{"id":42725,"date":"2018-03-02T16:35:59","date_gmt":"2018-03-02T15:35:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725"},"modified":"2018-03-02T16:35:59","modified_gmt":"2018-03-02T15:35:59","slug":"hinweise-des-tages-ii-335","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h01\">&raquo;Vielleicht erleben wir das Ende schon am Montag&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h02\">Die Wahlverwandtschaften: Fronten und Allianzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h03\">Trumps Retourkutsche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h04\">Peer Steinbr&uuml;ck wirft SPD Realit&auml;tsverweigerung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h05\">Die Ausbeutung durch Leiharbeit hat System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h06\">Mit einer neuen Entsenderichtlinie gegen Lohndumping in der EU. Also in ein paar Jahren, mit Einschr&auml;nkungen und Ausnahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h07\">Skandal und Moral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h08\">Gefl&uuml;chtete: Warum Hilfsnetzwerke funktionieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h09\">Von den Folgen einer Gesetzesl&uuml;cke: Landgrabbing in Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h10\">Braunkohleregion Lausitz: Eine Geschichte nicht genutzter Chancen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h11\">&bdquo;F&uuml;r uns geht es gerade um alles&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h12\">Das Gift der muslimischen Intoleranz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h13\">Militarisierte Polizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h14\">&ldquo;Medien reden von Objektivit&auml;t und Neutralit&auml;t, produzieren aber genau das Gegenteil&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h15\">&ldquo;Antworten wie Kurz&rdquo;: Nutzer machen sich &uuml;ber Kanzler lustig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h16\">Die Bundesregierung wurde gehackt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h17\">Zu guter Letzt: CDU-Parteitag: 15 Minuten Applaus f&uuml;r Techniker beim Mikrofoncheck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&raquo;Vielleicht erleben wir das Ende schon am Montag&laquo;<\/strong><br>\nDie Parlamentswahl in Italien gilt als richtungsweisend f&uuml;r die Zukunft der Euro-Zone. Ein Gespr&auml;ch mit Heiner Flassbeck<br>\nIn Italien wird am Sonntag ein neues Parlament gew&auml;hlt. Laut einer am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Umfrage machen sich Investoren &uuml;berhaupt keine Sorgen. Beruhigt Sie das?<br>\nNein, &uuml;berhaupt nicht. Es kann durchaus sein, dass wir am Montag morgen dastehen, mit einer Kombination aus Kr&auml;ften, die wirklich alle gegen den Euro sind. Es kann auch sein, dass diese Koalition, auch wenn sie ansonsten ideologische Meinungsverschiedenheiten hat, sich zusammenrauft, um erst mal gegen Br&uuml;ssel zu k&auml;mpfen. Und dann wird es ganz heftig in Europa. Insofern bin ich schon sehr gespannt, was da passiert. Der wahrscheinliche Ausgang ist, dass es eine wilde Gemengelage gibt, in der keine Partei eine Mehrheit hat. Am Ende k&ouml;nnte Silvio Berlusconi die gro&szlig;e Hoffnung f&uuml;r die EU sein.<br>\nRom verfolgt eine Wirtschaftspolitik der sogenannten internen Abwertung, weil es &uuml;ber keine eigene Zentralbank verf&uuml;gt. K&ouml;nnen Sie diese Strategie erl&auml;utern?<br>\nDas geschieht unter deutschem Druck. Deutschland hat in der Euro-W&auml;hrungsunion mit dem Prinzip der internen Abwertung angefangen. Die L&ouml;hne wurden im Verh&auml;ltnis zur Produktivit&auml;t gesenkt. Damit hat Deutschland unter seinen Verh&auml;ltnissen gelebt. Nun sind die anderen L&auml;nder gezwungen, auch unter ihren Verh&auml;ltnissen zu leben. Frau Merkel sagt: Alle m&uuml;ssen ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessern. Das hei&szlig;t, alle m&uuml;ssen ihre Lebensverh&auml;ltnisse verschlechtern, dann geht es ihnen gut. Das ist der entscheidende Irrtum.