{"id":42334,"date":"2018-02-09T08:22:21","date_gmt":"2018-02-09T07:22:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334"},"modified":"2018-02-09T08:22:21","modified_gmt":"2018-02-09T07:22:21","slug":"hinweise-des-tages-3056","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h01\">&ldquo;Sammeln ist nicht spalten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h02\">GroKo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h03\">Und noch eine Schul-GmbH<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h04\">Raus aus der Minijob-Falle! Sieben Ansatzpunkte f&uuml;r Reformen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h05\">Was hinter Milliarden Stunden Mehrarbeit steckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h06\">Finanzmarktrisiken 2018: Neuer Deregulierungswettlauf, deutsche Immobilienkredite und L&uuml;cken bei der Derivatesicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h07\">Sebastian M&uuml;ller: &raquo;Das Ende der sogenannten Deutschland AG&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h08\">Mehr als ein Viertel der Deutschen hat keine Ersparnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h09\">Schnelles Internet: Wie Alexander Dobrindt beim Breitbandausbau scheiterte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h10\">Bundesregierung erw&auml;gt keinen Stopp von Waffenexporten an T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h11\">US-Bomben auf Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h12\">Leben im S&uuml;d-Jemen: Br&uuml;chiger Frieden und t&auml;gliche Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42334#h13\">Sexarbeit: Frauen und Kommunen kritisieren Gesetz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Sammeln ist nicht spalten&rdquo;<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Koalition als Chance f&uuml;r die Linke? Fragen an Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende im Bundestag.<br>\nDIE ZEIT: Frau Wagenknecht, warum wollen Sie eine linke Sammlungsbewegung gr&uuml;nden?<br>\nSahra Wagenknecht: In der Bev&ouml;lkerung gibt es in vielen Fragen keinen rechten Zeitgeist, sondern einen linken. Eine Mehrheit will h&ouml;here L&ouml;hne, eine Verm&ouml;genssteuer f&uuml;r Reiche, ein Rentensystem, das den Anspruch, im Alter den Lebensstandard halten zu k&ouml;nnen, einl&ouml;st, und die meisten sind gegen Waffenlieferungen in Spannungsgebiete und gegen Kriegseins&auml;tze. Aber diese Mehrheit hat keine politische Repr&auml;sentanz. Die einzige Partei, die das vertritt, ist aktuell die Linke, aber wir k&ouml;nnen allein keine Regierung bilden. Das wissen die Leute auch.<br>\nZEIT: Was kann eine Sammlungsbewegung, das Rot-Rot-Gr&uuml;n nicht k&ouml;nnte?<br>\nWagenknecht: Rot-Rot-Gr&uuml;n ist auf absehbare Zeit tot. Die Gr&uuml;nen haben sich entschieden, eine b&uuml;rgerliche Partei zu werden, die ihren Platz eher an der Seite der Union sieht. Auch f&uuml;r die SPD ist die &Uuml;berwindung von Niedrigl&ouml;hnen, Altersarmut oder Leiharbeit kein Thema mehr. Dass Frau Nahles in dem d&uuml;rftigen Sondierungsergebnis 80 Prozent des SPD-Wahlprogramms verwirklicht sah, sagt viel dar&uuml;ber aus, wo die SPD heute steht. Mit diesem Kurs hat sie seit 1998 zehn Millionen W&auml;hler verloren. Die Linke hat heute zwei Millionen W&auml;hler mehr als die damalige PDS. Wo sind die &uuml;brigen acht Millionen geblieben? Viele w&auml;hlen gar nicht mehr, manche aus Wut AfD. Aber man kann davon ausgehen, dass sie sich nach wie vor eine sozialere Politik w&uuml;nschen, einen Staat, der sie vor dem entfesselten Konzernkapitalismus und globaler Dumpingkonkurrenz sch&uuml;tzt. Es muss f&uuml;r sie wieder ein Angebot von links geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2018\/07\/sahra-wagenknecht-linkspartei-grosse-koalition-chance\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Popul&auml;rer gegen Rechts!<\/strong><br>\nDie Hinweise verdichten sich, dass Politiken, Ideologieproduzenten und NATO-nahe Dienste an einer Ann&auml;herung des rechten Spahn-Fl&uuml;gels der CDU mit FDP und AfD arbeiten. Wie sonst lie&szlig;e sich erkl&auml;ren, dass Merkel so wenig Man&ouml;vriermasse an die Hand gelassen wurde, Schulz und Nahles wenigstens etwas mehr ihrem Bundesparteitag Zeigenswertes zu &uuml;bergeben? Und wie erkl&auml;rt sich die ein- und erstmalig hei&szlig;e Liebe bei WELT, ntv und ZDF-heute f&uuml;r einen Juso-Bundesvorsitzenden im Vorfeld des SPD-Mitgliederentscheids. Wann hat es das mal gegeben, dass der Springerkonzern SPD-Mitgliedsformulare abbildet und f&uuml;r den SPD-Eintritt wirbt? Oder liegt da nicht eher ein Rechtsputsch in der Luft &uuml;ber dem b&uuml;rgerlichen Lager, der Schulz durch Scholz, Seehofer ganz durch S&ouml;der und Merkel durch Spahn ersetzen k&ouml;nnte. Um doch noch neben der FDP die AfD ins Spielfeld zu r&uuml;cken &ndash; z&uuml;giger jedenfalls, als in &Ouml;sterreich!