{"id":4261,"date":"2009-10-14T09:23:29","date_gmt":"2009-10-14T07:23:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4261"},"modified":"2009-10-14T09:23:29","modified_gmt":"2009-10-14T07:23:29","slug":"hinweise-des-tages-997","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4261","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu den Themen: Koalitionsverhandlungen zu Atomkraft, Gesundheit, Schonverm&ouml;gen; HSH Nordbank; Wirtschafts-Nobelpreis; Nepotismus und politische &bdquo;Landschaftspflege&ldquo;; die Bildzeitung als Propagandablatt. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">&bdquo;Weiter so&ldquo; geht nicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Atomkraftwerk: Tricksen f&uuml;r l&auml;ngere Laufzeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Gesundheit zahlt der Arbeitnehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Kosmetische Korrektur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Robert von Heusinger zum Wirtschafts-Nobelpreis: Ehre, die niemandem wehtut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">HSH Nordbank: Vorstand soll auf risikoreichen Milliardendeal gesetzt haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Klaus C. Engelen: Die Pl&auml;ne zur Finanzaufsicht werfen brisante Fragen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Asmussen: Schwer begehrter Staatsdiener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">&ldquo;Private Equity&rdquo; vor Revival?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die Deutschland putzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Sarkozys Sohn (23) soll Milliardengesch&auml;fte lenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Dietrich Krau&szlig;: Kassensturz nach der Wahl <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Parteien nehmen im August Spendenzuwendungen in H&ouml;he von rund 1,5 Millionen Euro ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Bis zu 194 Euro im Monat weniger. Finanzkrise schrumpft Renten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Lafo, der Zerst&ouml;rer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">EU erkl&auml;rt Spanien zum Hochrisikostaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">GEW: &ldquo;Ausbildungsplatz-Statistik ist gesch&ouml;nt&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,<a href=\"?p=4261&amp;email=1\"> dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Weiter so&ldquo; geht nicht!<\/strong><br>\n&bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht mehr in die &Auml;ra zur&uuml;ckkehren, in der die Chinesen und Deutschen oder andere Staaten uns einfach nur alles verkaufen, wir dagegen einen Haufen Kreditkarten-Schulden oder Hypotheken aufnehmen, aber ihnen nichts verkaufen.&ldquo; Recht hat er, der US-Pr&auml;sident Obama. \n<p>Bis zur Krise war das Defizit in der US-Leistungsbilanz auf &uuml;ber 700 Milliarden US-Dollar angewachsen &ndash; j&auml;hrlich!&hellip;So sind weltweite Ungleichgewichte mit globalen Schuldenkreisl&auml;ufen entstanden. Um sie zu stoppen sind nicht nur die USA gefordert. Auch f&uuml;r Deutschland kann es ein &bdquo;Weiter so!&ldquo; nicht geben. St&auml;rkung der Binnennachfrage hei&szlig;t das Gebot der Stunde! Genau dies hat die alte und neue Kanzlerin Merkel auf dem letzten G20-Gipfel in Pittsburgh auch unterschrieben. Jetzt m&uuml;ssen Taten folgen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitik_aktuell\/data\/09_24-Globale_Ungleichgewichte.pdf\">ver.di Wirtschaftspolitik aktuell [PDF &ndash; 120 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Atomkraftwerk: Tricksen f&uuml;r l&auml;ngere Laufzeiten <\/strong><br>\nDie Umweltorganisation Greenpeace wirft dem Energiekonzern EnBW Tricks zur Verl&auml;ngerung der Laufzeit des Atomkraftwerks Neckarwestheim I vor. EnBW habe die Stromproduktion &ldquo;&uuml;ber mindestens anderthalb Jahre gedrosselt&rdquo;, teilte Greenpeace am Dienstag unter Berufung auf interne Unterlagen des Betreibers mit. &ldquo;Die Strommenge des AKW w&auml;re unter normalen Produktionsbedingungen bereits Mitte Juli 2009 aufgebraucht gewesen&rdquo;, kritisierte Greenpeace. EnBW dementierte die Vorw&uuml;rfe.