{"id":4263,"date":"2009-10-15T10:04:44","date_gmt":"2009-10-15T08:04:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4263"},"modified":"2009-10-15T10:08:23","modified_gmt":"2009-10-15T08:08:23","slug":"hinweise-des-tages-998","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4263","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Schonverm&ouml;gen und Hinzuverdienst als Mogelpackung; Milliarden hungern und Banker streichen Milliarden ein; Schulden und noch mehr Geld f&uuml;r die Banken; Krise kommt bei Lebensversicherungen an; auf den Finanzm&auml;rkten wird geschummelt und die Bundesbank wird zum G&auml;rtner; M&uuml;ntefering findet S&uuml;ndenbock; die &bdquo;Gewerkschaftskanzlerin&ldquo; und noch ein Blick in die USA. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Schonverm&ouml;gen und Hinzuverdienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Stufentarif ist Vorbereitung auf weitere Umverteilung von unten nach oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">K&uuml;ndigungsschutz: die Fakten. Forschung, Zahlen und Fakten sprechen daf&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Gesundheitspolitik; Unionsfraktion will h&ouml;here Beitr&auml;ge f&uuml;r Versicherte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Welthungerbericht: Mehr als eine Milliarde Menschen hungern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Wall-Street-Banker erwarten Rekord-Geldregen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Europas Krisenhaushalte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Einbruch bei Steuereinnahmen: 353 Milliarden fehlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Geld f&uuml;r Banken reicht nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">So kann Schwarz-Gelb der Schuldenfalle entkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Druck auf arbeitslose Ausl&auml;nder erh&ouml;hen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Wirtschaftskrise beschert US-Armee einmaligen Zulauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">BaFin bangt um Versicherer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Fehlende Regulierung: Hedge-Fonds schummeln gern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Schrottpapiere: Auferstanden aus Ruinen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Lucas Zeise &ndash; Die Bank als G&auml;rtner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">ARTE: Alptraum Atomm&uuml;ll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Firmenabspaltungen bei BAYER: Verheerende Folgen f&uuml;r Mitarbeiter und Leverkusen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Impfstoff gegen Schweinegrippe: Bundeswehr wird bevorzugt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">M&uuml;ntefering verteidigt seinen F&uuml;hrungsstil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">M&uuml;ntefering rechnet mit Lafontaine ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Die Gewerkschafts-Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Gr&uuml;ne sammeln eifrig Daten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Meet the Mohns &ndash; Konsumterror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Kommentar: Zur Gemeinn&uuml;tzigkeit der Bertelsmann Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">USA: Die Angst vor der Solidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Amerikas Hochschulen hat die Finanzkrise hart getroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h28\">Zu guter Letzt: Volker Pispers: Nobelpreis<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4263&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schonverm&ouml;gen und Hinzuverdienst<\/strong><br>\nZur Altersvorsorge sind bei einem Langzeitarbeitslosen neben einem Riester-Vertrag noch 250 Euro pro Lebensjahr als Sparverm&ouml;gen frei. Dieses Geld muss nicht angetastet werden. Bei einem 65-J&auml;hrigen sind dies 16&nbsp;250 Euro. Nach dem Willen von Union und FDP soll das altersabh&auml;ngige Schonverm&ouml;gen k&uuml;nftig auf 750 Euro je Lebensjahr verdreifacht werden.<br>\nAnrechnungsfrei bleibt auch die selbst bewohnte Immobilie, sofern die Wohnfl&auml;che f&uuml;r vier Personen nicht gr&ouml;&szlig;er als 120 Quadratmeter (Wohnung) beziehungsweise 130 Quadratmeter (Haus) ist.\n<p>Hartz-IV-Bezieher sollen nach dem Willen der k&uuml;nftigen Koalition&auml;re auch mehr hinzuverdienen d&uuml;rfen. Bislang sind lediglich 100 Euro anrechnungsfrei. Was dar&uuml;ber hinaus geht, wird prozentual verrechnet: Bis 800 Euro brutto zu 20 Prozent, bis 1200 Euro (f&uuml;r Besch&auml;ftigte mit Kindern: 1500 Euro) mit 10 Prozent. Wer also zum Beispiel sein Arbeitslosengeld II mit einem Hinzuverdienst von 800 Euro aufbessert, darf davon bisher 240 Euro behalten. Dies soll mehr werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/newsticker\/2009\/10\/14\/iptc-bdt-20091014-386-22686296xml\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein bisschen Sozialkosmetik<\/strong><br>\nJetzt ist es offiziell, und es gibt nichts zu leugnen: F&uuml;r einen Teil der Hartz-IV-Empf&auml;nger ist es eine gute Nachricht. Den Arbeitslosen, die in Zukunft mehr behalten d&uuml;rfen vom Ersparten, ist das von Herzen zu g&ouml;nnen, genau wie denjenigen, deren H&auml;uschen k&uuml;nftig verschont bleibt. Aber man tritt ihnen auch nicht zu nahe, wenn man hinzuf&uuml;gt: Das schwarz-gelbe Gerechtigkeitsempfinden hat seine ideologischen Grenzen &ndash; wie gerade dieses an sich erfreuliche Ergebnis der Koalitionsverhandlungen beweist. Der Weg von der Gerechtigkeitsl&uuml;cke zur Gerechtigkeitsl&uuml;ge ist nicht allzu weit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2014468_Leitartikel-Ein-bisschen-Sozialkosmetik.