{"id":4269,"date":"2009-10-16T23:35:33","date_gmt":"2009-10-16T21:35:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4269"},"modified":"2009-10-19T09:58:13","modified_gmt":"2009-10-19T07:58:13","slug":"hinweise-des-tages-2-112","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4269","title":{"rendered":"Hinweise des Tages 2"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM\/WL)<br>\nDieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Hier die &Uuml;bersicht zu den verschiedenen Themen; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4269#h01\">Schwarz-gelbe Symbolpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4269#h01\">Wirtschaftstheorie: Gewinne = Investitionen = Arbeitspl&auml;tze?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4269#h01\">Bank of America schockiert mit Milliardenverlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4269#h01\">Union und FDP einig &uuml;ber Finanzm&auml;rkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4269#h01\">Steinmeier warnt Genossen vor Linksruck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4269#h01\">Protestierende Bauern blockieren Champs-&Eacute;lys&eacute;es<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4269#h01\">Milchpolitik der EU ist gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4269#h01\">Niedrige Professorengeh&auml;lter &ndash; Immer dem Geld nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4269#h01\">Himmlisches Streikverbot<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4269&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schwarz-gelbe Symbolpolitik<\/strong><br>\n&ldquo;Wir wollen die Arbeitnehmer vor sittenwidrigen L&ouml;hnen sch&uuml;tzen&rdquo;, sagt CDU-Generalsekret&auml;r Ronald Pofalla und k&uuml;ndigt ein Verbot von Hungerl&ouml;hnen per Gesetz an. Das klingt gut, doch sittenwidrige L&ouml;hne sind auch heute schon verboten. Bislang war es an den Gerichten, zu urteilen, ab welcher Grenze ein Lohn den guten Sitten entgegensteht. Dabei hat sich eine Rechtsprechung herausgebildet, nach der ein Lohn dann zu niedrig ist, wenn er um ein Drittel unter dem orts- oder branchen&uuml;blichen Lohn liegt. Diese Praxis wird jetzt lediglich im Gesetzestext fixiert. Das ist reine Symbolpolitik, mit der sich die Koalition&auml;re als K&auml;mpfer gegen Dumpingl&ouml;hne profilieren k&ouml;nnen. Faktisch &auml;ndert sich freilich nichts.\n<p>&Auml;hnlich sieht es bei der gro&szlig;z&uuml;gig gew&auml;hrten Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens f&uuml;r die Altersvorsorge aus. Nur eine verschwindend geringe Minderheit unter den Hartz-IV-Empf&auml;ngern wird davon profitieren. Denn schon die alte Obergrenze wurde kaum erreicht. Von 5,55 Millionen Antr&auml;gen auf Hartz IV in diesem Jahr wurden nur 11 000 wegen zu hoher Verm&ouml;genswerte abgelehnt &ndash; nicht einmal 0,2 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/die-welt\/wirtschaft\/article4864516\/Schwarz-gelbe-Symbolpolitik.html\">Die Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bemerkenswert f&uuml;r die jeglichen linken Denkens abholde Welt.<\/em><\/p><\/li>\n<p><\/p>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wirtschaftstheorie: Gewinne = Investitionen = Arbeitspl&auml;tze?