{"id":42550,"date":"2018-02-23T08:25:35","date_gmt":"2018-02-23T07:25:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550"},"modified":"2018-02-23T08:25:35","modified_gmt":"2018-02-23T07:25:35","slug":"hinweise-des-tages-3066","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h01\">Interview mit RT International zum Bild-Coup: Auftritt von Titanic-Redakteur bei russischem Staatssender st&ouml;&szlig;t auf Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h02\">25 Jahre Tafeln: &ldquo;Wir sind ein guter seismografischer Faktor, um zu erkennen, was schiefl&auml;uft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h03\">Kampf gegen Korruption: Deutschland f&auml;llt im internationalen Vergleich zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h04\">Konjunkturprogramm f&uuml;r &Auml;rzte? Was von der B&uuml;rgerversicherung &uuml;brigblieb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h05\">Gesetzes&auml;nderung gefordert: Fast 20 Prozent vieler Betriebsrenten gehen verloren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h06\">Jeder vierte junge Mensch hat psychische Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h07\">Kalter Handelskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h08\">Kampf um das Nord-Stream-2-Projekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h09\">Macrons Kampfansage an Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h10\">Neue Regeln in Levante<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h11\">K&auml;mpfe im Jemen: Milliarden-R&uuml;stungsexporte an Kriegsparteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h12\">Der freie Fall der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42550#h13\">Lettland zieht Russen-Vorwurf zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Interview mit RT International zum Bild-Coup: Auftritt von Titanic-Redakteur bei russischem Staatssender st&ouml;&szlig;t auf Kritik<\/strong><br>\nNach dem Satire-Coup legt die Titanic nach: Der leitende Redakteur Moritz H&uuml;rtgen hat im russischen Sender RT International ein Interview gegeben. F&uuml;r den Auftritt erntet er nicht nur von Bild-Chefredakteur Julian Reichelt Kritik. Wie weit darf Satire gehen, fragt die Netz-Community. Hintergrund: RT International ist ein vom Kreml finanzierter Propagandasender.<br>\nDie Aff&auml;re um angebliche E-Mails von Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert sorgt auch international f&uuml;r Aufmerksamkeit. Nachdem das Titanic-Magazin sich am Mittwoch zu der Aktion bekannt hatte, die in eine Bild-Titelstory &uuml;ber eine &bdquo;SPD-Schmutzkampagne&ldquo; m&uuml;ndete, &auml;u&szlig;erte sich der zust&auml;ndige Redakteur in einem Interview mit dem russischen TV-Sender RT International zum Vorfall. In dem am Donnerstagmorgen ver&ouml;ffentlichten Beitrag gibt der Sender die Ereignisse wieder, die am 16. Februar ihren Anfang nahmen. Nachdem der Moderator die Einzelheiten von #miomiogate erkl&auml;rt hat, beschreibt H&uuml;rtgen die Vorgehensweise der vergangenen Wochen. &bdquo;It was a good laugh&ldquo;, sagt H&uuml;rtgen im Gespr&auml;ch mit dem Moderator. Das sei f&uuml;r sich genommen schon einiges wert, endet das Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/02\/22\/interview-mit-rt-international-zum-bild-coup-auftritt-von-titanic-redakteur-bei-kreml-nahem-sender-stoesst-auf-kritik\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sp&auml;testens jetzt wird die Sache vollends absurd. Weil der zust&auml;ndige Titanic-Redakteur RT ein Interview gegeben hat, ist er pl&ouml;tzlich der &ldquo;B&ouml;sewicht&rdquo; und die skandal&ouml;se Schmutzkampagne von BILD ist auf einmal nicht mehr so schlimm? Man fragt sich auch, wo Meedia eigentlich immer diese skurrilen O-T&ouml;ne ausgr&auml;bt. Wer ist beispielsweise dieser Jan-Philipp Hein und warum sollte sein d&uuml;mmliches Statement es wert sein, in einem Artikel zitiert zu werden? Das ist doch nichts anderes als modernes Trollen. Man hat als Viertel-Branchenpromi einen m&ouml;glichst derben Spruch via Twitter raus, um in solchen &ldquo;Zitatesammlungen&rdquo; aufzutauchen und seinen Namen wiederzufinden. Absurd.