{"id":42452,"date":"2018-02-18T09:30:17","date_gmt":"2018-02-18T08:30:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452"},"modified":"2018-02-16T11:31:37","modified_gmt":"2018-02-16T10:31:37","slug":"hinweise-der-woche-50","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452#h01\">Fortgesetzte V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che gegen&uuml;ber Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452#h02\">Koalitionsvertrag zeigt: GroKo beugt sich R&uuml;stungsaufruf der NATO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452#h03\">Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Kriegsministerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452#h04\">Mit der Entfesselung der Finanzm&auml;rkte vor 50 Jahren begann der lange Weg in die gegenw&auml;rtige Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452#h05\">Thomas Fazi and William Mitchell &ndash; The EU cannot be democratised &ndash; here&rsquo;s why<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452#h06\">Trump legt 1,5-Billionen-Dollar-Plan vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452#h07\">Soziologe Volker Busch-Geertsema: &bdquo;Wir brauchen kleine, bezahlbare Mietwohnungen!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452#h08\">Breitbandausbau: Deutschland, dein Lobbyproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452#h09\">&raquo;Der SPD fehlt eine Vision&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42452#h10\">Warum wir Journalisten den Schulz-Hype aufarbeiten m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fortgesetzte V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che gegen&uuml;ber Syrien<\/strong><br>\nW&auml;hrend der letzten Woche wurden Integrit&auml;t und Selbstbestimmungsrecht des syrischen Staates durch zwei Ereignisse nachhaltig tangiert:<br>\nUS-Luftstreitkr&auml;fte attackierten arabische Milizen, die mit den regul&auml;ren syrischen Streitkr&auml;ften verb&uuml;ndet sind.<br>\nIsrael bombardierte &ndash; zum wiederholten Mal &ndash; milit&auml;rische Einrichtungen auf syrischem Gebiet.<br>\nWerden westliche Politiker gefragt, ob hier gegen das V&ouml;lkerrecht versto&szlig;en wurde, dann halten sie sich meist bedeckt, weichen aus oder verweisen auf Interpretationsspielr&auml;ume. Dabei hei&szlig;t es im Artikel 2 der UN-Charta unzweideutig, dass UN-Mitglieder &bdquo;in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabh&auml;ngigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt&ldquo; zu unterlassen haben.<br>\nAllein der UN-Sicherheitsrat kann gem&auml;&szlig; Artikel 42 zu einem Einsatz milit&auml;rischer Gewalt autorisieren, &bdquo;um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren oder wiederherzustellen&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fortgesetzte-Voelkerrechtsbrueche-gegenueber-Syrien-3965277.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Empfehlenswert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die Spannungen zwischen Syrien und Israel eskalieren<\/strong><br>\nMit israelischen Luftangriffen auf Stellungen in Syrien und dem Abschuss eines israelischen Kampfflugzeugs durch die syrische Flugabwehr haben sich die Spannungen im Nahen Osten wieder versch&auml;rft. Russland nannte die Angriffe Israels inakzeptabel, da russische Soldaten gef&auml;hrdet worden seien.<br>\nDie Eskalation zwischen Syrien und Israel wird von Kommentatoren als Wendepunkt wahrgenommen. Seit in Syrien das Assad-Regime wieder die Oberhand hat und vom Iran und Russland unterst&uuml;tzt wird, haben sich die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse ge&auml;ndert, kommentiert die israelische Zeitung &bdquo;Haaretz&ldquo;. Israels Premier Benjamin Netanjahu warnt seit Monaten vor der wachsenden Bedrohung durch Syrien, weil der Iran Syrien milit&auml;risch unterst&uuml;tzt. Die Ereignisse gestern wertet er als Beleg daf&uuml;r:<br>\n&bdquo;Das zeigt, dass unsere Warnungen zu 100 Prozent zutreffend waren. Israel macht Iran und seinen syrischen Verb&uuml;ndeten verantwortlich f&uuml;r die Eskalation. Wir werden weiterhin alles tun, was notwendig ist, um unsere Souver&auml;nit&auml;t und Sicherheit zu verteidigen.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Die USA, Israels Verb&uuml;ndeter, betonten ihre so w&ouml;rtlich &bdquo;starke Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Israels souver&auml;nes Recht, sich selbst zu verteidigen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nahost-die-spannungen-zwischen-syrien-und-israel-eskalieren.1766.de.html?dram:article_id=410519\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Israels Botschafter Issacharoff &ndash; &bdquo;Unsere Antwort wird hart sein&ldquo;<\/strong><br>\nIsraels Botschafter Issacharoff wirft dem Iran eine Destabilisierung des Nahen Ostens vor. Israel werde seine Sicherheitsinteressen mit harten Antworten sch&uuml;tzen, sagt er im tagesschau.de-Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/israel-571.