<\/strong><br>\nDie Unternehmensgewinne sind in den zur&uuml;ckliegenden drei Jahrzehnten stetig gestiegen, die Arbeitslosigkeit allerdings auch. Der Wirtschaftswissenschaftler Gerd Bosbach streut deshalb Zweifel an einer g&auml;ngigen &ouml;konomischen These, die auch die wichtigste politische Leitlinie in Frage stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/Gerd-Bosbach-Arbeitsplaetze;art771,2595049\"> Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bank of America schockiert mit Milliardenverlust<\/strong><br>\nDamit wird die Spaltung an der Wall Street erneut deutlich: W&auml;hrend Institute mit einem starken Investmentbanking &ndash; Goldman Sachs und JP Morgan Chase &ndash; Milliardengewinne vermeldeten, gelingt Banken mit einem gro&szlig;en Privatkundengesch&auml;ft wie der Citigroup kein Befreiungsschlag. \n<p>Hintergrund: Die Kapitalm&auml;rkte boomen, w&auml;hrend die Arbeitslosigkeit in den USA weiter steigt. <\/p>\n<p>Neben Einzelbelastungen wie einer Zahlung f&uuml;r den Ausstieg aus staatlichen Absicherungen gegen Verluste auf Wertpapiere dr&uuml;ckten vor allem die Folgen der Rezession auf das Ergebnis. Das Kartengesch&auml;ft etwa erlitt einen Verlust von 1 Mrd. $, im Segment Eigenheimkredite und Versicherungen fiel ein Minus von 1,6 Mrd. $ an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:faule-kredite-bank-of-america-schockiert-mit-milliardenverlust\/50024346.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Union und FDP einig &uuml;ber Finanzm&auml;rkte<\/strong><br>\nDie Finanzexperten von Union und FDP haben sich auf ein gemeinsames Regierungsprogramm zur Regulierung der Finanzm&auml;rkte geeinigt. Nach der Finanzkrise m&uuml;ssen die Banken h&ouml;here Eigenkapitalpuffer aufbauen, wie aus dem Ergebnispapier der Arbeitsgruppe Finanzen in den Koalitionsverhandlungen hervorgeht. Die Bankenaufsicht wird bei der Bundesbank konzentriert, von einer Verlagerung der Versicherungsaufsicht ist nicht mehr die Rede. Die Verg&uuml;tungssysteme in den Banken m&uuml;ssen sich st&auml;rker als bisher am langfristigen Erfolg des Geldhauses orientieren. \n<p>In schlechten Zeiten sollen auch Gehaltsabz&uuml;ge m&ouml;glich sein. Prinzipiell sollen alle Finanzprodukte, -m&auml;rkte und -akteure beaufsichtigt werden. <\/p>\n<p>So sollen auch alternative Investmentfonds wie Hedge-Fonds und ihre Manager international abgestimmten Regeln unterworfen werden. F&uuml;r Ratingagenturen soll eine Aufsicht geschaffen werden, die auch neuen Anbietern einen Marktzugang erm&ouml;glicht. Neben einer besseren Kontrolle der M&auml;rkte vereinbarten die k&uuml;nftigen Koalition&auml;re auch eine St&auml;rkung von Private-Equity-Unternehmen. Das Ziel soll ein einheitlicher Wagniskapitalmarkt sein. Bei REITs sollen Hemmschwellen f&uuml;r den deutschen Markt abgebaut werden. Sie werden f&uuml;r Wohnimmobilien ge&ouml;ffnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2015559&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Na also, jetzt wird sch&ouml;n abgearbeitet, was mit der SPD nicht m&ouml;glich war. Sie erinnern sich, REITs (Real Estate Investment Trusts) sind b&ouml;rsennotierte Immobiliengesellschaften, die keine K&ouml;rperschaftsteuer zahlen, unter der Bedingung, dass sie ihren Gewinn zu mindestens 90 Prozent an die Aktion&auml;re aussch&uuml;tten. Beabsichtigt war, Unternehmen und Versicherungen einen Anreiz zu geben, ihr gro&szlig;es Immobilienverm&ouml;gen zu verkaufen Die Einbeziehung von Wohnimmobilien war bisher am Widerstand der SPD gescheitert. Im Papier der Arbeitsgruppe Steuern und Finanzen hei&szlig;t es: &ldquo;Bei REITs sind &uuml;berfl&uuml;ssige