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>25 Jahre Tafeln: &ldquo;Wir sind ein guter seismografischer Faktor, um zu erkennen, was schiefl&auml;uft&rdquo;<\/strong><br>\nDie inzwischen 900 Tafeln in Deutschland seien nicht nur stille Ausgeber von Lebensmitteln, sondern sie legten auch &ldquo;die Finger in die Wunde&rdquo;, um auf Probleme aufmerksam zu machen, sagte Jochen Br&uuml;hl vom Bundesverband der Tafeln im Dlf. Sie verst&uuml;nden sich als B&uuml;rgerbewegung, die Ver&auml;nderungen einfordere. [&hellip;]<br>\nBr&uuml;hl: Die Gesellschaft ist nicht nur die Politik. Die Gesellschaft ist auch b&uuml;rgerschaftliches Engagement. Wir w&uuml;rden ja heute kein Interview f&uuml;hren, wenn dieses Thema Armut nicht endlich auch in den Nachrichten oder in den Berichten vorkommen w&uuml;rde. Ich denke, dass die Tafeln es geschafft haben, dass dieses Thema skandalisiert wird. Wir wollen aber nicht nur fordern, sondern auch praktisch helfen. So verstehen wir uns auch als B&uuml;rgerbewegung. Wir fordern Dinge, damit sich Dinge auch &auml;ndern k&ouml;nnen, aber es w&auml;re nat&uuml;rlich bl&ouml;d, wenn man den Bock zum G&auml;rtner macht. Das hilft auch den Menschen nicht. Ich freue mich heute an diesem Tag &uuml;ber das Engagement von &uuml;ber 60.000 Helferinnen und Helfern. Ich bin ver&auml;rgert &uuml;ber die Millionen Tonnen achtlos weggeworfener Lebensmittel. Und ich bin w&uuml;tend &uuml;ber die unzureichende gesellschaftspolitische Bedingung, dass Armut immer noch zur Seite geschoben wird, und daran m&uuml;ssen wir was &auml;ndern und das sehen wir als Aufgabe.<br>\nSchroeder: Ich habe gelesen, mittlerweile ist jeder vierte Kunde bei den Tafeln im Rentenalter. Der Anteil der Leute, die in Rente sind und zu den Tafeln gehen, der hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Wie erkl&auml;ren Sie sich das?<br>\nBr&uuml;hl: Das liegt daran, dass Menschen im Niedriglohnsektor besch&auml;ftigt waren, die Rente nicht ausreicht und die dann zu den Tafeln kommen. Das sagen wir Politik, das sagen wir Gesellschaft. Es ist nat&uuml;rlich einfach zu sagen, Tafeln kompensieren da was weg, aber die andere Seite der Tafel ist, dieses Problem zu benennen. Deswegen w&uuml;nschen wir uns auch an diesem Tag, in diesem Jahr, wo wir 25 Jahre alt werden, dass wir nicht jedes Mal immer darauf hinweisen m&uuml;ssen, dass sich etwas ver&auml;ndern muss, und wir Schulterklopfer bekommen, weil wir gute Arbeit machen, sondern wir wollen, dass sich durch die Tafeln und ihre Aktionen Dinge auch ver&auml;ndern und dass Rentnerinnen und Rentner von ihrer Rente leben k&ouml;nnen und nicht zu den Tafeln kommen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/25-jahre-tafeln-wir-sind-ein-guter-seismografischer-faktor.769.de.html?dram:article_id=411327\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Mein Reich komme: 25 Jahre Tafeln in Deutschland<\/strong><br>\nFiktive Autobiografie eines moralischen Unternehmens &ndash; Teil 1<br>\nIrgendwann l&auml;sst sich jeder Promi eine Biographie schreiben. Aber soweit kommt es noch! Wer so viel gestemmt hat wie ich, der macht das selbst! Ehrenamtlich, versteht sich. Wer wie ich seit 25 Jahren existiert und nun endlich mitten in der Gesellschaft angekommen ist, der darf auch mal ein wenig zur&uuml;ckblicken und sich freuen. Blo&szlig; nostalgisch werden, das sollte nicht sein. Wer wie ich in diesen Tagen rundherum gefeiert wird, der darf sich auch selbst einmal an die vielen Herausforderungen erinnern, die mit der eigenen Arbeit verbunden sind.<br>\nIch sage nicht &ldquo;verbunden waren&rdquo;, ich sage &ldquo;sind&rdquo;. Weil das hier keinesfalls eine abschlie&szlig;ende Biografie ergeben wird, nach der nichts mehr kommt. T&uuml;rchen sollte man sich immer offenhalten. Und die n&auml;chsten 25 Jahre sind ein solches T&uuml;rchen. Es stimmt: Wann immer ich irgendwo &ouml;ffentlich auftrete und mich pr&auml;sentiere &ndash; auf Kirchentagen oder Podiumsdiskussionen &ndash; betone ich, dass es mich eigentlich gar nicht geben d&uuml;rfte, dass ich am liebsten &uuml;berfl&uuml;ssig sei, dass alles getan werden m&uuml;sse, damit ich endlich, ja endlich wirklich &uuml;berfl&uuml;ssig werde. Diesmal bestimmt.<br>\nAber wie schrecklich herzlos und wie brutal verachtend ist es, so &uuml;ber sich selbst reden zu m&uuml;ssen, nur weil das der sozialen Erw&uuml;nschtheit meiner Beobachter und Kommentatoren entspricht? Mit aller Macht str&auml;ube ich mich dagegen und unterdr&uuml;cke diesen existentiellen Juckreiz. Mir macht es fast nichts mehr aus, mir selbst zu widersprechen.<br>\nJe reifer ich werde und je mehr ich f&uuml;r meine Arbeit geehrt werde, desto seltener rede ich &uuml;berhaupt noch so. Nun, nach 25 Jahren, bin ich endlich soweit und kann es aussprechen: Ich bin da und ich will gebraucht werden! 25 Jahre sind mir nicht genug! Es gibt keinen Grund aufzuh&ouml;ren. Ich will geliebt und unterst&uuml;tzt werden. Ich bin einfach zu gerne in dieser Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mein-Reich-komme-25-Jahre-Tafeln-in-Deutschland-3973388.