{"id":42426,"date":"2018-02-15T08:51:00","date_gmt":"2018-02-15T07:51:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426"},"modified":"2018-02-15T08:51:00","modified_gmt":"2018-02-15T07:51:00","slug":"hinweise-des-tages-3060","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h01\">Nahles will SPD nicht weiter nach links r&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h02\">Was Betriebsr&auml;te bewirken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h03\">Auf Kosten der Alten: Die Profitgier der Pflegekonzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h04\">Stickoxide: Kommt der Null-Tarif im Nahverkehr?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h05\">&bdquo;Kopf braucht Dach&ldquo;: DSW-Kampagne f&uuml;r Neubau von Studentenwohnheimen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h06\">Breitbandausbau: Deutschland, dein Lobbyproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h07\">Know-how-Transfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h08\">Transatlantische Konkurrenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h09\">Die Nato will den &laquo;Flugzeugtr&auml;ger Island&raquo; wieder mehr nutzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h10\">T&uuml;rkei wird zum Sicherheitsrisiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h11\">Stiller Erfolg der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h12\">US-Heimatschutzbeh&ouml;rde: Keine Beweise f&uuml;r Manipulation der W&auml;hlerstimmen durch Russen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h13\">Wo geht&rsquo;s hier zum Widerstand?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nahles will SPD nicht weiter nach links r&uuml;cken<\/strong><br>\nDie designierte Vorsitzende der SPD, Andrea Nahles, will die Partei nicht nach links r&uuml;cken. Arbeit, Wirtschaft und Weltoffenheit m&uuml;ssten zentrale Begriffe der SPD sein, sagt Nahles der ZEIT. &ldquo;Wir m&uuml;ssen uns selbst auf Herz und Nieren pr&uuml;fen, ob unsere Selbstverortung noch stimmt und f&uuml;r die Zukunft tr&auml;gt.&rdquo;<br>\nBei manchen Themen m&uuml;sse die SPD linker werden, etwa wenn es um den digitalen Kapitalismus gehe &ndash; um Firmen beispielsweise, die sich als Avantgarde aus dem Silicon Valley pr&auml;sentierten, zugleich aber an Monopolen arbeiteten und sich an keine Werte und Grenzen gebunden s&auml;hen. Bei anderen Themen sei das anders. Lange habe in der SPD zum Beispiel die Vorstellung geherrscht, f&uuml;r soziale Sicherheit zust&auml;ndig zu sein, w&auml;hrend sich die CDU f&uuml;r die innere Sicherheit interessiere. Sicherheit m&uuml;sse aber umfassender verstanden werden.<br>\nZu Forderungen aus der Basis nach mehr &ldquo;SPD pur&rdquo;, sagt die m&ouml;gliche neue Parteichefin, auch sie wolle SPD pur. Das Problem sei allerdings, &ldquo;dass wir das selbst nicht mehr durchdeklinieren k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-02\/spd-parteivorsitz-andrea-nahles-interview\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist doch Merkel2.0, oder? Wer ist eigentlich mit &ldquo;wir&rdquo; gemeint, wenn Frau Nahles sagt, sie wolle SPD pur, aber es g&auml;be das Problem, &ldquo;dass wir das selbst nicht mehr durchdeklinieren k&ouml;nnen&rdquo;?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Eine Partei schafft sich ab<\/strong><br>\nDie SPD droht an Fehlern aus der Vergangenheit zu scheitern. Sie ist so sehr mit ausbessern besch&auml;ftigt, dass Innovation keinen Platz mehr hat.<br>\nNicht die Gro&szlig;en Koalitionen von 2005 und 2013 sind f&uuml;r den Niedergang der SPD verantwortlich, sondern ihre &bdquo;Agenda&ldquo;-Politik, die im B&uuml;ndnis mit der Union modifiziert fortgesetzt wurde. Dass die SPD nach 1998 die H&auml;lfte ihrer W&auml;hler verloren hat, ist einerseits der Entt&auml;uschung vieler Menschen &uuml;ber ihre Regierungspraxis geschuldet &ndash; und andererseits der Tatsache, dass sie ihre Stammklientel, die damals noch aus Facharbeitern bestand, durch eine Prekarisierung der Arbeitswelt mit zerst&ouml;rt hat. Unter dem Damoklesschwert von Hartz IV akzeptierten Belegschaften, Betriebsr&auml;te und Gewerkschaften schlechtere Arbeitsbedingungen und sinkende L&ouml;hne. Heute ist der Niedriglohnsektor, in dem fast ein Viertel aller Besch&auml;ftigten t&auml;tig sind, das Haupteinfallstor f&uuml;r Erwerbs-, Kinder- und sp&auml;tere Altersarmut. (&hellip;)<br>\nStatt die pragmatische Linie des Regierungsfl&uuml;gels von Helmut Schmidt &uuml;ber Gerhard Schr&ouml;der zu Martin Schulz fortzusetzen, muss sich die Partei wieder in die Tradition von August Bebel und Willy Brandt stellen. Brandt hat es mit seiner Ost- und Entspannungspolitik, dem Versprechen, mehr Demokratie wagen zu wollen, und dem Programm der inneren Reformen seinerzeit geschafft, aus einer Juniorpartnerschaft mit der Union heraus den Regierungs- und Politikwechsel herbeizuf&uuml;hren.