{"id":42596,"date":"2018-02-26T09:21:16","date_gmt":"2018-02-26T08:21:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42596"},"modified":"2019-02-27T15:52:22","modified_gmt":"2019-02-27T14:52:22","slug":"land-unter-in-deutschland-merkel-und-kein-ende-vor-dem-cdu-parteitag-von-willy-wimmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42596","title":{"rendered":"Land unter in Deutschland? Merkel und kein Ende vor dem CDU-Parteitag. Von Willy Wimmer."},"content":{"rendered":"<p>Die Wogen gehen hoch im Deutschen Bundestag. Das konnte man in der letzten Woche bei den massiven Auseinandersetzungen im Plenum sehr gut feststellen. Den Betrachter beschleicht dabei ein mulmiges Gef&uuml;hl. Hier treten sie jetzt gemeinsam gegen eine neue Partei im Bundestag auf. Es sind diejenigen, die in den letzten Jahren den Deutschen Bundestag eingeschl&auml;fert und zum willenlosen Instrument der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, gemacht haben. Es ist eine merkw&uuml;rdige Einheitsfront des manifesten &bdquo;schlechten Gewissens&ldquo;.<br>\n<!--more--><br>\nDa werfen sich mehr oder weniger prominente Vertreter der Berliner Kriegsparteien zu Herolden des Rechtsstaates und des politischen Anstandes auf, die in Zusammenhang mit der einsamen Entscheidung der deutschen Bundeskanzlerin &uuml;ber die brandgef&auml;hrliche &Ouml;ffnung der deutschen und europ&auml;ischen Grenzen den Zustand in Deutschland herbeigef&uuml;hrt haben, den der designierte Bundesheimatminister und demn&auml;chst ehemalige bayerische Ministerpr&auml;sident Horst Seehofer als &bdquo;Unrechtsstaat&ldquo; bezeichnen konnte. Diesen von ihm so bezeichneten deutschen Staat kann das Multitalent Horst Seehofer demn&auml;chst an zentraler Stelle verwalten. Wenn da mal keine Freude aufkommt?<\/p><p><strong>Frau Kramp-Karrenbauer will die CDU nicht nach &bdquo;rechts&ldquo; r&uuml;cken.<\/strong><\/p><p>Als ob das die Frage sein k&ouml;nnte. Die CDU ist in den letzten Jahren unter der Parteivorsitzenden, Frau Dr. Merkel, so konturenlos geworden, dass eine Verortung im &uuml;berkommenen politischen System unseres Landes niemandem gelingen d&uuml;rfte. Man kann jetzt den Katalog der nach den Kadergesichtspunkten einer staatssozialistischen Partei gef&uuml;hrten CDU in den Jahren der Parteivorsitzenden Merkel aufmachen. Zwei Elemente stechen allerdings in &uuml;belster Weise hervor. Das scheint bei dieser Parteivorsitzenden kein Zufall, sondern bewusste Absicht gewesen zu sein. Zum Leipziger Parteitag des Jahres 2002 fiel der Parteivorsitzenden Merkel die verr&auml;terische Formulierung von der Entwicklung Deutschlands zu einer &bdquo;marktgerechten Demokratie&ldquo; ein. Im Nachhinein war das der Merkelsche Flankenschutz f&uuml;r Gerhard Schr&ouml;ders &bdquo;Agenda 2010&ldquo; zwecks Beseitigung der &bdquo;Sozialen Marktwirtschaft&ldquo;. <\/p><p>War noch 1989 und 1990 die Aufnahme der ehemaligen DDR in die Bundesrepublik Deutschland unter anderem mit den Vorz&uuml;gen des &bdquo;Rechtsstaates&ldquo; begr&uuml;ndet worden, hat die aus dem Osten Deutschlands stammende Bundeskanzlerin diesem &bdquo;Rechtsstaat&ldquo; eine Art von Todessto&szlig; versetzt, als sie an dem Grundgesetz und den Gesetzen unseres Landes sowie der Europ&auml;ischen Union vorbei die Grenzen &ouml;ffnete. Diejenigen, die in der letzten Woche im Plenum des Deutschen Bundestages in einer konzertierten Aktion die Abgeordneten der AfD angeblafft haben, waren zum gro&szlig;en Teil bei dem damaligen Tun mit von der Partie. Auch die m&ouml;gliche neue Generalsekret&auml;rin der CDU mit Namen Kramp-Karrenbauer. Was soll die Dame denn richten mit ihrem neuen Job? Die vernichtenden Schl&auml;ge, die von der derzeitigen Parteivorsitzenden dem Land zugef&uuml;gt worden sind? Es kommt derzeit nicht darauf an, nach den Grunds&auml;tzen der politischen Geographie die Dinge in das Schema von&ldquo;links&ldquo; oder &bdquo;rechts&ldquo; einzuordnen. Es kommt darauf an, die Probleme, vor die unser Land gestellt ist, zu l&ouml;sen. Das ist mit einer im Amt verbleibenden Bundeskanzlerin Merkel v&ouml;llig unm&ouml;glich. Mit Ihren Vorstellungen zur k&uuml;nftigen Finanzierung EU-Europas geht sie sogar hin und st&ouml;&szlig;t unsere &ouml;stlichen Nachbarn in einer Weise vor den Kopf, dass von der Europ&auml;ischen Union nur noch Fragmente &uuml;brig bleiben werden. Selbst Jean-Claude Juncker mu&szlig; den Abschied von den Gr&uuml;ndungsprinzipien des westeurop&auml;ischen Zusammenschlusses in Rechnung stellen. Seine Klagen und Warnungen sind nicht zu &uuml;berh&ouml;ren.