{"id":42568,"date":"2018-02-24T11:30:50","date_gmt":"2018-02-24T10:30:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42568"},"modified":"2018-02-25T09:08:32","modified_gmt":"2018-02-25T08:08:32","slug":"leserbriefe-zu-den-themen-groko-kevin-kuehnert-und-nulltarif-im-nahverkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42568","title":{"rendered":"Leserbriefe zu den Themen GroKo, Kevin K\u00fchnert und Nulltarif im Nahverkehr"},"content":{"rendered":"<p>Auch in letzter Zeit erreichte uns eine gro&szlig;e Anzahl von Zuschriften, die weitere Aspekte obiger Themen ausleuchten und unsere Artikel zustimmend bis kritisch kommentieren.  Wie immer geben die Leserbriefe die Meinung des jeweiligen Lesers, die nicht alle bei den Nachdenkseiten unbedingt teilen, wieder. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Leserbriefe zur GroKo:<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>zur Zeit entdecke ich gerade das ber&uuml;hmte Werk von Victor Klemperer: LTI, die Lingua Tertii Imperii; Sie kennen es vermutlich schon lange.<\/p><p>Darf ich kurz eine Stelle zitieren, passend zum Dauerthema Manipulation:<\/p><p>&ldquo;ich wei&szlig; auch, &hellip; dass mir all mein Wissen um das Belogenwerden, dass mir all meine kritische Aufmerksamkeit im gegebenen Augenblick gar nicht hilft: irgendwann &uuml;berw&auml;ltigt mich die gedruckte L&uuml;ge, wenn sie von allen Seiten auf mich eindringt, wenn ihr rings um mich her nur von wenigen, von immer wenigern und schlie&szlig;lich von keinem mehr Zweifel entgegengebracht werden.&rdquo;<\/p><p>Ein paar Zeilen weiter: &ldquo;Aber ganz ebenso gewiss: die als Prahlen und L&uuml;ge erkannte Propaganda wirkt dennoch, wenn man nur die Stirn hat, sie unbeirrt fortzusetzen; &hellip;&rdquo;  (aus: Victor Klemperer, LTI, Notizbuch eines Philologen, neu erschienen bei Reclam, Stuttgart, 2018, Seiten 250 und 251).<\/p><p>Das Buch ist spannend und aktuell, obwohl um 1946 herum verfasst; unglaublich.<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e aus Dachau<br>\nEmmo Frey<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrte Herren,<\/p><p>die Regierungsbildung nach der Wahl ist schon eine Gruselshow.&nbsp;<\/p><p>Sicher ist sie in der Verantwortung, eine Regierung zu bilden. Aber so zu tun, als ob sie das einzige Problem w&auml;re, greift viel zu kurz. Oder einfach gesagt, Merkel muss weg &mdash; und dann?<\/p><p>Neuwahlen werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine stabile Mehrheit f&uuml;r irgend jemanden bringen. Es wird wieder um ungeliebte Koalitionen gehen, wenn auch mit neuen Gesichern und alten Problemen.<\/p><p>Aus SPD-Sicht mag ja Merkel das Problem sein, aus W&auml;hlersicht habe ich f&uuml;r Merkel nicht viel &uuml;brig, aber wie sich die SPD selbst zerlegt, ist bei der CDU\/CSU undenkbar und der Machtwille der Union verhindert eine derartige Selbstzerfleischung und genau die Untersch&auml;tzung des Machtwillens der Union und ihrer F&auml;higkeit daf&uuml;r auch Merkel zu akzeptieren, hat Merkel ja gerade ins Bundeskanzleramt gebracht.&nbsp;<\/p><p>Die SPD ist dagegen einfach unertr&auml;glich. Sie hat bisher noch jede ihrer F&uuml;hrungskr&auml;fte komplett desavouiert. Warum sollte der W&auml;hler einer solchen Chaos-Truppe, die seit Jahren beweist, nichts f&uuml;r den Durchschnittsb&uuml;rger zu tun, w&auml;hlen? Da lob ich mir doch Merkel, die zumindest nichts sagt und damit schon gewonnen hat.<\/p><p>Schulz wird sich fr&uuml;her oder sp&auml;ter wieder ins heimelige Br&uuml;ssel verziehen und Heine rezitieren.