<br>\nAnders als damals verk&ouml;rpert die SPD heute keine &uuml;berzeugende Alternative zu den &uuml;brigen Parteien. Was sie braucht, sind neue K&ouml;pfe mit fortschrittlichen Ideen. Eine politische Aufbruchstimmung verbreiten weder Olaf Scholz noch Andrea Nahles, die beide schon SPD-Generalsekret&auml;r\/in und Minister\/in in einer Gro&szlig;en Koalition waren. So misslich es f&uuml;r die Partei war, in den Regierungskoalitionen unter Angela Merkel dezimiert zu werden: Noch existenzgef&auml;hrdender d&uuml;rfte es f&uuml;r sie werden, in den politischen Abstiegsstrudel am Ende von Merkels Kanzlerschaft zu geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/!5480909\/\">Christoph Butterwegge in der taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> M&ouml;glicherweise k&ouml;nnte die Flensburger Oberb&uuml;rgermeisterin, Frau Lange, eine personelle Alternative sein. Es sollte ihr nicht schwerfallen, auch inhaltliche Alternativen f&uuml;r die SPD aufzuzeigen. Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41876\">&Uuml;ber was verhandeln Union und SPD? &Uuml;ber was sollten sie verhandeln? Was w&auml;ren sinnvolle und notwendige programmatische Entscheidungen? Das soll das Thema dieses Beitrags sein<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Was Betriebsr&auml;te bewirken<\/strong><br>\nDieses Jahr stehen wieder Betriebsratswahlen an: Von Anfang M&auml;rz bis Ende Mai sind Arbeitnehmer in zahlreichen Unternehmen aufgerufen, &uuml;ber die Zusammensetzung ihrer betrieblichen Interessenvertretung abzustimmen. Wer sich an der Wahl beteiligt, nimmt ein demokratisches Grundrecht in Anspruch &ndash; und st&auml;rkt gleichzeitig eine Institution, der wirtschaftswissenschaftliche Studien erheblichen Nutzen bescheinigen. Den aktuellen Stand der Forschung zur betrieblichen Mitbestimmung in Deutschland haben Uwe Jirjahn von der Universit&auml;t Trier und Stephen Smith von der George Washington University zusammengefasst. (&hellip;)<br>\nAuch mit Blick auf das Problem der &bdquo;unvollst&auml;ndigen Vertr&auml;ge&ldquo; erscheine betriebliche Mitbestimmung sinnvoll, schreiben Jirjahn und Smith. Demnach ist es unm&ouml;glich, in einem Arbeitsverh&auml;ltnis alle Details vertraglich zu regeln und damit einklagbar zu machen. Besch&auml;ftigte m&uuml;ssen darauf vertrauen, dass ihr Arbeitgeber sich an Zusagen h&auml;lt und vertragliche Leerstellen nicht zu seinen Gunsten ausnutzt. Wenn dieses Vertrauen fehlt, haben Betriebe ein massives Problem. Eine Bef&ouml;rderung als Belohnung f&uuml;r bestimmte Leistungen in Aussicht zu stellen, funktioniert beispielsweise nur dann als Anreiz, wenn die Arbeitnehmer nicht bef&uuml;rchten m&uuml;ssen, &uuml;bers Ohr gehauen zu werden. Betriebsr&auml;te mit klar definierten Informations- und Mitbestimmungsrechten, die die Interessen der Belegschaft wirksam vertreten und die Einhaltung von Versprechen durchsetzen k&ouml;nnen, erm&ouml;glichen dem Arbeitgeber glaubw&uuml;rdige Selbstverpflichtungen.<br>\nNeben den Eigent&uuml;mern eines Unternehmens k&ouml;nnen auch Manager oder Vorgesetzte Vertrauen missbrauchen &ndash; etwa indem sie Schmeichler und G&uuml;nstlinge f&ouml;rdern statt kompetente Besch&auml;ftigte oder indem sie Untergebene willk&uuml;rlich schlecht behandeln. Betriebsr&auml;te k&ouml;nnen laut der Literaturstudie zur Vermeidung solcher Missst&auml;nde beitragen, indem sie direkte Kommunikation mit der Unternehmensleitung erm&ouml;glichen, die nicht durch Vorgesetzte gefiltert wird. (&hellip;)<br>\nAktuelle empirische Studien, die auf umfangreichen Datens&auml;tzen beruhen, k&ouml;nnen &uuml;berwiegend positive Effekte auf diverse Dimensionen des Unternehmenserfolgs nachweisen, so Jirjahn und Smith. Betriebsr&auml;te tragen demnach zu mehr Produktivit&auml;t, h&ouml;heren L&ouml;hnen und steigenden Renditen bei. Zudem k&ouml;nnen mitbestimmte Betriebe mit mehr &ouml;kologischen Investitionen und schrittweisen Innovationen, Weiterbildung und dualer Ausbildung aufwarten. Die Personalfluktuation nimmt ab, es gibt weniger Arbeitskr&auml;ftemangel, daf&uuml;r mehr familienfreundliche Praktiken und flexible Arbeitszeitmodelle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/112627_112634.