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diether-dehm.de\/index.php\/positionen\/fragen-zur-linken-hegemoniearbeit\/1211-populaerer-gegen-rechts\">Diether Dehm<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>GroKo<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Stillstand der Bildungsausgaben feiert &ldquo;GroKo&rdquo; als Fortschritt<\/strong><br>\nGuten Tag f&uuml;r Sie, schlechte Jahre f&uuml;r die Bildung,<br>\nunter der &Uuml;berschrift &ldquo;Offensive f&uuml;r Bildung, Forschung und Digitalisierung&rdquo; schreiben die Verhandler &ldquo;Wir investieren auf Rekordniveau in bessere Bildung&rdquo;. Im Finanzplan kommt dann die Wirklichkeit zu Tage: 6 Milliarden &euro; mehr f&uuml;r Bildung, Forschung, Hochschulen und Digitalisierung. Allerdings in 4 Jahren. Macht pro Jahr nur 1,5 Milliarden &euro;!!! Und selbst wenn das alles in die Bildung ginge, w&uuml;rden die &ouml;ffentlichen Bildungsausgaben damit j&auml;hrlich um weniger als 1,2 % steigen. Aber nur ohne Ber&uuml;cksichtigung der Preissteigerungsrate!!! Die betrug im Dezember 2017 +1,7% !!!<br>\nZusammengefasst: Die vereinbarten (nominalen) Erh&ouml;hungen f&uuml;r Bildungsausgaben k&ouml;nnen zu einem realen R&uuml;ckgang f&uuml;hren!!! Das ist trotz Karneval wahrlich kein Grund zum feiern!!!<br>\nF&uuml;r 2014 hat die OECD Deutschland Bildungsausgaben in H&ouml;he von 4,3% des Bruttoinlandsproduktes bescheinigt. Im OECD-Schnitt lagen die Bildungsausgaben bei 5,2%. Damit fehlen am OECD-Schnitt 30 Milliarden &ndash; pro Jahr!!! Wenn diese Politiker noch Mal &uuml;ber zu wenig Kinder jammern, sollten wir sie direkt auffordern, die existierenden Kinder stark zu machen. Die gestalten n&auml;mlich unsere Zukunft. Aber daran besteht trotz voller Kassen offensichtlich kein echtes Interesse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.luegen-mit-zahlen.de\/\">Gerd Bosbach, K&ouml;ln, 8. Februar 2018 vor 11:11 Uhr<\/a><\/li>\n<li><strong>Die &raquo;Grundrente&laquo; im Koalitionsvertrag: Ein Interpretationsversuch<\/strong><br>\nIm Dezember 2016 bezogen insgesamt 525.595 Personen Leistungen der Grundsicherung im Alter. Das waren 3,1 Prozent der Wohnbev&ouml;lkerung ab Regelaltersgrenze (65 Jahre und f&uuml;nf Monate). Gut drei Viertel unter ihnen bezogen eine Altersrente &ndash; dies waren 404.836 Personen oder 2,6 Prozent der inl&auml;ndischen Altersrenten ab Regelaltersgrenze. Vor diesem Hintergrund hei&szlig;t es im Koalitionsvertrag: &raquo;Die Lebensleistung von Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet, Kinder erzogen und Angeh&ouml;rige gepflegt haben, soll honoriert und ihnen ein regelm&auml;&szlig;iges Alterseinkommen zehn Prozent oberhalb des Grundsicherungsbedarfs zugesichert werden. Die Grundrente gilt f&uuml;r bestehende und zuk&uuml;nftige Grundsicherungsbezieher, die 35 Jahre an Beitragszeiten oder Zeiten der Kindererziehung bzw. Pflegezeiten aufweisen. Voraussetzung f&uuml;r den Bezug der &raquo;Grundrente&laquo; ist eine Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung entsprechend der Grundsicherung.&laquo; [1] Die Abwicklung der &raquo;Grundrente&laquo; soll &uuml;ber die Rentenversicherungstr&auml;ger erfolgen. &ndash; Welche Optionen lassen sich aus dem Wortlaut der Vereinbarung f&uuml;r die inhaltliche Umsetzung des Vorhabens ableiten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/rente\/grundrente\">Portal Sozialpolitik<\/a>\n<p><strong>dazu: Altersarmut: Sie kochen Kohlrabibl&auml;tter aus und heizen nur ein Zimmer<\/strong><br>\nAltersarmut trifft oft Frauen: Sie verdienen weniger und arbeiten oft in Teilzeit. Unsere Autorin erforscht prek&auml;ren Ruhestand. Sie sagt: Die Pl&auml;ne der Groko helfen kaum.<br>\n&ldquo;Du findest einfach nichts anderes! Keine Chance, die Arbeitgeber wollen J&uuml;ngere&rdquo;, so eine Endsechzigerin, die abends in einem Call Center Telefonaquise betreiben muss. Sie hat 40 Jahre bei einer Versicherung gearbeitet, muss aber wieder jobben, weil ihre Rente von 1.000 Euro nicht zum Leben ausreicht. Eine 80-j&auml;hrige ehemalige Hausmeisterin sagt: &ldquo;Ich habe nur kaputte Winterschuhe.&rdquo; Die Reparaturkosten k&ouml;nne sie sich nicht leisten. Und eine fr&uuml;here B&uuml;rokraft, Anfang siebzig, geriet nach ihrer Scheidung in die Schuldenfalle: &ldquo;Alles weg, alles weg, jetzt muss ich knausern und sparen.&rdquo; Mit Freundinnen treffen? &ldquo;Das ist Luxus, das geht nicht.&rdquo; Sie ist bitter geworden: &ldquo;Das Leben ist eigentlich gelaufen. Ich sehe kein Highlight mehr f&uuml;r mich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2018-01\/altersarmut-frauen-ruhestand-jobbing\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Arbeiten m&uuml;ssen mit 68, 72, 80? Auch kein ernsthaftes Thema f&uuml;r Merkel und Schulz und f&uuml;r ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben. Da wird dann als wei&szlig;e Salbe eine marginale Rentenerh&ouml;hung f&uuml;r ein paar gl&uuml;ckliche Sonderf&auml;lle verteilt und ansonsten allen Ernstes &uuml;ber Steuersenkungen f&uuml;r Menschen, die sie nicht brauchen, gesprochen. Nicht &uuml;ber die lange &uuml;berf&auml;llige R&uuml;cknahme der Steuersenkungen f&uuml;r Konzerne oder &uuml;ber die Wiedereinf&uuml;hrung einer Erbschaftsteuer f&uuml;r Unternehmenserben &ndash; das ist auch alles kein Thema.