{"id":42702,"date":"2018-03-04T09:30:00","date_gmt":"2018-03-04T08:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702"},"modified":"2018-03-02T13:01:00","modified_gmt":"2018-03-02T12:01:00","slug":"hinweise-der-woche-52","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h01\">Angriff auf Sicherheitsnetz der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h02\">&bdquo;Essener Tafel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h03\">Syrien-Konflikt: &bdquo;Assad wird an der Macht bleiben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h04\">Aufr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h05\">Deutsche Umwelthilfe zum Diesel-Urteil: Politik muss sich aus &bdquo;W&uuml;rgegriff der Autoindustrie befreien&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h06\">Von den Folgen einer Gesetzesl&uuml;cke &ndash; Landgrabbing in Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h07\">Verkauf der HSH Nordbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h08\">Faire Steuern &ndash; 3sat Sendung im Wirtschaftsmagazin makro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h09\">Europas Mindestl&ouml;hne steigen &ndash; der deutsche nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h10\">Der Arbeitskr&auml;ftemissbrauch durch Leiharbeit hat System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h11\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42702#h12\">Ich setze auf Millionen Menschen, die fr&uuml;her SPD gew&auml;hlt haben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Angriff auf Sicherheitsnetz der Bundesregierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>IT-Experte: Im Potenzial aequivalent zu Atomkrieg<\/strong><br>\nAngriffe auf das Sicherheitsnetz der Bundesregierung, Hacker-Angriffe mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit auf das Au&szlig;enministerium, vielleicht auch auf das Verteidigungsministerium. Vielleicht sind auch andere Stellen betroffen. Das ist noch nicht ganz klar, oder wir wissen es bislang jedenfalls noch nicht. &ndash; Unser Thema mit dem IT-Sicherheitsexperten und NATO-Berater Sandro Gaycken von der European School of Management und Technology in Berlin.<br>\nM&uuml;ller: Reden wir &uuml;ber den aktuellen Fall, Angriffe auf das Au&szlig;enministerium, vielleicht auch das Verteidigungsministerium etc. Waren das die Russen?<br>\nGaycken: Keine Ahnung. Das wei&szlig; keiner. Ich w&auml;re auch sehr vorsichtig mit diesen vorschnellen Zuschreibungen. Die Nachrichtendienste sind sehr gut darin, die Stile gegenseitig zu imitieren, komplett bis in die kleinsten technischen Details, und diese Analysen kommen meist von irgendwelchen IT-Sicherheitsfirmen, die nat&uuml;rlich dann sofort bei CNN erscheinen, wenn sie als erster &bdquo;die Russen!&ldquo; schreien. Von daher ist das immer so: Das sind eher Komplizen von solchen Verschleierungstaktiken, und da muss man immer sehr vorsichtig sein. Feststellen kann man es eigentlich nur, wenn man eine menschliche Quelle im gegnerischen Hacker-Team hat. Die sind aber sehr selten und die w&uuml;rde man im Zweifelsfall auch nicht ausspielen.<br>\nM&uuml;ller: Das hei&szlig;t, es gibt keine eindeutigen digitalen Spuren?<br>\nGaycken: Nein, gibt es nie. Eindeutige Digitalspuren ist ein Widerspruch, denn man kann das immer f&auml;lschen. Man muss nur als Angreifer genug davon wissen und sich auskennen und dann kann man jede Spur f&auml;lschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hacker-angriff-it-experte-im-potenzial-aequivalent-zu.694.de.html?dram:article_id=411978\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.K.:<\/strong> Lesenswertes Interview in dem Gaycken mehrmals auf die Unsicherheit der digitalen Verfolgbarkeit verweist. Wieder einmal zeigt sich, dass sich hinter den von den Medien proklamierte Geschichte des &bdquo;B&ouml;sen Russland&ldquo; keinerlei handfeste Beweise verbergen und eine Spur im Prinzip manipulativ gelegt werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das angeblich so sichere Datennetz des Bundes ist leider nicht wirklich sicher<\/strong><br>\nNach der heutigen Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums erkl&auml;rt Andr&eacute; Hahn, stellv. Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Kontrollgremium f&uuml;r die Geheimdienste:<br>\n&bdquo;Da &uuml;ber den Inhalt und Details aus der Sitzung des Gremiums nicht &ouml;ffentlich berichtet werden darf, will ich in drei Punkten f&uuml;r mich ein allgemeines vorl&auml;ufiges Fazit ziehen:\n<ol>\n<li>Das angeblich so sichere Datennetz des Bundes ist leider nicht wirklich sicher. Ansonsten w&auml;re das Eindringen &uuml;ber einen Hackerangriff auf hochsensible Bundesbeh&ouml;rden nicht m&ouml;glich gewesen. Hier haben relevante Schutzmechanismen versagt.<\/li>\n<li>Der von Staatssekret&auml;r Ole Schr&ouml;der heute medial verbreitete Eindruck, deutsche Sicherheitsbeh&ouml;rden h&auml;tten den Angriff von Anfang an begleitet und unter Kontrolle gehabt, ist schlicht die Unwahrheit. Man kann einen Hackerangriff nur dann kontrollieren, wenn man &uuml;berhaupt Kenntnis davon hat. Insofern sollte Herr Schr&ouml;der doch mal die Mediengruppe, der er sein Interview gegeben hat, informieren, wann der Angriff nach heutigem Kenntnisstand tats&auml;chlich begonnen hat und wann denn die Bundesregierung davon erfahren hat. Erst ab diesem Zeitpunkt k&ouml;nnten ja Gegenma&szlig;nahmen ergriffen werden.<\/li>\n<li>Die Bundesregierung, die zum wiederholten Mal das zust&auml;ndige Kontrollgremium nicht &uuml;ber einen gravierenden Vorgang von besonderer Bedeutung unterrichtet hatte, versucht ganz offenbar den Vorfall herunterzuspielen und zu suggerieren, es sei kein allzu gro&szlig;er Schaden entstanden. Um das wirklich beurteilen zu k&ouml;nnen, fehlen noch exakte Fakten &uuml;ber wom&ouml;glich abgeflossene Daten und deren Qualit&auml;t.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mich erinnert das Ganze in fataler Weise an den Fall Markus R., den CIA-Spion im BND. Auch da war zun&auml;chst von eher geringem Schaden die Rede, bis sich herausstellte, dass der Agent neben zahlreichen anderen Dokumenten auch das supergeheime Auftragsprofil der Bundesregierung f&uuml;r den BND geklaut und an die Amerikaner weitergegeben hatte, das selbst die Geheimdienstkontrolleure zuvor niemals einsehen durften. Von daher bleibt abzuwarten, was die weiteren Ermittlungen zu Art und Umfang des Schadens noch ergeben werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/das-angeblich-so-sichere-datennetz-des-bundes-ist-leider-nicht-wirklich-sicher\/\">Linksfraktion<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Russische Hackerangriffe&ldquo; f&ouml;rdern die Finanzausstattung der Sicherheitsbeh&ouml;rden<\/strong><br>\nZwar fehlt es den Medienbeitr&auml;gen um den &bdquo;Hackerangriff auf die deutsche Regierung&ldquo; weitgehend an belastbaren Informationen. Doch erf&uuml;llen sie einen taktischen Zweck durchaus: F&uuml;r die in K&uuml;rze anstehenden Beratungen zum neuen Bundeshaushalt, der wieder erhebliche Ausgabensteigerungen f&uuml;r die Sicherheitsbeh&ouml;rden des Bundes vorsieht, schaffen solche Artikel das geeignete Klima der Bedrohung: Bei Politikern und in der &Ouml;ffentlichkeit. Und wer k&ouml;nnte dann schon Nein sagen dazu, dass &bdquo;unsere Sicherheit&ldquo; wieder ein paar Millionen mehr kostet?!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/russische-hackerangriffe-foerdern-die-finanzausstattung-der-sicherheitsbehoerden-7279\">Cives<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Essener Tafel&ldquo;<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;F&uuml;r Bed&uuml;rftigkeit ist nicht Staatsangeh&ouml;rigkeit die Richtschnur&ldquo;<\/strong><br>\nAngela Merkel bef&uuml;rwortet den Runden Tisch f&uuml;r die Tafel in Essen und lobt &bdquo;eine b&uuml;rgerschaftliche Bewegung par excellence&ldquo;. Die Stadt solle sich gleichzeitig an anderen Kommunen ein Beispiel nehmen.