<\/p><p>Wann begreift die SPD, dass sie ihr gr&ouml;&szlig;ter Feind ist? Eine linke Sammlungsbewegung k&ouml;nnte dieser Chaos-Truppe erfolgreich Konkurrenz machen, sie wird aber nicht kommen, weil diese Idee ja von den Schmuddelkindern deutscher Politik kommt.&nbsp;<\/p><p>Trotzdem, Neuwahlen bringen nichts, was es braucht, sind neue Konzepte. Die sind aber weltweit nicht wirklich zu sehen, auch wenn echte linke Ideen wieder mehr Zuspruch haben.&nbsp;<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e und macht weiter so mit den Nachdenkseiten.<br>\nS. Bernstein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Lieber Herr M&uuml;ller<\/p><p>ich lese t&auml;glich die NDS und danke Ihnen und Ihren Kollegen ganz herzlich f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Arbeit.<\/p><p>Bzgl. Ihrer diversen Beitr&auml;ge und Aufrufe zur SPD fehlt mir jedoch der konsequente letzte Schritt der Analyse. Dass dieser Ihnen schwerf&auml;llt, ist mir durchaus bewusst, da ich doch sehe, mit wieviel Herzblut Sie f&uuml;r Ihre Partei k&auml;mpfen und das Beste wollen.<\/p><p>Sie kritisieren die verw&auml;sserten oder sogar entleerten Ziele der SPD, die F&uuml;hrungsmannschaft, sowohl die etablierte als auch die sichtbare nachwachsende, die verloren gegangene Kultur und die verkommenen innerparteilichen Verfahren. Daneben nat&uuml;rlich auch die unzureichenden Resultate der GroKo Vorvereinbarungen.<\/p><p>Schauen wir nun aber auf die m.E. wichtigsten Folgerungen aus dieser &ndash; aus meiner Sicht treffenden &ndash; Kritik:<\/p><ol>\n<li>Was die Partei betrifft\n<p>M.E. ist die SPD matt: Ich sehe keine M&ouml;glichkeit, die von Ihnen gew&uuml;nschte Erneuerung innerhalb von 10 &ndash; 15 Jahren zu erreichen, weder mit noch ohne Annahme der Koalitionsvereinbarung, weil in jedem Fall eine Spaltung und ein weiterer Zerfall droht und weil f&uuml;r mich keine vision&auml;ren F&uuml;hrungspersonen sichtbar sind.<\/p><\/li>\n<li>Was das Land betrifft\n<p>Hier hier bin ich mir nicht sicher, ob eine Regierung entlang der Koalitionsvereinbarungen nicht noch das kleinere &Uuml;bel darstellt gegen&uuml;ber jeder Konstellation, die ich mir nach einer Neuwahl vorstellen k&ouml;nnte<\/p><\/li>\n<\/ol><p>Konklusion: M.E. sollten Sie Ihre wertvolle Energie nicht l&auml;nger auf das Unm&ouml;gliche verwenden, Punkt 1) oben noch abzuwenden, sondern stattdessen darauf richten, Szenarien zu entwerfen, wie eine Politlandschaft aussehen k&ouml;nnte, in der sich eine neue anti-neoliberale, soziale Bewegung herausbildet, die die fr&uuml;here Rolle der SPD und teilweise der LINKEN einnehmen k&ouml;nnte. Ich sehe die Konturen noch nicht. Ich sehe aber die heutigen Parteien nicht als geeignete Basis, derartiges zu erreichen.<\/p><p>Mit freundlichem Gruss<br>\nR S<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Liebe Freunde und Mitleser,<\/p><p>ich teile die meisten Meinungen hier. Es ist ersch&uuml;tternd, aber auch wiederum ins Bild unserer desolaten SPD passend, &uuml;ber welchen Kenntnisstand unser Parteivorstand in Bezug auf die Parteisatzung verf&uuml;gt (besser: NICHT verf&uuml;gt).<\/p><p>Von meiner Seite ein glasklares NEIN zu Andrea Nahles als Parteivorsitzende. Kommissarisch geht GAR NICHT! Das ist Sache eines der Stellvertreter! Auf Dauer w&auml;hlen w&uuml;rde ich sie auch nicht &ndash; weder als Delegierter, noch als Mitglied in einer (per Satzungs&auml;nderung w&uuml;nschenswerten!) Urwahl.