{"id":4238,"date":"2009-10-02T16:28:53","date_gmt":"2009-10-02T14:28:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4238"},"modified":"2009-10-02T16:28:53","modified_gmt":"2009-10-02T14:28:53","slug":"hinweise-des-tages-2-110","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4238","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<br>\nUnter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4238#h01\">Staatb&uuml;rgerliche L&auml;hmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h02\">&Uuml;ber Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h03\">Umfrage zur Altersvorsorge: Shoppen ist besser als sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h04\">Die Schr&ouml;der-&Auml;ra als Weg in Richtung neue Klassengesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h05\">Soziologe Bude: &bdquo;Schr&ouml;der tr&auml;gt keine Schuld&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h06\">Die Wunde der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h07\">Thomas Fricke &ndash; Sozis aufs Sonnendeck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h08\">Bsirske ruft zu Kampf gegen Schwarz-Gelb auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h09\">Leihweiser Missbrauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h10\">Atom von gestern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h11\">UN akzeptieren Wahlf&auml;lschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h12\">Tony Blair als EU-Pr&auml;sident?<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4238&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Staatb&uuml;rgerliche L&auml;hmung<\/strong><br>\nDie Schw&auml;chung, beziehungsweise Zerst&ouml;rung der Demokratie durch Teile der politischen Klasse im Wechselspiel mit Teilen der W&auml;hlerschaft hat also eine lange Tradition. Heute geschieht das eher unspektakul&auml;r, durch Wahlenthaltung. Wer nicht w&auml;hlt, mag denken, dass er auf jeden Fall nichts falsch gemacht hat. Oder er ist gar stolz, keiner Manipulation auf den Leim gegangen zu sein.. W&auml;hrend bei der Bundestagswahl 2005 noch 77 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne gingen, waren es jetzt nicht einmal mehr 71 Prozent. Fast ein Drittel verspricht sich derzeit nichts von der M&ouml;glichkeit, alle vier, demn&auml;chst vielleicht nur alle f&uuml;nf Jahre seine Stimme einer politischen Partei zu geben &ndash; und das, obwohl freie Wahlen als eines der wichtigsten Ziele gelten, die weltweit durchzusetzen sind.<br>\nEinfacher, als das Ph&auml;nomen der Nichtw&auml;hler zu analysieren, ist festzustellen, wer gew&auml;hlt hat. Nicht zu Hause geblieben ist &ndash; wie eigentlich immer &ndash; der B&uuml;rgerblock, worin echtes Klassenbewusstsein zu erkennen ist. Der B&uuml;rgerblock umfasst nicht nur Unternehmertum und Bankmanager, sondern auch gro&szlig;e Teile des Beamtentums und viele Selbstst&auml;ndige, die sich das Leben nur noch als r&uuml;cksichtslosen Kampf um die Durchsetzung ihrer pers&ouml;nlichen Interessen vorstellen k&ouml;nnen. Um die Sch&auml;den, die die Krise seinen gro&szlig;en und weniger gro&szlig;en Besitzst&auml;nden unweigerlich zuf&uuml;gt, m&ouml;glichst klein zu halten, muss der B&uuml;rgerblock das Zepter gerade jetzt fest in der eigenen Hand halten. Dem Wahlvolk erz&auml;hlt er die alte Legende, dass es ihm erst dann einigerma&szlig;en gut gehen kann, wenn die Reichen reich und zufrieden genug sind, um Investitionslust zu entwickeln. Dies ist auch eine sozialdemokratische Legende, denn die SPD von Schr&ouml;der und Steinmeier hat ebenfalls ihre oberste Pflicht darin gesehen, dem Unternehmertum Steuergeschenke zuzuschanzen und die dem Staat dabei verloren gehenden Milliarden durch eine erh&ouml;hte Mehrwertsteuer zur&uuml;ckzugewinnen. Dem Volk zu sagen, dass der ersehnte Wohlstand nicht heute und morgen, sondern durch eigene Opfer erst &uuml;bermorgen m&ouml;glich gemacht werden kann, geh&ouml;rte auch zum offiziellen Diskurs des Realsozialismus.