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Ein launig geschriebener Artikel von Stefan Selke zu einem bitteren Thema. Schon seit vielen Jahren legt Prof. Selke immer wieder den Finger in diese Wunde, indem er auf die Absurdit&auml;t der Notwendigkeit der Tafeln hinweist &ndash; u.a. in seinem Buch &ldquo;Schamland &ndash; Die Armut mitten unter uns&rdquo; (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18334\">Rezension auf den NDS<\/a>). Ja, es ist f&uuml;r die bis zu 1,8 Mio. Armen, die ihre Nahrungsmittel teilweise oder vollst&auml;ndig von den deutschlandweit fast 1.000 Tafeln erhalten, sehr h&auml;ufig (&uuml;ber-)lebensnotwendig, dass es die Tafeln &uuml;berhaupt gibt. Und dennoch: Schon allein durch die Notwendigkeit ihrer Existenz zeigt sich, dass die angebliche &ldquo;Soziale Marktwirtschaft&rdquo; und der &ldquo;Sozialstaat&rdquo; nicht mehr als hohle Floskeln sind. Vom &ldquo;Uns-geht-es-gut&rdquo;- und &ldquo;Ein-Land-in-dem-wir-gut-und-gerne-leben&rdquo;-Neusprech will ich da erst gar nicht anfangen. Und mehr noch: Immer wieder werden Arme, die die viel zu niedrig bemessene Grundsicherung kritisieren, von den Sozialleistungstr&auml;gern damit abgespeist, dass sie sich &ldquo;ja etwas bei der Tafel holen k&ouml;nnen, wenn es nicht reicht&rdquo;. Vgl. dazu die Studie &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26257\">Was der Mensch braucht<\/a>&ldquo;. Dass die Politik seit vielen Jahren konsequent das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verletzt und ignoriert, ist im Kern genommen Grundlage des Gesch&auml;ftsmodells der Tafeln.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Es gibt kein richtiges Leben im falschen.&rdquo; (Minima Moralia, Theodor Adorno)\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kampf gegen Korruption: Deutschland f&auml;llt im internationalen Vergleich zur&uuml;ck<\/strong><br>\nEine aktuelle Studie von Transparency International belegt: Deutschland tut zu wenig gegen Korruption. Andere Staaten zeigen mehr Initiative und &uuml;berholen Deutschland in der Rangfolge<br>\nIn Sachen Korruptionsbek&auml;mpfung besteht in Deutschland Handlungsbedarf. Das geht aus einer aktuellen Studie zur Wahrnehmung von Korruption von Transparency International hervor. Im Vergleich zum Vorjahr verliert Deutschland im Ranking zwei Pl&auml;tze und landet auf Platz 12. Zwar ist die erreichte Punktzahl gleich geblieben, Luxemburg und Gro&szlig;britannien konnten ihr Ergebnis jedoch verbessern und sind an Deutschland vorbei gezogen.<br>\nDer Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) misst die von ExpertInnen wahrgenommene Korruption im &ouml;ffentlichen Sektor. Es geht dabei unter anderem um den Einfluss von Interessengruppen und den Zugang der Zivilgesellschaft zu Informationen &uuml;ber &ouml;ffentliche Angelegenheiten. Daf&uuml;r werden verschiedene Datenquellen unabh&auml;ngiger Institutionen ausgewertet. Die Ergebnisse werden auf einer Skala von 0 (hohes Ma&szlig; an wahrgenommener Korruption) bis 100 (keine wahrgenommene Korruption) angegeben und in einem Ranking dargestellt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2018-02-22\/kampf-gegen-korruption-deutschland-fallt-im-internationalen-vergleich-zuruck\">abgeordnetenwatch.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.transparency.de\/korruptionsindizes\/cpi-2017\/\">Transparency International<\/a>\n<p><strong>dazu: Deutschland hat ein Korruptionsproblem<\/strong><br>\nDie Bundesregierung tut laut Transparency International zu wenig gegen Korruption. Im internationalen Korruptionsindex verschlechterte sich Deutschland um zwei Pl&auml;tze. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/transparency-international-korruption-deutschland-tut-zu-wenig-dagegen-a-1194686.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.K.:<\/strong> Dass Deutschland zu wenig gegen Korruption tun w&uuml;rde, d&uuml;rfte der Regierung wohl schon vor dem aktuellen Bericht von Transparency International bekannt sein. Im Koalitionsvertrag sucht man auch vergeblich, ob die neue GroKo etwas gegen Korruption in Deutschland weiter zu unternehmen beabsichtigt bzw. &uuml;berhaupt als Thema w&uuml;rdigt. (&ldquo;Bleiminimierung in Jagdmunition&rdquo; ist wichtiger, wie Ihnen bekannt ist). Bei den Suchw&ouml;rtern &ldquo;Korruption&rdquo; &ldquo;Bek&auml;mpfung der Korruption&rdquo; wird im Koalitionsvertrag lediglich nur die Ukraine und der Westliche Balkan erw&auml;hnt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Konjunkturprogramm f&uuml;r &Auml;rzte? Was von der B&uuml;rgerversicherung &uuml;brigblieb<\/strong><br>\n190.000 Euro verdient ein niedergelassener Arzt pro Jahr im Durchschnitt in Deutschland. Geht es nach Union und SPD, k&ouml;nnten die Spitzenverdiener k&uuml;nftig noch mehr bekommen &ndash; obwohl es eigentlich um die Patienten gehen sollte. Noch im Januar hatte die SPD die B&uuml;rgerversicherung als Voraussetzung f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition gefordert. Stattdessen soll jetzt eine Kommission ausloten, ob &Auml;rzte f&uuml;r Kassenpatienten k&uuml;nftig dasselbe Honorar erhalten sollen wie f&uuml;r Privatpatienten. F&uuml;r Gesundheits&ouml;konomen nichts anderes als ein staatliches Konjunkturprogramm f&uuml;r &Auml;rzte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/buergerversicherung-102.