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Auf Kosten der Alten: Die Profitgier der Pflegekonzerne<\/strong><br>\nKommerzielle Altenpflegeheime k&ouml;nnen derzeit in Deutschland gut verdienen. Denn Pflegekr&auml;fte sind rar und preiswert. Jeder Euro, der nicht f&uuml;rs Personal ausgegeben wird, erh&ouml;ht die Rendite. Dabei bezahlen Pflegebed&uuml;rftige oft Tausende Euro im Monat daf&uuml;r, dass sich in Heimen sorgf&auml;ltig um sie gek&uuml;mmert wird. Doch das ist nicht immer der Fall. Frontal 21 wollte eigentlich nur nachrechnen, wie viel kommerzielle Heimbetreiber am Pflegegesch&auml;ft verdienen. Doch die Recherchen ergaben neben hohen Gewinnen f&uuml;r die Konzerne auch vernachl&auml;ssigte Bewohner bis hin zu Schwerverletzten in den Einrichtungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/videos\/profitgier-der-pflegekonzerne-100.html\">Frontal 21<\/a>\n<p><strong>dazu: GroKo nimmt einen neuen Anlauf<\/strong><br>\nPflegepersonalmangel ist heute schon Dauerbrenner in der politischen Diskussion. In wenigen Jahren k&ouml;nnten hunderttausende Pflegekr&auml;fte fehlen. [&hellip;]<br>\nDerzeit liegt die Zahl der offenen Stellen in der Altenpflege nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bei rund 24.000. Durchschnittlich 170 Tage dauert es, bis eine frei werdende Stelle in der Altenpflege wieder besetzt werden kann. Das ist ein Rekrodwert unter allen Branchen. In den Krankenh&auml;usern geht die Gewerkschaft verdi von 70.000 fehlenden Pflegekr&auml;ften aus.<br>\nDie Politik strahlt Optimismus aus, dass der Pflegenotstand perspektivisch in den Griff zu bekommen ist. Schon in der abgelaufenen Legislatur hat die Koalition von Union und SPD die Nachfrage nach Pflegekr&auml;ften angeheizt. Die &uuml;ber mehr als zehn Jahre vorbereitete Reform des Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriffs ab Januar 2017 sorgt f&uuml;r Nachfrage auf dem leergefegten Arbeitsmarkt. &ldquo;F&uuml;r h&ouml;here Pflegegrade ben&ouml;tigt man mehr Personal und damit andere Personalschl&uuml;ssel&rdquo;, sagte der damalige Pflegebeauftragte der Bundesregierung und heutige Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen Karl-Josef Laumann (CDU) kurz nach Inkrafttreten der Pflegereform im Interview mit der &ldquo;&Auml;rzte Zeitung&rdquo;.<br>\nSieben L&auml;nder haben die Vorgaben zur Personalausstattung bereits nachpr&uuml;fbar angepasst. Das sind ausweislich der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Zusammen haben sie 10.380 neue Stellen geschaffen. Ob und wenn ja wie viele dieser zus&auml;tzlichen Stellen bereits besetzt sind, ist Stand Mittwoch auch im Gesundheitsministerium nicht bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/pflege\/article\/957536\/pflegepersonalluecke-groko-nimmt-neuen-anlauf-pflege.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Stickoxide: Kommt der Null-Tarif im Nahverkehr?<\/strong><br>\nIn der gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Bundesregierung wird offensichtlich &uuml;ber einen Null-Tarif im &ouml;ffentlichen Nahverkehr (&Ouml;PNV) nachgedacht. Das berichteten am Dienstag verschiedene Medien.<br>\nUm eine Klage der EU-Kommission wegen verbreiteter Verletzung der Stickoxid-Grenzwerte in Dutzenden St&auml;dten abzuwehren, suchen Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) und Kanzleramtsminister Peter Altmayer (CDU) nach Wegen, den innerst&auml;dtischen PKW-Verkehr einzud&auml;mmen.<br>\nIn einem Brief der Minister an die EU-Kommission wird der kostenlose Nahverkehr als eine m&ouml;gliche Ma&szlig;nahme gegen die hohe Belastung in vielen St&auml;dten genannt. Das Schreiben ist offensichtlich die Reaktion auf eine Frist zur Ergreifung von Ma&szlig;nahmen, welche die Kommission k&uuml;rzlich der Bundesregierung gesetzt hatte.<br>\nNoch immer, so Umweltkommissar Karmenu Vella Ende Januar in einer Stellungnahme, w&uuml;rden in der EU aufgrund der Luftverschmutzung j&auml;hrlich 400.000 Menschlich vorzeitig sterben. Die Zeit f&uuml;r das Erreichen der von den Mitgliedsstaaten verabredeten und gesetzlich fixierten Grenzwerte sei l&auml;ngst abgelaufen.<br>\nDie Kommission &uuml;berlegt daher, gegen neun Mitgliedsstaaten Klagen vorzubereiten. Neben Deutschland sind dies die Tschechische Republik, Spanien, Frankreich, Gro&szlig;britannien, Ungarn, Rum&auml;nien, die Slowakei und Italien. (&hellip;)<br>\nVoraussetzung w&auml;re allerdings auch eine erhebliche Verbesserung des Angebots, das hei&szlig;t, mehr Strecken, h&ouml;here Frequenz, mehr Zuverl&auml;ssigkeit und mitunter auch mehr Sauberkeit.<br>\nDer Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zeigt sich in einer Stellungnahme von dem Vorschlag &uuml;berrascht und kritisch. &ldquo;Endlich erkennt auch die Bundesregierung die Schl&uuml;sselrolle des &Ouml;PNV f&uuml;r Luftreinhaltung und Klimaschutz&rdquo;, so VDV-Pr&auml;sident J&uuml;rgen Fenske. Bevor man aber mit einem kostenlosen Angebot mehr Fahrg&auml;ste in den &Ouml;PNV locke, m&uuml;sse dieser erst ausgebaut und leistungsf&auml;hig gemacht werden. (&hellip;)<br>\nUnd wer soll das alles bezahlen? Es k&ouml;nnten zum Beispiel Kapitalertr&auml;ge und Verm&ouml;gen wieder st&auml;rker besteuert werden. Oder Erbschaften. Die Verm&ouml;gens- und Erbschaftssteuern sind hierzulande so niedrig, wie in kaum einem anderen EU-Land, wie die S&uuml;ddeutsche Zeitung berichtet.