der Nazis zunichte und verhinderten eine globale Katastrophe. Wir alle stehen in der nicht abzutragenden Schuld der Helden.<br>\nDer Sieg der sowjetischen Soldaten l&ouml;ste im Ausland eine begeisterte Reaktion aus und st&auml;rkte das internationale Ansehen unseres Landes. Davon k&uuml;ndet die hier gezeigte Ausstellung von Dokumenten aus dem Au&szlig;enpolitischen Archiv der Russischen F&ouml;deration. Unser Sieg in Stalingrad hatte besondere Bedeutung f&uuml;r den Kampfgeist unserer Verb&uuml;ndeten in der Antihitlerkoalition. US-Pr&auml;sident Franklin Delanoe Roosevelt nannte ihn einen epischen Kampf, dessen entscheidendes Resultat alle Amerikaner feierten. In der Ehrung, die er sp&auml;ter im Namen des Volkes der USA nach Stalingrad sandte, unterstrich er, dass &raquo;die seelische Kraft und die Hingabe&laquo; der tapferen Verteidiger der Stadt &raquo;f&uuml;r ewig in die Herzen aller freien Menschen Eingang gefunden&laquo; habe. (&hellip;)<br>\nSehr geehrte Damen und Herren, Freunde, Genossen,<br>\ndie wichtigste Schlussfolgerung aus den Ereignissen jener Jahre sollte die Verpflichtung ein, alles zu tun, damit eine Wiederholung &auml;hnlicher Trag&ouml;dien vermieden werden kann. Wir haben nicht das Recht zu vergessen, zu welchen katastrophalen Konsequenzen das Streben nach Weltherrschaft auf der Grundlage der &Uuml;berzeugung von der eigenen Einzigartigkeit gef&uuml;hrt hat. Die Schicksale der Welt d&uuml;rfen nicht von einem einzigen Staat oder einer kleinen Gruppe &raquo;Auserw&auml;hlter&laquo; bestimmt werden. Sicherheit muss f&uuml;r Teilnehmer am internationalen Leben gleich und unteilbar sein. Eine feste Barriere gegen die Verbreitung von Ideen der Intoleranz, der Fremdenfeindlichkeit, rassischer, nationaler oder sonstiger &Uuml;berlegenheit zu errichten, ist unsere heilige Pflicht gegen&uuml;ber denjenigen, die mit ihrem Blut und ihrem Leben die Menschheit vor dem Grauen der &raquo;braunen Pest&laquo; retteten.<br>\nLeider ist die Immunit&auml;t gegen&uuml;ber dem nazistischen Virus in einigen L&auml;ndern schw&auml;cher geworden. Wir sind heute Zeugen ungez&auml;hlter Versuche, die Geschichte zu f&auml;lschen, die K&auml;mpfer und Befreier zu beschmutzen, die Nazis und ihre Handlanger aber wei&szlig;zuwaschen. Tiefe Beunruhigung ruft die Situation in der Ukraine hervor, in der sich Neonazis und Radikale ausbreiten. In einer Reihe europ&auml;ischer L&auml;nder lebte der Kampf um die Kriegsdenkm&auml;ler neu auf, die den f&uuml;r Frieden und Freiheit auf unserem Kontinent Gestorbenen gewidmet sind, deren Sieg viele V&ouml;lker vor dem Verschwinden unter dem nazistischen Joch bewahrte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326718.rede-des-russischen-au%C3%9Fenministers-sergej-lawrow.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Amazon zeigt gl&auml;nzende Zahlen &ndash; und will noch mehr<\/strong><br>\nAmazon hat seinen Gewinn und Umsatz stark gesteigert. 2017 erl&ouml;ste der Konzern 178 Milliarden Dollar. F&uuml;r Jeff Bezos ist da noch nicht Schluss.<br>\nJeff Bezos&lsquo; Mitarbeiterin des Jahres d&uuml;rfte Alexa hei&szlig;en. Die digitale Sprachassistentin, f&uuml;r die sein Konzern Amazon flei&szlig;ig wirbt, verkaufte sich im vergangenen Jahr besser als erwartet. &bdquo;Unsere Prognosen f&uuml;r 2017 waren sehr optimistisch, und wir haben sie weit &uuml;bertroffen&ldquo;, sagte Bezos am Donnerstag.<br>\nKonkrete Zahlen zu Alexa nannte der Amazon-Chef nicht. Er verriet nur so viel: In diesen Bereich soll weiter investiert werden. Mit einem Marktanteil von rund 75 Prozent verkaufen sich die smarten Echo-Lautsprecher des Konzerns, die &uuml;ber Alexa gesteuert werden, bereits heute deutlich besser als die von Apple oder Google.<br>\nBezos bleibt seiner Unternehmerphilosophie treu: Ein Gro&szlig;steil des eingenommen Geldes wird weiterhin in Projekte gesteckt, von denen sich der 54-J&auml;hrige weiteres Wachstum verspricht. Wie gut das l&auml;uft, zeigen die j&uuml;ngsten Zahlen, die Amazon am Donnerstag pr&auml;sentierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/dienstleister\/200-milliarden-marke-amazon-zeigt-glaenzende-zahlen-und-will-noch-mehr\/20919466.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Amazon will jeden Handgriff seiner Mitarbeiter &uuml;berwachen<\/strong><br>\nAmazon will Mitarbeiter st&auml;rker kontrollieren. Ein Bericht zeigt: Der Handelsriese setzt zunehmend auf Geheimdienst-Methoden.