<br>\nEs gibt keine M&ouml;glichkeit, sich &uuml;ber die Verbesserung der Wettbewerbsf&auml;higkeit am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Das einzige, worauf die EU hoffen kann, ist, dass der Euro wie durch ein Wunder schwach bleibt, der Dollar nicht abwertet und die EU dann einen so gro&szlig;en &Uuml;berschuss erzielt, dass sie alle ihre Probleme in den Rest der Welt verschiebt. Doch das ist eher unwahrscheinlich, angesichts dessen, was US-Pr&auml;sident Donald Trump die ganze Zeit von sich gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/328213.vielleicht-erleben-wir-das-ende-schon-am-montag.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Wahlverwandtschaften: Fronten und Allianzen<\/strong><br>\nOlaf Scholz sollte genau hinsehen: Welche Allianzen auch immer aus der italienischen Parlamentswahl am Sonntag hervorgehen &ndash; der Fiskalpakt ist mausetot. Die Fortsetzung einer eurokonformen Wirtschaftspolitik w&auml;re nur ohne Mehrheit und der absoluten Unregierbarkeit Italiens denkbar.<br>\nZwei Konfliktlinien sind ausschlaggebend f&uuml;r die Wahl am 4. M&auml;rz: Erstens, das Malheur, das in den letzten 20 Jahren aus den Dynamiken innerhalb des Euroraumes wirtschaftlich und sozial entstanden ist. Hier haben sich Probleme akkumuliert, die jetzt eine gravierende Dimension erreicht haben. Zweitens, die chaotische, zum Teil selbst verschuldete kopflose Einwanderungspolitik der EU. Insgesamt eine Politik, die einen tiefen Graben zwischen den Eliten bzw. den wohlhabenderen Gesellschaftsschichten und den restlichen 80 % der Bev&ouml;lkerung in den europ&auml;ischen L&auml;ndern aufgerissen haben. Paretos Gesetz l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<br>\nOder anders formuliert: Bei den bevorstehenden Parlamentswahlen ist das ausschlaggebende Entscheidungskriterium nicht links vs. rechts, sondern Italien vs. Deutschland, also die Zur&uuml;ckgewinnung der nationalen Souver&auml;nit&auml;t vs. den Einfluss der aktuellen europ&auml;ischen &uuml;bernationalen Institutionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/03\/die-wahlverwandschaften-fronten-und-allianzen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trumps Retourkutsche<\/strong><br>\n&bdquo;Der drohende Handelskrieg zwischen Amerika, China und der EU zeigt die Grenzen des Freihandels auf. Die Absicht des US-Pr&auml;sidenten, Industriearbeitspl&auml;tze im eigenen Land zu sch&uuml;tzen und neue zu schaffen, ist im Kern nicht verkehrt. Statt aber auf gemeinsame zwischenstaatliche L&ouml;sungen zum Abbau von &Uuml;berkapazit&auml;ten zu setzen, schottet sich die USA nun durch Strafz&ouml;lle ab. Das provoziert Vergeltungsma&szlig;nahmen und weitere Handelskonflikte, die weder den Besch&auml;ftigten h&uuml;ben noch dr&uuml;ben n&uuml;tzen&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die angek&uuml;ndigten US-Importz&ouml;lle auf Stahl und Aluminium. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Es ist wohlfeil, wenn die Bundesregierung sich &uuml;ber Trumps Politik echauffiert. Denn gerade die hartn&auml;ckige Weigerung, die strukturellen deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse anzugehen, brachte und bringt viele Defizitl&auml;nder in Bedr&auml;ngnis. Mit Trump kommt nun die Retourkutsche. Wir brauchen endlich eine Handelspolitik, die nicht nur auf Wettbewerb und niedrigste Preise setzt, sondern regionale Besonderheiten ber&uuml;cksichtigt, Umwelt- und Sozialstandards auf h&ouml;chstem Niveau festschreibt und die positive wirtschaftliche Entwicklung aller Regionen zum Ziel hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/trumps-retourkutsche\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Peer Steinbr&uuml;ck wirft SPD Realit&auml;tsverweigerung vor<\/strong><br>\nVor allem beim Thema Integration lasse sich die SPD &ldquo;von einer ehrenwerten Gesinnung den Blick auf Realit&auml;ten tr&uuml;ben&rdquo;, kritisierte der Sozialdemokrat. Seine Partei m&uuml;sse sich fragen, &ldquo;ob das Pendel in den vergangenen Jahren nicht zu weit in Richtung einer Vielfaltseuphorie und eines gehypten Multikulturalismus ausgeschlagen ist&rdquo;, so Steinbr&uuml;ck. &ldquo;Wie die Sozialisten in Frankreich ist auch die SPD in Gefahr, sich mehr um Antidiskriminierungspolitik und Lifestyle-Themen zu k&uuml;mmern und dar&uuml;ber die Befindlichkeiten der Mehrheitsgesellschaft au&szlig;er Acht zu lassen.