{"id":42293,"date":"2018-02-07T07:53:11","date_gmt":"2018-02-07T06:53:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293"},"modified":"2018-02-07T07:53:11","modified_gmt":"2018-02-07T06:53:11","slug":"hinweise-des-tages-3054","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h01\">&bdquo;Leben in unruhigen Zeiten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h02\">The Kremlin creeps into Germany<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h03\">Podemos von rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h04\">Studie &ndash; Schwarzarbeit wird weniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h05\">#twitternwierueddel: CDU-Politiker l&ouml;st mit Tweet Emp&ouml;rung bei Pflegekr&auml;ften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h06\">Briten ringen um ihre Kliniken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h07\">H&amp;M schmiert ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h08\">Das Boot ist nicht voll, sondern ungleich beladen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h09\">Frontbesuch im Hinterhof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h10\">Giftgas-Berichte aus Syrien unabh&auml;ngig untersuchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h11\">EU-R&uuml;stungsdaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h12\">Bundesregierung ist mitverantwortlich f&uuml;r menschenunw&uuml;rdige Zust&auml;nde in libyschen Fl&uuml;chtlingslagern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h13\">Verraten und verkauft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h14\">Der lange Arm der Parteibasis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h15\">Streit um AFD-Stiftung &ndash; Rechte Strippenzieher hinter Projekt &ldquo;Stresemann&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h16\">Hochschulpolitischer Rollback in NRW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h17\">Programmbeschwerde gegen ARD: Verschweigen des V&ouml;lkerrechtsbruchs durch USA und T&uuml;rkei in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h18\">Unabh&auml;ngig, unerschrocken, unbeugsam&#8232;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Leben in unruhigen Zeiten&ldquo;<\/strong><br>\nAuch angesichts der Kursverluste auf den weltweiten Aktienm&auml;rkten hat Kanzlerin Angela Merkel die Bildung einer stabilen Regierung gefordert. &bdquo;Wir d&uuml;rfen das Zentrale nicht aus dem Auge verlieren, wenn wir uns die unruhigen B&ouml;rsenentwicklungen der letzten Stunden anschauen. Wir leben in unruhigen Zeiten&ldquo;, sagte die CDU-Vorsitzende vor der voraussichtlich letzten Runde der Koalitionsberatungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/merkel-will-stabile-regierung-leben-in-unruhigen-zeiten\/20931948.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Nicht Lohndumping, prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, Altersarmut oder die katastrophalen Zust&auml;nde in der Pflege bereiten der Bundeskanzlerin Sorgen, sondern die Turbulenzen an den Aktienm&auml;rkten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>The Kremlin creeps into Germany<\/strong><br>\nTHE GERMAN party Alternative for Germany, or AfD, is anti-immigration, anti-Europe-bailout and very anti-Angela Merkel, the chancellor who was just reelected to a fourth term. Founded only four years ago in protest of European bailouts for Greece and riding the backlash to refugees flooding Germany, the AfD reaped 12.6 percent of the vote Sunday and won a place for the first time in the Bundestag. The party was buoyed by social-media campaigns of the kind Russia has used elsewhere &mdash; faceless bots that multiply messages over and over. Once again, the Kremlin&rsquo;s quest to disrupt democracy, divide the West and erode the rules-based liberal international order may have found a toehold.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/opinions\/the-kremlin-creeps-into-germany\/2017\/09\/25\/3d06277e-a227-11e7-b14f-f41773cd5a14_story.html?utm_term=.e2e790087095\">Washington Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Michael Verner mit Bezug auf den NachDenkSeiten Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42258\">&bdquo;Der Russe bedroht uns &hellip;&rdquo;<\/a> :<\/strong> In diesem als Washington Post-Kommentar der Redaktion (also nicht von irgendeinem Lobbyisten geschrieben) bezeichneten Geschwurbel wird erkl&auml;rt, wieso die AfD es in den Bundestag geschafft hat und was Putin damit zu tun hat. Atemberaubend, und das in einer ehemaligen Qualit&auml;tspostille und nicht etwa bei Breitbart. Mir wird bei einer solchen Menge Verr&uuml;ckter, die es inzwischen an die ma&szlig;geblichen Schaltstellen geschafft haben, wirklich Angst und Bange (und mit Verr&uuml;ckten meine ich jetzt nicht Trump oder Kim).