<br>\nDer US-Versandh&auml;ndler Amazon ist bekannt daf&uuml;r, dass er gerne auf die neuesten Technologien setzt. So will er mit &bdquo;Alexa&ldquo; das Bestellen im Internet revolutionieren, wenn der Kunde alles auf Zuruf ordern kann. Doch jetzt will der Online-Riese offensichtlich die Arbeit seiner Mitarbeiter mit neuerster Technologie &uuml;berwachen.<br>\nNach Informationen der New York Times hat Amazon jetzt zwei Patente f&uuml;r ein Armband angemeldet. Damit kann der Konzern dem Bericht zufolge alle Bewegungen der Mitarbeiter nachvollziehen: Etwa ob er am Arbeitsplatz sitzt oder die Toiletten aufsucht oder wie lange er seine Pause macht. Amazon selbst, das sich selten zu seinen Patenten &auml;u&szlig;ert, gab gegen&uuml;ber der Zeitung kein Statement zu dem Bericht ab.<br>\nUnter Berufung auf die Patent-Unterlagen nennt der Times-Bericht weitere Details: Die Armb&auml;nder sollen die Handbewegungen der Mitarbeiter exakt erfassen k&ouml;nnen. Dabei nutzt der US-Handelsriese Ultraschall- und Funktechnologie. Dadurch vibriert beispielsweise das Armband, wenn es erkennt, dass der Lager-Mitarbeiter ein Paket falsch einsortiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/armbaender-fuer-angestellte-amazon-will-jeden-handgriff-seiner-mitarbeiter-ueberwachen\/20921234.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>DGB will deutlich h&ouml;heren Mindestlohn<\/strong><br>\nDer Mindestlohn k&ouml;nnte 2019 durch die Lohnentwicklung auf 9,19 Euro steigen &ndash; doch der DGB will eine Erh&ouml;hung, die deutlich dar&uuml;ber hinausgeht. Die gute Wirtschaftslage gebe das her, so der Vorsitzende Hoffmann.<br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund fordert eine deutliche Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns. &ldquo;Wir haben aktuell eine exorbitant gute wirtschaftliche Situation und einen extrem stabilen Arbeitsmarkt. Wir k&ouml;nnen uns auf einen h&ouml;heren Mindestlohn einigen als die 9,19 Euro, die sich aus der Entwicklung der L&ouml;hne ergeben&rdquo;, sagte der DBG-Vorsitzende Reiner Hoffmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe.<br>\nHoffmann bezog sich dabei auf j&uuml;ngste Berechnungen des Statistischen Bundesamts, wonach der Mindestlohn zum Januar 2019 von derzeit 8,84 Euro pro Stunde auf 9,19 Euro steigen k&ouml;nnte. (&hellip;)<br>\nDer DGB-Chef nannte die Entwicklung der Tarifl&ouml;hne einen &ldquo;Richtwert&rdquo;. Die Mindestlohnkommission, die &uuml;ber die Steigerung berate, m&uuml;sse &ldquo;auch die Lage am Arbeitsmarkt und in der Gesamtwirtschaft ber&uuml;cksichtigen&rdquo;. Auf mittlere Sicht m&uuml;sse der Mindestlohn existenzsichernd sein.<br>\nDer gesetzliche Mindestlohn gilt seit Anfang 2015. Er wird alle zwei Jahre angepasst. Anfang 2017 wurde er von 8,50 Euro auf 8,84 Euro erh&ouml;ht. Die n&auml;chste Anpassung ist Anfang 2019 f&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/dgb-mindestlohn-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Aktive Arbeitsmarktpolitik&rdquo; 2017: Bund gab 1,054 Milliarden Euro weniger aus als veranschlagt<\/strong><br>\nIm Bundeshaushalt 2017 waren f&uuml;r &bdquo;Aktive Arbeitsmarktpolitik&ldquo; (Funktion 253) bei diversen Haushaltsstellen insgesamt 5,120 Milliarden Euro veranschlagt (Soll). F&uuml;r &bdquo;Aktive Arbeitsmarktpolitik&ldquo; ausgegeben wurden vom Bund (einschlie&szlig;lich der Mittel aus dem Europ&auml;ischen Sozialfonds &ndash; ESF) insgesamt 4,066 Milliarden Euro. Dies waren laut vorl&auml;ufigem Haushaltsabschluss 365 Millionen mehr als im Vorjahr 2016, aber 1,054 Milliarden Euro weniger als die im Bundeshaushalt 2017 f&uuml;r &bdquo;Aktive Arbeitsmarktpolitik&ldquo; veranschlagten 5,120 Milliarden Euro.<br>\nWie sich die Minderausgaben in H&ouml;he von 1,054 Milliarden Euro auf die einzelnen Haushaltsstellen der Funktion 253 (&bdquo;Aktive Arbeitsmarktpolitik&ldquo;) verteilen, ist bisher nicht bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass der weit &uuml;berwiegende Teil der Minderausgaben bei den &bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; und den &bdquo;Fl&uuml;chtlingsintegrationsma&szlig;nahmen&ldquo; realisiert wurde &ndash; obwohl der Bund gem&auml;&szlig; Haushaltsvermerk bis zu 350 Millionen Euro mehr f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; h&auml;tte ausgeben k&ouml;nnen (Mehrausgaben). Im Bundeshaushalt 2017 waren