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So erfreulich die Erh&ouml;hung der Hinzuverdienstgrenze f&uuml;r die Betroffenen auch sein mag, ohne die Festsetzung eines von Mindestl&ouml;hnen bedeutet das letztlich die schleichende Einf&uuml;hrung des Kombi-Lohnes, der regul&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse verdr&auml;ngt und die Arbeitgeber indirekt durch Lohnzusch&uuml;sse subventioniert.<\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Ein Blick in die Medien zeigt: Die Mini-Verbesserung bei Hartz IV wird dem Publikum als sozialpolitische Tat von Schwarz-gelb verkauft. Schwarz-gelb l&auml;sst sich von den  Medien feiern.<\/p>\n<p>Ob die Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens im Falle der Arbeitslosigkeit (Hartz IV) den ehemals in Arbeit stehenden Gering- und Durchschnittsverdienern zu Gute kommt, ist zumindest kritisch zu hinterfragen. Die vom DIW publizierte Verteilung des Nettoverm&ouml;gens der Personen &uuml;ber 18 Jahren zeigt folgende Ergebnisse:<\/p>\n<ul>\n<li>Die unteren 30 Prozent der Bev&ouml;lkerung verf&uuml;gen &uuml;ber keinerlei Nettoverm&ouml;gen (die unteren 10 Prozent sind sogar verschuldet).<\/li>\n<li>Auf die unteren 50 Prozent der Bev&ouml;lkerung entfallen gerade einmal 1,6 Prozent des gesamten deutschen Nettoverm&ouml;gens <\/li>\n<\/ul>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/091015_nettovermoegen.jpg\" alt=\"Nettoverm&ouml;gen\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/fr\/top_news\/?em_cnt=1663126&amp;em_src=637818&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a><\/p>\n<p>Es ist mehr als fraglich, ob sich innerhalb des Verm&ouml;gensanteils in H&ouml;he von 1,6 Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens der unteren 50 Prozent der Bev&ouml;lkerung namhafte Verm&ouml;gen befinden, die nicht bereits bei den heutigen Freibetr&auml;gen zum Schonverm&ouml;gen z&auml;hlen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die bei mittleren Einkommen h&auml;ufiger vorkommenden Riester-Vertr&auml;ge &uuml;ber den heute bereits existierenden Schonverm&ouml;gens-Freibetrag hinaus komplett dem Schonverm&ouml;gen zugerechnet werden k&ouml;nnen. Auch die bei mittleren Einkommen h&auml;ufiger vorkommenden Lebensversicherungen lassen sich mit Hilfe eines kleinen Tricks dem Schonverm&ouml;gen <a href=\"http:\/\/www.anlageberatung.de\/hartz4sichere_geldanlagen10.cfm\">hinzurechnen<\/a>.<\/p>\n<p>Legt man f&uuml;r einen ledigen Hartz-IV-Empf&auml;nger eine Hartz-IV-Leistung (inkl. Miete und Heizung) in H&ouml;he von 670 Euro pro Monat zu Grunde, dann w&uuml;rden bei zus&auml;tzichen Kosten in H&ouml;he von 300 Millionen Euro pro Jahr lediglich ca. 37.000 Personen von der Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens profitieren. <\/p>\n<p>Die Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens schl&auml;gt sich somit deutlich st&auml;rker zum Vorteil jener Hartz-IV-Empf&auml;nger nieder, die w&auml;hrend ihres Arbeitslebens zu den Besser- und Spitzenverdienern z&auml;hlten und somit &uuml;ber ein deutlich &uuml;ber dem Durchschnitt liegendes Verm&ouml;gen verf&uuml;gen. Das Thema &ldquo;Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens&rdquo; bietet Schwarz-Gelb sowie vielen Medien die Gelegenheit, der Bev&ouml;lkerung vorzugaukeln, hierbei handele es sich um eine sozialpolitische Gro&szlig;tat zu Gunsten der Klein- und Durchschnittsverdiener. Tats&auml;chlich kommt diese Ma&szlig;nahme jedoch v.a. der verm&ouml;genden Klientel zu Gute. Guido Westerwelle: &ldquo;Wir l&ouml;sen das ein, was wir vor der Wahl versprochen haben.&rdquo;<\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu als Beleg:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sind Hartz-IV-Korrekturen reine Symbolpolitik?<\/strong><br>\nDie Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit deuten darauf hin, dass der Effekt gering w&auml;re. Denn zwischen Januar und September 2009 wurden nur knapp 25.000 Hartz-IV-Antr&auml;ge wegen zu hohen Verm&ouml;gens abgelehnt. Im Verh&auml;ltnis zu den 5,5 Millionen Antr&auml;gen, die insgesamt eingingen, entspricht dies einem Anteil von 0,5 Prozent. &bdquo;Nur ein geringer Teil der Hartz-IV-Antr&auml;ge wird wegen zu hohen Verm&ouml;gens zur&uuml;ckgewiesen&rdquo;, sagt Anja Huth, Sprecherin der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.\n<p>In Nordrhein-Westfalen ist das nicht anders. Nach Auskunft des Ministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales lehnten die Beh&ouml;rden h&ouml;chstens ein Prozent der Antr&auml;ge auf Arbeitslosengeld II ab, weil die Antragsteller zu viel Verm&ouml;gen f&uuml;r ihre Altersversorgung gespart hatten. Die betroffenen Personen hatten in ihrem bisherigen Erwerbsleben kaum Gelegenheit, nennenswerte Summen zu sparen. Und nur die wenigsten besitzen H&auml;user oder Eigentumswohnungen, aus denen sie ausziehen m&uuml;ssten, bevor sie Leistungen erhalten. <\/p>\n<p>Im Umkehrschluss deuten die Zahlen darauf hin, dass die Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens durch Union und FDP zwar einigen Vorteile br&auml;chten, insgesamt davon jedoch nur eine kleine Gruppe profitieren w&uuml;rde. Deshalb kostete es die neue Bundesregierung m&ouml;glicherweise auch nicht allzu viel, ihre soziales Versprechen umzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/waz\/wirtschaft\/2009\/10\/13\/news-136704833\/detail.html\">Der Westen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Stufentarif ist Vorbereitung auf weitere Umverteilung von unten nach oben <\/strong><br>\nScharf verurteilt Attac die Pl&auml;ne von schwarz\/gelb, einen Stufentarif bei der Einkommensteuer einzuf&uuml;hren. \n<p>Die Wahlkampfbehauptung der FDP, ihre Steuervorschl&auml;ge w&uuml;rden nur 35 Milliarden Euro an Mindereinnahmen bei der Einkommensteuer bringen, sei l&auml;ngst widerlegt. Das gewerkschaftsnahe Institut der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung IMK und das Rheinisch-Westf&auml;lische Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI) haben f&uuml;r das FDP-Modell Steuerausf&auml;lle zwischen 60 und 80 Milliarden Euro berechnet.