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Podemos von rechts<\/strong><br>\nDer Katalonien-Konflikt hat eine konservative Wende beg&uuml;nstigt, die von der Partei Ciudadanos angef&uuml;hrt wird<br>\nF&uuml;r die B&uuml;rger ist 2017 ein negatives, beunruhigendes Jahr gewesen. Die Minderheitsregierung Mariano Rajoys &uuml;bte sich im Stillstand &hellip; Sie betrieb keine Politik, es ging ihr nur noch um Machterhalt. Doch auch der Opposition gelang es nicht, eine Alternative aufzubieten. Das Land ist wie gel&auml;hmt. Und das schon seit Jahren.&ldquo; Das Urteil der Journalistin Lucia M&eacute;ndez legt offen, was jenseits des Krisenherdes Katalonien in Spanien geschieht. So gut wie nichts. Die Fanfaren der nationalen Einheit, des Verfassungspatriotismus und der wehrhaften Demokratie verbergen mehr schlecht als recht, dass Premierminister Rajoy und sein konservativer Partido Popular (PP) auf die katalanische Frage eine Antwort schuldig bleiben. Tats&auml;chlich ist Katalonien ein Symptom. Rajoy und seiner Partei fehlt grunds&auml;tzlich ein zukunftsf&auml;higes, Hoffnung stiftendes Projekt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/podemos-von-rechts\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Studie &ndash; Schwarzarbeit wird weniger<\/strong><br>\nIllegale Besch&auml;ftigungen und Schwarzarbeit nehmen in Deutschland laut einer Studie ab. Sie k&ouml;nnten noch geringer werden, wenn der Soli wegfiele, sagen die Forscher.<br>\nAufgrund der guten Wirtschaftslage und der niedrigen Arbeitslosigkeit nehmen Schwarzarbeit und illegale Besch&auml;ftigung in diesem Jahr weiter ab. F&uuml;r 2018 sagen Experten des T&uuml;binger Instituts f&uuml;r Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universit&auml;t Linz einen deutlichen R&uuml;ckgang voraus.<br>\nDie Forscher gehen davon aus, dass sich das Verh&auml;ltnis der Schattenwirtschaft zur offiziellen Wirtschaft auf unter zehn Prozent verringern wird. Im Vorjahr waren es 10,1 Prozent. Den Betrag, der am Finanzamt vorbei erwirtschaftet wird, beziffern sie in ihrer Studie mit 323 Milliarden Euro. Im Vergleich zu anderen Industriel&auml;ndern liegt Deutschland damit unterhalb des Durchschnitts. An der Spitze steht Griechenland mit einem Anteil von 20,8 Prozent.<br>\nDennoch ist es im Vergleich zu beispielsweise den Vereinigten Staaten oder der Schweiz offenbar immer noch attraktiv, in Deutschland schwarz zu arbeiten. IAW-Autor Bernhard Boockmann erkl&auml;rt das mit der hohen Regelungsdichte des Arbeitsmarktes, wo es etwa einen Mindestlohn und einen K&uuml;ndigungsschutz gibt: &ldquo;Je st&auml;rker der Arbeitsmarkt reguliert ist, desto st&auml;rker ist die Versuchung f&uuml;r Arbeitgeber, in die Schattenwirtschaft auszuweichen und dadurch die Regulierung zu umgehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-02\/schwarzarbeit-studie-deutschland-illegale-beschaeftigung-rueckgang\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Schneider kommt einmal im Jahr mit seinen haneb&uuml;chenen Thesen und Schlu&szlig;folgerungen in die Zeitungen. Zum Einen wird &ndash; zum x-ten Mal, und offensichtlich mit voller Absicht &ndash; Schwarzarbeit mit Schattenwirtschaft (Kriminalit&auml;t jeder Art) durcheinander geworfen. Schon eine &uuml;berschl&auml;gige Rechnung zeigt den Unsinn der genannten 323 Milliarden Euro: einen (sehr moderaten) Stundenlohn von 10 Euro und 1.800 Arbeitsstunden pro Jahr vorausgesetzt, m&uuml;&szlig;ten 18 Millionen Menschen Vollzeit schwarzarbeiten &ndash; weit neben der Realit&auml;t. Weit realistischer sind Sch&auml;tzungen von 3 bis 4 Prozent des Bruttosozialprodukts (und das ist immer noch das Vollzeit&auml;quivalent von ein paar Millionen Arbeitnehmern). Zum Anderen hetzt Schneider Jahr f&uuml;r Jahr gegen Sozialabgaben und Lohnsteuern, die aber irgendjemand bezahlen mu&szlig;, wenn es Rentenzahlungen und eine Gesundheitsversorgung geben soll. Nat&uuml;rlich wird schwarz gearbeitet, um Steuern und Sozialabgaben zu vermeiden (z. B. die Mehrwertsteuer f&uuml;r Handwerkerleistungen); da&szlig; ausgerechnet