&nbsp; Der Konzern habe vermeiden wollen, den Reaktor vor der Bundestagswahl 2009 stillzulegen, erkl&auml;rte Greenpeace. &Ouml;ffentlich habe der Konzern die Drosselung damit begr&uuml;ndet, den Kraftwerkspark wirtschaftlich optimal zu betreiben. Die Dokumente bewiesen jedoch, dass EnBW den Weiterbetrieb nicht aufgeben wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2012140&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Um es ganz klar zu sagen. EnBW hat auf&nbsp; Schwarz\/Gelb gewettet und gewonnen. Neckarwestheim 1 ist laut Greenpeace der zweit&auml;lteste und zweitst&ouml;ranf&auml;lligste Reaktor in Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gesundheit zahlt der Arbeitnehmer<\/strong><br>\nIn ihren Verhandlungen um die k&uuml;nftige Gesundheitspolitik haben sich Union und FDP offenbar auf eine gemeinsame Zielrichtung verst&auml;ndigt. Sie lautet: Die Arbeitgeber d&uuml;rfen nicht st&auml;rker belastet werden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die unvermeidlich steigenden Kosten wohl allein den Arbeitnehmern aufgeb&uuml;rdet werden. Zwar hat sich CSU-Verhandler Markus S&ouml;der von solcher Absicht am Dienstag schnell wieder zu distanzieren versucht, und auch der saarl&auml;ndische Regierungschef Peter M&uuml;ller (CDU) forderte im &bdquo;Handelsblatt&ldquo;, bei zus&auml;tzlichen Lasten gef&auml;lligst am &bdquo;Prinzip der Parit&auml;t&ldquo; festzuhalten. Die Alternative w&auml;ren aber nur h&ouml;here Steuerzusch&uuml;sse. Und dagegen haben sich die k&uuml;nftigen Partner bereits unisono verwahrt.\n<p>Bis in die Nacht diskutierten die Experten am Montag &uuml;ber die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Lohnzusatzkosten &uuml;ber einen h&ouml;heren Beitragssatz anzuheben, verbiete sich angesichts der Haushaltslage, res&uuml;mierte der FDP-Politiker Daniel Bahr am Morgen danach. Noch hielten viele Betriebe ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. &bdquo;Wenn Sie jetzt das Signal setzen, dass die Arbeitskosten noch weiter steigen, dann werden die Betriebe in Entlassungen gehen.&ldquo; Die Lohnnebenkosten d&uuml;rften nicht weiter steigen, &bdquo;damit der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht belastet wird&ldquo;, betonte auch die Verhandlungsf&uuml;hrerin der Union, Ursula von der Leyen (CDU). Dies sei &bdquo;absoluter Konsens&ldquo; zwischen Union und FDP. Am wahrscheinlichsten ist es, dass der Arbeitgeberbeitrag eingefroren wird und die Arbeitnehmer dann &uuml;ber nach oben offene Zusatzbeitr&auml;ge zur Kasse gebeten werden. Bislang ist diese M&ouml;glichkeit auf ein Prozent des Bruttoeinkommens begrenzt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2923003?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mein Gott wie verlogen. Der Arbeitgeber h&auml;lt Arbeitnehmer nur noch in Kurzarbeit, solange er nicht parit&auml;tisch an den Lohnnebenkosten beteiligt wird. Und sollen wir wirklich glauben, dass Ursula von der Leyen die neue Fachfrau f&uuml;r den Wirtschaftsstandort Deutschland ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kosmetische Korrektur<\/strong><br>\nHartz IV ist unsozial und ungerecht. Diese Botschaft ist auch bei FDP und Union angekommen. So pl&auml;diert NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) in den Koalitionsverhandlungen daf&uuml;r, den Freibetrag f&uuml;r das Altersvorsorgeverm&ouml;gen zu erh&ouml;hen. Das soll Erwerbslose entlasten &ndash; sie w&uuml;rden eher Arbeitslosengeld II (ALG II) erhalten und w&auml;ren seltener gezwungen, ihre Ersparnisse f&uuml;rs Alter anzugreifen. Fraglich allerdings ist, ob das vielen Menschen n&uuml;tzen w&uuml;rde. Die Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) deuten daraufhin, dass der Effekt gering w&auml;re. Zwischen Januar und September 2009 wurden nur knapp 25.000 Hartz-IV-Antr&auml;ge wegen zu hohen Verm&ouml;gens abgelehnt. Im Verh&auml;ltnis zu den 5,5 Millionen Antr&auml;gen, die insgesamt eingingen, entspricht dies einem Anteil von 0,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F10%2F13%2Fa0148&amp;cHash=fb4a6d9b83\/&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Robert von Heusinger zum Wirtschafts-Nobelpreis: Ehre, die niemandem wehtut<\/strong><br>\nSchade! Die Entscheidung des Gremiums, das den Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaft vergibt, h&auml;tte spektakul&auml;rer ausfallen k&ouml;nnen. Gerade jetzt, da sich die Wirtschaftswissenschaften mitten im Paradigmenwechsel befinden. Der Wirtschafts- und Finanzkrise sei dank. Das neoliberale Paradigma ist gescheitert&hellip;Es setzt sich aus diesen Annahmen zusammen:<br>\nErstens verhalten sich Wirtschaftssubjekte (also wir Menschen) stets rational und gewinnmaximierend.