<\/p>\n<p>Von einer Stufe zur anderen g&auml;be es Belastungsspr&uuml;nge. Vor allem aber w&uuml;rde die Einteilung der Menschen in Steuerklassen bedeuten, dass sich die Senkung des Spitzensteuersatzes nur f&uuml;r die Oberklasse auswirke, w&auml;hrend sich beim linearen Tarif eine Abflachung bis nach unten erg&auml;be.<\/p>\n<p>Die Kosten der Krise sollten aber diejenigen tragen, die beim Zocken auf den Finanzm&auml;rkten und in der Wirtschaft die hohen Profite einfahren. Deswegen fordert Attac einen gerechten, linear-progressiven Tarifverlauf ohne &ldquo;Mittelstandsbauch&rdquo; mit dem Eingangssteuersatz von 14 Prozent und einem Spitzensteuersatz von 53 Prozent, eine einmalige Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r hohe und h&ouml;chste Verm&ouml;gen und ertragreiche Verm&ouml;gen- und Erbschaftssteuern. Einen entsprechenden Vorschlag, Solidarische Einfachsteuer (SES), hat Attac mit den Gewerkschaften Verdi und IG-Metall schon vor Jahren ausgearbeitet, den Attac jetzt aktualisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailansicht\/datum\/2009\/10\/14\/umverteilung-durch-stufentarif\/?cHash=b7cc7b2781\">Attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>K&uuml;ndigungsschutz: die Fakten. Forschung, Zahlen und Fakten sprechen daf&uuml;r<\/strong><br>\nPolitiker streiten sich seit Jahren um den K&uuml;ndigungsschutz. Er hemme die Flexibilit&auml;t des Arbeitsmarktes sagen die einen, er sei ein Beitrag zu sozialer Stabilit&auml;t und Schutz vor Willk&uuml;r, sagen die anderen. Wir sagen: er sch&uuml;tzt Arbeitnehmer vor ungerechtfertigten K&uuml;ndigungen, hilft in der Krise und macht Mitbestimmung &uuml;berhaupt erst m&ouml;glich. \n<p>Deutschland im internationalen Ranking im oberen Mittelfeld.<\/p>\n<p>Laut der OECD-Studie lag Deutschland 2008 beim K&uuml;ndigungsschutz im internationalen Vergleich auf Platz neun und damit im oberen Mittelfeld sowie deutlich &uuml;ber dem OECD-Durchschnitt.<\/p>\n<p>Das h&auml;ufigste Argument f&uuml;r eine Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes ist, dass d&iacute;e Unternehmen dann mehr Menschen einstellen w&uuml;rden. F&uuml;r derartige positive Besch&auml;ftigungseffekte gibt es allerdings laut empirischen Untersuchungen&nbsp;keine Belege, berichtet das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-0A456501-841041C6\/internet\/style.xsl\/view_2191.htm\">IG-Metall<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gesundheitspolitik; Unionsfraktion will h&ouml;here Beitr&auml;ge f&uuml;r Versicherte<\/strong><br>\nIn einem Papier der Arbeitsgruppe Gesundheit der Unionsfraktion, das WELT ONLINE vorliegt, fordert die Union in der Gesundheitspolitik auf eine Entlastung der Arbeitgeber. Im Gegenzug sollen die Versicherten st&auml;rker belastet werden. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sprechen sich dem Papier zufolge f&uuml;r den Erhalt des Gesundheitsfonds aus. <em>&bdquo;Er ist eine gute Basis f&uuml;r die verl&auml;ssliche Finanzierung der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland&ldquo;<\/em>, schreiben die Unions-Politiker in ihren <em>&bdquo;Kernforderungen an eine schwarz-gelbe Gesundheitspolitik&ldquo;<\/em>. \n<p>Sollten diese Pl&auml;ne umgesetzt werden, w&uuml;rden die Gesundheitsausgaben k&uuml;nftig st&auml;rker als bisher &uuml;ber Zusatzbeitr&auml;ge finanziert, die allein die Arbeitnehmer tragen. Die Arbeitgeber w&uuml;rden im Gegenzug entlastet. Die Arbeitsgruppe sieht darin eine St&auml;rkung der <em>&bdquo;regionalen Betriebsautonomie der Kassen&ldquo;<\/em>.<\/p>\n<p>Gest&auml;rkt werden sollen nach den Vorstellungen der Unionsfraktion auch die privaten Krankenkassen. <em>&bdquo;Es muss klargestellt werden, dass gesetzliche Krankenkassen selbstst&auml;ndig nur Kostenerstattungs- und Selbstbehalttarife anbieten d&uuml;rfen&ldquo;<\/em>, schreiben die Unionspolitiker. <em>&bdquo;Alle dar&uuml;ber hinausgehenden Zusatzangebote, wie Tarife f&uuml;r Chefarztbehandlung oder Ein-Bett-Zimmer, sind klassische Aufgabe der privaten Krankenzusatzversicherung.&ldquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/bundestagswahl\/article4847689\/Unionsfraktion-will-hoehere-Beitraege-fuer-Versicherte.html\">Die Welt Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Welthungerbericht: Mehr als eine Milliarde Menschen hungern<\/strong><br>\nDie Weltwirtschaftskrise hat &bdquo;verheerende&ldquo; Auswirkungen auf die Ern&auml;hrungssituation in der Welt. Wie die UN-Organisation f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft (FAO) am Mittwoch in Rom in ihrem diesj&auml;hrigen Welthungerbericht mitteilte, stieg die Zahl der Hungerleidenden 2009 als Folge der Krise auf 1,02 Milliarden &ndash; den h&ouml;chsten Wert seit 1970. Damit steht die Realit&auml;t im krassen Gegensatz zu den im Jahr 2000 formulierten Millenniums-Zielen, in denen die Vereinten Nationen urspr&uuml;nglich angestrebt hatten, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren.\n<p>Laut dem Bericht leidet statistisch jeder sechste Mensch auf der Welt unter Hunger und Unterern&auml;hrung, das sind insgesamt 100 Millionen Menschen mehr als im Jahr 2008. Die meisten unterern&auml;hrten und hungernden Menschen leben in Entwicklungsl&auml;ndern, die Mehrheit von ihnen (642 Millionen) in Asien und in der Pazifik-Region. 