{"id":4226,"date":"2009-09-29T08:05:28","date_gmt":"2009-09-29T06:05:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4226"},"modified":"2009-09-29T08:07:05","modified_gmt":"2009-09-29T06:07:05","slug":"hinweise-des-tages-986","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4226","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4226#h01\">Steinmeier soll SPD-Chef werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h02\">Steinmeier drohte Genossen mit R&uuml;ckzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h03\">Wir sind die Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h04\">SPD f&auml;llt in sich zusammen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h05\">Internes Papier: SPD neu erfinden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h06\">Ex-SPD-Sozialpolitiker Rudolf Dre&szlig;ler: &ldquo;Es muss einen Neuanfang geben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h07\">K&ouml;nigin f&uuml;r eine Nacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h08\">Wahlanalyse: Volksparteien am Tiefpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h09\">Die Ergebnisse der Bundestagswahl am 27. September 2009 &ndash; Wahlnachbericht und erste Analyse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h10\">Wahlergebnis nach Wahlbeteiligung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h11\">Zeit der Z&auml;rtlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h12\">Nach dem gestrigen Wahlabend gibt es eigentlich nur Gewinner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h13\">Franz Walter: &ldquo;Ohne Rentner wird es d&uuml;ster f&uuml;r die Union&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h14\">Schleswig-Holstein: Rechtsstreit um Schwarz-Gelbe Mehrheit droht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h15\">D&auml;nische Minderheitspartei ebnet Carstensen den Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h16\">Wirtschaft macht mobil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h17\">Wirtschaftslobbyisten wittern Morgenluft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h18\">Klassenunterschiede: Wie gerecht ist unser Steuersystem?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h19\">NSH Nordbank: Ermittlungen gegen Nonnenmacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h20\">Union und FDP wollen neuen Anlauf bei Bahn-Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h21\">Riskante Gesch&auml;fte mit &ouml;ffentlichem Eigentum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h22\">Wie teuer ist billig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h23\">Paul Nolte &ldquo;Weniger Staat mehr Demokratie&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h24\">Immer mehr Nachwuchswissenschaftler wollen nach Deutschland zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h25\">Vom Niedergang eines Berufsstandes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h26\">Ausnahmezustand in Honduras<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h27\">Aufruf zu einer Leserbriefaktion anl&auml;sslich der Volksabstimmung der Iren &uuml;ber den EU-Reformvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h28\">Zu guter Letzt: Die Langzeitwirkung der Agenda 2010<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4226&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steinmeier soll SPD-Chef werden<\/strong><br>\nDie SPD steht offenbar vor einem radikalen Umbau der Parteispitze. Nach Informationen&nbsp;unserer Redaktion&nbsp;soll Frank-Walter Steinmeier auf dem SPD-Parteitag im November Franz M&uuml;ntefering als Vorsitzenden abl&ouml;sen.&nbsp;Au&szlig;erdem&nbsp;soll die Zahl der Stellvertreter auf&nbsp;f&uuml;nf&nbsp;erh&ouml;ht werden. Peer Steinbr&uuml;ck will&nbsp;verzichten.<br>\nVize-Parteivorsitzende&nbsp;sollen&nbsp;Arbeitsminister Olaf Scholz,&nbsp;der Regierende B&uuml;rgermeister von Berlin, Klaus Wowereit und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel&nbsp;werden. Auch die nordrhein-westf&auml;lische SPD-Chefin Hannelore Kraft will angeblich f&uuml;r einen Vize-Posten kandidieren.