<br>\nDas Verm&ouml;gen des reichsten Prozents der hiesigen Gesellschaft w&auml;chst derzeit um 3.662 Euro pro Sekunde. W&uuml;rde dies vollst&auml;ndig per Steuer abgesch&ouml;pft, erg&auml;ben sich f&uuml;r den Fiskus j&auml;hrliche Einnahmen von gut 115 Milliarden Euro. Damit lie&szlig;e sich nicht nur ein guter, deutlich verbesserter &Ouml;PNV vollst&auml;ndig finanzieren, sondern auch noch eine vern&uuml;nftige Bundesbahn und manches mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Stickoxide-Kommt-der-Null-Tarif-im-Nahverkehr-3968678.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Kopf braucht Dach&ldquo;: DSW-Kampagne f&uuml;r Neubau von Studentenwohnheimen<\/strong><br>\nAldi steigt ins Immobiliengesch&auml;ft ein und massenhaft Studierende finden keine bezahlbare Bleibe. F&uuml;r Achim Meyer auf der Heyde sind das Zeichen politischen Versagens. Im Gespr&auml;ch mit Studis Online fordert der Generalsekret&auml;r des Deutschen Studentenwerks (DSW) ein Umsteuern und mehr Geld vom Bund. Ein wenig Hoffnung macht ihm der Koalitionsvertrag. [&hellip;]<br>\nInzwischen konkurrieren Wohnungssuchende bis in die Mittelschicht hinein um g&uuml;nstigen Wohnraum &ndash; und die Studierenden sind eine der Gruppen. Wenn Aldi jetzt auf den Wohnungsmarkt dr&auml;ngt, zeigt sich darin letztlich, wie fatal der R&uuml;ckzug des Staates aus dem sozialen Wohnungsbau in den vergangenen Jahrzehnten war. Man muss ganz klar sehen: Der Markt allein hat es nicht gerichtet und er wird es nicht richten. 2.000 zus&auml;tzliche Wohnungen, wie sie Aldi jetzt in Berlin plant, sind ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein.<br>\nWir brauchen neben dem Markt staatliches Handeln, wir brauchen ein Umdenken in der Politik. Die privaten Investoren zum Beispiel bauen und vermieten hochpreisig, das ist ihr gutes Recht, aber die hohen Mieten, die da aufgerufen werden, kann sich nur ein vergleichsweise kleinerer Teil der Studierenden leisten. Uns geht es gerade um jenes Viertel der Studierenden im unteren Einkommensspektrum. Sie haben weniger als 700 Euro im Monat zur Verf&uuml;gung und m&uuml;ssen fast die H&auml;lfte davon f&uuml;r die Miete ausgeben.<br>\nWir Studentenwerke haben deshalb die Kampagne &bdquo;Kopf braucht Dach&ldquo; gestartet, mit der wir Bund, L&auml;nder und auch Kommunen auffordern, mehr im Wohnheimbau f&uuml;r Studierende zu tun. Denn jeder neue Wohnheimplatz f&uuml;r Studierende entlastet die Wohnungsm&auml;rkte zugunsten einkommensschw&auml;cherer Nachfrager.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-2072-studentenwohnheime.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Breitbandausbau: Deutschland, dein Lobbyproblem<\/strong><br>\nDie Kundennachfrage nach Highspeed-Internetanschl&uuml;ssen ist gering, klagt CSU-Politikerin Dorothee B&auml;r. Die Aussage ist erstaunlich, passt aber auf traurige Weise ins Schema deutscher Digitalpolitik. &ldquo;Im Moment haben wir ja das Problem, dass die Telekommunikationsunternehmen auch ihre 100 oder 200 Mbit\/s-Anschl&uuml;sse nicht loswerden&rdquo;, erkl&auml;rte die Internetexpertin der CSU, Dorothee B&auml;r zu den Digitalpl&auml;nen der kommenden Bundesregierung. B&auml;r ist ohne Zweifel sehr sachkundig. Das aber macht ihre Aussage zugleich erstaunlich, skandal&ouml;s und unerstaunlich. [&hellip;]<br>\nUnerstaunlich an B&auml;rs Aussage ist schlie&szlig;lich ihre Existenz, denn die regierende Politik kommuniziert im Digitalbereich auff&auml;llig konzernnah. Die Politiker tun das oft auch, wenn es den Bev&ouml;lkerungsinteressen erkennbar entgegensteht. Die Telekom erkl&auml;rte 2017, dass 100 Mbit\/s derzeit ausreichen, was zuf&auml;llig auch der f&uuml;r sie fl&auml;chig erreichbaren Maximalgeschwindigkeit entsprach. Dorothee B&auml;r gibt dieser Argumentation politische R&uuml;ckendeckung, als sei sie Interessenvertreterin der Telekom.<br>\nExakt das ist eines der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Digitalprobleme: der Unwille, digitalgesellschaftlich sinnvolle Positionen auch dann zu vertreten, wenn sie m&auml;chtigen (deutschen) Altunternehmen entgegenstehen. Das deutsche Lobbyismus-Problem l&auml;sst sich sehr gut rund um die Digitalisierung erkennen.