{"id":42512,"date":"2018-02-21T08:20:47","date_gmt":"2018-02-21T07:20:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512"},"modified":"2018-02-21T09:39:36","modified_gmt":"2018-02-21T08:39:36","slug":"hinweise-des-tages-3064","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h01\">Linke, vereinigt euch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h02\">Mitgliederentscheid &uuml;ber GroKo &ndash; SPD verschickt Wahlunterlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h03\">Anspruch und Wirklichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h04\">Eine gef&auml;hrliche Situation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h05\">Die gef&auml;hrliche Illusion des Grundeinkommens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h06\">Die deutsche Erpressungspolitik gegen Griechenland geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h07\">Einst Lehman-Banker, bald EZB-Vize<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h08\">Wieder nichts &uuml;brig f&uuml;r die Armen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h09\">Opel-Chef will Arbeitskosten senken &ndash; &bdquo;Werk f&uuml;r Werk&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h10\">Reichtum verpflichtet!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h11\">Nebeneink&uuml;nfte im Bundestag: Ulla Schmidts lukrative Arbeit nebenher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h12\">Lateinamerika: Die Toleranz f&uuml;r Korruption schwindet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h13\">Studie: Extreme Minderheit verantwortlich f&uuml;r Gro&szlig;teil von Hasskommentaren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h14\">Der gekaperte Feminismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h15\">Wenn der Algorithmus das Ich angreift<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Linke, vereinigt euch!<\/strong><br>\nUm aus der Sackgasse des Neoliberalismus zu entkommen, m&uuml;ssen wir uns zusammentun. Sonst jubeln die Rechten.<br>\nBrauchen wir eine Sammlungsbewegung der politischen Linken? Ja, wenn wir wollen, dass der Sozialabbau gestoppt wird, L&ouml;hne und Renten wieder steigen, in der Au&szlig;enpolitik die Entspannungspolitik Willy Brandts wieder aufgenommen wird und die fortschreitende Zerst&ouml;rung unserer Umwelt und das Artensterben beendet werden. Lange Zeit haben wir auf eine Regierung von SPD, Gr&uuml;nen und Linken gesetzt. Aber eine solche Regierung wurde 2005 und 2013 von der SPD verhindert. Und die letzten Jahre haben gezeigt: Die SPD hat seit der Agenda 2010 und ihrer Zustimmung zu Aufr&uuml;stung und Interventionskriegen mit der Partei Willy Brandts kaum noch etwas gemein, und die Gr&uuml;nen sind schon lange keine gr&uuml;ne Partei mehr, weil sie im Gegensatz zu ihrer Gr&uuml;ndungszeit das umweltzerst&ouml;rende Wirtschaftssystem nicht mehr infrage stellen.<br>\nDie Bilanz der letzten Jahre kann man wie folgt zusammenfassen: Der Sozialstaat wurde abgebaut, ein gro&szlig;er Niedriglohnsektor ist entstanden, die Altersarmut w&auml;chst, die Renten wurden teilweise privatisiert, 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung haben heute real weniger Kaufkraft als vor zwanzig Jahren, die Politik der guten Nachbarschaft in Europa wurde beendet, deutsche Truppen stehen an der russischen Grenze, trotz des Ausbaus der erneuerbaren Energien steigt der -Aussto&szlig;, und die j&uuml;ngsten Meldungen zum Artensterben sind beunruhigend. Die Linke in Deutschland konnte diese Entwicklung nicht verhindern, obwohl es nach allen Umfragen in der Bev&ouml;lkerung eine Mehrheit daf&uuml;r gibt, die oben genannten Ziele zu erreichen. Sie muss sich daher neu aufstellen.Aber wer geh&ouml;rt &uuml;berhaupt zur politischen Linken? Die Schaffung einer neuen Wirtschafts- und Sozialordnung, die es erm&ouml;glicht, den von der Bev&ouml;lkerung erarbeiteten Wohlstand gerecht zu verteilen, Kriege um Rohstoffe und Absatzm&auml;rkte zu verhindern und die Zerst&ouml;rung des Planeten zu stoppen, ist der archimedische Punkt f&uuml;r alle, die sich den Fehlentwicklungen der neoliberalen &Auml;ra entgegenstellen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/linke-vereinigt-euch-3882724.html\">Oskar Lafontaine in der S&auml;chsischen Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mitgliederentscheid &uuml;ber GroKo &ndash; SPD verschickt Wahlunterlagen<\/strong><br>\nMit dem Versand Hunderttausender Wahlunterlagen hat die SPD die hei&szlig;e Phase des Mitgliedsentscheids &uuml;ber eine erneute Gro&szlig;e Koalition eingeleitet. Vom Dienstag, dem 20. Februar, bis zum 2. M&auml;rz k&ouml;nnen alle Sozialdemokraten dar&uuml;ber abstimmen, ob die Partei eine Koalition mit CDU und CSU eingehen soll. Das Ergebnis soll am 4. M&auml;rz verk&uuml;ndet werden. Im Falle einer Zustimmung kann CDU-Chefin Angela Merkel vom Bundestag zur Kanzlerin gew&auml;hlt werden.