<br>\nDie Linkspartei hat jetzt einen Wahlerfolg zu verbuchen, wie ihn kaum jemand vorausgesehen hat. Aber wenn man davon ausgeht, dass sie eigentlich auch die Interessen der Ausgegrenzten im Auge hat, gelingt es ihr bislang recht wenig, hier Stimmen zu gewinnen. Man hat sogar den Eindruck, dass sie das nicht mit viel Entschlossenheit versucht hat. Nur wenige Linkspolitiker verlegen ihren Wahlkampf auch mal in prek&auml;re Wohnviertel. Wichtig w&auml;re, dort dauerhafte Netzwerke aus sozialen St&uuml;tzpunkten und Beratungsstellen aufzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/40\/wahlbeteiligung-wahl-staatbuerger\/print\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass die Ausgegrenzten dieser Gesellschaft auch nicht von der Linkspartei angesprochen werden konnten, mag zutreffen, wenn die Millionen Menschen gemeint sind, die &ldquo;schon so lange ohne reale Entwicklungschancen&rdquo; in einer Art Parallelgesellschaft&nbsp; leben. Allerdings hat die Linke sehr wohl die Arbeitlosen erreicht, die bisher traditionell zur SPD-Klientel z&auml;hlten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&Uuml;ber Hartz IV<\/strong><br>\nSeit 2005 hat sich in Deutschland die Armut, die Kinderarmut und die Anzahl der Tafeln verdoppelt. Der Niedriglohnsektor hat sich innerhalb der letzten zwanzig Jahre gleichfalls dupliziert. W&auml;hrend Einkommen aus Gewinnen und Verm&ouml;gen um 36 Prozent zugenommen haben, bleibt die Lohnquote mit 66,2 Prozent auf einem historischen Tiefstand: Neun Prozentpunkte unter dem Spitzenniveau von 1974.<br>\nMa&szlig;geblicher T&uuml;r&ouml;ffner f&uuml;r diese Entwicklung sind die unter dem Begriff Hartz IV subsumierten Reformen des Arbeitsmarkts aus dem Jahr 2005. Mit der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und der Einf&uuml;hrung einer Grundsicherung unterhalb des ehemaligen Sozialhilfeniveaus, indem staatliche Einmalleistungen der Sozial&auml;mter durch unzureichende Pauschalen ersetzt wurden und der (teilweisen) Verringerung des Schonverm&ouml;gens wurde bei Langzeitarbeitslosen eine verheerende Armutsspirale in Gang gesetzt. Doch damit h&ouml;ren die Zumutungen f&uuml;r Bezieher des Arbeitslosengelds II nicht auf, denn mit der &ouml;konomischen Entmachtung geht eine gravierende Entrechtung einher. De facto n&auml;hert man sich durch die exponentielle Ausweitung der Zumutbarkeitskriterien f&uuml;r Arbeit hart der Grenze zur Zwangsarbeit. Die ALG-II-Bezieher bewegen sich nicht mehr als Rechtssubjekte, als Staatsb&uuml;rger in der Gesellschaft, sondern werden zu reinen Pflichterf&uuml;llern degradiert und werden &ndash; von Politikern wie Wolfgang Clement als &raquo;Parasiten&laquo; beschimpft &ndash; f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hetzjagd freigegeben.<br>\nZus&auml;tzlich zu dieser allgemeinen Machtlosigkeit und Erniedrigung sind Langzeitarbeitslose noch der Willk&uuml;r der Beh&ouml;rden ausgesetzt. Denn die Job-Center und ARGEn haben das Recht, die Zahlungen an Hartz-IV-Empf&auml;nger bis zum Wegfall der Leistung einzuschr&auml;nken, falls diese ihren Anweisungen nicht Folge leisten. Letzteres ist f&uuml;r die Arbeitslosen durchaus schwieriger, als sich das anh&ouml;rt: Schlie&szlig;lich sind die ALG-II-Regelungen etwa so kompliziert wie das deutsche Steuerrecht, allerdings mit dem feinen Unterschied, dass Wohlbetuchte mit Hilfe juristischer Spezialisten Ausnahmeregelungen und Steuerschlupfl&ouml;cher f&uuml;r sich ausfindig und zu ihrem Vorteil nutzen k&ouml;nnen, w&auml;hrend man den ALG-II-Bezieher in einem Dschungel voller Fu&szlig;angel-Paragraphen und unklarer Regelungen, die sich mitunter gegenseitig widersprechen, allein stehen l&auml;&szlig;t.