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Ein geradezu kafkaeskes Interview, man muss sich die Augen reiben. Issacharoff ist der Botschafter Israels in Berlin. Den Hauptgrund f&uuml;r die instabile Lage im Nahen Osten sieht Issacharoff unter anderem darin, dass der Iran sich eingemischt habe. Die v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffe der USA auf Syrien bleiben unerw&auml;hnt. Die Besatzung des Iraks, die Bombardierung Libyens sowie der t&auml;gliche Bruch des V&ouml;lkerrechts und der Genfer Konvention durch die USA, deren Verb&uuml;ndeter Israel ist: kein Thema, das hat mit der Instabilit&auml;t der Region scheinbar nichts zu tun. Ein Friedensvertrag mit den Pal&auml;stinensern scheitert nach Issacharoff an deren mangelnder Gespr&auml;chsbereitschaft (sic!). Die illegalen Siedlungen im Westjordanland sind laut Issacharoff auch kein Hindernis f&uuml;r eine Auss&ouml;hnung. Und an den deutsch-israelischen Beziehungen freut ihn am meisten, dass Deutschland U-Boote nach Israel liefert und Israel im Gegenzug Drohnen anbieten kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Koalitionsvertrag zeigt: GroKo beugt sich R&uuml;stungsaufruf der NATO<\/strong><br>\nDer Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD birgt schwerwiegende sicherheitspolitische Neuerungen: &bdquo;Deutschland wird verbindlich (&hellip;) dem Zielkorridor der Vereinbarungen in der NATO folgen&ldquo; und: &bdquo;Wir wollen die vereinbarten NATO-F&auml;higkeitsziele erreichen und F&auml;higkeitsl&uuml;cken schlie&szlig;en.&ldquo; Dazu erkl&auml;rt der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low:<br>\nIm Klartext hei&szlig;en die Passagen aus dem Koalitionsvertrag: Die H&ouml;he des Verteidigungsetats wird sich unter der GroKo am Zwei-Prozent-Ziel der NATO orientieren. Die NATO fordert schon l&auml;nger, dass alle Mitglieder bis sp&auml;testens 2024 zwei Prozent oder mehr ihres Bruttosozialprodukts in R&uuml;stung investieren.<br>\nDiese Festlegung hat die SPD immer abgelehnt. Martin Schulz hat gerade auch gegen die Forderung der Union, dieses Zwei-Prozent-Ziel z&uuml;gig zu erreichen, Wahlkampf gemacht. &Uuml;berall war klar, dass die SPD den Irrweg der massiven Aufr&uuml;stung nicht mitgehen w&uuml;rde.<br>\nDoch nun werden mit dieser versteckten Festlegung k&uuml;nftig unter dem Deckmantel einer vermeintlich notwendigen Erh&ouml;hung der Verteidigungsf&auml;higkeit drastisch erh&ouml;hte R&uuml;stungsausgaben durchgewunken &ndash; und das mit Hilfe der SPD.<br>\nDie R&uuml;stungsspirale schraubt sich weiter nach oben: Der Verteidigungsetat war mit 37 Milliarden bereits der zweitgr&ouml;&szlig;te Posten im Bundeshaushalt 2017 &ndash; und entsprach lag mit 1,2 Prozent unter dem NATO-Ziel. Um dieses zu erreichen, m&uuml;sste Deutschland im Jahr 2024 mehr als 75 Milliarden Euro f&uuml;r Verteidigung ausgeben. Damit w&uuml;rde Deutschland zu einem der L&auml;nder mit den gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;rausgaben z&auml;hlen und dies w&uuml;rden viele L&auml;nder als eine Bedrohung ansehen. Zudem wird das Geld an anderer Stelle n&ouml;tig gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.marco-buelow.de\/koalitionsvertrag-zeigt-groko-beugt-sich-ruestungsaufruf-der-nato\/\">Marco B&uuml;low<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Mit schwammigen Formulierungen im Koalitionsvertrag soll der Anstieg der R&uuml;stungsausgaben vertuscht werden. W&ouml;rtlich:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Im Rahmen der j&auml;hrlichen Haushaltsaufstellung ab 2018 bis 2021 wird die Koalition zus&auml;tzlich entstehende Haushaltsspielr&auml;ume priorit&auml;r dazu nutzen, neben den Verteidigungsausgaben zugleich die Mittel f&uuml;r Krisenpr&auml;vention, humanit&auml;re Hilfe, ausw&auml;rtige Kultur- und Bildungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit ausgehend von der Grundlage des 51. Finanzplans angemessen zu erh&ouml;hen. (&hellip;) Deutschland wird verbindlich mit dieser Haushaltspolitik und der Koppelung von Verteidigungsausgaben und ODA quotenf&auml;higen Ausgaben sowohl dem Zielkorridor der Vereinbarungen in der NATO folgen als auch den internationalen Verpflichtungen zur weiteren Steigerung der ODA-Quote nachkommen, deren beider Absinken bereits 2018 verhindert werden muss. (<a href=\"https:\/\/www.spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/Koalitionsvertrag\/Koalitionsvertrag_2018.pdf\">ab Zeile 6866<\/a>)\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Passage des Koalitionsvertrags wird in den Meiden interessanterweise nur sehr selten erw&auml;hnt. Dies ist eine Einf&uuml;hrung der 2%-Regelung durch die Hintert&uuml;r.