{"id":42267,"date":"2018-02-06T07:52:25","date_gmt":"2018-02-06T06:52:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267"},"modified":"2018-02-06T07:52:25","modified_gmt":"2018-02-06T06:52:25","slug":"hinweise-des-tages-3053","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h01\">Das Gesetz des Schw&auml;cheren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h02\">An einem Ort ohne Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h03\">Die AfD und der nationale Sozialismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h04\">&bdquo;Oder die EU will die Krise&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h05\">Reiche besteuern statt beschenken!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h06\">Ein System, das nicht mehr zu rechtfertigen ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h07\">Auch die finnische Rechtsregierung will dem &bdquo;Hartz IV&ldquo;-Modell folgen. Der Unterschied: Gewerkschaften rufen zum Streik dagegen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h08\">Ich war arm, aber nicht asozial<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h09\">Die Verlierer der gro&szlig;en Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h10\">Westdeutschland ist immer noch die Nenngr&ouml;&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h11\">Trumps s&uuml;&szlig;es Gift f&uuml;r deutsche Bosse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h12\">1968 gegen die 68er verteidigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h13\">Deutschland knausert bei globaler Bildungskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42267#h14\">&ldquo;Kunst abseits der Normen&rdquo; muss m&ouml;glich sein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Gesetz des Schw&auml;cheren<\/strong><br>\nDie Milliard&auml;re verprassen ihren Luxus, w&auml;hrend Tausende Kinder sterben. Warum sich alles radikal &auml;ndern muss.<br>\nSo steht es im Jahr 2018 um den Planeten: Nach all den Kriegen, Revolutionen und internationalen Gipfeln der vergangenen 100 Jahre leben wir in einer Welt, in der eine winzige Gruppe unglaublich reicher Personen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig gro&szlig;e Macht auf das &ouml;konomische und politische Leben der globalen Gemeinschaft aus&uuml;bt. Tatsache ist, dass die sechs reichsten Leute der Welt mittlerweile mehr besitzen als die &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung zusammen &ndash; also 3,7 Milliarden Menschen. Das reichste eine Prozent verf&uuml;gt zudem &uuml;ber mehr Geld als die restlichen 99 Prozent.<br>\nW&auml;hrend die Milliard&auml;re ihren Reichtum zur Schau tragen, k&auml;mpft fast einer von sieben Menschen mit knapp &uuml;ber einem Euro am Tag ums &Uuml;berleben. T&auml;glich sterben rund 29.000 Kindern an Durchfall, Malaria oder Lungenentz&uuml;ndung.<br>\nGleichzeitig geben &uuml;berall auf der Welt korrupte Eliten, Oligarchen und anachronistische Monarchien Milliarden f&uuml;r absurde Extravaganzen aus. Der Sultan von Brunei besitzt um die 500 Roll-Royce-Wagen und lebt in einem der gr&ouml;&szlig;ten Pal&auml;ste der Welt mit 1.788 R&auml;umen. Im Nahen Osten leben f&uuml;nf der zehn reichsten Monarchen der Welt. Junge Mitglieder der K&ouml;nigsfamilien vergn&uuml;gen sich als Teil des Jetsets auf der ganzen Welt, w&auml;hrend die Region unter der h&ouml;chsten Jugendarbeitslosigkeitsquote der Welt leidet. W&auml;hrend Hunderte Millionen Menschen unter miserablen Bedingungen leben, werden die Waffenh&auml;ndler dieser Welt immer reicher, weil Regierende Billionen f&uuml;r ihre Produkte ausgeben.<br>\nAmazon-Gr&uuml;nder Jeff Bezos, der derzeit reichste Mensch der Welt, verf&uuml;gt &uuml;ber ein Nettoverm&ouml;gen von 80 Milliarden Euro. Er besitzt mindestens vier gro&szlig;e Villen. Als w&auml;re das noch nicht genug, gibt er etwas mehr als 34 Millionen Euro f&uuml;r den Bau einer Uhr in einem Berg in Texas aus, die 10.000 Jahre lang laufen soll. Unterdessen schuften in den Amazon-Lagerhallen im ganzen Land seine Mitarbeiter stundenlang f&uuml;r einen so niedrigen Lohn, dass sie auf das Gesundheitsf&uuml;rsorgeprogramm Medicaid oder Lebensmittelmarken angewiesen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/das-gesetz-des-schwaecheren\">Bernie Sanders im Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Kann sich jemand vorstellen, dass so ein Statement von der SPD, von Schulz, Nahles oder Gabriel kommen k&ouml;nnte?