&rdquo;<br>\nSteinbr&uuml;ck rief die SPD zu einer strategischen Umkehr auf. Er ermahnte die Sozialdemokraten, die &ldquo;Verdr&auml;ngung Einheimischer und die Homogenisierung von Stadtquartieren&rdquo; sowie den Verfall von Alltagskultur st&auml;rker zu thematisieren. Auch einer Debatte &uuml;ber die deutsche Leitkultur d&uuml;rfe sich seine Partei nicht l&auml;nger verweigern. Eine spezifisch deutsche Kultur abzustreiten sei &ldquo;fatal&rdquo;, sagte Steinbr&uuml;ck, &ldquo;weil es dem uns&auml;glichen Vorurteil Vorschub leistet, die SPD habe ein gest&ouml;rtes Verh&auml;ltnis zum nationalen Erbe&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/politik\/deutschland\/peer-steinbrueck-wirft-spd-realitaetsverweigerung-vor-a-1196152.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun, beim Thema Wahlniederlage hat der Million&auml;r Steinbr&uuml;ck zweifellos die entsprechende Expertise. Beim Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Bed&uuml;rfnisse und Befindlichkeiten der B&uuml;rger, die wenig oder gar kein Verm&ouml;gen besitzen wohl eher nicht. Andererseits kann man sich seiner Argumentation nicht verschlie&szlig;en, dass die politischen Diskurse des links-urbanen Polithipstermilieus &uuml;ber Gender- und Identit&auml;tspolitik und deren Ausrufung der Fl&uuml;chtlinge zum neuen revolution&auml;ren Subjekt an der Lebenswirklichkeit der Mehrheit der B&uuml;rger vorbeigehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wem die Stunde schl&auml;gt<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sischen Sozialisten sind in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Die SPD ist auf einem guten Weg zu folgen. [&hellip;]<br>\nDer spektakul&auml;re Absturz des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, der Europa gar nicht als Thema aufgriff, ist mit der Abwahl von Fran&ccedil;ois Hollande zu vergleichen. Er ist das Ergebnis einer jahrelangen Entfremdung von der Basis. Jeder wei&szlig;, dass Schr&ouml;ders Reform-Agenda 2010 f&uuml;r den miserablen Zustand der SPD verantwortlich ist. Sie wirkte wie eine &ldquo;Abrissbirne sozialdemokratischer Programmatik&rdquo;, sagte Andrea Nahles, designierte SPD-Chefin, vor langer Zeit. Mit dem Schikanieren der Langzeitarbeitslosen machten die Sozialdemokraten die Schw&auml;chsten der Gesellschaft zum S&uuml;ndenbock. Ja, Hartz IV wird ein dunkler Fleck in der SPD-Geschichte bleiben.<br>\nWie die Sozialisten in Frankreich haben sich die deutschen Sozialdemokraten dem Neoliberalismus allm&auml;hlich angepasst und damit den Kontakt mit der Basis verloren. Wie der PS in Frankreich versuchte auch die SPD, eine neoliberale Politik unter dem Deckmantel eines sozialen Programms zu verkaufen. Die SPD liberalisierte den Arbeitsmarkt und bereitete so die Armutswelle der Rentner von morgen vor. Andrea Nahles bem&uuml;ht sich seit Jahren, die Agenda 2010 zu korrigieren. Die erk&auml;mpfte Troph&auml;e des Mindestlohns ist aber kein Sieg der Sozialdemokratie, sondern letztlich nur eine Korrektur auf dem falsch eingeschlagenen Weg.<br>\nStatt sich der Linken langsam anzun&auml;hern, ist die SPD aus Angst vor Erneuerung in die andere Richtung gegangen. Wie kann die SPD heute noch glaubw&uuml;rdig sein, da sich die Schere zwischen Armen und Reichen weiter ge&ouml;ffnet hat? Vom neuen Wirtschaftswunder profitieren vor allem die Finanzm&auml;rkte und die Reichsten. Warum sollte man heute SPD w&auml;hlen? Weil die Partei eine neoliberale Politik verfolgt?<br>\nZu allem &Uuml;bel melden sich auch noch st&auml;ndig die V&auml;ter dieses SPD-Neoliberalismus zu Wort. Wirtschaftslobbyist Gerhard Schr&ouml;der, einst Bundeskanzler, gibt den Genossen immer noch Ratschl&auml;ge, wie sie Wahlen gewinnen k&ouml;nnten. Mit seinem Wechsel in die Finanzwirtschaft zeigt sich auch Peer Steinbr&uuml;ck Bankern n&auml;her als Genossen. Trotzdem gibt der Ex-Finanzminister in den kommenden Tagen ein Buch heraus mit dem Titel &ldquo;Das Elend der Sozialdemokratie&rdquo;. Wie in Frankreich belehren die Altvorderen die Politiker von heute, obwohl sie schuld am Desaster sind. Das macht W&auml;hler w&uuml;tend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/aussenansicht-wem-die-stunde-schlaegt-1.3887839\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Ausbeutung durch Leiharbeit hat System<\/strong><br>\nDas Besch&auml;ftigungswachstum in der Leiharbeit h&auml;lt unvermindert an. Das ist weder Zufall, noch Zeichen f&uuml;r eine blo&szlig; stellenweise missbr&auml;uchliche Nutzung der Arbeitnehmer&uuml;berlassung. Mindestens drei Anhaltspunkte sprechen f&uuml;r eine systematische Ausbeutung von Besch&auml;ftigten durch Leiharbeit.