{"id":42470,"date":"2018-02-16T16:27:04","date_gmt":"2018-02-16T15:27:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470"},"modified":"2018-02-16T16:27:04","modified_gmt":"2018-02-16T15:27:04","slug":"hinweise-des-tages-ii-333","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h01\">SPD-Generalsekret&auml;r Lars Klingbeil: &bdquo;Die SPD braucht ein starkes Zentrum&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h02\">Wor&uuml;ber eigentlich stimmten die Genossen ab?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h03\">An die akademisch interessierten Mitglieder der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h04\">Im Raster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h05\">Gef&auml;hrdungsanzeige: Klinik verliert gegen Pflegerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h06\">Trumps Milit&auml;rpolitik: Mehr Zerst&ouml;rung, weniger Transparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h07\">Zwei vor zw&ouml;lf: Wie die US-Regierung auf einen Krieg mit Nordkorea zusteuert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h08\">Expertengruppe schl&auml;gt Diesel-Nachr&uuml;stung mit Steuergeldern vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h09\">Desinformation zum Klimawandel: Das Gesch&radic;&sect;ft mit der Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h10\">Naturschutz auf dem Balkan: Wasserkraftausbau bedroht Europas letzte Wildfl&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h11\">Koalitionsvertrag setzt widerspr&uuml;chlichen Kurs bei der IT-Sicherheit fort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h12\">Kriegsberichte: Doppelmoral und Propaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h13\">Sind CDU, CSU und SPD das Gesetz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h14\">Ex-Wirtschaftsminister Duin geht zu Thyssen-Krupp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h15\">Berlinale: O processo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42470#h16\">Bild-Enth&uuml;llung &uuml;ber K&uuml;hnert und die Russen-Bots: Juso-Sprecher nennt Beweis-Mails &bdquo;plumpe F&auml;lschungen&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD-Generalsekret&auml;r Lars Klingbeil: &bdquo;Die SPD braucht ein starkes Zentrum&ldquo;<\/strong><br>\nSPD-Generalsekret&auml;r Lars Klingbeil weist Kritik am hastigen Wechsel an der Spitze zur&uuml;ck. Die von Teilen der Partei geforderte Urwahl &uuml;ber den Vorsitz lehnt er zum jetzigen Zeitpunkt ab. Es werde erst noch gepr&uuml;ft, ob man sp&auml;ter so etwas einf&uuml;hre. [&hellip;]<br>\nWas ist nachvollziehbar am R&uuml;cktritt von Schulz &ndash; kurz nach Fertigstellung des Koalitionsvertrags?<br>\nNach seiner Entscheidung, Au&szlig;enminister zu werden, haben wir sehr viel Skepsis aus der Partei erlebt. Das hat Martin Schulz aufgenommen und seine Konsequenzen daraus gezogen. Er wollte nicht, dass die Debatte um seine Person die inhaltliche Debatte &uuml;ber den Koalitionsvertrag &uuml;berlagert. Und davor habe ich gro&szlig;en Respekt.<br>\nWarum hat er den Vorsitz nicht behalten?<br>\nWeil die SPD ein starkes Zentrum braucht &ndash; jemanden, der den Weg klar definiert. Wenn er Vorsitzender geblieben w&auml;re, ohne in die Regierung zu gehen, h&auml;tten wir au&szlig;erdem Andrea Nahles als Fraktionsvorsitzende gehabt, einen Vizekanzler und starke Ministerpr&auml;sidenten &ndash; eine Konstellation mit vielen Machtzentren. Wir waren uns in der Parteif&uuml;hrung einig, dass wir eine B&uuml;ndelung brauchen. Andrea Nahles wird das starke Zentrum der SPD sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.spd-generalsekretaer-lars-klingbeil-die-spd-braucht-ein-starkes-zentrum.9c590439-a027-402a-b505-44f2c4bbb881.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Wenn man den Ausf&uuml;hrungen von Klingbeil folgt, scheint es sich bei der Causa Schulz eher um einen parteiinternen Putsch, als um einen selbstgew&auml;hlten R&uuml;cktritt aus Entt&auml;uschung zu handeln. Fraktions- und Parteivorsitz in einer Hand bedeutet, dass die Fraktion als (wahrscheinlicher) Teil der zuk&uuml;nftigen Regierung allzu gro&szlig;e Erneuerungen der SPD verhindern wird. Frau Nahles kann ja nicht als Parteivorsitzende vehement f&uuml;r eine Reform der Hartz-Gesetze eintreten, w&auml;hrend sie gleichzeitig als Fraktionsvorsitzende einer Regierungsfraktion mit Nachdruck deren Nutzen f&uuml;r die Wirtschaft verteidigt. Herr Klingbeil scheint auch dieser Auffassung zu sein. Gefragt nach dem Erneuerungsprozess der SPD antwortet er: &ldquo;Es muss auf personeller, organisatorischer und struktureller Ebene eine Erneuerung geben&rdquo;. Tja, da fehlt wohl die inhaltliche Erneuerung, die hat Klingbeil schon mal in der Schublade verschwinden lassen. So wird es denn weiter abw&auml;rts gehen mit der SPD.