{"id":42416,"date":"2018-02-14T08:45:40","date_gmt":"2018-02-14T07:45:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416"},"modified":"2018-02-14T08:45:40","modified_gmt":"2018-02-14T07:45:40","slug":"hinweise-des-tages-3059","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MW\/AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h01\">Verzockt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h02\">Warum wir Journalisten den Schulz-Hype aufarbeiten m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h03\">Marco B&uuml;low (SPD) im Interview: &bdquo;Gehen wir in die Groko, gehen wir unter&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h04\">SPD nennt Ministernamen erst nach Mitgliederentscheid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h05\">&raquo;Der SPD fehlt eine Vision&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h06\">Koalitionsvertrag zeigt: GroKo beugt sich R&uuml;stungsaufruf der NATO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h07\">Feuchter Traum von AfD und Wladimir Putin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h08\">Zahlen l&uuml;gen nicht. Oder doch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h09\">Schlangengrube&rdquo; Berliner Politbetrieb: &ldquo;Niemand sollte dem anderen in den Vorgarten pinkeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h10\">EU: Auf eine neoliberale Politik festgenagelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h11\">Kryptoboom: Island f&uuml;rchtet Strommangel wegen Bitcoin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h12\">Armutsgef&auml;hrdung von Alleinstehenden nimmt zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h13\">Umstrittene Panzernachr&uuml;stung &ndash; Rheinmetall treibt T&uuml;rkei-Deal voran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h14\">Toll Collect: Mautfirma stellte dem Bund 300 Millionen Euro zu viel in Rechnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h15\">Eigentum ist Heimat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h16\">Ein au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Erfolg der Linke? Frankreich im Wahlzyklus 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h17\">Nach L&uuml;ge &uuml;ber Putin: Niederl&auml;ndischer Au&szlig;enminister tritt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42416#h18\">Merkels Bildungsrepublik l&auml;sst weiter auf sich warten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verzockt<\/strong><br>\nDie SPD hat zum zweiten Mal in einer Woche einen gro&szlig;en strategischen Fehler begangen. Die einst so stolze Volkspartei muss aufpassen, nicht zum Gesp&ouml;tt zu verkommen. [&hellip;]<br>\nSatzungsrechtlich ist die kommissarische &Uuml;bernahme des Parteivorsitzes durch eine Fraktionschefin wie Nahles nicht vorgesehen &ndash; wenn der SPD-Chef ausf&auml;llt oder hinwirft, kann nur auf seine sechs Stellvertreter zur&uuml;ckgegriffen werden. So war es auch, als Frank-Walter Steinmeier 2008 nach dem R&uuml;cktritt von Kurt Beck den Vorsitz kurzzeitig f&uuml;hrte und als Johannes Rau 1993 nach dem R&uuml;ckzug von Bj&ouml;rn Engholm die Partei vor&uuml;bergehend leitete.<br>\nNahles&rsquo; Plan war also satzungsrechtlich angreifbar. Darauf wiesen sie auch mehrere Juristen hin. Sp&auml;testens mit der Ank&uuml;ndigung der Flensburger Oberb&uuml;rgermeisterin Simone Lange am Montagabend, gegen Nahles bei der Wahl zur SPD-Chefin zu kandidieren, war die Idee einer vorzeitigen &Auml;mter&uuml;bergabe dann nicht mehr zu halten. Nahles kann nicht Aufgaben einer Parteivorsitzenden &uuml;bernehmen, wenn es noch eine andere Anw&auml;rtin auf den Posten gibt &ndash; selbst wenn Langes Chancen noch so gering sind. Das s&auml;he endg&uuml;ltig nach Herrscher-All&uuml;re aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-02\/spd-vorsitz-andrea-nahles\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es wird von Tag zu Tag absurder. Da entdecken die Medien und Parteispitze die rechtlichen H&uuml;rden, die schon <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42389\">auf den NachDenkSeiten erw&auml;hnt wurden<\/a>. So weit, so gut. Und welche Alternative zaubert man aus dem Hut? Man sucht sich f&uuml;r die kommissarische Vertretung genau den Vize aus, der bei den Wahlen auf dem letzten Parteitag die &ndash; mit Abstand &ndash; <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/news\/stellvertretende-spd-parteivorsitzende-gewaehlt\/07\/12\/2017\/\">wenigsten Stimmen bekommen hat<\/a>. Ein weiterer Tiefschlag gegen die Parteibasis und diesmal auch die Delegierten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warum wir Journalisten den Schulz-Hype aufarbeiten m&uuml;ssen<\/strong><br>\nErst hochgeschrieben, dann abgest&uuml;rzt: Vor einem Jahr galt Martin Schulz uns Journalisten als Ausnahmepolitiker. Wir m&uuml;ssen uns fragen, warum es immer wieder zu solchen Medien-Hypes kommt.<br>\nIch f&uuml;hlte mich wie der vielzitierte Geisterfahrer, der glaubt, dass ihm hunderte Falschfahrer entgegenkommen &ndash; weil er nicht merkt, dass er selbst einer ist.