f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; 4,443 Milliarden Euro (3,983 Milliarden Euro f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung nach dem SGB II&ldquo; und 460 Millionen Euro f&uuml;r nicht im SGB II geregelte Bundesprogramme) und f&uuml;r &bdquo;Fl&uuml;chtlingsintegrationsma&szlig;nahmen&ldquo; 300 Millionen Euro veranschlagt (Soll), zusammen 4,743 Milliarden Euro der insgesamt 5,120 Milliarden Euro f&uuml;r &bdquo;Aktive Arbeitsmarktpolitik&ldquo;. (1)<br>\nDen Minderausgaben (Ist kleiner Soll) des Bundes f&uuml;r &bdquo;Aktive Arbeitsmarktpolitik&ldquo; in H&ouml;he von 1,054 Milliarden Euro standen Mehrausgaben (Ist gr&ouml;&szlig;er Soll) in H&ouml;he von 911 Millionen Euro f&uuml;r die &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (SGB II alias Hartz IV) gegen&uuml;ber. (siehe hier01 und hier02) Wie sich dies im Haushaltsjahr 2018 nach den &ldquo;endg&uuml;ltigen&rdquo; GroKo-IV-Vereinbarungen darstellen soll, ist zur Zeit nicht bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1040-aktive-arbeitsmarktpolitik-2017-bund-gab-1-054-milliarden-euro-weniger-aus-als-veranschlagt.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung: 1,7 Milliarden Euro weniger ausgegeben als veranschlagt &ndash; ein Bundeshaushaltsr&auml;tsel 2017<\/strong><br>\n&bdquo;Erstattungen des Bundes f&uuml;r die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung&ldquo;: 718 Millionen Euro weniger als im Vorjahr (2016) und nahezu 1,7 Milliarden Euro weniger als im Bundeshaushalt 2017 veranschlagt. Ein erstaunliches Ergebnis des vorl&auml;ufigen Haushaltsabschlusses 2017, das vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) besonders herausgestellt wird. Ein Bundeshaushaltsr&auml;tsel.<br>\nIm Bundeshaushalt 2017 waren insgesamt 7,130 Milliarden Euro f&uuml;r &bdquo;Erstattungen des Bundes f&uuml;r die Grundsicherung im Alter und Erwerbsminderung&ldquo; veranschlagt (und 6,9 Millionen Euro f&uuml;r die &bdquo;Erstattung an die Deutsche Rentenversicherung Bund f&uuml;r Gutachtenkosten im Zusammenhang mit der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung&ldquo;). Seit 2014erstattet der Bund den L&auml;ndern 100 Prozent der im jeweiligen Kalenderjahr den zust&auml;ndigen Tr&auml;gern entstandenen Nettoausgaben f&uuml;r die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Laut vorl&auml;ufiger Haushaltsrechnung wurden den L&auml;ndern vom Bund im Haushaltsjahr 2017 lediglich etwa 5,465 Milliarden Euro erstattet (einschlie&szlig;lich der Erstattungen an die Deutsche Rentenversicherung Bund f&uuml;r Gutachterkosten), bei einem Soll in H&ouml;he von 7,131 Milliarden Euro (BMF-Monatsbericht 1\/2018) und einem Ist 2016 in H&ouml;he von 6,183 Milliarden Euro.<br>\nDie Minderausgaben des Bundes f&uuml;r die &bdquo;Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung&ldquo; (Ist kleiner als Soll) in H&ouml;he von nahezu 1,7 Milliarden Euro werden in der Berichterstattung des Bundesministeriums der Finanzen besonders hervorgehoben. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Vorl&auml;ufiger Abschluss des Bundeshaushalts 2017&ldquo; hei&szlig;t es im ersten Punkt der Zusammenfassung zur besonderen Bedeutung der &ldquo;Grundischerung im Alter und bei Erwerbsminderung&rdquo; f&uuml;r die &ldquo;schwarze Null&rdquo;:<br>\n&bdquo;Der Bundeshaushalt wurde das vierte Jahr in Folge ohne neue Schulden ausgeglichen. Ma&szlig;geblich beigetragen haben zu diesem positiven Ergebnis die robuste Konjunktur mit entsprechenden positiven Auswirkungen bei den Steuereinnahmen und niedrigere Ausgaben bei der Grundsicherung im Alter und den Zinsen.&ldquo; Und dann im Abschnitt &bdquo;Ausgaben und Einnahmen&ldquo;: &bdquo;Die Ausgaben des Bundes (ohne besondere Finanzierungsvorg&auml;nge) beliefen sich im Haushaltsjahr 2017 auf 325,4 Mrd. &euro;. Damit wurde das Soll des Jahres 2017 um 3,7 Mrd. &euro; beziehungsweise um 1,1 % unterschritten. Hierzu trugen im Wesentlichen Minderausgaben bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (1,7 Mrd. &euro;), den Zinsen (1,0 Mrd. &euro;), der Digitalen Infrastruktur (0,8 Mrd. &euro;) und den Gew&auml;hrleistungen (0,6 Mrd. &euro;) bei.&ldquo; (BMF, Monatsbericht 1\/2018, Seite 34 und 35; Hervorhebung durch BIAJ)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1039-grundsicherung-im-alter-und-bei-erwerbsminderung-1-7-milliarden-euro-weniger-ausgegeben-als-veranschlagt-ein-bundeshaushaltsraetsel-2017.