{"id":42385,"date":"2018-02-12T14:53:45","date_gmt":"2018-02-12T13:53:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42385"},"modified":"2024-09-05T15:06:58","modified_gmt":"2024-09-05T13:06:58","slug":"america-first-destabilisierung-venezuelas-und-drohgebaren-gegen-chinas-fuehrung-in-lateinamerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42385","title":{"rendered":"\u201eAmerica First!\u201d &#8211; Destabilisierung Venezuelas und Drohgebaren gegen Chinas F\u00fchrung in Lateinamerika"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180212-America-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Die US-Regierung setzt weltweit auf Eskalation. Donald Trumps Devise &bdquo;America First!&rdquo;, die sich zun&auml;chst als protektionistische Wende zur Abschottung des US-amerikanischen Binnenmarktes und als R&uuml;ckzug aus der Kriegstreiberei seiner demokratischen Vorg&auml;nger anh&ouml;rte, erweist sich im Gegenteil als Hyperbel von Aggressionsbereitschaft. Ein Bericht von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<\/p><div style=\"clear:right;\"><\/div><p><!--more--><br>\nDer j&uuml;ngste S&uuml;damerika-Blitzbesuch von US-Au&szlig;enminister Rex Tillerson l&auml;sst diese Schlussfolgerung zu. Am Vorabend seiner Reise, in der ersten Februar-Woche 2018, stie&szlig; er in einer Rede an der Universit&auml;t Texas in Austin gleich zwei Drohungen aus. Die erste an die Adresse Venezuelas: &bdquo;Falls die Dinge schwierig werden sollten&ldquo;, k&ouml;nnte das Milit&auml;r Maduro st&uuml;rzen, auf den ein &bdquo;sch&ouml;nes Haus am Strand in Cuba&rdquo; warte. Die zweite an die Adresse Chinas: &bdquo;Lateinamerika braucht keine neue imperiale Macht!&rdquo;, knurrte Tillerson.<\/p><p>Die Antwort des venezolanischen Verteidigungsministers, General Vladimir Padrino L&oacute;pez, war kurz und b&uuml;ndig: &ldquo;Den bolivarischen Streitkr&auml;ften soll(e) kein imperialistischer Gentleman mit Anweisungen daherkommen!&rdquo;. Auch Pr&auml;sident Wladimir Putin blieb ein S&auml;belrasseln nicht erspart. Die zunehmende Pr&auml;senz Russlands in der Region und sein &bdquo;Waffenexport an L&auml;nder, die sich gegen Washington stellen&ldquo;, sei &bdquo;alarmierend&rdquo;, so Tillerson.<\/p><p>Das Muskelspiel der US-Diplomatie wird auf dem Tiefststand des Ansehens von Donald Trump in gesamt Lateinamerika zur Schau gestellt, der vor wenigen Wochen einige Nationen des Kontinents als &bdquo;Schei&szlig;l&auml;nder&ldquo; bezeichnet hatte. Inna Afinogenova vom Sender Russia Today lie&szlig; Tillersons Unredlichkeit nicht billig und widmete ihr im spanischsprachigen Programm die Videoglosse &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bDZyWskrp9A\">Humor-Spalte: USA beschuldigen andere L&auml;nder, in Lateinamerika zu intervenieren<\/a>&ldquo;.<\/p><p><strong>&Ouml;lboykott und Einkesselung Venezuelas<\/strong><\/p><p>Tillersons Blitzbesuche in Mexiko, Argentinien, Peru und Kolumbien verfolgten das Ziel, den Anti-Maduro-Kurs der in der Venezuela-Debatte verb&uuml;ndeten, konservativen Regierungen auf h&auml;rtere Ma&szlig;nahmen einzuschw&ouml;ren. Flaggschiff der vom ehemaligen CEO des weltgr&ouml;&szlig;ten Raffinerie-Konzerns ExxonMobil geplanten Sanktionen ist, in Lateinamerika und der Karibik einen Boykott des Venezuela-&Ouml;ls durchzusetzen, der die ohnehin angeschlagenen Staatsfinanzen des Chavismo empfindlich treffen soll.