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Transatlantische Konkurrenten<\/strong><br>\nIn Washington werden ernste Warnungen vor einer eigenst&auml;ndigen, auf die Schw&auml;chung der NATO zielenden deutsch-europ&auml;ischen Milit&auml;rpolitik laut. Man bef&uuml;rworte die Militarisierung der EU, sofern sie &bdquo;die NATO erg&auml;nze&ldquo;, wird eine hochrangige Pentagon-Mitarbeiterin zitiert; doch werde man intervenieren, wenn Berlin und die EU beg&auml;nnen, milit&auml;rische Kapazit&auml;ten aus dem transatlantischen B&uuml;ndnis abzuziehen und sie f&uuml;r ihre eigenen Kriege zu nutzen. Die &Auml;u&szlig;erung erfolgt mit Blick auf das heute beginnende Treffen der NATO-Verteidigungsminister, auf dem unter anderem die Einrichtung zweier neuer NATO-Hauptquartiere beschlossen werden soll. Eins wird in den Vereinigten Staaten angesiedelt; es soll die milit&auml;rischen Nachschubwege aus Nordamerika &uuml;ber den Atlantik nach Europa sichern. Ein zweites wird in der Bundesrepublik etabliert; es soll die blitzschnelle Verlegung von Truppen aus Westeuropa &uuml;ber den europ&auml;ischen Kontinent nach Osten optimieren. Nach aktuellem Planungsstand wird es deutscher Hoheit unterstehen und auch au&szlig;erhalb der NATO nutzbar sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7530\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Bundesregierung an der Spitze der NATO-Provokateure<\/strong><br>\n&bdquo;Anstatt sich international als Vermittler und Friedensstifter zu bet&auml;tigen, stellt sich die gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Bundesregierung ein weiteres Mal an die Spitze der Provokateure und tr&auml;gt dazu bei, den Konflikt zwischen der NATO und Russland zu sch&uuml;ren. Das neue NATO-Hauptquartier in Deutschland, welches heute beschlossen werden soll, ist neben der stetigen Steigerung des Verteidigungsetats, Milit&auml;r&uuml;bungen und Truppenverlegungen an die russischen Grenze sowie Handelssanktionen dabei nur ein weiterer Schritt in Richtung Eskalation&ldquo;, erkl&auml;rt Alexander S. Neu, f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE Obmann im Verteidigungsausschuss, zum heute beginnenden Treffen der NATO- Verteidigungsminister in Br&uuml;ssel. Neu weiter: &bdquo;Auch das stetige Vorantreiben der Militarisierung der EU ist alles andere als hilfreich und zugleich ein Dorn im Auge der NATO. Die im Koalitionsvertrag zwischen CDU\/CSU und SPD ausgegebene Devise, man wolle &sbquo;transatlantisch bleiben und europ&auml;ischer werden&lsquo; kommt einer Quadratur des Kreises gleich. Denn eine europ&auml;ische Selbstst&auml;ndigkeit steht den US-amerikanischen Interessen diametral gegen&uuml;ber. Die US-Amerikaner wollen die milit&auml;rischen F&auml;higkeiten der EU zwar ebenfalls ausgebaut sehen, diese aber im Rahmen der NATO und unter US-amerikanischer F&uuml;hrung nutzen. Dies wird fr&uuml;her oder sp&auml;ter zu Konflikten zwischen EU und USA f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-an-der-spitze-der-nato-provokateure\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Unterwerfung oder Emanzipation<\/strong><br>\nIn der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik geht es drunter und dr&uuml;ber. W&auml;hrend die T&uuml;rkei die USA in Syrien herausfordert und auch die EU provoziert, streiten Europ&auml;er und Amerikaner um die k&uuml;nftige Zusammenarbeit. Es habe zum Ausbau der EU-Verteidigung eine &ldquo;offene Diskussion&rdquo; (sprich: einen handfesten Streit) gegeben, sagte US-Verteidigungsminister Mattis beim Treffen mit seinen Nato-Kollegen in Br&uuml;ssel. Die EU solle sich schriftlich zur Nato als Pfeiler der Verteidigung Europas bekennen, so Mattis. Die EU-Pl&auml;ne f&uuml;r eine gemeinsame Aufr&uuml;stung k&ouml;nnten die Nato schw&auml;chen und den Zugang von US-Unternehmen zum europ&auml;ischen R&uuml;stungsmarkt beschr&auml;nken, erkl&auml;rten Diplomaten den amerikanischen Vorsto&szlig;. Es geht also um R&uuml;stungs-Gesch&auml;fte &ndash; und nicht (nur) um Verteidigung. Die EU soll sich dem US-Kommando unterwerfen und den R&uuml;stungsmarkt f&uuml;r US-Konzerne offen halten. Doch dagegen regt sich Widerspruch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/unterwerfung-oder-emanzipation\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Kriegsministerin<\/strong><br>\nUnsere Kriegsministerin Ursula von der Leyen ist auch als gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Amtsinhaberin unerm&uuml;dlich. Jetzt hat sie bei ihrem Irak-Besuch angek&uuml;ndigt, den bisherigen &bdquo;Ausbildungseinsatz der Bundeswehr im Nord-Irak zur Unterst&uuml;tzung der Kurden im Kampf gegen den IS&ldquo; auf das ganze Land auszudehnen.