&nbsp;Andrea Nahles w&uuml;rde weiterhin Stellvertreterin bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/politik\/deutschland\/763452\/Steinmeier-soll-SPD-Chef-werden.html\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun soll Steinmeier neben dem Fraktionsvorsitz auch noch den Parteivorsitz &uuml;bernehmen. Der Agenda-Kurs soll mit Scholz und Gabriel noch besser abgesichert werden. Eine Analyse der Niederlage und eine Erneuerung finden nicht statt. Die SPD-Basis l&auml;sst sich das ohne Murren bieten. Warum verlangen die Ortsvereine nicht endlich eine Mitgliederbefragung? Da st&uuml;nde man jedoch leider vor dem Problem, wer bietet sich noch als personelle Alternative an &ndash; nachdem Schr&ouml;der alle die ihn kritisiert haben, weggemobbt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Steinmeier drohte Genossen mit R&uuml;ckzug<\/strong><br>\nMehrere Teilnehmer verweisen auf Wahlanalysen, nach denen rund Zweidrittel der W&auml;hler, die die SPD am Sonntag nicht gew&auml;hlt haben, dies wegen der Hartz-Gesetze und der Rentenpolitik taten.<br>\nDie Wortbeitr&auml;ge sind offenbar derart konkret, dass Steinmeier nach Informationen von SPIEGEL ONLINE an die Pr&auml;sidiumsmitglieder eine indirekte Drohung losl&auml;sst. Er stehe nur unter bestimmten Voraussetzungen f&uuml;r Spitzen&auml;mter in der SPD zur Verf&uuml;gung. Wenn die Partei Reformen zur&uuml;ckdrehen wolle, die er entwickelt und eingef&uuml;hrt habe, dann sei er nicht der richtige Mann daf&uuml;r. Bis hierhin und nicht weiter &ndash; so das Signal des 53-J&auml;hrigen an die murrenden Genossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,651825,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wir sind die Partei<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Hamburger SPD hat heute seinen R&uuml;cktritt erkl&auml;rt und damit die Verantwortung f&uuml;r das desastr&ouml;se Wahlergebnis in der Hansestadt am vergangenen Sonntag &uuml;bernommen.<br>\nDie baden-w&uuml;rttembergische Landesvorsitzende Ute Vogt hat ebenfalls ihren R&uuml;ckzug aus dem Amt angedeutet. Das katastrophale Wahlergebnis mache eine &ldquo;grundlegende Erneuerung&rdquo; in der Partei n&ouml;tig, von der sie sich selbst nicht ausnehme, teilte Vogt dem Landesvorstand und den SPD-Kreisvorsitzenden im S&uuml;dwesten lt. Spiegel online am Montag in einem Brief mit.<br>\nHut ab vor einer solchen politischen Kultur.&nbsp;<br>\nW&auml;hrend allerorten in der Partei also die Frage der Verantwortung f&uuml;r die beispiellose Katastrophe diskutiert wird, l&auml;uft im Willy-Brandt-Haus bei den Hauptverantwortlichen bereits die Inzenierung&nbsp; &bdquo;Wie rette ich meinen A&hellip;..&ldquo;.<br>\nSchnell ist man sich bei Erstellung des Drehbuchs offenbar einig, der Meute den Parteivorsitzenden zum Fra&szlig; vorzuwerfen und verbindet damit die irrige Hoffnung, dadurch selber ungeschoren davon zu kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ag-sozialdemokraten.de\/\">Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD f&auml;llt in sich zusammen<\/strong><br>\nDas historische Tief der SPD muss zu einem Bruch mit den Schr&ouml;der-Jahren f&uuml;hren.<br>\nSie alle stehen zum Schr&ouml;der-Projekt. Dieses Projekt des Ex-Bundeskanzlers Gerhard Schr&ouml;der hatte implizit das Schreddern der alten Volkspartei SPD zum Ziel. Die Mittel dazu waren politische Entscheidungen, die den Interessen der Mehrheit der SPD-W&auml;hler entgegengesetzt waren: Deregulierungen (der Finanzm&auml;rkte), Privatisierungen (der Bahn), Hartz IV und die Agenda 2010, die Einf&uuml;hrung der Praxisgeb&uuml;hr, schlie&szlig;lich die Rente mit 67 durch M&uuml;ntefering. Seit 2003 sind f&uuml;r die SPD die Folgen ihrer Politik klar: Der Verlust von hunderttausenden Parteimitgliedern und die Abwanderung von Millionen W&auml;hlern. Die Partei verlor Wahl nach Wahl und rettete sich in die Gro&szlig;e Koalition. Und auch im gegenw&auml;rtigen Wahlkampf stand die SPD mit ihrem Personal, allen voran Steinmeier und M&uuml;ntefering, f&uuml;r diese desastr&ouml;se Politik.<br>\nMit dem Wahlergebnis nun ist das Schr&ouml;der-Projekt praktisch erf&uuml;llt: Die SPD als gro&szlig;e Partei des sozialen Ausgleiches, als Volkspartei der Arbeitnehmer und des fortschrittlichen B&uuml;rgertums, existiert nicht mehr. Und dies ist nicht die Folge der &ldquo;Aufl&ouml;sung von traditionellen Milieus&rdquo;, sondern der ganz konkreten und bewussten Politik der SPD-F&uuml;hrung.<br>\nOhne eine einschneidende Z&auml;sur wird die SPD nur noch als Wurmfortsatz existieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31213\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Internes Papier: SPD neu erfinden!