<\/p><p>Die Begegnungen auf h&ouml;chster Regierungsebene lie&szlig;en allerdings bald Widerspr&uuml;che zwischen der harmlosen, offiziellen Gespr&auml;chsagenda und den tats&auml;chlichen Abmachungen erkennen. So wollte Tillerson offiziell mit der Regierung Mauricio Macri &uuml;ber eine arglos anmutende &bdquo;bilaterale Agenda des Wirtschaftswachstums und der Zusammenarbeit in Sicherheit&rdquo; verhandeln. Kaum hatte er jedoch Argentinien verlassen, k&uuml;ndigte Macris Ministerin f&uuml;r Innere Sicherheit, Patricia Bullrich, die Aufstellung einer gemischten <em>Taskforce<\/em> mit der US-amerikanischen Agentur zur Drogenbek&auml;mpfung (DEA) im nord&ouml;stlichen Posadas &ndash; am Dreil&auml;nder-Eck mit Brasilien und Paraguay &ndash; an.<\/p><p>Die Nachricht beherrschte die Titelseiten selbst konservativer Tageszeitungen in Buenos Aires (Patricia Bullrich confirm&oacute; que se crear&aacute; una &ldquo;task force&rdquo; con EE.UU. en Posadas para combatir el narcotr&aacute;fico &ndash; Clar&iacute;n, 09.02.2018). Da die Vereinbarung aber auch die Bek&auml;mpfung eines omin&ouml;sen &bdquo;Terrorismus&ldquo; einschlie&szlig;e, ist wie andernorts in solchen F&auml;llen &uuml;blich, mit der Teilnahme von US-Special-Forces und des CIA zu rechnen. Auf diese Weise kommen die USA endlich zu ihrem seit langem, regelrecht erpressten milit&auml;rischen St&uuml;tzpunkt in Argentinien.<\/p><p>In Peru traf Tillerson mit dem in der kontinentalweiten Causa Odebrecht wegen schwerer Korruption angeklagten Pr&auml;sidenten Pedro Pablo Kuczynski zusammen. Kuczynski sorgte f&uuml;r Schlagzeilen in den internationalen Medien, als er vor wenigen Wochen den 2009 wegen grober Menschenrechtsverletzungen zu einer 25-j&auml;hrigen Haftstrafe verurteilten, ehemaligen peruanischen Diktator Alberto Fujimori begnadigte, um selbst einer bevorstehenden Amtsenthebung zu entkommen.<\/p><p>Im Zentrum der in Lima diskutierten Themen stand die Vorbereitung des n&auml;chsten Amerika-Gipfels, der im kommenden April stattfinden und an dem Donald Trump teilnehmen soll. Der Lima-Gipfel steht unter der Schirmherrschaft der in Washington D.C. ans&auml;ssigen, konservativen Organisation Amerikanischer Staaten (englisch: OAS, spanisch: OEA). <\/p><p>Als zentrales Gipfelthema ist die &bdquo;Demokratische Regierungssteuerung im Kontext der Korruption&ldquo; angek&uuml;ndigt, von der sich die USA offenbar die kontinentale Akzeptanz der vom Department of Justice (DoJ) zun&auml;chst nach Brasilien exportierte Judizialisierung der Politik &bdquo;im Kampf gegen Korruption&ldquo; erhoffen, die im gr&ouml;&szlig;ten lateinamerikanischen Land seit drei Jahren von einer von den USA ausgebildeten Justiz-Task-Force unter F&uuml;hrung Richter S&eacute;rgio Moros erfolgreich gegen Ex-Pr&auml;sident Luis In&aacute;cio Lula da Silva eingesetzt wird.<\/p><p>Beim Treffen mit Juan Manuel Santos und seiner Au&szlig;enministerin Mar&iacute;a &Aacute;ngela Holgu&iacute;n in Kolumbien stand, so die offizielle Erkl&auml;rung, angeblich &bdquo;die Unterst&uuml;tzung der Vereinigten Staaten f&uuml;r die Bem&uuml;hungen Kolumbiens im Kampf gegen den Coca-Anbau und die Kokain-Herstellung&ldquo; im Vordergrund. &bdquo;Unterst&uuml;tzung&ldquo; war selbstverst&auml;ndlich eine rhetorische Floskel, hatte doch die Administration Donald Trump 2017 circa 35 Prozent ihrer j&auml;hrlichen Millionen-Dollar-Zusch&uuml;sse f&uuml;r die Drogenbek&auml;mpfung in Kolumbien gekappt und der US-Pr&auml;sident erkl&auml;rt, &bdquo;die USA lieben keine L&auml;nder, in denen Drogen gez&uuml;chtet werden&ldquo;.