<br>\nIn diesem Kontext ist interessant, dass die Gro&szlig;e Koalition auf Druck der CSU soeben ein Lobbyregister verhindert hat. Damit will ich explizit nicht unterstellen, dass Dorothee B&auml;r oder die CSU bestechlich seien. Aber die Transparenz, die das Register h&auml;tte bringen k&ouml;nnen, wollte die CSU trotzdem nicht herstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/deutschland-lobbyisten-bremsen-digitalpolitik-aus-kolumne-a-1193450.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Know-how-Transfer<\/strong><br>\nBundesregierung will Regelungsl&uuml;cke f&uuml;r R&uuml;stungsfirmen nicht schlie&szlig;en<br>\nKanzlerin Merkel und Au&szlig;enminister Gabriel lassen weiter zu, dass deutsche R&uuml;stungsunternehmen ihr Know-how zum Bau von Kriegswaffen und sonstigen R&uuml;stungsg&uuml;tern unkontrolliert in Diktaturen sowie Spannungs- und Krisengebiete exportieren k&ouml;nnen. CDU, CSU und SPD fehlt der politische Wille, eine f&uuml;r R&uuml;stungsunternehmen unbequeme Gesetzes&auml;nderung zu beschlie&szlig;en. Profiteure sind zum Beispiel Rheinmetall und der t&uuml;rkische Despot Erdogan mit ihrem schmutzigen Panzerdeal. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (PDF) auf die Kleine Anfrage &bdquo;Genehmigungspflicht f&uuml;r technische Unterst&uuml;tzung im Zusammenhang mit Kriegswaffen und sonstigen R&uuml;stungsg&uuml;tern&ldquo; (Bundestagsdrucksache 19\/644) der R&uuml;stungsexpertin Sevim Dagdelen hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/know-how-transfer\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Transatlantische Konkurrenten<\/strong><br>\nIn Washington werden ernste Warnungen vor einer eigenst&auml;ndigen, auf die Schw&auml;chung der NATO zielenden deutsch-europ&auml;ischen Milit&auml;rpolitik laut. Man bef&uuml;rworte die Militarisierung der EU, sofern sie &ldquo;die NATO erg&auml;nze&rdquo;, wird eine hochrangige Pentagon-Mitarbeiterin zitiert; doch werde man intervenieren, wenn Berlin und die EU beg&auml;nnen, milit&auml;rische Kapazit&auml;ten aus dem transatlantischen B&uuml;ndnis abzuziehen und sie f&uuml;r ihre eigenen Kriege zu nutzen. Die &Auml;u&szlig;erung erfolgt mit Blick auf das heute beginnende Treffen der NATO-Verteidigungsminister, auf dem unter anderem die Einrichtung zweier neuer NATO-Hauptquartiere beschlossen werden soll. Eins wird in den Vereinigten Staaten angesiedelt; es soll die milit&auml;rischen Nachschubwege aus Nordamerika &uuml;ber den Atlantik nach Europa sichern. Ein zweites wird in der Bundesrepublik etabliert; es soll die blitzschnelle Verlegung von Truppen aus Westeuropa &uuml;ber den europ&auml;ischen Kontinent nach Osten optimieren. Nach aktuellem Planungsstand wird es deutscher Hoheit unterstehen und auch au&szlig;erhalb der NATO nutzbar sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7530\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundesregierung an der Spitze der NATO-Provokateure<\/strong><br>\n&bdquo;Anstatt sich international als Vermittler und Friedensstifter zu bet&auml;tigen, stellt sich die gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Bundesregierung ein weiteres Mal an die Spitze der Provokateure und tr&auml;gt dazu bei, den Konflikt zwischen der NATO und Russland zu sch&uuml;ren. Das neue NATO-Hauptquartier in Deutschland, welches heute beschlossen werden soll, ist neben der stetigen Steigerung des Verteidigungsetats, Milit&auml;r&uuml;bungen und Truppenverlegungen an die russischen Grenze sowie Handelssanktionen dabei nur ein weiterer Schritt in Richtung Eskalation&ldquo;, erkl&auml;rt Alexander S. Neu, f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE Obmann im Verteidigungsausschuss, zum heute beginnenden Treffen der NATO- Verteidigungsminister in Br&uuml;ssel. Neu weiter: &bdquo;Auch das stetige Vorantreiben der Militarisierung der EU ist alles andere als hilfreich und zugleich ein Dorn im Auge der NATO. Die im Koalitionsvertrag zwischen CDU\/CSU und SPD ausgegebene Devise, man wolle &sbquo;transatlantisch bleiben und europ&auml;ischer werden&lsquo; kommt einer Quadratur des Kreises gleich. Denn eine europ&auml;ische Selbstst&auml;ndigkeit steht den US-amerikanischen Interessen diametral gegen&uuml;ber. Die US-Amerikaner wollen die milit&auml;rischen F&auml;higkeiten der EU zwar ebenfalls ausgebaut sehen, diese aber im Rahmen der NATO und unter US-amerikanischer F&uuml;hrung nutzen. Dies wird fr&uuml;her oder sp&auml;ter zu Konflikten zwischen EU und USA f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-an-der-spitze-der-nato-provokateure\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: NATO prescht vor<\/strong><br>\nWehretats sollen drastisch steigen. Weiteres Hauptquartier in Deutschland vorgesehen. Ziel: Schneller Aufmarsch gegen Russland. EU will eigenst&auml;ndig