<br>\nKaum hatte Sigmar Gabriel am 24. Januar 2017 im stern Martin Schulz als neuen Parteichef und Kanzlerkandidaten ausgerufen, fragte ich mich, wer denn nun hier der Falschfahrer ist. Denn ich kannte den Europaabgeordneten Schulz aus meiner Br&uuml;sseler Korrespondentenzeit und aus jahrelangen EU-Recherchen als relativ bedenkenlosen Machtpolitiker. In einer Bilanz vor der EU-Wahl im Jahr 2014 hatte ich an einer ganzen Reihe von Beispielen seine aus meiner Sicht &ldquo;&uuml;berdurchschnittlich fr&ouml;hliche Bereitschaft zur Unaufrichtigkeit&rdquo; beschrieben. Immer wieder war Schulz als jemand aufgefallen, dem es um die eigene Karriere ging &ndash; und dessen Blick sich im Jahr 2016 auf die Berliner Politik richtete, nachdem klar war, dass er den Posten des EU-Parlamentspr&auml;sidenten abgeben musste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/tillack\/martin-schulz--wir-journalisten-muessen-den-hype-um-ihn-aufarbeiten-7859916.html\">Stern Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Medien-Hype um den &uuml;berlebensgro&szlig;en Kandidaten: die Schulz-Story als Lektion eines journalistischen Irrtums<\/strong><br>\nDass der Schulz-Rausch ein Ph&auml;nomen von geringer Halbwertszeit war, zeichnete sich lange vor der Bundestagswahl 2017 ab. Sp&auml;testens mit dem sang- und klanglosen R&uuml;cktritt vom Amt des SPD-Parteichefs am Dienstag ist der Hoffnungstr&auml;ger Martin Schulz Geschichte. Die Story &uuml;ber den steilen Aufstieg und j&auml;hen Absturz des Merkel-Herausforderers ist auch eine Geschichte der Medien &ndash; und ihres Versagens. [&hellip;]<br>\nAus dem SPD-Mann, der sich zuletzt entgegen aller vorherigen Zusagen auf einen Ministerposten im neuen Kabinett Merkel zu retten versuchte, ist die Antithese &bdquo;Sankt Martins&ldquo; (Spiegel) geworden.  Aus dem &bdquo;Eroberer&ldquo; (stern) wurde ein &Uuml;berl&auml;ufer, dessen politisches Ende als besiegelt bezeichnet werden darf. Die vom Spiegel vor Jahresfrist beschworene &bdquo;Merkeld&auml;mmerung&ldquo; blieb aus. Viel mehr d&auml;mmert so langsam, dass da etwas gewaltig schief gelaufen ist in den Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/02\/13\/medien-hype-um-den-ueberlebensgrossen-kandidaten-die-schulz-story-als-lektion-eines-journalistischen-irrtums\/\">Meedia<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lesen Sie dazu bitte auch meinen gestrigen Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42405\">Ein Riss in der Matrix &ndash; wie die Filterblase von Medien und Politik an der GroKo-Frage scheitert<\/a>&ldquo;. Es ist schon tragisch. Da f&auml;ngt die eine H&auml;lfte der Branche an, den &bdquo;Schulz-Hype&ldquo; aufzuarbeiten, w&auml;hrend die andere H&auml;lfte bereits mit vollem Elan am &bdquo;Nahles-Hype&ldquo; arbeitet. Bei bild.de k&ouml;nnen Sie heute eine Sammlung mit &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.bild.de\/video\/clip\/parteivorsitzende\/koennen-diese-auftritte-andrea-nahles-den-spd-vorsitz-kosten-54795480.bild.html\">Nahles besten Spr&uuml;chen<\/a>&ldquo; anschauen. Und auch ansonsten f&auml;hrt man bei Springer eine Kampagne am Rande der L&auml;cherlichkeit &hellip;<\/em><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180214-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180214-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Wer sich Nahles stellt, stellt sich nun auch gegen BILD &hellip;<\/em><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180214-hdt-02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180214-hdt-02-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Aber auch SPIEGEL Online dreht munter weiter am Nahles-Hype &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Die letzte Hoffnung der SPD<\/strong><br>\nMartin Schulz tritt als SPD-Vorsitzender zur&uuml;ck, verpasst seiner designierten Nachfolgerin Andrea Nahles mit der verstolperten Nominierung aber noch eine Delle. Macht nichts: Nahles hat das Zeug dazu, ihre Partei wieder aufzurichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/andrea-nahles-die-letzte-hoffnung-der-spd-kommentar-a-1193370.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Marco B&uuml;low (SPD) im Interview: &bdquo;Gehen wir in die Groko, gehen wir unter&ldquo;<\/strong><br>\nHier, sagten sie immer, kannst du einen Besen aufstellen. Wenn er von der SPD ist, w&auml;hlen sie ihn zum B&uuml;rgermeister. In der Zeit, als das ein Gesetz war, wurde Marco B&uuml;low geboren. Jetzt sitzt er auch schon seit 15 Jahren im Bundestag. B&uuml;low gewinnt keine Beliebtheitspreise in seiner Fraktion. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber die SPD als Titanic, Potenziale und eine notwendige Revolution. [&hellip;]<br>\nDortmund sieht sich gerne als eine Stadt, die anpackt, die wegschafft, ob Strukturwandel oder Zuwanderungsproblematik. Wenn man am Phoenix-See steht und sich dort die neuen H&auml;user im Wasser spiegeln, sieht man diese Erz&auml;hlung in Stein gemauert. Aber das ist nur eine Facette der Stadt. Je nach Statistik ist jeder Vierte in Dortmund von Armut betroffen oder jeder F&uuml;nfte davon bedroht. Regelm&auml;&szlig;ig belegt die Stadt Spitzenpl&auml;tze in diversen Armutsrankings. Jedes dritte Kind in Dortmund lebt von Hartz IV, vermeldet eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Was f&uuml;r eine Katastrophe. Rund 16.000 Langzeitarbeitslose gibt es in der Stadt. Menschen ohne Perspektive.<br>\nF&uuml;r zehn Prozent wird fast alles gemacht, ein bisschen wird die Mitte mitgenommen, die untere H&auml;lfte wird v&ouml;llig vernachl&auml;ssigt, mit ihr f&uuml;llt man die Jobs auf. Aufsteigen kann man hier kaum noch. Leistung lohnt sich immer weniger. Und das manifestiert sich. Ich bin da bei dem Soziologen Nachtweih, der sagt: Wir haben keine Aufstiegsgesellschaft mehr, wir werden zu einer Abstiegsgesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/Staedte\/Dortmund\/Gehen-wir-in-die-Groko-gehen-wir-unter-1255777.html\">Ruhrnachrichten<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Ich werde mich weiter f&uuml;r eine Urwahl einsetzen&rdquo;<\/strong><br>\nMartin Schulz will den SPD-Parteivorsitz kommissarisch an die Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles abgeben. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low lehnt dies ab. Mit einer solchen Weitergabe des Spitzenpostens w&uuml;rden &ldquo;Fakten geschaffen&rdquo;, andere Kandidatinnen und Kandidaten h&auml;tten keine Chance mehr, sagte er im Dlf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-politiker-marco-buelow-ich-werde-mich-weiter-fuer-eine.694.de.html?dram:article_id=410669\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD nennt Ministernamen erst nach Mitgliederentscheid<\/strong><br>\nDie Spitzen von Union und SPD ringen mit Signalen zur Erneuerung um Zustimmung f&uuml;r eine Neuauflage der gro&szlig;en Koalition. Neue Irritation d&uuml;rften allerdings Pl&auml;ne der SPD ausl&ouml;sen, ihr Personal f&uuml;r das Bundeskabinett erst nach der Entscheidung der Mitglieder &uuml;ber den Koalitionsvertrag Anfang M&auml;rz zu nennen. SPD-Vizechefin Manuela Schwesig sagte unserer Redaktion: &ldquo;Wenn der Mitgliederentscheid eine Mehrheit f&uuml;r eine erneute gro&szlig;e Koalition bringt, werden wir &uuml;ber das Regierungspersonal sprechen.&rdquo; Heute wird SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles voraussichtlich den Parteivorsitz kommissarisch &uuml;bernehmen.<br>\nDie CDU will ihre Minister bereits bis zum Sonderparteitag am 26. Februar bekannt geben. Die erneute Ank&uuml;ndigung von Parteichefin und Kanzlerin Angela Merkel, das Kabinett zu verj&uuml;ngen, nannte die Junge Union ein gutes Zeichen.<br>\nNach den Turbulenzen in der SPD mit dem erzwungenen Verzicht des scheidenden Parteichefs Martin Schulz auf das Au&szlig;enministeramt geht es f&uuml;r die Partei in einer Umfrage weiter bergab: In einer Insa-Erhebung f&uuml;r die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung fiel die SPD auf ein Rekordtief von 16,5 Prozent, die AfD liegt bei 15 Prozent. Auch die Werte der Union sanken auf 29,5 Prozent. &ldquo;CDU und SPD m&uuml;ssten Neuwahlen f&uuml;rchten. So unbeliebt war die Groko noch nie&rdquo;, sagte Insa-Chef Hermann Binkert.PD nennt Ministernamen erst nach Mitgliederentscheid<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/spd-nennt-minister-namen-erst-nach-mitgliederentscheid-2018-aid-1.7392008\">RP<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Offenbar hat man im Willy-Brandt-Haus aus dem Desaster der letzten Woche gelernt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&raquo;Der SPD fehlt eine Vision&laquo;<\/strong><br>\nPersonell wie inhaltlich steckt die deutsche Sozialdemokratie in einer tiefen Krise. Ein Gespr&auml;ch mit Christoph Butterwegge<br>\nSie geh&ouml;ren zu dem Kreis prominenter Linker, die einst Mitglied in der SPD waren und dann irgendwann ausgetreten sind. Was waren damals die ausschlaggebenden Gr&uuml;nde? Und hat sich seitdem etwas ge&auml;ndert?<br>\nDie Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r meinen SPD-Austritt waren die Agenda 2010 und die Hartz-Gesetze.(&hellip;) Schluss war dann f&uuml;r mich, als die SPD in die gro&szlig;e Koalition ging, obwohl es eine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit im Bundestag gegeben h&auml;tte. Ich konnte da keine Wende weg von der &raquo;&Auml;ra Schr&ouml;der&laquo; hin zu einem neuen Politikstil und neuen Inhalten erkennen (&hellip;) Schluss war dann f&uuml;r mich, als die SPD in die gro&szlig;e Koalition ging, obwohl es eine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit im Bundestag gegeben h&auml;tte. Ich konnte da keine Wende weg von der &raquo;&Auml;ra Schr&ouml;der&laquo; hin zu einem neuen Politikstil und neuen Inhalten erkennen.<br>\n(&hellip;) Eine B&uuml;rgerversicherung m&uuml;sste umfassender sein als das, was die SPD darunter versteht: Sie m&uuml;sste alle Bev&ouml;lkerungskreise einschlie&szlig;en &ndash; also auch Selbst&auml;ndige, Freiberufler, Beamte, Abgeordnete und Minister &ndash; und die Verbeitragung aller Eink&uuml;nfte vorsehen, also auch von Kapitalertr&auml;gen. Die Forderung, dass neben L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern zudem Dividenden, Zinsen, Miet- und Pachterl&ouml;se einbezogen werden, war urspr&uuml;nglich auch bei der SPD vorgesehen. Davon hat sich die Partei aber wieder verabschiedet. Eine solidarische B&uuml;rgerversicherung sollte auch nicht auf den Gesundheitsbereich beschr&auml;nkt sein. Die Beitragsbemessungsgrenze m&uuml;sste auf- oder zumindest stark angehoben werden. Dann w&auml;re das ein sinnvolles Projekt, um den Sozialstaat wieder auf ein festes Fundament zu stellen. (&hellip;) Voran geht es da nirgends. Die SPD hat keine Vision. Sie ist nur dabei, m&uuml;hselig zu reparieren, was sie in fr&uuml;heren Regierungen selbst angerichtet hat.<br>\n(&hellip;) Ich bin fest davon &uuml;berzeugt, dass die gro&szlig;e Mehrheit der SPD-Mitglieder treue Parteisoldaten sind. Und eine Ablehnung des Koalitionsvertrages im anstehenden Mitgliederentscheid w&uuml;rde bedeuten, die gesamte SPD-F&uuml;hrung zum Teufel zu jagen. Es w&auml;re ein Misstrauensvotum und der Entzug des Mandates, in dieser Regierungskonstellation Politik zu machen. Das w&auml;re ein riesiger Eklat und w&uuml;rde weit &uuml;ber die SPD hinaus Wellen schlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/327226.der-spd-fehlt-eine-vision.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Koalitionsvertrag zeigt: GroKo beugt sich R&uuml;stungsaufruf der NATO<\/strong><br>\nDer Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD birgt schwerwiegende sicherheitspolitische Neuerungen: &bdquo;Deutschland wird verbindlich (&hellip;) dem Zielkorridor der Vereinbarungen in der NATO folgen&ldquo; und: &bdquo;Wir wollen die vereinbarten NATO-F&auml;higkeitsziele erreichen und F&auml;higkeitsl&uuml;cken schlie&szlig;en.&ldquo; Dazu erkl&auml;rt der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low:<br>\nIm Klartext hei&szlig;en die Passagen aus dem Koalitionsvertrag: Die H&ouml;he des Verteidigungsetats wird sich unter der GroKo am Zwei-Prozent-Ziel der NATO orientieren. Die NATO fordert schon l&auml;nger, dass alle Mitglieder bis sp&auml;testens 2024 zwei Prozent oder mehr ihres Bruttosozialprodukts in R&uuml;stung investieren.<br>\nDiese Festlegung hat die SPD immer abgelehnt. Martin Schulz hat gerade auch gegen die Forderung der Union, dieses Zwei-Prozent-Ziel z&uuml;gig zu erreichen, Wahlkampf gemacht. &Uuml;berall war klar, dass die SPD den Irrweg der massiven Aufr&uuml;stung nicht mitgehen w&uuml;rde.