15 Millionen betroffene Menschen leben in den Industriestaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub8ABC7442D5A84B929018132D629E21A7\/Doc~E4E614685B8D34091843AE275473DABF4~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wall-Street-Banker erwarten Rekord-Geldregen<\/strong><br>\nFinanzkrise &ndash; war da was? Zumindest nicht f&uuml;r die New Yorker Banker. Nach Berechnungen des &ldquo;Wall Street Journals&rdquo; k&ouml;nnen sie in diesem Jahr mit Rekordgeh&auml;ltern rechnen. Allein die gr&ouml;&szlig;ten 23 Geldh&auml;user werden voraussichtlich rund 95 Milliarden Euro an ihre Angestellten zahlen.<br>\nDas w&auml;ren zehn Milliarden Dollar mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007 und &uuml;ber 20 Milliarden Dollar mehr als noch 2008 &ndash; dem Jahr, als die Immobilienkrise den Bankensektor fast einst&uuml;rzen lie&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,655000,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und der amerikanische Steuerzahler darf zur Rettung der Banken mit dreistelligen Milliardenbetr&auml;gen gerade stehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europas Krisenhaushalte<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien, Spanien, Niederlande: Der EU-Nachhaltigkeitsbericht 2009, der der FTD exklusiv vorliegt, zeichnet eine etwas andere Europakarte: Der Report listet Staaten auf, die wegen ihrer klammen Haushalte bald in die Schuldenkrise st&uuml;rzen k&ouml;nnten. Auch Deutschland ist nicht risikofrei. Die Studie untersucht die Entwicklung der Staatsfinanzen bis 2060.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:europas-krisenhaushalte-eu-erklaert-spanien-zum-hochrisikostaat\/50022987.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines NDS-Lesers:<\/strong> Wahrsager werden neidisch! Wie kommt man auf solche Zeitr&auml;ume, wo wir noch nicht einmal 2010 haben?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Einbruch bei Steuereinnahmen: 353 Milliarden fehlen<\/strong><br>\nDie Koalitionsverhandlungen von Union und FDP werden durch neue Haushaltsl&ouml;cher zus&auml;tzlich belastet. Die Steuereinnahmen von Bund und L&auml;ndern sind im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,4 Prozent eingebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2011456_Einbruch-bei-Steuereinnahmen-353-Milliarden-fehlen.html\">FR<\/a>\n<p><em>Das ist aber ganz schlecht, denn:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Geld f&uuml;r Banken reicht nicht<\/strong><br>\nDie Bundesregierung rechnet damit, dass die Banken zur &Uuml;berwindung der Finanzkreise weiteres Geld brauchen. &ldquo;Wir sind weit von einer Normalisierung entfernt&rdquo;, sagte Finanzstaatssekret&auml;r J&ouml;rg Asmussen am Dienstag. &ldquo;Es ist weiterer Kapitalbedarf in Banken absehbar. So weit wie m&ouml;glich muss dieser aus privaten Quellen gedeckt werden.&rdquo; Zur Not, das stellte Asmussen klar, k&ouml;nne aber auch der Staat einspringen. Hypo Real Estate, die Commerzbank und die Mittelstandsbank IKB mussten bereits mit Milliarden aus der Staatskasse gerettet werden. &ldquo;Die Krise ist noch nicht vor&uuml;ber&rdquo;, warnte Asmussen. Er stellte aber gleichwohl fest: &ldquo;Wir sehen Zeichen f&uuml;r eine Stabilisierung der Wirtschaft.&rdquo; Dieser Aufschwung sei aber staatlich gest&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/g5o38Z\/3097193\/Geld-reicht-nicht.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Dann werden die Sozialausgaben wohl weiter gek&uuml;rzt werden &bdquo;m&uuml;ssen&ldquo; und die indirekten Steuern erh&ouml;ht.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu hat SPIEGEL-ONLINE schon eine Liste m&ouml;glicher Ma&szlig;nahmen aus der Mottenkiste geholt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>So kann Schwarz-Gelb der Schuldenfalle entkommen<\/strong><br>\nTrotz desolater Haushaltslage wollen sich Union und FDP vor gr&ouml;&szlig;eren Sparaktionen dr&uuml;cken &ndash; zumindest vorerst. K&uuml;rzungen sind aber nach Ansicht der meisten Experten unvermeidlich. SPIEGEL ONLINE zeigt, welche Einschnitte auf die B&uuml;rger in den n&auml;chsten Jahren zukommen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,654807,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Und welche Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnten das wohl sein? Verm&ouml;genssteuer? Erh&ouml;hung der Erbschaftssteuer? Eine Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes? Nein, nein, nat&uuml;rlich nicht, denn diese w&uuml;rden die falschen treffen, die &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo; n&auml;mlich. Hier die Empfehlungen von Spiegel-Online:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Abschaffung der Rentengarantie <\/li>\n<li>Ende der Pendlerpauschale <\/li>\n<li>Einf&uuml;hrung einer Pkw-Maut <\/li>\n<li>Abschaffung der Steuerfreiheit f&uuml;r Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschl&auml;ge <\/li>\n<li>K&uuml;rzung von Solarsubventionen <\/li>\n<li>Abschaffung des Steuerprivilegs der Post <\/li>\n<li>Erh&ouml;hung des Arbeitnehmeranteils bei gesetzlich Krankenversicherten <\/li>\n<li>Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer <\/li>\n<li>Entwicklungshilfe f&uuml;r China kappen<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Wolfgang Bosbach macht &ndash; ganz auf der Linie von Thilo Sarrazin &ndash; einen weiteren Vorschlag:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Druck auf arbeitslose Ausl&auml;nder erh&ouml;hen<\/strong><br>\nUnions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) will den Druck auf ausl&auml;ndische Arbeitslose erh&ouml;hen, die wegen mangelhafter Deutsch-Kenntnisse schwer vermittelbar sind. Bosbach sagte dem &ldquo;K&ouml;lner Stadt-Anzeiger&rdquo;, wer nicht an Deutsch-Kursen teilnehmen wolle und &ldquo;sich nicht ernsthaft um Arbeit bem&uuml;ht, der kann nicht erwarten, dass er hier dauerhaft auf Kosten des Steuerzahlers lebt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2011515_Bosbach-Druck-auf-arbeitslose-Auslaender-erhoehen.html\">FR<\/a>\n<p><em>Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand auf diese &bdquo;Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeit&ldquo; f&uuml;r Arbeitslose kommt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wirtschaftskrise beschert US-Armee einmaligen Zulauf<\/strong><br>\nDie mit der Wirtschaftskrise einhergehende steigende Arbeitslosigkeit in den USA hat der US-Armee einen bislang einmaligen Zulauf beschert: Erstmals seit der Einf&uuml;hrung einer nur aus Freiwilligen zusammengesetzten Armee im Jahr 1973 sei es gelungen, alle Stellen wie gew&uuml;nscht zu besetzen, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachrichten.t-online.de\/usa-wirtschaftskrise-beschert-us-armee-einmaligen-zulauf\/id_20240986\/index\">T-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>BaFin bangt um Versicherer<\/strong><br>\nDie Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) h&auml;lt eine lang anhaltende Niedrigzinsphase f&uuml;r eine reale Gefahr f&uuml;r die Assekuranz. Nach FTD-Informationen verlangt die Aufsichtsbeh&ouml;rde erstmals in ihrer Geschichte von den Lebensversicherern Modellrechnungen, die von sehr niedrigen Zinsen bis 2018 ausgehen und den Zinsbedarf bis 2027 modellieren. Bislang nahm die Aufsichtsbeh&ouml;rde in ihren Stresstests zur Krisenfestigkeit der Lebensversicherer einen schockartigen Wertverfall von Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren an &ndash; nicht aber einen jahrelangen Niedrigzins. Die Versicherer geben ihren Kunden in der klassischen Renten- und Lebensversicherung Garantien, die immer f&uuml;r die gesamte Laufzeit eines Vertrages gelten. Im Durchschnitt haben die Gesellschaften Zinsgarantien von rund 3,4 Prozent auf Kundenguthaben zu bedienen &ndash; bei Laufzeiten von zw&ouml;lf Jahren und mehr. Die BaFin bef&uuml;rchtet offenbar, dass einige Anbieter bei lang anhaltenden niedrigen Ertr&auml;gen aus den Kapitalanlagen kaum in der Lage w&auml;ren, diese Garantien dauerhaft zu bedienen. Dann k&auml;me mancher Lebensversicherer in eine Schieflage. In Japan f&uuml;hrten Deflation und Niedrigzinsen in den 1990er-Jahren zu einer Reihe spektakul&auml;rer Zusammenbr&uuml;che von Lebensversicherern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:haertepruefung-fuer-die-assekuranz-ba-fin-bangt-um-versicherer\/50023022.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass die Finanzkrise bei den privaten Lebensversicherungen ankommt, dar&uuml;ber hat die Bild-Zeitung nat&uuml;rliche keinen Aufmacher gemacht<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fehlende Regulierung: Hedge-Fonds schummeln gern<\/strong><br>\nBernard Madoff gab sich als Hedge-Fonds-Manager aus und betrog Anleger mit einem gigantischen Schneeballsystem. Die Branche will damit nichts zu tun haben. Doch eine Studie der New York University kommt zu erschreckenden Resultaten. Zahlreiche Hedge-Fonds-Manager schummeln und geben ihren Investoren keine korrekte Auskunft &uuml;ber juristische Probleme, historische Renditen und Anlagevolumen. 21 Prozent der in einer Studie der New York Stern School of Business &uuml;berpr&uuml;ften Fonds gaben in Gespr&auml;chen falsche Informationen gegen&uuml;ber Anlegervertreter. Die Resultate der aktuellen Studie geben Kritikern Recht, die eine sch&auml;rfere Regulierung des Sektors fordern. 41 Prozent der untersuchten Fonds h&auml;tten schon einmal ein juristisches oder regulatorisches Problem gehabt, hei&szlig;t es in dem Bericht. 32 Prozent davon h&auml;tten sich dabei Klagen ausgesetzt gesehen, 15 Prozent w&auml;ren mit der Aufsicht aneinander geraten. Zahlreich sind auch die Konflikte mit Wirtschaftspr&uuml;fern und Verwaltern. 3,6 Prozent der Fonds w&auml;ren bei der Bewertung ihres Portfolios andererer Meinung als ihr Dienstleister gewesen. 10 Prozent w&auml;ren bei der Ausweisung des Verm&ouml;gens, 4,5 Prozent bei der Ermittlung der Rendite anderer Ansicht gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/alternativen\/:fehlende-regulierung-hedge-fonds-schummeln-gern\/50023091.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schrottpapiere: Auferstanden aus Ruinen<\/strong><br>\nDie Finanzkrise bef&ouml;rdert seltsame Karrieren: Ausgerechnet diejenigen, die bis zum Platzen der Blase mit daf&uuml;r gesorgt haben, dass komplexe Papiere in den Bankbilanzen landeten, k&uuml;mmern sich nun darum, diese Papiere so gut es geht wieder aus den Bilanzen zu entfernen.<br>\nDas rund 20-Mitarbeiter starke Collineo-Team ber&auml;t Investoren bei innovativen Finanzprodukten und verwaltet ein Milliardenportfolio entsprechender Papiere. Darunter sind etwa so genannte Asset Backed Securities (ABS), die von Investmentbanken erfunden und konstruiert worden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/schrottpapiere-auferstanden-aus-ruinen;2468701%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal sind die Brandstifter als Feuerwehrleute am Werk. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lucas Zeise &ndash; Die Bank als G&auml;rtner<\/strong><br>\nVier gute Gr&uuml;nde, warum es falsch ist, die Bundesbank mit der Finanzaufsicht zu betrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:kolumne-lucas-zeise-die-bank-als-gaertner\/50022464.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Interessant auch die Spekulationen &uuml;ber die Zukunft des Finanzstaatssekret&auml;rs Asmussen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>ARTE: Alptraum Atomm&uuml;ll<\/strong><br>\nDie Wellen schlagen hoch, wenn um das F&uuml;r und Wider der Atomkraft gestritten wird. Lohnt es sich wirklich, diese Art der Energieproduktion zu f&ouml;rdern, w&auml;hrend die meisten europ&auml;ischen L&auml;nder schon beschlossen haben, sie aufzugeben? Im Mittelpunkt der Debatte steht die Angst vor der Zeitbombe Atomm&uuml;ll, der Achillesferse des Atomzeitalters.