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Gerecht war, was zur Rente in der Agenda 2010 beschlossen wurde&ldquo;<\/strong><br>\nDoppelte Haltelinie, Grundrente, mehr M&uuml;tterrente und eine Versicherungspflicht f&uuml;r Selbst&auml;ndige &ndash; mit solchen zentralen Vorhaben wollen Union und SPD das Rentensystem in den kommenden Jahren weiter reformieren. Der Finanzprofessor und Direktor des Forschungszentrums Generationenvertr&auml;ge an der Uni Freiburg, Bernd Raffelh&uuml;schen, sieht das sehr kritisch.<br>\nHerr Raffelh&uuml;schen, wie f&auml;llt Ihr Gesamturteil &uuml;ber die Rentenvorhaben aus?<br>\nRAFFELH&Uuml;SCHEN Es h&auml;tte schlimmer kommen k&ouml;nnen.<br>\nF&uuml;r wen?<br>\nRAFFELH&Uuml;SCHEN F&uuml;r die zuk&uuml;nftigen Beitragszahler.<br>\nAber der Spielraum ist doch klar abgesteckt. Eine Rentenniveau von 48 Prozent und ein Rentenbeitrag von maximal 20 Prozent. Wird das nicht Rentnern und Beitragszahlern gleicherma&szlig;en gerecht?<br>\nRAFFELH&Uuml;SCHEN Nein, das ist keine ausgleichende Gerechtigkeit. Gerecht war, was zur Rente in der Agenda 2010 unter Kanzler Gerhard Schr&ouml;der beschlossen wurde. Demnach muss die Generation, die zu wenig Kinder in die Welt gesetzt hat und damit zu wenige Beitragszahler, mit einem sinkenden Rentenniveau rechnen. Diese verursachergerechte Zuweisung der demografischen Lasten wird nun mit F&uuml;&szlig;en getreten.<br>\nDas m&uuml;ssen Sie erkl&auml;ren.<br>\nRAFFELH&Uuml;SCHEN Der bisherige Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel hat daf&uuml;r gesorgt, dass die Rentenh&ouml;he auch von der Anzahl der Beitragszahler abh&auml;ngig ist. Dieser Faktor wird nun au&szlig;er Kraft gesetzt, indem man ein Rentenniveau von 48 Prozent bis zum Jahr 2025 festschreibt, egal, wie sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/politik\/themen\/gerecht-war-was-zur-rente-in-der-agenda-2010-beschlossen-wurde_aid-7163075\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Unertr&auml;glich!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stuttgart 21 &ndash; Entgleisung eines Bahnprojekts<\/strong><br>\nNoch l&auml;nger und teurer: Die Bauarbeiten f&uuml;r Stuttgart 21 werden wohl bis Ende 2025 dauern, die Baukosten um 1,5 Milliarden Euro steigen. Wer &uuml;bernimmt die Mehrkosten? Das Land Baden-W&uuml;rttemberg und die Stadt Stuttgart weigern sich. F&uuml;r Kritiker steht fest: Die Probleme um den Bahnhof waren absehbar.<br>\nL&auml;ngst ist der Schlachtruf der Stuttgart-21-Gegner auch in Berlin zu h&ouml;ren. Immer dann, wenn der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn zum umstrittenen Prestigeobjekt des Konzerns zusammenkommt, sind die Gegner nicht weit. So auch Ende Januar &ndash; als mal wieder &uuml;ber die Termin- und Kostensituation von Stuttgart 21 beraten und entschieden werden musste.<br>\nAm Ende des Tages stand das fest, was die Gegner l&auml;ngst bef&uuml;rchtet hatten. Eisenhart von Loeper ist Jurist und Sprecher des Aktionsb&uuml;ndnisses gegen Stuttgart 21. Der 76-J&auml;hrige engagiert sich seit Jahren gegen das Bahnprojekt, er schaut etwas vorwurfsvoll nach oben, dort wo in der Konzernzentrale am Potsdamer Platz der Aufsichtsrat tagt:<br>\n&ldquo;Der Finanzrahmen ist jetzt um mehr als 1,5 Milliarden gestiegen. Und die Zeitverz&ouml;gerung: Bis Ende 2025 &ndash; das ist keine Kleinigkeit. Das Projekt l&auml;uft in jeder Hinsicht aus dem Ruder.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/stuttgart-21-entgleisung-eines-bahnprojekts.724.de.html?dram:article_id=409964\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Inquisition, Kriegshetze und Dekadenz<\/strong><br>\nWas sind das f&uuml;r Zeiten? Vortragsr&auml;ume werden verweigert, Bankkonten gek&uuml;ndigt, Mitgliedschaften in Vereinen verhindert, weil jemand als Antisemit diffamiert wird oder einer nicht genehmen, wenn auch im Bundestag vertretenen Partei angeh&ouml;rt. Denunziation und Intrigen haben Konjunktur, Blockwartmentalit&auml;t und Hexenjagd. Es wird gehetzt und gespalten, bis in die Parteien hinein. Offensichtlich gibt es Organisationen &ndash; von wem auch immer begr&uuml;ndet und gesponsert &ndash;, die auf Rufmord und Unterwanderung spezialisiert sind, weltweit.