<br>\nNach ihrer Kritik an der Essener Tafel bem&uuml;ht sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Ausgleich. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Mittwoch in Berlin, Merkel habe sich mit dem Essener Oberb&uuml;rgermeister Thomas Kufen (CDU) in Verbindung gesetzt. Sie begr&uuml;&szlig;e den Beschluss, dass an einem Runden Tisch &uuml;ber das weitere Vorgehen beraten werden soll.<br>\nDie Kanzlerin hoffe, dass gute L&ouml;sungen gefunden w&uuml;rden, die nicht bestimmte Gruppen ausschl&ouml;ssen, sagte Seibert: &bdquo;Bed&uuml;rftigkeit ist Bed&uuml;rftigkeit. Daf&uuml;r ist nicht die Staatsangeh&ouml;rigkeit die Richtschnur.&ldquo; Alles andere seien Fragen der Organisation, sagte Seibert und erinnerte daran, dass Merkel auch von dem Druck gesprochen habe, mit dem die Tafeln umgehen m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article174046225\/Angela-Merkel-zur-Tafel-in-Essen-Fuer-Beduerftigkeit-ist-nicht-Staatsangehoerigkeit-die-Richtschnur.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Einfach nur dreist. Hier &auml;u&szlig;ert sich diejenige, die diese Situation erst ma&szlig;geblich mitgeschaffen hat und in der Tat arme Ausl&auml;nder und Deutsche gleicherma&szlig;en, im wahrsten Sinne des Wortes, verhungern l&auml;sst, herablassend &uuml;ber die Arbeit von Ehrenamtlichen. Tafeln sind eine &bdquo;Erg&auml;nzung des Sozialstaats&ldquo;? Wohl kaum; sie ersetzen nur einen Teil von dem, was beim F&uuml;rsorge- und Suppenk&uuml;chenstaat fehlt. Warum greift der Staat hier nicht ein &ndash; weil &bdquo;kein Geld da&ldquo; ist? Haben wir im Gegenteil schon mal von Merkel geh&ouml;rt, f&uuml;r unglaubliche Steuergeschenke an Reiche (Erbschaftsteuer, K&ouml;rperschaftsteuer, Verm&ouml;gensteuer) sei kein Geld da? Wieso kann sich Merkel mit ihren Unversch&auml;mtheiten fast ungehindert durchmogeln, warum gibt es keinen Sturm der Entr&uuml;stung in den Zeitungen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arme und Ausl&auml;nder<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;chtlingspolitik der Gro&szlig;en Koalition versagt. Wer die Menschen ins Land holt, muss sich auch um sie k&uuml;mmern. Stattdessen streiten sich in Essen die &Auml;rmsten der Armen um ein St&uuml;ck Brot. Da freut sich die AfD.<br>\nAm 23. Februar befasste sich die &bdquo;Tagesschau&ldquo; unter anderem mit dem Staatshaushalt des vergangenen Jahres. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Deutschland erzielt Milliarden-&Uuml;berschuss&ldquo;, hie&szlig; es, dass Deutschland einen Rekord&uuml;berschuss in H&ouml;he von 36,6 Milliarden Euro erzielt habe. Wegen der guten Konjunktur, der hohen Besch&auml;ftigung und der daraus resultierenden hohen Steuereinnahmen. Es sei der vierte &Uuml;berschuss in Folge. Direkt danach meldete die &bdquo;Tagesschau&ldquo;, dass die Entscheidung der Essener Tafel, vorerst keine Migranten als Bed&uuml;rftige mehr aufzunehmen, auf Kritik gesto&szlig;en sei.<br>\nDiese Kritik ist reine Heuchelei. Der Verantwortliche der Essener Tafel hat eine falsche Entscheidung getroffen. Doch eine Schande ist der Vorgang vor allem f&uuml;r Angela Merkel und die SPD. Merkel ist mit ihrer Fl&uuml;chtlingspolitik gescheitert und die SPD mit ihrer Sozialpolitik.<br>\nDa steht also in Essen dieser Tafel-Chef und versucht, die Folgen dieser verfehlten Politik aufzufangen. Das hinterl&auml;sst Spuren in seiner Sprache. Syrer und Russlanddeutsche h&auml;tten ein &bdquo;Nehmer-Gen&ldquo;, hat er dem SPIEGEL gesagt, es fehle an einer &bdquo;Anstellkultur&ldquo;. Solche Worte sorgen f&uuml;r Emp&ouml;rung in den vornehmen B&uuml;ros. Katarina Barley, gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Sozialministerin der SPD, hat gleich geschimpft, die Entscheidung des Tafelbetreibers f&ouml;rdere Vorurteile und Ausgrenzung.<br>\nSPD-Politiker sollten bei diesem Thema besser schweigen<br>\nNun tr&auml;gt die SPD &ndash; mit einer Unterbrechung von vier Jahren &ndash; seit bald 20 Jahren Regierungsverantwortung in Deutschland. In dieser Zeit ist die Zahl der Tafeln von 220 auf 934 gestiegen. Sie unterst&uuml;tzen regelm&auml;&szlig;ig etwa 1,5 Millionen Menschen. Warum? Weil die staatlichen Leistungen f&uuml;r viele Arbeitslose, Rentner und Fl&uuml;chtlinge nicht ausreichen. Die SPD ist schuldig. Sie erfand erst die Agenda-Politik und besetzte dann jahrelang das Sozial- und Arbeitsministerium. SPD-Politiker sollten bei diesem Thema besser schweigen.<br>\nSchweigen sollte auch Angela Merkel &ndash; aber die redet ja ohnehin wenig.<br>\nIhre Fl&uuml;chtlingspolitik war eine Katastrophe. Wer zul&auml;sst, dass die Menschen ins Land kommen, der muss sich dann auch ausreichend um sie k&uuml;mmern, sie kleiden, sie ern&auml;hren, ihnen eine Zukunft er&ouml;ffnen, entweder durch Integration in Deutschland oder durch m&ouml;glichst schnelle R&uuml;ckf&uuml;hrung in ihre Herkunftsl&auml;nder. Merkels Regierung versagt sowohl bei der Versorgung als auch bei der Integration als auch bei der R&uuml;ckf&uuml;hrung. Und wenn in Berlin die Politik versagt, rangeln an der Tafel in Essen die &Auml;rmsten der Armen um einen Teller Suppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/politik\/deutschland\/tafel-in-essen-arme-und-auslaender-kolumne-a-1195417.html\">Jakob Augstein auf SPON<\/a><\/li>\n<li><strong>Rund 10% der Bevo&#776;lkerung sind auf Grundsicherung angewiesen<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180302-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180302-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nIn der Diskussion um die Situation der Essener Tafel (Aufnahmestopp fu&#776;r Nicht-Deutsche Hilfebedu&#776;rftige) du&#776;rfen die Rahmenbedingungen des Konflikts nicht au&szlig;er Acht gelassen werden: Die Gesellschaft ist durch eine anhaltende soziale Spaltung charakterisiert. Trotz guter Konjunktur, steigender Bescha&#776;ftigungs- und ru&#776;ckla&#776;ufiger Arbeitslosenzahlen sowie U&#776;berschu&#776;sse in den o&#776;ffentlichen Haushalten verfu&#776;gen nahezu 10 % der Bevo&#776;lkerung u&#776;ber ein nur so niedriges Einkommen, dass sie Leistungen der Grundsicherung in Anspruch nehmen mu&#776;ssen.<br>\nDie staatlichen Leistungen der Grundsicherung (Regelbedarfe) sind dabei so niedrig angesetzt, dass immer mehr Menschen auf die zivilge- sellschaftlichen Hilfen der Tafeln zuru&#776;ckgreifen mu&#776;ssen, deren Volumina aber begrenzt sind. Damit sind Verteilungskonflikte innerhalb der Gruppe der Hilfebedu&#776;rftigen strukturell vorgezeichnet: Wer hat &ndash; so stellt sich inmitten einer Wohlstandsgesellschaft mittlerweile die Frage &ndash; Anspruch auf abgelaufene Lebensmittel?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/t.co\/f720ziQts7\">Sozialpolitik aktuell [PDF]<\/a>\n<p><em>Lesen Sie zu dem Thema bitte auch Jens Bergers Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42658\">Die Debatte um die Essener Tafeln ist ein weiterer Aspekt der allgegenw&auml;rtigen Elitenverwahrlosung<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Syrien-Konflikt: &bdquo;Assad wird an der Macht bleiben&ldquo;<\/strong><br>\nDer Nahost-Experte Michael L&uuml;ders glaubt, dass der Syrienkrieg zugunsten des Machthabers Baschar al-Assad entschieden ist. Die verbliebenen Dschihadisten in Ost-Ghuta w&uuml;ssten, dass sie den Krieg nicht gewinnen k&ouml;nnten und aus der Region vertrieben w&uuml;rden, sagte er im Dlf. [&hellip;]<br>\nL&uuml;ders: Die meisten Syrer versuchen, angesichts der Trag&ouml;die, die sich in ihrem Land in den letzten Jahren ereignet hat, vor allem zu &uuml;berleben. 23 Millionen Einwohner hat das Land. Davon sind die H&auml;lfte gefl&uuml;chtet. Rund f&uuml;nf Millionen sind syrische Binnenfl&uuml;chtlinge. Sie haben sich in die Gebiete gefl&uuml;chtet, die unter Assads Kontrolle stehen.