der Mini-Solidarit&auml;tszuschlag eine Rolle spielen k&ouml;nnte (10 Euro im Monat bei 2.000 Euro Bruttolohn), soll nur die l&auml;cherliche Kampagne der Arbeitgeberpropagandisten von INSM, FDP und Union st&uuml;tzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>#twitternwierueddel: CDU-Politiker l&ouml;st mit Tweet Emp&ouml;rung bei Pflegekr&auml;ften<\/strong><br>\nF&uuml;r den Bundestagsabgeordneten Erwin R&uuml;ddel von der CDU ist der Grund f&uuml;r den massiven Pflegenotstand in Deutschland offensichtlich und ganz einfach zu bew&auml;ltigen. Wie er in einem Tweet schreibt, m&uuml;ssten Politiker und Pflegende wieder anfangen, gut &uuml;ber ihren Beruf zu reden. Dann k&auml;me der Nachwuchs von ganz allein und es w&uuml;rden gute Zeiten f&uuml;r gute Pflege anbrechen. So viel zur Theorie des Vorsitzenden vom Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag. Schaut man aber auf die tats&auml;chlichen Arbeitsbedingungen f&uuml;r Pflegekr&auml;fte wird schnell klar, dass R&uuml;ddels vorgeschlagene Imagekampagne das Problem nicht l&ouml;sen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/digital\/-twitternwierueddel-cdu-politiker-loest-mit-tweet-empoerung-bei-pflegekraeften-aus-29624440\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Briten ringen um ihre Kliniken<\/strong><br>\nSeit Jahrzehnten wird die Privatisierung von Krankenh&auml;usern auf der Insel vorangetrieben. Patienten und Gewerkschafter stellen sich dem entgegen<br>\nWer in einem Krankenwagen mit Blaulicht zur Notaufnahme eines Krankenhauses gefahren wird, hat es in der Regel ziemlich eilig. In Gro&szlig;britannien steht man in diesem Fall erst einmal im Stau. Das Land erlebt derzeit die schwerste Winterkrise in der Geschichte des &ouml;ffentlichen Gesundheitswesens &raquo;National Health Service&laquo; (NHS). Ein Ausdruck dieser Krise sind die langen Schlangen von Krankenwagen, die ihre Patienten nicht in den Notaufnahmen abliefern k&ouml;nnen. Der Grund: Viele Krankenh&auml;user sind hoffnungslos &uuml;berbelegt.<br>\nAm vergangenen Samstag gingen Zehntausende auf die Stra&szlig;e, um eine bessere Finanzierung f&uuml;r den NHS zu fordern. 60.000 waren es laut Angaben der Veranstalter in London. Zudem gab es mehr als 50 kleinere Kundgebungen und Demonstrationen in zahlreichen weiteren St&auml;dten.<br>\nDie Veranstaltung in London wurde ma&szlig;geblich von dem B&uuml;ndnis &raquo;Health Campaigns Together&laquo; (HCT) organisiert. HCT vereinigt Hunderte lokaler Kampagnen und Initiativen gegen Krankenhausschlie&szlig;ungen und Einsparungen. Unter den Aktivisten befinden sich neben Patienten und anderen Betroffenen auch Mitglieder lokaler Gewerkschaftsgliederungen.<br>\nIn einer nach der Demonstration ver&ouml;ffentlichten Stellungnahme beschreibt das HCT eindringlich die Lage. &Uuml;ber acht Jahre habe es keine Erh&ouml;hung der Budgets im Gesundheitswesen und der Geh&auml;lter f&uuml;r die Besch&auml;ftigten mehr gegeben. Das habe zu &raquo;Bedingungen wie in Drittweltstaaten&laquo; gef&uuml;hrt. W&auml;hrend der Staat immer weniger Geld ausgebe, w&uuml;rden die Kosten jedes Jahr um vier Prozent ansteigen. Tausende Krankenhausbetten seien eingespart worden, 100.000 Pflegestellen st&uuml;nden offen und w&uuml;rden nicht nachbesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326775.briten-ringen-um-ihre-kliniken.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>H&amp;M schmiert ab<\/strong><br>\nDie Aktie des schwedischen Modekonzerns Hennes &amp; Mauritz brach am 15. Dezember 2017 ein, nachdem die Ums&auml;tze entgegen der Erwartung s&auml;mtlicher Analysten gesunken waren. F&uuml;r das vierte Quartal 2017 musste H&amp;M v&ouml;llig &uuml;berraschend einen Umsatzr&uuml;ckgang von 4 % vermelden.<br>\nDie Gr&uuml;nde, die Firmen-PR und Wirtschaftspresse gaben, blieben nebul&ouml;s. Man raunte etwas von Schwierigkeiten im Online-Handel und dem Warensortiment, das die Kunden angeblich nicht mehr anspr&auml;che. Als sicher galt nur, das Umsatzminus sei auf ein schwaches Gesch&auml;ft in den Filialen zur&uuml;ck zuf&uuml;hren, was bei einer Kette, die 4.300 Filialen in 64 L&auml;ndern betreibt, eher eine Binsenweisheit ist. Die Frage nach m&ouml;glichen Gr&uuml;nden blieb unbeantwortet.