{"id":4250,"date":"2009-10-09T09:42:28","date_gmt":"2009-10-09T07:42:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4250"},"modified":"2014-01-23T12:20:26","modified_gmt":"2014-01-23T11:20:26","slug":"steinmeier-als-handlanger-der-springer-presse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4250","title":{"rendered":"Steinmeier als Handlanger der Springer-Presse"},"content":{"rendered":"<p>Gestern analysierte Albrecht M&uuml;ller die Fremdbestimmung der SPD mit Hilfe der Springer Medien und belegte das etwa u.a. mit dem ersten Namensartikel Steinmeiers nach der Wahl in Springers Welt. Noch am gleichen Tag konnte sich Springers <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2009\/10\/08\/frank-walter-steinmeier\/erste-interview-nach-wahl-debakel.html\">Bild-Zeitung<\/a> mit dem &bdquo;ersten Interview nach dem SPD-Wahl-Wahl-Debakel&ldquo; r&uuml;hmen. Die Schlagzeile ist bezeichnend: &bdquo;Jetzt spricht Steinmeier&ldquo;. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><\/p><p><strong>Steinmeier wei&szlig;, was er tut<\/strong><br>\n&Uuml;blicherweise benutzt dieses rechte Kampf- und Hetzblatt die Formel &bdquo;Jetzt spricht&hellip;&ldquo; dann, wenn es jemand &ndash; etwa einer betrogenen Ehefrau oder Verona Poth &ndash; &uuml;ber die es negative Schlagzeilen gegeben hat, eine Plattform zur Rechtfertigung oder zu einem Gegenangriff bieten will. Die Bild-Zeitung also als Sprachrohr f&uuml;r Steinmeiers Retourkutsche gegen das in dieser Woche abgelaufenen Personalrevirement in der SPD-Parteif&uuml;hrung und zugleich als Paukenschlag gegen Stimmen innerhalb der SPD, die nach der historisch zu nennenden Niederlage eine &bdquo;Erneuerung&ldquo; der Strategie und der politischen Ausrichtung der Sozialdemokratie anmahnen.<\/p><p>Man darf Steinmeier nicht unterstellen, dass er nicht w&uuml;sste, dass die Springer-Zeitungen die Haupttrommler der konservativen Medientruppe f&uuml;r den anpasserischen Rechtskurs der SPD darstellen. Steinmeier wusste ziemlich genau, warum er f&uuml;r seine ersten Verlautbarungen als Vorsitzender der neuen SPD-Bundestagsfraktion die Welt und Bild nutzte. Dort stehen die st&auml;rksten Meinungs-Bataillone f&uuml;r seinen politischen Kurs. (Daran &auml;ndern auch sporadisch eingestreute <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article4774893\/Der-tiefe-Fall-der-SPD-in-eine-entleerte-Demokratie.html\">Gastbeitr&auml;ge wie der von Michael M&uuml;ller<\/a>, nichts.) Erwartungsgem&auml;&szlig; wurde das Bild-Interview auch den ganzen Tag &uuml;ber alle Nachrichtensendungen transportiert und wir auch von vielen <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/steinmeier-warnt-spd-vor-agenda-2010-debatte;2467016\">einschl&auml;gigen Zeitungen aufgegriffen<\/a>.<\/p><p>Dabei hat Steinmeier keine Silbe gesagt, die von dem abweicht, was er schon immer gesagt hat.<\/p><p>Er hat Hartz IV verteidigt, die Rente mit 67 und er hat sich wieder einmal von der Linkspartei abgegrenzt. Er stehe damit &bdquo;keineswegs&ldquo; auf verlorenem Posten, sagt er: <em>&bdquo;Und ich rate allen, jetzt nicht die Schlachten des Jahres 2003 noch einmal zu schlagen. Die Bilanz unserer elf Jahre in der Regierung ist gut. Es gibt keinen Grund, sich daf&uuml;r zu verstecken.