<br>\nDoch nun werden mit dieser versteckten Festlegung k&uuml;nftig unter dem Deckmantel einer vermeintlich notwendigen Erh&ouml;hung der Verteidigungsf&auml;higkeit drastisch erh&ouml;hte R&uuml;stungsausgaben durchgewunken &ndash; und das mit Hilfe der SPD.<br>\nDie R&uuml;stungsspirale schraubt sich weiter nach oben: Der Verteidigungsetat war mit 37 Milliarden bereits der zweitgr&ouml;&szlig;te Posten im Bundeshaushalt 2017 &ndash; und entsprach lag mit 1,2 Prozent unter dem NATO-Ziel. Um dieses zu erreichen, m&uuml;sste Deutschland im Jahr 2024 mehr als 75 Milliarden Euro f&uuml;r Verteidigung ausgeben. Damit w&uuml;rde Deutschland zu einem der L&auml;nder mit den gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;rausgaben z&auml;hlen und dies w&uuml;rden viele L&auml;nder als eine Bedrohung ansehen. Zudem wird das Geld an anderer Stelle n&ouml;tig gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.marco-buelow.de\/koalitionsvertrag-zeigt-groko-beugt-sich-ruestungsaufruf-der-nato\/\">Marco B&uuml;low<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Mit schwammigen Formulierungen im Koalitionsvertrag soll der Anstieg der R&uuml;stungsausgaben vertuscht werden. W&ouml;rtlich:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Im Rahmen der j&auml;hrlichen Haushaltsaufstellung ab 2018 bis 2021 wird die Koalition zus&auml;tzlich entstehende Haushaltsspielr&auml;ume priorit&auml;r dazu nutzen, neben den Verteidigungsausgaben zugleich die Mittel f&uuml;r Krisenpr&auml;vention, humanit&auml;re Hilfe, ausw&auml;rtige Kultur- und Bildungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit ausgehend von der Grundlage des 51. Finanzplans angemessen zu erh&ouml;hen. (&hellip;) Deutschland wird verbindlich mit dieser Haushaltspolitik und der Koppelung von Verteidigungsausgaben und ODA quotenf&auml;higen Ausgaben sowohl dem Zielkorridor der Vereinbarungen in der NATO folgen als auch den internationalen Verpflichtungen zur weiteren Steigerung der ODA-Quote nachkommen, deren beider Absinken bereits 2018 verhindert werden muss.  (<a href=\"https:\/\/www.spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/Koalitionsvertrag\/Koalitionsvertrag_2018.pdf\">ab Zeile 6866<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Passage des Koalitionsvertrags wird in den Meiden interessanterweise nur sehr selten erw&auml;hnt. Dies ist eine Einf&uuml;hrung der 2%-Regelung durch die Hintert&uuml;r.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Feuchter Traum von AfD und Wladimir Putin<\/strong><br>\nDas Gezerre um die GroKo freut Russland und die Rechtspopulisten. Abwertung, Pessimismus und Destruktion &ndash; das f&uuml;hrt zu Selbstmord aus Angst vor dem Tod.<br>\nGewiss, die Bildung einer neuen Regierung h&auml;tte auch einfacher sein k&ouml;nnen. (&hellip;) Die H&auml;me in Medien und Netzwerken &uuml;ber jene, die sich um Kompromisse in den Koalitionsverhandlungen m&uuml;hten, war getragen von einer unfassbaren Verantwortungslosigkeit.<br>\n(&hellip;) Das ganze Geschehen, einschlie&szlig;lich des Dramas um Martin Schulz und Sigmar Gabriel, sieht aus wie der feuchte Traum von AfD und Wladmimir Putin.<br>\n(&hellip;) Man mag mit einigen Ergebnissen unzufrieden sein, aber diese Resultate sind die besten, die sich unter diesen Mehrheitsbedingungen finden lassen. So sieht nun mal die Realit&auml;t in Deutschland aus. Sie k&ouml;nnte schlimmer sein.<br>\n(&hellip;) Was ist der Sinn, wenn jetzt h&ouml;hnisch und h&auml;misch das Zerst&ouml;ren gefeiert wird? Ist das besser, als Verantwortung zu &uuml;bernehmen? Diese Frage richtet sich auch an die zur Abstimmung antretende SPD-Basis. M&ouml;ge sie diesem Sog widerstehen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/kolumnen\/groko-feuchter-traum-von-afd-und-wladimir-putin-a-1445811\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> &hellip;am Rosenmontag habe ich zuf&auml;llig einen Artikel in der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau gelesen, der mich doch erschaudern lie&szlig;, was das Formulierungs- und Manipulationsniveau, auf dem einige in unserer hiesigen Presslandschaft inzwischen angekommen zu sein scheinen, angeht.<\/em><br>\n<em>Auszug aus einem Brief unseres Lesers J.H an die Frankfurter Rundschau:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>Sehr geehrte Frau Kahane, sehr geehrte Redaktion der FR,<\/em><br>\n<em>(&hellip;) Dem Pr&auml;sidenten der Russischen F&ouml;deration (und auch der Afd) jedoch &bdquo;Feuchte Tr&auml;ume&ldquo; bei der Beobachtung der Bem&uuml;hungen um das Zustandekommen einer Gro&szlig;en Koalition zu unterstellen &hellip;. ist wohl an Schmierigkeit kaum zu unterbieten. (&hellip;) Man mu&szlig; weder Herrn Putin noch die AfD m&ouml;gen, aber Sie sollten schon einen selbst etablierten Anspruch auf ein einzuhaltendes Niveau haben, dass ebendiesen Anspruch der FR, eine seri&ouml;se Nachrichtenquelle zu sein, auch einl&ouml;st. Das ist bei dieser Art von Bravo-artiger Wortwahl wohl kaum gegeben.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zahlen l&uuml;gen nicht. Oder doch?<\/strong><br>\nDie IG-Metall hat nach unserem Artikel zum Tarifabschluss einige erboste Emails geschickt. Wir h&auml;tten Einmalzahlungen nicht ber&uuml;cksichtigt und prinzipiell falsch gerechnet. Daher hier noch einmal die Basis unseres Rechenbeispiels mit den Zahlen, die uns zugeschickt wurden. (&hellip;)<br>\nUm dem Vorwurf der Manipulation zu entgehen, zeigen die Spalten 6-8 unsere Berechnung noch mal mit dem Ausgangsmedianlohn der IG-Metall. Die kumulierte Lohnsumme bis einschlie&szlig;lich M&auml;rz 2020 ist in etwa gleich. Dies zeigt, dass ein vergleichbarer j&auml;hrlicher Lohnanstieg mit diesen Zahlen sogar nur 3,1 % (statt 3,17 %) entspricht. Aber auch in unserem Szenario steigt die gesamte Jahreslohnsumme in 2018 im Vergleich zum Vorjahr prozentual st&auml;rker an als 3,1 %. Dies liegt aber nicht am Verhandlungsgeschick der IG-Metall, sondern daran, dass in 2017 das Lohnniveau von Januar bis M&auml;rz etwas niedriger war als im Rest des Jahres. W&uuml;rde die bisherige Vereinbarung einfach weiterlaufen, w&auml;re die Lohnsumme in 2018 auch von alleine schon angestiegen.