{"id":42529,"date":"2018-02-22T08:31:18","date_gmt":"2018-02-22T07:31:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529"},"modified":"2018-02-22T08:31:18","modified_gmt":"2018-02-22T07:31:18","slug":"hinweise-des-tages-3065","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h01\">Putin und die Chance f&uuml;r Frieden in Nah- und Mittelost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h02\">GOP Senator Says Trump Is Ready to Start War With North Korea, Which Would Be &ldquo;One of the Worst Catastrophic Events in History&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h03\">GroKo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h04\">CDU\/CSU und SPD brechen ihre eigenen Wahlversprechen und verhindern Diskussion zur Alten- und Krankenpflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h05\">Afghanistan: Sammelabschiebung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h06\">Migrationspakt muss bei Fluchtursachen ansetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h07\">Michael Mair, Alex Holder and Elizabeth Minor &ndash; The future of European militaries will be remotely piloted &ndash; and that should worry us all<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h08\">Italien: Parteien ohne Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h09\">Die gekaufte Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h10\">Eigenlob stinkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h11\">Korruptionsvorw&uuml;rfe in Lettland: Verteidigungsministerium vermutet Russland hinter Notenbanker-Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h12\">&bdquo;Schmutz-Kampagne bei der SPD&ldquo;: &bdquo;Bild&ldquo; f&auml;llt auf &bdquo;Titanic&ldquo; rein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42529#h13\">Zu guter Letzt: Eklat: Korrekt recherchierte Nachricht versehentlich in &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung ver&ouml;ffentlicht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Putin und die Chance f&uuml;r Frieden in Nah- und Mittelost<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Vereinigten Staaten mit ihrer aus England und Frankreich bestehenden &ldquo;immerw&auml;hrenden Kriegsallianz&rdquo; haben sich weder um V&ouml;lkerrecht noch um Schutz des Kulturgutes aus f&uuml;nftausend Jahren geschert, als sie zwischen Kabul und Tripolis die Region heimsuchten. Bei Moskau war das anders, wie die Unterst&uuml;tzung Moskaus f&uuml;r die legitime syrische Regierung zeigte.<br>\nEigentlich ging es nach dem Putsch des Jahres 2014 in Kiew zugunsten Washington Schlag auf Schlag zugunsten russischer Handlungsf&auml;higkeit in Nah- und Mittelost. Iranische, israelische und saudische Staatsspitzen gaben und geben sich in Moskau die Klinke in die Hand. Pr&auml;sident Putin kann mit allen, obwohl und gerade weil er an der Seite einer legitimen Regierung in Damaskus steht. Zeit gewinnen, das ist immer eine diplomatische Maxime. Zeit f&uuml;r den Frieden zu gewinnen, bedeutet eines: dem russischen Pr&auml;sidenten die Daumen f&uuml;r eine Wiederwahl zu dr&uuml;cken.<br>\nDie westliche Schmach dabei ist, dass zwar die Vereinigten Staaten f&uuml;r jeden Krieg, aber keinesfalls f&uuml;r den Frieden zu haben sind. Vielleicht kann man beim derzeitigen Pr&auml;sidenten Trump eine Ausnahme machen und sollte vielleicht gerade das tun. Das Auftreten seines Sicherheits-Generalberaters, McMasters, in M&uuml;nchen hat allerdings deutlich gemacht, dass er von Pentagonisten eingemauert zu sein scheint. Wie anders ist das Bild, das der russische Pr&auml;sident Putin vermittelt. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/kommentare\/20180220319636487-putin-frieden-nah-mittelost-praesidentschaftswahlen-krieg-sicherheit-usa-israel-iran-ukraine-putsch\/\">Sputniknews<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Assads Medienberaterin Bouthaina Shaaban zu RT: Ohne die USA g&auml;be es schon Frieden in Syrien<\/strong><br>\nIm Rahmen des Waldai-Klubs, einer Diskussionsplattform, die j&auml;hrlich in Russland stattfindet, hat die Medienberaterin des syrischen Pr&auml;sidenten erkl&auml;rt, inwiefern die USA und die T&uuml;rkei eine Wiederherstellung des Friedens in Syrien verhindern. Zudem erl&auml;utert sie gegen&uuml;ber RT, warum die T&uuml;rkei kurdische Truppen angreift und ob sich die syrische Beziehungen zu Israel ver&auml;ndert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/65485-assads-medienberaterin-shaaban-usa-syrien-krieg\/\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Konflikt in Nordsyrien: Pulverfass Afrin<\/strong><br>\nMit dem Vorr&uuml;cken von Pro-Assad-Milizen auf Afrin ist die ohnehin