<br>\nInsbesondere im Vergleich zum sch&auml;rfsten Konkurrenten ZARA, der zum spanischen Modekonzern Inditex SA geh&ouml;rt, dr&auml;ngt sich die Frage auf, warum die Kunden in messbarer Anzahl ausgerechnet H&amp;M-Filialen fern blieben. Denn w&auml;hrend die Jahresverl&auml;ufe der beiden Aktienkurse &auml;hnliche Tendenzen aufwiesen, konnte sich Inditex im wichtigen Weihnachtsquartal wieder berappeln, w&auml;hrend H&amp;M am Boden blieb wie ein angeschlagener Boxer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/hm-schmiert-ab\/\">Arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Boot ist nicht voll, sondern ungleich beladen<\/strong><br>\nNicht die vielbeschworene &Uuml;berbev&ouml;lkerung ist schuld am Elend des globalen S&uuml;dens, sondern unser ausbeuterischer Ressourcenhunger Umweltzerst&ouml;rung? Ressourcenknappheit? &Uuml;berbev&ouml;lkerung? Norwegische Forscher haben eine Antwort: Wir schrumpfen alle Menschen auf zw&ouml;lf Zentimeter K&ouml;rpergr&ouml;&szlig;e, dann gibt es genug Platz f&uuml;r alle. Science-Fiction? Ja, es handelt sich um den Plot des aktuellen Films Downsizing mit Kristen Wiig und Matt Damon. [&hellip;]<br>\nDerzeit leben auf der Erde rund 7,6 Milliarden Menschen, eine Milliarde hungert. Ein Drittel der Menschheit ist nicht ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt (hidden hunger). Doch angesichts der enormen Produktivit&auml;t in den Industriestaaten k&ouml;nnte man ohne weiteres zw&ouml;lf Milliarden Menschen ern&auml;hren, wie der ehemalige UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, betont. Dennoch sterben t&auml;glich &uuml;ber 57.000 Menschen an Hunger. Und die Ursachen hierf&uuml;r liegen nicht einfach in der angeblichen &Uuml;berbev&ouml;lkerung. Fr&uuml;her haben die europ&auml;ischen Kolonialherren die Menschen des globalen S&uuml;dens ausgeraubt, ermordet, zwangschristianisiert, versklavt und in die Schuldknechtschaft getrieben. Sie haben beliebige Grenzlinien &uuml;ber die Landkarte Afrikas gezogen, die noch immer f&uuml;r Konflikte sorgen. Heute &uuml;berschwemmt die EU den afrikanischen Markt mit Billigfleisch und anderen Agrarprodukten, w&auml;hrend die dortigen M&auml;rkte den Bach runtergehen und die Menschen weiter verarmen. Dabei handelt es sich nicht nur um die h&auml;ufig zitierten, tiefgek&uuml;hlten H&auml;hnchenreste, sondern auch um die gro&szlig;en Milch&uuml;bersch&uuml;sse der EU: Die Milch wird in Europa in ihre Bestandteile zerlegt und wandert als fat filled milk powder nach Afrika. In den afrikanischen Molkereien wird das Fett der zuvor entzogenen Butter durch billiges Palmfett ersetzt und dann mit dem Magermilchpulver vermengt. Gleichzeitig kaufen Nestl&eacute;, Campina, Danone und andere Lebensmittelkonzerne dutzendfach afrikanische Molkereien auf, so dass der Preisdruck weiter steigt: Die zusammengepanschte Milch ist um ein Drittel g&uuml;nstiger als die Frischmilch der afrikanischen Kleinbauern, die zunehmend in Bedr&auml;ngnis geraten: In westafrikanischen L&auml;ndern wie Burkina Faso lebt &uuml;ber ein Drittel der Bev&ouml;lkerung von der Viehhaltung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000073556959\/Das-Boot-ist-nicht-voll-sondern-ungleich-beladen\">der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.G.:<\/strong> Ein wirklich lesenswerter Artikel. Der Autor hat auch schon einige B&uuml;cher zu Thema publiziert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Frontbesuch im Hinterhof<\/strong><br>\nUS-Au&szlig;enminister Rex Tillerson schw&ouml;rt bei S&uuml;damerikareise die Verb&uuml;ndeten auf versch&auml;rfte Aggression gegen Venezuela ein<br>\nDas Imperium schl&auml;gt zur&uuml;ck: US-Au&szlig;enminister Rex Tillerson schw&ouml;rt auf seiner laufenden Rundreise durch S&uuml;damerika die befreundeten Regierungen des Kontinents auf eine Versch&auml;rfung der Aggression gegen Venezuela ein. Bei einer Visite in Argentinien drohte er erstmals &ouml;ffentlich mit einem &Ouml;lembargo gegen das s&uuml;damerikanische Land. Der US-Sender CNN zitierte Donald Trumps Chefdiplomaten mit den Worten, ein Verbot des Verkaufs venezolanischen Erd&ouml;ls in den USA oder ein Embargo gegen Exporte an Caracas liege auf dem Tisch. Nach Gespr&auml;chen mit Regierungsvertretern in Peru erg&auml;nzte er am Montag (Ortszeit), man habe auch &raquo;m&ouml;gliche Aktionen&laquo; gegen die Regierung in Caracas diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326788.frontbesuch-im-hinterhof.