<br>\nEs gibt nat&uuml;rlich nach wie vor gro&szlig;e Unzufriedenheit &uuml;ber das Assad-Regime, aber vielen Syrern erscheint die Pest dessen, was sie seit Jahren und seit Jahrzehnten kennen, doch ertr&auml;glicher als die Cholera dessen, was m&ouml;glicherweise folgen k&ouml;nnte. Es w&uuml;rde ja in Syrien nach einem Sturz des Assad-Regimes nicht Freiheit und Demokratie obsiegen, sondern andere Gruppierungen an die Macht bringen, vor allem radikale Islamisten, die ihrerseits kurzen Prozess machen w&uuml;rden mit den Widersachern, allen voran den religi&ouml;sen Minderheiten.<br>\nDas ist auch der entscheidende Grund daf&uuml;r, warum diese religi&ouml;sen Minderheiten, darunter auch die Christen, nach wie vor Assad unterst&uuml;tzen. Es ist sachlich nicht richtig zu behaupten, dass die gesamte syrische Bev&ouml;lkerung einen verzweifelten Freiheitskampf gegen das syrische Regime f&uuml;hren w&uuml;rde. Das tut vielleicht die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung. Sie lehnt dieses Regime ab. Aber der Rest steht dahinter, nach wie vor, aus Mangel an Alternativen, und eine zivile Alternative ist im Augenblick nicht in Sicht. [&hellip;]<br>\nDie Schmutzigkeit der Deals kann man daran ermessen, dass diese Dschihadisten in Idlib, aber auch in Ost-Ghuta ma&szlig;geblich von Saudi-Arabien und der T&uuml;rkei unterst&uuml;tzt werden. Aber um diese Aufst&auml;ndischen bek&auml;mpfen zu k&ouml;nnen, braucht man nat&uuml;rlich das Okay der T&uuml;rkei. Vor allem die Russen brauchen das, weil sie ja mit der T&uuml;rkei zusammenarbeiten. Der Deal l&auml;uft darauf hinaus zu sagen, okay, ihr, liebe T&uuml;rken, k&ouml;nnt in Nord-Syrien, in den Kurden-Gebieten machen, was ihr wollt, aber gebt uns freie Hand, gegen die Terroristen in Idlib oder in Ost-Ghuta vorzugehen, und die USA haben das ohnehin schon abgesegnet, dieses Vorgehen der T&uuml;rkei gegen&uuml;ber den Kurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/syrien-konflikt-assad-wird-an-der-macht-bleiben.694.de.html?dram:article_id=411785\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em>Lesen Sie zur Einordnung auch noch einmal L&uuml;ders&lsquo; Artikel <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/maerz\/der-krieg-in-syrien-und-die-blinden-flecken-des-westens\">Der Krieg in Syrien und die blinden Flecken des Westens<\/a> von M&auml;rz 2017.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aufr&uuml;stung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Verr&uuml;ckte f&uuml;hren Blinde&ldquo;: Krieg gegen Russland?<\/strong><br>\nAuf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz warnten namhafte Politiker vor einem Krieg mit Russland. Wir st&uuml;nden am Abgrund, hie&szlig; es. Schon vor Beginn erkl&auml;rte der Vorsitzende, Wolfgang Ischinger: &bdquo;Wir haben noch nie seit dem Ende der Sowjetunion eine so hohe Gefahr auch einer milit&auml;rischen Konfrontation von Gro&szlig;m&auml;chten gehabt.&ldquo; Verteidigungsministerin von der Leyen war sich mit US-Verteidigungsminister James Mattis im Zelebrieren der &bdquo;Abwehrbereitschaft&ldquo; gegen Russland einig. W&auml;hrend Mattis die deutsche F&uuml;hrungsrolle in Europa hervorhob, betonte von der Leyen die Bedeutung der NATO als &bdquo;Wertegemeinschaft&ldquo; und den Willen der deutschen Regierung, weiter aufzur&uuml;sten. Im Deutschlandfunk hie&szlig; es am 18. Februar 2018: &bdquo;Gibt es also noch ein Zur&uuml;ck vom Abgrund? Am Ende musste Wolfgang Ischinger einr&auml;umen, dass das Fragezeichen dort wohl zurecht steht.&ldquo; Dementsprechend hat Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Regierungserkl&auml;rung am 22. Februar die deutsche Bev&ouml;lkerung zu einem Teilbereich der kriegerischen Ereignisse auf der Welt wissen lassen: &bdquo;Das, was wir im Augenblick sehen, die schrecklichen Ereignisse in Syrien, den Kampf eines Regimes nicht gegen Terroristen, sondern gegen seine eigene Bev&ouml;lkerung, die T&ouml;tung von Kindern, das Zerst&ouml;ren von Krankenh&auml;usern, das ist ein Massaker, das es zu verurteilen gilt und dem wir ein klares Nein entgegensetzen. Wir sind aber auch aufgefordert, zu versuchen, eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle dabei zu spielen, um ein solches Massaker beenden zu k&ouml;nnen. Darum m&uuml;ssen wir uns als Europ&auml;er bem&uuml;hen &hellip;&ldquo; Wir trauen unseren Ohren nicht: Will diese Frau Krieg?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/verrueckte-fuehren-blinde-krieg-gegen-russland\/\">KenFM<\/a><\/li>\n<li><strong>GroKo spricht sich f&uuml;r Atomwaffen in Deutschland aus &ndash; Russland als Vorwand<\/strong><br>\n&bdquo;Dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten &ndash; Atomwaffen abziehen&ldquo; hat die Linksfraktion im Bundestag gefordert. Russland wurde dabei u.a. sowohl von Seiten der Union sowie der FDP mehrmals als Aggressor dargestellt. Das wiederum wurde als Vorwand genutzt, um dem Verbotsvertrag nicht zuzustimmen.<br>\nIn ihrem Antrag wirft die Linksfraktion der Bundesregierung vor, sich zwar au&szlig;enpolitisch zu einer Welt ohne Atomwaffen zu bekennen, &bdquo;jedoch w&auml;hrend des gesamten Prozesses der Ausarbeitung des Vertrags keinerlei Anstrengungen&ldquo; unternommen zu haben, diesen zu unterst&uuml;tzen. &bdquo;Sie hat die Vertragsverhandlungen boykottiert und in der entscheidenden Abstimmung in der UN-Vollversammlung dem Vertrag ihre Zustimmung verweigert&ldquo;, bem&auml;ngelt die Linksfraktion.<br>\nMit ihrer ablehnenden Haltung zum neuen Atomwaffenverbotsvertrag sende die Bundesrepublik Deutschland ein &bdquo;falsches Signal, schadet ihrer abr&uuml;stungspolitischen Glaubw&uuml;rdigkeit und schw&auml;cht die Institution der Vereinten Nationen&ldquo;, hei&szlig;t es dort weiter. Die Bundesregierung werde deshalb aufgefordert, den Atomwaffenverbotsvertrag umgehend zu unterzeichnen. Au&szlig;erdem solle sie &bdquo;unverz&uuml;glich die Teilnahme der Bundesrepublik Deutschland an der nuklearen Teilhabe der Nato aufk&uuml;ndigen&ldquo; und Schritte zum Abzug der US-Atomwaffen vom Territorium der Bundesrepublik Deutschland einleiten. (&hellip;)<br>\nZum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland stehe in einem Koalitionsvertrag &bdquo;explizit&ldquo; ein Bekenntnis zur atomaren Komponente der Nato, beklagte bei der Bundestagsdebatte &uuml;ber den UN-Atomwaffenverbot und den Abzug atomarer Waffen aus Deutschland der stellvertretende Vorsitzende der Partei Die Linke, Tobias Pfl&uuml;ger. Ein Atomwaffenvertrag der Vereinten Nationen, der von der Friedensnobelpreistr&auml;gerin ICAN initiierte wurde, hat an der Position der sogenannten Volksparteien offenbar nichts &auml;ndern k&ouml;nnen.<br>\nIm Gegenteil: 2010 habe sich der Bundestag noch f&uuml;r den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland stark gemacht, bemerkte im Sputnik-Interview das ICAN-Vorstandsmitglied Martin Hinrichs und zeigte sich gleichzeitig entt&auml;uscht &uuml;ber die Haltung der SPD im Koalitionsvertrag zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag: &bdquo;Im Moment habe ich den Eindruck, dass sich leider die CDU mit ihrer Betonung, dass wir an der Aufr&uuml;stung teilhaben m&uuml;ssen, durchsetzt.