schon un&uuml;bersichtliche Lage im B&uuml;rgerkriegsland Syrien noch verworrener und gef&auml;hrlicher geworden. Bei den Milizen, die der syrisch-kurdischen YPG zu Hilfe eilen, handelt es sich um Angeh&ouml;rige der sogenannten Nationalen Verteidigungsheinheiten &ndash; kurz NDF. Die NDF in Syrien sind ein auf syrische Verh&auml;ltnisse zugeschnittener Ableger der iranischen Basidsch-Milizen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/pulverfass-afrin-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> einmal mehr ein von den USA beeinflusster Beitrag der ARD, z.B.: nicht die T&uuml;rkei ist der Aggressor in Syrien, die Regierung Syriens ist es. Und die USA sind die Ordnungsmacht in der Region! Unglaublich, was der &Ouml;R sich leistet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>GOP Senator Says Trump Is Ready to Start War With North Korea, Which Would Be &ldquo;One of the Worst Catastrophic Events in History&rdquo;<\/strong><br>\nIt didn&rsquo;t get much notice, but Sen. Jim Risch made extremely alarming remarks on Sunday at the Munich Security Conference, in which he said President Donald Trump is prepared to start a &ldquo;very, very brief&rdquo; war with North Korea that would be &ldquo;one of the worst catastrophic events in the history of our civilization.&rdquo; Trump would go to these extraordinary lengths, the Idaho Republican said, in order to prevent the government of Kim Jong-un from developing the capacity to deliver a nuclear warhead to the U.S. via an intercontinental ballistic missile. [&hellip;]<br>\nIf Risch is correct, Trump is willing to cause &ldquo;mass casualties the likes of which the planet has never seen&rdquo; in a conflict with North Korea, rather than rely on principles of deterrence that have prevented nuclear war between the U.S. and Russia and the U.S. and China for many decades. [&hellip;]<br>\nNone of Risch&rsquo;s remarks addressed the fact that the U.S. Constitution gives Congress, rather than the president, the power to declare war. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2018\/02\/21\/gop-senator-says-trump-is-ready-to-start-war-with-north-korea-that-would-be-one-of-the-worst-catastrophic-events-in-history\/%20\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>GroKo<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gro&szlig;e Koalition will Gemeinwesen umformen zugunsten von Kapitalanlegern<\/strong><br>\nMit der Neuauflage der Gro&szlig;en Koalition droht die Umformung des Gemeinwesens. Unter dem Deckmantel der &bdquo;Investitionen&ldquo; erwarten uns massive formelle, funktionelle und materielle Privatisierungen. Wir haben den Entwurf f&uuml;r den Koalitionsvertrag auf seine versteckten Privatisierungspl&auml;ne untersucht. Man findet sie bei genauem Hinschauen an vielen Stellen.<br>\n&Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften\n<blockquote><p>\n3393 Wir werden die noch nicht fertiggestellten &Ouml;ffentlich-Privaten Partnerschaften der<br>\n3394 1.-3. Staffel realisieren, wenn deren Wirtschaftlichkeit auf Basis der mit dem Bundesrechnungshof<br>\n3395 abgestimmten Regularien transparent nachgewiesen worden ist.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Kommentar GiB: Von den &Ouml;PP-Projekten der 3. Staffel ist fast noch nichts vergeben, man k&ouml;nnte einfach aussteigen. Die &Ouml;PP-Lobby jubelt schon:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Am 07.02.2018 haben sich CDU\/CSU und SPD auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag geeinigt. Der vorliegende Entwurf sieht vor, den Investitionshochlauf f&uuml;r die Verkehrsinvestitionen mindestens auf dem heutigen Niveau fortzuf&uuml;hren. Die noch nicht fertiggestellten &Ouml;ffentlichen-Privaten Partnerschaften der 3. Staffel sollen realisiert werden.&ldquo; (Quelle: PSPC GmbH)\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Kein Wunder freuen die sich &ndash; das sind nochmal 15 Mrd. Euro Auftragsvolumen. Also volle B&uuml;cher f&uuml;r die n&auml;chsten 10 Jahre! Und das sind nur die offiziellen Zahlen, also ohne die &Ouml;PP-typischen Kostensteigerungen. Was solche Kostensteigerungen bedeuten wird man bald n&auml;her erfahren (m&uuml;ssen): Am 18. Mai 2018 findet in Hannover ein Gerichtstermin in Sachen &Ouml;PP-Vertragsnehmer A1 mobil GmbH versus Steuerzahlende. Die Nachforderungen der Privaten liegen bei knapp einer Milliarde Euro. In nur einem Projekt! Und was sagt zu &Ouml;PP im Entwurf f&uuml;r den Koalitionsvertrag? &bdquo;Bedingung <wirtschaftlichkeit transparent nachweisen> einhalten&ldquo;. Das gab es noch bei keinem Autobahn-&Ouml;PP! Wenn das der neue Grundsatz ist, w&auml;re