&ldquo; Und er hat die undifferenzierte und d&uuml;mmliche Polemik gegen die Linkspartei zum hundertsten Mal wiederholt: <em>&bdquo;Deutschland raus aus der Nato und der anti-europ&auml;ische Kurs der <\/em>Linkspartei &ndash; das ist mit der SPD nicht zu machen.&ldquo; <\/em><\/p><p>(D&uuml;mmlich schon deshalb, weil die Linke ja nicht raus aus der Nato fordert, sondern deren Ersetzung durch ein <a href=\"upload\/pdf\/090512_linke_entwurf_bundestagswahlprogramm.pdf\">kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands [PDF &ndash; 317 KB]<\/a> und weil sie nicht etwa europafeindlich ist, sondern &ndash; anders als der von ihr abgelehnte Lissabon Vertrag &ndash; &bdquo;f&uuml;r eine soziale, demokratische und friedliche Europ&auml;ische Union&ldquo; eintritt. Aber weil  es Steinmeier um &bdquo;Totschlagargumente&ldquo; geht, muss er die Ebene einer sachlichen Auseinandersetzung wieder einmal verlassen.)<\/p><p>Steinmeier bedient sich der Springer-Presse, um sein totales Scheitern zu verteidigen und er macht sich gleichzeitig zum Handlanger eines konservativen Medienmainstreams, der Schwarz-gelb an die Regierung gebracht hat und wesentlich dazu beigetragen hat, die SPD auf ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis absacken zu lassen.<\/p><p>Steinmeier kennt nat&uuml;rlich die Kampagnen der Springer-Presse gegen die SPD und damit &ndash; wenn auch nicht direkt auf seine Person bezogen &ndash; gegen ihn, als &bdquo;Kandidaten&ldquo;. Dass er sich auch nach der Niederlage immer noch vor deren Karren spannen l&auml;sst, kann einen rationalen Grund nur darin haben, dass er seine (politischen) Felle davon schwimmen sieht. Und dass er diese Gefahr sogar als so gro&szlig; ansieht, dass er ausgesprochene Feinde der SPD (von politischem Gegner kann man bei der Bild-Zeitung nun wirklich nicht mehr sprechen) als seine B&uuml;ndnispartner sucht, um einen Kurswechsel innerhalb der Sozialdemokratie mit allen Mitteln zu verhindern. Womit Steinmeier in Pr&auml;sidium und Vorstand der SPD offenbar nicht mehr durchgedrungen ist, das holt er jetzt vor einem Millionenpublikum nach &ndash; ohne dass ihm jemand aus seiner Partei direkt entgegnen k&ouml;nnte: &bdquo;Jetzt spricht Steinmeier&ldquo;<\/p><p>Wenn Gabriel oder die (gar nicht so) neue F&uuml;hrungsmannschaft die SPD wirklich &bdquo;erneuern&ldquo; wollten, m&uuml;ssten sie eigentlich Steinmeier zur&uuml;ckpfeifen. Aber das k&ouml;nnen sie gar nicht mehr, weil Steinmeier als SPD-Fraktionsvorsitzender schon gew&auml;hlt ist und sich daran &ndash; auf absehbare Zeit &ndash; auch nichts mehr &auml;ndern l&auml;sst. Und Steinmeier nutzt seine neue Funktion schamlos aus.<\/p><p><strong>Was will Steinmeier damit erreichen? <\/strong><br>\nEr will damit demonstrieren, hier stehe ich als neuer Fraktionsf&uuml;hrer mit der SPD-Bundestagsfraktion als &bdquo;Kraftzentrum&ldquo; im R&uuml;cken und dort steht ihr von SPD-Parteif&uuml;hrung, die ihr viel reden k&ouml;nnt, aber nichts zu sagen habt. Die praktische, allt&auml;gliche Politik der SPD bestimme ich, Steinmeier!