aufr&uuml;sten<br>\nDie NATO-Verteidigungsminister haben auf ihrem am Mittwoch in Br&uuml;ssel gestarteten Treffen einen deutlichen Anstieg der Wehretats konstatiert und weitere Schritte zur Militarisierung Europas und Nordamerikas in die Wege geleitet. Wie NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg mitteilte, sind die R&uuml;stungshaushalte der europ&auml;ischen NATO-L&auml;nder und Kanadas im Jahr 2017 um rund f&uuml;nf Prozent gewachsen. In diesem Jahr wird zudem die Zahl der Mitgliedstaaten, die zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts oder mehr f&uuml;r ihre Streitkr&auml;fte ausgeben, auf acht steigen. Und Stoltenberg und Washington machen Druck, die Milit&auml;retats weiter aufzustocken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/327281.nato-prescht-vor.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Nato will den &laquo;Flugzeugtr&auml;ger Island&raquo; wieder mehr nutzen<\/strong><br>\nDer kalte Wind zwischen dem Westen und Russland und die Modernisierung der russischen U-Boot-Flotte r&uuml;cken Island wieder ins Blickfeld der Nato-Milit&auml;rstrategen. In Reykjavik ist man davon wenig begeistert. (&hellip;)<br>\nEine neuerliche st&auml;ndige Milit&auml;rpr&auml;senz der USA in Island w&auml;re f&uuml;r die isl&auml;ndische Politik allerdings ein heisses Eisen. Dies umso mehr, als seit Ende 2017 eine von der links-gr&uuml;nen Ministerpr&auml;sidentin Katrin Jakobsdottir gef&uuml;hrte Regierung an der Macht ist. Der Koalition geh&ouml;ren zwar mit der Unabh&auml;ngigkeits- und der Fortschrittspartei auch zwei Mitte-Rechts-Formationen an, die einer R&uuml;ckkehr der US-Navy nicht grunds&auml;tzlich ablehnend gegen&uuml;berstehen. Die Links-Gr&uuml;nen aber haben ein dezidiert pazifistisches Profil und stellen sich nicht nur gegen jegliche &laquo;Militarisierung&raquo; Islands, sondern fordern sogar einen Austritt des Landes aus der Nato. (&hellip;)<br>\nAusserdem besteht ein 1951 zwischen Reykjavik und Washington geschlossener Vertrag &uuml;ber die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich, der nach wie vor in Kraft ist und 2016 durch einen Zusatz erweitert wurde. Die Regierung Jakobsdottir will nun pr&uuml;fen, inwieweit Verbesserungen der Luftwaffenbasis Keflavik f&uuml;r eine Reaktivierung durch die USA ihrer Genehmigung unterl&auml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/die-nato-will-den-flugzeugtraeger-island-wieder-mehr-nutzen-ld.1356585\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>T&uuml;rkei wird zum Sicherheitsrisiko<\/strong><br>\n&ldquo;Ich wende mich strikt gegen das Verhalten der T&uuml;rkei&rdquo;. So &auml;u&szlig;erte sich EU-Kommissionschef Juncker &uuml;ber die Eskalation, die Sultan Erdogan gleich an drei Fronten betreibt. Auch die Nato ist besorgt. Syrien, Zypern und &Auml;g&auml;is: Dies sind die drei Fronten, an denen die T&uuml;rkei die Sicherheitsinteressen der EU und der Nato herausfordert. In Syrien droht sogar eine direkte Konfrontation mit den USA. Sie sehe in dem Konflikt zwar &ldquo;keine Rolle f&uuml;r die Nato, aber nat&uuml;rlich erf&uuml;llen uns diese Vorg&auml;nge mit gro&szlig;er Sorge&rdquo;, sagte Verteidigungsministerin von der Leyen beim Treffen mit ihren Nato-Kollegen in Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/tuerkei-wird-zum-sicherheitsrisiko\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Erdogan f&uuml;hrt T&uuml;rkei in internationale Isolation<\/strong><br>\nMartina Michels, stellvertretendes Mitglied der parlamentarischen EU-T&uuml;rkei-Delegation, kommentiert die Pl&auml;ne Erdogans, den v&ouml;lkerrechtswidrigen Milit&auml;rschlag in der nordsyrischen Region um Afrin auch auf das benachbarte Manbidsch auszuweiten zu wollen:<br>\n&bdquo;Am vergangenen Wochenende hatte ich in Ankara die Gelegenheit, mit Betroffenen der j&uuml;ngsten Verhaftungswelle in der T&uuml;rkei zu sprechen. Sie galt vor allem jenen, die ein Ende des v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffs in Nordsyrien fordern und die sich f&uuml;r Frieden im Innern der T&uuml;rkei sowie der ganzen Region, insbesondere in Syrien, einsetzen. Zu den ersten Verhafteten geh&ouml;rten sowohl Mitglieder der t&uuml;rkischen &Auml;rztevereinigung, die eine Erkl&auml;rung gegen den Einmarsch ver&ouml;ffentlichten, als auch die bis Sonntag amtierende Ko-Vorsitzende der HDP, Serpil Kemalbay, die erst Samstag wieder auf freien Fu&szlig; kam.