<br>\nAber die Arbeitszeitverk&uuml;rzung (AZV)?<br>\nMan mag jetzt einwenden, dass die IG-Metall mit der Option der AZV ja auch etwas verhandelt hat, dass man nicht in monet&auml;ren Werten messen kann. Daher w&uuml;rde der Vergleich mit einer einfachen Kennzahl in die Irre f&uuml;hren. (&hellip;) Auf Makroskop wurde mehrfach gezeigt, dass eine AZV bei Lohnverzicht aus einer makro&ouml;konomischen Perspektive allerdings fragw&uuml;rdig erscheint (z.B. hier). Aber hier geht es ja nicht mal darum, sondern bisher nur um die Option, die Arbeitszeit zu verk&uuml;rzen. Es ist ja gar nicht wirklich klar, ob dies am Ende genutzt werden kann. Und sollte man die Option ziehen, so verzichtet man dann ja auch auf die Zusatzzahlung von 27,5 %. (&hellip;)<br>\nFazit<br>\nDer ausgehandelte Tarifvertrag ist ausgesprochen schwer zu bewerten. (&hellip;) Im Vergleich zum Vorjahr mag die Gesamtlohnsumme nun etwas kr&auml;ftiger steigen, auf den gesamten Verhandlungszeitraum bezogen ist das Ergebnis aber keineswegs der Durchbruch. Insbesondere nicht, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Branche handelt, der es sehr gut geht und in der die Gewerkschaft noch stark organisiert ist. Als wegweisende Tarifvereinbarung f&uuml;r das Jahr 2018 l&auml;sst die Vereinbarung bef&uuml;rchten, dass die aggregierten Reall&ouml;hne auch dieses Jahr bestenfalls um den Produktivit&auml;tsfortschritt steigen. Das ist gerade aus einer europ&auml;ischen Perspektive zu wenig, da ja die europ&auml;ischen Handelspartner relativ zu uns g&uuml;nstiger werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/02\/tarifabschluss-zahlen-luegen-nicht-oder-doch\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Sie finden den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42295\">grundlegenden Artikel<\/a> von Heiner Flassbeck und Michael Paetz auch auf den NachDenkSeiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schlangengrube&rdquo; Berliner Politbetrieb: &ldquo;Niemand sollte dem anderen in den Vorgarten pinkeln<\/strong><br>\nSpitzenleute der SPD h&auml;tten im vergangenen Jahr &ldquo;alle auf eigene Rechnung gespielt&rdquo;, sagte der linke Bundestagsabgeordnete Fabio de Masi im Dlf. Sich &uuml;bers Personal zu streiten statt wie die Linken &uuml;ber Inhalte, sei aber kein &uuml;berzeugendes Angebot an die W&auml;hler. [&hellip;]<br>\nM&uuml;nchenberg: Ist das denn auch Ihre Beobachtung? Geht es in Berlin politisch gesehen ein bisschen h&auml;rter zu als in Br&uuml;ssel, als in der belgischen Hauptstadt?<br>\nde Masi: Nun, es geht durchaus etwas h&auml;rter zu, weil man im Europ&auml;ischen Parlament etwa als Linker mit einem schwedischen Konservativen zusammenarbeiten muss, mit dem man sich aber nie im Wahlkampf begegnen wird. Es hat schon eine andere Qualit&auml;t. Ich finde aber auch, dass es jetzt falsch w&auml;re, sozusagen den Psychologen der SPD zu spielen, sondern viele, viele Menschen &ndash; das ist das eigentliche Problem &ndash;, die f&uuml;hlen sich nicht mehr wertgesch&auml;tzt von der SPD seit vielen Jahren, die Besch&auml;ftigten, die Arbeitslosen, die Rentner, und da mutet es schon etwas lustig an, wenn wir uns jetzt den ganzen Tag damit besch&auml;ftigen, ob sich Herr Gabriel oder Herr Schulz hinreichend wertgesch&auml;tzt f&uuml;hlen von ihrer Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schlangengrube-berliner-politbetrieb-niemand-sollte-dem.694.de.html?dram:article_id=410637\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU: Auf eine neoliberale Politik festgenagelt<\/strong><br>\nDebatte zur Europ&auml;ischen Union: Die Suche nach linken Handlungsm&ouml;glichkeiten. &ndash; Mit unseren bisherigen Positionen und Strategien zur EU sind wir heute in der Defensive. Die folgenden Thesen sind die Basis f&uuml;r die Suche nach neuen Strategien.\n<ol>\n<li>Die positiven Seiten der EU d&uuml;rfen uns nicht davon abhalten, eine grundlegende Kritik an ihr zu &uuml;ben.<br>\nDie EU hat viele positive Aspekte. Dazu geh&ouml;ren etwa die Freiheit, in andere EU-L&auml;nder zu reisen oder dort zu arbeiten, Transferleistungen in strukturschwache Regionen oder die Chemikalienverordnung REACH. Doch diesen positiven Aspekten stehen viele problematische Bereiche der EU-Politik, wie die Handelspolitik, die neoliberale Wirtschafts- und K&uuml;rzungspolitik, die Fl&uuml;chtlings- oder Milit&auml;rpolitik, gegen&uuml;ber. (&hellip;)<\/li>\n<li>Neoliberale Wirtschaftspolitik ist der Kern der EU. Daher ist sie nicht in unserem Sinn reformierbar. (&hellip;)<\/li>\n<li>&raquo;Mehr Europa&laquo; bedeutet heute immer &raquo;mehr Neoliberalismus&laquo; und ist daher abzulehnen.<br>\nSolange der neoliberale Kern der EU nicht infrage gestellt wird, vertieft jeder neue Integrationsschritt die problematische Ausrichtung. (&hellip;)<\/li>\n<li>Die Frage, ob ein Austritt aus EU und Euro sinnvoll ist, stellt sich in jedem Land anders.<br>\nVom europ&auml;ischen Standortwettbewerb profitieren in erster Linie Reiche und Konzerne, w&auml;hrend die breite Bev&ouml;lkerung verliert.  (&hellip;)<\/li>\n<li>Der Gegensatz &raquo;Mehr EU oder zur&uuml;ck zum Nationalstaat&laquo; ist falsch und f&uuml;hrt uns in die Irre. (&hellip;)<\/li>\n<li>Auch die Rechten stehen f&uuml;r neoliberale Politik &ndash; nur noch autorit&auml;rer.