<br>\nDie Leiharbeit w&auml;chst und w&auml;chst. Sowohl die Zahl der Besch&auml;ftigten wie die der Betriebe erreicht von Jahr zu Jahr neue Rekordh&ouml;hen. Nach den k&uuml;rzlich von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) ver&ouml;ffentlichten Angaben f&uuml;r die erste Jahresh&auml;lfte 2017 stieg die Zahl der Leiharbeitsbesch&auml;ftigten bis Ende Juni 2017 auf &uuml;ber 1,04 Millionen. Mit einem Plus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist zugleich ein neuer H&ouml;chststand erreicht. Noch nie waren in Deutschland so viele Menschen als LeiharbeiterInnen t&auml;tig, und ein Ende der nur als st&uuml;rmisch zu bezeichenden Entwicklung scheint vorerst nicht absehbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/die-ausbeutung-durch-leiharbeit-hat-system--2184.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mit einer neuen Entsenderichtlinie gegen Lohndumping in der EU. Also in ein paar Jahren, mit Einschr&auml;nkungen und Ausnahmen<\/strong><br>\nJetzt aber endlich mal wieder positive Nachrichten &ndash; und dann auch noch zu einem europ&auml;ischen Thema: Einig im Kampf gegen Lohndumping, so lautet eine der &Uuml;berschriften dazu oder noch eindrucksvoller: Lohndumping: EU will Ausbeutung ausl&auml;ndischer Billigl&ouml;hner stoppen. Na endlich, wird der eine oder andere anmerken, das wurde aber auch wirklich Zeit, wenn man sich die Verwerfungen anschaut, die in manchen Branchen entstanden sind durch den massenhaften Einsatz von entsandten Arbeitnehmern, die zu deutlich g&uuml;nstigeren Konditionen besch&auml;ftigt werden k&ouml;nnen als einheimische Besch&auml;ftigte.<br>\nWas genau ist passiert, dass es solche semantischen Freudenspr&uuml;nge zu verzeichnen gibt? &raquo;Ob auf Baustellen, in Gastronomie oder Pflege: Viele ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte wurden bislang schlechter bezahlt als ihre heimischen Kollegen. Das soll sich nun &auml;ndern&laquo;, so beginnt dieser Bericht. &raquo;Nach monatelangen Verhandlungen erzielten Unterh&auml;ndler des Europ&auml;ischen Parlaments, der EU-L&auml;nder und der EU-Kommission eine entsprechende Grundsatzeinigung. Sozialkommissarin Marianne Thyssen sprach von einem Durchbruch und einem ausgewogenen Kompromiss nach dem Prinzip: gleiche Bezahlung f&uuml;r gleiche Arbeit am selben Ort.&laquo;<br>\nDas h&ouml;rt sich gut an. Denn es geht hier um viele betroffene Arbeitnehmer (direkt und nat&uuml;rlich auch indirekt). Gut zwei Millionen entsandte Kr&auml;fte arbeiten nach offiziellen Angaben in einem anderen EU-Land, mehr als 400.000 in Deutschland. Viele arbeiten auf dem Bau, bei Speditionen, in Gastst&auml;tten oder in der Pflege. &Uuml;ber die Reform der mehr als 20 Jahre alten EU-Entsenderichtlinie wurde seit 2016 gestritten. &Ouml;stliche Mitgliedstaaten mit niedrigem Lohnniveau pochen auf Freiz&uuml;gigkeit ihrer B&uuml;rger, w&auml;hrend die westlichen EU-L&auml;nder Lohndumping auf ihrem Arbeitsmarkt beklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2018\/03\/mit-einer-neuen-entsenderichtlinie-gegen-lohndumping.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Skandal und Moral<\/strong><br>\nDer Fall Essen zeigt: Mit der Fl&uuml;chtlingsfrage versch&auml;rft sich die Verteilungsfrage &ndash; ganz exklusiv im unteren Drittel der Gesellschaft [&hellip;]<br>\nDie Konfliktlinien bildeten sich nicht unvermeidlich heraus. Sie gr&uuml;nden in politischen Fehlentscheidungen und einer Form von staatlichem Versagen, nicht zuletzt jenen der Kanzlerin und der ihr zunickenden Koalition. Die dem nebul&ouml;sen Versprechen &bdquo;Wir schaffen das!&ldquo; folgenden Integrationshilfen waren absurd unterproportioniert. Moral spielte nun keine Rolle mehr. Vernunft auch nicht. Dies traf und trifft nicht nur Asylsuchende und Gefl&uuml;chtete, sondern auch die einheimischen sozialen Schichten unserer Gesellschaft. Mit der Fl&uuml;chtlingsfrage versch&auml;rfte sich die Verteilungsfrage &ndash; nicht zwischen oben und unten, nicht zwischen dem &bdquo;moralfesten Kosmopolitismus&ldquo; der Mittelschichten und dem &bdquo;moralisch prek&auml;ren Kommunitarismus&ldquo; der weniger privilegierten Klassen. Der Verteilungskampf findet exakt da statt, wo man ihn von Anfang an bef&uuml;rchten musste: direkt und exklusiv im unteren Drittel.