{"id":42682,"date":"2018-03-02T08:33:34","date_gmt":"2018-03-02T07:33:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682"},"modified":"2018-03-02T08:33:34","modified_gmt":"2018-03-02T07:33:34","slug":"hinweise-des-tages-3071","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h01\">EU will US-Strafz&ouml;lle nicht hinnehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h02\">IT-Experte: Im Potenzial aequivalent zu Atomkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h03\">Die HSH und der Hedgefonds Cerberus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h04\">Rund 10% der Bevo&#776;lkerung sind auf Grundsicherung angewiesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h05\">Tafel-Chef kontert Merkel-Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h06\">Neue Entsenderichtlinie: EU einigt sich auf gleiche Bezahlung f&uuml;r gleiche Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h07\">Der Preis der Exportprofite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h08\">Deutsche Manager sind besonders korrupt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h09\">Gutachten: Energiecharta-Vertrag widerspricht europ&auml;ischem Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h10\">Andrew Dowling &ndash; &lsquo;Winter is Here&rsquo;. The Growing Erosion of Civil Rights in Spain <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h11\">Pentagon gibt zu: Keine Beweise f&uuml;r Chemieangriffe in Ost-Ghuta &ndash; Russland bleibt S&uuml;ndenbock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h12\">Nahles macht es spannend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h13\">Wei&szlig;buch SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h14\">Nachtrag zu: Ein Regierungspr&auml;sident i. R. versucht den Ruf unseres Landes zu heilen &ndash; mit einem sehr guten Brief nach Wolgograd vom 7.2.2018<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU will US-Strafz&ouml;lle nicht hinnehmen<\/strong><br>\nAuch im Europaparlament wird Widerstand laut. Das sei eine ganz klare Abschottungspolitik, kritisiert Bernd Lange, SPD-Politiker und Vorsitzender des Handelsausschusses. &ldquo;Die Verh&auml;ngung von Z&ouml;llen auf Stahl und Aluminium durch den amerikanischen Pr&auml;sidenten ist Protektionismus hoch drei, Nationalismus hoch drei und untergr&auml;bt das internationale Handelsrecht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-import-strafzoelle-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Da beschweren sich ja genau die richtigen. Und zwar die, die an anderer Stelle seit Jahren andauernde EU-Z&ouml;lle gegen&uuml;ber China f&uuml;r richtig halten und diese als notwendig f&uuml;r <a href=\"http:\/\/www.bernd-lange.de\/lv09\/bzha\/ubregha\/bernlang-\/content\/363270.php\">einen &bdquo;fairen Wettbewerb&ldquo; bezeichnen<\/a>. Den Protektionismus hat nicht Trump erfunden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IT-Experte: Im Potenzial aequivalent zu Atomkrieg<\/strong><br>\nAngriffe auf das Sicherheitsnetz der Bundesregierung, Hacker-Angriffe mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit auf das Au&szlig;enministerium, vielleicht auch auf das Verteidigungsministerium. Vielleicht sind auch andere Stellen betroffen. Das ist noch nicht ganz klar, oder wir wissen es bislang jedenfalls noch nicht. &ndash; Unser Thema mit dem IT-Sicherheitsexperten und NATO-Berater Sandro Gaycken von der European School of Management und Technology in Berlin.<br>\nM&uuml;ller: Reden wir &uuml;ber den aktuellen Fall, Angriffe auf das Au&szlig;enministerium, vielleicht auch das Verteidigungsministerium etc. Waren das die Russen?<br>\nGaycken: Keine Ahnung. Das wei&szlig; keiner. Ich w&auml;re auch sehr vorsichtig mit diesen vorschnellen Zuschreibungen. Die Nachrichtendienste sind sehr gut darin, die Stile gegenseitig zu imitieren, komplett bis in die kleinsten technischen Details, und diese Analysen kommen meist von irgendwelchen IT-Sicherheitsfirmen, die nat&uuml;rlich dann sofort bei CNN erscheinen, wenn sie als erster &ldquo;die Russen!&rdquo; schreien. Von daher ist das immer so: Das sind eher Komplizen von solchen Verschleierungstaktiken, und da muss man immer sehr vorsichtig sein. Feststellen kann man es eigentlich nur, wenn man eine menschliche Quelle im gegnerischen Hacker-Team hat. Die sind aber sehr selten und die w&uuml;rde man im Zweifelsfall auch nicht ausspielen.<br>\nM&uuml;ller: Das hei&szlig;t, es gibt keine eindeutigen digitalen Spuren?