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: 16 Prozent &ndash; SPD f&auml;llt auf Rekordtief<\/strong><br>\nDas F&uuml;hrungschaos bei der SPD hinterl&auml;sst Spuren: In der Sonntagsfrage von Infratest dimap f&uuml;r den ARD-DeutschlandTrend Extra landet die Partei mit 16 Prozent auf einem Rekordtief. Das sind zwei Punkte weniger als im Tagesthemen-DeutschlandTrend Anfang Februar. Die Union kommt unver&auml;ndert auf 33 Prozent. Die AfD verbessert sich um einen Punkt und kommt auf 15 Prozent; die FDP verliert einen Punkt und landet bei neun Prozent. Die Linke bleibt stabil bei elf Prozent; die Gr&uuml;nen verbessern sich um zwei Punkte und kommen auf 13 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend-1123.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wor&uuml;ber eigentlich stimmten die Genossen ab?<\/strong><br>\nEs kommt sogar noch schlimmer; denn im Vorfeld der Abstimmung klopft die Parteif&uuml;hrung ihre Mitglieder mit dem Argument weich: Wenn ihr nicht der F&uuml;hrung zustimmt, dann ruiniert ihr die Partei und macht sie politikunf&auml;hig. Dann drohen Neuwahlen, und die SPD k&ouml;nnte noch weniger Stimmen bekommen als in der Bundestagswahl von 2017 und w&auml;re auf Jahre hinaus von der Regierung ausgeschlossen, wenn nicht gar dem Untergang anheimgefallen. Auch das sollte man sich mit gro&szlig;er Achtsamkeit durch den Kopf gehen lassen: Da drohen angebliche Demokraten ihrem Parteivolk mit demokratischen Wahlen.<br>\nDie Abstimmung ist eine reine Alibiveranstaltung. Die Parteif&uuml;hrung hat im Vorfeld l&auml;ngst die Stimmung unter den Mitgliedern ausgelotet und wei&szlig; ziemlich genau, wie das Kasperletheater ausgehen wird. Sie stellt ihre Parteigenossen erpresserisch vor die Alternative: Entweder folgt ihr uns oder der Untergang kommt. Lebendige, gelebte Demokratie geht nun einmal von unten nach oben und nicht in umgekehrt. Von oben nach unten geht nur eine billige Scharade, die dem bl&ouml;den Parteivolk in Form einer Demokratie-Pantomime vorgegaukelt wird.<br>\nNiemand hat das mit gr&ouml;&szlig;erer Klarheit zum Ausdruck gebracht als der damalige Chef der Eurogruppe und heutige Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Kommission, Jean-Claude Juncker, als er in einem seltenen Moment der Offenheit das blasierte Politikverst&auml;ndnis der Parlamentarier in repr&auml;sentativen Demokratien erl&auml;uterte: &ldquo;Wir beschlie&szlig;en etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein gro&szlig;es Geschrei gibt und keine Aufst&auml;nde, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter &ndash; Schritt f&uuml;r Schritt, bis es kein Zur&uuml;ck mehr gibt.&rdquo; Die breite Bev&ouml;lkerung oder gar der demokratische Souver&auml;n kommt in dem Kalk&uuml;l noch nicht einmal am Rande vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-urdemokratisch-ist-die-Urabstimmung-der-SPD-3969107.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Anette Sorg:<\/strong> Obwohl hier teilweise das Hohelied der direkten Demokratie gesungen und undifferenziert als Allheilmittel pr&auml;sentiert wird, lohnt sich die Lekt&uuml;re. Die Art und Weise, wie die Zustimmung zur GroKo von der SPD-Spitze &ldquo;erarbeitet&rdquo; wird, ist gruselig: die Werbeveranstaltungen -um es freundlich auszudr&uuml;cken- finden ohne Medienvertreter und ohne eine Plattform f&uuml;r die GRoKO-Gegner statt. Wetten, dass die Basis zustimmen wird!?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>An die akademisch interessierten Mitglieder der SPD<\/strong><br>\nDer Koalitionsvertrag, &uuml;ber dessen Annahme die SPD-Mitglieder ab dem 16. Februar zu entscheiden haben, &auml;u&szlig;ert sich &ndash; unauff&auml;llig und leicht zu &uuml;bersehen &ndash; auch zum Thema Hochschule. Allen Mitgliedern, deren Herz f&uuml;r diesen wachsenden Bereich schl&auml;gt, bietet der Abschnitt Anhaltspunkte, Ja oder Nein zu sagen. Unser Eindruck ist: Die SPD-F&uuml;hrung hat hier wie im gesamten Vertrag bescheidene Erfolge erreicht, vage mehr versprochen und keine neue Idee.