<br>\nEin Gro&szlig;teil davon ist rechtswidrig, wie die Anzahl der gewonnenen Prozesse gegen die Ma&szlig;nahmen beweist. Diese Anordnungen sind keine Bagatellma&szlig;regeln, sondern gehen an die Existenz: In der Brosch&uuml;re &raquo;Wer nicht spurt, kriegt kein Geld &ndash; Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehende &ndash; Erfahrungen, Analysen, Schlu&szlig;folgerungen&laquo;, welche von der Berliner Kampagne gegen Hartz IV herausgegeben wurde, ist zum Beispiel von einem Fall zu lesen, in dem ein Diabetiker sich aufgrund der Sanktionen kein Insulin und auch kein Essen mehr leisten konnte. Auch sind die Umst&auml;nde der darin beschriebenen Sanktionen oftmals grotesk: Ein Epileptiker sollte auf einem Bauger&uuml;st arbeiten, eine Hartz-IV-Bezieherin wurde vom Job-Center dazu angehalten, die &raquo;Nebent&auml;tigkeit&laquo; Prostitution gegen ihren Willen fortzusetzen. Wieder einmal darf ein bestimmtes Segment der Bev&ouml;lkerung von Staats wegen feststellen, dass Arbeit frei macht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/10-02\/007.php\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.amrande.de\/pdfs\/broschuere_zu_sanktionen_2008_11_24.pdf\">Wer nicht spurt, kriegt kein Geld. Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehend [PDF &ndash; 1.35 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Umfrage zur Altersvorsorge: Shoppen ist besser als sparen<\/strong><br>\nSo gro&szlig; ist die Sorge vor einem bescheidenen Rentnerdasein dann doch nicht: Fast zwei Drittel der Deutschen w&uuml;rden laut einer Umfrage zus&auml;tzliches Einkommen eher ausgeben als f&uuml;rs Alter zu sparen. Die Wirtschaftskrise hat die Konsumfreude sogar noch erh&ouml;ht.<br>\nDie meisten Deutschen sind trotz der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten noch immer sehr konsumfreudig: Fast zwei Drittel von ihnen w&uuml;rden zus&auml;tzliche 100 Euro im Monat ausgeben statt f&uuml;r das Alter zur&uuml;ckzulegen. Das ergab eine am Donnerstag ver&ouml;ffentlichte repr&auml;sentative Umfrage im Auftrag der Dresdner Bank. Das Forsa-Institut hatte dazu mehr als 800 B&uuml;rger im Erwerbsalter befragt &hellip;<br>\n&ldquo;Die Deutschen sind in Sachen Altersvorsorge insgesamt etwas auf die Bremse getreten&rdquo;, sagte der Experte der Dresdner Bank, Ernst Schiestl &hellip;<br>\nGrunds&auml;tzlich halten die B&uuml;rger laut der Studie an der eigenen Altersvorsorge zwar fest, allerdings in geringerem Umfang als fr&uuml;her. 71 Prozent sparen privat Geld f&uuml;r die Rente, doch gut die H&auml;lfte legt nur einen kleinen Betrag von bis zu 100 Euro monatlich an. Unterversorgt seien vor allem Kleinverdiener mit weniger als 1500 Euro Haushalts-Monatseinkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,652573,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Dieser v&ouml;llig absurde Artikel erschien am selben Tag wie der Bericht &uuml;ber den weiteren Einbruch im Einzelhandel. Dass &ldquo;Kleinverdiener mit weniger als 1500 Euro Haushalts-Monatseinkommen&rdquo; einfach nicht genug Geld zum Sparen f&uuml;r die private Altersvorsorge haben und mehr Geld nicht ausgeben wollen, sondern &bdquo;m&uuml;ssen&ldquo;, scheint dem SPIEGEL nicht in den Sinn zu kommen. Auch die &ldquo;Journalisten&rdquo; haben vollkommen den Bezug zur Realit&auml;t verloren.<br>\nDass die Finanzkrise und die zunehmende Erkenntnis, dass auch das &bdquo;Riestern&ldquo; vor allem eine Abzocke der Finanzdienstleister ist, das Vertrauen in die private Altersvorsorge nicht gerade gest&auml;rkt, kommt dieser Studie im Auftrag der Dresdner Bank gleichfalls nicht in den Sinn.