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>NRW-SPD vor Koalitionsvotum: Macht und Zweifel im gr&ouml;&szlig;ten Landesverband<\/strong><br>\nNoch einmal Schwarz-Rot? Nach den Koalitionsverhandlungen l&auml;sst die SPD ihre Mitglieder entscheiden. Etwa jeder vierte Sozialdemokrat stimmt in NRW ab. Und viele NRW-Genossen sehen eine Neuauflage dieser Regierung kritisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nrw-spd-vor-koalitionsvotum-macht-und-zweifel-im-groessten.862.de.html?dram:article_id=410323\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie CSU und SPD der Kanzlerin Ministerien abkn&ouml;pften<\/strong>\n<ul>\n<li>In der letzten Nacht der Koalitionsverhandlungen wurde nicht mehr &uuml;ber Inhalte, sondern praktisch nur noch &uuml;ber Posten verhandelt.<\/li>\n<li>Die SPD verlangte das Ausw&auml;rtige Amt f&uuml;r Martin Schulz, das Finanzressort f&uuml;r Olaf Scholz und das Arbeitsministerium als sozialdemokratischen Kernbereich. Blo&szlig;: Eines von den dreien wollte die CSU.<\/li>\n<li>Die Unterh&auml;ndler sollen einander lange angeschwiegen und zwischendurch dramatische Konsequenzen angedroht haben, bevor es am Morgen zu einer Einigung kam.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es war eine Nacht, wie es sie bei Koalitionsverhandlungen vermutlich noch nie gegeben hat. Wenn Parteien eine Regierung vereinbaren wollen, kann sich das schon mal hinziehen. Auch die letzte Runde der Sondierungsgespr&auml;che zwischen Union und SPD dauerte bis in die Morgenstunden. Aber dabei ging es um eine Vielzahl inhaltlicher Konflikte. Doch diesmal wurde praktisch nur &uuml;ber Posten verhandelt.<br>\nAm Dienstag gegen 20 Uhr habe man &uuml;ber die Ressortverteilung zu sprechen begonnen, sagt einer, der dabei war. Ein Ergebnis gab es erst, als am Mittwoch die Sonne schon lange aufgegangen war. Dazwischen lag ein Poker um die Ministerposten, wie es ihn in dieser H&auml;rte in Berlin wohl noch nie gegeben hat. Zeitweise habe man sich nur noch angeschwiegen, sagt Horst Seehofer. Und zwischendurch sei die Luft auch mal &ldquo;bleihaltig&rdquo; gewesen. Was ist passiert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/grosse-koalition-wie-csu-und-spd-der-kanzlerin-ministerien-abknoepften-1.3859387%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: So rechnet Sigmar Gabriel mit der SPD-F&uuml;hrung ab<\/strong><br>\nDer scheidende Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel bedauert, &bdquo;wie respektlos bei uns in der SPD der Umgang miteinander geworden ist&ldquo;.<br>\nDer gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel hat seine von der SPD-Spitze geplante Abl&ouml;sung im Fall einer neuen gro&szlig;en Koalition bedauert und der F&uuml;hrung seiner Partei einen respektlosen Umgangsstil vorgeworfen. Gabriel sagte unserer Redaktion: &bdquo;Ich habe das Amt des Au&szlig;enministers gern und in den Augen der Bev&ouml;lkerung offenbar auch ganz gut und erfolgreich gemacht. Und da ist es ja klar, dass ich bedauere, dass diese &ouml;ffentliche Wertsch&auml;tzung meiner Arbeit der neuen SPD-F&uuml;hrung herzlich egal war.&ldquo;<br>\nGabriel betonte, er kritisiere die Entscheidung nicht, denn das Recht auf Neubesetzung von Ministerposten habe jede neue SPD-F&uuml;hrung. Politiker seien &bdquo;Gew&auml;hlte und keine Erw&auml;hlten&ldquo;. Doch f&uuml;gte er hinzu: &bdquo;Was bleibt, ist eigentlich nur das Bedauern dar&uuml;ber, wie respektlos bei uns in der SPD der Umgang miteinander geworden ist und wie wenig ein gegebenes Wort noch z&auml;hlt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/politik\/so-rechnet-sigmar-gabriel-mit-der-spd-fuehrung-ab-id213368355.html\">WAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Da teilt Gabriel schon mal kr&auml;ftig aus, wenn ihm seine &ldquo;politische Spielwiese&rdquo; &ndash; das Au&szlig;enministerium &ndash; vom pers&ouml;nlichen Freund Martin &ldquo;streitig&rdquo; gemacht wird. Dabei wurde der doch von Gabriel politisch d&uuml;piert, als er ihm die Kanzlerkandidatur und den Parteivorsitz aufschwatzte. Jetzt ist das mediale Gezeter des Gabriel gro&szlig;. Dieses Seeheimer- und Netzwerkergeflecht in der SPD ist halt politisch eitel und postengierig, da widerf&auml;hrt dem vormals Respektlosen eben Respektlosigkeit!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Und noch eine Schul-GmbH<\/strong><br>\nDer Berliner Senat setzt auf das gescheiterte Finanzierungsmuster &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften (&Ouml;PP) und will hunderte Schulen in eine GmbH stecken<br>\nTausende marode Schulgeb&auml;ude gammeln im &ldquo;Bildungsland Deutschland&rdquo; seit Jahren vor sich hin. Vor allem in den &auml;rmeren Stadtteilen sieht es aus wie in einem Entwicklungsland: kaputte Toiletten, undichtes Dach, abgeplatzte Flurw&auml;nde, unbenutzbare Turnhalle. Und, oh wie &uuml;berraschend: Jetzt werden mehr Babys geboren und Migranten haben auch Kinder. Es m&uuml;ssen also auch neue Schulen gebaut werden.