<br>\nAls Erfolg muss wohl gelten, dass der Koalitionsvertrag die bestehenden Bundeszusch&uuml;sse, zumal den Hochschulpakt verstetigt &ndash; bei weiter steigenden Studierendenzahlen. (Das Niveau wird nicht einmal gehalten, da die Unterst&uuml;tzung im Hochschulbau wegf&auml;llt.) Die miserablen Betreuungsrelationen d&uuml;rften damit nicht zu heilen sein. Das Verh&auml;ltnis Studierende pro Professur hat sich zwischen den Jahren 2005 und 2015 von 1:62 auf 1:73 verschlechtert, das der Studierenden pro Mitarbeiterstelle von 16,1 auf 17,6. Gute Studienbedingungen sehen anders aus. Zudem ist nicht absehbar, dass sich akademische Arbeitsverh&auml;ltnisse ertr&auml;glich gestalten lassen, wenn Lehr- und Forschungsbelastung des zunehmend befristeten Personals st&auml;ndig anwachsen &ndash; aber das geh&ouml;rt bereits in die Rubrik vage Versprechen.<br>\nAls einzige konkrete Ma&szlig;nahme, um die &bdquo;Karrierewege in der Wissenschaft attraktiv zu halten&ldquo;, wird angek&uuml;ndigt: &bdquo;Wir wollen [&hellip;] die Evaluationsergebnisse der letzten Novelle des Wissenschaftszeitvertrags auswerten.&ldquo; Offen bleibt, was daraus f&uuml;r &bdquo;gute Arbeit in der Wissenschaft&ldquo; folgt &ndash; und was an den Karrierewegen bisher attraktiv gewesen sein soll (die GEW spricht hier von &sbquo;blankem Zynismus&rsquo;). Dass mittlerweile f&uuml;nf Habilitierte auf eine Professur kommen, dass vor dieser und anderen Qualifikationen f&uuml;r die seltene Dauerstelle zahlreiche kurzfristige Vertr&auml;ge stehen, dass weit &uuml;ber 80% des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen in solchen befristeten Verh&auml;ltnissen arbeiten und unter dem novellierten Gesetz nicht leichter Anstellung finden, kann man bereits jetzt sehen. Auch die entsprechende &Uuml;berlastung der Professuren ist bekannt und wird zunehmend empirisch belegt. Hier w&auml;ren bei beispiellos gef&uuml;llten Steuerkassen endlich Handlungen n&ouml;tig, nicht weitere Aufschubaktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mittelbau.net\/2018\/02\/15\/an-die-akademisch-interessierten-mitglieder-der-spd\/\">Das Netzwerk f&uuml;r gute Arbeit in der Wissenschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Im Raster<\/strong><br>\nWir werden &uuml;berwacht, das ist klar. Aber: Was passiert eigentlich mit all den Informationen &uuml;ber uns, nachdem sie eingesammelt wurden? Wer &uuml;berwacht uns &ndash; und wie? Eine Suche. [&hellip;]<br>\nDass Konzerne Daten sammeln, dass Geheimdienste Daten sammeln, dass der Staat Daten sammelt: All das ist schon lange bekannt. Auch mir. Und trotzdem habe ich jedes Mal, wenn ich dar&uuml;ber nachdenke, das Gef&uuml;hl, vor einem undurchdringlichen Netz zu stehen. Inhaltlich bin ich aus dem Thema schon lange ausgestiegen. Was bleibt, ist der Eindruck, dass mein Smartphone Berge von Informationen &uuml;ber mich einsaugt, sie verarbeitet und am Ende Online-Artikel zum Thema &bdquo;&Uuml;berwachungsstaat&ldquo; wieder ausspuckt. Aber: Was steht zwischen meinem Handy und der &Uuml;berwachungsgesellschaft? Was passiert mit all dem Wissen, nachdem es eingesammelt wurde? Wer &uuml;berwacht mich &ndash; und wie? [&hellip;]<br>\nDie Wahrscheinlichkeit, dass ich einen Kredit zur&uuml;ckzahlen werde, ist h&ouml;her, wenn ich auf meinen Facebook-Fotos einen Anzug trage und nicht betrunken bin. Wenn ich viele Freunde habe, die Geld haben. Und wenn ich h&auml;ufig in die Oper gehe. &bdquo;Social Scoring&ldquo; wird das genannt: Wenn die Frage, ob man einen Kredit bekommt, nicht mehr nur anhand des Wohnorts und fr&uuml;herer Zahlungsausf&auml;lle entschieden wird &ndash; so wie bei der Schufa &ndash; sondern anhand des eigenen Facebook-Profils und anderer Informationen aus dem Internet. [&hellip;]<br>\nIn Kalifornien werden Menschen mit den Daten aus ihren Social-Media-Profilen danach gescort, wie wahrscheinlich sie in n&auml;chster Zeit ein Verbrechen begehen werden. Die Firma Aspire Health scort Kranke darauf, wie wahrscheinlich sie in den n&auml;chsten Monaten sterben werden, um ihnen im Zweifel g&uuml;nstige Sterbebegleitung statt teuren Behandlungen zukommen zu lassen. Und die Hotelzimmer, die ich mir im Internet ansehe, sind deswegen h&auml;ufiger erm&auml;&szlig;igt, als wenn mein Freund das macht, weil die Buchungs-Website meiner Wahl offenbar &Auml;hnlichkeiten zwischen meinem Online-Verhalten und dem von &bdquo;Schn&auml;ppchenj&auml;gern&ldquo; erkennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/dass-wir-ueberwacht-werden-ist-klar-aber-von-wem-und-wie-eine-spurensuche-15445555.