<\/p><p>&bdquo;Von gro&szlig;em Schmerz geplagt&ldquo;, sah sich Tillerson allerdings dazu gezwungen, den in aller Welt l&auml;ngst bekannten Hauptgrund f&uuml;r den Kokainschmuggel beim Namen zu nennen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir geben es nicht gern zu, aber wir sind der Hauptmarkt f&uuml;r Drogen&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Sodann &uuml;berzog er die Regierung Santos mit rhetorischem Lob. Kolumbien sei &bdquo;der beste Partner&ldquo; im Bem&uuml;hen um Frieden, Entwicklung etc. &ndash; hatte nicht Trumps Vize Mike Pence vor Monaten in Buenos Aires das Gleiche von Argentinien behauptet? Well, the Trump guys don&acute;t even read the official reports&hellip;<\/p><p>Tillerson scheute jedoch keine direkte Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes. Die USA seien mit einigen Aspekten des Friedensplans zwischen der Regierung Santos und der ehemaligen Guerilla-Organisation FARC nicht einverstanden. Zum Beispiel mit der Klausel, die die von der US-Justiz verlangte Auslieferung von FARC-Mitgliedern verhindert &ndash; eine freche Forderung angesichts der mehr als 30 Morde an ehemaligen FARC-Mitgliedern seit Inkrafttreten des Friedensabkommens.<\/p><p>Den jamaikanischen Premierminister Andrew Holness versuchte der ExxonMobil-Mann schlie&szlig;lich auf gemeinsame &bdquo;Energieanstrengungen&ldquo; einzuschw&ouml;ren. N&auml;mlich die &Ouml;lsuche und -Produktion zu intensivieren, um die venezolanischen Lieferungen an die USA und die Karibik zu kompensieren.<\/p><p><strong>Brachial-Offensive gegen China<\/strong><\/p><p>Wenngleich die USA ihre Einstimmung einzelner konservativer Regierungen in Lateinamerika auf den harten Kurs gegen&uuml;ber Venezuela und Kuba als vorl&auml;ufigen Erfolg verbuchen wollen, d&uuml;rfte ihnen die  Einspannung des Kontinents gegen die chinesische &ndash; in geringerem Ma&szlig;e auch die russische &ndash; Pr&auml;senz auf dem Kontinent kaum gelingen; zu tief sind die USA von ihrer einstigen F&uuml;hrungsrolle abgesunken, umso umfangreicher und fortgeschrittener sind die chinesischen Planungen. Mit kaum verhohlener Nervosit&auml;t beobachtete Washington seit 2013 drei aufeinanderfolgende Besuche des chinesischen Pr&auml;sidenten Xi Jinpings in der Region und bef&uuml;rchtet, die wirtschaftliche F&uuml;hrungsrolle Chinas k&ouml;nnte bald mit politischer F&uuml;hrung in Lateinamerika erg&auml;nzt werden.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180212-America-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Als zweitwichtigste globale Investitionszone Chinas operieren gegenw&auml;rtig mehr als 2.000 Unternehmen aus der fern&ouml;stlichen Wirtschaftsmacht in Lateinamerika. Bereits 2014 hatte der Handel zwischen China und der lateinamerikanischen Region den Rekordwert von circa 250 Milliarden Euro erreicht. Handel, Investitionen und chinesische Projekte generieren laut der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO, 2017) 1,8 Millionen Arbeitspl&auml;tze in Lateinamerika und der Karibik.<\/p><p>Tillersons Drohung, &bdquo;Lateinamerika braucht keine neue imperiale Macht!&rdquo;, war eine Reaktion der von den &Ouml;l- und R&uuml;stungskonzernen und ultraliberalen Think Tanks gest&uuml;tzten Trump-Administration auf das Ende Januar in Santiago de Chile stattgefundene Arbeitstreffen Chinas mit der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (spanisch: CELAC). Auf dieser dritten Konferenz des China-CELAC-Forums hatte die Volksrepublik ihr virtuoses (man kann auch sagen: vision&auml;res) Projekt von der &bdquo;Neuen Seidenstra&szlig;e&ldquo; vorgestellt; ein Mammut-Investitionsprojekt im Werte von 900 Milliarden Dollar.