<br>\nEs wird zum einen von der Vision einer atomfreien Welt geredet. Zum anderen scheint es nicht so wichtig zu sein, um sich tats&auml;chlich zu trauen, die Atomm&auml;chte unter Druck zu setzen. Wenn Au&szlig;enminister Gabriel so handeln w&uuml;rde wie er redet, w&uuml;rde Deutschland f&uuml;r die Abr&uuml;stung eine aktive Rolle spielen. Wenn wir immer nur darauf warten, bis die Atomm&auml;chte ihre Atomwaffen freiwillig abgeben, kommen wir nie weiter. Wir m&uuml;ssen Druck aus&uuml;ben und m&uuml;ssen mit einem guten Beispiel vorangehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20180224319685914-russland-deutschland-atomwaffen\/\">Sputnik<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Schaltzentrale f&uuml;r Ostseekriege<\/strong><br>\nDie Deutsche Marine baut in Rostock ein NATO-Hauptquartier auf und sichert sich damit die taktische F&uuml;hrung in einem etwaigen Seekrieg gegen Russland. Wie Marineexperten best&auml;tigen, wird das neue Hauptquartier auf Waffeng&auml;nge in Randmeeren wie etwa der Ostsee spezialisiert sein. Dabei kann es auch au&szlig;erhalb des NATO-Rahmens genutzt werden. Parallel verlegt die Deutsche Marine ein zweites F&uuml;hrungszentrum, ihr Maritime Operations Centre (MOC), ebenfalls nach Rostock; die Einrichtung f&uuml;hrt Flotte und Seeluftstreitkrafte weltweit auch in &Uuml;bungen sowie im Ausbildungseinsatz. Das MOC umfasst unter anderem eine deutsch-polnische F&uuml;hrungszelle f&uuml;r U-Boot-Operationen, das laut Angaben der Marine &bdquo;die binationale operative Kontrolle sowohl &uuml;ber deutsche als auch polnische U-Boote&ldquo; aus&uuml;bt; dabei k&ouml;nnten, so hei&szlig;t es, die polnischen Seestreitkr&auml;fte ihre U-Boote &bdquo;an deutsche F&uuml;hrungssysteme ankoppeln&ldquo;. Berlin macht sich die enge Marinekooperation zunutze, um Warschau zum Kauf deutscher anstelle franz&ouml;sischer U-Boote zu dr&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7549\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Zahlreiche R&uuml;stungsgenehmigungen vor Y&uuml;cel-Freilassung<\/strong><br>\nDer Bund hat in den vergangenen Wochen mehrere R&uuml;stungsexporte an die T&uuml;rkei genehmigt. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-R&uuml;stungsexpertin Sevim Dagdelen hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.<br>\nDie 31 Genehmigungen stammen laut Wirtschaftsstaatssekret&auml;r Matthias Machnig (SPD) aus einem Zeitraum von gut f&uuml;nf Wochen zwischen dem 18. Dezember und 24. Januar. Genaue Angaben &uuml;ber Art und Umfang der R&uuml;stungsg&uuml;ter macht die Bundesregierung nicht. Die einzelnen Positionen sind chiffriert.<br>\n2017 erteilte die Bundesregierung insgesamt 115 Genehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsexporte und sogenannte &bdquo;Dual-Use-Exporte&ldquo; in die T&uuml;rkei. Diese G&uuml;ter k&ouml;nnen sowohl milit&auml;risch als auch zivil eingesetzt werden. Bei den 31 j&uuml;ngsten Genehmigungen handelt es sich ausschlie&szlig;lich um R&uuml;stungsexporte.<br>\nEine der Genehmigungen tr&auml;gt den Code &bdquo;A0013&ldquo;. Das K&uuml;rzel steht f&uuml;r &bdquo;Spezialpanzer- oder Schutzausr&uuml;stung&ldquo;. Ob es sich dabei um die Genehmigung f&uuml;r die umstrittene Aufr&uuml;stung von 120 t&uuml;rkischen Panzern vom Typ M60 oder die Nachr&uuml;stung von Leopard-2-Kampfpanzern durch den deutschen R&uuml;stungskonzern Rheinmetall handelt, l&auml;sst das Ministerium offen. (&hellip;)<br>\nLinken-Expertin Dagdelen &uuml;bte an den Waffenlieferungen scharfe Kritik. &bdquo;Praktisch t&auml;glich genehmigt die Bundesregierung einen R&uuml;stungsexportantrag f&uuml;r den t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan. W&auml;hrend die T&uuml;rkei unmittelbar den v&ouml;lkerrechtswidrigen Einmarsch der t&uuml;rkischen Armee ins syrische Afrin vorbereitet hat, wurden innerhalb nur eines Monats 31 R&uuml;stungsexporte genehmigt. Das ist skandal&ouml;s&ldquo;, sagte die Vizefraktionschefin der Linken dem RND. Dagdelen hob den zeitlichen Zusammenhang mit der Freilassung der deutschen Journalistin Mesale Tolu am 18. Dezember hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Zahlreiche-Ruestungsgenehmigungen-vor-Yuecel-Freilassung\">Hannoversche Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Linken-Politikerin Dagdelen &auml;u&szlig;erte sehr fr&uuml;h nach der Freilassung von Herrn Y&uuml;cel die Vermutung, dass es <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42479#h15\">einen &bdquo;Deal&ldquo; gegeben haben k&ouml;nnte<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung verdoppelt R&uuml;stungsexporte an Entwicklungsl&auml;nder<\/strong><br>\nDeutsche R&uuml;stungsgesch&auml;fte mit Entwicklungsl&auml;ndern haben im vergangenen Jahr ein Rekordniveau erreicht. Bei den Einzelausfuhrgenehmigungen hat die schwarz-rote Bundesregierung erstmals seit 2008 die Milliardengrenze &uuml;berschritten. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (PDF) auf eine Kleine Anfrage der Linke-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen hervor (Bundestagsdrucksache 19\/516).<br>\n&bdquo;Die Verdoppelung von R&uuml;stungsexporten in Entwicklungsl&auml;nder sind ein politischer Offenbarungseid. Es ist zudem eine moralische Bankrotterkl&auml;rung, in Entwicklungsl&auml;nder, die von Armut, Unterern&auml;hrung, Hunger, mangelhafter Gesundheitsversorgung, einer hohen Kindersterblichkeitsrate, hoher Arbeitslosigkeit und mangelhaften Bildungsm&ouml;glichkeiten gepr&auml;gt sind, Waffen zu liefern&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. &bdquo;Das letzte, was Entwicklungsl&auml;nder brauchen, sind noch mehr Waffen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/bundesregierung-verdoppelt-ruestungsexporte-an-entwicklungslaender\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Umwelthilfe zum Diesel-Urteil: Politik muss sich aus &bdquo;W&uuml;rgegriff der Autoindustrie befreien&ldquo;<\/strong><br>\nDer Chef der Deutschen Umwelthilfe, J&uuml;rgen Resch, sieht derzeit keinen politischen Willen in Deutschland, die Autoindustrie beim Thema Feinstaubbelastung in die Pflicht zu nehmen. Es sei &bdquo;eine irre Situation&ldquo;, dass ein Umweltverband den Staat vor Gericht zwingen m&uuml;sse, damit der die eigenen Gesetze einhalte, sagte Resch im Dlf. [&hellip;]<br>\nSie sehen ja, wie m&auml;chtig die Autoindustrie in Deutschland ist. Die Franzosen haben gegen&uuml;ber Peugeot, Renault und FCA, Fiat Chrysler, 18,3 Milliarden Euro Strafe verf&uuml;gt &uuml;ber die Anti-Betrugs-Beh&ouml;rde. In Deutschland null Euro Strafe. &ndash; Wir haben ein Vertragsverletzungsverfahren am Hals seit 14 Monaten, weil Deutschland von der Autoindustrie keine Strafe fordert. W&uuml;rden wir die von der EU vorgeschriebenen Strafzahlungen einfordern, k&auml;men ungef&auml;hr 20 bis 25 Milliarden Euro zusammen, die man einsetzen k&ouml;nnte, um die Verkehrsinfrastruktur-Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Verkehrswende auch zu finanzieren.<br>\nUnd das andere: Nat&uuml;rlich muss die Automobilindustrie die Kosten &uuml;bernehmen. Aber hier bedarf es einer Politik, die sich aus dem W&uuml;rgegriff der Autoindustrie befreit und einfach mal selbstst&auml;ndig handelt. Das sehe ich nicht. Und in der Tat: Ich bef&uuml;rchte, dass wir an vielen Stellen weiterhin mit Klagen Bundesl&auml;nder oder auch Unternehmen zwingen m&uuml;ssen, Recht und Gesetz zu beachten. Darum haben wir den Erfolg gehabt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsche-umwelthilfe-zum-diesel-urteil-politik-muss-sich.694.de.html?dram:article_id=411842\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Urteil Bundesverwaltungsgericht: Bundesregierung muss jetzt handeln<\/strong><br>\nNach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist jetzt der Scherbenhaufen der konzept- und verantwortungslosen Politik der Bundesregierung zu besichtigen. Wenn die Bundesregierung nun nicht endlich handelt, werden Millionen von Autofahrern die Zeche f&uuml;r den Betrug der Spitzen der Autokonzerne bezahlen&ldquo;, erkl&auml;rt Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts und die drohenden Fahrverbote. Wagenknecht weiter:<br>\n&bdquo;Zwei Dinge sind jetzt aus unserer Sicht unerl&auml;sslich. Erstens: Unternehmen, die ihre Kunden betr&uuml;gen, m&uuml;ssen zumindest f&uuml;r den Schaden haften. F&uuml;r die Kosten einer n&ouml;tigen Hardware-Nachr&uuml;stung von Diesel-Fahrzeugen m&uuml;ssen die Verursacher des Dieselskandals zur Kasse gebeten werden. Wir erwarten, dass die Bundesregierung die Konzerne dazu rechtsverbindlich verpflichtet.