<br>\n(&hellip;) Rund 463.000 Mitglieder k&ouml;nnen abstimmen. Es wird ein enges Rennen erwartet.<br>\n(&hellip;) An der Basis war bei den ersten Veranstaltungen sp&uuml;rbar, dass die Sorge gro&szlig; ist und die Partei verunsichert<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/SPD-verschickt-Wahlunterlagen-article20293066.html\">NTV<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> 463.000 Genossinnen und Genossen entscheiden &uuml;ber die Groko und damit &uuml;ber die deutsche Politik in den n&auml;chsten 4 Jahren, wenn die Groko denn so lange h&auml;lt. Zusammen mit den Wahlunterlagen wurde jede Menge Werbung f&uuml;r Groko verschickt. Die Beeinflussung ist offensichtlich: die Mitglieder werden einseitig informiert und teilweise unter Druck gesetzt. Auch fast alle Medien werben f&uuml;r Groko.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die wichtigsten Fakten zum SPD-Mitgliederentscheid<\/strong><br>\nDie SPD-Basis ist am Zug. Die Partei hat jetzt offiziell ihr mit Spannung erwartetes Mitgliedervotum &uuml;ber den erneuten Eintritt in eine gro&szlig;e Koalition gestartet. Die wichtigsten Zahlen und Fakten dazu<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/groko-votum--die-wichtigsten-fakten-zum-spd-mitgliederentscheid-7857888.html\">Stern<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Anspruch und Wirklichkeit<\/strong><br>\nAuf dem Bonner Sonderparteitag hat der Parteivorstand einen eigenen Leitantrag [PDF] ein- und durchgebracht, in dem es im letzten Absatz hei&szlig;t:<br>\n&bdquo;Unsere Basis entscheidet. &Uuml;ber die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen wird ein verbindliches Mitgliedervotum eingeholt, an dem alle Mitglieder beteiligt werden. Das haben wir beschlossen, und das zeichnet uns als lebendige Mitglieder-Partei aus. Damit dieser Prozess innerhalb der Partei uns st&auml;rkt, ist uns wichtig, dass ein Abstimmungsverfahren angesichts der leidenschaftlichen Debatte in der Partei von besonderer Fairness gekennzeichnet ist. Zur Gew&auml;hrleistung eines fairen Verfahrens wird der Parteivorstand sicherstellen, dass im Rahmen der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit, und vor allem auch im Rahmen von Diskussionsveranstaltungen, die diskursive Bandbreite der Debatte abgebildet wird.&ldquo;<br>\nIch habe die entscheidende Stelle mal markiert. Viele Genossen empfinden es nun zurecht als unfair, wenn der Parteivorstand mit einer dreiseitigen Werbebotschaft f&uuml;r die GroKo in die Abstimmung geht. &bdquo;Wir als Verhandlungsteam empfehlen Dir aus &Uuml;berzeugung mit JA zu stimmen!&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben. Die Argumente der GroKo-Gegner im Sinne der &bdquo;Abbildung einer diskursiven Bandbreite der Debatte&ldquo; werden in dem Begleittext aber offenbar nicht genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/180219anspruch-und-wirklichkeit\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das (innerparteiliche) Demokratieverst&auml;ndnis dieses SPD-Spitzenpersonals &ndash; insbesondere auch das von Frau Nahles &ndash; kann so sehr in Frage gestellt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42487\">Wer kontrolliert Abstimmung und Ausz&auml;hlung bei der SPD-Mitgliederbefragung? Das ist inzwischen eine &ouml;ffentliche und keine reine Partei-Angelegenheit<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eine gef&auml;hrliche Situation<\/strong><br>\nBei der M&uuml;nchner &raquo;Sicherheitskonferenz&laquo; beklagte der russische Au&szlig;enminister die aggressive Politik gegen&uuml;ber seinem Land und rief zu mehr Zusammenarbeit auf<br>\n(&hellip;) Man sollte meinen, dass die Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg und dem anschlie&szlig;enden Zerfall des Kontinents in der Epoche der Konfrontation zweier Lager den V&ouml;lkern Europas f&uuml;r immer die &Uuml;berzeugung vermittelt haben, dass es zur Errichtung eines &raquo;gesamteurop&auml;ischen Hauses&laquo; ohne Trennlinien, ohne die Scheidung seiner Bewohner in &raquo;unsrige&laquo; und &raquo;Fremde&laquo;, keine Alternative gibt. Aber selbst das Integrationsprojekt Europ&auml;ische Union irgnoriert mittlerweile seine Wurzeln und vergisst das Bestreben seiner Gr&uuml;ndungsv&auml;ter, jegliche Konfrontationslogik, die den Kontinent nicht nur einmal in die Katastrophe gest&uuml;rzt hat, auszuschlie&szlig;en.