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Hochinteressanter und sehr detailreicher Artikel zu &ldquo;Big Data&rdquo;. Die Autorin schildert die verschiedenartigsten Gesellschaftsbereiche, in denen die allumf&auml;nglichen Datensammlungen genutzt werden\/werden k&ouml;nnen und teils schon bekannte, teils vermutete, teils aber auch &uuml;berraschende Auswirkungen f&uuml;r jeden von uns haben. Nicht nur lesens- und wissenswert f&uuml;r Bef&uuml;rworter der &ldquo;Ich-habe-nichts-zu-verbergen&rdquo;-Fraktion.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gef&auml;hrdungsanzeige: Klinik verliert gegen Pflegerin<\/strong><br>\nEine Pflegerin hat sich vor Gericht erfolgreich gegen eine Abmahnung gewehrt. Unter anderem hatte sie vor Fehlern in der Versorgung von Patienten gewarnt.<br>\nIm Streit um Gef&auml;hrdungsanzeigen hat die Asklepios Fachklinik in G&ouml;ttingen erneut eine Niederlage vor dem Arbeitsgericht G&ouml;ttingen erlitten. Das Gericht gab der Klage der Pflegerin Ruth R. statt, die sich gegen zwei Abmahnungen zur Wehr gesetzt hatte. Das Gericht entschied, dass der Klinikbetreiber die Abmahnungen aus der Personalakte entfernen muss (Aktenzeichen 1 Ca 267\/17).<br>\nDie Pflegerin hatte unter anderem eine Abmahnung erhalten, weil sie im Sommer 2017 nach ihrem Dienst auf der Suchtstation der psychiatrischen Klinik eine Gef&auml;hrdungsanzeige verfasst hatte. Sie wies damals schriftlich darauf hin, dass die personelle Besetzung unzureichend sei. Es sei nicht auszuschlie&szlig;en, dass es zu Fehlern in der Patientenversorgung gekommen sein k&ouml;nnte. Ihr Arbeitgeber hielt die Gef&auml;hrdungsanzeige f&uuml;r unberechtigt und sprach eine Abmahnung aus.<br>\nVor Gericht kassierte der Klinikbetreiber eine Niederlage. Nach Ansicht des Gerichts war die Abmahnung unzul&auml;ssig, da sie dem Sinn und Zweck des Arbeitsschutzgesetzes widerspreche. Dieses verpflichte Arbeitnehmer dazu, daran mitzuwirken, dass keine Gef&auml;hrdungslagen entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.springerpflege.de\/recht\/gefaehrdungsanzeige-klinik-verliert-gegen-pflegerin\/15467662\">Springer Pflege<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trumps Milit&auml;rpolitik: Mehr Zerst&ouml;rung, weniger Transparenz<\/strong><br>\nEs gibt ein Projekt, das Donald Trump von seinem Vorg&auml;nger Barack Obama rigoros weiterf&uuml;hrt: die Drohnenangriffe. Tausende Zivilisten starben dadurch in den ersten Monaten von Trumps Pr&auml;sidentschaft. Und Pr&auml;sident und Milit&auml;rs treiben diese Politik nachdr&uuml;cklich voran, meint der Journalist Emran Feroz.<br>\nIn den ersten Wochen dieses Jahres hat Donald Trump schon zahlreiche Drohnen-Eins&auml;tze angeordnet. Allein im Januar fanden in Afghanistan, Somalia, Jemen und Pakistan mindestens 18 Drohnen-Angriffe statt, die gr&ouml;&szlig;tenteils vom Pr&auml;sidenten pers&ouml;nlich abgesegnet wurden. &Uuml;ber 100 Menschen wurden bei diesen Angriffen get&ouml;tet. Wer sie waren, interessiert niemanden.<br>\nIm Gegensatz zu vielen anderen politischen Schritten Trumps ist dies eine konsequente Fortf&uuml;hrung der Politik Barack Obamas. Dieser trieb w&auml;hrend seiner Amtszeit das Drohnen-Programm derart voran, dass es zu einem au&szlig;enpolitischen Markenzeichen der USA wurde. Diese Strategie ihres politischen Gegners forcieren die Milit&auml;rs an der Seite Trumps seit ihrer Macht&uuml;bernahme.<br>\nDie meisten Opfer sind Zivilisten. Nach Angaben der britischen Beobachtungsstelle &ldquo;Airwars&rdquo; sind allein in den ersten sieben Monaten der Trump-Regierung in Irak und Syrien mindestens 2.800 Zivilisten durch Drohnen get&ouml;tet worden. Zum Vergleich: Mindestens 2.300 Zivilisten starben nach Recherchen der Organisation durch Drohnen und klassische Luftangriffe im Kampf gegen den sogenannten islamischen Staat in den letzten zwei Jahren der Obama-Administration.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/trumps-militaerpolitik-mehr-zerstoerung-weniger-transparenz.1005.de.html?dram:article_id=410765\">Emran Feroz auf Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Mehr als 10.000 zivile Opfer<\/strong><br>\nKrieg in Afghanistan: Bomben der USA und Anschl&auml;ge von Taliban und IS t&ouml;ten Tausende<br>\nIn Afghanistan sind auch im vergangenen Jahr infolge des Krieges mehr als 10.000 Zivilisten get&ouml;tet oder verletzt worden. Mit 3.438 Toten und 7.015 Verletzten gab es rund neun Prozent weniger zivile Opfer als im Vorjahr, wie aus einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Jahresbericht der Vereinten Nationen hervorgeht. Allerdings h&auml;tten die Regierungstruppen und ihrer US-Verb&uuml;ndeten bei Luftangriffen 295 Menschen get&ouml;tet und 336 verletzt, sieben Prozent mehr als 2016, nachdem US-Pr&auml;sident Donald Trump im August eine Ausweitung der Bombardements angeordnet hatte. Anschl&auml;ge h&auml;tten im vergangenen Jahr 22 Prozent aller zivilen Opfer des Krieges verursacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/327345.mehr-als-10-000-zivile-opfer.