<\/strong><br>\nBleibt die Parte in der Rolle verhaftet, die sie sich &ndash; im Wesentlichen unter F&uuml;hrung M&uuml;nteferings &ndash; hat aufdr&auml;ngen lassen, wird ihr sowohl eine offensive Haltung zu der Reformpolitik Schr&ouml;der\/Steinmeier als auch deren Korrektur nicht glaubw&uuml;rdig gelingen. Korrekturen haben immer etwas Defensives, es sei denn man steht klar zu dem Werk, das man korrigiert. Soviel Vertrauen in die Dialektik ist aber von den Spitzenvertretern der &bdquo;Regierungs-SPD&ldquo; nicht zu erwarten. Bisher jedenfalls haben sie mit ihrem wahltaktisch zeitweise verschleierten Agenda-Fundamentalismus zwei Parteivorsitzende zu Fall gebracht. Matthias Platzeck und Kurt Beck mussten aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden aufgeben &ndash; der erste, weil er die &bdquo;Verb&uuml;rgerlichung&ldquo; zu weit zu treiben drohte, der andere, weil er der geschilderten Dialektik aus moderner Reformpolitik und gem&auml;&szlig;igt linkem Selbstverst&auml;ndnis zu sehr zu entsprechen schien. Damit ist die Weggabelung benannt, an der die Sozialdemokratie steht &hellip;<br>\nNach dem parteipolitischen Desaster der &bdquo;Agenda&ldquo;, die erst bei M&uuml;ntefering den Status einer heiligen Kuh bekommen hat, sollte mit weiteren Regierungsjahren und in der &Uuml;berzeugung &bdquo;Wahlkampf k&ouml;nnen wir besser&ldquo;, die SPD gerettet werden. Teil dieses Plans war es, die Kritik an der &bdquo;Agenda&ldquo; nur lange genug durchzustehen (andere h&auml;tten gesagt: auszusitzen), dann w&uuml;rde das Volk schon eines Tages einlenken. Alles, was der Agenda-Logik der Arbeitsmarktreformen widersprach, versuchte er auszublenden. Entgegen der Legende ist M&uuml;ntefering nicht der Erfinder des geinheitlichen gesetzlichen Mindestlohns. Als Arbeitsminister nahm er den Missbrauch der Zeitarbeit nicht wahr. Bis heute versteht er den Widerstand gegen die Rente mit 67 nicht, sondern h&auml;lt ihn f&uuml;r eine parteipolitische Waffe aufm&uuml;pfiger Gewerkschafter und der Linkspartei.<br>\nSpitzt man diese &bdquo;Strategie&ldquo; nur ein wenig zu, so stellte M&uuml;ntefering der SPD damit einen Wechsel auf die Dummheit der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler aus. Das m&ouml;gen die Menschen &uuml;berhaupt nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wahlen2009\/SPD;art20195,2910422?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant zu lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ex-SPD-Sozialpolitiker Rudolf Dre&szlig;ler: &ldquo;Es muss einen Neuanfang geben&rdquo;<\/strong><br>\nNach der Wahlpleite der SPD fordert der ehemalige Sozialexperte der Partei, Rudolf Dre&szlig;ler, die Re-Sozialdemokratisierung seiner Partei.<br>\nDie Agenda war eine neoliberale Gesetzgebung, die v&ouml;llig an der Identit&auml;t der SPD vorbeiging. FDP und Union haben Beifall geklatscht, und in der SPD hat sich keiner dar&uuml;ber gewundert. Seit 1998 hat die SPD 400.000 Mitglieder verloren, 6&nbsp;Ministerpr&auml;sidenten, tausende von Mandate und 11 Millionen W&auml;hler. Diese Verluste liegen zum gro&szlig;en Teil an der Agenda 2010.<br>\nDie SPD muss re-sozialdemokratisiert werden. Und das k&ouml;nnen nicht die Leute machen, die die Identit&auml;t der SPD auf dem Gewissen haben. Es muss auch einen personellen Neuanfang geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/bundestagswahl\/artikel\/1\/%5Ces-muss-einen-neuanfang-geben%5C\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>K&ouml;nigin f&uuml;r eine Nacht<\/strong><br>\nDas Strahlen der Regentin zum Zeitpunkt ihres gr&ouml;&szlig;ten Sieges wirkte fahl und ihre Freude gespielt &ndash; wahrscheinlich wusste Angela Merkel, dass sie nun ihren Zenit erreicht hat und es von nun an bergab geht. Die vier Jahre dauernde apolitische Regierungszeit ist vorbei, der vier Jahre w&auml;hrende politische und mediale Schutzschirm wird sich bereits in K&uuml;rze schlie&szlig;en. Nun muss Schwarz-Gelb die Folgen der Krise ausbaden &ndash; viel Spa&szlig; dabei. Es wird nicht lange dauern, bis die K&ouml;nigin f&uuml;r eine Nacht und ihr Leichtmatrose bei breiten Gesellschaftsschichten und auch einem gro&szlig;en Teil der Medien in Ungnade fallen. Bereits im Mai n&auml;chsten Jahres wird Schwarz-Gelb bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen das erste Arbeitszeugnis bekommen &ndash; f&auml;llt es negativ aus, droht bereits die Mehrheit im Bundesrat zu kippen. Das Zeitfenster f&uuml;r marktradikale Reformen ist nur kurz ge&ouml;ffnet &ndash; je &bdquo;reformfreudiger&ldquo; Schwarz-Gelb agiert, um so eher wird es sich schlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/917\/konigin-fur-eine-nacht\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wahlanalyse: Volksparteien am Tiefpunkt<\/strong><br>\nDas gute Ansehen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Arbeit in den vergangenen Jahren haben nach Einsch&auml;tzung der Forschungsgruppe Wahlen der Union den Wahlsieg gesichert. Der CDU-Chefin sei es gelungen, SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier in der Kanzler-Frage klar zu distanzieren.