<br>\nGaycken: Nein, gibt es nie. Eindeutige Digitalspuren ist ein Widerspruch, denn man kann das immer f&auml;lschen. Man muss nur als Angreifer genug davon wissen und sich auskennen und dann kann man jede Spur f&auml;lschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hacker-angriff-it-experte-im-potenzial-aequivalent-zu.694.de.html?dram:article_id=411978%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.K.:<\/strong> Lesenswertes Interview in dem Gaycken mehrmals auf die Unsicherheit der digitalen Verfolgbarkeit verweist. Wieder einmal zeigt sich, dass sich hinter den von den Medien proklamierte Geschichte des &ldquo;B&ouml;sen Russland&rdquo; keinerlei handfeste Beweise verbergen und eine Spur im Prinzip manipulativ gelegt werden kann.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Das angeblich so sichere Datennetz des Bundes ist leider nicht wirklich sicher<\/strong><br>\nNach der heutigen Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums erkl&auml;rt Andr&eacute; Hahn, stellv. Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Kontrollgremium f&uuml;r die Geheimdienste:<br>\n&bdquo;Da &uuml;ber den Inhalt und Details aus der Sitzung des Gremiums nicht &ouml;ffentlich berichtet werden darf, will ich in drei Punkten f&uuml;r mich ein allgemeines vorl&auml;ufiges Fazit ziehen:<\/p>\n<ol>\n<li>Das angeblich so sichere Datennetz des Bundes ist leider nicht wirklich sicher. Ansonsten w&auml;re das Eindringen &uuml;ber einen Hackerangriff auf hochsensible Bundesbeh&ouml;rden nicht m&ouml;glich gewesen. Hier haben relevante Schutzmechanismen versagt.<\/li>\n<li>Der von Staatssekret&auml;r Ole Schr&ouml;der heute medial verbreitete Eindruck, deutsche Sicherheitsbeh&ouml;rden h&auml;tten den Angriff von Anfang an begleitet und unter Kontrolle gehabt, ist schlicht die Unwahrheit. Man kann einen Hackerangriff nur dann kontrollieren, wenn man &uuml;berhaupt Kenntnis davon hat. Insofern sollte Herr Schr&ouml;der doch mal die Mediengruppe, der er sein Interview gegeben hat, informieren, wann der Angriff nach heutigem Kenntnisstand tats&auml;chlich begonnen hat und wann denn die Bundesregierung davon erfahren hat. Erst ab diesem Zeitpunkt k&ouml;nnten ja Gegenma&szlig;nahmen ergriffen werden.<\/li>\n<li>Die Bundesregierung, die zum wiederholten Mal das zust&auml;ndige Kontrollgremium nicht &uuml;ber einen gravierenden Vorgang von besonderer Bedeutung unterrichtet hatte, versucht ganz offenbar den Vorfall herunterzuspielen und zu suggerieren, es sei kein allzu gro&szlig;er Schaden entstanden. Um das wirklich beurteilen zu k&ouml;nnen, fehlen noch exakte Fakten &uuml;ber wom&ouml;glich abgeflossene Daten und deren Qualit&auml;t.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mich erinnert das Ganze in fataler Weise an den Fall Markus R., den CIA-Spion im BND. Auch da war zun&auml;chst von eher geringem Schaden die Rede, bis sich herausstellte, dass der Agent neben zahlreichen anderen Dokumenten auch das supergeheime Auftragsprofil der Bundesregierung f&uuml;r den BND geklaut und an die Amerikaner weitergegeben hatte, das selbst die Geheimdienstkontrolleure zuvor niemals einsehen durften. Von daher bleibt abzuwarten, was die weiteren Ermittlungen zu Art und Umfang des Schadens noch ergeben werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/das-angeblich-so-sichere-datennetz-des-bundes-ist-leider-nicht-wirklich-sicher\/\">Linksfraktion<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &bdquo;Russische Hackerangriffe&ldquo; f&ouml;rdern die Finanzausstattung der Sicherheitsbeh&ouml;rden<\/strong><br>\nZwar fehlt es den Medienbeitr&auml;gen um den &bdquo;Hackerangriff auf die deutsche Regierung&ldquo; weitgehend an belastbaren Informationen. Doch erf&uuml;llen sie einen taktischen Zweck durchaus: F&uuml;r die in K&uuml;rze anstehenden Beratungen zum neuen Bundeshaushalt, der wieder erhebliche Ausgabensteigerungen f&uuml;r die Sicherheitsbeh&ouml;rden des Bundes vorsieht, schaffen solche Artikel das geeignete Klima der Bedrohung: Bei Politikern und in der &Ouml;ffentlichkeit. Und wer k&ouml;nnte dann schon Nein sagen dazu, dass &bdquo;unsere Sicherheit&ldquo; wieder ein paar Millionen mehr kostet?!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/russische-hackerangriffe-foerdern-die-finanzausstattung-der-sicherheitsbehoerden-7279\">Cives<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die HSH und der Hedgefonds Cerberus<\/strong><br>\nBeim Hamburger Senat handelt es sich seit 2015 um eine Koalition aus SPD und Gr&uuml;nen, die schleswig-holsteinische Landesregierung wird seit 2017 von der CDU, den Gr&uuml;nen und der FDP gestellt. Alle vier Parteien waren sich in dieser Woche darin einig, die HSH Nordbank an ein Konsortium angels&auml;chsischer Investoren zu verkaufen.