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>An einem Ort ohne Zeit<\/strong><br>\nWikileaks Sechs Jahre ohne Sonnenlicht: zu Besuch bei Julian Assange, dessen Botschaftsexil wohl trotz eines nahen Gerichtstermins Bestand haben wird.<br>\nDrei in der Behandlung Traumatisierter erfahrene &Auml;rzte haben k&uuml;rzlich 20 Stunden, &uuml;ber drei Tage verteilt, bei Julian Assange verbracht, um seine physische und psychische Gesundheit zu untersuchen. Hernach schrieben sie in einem Offenen Brief im Guardian: Das anhaltende Gefangensein gef&auml;hrde ihn &ldquo;physisch wie mental&rdquo; und verletze ganz klar sein Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung.<br>\nIch kann best&auml;tigen, dass Julian Assange all diese Jahre nicht einmal das Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung gew&auml;hrt wurde. Vor zwei Jahren verweigerten die britischen Beh&ouml;rden ihm &ldquo;Schutz vor Verhaftung&rdquo;, um im Krankenhaus eine MRT seiner verletzten Schulter machen zu lassen. Die Schulter schmerzt heute noch. In Gro&szlig;britannien und Deutschland angefragte &Auml;rzte lehnten trotz anf&auml;nglichen Interesses ab, ihn in der Botschaft zu untersuchen. Sie f&uuml;rchteten um ihre Karriere.<br>\n&ldquo;Alle Dinge f&uuml;r alle Menschen, &uuml;berall&rdquo;, wie es das Harrods-Motto verspricht, gilt nicht f&uuml;r die Gesundheitsversorgung von Julian Assange. Mit Ausnahme der mutigen &Auml;rzte, die gerade ihren alarmierenden Bericht ver&ouml;ffentlicht haben, z&auml;hlt nicht einmal der hippokratische Eid, wenn es um den Wikileaks-Gr&uuml;nder geht.<br>\nWenn der CIA-Chef jemanden als &ldquo;feindliche nicht staatliche Organisation&rdquo; behandelt, nachdem Hillary Clinton, Joseph Biden und andere ihn als &ldquo;Terroristen&rdquo; bezeichnet haben und es sogar Stimmen gibt, die fordern, ihn durch eine Drohne zu t&ouml;ten, dann ist offensichtlich, warum Julian Assange nicht einmal das elementare Recht auf Gesundheitsversorgung gew&auml;hrt wird. &hellip;<br>\nEr hat die ecuadorianische Staatsb&uuml;rgerschaft erhalten, und seine Anw&auml;lte haben vor einem britischen Gericht die Aufhebung des Haftbefehls beantragt, der ihn daran hindert, die Botschaft zu verlassen. Da der sogenannte schwedische Fall keiner mehr ist, weil die Ermittlungen wegen des Vorwurfs einer Sexualstraftat in Schweden eingestellt worden sind, habe der Haftbefehl seinen Zweck verloren, so argumentieren die Anw&auml;lte.<br>\nAber selbst wenn das zust&auml;ndige Gericht am 6. Februar entscheiden sollte, den Haftbefehl aufzuheben, bleibt das eigentliche Problem bestehen: Die britischen Beh&ouml;rden weigern sich, zu beantworten, ob es einen Auslieferungsantrag der USA gibt.<br>\nNach all den Jahren, inklusive des schwedischen &ldquo;Ermittlungsverfahrens&rdquo; &ndash; es war niemals eine Anklage &ndash; und der D&auml;monisierung von Wikileaks, kommen wir auf den wahren Grund daf&uuml;r zur&uuml;ck, dass Julian so lange in der ecuadorianischen Botschaft ausharren musste. Der Grund ist ganz einfach: Das Imperium wird diese kleine Gruppe Gallier niemals tolerieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/an-einem-ort-ohne-zeit\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die AfD und der nationale Sozialismus<\/strong><br>\nDie AfD d&uuml;rfte k&uuml;nftig auf einen Politikmix setzen, der in der deutschen Geschichte schon einmal furchtbar erfolgreich war: Rassismus plus Sozialstaat. Dann droht der Aufstieg der Rechten zur Massenbewegung.<br>\nAn dieser Stelle wurde neulich davor gewarnt, dass die AfD auf dem Weg zur Volkspartei sei. Die Reaktionen waren gemischt: AfD-Anh&auml;nger frohlockten, nun habe auch der linke Journalist die Zeichen der Zeit erkannt. Liberale Leser dagegen waren nicht erfreut. Eine Kollegin war von der Idee einer rassistischen Volkspartei derart schockiert, dass sie empfahl, die Kolumne zeitweise in andere H&auml;nde zu geben. Das war erstaunlich ehrlich: lieber nicht hinsehen.<br>\nAber es war solche Vernachl&auml;ssigung der Wirklichkeit, mit der die liberalen Eliten den Rechten in der Vergangenheit Raum zum Wachstum gelassen haben. Und die AfD steht erst am Anfang ihres Aufstiegs.<br>\nMan muss kein Raketentechniker sein, um die k&uuml;nftige Flugbahn der AfD zu erkennen: Wenn die Rechten &uuml;ber halbwegs kluge F&uuml;hrer verf&uuml;gen, dann orientieren sie sich am franz&ouml;sischen Front National oder der &ouml;sterreichischen FP&Ouml;, werfen ihr neoliberales Wirtschaftserbe &uuml;ber Bord und setzen auf einen Politikmix, der eine R&uuml;ckkehr zum Sozialstaat mit einer aggressiven Ablehnung alles Fremden verbindet. Man k&ouml;nnte das dann auch einen nationalen Sozialismus nennen. Es gab in Deutschland mal eine Partei, die ist damit ganz gro&szlig; rausgekommen. Ihr Chef hie&szlig; Adolf Hitler.