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zwei vor zw&ouml;lf: Wie die US-Regierung auf einen Krieg mit Nordkorea zusteuert<\/strong><br>\nVictor Cha ist ein au&szlig;enpolitischer Falke, ein Hardliner. Er diente George W. Buch als Chefberater zum Thema Nordkorea. Und nun sollte er eigentlich US-Botschafter in S&uuml;dkorea werden. Doch f&uuml;r die Trump-Regierung ist er nicht mehr akzeptabel. Der Grund: Cha sprach sich Ende Januar in einem Artikel f&uuml;r die Washington Post gegen einen Angriffskrieg der USA aus.[1] Sein Argument lautet, dass dabei hunderttausende US-Zivilisten, die sich in der Region aufhalten, sterben k&ouml;nnten, weil man sie nicht rechtzeitig evakuieren kann. Nicht mit einem Wort erw&auml;hnt Cha in seinem langen Beitrag die Millionen von Koreanern &ndash; und wom&ouml;glich auch Japanern und Chinesen &ndash;, die in einem solchen Krieg potenziell zu Tode k&auml;men. Das sind im rechten US-Establishment offenbar keine relevanten Personen. Chas Beitrag sagt viel &uuml;ber die K&auml;lte und Skrupellosigkeit, mit der in Washington &uuml;ber Leben und Tod von Millionen Menschen gedacht und gesprochen wird. Und dieser Mann ist nun f&uuml;r die Trump-Administration zu soft. Das ist beunruhigend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/de\/blog\/zwei-vor-zwoelf-wie-die-us-regierung-auf-einen-krieg-mit-nordkorea-zusteuert\">Kontext TV<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Expertengruppe schl&auml;gt Diesel-Nachr&uuml;stung mit Steuergeldern vor<\/strong><br>\nRegierungsexperten schlagen vor, die Nachr&uuml;stung von Dieselautos mit Steuergeldern &ldquo;ganz oder zu einem h&ouml;chstm&ouml;glichen Anteil&rdquo; zu f&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/Expertengruppe-schlaegt-Diesel-Nachruestung-mit-Steuergeldern-vor-id44238961.html\">Augsburger Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Es ist unglaublich. Autokonzerne sch&auml;digen die B&uuml;rger gesundheitlich, die KFZ-Besitzer finanziell, haben teils nachweislich betrogen, machen Milliardengewinne und das Geld, das sinnvoll f&uuml;r Schulen, Kitas, Integration usw. sehr gut verwendet werden k&ouml;nnte, soll f&uuml;r die Wiedergutmachung des von den Autokonzernen angerichteten Schadens verwendet werden. Rede mir noch einer, der hieran beteiligten Personen, von gesellschaftlicher Verantwortung.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Die Namen und Funktionen der Mitglieder solcher Expertenkommissionen m&uuml;ssen offengelegt werden (z.B. im Spiegel?!), damit man sehen kann, wer hier wessen Interessen vertritt. Dass eine Regierung zur Beantwortung einer solchen Frage der Nachr&uuml;stung &uuml;berhaupt auf Expertengruppen zur&uuml;ckgreift, muss man wohl als Flucht aus der Verantwortung verstehen. Sollte der Steuerzahler zur Nachr&uuml;stung der durch die Automobilindustrie manipulierten Fahrzeuge herangezogen werden, dann w&auml;re das Staatsversagen (u.a. Strafvereitelung im Amt) im Zusammenhang mit organisierter Kriminalit&auml;t. Da rede noch mal jemand &uuml;ber Politikverdrossenheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Desinformation zum Klimawandel: Das Gesch&auml;ft mit der Katastrophe<\/strong><br>\nSturmsch&auml;den bei der Bahn? Versicherungen wieder teurer? Konzerne geben gerne dem Klimawandel die Schuld, selbst wenn es daf&uuml;r keine Belege gibt. Auch Wissenschaftler lassen sich daf&uuml;r einspannen.<br>\nDie j&uuml;ngsten Herbst- und Winterst&uuml;rme f&uuml;hrten Bahnreisende an ihre Geduldsgrenzen. Mehrfach brachten umgest&uuml;rzte B&auml;ume weite Teile des deutschen Bahnverkehrs zum Erliegen. Die Kunden nahmen es hin, immerhin ist die Bahn ja Opfer der Wetterkapriolen, die wegen des Klimawandels immer extremer werden. Oder?<br>\nDer Bahn kommt diese Annahme entgegen. Sie verhindert, dass die Aufmerksamkeit auf die eigentlichen Ursachen f&uuml;r die vielen Behinderungen f&auml;llt, die bei der Bahn selbst zu suchen sind. Kein Wunder also, dass das Unternehmen die Interpretation &ldquo;der Klimawandel ist Schuld&rdquo; eifrig befeuert. Das Tricksen der Bahn ist aktuelles Beispiel daf&uuml;r, wie der Klimawandel in der &ouml;ffentlichen Debatte von einzelnen Akteuren instrumentalisiert wird. In der Wissenschaft ist das Vermarktungspotenzial des Themas schon lange erkannt. Immer wieder dr&auml;ngen einzelne Forscher mit steil formulierten Thesen zur Klimaentwicklung in die &ouml;ffentliche Wahrnehmung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/klimawandel-das-geschaeft-mit-falschen-informationen-a-1192761.