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Giftgas-Berichte aus Syrien unabh&auml;ngig untersuchen<\/strong><br>\n&bdquo;Die gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Bundesregierung muss angesichts der Berichte &uuml;ber einen Giftgaseinsatz in Syrien umgehend und deutlich auf eine unabh&auml;ngige Untersuchung durch die Vereinten Nationen dr&auml;ngen. Dem Versuch der US-Regierung, damit eine m&ouml;gliche weitere NATO-Milit&auml;rintervention einzuleiten, muss eine klare Absage erteilt werden&ldquo;, fordert Heike H&auml;nsel, Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. H&auml;nsel weiter:<br>\n&bdquo;Wie bereits bei zur&uuml;ckliegenden F&auml;llen des Vorwurfs von Giftgaseinsatz gibt es keine belastbaren Beweise. Die Aussagen der umstrittenen Gruppierung Wei&szlig;helme, die durch NATO-Staaten finanziert wird, und ausschlie&szlig;lich in den von islamistischen Terrormilizen besetzten Gebieten operieren, k&ouml;nnen nicht als seri&ouml;se Quelle eingestuft werden. Dennoch spricht die US-Regierung schon jetzt vom &sbquo;Einsatz&lsquo; und sogar der &sbquo;Produktion&lsquo; von Chemiewaffen durch die Assad-Regierung und droht vor dem Sicherheitsrat mit Konsequenzen.<br>\nDies zielt auf eine weitere Eskalation im Syrienkrieg ab. Stattdessen sollten die politischen Prozesse in Genf und Astana unterst&uuml;tzt und zusammengef&uuml;hrt werden, um zu einer politischen L&ouml;sung unter Beteiligung aller Konfliktparteien beizutragen. Die gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Bundesregierung muss angesichts von erneuten Presseberichten &uuml;ber Waffenteile aus deutscher Produktion in Syrien endlich den vollst&auml;ndigen Stopp aller R&uuml;stungsexporte, zu allererst in die T&uuml;rkei, wie ihn DIE LINKE fordert, beschlie&szlig;en.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/giftgas-berichte-aus-syrien-unabhaengig-untersuchen\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Syrien: Giftgas zieht mal wieder durch die deutsche Presse<\/strong><br>\nViele Medien &uuml;bernahmen in den letzten Tagen aktuelle Vorw&uuml;rfe der &bdquo;Wei&szlig;helme&ldquo; gegen die syrische Regierung. Das Vertrauen in die umstrittene Hilfsorganisation scheint ungebrochen. Doch es gibt auch Erm&uuml;dungserscheinungen in der medialen Front gegen Assad.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/64727-immer-wieder-giftgas-in-syrien\/\">RT deutsch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Die Aktivit&auml;ten der Weisshelme in Syrien sind sehr publikumswirksam aber genauso fragw&uuml;rdig. Nachweislich werden sie von den USA und von Gro&szlig;britannien finanziert. Sie haben bereits wiederholt die Syrische Regierung bezichtigt, Giftgas eingesetzt zu haben obwohl sie das nie beweisen konnten. Manche bezeichnen die Weisshelme auch als  Propagandatruppe des Westens<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-R&uuml;stungsdaten<\/strong><br>\nWie immer notorisch versp&auml;tet aber immerhin ver&ouml;ffentlichte nun die EU-Verteidigungsagentur ihre &bdquo;Defence Data&ldquo; mit den entsprechenden Zahlen f&uuml;r das Jahr 2016. Auff&auml;llig der Anstieg der EU-R&uuml;stungsausgaben von 193 Mrd. Euro (2005) auf 207 Mrd. (2016).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/02\/06\/eu-ruestungsdaten\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundesregierung ist mitverantwortlich f&uuml;r menschenunw&uuml;rdige Zust&auml;nde in libyschen Fl&uuml;chtlingslagern<\/strong><br>\nDie Bundesregierung darf die Fl&uuml;chtlingskrise nicht weiter mit Hilfe der EU nach Libyen abschieben. Sie nimmt Menschenschmuggel und Folter in den libyschen Auffanglagern billigend in Kauf, um schutzsuchende Menschen von Deutschland fernzuhalten. Das ist unmenschlich und nicht l&auml;nger hinnehmbar&ldquo;, erkl&auml;rt Michel Brandt, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Menschenrechtsausschuss, zu einem UN-Bericht &uuml;ber staatlich unterst&uuml;tzen Menschenschmuggel in Libyen. Brandt weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung unterst&uuml;tzt den Betrieb von Auffanglagern in Libyen, obwohl es dort keine stabilen staatlichen Strukturen gibt und die Zust&auml;nde in den Lagern unkontrollierbar sind. Zudem billigt die Merkel-Regierung die willk&uuml;rliche Ausweitung der 12-Seemeilen-Zone durch libysche Grenzschutzeinheiten. Diese holen Fl&uuml;chtende von hoher See zur&uuml;ck in die Lager auf dem Festland, wo sie Willk&uuml;r und Folter ausgesetzt sind. Diese &sbquo;Push-Backs&lsquo; sind ein Versto&szlig; gegen internationales Recht.