\n<p>Zweitens sorgen M&auml;rkte f&uuml;r Wohlstand; je freier sie sind, desto gr&ouml;&szlig;er der Wohlstand in Summe. Und drittens beinhalten Kurse, die an liquiden Finanzm&auml;rkten zustande kommen, mehr Wissen und Wahrheit als es je einem menschlichen Geist verg&ouml;nnt ist.<\/p>\n<p>Ein Nobelpreis etwa f&uuml;r Robert Shiller oder Ernst Fehr w&uuml;rde ein Beben ausl&ouml;sen und den Verfall der Neoklassik beschleunigen.<\/p>\n<p>Doch zu einem Bekenntnis fehlte dem Nobelpreisgremium der Mut. Deshalb hat es mit der Politologin Elinor Ostrom und dem Konfliktforscher Oliver E. Williamson zwei verdiente, interessante Forscher ausgezeichnet &ndash; die aber niemanden wehtun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=2009249&amp;\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>HSH Nordbank: Vorstand soll auf risikoreichen Milliardendeal gesetzt haben <\/strong><br>\nDie Spitze der HSH Nordbank hat nach einem Bericht des NDR einen risikoreichen Milliardendeal genehmigt. Die hohen Verluste aus dem schlechten Gesch&auml;ft sollen zur Beinahe-Pleite der Bank gef&uuml;hrt haben &ndash; auch der heutige Chef Nonnenmacher war demnach involviert (&hellip;)\n<p>Durch das Gesch&auml;ft habe die HSH Nordbank im vergangenen Jahr einem vertraulichen Bericht der Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft KPMG zufolge 500 Millionen Euro abschreiben m&uuml;ssen. Experten werteten dies als einen entscheidenden Schritt zur Beinahe-Pleite der Bank. Laut &ldquo;NDR Info&rdquo; haben unter anderem der jetzige HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher sowie sein Stellvertreter Peter Rieck den entsprechenden Antrag f&uuml;r dieses Gesch&auml;ft unterschrieben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,654769,00.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/hamburg\/kommunales\/article1226496\/Nonnenmacher-fuer-500-Mio-Verlust-persoenlich-verantwortlich.html#reqRSS\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Immobilien gegen Schrottpapiere, das belegt, wie verkleistert der Sachverstand solcher hochdotierten Banker sein musste und wie sehr nur noch <\/em>gezockt wurde.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Klaus C. Engelen: Die Pl&auml;ne zur Finanzaufsicht werfen brisante Fragen auf<\/strong><br>\nDie Bundesbankspitze legt in einem F&uuml;nf-Punkte-Plan eine Begr&uuml;ndung vor, warum die Finanzmarktaufsicht umgebaut werden soll. Sie fordert die volle &Uuml;bertragung der Solvenzaufsicht, die vor allem Eigenkapitalausstattung und Liquidit&auml;t betrifft, auf die Bundesbank. Sie erhofft sich dadurch Effizienzgewinne und eine bessere Verzahnung der Pr&uuml;fungsabl&auml;ufe mit der Analyse systemischer Risiken. Die BaFin soll die Marktaufsicht, also den Anlegerschutz und die Umsetzung von Insiderregeln, behalten.\n<p>Dass ein derart rigoroser Umbau mitten in einer Bankenkrise angek&uuml;ndigt wird, schafft neue Unsicherheiten. Und ein Vergleich mit den USA und Gro&szlig;britannien macht einen Unterschied deutlich: In Deutschland k&ouml;nnen nur die Notenbanker frei reden, aber die F&uuml;hrung der BaFin hat einen beh&ouml;rdlichen Maulkorb. BaFin-Pr&auml;sident Jochen Sanio darf keine &ldquo;politische &Auml;u&szlig;erung&rdquo; ohne Genehmigung durch das Ministerium machen. In Gro&szlig;britannien kann FSA-Chef Lord Adair Turner sogar die Schrumpfung des Finanzsektors fordern. Sanio ist dagegen verwehrt, die Arbeit seiner Aufsichtsbeh&ouml;rde und ihrer mehr als 1 000 Mitarbeiter zu verteidigen. Hinzu kommt: Die vom Bundesfinanzministerium ausge&uuml;bte Fachaufsicht &uuml;ber die BaFin artete &uuml;ber die Jahre in eine so extreme Mikrosteuerung in allen Bereiche des Aufsichtsamtes aus. Der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) kritisierte schon vor Jahren diesen Mangel an Unabh&auml;ngigkeit der BaFin und bescheinigte Deutschland in dem Punkt Schwellenl&auml;nderniveau.