<br>\nDie Rechten sind bisher Hauptprofiteur der EU-Krise. Das liegt an der Schw&auml;che der Linken und am Rechtsruck der sogenannten politischen Mitte. (&hellip;)<\/li>\n<li>F&uuml;r die Entwicklung der EU in den kommenden Jahren sind verschiedene Szenarien denkbar &ndash; und keines davon ist gut. (&hellip;)<\/li>\n<li>Aktuelle Initiativen wie DiEM25 oder Lexit greifen zu kurz. (&hellip;)<\/li>\n<li>Wir brauchen Strategien, die uns handlungsf&auml;hig machen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir m&uuml;ssen sowohl unsere Kritik an der EU, aber auch unsere Strategien f&uuml;r Ver&auml;nderung auf neue Beine stellen. Es bringt uns nicht weiter, auf eine fundamentale Reform der EU zu hoffen, wenn die daf&uuml;r n&ouml;tigen Mehrheiten in der Realit&auml;t in immer weitere Ferne r&uuml;cken. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2160\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kryptoboom: Island f&uuml;rchtet Strommangel wegen Bitcoin<\/strong><br>\nIsland zieht wegen seiner niedrigen Strompreise immer mehr Rechenzentren an, die Bitcoins herstellen. 2018 k&ouml;nnte deren Energieverbrauch den aller Haushalte &uuml;bertreffen.<br>\nDer hohe Energieverbrauch zur Erzeugung der Digitalw&auml;hrung Bitcoin sorgt weiter f&uuml;r Schlagzeilen. Die in Island beheimateten Bitcoin-Produzenten d&uuml;rften in diesem Jahr mehr Strom verbrauchen als alle isl&auml;ndischen Privathaushalte zusammen, sagte der Sprecher des isl&auml;ndischen Energieunternehmens HS Orkas, Johann Snorri Sigurbergsson, dem britischen Fernsehsender BBC.<br>\nGrund des hohen Energieverbrauchs sei, dass sich immer mehr Rechenzentren, darunter sogenannte &ldquo;Miner&rdquo;, in Island ansiedeln wollten. Es gebe eine hohe Anzahl von Kundenanfragen, sagte Sigurbergsson: &ldquo;Wenn all diese Projekte realisiert werden, haben wir nicht genug Energie daf&uuml;r.&rdquo;<br>\nUnter &ldquo;Mining&rdquo; wird die Herstellung von Bitcoins verstanden. Hierbei f&uuml;hren die &ldquo;Miner&rdquo; hochkomplexe Rechenoperationen durch und erhalten daf&uuml;r frische Bitcoins.<br>\nIsland ist ein kleines Land mit etwa 350.000 Einwohnern. In den vergangenen Jahren sind viele Rechenzentren in das Land gezogen. Ein Grund daf&uuml;r ist die vergleichsweise g&uuml;nstige Stromerzeugung, die in Island fast ausschlie&szlig;lich aus erneuerbaren Energien wie Erdw&auml;rme oder Wasserkraft erfolgt.<br>\nSigurbergsson veranschlagt den j&auml;hrlichen Stromverbrauch der Bitcoin-Miner auf 840 Gigawattstunden &ndash; verglichen mit veranschlagten 700 Gigawattstunden, die pro Jahr durch die isl&auml;ndischen Haushalte verbraucht w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bitcoin-in-island-miner-duerften-bald-mehr-strom-als-haushalte-verbrauchen-a-1193219.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die internationale Politik ist gefragt, um diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Der Missbrauch von elektrischer Energie zum &bdquo;Mining&ldquo; von Kryptow&auml;hrungen scheint &uuml;brigens mittlerweile auch bei den Viren- und Malware-Entwicklern immer popul&auml;rer zu werden. Haben die Sch&auml;dlinge fr&uuml;her noch dazu gef&uuml;hrt, dass die Rechner der Opfer als Spam-Schleudern oder Angreifer f&uuml;r DDoS-Angriffe missbraucht werden konnten, werden die gekaperten Rechner heute meist zum &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.engadget.com\/2018\/02\/13\/attackers-telegram-deliver-cryptocurrency-mining-malware\/\">Cryptomining<\/a>&ldquo; eingesetzt. Wie hoch der Stromverbrauch durch diese kriminellen Praktiken ist, l&auml;sst sich allenfalls vermuten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Armutsgef&auml;hrdung von Alleinstehenden nimmt zu<\/strong><br>\nDie Armutsgef&auml;hrdung von Alleinstehenden (Haushaltstyp)1 hat sich in Deutschland deutlich erh&ouml;ht. Waren im Jahr 2006 21,5 Prozent aller Alleinstehenden armutsgef&auml;hrdet, ist es 2016 jede\/jeder Dritte gewesen (32,9 Prozent). Damit liegt die Armutsgef&auml;hrdung von Alleinstehenden in Deutschland deutlich &uuml;ber dem EU-Schnitt von 25,6 Prozent.<br>\nDie Armutsgef&auml;hrdungsgrenze lag in Deutschland im Jahr 2016 bei 12.765 Euro im Jahr bzw. 1.063,75 Euro pro Monat (60 Prozent des Medianeinkommens).<br>\nAuch die Armutsgef&auml;hrdung von Alleinstehenden in Arbeit stieg von 10,1 Prozent im Jahr 2006 auf 17 Prozent in 2016 an.<br>\nDies geht aus aktuellen Daten des Europ&auml;ischen Statistikamts Eurostat hervor, die die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann ausgewertet hat.<br>\nDie stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE erkl&auml;rt dazu:\n<blockquote><p>\n&ldquo;Armut breitet sich zunehmend in Deutschland aus. Sie ist da und kann sich nicht verstecken. Im europ&auml;ischen Vergleich hat Deutschland einen ausgepr&auml;gten Niedriglohnsektor. Um Armut zu bek&auml;mpfen, braucht es ein umfassendes Konzept. Eine neue Bundesregierung muss hier einen Schwerpunkt setzen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Zimmermann weiter: <\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Prek&auml;re Besch&auml;ftigung ist zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Unter anderem muss der Mindestlohn auf 12 Euro erh&ouml;ht werden. Leiharbeit ist zu verbieten und sachgrundlose Befristungen d&uuml;rfen nicht l&auml;nger m&ouml;glich sein. Eine neue Bundesregierung muss dringend die Rahmenbedingungen f&uuml;r gute Arbeit schaffen. Zudem muss die soziale Sicherung bei Erwerbslosigkeit existenzsichernd ausgestaltet werden. Die gesetzliche Rente muss gest&auml;rkt und armutsfest gemacht werden.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/armutsgefaehrdung-von-alleinstehenden-nimmt-zu-1\/\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Umstrittene Panzernachr&uuml;stung &ndash; Rheinmetall treibt T&uuml;rkei-Deal voran<\/strong><br>\nRheinmetall bringt trotz ausstehender Genehmigung die Aufr&uuml;stung t&uuml;rkischer &ldquo;Leopard 2&rdquo;-Panzer auf den Weg: Laut BR und &ldquo;Stern&rdquo; soll es bereits einen Deal mit der t&uuml;rkischen Firma BMC geben.