<br>\nSchwergewicht unter den Gesch&auml;ftspartnern ist mit einem Anteil von knapp &uuml;ber 40 Prozent der US-Hedgefonds Cerberus, der sich nach langj&auml;hrigen Aktivit&auml;ten im Automobil, Waffen-, Pharma- und Immobilienbereich seit einiger Zeit auf den Bankensektor konzentriert.<br>\nCerberus wurde 1992 in New York vom Princeton-Absolventen Stephen Feinberg gegr&uuml;ndet und hat sich den Ruf erworben, sein Gesch&auml;ft mit besonders harten Methoden zu betreiben. In den USA gilt Cerberus als &ldquo;Geier-Hedgefonds&rdquo;, dessen &ouml;ffentlichkeitsscheue F&uuml;hrung vor allem dort ihr Geld macht, wo andere in Schwierigkeiten stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-HSH-und-der-Hedgefonds-Cerberus-3984869.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie die Bankenaufseher die drohende Finanzkrise ignorierten<\/strong><br>\nRegierungsunterlagen legen nahe, dass die Bankenaufsicht schon vor der Finanzkrise um die Probleme einiger Banken wusste &ndash; aber nichts tat. F&uuml;r die Rettung notleidender Banken hat Deutschland nach der Finanzkrise viele Milliarden Euro an Steuergeldern ausgegeben. Alleine die HSH Nordbank, die am Mittwoch an Finanzinvestoren verkauft wurde, kostete die beteiligten Bundesl&auml;nder elf Milliarden Euro. Auch die staatlichen Bankenaufseher haben die teils sehr riskanten Gesch&auml;fte der Geldh&auml;user nicht ausgebremst &ndash; dabei erahnten sie zum Teil schon fr&uuml;h, wo bei sp&auml;teren Kriseninstituten etwas im Argen lag. [&hellip;]<br>\nBereits im November 2004 sprachen die Finanzaufsicht Bafin und die f&uuml;r Bankenaufsicht ebenfalls zust&auml;ndige Bundesbank mit der IKB. &bdquo;In dem Gespr&auml;ch erfolgte eine eingehende Er&ouml;rterung des Conduits &bdquo;Rhineland Funding&ldquo; unter Risikogesichtspunkten&ldquo;, schreibt die Bundesregierung. Weitere Gespr&auml;che folgten im Februar und November 2005. Auch die verh&auml;ngnisvolle Liquidit&auml;tslinie, mit der sich die IKB verpflichtet hatte, das Conduit bei Problemen zu st&uuml;tzen, war schon ein Thema.<br>\nDas Fatale: Getan hatte sich danach nichts. Die IKB verwies auf die guten Ratings der US-Schrottpapiere und stufte die Wahrscheinlichkeit, dass die Liquidit&auml;tslinie zum Einsatz kommen m&uuml;sste, als gering ein. Damit gaben sich die Aufseher zufrieden: In Aufsichtsratssitzungen tauchten sie erst nach der Rettungsaktion auf. Auch eine Sonderpr&uuml;fung gab es nur im Jahr 2005.<br>\nBei der &Uuml;berwachung der HSH Nordbank kamen die Bankenw&auml;chter ebenso wenig ihren Aufgaben nach &ndash; obwohl sie regelm&auml;&szlig;ig im Aufsichtsrat und dessen Unteraussch&uuml;ssen zu Gast waren. Dass die HSH Nordbank das Kreditinvestmentgesch&auml;ft &bdquo;intensiv&ldquo; betrieb, also flei&szlig;ig Wertpapiere kaufte, die mit Kreditb&uuml;ndeln unterlegt waren, wussten die Aufseher. Doch dass die Bank mit der Zeit immer riskantere Investitionen t&auml;tigte, &bdquo;war der Aufsicht nicht bekannt&ldquo;, so die Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/my\/finanzen\/banken-versicherungen\/unterlagen-dokumentieren-versagen-wie-die-bankenaufseher-die-drohende-finanzkrise-ignorierten\/21015092.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rund 10% der Bevo&#776;lkerung sind auf Grundsicherung angewiesen<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180302-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180302-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nIn der Diskussion um die Situation der Essener Tafel (Aufnahmestopp fu&#776;r Nicht-Deutsche Hilfebedu&#776;rftige) du&#776;rfen die Rahmenbedingungen des Konflikts nicht au&szlig;er Acht gelassen werden: Die Gesellschaft ist durch eine anhaltende soziale Spaltung charakterisiert. Trotz guter Konjunktur, steigender Bescha&#776;ftigungs- und ru&#776;ckla&#776;ufiger Arbeitslosenzahlen sowie U&#776;berschu&#776;sse in den o&#776;ffentlichen Haushalten verfu&#776;gen nahezu 10 % der Bevo&#776;lkerung u&#776;ber ein nur so niedriges Einkommen, dass sie Leistungen der Grundsicherung in Anspruch nehmen mu&#776;ssen.<br>\nDie staatlichen Leistungen der Grundsicherung (Regelbedarfe) sind dabei so niedrig angesetzt, dass immer mehr Menschen auf die zivilge- sellschaftlichen Hilfen der Tafeln zuru&#776;ckgreifen mu&#776;ssen, deren Volumina aber begrenzt sind. Damit sind Verteilungskonflikte innerhalb der Gruppe der Hilfebedu&#776;rftigen strukturell vorgezeichnet: Wer hat &ndash; so stellt sich inmitten einer Wohlstandsgesellschaft mittlerweile die Frage &ndash; Anspruch auf abgelaufene Lebensmittel?