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.Z.:<\/strong> Man darf gespannt sein, ob der Spiegel auf die einschr&auml;nkende Wirkung der Inflation ebenso kritisch hinweist, wenn die Lobby demn&auml;chst wieder Forderungen nach Steuersenkungen mit (nominalen) Rekordsteuereinnahmen und Rekordstaatsausgaben begr&uuml;ndet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Naturschutz auf dem Balkan: Wasserkraftausbau bedroht Europas letzte Wildfl&uuml;sse<\/strong><br>\nWegen seiner wilden und weit verzweigten Flusslandschaften wird der Balkan auch als blaues Herz Europas bezeichnet. Doch die unber&uuml;hrte Natur ist in Gefahr, weil hier immer mehr Wasserkraftwerke gebaut werden. Dagegen wehren sich zahlreiche Natursch&uuml;tzer &ndash; mit m&auml;&szlig;igem Erfolg. [&hellip;]<br>\nUlrich Eichelmann: &ldquo;Ich glaube, dass die allerwenigsten Mitteleurop&auml;er jemals einen echten Fluss gesehen haben. Wir glauben das immer, dass wir Fl&uuml;sse kennen. In Wahrheit sind das aber regulierte Flussl&auml;ufe, also mehr Kan&auml;le als wirklich lebendige Fl&uuml;sse. Ein Fluss ver&auml;ndert sich st&auml;ndig. Ein Fluss hat mal Hochwasser, mal Niedrigwasser. Ein Fluss erodiert mal nach links, und dann sch&uuml;ttet er Sandb&auml;nke oder Schott-Kies-Inseln auf der anderen Seite ab. Und er ver&auml;ndert auch seinen Laufweg immer mal wieder. Auf dem Balkan kann man das noch sehen &ndash; in einem gro&szlig;en Ausma&szlig;.&rdquo;<br>\nDer Tourismus ist die gro&szlig;e Hoffnung in der Region. Die hat sonst kaum attraktive Bauwerke zu bieten, keine Metropolen; und die Industrie hat sich von den Kriegen und Krisen der Neunzigerjahre nie richtig erholt. Eine unber&uuml;hrte Natur, gepaart mit ein wenig Abenteuer und Karl-May-Romantik, Wildwasserkajak, Fliegenfischen &ndash; wie Kanada: nur eben w&auml;rmer und n&auml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/naturschutz-auf-dem-balkan-wasserkraftausbau-bedroht.724.de.html?dram:article_id=410561\">deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Koalitionsvertrag setzt widerspr&uuml;chlichen Kurs bei der IT-Sicherheit fort<\/strong><br>\nImmer mehr IT-Sicherheitsl&uuml;cken erh&ouml;hen den Handlungsdruck auf die Politik, Strategien f&uuml;r mehr IT-Sicherheit zu finden. Das wollen die Koalition&auml;re in spe angehen, doch die Vorschl&auml;ge sind unkonkret. Und es geht weiter wie in den letzten Jahren: Die Wirtschaft soll Sicherheitsl&uuml;cken schlie&szlig;en, staatliche Stellen wollen sie weiter ausnutzen. [&hellip;]<br>\nZu Beginn der letzten Legislaturperiode war, beeinflusst durch die Snowden-Enth&uuml;llungen, Verschl&uuml;sselung ein zentrales Anliegen. Deutschland solle zum &bdquo;Verschl&uuml;sselungsstandort Nr. 1&ldquo; werden, hie&szlig; es in der damals verk&uuml;ndeten Digitalen Agenda. Dieses Ziel verfehlte die Bundesregierung. Stattdessen gr&uuml;ndete sie die Entschl&uuml;sselungsbeh&ouml;rde ZITiS &ndash; kurz f&uuml;r &bdquo;Zentralstelle f&uuml;r Informationstechnik im Sicherheitsbereich&ldquo; -, die unter anderem Sicherheitsl&uuml;cken finden soll, um sie etwa f&uuml;r Staatstrojaner ausnutzen zu k&ouml;nnen. Kurzum: Unter dem Deckmantel des Kampfes gegen Terrorismus verschoben sich die Priorit&auml;ten.<br>\nIm geplanten Koalitionsvertrag klingen die Vorhaben, Verschl&uuml;sselungstechnologien voranzutreiben, entsprechend zur&uuml;ckhaltender. Forschung wolle man &bdquo;intensiv f&ouml;rdern&ldquo; und Pl&auml;ne zur elektronischen Verwaltung und zum eGovernment machen es notwendig, dass Menschen &bdquo;verschl&uuml;sselt mit der Verwaltung &uuml;ber g&auml;ngige Standards&ldquo; kommunizieren zu k&ouml;nnen. Es wird deutlich, dass der Fokus auf etwas anderem liegt: &bdquo;Um Sicherheit und Ordnung auch in der vernetzen Welt zu f&ouml;rdern, legen wir ein neues Rahmenprogramm f&uuml;r die zivile Sicherheitsforschung auf.