<br>\nZweitens: Wir brauchen einen fl&auml;chendeckenden kostenfreien Nahverkehr aus sozialen Gr&uuml;nden, um Mobilit&auml;t auch f&uuml;r diejenigen zu gew&auml;hrleisten, die sich kaum Fahrscheine leisten k&ouml;nnen, aber auch aus &ouml;kologischen und gesundheitlichen Gr&uuml;nden. So lie&szlig;en sich die drohenden Fahrverbote abwenden. Die Kosten von j&auml;hrlich rund 18 Milliarden Euro k&ouml;nnten &uuml;ber Steuern f&uuml;r Superreiche finanziert werden. Die Bundesregierung muss endlich in Sozialstaat und Umwelt investieren, statt die Gewinne von Konzernen und Superreichen weiter zu maximieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/urteil-bundesverwaltungsgericht-bundesregierung-muss-jetzt-handeln\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Von den Folgen einer Gesetzesl&uuml;cke &ndash; Landgrabbing in Deutschland?<\/strong><br>\nDer globale Trend, Ackerland als Spekulationsobjekt zu erwerben, hat Deutschland l&auml;ngst erreicht. Internationale Konzerne und Kapitalfonds d&uuml;rfen &ndash; als Nicht-Landwirte &ndash; zwar kein Ackerland erwerben. Aber sie kaufen Bauern in Ostdeutschland deren Anteile an landwirtschaftlichen Genossenschaften ab und setzen sie als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ein.<br>\nDas ist f&uuml;r die Bauern lukrativ &ndash; zumal die Fl&auml;chenpreise steigen, wenn das Land knapper wird.<br>\nDamit steigen aber auch die Pachtpreise, die unabh&auml;ngige kleine Landwirte zahlen m&uuml;ssen. Die Folge sind Betriebspleiten &ndash; was weitere Investoren anlockt. Sie besitzen vor allem in den neuen Bundesl&auml;ndern je nach Region heute schon zwischen 20 und 50 Prozent der &Auml;cker und Wiesen.<br>\nDie Investoren entscheiden, was angebaut wird. Energiepflanzen &ndash; Mais, Raps, Zuckerr&uuml;ben &ndash; bringen die h&ouml;chsten Renditen. Sie wachsen in Monokulturen von durchschnittlich 30.000 Hektar Fl&auml;che und werden mit riesigen Maschinen bearbeitet. Weitere Arbeitspl&auml;tze gehen verloren. EU-Subventionen werden pro Hektar, nicht pro Arbeitsplatz bezahlt. Bei den aktuellen Besitzverh&auml;ltnissen ist eine von der Bundesregierung eigentlich angestrebte Bio-Agrarwende kaum noch durchf&uuml;hrbar.<br>\nUnd das Gesetz? Landesrecht und Bundesrecht blockieren sich gegenseitig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/von-den-folgen-einer-gesetzesluecke-landgrabbing-in.1247.de.html?dram:article_id=407468\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verkauf der HSH Nordbank<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>So teuer wie 14 Elbphilharmonien &ndash; mindestens<\/strong><br>\nDie HSH Nordbank wird an US-Finanzinvestoren verkauft &ndash; die L&auml;nder Hamburg und Schleswig-Holstein beenden damit ein Milliardendebakel. Wie konnte es dazu kommen? Und wie teurer wird es wirklich?<br>\nIst das nun ein Tag zum Strahlen oder einer zum Klagen? Da scheinen sich auch Olaf Scholz und Daniel G&uuml;nther nicht so ganz einig zu sein. W&auml;hrend Schleswig-Holsteins Ministerpr&auml;sident G&uuml;nther (CDU) von einem &bdquo;schweren Tag f&uuml;r unsere beiden L&auml;nder&ldquo; spricht, kann Hamburgs Erster B&uuml;rgermeister Scholz (SPD) gar nicht oft genug das &bdquo;gute Verhandlungsergebnis&ldquo; betonen, mit dem man es geschafft habe, eine &bdquo;existenzielle Krise&ldquo; der Nordl&auml;nder abzuwenden. Ja, was denn nun?<br>\nFest steht: Die L&auml;nder Hamburg und Schleswig-Holstein haben die HSH Nordbank verkauft &ndash; und damit ein d&uuml;steres Kapitel beendet. Wirksam wird der Vertrag zwar erst zum sogenannten Closing des Gesch&auml;fts in einigen Wochen oder Monaten. Und auch die beiden Landesparlamente und die EU-Kommission m&uuml;ssen noch zustimmen. Doch &bdquo;ein bisschen Erleichterung ist schon da&ldquo;, wie Ministerpr&auml;sident G&uuml;nther am Ende der Pressekonferenz in Kiel zugibt. [&hellip;]<br>\nNoch ist die Schlussrechnung nicht bis ins Detail m&ouml;glich, aber wie es aussieht, wird das Debakel der HSH Nordbank die L&auml;nder Hamburg und Schleswig-Holstein am Ende zwischen 10 und 15 Milliarden Euro kosten. [&hellip;]<br>\nOb eher 10 oder eher 15 Milliarden Euro &ndash; wie hoch die Verluste f&uuml;r die L&auml;nder am Ende genau sein werden, wird sich erst sp&auml;ter zeigen. Der schleswig-holsteinische Ministerpr&auml;sident G&uuml;nther geht derzeit von 5,4 Milliarden Euro f&uuml;r sein Land aus, im schlimmsten Fall w&uuml;rden es nach seinen Worten 7 Milliarden Euro. F&uuml;r Hamburg sieht es nach Angaben von B&uuml;rgermeister Scholz &auml;hnlich aus.<br>\nRechnet man nur mit dem offiziell veranschlagten Verlust, kommt man also auf knapp 11 Milliarden Euro f&uuml;r beide L&auml;nder zusammen.<br>\nDas ist f&uuml;nf Mal so viel wie das Bundesland Hamburg im vergangenen Jahr f&uuml;r Schulen ausgegeben hat. Oder gut 15 Mal so viel wie f&uuml;r Kitas oder Polizei. Auch die Kosten f&uuml;r die Elbphilharmonie betrugen mit knapp 800 Millionen Euro nur einen Bruchteil dessen, was Hamburg wegen der HSH Nordbank schultern muss. [&hellip;]<br>\nDie neuen Eigent&uuml;mer finden eine gut aufger&auml;umte Bank vor, die mit ordentlich Eigenkapital ausgestattet ist und sich fast aller Risiken entledigt hat. F&uuml;r die m&uuml;ssen nun nur noch die Steuerzahler geradestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hsh-nordbank-wird-verkauft-so-teuer-wie-14-elbphilharmonien-a-1195718.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der entscheidende Absatz steht am Schluss: &bdquo;Die neuen Eigent&uuml;mer finden eine gut aufger&auml;umte Bank vor, die mit ordentlich Eigenkapital ausgestattet ist und sich fast aller Risiken entledigt hat. F&uuml;r die m&uuml;ssen nun nur noch die Steuerzahler geradestehen.&ldquo; Genauso funktioniert der moderne Finanzkapitalismus. Es geht um die Auspl&uuml;nderung der Mehrheit der B&uuml;rger zu Gunsten der Reichen und Superreichen. Der Neoliberalismus ist die dazu konstruierte Ideologie, die dieses Treiben legitimieren soll und der kommissarische Parteivorsitzende der SPD und designierte Finanzminister einer neuen Gro&szlig;en Koalition, Scholz, findet das alles gro&szlig;artig.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Die NachDenkSeiten sind bereits vor einem Jahr <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36482\">am 4. Januar 2017<\/a> auf die Vorg&auml;nge rund um die HSH Nordbank eingegangen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Faule Kredite: &bdquo;Riesiger Belastungsklotz f&uuml;r die B&uuml;rger&ldquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Werner Marnette (CDU), hat fr&uuml;hzeitig auf die Risiken der HSH Nordbank f&uuml;r die Steuerzahler aufmerksam gemacht. Er trat von seinem Amt zur&uuml;ck, weil er mit seinen Warnungen in der Kieler Landesregierung auf taube Ohren stie&szlig;. &bdquo;Der Scheinverkauf der Bank ist Betrug am B&uuml;rger&ldquo;, sagt Marnette im Gespr&auml;ch mit test.de &ndash; und erl&auml;utert, warum die Probleme auch nach dem Verkauf der Bank nicht aus der Welt sind.<br>\nDie HSH Nord&shy;bank ist verkauft. Ende gut, alles gut?<br>\nNein. Das ist kein Verkauf, sondern ein Scheinverkauf. Die HSH Nord&shy;bank ist, betriebswirtschaftlich betrachtet, unverk&auml;uflich. Denn die Bank hat Milliarden Euro an Risiken in ihren Gesch&auml;ftsb&uuml;chern. Deshalb will auch keine andere Bank die HSH Nordbank &uuml;bernehmen. Die faulen Kredite und anderen Risiken werden sicherlich nicht von den neuen Eigent&uuml;mern &uuml;bernommen, sondern bleiben als riesiger Belastungsklotz f&uuml;r die B&uuml;rger Hamburgs und Schleswig-Holsteins bestehen. Denn die beiden Bundesl&auml;nder haften daf&uuml;r auch nach dem Verkauf.<br>\nWie hoch sind die Belastungen f&uuml;r die Steuerzahler jetzt noch?