<br>\n(&hellip;) Ungeachtet der uns in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegebenen Zusagen ist die NATO nach Osten vorgedrungen. An unseren Grenzen werden Kampfeinheiten stationiert, und die Allianz erweitert ihre Infrastruktur. Planm&auml;&szlig;ig entwickelt sie das Theater milit&auml;rischer &Uuml;bungen. In Osteuropa wird von den USA ein Raketenabwehrsystem errichtet, das die strategische Stabilit&auml;t untergr&auml;bt. Es gibt zielgerichtete Propaganda, die darauf zielt, in den westlichen Gesellschaft ein feindselige Stimmung gegen&uuml;ber Russland zu sch&uuml;ren. Im politischen Establishment vieler L&auml;nder geh&ouml;rt es mittlerweile fast zum guten Ton, entweder schlecht &uuml;ber unser Land zu reden oder sich zumindest nicht positiv zu &auml;u&szlig;ern und zu schweigen.<br>\n(&hellip;) Bedauerlicherweise halten die Versuche der EU an, die L&auml;nder in der unmittelbaren Nachbarschaft zu Russland, sei es im Raum der Gemeinschaft Unabh&auml;ngiger Staaten (GUS) oder auf dem Balkan, vor die Wahl zwischen dem Westen oder dem Osten zu stellen. In der deutschen Tageszeitung Die Welt (6.2.2018) ist ein Artikel erschienen mit der &Uuml;berschrift &raquo;EU oder Putin &ndash; wer bekommt den Westbalkan?&laquo; Und das ist nicht der einzige Fall von Beeinflussung der &ouml;ffentlichen Meinung im Geiste einer Philosophie von Freund und Feind.<br>\n(&hellip;) Unserer Ansicht nach hat es die EU in den vergangenen Jahren nicht verstanden, die goldene Mitte im Verh&auml;ltnis unserer L&auml;nder zueinander herzustellen. In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nahmen die EU-Staaten gegen&uuml;ber Russland die Haltung eines Lehrers ein. Sie behandelten unser Land wie einen Sch&uuml;ler, der es n&ouml;tig habe, in Sachen westlicher Standards belehrt zu werden&hellip;.Russland hat seine Einstellung zur Zusammenarbeit mit der EU nicht ge&auml;ndert. Wir m&ouml;chten uns eng mit ihr verbunden sehen, basierend auf den grundlegenden Interessen ihrer Mitgliedsl&auml;nder.<br>\n(&hellip;) Es ist im Interesse Russlands und von gro&szlig;er Bedeutung, dass Russland, die EU, die USA und China bei der Schaffung einer Sicherheitsarchitektur zusammenarbeiten&hellip;. Es ist an der Zeit&hellip; gemeinsam an der Erneuerung eines Systems internationaler Beziehungen auf fairer Basis zu arbeiten, gest&uuml;tzt auf die zentrale koordinierende Rolle der Vereinten Nationen und deren Charta. Russland ist offen f&uuml;r eine gleichberechtigte und respektvolle, auf einem Interessenausgleich basierende Zusammenarbeit mit der EU, f&uuml;r ein gemeinsames Vorgehen bei der Suche nach effektiven Antworten auf die Herausforderungen der heutigen Zeit. Auf den gleichen Prinzipien sind wir bereit, unser Verh&auml;ltnis mit den USA und anderen L&auml;ndern zu gestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/327988.eine-gef%C3%A4hrliche-situation.html\"> Sergej W. Lawrow in der Jungen Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Eine eindeutige Rede von Lawrow: Russland reicht dem Westen erneut die Hand. Es wird endlich Zeit, sie zu ergreifen und mit Russland zusammen an einem Ende der Konfrontationen zu arbeiten. Die Nato ist auf dem falschen Dampfer.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: 12.000 deutsche Soldaten bei &Uuml;bungen zur Russland-Abschreckung<\/strong><br>\nDie Bundeswehr wird sich 2018 mit dreimal so vielen Soldaten an Milit&auml;rman&ouml;vern zur Abschreckung Russlands beteiligen wie im vergangenen Jahr. F&uuml;r &Uuml;bungen im &ouml;stlichen und n&ouml;rdlichen B&uuml;ndnisgebiet der Nato sind rund 12.000 Soldaten eingeplant, wie aus einer Aufstellung des Verteidigungsministeriums hervorgeht, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.<br>\nDie Kosten f&uuml;r die Teilnahme werden demnach auf rund 90 Millionen Euro gesch&auml;tzt. 2017 hatte sich Deutschland lediglich mit 4000 Soldaten an &Uuml;bungen zur Russland-Abschreckung beteiligt, die Kosten werden mit rund 50 Millionen Euro beziffert.<br>\n(&hellip;) Mit der verst&auml;rkten Man&ouml;veraktivit&auml;ten im &ouml;stlichen B&uuml;ndnisgebiet reagieren Deutschland und die anderen Nato-Partner auf die als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands. Vor allem Litauen, Lettland, Estland und Polen f&uuml;hlen sich bedroht, seit der gro&szlig;e Nachbar 2014 mit der Unterst&uuml;tzung pro-russischer Separatisten in der Ukraine begann und sich die Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article173741334\/Nato-12-000-deutsche-Soldaten-bei-Uebungen-zur-Russland-Abschreckung.html#Comments\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Man bemerke den Kontrast zwischen den russischen Angeboten auf Zusammenarbeit und der Reaktion darauf auf Seiten der Nato Mitgliedsl&auml;nder.