<br>\nWeil in einer verantwortungslosen Au&szlig;enpolitik mit L&uuml;genw&ouml;rtern operiert werden muss, hei&szlig;en die Kriegsminister &bdquo;Verteidigungsminister&ldquo;. Besonders eifrig waren in den letzten Jahrzehnten die Kriegsminister der USA, die in der ganzen Welt die Interessen der USA an Rohstoffen und Absatzm&auml;rkten &bdquo;verteidigen&ldquo; m&uuml;ssen. Diese Art von neuer Kolonialpolitik kostete in der Vergangenheit und kostet auch heute noch Millionen Menschen das Leben. Man denke nur an die &uuml;ber acht Millionen Menschen, die jedes Jahr an Hunger sterben, darunter knapp sechs Millionen Kinder, und an die 815 Millionen Menschen weltweit, die hungern m&uuml;ssen, weil die Staaten lieber Geld f&uuml;r Waffen und Kriege statt f&uuml;r Nahrungsmittel ausgeben. Bei dieser &bdquo;verantwortungsbewussten&ldquo; Politik will Ursula von der Leyen nicht zur&uuml;ckstehen. Der ehemalige UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, hat Recht: &bdquo;Die Welt-Landwirtschaft k&ouml;nnte problemlos 12 Milliarden Menschen ern&auml;hren. Das hei&szlig;t, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.&ldquo;<br>\nWir haben uns schon zu sehr daran gew&ouml;hnt, dass verantwortungslose deutsche Politiker in das Pulverfass des Nahen Ostens Waffen liefern und in den Kriegen um Rohstoffe und Einflusssph&auml;ren das Leben der Bundeswehrsoldaten aufs Spiel setzen. Verantwortliche Au&szlig;enpolitik hie&szlig;e heute, ein Willy-Brandt-Korps zur Bek&auml;mpfung von Hunger und Krankheit aufzustellen und in die Katastrophengebiete der Welt zu schicken, statt die Bundeswehr im Ausland einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1695207350540725\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mit der Entfesselung der Finanzm&auml;rkte vor 50 Jahren begann der lange Weg in die gegenw&auml;rtige Krise<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit dem &Ouml;konomen Stephan Schulmeister &uuml;ber die Folgen von &bdquo;Finanzalchimie&ldquo; und &bdquo;Marktreligi&ouml;sit&auml;t&ldquo; und dar&uuml;ber, warum die aktuelle Wirtschaftspolitik einfach nicht funktionieren kann.<br>\nIn seiner Einsch&auml;tzung des aktuellen B&ouml;rsengeschehens skizziert der renommierte &ouml;sterreichische &Ouml;konom Stephan Schulmeister die historische Genese der heutigen Lage. Schulmeister, der sich dezidiert nicht als &bdquo;linker&ldquo; Denker versteht, ist ein energischer Gegner der neoliberalen Wirtschaftsordnung. Die Grundmuster dieser Ordnung sind viel tiefer im Denken von Politikern, Markteilnehmern und der Bev&ouml;lkerung verankert, als dies gemeinhin angenommen wird. Der Kampf gegen diese Grundmuster d&uuml;rfte ein langer und schwieriger werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mit-der-Entfesselung-der-Finanzmaerkte-vor-50-Jahren-begann-der-lange-Weg-in-die-gegenwaertige-Krise-3965253.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thomas Fazi and William Mitchell &ndash; The EU cannot be democratised &ndash; here&rsquo;s why<\/strong><br>\nAs the EU&rsquo;s internal crisis increases with many citizens rebelling against what has become a neo-liberal project, European politicians are racing to strip national governments of all power to prevent any further democratic interventions. The centre-left still believes the EU is an institution for the good of Europe. They fail to ask the most important question: Whose Europe are we talking about?<br>\nPinpointing the moment at which the process of European integration took a turn for the worse is not an easy task. That is because the more nefarious (from a progressive perspective) aspects of that process are the result of seemingly non-nefarious decisions taken decades earlier. For the sake of simplicity, we can trace the beginning of Europe&rsquo;s turn to neoliberalism to the mid-1970s, when the so-called &lsquo;Keynesian&rsquo; regime, which had taken hold in the West after the war, was experiencing a full-blown crisis.