<br>\nSPD: Die Partei k&auml;mpft laut den Demoskopen mit einem strategischen Dilemma: Neben einer st&auml;rker in die Mitte ger&uuml;ckten Union verliert sie nach links W&auml;hler, deren W&uuml;nsche sie als Regierungspartei nicht bedienen kann. Als sozialer Ansprechpartner werden die Sozialdemokraten nach Angaben der Wahlanalysten nur noch von den Gewerkschaftsmitgliedern anerkannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/bundestagswahl_2009\/bundestagswahl_aktuell\/1978085_Wahlanalyse-Volksparteien-am-Tiefpunkt.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Ergebnisse der Bundestagswahl am 27. September 2009 &ndash; Wahlnachbericht und erste Analyse<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090928_Hoff-Kahrs_Analyse_der_17_Bundestagswahl.pdf\">Dr. Benjamin-Immanuel Hoff\/ Horst Kahrs [PDF &ndash; 668 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wahlergebnis nach Wahlbeteiligung<\/strong><br>\nBei der Bundestagswahl w&auml;hlten&hellip;\n<ul>\n<li>29,2 Prozent aller Wahlberechtigten gar nicht.<\/li>\n<li>23,6 Prozent aller Wahlberechtigten die CDU\/CSU.<\/li>\n<li>16,1 Prozent aller Wahlberechtigten die SPD.<\/li>\n<li>10,2 Prozent aller Wahlberechtigten die FDP.<\/li>\n<li>8,3 Prozent aller Wahlberechtigten die LINKE.<\/li>\n<li>7,5 Prozent aller Wahlberechtigten die Gr&uuml;nen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/09\/de-omnibus-dubitandum.html\">ad sinistram<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/090929_Ergebnis_nach_beteiligung.pdf\">Grafik [PDF &ndash; 28 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zeit der Z&auml;rtlichkeit<\/strong><br>\nJournalisten und Politiker ernten jetzt, was sie ges&auml;t haben: Eine depolitisierte &Ouml;ffentlichkeit, in der bald ein Drittel der Menschen sich nicht mehr zust&auml;ndig f&uuml;hlt.<br>\nPolitiker wie Merkel und Steinmeier zerst&ouml;ren das demokratische Gewebe. Sie entpolitisieren. Sie best&auml;rken bei den Menschen das Gef&uuml;hl, Politik sei die Summe technischer Fragen von denen sie wenig verstehen, die so komplex sind, dass man sie Fachleuten &uuml;berlassen sollte. Das ist aber nicht wahr.<br>\nDie Aufgabe der Politik liegt darin, die grunds&auml;tzlichen Wertentscheidungen klarzumachen und den Menschen zur Abstimmung zu pr&auml;sentieren. Das geschieht aber nicht. Wir erleben, im Gegenteil, eine Verschleierung der Wertfragen, eine &Uuml;berdeckung der Konflikte, eine Verschiebung ins Nebelige. Aufgabe der Journalisten m&uuml;sste es sein, diesen Mechanismus aufzudecken. Aber es regiert die Kumpanei.<br>\nEs sind nicht die Themen, die sich gewandelt haben. Es ist die politische Kultur. Sie ist konservativ geworden, unkritisch, bequem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/0939-wahlergebnis-deutschland\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nach dem gestrigen Wahlabend gibt es eigentlich nur Gewinner<\/strong><br>\nJa selbst die SPD, allen desastr&ouml;sen Zahlen zum Trotz, hat gewonnen &ndash; und zwar die Zeit, die sie dringend ben&ouml;tigt, um ihre nach Schr&ouml;ders Kanzlerschaft verlorene Mitte wieder zu finden. Es wird wohl ein schmerzhafter Prozess werden, denn mit einem k&uuml;nftigen Oppositionsf&uuml;hrer Frank-Walter Steinmeier und einem Parteichef Franz M&uuml;ntefering, nicht erst seit gestern ein Auslaufmodell, ist die notwendige Neupositionierung der Sozialdemokratie gerade gegen Linksau&szlig;en kaum zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/stn\/page\/2214068_0_9223_-kommentar-sieger.html\">Stuttgarter Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Au&szlig;ensteuerung der SPD durch die konservative Presse geht weiter. Dem Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten w&auml;re es wohl am liebsten, wenn die SPD weiter den Schr&ouml;der-Kurs fahren w&uuml;rde, dann w&auml;re der Wahlsieg von Union und FDP 2013 auch schon gesichert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Franz Walter: &ldquo;Ohne Rentner wird es d&uuml;ster f&uuml;r die Union&rdquo;<\/strong><br>\nDer G&ouml;ttinger Parteienforscher Franz Walter spricht im Interview mit der Frankfurter Rundschau &uuml;ber die biologische Uhr der Volksparteien, das Ende der Zweierb&uuml;ndnisse und seine eigenen Ambitionen auf dem n&auml;chsten SPD-Parteitag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1978743_Interview-mit-Franz-Walter-Ohne-Rentner-wird-es-duester-fuer-die-Union.