es fl&auml;chendeckend aus mit &Ouml;PP. Aber sicher gibt es eine ganz eigene Auslegung von &bdquo;transparent nachweisen&ldquo; &hellip; Und da ist sie auch schon:<\/wirtschaftlichkeit><\/p>\n<blockquote><p>\n3396 Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und die Konzessionsvertr&auml;ge werden wir nach<br>\n3397 Vergabe bei Zustimmung des Konzessionsnehmers im Internet ver&ouml;ffentlichen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Kommentar GiB: Also erst vergeben &ndash; dann ver&ouml;ffentlichen. Damit eine genauere Pr&uuml;fung der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ja nicht dazu f&uuml;hrt, dass doch kein &Ouml;PP gemacht wird! Und wenn der Konzessionsnehmer nicht will, dann ver&ouml;ffentlicht man eben doch nicht. Dabei k&ouml;nnte man so eine Ver&ouml;ffentlichung zur Bedingung der Ausschreibung machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/grosse-koalition-will-gemeinwesen-umformen-zugunsten-von-kapitalanlegern\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehrheit der SPD-Oberb&uuml;rgermeister pl&auml;diert f&uuml;r gro&szlig;e Koalition<\/strong><br>\nEine Mehrheit der SPD-Oberb&uuml;rgermeister unterst&uuml;tzt laut einer Umfrage eine Koalition mit der Union. Gleichzeitig fordern SPD-Kommunalpolitiker in einem gemeinsamen Aufruf ein Ende der Personaldebatte und eine inhaltliche Diskussion des Koalitionsvertrages.<br>\nW&auml;hrend der SPD-Mitgliederentscheid &uuml;ber eine erneute gro&szlig;e Koalition l&auml;uft, erhalten die Bef&uuml;rworter R&uuml;ckendeckung von wichtigen sozialdemokratischen Stadtoberh&auml;uptern. Die B&uuml;rgermeister der 35 gr&ouml;&szlig;ten von der SPD regierten St&auml;dte unterst&uuml;tzen mehrheitlich den Kurs der SPD-Spitze. (&hellip;)<br>\nLaut einer Umfrage der &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo; wollen 26 Oberb&uuml;rgermeister f&uuml;r ein Regierungsb&uuml;ndnis aus Union und SPD stimmen, die verbleibenden neun SPD-Spitzenpolitiker in den Gro&szlig;st&auml;dten legten sich nicht fest, &auml;u&szlig;erten sich nicht oder waren nicht zu erreichen.<br>\n&bdquo;Diesem Koalitionsvertrag kann ich als Sozialdemokrat sehr guten Gewissens zustimmen&ldquo;, sagt der Bremer B&uuml;rgermeister Carsten Sieling gegen&uuml;ber der Zeitung. Auch Ulrich Maly, Stadtoberhaupt von N&uuml;rnberg, unterst&uuml;tzt eine gro&szlig;e Koalition. Der Koalitionsvertrag &bdquo;enth&auml;lt viele Ansatzpunkte, das Leben f&uuml;r viele Menschen in der Mitte der Gesellschaft ein St&uuml;ck besser und gerechter zu machen. Das ist Ziel und Auftrag unserer Partei seit &uuml;ber 150 Jahren&ldquo;. In der &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo; wird auch die Oberb&uuml;rgermeisterin von Saarbr&uuml;cken Charlotte Britz zitiert: &bdquo;Der Koalitionsvertrag ist nicht der gro&szlig;e Wurf. Aus Sicht der St&auml;dte ist er aber ein ordentlicher Kompromiss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/mehrheit-spd-oberbuergermeister-plaediert-grosse-koalition\">vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Typisch: Eine Sachdebatte sei gefordert, hei&szlig;t es oft. Aber die wohl beabsichtigte Wirkung d&uuml;rfte eindeutig sein: Es sind Beitr&auml;ge wie dieser, der eindeutig f&uuml;r eine erneute Gro&szlig;e Koalition Stimmung machen soll, oder? Kann oder will diese SPD-Spitze die Debatte nicht in der Sache f&uuml;hren, sondern sehr oft mit einer Zustimmung f&uuml;r ein neues schwarz-rotes B&uuml;ndnis verkn&uuml;pfen?<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42512#h03\">Anspruch und Wirklichkeit<\/a> mit Anmerkung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wir haben verhandelt<\/strong><br>\nMitgliedervotum Der SPD-Vorstand versprach, die Bandbreite der Debatte abzubilden &ndash; und schickte der Basis Werbung f&uuml;r die GroKo. Darum hier im Folgenden die fehlende NoGroKo-Version<br>\nLiebes SPD-Mitglied,<br>\nwir haben verhandelt, damit Deutschland eine Regierung bekommt.<br>\nDieser wird es darum gehen, unser Land so zu erhalten, wie es ist, und ein Europa zu bewahren, in dem Deutschland weiter als fiskalpolitisches Vorbild sowie Garant vorz&uuml;glicher Exportprodukte zu moderaten Lohnst&uuml;ckkosten vorangeht. Mit diesem Ziel hat Angela Merkel mit uns Koalitionsverhandlungen gef&uuml;hrt. Der Koalitionsvertrag tr&auml;gt ihre klare sozialdemokratische Handschrift!