<br>\nMilitant wage pressure, rising costs, and increased international competition had caused a squeeze on profits, provoking the ire of capitalists. But, on a more fundamental level, the full employment regime &lsquo;threatened to provide the foundations for transcending capitalism&rsquo; itself: an increasingly militant working class had begun to link up with the new counterculture movements of the late 1960s, demanding a radical democratisation of society and the economy.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/thomas-fazi-and-william-mitchell-the-eu-cannot-be-democratised-heres-why\">Brave New Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trump legt 1,5-Billionen-Dollar-Plan vor<\/strong><br>\nDie Sanierung der maroden Infrastruktur geh&ouml;rte zu Donald Trumps zentralen Wahlversprechen. Nun hat der US-Pr&auml;sident einen Plan vorgelegt: Er umfasst 1,5 Billionen Dollar &ndash; und hat kaum Aussicht auf Umsetzung.<br>\nZuerst kam der Trommelwirbel via Twitter: &bdquo;Nachdem t&ouml;richterweise 7 Billionen im Nahen Osten ausgegeben wurden, ist es jetzt an der Zeit, mit Investitionen in UNSER Land zu beginnen!&ldquo;, schrieb Donald Trump. Kurz darauf legte der US-Pr&auml;sident seinen lange angek&uuml;ndigten Plan zur Sanierung der Infrastruktur in den Vereinigten Staaten vor. Das Programm umfasst Investitionen von 1,5 Billionen Dollar (umgerechnet rund 1222 Milliarden Euro). Allerdings strebt die US-Regierung an, davon nur 200 Milliarden selbst beizusteuern. Die fehlende Summe in H&ouml;he von 1,3 Billionen soll von Bundesstaaten, Kommunen und dem Privatsektor investiert werden.<br>\nDas Wei&szlig;e Haus &uuml;bermittelte das Papier dem Kongress, der die Mittel wiederum bewilligen muss. Wegen absehbarer Widerst&auml;nde der Parlamentarier &ndash; vor allem bei den Demokraten &ndash; und knapper Kassen hat das Programm aber kaum Aussicht auf Erfolg. Eine teure Steuerreform und ein vergangene Woche nur mit M&uuml;he verabschiedeter Haushalt haben die bereits betr&auml;chtliche Verschuldung der USA nochmals erh&ouml;ht. Trumps Regierung will die notwendigen Mittel durch K&uuml;rzungen bei anderen Programmen aufbringen.<br>\nSchon bei den Republikanern gibt es aber derzeit wenig Neigung, noch mehr Geld auszugeben, das man eigentlich nicht hat. Au&szlig;erdem stehen im November Kongresswahlen an. Die Demokraten d&uuml;rften vorher kaum bereit sein, zusammen mit den Republikanern ein solches Mammutprojekt zu stemmen. In der jetzigen Form sei der Plan nichts anderes als &bdquo;ein weiteres Geschenk an Konzerne und wohlhabende Bauentwickler auf Kosten der amerikanischen Arbeiter&ldquo;, kritisierten die Demokraten.<br>\nZudem bezeichnen sie die von der Trump-Regierung anvisierte Summe vom Bund als v&ouml;llig unzureichend. Demokratische Abgeordnete im Repr&auml;sentantenhaus forderten k&uuml;rzlich eine Billion Dollar vom Bund &uuml;ber zehn Jahre. Sie warfen Trump zudem vor, die Kosten auf die Bundesstaaten und Kommunen abw&auml;lzen zu wollen. Seine Regierung hat diese Pl&auml;ne als nicht bezahlbar zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/donald-trump-legt-infrastrukturplan-ueber-1-5-billionen-dollar-vor-a-1193132.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der ganze Plan ist so schlecht, er h&auml;tte auch von SPD, Union und FDP stammen k&ouml;nnen. Zuerst verschenken Trump und die Republikaner vollkommen ohne Sinn und Verstand mit der Steuerreform 1,5 Billionen Dollar alleine in den n&auml;chsten 10 Jahren an Reiche, Superreiche und Konzerne, nun will er auf der Basis die Infrastruktur mit &Ouml;PP-Projekten finanzieren, weil der Staat ja kein Geld mehr hat, wie die Republikaner anmerken. So schafft man Pseudo-Sachzw&auml;nge und behauptet dann in &uuml;blicher Republikaner-&bdquo;Logik&ldquo;, da&szlig; Private alles besser k&ouml;nnten als der Staat. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Soziologe Volker Busch-Geertsema: &bdquo;Wir brauchen kleine, bezahlbare Mietwohnungen!&ldquo;<\/strong><br>\nDeutschlandfunk Kultur: Sprechen wir doch mal &uuml;ber die verschiedenen Begriffe: Obdachlosigkeit, wohnungslos. Das ist ja nicht dasselbe. Wie viele Menschen sind denn jeweils betroffen?<br>\nVolker Busch-Geertsema: Ja, das ist immer ein bisschen schwierig, weil dieser Begriff der Obdachlosigkeit wird sehr unterschiedlich verwendet. Also, die St&auml;dte, die die Menschen unterbringen, nennen die Obdachlosen verr&uuml;ckterweise die, denen sie ein Dach &uuml;berm Kopf geben in ihren Obdachlosenunterk&uuml;nften. Das sind f&uuml;r sie die Obdachlosen.