<br>\nAfD-Gr&uuml;nder Lucke war ein vom Euro entt&auml;uschter Wirtschaftsliberaler. Aber die Zukunft der AfD liegt bei Leuten wie Bj&ouml;rn H&ouml;cke. Manche nennen ihn Bernd, weil sie es witzig finden, sich &uuml;ber einen Rechten lustig zu machen. Aber der Mann ist nicht lustig.<br>\nUnl&auml;ngst hat er gesagt: &ldquo;Die gesetzliche Rentenversicherung wurde zugunsten von privaten Versicherungen und Banken ausgeh&ouml;hlt. Die brauchten noch mehr Kapital, mit dem sie Managerboni und Dividenden zahlen konnten. Und gleichzeitig haben CDU und SPD mit der Ausweitung der Leiharbeit Niedrigl&ouml;hne auf breiter Front etabliert und das Lohngef&uuml;ge insgesamt weiter zugunsten der Kapitalrendite gedr&uuml;ckt. In dieser Situation tut es den Ostdeutschen besonders weh, wenn dann auch noch sicher geglaubte Siemens-Arbeitspl&auml;tze wegfallen.&rdquo;<br>\nDie liberalen Eliten im Land haben offenbar nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, dass ihnen von dieser Seite je wieder Gefahr drohen k&ouml;nnte. Sie haben &uuml;ber die Verw&uuml;stungen hinweggesehen, die sie im gesellschaftlichen Gef&uuml;ge des Landes angerichtet haben und es sich in all ihrer Fortschrittlichkeit gem&uuml;tlich gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/afd-die-rechtspopulisten-und-dernationalenationale-sozialismus-kolumne-a-1191417.html\">Jakob Augstein auf SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Augsteins klares Urteil ist m.E. nicht gerechtfertigt. H&ouml;cke vertritt in wirtschafts- und sozialpolitischer Sicht in seiner Partei eine Minderheitsposition. Ma&szlig;geblich wird die Parteilinie durch einen ultra-wirtschaftsliberalen Fl&uuml;gel rund um die Frontfrau Alice Weidel bestimmt, die von Goldman Sachs kommt und Mitglied der Hayek-Gesellschaft ist. Es ist sicher richtig, dass die politische Linke f&uuml;r viele AfD-W&auml;hler wirtschafts- und sozialpolitisch nicht mehr glaubw&uuml;rdig ist. Ich glaube aber nicht. dass diese Unzufriedenen die AfD w&auml;hlen, weil sie auf diesem Feld glaubw&uuml;rdiger w&auml;re. Es ist wohl eher eine allgemeine Unzufriedenheit, die von den Linken &ndash; auch aufgrund der Heckensch&uuml;tzen rund um den Parteivorstand &ndash; nicht mehr aufgefangen wird und nun der AfD Protest-Stimmen beschert. W&uuml;rde die politische Linke die AfD nicht st&auml;ndig &bdquo;nur&ldquo; auf ihren fremdenfeindlichen Charakter reduzieren, sondern auch einmal die wirtschaftsliberalen Positionen der AfD angreifen, w&uuml;rden diese Unzufriedenen wohl auch der AfD den R&uuml;cken kehren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Oder die EU will die Krise&ldquo;<\/strong><br>\nDie Sanktionspolitik gegen Russland riskiert die Energiesicherheit, sagt der &Ouml;konom Hans-Jochen Luhmann<br>\nder Freitag: Herr Luhmann, Sie kritisieren die Diskussion um Nord Stream 2 und sagen, es gebe einen &bdquo;Elefanten im Raum&ldquo;, &uuml;ber den nicht gesprochen werde: eine drohende Gasversorgungskrise in Europa Ende n&auml;chsten Jahres.<br>\nHans-Jochen Luhmann: Russland ist gebunden, vertraglich zugesagte Gasmengen auch zu liefern. Daf&uuml;r braucht es Korridore, damit das Gas bis zu den vereinbarten &Uuml;bergabepunkten in Europa gebracht werden kann. Zu diesem Zweck ist die Nutzung des ukrainischen Transportsystems UGTS unausweichlich. Die vertragliche Bindung zur Nutzung des UGTS l&auml;uft aber Ende 2019 aus. Bei dem gegenw&auml;rtigen Verh&auml;ltnis zwischen der Ukraine und Russland kann man sich vorstellen, dass eine Neuaushandlung eines langfristigen Vertrags beliebig schwierig wird. Sollte aber rechtzeitig kein Vertrag zustande kommen, droht die Durchleitung gestoppt zu werden, und Europa hat mal wieder eine Gasversorgungskrise. Hinzu kommt, dass das UGTS, also das Transitpipelinesystem durch die Ukraine, und das russische Netzwerk der Gaszuf&uuml;hrung veraltet und nicht mehr zuverl&auml;ssig sind. Dieses gesamte Pipelinesystem m&uuml;sste auf Vordermann gebracht werden, wenn man es l&auml;nger nutzen will. Das hei&szlig;t, auch dort steht ein gr&ouml;&szlig;eres Investitionsvolumen an, in der Gr&ouml;&szlig;enordnung der strittigen Nord-Stream-2-Leitung. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/pep\/oder-die-eu-will-die-krise\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Interview greift den Hintergrund des Pipelineprojekts Nord Stream 2 auf, das auf den NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42254\">in den letzten Tagen thematisiert wurde<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Reiche besteuern statt beschenken!<\/strong><br>\nStatt Steuergeschenke f&uuml;r Reiche zu planen, die bereits in den vergangenen Jahrzehnten massiv entlastet wurden, sind f&uuml;r einen leistungsf&auml;higen Sozialstaat h&ouml;here Einnahmen erforderlich. Das B&uuml;ndnis fordert, dass sich die Politik in den kommenden Jahren darauf konzentriert, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und mehr soziale Gerechtigkeit durchzusetzen. Die B&uuml;ndnispartner sehen dringenden Investitionsbedarf sowohl in die Infrastruktur als auch in die Bildung &ndash; von Kitas bis zur Erwachsenenbildung, in das Gesundheitswesen und die Pflege sowie f&uuml;r mehr bezahlbare Wohnungen. N&ouml;tig sind dar&uuml;ber hinaus bessere gesetzliche Renten und gr&ouml;&szlig;ere Anstrengungen in der Bek&auml;mpfung von Langzeiterwerbslosigkeit und Armut sowie f&uuml;r die Integration von Fl&uuml;chtlingen und Eingewanderten.<br>\nAngesichts der gro&szlig;en ungedeckten Bedarfe ist es unvertretbar, den Solidarit&auml;tszuschlag wie geplant ersatzlos abzuschmelzen. Die einkommens&auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung hat davon gar nichts. Zwar sollen im ersten Schritt die Hochverdiener noch nicht entlastet werden, doch der Wegfall des Zuschlags k&auml;me letztlich haupts&auml;chlich den reichsten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung zugute. Das B&uuml;ndnis &ldquo;Reichtum umverteilen &ndash; ein gerechtes Land f&uuml;r alle!&rdquo; fordert stattdessen, sehr hohe Einkommen st&auml;rker als bisher zu besteuern, etwa durch eine sp&uuml;rbare Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes der Einkommenssteuer.<br>\nUlrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands, sagt: &ldquo;Ohne den Mut zur Umverteilung bleiben alle Pl&auml;ne f&uuml;r eine anspruchsvolle Sozial- Bildungs- und Pflegepolitik letztlich Makulatur. Steuerliche Mehreinnahmen sind das Gebot der Stunde. Gerecht und vern&uuml;nftig ist eine st&auml;rkere Besteuerung gro&szlig;er Verm&ouml;gen und sehr hoher Einkommen.&rdquo;<br>\nDazu erkl&auml;rt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands: &ldquo;Der &ouml;kologische Umbau der Infrastruktur ist eine Grundvoraussetzung f&uuml;r eine zukunftsf&auml;hige Entwicklung. Die neue Bundesregierung muss die Energiewende, eine &ouml;kologische Verkehrswende und einen &ouml;kologischen Umbau der Industriegesellschaft beschleunigen. Deshalb fordern die NaturFreunde die Einf&uuml;hrung einer Reichensteuer und einer Verm&ouml;gensabgabe zur Finanzierung dieser notwendigen Investitionen. Die Reichen und Spitzenverdienenden m&uuml;ssen endlich ihren angemessenen Beitrag zur Finanzierung des Staates leisten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/reiche-besteuern-statt-beschenken\/\">attac<\/a>\n<p><strong>dazu: <a href=\"https:\/\/www.reichtum-umverteilen.de\/\">&ldquo;Reichtum umverteilen &ndash; ein gerechtes Land f&uuml;r alle!&rdquo;<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ein System, das nicht mehr zu rechtfertigen ist<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank schreibt Milliardenverluste &ndash; trotzdem zahlt sie ihren Managern Boni in Milliardenh&ouml;he aus. Ein Widerspruch, der der Bev&ouml;lkerung nicht mehr zu vermitteln sei, meint der ehemalige B&ouml;rsenmakler Dirk M&uuml;ller. Er sagte im Dlf, nur der Gesetzgeber k&ouml;nne die Spirale der immer h&ouml;her werdenden Boni aufhalten.<br>\nArmbr&uuml;ster: Wir h&ouml;ren jetzt nicht nur von diesem neuen Verlust, eine halbe Milliarde Euro, sondern es ist schon seit einigen Tagen bekannt, die Deutsche Bank wird ihren Managern weiterhin Boni auszahlen &ndash; in hoher H&ouml;he, n&auml;mlich insgesamt eine Milliarde Euro summa summarum. Schwere Verluste, gleichzeitig milliardenschwere Bonizahlungen &ndash; wie passt das zusammen?