<\/p><p>Die Santiagoer Tagung stand unter der Devise &bdquo;von den Anreiner-Gebieten zur Route&ldquo; und sollte deutlich machen, wie Lateinamerika wirtschaftsstrategisch mit China, Europa, Afrika und Asien verbunden werden soll. Die daf&uuml;r erforderlichen Investitionen in Lateinamerika hatte Pr&auml;sident Xi Jinping auf dem ersten CELAC-China-Treffen vor drei Jahren in Peking mit 250 Milliarden Dollar f&uuml;r den Zeitraum von 2015 bis 2025 angegeben; im bilateralen Handel sollen bis dahin gar 500 Milliarden Dollar umgeschlagen werden. <\/p><p>Im Einzelnen sehen Chinas Planungen f&uuml;r Lateinamerika den Auf- und Ausbau globaler, sowohl terrestrischer als auch maritimer, Konnektivit&auml;t vor. China will sich in Lateinamerika aktiv am Aufbau von Verkehrssystemen, der Infrastruktur und des Energiesektors beteiligen. Dazu geh&ouml;ren Projekte wie die im Bau befindliche Bi-Ozeanische Eisenbahn vom Atlantik, in Brasilien, zum Pazifik, in Peru. Ferner die Gr&uuml;ndung gemeinsamer Reedereien und Fluggesellschaften f&uuml;r Direktfl&uuml;ge zwischen China und dem lateinamerikanischen Kontinent.<\/p><p>Nachhaltige Bewirtschaftung eines bilateralen Gro&szlig;marktes von gegenseitigem Nutzen ist das zweite Gro&szlig;raum-Projekt. China will Handel und Investitionen zur Finanzierung eines internationalen Verbraucher-Marktes f&uuml;r 2 Milliarden Konsumenten zwischen China und Lateinamerika f&ouml;rdern. Die fern&ouml;stliche Gro&szlig;macht ermutige s&auml;mtliche lateinamerikanischen L&auml;nder, die nicht nur Rohstoffe, sondern zunehmend auch hochwertigere Industriewaren nach Fernost exportieren wollen, hei&szlig;t es in der chinesischen Absichtserkl&auml;rung.<\/p><p>Ein anspruchsvolles, drittes Szenario benennt den Aufbau einer eigenst&auml;ndigen und fortgeschrittenen Gro&szlig;industrie als Ziel. China sei bereit, Ausr&uuml;stungen, Technologien, Finanzierungsfonds und Schulungen f&uuml;r lateinamerikanische L&auml;nder anzubieten. In diesem Punkt hat das Fernostland es eilig. Unter besonderer Ber&uuml;cksichtigung von Logistik, Stromerzeugung und Informatik solle die Zusammenarbeit zur Erh&ouml;hung der regionalen Produktionskapazit&auml;t unmittelbar beschleunigt werden, hie&szlig; es in Santiago.<\/p><p>Die Gelegenheit f&uuml;r Innovationen nutzen. Hier bietet China mit einem wissenschaftlichen Innovationsplan die Integration Lateinamerikas in &bdquo;eine Seidenstra&szlig;e des Internets&ldquo; und in die &bdquo;Digitale Seidenstra&szlig;e&ldquo; an. Diese Zusammenarbeit soll sich auf strategische Sektoren wie Luft- und Raumfahrt, erneuerbare Energien, k&uuml;nstliche Intelligenz, Big Data, Internet und Bio-Medizin erstrecken. Die institutionelle Abwicklung steht auf chinesischer Seite unter dem Banner vom &bdquo;gro&szlig;en Austausch auf der Grundlage von Gleichheit und gegenseitigem Vertrauen&ldquo;.<\/p><p>Das ist der Punkt, an dem China politisch Klartext redet. Die Gro&szlig;macht bietet sich an, den Austausch &uuml;ber <em>Governance<\/em> auf Regierungsebene zu f&ouml;rdern, doch auf politische Parteien, lokale Beh&ouml;rden, Medien, Denkfabriken und Individuen auszuweiten. Dazu regt Peking die beiderseitige Vermehrung von Kulturzentren an, darunter selbstverst&auml;ndlich die chinesischen Konfuzius-Institute. Jedenfalls sollen ab sofort 600 politische Parteif&uuml;hrer nach China eingeladen und in den n&auml;chsten drei Jahren 6.000 chinesische Regierungsstipendien an Lateinamerikaner vergeben werden.<\/p><p>&bdquo;China versucht jetzt, politischen Einfluss zu gewinnen. Immer mehr gelingt es ihm, in die akademischen, kulturellen, sozialen Sph&auml;ren und in die Medien vorzudringen&ldquo;, kommentierte der spanische China-Korrespondent und Buchautor Juan Pablo Cardenal im Dezember 2017 auf einer Konferenz des Wirtschaftsforums Americas Society im Council of the Americas in Washington (China aumenta su influencia en Latinoam&eacute;rica ante la falta de estrategia de EE UU &ndash; El Pa&iacute;s, 12. Dezember 2017).