<br>\nGenau kennen wir die Risiken und die damit verbundenen Belastungen f&uuml;r die Steuerzahler immer noch nicht. Sie betragen wahrscheinlich mehr als 20 Milliarden Euro. Mit Sicherheit sind mehr als 13 Milliarden Euro weg. Denn die HSH Nordbank hat sowohl die zehn Milliarden Euro aufgebraucht, die Hamburg und Schleswig-Holstein als Garantie gew&auml;hrt haben, als auch die drei Milliarden Euro, die beide L&auml;nder 2009 als Kapitalspritze zu Verf&uuml;gung stellten. Hinzu kommen noch Wertberichtigungen und Pensionsverpflichtungen der HSH Nordbank, f&uuml;r die auch die Steuerzahler gerade stehen. Das sind mit Sicherheit 1,5 Milliarden Euro. Und es gibt weitere Risiken. Die HSH Nordbank ist eine Black Box, denn was sich aus der Schiffsfinanzierung der Bank noch ergeben wird, ist v&ouml;llig offen. &Uuml;ber das, was noch auf die Steuerzahler zukommt, werden sie weiterhin im Unklaren gelassen. Nicht einmal die Abgeordneten der beiden Landesparlamente kennen die Zahlen. Sie sollen aber im April 2018 dem heute beschlossenen Verkauf zustimmen. [&hellip;]<br>\nDie Bank h&auml;tte schon vor Jahren abgewickelt werden m&uuml;ssen. Was bringt es, eine Milliarde Euro durch den Verkauf der Bank einzunehmen, wenn bei den Steuerzahlern im schlimmsten Fall mehr als 20 Milliarden Euro h&auml;ngen bleiben? Dieses Geld fehlt f&uuml;r Kinderg&auml;rten, Schulen, Universit&auml;ten und andere wichtige Aufgaben der L&auml;nder. Der Scheinverkauf der Bank ist Betrug am B&uuml;rger, weil immer noch nicht offengelegt wird, was die Bank ihn letztlich kostet. Die neuen Eigent&uuml;mer werden die Karten nicht auf den Tisch legen. Ungeheuerlich ist auch, dass allein die f&uuml;r den Verkaufsprozess angeheuerten Berater fast 200 Millionen Euro bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.test.de\/HSH-Nordbank-verkauft-Ex-Wirtschaftsminister-sieht-Betrug-am-Buerger-5291058-5291061\/\">Test.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Die HSH und der Hedgefonds Cerberus<\/strong><br>\nBeim Hamburger Senat handelt es sich seit 2015 um eine Koalition aus SPD und Gr&uuml;nen, die schleswig-holsteinische Landesregierung wird seit 2017 von der CDU, den Gr&uuml;nen und der FDP gestellt. Alle vier Parteien waren sich in dieser Woche darin einig, die HSH Nordbank an ein Konsortium angels&auml;chsischer Investoren zu verkaufen.<br>\nSchwergewicht unter den Gesch&auml;ftspartnern ist mit einem Anteil von knapp &uuml;ber 40 Prozent der US-Hedgefonds Cerberus, der sich nach langj&auml;hrigen Aktivit&auml;ten im Automobil, Waffen-, Pharma- und Immobilienbereich seit einiger Zeit auf den Bankensektor konzentriert.<br>\nCerberus wurde 1992 in New York vom Princeton-Absolventen Stephen Feinberg gegr&uuml;ndet und hat sich den Ruf erworben, sein Gesch&auml;ft mit besonders harten Methoden zu betreiben. In den USA gilt Cerberus als &bdquo;Geier-Hedgefonds&ldquo;, dessen &ouml;ffentlichkeitsscheue F&uuml;hrung vor allem dort ihr Geld macht, wo andere in Schwierigkeiten stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-HSH-und-der-Hedgefonds-Cerberus-3984869.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie die Bankenaufseher die drohende Finanzkrise ignorierten<\/strong><br>\nRegierungsunterlagen legen nahe, dass die Bankenaufsicht schon vor der Finanzkrise um die Probleme einiger Banken wusste &ndash; aber nichts tat. F&uuml;r die Rettung notleidender Banken hat Deutschland nach der Finanzkrise viele Milliarden Euro an Steuergeldern ausgegeben. Alleine die HSH Nordbank, die am Mittwoch an Finanzinvestoren verkauft wurde, kostete die beteiligten Bundesl&auml;nder elf Milliarden Euro. Auch die staatlichen Bankenaufseher haben die teils sehr riskanten Gesch&auml;fte der Geldh&auml;user nicht ausgebremst &ndash; dabei erahnten sie zum Teil schon fr&uuml;h, wo bei sp&auml;teren Kriseninstituten etwas im Argen lag. [&hellip;]<br>\nBereits im November 2004 sprachen die Finanzaufsicht Bafin und die f&uuml;r Bankenaufsicht ebenfalls zust&auml;ndige Bundesbank mit der IKB. &bdquo;In dem Gespr&auml;ch erfolgte eine eingehende Er&ouml;rterung des Conduits &bdquo;Rhineland Funding&ldquo; unter Risikogesichtspunkten&ldquo;, schreibt die Bundesregierung. Weitere Gespr&auml;che folgten im Februar und November 2005. Auch die verh&auml;ngnisvolle Liquidit&auml;tslinie, mit der sich die IKB verpflichtet hatte, das Conduit bei Problemen zu st&uuml;tzen, war schon ein Thema.<br>\nDas Fatale: Getan hatte sich danach nichts. Die IKB verwies auf die guten Ratings der US-Schrottpapiere und stufte die Wahrscheinlichkeit, dass die Liquidit&auml;tslinie zum Einsatz kommen m&uuml;sste, als gering ein. Damit gaben sich die Aufseher zufrieden: In Aufsichtsratssitzungen tauchten sie erst nach der Rettungsaktion auf. Auch eine Sonderpr&uuml;fung gab es nur im Jahr 2005.<br>\nBei der &Uuml;berwachung der HSH Nordbank kamen die Bankenw&auml;chter ebenso wenig ihren Aufgaben nach &ndash; obwohl sie regelm&auml;&szlig;ig im Aufsichtsrat und dessen Unteraussch&uuml;ssen zu Gast waren. Dass die HSH Nordbank das Kreditinvestmentgesch&auml;ft &bdquo;intensiv&ldquo; betrieb, also flei&szlig;ig Wertpapiere kaufte, die mit Kreditb&uuml;ndeln unterlegt waren, wussten die Aufseher. Doch dass die Bank mit der Zeit immer riskantere Investitionen t&auml;tigte, &bdquo;war der Aufsicht nicht bekannt&ldquo;, so die Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/my\/finanzen\/banken-versicherungen\/unterlagen-dokumentieren-versagen-wie-die-bankenaufseher-die-drohende-finanzkrise-ignorierten\/21015092.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Faire Steuern &ndash; 3sat Sendung im Wirtschaftsmagazin makro<\/strong><br>\nDas Wirtschaftsmagazin makro des TV-Senders 3sat hat gestern abend eine halbst&uuml;ndige Sendung dem Thema Faire Steuern gewidmet. Ich hatte die Ehre &ndash; und Freude! &ndash; als Studiogast dabei zu sein. Der Aufmacher der Sendung geht so:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Mit seiner gro&szlig;en Steuerreform hat US-Pr&auml;sident Donald Trump den globalen Wettbewerb um die niedrigsten Steuers&auml;tze angefacht. Die USA werden damit zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Steuerparadiese der Welt.&ldquo; (&hellip;)\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Wer lieber liest &ndash; der Chat-Austausch mit ZuschauerInnen und mir ist hier abrufbar, das Vorabinterview ging so:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die f&uuml;hlen sich hierzulande sicher&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>M&uuml;hsamer Kampf gegen Steuerparadiese<br>\nDie EU-Finanzminister haben sich auf ihrem Treffen diese Woche gegen unfairen Steuerwettbewerb ausgesprochen. Aber auch Deutschland m&uuml;sse sich bewegen, sagt Steuerexperte Markus Meinzer im Vorabinterview mit makro-Moderatorin Eva Schmidt.<br>\nEs ist nicht so, dass nichts passiert sei beim Stopfen von Steuerschlupfl&ouml;chern. Es ist vielmehr so, dass weniger passiert ist als versprochen. Gerade die Deutschen tr&auml;ten im Hinblick auf die Transparenz von Konzernsteuern als Bremser auf, sagt Steuerexperte Markus Meinzer vom Tax Justice Network. Sein Vorschlag: Unternehmen sollten mit einer Gesamtkonzernsteuer generell dort Steuern zahlen, wo sie Gewinne machen. Das k&ouml;nnte beliebten Steuersparmodellen von Konzernen einen Riegel vorschieben. &bdquo;Die niedrig besteuerten bzw. nirgends besteuerten sogenannten &sbquo;wei&szlig;en Eink&uuml;nfte&lsquo; w&uuml;rden verschwinden&ldquo;, sagt Meinzer.<br>\nmakro: Zun&auml;chst weltweite Emp&ouml;rung nach der Ver&ouml;ffentlichung der Panama-Papers, aber gut anderthalb Jahre sp&auml;ter ging es mit den Paradise Papers munter weiter. Ist die Welt im Kampf gegen Steuerhinterziehung &uuml;berhaupt einen Schritt weitergekommen?<br>\nMarkus Meinzer: Ja, aber es wurde viel mehr vesprochen als bislang eingel&ouml;st und politisch umgesetzt wurde. Die Einsicht reift weiter, dass nur das Licht &ouml;ffentlicher Transparenz die Schattenwelt des Offshore-Finanzsystems ausleuchten kann. Beh&ouml;rden allein sind &uuml;berfordert und nicht selten politisch instrumentalisiert. Einige wichtige Reformen wurden schon angesto&szlig;en. Nachholbedarf besteht vor allem noch bei der Konzernbesteuerung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2018\/02\/faire-steuern-3sat-sendung-im.