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schleswig-Holstein: Rechtsstreit um Schwarz-Gelbe Mehrheit droht<\/strong><br>\nOb Schwarz-Gelb eine Mehrheit im Landtag hat, h&auml;ngt von der Interpretation des Wahlgesetzes ab.<br>\nLaut Landeswahlleiterin kommen CDU und FDP also auf eine Mehrheit von 49:46 Sitzen, obwohl sie nur 46,5 % der Zweitstimmen erhalten haben, w&auml;hrend auf SPD, GR&Uuml;NE, DIE LINKE und dem SSW zusammen immerhin 48,2 % der Zweitstimmen entfallen.<br>\nAuch wenn die Auslegung der Landeswahlleiterin mit dem Gesetzeswortlaut und der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung vereinbar sein mag, so ist sie doch rechtlich h&ouml;chst fragw&uuml;rdig. Anders als im Kommunalwahlrecht schreibt n&auml;mlich Artikel&nbsp;10 Absatz&nbsp;2 der Verfassung des Landes Schleswig-Holstein Ausgleichsmandate f&uuml;r Landtagswahlen ausdr&uuml;cklich vor und erw&auml;hnt dabei keinerlei Begrenzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wahlrecht.de\/news\/2009\/18.htm\">wahlrecht.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>D&auml;nische Minderheitspartei ebnet Carstensen den Weg<\/strong><br>\nPeter Harry Carstensen kann aufatmen. Seine schleswig-holsteinische CDU scheint mit der FDP regieren zu k&ouml;nnen &ndash; weil die Partei der d&auml;nischen Minderheit einer umstrittenen &Uuml;berhangmandat-Regelung zustimmen will. Kanzlerin Merkel bekommt damit wohl eine schwarz-gelbe Bundesratsmehrheit.<br>\nMit wenigen S&auml;tzen machte Anke Spoorendonk dem schleswig-holsteinischen Machtgerangel ein Ende. Den W&auml;hlern sei &ldquo;nicht vermittelbar&rdquo;, dass die Zusammensetzung des Landtags und damit der Regierung &ldquo;im Landeswahlausschuss oder vor Gericht gekl&auml;rt wird&rdquo;, sagte die Chefin des S&uuml;dschleswigschen W&auml;hlerverbandes (SSW) an diesem Montag nach der Wahl. &ldquo;Das w&auml;re ein Missbrauch des Landeswahlausschusses.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,651911,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wirtschaft macht mobil<\/strong><br>\nSteuern runter, K&uuml;ndigungsschutz aufweichen, Gesundheitsreform revidieren &ndash; Lobbyvereinigungen stellen ihre Forderungen an Schwarz-Gelb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/09-29\/011.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wirtschaftslobbyisten wittern Morgenluft<\/strong><br>\nMit der neuen schwarz-gelben Regierung wittern die Lobbyisten und Wirtschaftsverb&auml;nde Morgenluft. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag war einer der ersten, die vorpreschten und einen wirtschaftsfreundlichen Kurs forderten (Spiegel-Online). Interessant als Stimmungsbild ist auch ein Zeit-Artikel von einer Lobbyisten-Wahlparty.<br>\nDie FDP und die Union sind zugleich die Parteien, die wenig mit Transparenz und Schranken f&uuml;r Lobbyisten am Hut haben, wie unsere Wahlpr&uuml;fsteine deutlich gezeigt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/09\/wirtschaftslobbyisten-wittern-morgenluft\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Klassenunterschiede: Wie gerecht ist unser Steuersystem?<\/strong><br>\nDie eigene Steuerklasse kennt man, aber den Dschungel der Steuerreformen der letzten Jahre durchschaut kaum jemand. Seit langem geht in Deutschland die Belastung von Gewinnen und Verm&ouml;gen durch Steuern zur&uuml;ck, die Belastung von L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern dagegen steigt.<br>\nDie Politik versprach sich von der F&ouml;rderung der Gewinne mehr Investitionen und neue Arbeitspl&auml;tze. Tats&auml;chlich wurde mehr investiert &ndash; aber nicht so sehr in der Welt der Industrie und der Dienstleistungen, sondern auf den Finanzm&auml;rkten. Gleichzeitig hat die Bedeutung von Verbrauchssteuern wie Mehrwertsteuer und Energiesteuern zugenommen. Diese Trends werden von einem Arbeitslosen, einer B&uuml;roangestellten, einem Steuerberater f&uuml;r Gutverdienende und einem Wirtschaftswissenschaftler kommentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/zeitfragen\/1038172\/\">Deutschland Radio Kulut<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>HSH Nordbank: Ermittlungen gegen Nonnenmacher<\/strong><br>\nDen HSH-Managern wird Veruntreuung von Bankverm&ouml;gen vorgeworfen. Sie sollen f&uuml;r eine wom&ouml;glich ungerechtfertigte &Uuml;berweisung