<\/p>\n<p>Insgesamt verdichtet sich daher der Eindruck, die BaFin solle nun als S&uuml;ndenbock f&uuml;r das gemeinsame Versagen, an dem auch Bundesbank und Politik beteiligt waren, ausersehen und entmachtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/handelsblatt-kommentar\/die-plaene-zur-finanzaufsicht-werfen-brisante-fragen-auf;2468036\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Finanzkrise und die Reaktionen der Bankenaufsicht haben zwar gezeigt, dass die Aufsicht insgesamt und speziell die BaFin zahnlose Tiger waren. Die &bdquo;Anstalt&ldquo; BaFin aber vor allem, weil ihr vom Bundesfinanzministerium, vor allem in Person von Staatssekret&auml;r J&ouml;rf Asmussen, die H&auml;nde gebunden und die Augen zugebunden wurden. Sie konnte weder etwas gegen die Deregulierungspolitik der Bundesregierung noch z.B. gegen die Auslagerung riskanter Gesch&auml;fte der HRE an die irische Depfa unternehmen.<\/em><\/p>\n<p>Bundesbankpr&auml;sident Weber hat bis vor der Wahl die duale Aufsicht seines Hauses zusammen mit der BaFin verteidig. Nach dem Wechsel zeigt er wieder vorauseilenden Gehorsam vor allem gegen&uuml;ber den Pl&auml;nen der FDP, aber auch der CSU, denen eine wirklich schlagkr&auml;ftige integrierte Bankenaufsicht schon immer ein Dorn im Auge war.<\/p>\n<p>Die Bundesbank, die nun Kompetenzen der BaFin &uuml;bertragen bekommen soll, hat gegen&uuml;ber der Finanzkrise genauso versagt. Sie ist alles andere als ein m&auml;chtiges Widerlager gegen&uuml;ber den Banken und schon gar nicht gegen&uuml;ber der Regierung. Sie ist eher ein Apparat zur Versorgung von Regierungsmitgliedern. Der jetzige Pr&auml;sident Weber ist vom damals noch Abteilungsleiter im Finanzministerium fungierenden J&ouml;rg Asmussen ins Amt gehievt wurden.<\/p>\n<p>Dass Thilo Sarrazin in den Vorstand r&uuml;ckte, war auch ein politischer Entsorgungsfall. Ein weiteres Vorstandsmitglied, Rudolf B&ouml;hmler, war die &bdquo;rechte Hand&ldquo; des baden-w&uuml;rttembergischen Ministerpr&auml;sidenten Oettinger.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Asmussen: Schwer begehrter Staatsdiener<\/strong><br>\nWenn dieser Tage &uuml;ber die Karrierechancen von Noch-Regierungsmitgliedern getuschelt wird, f&auml;llt ein Name besonders h&auml;ufig: J&ouml;rg Asmussen. Der Staatssekret&auml;r von Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck wird in Berlin und Frankfurt f&uuml;r alle m&ouml;glichen Jobs gehandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/asmussen-schwer-begehrter-staatsdiener;2467171\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Bewerber wissen, wem sie zu Dank verpflichtet sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Private Equity&rdquo; vor Revival?<\/strong><br>\nW&auml;hrend die &uuml;belsten Folgen der &ldquo;Private Equity&rdquo;-Blase wohl noch bevor stehen, bahnt sich bereits der n&auml;chste &Uuml;bernahme-Boom an.<br>\nVorangegangen war die m&auml;chtigste &Uuml;bernahmenwelle, die die Welt jemals gesehen hatte. So hatten so genannte &ldquo;Private Equity&rdquo;-Fonds in den Jahren 2006 und 2007 allein in den USA jeweils um mehr als 300 Mrd. USD Unternehmen aufgekauft und daf&uuml;r nur minimale Eigenkapitalquoten aufgewendet. Finanziert wurden die &Uuml;bernahmen mit sogenannten &ldquo;Levereged Loans&rdquo; (LL), worunter Kredite an Unternehmen verstanden werden, die bereits hohe Schulden haben.\n<p>Da diese Kredite, die aus den Cashflows der &uuml;bernommenen Unternehmen bedient werden sollten, etwas h&ouml;here Zinsen versprechen, stie&szlig;en sie bei internationalen Investoren auf rei&szlig;enden Absatz. Allerdings war damals auch schon von offizieller Seite zu h&ouml;ren, dass die Risikopr&auml;mien (&ldquo;Spreads&rdquo;) in keinem Verh&auml;ltnis zu den eingegangenen Risiken standen, wie unter anderen Melvin King, der Chef der Bank of England, sehr eindringlich betont hatte. <\/p>\n<p>Mit dem Zusammenbruch der Kreditm&auml;rkte hatten die Beteiligungsunternehmen jedenfalls die absehbaren Probleme bekommen (&hellip;)<\/p>\n<p>Wie das US-Magazin Forbes berichtet h&auml;tten die finanzierenden Banken es nun tats&auml;chlich wieder geschafft, Leveraged Loans bei Investoren unterzubringen. So h&auml;tte &uuml;berraschend gro&szlig;es Interesse daran bestanden, sich an Warner Chilcott&rsquo;s &Uuml;bernahme der Medikamentensparte von Procter &amp; Gamble oder an der Investition von Silver Lake Partners in eBay zu beteiligen und auch Blackstone stehe Presseangaben zufolge kurz vor der &Uuml;bernahme der Themenparks des weltgr&ouml;&szlig;ten Brauereikonzerns Anheuser-Busch und will daf&uuml;r bis zu drei Milliarden ausgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31281\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Deutschland