Hemmschwellen abzubauen, ohne die schutzbed&uuml;rftigen Interessen der Verbraucher zu vernachl&auml;ssigen&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p>Da werden sich aber die klammen Kommunen freuen, wenn die ca. 3 Mio. Wohnungen, die in Deutschland noch direkt oder indirekt von der &ouml;ffentlichen Hand gehalten werden, verscheuert werden &ndash; vornehm ausgedr&uuml;ckt, privatisiert werden. Dass die Mieter durch den Renditedruck der Anleger (Aktion&auml;re) mit steigenden Mieten, Umwandlungen in Eigentumswohnungen zu rechnen haben, ist durch viele Beispiele im Ausland belegt.<br>\nDass die alte REIT-Gesetzgebung weder den Kapitalmarkt noch den Immobilienmarkt &ldquo;belebte&rdquo;, lag weniger am Verbot, Wohnimmobilien zu halten, sondern auch an der einsetzenden Finanzkrise. Die Aktienkurse von Immobiliengesellschaften st&uuml;rzten ab und notierten zwischenzeitlich bis zu 80 Prozent unter ihrem Nettoverm&ouml;genswert (NAV, Verm&ouml;gen minus Schulden). Ein ung&uuml;nstiges Umfeld f&uuml;r einen B&ouml;rsengang.<br>\nZurzeit stehen etwa zehn REITs in den Startl&ouml;chern und hoffen, dass die bis Ende 2009 geltenden Steuerbeg&uuml;nstigungen f&uuml;r Unternehmen, die ihre Geb&auml;ude an einen REIT verkaufen, zu verl&auml;ngern. Das alte Gesetz (Exit-Tax) sah vor, dass Gewinne aus dem Verkauf betrieblicher Immobilien nur zur H&auml;lfte besteuert werden. &ldquo;Es w&auml;re w&uuml;nschenswert, wenn die Frist um zwei bis drei Jahre verl&auml;ngert w&uuml;rde&rdquo;, meint der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Axel von Goldbeck des Immobilienverbands ZIA. Dabei drohten dem Bund keine neuen Steuerausf&auml;lle, da diese schon bei der Verabschiedung des Gesetzes einkalkuliert waren. Warum nur verl&auml;ngern und nicht aufheben? &ndash; Es lie&szlig;e sich noch viel zu den Pl&auml;nen der Union und der FDP sagen, z:B. zur F&ouml;rderung von Private-Equity-Unternehmen, aber es reicht mir heute.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steinmeier warnt Genossen vor Linksruck<\/strong><br>\nEine Ann&auml;herung der SPD an die Linkspartei kommt f&uuml;r Frank-Walter Steinmeier nicht in Frage. Seine Partei habe W&auml;hler vor allem an Union und FDP verloren, sagte der SPD-Fraktionschef &ndash; zudem setze die Linke weiter konsequent auf Populismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,655491,00.html%20\">Spiegel<\/a>\n<p><em>Und hier die Quelle:<\/em><\/p>\n<p><strong>Steinmeier im Interview: &ldquo;Das passt doch alles nicht zusammen&rdquo;: <\/strong><br>\nDer neue SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier &uuml;ber schwarz-gelbe Koalitionsgespr&auml;che, das neue F&uuml;hrungsteam seiner Partei und die &Ouml;ffnung zur Linkspartei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2016710_Steinmeier-im-Interview-Das-passt-doch-alles-nicht-zusammen.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Es ist deutlich erkennbar, dass Steinmeier mit Unterst&uuml;tzung wichtiger Medien auch die k&uuml;nftige Option auf eine Alternative zum rechtskonservativen Block zerst&ouml;rt. Das war bereits deutlich erkennbar in den fr&uuml;her schon kommentierten Interviews mit der Welt am Sonntag und der Bild-Zeitung, jetzt in der Frankfurter Rundschau und darauf basierend bei SpiegelOnline und anderen Medien.<br>\nWas von diesen Warnungen vor dem Linksruck zu halten ist, ist im heutigen Eintrag<br>\n<a href=\"?p=4264\">&bdquo;Vom R&uuml;ckfall in ein primitives W&auml;hlermarktmodell: &bdquo;In die Mitte r&uuml;cken&ldquo; usw<\/a>.