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die gef&auml;hrliche Illusion des Grundeinkommens<\/strong><br>\nEs w&uuml;rde die Arbeitnehmer schw&auml;chen und zum Abbau des Wohlfahrtsstaates beitragen.<br>\nMilliard&auml;re f&uuml;r das Grundeinkommen<br>\nDas BGE steht immer st&auml;rker in der Kritik. Aber der Hype, es weltweit in L&auml;ndern und St&auml;dten ausprobieren zu wollen, ist ungebrochen. Dass diese Entwicklung gegen&uuml;ber kritischen Stimmen immun zu sein scheint, ist bedenklich. Und die Tatsache, dass sich Radikale von beiden Enden des politischen Spektrums f&uuml;r das BGE stark machen, sollte eigentlich s&auml;mtliche Alarmglocken l&auml;uten lassen.<br>\nWie Daniel Zamora argumentiert, ist dies eine Idee, deren Zeit gekommen ist &ndash; aber nicht, weil sie gut oder praktikabel w&auml;re, sondern weil sie dem Zeitgeist entspricht. Er schreibt: &bdquo;W&auml;hrend die Politik nach rechts driftet und die sozialen Bewegungen in die Defensive geraten, ist das BGE auf dem Vormarsch &hellip; nicht als Alternative zum Neoliberalismus, sondern als eine Kapitulation vor ihm.&ldquo;<br>\nWir m&uuml;ssen, wie auch fast alle seiner Bef&uuml;rworter, davon ausgehen, dass ein solches Grundeinkommen nur sehr niedrig sein k&ouml;nnte&hellip;.Dies bedeutet, dass Menschen, die nicht arbeiten k&ouml;nnen, zus&auml;tzliche Zahlungen erhalten m&uuml;ssten&hellip;<br>\nWas das Grundeinkommen zu bieten h&auml;tte, w&auml;re lediglich eine geringf&uuml;gige Erh&ouml;hung der Grenze, oberhalb derer dann weitere &ndash; von Bedingungen abh&auml;ngige &ndash; Zuwendungen erforderlich w&auml;ren. Und sogar daf&uuml;r w&uuml;rden wir, um es bezahlen zu k&ouml;nnen, massive Steuererh&ouml;hungen ben&ouml;tigen. Kurz gesagt: &bdquo;Ein bezahlbares BGE w&uuml;rde nicht ausreichen und ein ausreichendes BGE w&auml;re nicht bezahlbar.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/global\/artikel\/detail\/die-gefaehrliche-illusion-des-grundeinkommens-2576\/\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die deutsche Erpressungspolitik gegen Griechenland geht weiter<\/strong><br>\nUnter Altmaier setzt sich fort, was Sch&auml;uble begonnen hat: eine Einmischungs- und Aufpasserpolitik, die das Aufkommen von Rechten in Kauf nimmt.<br>\n(&hellip;) Die Bev&ouml;lkerung in Griechenland macht schlie&szlig;lich seit 2015 die Erfahrung, wie das Diktat einer von ihr nicht gew&auml;hlten EU-Troika unter der Federf&uuml;hrung Deutschlands ihre Lebensbedingungen entscheidend verschlechtert. Dabei hatte eigentlich eine Mehrheit der griechischen Bev&ouml;lkerung durch Wahlen und ein Referendum ein &ldquo;Oxi&rdquo;, also Nein, zu dieser Politik deutlich gemacht.<br>\nDoch die Troika zog die Daumenschrauben an und erreichte mit der Erpressung, dass der einst linkssozialdemokratische Ministerpr&auml;sident Tsipras das Gegenteil der Politik umsetzte, f&uuml;r die er ins Amt gew&auml;hlt wurde. Mittlerweile ist es selbst Teilen der sozialdemokratischen Schwesternparteien peinlich, wie billig Tsipras und seine Partei ihre postulierten Grunds&auml;tze aufgegeben hat.<br>\n(&hellip;) Nach Sch&auml;uble spielt Altmaier den deutschen Aufpasser in Griechenland<br>\nDoch die Hoffnungen auf eine Milderung des Troika-Drucks nach Sch&auml;ubles R&uuml;ckzug vom Wirtschaftsministerium erweisen sich als verfr&uuml;ht. Vor den Finanzministertreffen der EU in Br&uuml;ssel, auf dem &uuml;ber weitere Hilfstranchen f&uuml;r Griechenland beraten wurde, machte Kanzleramtsminister Peter Altmaier deutlich, was er vom griechischen Protektorat erwartet.<br>\nGriechenland m&uuml;sse alle Reformauflagen erf&uuml;llen, um weitere Gelder zu bekommen. Aber der deutsche Protektor bel&auml;sst es nicht bei allgemeinen Appellen, sondern wird sehr konkret: Deutschland pocht vor allem darauf, dass die griechische Regierung ein System f&uuml;r Zwangsversteigerungen von H&auml;usern und Wohnungen im Internet schafft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-deutsche-Erpressungspolitik-gegen-Griechenland-geht-weiter-3973857.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Einst Lehman-Banker, bald EZB-Vize<\/strong><br>\nNeuer Vizepr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank soll ein Spanier werden: Nachdem Irland seinen Kandidaten zur&uuml;ckgezogen hatte, sprachen sich die Eurofinanzminister f&uuml;r Luis de Guindos aus.