putzen<\/strong><br>\nHunderttausende Geb&auml;udereiniger halten die Republik sauber. Seit Oktober stehen sie ohne Tarifvertrag da. Die Urabstimmung l&auml;uft, ein Streik der Nadelstiche ist denkbar. arbeiten in der Bundesrepublik, halten Schulen und Flugh&auml;fen in Schuss, r&auml;umen B&uuml;roangestellten den Dreck hinterher und sorgen in Krankenh&auml;usern f&uuml;r Hygiene. Ein besonders gutes Image hat der Job jedoch nicht, und verdient wird in der Branche auch nicht besonders &uuml;ppig. Zu Monatsbeginn ist auch noch der tariflich vereinbarte Mindestlohn ausgelaufen. Die Lohnuntergrenze war Mitte 2007 f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt worden. Jetzt nach dem Auslaufen des Tarifvertrags sinken die Untergrenzen bei Neueinstellungen sogar noch weiter &ndash; auf 5,71 Euro beziehungsweise 4,61 Euro pro Stunde. Unterhalb solcher L&ouml;hne beginnt das juristische Reich der Sittenwidrigkeit. Die Arbeitgeber bem&uuml;hen die Krise. &bdquo;Wo nicht gearbeitet wird&ldquo;, sagt Johannes Bungart vom Innungsverband, &bdquo;wird auch nicht gereinigt.&ldquo; Gewerkschaftsvorstand Frank Wynands h&auml;lt dagegen: &bdquo;Die Branche ist besser aufgestellt, als sie selber vorgibt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/41\/gebaeudereiniger-tarif-igbau-handwerk-mindestlohn\/print\">der Freitag<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Ausgebeutete Putzkr&auml;fte<\/strong><br>\nNach Auslaufen des gesetzlichen Mindestlohns im Reinigungsgewerbe spitzt sich die Situation f&uuml;r die rund 860.000 Besch&auml;ftigten der Branche zu. So sind nach Frontal21-Recherchen vereinzelt Arbeitgeber bereits dazu &uuml;bergegangen, ihren Mitarbeitern neue, niedriger dotierte Arbeitsvertr&auml;ge vorzulegen oder Arbeitnehmern bei Streik mit K&uuml;ndigung zu drohen. Experten wie der Duisburger Soziologe Professor Gerhard Bosch bef&uuml;rchten nun, die L&ouml;hne k&ouml;nnten in der Branche ins Bodenlose fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/druckansicht\/11\/0,6911,7912203,00.html\">ZDF Frontal21<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sarkozys Sohn (23) soll Milliardengesch&auml;fte lenken<\/strong><br>\nJean Sarkozy, der Sohn von Frankreichs Staatschef, ist designierter Chef der Beh&ouml;rde EPAD. Sie verwaltet das wirtschaftlich bedeutende Gesch&auml;ftsviertel La D&eacute;fense westlich von Paris und wickelt Milliardengesch&auml;fte ab.\n<p>Ein 23 Jahre alter Jurastudent soll eine Immobilienverwaltungsgesellschaft leiten, die eine Milliarde Euro umsetzt und f&uuml;r die k&uuml;nftige Entwicklung des Gro&szlig;raums Paris von entscheidender Bedeutung ist. Diese Nachricht allein ist schon erstaunlich. Da es sich bei dem 23-J&auml;hrigen um den Sohn von Nicolas Sarkozy handelt, wird aus einem Kuriosum allerdings ein Politikum. In Frankreich ist die Aufregung gro&szlig;, von &bdquo;Nepotismus&ldquo; und &bdquo;Clan-Wirtschaft&ldquo; ist die Rede. Die ehemalige Pr&auml;sidentschaftskandidatin der Sozialisten, S&eacute;gol&egrave;ne Royal, fragt sich, ob sie &bdquo;noch in einer Republik&ldquo; lebt, und der Vorsitzende der b&uuml;rgerlichen Zentrumspartei &bdquo;MoDem&ldquo;, Francois Bayrou, w&auml;hnt sich schon &bdquo;im r&ouml;mischen Imperium&ldquo;. Sogar das chinesische Fernsehen berichtet verwundert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article4820241\/Sarkozys-Sohn-23-soll-Milliardengeschaefte-lenken.html\">Die Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was bei uns Beziehungsgeflechte und Netzwerke sind, ist in Frankreich Nepotismus. Aber inzwischen d&uuml;rfen sich wohl Regierungen in Europa von Italien, &uuml;ber Frankreich bis Deutschland alles erlauben, ohne dass sie von einer Welle des Protestes weggesp&uuml;lt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt: <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Dietrich Krau&szlig;: Kassensturz nach der Wahl <\/strong><br>\nDie Union hat es 2009 geschafft, Spenden aus allen Teilen der Wirtschaft zu bekommen: von der Deutschen Bank und der Berenburg Bank, dem Verband der Chemie- und Metallarbeitgeber, der Automobilindustrie, sowie aus der Mobilfunk- und der Energiebranche. Von allen Seiten gab es sechsstellige Summen f&uuml;r die CDU.\n<p>Die Schwesterpartei CSU erhielt in den vergangenen Monaten 600.000 Euro von der Metallarbeitergebern und Gro&szlig;spenden von der Investmentfirma Scheffel, von BMW und der Allianz.