&nbsp;<\/p><p>Andrea Nahles hat m.W. nie in der sozialdemokratischen Tradition unserer (bisherigen) Hauptklientel kennengelernt. Sie ist jung in die Partei eingetreten mit dem vorrangigen Willen einer Parteikarriere. Das allein muss zwar per se nicht gleich ein Ausschlusskriterium sein, aber aus meiner Sicht geh&ouml;rt an die Parteispitze jemand, der die Arbeitswelt au&szlig;erhalb der Partei kennt und dort Verantwortung getragen hat &ndash; und keiner dieser jung &ndash; aufstrebenden Partei-Netzwerker&hellip;. Entgegen anderslautenden Meinungen war sie auch keine &uuml;berdurchschnittlich herausragende Arbeitsministerin. Ein Blick in den neuen (und alten) Koalitionsvertrag gen&uuml;gt. Das Zur&uuml;ckdr&auml;ngen prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse, der &uuml;berschwappenden Leiharbeit und der sachgrundlosen Befristungen h&auml;tte sie 4 Jahre lang machen k&ouml;nnen &ndash; hat sie aber nicht. Zumindest nicht erkennbar. Und eine Fastnachtsn&auml;rrin zur Unzeit (nur deshalb!) braucht die SPD auch nicht an ihrer Spitze.<\/p><p>Jetzt aber zum entscheidenden Punkt: Andrea Nahles ist in Meinungsumfragen alles andere als eine Sympathietr&auml;gerin!!! Nach aktuellen, repr&auml;sentativen Umfragewerten halten sie mehr als 3\/4 der Befragten f&uuml;r ungeeignet als Parteivorsitzende der SPD. Man muss zwar nicht ALLES an Meinungsumfragen orientieren, sind diese doch Momentaufnahmen, aber 77% Ablehnung ist doch ein ziemlich eindeutiges Signal! Wie sympathisch jemand beim W&auml;hler ankommt ist eben im Blick auf die n&auml;chste BTW letztlich entscheidend.<\/p><p>Dipl.-Ing. Frank Distel<br>\nSPD-Stadtrat Ostfildern.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbriefe zu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42421#more-42421\">Es bleibt uns nichts erspart: Juso-Vorsitzender K&uuml;hnert als Kriegsbef&uuml;rworter<\/a><\/strong><\/p><p>danke, dass sie das aufgegriffen haben. es gibt sicherlich viele, die diese &auml;u&szlig;erung von K&uuml;hnert nicht geh&ouml;rt oder gelesen haben. diese einstellung k&ouml;nnte f&uuml;r junge leute eine gefahr sein, denn sie haben nicht &ndash; wie ich (jahrgang 1931) &ndash; &nbsp;den II. weltkrieg erlebt und bei dem augenblicklichen trend der kriegstreiberei gegen russland, &nbsp;aufr&uuml;stung, Nato eins&auml;tze und &nbsp;einmischung in syrien, irak, &nbsp;etc. &nbsp;verbunden mit der verharmlosung in der werbung der bundeswehr k&ouml;nnte hier ein falsches bild entstehen.<\/p><p>nicht jeder jugendliche setzt sich mit der geschichte und kriegsfolgen gr&uuml;ndlich genug auseinander. hier h&auml;tten gerade die jusos eine wichtige aufkl&auml;rende rolle in der friedenspolitk.&nbsp;<\/p><p>mit freundlichen gr&uuml;&szlig;en hannelore zuschlag<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42421\">Es bleibt uns nichts erspart: Juso-Vorsitzender K&uuml;hnert als Kriegsbef&uuml;rworter<\/a><\/p><p>Werte Damen und Herren,<br>\nGuten Tag<\/p><p>Mir ist es v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, wieso Sie auf diese Schlagzeile kommen.&nbsp;<br>\nDas ist schlechter Stil!<\/p><p>Ich erwarte eine begr&uuml;ndet fundierte Stellungnahme.<br>\nAMWeiser<\/p><p>A.aria Weiser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>bei aller Wertsch&auml;tzung Ihrer engagierten Arbeit zur politischen Aufkl&auml;rung &ndash; ich finde, in dem o. g. Beitrag urteilen Sie &uuml;ber Kevin K&uuml;hnert etwas zu einseitig und zugespitzt.<\/p><p>Auch ich kann K&uuml;hnerts Statement zu einer aus seiner Sicht akzeptablen Milit&auml;raktion gegen den Iran nicht bef&uuml;rworten! Aber die Kritik an ihm jetzt allein an dieser &Auml;u&szlig;erung so zuzuspitzen, halte ich f&uuml;r etwas &uuml;berzogen.<\/p><p>Ich meine, K&uuml;hnert war damals 23 Jahre alt und auch die politische Situation war damals eine andere (es gab noch kein g&uuml;ltiges Atomabkommen von Wien mit dem Iran). Wenn i c h mich zur&uuml;ck erinnere, so vertrete ich heute mit 65 Jahren auch nicht mehr jede Position, f&uuml;r die ich im Alter von 23 Jahren noch eingetreten bin.