<br>\nIm gemeinen Sprachgebrauch w&uuml;rde man ja eher sagen, die Obdachlosen sind die ohne Obdach und sie sind eine relativ kleine Teilgruppe der Wohnungslosen. Das sind Menschen, die eben keinen Mietvertrag haben, keine dauerhafte Wohnungsversorgung. Die k&ouml;nnen auch bei Freunden und Bekannten vor&uuml;bergehend Unterschlupf gesucht haben, die sogenannten Sofa-Hopper, oder sie sind in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. (&hellip;)<br>\nVolker Busch-Geertsema: Ja, zum einen ist es tats&auml;chlich ein stark st&auml;dtisches Ph&auml;nomen. Es ist nicht nur in den St&auml;dten, aber Sie haben nat&uuml;rlich die Boomtowns, so wie Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Berlin, M&uuml;nchen. Da ist es besonders eng. Da sind die Wohnungsm&auml;rkte besonders eng. Da gibt es aber auch am ehesten Arbeit. Und Wohnungslose gehen da hin, wo es Arbeit gibt, aber auch wo es soziale Hilfen gibt. Das hei&szlig;t oft, wenn sie wohnungslos werden, gehen sie dann weg aus den l&auml;ndlichen Regionen. (&hellip;)<br>\nDeutschlandfunk Kultur: Was sagt das denn aus &uuml;ber uns als reiches Industrieland, wenn wir die letzten Jahre angucken? Die Arbeitslosigkeit sinkt. Die Wirtschaft w&auml;chst. Immer mehr Geld ist da. Aber offenbar steigt gleichzeitig die Obdachlosigkeit, die Wohnungslosigkeit im Vergleich mit den 90er Jahren. Wie passt das zusammen?<br>\nVolker Busch-Geertsema: Ich glaube, es fehlt noch oft am politischen Willen, Wohnungslosigkeit wirklich wirkungsvoll zu bek&auml;mpfen. Den Bereich der Notunterk&uuml;nfte und Sonderwohnformen auszubauen, ist nach meiner festen &Uuml;berzeugung der falsche Weg, vor dem man nur warnen kann. Das ist im Moment wieder aller Orten der Fall, dass das gemacht wird. Stattdessen muss zum einen die Pr&auml;vention verbessert werden, gerade im l&auml;ndlichen Bereich, aber auch in manchen St&auml;dten. Wohnungsverluste m&uuml;ssen wirkungsvoller verhindert werden. Die Barrieren beim Zugang zu dauerhaftem Wohnraum m&uuml;ssen gezielt beseitigt werden. (&hellip;)<br>\nDeutschlandfunk Kultur: Sie sagen, es braucht daf&uuml;r auch eine bundesweite Strategie. Jetzt haben wir ja einen frischen, neuen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD. Was sehen Sie darin zum Thema Bauen und auch f&uuml;r die Wohnungslosen und Obdachlosen?<br>\nVolker Busch-Geertsema: Ja, also: Das erste, was bekannt geworden ist, war das Baukindergeld. Ich habe auch nichts dagegen, dass auch junge Familien bauen k&ouml;nnen, aber sozusagen diese Ausrichtung so stark immer auf Eigentumsbildung und auf Familienhaushalte geht an dem dr&auml;ngendsten Bedarf vorbei. Was wir brauchen, sind Kleinwohnungen, erschwingliche Kleinwohnungen. Und bei den Wohnungslosen brauchen wir dann auch noch einen privilegierten Zugang dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/soziologe-volker-busch-geertsema-wir-brauchen-kleine.990.de.html?dram:article_id=410387\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Breitbandausbau: Deutschland, dein Lobbyproblem<\/strong><br>\nDie Kundennachfrage nach Highspeed-Internetanschl&uuml;ssen ist gering, klagt CSU-Politikerin Dorothee B&auml;r. Die Aussage ist erstaunlich, passt aber auf traurige Weise ins Schema deutscher Digitalpolitik. &bdquo;Im Moment haben wir ja das Problem, dass die Telekommunikationsunternehmen auch ihre 100 oder 200 Mbit\/s-Anschl&uuml;sse nicht loswerden&ldquo;, erkl&auml;rte die Internetexpertin der CSU, Dorothee B&auml;r zu den Digitalpl&auml;nen der kommenden Bundesregierung. B&auml;r ist ohne Zweifel sehr sachkundig. Das aber macht ihre Aussage zugleich erstaunlich, skandal&ouml;s und unerstaunlich. [&hellip;]<br>\nUnerstaunlich an B&auml;rs Aussage ist schlie&szlig;lich ihre Existenz, denn die regierende Politik kommuniziert im Digitalbereich auff&auml;llig konzernnah. Die Politiker tun das oft auch, wenn es den Bev&ouml;lkerungsinteressen erkennbar entgegensteht. Die Telekom erkl&auml;rte 2017, dass 100 Mbit\/s derzeit ausreichen, was zuf&auml;llig auch der f&uuml;r sie fl&auml;chig erreichbaren Maximalgeschwindigkeit entsprach. Dorothee B&auml;r gibt dieser Argumentation politische R&uuml;ckendeckung, als sei sie Interessenvertreterin der Telekom.<br>\nExakt das ist eines der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Digitalprobleme: der Unwille, digitalgesellschaftlich sinnvolle Positionen auch dann zu vertreten, wenn sie m&auml;chtigen (deutschen) Altunternehmen entgegenstehen. Das deutsche Lobbyismus-Problem l&auml;sst sich sehr gut rund um die Digitalisierung erkennen.