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gesetzes&auml;nderung gefordert: Fast 20 Prozent vieler Betriebsrenten gehen verloren<\/strong><br>\nWer im Alter gut leben will, sollte sich nicht auf die staatliche Rente verlassen. Millionen Deutsche haben deshalb Betriebsrenten abgeschlossen. Meistens zahlt der Arbeitgeber dort einen Teil des Gehalts direkt ein. Die ersparte Summe bekommt man dann mit Renteneintritt ausgezahlt. Doch viele Versicherte erleben dann eine b&ouml;se &Uuml;berraschung. Denn die Krankenkassen ziehen erst einmal Versicherungsbeitr&auml;ge ab &ndash; nicht nur einmal, sondern gleich doppelt. [&hellip;]<br>\nErst 2004 beschloss die Bundesregierung, dass auf die Auszahlung sogenannter Direktversicherungen Kranken- und Pflegekassenbeitr&auml;ge f&auml;llig werden. Das gilt auch r&uuml;ckwirkend f&uuml;r bestehende Vertr&auml;ge. Die Betroffenen bezahlen als Rentner jetzt beides: den Arbeitnehmeranteil und den Arbeitgeberanteil. So gehen in Summe fast 20 Prozent des Angesparten an die Sozialkassen.<br>\nJede Woche melden sich allein bei der Verbraucherzentrale Sachsen zwei bis drei Betroffene, sagt Beraterin Andrea Heyer: &ldquo;Die Verbraucher haben nat&uuml;rlich darauf vertraut, dass nicht nachtr&auml;glich in ihre Vertr&auml;ge seitens des Gesetzgebers eingegriffen wird. Dann geschieht das auch noch so einseitig zu ihren Lasten. Wir w&uuml;rden uns w&uuml;nschen, dass diese Situation beseitigt wird. [&hellip;]<br>\nMatthias W. Birkwald w&uuml;rde das Gesetz gern &auml;ndern. Der rentenpolitische Sprecher der Linken spricht von Auspl&uuml;nderung. Statt die Betriebsrenten so hoch zu belasten, sollten alle etwas mehr in die Sozialkassen einzahlen. Birkwald sagt: &ldquo;Von den Gesundheitspolitkern wird immer behauptet, dass das alles nicht finanzierbar sei, wenn man das Problem l&ouml;ste. Das stimmt nicht. Wenn man das &auml;ndert, m&uuml;ssten die Krankenversicherungsbeitr&auml;ge um 0,18 Prozent angehoben werden. Das sind 0,09 Prozent f&uuml;r den Besch&auml;ftigten und das Gleiche f&uuml;r den Arbeitgeber. Umgerechnet bei einem Bruttolohn von 3.000 Euro sind das 2,70 Euro im Monat mehr. Das d&uuml;rfte doch die Gerechtigkeit den Menschen Wert sein.&rdquo;<br>\nIn der geplanten Gro&szlig;en Koalition sieht man das offenbar anders. Im Entwurf des Koalitionsvertrages wurde eine Gesetzes&auml;nderung noch zugesagt. In der Endfassung steht die betreffende Passage nicht mehr drin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/inland\/betriebsrenten-krankenversicherung-beitraege-100.html\">MDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jeder vierte junge Mensch hat psychische Probleme<\/strong><br>\nDer Chef der Barmer-Krankenkasse warnt: Die Zahl der Menschen wird weiter steigen, die von Depressionen, Angstst&ouml;rungen oder Panikattacken betroffen sind. Besonders die neuen Zahlen zu Studenten sind alarmierend.<br>\nJunge Menschen leiden immer &ouml;fter an psychischen Erkrankungen. Zu dem Schluss kommt eine neue Untersuchung der Barmer Ersatzkasse. Demnach leidet jeder Vierte im Alter zwischen 18 und 25 Jahren an psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angstst&ouml;rungen oder Panikattacken. &bdquo;Allein in den Jahren 2005 bis 2016 ist die Zahl der betroffenen 18- bis 25-J&auml;hrigen in Deutschland &uuml;ber alle Diagnosen hinweg um 38 Prozent von rund 1,4 Millionen auf insgesamt 1,9 Millionen gestiegen&ldquo;, sagte der Barmer-Vorstandsvorsitzende Christoph Straub. Im Jahre 2016 seien damit 25,8 Prozent aller jungen Erwachsenen von solchen Erkrankungen betroffen gewesen. Eine Depression haben die Mediziner laut dem &bdquo;Arzt-Report&ldquo; der Kasse in 557.000 F&auml;llen diagnostiziert. [&hellip;]<br>\nAuch unter Studenten, die bisher eher als &bdquo;gesunde&ldquo; Gruppe galten, seien Erkrankungen der Psyche ein gro&szlig;es Thema geworden. 477.000 Studenten litten daran, umgerechnet sei das etwa jeder sechste Studierende. &bdquo;Gerade bei den angehenden Akademikern steigen Zeit- und Leistungsdruck kontinuierlich, hinzu kommen finanzielle Sorgen und Zukunfts&auml;ngste&ldquo;, diagnostizierte der Mediziner Straub.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/depressionen-jeder-vierte-junge-mensch-hat-psychische-probleme-15462273.