<br>\nM&uuml;ller: Das kann man eigentlich niemandem mehr vermitteln in der Bev&ouml;lkerung. Aber das ist ja ein Thema, das wir schon seit vielen Jahren mit uns tragen. Und wenn ich dann von der Deutschen Bank h&ouml;re, wir m&uuml;ssen jetzt in diese Leute investieren, um international wettbewerbsf&auml;hig zu bleiben, und im n&auml;chsten Satz hei&szlig;t es dann aber, kommendes Jahr wird es so was nicht mehr geben, sondern nur noch bei entsprechendem Gesch&auml;ftserfolg, dann muss man sich doch fragen, ob man sich da nicht massiv widerspricht. Entweder argumentiere ich heute, ich muss das machen, um die Leute zu halten; dann werde ich n&auml;chstes Jahr genau vor dem gleichen Problem wieder stehen. Und wenn ich sage, n&auml;chstes Jahr mache ich es anders, dann kann ich es dieses Jahr ja auch gleich anders machen. Diese Geschichten, die h&ouml;ren wir jetzt hier schon seit drei Jahren, seit drei Jahren ein Verlustjahr nach dem n&auml;chsten und immer wieder Milliarden Bonuszahlungen. Das ist einfach ein System, was hier entstanden ist, was nicht mehr zu rechtfertigen ist.<br>\nArmbr&uuml;ster: M&uuml;sste da der Gesetzgeber einschreiten?<br>\nM&uuml;ller: Das ist die einzige M&ouml;glichkeit, es zu ver&auml;ndern, denn die Banken werden es nicht tun. Das bei&szlig;t sich in den Schwanz und beschleunigt sich. Wir sehen das wie im Fu&szlig;ball: Die Summen werden immer h&ouml;her. Die Investmentbanker sind nicht mit dem Unternehmen verbunden. Das sind S&ouml;ldner, die reisen von Verein zu Verein, von Bank zu Bank, wer am meisten bezahlt, und da gehen die Summen immer weiter nach oben und da wird es kein Ende geben. Das bringt auch die Banken in Bredouille, wie wir gerade sehen. Die werden das nicht unterbrechen, weil immer eine Bank da ist, die mehr bezahlt, und das w&auml;re dann wirklich nur &uuml;ber die internationale Finanzaufsicht denkbar, dass die hier sagen, das gef&auml;hrdet das Bankwesen insgesamt, wir f&uuml;hren hier eine klare Regelung f&uuml;r die internationalen Banken<br>\nein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/boni-zahlungen-bei-der-deutschen-bank-ein-system-das-nicht.694.de.html?dram:article_id=409836\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Frage ist in was besteht die Leistung, welche die Summe von 1 Milliarde an Boni rechtfertigt. Die Finanzindustrie ist ein Bereich der sich von der gesellschaftlichen Realit&auml;t v&ouml;llig entkoppelt hat und ein Eigenleben auf Kosten der Mehrzahl der B&uuml;rger f&uuml;hrt. Die Politik schaut wie immer tatenlos zu oder streitet sich um Themen, die f&uuml;r das Alltagsleben der Mehrheit keinerlei Relevanz besitzt. Nun drohen weitere vier Jahre GroKo  und lassen das schlimmste bef&uuml;rchten. Eine Regierung die sich um die Belange der B&uuml;rger nicht das geringste schert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Auch die finnische Rechtsregierung will dem &bdquo;Hartz IV&ldquo;-Modell folgen. Der Unterschied: Gewerkschaften rufen zum Streik dagegen auf<\/strong><br>\nAm Freitag, 2. Februar 2018 fand in Helsinki eine zentrale Gewerkschaftsdemonstration gegen die &bdquo;Reform&ldquo; der finnischen Rechtsregierung zur Erwerbslosenversicherung statt: H&ouml;hepunkt eines landesweit massiv befolgten Streiktages von mindestens 10 Einzelgewerkschaften. Der Kern dieser sogenannten Reform ist ebenso deutlich, wie wenig originell: Wer nicht in bestimmter Zeit eine vorgegebene Anzahl von Bewerbungen und anderen entsprechenden Aktivit&auml;ten vorweisen kann, bekommt &ndash; innerhalb eines ganzen Strafkatalogs &ndash; beispielsweise das Arbeitslosengeld um knapp 5% gek&uuml;rzt. Auch ohne zu wissen, was &bdquo;fordern und f&ouml;rdern&ldquo; auf Finnisch hei&szlig;t, ist das Modell unschwer zu erkennen. &Uuml;berall dort, wo die Rechte an der Regierung ist, wird dieses Modell befolgt, wie gerade eben erst auch etwa in &Ouml;sterreich. (Und &uuml;berall wird beteuert, dies sei gar nicht &bdquo;Hartz IV&ldquo; &ndash; ein Hinweis auf die internationale Beliebtheit dieses Modells bei den &ndash; auch potenziell &ndash; Betroffenen). Der Vorsitzende der finnischen Sozialdemokratie steigerte seine Umfragewerte (auch hier: Modell Deutschland), indem er auf der Abschlusskundgebung versprach, im Falle eine Wahlsieges diese Reform vollkommen zur&uuml;ck zu nehmen &ndash; wie der Streik selbst auch ein Ausdruck und Ergebnis der Emp&ouml;rung breiter Teile der Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/finnland\/gewerkschaften-finnland\/auch-die-finnische-rechtsregierung-will-dem-harzt-iv-modell-folgen-der-unterschied-gewerkschaften-rufen-zum-streik-dagegen\/\">LabourNet Gemany<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ich war arm, aber nicht asozial<\/strong><br>\nDie Union und die SPD haben sich in ihren Koalitionsverhandlungen gerade auf ein Bildungspaket geeinigt. Geplant sind zwei Milliarden Euro f&uuml;r den Ausbau von Ganztagsschulen und bessere Betreuungsangebote, eine Milliarde f&uuml;r eine Baf&ouml;g-Reform.