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Schr&ouml;der-&Auml;ra als Weg in Richtung neue Klassengesellschaft<\/strong><br>\nDie SPD unter Schr&ouml;der hatte ebenso wie Blair keine andere Antwort auf die Zumutungen des Kapitalismus des 21. Jahrhunderts, als die Ratschl&auml;ge aus dem Wahngebilde des Neoliberalismus aufzunehmen: Dass man den Standort Deutschland mit Deregulierung und Privatisierung so fit f&uuml;r den Weltmarkt machen m&uuml;sse, dass alle Konkurrenz niedergeb&uuml;gelt werden k&ouml;nne. Dies schaffe dann Arbeitspl&auml;tze. Soziale Gerechtigkeit hat in diesem Turbokapitalismus keinen Platz mehr und wurde zur sozialen Restkategorie &ldquo;Chancengleichheit&rdquo; umbenannt: F&uuml;r den gro&szlig;en Lebenslauf sollte jeder zumindest mit den gleichen Turnschuhen starten k&ouml;nnen, was er dann daraus mache, bleibe jedem selbst &uuml;berlassen. Das war nur noch ein erb&auml;rmlicher Schatten bisheriger sozialdemokratischer Gerechtigkeitsvorstellungen.<br>\nDie Arbeitnehmer und die von Hartz IV-Betroffenen fanden diese Politik der Schr&ouml;der- und M&uuml;ntefering-SPD immer mehr gegen ihre Interessen gerichtet und stimmten mit ihren F&uuml;&szlig;en ab, als sie die Partei verlie&szlig;en und den Wahlurnen fernblieben. 1998 erreichte die SPD 40,9 Prozent der Stimmen, zusammen mit den Gr&uuml;nen eine Mehrheit von 47,6 Prozent. Am Ende der Periode Schr&ouml;der, zu der auch die Amtszeit Franz-Walter Steinmeiers in der Gro&szlig;en Koalition geh&ouml;rt, war die SPD auf das historische Tief von 23 Prozent gesunken.<br>\nDie Partei der Agenda 2010 hatte innerlich vor dem Neoliberalismus kapituliert und es vers&auml;umt, Konzepte f&uuml;r eine soziale Politik im 21. Jahrhundert zu entwickeln. Schr&ouml;der steht damit f&uuml;r den &Uuml;bergang von der alten Bundesrepublik der sozialen Sicherheit und des Klassenkompromisses zur Bundesrepublik der sozialen Spaltung und prek&auml;rer Lebensverh&auml;ltnisse. Mit dem &ldquo;Dritten Weg&rdquo; ging die SPD ebenso wie die Labour Party einen Weg fort von den Interessen ihrer traditionellen Klientel und der arbeitnehmerischen Mitte. Es war ein Weg, der in die soziale K&auml;lte und in Richtung einer neuen Klassengesellschaft f&uuml;hrte &ndash; und an dem die Partei nun schlie&szlig;lich fast zerbrochen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31232\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Siehe dazu allerdings:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Soziologe Bude: &bdquo;Schr&ouml;der tr&auml;gt keine Schuld&ldquo;<\/strong><br>\nsueddeutsche.de: Schr&ouml;ders &Auml;ra gilt denkbar wenigen Genossen als Erfolgsgeschichte. F&uuml;r sie hat der Altkanzler die SPD-Misere verursacht.<br>\nBude: Diese Einsch&auml;tzung teile ich ganz und gar nicht. Schr&ouml;der tr&auml;gt keine Schuld. Seine Fehler lagen vielleicht in seiner manchmal r&uuml;den Basta-Art und der mangelhaften Kommunikation. Aber es ist doch so: Die SPD vor Schr&ouml;der war die schlimmste sozialdemokratische Partei Europas. Da wollte kein Mensch mehr hingehen. Wenn sich die Sozialdemokratie den individualistischen Tendenzen der achtziger und neunziger Jahre vollends verschlossen h&auml;tte, w&auml;re sie schon wesentlich fr&uuml;her eine Unter-25-Prozent-Partei geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/70\/489457\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So sind sie unsere Soziologen, sie haben ihre Vorurteile, die sie sich auch von Fakten nicht nehmen lassen. Der SPD vor Schr&ouml;der als schlimmste sozialdemokratische Partei Europas hatte gelang es 1998 zum ersten Mal nach 1972 mit 40,9% st&auml;rkste Partei zu werden und mit den Gr&uuml;nen eine linke Mehrheit zu bilden. Aber Herr Budes <a href=\"?p=3489\">&bdquo;Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft&ldquo;<\/a> kennen wir ja schon.