<br>\nDIE LINKE fordert legale Fluchtwege und die unverz&uuml;gliche Einsetzung einer zivilen Rettungsmission f&uuml;r das Mittelmeer, um das Leid und das Sterben unter den Schutzsuchenden zu beenden. Daf&uuml;r muss die Bundesregierung ausreichend Mittel bereitstellen. Wir brauchen menschenw&uuml;rdige Hilfe f&uuml;r Fl&uuml;chtende statt Folter-Lagern in Libyen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-ist-mitverantwortlich-fuer-menschenunwuerdige-zustaende-in-libyschen-fluechtlingslag\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verraten und verkauft<\/strong><br>\nMit deutschen Waffen schleift die t&uuml;rkische Armee in der syrischen Kurdenregion Rojava eine f&uuml;r den Nahen Osten einzigartige demokratische Selbstverwaltung.<br>\nVor drei Jahren wurde die Welt Zeuge, wie eine bunt gemischte Schar m&auml;nnlicher wie weiblicher K&auml;mpfer, die meisten nur mit Kalaschnikows bewaffnet, einer gewaltigen Islamisten-Armee, die &uuml;ber Panzer, Artillerie und eine erdr&uuml;ckende logistische &Uuml;berlegenheit verf&uuml;gte, die Stirn bot. Die Verteidiger der nordsyrischen Stadt Kobane bestanden darauf, im Namen eines Experiments revolution&auml;rer, feministischer Demokratie zu handeln. Aus exakt diesem Grund hatten die Islamisten geschworen, sie zu vernichten. Nachdem die Verteidiger Kobanes den Sieg davon getragen hatten, wurde die Schlacht vielerorts als eine gedeutet, die in der heutigen Welt einer klaren Konfrontation zwischen Gut und B&ouml;se am n&auml;chsten kam.<br>\nDerzeit passiert genau das Gleiche. Nur dass die Weltm&auml;chte dieses Mal klar auf Seiten der Aggressoren stehen. Schlimmer noch, sie tun das, weil die Aggressoren es fertig gebracht haben, die Welt davon zu &uuml;berzeugen, dass die Angegriffenen zu fest an &Ouml;kologie, Demokratie und Frauenrechte glauben. Es geht um die Region Afrin, die von den gleichen YPG-Volks- und Frauenverteidigungseinheiten verteidigt wird, die schon Kobane hielten und danach die einzigen Streitkr&auml;fte in Syrien stellten, die willens waren, den Kampf ins Kernland des IS zu tragen. Im Kampf um dessen Hauptstadt Raqqa verloren sie Tausende K&auml;mpferinnen und K&auml;mpfer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/copy_of_verraten-und-verkauft-1\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der lange Arm der Parteibasis<\/strong><br>\nDie Sache ist wohl gekl&auml;rt. F&uuml;nf Eilantr&auml;ge gegen den SPD-Mitgliederentscheid sind bis Dienstag beim Bundesverfassungsgericht eingegangen, zwei davon wurden bereits abgewiesen. Wie beim bisher letzten Mitgliederentscheid vor vier Jahren, als das Gericht einen Antrag als unzul&auml;ssig abwies, weil die parteiinterne Willensbildung nun mal kein &ldquo;Akt &ouml;ffentlicher Gewalt&rdquo; sei, gegen den jeder B&uuml;rger klagen k&ouml;nnte. Also alles kein Problem?<br>\nDer Zweifel, der hinter diesen Klagen steckt, sieht den Mitgliederentscheid auf Kollisionskurs mit dem W&auml;hlervotum. Das Argument geht so: Die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger haben am 24. September Abgeordnete in den Bundestag geschickt, die dort die k&uuml;nftige Regierung bestimmen sollen. Nun aber werden es die Genossen in den SPD-Ortsvereinen sein, an deren Votum die Koalitionswerdung von Union und SPD h&auml;ngt. Dies aber &ndash; so der Vorwurf &ndash; verletze das freie Mandat der Abgeordneten.<br>\nHat also die scheinbar so basisdemokratische Befragung der SPD-Mitglieder in Wahrheit ein antidemokratisches Element? Wer so fragt, der vermischt zwei Ebenen politischer Partizipation. Hier geht es um interne Willensbildung: Eine Partei muss im Inneren demokratisch organisiert sein, aber auf welche Weise sie &uuml;ber eine Regierungsbeteiligung entscheidet, steht ihr frei.<br>\nDie SPD mag gute Gr&uuml;nde haben, im Zustand innerer Zerrissenheit ihre Basis zu streicheln. Oder vielleicht hat sie auch schlechte Gr&uuml;nde, indem sie die Unkalkulierbarkeit ihrer Mitglieder als Drohung &uuml;ber den Koalitionsverhandlungen schweben lie&szlig;, um m&ouml;glichst viel herauszuschinden. Ist aber jedenfalls ihre Sache.