<br>\nKompromisse geh&ouml;ren zu jeder Koalitionsverhandlung. Sie geh&ouml;ren zur Demokratie. Immerhin, wir konnten in vielen wichtigen Punkten die Einrichtung von 15 Kommissionen und die Erteilung von mehr als 100 Pr&uuml;fauftr&auml;gen durchsetzen. Unterm Strick k&ouml;nnen wir sagen: Unser Verhandlungsergebnis bietet die Grundlage f&uuml;r eine Regierung Merkel. Nur mit der SPD ist es ihr und sp&auml;ter Annegret Kramp-Karrenbauer m&ouml;glich, der Union eine Mehrheit und damit stabile Verh&auml;ltnisse zu sichern. Daf&uuml;r w&auml;hnen wir uns gew&auml;hlt.<br>\nMit der SPD in Regierungsverantwortung k&ouml;nnten wir in den n&auml;chsten Jahren so einiges nochmal ausprobieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/wir-haben-verhandelt\/\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r eine soziale Alternative zur Politik der Gro&szlig;en Koalition!<\/strong><br>\nIn den kommenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen ist es von entscheidender Bedeutung, wie sich Gewerkschaften gegen&uuml;ber der Politik positionieren. Wir nehmen die aktuelle Debatte um &bdquo;pro oder contra zur GroKo&ldquo; zum Anlass, dies zu tun. Dabei geht es uns nicht um die Einwirkung auf die zur Zeit abstimmenden SPD-Mitglieder, sondern darum, die Politik an gewerkschaftlichen Zielen zu messen und die Politik mit gewerkschaftlichen Politikinhalten zu konfrontieren. Aus diesem Grunde haben wir nachstehenden Aufruf verfasst:<br>\nDer Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD wird trotz einiger positiver Elemente wie beispielsweise die parit&auml;tischen Beitr&auml;ge in der Gesetzlichen Krankenversicherung den Anforderungen aus gewerkschaftlicher Sicht nicht gerecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozial-statt-grokopolitik.de\/2018\/02\/20\/fuer-eine-soziale-alternative-zur-politik-der-grossen-koalition\/\">Sozial statt GroKopolitik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>CDU\/CSU und SPD brechen ihre eigenen Wahlversprechen und verhindern Diskussion zur Alten- und Krankenpflege<\/strong><br>\nZur heutigen Sitzung des Ausschusses f&uuml;r Gesundheit erkl&auml;rt Achim Kessler, Obmann der LINKEN: &bdquo;CDU\/CSU und SPD sind die katastrophalen Bedingungen in den Pflegeheimen und Krankenh&auml;usern offensichtlich egal. Die &sbquo;Gro&szlig;e Koalition&lsquo; zeigt die Arroganz der Macht bereits, bevor sie &uuml;berhaupt existiert. Sie verhindert mit ihrer Mehrheit eine rasche Anh&ouml;rung zu den von meiner Fraktion eingebrachten dringend notwendigen Ma&szlig;nahmen gegen den Pflegenotstand in Krankenh&auml;usern und in der Altenpflege. In unseren Antr&auml;gen fordern wir eine verbindliche Personalbemessung in den Krankenh&auml;usern und ein Sofortprogramm gegen den Pflegenotstand in der Altenpflege. Denn 8.000 neue Stellen in der Pflege und einige weitere halbherzige Ma&szlig;nahmen des Koalitionsvertrages sind angesichts der fehlenden 130.000 Stellen nur Kosmetik.&ldquo;<br>\nAchim Kessler weiter: &bdquo;Die Kranken, Pflegebed&uuml;rftigen und Besch&auml;ftigten warten nicht nur h&auml;nderingend auf wirksame politische Ma&szlig;nahmen gegen den Pflegenotstand. Sie warten auch auf ein Signal, dass ihre Ideen und Forderungen Geh&ouml;r finden und dass ihre oft prek&auml;re Lage ernst genommen wird. Die Hinhaltetaktik von CDU\/CSU und SPD ist machtpolitisch motiviert. Aus Angst vor dem Mitgliederentscheid der SPD &uuml;ber die mageren Vereinbarungen des Koalitionsvertrages zur Gesundheits- und Pflegepolitik verweigern die Regierungsfraktionen die &ouml;ffentliche Diskussion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.achim-kessler.de\/cdu-csu-und-spd-brechen-ihre-eigenen-wahlversprechen-und-verhindern-diskussion-zur-alten-und-krankenpflege\/\">Achim Kessler<\/a>\n<p><strong>dazu: Pflegereform: Auf Kosten der Alten?<\/strong><br>\nAb Januar 2017 sollte in der Pflege vieles besser werden &ndash; damals trat die bedeutendste Pflegereform der vergangenen Jahre in Kraft. Das Ziel: Pflegebed&uuml;rftige und deren Angeh&ouml;rige sollen besser unterst&uuml;tzt und Pflegekr&auml;fte besser bezahlt werden. Doch wie Recherchen des ARD-Magazin FAKT zeigen, legen viele Pflegeheime die Mehrkosten auf die Pflegebed&uuml;rftigen um.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/investigativ\/auf-kosten-der-alten-pflege-fakt-100.html\">FAKT<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Z&uuml;gige Einf&uuml;hrung der Pflegeausbildung angemahnt<\/strong><br>\nDer Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) hat das Bundesgesundheits- und das Bundesfamilienministerium aufgefordert, z&uuml;gig die Ausbildungs- und Pr&uuml;fungsverordnung zu ver&ouml;ffentlichen, die die Inhalte der neuen generalistischen Pflegeausbildung enthalten. [&hellip;]<br>\nNach langer Diskussion hatten Union und SPD im vergangenen April das Pflege&shy;berufereformgesetz verabschiedet, mit dem eine neue generalistische Pflege&shy;ausbildung die bisher getrennten Ausbildungen zur Alten-, Kranken- und Kinder&shy;krankenpflege abl&ouml;st. K&uuml;nftig absolvieren alle Auszubildenden demnach in den ersten beiden Jahren gemeinsam eine generalistische Ausbildung. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Es ist wichtig, dass jetzt der Fahrplan p&uuml;nktlich eingehalten wird&ldquo;, betonte die SPD-Pflegeexpertin Bettina M&uuml;ller. &bdquo;Wir d&uuml;rfen keine Zeit verlieren. Ich hoffe, dass die Ausbildungs- und Pr&uuml;fungsverordnung den Abgeordneten des Bundestages nach Ostern zugeleitet wird, damit sie bis zum Sommer Zeit haben, dar&uuml;ber zu beraten.&ldquo;<br>\n&bdquo;Wir befinden uns auf der Zielgeraden&ldquo;, sagte Matthias von Schwanenfl&uuml;gel aus dem Bundesfamilienministerium. &bdquo;Das Ziel ist, den Bundesrat vor der Sommerpause zu erreichen. Ich kann aber nicht versprechen, dass das auch klappt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/89370\/Zuegige-Einfuehrung-der-Pflegeausbildung-angemahnt\">&Auml;rzteblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Was f&uuml;r ein Tempo. &Uuml;ber ein Jahr ben&ouml;tigt die Gro&szlig;e Koalition und selbst das ist noch nicht einmal sicher. Zum Gl&uuml;ck sind die wirklich &bdquo;wichtigen Dinge&ldquo; wie Di&auml;tenerh&ouml;hungen ruckzuck abgehandelt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Afghanistan: Sammelabschiebung<\/strong><br>\nAm gestrigen Dienstag (20.2.2018) fand die erste Sammelabschiebung im Jahr 2018 nach Afghanistan statt. Erst f&uuml;nf Tage zuvor hatten viele Medien wie etwa tagesschau.de getitelt &bdquo;Mehr als 10.000 zivile Opfer&ldquo;. Besonders viele Opfer gingen auf Selbstmordanschl&auml;ge zur&uuml;ck, wobei Kabul &bdquo;weiter im Brennpunkt&ldquo; bliebe, so hei&szlig;t es weiter: &bdquo;Die Vereinten Nationen verzeichneten au&szlig;erdem einen Anstieg der zivilen Opfer nach Luftangriffen um sieben Prozent. Die USA weiteten beispielsweise 2017 ihre Luftangriffe gegen Taliban und IS massiv aus &ndash; auf mehr als 2000 im ganzen Jahr (2016: knapp 1000). Zwar befindet sich die afghanische Luftwaffe noch im Training, aber sie schie&szlig;t schon. F&uuml;r 2018 wird nicht erwartet, dass die Opferzahlen weiter zur&uuml;ckgehen.&ldquo; Dessen ungeachtet wurden gestern vierzehn Menschen begleitet von Polizei in M&uuml;nchen in ein Flugzeug gebracht und von dort direkt nach Kabul abgeschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/02\/21\/afghanistan-sammelabschiebung-2\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>dazu: Fall Asef N.: Der Rachefeldzug<\/strong><br>\n&ldquo;Wer sich wehrt, der lebt verkehrt&rdquo; &ndash; die Ermunterungen des fakultativen Rechtsstaats zum Gehorsam. Ein Kommentar zum Protest gegen eine Abschiebung und den Folgen<br>\nDer deutsche Staat garantiert das allgemeing&uuml;ltige Recht nach den Ma&szlig;st&auml;ben von Demokratie und Gleichberechtigung. Bl&ouml;d nur, wenn er die eigenen Grunds&auml;tze missachtet, sich aber an anderen r&auml;cht, die das seiner Meinung nach auch getan haben. Am 31.5. letzten Jahres sollte der geb&uuml;rtige Afghane Asef N. direkt aus einen N&uuml;rnberger Berufsschule nach Afghanistan abgeschoben werden (Fall Asef N.: N&uuml;rnberger Lehren). Derlei geschieht in Deutschland t&auml;glich; ungew&ouml;hnlich war aber der Widerstand, den Mitsch&uuml;lerinnen und Mitsch&uuml;ler von Asef N. der Zwangsma&szlig;nahme entgegensetzten. Die Polizei versuchte, diesen Widerstand mit gro&szlig;er Brutalit&auml;t zu brechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fall-Asef-N-Der-Rachefeldzug-3973990.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Migrationspakt muss bei Fluchtursachen ansetzen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Verhandlungen &uuml;ber einen globalen Migrationspakt sind ein Schritt in die richtige Richtung. Der Schutz von Fl&uuml;chtlingen und Migranten ist wichtig und richtig, ebenso wie eine bessere Unterst&uuml;tzung f&uuml;r jene L&auml;nder, die den Gro&szlig;teil der Fl&uuml;chtlinge aufnehmen. Ziel muss es aber vor allem sein, die wirtschaftlichen Bedingungen und Lebensperspektiven vor Ort so zu gestalten, dass Menschen erst gar nicht zu Flucht und Migration gezwungen werden&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der Beratungen der UN-Mitgliedsstaaten &uuml;ber einen umfassenden Migrations- und Fl&uuml;chtlingspakt. Dagdelen, die an den Konsultationen in New York teilnimmt, weiter:<br>\n&bdquo;Die sogenannten Freihandelsabkommen des Westens zerst&ouml;ren die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen im S&uuml;den und zwingen sie zu Flucht und Migration. Ein globaler Migrationspakt muss auf die Schaffung gesunder wirtschaftlicher Bedingungen vor Ort abzielen, damit Hochqualifizierte nicht l&auml;nger aus den L&auml;ndern des S&uuml;dens abwandern.