<br>\nDa schienen einige Politiker endlich etwas begriffen zu haben. 2016 schrieben SPD, Linke und Gr&uuml;ne in Berlin in ihren Koalitionsvertrag: Wir starten die Berliner Schulbau-Offensive. In den n&auml;chsten zehn Jahren, bis 2026, sollen 5,5 Milliarden Euro in Sanierung, Erweiterung und Neubau von Schulen gesteckt werden. Sch&uuml;ler, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen freuten sich. Endlich tut sich was!<br>\nDoch der Berliner Senat will tricksen, intransparent und teuer. Die Berliner Wohnungsbaugesellschaft HOGOWE GmbH soll eine Tochter-GmbH gr&uuml;nden. Die soll in Erbpacht die 798 Berliner Schulen &uuml;bernehmen, zumindest die Schulen, die saniert und neu gebaut werden. Diese Schul-GmbH soll auf dem Kapitalmarkt Kredite aufnehmen. Sie bietet ja mit den Geb&auml;uden, Grundst&uuml;cken und Schulh&ouml;fen Sicherheiten im Wert vieler Milliarden Euro.<br>\nDie Schul-GmbH soll private Investoren einschalten. Und zwar nach dem Modell &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften (&Ouml;PP). Dabei vergibt der Investor als Generalunternehmer alle Aufgaben an Subunternehmer: f&uuml;r Bau und Sanierung, aber auch den Betrieb, also die Hausmeister, die Reinigungskr&auml;fte, Gr&uuml;npflege, Sicherheit, Energiemanagement, Reparaturen &ndash; und das f&uuml;r 20 bis 30 Jahre. Die Berliner Schulbezirke, denen die Schulen geh&ouml;ren, m&uuml;ssen dann an die Schul-GmbH Miete zahlen. Damit befolgt der Senat vorauseilend die von der Bundesregierung durchgedr&uuml;ckte Politik der sogenannten Schuldenbremse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2018\/ausgabe-01\/gewerkschaft\/brennpunkt\/seite-3\/A0\">Werner R&uuml;gemer auf ver.di publik<\/a>\n<p><strong>dazu: Schulprivatisierung Stoppen<\/strong><br>\nGemeingut in B&uuml;rgerInnenhand (GiB) weitet nach dem Start der Volksinitiative &bdquo;Unsere Schulen&ldquo; seine Aufkl&auml;rungsarbeit zum Berliner Schulbau aus. Heute wurde ein neuer 5-Minuten-Videoclip offiziell vorgestellt. Das Video richtet sich an Sch&uuml;lerInnen, Eltern, LehrerInnen und die interessierte &Ouml;ffentlichkeit. Es erkl&auml;rt knapp und gut verst&auml;ndlich, was das Kernproblem der Pl&auml;ne des Berliner Senats ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iDecJ3JP_Pg\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Raus aus der Minijob-Falle! Sieben Ansatzpunkte f&uuml;r Reformen<\/strong><br>\nMinijobs sind ein zweischneidiges Schwert &ndash; auch f&uuml;r die Unternehmen. Denn f&uuml;r viele Minijobber lohnt es sich bislang nicht, l&auml;nger zu arbeiten. Dies l&auml;uft nicht zuletzt dem Ziel der Fachkr&auml;ftesicherung diametral entgegen. Gleichwohl ist weder eine Beibehaltung des Status quo noch eine vollst&auml;ndige Abschaffung aller Minijob-Verg&uuml;nstigungen sinnvoll. Eine durchdachte und in vern&uuml;nftigen Schritten vollzogene Reform, die Besch&auml;ftigte, Betriebe und &ouml;ffentliche Hand im Vergleich zur bisherigen Situation insgesamt besserstellt, ist m&ouml;glich.<br>\nMinijobs geh&ouml;ren zu den Besch&auml;ftigungsformen, die seit eineinhalb Dekaden immer wieder zu heftigen Kontroversen f&uuml;hren. Ausl&ouml;ser war die Reform der geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung im &bdquo;Ersten Gesetz f&uuml;r moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&ldquo; (&bdquo;Hartz I&ldquo;) im Jahr 2003. Darin wurden die sogenannten Minijobs etabliert und mit den Midijobs eine Gleitzone im &Uuml;bergangsbereich zur voll sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung eingef&uuml;hrt.<br>\nSeitdem ist es &ndash; wie schon in der Zeit vor 1999 &ndash; f&uuml;r Steuern und Abgaben wieder unerheblich, ob ein Minijob haupt- oder nebenberuflich ausge&uuml;bt wird. Minijobs sind in allen Varianten f&uuml;r Besch&auml;ftigte steuerfrei, Arbeitgeber zahlen Pauschalen f&uuml;r Versicherungen und Steuern. Zudem wurde mit dem &bdquo;Hartz-Gesetz&ldquo; die Entgeltgrenze von vormals 325 Euro auf 400 Euro angehoben. Die Beschr&auml;nkung der w&ouml;chentlichen Arbeitszeit auf 15 Stunden entfiel ersatzlos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iab-forum.de\/raus-aus-der-minijob-falle-sieben-ansatzpunkte-fuer-reformen\/\">IAB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Was hinter Milliarden Stunden Mehrarbeit steckt<\/strong><br>\n1,7 Milliarden &Uuml;berstunden haben die Deutschen 2016 geleistet. Das klingt nach viel, war aber schon mal mehr. Was bedeutet die Statistik?<br>\n1,7 Milliarden &Uuml;berstunden sollen die Deutschen im Jahr 2016 geleistet haben, fast eine Milliarde davon unbezahlt. Die Zahlen stammen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linkspartei-Bundestagsabgeordneten Jutta Krelle. Die Politikerin fordert deshalb, in Zukunft &ldquo;nicht nur Reichtum, sondern auch Arbeit gerechter (zu) verteilen&rdquo;. Doch bevor man Schl&uuml;sse aus den Zahlen zieht, sollte man sie sich genauer anschauen. Denn es kursieren verschiedene Statistiken dar&uuml;ber, wie viele &Uuml;berstunden die Deutschen pro Jahr tats&auml;chlich leisten.