<br>\nDie hilflose Entscheidung der freiwilligen Helfer in Essen zeigt die problematische Kreuzung und &Uuml;berlappung der Konfliktlinien zwischen links\/rechts und Kosmopolitismus\/Kommunitarismus. Die Kosmopoliten optieren f&uuml;r offene Grenzen f&uuml;r Waren, Dienstleistungen und Kapital, aber auch f&uuml;r Asyl-, Wohlstand- und Arbeitsuchende oder Gefl&uuml;chtete. Sie treten zudem f&uuml;r durchl&auml;ssige Grenzen hinsichtlich nationalstaatlicher Rechte und Pflichten ein. Eine Abgabe nationaler Kompetenzen an supranationale Organisationen wie die EU halten sie f&uuml;r legitim oder gar f&uuml;r geboten, weil sie sich davon effizientere Probleml&ouml;sungen erwarten. Eine empirisch belastbare Basis hat diese Erwartung bisher allerdings weder im Klimaschutz, in der Fl&uuml;chtlingspolitik, der Armutsbek&auml;mpfung noch in der internationalen Friedenssicherung gefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/skandal-und-moral\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gefl&uuml;chtete: Warum Hilfsnetzwerke funktionieren<\/strong><br>\nSeitdem die Fl&uuml;chtlinge &uuml;ber das Meer kommen, sind auf den griechischen Inseln erstaunliche Solidarit&auml;tsnetzwerke entstanden, oftmals in Form selbst organisierter Direkthilfe. Was treibt die Helfer an? Tabea Grzeszyk hat nachgefragt.<br>\n&ldquo;Ein syrischer Fl&uuml;chtling stirbt und seine Seele wandert in den Himmel. Als sie dort ankommt, versperrt ihr ein Engel das Tor. Der Fl&uuml;chtling fragt: Warum stoppst Du mich? Lass mich rein! Ich bin Syrer, ich habe viel gelitten, der Krieg und all das! Der Engel antwortet: Sir, es tut uns leid. Aber Ihre Fingerabdr&uuml;cke sind in Griechenland. Sie m&uuml;ssen zur&uuml;ck!&rdquo;<br>\nLachen hilft &ndash; zumindest ihm selbst. Rami Qudmany, ein 29-j&auml;hriger Fl&uuml;chtling aus Syrien mit akkurat gestutztem Vollbart und blitzenden Augen. Seit Sommer 2016 steckt er auf der griechischen Insel Lesbos fest und  wartet auf seine Papiere, um zu seinen Eltern zu reisen. Sie haben in Deutschland Asyl beantragt. Doch seit dem Fl&uuml;chtlingsdeal mit der T&uuml;rkei sind die Grenzen dicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/gefluechtete-warum-hilfsnetzwerke-funktionieren.976.de.html?dram:article_id=411996\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Von den Folgen einer Gesetzesl&uuml;cke: Landgrabbing in Deutschland?<\/strong><br>\nDer globale Trend, Ackerland als Spekulationsobjekt zu erwerben, hat Deutschland l&auml;ngst erreicht. Internationale Konzerne und Kapitalfonds d&uuml;rfen &ndash; als Nicht-Landwirte &ndash; zwar kein Ackerland erwerben. Aber sie kaufen Bauern in Ostdeutschland deren Anteile an landwirtschaftlichen Genossenschaften ab und setzen sie als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ein.<br>\nDas ist f&uuml;r die Bauern lukrativ &ndash; zumal die Fl&auml;chenpreise steigen, wenn das Land knapper wird.<br>\nDamit steigen aber auch die Pachtpreise, die unabh&auml;ngige kleine Landwirte zahlen m&uuml;ssen. Die Folge sind Betriebspleiten &ndash; was weitere Investoren anlockt. Sie besitzen vor allem in den neuen Bundesl&auml;ndern je nach Region heute schon zwischen 20 und 50 Prozent der &Auml;cker und Wiesen.<br>\nDie Investoren entscheiden, was angebaut wird. Energiepflanzen &ndash; Mais, Raps, Zuckerr&uuml;ben &ndash; bringen die h&ouml;chsten Renditen. Sie wachsen in Monokulturen von durchschnittlich 30.000 Hektar Fl&auml;che und werden mit riesigen Maschinen bearbeitet. Weitere Arbeitspl&auml;tze gehen verloren. EU-Subventionen werden pro Hektar, nicht pro Arbeitsplatz bezahlt. Bei den aktuellen Besitzverh&auml;ltnissen ist eine von der Bundesregierung eigentlich angestrebte Bio-Agrarwende kaum noch durchf&uuml;hrbar.<br>\nUnd das Gesetz? Landesrecht und Bundesrecht blockieren sich gegenseitig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/von-den-folgen-einer-gesetzesluecke-landgrabbing-in.1247.de.html?dram:article_id=407468\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Braunkohleregion Lausitz: Eine Geschichte nicht genutzter Chancen<\/strong><br>\nWohin geht es mit der Lausitz? Der Braunkohlebergbau, von dem die Region lebt, hat keine Zukunft. Und die Landesregierung hat es verschlafen, die Lausitz rechtzeitig zum Vorzeigestandort f&uuml;r erneuerbare Energie zu entwickeln. Der Tourismus allein kann es nicht rei&szlig;en. [&hellip;]<br>\nIn Cottbus brodelt es: Von fremdenfeindlichen Kr&auml;ften organisierte Demonstrationen ziehen immer mehr Publikum an. Vergangene Woche hat Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier Vertreter der Stadtgesellschaft zum Gespr&auml;ch empfangen. Der stellvertretende Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Cottbuser IHK, Maik Bethke, sagte dem Staatsoberhaupt, dass er die Ursachen f&uuml;r Unsicherheit und Unzufriedenheit der Menschen beim Strukturwandel in der Region s&auml;he.  