<\/p><p>Steinmeiers betonhartes Festhalten am Agenda-Kurs und an der Ausgrenzung der Linken, sind ein eindeutiges Signal an den SPD-Bundesparteitag Mitte November in Dresden. Die Delegierten sollen wissen, wenn ihr etwas anderes beschlie&szlig;en solltet, als das, was ich als Fraktionsvorsitzender vorgebe, dann spaltet ihr die SPD. Es ist genau die von Schr&ouml;der &uuml;bernommene Erpressungsstrategie gegen&uuml;ber der Partei. <\/p><p>Der einzige Unterschied ist, dass Steinmeier nicht mehr Regierungschef sondern &bdquo;nur&ldquo; noch Fraktionsvorsitzender ist. Steinmeier und M&uuml;ntefering wussten am Wahlabend ziemlich genau, warum sie in einem Atemzug mit dem Eingest&auml;ndnis der Niederlage unter dem Applaus der Claqueure Steinmeier als den k&uuml;nftigen Fraktionsvorsitzenden bestimmten. Der k&uuml;nftige SPD-Vorsitzende Gabriel ist zwar nicht mehr wie unter Schr&ouml;der in die Kabinetts- aber jetzt in die Fraktionsdisziplin eingebunden.<\/p><p><strong>Die Springer-Presse wei&szlig;, was sie will<\/strong><br>\nDass die Springer-Presse und andere Medien, die Albrecht M&uuml;ller als Beleg f&uuml;r die Fremdbestimmung der SPD als Beispiele angef&uuml;hrt hat, politisch daran interessiert sind, dass die SPD auf ihrem Kurs der Anbiederung an die Union (besch&ouml;nigend hei&szlig;t das &bdquo;die Mitte&ldquo;) bleibt, versteht sich von selbst. Sie wollen nicht, dass der neuen von ihnen herbei geschriebenen <em>&bdquo;b&uuml;rgerlichen Regierung&ldquo;<\/em> zu viel Wind aus der Opposition entgegenweht. Wie sagte doch Merkel zu Steinmeier in der Kanzlerrunde am Wahlabend so schnippisch: Sie m&uuml;ssen aufpassen, dass sie in der Opposition nicht dem widersprechen, was sie in der Regierung vertreten haben.<br>\nDie Konservativen wissen ziemlich genau, was Schwarz-gelb an Zumutungen bringen wird.<\/p><p>Fast die gesamte Medienlandschaft hat ja in Sachen SPD offenbar nur zwei Fragen: Erstens, &ouml;ffnet sich die Partei nach links und zweitens, bricht sie ihr Tabu gegen&uuml;ber der Linkspartei. Das sch&uuml;ren von &Auml;ngsten in der Bev&ouml;lkerung gegen alles was &bdquo;links&ldquo; erscheinen k&ouml;nnte, das ist eben die uralte Methode der Konservativen, im Kampf um die Macht. Die Verweigerung einer kritischen Aufarbeitung der Wahlniederlage der SPD, das Ausklammern einer inhaltlichen Debatte &uuml;ber ein politische Alternative zu Schwarz-gelb in den Medien hat ja seine Gr&uuml;nde:<\/p><ul>\n<li>Der Teil der Medien, die die neue Regierung gewollt hat, muss, um der eigenen Glaubw&uuml;rdigkeit willen, Merkel und Westerwelle nun auch nach der Wahl unterst&uuml;tzen. Wer Partei ergriffen hat, kann nun nicht einfach die Partei wechseln.