<\/p><p>Ich f&auml;nde es besser und fairer, die Nachdenkseiten w&uuml;rden K&uuml;hnert zu einem &auml;hnlichen Interview einladen, wie Sie es z. B. mit Sahra Wagenknecht gef&uuml;hrt haben und wenn Sie ihm dort die Chance g&auml;ben, seine aktuellen Ansichten und Vorstellungen, insbesondere auch zur Erneuerung der SPD darzulegen.<\/p><p>Wie soll denn die Basis f&uuml;r eine linke Sammelbewegung geschaffen und ein gesellschaftlicher Diskurs hierf&uuml;r angesto&szlig;en werden, wenn Leute wie K&uuml;hnert so letztendlich schon vorab ausgegrenzt werden?<\/p><p>Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nA M<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>anbei einen Hinweis zu Ihrem Artikel<br>\n&ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42421\">Es bleibt uns nichts erspart: Juso-Vorsitzender K&uuml;hnert als Kriegsbef&uuml;rworter<\/a>&rdquo; vom 14.02.2018<\/p><p>das Zitat:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Sollte eine Isolierung des iranischen Regimes keinen Erfolg haben und keine diplomatischen Mittel mehr zur Verfu&#776;gung stehen, um die atomare Bewaffnung des Iran zu verhindern, dann bedeutet Solidarita&#776;t mit Israel auch ggf. die Unterstu&#776;tzung einer gezielten Milita&#776;raktion gegen das iranische Atomwaffenprogramm.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>stammt aus der Resolution &bdquo;Damals wie heute: Solidarit&auml;t mit Israel!&ldquo;, die auf Antrag der Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf auf der <a href=\"http:\/\/www.jusosberlin.de\/2012\/06\/27\/beschlussbuch-der-1-ordentlichen-landesdelegiertenkonferenz-2012\/\">Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Berlin am 24. und 25. M&auml;rz 2012<\/a> verabschiedet wurde, also nicht von 2013.<\/p><p>Betr. Resolution <a href=\"http:\/\/www.jusosberlin.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Beschlussbuch_LDK_1_2012.pdf\">auf Seite 22 des Beschlussbuchs<\/a>.<\/p><p>Auf der gleichen Landesdelegiertenkonferenz am 24. und 25. M&auml;rz 2012 wurde Kevin K&uuml;hnert <a href=\"http:\/\/www.spd-pankow.de\/meldungen\/erfolgreich-von-vorne-bis-hinten-bericht-von-der-landesdelegiertenkonferenz-der-jusos-berlin-am-24-und-25-maerz-2012\/\">zum Landesvorsitzenden gew&auml;hlt<\/a>.<\/p><p>Ich habe diese Email nur verfasst, weil kein einziger <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pg\/NachDenkSeiten\/posts\/?ref=page_internal\">der 295 Kommentare auf Facebook<\/a> darauf hinwies.<\/p><p>Nat&uuml;rlich hat die falsche Datierung keinen Einfu&szlig; auf die Bewertung der politischen Einstellung der Berliner Jusos und ihres damaligen Landesvorsitzenden Kevin K&uuml;hnert.<\/p><p>Man kann sie ja in einem Zuge mit Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit als &bdquo;Bellizisten&ldquo; bezeicnen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRobert Prokosch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42426#h04\">Leserbriefe zu Stickoxide: Kommt der Null-Tarif im Nahverkehr?<\/a><\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>die Frage, &ldquo;Wer soll das bezahlen?