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &bdquo;Gerade bei den angehenden Akademikern steigen Zeit- und Leistungsdruck kontinuierlich, hinzu kommen finanzielle Sorgen und Zukunfts&auml;ngste&ldquo; &ndash; in einem &ldquo;Deutschland, in dem wir gut und gerne leben&rdquo;, in Zeiten des Fachkr&auml;ftemangels, wo jungen Menschen die Welt offensteht und Akademiker praktisch nie arbeitslos werden? Wie kann das sein? Ist es nicht im Gegenteil, und das w&auml;re meine Sicht der Dinge, um s&auml;mtliche Aspekte der Zukunft, die mangelhafte finanzielle und pers&ouml;nliche Sicherheit, die neoliberalisierten Beziehungen und der schlechte Zustand unserer Umwelt, noch einmal viel schlechter bestellt als vor 10, 20 oder 30 Jahren? Die Sorgen eines Hauptsch&uuml;lers, &uuml;berhaupt einen Arbeitsplatz zu finden, sind zu Recht gro&szlig;. Wenn aber angehende Akademiker mit der bestm&ouml;glichen Ausbildung in immer gr&ouml;&szlig;eren Zahlen Angst davor haben, den Anforderungen von Gegenwart und Zukunft nicht zu gen&uuml;gen, ist das nicht ein Alarmzeichen sondergleichen? Es wundert mich sehr, dass Merkel mit ihrer menschenfeindlichen Politik in Kombination mit realit&auml;tsverleugnenden Spr&uuml;chen tats&auml;chlich 33% der W&auml;hlerstimmen bekommt und nicht nur die 5 Prozent der Klientel von Bestverdienern, die sie vertritt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kalter Handelskrieg<\/strong><br>\nDas kann noch &Auml;rger geben. Da beschwert sich die halbe Welt seit Jahren &uuml;ber die exzessiven deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse &ndash; und das v&ouml;llig zu Recht: Schlie&szlig;lich treiben sie zahlreiche L&auml;nder von Griechenland &uuml;ber Italien bis Frankreich immer tiefer in die Verschuldung. Was aber zeigen nun die j&uuml;ngsten Zahlen, die das Statistische Bundesamt am Mittwoch ver&ouml;ffentlicht hat? Die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse haben auch im Jahr 2017 exorbitante H&ouml;hen erreicht. Frankreich etwa hat 41 Milliarden Euro mehr an deutsche Firmen gezahlt, als seine Unternehmen aus Verk&auml;ufen nach Deutschland verdienen konnten; die Agenda 2010, Lohnverzicht und Hartz IV haben die Preise deutscher Produkte effizient gedr&uuml;ckt und lassen bis heute Konzernkassen in der Bundesrepublik klingeln, Konzernkassen der ausl&auml;ndischen Konkurrenz hingegen eher darben. Ein Beitrag zur L&ouml;sung der europ&auml;ischen Schuldenkrise ist das nicht.<br>\nNun k&ouml;nnte man einwenden: Frankreich hat es l&auml;ngst aufgegeben, sich ernsthaft gegen die Berliner Exportoffensiven aufzulehnen, und versucht sich an einer Art eigener Agenda 2010 &ndash; so what? Nun, Paris mag resigniert haben, Washington hat es nicht. Das US-Handelsdefizit gegen&uuml;ber Deutschland, das im Jahr 2000 noch bei weniger als 15 Milliarden Euro lag, hat 2017 mit rund 50,5 Milliarden Euro einen seiner h&ouml;chsten Werte erzielt. US-Pr&auml;sident Donald Trump hat oft genug angek&uuml;ndigt, auf die deutsche Exportoffensive, die schon die Obama-Administration immer wieder kritisiert hatte, zu reagieren &ndash; mit Strafz&ouml;llen zum Beispiel. In der klaren Erkenntnis, dass die neuen Zahlen &Auml;rger geben, haben deutsche Medien schon vorab gemeldet, die EU bereite Gegenma&szlig;nahmen auf etwaige US-Restriktionen vor, n&auml;mlich eigene Strafz&ouml;lle zum Beispiel auf Harley Davidsons oder auf US-Whisky. Man wird sehen, ob und wann Trump den Fehdehandschuh aufgreift.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/327817.kalter-handelskrieg.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben sich mehrfach gegen die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse gewandt &ndash; u.a. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38436\">Das Beispiel &bdquo;Export&uuml;bersch&uuml;sse&ldquo; zeigt: Merkel betreibt eine Politik gegen die eigene Bev&ouml;lkerung<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21009\">Die Debatte um die Export&uuml;bersch&uuml;sse ist ein einziger Beleg f&uuml;r den Niedergang der &ouml;konomischen Wissenschaft und der Qualit&auml;t politischer Entscheidungen<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>dazu: Unsere Exporte sind nicht unfair<\/strong><br>\nDeutschland handelt mit China mehr als mit jedem anderen Land. Ein Blick hinter die neuen Zahlen enth&auml;lt auch eine wichtige Botschaft an Washington. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich sind diese Kennzahlen zumindest nach Ansicht der Fachleute kein echtes Problem. Weder das deutsche Handelsdefizit gegen&uuml;ber China noch der abermals und nun auf ungef&auml;hr 50 Milliarden Dollar gestiegene &Uuml;berschuss gegen&uuml;ber den Vereinigten Staaten. Das spiegelt jeweils im Grunde einfach nur die Kaufw&uuml;nsche von Amerikanern, Deutschen und Chinesen, die eben so sind wie sie sind &ndash; und mit Blick auf erf&uuml;llte W&uuml;nsche sind &uuml;brigens auch weder Exporte besser als Importe noch umgekehrt.<br>\nEine andere Frage ist, wie lange ein Land ein Handelsbilanzdefizit aufweisen kann. Das muss auf Dauer ja irgendwie finanziert werden &ndash; mit Kapital aus dem Ausland eben. Das kann auch tats&auml;chlich zu Problemen f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/nein-unsere-exporte-sind-nicht-unfair-15460697.html%20\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Handelsbilanzdefizit kann also auf Dauer ein Problem werden. Muss dann auf der anderen Seite der Gleichung (Plus und Minus, im Saldo 0, vielleicht erinnert sich der Redakteur) nicht zwingend ein Handelsbilanz&uuml;berschuss sein, der genauso *zwingend* ein Problem sein *muss*? Wie k&ouml;nnen anderenfalls gleichzeitig ein dauerhaftes US-Handelsdefizit schlecht, aber ein deutscher Handelsbilanz&uuml;berschuss gut sein???