in H&ouml;he von 45 Millionen Euro an das US-Finanzinstitut Goldman Sachs verantwortlich sein. Beschuldigt werden drei der vier derzeitigen Vorstandsmitglieder: Nonnenmacher, dessen Stellvertreter Peter Rieck und Joachim Friedrich. Das best&auml;tigte Oberstaatsanwalt Bernd Mauruschat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/891\/489280\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Union und FDP wollen neuen Anlauf bei Bahn-Privatisierung<\/strong><br>\nUnion und FDP wollen einen neuen Anlauf zum Verkauf der Deutschen Bahn unternehmen. &ldquo;Wir wollen die Privatisierung&rdquo;, sagte der Vize-Fraktionschef der Union, Hans-Peter Friedrich (CSU), dem &ldquo;Tagesspiegel&rdquo;. &ldquo;Wir werden das auf jeden Fall im Koalitionsvertrag dokumentieren&rdquo;, sagte auch der FDP-Verkehrsexperte Patrick D&ouml;ring. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Dirk Fischer, f&uuml;gte hinzu, der Personen- und G&uuml;terverkehr der Bahn solle verkauft werden, &ldquo;sobald es der Kapitalmarkt zul&auml;sst&rdquo;. Gleise und Bahnh&ouml;fe sollten aber in Staatshand bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.google.com\/hostednews\/afp\/article\/ALeqM5jBvHwhp9V16CvZ9IDxx9fsvZ5dOA\">AFP auf google.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Riskante Gesch&auml;fte mit &ouml;ffentlichem Eigentum<\/strong><br>\nViele deutsche Kommunen haben seit den 1990er Jahren Teile ihrer Infrastruktur an US-amerikanische Investoren verleast, um ihre klammen Finanzen aufzubessern. In der gegenw&auml;rtigen Krise wird das von Anfang an problematische Gesch&auml;ftsmodell des Cross Border Leasing indes zur finanziellen Bedrohung f&uuml;r die Kommunen. Eine aktuelle Deutschlandkarte des Leibniz-Instituts f&uuml;r L&auml;nderkunde zeigt, wo und in welchem Umfang solche hoch riskanten Vertr&auml;ge abgeschlossen wurden.<br>\nMehr als 50 deutsche Kommunen und Zweckverb&auml;nde haben seit 1995 &ouml;ffentliches Eigentum in so genannte Cross Border Leasing-Vertr&auml;ge mit US-amerikanischen Investoren eingebracht. W&auml;hrend das hoch spekuklative Gesch&auml;ftsmodell kurzfristige finanzielle Vorteile versprach, wird es heute in einem Atemzug mit faulen Hypothekenkrediten genannt. Wo in Deutschland M&uuml;llverbrennungsanlagen, Einrichtungen der Wasserver- und -entsorgung, Verkehrsinfrastruktur oder Kranken&shy;h&auml;user verleast worden sind, zeigt die jetzt in Nationalatlas aktuell (http:\/\/aktuell.nationalatlas.de) erschienene Karte des Leibniz-Instituts f&uuml;r L&auml;nderkunde (IfL) zum Thema Cross Border Leasing (CBL).<br>\nDanach steht Nordrhein-Westfalen mit insgesamt rund der H&auml;lfte des deutschlandweiten Transaktionsvolumens an der Spitze, gefolgt von Sachsen und Baden-W&uuml;rttemberg. In Bayern und Niedersachsen sind dagegen nur wenige und in Schleswig-Holstein, Brandenburg und dem Saarland gar keine Vertragsabschl&uuml;sse zu verzeichnen. Die St&auml;dte mit den gr&ouml;&szlig;ten Beteiligungen an CBL sind D&uuml;sseldorf, Leipzig, Berlin und Stuttgart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news335932\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Wie teuer ist billig?<\/strong><br>\nDie Textilkette Kik boomt auch in der Krise &ndash; mit konkurrenzlos niedrigen Preisen. Doch die Zeche zahlen junge N&auml;herinnen in Bangladesch, unterbezahlte Besch&auml;ftigte und oft auch die Kunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,651460,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Paul Nolte &ldquo;Weniger Staat mehr Demokratie&rdquo;<\/strong><br>\nDer starke Staat l&auml;sst sich nicht wiederherstellen &ndash; und ist auch kein Ideal mehr. Die B&uuml;rgergesellschaft hat ihn zur Entwaffnung gezwungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F09%2F26%2Fa0206&amp;cHash=e9e104efb5\">taz<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Anmerkung V.B.:<\/strong> Diese Schein-Analysen, gegr&uuml;ndet auf einer Staatsphobie ohne Empirie, die die &ldquo;cui bonum&rdquo;-Frage konkret l&ouml;sen w&uuml;rde, haben eine lange Tradition &ndash; insbesondere in Deutschland mit dem Siegeszug der Ordoliberalen. Wolfgang Lieb hat das k&uuml;rzlich nach der Lekt&uuml;re von dem Buch &ldquo;Mythos Markt&rdquo; von Walter Otto &Ouml;tsch schon <a href=\"?p=4121\">deutlich gemacht<\/a>. Die ausf&uuml;hrlichste Studie hat der marxistische Sozialforscher Berhard Walpen unter dem Titel &ldquo;Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft&rdquo; &ndash; eine hegemonietheoretische Studie zur Mont Pelerin Society, wo die ganze Geschichte von Lippmann &uuml;ber Hayek bis zu den neueren &ldquo;Str&ouml;mungen&rdquo; dargestellt wird.