&ldquo; beschrieben.<\/em><\/p>\n<p>Das Interview in der Frankfurter Rundschau zeigt, dass der Fraktionsvorsitzende der SPD vieles nicht verstanden hat. Und dass er uns nicht nur insgesamt die Option auf eine Alternative nimmt, sondern auch nicht die Interessen seiner Partei vertritt. Die gesamten Zusammenh&auml;nge zur Begr&uuml;ndung dieser These habe ich ausf&uuml;hrlich am 3. September 2009 beschrieben. Hier die &Uuml;berschrift und der Link: <a href=\"?p=4169%20\">&bdquo;R&auml;tselhafte SPD-Strategie. Des R&auml;tsels L&ouml;sung: SPD-Spitze arbeitet f&uuml;r andere.&ldquo;<\/a><\/p>\n<p>Steinmeier best&auml;tigt mit jedem neuen Interview meine These: Er und Steinbr&uuml;ck und M&uuml;ntefering arbeiteten und arbeiten weder im Interesse einer demokratischen Alternative noch im Interesse der SPD. Dass sie nur aus strategischer Dummheit so handeln und sich so &auml;u&szlig;ern, will ich immer noch nicht glauben. Es w&auml;re interessant zu sehen, wie der vorgesehene neue Vorsitzende Gabriel oder die neu vorgesehene Generalsekret&auml;rin Nahles dieser Beobachtung begr&uuml;ndet widersprechen. <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Protestierende Bauern blockieren Champs-&Eacute;lys&eacute;es<\/strong><br>\nProtestierende Bauern haben am Freitag die Pariser Prachtstrasse Champs-&Eacute;lys&eacute;es mit Strohballen und brennenden Reifen blockiert. In anderen Regionen Frankreichs ist es ebenfalls zu Verkehrsst&ouml;rungen gekommen. Die Bauern forden von Pr&auml;sident Sarkozy Unterst&uuml;tzung der Landwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/bauern_proteste_1.3877114.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Milchpolitik der EU ist gescheitert<\/strong><br>\nDie Bem&uuml;hungen der EU um eine Stabilisierung des Milchmarktes sind gescheitert. Zu diesem wenig schmeichelhaften, aber nicht &uuml;berraschenden Schluss kommt der Rechnungshof der EU. Sollte die Milchquote analog zur Schweiz g&auml;nzlich aufgehoben werden, droht eine neue &Uuml;berproduktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/milchpolitik_eu_gescheitert_1.3872507.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Beitrag der Landwirtschaft zum BIP mag marginal sein, aber mit dem Bauernhofsterben geht ein Kulturraum verloren, der weit &uuml;ber irgendwelche BIP-Prozente seine Bedeutung  hat. Desweiteren ist es in diesen Zeiten durchaus bemerkenswert, dass eine EU-Institution f&uuml;r Regulierung eintritt. Dabei d&uuml;rfte auch die l&auml;ndliche Entwicklung in der Dritten Welt von der Empfehlung des Rechnungshofes profitieren: &ldquo;Es ist daher unumg&auml;nglich, dass die Kommission und die Mitgliedstaaten ihre Anstrengungen zur Umorientierung der Milcherzeugung vorrangig auf die Bedarfsdeckung des europ&auml;ischen Binnenmarkts und erst erg&auml;nzend auf die Herstellung von K&auml;se und anderen Erzeugnissen mit hohem Mehrwert ausrichten, die ohne Budgethilfe f&uuml;r den Weltmarkt exportf&auml;hig sind.&rdquo;<br>\nQuelle:<a href=\"http:\/\/eca.europa.eu\/portal\/pls\/portal\/docs\/1\/3120296.PDF\"> Europ&auml;ischer Rechnungshof [PDF &ndash; 30 KB]<\/a><br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Niedrige Professorengeh&auml;lter &ndash; Immer dem Geld nach<\/strong><br>\nViele bayerische Professoren zieht es in die freie Wirtschaft, weil sie dort besser bezahlt werden. Die j&uuml;ngste Gehaltserh&ouml;hung an den Hochschulen nennen sie &ldquo;skandal&ouml;s&rdquo;.