<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kampf um das Nord-Stream-2-Projekt<\/strong><br>\nDeutschland hat bei der Etablierung des aktuellen ukrainischen Regimes an eine alte deutsch-ukrainische Kooperation angekn&uuml;pft. Wenn nun die 7 deutschen Politiker f&uuml;r ihre Argumente gegen das Projekt Nord Stream 2 auch auf die Interessen dieser Ukraine rekurrieren, legen sie eine Geschichtsvergessenheit an den Tag, die seit den Maidan-Ereignissen in Deutschland zu beobachten ist.<br>\nVon Gr&uuml;nen wie Rebecca Harms bis zum damaligen Au&szlig;enminister Westerwelle gab es wenig Skrupel, mit den alten rechten Bundesgenossen, die am Maidan mit Fahnen und Parolen aufgefahren waren, zu kooperieren. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich in dem Gastbeitrag ein B&uuml;ndnis von Politikern der Union, der FDP und der Gr&uuml;nen zusammengefunden hat. Das macht nur deutlich, dass eine gemeinsame Regierung dieser Parteien nicht an au&szlig;enpolitischen Fragen geplatzt ist. Vielmehr zeigt das gemeinsame Statement, dass ein solches B&uuml;ndnis durchaus noch eine Zukunft hat.<br>\nEs geht um unterschiedliche geo- und wirtschaftspolitische Interessen. Die Rhetorik um den Zusammenhalt Europas ist da nur eine ideologische Nebelkerze. Da wird die Krimaktion Russlands bem&uuml;ht, blo&szlig; um nicht von Geopolitik und &Ouml;konomie reden zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kampf-um-das-Nord-Stream-2-Projekt-3976329.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Macrons Kampfansage an Br&uuml;ssel<\/strong><br>\n&ldquo;Emmanuel Macron fordert Neugr&uuml;ndung der EU&rdquo; lauteten im Herbst die Schlagzeilen nach Macrons Europa-Rede in der Pariser Sorbonne. Die Aufregung war gro&szlig; &ndash; und kam versp&auml;tet. Diese &ldquo;Neugr&uuml;ndung&rdquo; hatte schon der Wahlk&auml;mpfer Macron gefordert.<br>\n&ldquo;Die &Uuml;berzeugung, meine Freunde, die ich mit Euch teilen m&ouml;chte, ist diese: Wir sind die wahren Patrioten, hier in diesem Saal! Denn wir lieben kein abgeschottetes Frankreich, sondern ein starkes Frankreich, eines der Hoffnung &ndash; in Europa!&rdquo;<br>\nImmer wieder benutzte Macron &ndash; wie hier in einer Wahlkampfrede am 6. April 2017 in Marseille &ndash; Begriffe wie den der &ldquo;Nation&rdquo; oder des &ldquo;Patriotismus&rdquo;, einzig um daraus im Verlauf der Rede ein Loblied auf Europa anzustimmen.<br>\nIm Zentrum der Macron&rsquo;schen EU-Kritik stand neben der Schw&auml;che ihrer Institutionen immer auch die mangelnde demokratische Legitimit&auml;t. Das europ&auml;ische Projekt m&uuml;sse &ldquo;f&uuml;r die Menschen und mit den Menschen&rdquo; neu begr&uuml;ndet werden, sagte er immer wieder &ndash; ohne konkreter zu werden. Dass er am liebsten das gesamte Parteiensystem des Europ&auml;ischen Parlamentes aus den Angeln heben m&ouml;chte, sagte er &ouml;ffentlich bisher nicht. Nur im Rahmen eines Treffens mit Journalisten ging er vor kurzem darauf ein, abseits von Mikrofonen und Kameras.<br>\nEnde Mai 2019 wird ein neues Europaparlament gew&auml;hlt. Sp&auml;testens dann wird Macrons Bewegung auch dort vertreten sein. Die Vorbereitungen laufen bei &ldquo;en Marche&rdquo; l&auml;ngst. Im Internet und den sozialen Netzwerken ist alles vorbereitet f&uuml;r den Auftritt von &ldquo;Europe en Marche.&rdquo; Die Suche nach Verb&uuml;ndeten l&auml;uft in vielen EU-Mitgliedsstaaten. Denn um eine eigene Fraktion im Europaparlament zu gr&uuml;nden, braucht Macron mindestens 25 Abgeordnete aus sieben europ&auml;ischen L&auml;ndern. Matteo Renzi, der italienische Sozialdemokrat, k&ouml;nnte, so hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel, mit einer Pro-Macron-Liste in Italien bei den Europawahlen antreten, wenn er bei den nationalen Wahlen im kommenden Monat scheitert. In Polen, Ungarn und anderen osteurop&auml;ischen L&auml;ndern sammelt Macron liberale Pro-Europ&auml;er, die unter seinem Banner antreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zukunft-der-eu-macrons-kampfansage-an-bruessel.724.de.html?dram:article_id=411462%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die wiederkehrenden &Auml;u&szlig;erungen Macrons sind unertr&auml;glich. Wenn nur einmal erkl&auml;rt werden w&uuml;rde, was denn dieses &ldquo;neue Europa&rdquo; sein soll? Welche Vorteile hat &ldquo;Europa&rdquo; seinen B&uuml;rgern bisher gebracht? Haben sich die Lebensbedingungen f&uuml;r die Mehrheit der B&uuml;rger der EU in den letzten zehn Jahren wesentlich verbessert? Wohl eher nicht. Die Vision Macrons f&uuml;r Frankreich ist die einer franz&ouml;sischen Agenda 2010 mit einer Politik gegen die Interessen der Mehrheit der B&uuml;rger f&uuml;r die verst&auml;rkte Privilegierung der Reichen und Superreichen. Antizipiert man das, dann ist Macrons Vision eines &ldquo;neuen Europas&rdquo;, die eines durch und durch neoliberalen Europas.