<br>\n(&hellip;) Luis de Guindos ist studierter Wirtschafts- und Betriebswissenschaftler. Mitte der Neunzigerjahre ging de Guindos in die Politik, arbeitete unter dem konservativen Regierungschef Jos&eacute; Maria Aznar im Wirtschaftsministerium und stieg dort bis zum Staatssekret&auml;r auf. Als 2004 die Sozialisten die spanische Parlamentswahl gewannen, wechselte de Guindos in die Wirtschaft. Er wurde Spanien-Chef der US-Investmentbank Lehman Brothers, deren Untergang als H&ouml;hepunkt der weltweiten Finanzkrise gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/wirtschaftsminister-de-guindos-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wieder nichts &uuml;brig f&uuml;r die Armen<\/strong><br>\nF&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger hat die SPD erneut nichts zu bieten. Kein Wunder bei diesem Personal. Und die Presse interessiert das Thema auch nicht.<br>\nEs mag derzeit nicht so wirken, aber eigentlich hat die SPD allen Grund zum Feiern: Niemand redet mehr &uuml;ber Gerhard Schr&ouml;ders Agenda-Politik. Das war vergangene Woche gut zu beobachten. Die Presse sezierte jedes Satzzeichen im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD &ndash; ohne sich freilich daran zu st&ouml;ren, dass 6,2 Millionen Menschen darin gar nicht adressiert werden.<br>\nDas Thema Hartz IV kommt im Koalitionsvertrag nicht vor. Das brutale Sanktionsregime, die nicht existenzsichernden S&auml;tze, all das interessiert Union und SPD nicht. Da wirkt es fast zynisch, das Regierungsprogramm mit &bdquo;Ein neuer Zusammenhalt f&uuml;r unser Land&ldquo; zu &uuml;berschreiben.<br>\nEbenso zynisch wirkt in diesem Zusammenhang der kolportierte Kampf der SPD-Familienministerin Katarina Barley gegen Kinderarmut, der unter anderem durch eine Erh&ouml;hung des Kindergelds und des Kinderzuschlags gewonnen werden soll. Beides wird bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern mit deren Regelbetrag verrechnet beziehungsweise nicht gew&auml;hrt &ndash; eine alleinerziehende Mutter in ALG II und deren armutsgef&auml;hrdete Kinder gehen leer aus.<br>\nNicht einmal die zaghaften Korrekturank&uuml;ndigungen des ehemaligen Kanzlerkandidaten Martin Schulz, die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds I zu verl&auml;ngern und das Schonverm&ouml;gen f&uuml;r ALG-II-Empf&auml;nger zu erh&ouml;hen, haben es in das Regierungsprogramm geschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/!5481220\/\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Opel-Chef will Arbeitskosten senken &ndash; &bdquo;Werk f&uuml;r Werk&ldquo;<\/strong><br>\nR&uuml;sselsheim: Beim Umbau des kriselnden Autobauers Opel steht inzwischen jeder einzelne Standort auf dem Kostenpr&uuml;fstand. Verbesserungen der Wettbewerbsf&auml;higkeit sind nach Ansicht des Opel-Chefs Michael Lohscheller die Voraussetzung f&uuml;r Investitionen.<br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen unsere Arbeitskosten senken und wir wollen das sozial vertr&auml;glich l&ouml;sen. Wir m&uuml;ssen f&uuml;r jeden Standort individuelle L&ouml;sungen finden&ldquo;, beschreibt er die Lage ein gutes halbes Jahr nach der &Uuml;bernahme durch den franz&ouml;sischen PSA-Konzern und hundert Tage nach Vorstellung des Sanierungsplans &bdquo;Pace&ldquo;. Unter dem vorherigen Eigent&uuml;mer General Motors (GM) hatte Opel seit 1999 keine Gewinne mehr erzielt.<br>\nDie im Dezember begonnenen Verhandlungen mit der IG Metall zur Zukunft der deutschen Standorte R&uuml;sselsheim, Kaiserslautern und Eisenach mit rund 19.000 Besch&auml;ftigten sind Lohscheller zufolge noch nicht abgeschlossen. &bdquo;Wir haben mit unseren Sozialpartnern sehr schnell kurzfristige Ma&szlig;nahmen wie Kurzarbeit und Vorruhestandsregelungen verabredet und dazu einen strukturierten Prozess, wie wir weiter vorgehen wollen. (&hellip;) Der Opel-Chef verwies auf den spanischen Standort Saragossa, wo eine deutliche Mehrheit der Arbeitnehmer f&uuml;r einen F&uuml;nf-Jahres-Zeitraum flexiblere Arbeitszeiten, geringere Zuschl&auml;ge und Lohnsteigerungen unterhalb der Inflation akzeptiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/sanierungsprogramm-opel-chef-will-arbeitskosten-weiter-senken\/20982760.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eigentlich schwer vorstellbar, wie man im Lohndumpingland Nummer 1 die L&ouml;hne noch weiter senken will, aber gut&hellip; Andererseits m&uuml;sste sich niemand angesprochen f&uuml;hlen, da die Opel-Mitarbeiter dank Mega-Fachkr&auml;ftemangel leicht den Arbeitgeber wechseln und woanders deutlich mehr verdienen k&ouml;nnen &ndash; oder etwa nicht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Reichtum verpflichtet!<\/strong><br>\nH&ouml;here Mindestl&ouml;hne f&uuml;r Arbeitnehmer, h&ouml;here Steuers&auml;tze f&uuml;r Reiche &ndash; f&uuml;r einen Unternehmer vertritt Ernst Prost ungew&ouml;hnliche Positionen. Vielleicht liegt das daran, dass er seine Karriere als Kfz-Mechaniker begann.