\n<\/li>\n<li>Schon die Verteufelung der Linkspartei und der massive Druck auf die SPD, eine Kontaktsperre zu dieser Partei aufrecht zu erhalten, war ja der Sorge der Konservativen geschuldet, es k&ouml;nne wieder eine &bdquo;linke&ldquo; Mehrheit im Bundestag geben und irgendwann k&ouml;nnte es sich die SPD anders &uuml;berlegen und eine solche Machtoption f&uuml;r eine andere Politik auch wahrnehmen. Jetzt nach der Wahl ist die Angst der konservativen Meinungsmacher nicht geringer geworden, sie m&uuml;ssen n&auml;mlich bef&uuml;rchten, dass die von ihnen &bdquo;verf&uuml;hrten&ldquo; W&auml;hlerinnen und W&auml;hler schon ziemlich bald erkennen, dass sie verraten oder verschaukelt worden sind. Es gilt deshalb, diejenigen, die gegen die neue Regierung opponieren oder gar  zum Widerstand in der Bev&ouml;lkerung aufrufen k&ouml;nnten, zu schw&auml;chen oder wenigstens zu verhindern, dass die Opposition an einem Strang zieht.\n<\/li>\n<\/ul><p>Die Welt hat ihre Angst vor einem Kurswechsel der SPD in sch&ouml;ner Offenheit ausgesprochen: <\/p><blockquote><p><em>Trotz ihrer Wahlniederlage und dem mageren Ergebnis von 23 Prozent geht die SPD vielleicht sogar einer rosigen Zukunft entgegen. Zwei Gr&uuml;nde sprechen daf&uuml;r: erstens die allgemeinen Mehrheitsverh&auml;ltnisse, zweitens die B&uuml;ndnisoptionen. Die SPD ist die einzige Partei im Bundestag, die mit allen anderen dort vertretenen Parteien Koalitionen schlie&szlig;en kann: mit der &lsquo;Linken&rsquo; genauso wie mit den Freien Demokraten, mit der Union genauso wie mit den Gr&uuml;nen. Die Vielfalt der Optionen wird sie &uuml;ber kurz oder lang nutzen &ndash; <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/bundestagswahl\/article4742866\/Die-SPD-auf-dem-Weg-ins-Nichts-Auf-keinen-Fall.html\">zum Leidwesen von CDU und CSU.<\/a> <\/em><\/p><\/blockquote><p>Diese &bdquo;allgemeinen Mehrheitsverh&auml;ltnisse&ldquo; und diese &bdquo;B&uuml;ndnisoptionen&ldquo; gilt es, mit aller Macht zu verhindern &ndash; und dazu bietet sich Steinmeier als Handlanger an.<\/p><p><strong>Was k&ouml;nnte aber die Motivation von Steinmeier sein, dass er dazu die Hand bietet?<\/strong><br>\nDie banale Erkl&auml;rung ist, dass er als der &bdquo;Consigliere&ldquo;, also als Leiter des Stabs hinter seinem Boss Gerhard Schr&ouml;der, die Agenda-Politik eingef&auml;delt hat und nun &ndash; und sei es nur zur Rettung auch des eigenen Bildes in der Geschichte &ndash; sich daran festklammern muss. <\/p><p>Als tiefgr&uuml;ndigere Erkl&auml;rung f&uuml;r die Fortsetzung der Zerst&ouml;rung der eigenen Partei bietet sich mir nur an, dass Steinmeier diese Partei immer nur genutzt hat, um sich mit ihrer Hilfe in &Auml;mter hieven zu lassen. Die SPD hat sozusagen seine pers&ouml;nliche Aufsteigermentalit&auml;t befriedigt. <\/p><p>Es geh&ouml;rt zur Tragik von Schr&ouml;der wie von Steinmeier, dass sie es &ndash; aus &bdquo;kleinen Verh&auml;ltnissen&ldquo; kommend &ndash; mittels ihrer Partei geschafft haben, ganz nach oben zu kommen. Dort angekommen, haben sie ihre Herkunft vergessen und sich &bdquo;denen da oben&ldquo; zugeh&ouml;rig gef&uuml;llt. Dennoch haben sie sich weiter als &bdquo;Aufsteiger&ldquo; verhalten und sich den Machteliten gef&auml;llig zeigen wollen, um ihre Zugeh&ouml;rigkeit zu beweisen. Das ist f&uuml;r mich eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r, dass Schr&ouml;der und Steinmeier politisch umgesetzt haben, was etwa ein gestandener Konservativer wie Helmut Kohl nie gewagt h&auml;tte.