<br>\nDas Problem, an dem sich die Kl&auml;ger reiben, hat nichts mit der SPD-Basis zu tun, sondern mit dem gro&szlig;en Einfluss der Parteien auf ihre eigentlich doch freien Abgeordneten. Diese Macht zeigt sich beileibe nicht nur bei Basisbefragungen, sondern in dem gesamten Kontext, den man, je nach Gusto, als Fraktionsdisziplin oder Fraktionszwang umschreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-mitgliederentscheid-der-lange-arm-der-parteibasis-1.3856142\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Streit um AFD-Stiftung &ndash; Rechte Strippenzieher hinter Projekt &ldquo;Stresemann&rdquo;<\/strong><br>\nKommende Woche will die AfD-Spitze &uuml;ber eine parteinahe Stiftung entscheiden. Parteichef Gauland bevorzugt die Stresemann-Stiftung, hinter welcher sich nach Informationen von NDR, WDR und SZ ein rechtes Netzwerk aus Geldgebern verbirgt.<br>\nVon Sebastian Pittelkow, NDR, Katja Riedel und Andrea Becker, WDR<br>\nAlexander Gauland braucht Geld. Nicht f&uuml;r sich selbst, sondern f&uuml;r die AfD. Denn die Partei leidet darunter, dass verm&ouml;gende G&ouml;nner ihr zwar Geld geben, es aber nicht direkt an die Partei spenden wollen &ndash; ihre Namen tauchen sonst im Rechenschaftsbericht auf.<br>\nLange profitierte die AfD vor allem von einem undurchsichtigen Unterst&uuml;tzerkreis. &Uuml;ber den &ldquo;Verein f&uuml;r Rechtsstaatlichkeit&rdquo; wurden zum Beispiel Wahlplakate und Wahlkampfzeitungen finanziert, doch die Millionen des Vereins landeten nicht in der Parteikasse. Die AfD-Spitze konnte selbst nicht entscheiden, wof&uuml;r das Geld verwendet werden sollte. Gauland will das nun mit Hilfe einer AfD-nahen Stiftung &auml;ndern. Die G&ouml;nner m&uuml;ssten weiterhin nicht als offizielle AfD-Spender auftauchen, die Partei h&auml;tte aber mehr Einfluss auf die Verwendung der Gelder.<br>\nWenn die AfD nun eine parteinahe Stiftung benennt, kann sie &ndash; wie alle Fraktionen im Bundestag &ndash; Geld vom Staat bekommen. Es geht um j&auml;hrlich zweistellige Millionenbetr&auml;ge, mit denen die AfD-Stiftung dann Bildungsarbeit betreiben k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/afd-stiftung-107.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hochschulpolitischer Rollback in NRW<\/strong><br>\nNordrhein-Westfalens Regierung krempelt die Hochschulen um. Zivilklausel, staatliche Eingriffsrechte &ndash; weg damit! Anwesenheitspflicht, Ausl&auml;ndermaut &ndash; her damit! Die schwarz-gelben Planspiele f&uuml;r ein neues Hochschulgesetz freuen die Rektoren und erschrecken viele Studierenden. Letztere haben bald nicht mehr viel zu melden. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Abgeschafft&ldquo; werde das &bdquo;Instrument eines verbindlichen Landeshochschulentwicklungsplans&ldquo; ebenso wie die die &bdquo;Befugnis des Ministeriums, Vorgaben f&uuml;r die Hochschulentwicklungsplanung zu erlassen&ldquo;. Das Instrument der Rahmenvorgaben werde &bdquo;ersatzlos gestrichen und damit die Autonomie der Hochschulen in ihrer Haushalts- und Wirtschaftsf&uuml;hrung sowie in Personalfragen wieder unterstrichen&ldquo;. Zu diesen Freiheiten geh&ouml;re auch, &bdquo;dass das neue ministerielle Zur&uuml;ckbehaltungsrecht hinsichtlich eines Teils des staatlichen Zuschusses ebenfalls ersatzlos abgeschafft wird&ldquo;. Und dann hei&szlig;t es noch: &bdquo;Hinsichtlich der Einflussm&ouml;glichkeit des Ministeriums auf das Hochschulmanagement hat das Ministerium die ihm zukommenden Befugnisse weitgehend auf den Hochschulrat oder dessen Vorsitzenden r&uuml;ckholbar per Erlass delegiert.&ldquo;[&hellip;]<br>\nFremd ist der Ressortchefin offenbar auch die Bedeutung der Gruppenhochschule, die in den 1960er Jahre erk&auml;mpft wurde. CDU und FDP wollen die Gruppenparit&auml;t im akademischen Senat n&auml;mlich kippen. Bisher muss dieser zwingend zu gleichen Teilen durch Vertreter von Professoren, Mitarbeitern und Studenten zusammengesetzt sein. K&uuml;nftig soll dies &bdquo;nicht mehr das gesetzliche Regelmodell sein, sondern als Option erhalten bleiben&ldquo;. Sieht eine Hochschule davon ab, solle zudem die Verpflichtung gestrichen werden, &bdquo;die Interessen der Mitglieder der nichtprofessoralen Gruppen bei den Aufgaben und Kompetenzen des Senats angemessen sicherstellen zu m&uuml;ssen&ldquo;. Das bedeutet: Einfache Hochschulbesch&auml;ftigte, Angeh&ouml;rige des akademischen Mittelbaus und nicht zuletzt Studierende haben dann nichts mehr zu melden. [&hellip;]<br>\nAber noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Die Gesetzesnovelle soll bis zum Sommer 2019 durch den Landtag gehen und zum Wintersemester 2019\/20 in Kraft treten. Noch bleibt Zeit zum Protest.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-2071-nrw-hochschulgesetz2019.