<br>\nIn diesem Kontext ist interessant, dass die Gro&szlig;e Koalition auf Druck der CSU soeben ein Lobbyregister verhindert hat. Damit will ich explizit nicht unterstellen, dass Dorothee B&auml;r oder die CSU bestechlich seien. Aber die Transparenz, die das Register h&auml;tte bringen k&ouml;nnen, wollte die CSU trotzdem nicht herstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/deutschland-lobbyisten-bremsen-digitalpolitik-aus-kolumne-a-1193450.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Der SPD fehlt eine Vision&laquo;<\/strong><br>\nPersonell wie inhaltlich steckt die deutsche Sozialdemokratie in einer tiefen Krise. Ein Gespr&auml;ch mit Christoph Butterwegge<br>\nSie geh&ouml;ren zu dem Kreis prominenter Linker, die einst Mitglied in der SPD waren und dann irgendwann ausgetreten sind. Was waren damals die ausschlaggebenden Gr&uuml;nde? Und hat sich seitdem etwas ge&auml;ndert?<br>\nDie Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r meinen SPD-Austritt waren die Agenda 2010 und die Hartz-Gesetze.(&hellip;) Schluss war dann f&uuml;r mich, als die SPD in die gro&szlig;e Koalition ging, obwohl es eine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit im Bundestag gegeben h&auml;tte. Ich konnte da keine Wende weg von der &raquo;&Auml;ra Schr&ouml;der&laquo; hin zu einem neuen Politikstil und neuen Inhalten erkennen (&hellip;) Schluss war dann f&uuml;r mich, als die SPD in die gro&szlig;e Koalition ging, obwohl es eine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit im Bundestag gegeben h&auml;tte. Ich konnte da keine Wende weg von der &raquo;&Auml;ra Schr&ouml;der&laquo; hin zu einem neuen Politikstil und neuen Inhalten erkennen.<br>\n(&hellip;) Eine B&uuml;rgerversicherung m&uuml;sste umfassender sein als das, was die SPD darunter versteht: Sie m&uuml;sste alle Bev&ouml;lkerungskreise einschlie&szlig;en &ndash; also auch Selbst&auml;ndige, Freiberufler, Beamte, Abgeordnete und Minister &ndash; und die Verbeitragung aller Eink&uuml;nfte vorsehen, also auch von Kapitalertr&auml;gen. Die Forderung, dass neben L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern zudem Dividenden, Zinsen, Miet- und Pachterl&ouml;se einbezogen werden, war urspr&uuml;nglich auch bei der SPD vorgesehen. Davon hat sich die Partei aber wieder verabschiedet. Eine solidarische B&uuml;rgerversicherung sollte auch nicht auf den Gesundheitsbereich beschr&auml;nkt sein. Die Beitragsbemessungsgrenze m&uuml;sste auf- oder zumindest stark angehoben werden. Dann w&auml;re das ein sinnvolles Projekt, um den Sozialstaat wieder auf ein festes Fundament zu stellen. (&hellip;) Voran geht es da nirgends. Die SPD hat keine Vision. Sie ist nur dabei, m&uuml;hselig zu reparieren, was sie in fr&uuml;heren Regierungen selbst angerichtet hat.<br>\n(&hellip;) Ich bin fest davon &uuml;berzeugt, dass die gro&szlig;e Mehrheit der SPD-Mitglieder treue Parteisoldaten sind. Und eine Ablehnung des Koalitionsvertrages im anstehenden Mitgliederentscheid w&uuml;rde bedeuten, die gesamte SPD-F&uuml;hrung zum Teufel zu jagen. Es w&auml;re ein Misstrauensvotum und der Entzug des Mandates, in dieser Regierungskonstellation Politik zu machen. Das w&auml;re ein riesiger Eklat und w&uuml;rde weit &uuml;ber die SPD hinaus Wellen schlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/327226.der-spd-fehlt-eine-vision.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Warum wir Journalisten den Schulz-Hype aufarbeiten m&uuml;ssen<\/strong><br>\nErst hochgeschrieben, dann abgest&uuml;rzt: Vor einem Jahr galt Martin Schulz uns Journalisten als Ausnahmepolitiker. Wir m&uuml;ssen uns fragen, warum es immer wieder zu solchen Medien-Hypes kommt.<br>\nIch f&uuml;hlte mich wie der vielzitierte Geisterfahrer, der glaubt, dass ihm hunderte Falschfahrer entgegenkommen &ndash; weil er nicht merkt, dass er selbst einer ist.<br>\nKaum hatte Sigmar Gabriel am 24. Januar 2017 im stern Martin Schulz als neuen Parteichef und Kanzlerkandidaten ausgerufen, fragte ich mich, wer denn nun hier der Falschfahrer ist. Denn ich kannte den Europaabgeordneten Schulz aus meiner Br&uuml;sseler Korrespondentenzeit und aus jahrelangen EU-Recherchen als relativ bedenkenlosen Machtpolitiker. In einer Bilanz vor der EU-Wahl im Jahr 2014 hatte ich an einer ganzen Reihe von Beispielen seine aus meiner Sicht &bdquo;&uuml;berdurchschnittlich fr&ouml;hliche Bereitschaft zur Unaufrichtigkeit&ldquo; beschrieben. Immer wieder war Schulz als jemand aufgefallen, dem es um die eigene Karriere ging &ndash; und dessen Blick sich im Jahr 2016 auf die Berliner Politik richtete, nachdem klar war, dass er den Posten des EU-Parlamentspr&auml;sidenten abgeben