&ldquo;<br>\nMichels erg&auml;nzt: &bdquo;Dies ist bereits das zweite Mal innerhalb von zwei Jahren, dass Erdogan Menschen verfolgen und einsperren l&auml;sst, die nichts anderes als Frieden und Dialog fordern, den sowohl der S&uuml;dosten der T&uuml;rkei als auch Syrien und der Irak so dringend brauchen. Stattdessen ist er nachdr&uuml;cklich darauf erpicht, die Eskalation der ganzen Region durch sein gnadenloses Streben nach der regionalen Vormachtstellung in Kauf zu nehmen &ndash; und dabei geht er buchst&auml;blich &uuml;ber Leichen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/11710.erdo%C4%9Fan-f%C3%BChrt-t%C3%BCrkei-in-internationale-isolation.html\">die Linke im Europaparlament<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Stiller Erfolg der SPD<\/strong><br>\nDie SPD hat das Einwanderungsgesetz gegen den Willen der Union durchgesetzt. Jetzt kommt es auf die Ausgestaltung der Details an. [&hellip;]<br>\nDoch einen Erfolg haben die Sozis in der Arbeitsgruppe dann doch errungen &ndash; und der ist m&ouml;glicherweise gr&ouml;&szlig;er, als es im ersten Moment scheint: Die SPD hat sich mit ihrer langj&auml;hrigen Forderung nach einem Einwanderungsgesetz durchgesetzt. Auch wenn die Union nicht von Zugest&auml;ndnissen sprechen will: In der alten Groko waren CDU und CSU noch dagegen, den Zuzug von Arbeitskr&auml;ften zu erleichtern und das undurchsichtige Regelwerk zu vereinfachen &ndash; obwohl sich die Wirtschaft das schon lange w&uuml;nscht. Nun kann die SPD doppelt punkten: bei der heimischen Wirtschaft. Und bei denen, die sich eine weltoffenere Migrationspolitik w&uuml;nschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5481325\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Auch die CDU hatte ein Fachkr&auml;ftezuwanderungsgesetz im Wahlprogramm &ndash; wo hat sich die SPD gegen nicht vorhandenen Widerstand durchgesetzt? Im &Uuml;brigen hat der Autor &uuml;berhaupt keine Ahnung von dem geplanten Gesetz, denn es behandelt ausschlie&szlig;lich die Zuwanderung nichtakademischer Fachkr&auml;fte. Die genannten &ldquo;&Auml;rztInnen und IngenieurInnen&rdquo; und die &uuml;brigen Akademiker d&uuml;rfen schon seit vielen Jahren auch mit Dumpingl&ouml;hnen per Blue Card zuwandern. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>US-Heimatschutzbeh&ouml;rde: Keine Beweise f&uuml;r Manipulation der W&auml;hlerstimmen durch Russen<\/strong><br>\nDie US-Heimatschutzbeh&ouml;rde liegt im Clinch mit NBC. Der Sender hatte unter Berufung auf Mitarbeiter der Beh&ouml;rde behauptet, russische Hacker seien im Vorfeld der Pr&auml;sidentschaftswahlen 2016 in Wahlsysteme eingedrungen. Diese Darstellung sei &ldquo;unverantwortlich&rdquo;.<br>\nIn einem von dem US-Sender NBC News vergangene Woche ausgestrahlten Beitrag behauptet dieser, russische Hacker seien w&auml;hrend der US-Pr&auml;sidentschaftswahlen im November 2016 in mehreren Bundesstaaten erfolgreich in die Wahlsysteme eingedrungen. &ldquo;Wir konnten feststellen, dass W&auml;hlerregistrierungsdatenbanken auf Gehei&szlig; der russischen Regierung gescannt und gepr&uuml;ft wurden&rdquo;, zitiert der Sender Jeh Johnson, zum damaligen Zeitpunkt Chef des Department of Homeland Security (DHS).<br>\nDie Beauftragte f&uuml;r Cybersicherheit der Heimatschutzbeh&ouml;rde, Jeanette Manfra, sah sich jedoch gen&ouml;tigt, die Aussagen des NBC-Beitrags zu korrigieren. Laut einer am Montag ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rung auf der Webseite der Beh&ouml;rde sei die Darstellung des Senders irref&uuml;hrend, wonach Russland in die Wahlsysteme &ldquo;erfolgreich eingedrungen&rdquo; sei. In der Erkl&auml;rung hei&szlig;t es:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/65156-us-heimatschutzbehoerde-keine-beweise-manipulation-wahlen-russen\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Russland will Zwietracht bei den US-Kongress-Wahlen 2018 s&auml;en&rdquo;<\/strong><br>\nUS-Geheimdienstchefs bleiben ihren Vorw&uuml;rfen treu, wonach Russland Wahlen manipuliert; der Kreml sieht in den Vorw&uuml;rfen eine &ldquo;Obsession&rdquo;<br>\nBei denjenigen Vorw&uuml;rfen, die glasklar zeigen, dass es sich, wenn es um russische Einmischungen geht, nicht nur um politische Rhetorik handelt, sondern um handfeste strafbare Akte, um Angriffe auf Wahlcomputer zum Beispiel, vollf&uuml;hren die Warner eine beschwichtigende Kurve. [&hellip;]<br>\nNicht nur Russland, auch Teile der US-Administration und der US-Medien verbreiten eine politisch favorable Botschaft. Sie lautet: Man kann gar nicht genug vor den Russen warnen. Der New-York Times-Artikel, aus dem die beiden Aussagen stammen, ist einer der Tr&auml;ger dieser Botschaft, die schon in der &Uuml;berschrift steckt: &ldquo;Russland sieht die Zwischenwahlen (von Senatoren und Mitgliedern des Repr&auml;sentantenhauses) als Chance, um neue Zwietracht zu s&auml;en, warnen Geheimdienstchefs.