<br>\n&ldquo;Ein Unternehmer tr&auml;gt Verantwortung nicht nur f&uuml;r den Inhalt seines eigenen Geldbeutels, sondern auch f&uuml;r die Menschen, die seinen Geldbeutel regelm&auml;&szlig;ig wieder f&uuml;llen. Das Verm&ouml;gen, das ich erarbeitet habe, habe ich zum gro&szlig;en Teil auch meinen Leuten zu verdanken. Diese 835 Menschen bei Liqui Moly haben mich durch ihre Arbeit reich gemacht. Und so ist es nur billig und recht, wenn diesen Menschen dann auch &uuml;ber Gewinnpr&auml;mien, &uuml;ber vern&uuml;nftige L&ouml;hne und Geh&auml;lter ein Teil des Gewinnes zuflie&szlig;t.&rdquo; &hellip; &ldquo;Ich w&auml;re schon zufrieden, wenn viele deutsche Unternehmen, vor allem die Gro&szlig;konzerne, sich an die Spielregeln halten w&uuml;rden. Die da hei&szlig;en: Vern&uuml;nftige, den Leistungen und dem Kostenniveau des Arbeiters angepasste L&ouml;hne und Geh&auml;lter zu bezahlen. Da wird getrickst, da werden nach allen Regeln der Kunst Gewinne verschoben, die dann auch dem Staat in Form von Steuern fehlen. Da wird mit Mindestl&ouml;hnen gearbeitet. Kein Mensch kann von einem Mindestlohn leben, geschweige denn eine Familie unterhalten. Da sind wir doch schon beim Existenzminimum angelangt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/der-unternehmer-ernst-prost-ueber-soziale-gerechtigkeit.1008.de.html?dram:article_id=411225\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nebeneink&uuml;nfte im Bundestag: Ulla Schmidts lukrative Arbeit nebenher<\/strong><br>\nSie hat die Praxisgeb&uuml;hr erfunden, die Arbeitgeber kr&auml;ftig bei der Finanzierung des Gesundheitswesens entlastet und den vollen Krankenkassenbeitrag auf Betriebsrenten eingef&uuml;hrt: Kein Wunder, dass Ulla Schmidt bei vielen Sozialdemokraten nicht sonderlich beliebt ist. Zu Kopfsch&uuml;tteln d&uuml;rften nun auch die Nebeneink&uuml;nfte der fr&uuml;heren SPD-Gesundheitsministerin f&uuml;hren.<br>\nIm Jahr 2017 verdiente die Bundestagsabgeordnete, die bis Oktober 2017 auch als Vizepr&auml;sidentin amtierte, zwischen 136&#8202;000 Euro und 242&#8202;000 Euro hinzu. Der Gro&szlig;teil davon wurde ihr von dem Schweizer Pharmaunternehmen Siegfried Holding AG &uuml;berwiesen, in dem Schmidt als Verwaltungsr&auml;tin t&auml;tig ist.<br>\nMonatlich bekommt sie daf&uuml;r Eink&uuml;nfte zwischen 3500 und 7000 Euro. Ferner gew&auml;hrte ihr die Firma ein &bdquo;Zusatzhonorar&ldquo; von 75&#8202;000 Euro bis 100&#8202;000 Euro. Die genaue Summe l&auml;sst sich nicht nennen, da Parlamentarier ihre Nebeneink&uuml;nfte innerhalb von zehn Stufen angeben, die Einnahmen von mehr als 1000 Euro im Monat bis zu mehr als 250000 Euro im Jahr abbilden.<br>\nSchmidt z&auml;hlt zu den Abgeordneten mit den h&ouml;chsten Nebeneink&uuml;nften.<br>\n(&hellip;) Spitzenreiter ist der AfD-Abgeordnete Enrico Komning. Er gibt der Bundestagsverwaltung Nebeneink&uuml;nfte von mehr als einer Viertelmillion Euro an. Aus einem einzigen Mandat bezieht der Anwalt Einnahmen von mehr als 250&#8202;000 Euro, bei f&uuml;nf weiteren nennt er &bdquo;Stufe 1&ldquo; (zwischen 1000 und 3500 Euro) und einmal &bdquo;Stufe 3&ldquo; (zwischen 7000 Euro und 15&#8202;000 Euro). Auf beachtliche Extraeinnahmen kommen auch die als Unternehmer t&auml;tigen Abgeordneten Hans Michelbach (CSU), Hans-Georg von der Marwitz (CDU) und Uwe Kamann (AfD). (&hellip;) Heikel ist auch die Vortragsrednerei, mit der schon Ex-Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck viel Geld verdiente. Nun ist es FDP-Chef Christian Lindner, der damit auff&auml;llt. Seit Oktober 2017 erzielte er mit acht Vortr&auml;gen und einem &bdquo;Kamingespr&auml;ch&ldquo; Einnahmen von mindestens 52&#8202;500 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.nebeneinkuenfte-im-bundestag-ulla-schmidts-lukrative-arbeit-nebenher.d0ad4c74-a8eb-4ac7-99f2-b1ccbfbeb2dd.html\">Stuttgarter Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin E.H.:<\/strong>  M&uuml;&szlig;ten wir nicht einige Illusion aufgeben, da&szlig; wir es bei den Parteien, auch bei der SPD mit Volksvertretern zu tun haben? Sondern eher mit Wirtschaftsvertretern im Kost&uuml;m des Volksvertreters. Wie sonst k&ouml;nnte sich die Dreht&uuml;r so schnell drehen: Hannelore Kraft (SPD) zu RAG, Garrelt Duin (SPD) ehem. Wirtschaftsminister NRW, zu Thyssen Krupp, . Deshalb wird es auch keine &Auml;nderung geben. Eine Ver&auml;nderung, ein Aufbruch, ein Gef&uuml;hl f&uuml;r Zukunftsfragen ist bei solchen &bdquo;Politikern&ldquo; doch jenseits ihres Horizonts. Alle Emp&ouml;rung, Entt&auml;uschung und Fassungslosigkeit wie die SPD im Moment agiert, k&ouml;nnen wir uns doch sparen. Wir sollten mal definieren, was eigentlich ein Politiker ist. Und sowas wie bei den Trennbanken einf&uuml;hren: Politiker als Wirtschaftsvertreter und Politiker als Volksvertreter, vielleicht zwei Namen f&uuml;r die verschiedenen Kategorien finden &ndash; vielleicht haben da andere Ideen&hellip;. Elitist und Populist pa&szlig;t wohl nicht so gut. Die Elitisten verkleiden sich nun auch prima als Populisten in der AFD, aber eben auch in der SPD. Bei der CDU erwartet man ja nichts anderes.