<\/p><p><strong>Auch das Elend in Syrien wird am Rednerpult im Plenum des Deutschen Bundestages verh&ouml;hnt und instrumentalisiert.<\/strong><\/p><p>Die vergangene Woche im Deutschen Bundestag hatte es wirklich &bdquo;in sich&ldquo;. Da durfte Syrien nat&uuml;rlich nicht fehlen. Wo waren denn die Worte der Bundeskanzlerin, als unsere merkw&uuml;rdigen Verb&uuml;ndeten vor mehr als sechs Jahren das Elend und den Mord in Syrien losgetreten haben? Man kann es nicht mehr h&ouml;ren, in welcher Weise jedes Opfer dazu benutzt wird, dem eigentlichen Gegner etwas in die Schuhe zu schieben. Der bekannte deutsche Schriftsteller und Publizist Dr. Wolfgang Bittner hat  in seiner brandaktuellen Auseinandersetzung mit der Entwicklung auf unserem Kontinent &bdquo;die Eroberung Europas durch die USA&ldquo; auf das Grundthema der heutigen Politik aufmerksam gemacht. Das bezieht in dem imperialen Anspruch der USA nat&uuml;rlich Syrien mit ein. Diese Politik wird durch die Aussagen und das aktuelle Briefeschreiben durch die Bundeskanzlerin mit einem deutschen Flankenschutz versehen.  <\/p><p>Damit verh&ouml;hnt man nicht nur die Opfer in einem Land, das nicht mehr wiederzuerkennen ist. Es wirft ganz andere Fragen auf. In einer der ersten Sitzungen des Deutschen Bundestages in Bonn 1949 schleuderte der sozialdemokratische Parteivorsitzende Kurt Schumacher dem damaligen Bundeskanzler das Wort vom &bdquo;Kanzler der Alliierten&ldquo; entgegen. Bei heutigen Stellungnahmen der Bundeskanzlerin zu Syrien, der Ukraine, Nordkorea und vor allem Russland mu&szlig; man sich fragen, welche Agenda die Bundeskanzlerin eigentlich vertritt. Wenn man mit den Menschen im Lande spricht, sind es jedenfalls nicht die Vorstellungen, die man drau&szlig;en h&ouml;rt. &bdquo;Kanzlerin f&uuml;r was und f&uuml;r wen?&ldquo;  <\/p><p><strong>Und die neue Kabinettsliste?<\/strong> Es ist Ausdruck des Zustandes der  Kerntruppe in der ver&ouml;ffentlichten Meinung, sich unter Altersgesichtspunkten an neuen Gesichtern f&uuml;r ein m&ouml;gliches Kabinett zu erfreuen. Dabei ist jedes neue oder alte CDU\/CSU-Kabinettsmitglied nur in seiner Funktion f&uuml;r das &bdquo;System Merkel&ldquo; zu bewerten. Dieses System bemisst sich nur darin, zwischen der Wochenend-Entscheidung vom 4.\/5. September 2015 &uuml;ber den Verzicht auf den Schutz der deutschen Staatsgrenzen und einem m&ouml;glichen Amtsverlust der heutigen amtierenden Bundeskanzlerin eine m&ouml;glichst lange Zeitspanne zu legen. Die Folgen der damaligen Merkel-Entscheidungen sollen so unl&ouml;sbar werden, dass eine qualitative Ver&auml;nderung unseres Staates unausweichlich wird. Selbst die gestrige ARD-Veranstaltung mit Anne Will machte deutlich, wie sehr der deutsche Rechtsstaat als wesentliches Qualit&auml;tsmerkmal Deutschlands zur Disposition gestellt wurde durch diese einsamste Entscheidung von Frau Dr. Merkel. Die CDU\/CSU-Mitglieder in einem neuen Kabinett sind Ausdruck des Umstandes, dass nur durch einen Amtsverzicht von Frau Dr. Merkel die Substanzprobleme gel&ouml;st werden k&ouml;nnen, die sie zu verantworten hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wogen gehen hoch im Deutschen Bundestag. Das konnte man in der letzten Woche bei den massiven Auseinandersetzungen im Plenum sehr gut feststellen. Den Betrachter beschleicht dabei ein mulmiges Gef&uuml;hl. Hier treten sie jetzt gemeinsam gegen eine neue Partei im Bundestag auf. Es sind diejenigen, die in den letzten Jahren den Deutschen Bundestag eingeschl&auml;fert und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42596\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[192,198,126,171],"tags":[1550,1426,2277,1185,315,1553,1556],"class_list":["post-42596","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cducsu","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-erosion-der-demokratie","category-militaereinsaetzekriege","tag-agenda-2010","tag-hegemonie","tag-kramp-karrenbauer-annegret","tag-marktkonforme-demokratie","tag-merkel-angela","tag-syrien","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42596"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42596\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49635,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42596\/revisions\/49635"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}