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Wunde der SPD<\/strong><br>\nVorerst ist die SPD nur noch eine ausgebrannte H&uuml;lle. Es waren nicht nur der Unmut &uuml;ber Hartz IV und die Rente mit 67, der die W&auml;hler in Scharen zur politischen Konkurrenz getrieben hat. Es war auch die erdr&uuml;ckende Dominanz der rechten Regierungs-Pragmatiker, durch die die SPD ihren Charakter als Volkspartei verspielt hat. 1998 symbolisierten Gerhard Schr&ouml;der und Oskar Lafontaine noch das Spannungsfeld einer sozialdemokratischen Volkspartei. Heute ist davon nichts mehr &uuml;brig, und das liegt nicht nur daran, dass Lafontaine die Partei verlassen hat. Die SPD-Linke durfte in den vergangenen elf Regierungsjahren nur halblaut herumn&ouml;rgeln. Ihr Einfluss wurde immer geringer, sie war eine Placebo-Linke. Den Kurs gaben Schr&ouml;der und seine Nachlassverwalter Steinmeier, Steinbr&uuml;ck und M&uuml;ntefering vor. Diese Zeiten sind nun vorbei. Der SPD bleibt gar nichts anderes &uuml;brig, als nach links zu r&uuml;cken und das nachzuholen, was sie in den vergangenen Jahren str&auml;flich vernachl&auml;ssigt hat. Das gr&ouml;&szlig;te Desaster f&uuml;r die Partei ist, dass sie ihre Glaubw&uuml;rdigkeit beim Thema soziale Gerechtigkeit verloren hat. Sie hat damit ihre Identit&auml;t aufs Spiel gesetzt. Es wird einige Zeit dauern, bis sich die SPD vom Ballast ihrer Regierungsjahre befreit haben wird. Sie muss sich einen neuen Platz links von der Mitte suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/0940-spd-wahlniederlage-neuausrichtung\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die von Philip Grassmann angestellten &Uuml;berlegungen sind dem NDS-Leser wohl vertraut, dennoch m&uuml;ssen wir f&uuml;r jede Beschreibung der verh&auml;ngnisvollen&nbsp; Entwicklung der SPD dankbar sein. Noch besser w&auml;re es allerdings, ganz konkret die angeblichen Verdienste der Schr&ouml;derschen Wirtschaftspolitik zu&nbsp; demontieren. Bei den vielen Talkrunden nach der Wahl&nbsp; wurde z.B. erschreckend klar, wie stark doch die M&auml;r, pr&auml;ziser die L&uuml;ge vom Anstieg der Besch&auml;ftigung&nbsp; durch die Agenda 2010 verankert ist und noch weiterhin propagiert wird. Man m&ouml;chte am liebsten jedes Mal in den Fernseher springen, um die Gespr&auml;chsrunden mit der einfachen Frage zu konfrontieren: Wie hoch ist der Anteil der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten oder der Vollzeitbesch&auml;ftigten heute gegen&uuml;ber dem Durchschnitt der 90er? H&auml;ufig werden einfach nur irgendwelche Meinungen oder Meldungen nachgeplappert oder bei den so genannte Experten unredliche Bezugszeitr&auml;ume (letzter Monat oder &auml;hnlich) verwendet oder die statistischen Tricksereien schlicht ausgeblendet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Sozis aufs Sonnendeck<\/strong><br>\nDie SPD sollte aufh&ouml;ren, immer nur Entschlossenheit im Ersetzen ihrer Chefs zu zeigen. Besser w&auml;re: Kollektiv ein halbes Jahr Auszeit nehmen und mit einem Top-Programm f&uuml;r die Zeit nach der Krise zur&uuml;ckkehren. Warum sollten Sozialdemokraten nicht k&uuml;nftig daf&uuml;r stehen, eine Art deutsches Export-plus-Modell entwickelt zu haben, bei dem Wachstum und Jobs nicht mehr nur von steigenden &Uuml;bersch&uuml;ssen zulasten anderer L&auml;nder abh&auml;ngen &ndash; und k&uuml;nftige Regierungen jede Ma&szlig;nahme darauf checken m&uuml;ssten, ob auch die Binnenkonjunktur mitzieht? Dann k&auml;me ein Finanzminister nicht mehr auf die Idee, die Mehrwertsteuer um drei Punkte anzuheben.