Und Oberb&uuml;rgermeister Kelch warnt vor einem schnellen Ausstieg:<br>\n&ldquo;Man muss ja auch wissen: Bis 1990 waren ca. 60.000 Menschen in der Braunkohlenindustrie, also zu DDR-Zeiten, hier besch&auml;ftigt. Und da gab es dann schon mal einen Schlag, als reihenweise die Tagebaue hier dichtgemacht worden sind in der Lausitz. Sicherlich sind viele sch&ouml;ne Seen jetzt entstanden, aber diese Arbeitspl&auml;tze, die sind an keiner Stelle wiedergekehrt und darunter hat die Lausitz bis heute zu leiden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/braunkohleregion-lausitz-eine-geschichte-nicht-genutzter.1001.de.html?dram:article_id=411943\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;F&uuml;r uns geht es gerade um alles&ldquo;<\/strong><br>\nSelbstverst&auml;ndlich macht derzeit jede Stadt, die etwas auf sich h&auml;lt, in Smart City. Doch was das genau hei&szlig;t, bleibt oft nebul&ouml;s. Manchen von der Sparpolitik gebeutelten St&auml;dten bleibt nichts anderes &uuml;brig, als das Feld Technologiekonzernen zu &uuml;berlassen, weil ihnen das Geld f&uuml;r Investitionen fehlt. Die Stadtregierung von Barcelona und die Leiterin ihrer Smart-City-Strategie, Francesca Bria, gehen einen anderen Weg: Eine Stadt w&auml;re smart, so ihr Plan, wenn sie technologische Innovationen in den Dienst ihrer Bewohnerinnen und Bewohner stellt und Datensammlung wie Vernetzung f&uuml;r emanzipatorische Politik und das Ziel einer lebenswerten Stadt nutzt. Bria hat ihren Ansatz gemeinsam mit Evgeny Morozov in der Studie Die smarte Stadt neu denken ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/fuer-uns-geht-es-gerade-um-alles\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Gift der muslimischen Intoleranz<\/strong><br>\nFolgenschwere Fehlentwicklung: Die Berliner Lehrergewerkschaft warnt vor den Folgen des Erziehungsnotstands in muslimischen Familien. Die Schulbeh&ouml;rde warnt im Gegenzug Lehrer vor &bdquo;moralischer &Uuml;berw&auml;ltigung&ldquo; mit westlichen Freiheitswerten.<br>\nSogar die Lehrergewerkschaft hat es nun bemerkt: Wo Deutsche nur noch eine Minderheit sind, in Klassenzimmern und auf Schulh&ouml;fen bestimmter Viertel, geht es ziemlich brutal zu; die Intoleranz trifft deutsche Mitsch&uuml;ler und Andersgl&auml;ubige &ndash; die Gewerkschafter sprechen von &bdquo;Nichtmuslimen&ldquo; &ndash;, M&auml;dchen sowieso. Aber auch das weibliche Lehrpersonal und leistungsstarke Sch&uuml;ler sind ungeheuerlicher Diskriminierung und verbalen oder t&auml;tlichen &Uuml;bergriffen ausgesetzt. Und offen wird nun endlich benannt, was l&auml;ngst jeder wei&szlig;, der nicht an weltanschaulich konnotierten Wahrnehmungsst&ouml;rungen leidet: Es geht hier nicht um die S&ouml;hne polnischer, kasachischer oder italienischer Einwanderer, sondern um junge Muslime. Am Wochenende hatte die Berliner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aus diesem Grund zu einem Workshop geladen, was viele bereits als kleine Sensation werten m&ouml;chten.<br>\nAu&szlig;ergew&ouml;hnlich ist daran nur, dass erst der Streit um Thilo Sarrazins Buch &bdquo;Deutschland schafft sich ab&ldquo; solche und &auml;hnliche Veranstaltungen hervorbringt und nicht der real seit Jahren schwelende Konflikt &uuml;berbordender, h&auml;ufig gewaltt&auml;tiger Intoleranz an Schulen mit einem hohen Anteil an muslimischen Sch&uuml;lern. Nat&uuml;rlich berief sich die GEW nicht auf Sarrazin, sondern auf eine eigene Analyse, die in der verbandseigenen &bdquo;Berliner Lehrerzeitung&ldquo; erschien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/integration\/schule-und-integration-das-gift-der-muslimischen-intoleranz-1594843.