<br>\nObwohl sich die Vertreter der Atomindustrie in Verharmlosung &uuml;ben, macht der Atomm&uuml;ll den Menschen Angst, denn die Wissenschaftler k&ouml;nnen bis auf weiteres keine akzeptable L&ouml;sung anbieten, und die Politiker sprechen m&ouml;glichst nicht dar&uuml;ber. Viele Fragen bleiben offen: Wie gef&auml;hrlich ist der Atomm&uuml;ll? Wie wird damit umgegangen? Welche L&ouml;sungen werden angeboten?\n<p>Der Dokumentarfilm &ldquo;Albtraum Atomm&uuml;ll&rdquo; macht sich in Frankreich, Russland, den USA und Deutschland auf die Suche nach der Wahrheit &uuml;ber den Atomm&uuml;ll. Dabei geht es nicht zuletzt auch um Fragen nach der Informationspolitik zu diesem Thema, es geht um die verschiedenen Akteure und Interessengruppen und darum, inwieweit man &uuml;berhaupt von einem &ldquo;demokratischen Umgang&rdquo; mit dem Thema Atomkraft sprechen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/plus7.arte.tv\/de\/1697660,CmC=2883850.html\">ARTE (Achtung der Beitrag ist nach den neuen Zensurbestimmungen des j&uuml;ngsten Rundfunk&auml;nderungsstaatsvertrages nur 7 Tage im Netz abrufbar.)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Firmenabspaltungen bei BAYER: Verheerende Folgen f&uuml;r Mitarbeiter und Leverkusen<\/strong><br>\nAgfa, Dynevo und jetzt DyStar und Tanatex: immer l&auml;nger wird die Liste der vom BAYER-Konzern abgespaltenen Firmen, bei denen Mitarbeiter entlassen oder die in die Pleite getrieben werden. Beim Farbstoffproduzenten Dystar bangen aktuell 3.000 Mitarbeiter um ihre Arbeitspl&auml;tze &ndash; dabei geh&ouml;rten die Foto- und Farben-Chemie im 19. Jahrhundert zu den Wurzeln der deutschen Chemieindustrie. Zu den Ursachen des Niedergangs interviewten wir den Chemiker Dr. Hauke F&uuml;rstenwerth, ehemaliger Forschungsleiter bei BAYER und Autor des Buchs &bdquo;Geld arbeitet nicht &ndash; wer bestimmt &uuml;ber Geld, Wirtschaft und Politik?&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=14360&amp;css=print\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Impfstoff gegen Schweinegrippe: Bundeswehr wird bevorzugt<\/strong><br>\nDie Bundeswehr hat ein Medikament ohne umstrittene Verst&auml;rker bestellt. Experten empfehlen es auch f&uuml;r Schwangere und Kinder. Doch die bekommen &uuml;ber die L&auml;nder andere Impfungen. Eine Impfung ist eine Impfung ist eine Impfung &ndash; sagt jedenfalls Ulla Schmidt. Die Soldaten erhalten ein Vakzin, das ohne umstrittene Verst&auml;rkersubstanzen, sogenannte Adjuvanzien, hergestellt wird. Das birgt Z&uuml;ndstoff. Denn nicht wenige Mediziner halten den nichtadjuvantierten Impfstoff f&uuml;r sicherer als den, der bald f&uuml;r die breite Bev&ouml;lkerung in Deutschland zur Verf&uuml;gung steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/bevorzugung-der-bundeswehr\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>M&uuml;ntefering verteidigt seinen F&uuml;hrungsstil<\/strong><br>\nVon Selbstzweifel keine Spur: Franz M&uuml;ntefering sieht keinen Grund, seine Arbeit als SPD-Chef zu hinterfragen.\n<p>Er verteidigte zugleich seinen autorit&auml;ren F&uuml;hrungsstil. &ldquo;Im Regierungshandeln kann man nicht durch eine Art Parteibefragung kl&auml;ren, was man jetzt machen darf oder nicht, ja oder nein&rdquo; sagte M&uuml;ntefering.<\/p>\n<p>M&uuml;ntefering appellierte an seine Partei, sich offensiv zu den vergangenen elf Regierungsjahren zu bekennen. &ldquo;Dieses St&uuml;ck ist in der Geschichte der SPD ein stolzes St&uuml;ck und ein gutes St&uuml;ck&rdquo;, sagte der SPD-Chef. Es sei ihm ganz wichtig, &ldquo;dass wir uns nicht genieren m&uuml;ssen f&uuml;r das, was wir getan haben&rdquo;. Das werde der Partei auch wieder die Kraft geben f&uuml;r den Weg nach vorne. Dies sei der entscheidende Punkt f&uuml;r die SPD. &ldquo;Wir sind kleiner geworden, aber wir sind nicht hilflos. Wir wissen, was richtig ist&rdquo;, sagte M&uuml;ntefering.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2009-10\/muentefering-spd\">Die Zeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach Welt, Bild, Spiegel nun auch die Zeit als Plattform zur Verteidigung des Agenda-Kurses.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>M&uuml;ntefering rechnet mit Lafontaine ab<\/strong><br>\nDer scheidende SPD-Chef Franz M&uuml;ntefering sieht in Oskar Lafontaine den Hauptschuldigen f&uuml;r die historische Niederlage der Sozialdemokratie bei der Bundestagswahl.\n<p>&laquo;Er hat die Partei verlassen, dann verraten und anschliessend ganz gezielt gegen uns organisiert&raquo;, sagte Franz M&uuml;ntefering der Wochenzeitung &laquo;Die Zeit&raquo;. &laquo;Lafontaine hat die linke Mitte in Deutschland besch&auml;digt, aus niederen pers&ouml;nlichen Motiven&raquo;, sagte er weiter. Die PDS h&auml;tte nach seiner Ansicht nie eine Chance gehabt, auch in den Westl&auml;ndern aufzutrumpfen, wenn der ehemalige SPD-Vorsitzende Lafontaine das nicht organisiert h&auml;tte. &laquo;Da ist viel an W&auml;hlerschaft abgezogen, was wir nicht mit vergleichbar populistischen Antworten h&auml;tten halten k&ouml;nnen&raquo;, sagte M&uuml;ntefering.<\/p>\n<p>Wenn man sp&auml;ter einmal &uuml;ber die Dimension dieser Jahre spreche, werde sich Lafontaine besonders viel sagen lassen m&uuml;ssen. &laquo;Deshalb finde ich die Geschwindigkeit mancher, ihm nun Signale zu senden, dass man miteinander k&ouml;nnte, armselig&raquo;, so M&uuml;ntefering.