<br>\nDer SPD-Politiker Hubertus Heil verkauft es als &ldquo;gro&szlig;en Durchbruch f&uuml;r gerechte Bildungschancen in Deutschland&rdquo;. Die Wahrheit ist: Das ist ein Witz. Aus eigener Erfahrung wei&szlig; ich, wie schwer, ja, fast schon unm&ouml;glich es ist, in Deutschland nur mit der eigenen Leistung aufzusteigen.<br>\nAuch Untersuchungen wie die PISA-Studie r&uuml;gen regelm&auml;&szlig;ig Deutschlands ungerechtes Bildungssystem. Lehrer und Beh&ouml;rden sortieren immer wieder Sch&uuml;ler aus, weil deren Eltern vielleicht schlecht Deutsch sprechen, weil sie in kleinen Mietwohnungen leben ohne B&uuml;cherregal, Zeitungsabo und Theater-Dauerkarte. Viele Sch&uuml;ler schaffen es nicht nach oben, weil ihre Eltern nicht studiert haben &ndash; oder weil sie arbeitslos sind.<br>\nIch bin bei meiner arbeitslosen und alleinerziehenden Mutter aufgewachsen. Zu meinem Vater hatte ich keinen Kontakt. Politiker w&uuml;rden das &ldquo;sozial benachteiligt&rdquo; nennen. Ich nenne es arm und ausgegrenzt.<br>\nGeld war bei uns zu Hause immer knapp. Egal ob Spielzeug, Kleidung oder Schulsachen &ndash; jede noch so kleine Anschaffung mussten wir zusammenkratzen. Einmal brauchten wir im Matheunterricht einen Zirkel, rund 12 Euro hat er gekostet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bento.de\/future\/bildungssystem-wie-es-ist-bei-einer-arbeitslosen-mutter-aufzuwachsen-2066786\/#refsponi\">bento<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Verlierer der gro&szlig;en Koalition<\/strong><br>\nDer Solidarit&auml;tszuschlag wird abgeschafft, versprechen Union und SPD. Das freut jedoch nicht alle. Wer gut verdient, zahlt im schlimmsten Fall noch drauf.<br>\nFast 100 Milliarden Euro: So viel an zus&auml;tzlichen Steuereinnahmen bekommt der deutsche Staat voraussichtlich in den kommenden drei Jahren, weil die Wirtschaft so gut l&auml;uft. Zehn Milliarden davon sollen die Deutschen &uuml;ber Steuersenkungen zur&uuml;ckbekommen. Das ist das traurige Ergebnis der Koalitionsverhandlungen von CDU\/CSU und SPD, die an diesem Sonntag zu Ende gehen.<br>\nZu mehr konnten sich die drei Parteien nicht durchringen. Das ist viel weniger, als vor allem die Union vor der Wahl versprochen hat, indem sie etwa 20 Milliarden Euro Entlastung ins Schaufenster stellte. Schlimmer noch: Manche werden von den Steuersenkungen so gut wie gar nicht profitieren. Und zwar die Gutverdienenden. Also auch Steuerzahler aus der oberen Mittelschicht, egal ob Facharbeiter, Handwerker, Ingenieure oder Informatiker, Anw&auml;lte, Architekten oder Banker. Denn schon ab einem Bruttoeinkommen von etwa 70.000 Euro im Jahr (Ledige, Verheiratete das Doppelte) wird die Entlastung schnell weniger, ab ungef&auml;hr 86.000 Euro droht sie ganz wegzufallen.<br>\nDie beiden Parteien haben in den Verhandlungen einen umstrittenen Weg f&uuml;r ihre Steuersenkung gew&auml;hlt. Den Tarif der Einkommensteuer selbst lassen sie unangetastet. Sie gehen nur an den Solidarit&auml;tszuschlag heran, der mit 5,5 Prozent zus&auml;tzlich aufgeschlagen wird. Ihn wollen sie f&uuml;r 90 Prozent der Soli-Zahler abschaffen, der Rest aber &ndash; die Gutverdiener &ndash; sollen ihn weiter zahlen. Das &auml;hnelt sehr dem Vorschlag der SPD in ihrem Wahlprogramm. Die Union plante, den Zuschlag f&uuml;r alle schrittweise zu reduzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/union-und-spd-schaffen-solidaritaetszuschlag-ab-15431506.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Anscheinend meint die FAZ das Gejammer wirklich ernst: kinderlose Selbst&auml;ndige mit einem Einkommen von &uuml;ber 86.000 Euro im Jahr, die privat krankenversichert sind, Menschen mit (teilweise weit) &uuml;ber 4.000 Euro netto im Monat, sollen von der Gro&szlig;en Koalition keine Steuergeschenke erhalten &ndash; was f&uuml;r ein schlimmes Schicksal, das die vielleicht 3 Prozent der Deutschen trifft, die jahrzehntelang mit Steuergeschenken &uuml;berh&auml;uft worden sind. Stattdessen wird der P&ouml;bel mit ein paar Brotkrumen bedacht, die Minderleister (erkennbar am marginalen Lohn von 2.000 oder 3.000 Euro im Monat), die auch noch Kinder haben, also die &auml;rmere H&auml;lfte der Gesellschaft. Politik, die nicht die Reichsten der Reichen bedient, sondern der Masse ein paar Euro zuwirft, eine minimale Korrektur der ungleichen Verteilung? Das geht ja gar nicht. Man k&ouml;nnte heulen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Westdeutschland ist immer noch die Nenngr&ouml;&szlig;e<\/strong><br>\nDie Autorin und Journalistin Jana Hensel kritisiert, dass von Ostdeutschen immer noch eine Anpassung an den Westen gefordert werde. Man habe in der DDR ganz eigene Erfahrungen gemacht, die mit dem Mauerfall nicht vergessen sein sollten. Das gelte auch f&uuml;r die letzten 30 Jahre, sagte Hensel im Dlf.