<br>\nSoeben hat die US-Regierung eine Sanktionsliste mit 210 russischen Staatsb&uuml;rgern ver&ouml;ffentlicht. Darauf stehen 114 Politiker und 96 sogenannte Oligarchen, die alle von ihren Verbindungen zum russischen Pr&auml;sidenten Putin profitiert haben sollen. Unter den Verfemten befinden sich die Verwaltung des russischen Pr&auml;sidenten, wie sie auf der Webseite des Kreml aufgef&uuml;hrt wird, sowie das gesamte russische Kabinett einschlie&szlig;lich des Ministerpr&auml;sidenten Dmitri Medwedew und Au&szlig;enminister Sergej Lawrow. Eine &bdquo;beispiellose&ldquo; Liste &ndash; so der Sprecher Putins &ndash;, die dokumentiert, dass die USA s&auml;mtliche Regierungsmitglieder als Feinde betrachten.<br>\nKein Aufschrei, keine Emp&ouml;rung westlicher Politiker und Medien. Kritiklos kann die US-Regierung sich erdreisten, eigenm&auml;chtig Sanktionen gegen andere Staaten und deren B&uuml;rger zu verh&auml;ngen? Keine Frage nach der Legitimation. Dabei geh&ouml;rten s&auml;mtliche Pr&auml;sidenten der letzten Jahre und viele US-Politiker nach Recht und Gesetz vor den internationalen Strafgerichtshof (den die USA wohlweislich nicht anerkennen), zum Beispiel der immer noch auf leisen Sohlen so sympathisch daherkommende Ex-Pr&auml;sident Barack Obama, der in seiner Amtszeit sieben Kriege gef&uuml;hrt und t&auml;glich Drohnenmorde abgesegnet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/inquisition-kriegshetze-und-dekadenz\/\">KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>USA senken Nuklearschwelle gef&auml;hrlich ab<\/strong><br>\nRussland hat die neue Nuklearstrategie der USA als gef&auml;hrliches Spiel kritisiert.<br>\nMoskau m&uuml;sse deshalb zu seiner eigenen Sicherheit Ma&szlig;nahmen ergreifen, teilte das russische Au&szlig;enministerium mit. Besondere Besorgnis errege die Ank&uuml;ndigung Washingtons, flexiblere Atomwaffen mit geringer Sprengkraft zu entwickeln. Diese dienten nicht zur strategischen Abschreckung, sondern seien zum taktischen Einsatz auf einem Gefechtsfeld vorgesehen. Ein solches &ldquo;Absenken der Nuklearschwelle&rdquo; k&ouml;nne zu einem Krieg mit Atomraketen selbst bei Konflikten von geringer Intensit&auml;t f&uuml;hren, hie&szlig; es weiter.<br>\nGestern hatte das Pentagon mitgeteilt, die USA wollten neue und kleinere Atomwaffen entwickeln, die der Abschreckung von Staaten wie Russland, China oder Nordkorea dienen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kritik-aus-russland-usa-senken-nuklearschwelle-gefaehrlich.1939.de.html?drn:news_id=846748\">Dlf24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bauen, bauen, bauen reicht nicht<\/strong><br>\nDas aktuelle private Bauen und Modernisieren versch&auml;rft die sozialen Ungleichheiten statt den Wohnungsmarkt zu entspannen. Berlins Lebensqualit&auml;t ist damit ebenso gef&auml;hrdet wie sein Image.<br>\nDie Formel, mit der die Immobilienwirtschaft die Probleme der  Berliner Wohnungspolitik l&ouml;sen will, hei&szlig;t: Bauen &ndash; Bauen &ndash; Bauen! Eine einfache Rechnung soll es m&ouml;glich machen: Wenn die Bev&ouml;lkerung Berlins j&auml;hrlich um ca 40.000 Einwohner w&auml;chst, brauchen wir j&auml;hrlich 20.000 neue Wohnungen. Und w&uuml;rde nur genug gebaut, dann w&uuml;rden auch Mieten und Wohnkosten bald wieder sinken. (&hellip;)<br>\nDie Statistik sieht nicht so schlecht aus: 2016 wurden Baugenehmigungen f&uuml;r 25.063 Wohnungen erteilt, bis September 2017 f&uuml;r 17.817 Wohnungen. Das entscheidende Problem aber ist: Was da gebaut wird, geht am Bedarf der meisten Wohnungssuchenden vorbei. Denn die Struktur der Investoren hat sich in den letzten Jahren stark ver&auml;ndert. Privatinvestoren bauen heute durchweg  hochpreisige Miet- und Eigentumswohnungen. Viele dieser Wohnungen werden nicht an (Neu-)Berliner verkauft, sondern als Verm&ouml;gensanlage und Zweitwohnung weltweit vermarktet. Das aktuelle private Bauen und Modernisieren versch&auml;rft die sozialen Ungleichheiten statt den Wohnungsmarkt zu entspannen.<br>\nDazu kommt das Problem der systematischen Verteuerung der Wohnungsbest&auml;nde. Hier f&uuml;hrt das Zusammenwirken der Mietenpolitik des Bundes mit den Eigent&uuml;merinteressen zu einem dramatischen Abbau bezahlbarer Wohnungsbest&auml;nde. Warum gestattet der Gesetzgeber die j&auml;hrliche Erh&ouml;hung der Bestandsmieten um f&uuml;nf Prozent, wenn L&ouml;hne und Geh&auml;lter nur zwischen null und zwei Prozent pro Jahr steigen? Warum ist die Mietpreisbremse ein Placebogesetz? Warum d&uuml;rfen in Nullzinszeiten Geb&auml;udemodernisierungen mit elf Prozent umgelegt werden? Warum wird der Schutz gegen Eigentumsumwandlung f&uuml;r wachsende Grio&szlig;stadtregionen nicht verbessert? Offenbar h&auml;lt der Bund es nicht f&uuml;r n&ouml;tig, auf die starke r&auml;umliche Ungleichheit zwischen den wachsenden Gro&szlig;stadtregionen und den strukturschwachen Klein- und Mittelst&auml;dten in peripheren Regionen politisch steuernd einzuwirken<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/causa.