<br>\nDer Brain-Drain durch die gezielte Anwerbung von Fachkr&auml;ften f&uuml;r Konzerne in Deutschland und Europa hat negative Folgen f&uuml;r die L&auml;nder des S&uuml;dens. Es ist purer Zynismus und rassistisches N&uuml;tzlichkeitsdenken, die wachsende Bev&ouml;lkerung in den L&auml;ndern Afrikas als zuk&uuml;nftiges Arbeitskr&auml;ftereservoir f&uuml;r den Niedriglohnsektor in Deutschland und Europa zu sehen. Notwendig sind faire Wirtschaftsbeziehungen und ein Stopp der Waffenexporte. Reiche und Superreiche m&uuml;ssen angemessen an den globalen Kosten von Flucht und Migration beteiligt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/migrationspakt-muss-bei-fluchtursachen-ansetzen\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Michael Mair, Alex Holder and Elizabeth Minor &ndash; The future of European militaries will be remotely piloted &ndash; and that should worry us all<\/strong><br>\nThere is nothing transparent about the use of armed drones. Although the number and use of these is increasing, our information concerning what they are doing, how and why, is not. [&hellip;]<br>\nIn an earlier post for Brave New Europe, we raised concerns about what we described as the Europeanisation of the armed drone; its diffusion outwards from the United States&rsquo; to European militaries. Despite those concerns, widely shared across civil society, that process continues apace with more and more European states rushing to build up their own drone programmes, often in close collaboration with the United States. What this accelerated investment means is that the future wars European states will enter into will be fought with remotely piloted vehicles. That should worry us all and for a variety of reasons. It should worry us because there is no transparency around the legal frameworks that guide the deployment of drones and drone strikes, there is no transparency around how remotely piloted drone operations are actually conducted in practice and there is no transparency around the unnecessary harms &ndash; the death, destruction and damage &ndash; caused by their use. Worse still, all the available evidence we have so far suggests the adoption of armed drone technology makes military operations more secretive, less publicly accountable and so less open to political oversight, something that ought to be of major concern in democratic societies. The problem is European publics have only been allowed a very partial view of what their governments are committing them to in developing these highly secretive programmes. Among other things, that secrecy may well be disguising a significant lack of sovereignty and independence in European uses of armed drones, due to their reliance upon American infrastructure and, potentially, personnel, in order to conduct them at all. For these and other reasons, public debate is urgently needed across Europe about these developments but European publics need access to much more information to arrive at a clearer picture of the future armed drones are remotely piloting us towards.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/michael-mair-alex-holder-and-elizabeth-minor-the-future-of-european-militaries-will-be-remotely-piloted-and-that-should-worry-us-all\">Brave New Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Italien: Parteien ohne Volk<\/strong><br>\nJahrzehntelang haben Christdemokraten, Kommunisten oder Sozialisten in Italien regiert. Aber das klassische Parteiensystem ist ins Rutschen geraten: Die einstigen Volksparteien k&auml;mpfen m&uuml;hsam um Stimmen &ndash; w&auml;hrend die Menschen in Italien immer mehr auf starke F&uuml;hrer setzen.<br>\nJung und alt, arm und reich, gemeinsam zum Wohle aller. Genauso sollte die neue gro&szlig;e italienische Mitte-Links-Partei beschaffen sein, die sich vor rund zehn Jahren unter dem Namen Partito Democratico gr&uuml;ndete. Sozialdemokratisch, christlich, liberal &ndash; ein demokratisches Sammelbecken. Einer der ersten Vorsitzenden war Pier Luigi Bersani.<br>\n&ldquo;Die Demokratische Partei ist als gro&szlig;e pluralistische Partei entstanden, deren besondere Natur und Substanz in der politischen Vielfalt lag. Eine gro&szlig;e Partei, die unterschiedliche Identit&auml;ten und Ideale zusammenh&auml;lt. Urspr&uuml;nglich durchl&auml;ssig in alle Richtungen, hat sie inzwischen den Charakter einer Ein-Mann-Partei angenommen.