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Programmbeschwerde gegen ARD: Verschweigen des V&ouml;lkerrechtsbruchs durch USA und T&uuml;rkei in Syrien<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Tagesschau-Redakteur Volker Br&auml;utigam und Friedhelm Klinkhammer, Ex-Vorsitzender des ver.di-Betriebsverbandes NDR, haben Programmbeschwerde gegen die Tagesschau eingereicht. Der Vorwurf: &ldquo;Tendenzi&ouml;se Berichterstattung zur t&uuml;rkischen Invasion in Syrien.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Sehr geehrte Rundfunkr&auml;te,<br>\nin der Berichterstattung der ARD-aktuell &uuml;ber die Invasion t&uuml;rkischer Truppen in Nordsyrien (&bdquo;Operation &Ouml;lzweig&ldquo;) fielen entscheidende Informationen unter den Tisch. Zwar wurde vermittelt, die USA, die UN, die NATO, die EU und die Bundesregierung h&auml;tten allesamt &ldquo;gro&szlig;e Sorge&ldquo; &uuml;ber das t&uuml;rkische Vorgehen ge&auml;u&szlig;ert. Auf den zugrunde liegenden V&ouml;lkerrechtsbruch und die erb&auml;rmliche Heuchelei dieser Erkl&auml;rungen machte ARD-aktuell jedoch nicht aufmerksam.<br>\n(&hellip;) Dass ARD-aktuell nicht von sich aus in Erf&uuml;llung selbstverst&auml;ndlichster Journalistenpflicht darauf hinweist, dass die &bdquo;Operation Olivenzweig&ldquo; einen Bruch des V&ouml;lkerrechts darstellt, demonstriert den Konformismus der Redaktion mit der Bundesregierung: Auch Berlin vermied sorgf&auml;ltig jegliche offensive Stellungnahme gegen die T&uuml;rkei. Die erledigt schlie&szlig;lich das Drecksgesch&auml;ft f&uuml;r Berlin, Deutschland vor einem Fl&uuml;chtlingsstrom zu bewahren, den Kanzlerin Merkel ein zweites Mal nicht politisch &uuml;berstehen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/64405-programmbeschwerde-gegen-ard-volkerrechtsbruch-usa\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Unabh&auml;ngig, unerschrocken, unbeugsam<\/strong><br>\nZum Tod von Robert Parry, der mit dem &bdquo;Iran-Contra&ldquo;-Skandal die dunkle Allianz von Krieg und Drogengesch&auml;ft aufdeckte<br>\nMit Robert Parry ist Ende Januar einer der besten und letzten unabh&auml;ngigen Journalisten der Vereinigten Staaten gestorben. In den 80er Jahren, als Ronald Reagan und sein Vize George Bush Todesschwadronen und Terrormilizen in lateinamerikanischen L&auml;ndern unterst&uuml;tzten, war er einer der wenigen Reporter, der diese Art von Au&szlig;enpolitik als das beschrieb was sie war: m&ouml;rderisch und kriminell. F&uuml;r die Nachrichtenagentur AP und das Magazin &bdquo;Newsweek&ldquo; berichtete er von der Front dieser illegalen Kriege &ndash; nicht als &bdquo;emebededes&ldquo; Propaganda-Organ, sondern als echter Journalist. Ein Gl&uuml;cksfall, denn sonst w&auml;re 1986 der Absturz eines amerikanischen Transportflugzeugs &uuml;ber dem nicaraguanischen Dschungel samt seiner Kokain-Landung wohl eher im Sande verlaufen. So aber brachten Robert Parrys Reportagen ins Rollen, was als &bdquo;Iran-Contra-Skandal&ldquo; bekannt geworden und mittlerweile in die Geschichtsb&uuml;cher eingegangen ist: als dokumentiertes Beispiel  f&uuml;r Terrorismus, Waffen,- und Drogenhandel im Namen des Staats.<br>\nKurz gefasst wurden in diesem Fall direkt aus dem Wei&szlig;en Haus, dirigiert von Bushs Adjutant Oliver North, illegal Waffen an den Iran verkauft und der &bdquo;Contra&ldquo;-Miliz der Import von Kokain in die USA gestattet, um mit den Profiten aus diesen Gesch&auml;ften einen Krieg gegen die linksgerichtete nicaraguanische Regierung zu finanzieren. Robert Parrys Berichte sorgten daf&uuml;r, dass der US-Kongress einen Untersuchungsausschuss startete, der zwar am Ende nur ein paar Bauernopfer kostete, aber dennoch einige Enth&uuml;llungen zeitigte, die sehr hilfreich sind. Wenn man verstehen will, wie der &bdquo;Krieg gegen Drogen&ldquo; und der &bdquo;Krieg gegen Terror&ldquo; eigentlich funktionieren und warum sie nicht f&uuml;r weniger, sondern f&uuml;r mehr Drogen  und mehr Terror sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-6-2-2018-unabhaengig-unerschrocken-unbeugsam%e2%80%a8\/\">Mathias Br&ouml;ckers auf KenFM<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-42293","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42293"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42294,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42293\/revisions\/42294"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}