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lateinamerika: Die Toleranz f&uuml;r Korruption schwindet<\/strong><br>\nErmittlungen der brasilianischen Justiz haben inzwischen einen riesigen Skandal um Bestechungsgelder von Firmen an Politiker ans Licht gebracht. Er reicht bis nach Peru, Argentinien und in viele andere L&auml;nder Lateinamerikas. Korruption ist dort ein tief verwurzeltes &Uuml;bel. Doch die Toleranz sinkt.<br>\nDer peruanische Pr&auml;sident Pedro Pablo Kuczynski im vergangenen Dezember. Wegen seiner gesch&auml;ftlichen Verbindungen zum brasilianischen Baukonzern Odebrecht, der in ganz Lateinamerika Politiker bestach, enthebt das Parlament den Pr&auml;sidenten kurz vor Weihnachten fast seines Amtes.<br>\nCristina Kirchner, argentinische Ex-Pr&auml;sidentin. Gegen Kirchner sind vier Verfahren in der Justiz anh&auml;ngig, illegale Bereicherung und Geldw&auml;sche werden ihr unter anderem vorgeworfen.<br>\nSergio Moro bekanntestes Gesicht der Korruptionsbek&auml;mpfung in Brasilien. Im Rahmen der Operation Lava Jato, der Aufkl&auml;rung des bisher gr&ouml;&szlig;ten Korruptionsskandals der brasilianischen Geschichte, hat Moro mehr als hundert Politiker, Funktion&auml;re und Manager zu Gef&auml;ngnisstrafen verurteilt.<br>\n(&hellip;) Korruption ist ein in Lateinamerika weitverbreitetes und tief verwurzeltes Problem&hellip;. Die Toleranz ist gesunken. Der Mega-Skandal &lsquo;Lava Jato, bei dem es um Bestechungsgelder des brasilianischen Baukonzerns Odebrecht und anderer Firmen geht, wirkte wie ein Katalysator: Er hat die Korruption grenz&uuml;berschreitend zu einem der Hauptthemen der &ouml;ffentlichen Diskussion und der Medienberichterstattung gemacht.<br>\n(&hellip;)<br>\nPeru geh&ouml;rt neben Brasilien zu den L&auml;ndern Lateinamerikas, die vom Lava Jato-Skandal am st&auml;rksten aufger&uuml;ttelt wurden. (&hellip;) Der ehemalige Pr&auml;sident Ollanta Humala und seine Ehefrau sitzen in Untersuchungshaft, weil sie illegale Wahlkampf-Spenden von Odebrecht und der Baufirma OAS erhalten haben sollen. Noch gravierender sind die Vorw&uuml;rfe gegen Ex-Pr&auml;sident Alejandro Toledo&hellip;.<br>\n(&hellip;) Perus amtierenden Pr&auml;sidenten Pedro Pablo Kuczynski h&auml;tten seine Verbindungen zu Odebrecht fast sein Amt gekostet.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Die Lavo Jato-Kommission ist keine Untersuchungs-, sondern eine Vertuschungskommission. Bestimmte Politiker, die unter Korruptionsverdacht stehen, wie Keiko Fujimori oder Ex-Pr&auml;sident Alan Garc&iacute;a, l&auml;sst sie in Ruhe. Die Kommission wird von Abgeordneten dominiert, die lediglich ihre politischen Feinde aufs Korn nehmen, aber die Handlungen ihrer eigenen Parteichefs vertuschen wollen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/lateinamerika-die-toleranz-fuer-korruption-schwindet.724.de.html?dram:article_id=411155\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Studie: Extreme Minderheit verantwortlich f&uuml;r Gro&szlig;teil von Hasskommentaren<\/strong><br>\nF&uuml;r viele Hass-Kommentare im Internet ist einer Analyse zufolge eine verschwindend kleine Minderheit der Nutzer verantwortlich. Das zeige eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung von hunderten Diskussionen in sozialen Netzwerken, die dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg vorliegt.<br>\nDanach geht die H&auml;lfte der Likes bei Hass-Kommentaren auf Facebook auf nur f&uuml;nf Prozent der Accounts zur&uuml;ck. In dieser lautstarken Minderheit gebe es au&szlig;erdem einen extrem aktiven Kern. So lassen sich der Analyse zufolge 25 Prozent der Likes auf nur ein Prozent der Profile zur&uuml;ckf&uuml;hren. Diese sehr aktiven Nutzer gingen oft gemeinsam vor, zumindest bei Diskussionen, in denen Hass-Inhalte eine Rolle spielen. Dagegen seien sie bei anderen Themen oft weitgehend passiv.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur\/studie-extreme-minderheit-verantwortlich-fuer-grossteil-von-hasskommentaren-29734998\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der gekaperte Feminismus<\/strong><br>\nDie Blockade des rechten &raquo;Frauenmarsches&laquo; am Samstag in Berlin war sicher f&uuml;r einige Linke ein Erfolgserlebnis im Kampf gegen die Instrumentalisierung des Feminismus durch AfD, Pegida und &raquo;Identit&auml;re&laquo; &ndash; dies waren ja nur rund 450 Personen, w&auml;hrend Antifa, Linkspartei, Jusos und andere bis zu 3.000 mobilisiert hatten. M&auml;nner waren auf beiden Seiten gut vertreten.