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/t.co\/f720ziQts7\">Sozialpolitik aktuell [PDF]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Tafel-Chef kontert Merkel-Kritik<\/strong><br>\nIn der Debatte um den Aufnahmestopp f&uuml;r Ausl&auml;nder an der Essener Tafel hat der Tafel-Bundesverband die Kritik von Kanzlerin Merkel zur&uuml;ckgewiesen. Die Entwicklung sei auch eine Folge deutscher Sozialpolitik.<br>\nDer Vorsitzende der Tafeln in Deutschland, Jochen Br&uuml;hl, hat mit Unverst&auml;ndnis auf die Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Aufnahmestopp f&uuml;r Ausl&auml;nder bei der Essener Tafel reagiert. &ldquo;Wir lassen uns nicht von der Kanzlerin r&uuml;gen&rdquo;, sagte Br&uuml;hl der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo;. Die aktuelle Entwicklung sei eine Konsequenz von Merkels Politik.<br>\nBr&uuml;hl sagte, er erwarte von einer Bundeskanzlerin, &ldquo;sich deutlich vor die Tafeln, ihre Arbeit und die Ehrenamtlichen zu stellen&rdquo;. Grunds&auml;tzlich solle die Politik sich um diejenigen k&uuml;mmern, die abgeh&auml;ngt sind. Die Parteien sollten nicht an den Rand gehen, sondern die Leute wieder in die Mitte holen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/tafel-essen-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Wen soll J&ouml;rg Sartor w&auml;hlen?<\/strong><br>\nJetzt sind wir bei den Vorw&uuml;rfen gegen J&ouml;rg Sartor. Sie spotten jeder Beschreibung, weswegen sie im Originalton wiedergegeben werden sollten. Man solle &bdquo;nicht solche Kategorisierungen vornehmen&ldquo;, mahnt die Bundeskanzlerin, womit sie die Unterscheidung von Ausl&auml;ndern und Deutschen meint, ohne sich vorher kundig gemacht zu haben, ob es &uuml;berhaupt Herr Sartor und die Seinen waren, die so kategorisiert haben, oder es nicht vielmehr die Wirklichkeit war, in der die jungen m&auml;nnlichen Migranten gedr&auml;ngelt haben und die Rentnerinnen und M&uuml;tter ins Hintertreffen gerieten. Weshalb wird einem Menschen, der in gemeinn&uuml;tziger Arbeit jahrelang bewiesen hat, kein sozialer Dummkopf und nicht herzlos zu sein, ohne weitere Pr&uuml;fung unterstellt, er handele unsachgem&auml;&szlig; und &bdquo;nicht gut&ldquo; (Merkel)? Weshalb nimmt sich das ausgerechnet eine Politikerin heraus, deren Entscheidungen, vorsichtig formuliert, mit zu den Schwierigkeiten beigetragen haben, die es der Essener Tafel nicht mehr erm&ouml;glichen, unschuldig und jedem gerecht werdend soziale Hilfe zu leisten? Damit ist nicht nur die Einwanderungspolitik gemeint, sondern auch die Sozialpolitik. In den Regierungsjahren welcher Kanzler sind denn die Zahlen der Tafelbed&uuml;rftigen dramatisch in die H&ouml;he gegangen?<br>\nDie Kanzlerin hat mitgeteilt, sie werde nach Essen kommen, um sich ein &bdquo;realistisches Bild&ldquo; von der Lage dort zu machen. Ist ihr schon einmal der Gedanke gekommen, dass man sich besser zuerst ein realistisches Bild machen sollte, bevor man &uuml;ber RTL denen, die in dieser Wirklichkeit leben, Zensuren erteilt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/essener-tafel-zur-verlogenen-kritik-an-joerg-sartor-15472214.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Essener Tafel &ldquo;Es gibt Migranten mit schlechtem Benehmen&rdquo;<\/strong><br>\nBarenberg: Ich w&uuml;rde zum Schluss gerne noch einen anderen Punkt ansprechen, den Sie erw&auml;hnt haben. Die Essensausgabe der Tafeln sei keine staatliche Leistung, kein staatliches Instrument. Ich erw&auml;hne das deshalb, weil unter den Kritikern ja auch viele sind, die sagen, dass diese Situation in Essen so gekommen ist, sei ein gro&szlig;es Alarmsignal und ein Zeichen daf&uuml;r, dass der Staat seiner Verantwortung bei der Bek&auml;mpfung von Armut, bei der Betreuung von Hilfsbed&uuml;rftigen gar nicht gerecht wird.<br>\nSchr&ouml;der: Das ist ein Argument, was nichts taugt &ndash; deshalb: Wissen Sie, wenn irgendjemand, der schlecht bei Kasse ist, die M&ouml;glichkeit angeboten bekommt, billige Nahrungsmittel zu erwerben, dann wird er das nicht nur dann tun, wenn er Hunger hat, sondern auch dann tun, wenn er dadurch Geld spart, mit dem er zum Beispiel mal ins Kino gehen kann. Ich g&ouml;nne das ja den Leuten. Aber zu behaupten, dass jeder so viel Geld bekommen sollte, dass er, weil es sich f&uuml;r ihn nicht mehr lohnt, nicht zur Tafel geht, was ist denn das f&uuml;r eine merkw&uuml;rdige Logik. Es ist ja nicht so, dass die Tafel die Leute vorm Hungern rettet, sondern sie sparen Geld, das sie f&uuml;r anderes verwenden k&ouml;nnen. Das g&ouml;nne ich auch den Bed&uuml;rftigen. Aber zu behaupten, der Staat m&uuml;sste so viel zahlen, dass die Leute an der Tafel vorbeigehen und sagen, was soll ich denn dort, das ist doch eine absurde Erwartung!