<br>\nUnd es gibt unterschiedliche Ansichten dar&uuml;ber, wie man die Daten einzuordnen habe. Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeber (BDA) etwa verweist in ihrer Brosch&uuml;re Fakten statt Zerrbilder: Die Realit&auml;t auf dem deutschen Arbeitsmarkt darauf, dass die &Uuml;berstunden seit dem Jahr 2007 zur&uuml;ckgegangen seien. Alles also nicht so schlimm?<br>\nVielen ist gar nicht klar, woher die Daten stammen. Wessen Mehrarbeit ist in der Statistik &uuml;berhaupt enthalten? Auch die von Menschen, die ihre Arbeitszeit nicht minutengenau abrechnen, sondern ein Modell der Vertrauensarbeitszeit nutzen? Was ist mit Anw&auml;lten in Top-Kanzleien, Unternehmensberatern und Managern, also den Gutverdienern mit 50-, 60- oder gar 70-Stunden-Wochen?<br>\nEine &Uuml;berstunde sei &ldquo;allgemein definiert als Arbeitszeit &uuml;ber die betriebs&uuml;bliche oder vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus&rdquo;, sagt Enzo Weber, Arbeitsmarktforscher beim Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). &ldquo;Wenn man stempelt, ist das am klarsten&rdquo;, sagt Weber. Aber auch F&uuml;hrungskr&auml;fte h&auml;tten eine fest vereinbarte Arbeitszeit. Oft regle ihr Arbeitsvertrag, dass &Uuml;berstunden mit dem Gehalt abgegolten seien. &ldquo;Aber das zeigt ja schon: Es sind trotzdem &Uuml;berstunden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-01\/ueberstunden-zahlen-aussage-statistiken-statistisches-bundsamt\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Neun Millionen &Uuml;berstunden in der Altenpflege<\/strong><br>\n&bdquo;Mehr als neun Millionen &Uuml;berstunden in der Altenpflege in einem Jahr bei gleichzeitig sinkender Anzahl von Vollzeitbesch&auml;ftigungen sind das traurige Resultat der Gro&szlig;en Koalition der letzten Jahre&ldquo;, sagt Pia Zimmermann, Sprecherin f&uuml;r Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich einer Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion zu Arbeitsbedingungen in der Altenpflege. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Im Jahr 2015 hatten in der station&auml;ren Pflege nur knapp 29 Prozent der Pflegekr&auml;fte eine Vollbesch&auml;ftigung. Viele Einrichtungen der Altenpflege vergeben auch heute nur Teilzeitstellen. Pflegekr&auml;fte in Teilzeitbesch&auml;ftigung k&ouml;nnen profitabler ausgebeutet werden, weil sie h&auml;ufig auch in ihrer Freizeit zum Dienst verpflichtet werden. Dass dies im gro&szlig;en Stil passiert, belegt die ungeheure Anzahl von &Uuml;berstunden, die f&uuml;r das Jahr 2016 angegeben wurden.<br>\nIm Dezember 2017 meldete die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit 24.000 unbesetzte Stellen in der Altenpflege. Weitere 8000 Stellen werden nichts am Pflegenotstand &auml;ndern. Ein paar kleine Korrekturen an den bestehenden Gesetzen auch nicht. Die Zahlen der Bundesregierung machen klar, dass sich in der Pflege grunds&auml;tzlich etwas ver&auml;ndern muss. Ob die neue Bundesregierung in Gestalt einer Wiederauflage der Gro&szlig;en Koalition dazu willens ist, ist allerdings die Frage.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/neun-millionen-ueberstunden-in-der-altenpflege\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Finanzmarktrisiken 2018: Neuer Deregulierungswettlauf, deutsche Immobilienkredite und L&uuml;cken bei der Derivatesicherung<\/strong><br>\nDie akuten Risiken an den deutschen und internationalen Finanzm&auml;rkten waren in den vergangenen 12 Monaten etwas gesunken. Allerdings k&ouml;nnten sie in n&auml;chster Zeit wieder deutlich steigen und die aktuellen B&ouml;rsenturbulenzen Vorboten gr&ouml;&szlig;erer Probleme sein. Denn zehn Jahre nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise scheint das Bewusstsein zu schwinden, dass schwach regulierte Finanzm&auml;rkte eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r die globale Wirtschaft bedeuten: Sinnvolle Regeln werden nur halbherzig umgesetzt oder drohen sogar aufgeweicht zu werden, wie in den USA. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Finanzmarktstabilit&auml;tsreport des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. [&hellip;]<br>\nDie IMK-Finanzmarktfachleute Dr. Thomas Theobald und Dr. Silke Tober sehen den &bdquo;kurzsichtigen Deregulierungskurs&ldquo; von US-Pr&auml;sident Donald Trump mit Sorge, aber auch Europa halten sie noch nicht f&uuml;r stabil: Obwohl das Volumen notleidender Kredite insbesondere bei italienischen Banken sinkt, seien die Systemrisiken noch betr&auml;chtlich, zumal es weiterhin keine europ&auml;ische Einlagensicherung gibt. Deutsche Banken k&ouml;nnten bei steigenden Zinsen unter Druck geraten, weil sie viele Immobilienkredite vergeben haben, die niedrige Zinsen &uuml;ber sehr lange Zeitr&auml;ume festschreiben (mehr Informationen jeweils weiter unten). Anleger auf Renditesuche geben ihr Geld verst&auml;rkt an Investmentfonds, die nicht selten in Unternehmensanleihen mit nicht unerheblichem Ausfallrisiko bei steigenden Zinsen investieren. Beim Derivatehandel weisen nach Analyse der Experten unbedingt notwendige Sicherheitsstrukturen L&uuml;cken auf. Hinzu kommen neue Herausforderungen durch Kryptow&auml;hrungen wie Bitcoin, auf die die Eurostaaten mit Vorbereitungen f&uuml;r einen digitalen Euro reagieren sollten, so die Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/112132_112712.