&rdquo;<br>\nIn dem Artikel geht es um die j&auml;hrliche Anh&ouml;rung der Chefs der Geheimdienste (CIA, NSA, DIA, NGA) und des FBI vor dem Ausschuss Senate Intelligence Committee &uuml;ber &ldquo;weltweite Bedrohungen&rdquo;. Mike Pompeo, Direktor der CIA, war da; der Director of National Intelligence (DNI), Dan Coats; Chris Wray, der FBI-Chef, und Admiral Michael Rogers, Direktor der NSA, um nur die Bekanntesten unter den Wichtigsten zu nennen.<br>\nMan kann bei Interesse anhand einer Aufzeichnung des Hearings genauer verfolgen, was die Geheimdienstgr&ouml;&szlig;en und der FBI-Chef in der &uuml;ber zweieinhalb Stunden langen Befragung vor dem Ausschuss ge&auml;u&szlig;ert haben. Dabei wird man feststellen, dass es erstens um mehr Bedrohungen ging als um den russischen Einfluss auf die Midterm-Wahlen, die f&uuml;r den November dieses Jahres angesetzt sind. Und zweitens, dass es den Herren in der Frage des Einflusses Russlands auf die Wahlen mehr um &Uuml;berzeugung geht als, um das so zu formulieren: &ldquo;wissenschaftliche Absicherung von Behauptungen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Russland-will-Zwietracht-bei-den-US-Kongress-Wahlen-2018-saeen-3969932.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wo geht&rsquo;s hier zum Widerstand?<\/strong><br>\nAls im Jahr 2000 die erste Regierung aus Konservativen und Rechtsradikalen antrat, damals noch vom Kanzler Wolfgang Sch&uuml;ssel und Populistenf&uuml;hrer J&ouml;rg Haider ausverhandelt, gingen Bilder von Massenprotesten um die Welt. T&auml;gliche Demos zogen durch Wien, zur Angelobung musste die Regierung durch unterirdische G&auml;nge schreiten und wenige Tage nach Antritt der Koalition standen 250.000 Protestierende am Heldenplatz in Wien. Schl&uuml;sselb&uuml;nde wurden geschwungen. &bdquo;Widerstand. Widerstand&ldquo;, hallte durch die Stra&szlig;en. Warum ist es jetzt so ruhig, fragen internationale Kommentatoren? Haben sich die &Ouml;sterreicher und auch die Gegner der Neuauflage der Koalition von &Ouml;VP und FP&Ouml; jetzt mit dem Status Quo abgefunden? Bilder von Massenprotesten jedenfalls sind selten. [&hellip;]<br>\nMittlerweile sind die Skandale der FP&Ouml;, die allein innerhalb der ersten sieben Wochen ihrer Regierungsbeteiligung aufflogen, zur Belastung der gesamten Regierung geworden. Sebastian Kurz schweigt, weil er nicht recht wei&szlig;, was er tun soll. Er ist der FP&Ouml; ausgeliefert. Versucht er eine klare Abgrenzung vorzunehmen, dann gef&auml;hrdet er seine Koalition. Tut er es nicht, ramponiert er seine Leadership-Image. Und mittlerweile beginnt auch in der &Ouml;VP schon das Gemurmle. Denn in der konservativen Volkspartei gibt es nat&uuml;rlich immer noch einen christdemokratisch orientierten Fl&uuml;gel, der ohnehin mit der rabiaten Anti-Ausl&auml;nder-Linie nie wirklich einverstanden war und nur die Z&auml;hne zusammen biss, weil Kurz mit seinem Kurs eben Erfolg hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/misik.at\/2018\/02\/wo-gehts-hier-zum-widerstand\/\">Robert Misik<\/a>\n<p><strong>dazu: FP&Ouml;-Historikerkommission: Der rechte Rand untersucht sich selbst<\/strong><br>\nDie Historikerkommission der FP&Ouml; soll die Partei aus dem Schmuddeleck f&uuml;hren. Ausl&ouml;ser ist die Aff&auml;re um den nieder&ouml;sterreichischen Spitzenkandidaten Udo Landbauer. Dessen Burschenschaft Germania hat ein Nazi-Liederbuch mit antisemitischen Texten herausgegeben. Insgesamt hat die N&auml;he zu deutschnationalen Burschenschaften oder der rechtsextremen Szene die Freiheitlichen seit Regierungsantritt unter Druck gebracht, die &ldquo;Einzelf&auml;lle&rdquo; h&auml;ufen sich. Jetzt setzt die FP&Ouml; eine Kommission ein, um ihre eigene Vergangenheit aufzuarbeiten. Doch die Aufarbeiter sind selbst tief in die rechte Szene verstrickt.<br>\nAnlass sind einschl&auml;gige Burschenschafter in hohen Funktionen der FP&Ouml;. Ihre Ideologie soll aufgearbeitet und braune Flecken sollen beleuchtet werden. Doch schon bevor die Kommission ihre Arbeit begonnen hat, k&uuml;ndigen f&uuml;hrende Burschenschafter an, keine Einsicht in interne Dokumente gew&auml;hren zu wollen. Kritik gibt es auch an der Auswahl der Personen. Leiten wird die Kommission der Rechtsprofessor Wilhelm Brauneder, der selbst immer wieder durch seine N&auml;he zum Rechtsextremismus aufgefallen ist. Und auch die Besetzung der Koordinierungsgruppe macht skeptisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/fpoe-historikerkommission\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-42426","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42426"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42429,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42426\/revisions\/42429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}