<br>\nBarenberg: &hellip; sagt der evangelische Theologe und Sozialdemokrat Richard Schr&ouml;der.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/essener-tafel-es-gibt-migranten-mit-schlechtem-benehmen.694.de.html?dram:article_id=411927\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.D.:<\/strong> Wie w&auml;re es, wenn sich der Staat, insbesondere die SPD wieder ihrer ureigenen Verantwortung besinnen w&uuml;rde, dass es gerade auch Menschen am unteren Rand der Gesellschaft besser und nicht permanent schlechter gehen sollte, damit sie es &uuml;berhaupt nicht n&ouml;tig haben, eine Tafel in Anspruch zu nehmen? Diese Fragestellung w&uuml;rde ich gerade von einem Theologen erwarten!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neue Entsenderichtlinie: EU einigt sich auf gleiche Bezahlung f&uuml;r gleiche Arbeit<\/strong><br>\n&Ouml;stliche EU-Mitgliedstaaten pochen auf Freiz&uuml;gigkeit, westliche L&auml;nder bef&uuml;rchten Lohndumping: Nun hat sich die EU grunds&auml;tzlich auf neue Regeln f&uuml;r das Arbeiten im europ&auml;ischen Ausland geeinigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/entsenderichtlinie-eu-einigt-sich-auf-neue-regeln-a-1196065.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Gute Fortschritte bei Entsenderichtlinie<\/strong><br>\n&bdquo;Die Fortschritte bei der &Uuml;berarbeitung der Entsenderichtlinie sind sehr erfreulich. Besonders wichtig ist, dass sich das Prinzip &acute;gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit am gleichen Ort&acute; durchsetzt&ldquo;, erkl&auml;rt Alexander Ulrich, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages. Ulrich weiter: &bdquo;Heute ist die Entsenderichtlinie ein Werkzeug des Lohndumpings, k&uuml;nftig sollte sie eines zum Schutz der entsandten Arbeitnehmer sein. Die j&uuml;ngste Verst&auml;ndigung in den Trilog-Verhandlungen, nach der entsandte Arbeitnehmer nicht nur von Mindestl&ouml;hnen, sondern auch von Tarifvertr&auml;gen im Zielland profitieren, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Nun gilt es darauf zu achten, dass die Entsendungen auch nach Dauer sinnvoll begrenzt werden und dass am Ende keine Schlupfl&ouml;cher und Ausnahmen bleiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/gute-fortschritte-bei-entsenderichtlinie\/\">Linksfraktion<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ohne tiefere Detailkenntnis h&ouml;rt sich das f&uuml;r mich nicht so schlecht an, wie es bisher war: immerhin fast gleicher Lohn am gleichen Ort (wenn die Sozialabgaben f&uuml;r osteurop&auml;ische Besch&auml;ftigte niedriger sind, ist der Lohn in Wahrheit niedriger). Vorbehalt ist wieder einmal ein Tarifvertrag, den es nicht &uuml;berall gibt, und f&uuml;r mi&szlig;br&auml;uchliche Werkvertr&auml;ge gibt es anscheinend weiterhin keine Regelung. Also wahrscheinlich besser als nichts, aber noch lange nicht der gro&szlig;e Wurf. &ldquo;Die neuen Regeln sollten dazu f&uuml;hren, dass [&hellip;] die Abw&auml;rtsspirale im Wettbewerb um Niedrigl&ouml;hne und die schlechtesten Bedingungen gestoppt wird.&rdquo; &ndash; Ganz sicher nicht; die Abw&auml;rtsspirale wird sich weiterdrehen, was in der Logik der EU liegt, vielleicht nur etwas langsamer. Und warum wollen die osteurop&auml;ischen L&auml;nder ihren Staatsangeh&ouml;rigen eigentlich weniger Rechte und einen schlechteren Lohn zumuten???<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Preis der Exportprofite<\/strong><br>\nEine neue Untersuchung &uuml;ber den Mindestlohn in Deutschland und die j&uuml;ngsten Tarifabschl&uuml;sse in der Metallindustrie legen den Schluss nahe: Die deutschen Eliten setzen weiterhin auf Sozialdumping und lohnpolitische Zur&uuml;ckhaltung, um die Profite der deutschen Industrie mittels anhaltend exzessiver Exporte zu maximieren. Diese Strategie geht einerseits zu Lasten anderer Staaten der Eurozone, die immer st&auml;rker durch sozio&ouml;konomische Ungleichgewichte gepr&auml;gt ist. Andererseits f&uuml;hrt sie zu einer massiven sozialen Spaltung in der Bundesrepublik. So ist in Deutschland nicht nur der Mindestlohn in Relation zum Durchschnittseinkommen viel niedriger als in anderen EU-Staaten und sinkt seit seiner Einf&uuml;hrung im Jahr 2015 real. Wegen des Abbaus des Sozialstaates ist in der Bundesrepublik auch das Risiko, bei Arbeitsplatzverlust in dauerhafter Armut zu versinken, h&ouml;her als in jedem anderen Land der Union. Die Bundesregierung setzt ihre Politik der Exportf&ouml;rderung per