&ldquo; Ein paar S&auml;tze weiter relativiert sich jedoch das Adjektiv &bdquo;zivil&ldquo;. Zusammenarbeiten sollen n&auml;mlich &bdquo;Wissenschaft, Wirtschaft, Sicherheitsbeh&ouml;rden und Einsatzkr&auml;fte&ldquo; &ndash; Interessenskonflikte sind hier vorprogrammiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/koalitionsvertrag-setzt-widerspruechlichen-kurs-bei-der-it-sicherheit-fort\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kriegsberichte: Doppelmoral und Propaganda<\/strong><br>\nDie brutalen Zerst&ouml;rungen der Grossst&auml;dte Aleppo und Mossul offenbaren eine extreme Doppelmoral in der Berichterstattung. Diese richtete sich weit mehr an strategischen Interessen derer aus, die Assad st&uuml;rzen m&ouml;chten, als am tats&auml;chlichen Kriegsgeschehen.<br>\nDie Ausgangslage war in den beiden grossen Metropolen &auml;hnlich. Sowohl Ostaleppo als auch Mossul standen unter Kontrolle islamistischer Kr&auml;fte. Beide St&auml;dte wurden von Regierungstruppen mit ausl&auml;ndischer Unterst&uuml;tzung belagert, bombardiert und schliesslich gest&uuml;rmt.Die Darstellung von Politik und Medien h&auml;tte jedoch unterschiedlicher kaum sein k&ouml;nnen. Die Schlacht um Mossul, wo sich nach Sch&auml;tzung westlicher Geheimdienste 7&rsquo;000 bis 10&rsquo;000 Dschihadisten des &laquo;Islamischen Staates&raquo; (IS) unter rund eineinhalb Millionen Einwohnern verschanzt hatten, wurde durchgehend begr&uuml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/Aleppo-Mossul-Kriegsberichte-Doppelmoral-und-Propaganda\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sind CDU, CSU und SPD das Gesetz?<\/strong><br>\nPl&ouml;tzlich kommt der Koalitionsvertrag, ein an sich ja geduldiges St&uuml;ck Grundlagenpapier, das &uuml;berdies ohne fachliche Erkl&auml;rungen und perspektivische Konzeptionen auskommen muss, sondern mehr schlecht als recht so eine Art Willensbekundung ist, fast schon einem legislativen Transformationsprozess gleich. Ein Vertrag im rechtlichen Sinne ist er ja nicht. Seine Erstellung und Abzeichnung wird in der &ouml;ffentlichen Debatte allerdings wie ein Gesetzesentwurf gehandelt, wie eine reine Formsache.<br>\nWenn man mal wieder jemanden ein gelungenes Beispiel f&uuml;r die Postdemokratisierung unserer Gesellschaft vor Augen f&uuml;hren will, es reicht auf den medialen Umgang mit der GroKo zu verweisen. Sie wird offenbar als ann&auml;hernde Alleinherrscherin begriffen. Man hat sich offensichtlich schon so sehr mit ihr abgefunden, dass man sich im Grunde aufwendige Gesetzgebungsverfahren sparen m&ouml;chte. Steht doch schon alles im Koalitionsvertrag so halbwegs drin. Reicht doch, wenn wir eine Kopie von ihm hinten ans StGB, ans SGB oder ans GG heften. Als Verfassungszusatz quasi. [&hellip;]<br>\nUnd pl&ouml;tzlich gilt die Absichtserkl&auml;rung von drei Parteivorsitzenden als faktischer Beschluss, obwohl man ja aus der Erfahrung recht gut wei&szlig;, dass die Koalitionsvereinbarung von gestern im Heute nicht unbedingt Geltung haben muss. W&auml;re ja nicht die erste, die nicht das Licht der Welt erblickte. Nicht nur in der GroKo manifestiert sich unser schleichender &Uuml;bergang ins Postdemokratische, sondern eben auch in der PR, die sich um dieses B&uuml;ndnis rankt. Sie hievt Parteivorst&auml;nde in die Rolle gef&uuml;hlter Gesetzgeber und t&auml;uscht mit dieser Masche die Menschen im Lande.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1079461.grosse-koalition-sind-cdu-csu-und-spd-das-gesetz.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ex-Wirtschaftsminister Duin geht zu Thyssen-Krupp<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) wechselt zu Thyssen-Krupp. Wie ein Sprecher des Unternehmens best&auml;tigte, hat Duin seine T&auml;tigkeit bei dem Essener Industriekonzern am Donnerstag (15.02.2018) aufgenommen. Am 1. M&auml;rz &uuml;bernehme der 49-J&auml;hrige dann die Personalverantwortung f&uuml;r Gesch&auml;ftseinheiten im Anlagenbau in Dortmund.<br>\nUm Interessenkonflikte zu vermeiden, gilt f&uuml;r ehemalige Staatsminister normalerweise eine Karenzzeit von zw&ouml;lf Monaten. Diese sind noch nicht vergangen. Wenn ein Minister vorher in die Privatwirtschaft wechseln will, muss die so genannte Minister-Ehrenkommission den Fall pr&uuml;fen und eine Empfehlung aussprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/duin-thyssenkrupp-100.html%20\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Berlinale: O processo<\/strong><br>\nDie Amtsenthebung der brasilianischen Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff im Jahr 2016 wurde durch einen Korruptionsskandal ausgel&ouml;st, in den unter anderem ihr damaliger Vize Michel Temer verwickelt war. Regisseurin Maria Ramos folgt dem Prozess gegen Rousseff aus der Perspektive ihres Verteidigerteams. Das Justizdrama entfaltet sich langsam, und die Auftritte der unterschiedlichen Parteien werden allm&auml;hlich zum Gerichtstheater. W&auml;hrend im Verhandlungssaal gro&szlig;e Emotionen kalkuliert ausgespielt werden, warten auf den Korridoren die Lobbyisten und Claqueure. Und drau&szlig;en vor den modernistischen Regierungsgeb&auml;uden Bras&iacute;lias skandieren die Demonstrant*innen wie ein antiker Theaterchor. Nur die Hauptperson, Dilma Rousseff selbst, bleibt professionell und unnahbar.