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/ausland\/europa\/Muentefering-rechnet-mit-Lafontaine-ab\/story\/27129904\">Baseler Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist so einfach, die eigenen S&uuml;nden auf den S&uuml;ndenbock Lafontaine abzuladen. Der Realit&auml;t kommt man damit allerdings nicht n&auml;her. Die Partei Die Linke wurde im Juni 2007gegr&uuml;ndet. Da war Schr&ouml;der schon l&auml;ngst abgew&auml;hlt und die SPD hatte schon seit 1998 und verst&auml;rkt nach der Agenda 2003 eine Landtagswahl nach der anderen verloren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Die Gewerkschafts-Kanzlerin<\/strong><br>\nSie h&auml;tte nur noch ein paar Minuten so weiterreden m&uuml;ssen. Dann w&auml;r ihr die Ehrenstecknadel f&uuml;r verdienstvolle Gewerkschafter sicher gewesen. Eine Garantie gegen soziale Einschnitte hatten sich die Gewerkschaften von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)erwartet. Und Merkel liefert, als sie nach Hannover kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2014489_Kuendigungsschutz-und-Mitbestimmung-Die-Gewerkschafts-Kanzlerin.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So wichtig Mitbestimmung und K&uuml;ndigungsschutz sind, aber haben die Arbeitnehmer nicht auch viele andere gravierende Probleme. Die anwesenden Gewerkschafter gehen Merkel offenbar auf den Leim.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne sammeln eifrig Daten<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen sollen bundesweit in den Landtagen per Fragebogen detaillierte Informationen &uuml;ber die Linken zusammentragen haben. Die Linkspartei zeigte sich angesichts der Berichte entr&uuml;stet. In dem einseitigen Formular aus dem Mitarbeiterstab der Bundestagsfraktion werden die Parteifreunde unter anderem gebeten, Angaben &uuml;ber &ldquo;personelle Zwistigkeiten&rdquo; oder zur Stasi-Vergangenheit einzelner Linken-Abgeordneter zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Gruene-sammeln-eifrig-Daten-article547614.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Meet the Mohns &ndash; Konsumterror<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Google-Plattform &raquo;Youtube&laquo; seit der allm&auml;hlichen Einf&uuml;hrung von Werbeanzeigen in den Videos vor zwei Jahren viel Kritik einheimste und laut dem Computerportal &raquo;Winfuture&laquo; einige Youtube-Nutzerinnen und -Nutzer sogar mit Boykott drohten, etabliert Bertelsmann unterdessen eine neue Werbestrategie im Internet: &raquo;FLOADED&laquo;.<br>\n&Uuml;ber seine Mediengruppe Gruner+Jahr sowie die hauseigene Filmproduktion UFA stellt Bertelsmann seit kurzer Zeit Filme her, die keiner Werbepause mehr bed&uuml;rfen &ndash; denn es sind selbst schon Reklamefilme, nur eben viel l&auml;nger als die alten<br>\nQuell: <a href=\"http:\/\/www.bleib-passiv.de\/beitraege\/lobbyismus\/111-meet-the-mohns-teil-2-konsumterror.html%20\">bleib-passiv.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Kommentar: Zur Gemeinn&uuml;tzigkeit der Bertelsmann Stiftung<\/strong><br>\nBei der Bertelsmann Stiftung handelt es sich nach vielen soziologischen Ansichten und Untersuchungen um eine Institution die vergleichbar ist mit einer ausgelagerten steuerbefreiten Marktforschungs-, Marketing- und Vertriebsabteilung der Bertelsmann AG und Ihrer Tochterunternehmen, insbesondere der Arvato AG.\n<p>Es kann nicht sein, dass mit ersparten Steuergeldern Marktforschung, Marketing und Vertrieb der Bertelsmann AG und deren Tochterunternehmen finanziert werden. Deshalb ist ihr die Gemeinn&uuml;tzigkeit abzuerkennen. <\/p>\n<p>Da das Stiftungsrecht in Nordrhein-Westfalen und die Stiftungsaufsicht durch den Regierungspr&auml;sidenten den Bertelsm&auml;nnern nicht passte, wurde es auf die Initiative der Bertelsmann Stiftung hin reformiert. <\/p>\n<p>Gemeinsam mit dem Maecenata Institut hat die Bertelsmann Stiftung deshalb bereits 1999 eine Expertenkommission ins Leben gerufen, die nach Pr&uuml;fsteinen f&uuml;r ein zuk&uuml;nftiges Stiftungs- und Gemeinn&uuml;tzigkeitsrecht suchte. Deren Arbeit wird dokumentiert in der Loseblattsammlung mit Erg&auml;nzungslieferungen: &ldquo;Expertenkommission zur Reform des Stiftungs- und Gemeinn&uuml;tzigkeitsrechts&rdquo;, Herausgeber: Bertelsmann Stiftung, Maecenata Institut f&uuml;r Dritter-Sektor-Forschung (1999, 48 DM, Bestell-Fax: 05241 \/ 81 95 31). <\/p>\n<p>Zwischenzeitlich ist das nordrheinwestf&auml;lische Stiftungsrecht im Jahre 2005 (Bertelsmann sitzt in G&uuml;tersloh) nach den Vorstellungen der Bertelsm&auml;nner reformiert (entb&uuml;rokratisiert wie die Bertelsm&auml;nner in ihrem &ldquo;Neusprech&rdquo; sagen w&uuml;rden), d.h. die Aufsicht der Stiftungen wurde weitgehend entsch&auml;rft!<br>\nDie Stiftungsaufsicht durch die Regierungspr&auml;sidien ist damit faktisch abgeschafft!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.glocalist.com\/news\/kategorie\/kommentare\/titel\/kommentar-zur-gemeinnuetzigkeit-der-bertelsmann-stiftung\/\">Glocalist<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>USA: Die Angst vor der Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nUnfrieden auch im Innern der USA: 46 Millionen Menschen sind nicht krankenversichert. Obama will ihnen helfen. Warum dann die heftige Kritik?\n<p>Zu Obamas Ideen, an denen sich der heftigste Streit entz&uuml;ndet hat, geh&ouml;rt vor allem die public option. Das ist eine Art staatlicher Mindestkrankenversicherung, die all jene auffangen soll, die sich eine regul&auml;re Krankenversicherung nicht leisten k&ouml;nnen. Die Mehrheit der &uuml;ber 46 Millionen US-B&uuml;rger ohne Absicherung soll damit in das Gesundheitssystem integriert werden. Zugleich will der Pr&auml;sident einen Versicherungszwang einf&uuml;hren. Wer keine Police hat oder als Unternehmen keine Police f&uuml;r die Mitarbeiter anbietet, soll k&uuml;nftig eine Strafe zahlen. Die Krise des Gesundheitssystems kann man als Krise der mittelst&auml;ndischen Unternehmen bezeichnen. Von 46 Millionen Amerikanern ohne Krankenversicherung, denen Obama mit seiner public option helfen will, arbeiten mehr als die H&auml;lfte Voll- oder Teilzeit &ndash; aber bei einem Unternehmen, das ihnen keinen Schutz im Krankheitsfall anbieten kann. Mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter bei den Gro&szlig;unternehmen sind abgesichert &ndash; bei Kleinunternehmen ist es nur ein Viertel. Die Kleinen und die Selbstst&auml;ndigen geh&ouml;ren denn auch zu den heftigsten Kritikern von Obamas Ideen. &ldquo;Die Reform ist f&uuml;r uns das brennendste Thema &uuml;berhaupt&rdquo;, sagt Michael Elmendorf, New Yorker Chef des NFIB, eines Interessenverbands kleiner Unternehmer. Seine Mitgliedsfirmen f&uuml;rchten, dass ihre Belastung weiter steigt. K&auml;me es zu den geplanten Strafzahlungen f&uuml;r Arbeitgeber, seien eine Million Jobs gef&auml;hrdet, warnte der NFIB in Washington bereits.