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/wohnungsbau-zwischen-zeitdruck-und-profitgier\/bauen-bauen-bauen-reicht-nicht.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Unter dieser &bdquo;Erblast&ldquo; &ndash; die Aufhebung der Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit &ndash; aus der schwarz-gelben Kohl-Regierung d&uuml;rften nicht lediglich Berliner, sondern die Bev&ouml;lkerung vieler St&auml;dte und Kommunen leiden.<\/em><\/p>\n<p><em>Interessant dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15201#h12\">Sch&auml;uble verkauft &uuml;ber 11000 Wohnungen<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Is this truly Britain &ndash; a land that spies on sick and poor people?<\/strong><br>\nThe demonisation of benefit claimants affects us all. We should help disabled people &ndash; instead we wrongly accuse them<br>\nDavid&rsquo;s world was torn apart one morning by an envelope on his doormat. The letter was from the Department for Work and Pensions, and its wording was cryptic: &ldquo;We need to speak to you about your benefit amount.&rdquo; But thanks to his years of volunteering as a welfare rights adviser, he was all too aware of what it could mean: he was being investigated for benefit fraud.<br>\nDavid needs his disability benefits. As well as having severe depression and anxiety, he has multiple physical health problems: bowel and heart disease, and a prolapsed disc in his spine. Heavy duty painkillers barely take the edge off his arthritis. Still, last summer he was summoned to the jobcentre for a compliance interview. David was informed that he&rsquo;d been reported twice by members of the public for potential benefit fraud: once over the government&rsquo;s benefit fraud hotline and once online.<br>\nWhy? He was spotted at a nearby beach with his ill father, and had been seen on a bus to the city centre. &ldquo;It was often to pick up a prescription. The bus stop is 100 metres from my house,&rdquo; he explains to me. &ldquo;I have crutches to use if [my health] flares up.&rdquo;<br>\nYou are likely to have seen many benefit fraud stories in the last few years. It features everywhere you look in the media, from the BBC&rsquo;s programme Saints and Scroungers to the &ldquo;shameless&rdquo; and &ldquo;swindling&rdquo; families often plastered across the Daily Mail.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2018\/feb\/01\/spy-on-your-neighbour-britain-demonisation-benefit-claimants-disabled-people?CMP=share_btn_link\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin L.B.:<\/strong> Das englische EU-Rentensystem d&uuml;rfte vielleicht die Zukunft des deutschen sein &ndash; wenn ich es richtig verstanden habe, wurde es an ein privates Unternehmen ausgelagert, ATOS. Ich kenne einige Erfahrungsberichte. Die DRV ist ja schon eine Zumutung f&uuml;r Kranke, aber schlimmer geht wohl immer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>G20-Gipfel kostet Bundesregierung 72,2 Millionen Euro<\/strong><br>\nPolizeieins&auml;tze, Medienbetreuung, Events der Ministerien: Das Treffen der Wirtschaftsm&auml;chte im Juli 2017 in Hamburg wird teuer &ndash; das war von Beginn an klar. Die genaue Summe geht nun aus einer Linken-Anfrage hervor.<br>\nDie meisten Kosten verursachte der Einsatz von Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Technischem Hilfswerk: Daf&uuml;r fielen allein 27,2 Millionen Euro an. (&hellip;)<br>\nDas Verteidigungsministerium gibt die Kosten f&uuml;r die &ldquo;technische Amtshilfe&rdquo; der Bundeswehr f&uuml;r die Sicherheitskr&auml;fte des Bundes und der L&auml;nder mit 300.000 Euro an. Hinzu kommen 400.000 Euro f&uuml;r eine Veranstaltung des Bundesfinanzministeriums mit dem Titel &ldquo;G20-Finance Track&rdquo;. Die Aufstellung gibt nur den Teil der Kosten wieder, die der Bund zu tragen hat. Die Hamburger Landesregierung hat noch keine Kostenrechnung ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDer Bund hatte Hamburg 50 Millionen Euro zugesichert, mit denen der G20-Gipfel in diesem Jahr und das OSZE-Treffen im Dezember 2016 in der Hansestadt finanziert werden sollten. Die endg&uuml;ltigen Kosten f&uuml;r die internationalen Treffen d&uuml;rften jedoch deutlich h&ouml;her ausfallen.