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europas Mindestl&ouml;hne steigen &ndash; der deutsche nicht<\/strong><br>\nWer in Deutschland zum Mindestlohn arbeitet, kann sich davon weniger leisten als vor einem Jahr &ndash; anders als in den meisten anderen EU-Staaten. Am st&auml;rksten stieg die Lohnuntergrenze in einem osteurop&auml;ischen Land.<br>\nIn 22 Staaten der EU gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn &ndash; doch nur in drei von ihnen ist er im vergangenen Jahr nicht erh&ouml;ht worden: Deutschland, Luxemburg und Griechenland. Weil die Verbraucherpreise aber durchaus gestiegen sind, k&ouml;nnen sich Mindestlohn-Bezieher in diesen L&auml;ndern weniger leisten als noch vor einem Jahr, das geht aus dem Mindestlohnbericht der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hervor.<br>\nIm Mittel legten die Mindestl&ouml;hne in der EU dennoch um 4,4 Prozent zu. Ein &auml;hnlicher Wert wie ein Jahr zuvor, damals lag der mittlere Anstieg der EU-Mindestl&ouml;hne bei f&uuml;nf Prozent.<br>\nF&uuml;r die Betroffenen ist allerdings weniger wichtig, wie hoch der Mindestlohn in absoluten Betr&auml;gen ist, sondern, was sie sich davon leisten k&ouml;nnen. Das wird in einer eigenen Einheit, dem Kaufkraftstandard, deutlich. In der untenstehenden Grafik sehen Sie die Kaufkraftstandards der Mindestl&ouml;hne in den jeweiligen L&auml;ndern. Die nominalen Mindestl&ouml;hne k&ouml;nnen Sie sich zum Vergleich ebenfalls anzeigen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mindestlohn-steigt-in-fast-allen-eu-laendern-in-deutschland-nicht-a-1195650.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Deutschland ganz unten<\/strong><br>\nZahlreiche Unternehmen umgehen Arbeitszeit und Mindestlohn. Gehaltsuntergrenze im europ&auml;ischen Vergleich auf niedrigem Niveau<br>\nMehr arbeiten, weniger Lohn: Mit dem Ausbau der Digitalisierung sollte die Entwicklung eigentlich andersherum verlaufen. Nicht so in der Bundesrepublik. Im Land der Rekord&uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;r Reiche und Tafeln f&uuml;r Arme liefern sich Lohndr&uuml;cker einen Wettbewerb. Unbezahlte Mehrarbeit ist an der Tagesordnung, w&auml;hrend der Mindestlohn nicht nur h&auml;ufig umgangen wird, sondern trotz starker Wirtschaft und Anstieg der Preise stagniert.<br>\nSo stellten deutsche Arbeitsschutzbeh&ouml;rden 2016 bei mehr als jeder zweiten Kontrolle Verst&ouml;&szlig;e gegen das Arbeitszeitgesetz fest. Das besagt eine aktuelle Antwort des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Jutta Krellmann (Die Linke). Demnach deckten die Beamten bei 19.208 Inspektionen 10.110 solcher F&auml;lle auf. Das waren zwar rund 1.700 weniger als 2010. Allerdings sank die Zahl der Pr&uuml;fungen von knapp 26.000 um mehr als ein Viertel. Besonders drastisch &uuml;bte sich etwa Rheinland-Pfalz im Wegschauen. 2016 kontrollierte es nur gut 600mal seine Unternehmen, halb so oft wie sechs Jahre zuvor. Dabei stellte es mit gut 2.100 fast dreimal so viele Verst&ouml;&szlig;e fest. Konsequenzen hatte das kaum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/328135.deutschland-ganz-unten.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>und auch: Arbeitslose in Deutschland am ehesten arm<\/strong><br>\nNirgendwo in der EU ist das Risiko so hoch wie in Deutschland, als Arbeitsloser in die Armut abzurutschen. In Frankreich und D&auml;nemark ist die Quote nur halb so hoch. Politiker fordern eine Ver&auml;nderung im Sozialsystem.<br>\nArbeitslose in Deutschland sind im EU-weiten Vergleich am st&auml;rksten von Armut bedroht. Nach Angaben des europ&auml;ischen Statistikamts Eurostat lag das Armutsrisiko hierzulande im Jahr 2016 bei 70,8 Prozent und damit so hoch wie in keinem anderen Land der Europ&auml;ischen Union. In der gesamten EU betrug das Armutsrisiko f&uuml;r Arbeitslose zwischen 16 und 64 Jahren im Schnitt 48,7 Prozent &ndash; im Jahr 2006 waren es noch 41,5 Prozent.<br>\nDas Land mit dem zweith&ouml;chsten Armutsrisiko war 2016 Litauen, allerdings mit deutlichem Abstand zu Deutschland und einem Anteil von 60,5 Prozent. Es folgten Lettland mit 55,8 Prozent, Bulgarien mit 54,9 Prozent, Estland mit 54,8 Prozent, Tschechien mit 52,3 Prozent, Rum&auml;nien mit 51,4 Prozent und Schweden mit 50,3 Prozent. Am geringsten war das Armutsrisiko in Finnland und Zypern mit jeweils 37,3 Prozent, Frankreichmit 38,4 und D&auml;nemark mit 38,6 Prozent.<br>\nLinken-Chefin Katja Kipping nannte die Zahlen eine &bdquo;schallende Ohrfeige f&uuml;r CDU, CSU und SPD&ldquo;. Die Gro&szlig;e Koalition habe &bdquo;die katastrophale Situation zu verantworten&ldquo; und &bdquo;offenbar kein Interesse, daran etwas zu &auml;ndern&ldquo;.<br>\nKipping bekr&auml;ftigte die Forderungen der Linken nach einem Mindestarbeitslosengeld sowie einer sanktionsfreien Mindestsicherung in H&ouml;he von derzeit 1050 Euro netto, um Einkommensarmut bei Erwerbslosen abzuschaffen.<br>\nDie Gr&uuml;nen werteten die deutsche Spitzenposition bei der Armutsrisikoquote als &bdquo;traurigen Beleg f&uuml;r die Unzul&auml;nglichkeiten unseres Sozialleistungssystems&ldquo;. &bdquo;Wir m&uuml;ssen den Zugang zur Arbeitslosenversicherung f&uuml;r alle Menschen verbessern, auch f&uuml;r Kurzzeitbesch&auml;ftigte, Selbstst&auml;ndige und anderweitig nicht Abgesicherte&ldquo;, forderten die Arbeitsmarkt- und Sozialexperten Wolfgang Strengmann-Kuhn und Sven Lehmann. Zudem m&uuml;ssten der Regelsatz der Grundsicherung erh&ouml;ht und die Sanktionen abgeschafft werden, forderten die Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordneten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschland-eu-weit-hoechstes-armutsrisiko-bei-arbeitslosigkeit-a-1195535.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Da&szlig; sich die Gr&uuml;nen, die mit Hartz IV, Niedriglohnpolitik und Leiharbeit diese Situation vorangetrieben haben und ihre eigene &bdquo;Reform&ldquo;politik bis heute f&uuml;r richtig halten, &uuml;berhaupt einen kritischen Kommentar zutrauen (&bdquo;haltet den Dieb&ldquo;), ist unglaublich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Arbeitskr&auml;ftemissbrauch durch Leiharbeit hat System<\/strong><br>\nDas Besch&auml;ftigungswachstum in der Leiharbeit h&auml;lt unvermindert an und erreicht Rekordh&ouml;hen. Das ist weder Zufall, noch Zeichen f&uuml;r eine blo&szlig; stellenweise missbr&auml;uchliche Nutzung der Arbeitnehmer&uuml;berlassung. Mindestens drei Anhaltspunkte sprechen f&uuml;r den systematischen Missbrauch von Besch&auml;ftigten durch Leiharbeit. (&hellip;)<br>\nDie pr&auml;sentierten Zusammenh&auml;nge sollten reichen, um Interpretationen, die vom blo&szlig;en Missbrauch einer an sich akzeptablen Besch&auml;ftigungsform sprechen, den Boden zu entziehen. Die Rede vom Missbrauch der Leiharbeit ist irref&uuml;hrend, denn sie impliziert unausgesprochen, es gebe einen gro&szlig;en gesunden Kern mit ein paar faulen Stellen im Randbereich. Und da, wo solche Reden das Problem der Ausbeutung auf ganz wenige Einzelf&auml;lle missbr&auml;uchlichen Verhaltens reduzieren wollen, gegen die man nat&uuml;rlich vorgehen m&uuml;sse, weil sie dem Ansehen der Branche schadeten, da wollen sie ganz gezielt Sand in die Augen streuen.<br>\nNein, das Problem ist nicht eines von bedauerlichen oder kritikw&uuml;rdigen Fehlanwendungen. Es ist ein systemisches, denn der Missbrauch von Arbeitskr&auml;ften selbst ist das System, ohne das die Verleiherei gar nicht derart raumgreifend funktionieren k&ouml;nnte. Es gibt keinen Missbrauch der Leiharbeit, es gibt einen Missbrauch durch Leiharbeit. Und daran wird sich in den kommenden Jahren nur dann etwas &auml;ndern, wenn sich auf Seiten der Besch&auml;ftigten (ob mit oder ohne die etablierten Gewerkschaften) mehr Widerstand regt und organisiert.