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Militarisierte Polizei<\/strong><br>\nAufr&uuml;stung gegen soziale Bewegungen im Namen der Terrorbek&auml;mpfung<br>\nHier findet sich ein Audio-Mitschnitt von einem Vortrag am 23.02.2018 zum Thema Militarisierung der Polizei. Der Vortrag fand im Rahmen der Reihe &bdquo;Demokratie und Repression&ldquo; statt.<br>\nDie paramilit&auml;rische Aufr&uuml;stung der deutschen Polizeien im Namen des Antiterrorismus zeigt St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck sichtbare Wirkungen im Bereich der Protestbek&auml;mpfung. Der Einsatz hochger&uuml;steter polizeilicher Spezialeinheiten gegen Menschenmengen beim G20-Gipfel in Hamburg war ein T&uuml;r&ouml;ffner, um auch k&uuml;nftig mit milit&auml;rischen Mitteln gegen aufbegehrende Bev&ouml;lkerungsgruppen vorzugehen. Auch in Baden-W&uuml;rttemberg wurde das Polizeigesetz versch&auml;rft &ndash; und zwar bis &bdquo;an die Grenzen des verfassungsrechtlich M&ouml;glichen&ldquo;, wie Ministerpr&auml;sident Kretschmann stolz verk&uuml;ndete. (&hellip;)<br>\nUnter dem Vorwand der Sicherheit werden seit Jahren politische Freiheitsrechte untergraben. Seinen vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt hat dieser Prozess beim Umgang mit den G20 Protesten in Hamburg 2017 gefunden. Bereits vor dem Gipfel wurde in einem 38 km&sup2; gro&szlig;er Bereich um das Tagungsgel&auml;nde die Versammlungsfreiheit au&szlig;er Kraft gesetzt. Die damit einhergehende Aufstandsbek&auml;mpfungspraxis der Polizei erreichte in diesem Rahmen eine neue Dimension, legitimiert durch die gezielte Konstruktion einer durch linken Protest ausgehenden Bedrohung. Dabei verselbstst&auml;ndigte sich die Polizei stellenweise komplett. So wurde beispielsweise ein gerichtlich genehmigtes Camp brutal ger&auml;umt.<br>\nIn der Nachbereitung des G 20 Gipfels wurde dies jedoch kaum problematisiert, vielmehr wurde weiter an der Delegitimierung des Protestes und an einer gesteigerten Kriminalisierung und Bek&auml;mpfung linker Strukturen gearbeitet.<br>\nDiese Entwicklung erachten wir als Ausdruck zunehmend autorit&auml;rer Strukturen in Staat und (Teilen der) Gesellschaft. Die veranstaltenden Gruppen finden es deshalb umso wichtiger, dass eine breite gesellschaftliche Debatte &uuml;ber staatliche Repression und &uuml;ber die Notwendigkeit der Verteidigung grundlegender demokratischer Rechte gef&uuml;hrt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/02\/26\/militarisierte-polizei-aufruestung-gegen-soziale-bewegungen-im-namen-der-terrorbekaempfung\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> In diesem Zusammenhang sei an die Erl&auml;uterungen zur Charta der Grundrechte erinnert:<\/em><br>\n&bdquo;So m&uuml;ssen die in der EMRK enthaltenen &bdquo;Negativdefinitionen&ldquo; auch als Teil der Charta betrachtet werden:<br>\nArtikel 2 Absatz 2 EMRK:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Eine T&ouml;tung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um<\/p>\n<ul>\n<li>jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;<\/li>\n<li>jemanden rechtm&auml;&szlig;ig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtm&auml;&szlig;ig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;<\/li>\n<li>einen Aufruhr oder Aufstand rechtm&auml;&szlig;ig niederzuschlagen&ldquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und weiter:<br>\n&bdquo;Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe f&uuml;r Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den F&auml;llen, die im Recht vorgesehen sind, und in &Uuml;bereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden &hellip;&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die Erl&auml;uterungen sind offenbar nicht lediglich Regelungen f&uuml;r die Ausf&uuml;hrungen des Gesetzes, sondern &ndash; und das ist un&uuml;blich &ndash; dem Gesetzestext gleichgestellt. So nachlesbar <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCMQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Feur-lex.europa.eu%2FLexUriServ%2FLexUriServ.do%3Furi%3DOJ%3AC%3A2007%3A303%3A0017%3A0035%3ADE%3APDF&amp;ei=nZrEVImKKcTvUIunhNAD&amp;usg=AFQjCNHFGr4vIf65rlY6tnn6ogM5r5Tk3g&amp;bvm=bv.84349003,d.d24\">im Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union vom 14.12.2007<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Medien reden von Objektivit&auml;t und Neutralit&auml;t, produzieren aber genau das Gegenteil&rdquo;<\/strong><br>\nKommunikationswissenschaftler