Sozialdumping schon seit Jahren gegen teils heftige Kritik aus dem Ausland durch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7551\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> M&ouml;chte Frau Nahles und das Spitzenpersonal ihrer Partei auch bei diesem Themenkomplex auf Erneuerung &ndash; und mehr soziale Gerechtigkeit &ndash; setzen? Bisher ist dazu &ndash; weder von der Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion oder von anderen SPD-F&uuml;hrungskr&auml;ften &ndash; kaum etwas ausgesagt worden, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Manager sind besonders korrupt<\/strong><br>\nDie Diesel-Aff&auml;re, der Libor-Skandal, die Siemens-Schmiergeldaff&auml;re, der Cum-Ex-Skandal, die Preisabsprachen gro&szlig;er Konzerne &ndash; die Liste der Korruptionsaff&auml;ren und Ethikverst&ouml;&szlig;e der letzten Jahre in Deutschland l&auml;sst sich beliebig fortsetzen. Und das, obwohl Unternehmen immer strengere Compliance-Regeln ausarbeiten und ihre Manager sogar in ethischem Verhalten schulen. Compliance &ndash; &uuml;bersetzt etwa: Befolgung und F&uuml;gsamkeit &ndash; bedeutet, dass sich Mitarbeiter an Gesetze und die Richtlinien eines Unternehmens halten.<br>\nStudien zufolge sieht die Entwicklung in Deutschland jedoch anders aus. Wie die Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft Ernst &amp; Young herausfand, halten 43 Prozent der Manager hierzulande unlauteres Gesch&auml;ftsgebaren f&uuml;r verbreitet &ndash; deutlich mehr als vor zwei Jahren. Ein Viertel der Befragten unter deutschen Managern sagt sogar, es sei zu unethischem Verhalten im Job bereit, wenn dies der eigenen Karriere diene. Im westeurop&auml;ischen Durchschnitt erkl&auml;ren das nur 14 Prozent. An der anonymisierten Studie haben weltweit 4100 und in Deutschland gut 100 Manager der mittleren und hohen F&uuml;hrungsebene teilgenommen. Die H&auml;lfte der Manager in Deutschland ist den Aussagen zufolge in ihrem Berufsleben bereits mit ethischen Verfehlungen konfrontiert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wissen\/studie-deutsche-manager-sind-besonders-korrupt-29797854\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gutachten: Energiecharta-Vertrag widerspricht europ&auml;ischem Recht<\/strong><br>\nDer Vertrag &uuml;ber die Energiecharta erm&ouml;glicht spektakul&auml;re juristische Auseinandersetzungen. Derzeit l&auml;uft vor einem Schiedsgericht in Washington ein Verfahren, bei dem Vattenfall wegen des deutschen Atomausstiegs Schadensersatz in H&ouml;he von 4,7 Milliarden Euro von der Bundesrepublik verlangt. Bereits im Jahr 2008 konnte Vattenfall &uuml;ber die Energiecharta Umweltauflagen f&uuml;r sein Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg verw&auml;ssern.<br>\nUm &uuml;ber das Abkommen aufzukl&auml;ren, ver&ouml;ffentlichte das Umweltinstitut M&uuml;nchen im Fr&uuml;hling 2017 ein ausf&uuml;hrliches Dossier &uuml;ber den Vertrag. Im Zuge der Recherche zur Energiecharta stie&szlig;en wir dabei auf die Frage, ob das Abkommen &uuml;berhaupt mit europ&auml;ischem Recht vereinbar ist. Schlie&szlig;lich erm&ouml;glicht es F&auml;lle, in denen Unternehmen aus Mitgliedstaaten der EU die Regierung eines anderen Mitgliedstaats auf Schadensersatz verklagen. Dabei ist weder der Europ&auml;ische Gerichtshof in Luxemburg beteiligt, noch kann ausgeschlossen werden, dass ein Mitgliedstaat einfach wegen der Umsetzung europ&auml;ischen Rechts verklagt wird. Die EU-Kommission geht deshalb gegen bilaterale Investitionsschutzvertr&auml;ge zwischen den Mitgliedstaaten vor.<br>\nVor diesem Hintergrund beauftragte das Umweltinstitut M&uuml;nchen ein Rechtsgutachten, um zu kl&auml;ren, ob Investitionsschutzverfahren zwischen EU-Mitgliedstaaten auf Basis des Vertrags &uuml;ber die Energiecharta mit EU-Recht vereinbar sind. Die AutorInnen des Gutachtens kommen zu einem eindeutigen Ergebnis: &ldquo;Die Schiedsklausel des Energiecharta-Vertrags ist in einigen Punkten mit dem EU-Recht nicht vereinbar.