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neue Regeln in Levante<\/strong><br>\nMoskau fordert Netanjahu nach Drohnenabschuss auf, die Souver&auml;nit&auml;t Syriens zu respektieren [&hellip;]<br>\nDoch die j&uuml;ngste Aggression gegen Syrien vom 10. Februar hat die Regeln f&uuml;r Israel in der Levante, also der &ouml;stlichen Mittelmeerk&uuml;ste und ihrem Hinterland, ge&auml;ndert. Diese hatte mit dem Abschuss einer Drohne durch die israelische Luftwaffe im n&ouml;rdlichen Jordantal begonnen und wurde durch ein knappes Telefongespr&auml;ch zwischen Netanjahu und dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin am gleichen Tag beendet. Putin forderte den israelischen Premier auf, die syrische Souver&auml;nit&auml;t zu respektieren, und machte klar, dass der Iran strategischer Verb&uuml;ndeter Russlands sei. Ein Angriff auf diesen Verb&uuml;ndeten in Syrien werde von Moskau nicht geduldet. [&hellip;]<br>\nDer Vorsitzende der libanesischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, lenkte am vergangenen Freitag die Aufmerksamkeit auf einen weiteren Aspekt. Bei einer Gedenkveranstaltung in S&uuml;den Beiruts sagte er, im Nahen Osten habe &raquo;ein Krieg um &Ouml;l und Gas&laquo; begonnen. Israel plane, die gesamten Golanh&ouml;hen zu &uuml;bernehmen, weil dort gro&szlig;e Mengen &Ouml;l vermutet w&uuml;rden. Zudem mache Israel dem Libanon einen Teil seine Gasressourcen im &ouml;stlichen Mittelmeer streitig. Dabei verwies er auf zwei als &raquo;Block 8 und 9&laquo; markierte Gasfelder im Mittelmeer, die an der maritimen Grenzverl&auml;ngerung der &raquo;Blauen Waffenstillstandslinie&laquo; (1978) im &ouml;stlichen Mittelmeer liegen. Nach Ansicht von Beirut geh&ouml;rt das Gebiet zum Libanon. Israel hat die Grenzverl&auml;ngerung zu seinen Gunsten gezogen und beansprucht ebenfalls den Zugriff auf die Ressourcen. Der &Ouml;l- und Gasreichtum im S&uuml;den des Libanon geh&ouml;re dem ganzen Land und werde in den Staatshaushalt flie&szlig;en, betonte Nasrallah. &raquo;Diese &Ouml;l- und Gasreserven sind m&ouml;glicherweise die einzige Hoffnung, die wirtschaftliche Situation zu entspannen.&laquo; Auch der Krieg gegen Syrien habe mit den &Ouml;l- und Gasreserven zu tun, so Nasrallah. Obwohl der &raquo;Islamische Staat&laquo; weitgehend geschlagen sei, wollten die US-Amerikaner aus dem Osten Syriens nicht abziehen, &raquo;weil die wichtigsten &Ouml;l- und Gasfelder dort liegen&laquo;. Die USA betrachten auch den Irak als ein &Ouml;lfeld und selbst der Konflikt zwischen den Golfstaaten habe damit zu tun, dass &raquo;einige Staaten die Gasreserven von Katar kontrollieren&laquo; wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/327667.neue-regeln-in-levante.html\">Karin Leukefeld auf junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>K&auml;mpfe im Jemen: Milliarden-R&uuml;stungsexporte an Kriegsparteien<\/strong><br>\nDer Krieg im Jemen hat eine humanit&auml;re Katastrophe ausgel&ouml;st. Unterst&uuml;tzt wurde die Milit&auml;rintervention Saudi-Arabiens dabei von R&uuml;stungslieferungen in H&ouml;he von 1,3 Milliarden Euro aus Deutschland.<br>\nDie Bundesregierung hat im vergangenen Jahr R&uuml;stungsexporte f&uuml;r rund 1,3 Milliarden Euro an die am Jemen-Krieg beteiligten L&auml;nder genehmigt. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage des Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/ruestungsexporte-159.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der freie Fall der Ukraine<\/strong><br>\nVier Jahre nach den K&auml;mpfen auf dem Maidan ist den Menschen in Kiew nichts geblieben au&szlig;er Entt&auml;uschung und Zweifel. Eine Stadt zwischen Armut und Arbeitslosigkeit, Korruption und Krieg.<br>\nAber gegen&uuml;ber dem Hilton-Hotel steht ein M&uuml;tterchen und bietet riesige Frauenunterhosen feil. Die ukrainische Durchschnittsrente liegt unter 75 Euro pro Monat. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte vergangenes Jahr offiziell um zwei Prozentpunkte nach oben. Allerdings sagt der deutsche Wirtschaftsanwalt Wolfram Rehbock, der seit &uuml;ber 15 Jahren in Kiew arbeitet, gemessen in US-Dollar sei das Wirtschaftsvolumen gegen&uuml;ber 2013, der Zeit vor dem Maidan, um 50 Prozent geschrumpft. &bdquo;Eine Vielzahl meiner Auftr&auml;ge in der letzten Zeit waren R&uuml;ckabwicklungen.