<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Immer mehr Nachwuchswissenschaftler wollen nach Deutschland zur&uuml;ck<\/strong><br>\n&hellip; so hat die Finanzkrise die amerikanischen Hochschulen mit voller Wucht erreicht. Viele reagieren mit einem Stellenbesetzungsstopp, der die Karriereperspektiven in den USA verschlechtert. Auch die sozialen Sicherungssysteme Europas schaffen mehr Vertrauen als die unsicheren Aussichten in Nordamerika, was die Krankenversicherung, Alterssicherung oder Ausbildungskosten f&uuml;r Kinder betrifft. Die klare Selbstverpflichtung der deutschen Politik, durch drei &ldquo;Pakte&rdquo; (Hochschulpakt, Fortsetzung der Exzellenzinitiative, Pakt f&uuml;r Forschung und Innovation) in den n&auml;chsten Jahren f&uuml;r Wissenschaft und Hochschulen 18 Mrd. Euro zus&auml;tzlich zur Verf&uuml;gung zu stellen und dadurch Tausende neuer Stellen zu schaffen, ist ebenfalls ein Pluspunkt.<br>\nEindruck bei den deutschen Nachwuchsakademikern machte es auch, dass sich deutsche Hochschulen viel mehr als noch vor wenigen Jahren in speziellen Beratungszentren um Doppelkarrieren von Wissenschaftlerpaaren k&uuml;mmern. Inzwischen gibt es in Deutschland ein Netzwerk von 30 solcher Beratungsstellen. An vielen amerikanischen Hochschulen lockt dagegen immer noch die M&ouml;glichkeit des &ldquo;tenure track&rdquo;, d.h. einer Aufstiegsperspektive von der zeitlich befristeten Anstellung als Assistant Professor zur Festanstellung als Full Professor an derselben Institution, die in Deutschland nur langsam und in unterschiedlichen Auspr&auml;gungen Fu&szlig; zu fassen beginnt. Auf der Tagung wurde aber berichtet, dass in j&uuml;ngster Zeit in den USA die Zahl solcher Dauerstellen stark zur&uuml;ckgegangen ist und immer gr&ouml;&szlig;ere Teile der Lehre &uuml;ber relativ schlecht bezahlte befristete Stellen abgewickelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news335263\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Vom Niedergang eines Berufsstandes<\/strong><br>\nEs gab einmal einen Journalisten, der schrieb Kommentare und hie&szlig; Rudolf Augstein. Alle 14 Tage vertrat er im Spiegel den immer gleichen Standpunkt zum immer gleichen Thema: Realpolitik sei besser als Kriegspolitik.<br>\nHeute gibt es keinen Journalisten, der Vergleichbares in Sachen Afghanistan sagt. Politiker schon: Lafontaine, Gysi, &uuml;berhaupt die ganze Linken-F&uuml;hrung, Str&ouml;bele und manche Basis-Gr&uuml;ne. Die Journalisten &uuml;bernehmen die Sprachregelungen der regierenden Parteien. Das ist sehr seltsam. Denn diese Sprachregelungen sind ja schon auf den ersten Blick falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kolumnen\/artikel\/1\/vom-niedergang-eines-berufsstandes\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Ausnahmezustand in Honduras<\/strong><br>\nDie Putschregierung in Honduras hat f&uuml;r 45 Tage den Ausnahmezustand verh&auml;ngt. Ab sofort werden die Versammlungs-, Presse- und Bewegungsfreiheit eingeschr&auml;nkt sowie die Sicherheitskr&auml;fte mit gr&ouml;&szlig;eren Befugnissen zur Festnahme von Demonstranten ausgestattet. Ein entsprechendes Dekret wurde am Sonntagabend in den Medien verlesen. Zudem gilt die Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens ab sofort jeden Tag. (&hellip;) Innenminister Oscar Matute warnte die kritischen Medien zun&auml;chst, sie riskierten die Schlie&szlig;ung, falls sie &ldquo;gegen die &ouml;ffentliche Ordnung und den Frieden&rdquo; verstie&szlig;en. Da bis auf einen TV- und einen Radiosender alle Print- und elektronischen Medien den Staatsstreich gegen Zelaya st&uuml;tzen, kommt dieses Dekret der faktischen Zensur von Radio Globo und dem TV-Kanal Cholusat Sur gleich. Am Montag umstellte dann die Polizei das Geb&auml;ude des Radiosenders, der kurz darauf verstummte. Auch Cholusat Sur sendte Montagfr&uuml;h nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1979079_Diktatorische-Massnahmen-Ausnahmezustand-in-Honduras.