<br>\nDie vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig neben sch&ouml;nsten Reformen die gute Konjunktur ist. Und dass Arbeitsmarktkatastrophen nur zu verhindern sind, wenn hin und wieder konjunkturpolitisch nachgeholfen wird. Darauf waren Agenda-fixierte Sozialdemokraten 2008 kaum vorbereitet. Es dauerte Monate, bis die Rezession erkannt, dann ad hoc Abwrackpr&auml;mien beschlossen und noch sp&auml;ter Investitionen umgesetzt wurden. Die SPD k&ouml;nnte die erste Partei sein, die einen Mechanismus entwickelt, wie ihn der IWF angeregt hat und bei dem Konjunkturhilfen pr&auml;ventiv beschlossen w&uuml;rden, um sie im Notfall ohne B&uuml;rokratie und monatelanges Gezerre abzurufen. Der n&auml;chste Schritt k&ouml;nnte sein, all das systematischer mit Klimazielen zu verbinden &ndash; ebenfalls etwas f&uuml;rs Profil. Es w&auml;re schon 2009 sinnvoller gewesen, statt der Abwrackpr&auml;mie Klimaschecks zu verschicken. Die h&auml;tten alle bekommen und per Definition nur zum Kauf CO2-mindernder Dinge verwandt werden k&ouml;nnen. Damit w&auml;ren sie auch nicht einseitig einer Branche zugute gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-thomas-fricke-sozis-aufs-sonnendeck\/50018020.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wo findet Thomas Fricke Ansatzpunkte f&uuml;r seine Hoffnungen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bsirske ruft zu Kampf gegen Schwarz-Gelb auf<\/strong><br>\nVer.di-Chef Bsirske f&uuml;rchtet nach dem schwarz-gelben Wahlsieg den sozialen Kahlschlag. Noch bevor die Koalition geschmiedet ist, mahnt der Gewerkschafter: &bdquo;Es ist Zeit, aufzustehen!&ldquo;<br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen damit rechnen, dass soziale Auseinandersetzungen sich zuspitzen&ldquo;, schrieb Frank Bsirske in der &bdquo;taz&ldquo; vom Freitag. Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di wandte sich vor allem gegen die Vorstellungen der FDP. Nach seiner Ansicht bedeutet das Programm der FDP: &bdquo;Steuern runter, den Sozialstaat aush&ouml;hlen, mehr Industrief&ouml;rderung, weniger Arbeitnehmerrechte, weniger Umweltschutz und vor allem: kein wirksames Rezept gegen Lohndumping.&ldquo; Er f&uuml;rchte, dass sich die Probleme nicht l&ouml;sten, sondern versch&auml;rften, schrieb Bsirske.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/wahlen-2009\/bundestagswahl\/ver-di-bsirske-ruft-zu-kampf-gegen-schwarz-gelb-auf_aid_441145.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, ist entsetzt &uuml;ber den Protestaufruf des verdi-Vorsitzenden Frank Bsirske gegen ein demokratisches Wahlergebnis. &bdquo;Der Aufruf zu Protesten durch den Gewerkschaftschef gegen die k&uuml;nftige schwarz-gelbe Koalition in Berlin ist ein unglaublicher Vorgang. Die neue Bundesregierung ist die Folge einer demokratischen Wahl. Das sollte auch der Verbandsfunktion&auml;r akzeptieren&ldquo;, sagte der CDU-Fraktionschef.<br>\n&bdquo;Herr Bsirske stellt mit seinen &Auml;u&szlig;erungen das Prinzip der Einheitsgewerkschaft infrage. Er setzt sich &uuml;ber die Interessen zahlreicher verdi-Mitglieder hinweg.