\n<p>Die Staatsregierung ist lediglich bereit, von 2011 an W2-Professoren auf ihr Grundgehalt von zurzeit 4200 Euro 200 Euro drauf zu legen, W3-Professoren, Lehrstuhlinhaber, erhalten sogar nur 150 Euro mehr, also k&uuml;nftig 5250 Euro.<br>\nQuelle:<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/jobkarriere\/809\/491179\/text\/\"> SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL<\/strong>: Die Geh&auml;lter m&ouml;gen zwar f&uuml;r einen &bdquo;Normalverdiener&ldquo; hoch erscheinen, aber als Mitglied eines Hochschulrats erlebe ich, dass es immer schwieriger wird f&uuml;r bestimmte F&auml;cher (Naturwissenschaften, &Ouml;konomie, Jura) qualifizierte Wissenschaftler zu finden.<\/em><\/p>\n<p>Die beruflichen Alternativen f&uuml;r hochqualifiziertes Personal im privaten Sektor sind einfach wesentlich attraktiver.<br>\nDie (relativ) schlechte Bezahlung der Professoren f&uuml;hrt zudem dazu, dass sich viele einen Nebenerwerb suchen und sich &uuml;ber Gutachten oder Auftragsforschung von privaten und interessenbezogenen Auftraggebern abh&auml;ngig machen oder sogar gleich als Lobbyisten von  m&auml;chtigen Wirtschaftsgruppen arbeiten, siehe Raffelh&uuml;schen, R&uuml;rup, B&ouml;rsch-Supan und viele andere mehr.<\/p>\n<p>Das gef&auml;hrdet auf Dauer eine dem Fortschritt der gesamten Gesellschaft verpflichteten Lehre und Forschung.<br>\n\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Himmlisches Streikverbot<\/strong><br>\nDie Kirchen berufen sich insoweit auf den Grundsatz der christlichen Dienstgemeinschaft, wonach alle Besch&auml;ftigten von der Leitung bis hin zu Hilfst&auml;tigkeiten gleicherma&szlig;en im Dienste der Liebe zum N&auml;chsten t&auml;tig sind, was es ausschlie&szlig;e, diese Arbeit f&uuml;r interne Streitigkeiten vor&uuml;bergehend zu vernachl&auml;ssigen.\n<p>Ob die Wahl des &bdquo;dritten Weges&ldquo;, bei dem die Arbeitsbedingungen in Kommissionen und nicht durch Tarifverhandlungen festgelegt werden, das Grundrecht auf Streik ausschlie&szlig;t, ist eine noch nicht gekl&auml;rte verfassungsrechtliche Frage. Vom ehemaligen Verfassungsrichter K&uuml;hling wurde sie in einem Gutachten im Auftrag der Gewerkschaft Verdi verneint. Unter Rechtsgelehrten ist die Frage umstritten. Umso erstaunlicher ist es, wenn in Hessen und Nassau Besch&auml;ftigten k&uuml;rzlich mit Abmahnung und K&uuml;ndigung f&uuml;r den Fall der Streikteilnahme gedroht wurde. Falls die angeblich eindeutige Rechtslage von den Gerichten anders gesehen wird, m&uuml;sste sich der zweitgr&ouml;&szlig;te Arbeitgeber dieses Landes den Vorwurf gefallen lassen, systematisch im eigenen Interesse Grundrechte der Besch&auml;ftigten verletzt zu haben.<br>\nQuelle:<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub58EBCDAAD2C04B7F941FA15200727E44\/Doc~E8658025D856741518BF76819684B0B54~ATpl~Ecommon~Scontent.html\"> FAZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die nicht unbedingt f&uuml;r ihre gewerkschaftsfreundliche Haltung bekannte FAZ gibt einem gewerkschaftsnahen Juristen Gelegenheit, f&uuml;r das Streikrecht der bei den christlichen Kirchen Besch&auml;ftigten zu pl&auml;dieren. Was mag sich dahinter verbergen?<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM\/WL)<br \/> Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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