<br>\nAls die t&uuml;rkische Armee Ende Januar &ldquo;Leopard 2&rdquo;-Panzer gegen die Kurdenmiliz YPG einsetzte, war die Emp&ouml;rung gro&szlig;: Panzer aus deutscher Produktion in einem v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg. Panzer, f&uuml;r die Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel bei einem Treffen mit seinem t&uuml;rkischen Amtskollegen in Aussicht gestellt hatte, die Bundesregierung werde eine Nachr&uuml;stung genehmigen. (&hellip;)<br>\nRheinmetall plant Joint-Venture mit der T&uuml;rkei<br>\nRheinmetalls T&uuml;rkei-Pl&auml;ne gehen aber noch viel weiter: Pr&auml;sident Erdogan m&ouml;chte bald vor Ort Panzer bauen lassen. Rheinmetall will mit dabei sein und hat in der T&uuml;rkei ein Tochterunternehmen gegr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/tuerkei-ruestungsexporte-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Toll Collect: Mautfirma stellte dem Bund 300 Millionen Euro zu viel in Rechnung<\/strong><br>\nDer Betreiber des Systems der Lkw-Maut Toll Collect hat dem Bund offenbar &uuml;berh&ouml;hte Rechnungen gestellt. Zu diesem Ergebnis kommt ein geheimer Untersuchungsbericht der Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft Mazars, den der SPIEGEL einsehen konnte. Demnach hat das Konsortium um die Hauptgesellschafter Telekom und Daimler dem Bund mindestens 298 Millionen Euro berechnet, die &ldquo;nicht verg&uuml;tungsrelevant&rdquo; waren. (&hellip;)<br>\nIm August l&auml;uft der Vertrag mit dem Toll-Collect-Konsortium aus. Die Bundesregierung plant, den Mautbetreiber vor&uuml;bergehend zu verstaatlichen. Auf diese Weise h&auml;tte der Bund die Chance, Einblick in die gesamten Abrechnungen zu erhalten, hei&szlig;t es aus dem Ministerium. Nur so lie&szlig;e sich feststellen, welcher Schaden durch die &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaft f&uuml;r den Bund entstanden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/toll-collect-mautbetreiber-stellte-dem-bund-ueberhoehte-rechnungen-a-1192726.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch den Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42188\">Verstaatlichung von Toll Collect &ndash; und was wird aus den Milliardenforderungen an die Telekom und Daimler?<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Eigentum ist Heimat<\/strong><br>\nNun soll er also Heimat-Minister werden, der Seehofer Horst. Und ganz Deutschland soll dann die von ihm verwaltete Heimat sein. Das macht Sinn. Denn zugleich wird der oberste aller Bayern auch Innenminister. (&hellip;) Ziemlich durchsichtig ist der neue Heimat-Trend zur Abwehr der AfD und deren nationaler Phrase erfunden worden. Abwehr durch Kopieren? Eine seltsame Heimatschutz-Ma&szlig;nahme. Die AfD wei&szlig; in Ihrem Grundsatz-Programm viel von Heimat zu faseln.<br>\n(&hellip;)<br>\nWas mag das sein, eine Heimat? Manchem ist der Fu&szlig;ballverein eine Heimat. Anderen die Kneipe um die Ecke. Eine Stadtlandschaft kann Heimat sein, auch ein St&uuml;ck Natur, Berge und T&auml;ler, Seen und W&auml;lder, werden nicht selten als Heimat begriffen. Und nicht zuletzt findet Heimat in Sprachlandschaften statt.<br>\n(&hellip;)<br>\nFolgt man der Ministerial-B&uuml;rokratie und der AfD kann man Heimat kaufen. So sollen die Deutschen zum Horst gemacht werden, zu jenem peinlichen Wesen aus der Redewendung, das zwar wenig fundiertes Wissen hat, aber auf dem Weg zum Vollhorst, &uuml;ber alles redet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/eigentum-ist-heimat\/\">Ulrich Gellermann auf KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Erfolg der Linke? Frankreich im Wahlzyklus 2017<\/strong><br>\nJean-Luc M&eacute;lenchon und seine Bewegung La France Insoumise (LFI) haben bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen ein bemerkenswert gutes Ergebnis erzielt. Sollte es sich konsolidieren lassen, w&uuml;rde LFI auch im internationalen Vergleich st&auml;rkste linke Kraft in einem Land des kapitalistischen Zentrums werden.<br>\nDer Wahlzyklus 2017 offenbart einen tiefen Umbruch im politischen System Frankreichs. Der Kollaps der Sozialdemokratie, die schwere Niederlage der Konservativen und der erneute Stimmenzuwachs f&uuml;r Marine Le Pen reflektieren die &ouml;konomischen und politischen Krisen, die das Land seit l&auml;ngerem belasten. Hauptprofiteur der Instabilit&auml;t war Manuel Macron, dem es gelang, den Eindruck zu erwecken, die Probleme des Landes l&ouml;sen zu k&ouml;nnen. Mit seiner Bewegung La R&eacute;publique en marche etablierte er eine Art Gro&szlig;e Koalition.<br>\nLFI ist zur neuen hegemonialen Kraft der franz&ouml;sischen Linken geworden. Nach einem zehnj&auml;hrigen Suchprozess und Experimenten mit klassischen linken Sammlungsbewegungen vollzog M&eacute;lenchon 2016 den Bruch damit. &Auml;hnlich wie PODEMOS und Syriza trat LFI als neues Projekt und eigenst&auml;ndiger Akteur an. LFI versteht sich auch als Antwort auf die jahrzehntelange Krise linker Politik.<br>\nMit dem Bewegungskonzept versucht LFI die Konsequenz aus der immer geringeren Bereitschaft zu ziehen, sich in Parteien zu engagieren. Die Bewegung ist in Struktur und Verfahren B&uuml;rgerinitiativen und sozialen Bewegungen sehr &auml;hnlich. Wie bei diesen treten dabei Demokratieprobleme auf, sobald die Grenzen der Kleingruppe &uuml;berschritten werden. LFI hofft, diese Probleme im weiteren Prozess zu l&ouml;sen. Neben klassisch linken Positionen in der Wirtschafts-, Sozial- und Au&szlig;enpolitik zeichnet sich das programmatische Profil dadurch aus, dass es mit &ouml;kosozialistischer Grundierung Klima- und Umweltpolitik ins Zentrum stellt Dar&uuml;ber hinaus wird scharfe Kritik an der EU ge&uuml;bt und eine machtpolitische Strategie f&uuml;r den grundlegenden Wandel der Union und den Bruch mit dem neoliberalen Konstitutionalismus formuliert.