<br>\nSolche &Auml;u&szlig;erungen sind ganz typisch f&uuml;r das Demokratieverst&auml;ndnis f&uuml;r die Konservativen. Sie meinen einmal in vier Jahren seine Stimme abzugeben gen&uuml;ge. Dass zu einer lebendige Demokratie auch der Druck von unten geh&ouml;rt, ist ihnen fremd. Die Arbeitgeberverb&auml;nde d&uuml;rfen aber Druck machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Leihweiser Missbrauch<\/strong><br>\nDie Leiharbeit in Deutschland treibt bizarre Bl&uuml;ten &ndash; selbst Auszubildende werden jetzt schon als Leiharbeitnehmer\/innen besch&auml;ftigt. Gewerkschafter und Betriebsr&auml;te fordern die &Auml;nderung des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes. Ein Report aus der Praxis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2009\/ausgabe_08_09\/gesellschaft\/report\/seite-12\/pagepdf\">ver.di publik [PDF &ndash; 1.15 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Atom von gestern<\/strong><br>\nDie neue Koalition setzt auf eine &uuml;berholte Technologie, was ein gro&szlig;er Fehler ist. Denn die neue Atomdebatte bremst den chancenreichen Wandel bei der Energieversorgung.<br>\nSeit klar ist, dass &Ouml;koenergie viel mehr leisten kann, als gedacht, w&auml;chst in deutschen Stromnetzen ein ernster Konflikt heran. Sonne, Wind und Wasser liefern bereits 15 Prozent des deutschen Stroms- doppelt so viel wie vor zehn Jahren. Mit dem technischen Fortschritt gr&uuml;ner Branchen wird sich ihr Ausbau beschleunigen.<br>\nDamit prallen zwei unvereinbare Welten aufeinander: stark schwankender &Ouml;kostrom und die unflexible Atomenergie. Immer mehr Gro&szlig;kraftwerke wie Kr&uuml;mmel oder Biblis werden in den n&auml;chsten Jahren &uuml;berfl&uuml;ssig.<br>\nStattdessen m&uuml;ssten kleine dezentrale Kraftwerke her, die die Versorgung sichern, wenn kein Wind bl&auml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/285\/489670\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>UN akzeptieren Wahlf&auml;lschung<\/strong><br>\nDer stellvertretende UN-Gesandte f&uuml;r Afghanistan, Peter Galbraith, ist von Generalsekret&auml;r Ban Ki Moon entlassen worden. Galbraith wollte, dass die mehrheitlich vom Lager des Pr&auml;sidenten Hamid Karsai ver&uuml;bten Manipulationen grundlegend untersucht werden. Damit akzeptieren UN und USA Wahlf&auml;lschungen am Hindukusch, die Washington im benachbarten Iran f&uuml;r inakzeptabel h&auml;lt. Schlimmer noch: K&uuml;nftig sch&uuml;tzen Nato und Isaf-Truppen einschlie&szlig;lich der Bundeswehr in Kabul eine illegitime Regierung. Dies untergr&auml;bt die Glaubw&uuml;rdigkeit des internationalen Milit&auml;reinsatzes sowohl in Afghanistan als auch in den Truppenentsendestaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F10%2F02%2Fa0257&amp;cHash=d80f688a78\/&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was sich sonst noch&nbsp; in der Welt abspielt und womit sich ein zuk&uuml;nftiger Au&szlig;enminister Guido Westerwelle auseinandersetzen mu&szlig;. Wie meinte er in der j&uuml;ngsten Afghanistandebatte im Bundestag, es ginge in Afghanistan &bdquo;in Wahrheit um unsere Freiheit und unsere Sicherheit und unseren Frieden.&ldquo;. Dass die Sicherheit von den 42 Nationen der ISAF von Singapur &uuml;ber den amerikanischen Kontinent bis zum Baltikum am Hindukusch verteidigt wird, ist die allgemein anerkannte Formel der westlichen Regierungen. Soweit so gut bzw. so schlecht, was es aber mit der Bedrohung unserer Freiheit und unseres Friedens auf sich hat, w&uuml;rde man doch gerne etwas konkreter erfahren &ndash; auch gerne auf deutsch. Aber wahrscheinlich hat sich Westerwelle nur in wohlfeiler Rhetorik ergangen. Wenn man bedenkt, wie sehr die Realisierung dieser Wahlen als hauptrangiges Ziel der Nato propagiert wurde, mu&szlig; sich durch die aktuelle Entwicklung verh&ouml;hnt vorkommen, vor allem die B&uuml;rger Afghanistans. Die Stimmabgabe in Afghanistan ist wahrlich Ausdruck f&uuml;r den Wunsch nach Freiheit und Frieden, eine Absage an Gewalt und Willk&uuml;rherrschaft gewesen.