<\/p>\n<p>Die Zahl der Firmen, die eine Police ganz oder teilweise tragen, nimmt seit Jahren ab.<\/p>\n<p>Dennoch genie&szlig;t nach wie vor die Mehrheit der Erwerbst&auml;tigen in den USA den Schutz durch den Arbeitgeber. Sie sorgt sich jetzt allerdings, dass sie f&uuml;r die Kosten der Reform zur Kasse gebeten wird, entweder &uuml;ber h&ouml;here Steuern oder &uuml;ber neue Abgaben. Viele Versicherte f&uuml;rchten auch, dass die Unternehmen die Reform nutzen k&ouml;nnten, um sich ihrer Verpflichtung zu entledigen. Diese zahlen die Pr&auml;mien und m&uuml;ssen den Versicherer w&auml;hlen, somit auch die Mitarbeiter an- und abmelden. Eine public option k&ouml;nnte ihnen erm&ouml;glichen, so die Angst vieler Arbeitnehmer, sie in ein &ouml;ffentliches Programm abzuschieben, das nur einen Basisschutz verspricht. &hellip;&nbsp; Wenn Bob 65 Jahre alt wird, sind er und Rebecca wieder rundum versorgt &ndash; &uuml;ber die staatliche Gesundheitsversicherung Medicare. Finanziert wird sie &uuml;ber Steuern und Beitr&auml;ge. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen je zur H&auml;lfte einen Beitrag von rund drei Prozent des Lohns oder Gehalts. Wer nachweisen kann, dass er zehn Jahre einbezahlt hat, darf &ndash; gegebenenfalls mit Ehepartner &ndash; die &ouml;ffentliche Kasse nutzen. Derzeit sind mehr als 43 Millionen Amerikaner &uuml;ber Medicare versichert. Die Kosten beliefen sich 2008 auf rund 450 Milliarden Dollar &ndash; das sind 3,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. &Auml;ndert sich nichts, wird der Anteil Prognosen zufolge 2080 &uuml;ber elf Prozent betragen. Seit der Einf&uuml;hrung von Medicare 1965 haben sich die Kosten alle vier Jahre nahezu verdoppelt. Die Reformer wittern viel Sparpotenzial: Peter Orszag, Obamas wichtigster Kostenkontrolleur, h&auml;lt Einschnitte von bis zu 30 Prozent f&uuml;r m&ouml;glich, ohne die Qualit&auml;t der Versorgung zu beeintr&auml;chtigen. Viele Rentner und &auml;ltere Arbeitnehmer bezweifeln das. Sie f&uuml;rchten, dass die Unversicherten &ndash; oder gar illegale Einwanderer &ndash; auf ihre Kosten ins System geholt und medizinisch versorgt werden sollen. In Umfragen sind 60 Prozent der 18- bis 34-J&auml;hrigen f&uuml;r die Reform, aber nur 38 Prozent der &uuml;ber 65-J&auml;hrigen. Dabei wissen selbst Reformgegner wie der Firmenvertreter Michael Elmendorf, dass &ldquo;die immer weiter eskalierenden Kosten f&uuml;r die medizinische Versorgung in diesem Land das eigentliche Problem sind&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/43\/Health-Care?page=all\">Die Zeit<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Obamas Gesundheitsreform nimmt wichtige H&uuml;rde<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Obama ist der Verwirklichung seines ehrgeizigsten Reformprojekts einen gro&szlig;en Schritt n&auml;hergekommen: Der Senat bewilligte einen Gesetzentwurf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2009-10\/obama-gesundheitsreform-senat\">Die Zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><a name=\"h26\"><\/a><strong>Amerikas Hochschulen hat die Finanzkrise hart getroffen<\/strong><br>\nAn den verw&ouml;hnten Elite-Bildungsst&auml;tten ist nichts mehr undenkbar. Nicht mal das Sparen bei den lange als unantastbar geltenden Stipendien f&uuml;r bed&uuml;rftige Studenten. Die Finanzkrise hat enth&uuml;llt, wie riskant viele Hochschulen mit ihrem Verm&ouml;gen spekulierten. Um bis zu 40 Prozent sind die R&uuml;cklagen zerbr&ouml;selt. Allein Harvard verlor &uuml;ber zehn Milliarden Dollar.<br>\nNun r&auml;cht sich das Selbstverst&auml;ndnis der Unis als privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen. Hinzu kommt, dass die ebenfalls klammen Bundesstaaten &ndash; f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Bildungsf&ouml;rderung zust&auml;ndig &ndash; ihre Budgets radikal zusammenstreichen m&uuml;ssen. Viele d&uuml;rfen laut Gesetz auch im Abschwung keine Schulden machen und sparen an der teuren Bildung.<br>\nDie University of California, das Flaggschiff staatlicher Bildung in den USA, muss mit &uuml;ber 600 Millionen Dollar weniger auskommen, Angestellte m&uuml;ssen auf bis zu zehn Prozent ihres Gehalts verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,654581,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h28\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers: Nobelpreis<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR 2<\/a>\n<p><em>Und noch was: <\/em><br>\n<a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/kari_20091014_Muell.gif\"><strong>Lafontaine als M&uuml;lleimer<\/strong><\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Schonverm&ouml;gen und Hinzuverdienst als Mogelpackung; Milliarden hungern und Banker streichen Milliarden ein; Schulden und noch mehr Geld f&uuml;r die Banken; Krise kommt bei Lebensversicherungen an; auf den Finanzm&auml;rkten wird geschummelt und die Bundesbank wird zum G&auml;rtner; M&uuml;ntefering findet S&uuml;ndenbock; die &bdquo;Gewerkschaftskanzlerin&ldquo; und noch ein Blick in die USA. 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