&rdquo; Womit Bersani auf den aktuellen Vorsitzenden Matteo Renzi anspielt, dem er vorwirft, die linken Werte des PD verraten zu haben &ndash; fast so wie seinerzeit bei Gerhard Schr&ouml;der mit seiner Agenda 2010.<br>\nIm Streit um den richtigen Kurs haben sich die italienischen Sozialdemokraten inzwischen selbst zerlegt &ndash; durch diverse Abspaltungen. Ranghohe Mitglieder der Partei &ndash; zum Beispiel die Pr&auml;sidenten der beiden Parlamentskammern &ndash; kandidieren bei den anstehenden Wahlen f&uuml;r eine Konkurrenzpartei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/italien-parteien-ohne-volk.795.de.html?dram:article_id=411268\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die gekaufte Wissenschaft<\/strong><br>\nUnternehmen bestellen Studien, engagieren Professoren und finanzieren ganze Institute, die in ihrem Sinne forschen. Das muss sich &auml;ndern.<br>\nDie Zigarettenindustrie hat die Blaupause entworfen, erprobt und f&uuml;r gut befunden: Wie kann man die Wissenschaft so verwenden, dass die Gewinne optimiert werden? Wie kann man wissenschaftliche Ergebnisse so beeinflussen oder, wenn es sein muss, auch f&auml;lschen, dass sich in der &ouml;ffentlichen Meinung und der politischen Arena die Lobbymeinung durchsetzt?<br>\nDie von den Autoherstellern VW, Daimler und BMW gegr&uuml;ndete Europ&auml;ische Forschungsvereinigung f&uuml;r Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) hat diese bew&auml;hrte Vorgehensweise angewendet. Viele andere Branchen agieren nach demselben Muster, zum Beispiel die Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie.<br>\nDie Lobbyisten gehen dabei folgenderma&szlig;en vor: Zun&auml;chst suchen sie geeignete industrienahe Wissenschaftler, die bereit sind, die Meinungen der Unternehmen zu vertreten. Hierbei ist Geld manchmal nur von nachrangiger Bedeutung. Oft sind Ehrgeiz oder Ruhmesw&uuml;nsche der Forscher viel wichtiger. Man verspricht ihnen etwa, Publikationen in renommierten Journalen zu unterst&uuml;tzen und so die Wissenschaftskarrieren zu f&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/aussenansicht-die-gekaufte-wissenschaft-1.3875533\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eigenlob stinkt<\/strong><br>\nGesch&auml;ftsf&uuml;hrender Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel (SPD) wirbt f&uuml;r Abbau der Russland-Sanktionen. Den h&auml;tte er l&auml;ngst durchsetzen k&ouml;nnen<br>\nEinen Verb&uuml;ndeten konnte sich Sigmar Gabriel (SPD) in seinem Kampf darum, weiter Au&szlig;enminister der Bundesrepublik Deutschland bleiben zu k&ouml;nnen, am Wochenende sichern: den Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft. Bei einem deutsch-russischen Unternehmerfr&uuml;hst&uuml;ck am Rande der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz sagte Ausschussvorsitzender Wolfgang B&uuml;chele, er w&uuml;rde es begr&uuml;&szlig;en, wenn der &raquo;liebe Herr Gabriel&laquo; auch k&uuml;nftig &raquo;pers&ouml;nlich Akzente setzen&laquo; k&ouml;nnte. Ob das den designierten Koalitionspartner inhaltlich und den Rest der SPD personell &uuml;berzeugt, bleibt offen. (&hellip;)<br>\nFreilich, die Komik hat ihren ernsten Kern. In der deutschen Industrie w&auml;chst offenbar die Unzufriedenheit mit den Sanktionen. Bei der M&uuml;nchener Veranstaltung bezifferte B&uuml;chele die inzwischen aufgelaufenen Einbu&szlig;en f&uuml;r das deutsche Ostgesch&auml;ft auf einen dreistelligen Milliardenbetrag. Nat&uuml;rlich kann man immer fragen, wie das berechnet wurde: Einfach die Volumina des deutschen Osthandels aus der Zeit vor den Sanktionen zu extrapolieren und die Vierjahressumme zu bilden, scheint etwas zu simpel zu sein. Die von B&uuml;chele genannte Gr&ouml;&szlig;enordnung ist eine politische Ansage: K&ouml;nne sich eine dem deutschen Gesamtkapital verpflichtete Regierung leisten, einem Teil ihrer Lieblingsklasse solche Einbu&szlig;en zuzumuten? (&hellip;)<br>\nder deutsche Handel mit Russland ist mit seinen 40 Milliarden Euro Umsatz deutlich geringer als der mit den USA (80 Milliarden) und sogar der mit Polen (100 Milliarden). Das ist der wesentliche Grund, warum das deutsche Kapital die Einf&uuml;hrung der Sanktionen ohne gr&ouml;&szlig;eren Widerstand hingenommen hat. Und warum sich auch die k&uuml;nftige Bundesregierung &uuml;berlegen wird, ob sie wegen dieser relativ kleinen Volumina den Gro&szlig;konflikt mit Washington und Warschau riskieren wird. Denn eines ist auch klar: Wenn Berlin wollte, w&uuml;rde ein Nein in Br&uuml;ssel reichen, und die EU-Sanktionen w&auml;ren beendet. Man muss nur wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/327750.eigenlob-stinkt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Korruptionsvorw&uuml;rfe in Lettland: Verteidigungsministerium vermutet Russland hinter Notenbanker-Skandal<\/strong><br>\nDer Skandal um den lettischen Zentralbankchef Rimsevics entwickelt sich immer mehr zum Polit-Krimi. Das Verteidigungsministerium in Riga vermutet eine gezielte Destabilisierungskampagne aus dem Ausland. [&hellip;]<br>\nEine genauere Erkl&auml;rung, warum diese Tatsache eine Einflussnahme aus dem Ausland belegen soll, bleibt das Ministerium allerdings schuldig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/lettland-verteidigungsministerium-vermutet-russland-hinter-notenbanker-skandal-a-1194614.