<\/p><p>Der Qualit&auml;ts-Unterschied zwischen US-amerikanischer und chinesischer Handelspraxis ist frappierend: W&auml;hrend sich China in Lateinamerika um strukturver&auml;ndernde Investitionen in Energie, Fernverkehr und Infrastruktur-Entwicklung mit gro&szlig;z&uuml;gigen R&uuml;ckzahl-Konditionen und Modalit&auml;ten bem&uuml;ht, entpuppten sich die meisten US-&bdquo;Investitionen&ldquo; in den vergangenen Jahren als opportunistische &bdquo;Akquisitionen&ldquo; und Entnationalisierung lateinamerikanischer Verm&ouml;genswerte durch Hedgefonds.<\/p><p>&bdquo;Sie haben zig Initiativen in die Wege geleitet, um den Kontakt zu Eliten, einflussreichen Multiplikatoren und Meinungsf&uuml;hrern, Diplomaten und Journalisten zu intensivieren und sie f&uuml;r eine positives China-Bild zu gewinnen&rdquo;, warnte Cardenal seine Zuh&ouml;rer, die zwar l&auml;ngst begriffen haben, dass &bdquo;America First!&rdquo; ein Mix von Plattit&uuml;de und Sackgasse ist, doch wegen ihres angew&ouml;hnten globalen F&uuml;hrungsanspruchs gern als Vertreter der abdankenden Weltmacht weiterwursteln w&uuml;rden wie bisher.<\/p><p>Ein chinesisches Sprichwort besagt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Auch der sch&ouml;nste Traum endet mit dem Erwachen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Allerdings verschenkt China nichts. Zu den Hintergr&uuml;nden der gro&szlig;z&uuml;gigen Angebote geh&ouml;ren brachliegende, enorme Produktionskapazit&auml;ten von Gro&szlig;bau-Konzernen im Besitz chinesischer Kommunen und Provinzen und gemischter, privater-staatlicher Technologie-Unternehmen, die nach umfangreichen Infrastruktur-Projekten im Landesinneren auf rasche Anschluss-Projekte im Ausland angewiesen sind.<\/p><p>Ein anderes gefl&uuml;geltes Wort &ndash; &bdquo;Y&igrave; sh&#257;n b&ugrave; r&oacute;ng &egrave;r h&#365;&ldquo; &ndash; gab schon zu Konfuzius&acute; Zeiten die Richtung an:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Auf einem Berg k&ouml;nnen nicht gleichzeitig zwei Tiger existieren.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Bei Wahrung seiner Autonomie k&ouml;nnte Lateinamerika davon profitieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180212-America-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Die US-Regierung setzt weltweit auf Eskalation. Donald Trumps Devise &bdquo;America First!&rdquo;, die sich zun&auml;chst als protektionistische Wende zur Abschottung des US-amerikanischen Binnenmarktes und als R&uuml;ckzug aus der Kriegstreiberei seiner demokratischen Vorg&auml;nger anh&ouml;rte, erweist sich im Gegenteil als Hyperbel von Aggressionsbereitschaft. Ein Bericht von <strong>Frederico<\/strong><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42385\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,30],"tags":[965,379,1092,1334,1426,2052,2160,2145,2047,1418,2117,1800,1556,1333,1019,2114],"class_list":["post-42385","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-argentinien","tag-china","tag-drogen","tag-erdoel","tag-hegemonie","tag-investitionen","tag-kolumbien","tag-lateinamerika","tag-peru","tag-regime-change","tag-tillerson-rex","tag-trump-donald","tag-usa","tag-venezuela","tag-wirtschaftssanktionen","tag-xi-jinping"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42385","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42385"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42385\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":120851,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42385\/revisions\/120851"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42385"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42385"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42385"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}