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die &ldquo;liberale&rdquo; FDP des wahrscheinlich k&uuml;nftigen Au&szlig;enministers Westerwelle hat sich in den vergangenen Wochen als F&uuml;rsprecher der honduranischen Putschistenregierung entuppt. &ldquo;Spreeblick&rdquo; schreibt unter der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.spreeblick.com\/2009\/07\/06\/honduras-und-die-fdp-freunde-der-putschisten\/\">&ldquo;Honduras und die FDP &ndash; Freunde der Putschisten&rdquo;<\/a>:<br>\n&ldquo;Es gibt einige Gr&uuml;nde, den immer wahrscheinlicher werdenden Einzug Westerwelles ins Au&szlig;enministerium mit Skepsis und Widerwillen zu betrachten. Die aktuellen &Auml;u&szlig;erungen seiner Parteifreunde zum Thema Honduras jedenfalls geben Grund zur Sorge. (&hellip;) Die FDP hat sich angesichts der Entwicklungen in Honduras zu einigen &Auml;u&szlig;erungen hinrei&szlig;en lassen; vielleicht, um sowas wie ein aussenpolitisches Profil zu entwickeln. FDP-Au&szlig;enexperte und stellvertretender Fraktionsvorsitzender Werner Hoyer beispielsweise schrieb einen Gastkommentar f&uuml;r die Welt, und man wei&szlig; nicht so recht, ob es Ahnungslosigkeit oder Dreistigkeit ist, die ihn zu folgenden Zeilen inspiriert haben mag.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Man stelle sich einmal das Zeter und Mordio bei uns vor, wenn Hugo Chavez in Venezuela einen Ausnahmezustand ausrufen w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Aufruf zu einer Leserbriefaktion anl&auml;sslich der Volksabstimmung der Iren &uuml;ber den EU-Reformvertrag<\/strong><br>\nDer Vertrag von Lissabon legt auf vielen Feldern wirtschaftsliberale Grunds&auml;tze fest, weicht den Sozialstaatsgedanken auf, leistet u.a. einer weiteren Chancenungleichheit in der Bildung Vorschub und kehrt den defensiven Verteidigungsauftrag um, indem er milit&auml;rische Kampfeins&auml;tze zum integralen Bestandteil der k&uuml;nftiger europ&auml;ischer Au&szlig;enpolitik macht (Art. 42 EUV). Die neoliberale Leitordnung der Europ&auml;ischen Union wie freie M&auml;rkte, freier Kapital-, Waren und Dienstleistungsverkehr (Grundfreiheiten Art. 26 (2) VAEU) werden im Vertrag zementiert. Der EU-B&uuml;rger sucht im Vertrag von Lissabon vergeblich nach einer Bestimmung, die die sozialen Rechte sch&uuml;tzt. Der Vertrag von Lissabon stellt die neoliberalen Grundfreiheiten prinzipiell &uuml;ber Arbeitnehmerrechte, Streikrecht und Tarifautonomie. Die EuGH-Urteile im letzten Jahr zu Arbeitnehmerrechten haben gezeigt, dass die vier Grundfreiheiten  zugunsten von Unternehmerfreiheiten wirken und Arbeitnehmer den Bedingungen des Wettbewerbs schutzlos ausgeliefert sind und dass Dienstleistungsfreiheit &uuml;ber nationalem Arbeitsrecht steht. Nationale Arbeitnehmerrechte werden durch europ&auml;ische Regelungen massiv zur&uuml;ckgedr&auml;ngt.<br>\nDarum stimmen Sie bitte stellvertretend f&uuml;r die EU-B&uuml;rger, die nicht demokratisch w&auml;hlen d&uuml;rfen, gegen den Vertrag von Lissabon und lassen Sie uns gemeinsam, grenz&uuml;bergreifend, f&uuml;r ein wirklich soziales, gerechtes und friedliches Europa einsetzen, das die Grundrechte der EU-B&uuml;rger &uuml;ber wirtschaftliche Interessen stellt und Arbeitnehmer ehrlich und fair absichert und vor Armut und sozialem Absturz sch&uuml;tzt.\n<p><strong>Anlage:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"upload\/pdf\/090929_Leserbrief_Irland_englisch.pdf\">Englische &Uuml;bersetzung [PDF &ndash; 24 KB]<\/a><\/li>\n<li><a href=\"upload\/pdf\/090929_E-Mail_Adressen.pdf\">E-Mail-Adressen [PDF &ndash; 168 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h28\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die Langzeitwirkung der Agenda 2010<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/agenda_2010_langzeitwirkung.gif\" alt=\"Agenda 2010, Langzeitwirkung\" title=\"\"><br>\nQuelle: Tagesspiegel<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4226#h01\">Steinmeier soll SPD-Chef werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h02\">Steinmeier drohte Genossen mit R&uuml;ckzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h03\">Wir sind die Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h04\">SPD f&auml;llt in sich zusammen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h05\">Internes Papier: SPD neu erfinden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h06\">Ex-SPD-Sozialpolitiker Rudolf Dre&szlig;ler: &ldquo;Es muss einen Neuanfang geben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h07\">K&ouml;nigin f&uuml;r eine Nacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4226#h08\">Wahlanalyse: Volksparteien am Tiefpunkt<\/a><\/li>\n<li><a<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4226\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4226","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4226"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4226\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}