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sebastian M&uuml;ller: &raquo;Das Ende der sogenannten Deutschland AG&laquo;<\/strong><br>\nEin Interview mit Sebastian M&uuml;ller &uuml;ber den wirtschaftspolitischen Wandel in der Bundesrepublik und das Zeitalter des Neoliberalismus. M&uuml;ller ist Redakteur bei Makroskop und Autor des Buches &raquo;Der Anbruch des Neoliberalismus&laquo;.<br>\nHerr M&uuml;ller, Sie haben ein Buch mit dem Titel &raquo;Der Anbruch des Neoliberalismus&laquo; geschrieben. Bevor wir auf Einzelheiten eingehen, welche Vor&uuml;berlegungen haben Sie zu dieser Untersuchung gef&uuml;hrt? Was war Ihre leitende Fragestellung?<br>\nSebastian M&uuml;ller: Die &Uuml;berlegungen, besser gesagt ein neuer Denkprozess, begannen f&uuml;r mich im Zuge der Agenda 2010-Reformen. Sie haben damals f&uuml;r mich pers&ouml;nlich als jungen politischen Menschen eine intellektuelle Z&auml;sur bedeutet. Aus diesem Denkprozess entwickelte sich zwangsl&auml;ufig die Frage, die auch mein Buch behandelt: Wieso und wann entstand in solch geballter medialer und politischer Macht eine nahezu konkurrenzlose Erz&auml;hlung, die nicht nur den Wohlfahrtstaat in Frage stellt, sondern auch eine sozialdemokratische Partei in einer linken Regierung dazu bringt, diesen zu demontieren?<br>\nSie stellen in Ihrem Buch fest, dass es in Westdeutschland in den 1970er Jahren einen entscheidenden wirtschaftspolitischen Wandel gab. Was genau wurde umgestellt? Und was war die konkrete Ursache f&uuml;r diesen Wandel? Was ist daran neoliberal?<br>\nSebastian M&uuml;ller: Was wir heute gemeinhin als Neoliberalismus bezeichnen, entwickelte sich seit den 1930er Jahren im Zuge einer Neuformierung des Liberalismus. Unter der Regie von Friedrich August von Hayek organisierte sich ein Netzwerk liberaler &Ouml;konomen, die mit diesem neuen Liberalismus im Zuge intellektueller Debatten und Kontroversen eine Gegenwelt zu totalitaristischen Gesellschaftsentw&uuml;rfen entwickeln wollten. War diese Gegenwelt anfangs noch sehr heterogen und zum Teil sozialliberal, radikalisierte sie sich unter der &Auml;gide von Hayek, Ludwig von Mises und Milton Friedman fortw&auml;hrend zu einem marktradikalen Purismus. &raquo;Totalit&auml;r&laquo; war f&uuml;r diese Puristen alles, was irgendwie mit Interventionismus, Planung, gesellschaftlicher Steuerung und Wohlfahrtstaat zu tun hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2161\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mehr als ein Viertel der Deutschen hat keine Ersparnisse<\/strong><br>\nDie Sparquote der Deutschen mag im Schnitt hoch sein, aber eine neue Studie zeigt ein alarmierendes Ergebnis: 27 Prozent haben keine Ersparnisse.<br>\nEigentlich gelten die Deutschen als fabul&ouml;se Sparer: Ihre Sparquote pendelt seit Jahren um die zehn Prozent. Das hei&szlig;t, dass sie jeden zehnten verdienten Euro auf die hohe Kante legen. Ein stolzes Ergebnis, auch im internationalen Vergleich. Eine hohe Sparquote sorgt f&uuml;r finanzielle Sicherheit, sowohl f&uuml;r den Einzelnen, als auch f&uuml;r die gesamte Wirtschaft: Zur&uuml;ckgelegtes Geld st&uuml;tzt in Krisenzeiten. Eine aktuelle Studie zeichnet nun aber ein anderes Bild der &bdquo;Nation der Sparer&ldquo;. Sie zeigt: Die Sicherheit ist nicht gleichm&auml;&szlig;ig verteilt. Trotz des hohen Durchschnittswertes hat n&auml;mlich mehr als ein Viertel der Deutschen gar keine Ersparnisse.<br>\nObwohl die Konjunktur seit Jahren brummt, die L&ouml;hne steigen und die Arbeitslosenquote immer weiter sinkt, verf&uuml;gen insgesamt 27 Prozent der Deutschen nach eigenen Angaben &uuml;ber keinerlei R&uuml;cklagen. Das zeigt eine repr&auml;sentative Umfrage der ING-Diba, die Ende 2017 in 13 europ&auml;ischen L&auml;ndern sowie Australien und den USA durchgef&uuml;hrt wurde.<br>\n&bdquo;Das weitverbreitete Bild der Sparnation Deutschland kann diese Studie wahrlich nicht best&auml;tigen&ldquo;, sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-Diba. &bdquo;Es sollte zu denken geben, dass Deutschland trotz starkem Wirtschaftsaufschwung einen der h&ouml;chsten Anteile von Verbrauchern ohne jegliche R&uuml;cklagen aufweist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge\/altersvorsorge-sparen\/von-wegen-sparweltmeister-mehr-als-ein-viertel-der-deutschen-hat-keine-ersparnisse\/20941272.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> M&ouml;glicherweise, weil die Einkommen &ndash; und damit die Sparm&ouml;glichkeiten &ndash; extrem ungleich verteilt sind?