&ldquo;<br>\nSelbst das erfolgreiche Kiew ist arm. Der Computerdesigner Michailo Gafin teilt sich mit seiner Freundin eine m&ouml;blierte Einraumwohnung in einem Backsteinwohnblock, f&uuml;r umgerechnet knapp 200 Euro, das Treppenhaus riecht, als hausten hier seit Generationen Katzen. Der Block seines Computers steht auf billigem Linoleumfu&szlig;boden, neben einem sowjetisch aussehenden Altschrank. Michailo zeigt stolz die Webseiten, die er f&uuml;r Kiewer Sch&ouml;nheitssalons, russische Baufirmen und ukrainische Internetl&auml;den entworfen hat. 500 bis 5000 Dollar verdiene er im Monat, diesen Januar aber gerade 370 Dollar. &bdquo;Die meisten Ukrainer haben gerade Geld f&uuml;r Brot, Butter und Wurst. F&uuml;r meine Arbeit fehlt eigentlich die Zielgruppe.&ldquo;<br>\nAuch Michailo riskierte 2014 auf dem Maidan Kopf und Kragen, aber heute, sagt er, w&uuml;rde er nicht mehr hingehen. &bdquo;Was haben wir ge&auml;ndert? Einen Dreck.&ldquo; Poroschenko sei nicht zu trauen, seinen Gegenspielern auch nicht. Jetzt klickt Michailo nicht mehr von Firmenlogo zu Firmenlogo. Er klickt von Fotos, die die Revolutionsheldin Nadeschda Sawschtschenko in verd&auml;chtiger N&auml;he zu Einsatzpolizisten zeigen, zu Fotos mit mutma&szlig;lichen Einschussl&ouml;chern auf den B&auml;umen am Maidan. Die darauf hindeuten, dass die Aufst&auml;ndischen aus dem Hotel Ukraina beschossen wurden, welches die Aufst&auml;ndischen selbst kontrollierten. Die Fotos riechen nach Verrat, findet Michailo. &bdquo;Ich glaube niemandem mehr.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/ukraine-der-freie-fall-der-ukraine-a-1453206,2?GEPC=s2\">FR Online<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Die Illusionen in der Ukraine waren erheblich&rdquo;<\/strong><br>\nManfred Sch&uuml;nemann, langj&auml;hriger DDR-Diplomat in Moskau und Kiew, spricht im Interview mit Telepolis &uuml;ber die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Ukraine seit dem Umsturz vor vier Jahren<br>\nVon 1969 bis 1990 arbeitete Sch&uuml;nemann im diplomatischen Dienst der DDR, unter anderem als Botschaftsrat an den Botschaften in Belgrad und Moskau sowie in den 1970er Jahren im Generalkonsulat in Kiew. Nach 1990 war er bis 2005 beim Verband f&uuml;r Internationale Politik und V&ouml;lkerrecht sowie im Informationszentrum f&uuml;r transatlantische Sicherheit t&auml;tig. Sch&uuml;nemann, der in Berlin lebt, ver&ouml;ffentlichte zahlreiche Publikationen zur Entwicklung in der Ukraine, zu Russland und der GUS, zuletzt erschien 2017 sein Buch &uuml;ber Ursachen und Folgen der Konflikte in der Ukraine seit 1991. (&ldquo;Zerbricht die Ukraine?&rdquo;)<br>\nVier Jahre nach dem Maidan sieht er das Land in der tiefsten Krise seit der Unabh&auml;ngigkeit. Die Wirtschaftsleistung liegt ein Drittel unter dem Niveau der Sowjetzeit, Oligarchen und Korruption haben die Ukraine weiter fest in der Hand und die sozial&ouml;konomische Lage der Bev&ouml;lkerung ist katastrophal. Mitschuld daran sind auch die sozialen Einschnitte, die der Westen zur erwartbaren Vorbedingung f&uuml;r Kredite machte. &ldquo;Die Illusionen durch den Maidan waren in der ukrainischen Bev&ouml;lkerung erheblich&rdquo;, sagt Sch&uuml;nemann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Illusionen-in-der-Ukraine-waren-erheblich-3973157.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lettland zieht Russen-Vorwurf zur&uuml;ck<\/strong><br>\nIm Korruptionsfall hat Riga keine Beweise f&uuml;r eine Einmischung der Russen. Die EZB sieht sich derweil wachsenden Fragen ausgesetzt, warum sie Geldw&auml;sche nicht gesehen hat.<br>\nIn der Korruptionsaff&auml;re um den lettischen Notenbankchef hat die Regierung des baltischen Staates einger&auml;umt, dass sie keine Belege f&uuml;r eine russische Einflussnahme habe. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium von einer weitreichenden Desinformationskampagne aus dem Ausland gesprochen, die &bdquo;identisch&ldquo; sei mit Einmischungen in Wahlk&auml;mpfe in Amerika, Frankreich oder Deutschland. Die Aussage bezog sich offenkundig auf Russland.<br>\nNun teilte Ministerpr&auml;sident Maris Kucinskis mit, es seien &bdquo;professionelle und gut gemachte Bots&ldquo; in sozialen Netzwerken an den Vorg&auml;ngen beteiligt gewesen. Zur Spekulation &uuml;ber eine Einmischung Russlands in die Korruptionsaff&auml;re sagte er: &bdquo;Ich glaube nicht, dass wir irgendwelche Beweise haben, dass unser Nachbar beteiligt ist.&ldquo;<br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank will sich derweil noch immer nicht zu dem Fall des wegen der Korruptionsvorw&uuml;rfe suspendierten Notenbankchefs Ilmars Rimsevics &auml;u&szlig;ern, der auch Mitglied des EZB-Rates ist. Rimsevics hat nicht an der Ratssitzung am Mittwoch in Frankfurt teilgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/lettland-zieht-russen-vorwurf-zurueck-15462725.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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