<br>\nDenn wie sollte es im aller Wahrscheinlichkeit nach auch in den kommenden Jahren bestehenden System Merkel auch anders sein: Von Seiten der Politik ist nichts zu erwarten. Die vermutlich n&auml;chste amtierende Regierung hat laut Koalitionsvertrag vereinbart, dass das Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz erst 2020 &bdquo;evaluiert&ldquo; werden soll. Damit haben die GroKo-Verhandler nur das aufgeschrieben, was in &sect; 20 A&Uuml;G sowieso schon fixiert ist. So geht eine Politik des &bdquo;weiter so&ldquo;, die Reformhandeln nur simuliert. Weiter so?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/2018\/28-02-18\/\">miese Jobs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nahles macht es spannend<\/strong><br>\nParteichefin Nahles will die SPD-Minister einer schwarz-roten Regierung offenbar erst am 12. M&auml;rz bekanntgeben &ndash; zwei Tage vor der Kanzlerwahl im Bundestag. Das soll die Personaldebatte abk&uuml;rzen [&hellip;] Der sp&auml;te Zeitpunkt solle verhindern, dass die Kandidatenauswahl eine Woche lang zerredet w&uuml;rde, hei&szlig;t es in dem Bericht. [&hellip;]<br>\nWorauf die Parteichefin Nahles bei der Personalauswahl wert legt, hat sie vorab den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt: &bdquo;Wer f&uuml;r die SPD ins Kabinett will, muss kompetent sein und den Koalitionsvertrag umsetzen k&ouml;nnen.&ldquo; Au&szlig;erdem m&uuml;ssten die SPD-Minister &bdquo;als Team funktionieren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spd-minister-groko-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Es stellt sich die Frage, warum Frau Nahles bei dieser debatten- und demokratiefeindlichen Haltung &uuml;berhaupt Berufspolitikerin ist. Und ich verstehe nicht, dass von den Genossinnen keine Kritik an dieser Bastapolitik ge&uuml;bt wird, wie sie zurecht Gerhard Schr&ouml;der vorgeworfen wurde. Andrea Nahles beweist mit dieser Mitteilung ihren fehlenden Respekt vor dem Mitgliederentscheid. Gleichzeitig Kompetenz und Teamf&auml;higkeit von anderen zu verlangen ist nur noch skurril, ebenso wie die kritiklose Berichterstattung der Tagesschau. Den weichgesp&uuml;lten Koalitionsvertrag umzusetzen, d&uuml;rfte mit den wohl angedachten Stromlinienministerinnen und &ndash;ministern ohne weiteres m&ouml;glich sein. Die Nachdenkseiten hatten die Inkompetenz von Andrea Nahles die letzten Wochen schon bestens beleuchtet und es geht im selben Stil weiter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sieht so Erneuerung aus?<\/strong><br>\nAm vergangenen Sonntag, den 25.2.18, fand in Ulm die siebte und letzte SPD-Regionalkonferenz zum Mitgliedervotum &uuml;ber eine Gro&szlig;e Koalition im Bund statt. Anwesend von der Parteif&uuml;hrung waren die designierte Parteivorsitzende Andrea Nahles und der Interimsvorsitzende Olaf Scholz, zur Zeit (noch) B&uuml;rgermeister in Hamburg. Kurze Statements der beiden er&ouml;ffneten die Veranstaltung &ndash; anschlie&szlig;end diskutierten die rund 200 Mitglieder und schrieben Fragen auf, die sie an die Parteif&uuml;hrung stellen wollten. In der letzten Runde gingen Nahles und Scholz von Tisch zu Tisch, um sich den Fragen zu stellen. Hilde Mattheis, die Vorsitzende des Forums Demokratische Linke und GroKo-Gegnerin, durfte nicht dabei sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4125\">NachDenken&hellip; in M&uuml;nchen<\/a><\/li>\n<li><strong>Wei&szlig;buch SPD<\/strong><br>\nEin druckfrischer Kompaktband mit den wichtigsten Leitgedanken der f&uuml;hrenden Sozialdemokraten zur Erneuerung ihrer Partei<br>\nWenn die mehr als 463.000 Mitglieder bis Freitag mehrheitlich f&uuml;r den &ndash; von Nahles und Scholz mit ausgehandelten &ndash; Koalitionsvertrag votiert haben, soll von dem Duo der sogenannte Erneuerungsprozess der Partei in die Wege geleitet werden. Im Westendverlag in Frankfurt am Main kommt dazu p&uuml;nktlich &raquo;R&uuml;ckw&auml;rts! Das Strategiepapier zur Erneuerung der SPD&laquo; als kleiner Kompaktband auf den Markt. Das satirische Wei&szlig;buch in Rot versammelt die wichtigsten Leitgedanken der SPD-F&uuml;hrung zur &uuml;berf&auml;lligen sozialen und &ouml;kologischen Erneuerung der Partei. Konsequenterweise bleiben die Seiten wei&szlig;, die Parteifibel kommt vollkommen ohne Worte aus und &raquo;mit ohne Nachwort von Willy Brandt&laquo;. Daf&uuml;r ist es mit dem Leitgedanken von Wolfgang Neuss versehen: &raquo;Wenn man nicht haargenau wie die CDU denkt, fliegt man glatt aus der SPD.&laquo; Trefflicher sind die Nach-Vorne-Erneuerer als Nullnummern nicht auf den Punkt zu bringen. Realismus pur, da ist jede Hoffnung verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/328181.wei%C3%9Fbuch-spd.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ich setze auf Millionen Menschen, die fr&uuml;her SPD gew&auml;hlt haben<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht, Fraktionschefin der Linken, pl&auml;diert im LVZ-Interview f&uuml;r die Gr&uuml;ndung einer neuen linken Sammlungsbewegung. Im Juni findet der Bundesparteitag der Linken in Leipzig statt. F&auml;llt dann der Startschuss?<br>\nIm Leipziger Felsenkeller hielt schon Rosa Luxemburg 1913 ber&uuml;hmte Reden. 105 Jahre sp&auml;ter sprach Linkspartei-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht am Donnerstagabend vor 1200 Zuh&ouml;rern &uuml;ber die linke Sammelbewegung, die sie ins Leben rufen will. Im Interview erkl&auml;rt sie, warum Deutschland eine solche Bewegung braucht, was sie von einer GroKo h&auml;lt und ob sie im Juni f&uuml;r den Bundesvorsitz ihrer Partei kandidiert.<br>\nWarum halten Sie eine linke Volksbewegung notwendig?<br>\nMan kann sich mit der jetzigen politischen Situation nicht zufrieden geben. Es gibt in der Bev&ouml;lkerung Mehrheiten, die sich eine St&auml;rkung des sozialen Zusammenhalts w&uuml;nschen &ndash; mehr soziale Absicherung, Verm&ouml;genssteuer f&uuml;r Reiche, gute Renten, bessere Regelungen am Arbeitsmarkt. Zur Zeit vertritt diese Ziele aber allein die Linke. Damit haben sie keine Chance auf eine politische Mehrheit im Bundestag.<br>\nSchon gar nicht mit einer schw&auml;chelnden SPD?<br>\nDie SPD ist im steilen Fall, weil sie seit Jahren Politik gegen Arbeitnehmer und Rentner macht, also gegen ihre Kernw&auml;hlerschaft. F&uuml;r einen starken Sozialstaat und eine friedliche Au&szlig;enpolitik steht die SPD leider schon seit Langem nicht mehr. Deswegen braucht es eine neue Bewegung f&uuml;r soziale Gerechtigkeit. Ich will nicht zusehen, wie in diesem Land der soziale Zusammenhalt immer weiter zerst&ouml;rt wird.<br>\nSetzen Sie auf Abtr&uuml;nnige aus den Reihen der SPD?<br>\nIch setze auf die vielen Millionen Menschen, die fr&uuml;her mal SPD gew&auml;hlt haben. 1998 hatte die SPD &uuml;ber zehn Millionen W&auml;hler mehr als heute, gleichzeitig hat die Linke aber nur zwei Millionen W&auml;hler dazu gewonnen verglichen mit der damaligen PDS. Das hei&szlig;t, da sind &uuml;ber acht Millionen Menschen politisch heimatlos geworden.<br>\nOder zur AfD gegangen?<br>\nJa. Viele w&auml;hlen die AfD allerdings schlicht aus Wut und weil sie sich von der herrschenden Politik betrogen f&uuml;hlen. Nur verbessern sie ihre soziale Situation damit auch nicht. Weil die AfD in vielen Punkten ein &auml;hnliches neoliberales Programm vertritt wie die Bundesregierung: Rentenk&uuml;rzungen, Stillstand im &ouml;ffentlichen Wohnungsbau, Niedrigl&ouml;hne. Insofern ist die St&auml;rkung der AfD kein Druckmittel, um den Sozialstaat wieder herzustellen.<br>\nGeht es auch um die Gr&uuml;nen-W&auml;hler?<br>\nEs geht um alle, die sich ein sozialeres Land w&uuml;nschen. Keine Gesellschaft, in der das Geld regiert, in der Dynastien entstehen, in denen Milliardenverm&ouml;gen von einer Generation zur n&auml;chsten weitergegeben werden, w&auml;hrend gleichzeitig immer mehr Menschen einen Zweit- oder sogar Dritt-Job brauchen und trotzdem auf keinen gr&uuml;nen Zweig kommen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lvz.de\/Region\/Mitteldeutschland\/Leipzig-Startort-fuer-linke-Sammlungsbewegung-Das-haette-Charme\">Leipziger Volkszeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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