musste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/tillack\/martin-schulz--wir-journalisten-muessen-den-hype-um-ihn-aufarbeiten-7859916.html\">Stern Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Medien-Hype um den &uuml;berlebensgro&szlig;en Kandidaten: die Schulz-Story als Lektion eines journalistischen Irrtums<\/strong><br>\nDass der Schulz-Rausch ein Ph&auml;nomen von geringer Halbwertszeit war, zeichnete sich lange vor der Bundestagswahl 2017 ab. Sp&auml;testens mit dem sang- und klanglosen R&uuml;cktritt vom Amt des SPD-Parteichefs am Dienstag ist der Hoffnungstr&auml;ger Martin Schulz Geschichte. Die Story &uuml;ber den steilen Aufstieg und j&auml;hen Absturz des Merkel-Herausforderers ist auch eine Geschichte der Medien &ndash; und ihres Versagens. [&hellip;]<br>\nAus dem SPD-Mann, der sich zuletzt entgegen aller vorherigen Zusagen auf einen Ministerposten im neuen Kabinett Merkel zu retten versuchte, ist die Antithese &bdquo;Sankt Martins&ldquo; (Spiegel) geworden. Aus dem &bdquo;Eroberer&ldquo; (stern) wurde ein &Uuml;berl&auml;ufer, dessen politisches Ende als besiegelt bezeichnet werden darf. Die vom Spiegel vor Jahresfrist beschworene &bdquo;Merkeld&auml;mmerung&ldquo; blieb aus. Viel mehr d&auml;mmert so langsam, dass da etwas gewaltig schief gelaufen ist in den Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/02\/13\/medien-hype-um-den-ueberlebensgrossen-kandidaten-die-schulz-story-als-lektion-eines-journalistischen-irrtums\/\">Meedia<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lesen Sie dazu bitte auch meinen gestrigen Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42405\">Ein Riss in der Matrix &ndash; wie die Filterblase von Medien und Politik an der GroKo-Frage scheitert<\/a>&ldquo;. Es ist schon tragisch. Da f&auml;ngt die eine H&auml;lfte der Branche an, den &bdquo;Schulz-Hype&ldquo; aufzuarbeiten, w&auml;hrend die andere H&auml;lfte bereits mit vollem Elan am &bdquo;Nahles-Hype&ldquo; arbeitet. Bei bild.de k&ouml;nnen Sie heute eine Sammlung mit &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.bild.de\/video\/clip\/parteivorsitzende\/koennen-diese-auftritte-andrea-nahles-den-spd-vorsitz-kosten-54795480.bild.html\">Nahles besten Spr&uuml;chen<\/a>&ldquo; anschauen. Und auch ansonsten f&auml;hrt man bei Springer eine Kampagne am Rande der L&auml;cherlichkeit &hellip;<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180214-hdt-01.png\" rel=\"fancybox\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180214-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Wer sich Nahles stellt, stellt sich nun auch gegen BILD &hellip;<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180214-hdt-02.png\" rel=\"fancybox\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180214-hdt-02-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Aber auch SPIEGEL Online dreht munter weiter am Nahles-Hype &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Die letzte Hoffnung der SPD<\/strong><br>\nMartin Schulz tritt als SPD-Vorsitzender zur&uuml;ck, verpasst seiner designierten Nachfolgerin Andrea Nahles mit der verstolperten Nominierung aber noch eine Delle. Macht nichts: Nahles hat das Zeug dazu, ihre Partei wieder aufzurichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/andrea-nahles-die-letzte-hoffnung-der-spd-kommentar-a-1193370.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Politisches Klima: Es droht die Stunde der Populisten<\/strong><br>\nNeue Gesichter in die Politik &ndash; und dann wird alles besser? Nein, meint Monika Wagener. Auch wenn Kanzlerin und SPD-Spitzen an Zustimmung verlieren, Populisten mit ihren einfachen Antworten und Parolen helfen sicher nicht weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/neue-gesichter-in-der-politik-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wieder einmal so ein ausgemachter Quatsch von der ARD. So l&auml;sst die Bemerkung zu Andrea Nahles v&ouml;llig au&szlig;er Acht, dass manche Leute vielleicht auch davon negativ betroffen sein k&ouml;nnten, dass diese Frau inhaltlich nichts bietet. Dass sie zum Beispiel die gesetzliche Rente weiter ruiniert, statt sie zu retten. Die Journalisten gehen offenbar immer davon aus, dass die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger so wenig wissen wie sie, so wenig Sachverstand h&auml;tten wie sie. Und dann kommen sie zu solchen Urteilen. Dann ist es der Populismus, der schuld ist an allem Elend. Aber da sei angemerkt: Wir leiden noch mehr unter total mittelm&auml;&szlig;igen Journalisten als unter mittelm&auml;&szlig;igen Politikern. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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