<br>\nDer Bruch mit traditioneller B&uuml;ndnispolitik hat zu Konflikten mit bisherigen Partnern gef&uuml;hrt, vor allem mit der Kommunistischen Partei.  Abgesehen davon, dass die KP als machtpolitischer Faktor nur noch ein Schatten ihrer selbst ist, haben die Gegens&auml;tze inzwischen strategische Dimensionen angenommen und sind irreparabel.<br>\nLFI wird, so wie Syriza, PODEMOS, Sanders und Corbyn von der staatstragenden Mitte als &bdquo;linkspopulistisch&ldquo; bezeichnet &ndash; mit ausgrenzender Absicht. LFI bezieht sich dagegen positiv auf Laclau und Mouffe, die als Theoretiker des &bdquo;Linkspopulismus&ldquo; gelten. Damit agiert LFI auch am Schnittpunkt der internationalen Debatte &uuml;ber Grundfragen linker Politik, wie das Verh&auml;ltnis der Klassenfrage zu den Themen neuer sozialer Bewegungen, linke Identit&auml;tspolitik, das Verh&auml;ltnis Kosmopolitismus &ndash; Kommunitarismus, oder die Frage nach dem Subjekt der Ver&auml;nderung.<br>\nVor dem Hintergrund zentraler Momente der Strategie von LFI, wie Volk, herrschender Block, Antagonismus\/Agonismus, Emotionen und Symbolik geht das Papier auf das Narrativ vom Populismus ein.<br>\nEine &Uuml;bertragbarkeit der franz&ouml;sischen Verh&auml;ltnisse auf Deutschland gibt es nicht, da sowohl die gesellschaftliche Situation als auch die Akteursseite zu unterschiedlich sind. Unabh&auml;ngig davon ist es sinnvoll, sich ohne vorgefertigtes Urteil mit Konzept und Praxis von LFI zu befassen, Dialog und Zusammenarbeit anzustreben, und sich vor allem aus dem Konflikt zwischen KP und LFI herauszuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/uploads\/media\/France_Insoumise_PeWa.pdf\">Attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nach L&uuml;ge &uuml;ber Putin: Niederl&auml;ndischer Au&szlig;enminister tritt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nNach einer L&uuml;ge &uuml;ber ein Treffen mit dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin ist der niederl&auml;ndische Au&szlig;enminister Halbe Zijlstra nach Angaben des niederl&auml;ndischen Fernsehens zur&uuml;ckgetreten. Mit der L&uuml;ge habe er den gr&ouml;&szlig;ten Fehler seiner Karriere begangen, argumentierte Zijlstra am Dienstag im niederl&auml;ndischen Parlment seine Entscheidung.<br>\nSeit 2014 hatte Zijlstra behauptet, er h&auml;tte 2006 einem Treffen des russischen Pr&auml;sidenten Putin mit ausl&auml;ndischen Unternehmern beigewohnt und pers&ouml;nlich geh&ouml;rt, wie der russische Staatschef das Wort &bdquo;Gro&szlig;russland&rdquo; gebraucht und den Begriff als &bdquo;Russland, Wei&szlig;russland, die Ukraine und die baltischen Staaten&rdquo; definiert habe. Zijlstra verband die Erw&auml;hnung von &bdquo;Gro&szlig;russland&rdquo; mit der angeblichen Absicht Russlands, die Kontrolle &uuml;ber die Ukraine, Wei&szlig;russland, und die baltischen L&auml;nder wiederherzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20180213319529904-nach-luege-ueber-putin-niederlaendischer-aussenminister-zurueckgetreten\/\">Sputnik<\/a>\n<p><strong>dazu: Niederl&auml;ndischer Au&szlig;enminister: R&uuml;cktritt wegen L&uuml;ge<\/strong><br>\nDer niederl&auml;ndische Au&szlig;enminister Zijlstra ist nach einer L&uuml;ge &uuml;ber ein angebliches Treffen mit Russlands Pr&auml;sident Putin zur&uuml;ckgetreten. Die Story &uuml;ber dessen &ldquo;Gro&szlig;-Russland&rdquo;-&Auml;u&szlig;erung habe er &ldquo;geborgt&rdquo;.<br>\n(&hellip;)<br>\nNach dem R&uuml;cktritt von Zijlstra musste sich Regierungschef Mark Rutte einem Misstrauensvotum im Parlament stellen. Den Antrag dazu hatte der rechtspopulistische Politiker Geert Wilders eingereicht. Doch stimmten 101 Abgeordnete gegen den Antrag und nur 43 daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/niederlande-aussenminister-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Merkels Bildungsrepublik l&auml;sst weiter auf sich warten<\/strong><br>\n[&hellip;] Nat&uuml;rlich freuen sich die L&auml;nder und Kommunen &uuml;ber jeden Cent mehr vom Bund f&uuml;r die Bildung angesichts der zum Teil desolaten Lage. 2 Milliarden Euro f&uuml;r den Ganztagsschulausbau und ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung f&uuml;r Kinder im Grundschulalter sind da auch schon eine Hausnummer und nicht einfach nichts. Nur: Angesichts der 32,4 Milliarden Euro Sanierungsstau bei Schulen, 50 Milliarden bei den Hochschulen und weitere 4,5 Milliarden Euro bei den Kitas, Mangel an Erzieher*innen und P&auml;dagog*innen &ndash; allein im Grundschulbereich fehlen bis 2025 etwa 105.000 Lehrkr&auml;fte &ndash; lassen die gesetzten Ziele an Ernsthaftigkeit und Ehrgeiz zweifeln.<br>\nNun soll das Kooperationsverbot insofern weiter gelockert werden, als der Bund den L&auml;ndern jetzt Finanzhilfen f&uuml;r die Bildungsinfrastruktur aller Kommunen, nicht mehr nur den finanzschwachen, geben kann. Klingt soweit gut und ist auch wieder ein Schritt in die richtige Richtung.(&hellip;) DIE LINKE fordert dagegen die Aufhebung des Kooperationsverbots f&uuml;r den gesamten Bildungsbereich und die Verankerung einer Gemeinschaftsaufgabe Bildung im Grundgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/merkels-bildungsrepublik-laesst-weiter-auf-sich-warten\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MW\/AT\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-42416","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42416","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42416"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42416\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42419,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42416\/revisions\/42419"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42416"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42416"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42416"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}