&nbsp; Guido Westerwelle hat bei seiner ersten Pressekonferenz&nbsp; nach den Wahlen eine gute Gelegenheit vers&auml;umt, der Au&szlig;enpolitik der FDP etwas Kontur zu geben, lautete doch die &uuml;bersetzte Frage des englischen Journalisten, wie sich die deutsche Au&szlig;enpolitik unter einem m&ouml;glichen Au&szlig;enminister Westerwelle &auml;ndern werde. Ein auch nur andeutender Hinweis darauf,&nbsp; dass die Freiheit und der Friede in Afghanistan nicht nur durch die Taliban, sondern auch durch die Machenschaften von Karsai und seiner Verb&uuml;ndeten und die Ignoranz des Westens bedroht seien, w&auml;re eines echten Liberalen w&uuml;rdig gewesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tony Blair als EU-Pr&auml;sident?<\/strong><br>\nDie EU gleicht der SPD. Sie ist nicht lernf&auml;hig, sondern verkrustet.<br>\nSollten die Iren sich tats&auml;chlich f&uuml;r das Lissabon-Abkommen entscheiden, k&ouml;nnte ausgerechnet der Pudel von Bush, der fr&uuml;here britische Regierungschef Tony Blair, also der, mit dem grandios gescheiterten &ldquo;Dritten Weg&rdquo;, zum Pr&auml;sidenten der EU werden &ndash; sofern die Polen und die Tschechen mitziehen.<br>\nAngeblich, so will es die Times[1] erfahren haben, setzt sich Sarkozy f&uuml;r den religi&ouml;s motivierten Blair ein, der zum Katholizismus konvertiert ist und den Irak-Krieg entscheidend mit getragen hat.<br>\nOffenbar schwindet auch der Widerstand von Angela Merkel, die daf&uuml;r keinen Vertreter eines Nicht-Euro-Landes sehen mochte, wenn &ndash; ach, das Geschacher &ndash; Deutschland und Frankreich st&auml;rker in der Kommission ber&uuml;cksichtigt werden. Allerdings soll Merkel ihre Einstellung gar nicht ge&auml;ndert haben, w&auml;hrend Sarkozy nur deswegen auf Blair setzen soll, weil er des deutschen Widerstands gewiss ist.<br>\nMerkel hat sich bislang f&uuml;r den Luxemburger Juncker stark gemacht, w&auml;hrend Sarkozy eher f&uuml;r den spanischen Sozialisten Gonzalez werben soll, was Merkel aber nicht gef&auml;llt.<br>\nPolitik ist schwierig. Diplomatie nennt man den Handel. Aber den rundum gescheiterten Blair als EU-Pr&auml;sident zu etablieren, w&uuml;rde bedeuten, die EU noch weiter als Hafen f&uuml;r gescheiterte Politiker darzustellen.<br>\nWenn Blair Pr&auml;sident der EU werden sollte, dann ist das vergleichbar damit, dass Steinmeier weiter eine Spitzenposition in der SPD einnehmen soll. Man kann nur hoffen, dass in beiden F&auml;llen die Vernunft zur Geltung kommt und ein Neuanfang auch personell gew&uuml;nscht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/146223\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<br \/> Unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4238#h01\">Staatb&uuml;rgerliche L&auml;hmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h02\">&Uuml;ber Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h03\">Umfrage zur Altersvorsorge: Shoppen ist besser als sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h04\">Die Schr&ouml;der-&Auml;ra als Weg in Richtung neue Klassengesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h05\">Soziologe Bude: &bdquo;Schr&ouml;der tr&auml;gt keine Schuld&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h06\">Die Wunde der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h07\">Thomas Fricke &ndash; Sozis aufs Sonnendeck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4238#h08\">Bsirske ruft zu Kampf<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4238\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4238","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4238","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4238"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4238\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4238"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4238"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4238"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}