&rdquo; ist doch ganz schnell und einfach beantwortet: <\/p><p>Im Wesentlichen die Automobilindustrie. Allen voran die Eigner dieser Unternehmen und deren Manager. Bei denen bin ich daf&uuml;r einem Herrn Zetsche gleich doppelt so viel abzunehmen, damit er wieder Demut lewrnt. Den Karren haben all diese Damen und Herren nicht nur in den Dreck gezogen, sondern auch noch beladen, damit er tiefer einsinkt. Und nun jammert ein Herr Zetsche, dass er daf&uuml;r zu wenig Boni bekommt? Wie weit sind wir in Sachen Solidarit&auml;t, mit jenen die sie brauchen, Anstand und Denkverm&ouml;gen eigentlich gesunken, dass wir uns so etwas gefallen lassen? &ndash; Angst ist selten der optimale Ratgeber. Zumindest nicht, so lange kein S&auml;belzahntiger in der N&auml;he ist, bzw. Gesundheit an Leib, Seele und Leben tats&auml;chlich in Gefahr sind. <\/p><p>Und wenn das nicht machbar ist (Wieso sollte das nicht machbar sein? Es braucht nur den entsprechenden Willen.), bin ich beim Autor. <\/p><p>Neben der Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer und einer den Namen nach auch faktischen Erbschaftssteuer f&uuml;r Einkommen oberhalb von einer Millionen Euro, bin ich absolut f&uuml;r eine Gleichbesteuerung von Spekulationsgewinnen, Zinsen, Dividenden, Mieten und anderen Ertr&auml;gen in Bezug zur Lohn- und Einkommenssteuer. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAxel Wartburg<br>\nLeybkneter Brahmaswarup <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Hallo Redaktion, <\/p><p>die Idee mit dem kostenlosen &Ouml;PNV ist nicht neu &ndash; damit ist Oskar im Saarland 1971 Juso-Vorsitzender geworden; als er dadurch in den Aufsichtsrat der Gesellschaft f&uuml;r Stra&szlig;enbahnen im Saartal AG gew&auml;hlt wurde, hat er&rsquo;s gleich wieder vergessen. <\/p><p>(Das wei&szlig; ich als ehemaliger saarl&auml;ndischer WASGler). <\/p><p>Man kann jede Idee mutwillig ruinieren: Das erste Windrad, Growian, war vors&auml;tzlich so gro&szlig; gebaut worden, dass es nicht halten konnte.<br>\nWindr&auml;der sind sp&auml;ter allm&auml;hlich(!) von klein bis auf ganz gro&szlig; gewachsen. <\/p><p>Nahverkehr in einer Gro&szlig;stadt von heute auf morgen kostenlos bedeutet: 10-fache Anzahl Passagiere, immense EIn- und Ausstiegsvorg&auml;nge, Warteschlangen, der Fahrplan ist nicht zu halten, viele Obdachlose (*), die riechen, in den Bussen und Bahnen. So macht man&rsquo;s, um zu beweisen, dass es nicht geht und um den B&uuml;rgern den &Ouml;PNV zu verleiden. <\/p><p>Wie macht man&rsquo;s richtig: Angenommen, der Deckungsgrad des &Ouml;PNV ist 25%. Man steigert, angek&uuml;ndigt, diesen j&auml;hrlich um 5% &uuml;ber 15 Jahre(!) auf Volldeckung. Alle k&ouml;nnen sich darauf einstellen: Die Kommunen, die Verkehrsunternehmen und die m&ouml;glichen Passagiere, die sich dann vllt. doch kein Auto kaufen. (*) Und f&uuml;r das Problem Obdachlosigkeit hat man auch Zeit gewonnen. <\/p><p>* Die Obdachlosigkeit ist ein ganz wichtiges Problem! <\/p><p>[Nachtrag] Hadmut Danisch, danisch.de, kommentiert das Thema auch und hat einen guten Punkt: Der Mitnahmeeffekt: Menschen, die kein Auto besitzen und bisher immer zu Fu&szlig; oder per Rad in ihrem Kiez (Stadtviertel) geblieben sind, weil sie dort alles haben, was sie brauchen; sie haben aber kein Geld f&uuml;r Fahrkarten &uuml;brig. Diese Leute fangen auf einmal an, im ganzen Stadtgebiet den Nahverkehr zu nutzen. Das kann gut sein! Deshalb mache man langsam, s.o. UND man &auml;ndere die Zweckbestimmung: Kostenloser Nahverkehr nicht zur Verringerung der Umweltbelastung, sonderm um armen Menschen, die kostenlose Bewegung im ganzen Stadtgebiet zu erm&ouml;glichen; als Menschenrecht sozusagen. <\/p><p>Harald Artur Irmer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in letzter Zeit erreichte uns eine gro&szlig;e Anzahl von Zuschriften, die weitere Aspekte obiger Themen ausleuchten und unsere Artikel zustimmend bis kritisch kommentieren. Wie immer geben die Leserbriefe die Meinung des jeweiligen Lesers, die nicht alle bei den Nachdenkseiten unbedingt teilen, wieder. 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