<br>\n(&hellip;) Wie konnte es &uuml;berhaupt soweit kommen? Ist die AfD so raffiniert, oder haben Linke es ihr bisher nur zu leicht gemacht, den Feminismus zu kapern?<br>\nDie These muss erlaubt sein: Letzteres. Denn nat&uuml;rlich ist das &raquo;feministische&laquo; Angebot der AfD erb&auml;rmlich: Es beschr&auml;nkt sich auf den Schutz deutscher Frauen vor m&auml;nnlichen Migranten und einen rassistischen Generalverdacht. F&uuml;r Frauen ohne eigenst&auml;ndiges Aufenthaltsrecht, die Gewalt in der Ehe besonders schutzlos ausgeliefert sind, fordert die AfD im Zuge ihrer allgemeinen Abschottungs- und Abschiebeprogrammatik sowieso nur weitere Verschlechterungen. Die Partei, die sich so viel auf ihre &raquo;Islamkritik&laquo; einbildet, braucht in Wahrheit den islamischen Fundamentalismus, um das Frauen- und Familienbild der 1950er Jahre als kleineres &Uuml;bel zu verkaufen. Frei nach dem Motto: Wir wettern zwar gegen Gleichstellungsbem&uuml;hungen und das Recht auf Schwangerschaftsabbruch, wir drohen Alleinerziehenden mit dem Entzug von Sozialleistungen, aber daf&uuml;r sch&uuml;tzen wir euch vor M&auml;nnern, die euch zwingen wollen, ein Kopftuch zu tragen. Seid uns dankbar und verlangt nicht zu viel Freiheit.<br>\n(&hellip;) Kritikw&uuml;rdig ist vielmehr, dass deutsche Linke Frauenhass, patriarchale und sexualisierte Gewalt nicht konsequent als Politikum behandeln. Jedenfalls nicht gleichwertig mit anderen Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. &raquo;Deutsche Linke&laquo; muss hier betont werden, weil kurdische Linke das Thema sehr viel ernster nehmen.<br>\n(&hellip;) Was bisher auf der Strecke bleibt, ist ein sichtbares linkes Angebot an Frauen, die sich ein Leben ohne Angst und Gewalt w&uuml;nschen, aber seit einiger Zeit merken, dass im &ouml;ffentlichen Raum das Klima rauer und sexistischer geworden ist. Linke sagen meistens nur, was der falsche Weg w&auml;re, um das Sicherheitsgef&uuml;hl zu erh&ouml;hen &ndash; zum Beispiel fl&auml;chendeckende Massen&uuml;berwachung. Die Frage ist aber, was richtig w&auml;re.<br>\nAls Alternative zum Ruf nach dem starken Staat bieten autonome Feministinnen zwar seit Jahrzehnten immer mal wieder kostenlose Selbstverteidigungskurse f&uuml;r M&auml;dchen und Frauen an &ndash; wahrgenommen wird dies aber meist nur in der eigenen Szene. Ausgerechnet Frau Weidel forderte im Herbst solche Kurse als fl&auml;chendeckendes, steuerfinanziertes Angebot &ndash; nat&uuml;rlich im Zusammenhang mit &raquo;nichtdeutschen Sexualstraft&auml;tern&laquo;.<br>\nSich nicht zur&uuml;ckzuholen, was die AfD einmal &raquo;besetzt&laquo; hat, w&auml;re ganz sicher der falsche Weg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/327769.der-gekaperte-feminismus.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wenn der Algorithmus das Ich angreift<\/strong><br>\nComputerprogramme berechnen, wie wir w&auml;hlen, was wir kaufen, sie werten Bewerbungen aus und ermitteln anhand unserer Daten, wie fit wir sind: Wie gef&auml;hrlich die Zerlegung des menschlichen Verhaltens in nackte Zahlen ist, beschreibt die US-Amerikaniern Cathy O&rsquo;Neil in ihrem packenden Buch &ldquo;Angriff der Algorithmen&rdquo;.<br>\n(&hellip;) &hellip;die Washingtoner Schulbeh&ouml;rde hatte ein Beratungsunternehmen beauftragt, einen Algorithmus f&uuml;r die Bewertung des Unterrichtserfolgs zu erstellen: Der erwies sich &ndash; wie so viele andere auch &ndash; als Black-Box, deren Urteil die Betroffenen wehrlos ausgeliefert sind. Deshalb bezeichnet die in Harvard promovierte Autorin, die als eine der profiliertesten Kritikerinnen der Digitalbranche gilt, solche Programme als &ldquo;Weapons of Math Destruction&rdquo; &ndash; als Mathevernichtungswaffen:<br>\n&ldquo;Heute mikromanagen schlecht konzipierte mathematische Modelle die Wirtschaft, angefangen bei der Werbung bis hin zur Verwaltung von Gef&auml;ngnissen. (&hellip;) Sie sind undurchschaubar, werden nicht infrage gestellt, sind niemandem Rechenschaft schuldig und operieren in einem Ma&szlig;stab, der gro&szlig; genug ist, um Millionen Menschen zu kategorisieren, ins Visier zu nehmen oder zu &lsquo;optimieren&rsquo;.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/menschen-daten-fakten-wenn-der-algorithmus-das-ich-angreift.676.de.html?dram:article_id=411216\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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