<br>\nDer Linken-Abgeordnete Alexander Neu warf der Regierung Verschwendung von Steuergeldern vor. Gro&szlig;veranstaltungen wie der G20-Gipfel w&uuml;rden &ldquo;immer teurer, undurchschaubarer, b&uuml;rgerferner, aber eben nicht produktiver&rdquo;, sagte er der dpa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/g20-gipfel-in-hamburg-kostet-bundesregierung-mehr-als-72-millionen-euro-a-1191317.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kohl spendete an Waffen-SS-Veteranen<\/strong><br>\nKanzler Helmut Kohl (1930 bis 2017) hat als junger Politiker f&uuml;r NS-Verbrecher gespendet. Das zeigen jetzt aufgetauchte Unterlagen. Darin erz&auml;hlt Kohl, er habe in etwa 200 Mark pro Jahr an das &ldquo;Hilfswerk Hausser&rdquo; gezahlt, das f&uuml;r inhaftierte NS-Verbrecher und deren Angeh&ouml;rige gesammelt habe. Gemeint ist das &ldquo;Sozialwerk&rdquo; der Hiag &ndash; des Traditionsverbands der Waffen-SS. Es wurde 1962 nach Paul Hausser benannt.<br>\nKohl hielt den Generaloberst der Waffen-SS f&uuml;r einen &ldquo;anst&auml;ndigen Mann&rdquo;. Dabei hatten dessen Einheiten Kriegsverbrechen begangen. Hausser warb damals bei Politikern f&uuml;r die Altersversorgung seiner Kameraden und trug zur Verschleierung von NS-Verbrechen bei. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)<br>\nNoch als Kanzler zeigte Kohl Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Waffen-SS. 1985 verursachte er einen Skandal, als er mit US-Pr&auml;sident Ronald Reagan einen Soldatenfriedhof in Bitburg besuchte, auf dem auch Angeh&ouml;rige der Waffen-SS begraben liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/einestages\/helmut-kohl-spendete-an-waffen-ss-veteranen-a-1191268.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mehr &uuml;ber Helmut Kohl k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h02\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Verdeckter Ausnahmezustand: 100 Tage &sect; 155 in Katalonien<\/strong><br>\nAuch spanische Kommentatoren kommen zunehmend zu der Einsch&auml;tzung, dass die Justiz aus politischen Motiven gegen Katalonien eingesetzt wird<br>\nSeit nun 100 Tagen regiert Spanien in Katalonien &uuml;ber den Paragraphen 155 durch. Eine Partei bestimmt nun dort, die gerade von 4% der W&auml;hler gest&uuml;tzt wird. Grund ist das Verhalten des Verfassungsgerichts, das die Klage der Opposition zwar angenommen, aber die Ma&szlig;nahmen nicht vorl&auml;ufig ausgesetzt hat. Das ist sonst die Regel, wenn eine Beschwerde oder Klage der spanischen Regierung angenommen wird. So darf bis zum St. Nimmerleinstag gewartet werden, ob es rechtens war, dass die katalanische Regierung abgesetzt und das Parlament aufgel&ouml;st wurde und Zwangswahlen verordnet wurden.<br>\nDerweil herrscht eine Art verdeckter Ausnahmezustand. Der Richter am Obersten Gerichtshof Pablo Llarena glaube, dass in Katalonien &ldquo;eine Art Ausnahmezustand herrscht&rdquo;, erkl&auml;rt jedenfalls der Journalist Ernesto Ekaizer. Eigentlich arbeitet er f&uuml;r die gro&szlig;e Tageszeitung El Pa&iacute;s. Da die sich aber immer spanisch-nationalistischer gegen Katalonien positioniert und sogar &ldquo;alle Mittel&rdquo; verteidigt, um Carles Puigdemont erneute Amtseinf&uuml;hrung auch durch undemokratische Ma&szlig;nahmen zu verhindern, kommt der in Argentinien geborene Journalist mit seiner Kritik nun eher in Medien wie TV3 in Katalonien oder im &ouml;ffentlich-rechtlichen baskischen Rundfunk EITB zur Sprache.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Verdeckter-Ausnahmezustand-100-Tage-155-in-Katalonien-3960326.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&laquo;Wohin der Multikulturalismus gef&uuml;hrt hat, hat mich erschreckt&raquo;<\/strong><br>\nJoachim Gauck, der fr&uuml;here deutsche Bundespr&auml;sident, h&auml;lt an der Universit&auml;t D&uuml;sseldorf eine Rede unter dem Titel &laquo;Nachdenken &uuml;ber das Eigene und das Fremde&raquo;. Die NZZ publiziert Ausz&uuml;ge davon. (&hellip;)<br>\nDer Nationalstaat brachte in den letzten 200 Jahren einen erheblichen Demokratisierungsschub, indem er mit den alten Imperien die st&auml;ndische Privilegienherrschaft abschaffte und das Volk als Souver&auml;n inthronisierte. Gleichzeitig aber tauchte mit dem Nationalstaat die Gefahr einer &Uuml;berh&ouml;hung der eigenen Ethnie auf, verbunden mit einer scharfen Abgrenzung gegen&uuml;ber anderen Staaten und einer teilweise aggressiven Abwertung von Minderheiten. Letztlich kulminierte der ethnisch reine Staat, wie es uns das 20. Jahrhundert gezeigt hat, in einer v&ouml;lkerm&ouml;rderischen Vorstellung.