<\/p><p>So galt f&uuml;r Schr&ouml;der und Steinmeier in der Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik vor allem die Unternehmerlogik. Man hatte es geschafft, mit den &bdquo;Gro&szlig;en&ldquo; der Wirtschaft &bdquo;am Tisch&ldquo; zu sitzen und man implementierte deren (einzel-)unternehmerische Interessen, als &bdquo;alternativlose&ldquo; und &bdquo;objektiv notwendige&ldquo; Politik. Genauso war f&uuml;r Wolfgang Clement und ist noch heute f&uuml;r den Seeheimer Kreis, jeder, der Unternehmern widerspricht, gleich ein Gegner der Wirtschaft. Die SPD konnte so nie ein eigenst&auml;ndiges wirtschaftspolitisches Konzept entwickeln und schon gar nicht konnte damit in Deutschland makro&ouml;konomisches Denken Platz greifen. In ihrer kleinen (&ouml;konomischen) Welt, sei es nur darum gegangen durch Lohn- und Sozialdumping den deutschen Unternehmen ein f&uuml;r alle Mal absolute Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, schreibt <a href=\"?p=4147\">Heiner Flassbeck zu Recht<\/a>. <\/p><p><strong>Es geht nicht um die SPD sondern um die Demokratie<\/strong><br>\nMan k&ouml;nnte nun resignierend sagen: Lass Steinmeier an seiner Agenda festhalten und lass ihn mit Hilfe und als Handlanger des konservativen Lagers die SPD weiter auf seinen Kurs zwingen. Die Sozialdemokraten erledigen sich ja damit von selbst.<\/p><p>Aber das w&auml;re zu kurz und nur parteipolitisch gedacht und w&uuml;rde gerade das, worum es eigentlich gehen muss, n&auml;mlich eine andere Politik f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Menschen zu erm&ouml;glichen, ausblenden.<\/p><p>Es k&ouml;nnte sogar gut sein, dass die SPD von den zu erwartenden harten Einschnitten der &bdquo;b&uuml;rgerlichen Koalition&ldquo; wieder profitiert und das k&ouml;nnte sogar Steinmeier ohne sein Zutun zu gute kommen.<\/p><p>Dann tr&auml;fe das wieder ein, was Flassbeck f&uuml;r eine Gef&auml;hrdung der Demokratie h&auml;lt: <\/p><blockquote><p><em>Mit der &Uuml;bernahme der herrschenden &ouml;konomischen Lehre, die nichts anderes als simple Unternehmenslogik bietet, bringt sich die Sozialdemokratie um jede Chance und jede Perspektive. Wenn sie regiert, verliert sie ihre Anh&auml;nger und Mitglieder, weil die Ergebnisse wirtschaftlich und sozial katastrophal sind. Wenn sie opponiert, hat sie wirtschaftspolitisch keine Alternative zu bieten, muss also auf der Scheitern der Konservativen warten, um denn nach der Regierungs&uuml;bernahme wieder selbst zu scheitern. Das Ergebnis solchen wechselseitigen Scheiterns gef&auml;hrdet die Demokratie.<\/em><\/p><\/blockquote><p>(Heiner Flassbeck, Gescheitert. Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert. S.21)<\/p><p>Nicht nur im Interesse der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung, sondern vor allem auch im Interesse der Demokratie ist eine Alternative zur bevorstehenden Regierungspolitik dringend notwendig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern analysierte Albrecht M&uuml;ller die Fremdbestimmung der SPD mit Hilfe der Springer Medien und belegte das etwa u.a. mit dem ersten Namensartikel Steinmeiers nach der Wahl in Springers Welt. 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