<br>\nDie FDP kann sich vor allem bei den Banken und Versicherungen bedanken: bei der Deutschen Verm&ouml;gensberatung, der Deutschen Bank und der Beteiligungsgesellschaft Substantia, die allein 550.000 Euro spendete. Aber auch die bayerischen Metallarbeitgeber und BMW wollten der FDP mit Spenden von 100.000 bis 250.000 Euro helfen.<\/p>\n<p>Doch auch die SPD hatte Unterst&uuml;tzer: Die Autoindustrie, die Allianz und Evonik z&uuml;ckten den Geldbeutel, und die Allianz zeigte auch als einziger ein Herz f&uuml;r die Gr&uuml;nen (&hellip;)<br>\nFinanzmakler wie die Deutsche Verm&ouml;gensberatung DVAG profitieren vom Ausbau der Privatvorsorge. In den vergangenen Jahren unterst&uuml;tzte sie CDU und FDP mit sechsstelligen Summen &ndash; in Euro. <\/p>\n<p>&Uuml;berall in dem Finanzunternehmen sitzen ehemalige CDU-Gr&ouml;&szlig;en in hohen &Auml;mtern: Lange Jahre war der ehemalige Kanzleramtsminister Bohl Vorstandmitglied, jetzt ist dort Udo Corts, ehemaliger hessischer Bildungsminister, vertreten. Im Aufsichtsrat sitzt Ex-Finanzminister Theo Waigel. Chef des Beirats ist Altkanzler Helmut Kohl. Daneben findet man dort als Mitglieder den ehemaligen hessischen Ministerpr&auml;sidenten Wallmann, den Kanzlerberater Horst Teltschik, den ehemaligen Landesvater von Rheinland Pfalz und Th&uuml;ringen, Bernhard Vogel, und &ndash; ganz neu &ndash; FDP-Chef Guido Westerwelle.<\/p>\n<p>Gleichzeitig stellte Wehlau (Wirtschaftswissenschaftlerin von der Uni Bremen) fest, dass immerhin zehn Prozent aller Volksvertreter, vor oder w&auml;hrend ihrer Abgeordnetent&auml;tigkeit, f&uuml;r die Finanzbranche t&auml;tig waren. Im Finanzausschuss sogar 17 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,p2tgids47jvcb78i~cm.asp\">Das Erste.de plusminus<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu aktuell:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Parteien nehmen im August Spendenzuwendungen in H&ouml;he von rund 1,5 Millionen Euro ein<\/strong><br>\nDie CDU hat im August dieses Jahres sieben Spenden, die die H&ouml;he von 50.000 Euro &uuml;bersteigen, angezeigt. Wie aus der Unterrichtung (16\/14086) durch den Bundestagspr&auml;sidenten hervorgeht, spendete die YOC AG insgesamt 261.800 Euro und die Allianz AG 60.001 Euro der CDU. Weitere Spender waren Prof. Dr. h. c. Hermann Schnabel mit 200.000 Euro, die FERRING Arzneimittel GmbH mit 150.000 Euro, der M&auml;rkische Arbeitgeberverband e. V. mit 60.000 Euro, die Deutsche Verm&ouml;gensberatung AG mit 120.000 Euro und die Allfinanz Deutsche Verm&ouml;gensberatung AG mit 100.000 Euro. \n<p>Die FDP erhielt Spenden in H&ouml;he von 50.001 Euro von der Allianz Deutschland AG und wurde mit 300.000 Euro von der Substantia AG bedacht. Die SPD konnte eine Spende in H&ouml;he von 60.001 Euro von der Allianz SE f&uuml;r sich verbuchen. Die CSU erhielt 70.000 Euro vom Verein der Bayerischen Chemischen Industrie e. V. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen empfingen 60.001 Euro von der Allianz SE. Die Gesamtsumme der im August von den Parteien angezeigten Zuwendungen liegt damit bei rund 1,5 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2009_10\/2009_258\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Achten Sie doch einmal darauf, woher die Spenden kamen und an welche Parteien sie gingen. Ein Schelm der B&ouml;ses dabei denkt, wenn auch k&uuml;nftig die Finanzdienstleister von den gesponserten Parteien besonders gro&szlig;z&uuml;gig bedient werden, u.a. mit der Privatisierung der Pflegeversicherung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bis zu 194 Euro im Monat weniger. Finanzkrise schrumpft Renten<\/strong><br>\nDies war die Hauptschlagzeile der Bild-Zeitung von gestern.<br>\n&bdquo;Wegen der schweren Finanzkrise drohen k&uuml;nftigen Rentnern deutliche Einbu&szlig;en bei der gesetzlichen Rente! Ein Durchschnittsverdiener bekommt als Rentner bis zu 8 Prozent weniger als bisher erwartet raus. Das hat das Mannheimer Institut MEA des angesehenen Rentenexperten Prof. Axel B&ouml;rsch-Supan errechnet.\n<p>F&uuml;r einen Arbeitnehmer mit Durchschnittseinkommen, der z.&nbsp;B. 2015 nach 45 Jahren in Rente geht, hei&szlig;t das: Seine Bez&uuml;ge fallen um bis zu 92 Euro\/Monat niedriger aus. Bei Renteneintritt 2020 betr&auml;gt das monatliche Minus bis zu 110 Euro, 2040 sogar bis zu 194 Euro.