<br>\nAngesichts des destruktiven Potenzials im Umgang mit Fremdheit sollten wir die Zivilit&auml;t umso h&ouml;her sch&auml;tzen, um die sich die Menschheit immer wieder bem&uuml;ht hat. Wir wissen, dass es ohne Affektkontrolle keine Zivilit&auml;t geben kann. Affektkontrolle aber, die durch reine Repression erreicht wird, l&ouml;st den zugrunde liegenden Konflikt genauso wenig wie ein Krieg. Repression leugnet den Feind, und Krieg vernichtet ihn. Gewaltfreie Ver&auml;nderungen hingegen setzen voraus, dass wir die Fremden &laquo;entfeinden&raquo; und das Eigene entidealisieren. Und dass wir stattdessen lernen, mit Ambivalenzen umzugehen. Mit Gef&uuml;hlen, die die Eindeutigkeit von Gut und B&ouml;se aufheben und Mehrdeutigkeit und Widerspr&uuml;chlichkeit zulassen. Das mag schwer sein, aber es ist auch entlastend. Und es vergr&ouml;ssert die Chance, im Fremden auch das &laquo;Bereichernde&raquo; zu entdecken: das noch nicht Gekannte, das noch nicht Gedachte, das noch nicht Praktizierte, das unsere bisherige Welt erweitert. (&hellip;)<br>\nEinen grossen Einfluss in der Integrationspolitik hat lange Zeit die Konzeption des Multikulturalismus gehabt: Was sich auch immer hinter den einzelnen Kulturen verborgen hat &ndash; Vielfalt galt als Wert an sich. Die Kulturen der Verschiedenen sollten gleichberechtigt nebeneinander existieren, f&uuml;r alle verbindliche westlich-liberale Wertvorstellungen wurden abgelehnt. Ich verstehe, dass es auf den ersten Blick tolerant und weltoffen anmuten mag, wenn Vielfalt derart akzeptiert und honoriert wird. Wohin ein solcher Multikulturalismus aber tats&auml;chlich gef&uuml;hrt hat, das hat mich doch erschreckt. (&hellip;)<br>\nZu viele Zugezogene leben augenblicklich noch zu abgesondert mit Werten und Narrativen, die den Gesetzen und Regeln und Denkweisen der Mehrheitsbev&ouml;lkerung widersprechen, zu viele leben hier seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten, ohne die Geschichte dieses Landes zu kennen. Um das zu &auml;ndern und uns gemeinsam auf eine Zukunft in diesem Land zu verst&auml;ndigen, brauchen wir &ndash; wie einst zwischen einheimischen und vertriebenen Deutschen &ndash; vor allem eines: mehr Wissen &uuml;bereinander. Mehr Dialog. Mehr Streit. Mehr Bereitschaft, im jeweils anderen unseren eigenen &Auml;ngsten, aber auch neuen Chancen zu begegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/wohin-der-multikulturalismus-gefuehrt-hat-hat-mich-erschreckt-ld.1353417\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> War es wirklich &bdquo;der Nationalstaat&ldquo;, der &bdquo;das Volk als Souver&auml;n inthronisierte&ldquo;? War es nicht vielmehr das Volk selbst, das sich Rechte erk&auml;mpfte &ndash; gegen die Obrigkeit, die meist aus absolut herrschenden Monarchien bestand?<\/em><\/p>\n<p><em>Hat sich Herr Gauck wirklich &uuml;ber den Multikulturalismus &bdquo;erschreckt&ldquo; oder doch eher &uuml;ber das Ergebnis von jahrzehntelanger Abwehrhaltung insbesondere von den Konservativen hierzulande gegen Migration? Haben nicht z.B. zu wenig Sprachangebote f&uuml;r Migranten (z.B. f&uuml;r Gastarbeiter) zu einem Neben- und weniger Miteinander gef&uuml;hrt?<\/em><\/p>\n<p><em>Herr Gauck fordert implizit die Migranten u.a. dazu auf, &bdquo;die Geschichte dieses Landes zu kennen&ldquo;. Sollte die &bdquo;Mehrheitsbev&ouml;lkerung&ldquo; nicht auch &uuml;ber diese historischen Kenntnisse verf&uuml;gen &ndash; gibt es da keine M&auml;ngel? W&auml;re es im &Uuml;brigen nicht auch gut, wenn die Einheimischen sich &uuml;ber die Situation in den Herkunftsl&auml;ndern von &bdquo;Zugezogenen&ldquo; informieren?<\/em><\/p>\n<p><em>Und: Warum hat Herr Gauck w&auml;hrend seiner Amtszeit als Bundespr&auml;sident so wenig auf Dialog mit Russland gesetzt? Hat er so nicht Chancen vergeben, die er nun von Anderen offenbar gerne einfordert?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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