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.umweltinstitut.org\/aktuelle-meldungen\/meldungen\/2018\/gutachten-energiecharta-vertrag-widerspricht-eu-recht.html\">Umweltinstitut M&uuml;nchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Andrew Dowling &ndash; &lsquo;Winter is Here&rsquo;. The Growing Erosion of Civil Rights in Spain<\/strong><br>\nThe Catalan crisis has now taken hold of Spanish national politics. What once seemed a regional conflict has exposed cracks in Spain&rsquo;s democratic facade. [&hellip;]<br>\nThe Catalan crisis that grew over the autumn of 2017 has now spread, implicating other areas of the Spanish state. Although the Spanish authorities have obtained a clear victory over the forces of Catalan independence, and have contained the challenge, this has been achieved at a high price. The increasing politicisation of the major institutions of the state is eroding the democratic patina of Spain. Europeanisation and embedding democracy were once the main strategic objectives of Spain after the death of Franco in 1975. For most of the period since then, the country gradually achieved both but the economic crisis since 2008 placed the main institutions of the country under severe strain. Yet, by the general election of June 2016, with the failure of democratic renewal led by Podemos to breakthrough, and the return to power of Spain&rsquo;s conservatives, the Partido Popular, it seemed the state had managed to successfully resist the call for meaningful reform and change.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/andrew-dowling-winter-is-here-the-growing-erosion-of-civil-rights-in-spain\">Brave New Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pentagon gibt zu: Keine Beweise f&uuml;r Chemieangriffe in Ost-Ghuta &ndash; Russland bleibt S&uuml;ndenbock<\/strong><br>\nDas Pentagon hat zugegeben, keine Beweise f&uuml;r einen Chemieangriff im syrischen Ost-Ghuta zu haben. Man habe sich auf Berichte von NGOs gest&uuml;tzt und wisse nicht, ob die Angriffe tats&auml;chlich stattgefunden haben. Russland wurde ohne Beweismittel zum S&uuml;ndenbock.<br>\nIn Ost-Ghuta, das von militanten Gruppen kontrolliert wird, sollen Berichten zu Folge Menschen Symptome eines Chemiewaffenangriffs gezeigt haben. Was in der westlichen Presse und aus Washington folgte, waren Anschuldigungen gegen Russland und gegen die Regierung Assads. Der Zeitpunkt des Eintreffens der Berichte fiel auf den Beschluss des UN-Sicherheitsrats einer 30-t&auml;gigen Feuerpause in Syrien. Untermalt wurde der Bericht von Aufnahmen der Wei&szlig;helme.<br>\nAm Dienstag beschuldigte das US-Au&szlig;enministerium Russland, die UN-gest&uuml;tzte Feuerpause &ldquo;nicht zu unterst&uuml;tzen&rdquo;, weil Russland weiterhin der Regierung Assads R&uuml;ckhalt g&auml;be. Das Pentagon aber musste auf die Bitte eines Kommentars von RT einr&auml;umen, dass noch immer keine verifizierbaren Beweise vorl&auml;gen, die beweisen, dass ein Chemiewaffenangriff tats&auml;chlich stattgefunden hat. [&hellip;]<br>\nDie Vergehen militanter Gruppen in Syrien finden in Washington keine Beachtung. Am Dienstag verletzten diese in Ost-Ghuta gleich am ersten Tag die humanit&auml;re Feuerpause, die durch die syrische Armee und Russland eingef&uuml;hrt wurde, um eingeschlossene und hilfsbed&uuml;rftige Zivilisten aus der besetzten Zone zu f&uuml;hren. Die militanten Gruppen nutzten die Feuerpause, um syrische Armee-Stellungen anzugreifen. Russland hatte immer wieder internationale Untersuchungen zu den sogenannten Chemieangriffen gefordert. Moskau warnte davor, dass Extremisten &ldquo;Provokationen&rdquo; planen k&ouml;nnten, welche &ldquo;Chemiewaffen beinhalten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/65924-pentagon-gibt-zu-keine-beweise-fuer-chemieangriffe-ost-ghouta\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nahles macht es spannend<\/strong><br>\nParteichefin Nahles will die SPD-Minister einer schwarz-roten Regierung offenbar erst am 12. M&auml;rz bekanntgeben &ndash; zwei Tage vor der Kanzlerwahl im Bundestag. Das soll die Personaldebatte abk&uuml;rzen [&hellip;] Der sp&auml;te Zeitpunkt solle verhindern, dass die Kandidatenauswahl eine Woche lang zerredet w&uuml;rde, hei&szlig;t es in dem Bericht. [&hellip;]<br>\nWorauf die Parteichefin Nahles bei der Personalauswahl wert legt, hat sie vorab den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt: &ldquo;Wer f&uuml;r die SPD ins Kabinett will, muss kompetent sein und den Koalitionsvertrag umsetzen k&ouml;nnen.&rdquo; Au&szlig;erdem m&uuml;ssten die SPD-Minister &ldquo;als Team funktionieren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spd-minister-groko-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Es stellt sich die Frage, warum Frau Nahles bei dieser debatten- und demokratiefeindlichen Haltung &uuml;berhaupt Berufspolitikerin ist. Und ich verstehe nicht, dass von den Genossinnen keine Kritik an dieser Bastapolitik ge&uuml;bt wird, wie sie zurecht Gerhard Schr&ouml;der vorgeworfen wurde. Andrea Nahles beweist mit dieser Mitteilung ihren fehlenden Respekt vor dem Mitgliederentscheid. Gleichzeitig Kompetenz und Teamf&auml;higkeit von anderen zu verlangen ist nur noch skurril, ebenso wie die kritiklose Berichterstattung der Tagesschau. Den weichgesp&uuml;lten Koalitionsvertrag umzusetzen, d&uuml;rfte mit den wohl angedachten Stromlinienministerinnen und &ndash;ministern ohne weiteres m&ouml;glich sein. Die Nachdenkseiten hatten die Inkompetenz von Andrea Nahles die letzten Wochen schon bestens beleuchtet und es geht im selben Stil weiter.