<\/p>\n<p>Hauptgrund ist die schwache Lohnentwicklung. Laut MEA k&ouml;nnen die Arbeitnehmer in den n&auml;chsten Jahren nur auf Mini-Lohnerh&ouml;hungen hoffen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/wirtschaft\/2009\/10\/13\/finanzkrise-rentenschock\/wirtschaftskrise-trifft-die-senioren.html\">Bild.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal Angstmache als Werbemethode f&uuml;r die private Altersvorsorge in der <a href=\"?p=305\">Bild-Zeitung<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Die Propaganda ist leicht durchschaubar:<\/p>\n<ul>\n<li>Die angebliche &bdquo;Studie&ldquo; des MEA ist nicht neu, sondern vom September letzten Jahres. Damals interessierte sich niemand f&uuml;r diese dubiosen Rechnungen, doch jetzt wo die Finanzkrise Verluste bei der privaten Vorsorge bringt, musste nat&uuml;rlich auch diese alte &bdquo;Studie&ldquo; ausgegraben und auch die gesetzliche Rente als Opfer der Finanzkrise dargestellt werden trotz &bdquo;Rentengarantie&ldquo;. Selbst <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/altersvorsorge-riesenwirbel-um-den-neuen-rentenschock_aid_444389.html\">Wirtschaftsbl&auml;tter sie Focus Money sehen das so<\/a>.\n<\/li>\n<li>Nat&uuml;rlich wird wieder einmal der &bdquo;angesehene Rentenexperte&ldquo; Prof. Axel B&ouml;rsch-Supan aufgefahren. B&ouml;rsch-Supan geh&ouml;rt zu den &bdquo;wissenschaftlichen&ldquo; Hauptgegnern der umlagefinanzierten Rente. Er ist Direktor des Mannheimer Forschungsinstituts &bdquo;&Ouml;konomie und Demographischer Wandel&ldquo; (MEA) und einer der lautst&auml;rksten &bdquo;wissenschaftlichen&ldquo; Lobbyisten der privaten Altersvorsorge. Das MEA wurde im Jahre 2001 vom Land Baden-W&uuml;rttemberg zusammen mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gegr&uuml;ndet wurde. Dieses Institut fertigt Gutachten unter anderem f&uuml;r Versicherungen und Banken. Vorstandsvorsitzender des Instituts war Professor Bert R&uuml;rup, als ehemaliger Vorsitzender des Sachverst&auml;ndigenrats einer der Hautpromotoren der Riester-Rente und jetzt in Diensten des Finanzdiensleisters AWD.\n<\/li>\n<li>Die angeblichen Berechnungen der Studie basieren auf der Annahme, dass wegen der Finanzkrise die L&ouml;hne in den n&auml;chsten Jahren sinken werden und das bis 2040 (!). Das ist schon eine k&uuml;hne Voraussage. Woher will das MEA wissen, wie die Trarifverhandlungen in den n&auml;chsten Jahrzehnten verlaufen? Schon in diesem Jahr sollen die L&ouml;hne um 2,3% sinken, das  Statistische Bundesamt hatte f&uuml;r das zweite Quartal allerdings &bdquo;nur&ldquo; einen R&uuml;ckgang um 1,2 Prozent ermittelt. Die mangelnde &bdquo;wissenschaftliche&ldquo; Seriosit&auml;t ist mit H&auml;nden zu greifen. Siehe zur wissenschaftlichen Qualit&auml;t von B&ouml;rsch-Supan <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/altersvorsorge-riesenwirbel-um-den-neuen-rentenschock_aid_444389.html\">Denkfehler 7: &ldquo;Jetzt hilft nur noch private Vorsorge.&rdquo; <\/a>\n<p>Fazit: Es bleibt dabei, die Finanzindustrie ist das Problem und nicht die L&ouml;sung f&uuml;r die Alterssicherung in Deutschland.<\/p><\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lafo, der Zerst&ouml;rer<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2009\/10\/13\/oskar-lafontaine-portrait\/ein-politischer-nachruf-auf-den-parteichef-der-linken.html\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nur wer immer noch daran zweifeln sollte, dass es eine b&ouml;sartige Medienkampagne gegen Lafontaine gibt, sollte diesen Beitrag lesen. Dort sind alle Kampagnenelemente zusammengefasst: Immer ein grimassenhaftes Bild, Lafontaine ist schuld, dass die SPD nicht den Ministerpr&auml;sidenten im Saarland stellt und die Gr&uuml;nen auf Jamaika machen, Lafontaine treibe nur Hass gegen die SPD, Lafontaine schmei&szlig;t immer hin, sein R&uuml;cktritt als Finanzminister und Parteivorsitzender war der Anfang vom Ende der SPD, er hat nur noch ein Ziel: die Zerst&ouml;rung der SPD.<\/em><\/p>\n<p>Die Wahrheit wird auf den Kopf gestellt, doch wenn alle das Gleiche sagen, wird die L&uuml;ge zur Wahrheit.