<br>\nKaess: Dann frage ich noch mal anders. Verstehen Sie die Verkl&auml;rung der DDR, da wo sie noch vorkommt?<br>\nHensel: Gibt es noch eine Verkl&auml;rung der DDR? Ich sehe keine. Ich sehe keine Verkl&auml;rung der DDR. Ich glaube, selbst bei Pegida finden Sie keine Verkl&auml;rung der DDR mehr. Ich glaube, was wir da finden bei Pegida und auch bei dieser AfD ist etwas, was wir in der Nachwende-Geschichte Ostdeutschlands immer wieder finden, wie zum Beispiel an Ph&auml;nomenen wie in den fr&uuml;hen 90er-Jahren Rostock-Lichtenhagen oder auch in Hoyerswerda. Wir finden massive Fremdenfeindlichkeit, wir finden Eruptionen von Fremdenhass, die sich gleichsam gegen das demokratische System wenden.<br>\nDas ist, glaube ich, etwas, wenn wir &uuml;ber die Unterschiede zwischen Ost und West sprechen, dann ist das ein gro&szlig;er Unterschied. Auch in Westdeutschland gibt es Fremdenfeindlichkeit. Auch in Westdeutschland gibt es Rassismus. Aber der richtet sich nicht gegen das System, w&auml;hrend die Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland immer auch ein Mittel war, gegen Angela Merkel, gegen die da oben zu demonstrieren. Sie haben ganz andere mentale Gemengelagen in Ost- und Westdeutschland.<br>\n&ldquo;Wir haben auch den Rassismus in Westdeutschland&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/autorin-jana-hensel-westdeutschland-ist-immer-noch-die.694.de.html?dram:article_id=409988\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trumps s&uuml;&szlig;es Gift f&uuml;r deutsche Bosse<\/strong><br>\nEs gibt Tiere, die reflexartig aufgeregt reagieren, wenn man ihnen, sagen wir, ein St&ouml;ckchen hinh&auml;lt. Ohne nachzudenken. Das ist bei Managern und Wirtschaftsvertretern anders. Die reagieren nicht auf St&ouml;ckchen, sondern wenn irgendwer was mit Steuernsenken sagt. Da wedelt das Pop&ouml;chen. Ohne nachzudenken.<br>\nNur so l&auml;sst sich wahrscheinlich erkl&auml;ren, warum der eine oder andere seit Kurzem so entz&uuml;ckt wirkt, wenn er Donald Trump h&ouml;rt (oder sogar trifft) &ndash; wie Siemens-Chef Joe Kaeser, der den US-Pr&auml;sidenten beim Weltwirtschaftsforum in Davos gerade schwer daf&uuml;r gelobt hat, dass dieser jetzt so toll die Steuern senkt. Mancher sieht sogar schon unseren wirtschaftlichen Untergang nahen, wenn wir so etwas jetzt nicht ganz schnell auch kriegen. Und selbst unsere Kanzlerin stellt schon Nachdenkbedarf in Aussicht.<br>\nJetzt mag das Gl&uuml;cksgef&uuml;hl verst&auml;ndlich sein, wenn man an Herrn Kaeser und seine Kollegen denkt, die dank Trump-Reform bald mehr Geld bekommen, weil die Steuern auf ihre Gewinne sinken, ohne dass sie daf&uuml;r etwas tun m&uuml;ssen.<br>\nWeniger toll wirkt die Sache, wenn man bedenkt, dass Trumps Reform auf kurz oder lang auch zu einem finanziellen und gesellschaftlichen Desaster werden k&ouml;nnte &ndash; und das deutsche Managerlob jenen vermutlich leicht zum Narzissmus neigenden Mann in einem Eifer best&auml;tigt, der uns bald ziemlich viel Frieden und Wohlstand kosten kann. Wenn man mal &uuml;bers Siemens-Tellerchen hinausdenkt.<br>\nJetzt ist es nicht so, dass die gerade beschlossene US-Steuerreform &uuml;berhaupt keine positiven Effekte haben wird. Wer investiert, kann k&uuml;nftig schneller abschreiben, was den einen oder anderen Job schaffen k&ouml;nnte. Gut ist im Grunde auch, dass es f&uuml;r Konzerne schwerer wird, sich mit virtuellen Konstrukten um heimische Steuern zu dr&uuml;cken. Die &Ouml;konomen vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) hoben ihre kurzfristige Prognose f&uuml;r die US-Wirtschaft vergangene Woche auch mit ausdr&uuml;cklichem Verweis auf die Steuerreform an.<br>\nAllerdings spricht viel daf&uuml;r, dass der Effekt konjunkturell de facto &uuml;berschaubar bleibt und nicht zum Boom reichen wird, und die Aktion sogar zum (Achtung!) Boomerang werden k&ouml;nnte. Die sechs Prozent reichsten Amerikaner erhalten bis 2019 fast die H&auml;lfte der gesamten Steuerentlastung. Deshalb &ndash; wir haben doch schon alles, Darling &ndash; geben sie nicht viel mehr Geld aus und schieben also die Wirtschaft auch nicht an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/donald-trump-und-die-us-steuerreform-suesses-gift-fuer-deutsche-bosse-kolumne-a-1190969.