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schnelles Internet: Wie Alexander Dobrindt beim Breitbandausbau scheiterte<\/strong><br>\nDie n&auml;chste Gro&szlig;e Koalition hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt: Gigabit-Netze f&uuml;r alle bis 2025. Klingt gut. Aber was wurde eigentlich aus den Internet-Versprechen der &bdquo;alten&ldquo; GroKo? Die Bilanz des zust&auml;ndigen Ministers Alexander Dobrindt f&auml;llt ern&uuml;chternd aus. [&hellip;]<br>\nDer Breitbandausbau dauert l&auml;nger als gedacht. Gerade f&uuml;r kleine Kommunen mit sehr wenigen Mitarbeitern im Bauamt ist das mehrstufige Antragsverfahren kompliziert. Selbst mit F&ouml;rderbescheid tun sie sich oft schwer, den Ausbau schnell umzusetzen. Es fehlen Baufirmen, die Zeit haben. Jahrelang passierte zu wenig, jetzt wollen alle gleichzeitig aufr&uuml;sten. Das berichten auch bayerische B&uuml;rgermeister. Deshalb ist trotz &uuml;ppiger F&ouml;rderzusagen noch kaum Geld aus dem Bundesministerium ausbezahlt worden: Im vergangenen Jahr nur rund 15 von 690 Millionen Euro, die im Haushalt vorgesehen waren. In den Vorjahren war es sogar noch schlimmer. Das erfuhr der Gr&uuml;ne Sven-Christian Kindler auf Nachfrage. F&uuml;r ihn ist die Investitionspolitik der &ldquo;alten&rdquo; GroKo gescheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wie-alexander-dobrindt-beim-breitbandausbau-scheiterte-100.html\">BR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundesregierung erw&auml;gt keinen Stopp von Waffenexporten an T&uuml;rkei<\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Anfrage: Generelle Einstellung von R&uuml;stungslieferungen an Ankara nicht geplant<br>\nTrotz der T&uuml;rkei-Offensive in Syrien mit deutschen Panzern will die Bundesregierung die R&uuml;stungsexporte an den NATO-Partner T&uuml;rkei vorerst nicht stoppen. Das geht aus einer Antwort des Ausw&auml;rtigen Amtes auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen vor, &uuml;ber die die &raquo;Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung&laquo; (Donnerstag) berichtet. Darin schreibt Europa-Staatsminister Michael Roth (SPD), die Bundesregierung werde die weitere Entwicklung in der T&uuml;rkei und in der Region &raquo;genau verfolgen und wie bisher im Rahmen ihrer Genehmigungspraxis ber&uuml;cksichtigen&laquo;. Die Regierung entscheide &uuml;ber die Genehmigung f&uuml;r solche Exporte im Einzelfall und nach sorgf&auml;ltiger Pr&uuml;fung und beziehe dabei &raquo;au&szlig;en-und sicherheitspolitische Erw&auml;gungen&laquo; mit ein. Allerdings sei man sich einig, mit kritischen Vorhaben &raquo;bis zur Neubildung einer Regierung zu warten&laquo;.<br>\nDer Einmarsch t&uuml;rkischer Streitkr&auml;fte in die nordsyrische Region Afrin hatte j&uuml;ngst f&uuml;r Kritik an der deutschen Regierung gesorgt, weil die T&uuml;rkei bei ihrer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG wohl auch deutsche Kampfpanzer einsetzt. Die Gr&uuml;nen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger kritisierte, dass in Syrien das Leid der Menschen mit deutschen Waffen verschlimmert werde und sagte: &raquo;Die Bundesregierung schl&auml;gt sich feige in die B&uuml;sche und traut sich nicht einmal, die v&ouml;lkerrechtswidrige Offensive der T&uuml;rkei in Nordsyrien zu kritisieren.&laquo; Brugger forderte einen Stopp aller R&uuml;stungsexporte in die T&uuml;rkei. Die Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordnete verlangte zudem: &raquo;Wenn die Bundesregierung nicht ihr letztes F&uuml;nkchen Glaubw&uuml;rdigkeit verlieren will, m&uuml;ssen auch bereits erteilte Genehmigungen zur&uuml;ckgenommen werden.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1078842.krieg-gegen-afrin-bundesregierung-erwaegt-keinen-stopp-von-waffenexporten-an-tuerkei.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>US-Bomben auf Syrien<\/strong><br>\nSchwerster Angriff der USA auf syrische Truppen seit fast einem Jahr. Zum Hintergrund bleiben die Offiziellen vage<br>\nDie USA und Israel verst&auml;rken ihre milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten gegen Syrien. Kampfflugzeuge beider L&auml;nder griffen am Mittwoch Streitkr&auml;fte der syrischen Regierung oder mit diesen verb&uuml;ndete Truppen an. W&auml;hrend die israelische Regierung wie &uuml;blich jeden Kommentar verweigerte, gab die offiziell f&uuml;r die Terrorismusbek&auml;mpfung im Nahen Osten zust&auml;ndige US-Kommandostelle &raquo;Combined Joint Task Force &ndash; Operation Inherent Resolve&laquo; (CJTF-OIR) eine magere Presseerkl&auml;rung ab.<br>\nNicht n&auml;her bezeichnete &raquo;syrische Pro-Regime-Kr&auml;fte&laquo; h&auml;tten am Mittwoch einen &raquo;nicht provozierten Angriff&laquo; gegen das Hauptquartier der mit den USA verb&uuml;ndeten und von ihnen unterst&uuml;tzten &raquo;Syrischen Demokratischen Kr&auml;fte&laquo; (SDK) in Nordostsyrien unternommen. In dem acht Kilometer &ouml;stlich des Flusses Eu&shy;phrat gelegenen Gebiet h&auml;tten sich auch &raquo;Angeh&ouml;rige der Koalition&laquo;, vermutlich US-Soldaten, aufgehalten. Die &raquo;Koalition&laquo; habe &raquo;in einem Akt der Selbstverteidigung&laquo; nicht n&auml;her bezeichnete &raquo;Schl&auml;ge gegen die angreifenden Kr&auml;fte&laquo; durchgef&uuml;hrt, &raquo;um die Aggression abzuwehren&laquo;.