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Sieht so Erneuerung aus?<\/strong><br>\nAm vergangenen Sonntag, den 25.2.18, fand in Ulm die siebte und letzte SPD-Regionalkonferenz zum Mitgliedervotum &uuml;ber eine Gro&szlig;e Koalition im Bund statt. Anwesend von der Parteif&uuml;hrung waren die designierte Parteivorsitzende Andrea Nahles und der Interimsvorsitzende Olaf Scholz, zur Zeit (noch) B&uuml;rgermeister in Hamburg. Kurze Statements der beiden er&ouml;ffneten die Veranstaltung &ndash; anschlie&szlig;end diskutierten die rund 200 Mitglieder und schrieben Fragen auf, die sie an die Parteif&uuml;hrung stellen wollten. In der letzten Runde gingen Nahles und Scholz von Tisch zu Tisch, um sich den Fragen zu stellen. Hilde Mattheis, die Vorsitzende des Forums Demokratische Linke und GroKo-Gegnerin, durfte nicht dabei sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4125\">NachDenken&hellip; in M&uuml;nchen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wei&szlig;buch SPD<\/strong><br>\nEin druckfrischer Kompaktband mit den wichtigsten Leitgedanken der f&uuml;hrenden Sozialdemokraten zur Erneuerung ihrer Partei<br>\nWenn die mehr als 463.000 Mitglieder bis Freitag mehrheitlich f&uuml;r den &ndash; von Nahles und Scholz mit ausgehandelten &ndash; Koalitionsvertrag votiert haben, soll von dem Duo der sogenannte Erneuerungsprozess der Partei in die Wege geleitet werden. Im Westendverlag in Frankfurt am Main kommt dazu p&uuml;nktlich &raquo;R&uuml;ckw&auml;rts! Das Strategiepapier zur Erneuerung der SPD&laquo; als kleiner Kompaktband auf den Markt. Das satirische Wei&szlig;buch in Rot versammelt die wichtigsten Leitgedanken der SPD-F&uuml;hrung zur &uuml;berf&auml;lligen sozialen und &ouml;kologischen Erneuerung der Partei. Konsequenterweise bleiben die Seiten wei&szlig;, die Parteifibel kommt vollkommen ohne Worte aus und &raquo;mit ohne Nachwort von Willy Brandt&laquo;. Daf&uuml;r ist es mit dem Leitgedanken von Wolfgang Neuss versehen: &raquo;Wenn man nicht haargenau wie die CDU denkt, fliegt man glatt aus der SPD.&laquo; Trefflicher sind die Nach-Vorne-Erneuerer als Nullnummern nicht auf den Punkt zu bringen. Realismus pur, da ist jede Hoffnung verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/328181.wei%C3%9Fbuch-spd.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nachtrag zu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42290\">Ein Regierungspr&auml;sident i. R. versucht den Ruf unseres Landes zu heilen &ndash; mit einem sehr guten Brief nach Wolgograd vom 7.2.2018<\/a><\/strong><br>\nWir hatten dort geschrieben, zum 75. Jahrestag des Endes der Schlacht von Stalingrad am 2. Februar sei kein offizieller deutscher Vertreter in Wolgograd erschienen. Richtig h&auml;tten wir schreiben m&uuml;ssen, es sei kein Repr&auml;sentant der Bundesregierung, also kein Minister aus Berlin erschienen. Tats&auml;chlich war der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Moskau nach Wolgograd gereist und hat dort gesprochen. Tats&auml;chlich ist der Botschafter unseres Landes formal der pers&ouml;nliche Repr&auml;sentant des Staatsoberhauptes. Das stellen wir hiermit gerne richtig und erg&auml;nzen das obendrein mit dem Link auf die Ansprache des Deutschen Botschafters R&uuml;diger von Fritsch &ndash; &uuml;brigens eine sehr angemessene und sehr gute Ansprache. Siehe <a href=\"https:\/\/germania.diplo.de\/ru-de\/aktuelles\/-\/1224282\">hier<\/a>.<br>\nWir korrigieren unsere Meldung vom 7. Februar auch deshalb besonders gern, weil wir damit endlich etwas Gutes von jenseits der &bdquo;NATO Ostfront&ldquo; zu vermelden haben &ndash; auch wenn der Anlass bedr&uuml;ckend ist.\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-42682","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42682","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42682"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42682\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42684,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42682\/revisions\/42684"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42682"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42682"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42682"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}