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Setzt man der &Uuml;berschrift den letzten Satz im Artikel gegen&uuml;ber fragt man sich, wie diese &Uuml;berschrift &uuml;berhaupt zustande kommt. Hauptsache der Feindbildaufbau kann weiter gehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Schmutz-Kampagne bei der SPD&ldquo;: &bdquo;Bild&ldquo; f&auml;llt auf &bdquo;Titanic&ldquo; rein<\/strong><br>\nNein, es war anscheinend keine &bdquo;plumpe F&auml;lschung&ldquo;, auf die Piatov und &bdquo;Bild&ldquo; reingefallen sind und die sie zur Titelgeschichte aufgeplustert haben, sondern eine filigrane F&auml;lschung. Die &bdquo;Titanic&ldquo;-Aktion zeigt, dass man bei Julian Reichelt, Filipp Piatov und der gesamten &bdquo;Bild&ldquo;-Redaktion sehr gute Chancen hat, mit Desinformationen ins Blatt zu gelangen, wenn man nur die richtigen Kn&ouml;pfe dr&uuml;ckt. Im aktuellen Fall hat die &bdquo;Titanic&ldquo;-Redaktion sehr geschickt eine Mischung aus SPD (bei &bdquo;Bild&ldquo; nicht sehr beliebt) und dem b&ouml;sen Russen (bei &bdquo;Bild&ldquo; nicht sehr beliebt) gew&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/96684\/schmutz-kampagne-bei-der-spd-bild-faellt-auf-titanic-rein\/\">Bildblog<\/a>\n<p><strong>dazu: #miomiogate &ndash; Juri, K&uuml;hnert, &ldquo;Bild&rdquo; und TITANIC<\/strong><br>\nDie &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung ist einem Fake der TITANIC aufgesessen. Am Freitag hatte &ldquo;Bild&rdquo; unter der Schlagzeile &ldquo;Neue Schmutzkampagne bei der SPD&rdquo; einen Mailverkehr ver&ouml;ffentlicht, der belegen soll, da&szlig; Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert bei seiner NoGroKo-Initiative Hilfe eines russischen Internettrolls namens Juri in Erw&auml;gung gezogen hat. Dieser Schriftverkehr wurde aber u.a. von TITANIC-Internetredakteur Moritz H&uuml;rtgen an &ldquo;Bild&rdquo; lanciert: &ldquo;Eine anonyme Mail, zwei, drei Anrufe &ndash; und &lsquo;Bild&rsquo; druckt alles, was ihnen in die Agenda pa&szlig;t.&rdquo; Am Dienstag fragte &ldquo;Bild&rdquo; mit Verweis auf einen &ldquo;Cyber-Security-Professor&rdquo;: &ldquo;Versucht also jemand mit Zugang zum SPD-Netz, Kevin K&uuml;hnert zu schaden? &hellip; Oder wurde ein SPD-Computer von Hackern missbraucht?&rdquo; Antwort aus dem TITANIC-Internetb&uuml;ro: &ldquo;Nein, es versucht jemand, mit Copy+Paste die journalistische Qualit&auml;t der &lsquo;Bild&rsquo; zu &uuml;berpr&uuml;fen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.titanic-magazin.de\/news\/miomiogate-juri-kuehnert-bild-und-titanic-9482\/\">Titanic<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Knaller! Man ist bereit alles bedenkenlos zu publizieren was in das g&auml;ngige Feindbild passt. Fake News vom Feinsten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Eklat: Korrekt recherchierte Nachricht versehentlich in &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Helle Aufregung in Berlin: Die Redaktion der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung ist peinlicherweise einer Meldung eines freien Mitarbeiters aufgesessen, die sich im Nachhinein als vollkommen richtig herausstellte. Man sei sich nicht dar&uuml;ber im Klaren gewesen, dass die Story, die auf Seite 5 der gestrigen Ausgabe zu finden war, tats&auml;chlich der Wahrheit entsprach, versicherte der Verlag, der sich nun in Schadensbegrenzung &uuml;bt.<br>\n&ldquo;Der Reporter hat uns eine Geschichte aufgetischt, die von vorne bis hinten sauber recherchiert und auf hohem sprachlichen Niveau formuliert war&rdquo;, so ein Sprecher des Axel-Springer-Verlags zerknirscht. &ldquo;Zu allem &Uuml;berfluss war die Story auch noch politisch neutral gehalten und es kamen nicht ein einziges Mal nackte Frauenbr&uuml;ste, grausam entstellte Unfallopfer oder Lothar Matth&auml;us darin vor.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2013\/10\/eklat-korrekt-recherchierte-nachricht.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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