<br>\nUS-amerikanische Milit&auml;rsprecher, die auf Anonymit&auml;t bestanden, teilten den Medien dar&uuml;ber hinaus mit, dass es sich um Luftschl&auml;ge gegen bis zu 500 &raquo;Angreifer&laquo; gehandelt habe. Ungef&auml;hr 100 von ihnen seien get&ouml;tet worden. US-Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen, ein Mitglied der SDK sei verletzt worden. Wer die &raquo;Angreifer&laquo; waren, wollten auch diese Milit&auml;rsprecher nicht genau sagen. Nach ihren Aussagen habe man schon in der vorigen Woche einen &raquo;langsamen Aufbau&laquo; von &raquo;Pro-Regierungs-Kr&auml;ften&laquo; in der Gegend bemerkt und die russische Seite warnend darauf hingewiesen. In der gesamten Zeit vor, w&auml;hrend und nach den Luftangriffen am Mittwoch habe Kontakt zu den in Syrien stationierten russischen Kr&auml;ften bestanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326927.us-bomben-auf-syrien.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Leben im S&uuml;d-Jemen: Br&uuml;chiger Frieden und t&auml;gliche Not<\/strong><br>\nSeit der Eskalation des Jemen-Konflikts 2014 sind die Fronten verfestigt. Im immer noch umk&auml;mpften Norden haben die Huthi-Rebellen das Sagen, im S&uuml;den die Exilregierung von Pr&auml;sident Hadi. Dort herrscht eine Art Scheinfrieden, doch alte Konflikte kommen jetzt wieder zum Vorschein. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die Leute haben kein Geld mehr. Der Staat zahlt seine Geh&auml;lter, wenn &uuml;berhaupt versp&auml;tet. Und die Preise steigen. In den letzten drei Jahren haben sich die Preise verdoppelt. Die Kiste Guavas hier kostete mal 6.000 Rial, heute 10.000. Und dann die Inflation.&rdquo; Umgerechnet 20 Euro f&uuml;r ein Kiste Fr&uuml;chte. In einem Land, in dem der Normalb&uuml;rger vielleicht zwei, drei Euro am Tag verdient. Wenn der Staat &uuml;berhaupt zahlt. &Uuml;berall die selben Klagen. Die galoppierende Inflation! L&ouml;hne, die nicht gezahlt werden! Eine Regierung, die vor drei Jahren aus der Hauptstadt Sanaa hierher geflohen ist und hier in Aden nichts tut. So die Vorw&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/leben-im-sued-jemen-bruechiger-frieden-und-taegliche-not.1773.de.html?dram:article_id=410243\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sexarbeit: Frauen und Kommunen kritisieren Gesetz<\/strong><br>\nProstituierte m&uuml;ssen sich seit Anfang des Jahres bei den Kommunen anmelden &ndash; und zwar pers&ouml;nlich. Das regelt das neue Prostituiertenschutzgesetz des Bundes, das seit Juli 2017 in Kraft ist. Nach Ende einer sechsmonatigen &Uuml;bergangsfrist ist die Anmeldung nun verpflichtend. Dabei ist es egal, ob sie im Love-Mobil an einer Bundesstra&szlig;e oder im Bordell arbeiten. Alle m&uuml;ssen sich registrieren lassen und einen Ausweis bei sich f&uuml;hren. Nach den ersten Wochen zeigt sich: Es melden sich immer mehr Sexarbeiterinnen, aber zufrieden mit dem Gesetz sind weder die Frauen, noch die Kommunen. (&hellip;)<br>\nDie &Auml;mter erhoffen sich durch die neue Regelung Hinweise, ob Frauen m&ouml;glicherweise zum Anschaffen gezwungen werden oder ob sie Opfer von Menschenhandel geworden sind. Die Gespr&auml;che seien aber oft schwierig, sagt Hannovers Ordnungsdezernent Axel von der Ohe. Die Frauen seien zur&uuml;ckhaltend. &ldquo;F&uuml;r viele der Frauen ist es der erste Kontakt mit einer Beh&ouml;rde. An der Stelle ist es nicht so leicht, eine gemeinsame Basis herzustellen&rdquo;, sagt er. (&hellip;)<br>\nBei den Frauen st&ouml;&szlig;t das Gesetz ebenfalls auf Kritik. Viele Prostituierte bem&auml;ngeln die vorgeschriebenen Gespr&auml;che und die Ausweispflicht. Sie wollen lieber unerkannt bleiben. Au&szlig;erdem wird bem&auml;ngelt, dass das neue Gesetz Sexarbeiterinnen dazu treibe, illegal zu arbeiten. Der Nieders&auml;chsische St&auml;dtetag sieht andere Probleme. F&uuml;r die meisten Gespr&auml;che mit ausl&auml;ndischen Prostituierten brauchen die Kommunen Dolmetscher. Doch die sind nur schwer zu bekommen. Wer jedoch nicht zum Amt kommt, riskiert bei Kontrollen ein hohes Bu&szlig;geld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/Sexarbeit-Frauen-und-Kommunen-kritisieren-Gesetz,prostituierte150.html\">NDR.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Situation d&uuml;rfte sich nicht lediglich in Niedersachsen so darstellen. Bundesweit werden wohl Beh&ouml;rden und Prostituierte mir diesen oder\/und anderen Problemen zu tun haben. War das der Wille des Gesetzgebers? W&auml;re eine Gesetzes&auml;nderung nach den Modellen in Frankreich oder Schweden nicht sinnvoller? W&uuml;rde sie nicht zumindest einige der benannten Probleme &ndash; z.B. die &Auml;ngste vieler Frauen, die der Prostitution nachgehen (m&uuml;ssen?) &ndash; beseitigen? Und noch viel wichtiger: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41385#h11\">Das Bordell Deutschland<\/a> k&ouml;nnte geschlossen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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