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>EU erkl&auml;rt Spanien zum Hochrisikostaat<\/strong><br>\nEU-Wirtschaftskommissar Joaqu&iacute;n Almunia warnt vor Gefahren f&uuml;r die langfristige Haushaltsstabilit&auml;t in 13 der 27 EU-Staaten. Im &ldquo;Nachhaltigkeitsbericht 2009&rdquo; ordnet Almunia diese L&auml;nder einer &ldquo;Hochrisikogruppe&rdquo; zu, bei der zweifelhaft sei, dass sie langfristig die Kosten ihrer Schulden durch Staatseinnahmen decken k&ouml;nne. Der Entwurf des Berichts, den die Kommission am Mittwoch ver&ouml;ffentlichen will, liegt der FTD vor. Zu den Hochrisikostaaten z&auml;hlen demnach die Euro-Mitglieder Spanien, Niederlande, Griechenland, Irland, Slowakei, Slowenien, Malta und Zypern. Hinzu kommen Gro&szlig;britannien, Rum&auml;nien, Tschechien, Lettland und Litauen. Die drei gr&ouml;&szlig;ten Euro-Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich und Italien sind &ldquo;L&auml;nder mit mittlerem Risiko&rdquo;. Als weitgehend risikofrei gelten unter anderem Finnland und Schweden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:europas-krisenhaushalte-eu-erklaert-spanien-zum-hochrisikostaat\/50022987.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Also, entweder bekommen die genannten Staaten durch &ldquo;ehrgeizige Strukturreformen und Konsolidierung der Staatshaushalte&rdquo; ihre Schulden in den Griff oder sie sind nicht in der Lage &ldquo;langfristig die Kosten ihrer Schulden durch Staatseinnahmen [zu] decken&rdquo; Beides zusammen geht nicht. Die drastische Formulierung soll wohl eher dazu dienen, die EU als Stichwortgeber f&uuml;r eine knallharte Austerit&auml;tspolitik&nbsp; in Szene zu setzen. Die nationalen&nbsp; Regierungen k&ouml;nnen sich bei ihren Sparma&szlig;nahmen&nbsp; wieder einmal dankbar auf Br&uuml;ssel berufen. Wir w&uuml;rden ja gerne anders, aber EU zwingt uns. Und wieder brauchen die Regierungen nicht an Verteilung der Krisenkosten zu r&uuml;hren. Wer belastet werden soll, wo gespart werden mu&szlig;, daran ist auch schon gedacht worden: &ldquo;Renten, Gesundheit und Langzeitpflege&rdquo;. Stichworte f&uuml;r den weiteren Abbau des Sozialstaats. Wie sch&ouml;n f&uuml;r alle Beteiligten, dass wir jetzt einen sch&ouml;nen neuen EU-Vertrag bekommen, der dieser phantasielosen, b&uuml;rgerfeindlichen, interessengeleiteten Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik nichts aber auch gar nichts entgegensetzt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>GEW: &ldquo;Ausbildungsplatz-Statistik ist gesch&ouml;nt&rdquo;<\/strong><br>\nFakt ist: Auch im gerade zu Ende gegangenen Ausbildungsjahr haben &uuml;ber 100.000 junge Menschen keinen betrieblichen Ausbildungsplatz erhalten. F&uuml;r Selbstlob der Ausbildungspakt-Partner gibt es &uuml;berhaupt keinen Anlass. Rund 1,5 Millionen Menschen der 20- bis 29-j&auml;hrigen haben keinen Berufsabschluss. Der Fachkr&auml;ftemangel, den die Arbeitgeber st&auml;ndig lautstark beklagen, ist selbst verschuldet&rdquo;, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Th&ouml;ne am Dienstag mit Blick auf die Lehrstellenbilanz 2008\/09.\n<p>Er wies darauf hin, dass die Ausbildungsmarktstatistik mittlerweile Teil des Problems sei. Junge Menschen, die keinen Ausbildungsplatz erhalten haben und in Warteschleifen geparkt werden, tauchten in der amtlichen Bilanz nicht mehr auf. Nur so sei es m&ouml;glich, die Zahl unversorgter junger Menschen klein zu rechnen. &ldquo;In aller Regel sind die Warteschleifen f&uuml;r junge Menschen kein Sprungbrett, um einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Hier werden Lebenszeit und Potenzial der nachwachsenden Generation vergeudet, weil sie in den Ma&szlig;nahmen nicht die notwendigen Qualifikationen erwerben&rdquo;, unterstrich der GEW-Vorsitzende. Er forderte, dass das Duale System erg&auml;nzt werden m&uuml;sse. Jungen Menschen sollten voll qualifizierende Ausbildungsg&auml;nge auch an anderen Lernorten wie beruflichen Schulen angeboten werden. &ldquo;Der Staat muss in die Bresche springen, wenn die Wirtschaft ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, eine ausreichende Zahl betrieblicher Ausbildungspl&auml;tze bereitzustellen, nicht nachkommt&rdquo;, sagte Th&ouml;ne.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.teachersnews.net\/artikel\/nachrichten\/bildungspolitik\/014085.php\">Teachers News<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu den Themen: Koalitionsverhandlungen zu Atomkraft, Gesundheit, Schonverm&ouml;gen; HSH Nordbank; Wirtschafts-Nobelpreis; Nepotismus und politische &bdquo;Landschaftspflege&ldquo;; die Bildzeitung als Propagandablatt. 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