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>1968 gegen die 68er verteidigen<\/strong><br>\nIhre Ver&ouml;ffentlichungen zur Geschichte der 68er-Bewegung sind Standardwerke. Prof. Dr. Ingrid Gilcher-Holtey hat &raquo;1968&laquo; erforscht wie kein anderer Wissenschaftler in Deutschland. &raquo;Die 68er sind im Lauf der Zeit immer mehr geworden&laquo;, sagt sie im Scherz, wenn es um die ausgepr&auml;gte Erinnerungskultur der Generation geht. Matthias Meyer zur Heyde und Andreas Schnadwinkel haben mit Ingrid Gilcher-Holtey &uuml;ber Wurzeln, Folgen und Erben der 68er-Bewegung gesprochen.<br>\nWas bleibt zum Thema 1968 noch zu erforschen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.westfalen-blatt.de\/Ueberregional\/Die-68er\/3162080-Prof.-Dr.-Ingrid-Gilcher-Holtey-von-der-Uni-Bielefeld-gilt-als-wichtigste-Forscherin-zu-der-Bewegung-1968-gegen-die-68er-verteidigen\">Westfalen-Blatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschland knausert bei globaler Bildungskrise<\/strong><br>\nDeutschland ist ein wirtschaftliches Schwergewicht in der Welt. Aber wenn es darum geht, die weltweite Bildungskrise zu bek&auml;mpfen, wird vor allem schwer gespart.<br>\nRihanna setzt sich f&uuml;r weltweit bessere Bildung ein, der Papst sowieso, und auch Emmanuel Macron r&uuml;hrte die Werbetrommel: 260 Millionen Kinder weltweit gehen nicht zur Schule, und die Globale Bildungspartnerschaft (GPE) will das &auml;ndern. Gerade ging eine Geberkonferenz in Dakar zu Ende, doch es ist ein m&uuml;hsames Gesch&auml;ft, die Summe zusammenzubekommen, mit denen die GPE in den Jahren bis 2020 finanziert werden soll.<br>\nDas liegt auch an L&auml;ndern wie Deutschland, die entgegen allen Beteuerungen knausern. Die Bundesrepublik sagte zu, in den kommenden vier Jahren 38 Millionen Euro beizusteuern. Pro Jahr werden 9 Millionen Euro flie&szlig;en, k&uuml;ndigte der deutsche Botschafter im Senegal an &ndash; Entwicklungshilfeminister Gerd M&uuml;ller war nicht gekommen.<br>\nEin kleiner Betrag, insgesamt sollen in den kommenden drei Jahren 2,3 Milliarden Euro eingesammelt werden. Auch reagiert die deutsche Regierung kaum auf die bedr&uuml;ckende Entwicklung der globalen Bildungskrise. Sieben Millionen Euro j&auml;hrlich hatte Deutschland l&auml;ngst zugesagt, jetzt wurde lediglich auf neun Millionen erh&ouml;ht.<br>\nZum Vergleich: Kanadas Premierminister hatte bereits auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos angek&uuml;ndigt, dass sein Land bis 2020 rund 117 Millionen Euro zum GPE beitr&auml;gt. Frankreichs Pr&auml;sident Macron sagte nun 200 Millionen Euro zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/schule\/rihanna-und-emmanuel-macron-unterstuetzen-globale-bildungspartnerschaft-a-1191198.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Kunst abseits der Normen&rdquo; muss m&ouml;glich sein<\/strong><br>\nDie Manchester Art Gallery hat das Waterhouse-Gem&auml;lde &ldquo;Hylas und die Nymphen&rdquo; entfernt. Max Hollein, Leiter des Fine Arts Museums in San Francisco, sieht darin &ldquo;keine gelungene Kunstaktion&rdquo;.<br>\n&ldquo;Hylas und die Nymphen&rdquo; wurde in Manchester ganz bewusst abgeh&auml;ngt &ndash; mit dem Ziel, eine Diskussion auszul&ouml;sen: Eine Diskussion &uuml;ber Zensur in der Kunst, die &uuml;brigens &ndash; das vergisst man ja jetzt h&auml;ufig &ndash; schon l&auml;nger schwelt, als der Hashtag #MeToo existiert, und die sehr emotional gef&uuml;hrt wird.<br>\nDas eine Lager fordert &ldquo;Endlich aufr&auml;umen!&rdquo;, das andere bef&uuml;rchtet eine R&uuml;ckkehr zum Puritanismus, und zwar ausgerechnet an den Orten, die doch f&uuml;r Freiheit ud Offenheit stehen, die Orte der Kunst.<br>\nMax Hollein leitet einen solchen Ort der Kunst, er ist der Direktor des Fine Arts Museum of San Francisco und war Direktor der Schirn-Kunsthalle und des St&auml;del-Museums in Frankfurt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/museumsdirektor-max-hollein-kunst-abseits-der-normen-muss.1013.de.html?dram:article_id=409873\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-42267","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42267","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42267"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42267\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42270,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42267\/revisions\/42270"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42267"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42267"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42267"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}