<br>\nNach ihren preisgekr&ouml;nten Dokumentarfilmen Justi&ccedil;a und Ju&iacute;zo, in denen Ramos das brasilianische Justizsystem unter die Lupe nahm, richtet sie nun ihren analytischen Blick auf den &uuml;berwiegend politisch motivierten Prozess gegen Dilma Rousseff. Beobachtend und unkommentiert zeigt sie die Strukturen der Macht, das gro&szlig;e Spektakel und die kleinen Details, die man selten zu sehen bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=201814526#tab=video25\">Berlinale<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bild-Enth&uuml;llung &uuml;ber K&uuml;hnert und die Russen-Bots: Juso-Sprecher nennt Beweis-Mails &bdquo;plumpe F&auml;lschungen&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bild-Zeitung spricht auf dem Titel ihrer Freitagsausgabe von einer &ldquo;neuen Schmutzkampagne bei der SPD&rdquo;. Es geht um brisante Mails, die sich Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert und ein mysteri&ouml;ser Mann namens Juri geschrieben haben sollen. Der Vorwurf: Russische Bots unterst&uuml;tzen K&uuml;hnert bei seiner medialen Anti-GroKo-Kampagne. Die Jusos dementieren dies vehement. Was steckt wirklich hinter der &ldquo;Kampagne&rdquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/02\/16\/bild-enthuellung-ueber-kuehnert-und-die-russen-bots-juso-sprecher-nennt-beweis-mails-plumpe-faelschungen\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist wirklich unfassbar, zu welchen Mitteln die BILD greift, um die SPD in die GroKo zu treiben.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Neue Schmutz-Kampagne bei &bdquo;Bild&ldquo;<\/strong><br>\nGanz am Ende des Artikels f&auml;llt ein entscheidender Satz: &bdquo;F&uuml;r die Echtheit der E-Mails gibt es keinen Beweis.&ldquo; Und es ist noch schlimmer: Es spricht einiges daf&uuml;r, dass die E-Mails, auf denen die heutige &bdquo;Bild&ldquo;-Titelstory basiert, F&auml;lschungen sind. Doch das hielt die Redaktion und &bdquo;Bild&ldquo;-Autor Filipp Piatov nicht davon ab, diese Geschichte zu bringen (bei Bild.de hinter der Bezahlschranke): [&hellip;]<br>\nDa kommt also irgendein Hanswurst mit offensichtlich gef&auml;lschten Beweisen daher &mdash; und &bdquo;Bild&ldquo; macht daraus eine Geschichte? Eine Titelgeschichte? Wie einfach ist es bitte, mit seiner Desinformation auf die &bdquo;Bild&ldquo;-Titelseite zu gelangen?<br>\nTimo Lokoschat, seit Kurzem leitender Redakteur bei &bdquo;Bild&ldquo;, glaubt an eine &bdquo;Intrige&ldquo; gegen K&uuml;hnert und dessen #NoGroKo-Vorhaben und findet den &bdquo;Krimi&ldquo; allein deshalb &bdquo;unbedingt berichtenswert&ldquo;. Eine &bdquo;Intrige&ldquo;? Wenn irgendein Wichtigtuer mit billig gef&auml;lschten E-Mail-Texten ankommt? Eine solche &bdquo;Intrige&ldquo; kann jeder Teenager mit Zugang zu Microsoft Outlook in dreieinhalb Minuten entwerfen. Und wird das alles nicht erst zur &bdquo;Intrige&ldquo; durch die Ver&ouml;ffentlichung auf der &bdquo;Bild&ldquo;-Titelseite? Macht nicht &bdquo;Bild&ldquo; das ganze erst zur &bdquo;Schmutz-Kampagne&ldquo;? &bdquo;Bild&ldquo; ist die &bdquo;Schmutz-Kampagne&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDiese Titelgeschichte ist nichts anderes als Nichts, ganz gro&szlig; aufgepumpt. Apropos, zum Abschluss h&auml;tten wir auch noch ein Angebot: Hallo &bdquo;Bild&ldquo;, hallo Filipp Piatov, hallo Timo Lokoschat, wir haben hier noch Screenshots mehrerer E-Mails von merkel.angela@kanzlerqueen.de rumliegen, in denen die Bundeskanzlerin den minuti&ouml;s geplanten Austausch der deutschen Bev&ouml;lkerung durch CDU-w&auml;hlende Syrer best&auml;tigt. Na, w&auml;re das nicht was f&uuml;r euch?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/96611\/neue-schmutz-kampagne-bei-bild\/\">Bildblog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-42470","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42470"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42470\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42474,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42470\/revisions\/42474"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}