Michael Meyen &uuml;ber den Imperativ der Aufmerksamkeit und die Medienrealit&auml;t<br>\nSoft News anstelle von harten Nachrichten zu Politik und Wirtschaft, pers&ouml;nliche Befindlichkeiten und K&uuml;chenpsychologie ersetzen die sachliche Analyse: Die Berichterstattung der Medien hat viele Schlagseiten. Der Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen hat sich nun in dem Buch &ldquo;Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand&rdquo; die Medien genauer angeschaut. Seine Erkenntnis: Die Berichterstattung funktioniert heute nach einer Logik, die einem wirklich kritischen Journalismus im Wege steht. Im Interview mit Telepolis erkl&auml;rt Meyen, der an der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t in M&uuml;nchen Journalisten ausbildet, was es mit dem &ldquo;Imperativ der Aufmerksamkeit&rdquo; auf sich hat und was mit dem Ausdruck &ldquo;Medienrealit&auml;t&rdquo; gemeint ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Medien-reden-von-Objektivitaet-und-Neutralitaet-produzieren-aber-genau-das-Gegenteil-3978378.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Antworten wie Kurz&rdquo;: Nutzer machen sich &uuml;ber Kanzler lustig<\/strong><br>\nIm Nationalrat sorgte der Kanzler mit ausweichenden Antworten f&uuml;r Aufsehen Festnageln lie&szlig; sich Sebastian Kurz (&Ouml;VP) nicht: In seiner ersten &ldquo;Fragestunde&rdquo; als Bundeskanzler im Nationalrat sorgte Kurz mit seinen allgemeinen, ausweichenden Antworten auf konkrete Fragen f&uuml;r Aufsehen. Das regte die Opposition so auf, dass Nationalratspr&auml;sident Wolfgang Sobotka (&Ouml;VP) sogar die Sitzung unterbrechen lie&szlig;. Im Netz machten sich daraufhin zahlreiche User &uuml;ber den Stil von Kurz lustig. Unter dem Hashtag #AnswerLikeKurz erfanden User eigene Frage-Antwort-Szenarien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000075316152\/Antworten-wie-Kurz-Nutzer-machen-sich-ueber-Kanzler-lustig\">der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Bundesregierung wurde gehackt<\/strong><br>\nDie Hacker haben sich wohl vor mehreren Monaten ins Computernetz der Bundesregierung geschlichen und klauen dort seitdem m&ouml;glicherweise wichtige Daten. Bisher gibt es erste Hinweise darauf, dass die Hacker aus Russland kommen. Anscheinend haben sie streng geheime Informationen der deutschen Regierung geklaut. Auf den Regierungscomputern liegen zum Beispiel Informationen dar&uuml;ber, was Deutschland im Streit mit einem anderen Land als N&auml;chstes vorhat. Die Hacker k&ouml;nnten diese Geheimnisse weitergeben und so den Pl&auml;nen der deutschen Regierung schaden. Deshalb versucht sie alles, damit so schnell wie m&ouml;glich mehr &uuml;ber den Hackerangriff bekannt wird und er beendet werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/kinder\/logo\/logo-am-donnerstagabend-104.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.B.:<\/strong> Der Kinderkanal von ARD und ZDF namens KIKA bietet auch eine Nachrichtensendung: Logo. Dieses Format ist erstaunlich und mitunter besch&auml;mend anzuschauen, stellt sie eine Fortsetzung der Sendungen Tagesschau und Heute in Sachen Meinungsmanipulation dar. Besch&auml;mend ist die subtile Vereinnahmung von Kindern und Eltern in den Meinungs- und Weltsichtmainstream: Die Logo-Sendung vom 28. Februar als Beispiel bot kindliche Themen und mitten im Verlauf (ab 2:45 min.) einen Beitrag eines m&ouml;glicherweise aus Russland stammenden Hackerangriffs. Die &bdquo;Berichterstattung&ldquo; erfolgte mit einer bedrohlichen Visualisierung: eine knallig ins Bild gesetzte Russlandflagge, eine dunkle Weltkarte, auf der Datenlinien und Netze dunkler M&auml;chte zum Text liefen: &bdquo;&hellip;Die Hacker k&ouml;nnten diese Geheimnisse weitergeben und so den Pl&auml;nen der deutschen Regierung schaden.&ldquo; Die Beispiele lassen sich fortsetzen, &bdquo;kindgerecht&ldquo; werden 1 zu 1 Themen so gewichtet, dass das Weltbild der Gro&szlig;en auch das der Kleinen werde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: CDU-Parteitag: 15 Minuten Applaus f&uuml;r Techniker beim Mikrofoncheck<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Helle Begeisterung beim CDU-Sonderparteitag in Berlin: Dort erhielt Tontechniker Manfred &ldquo;Manni&rdquo; Gondraschek &uuml;ber 15 Minuten Applaus, nachdem er einen kurzen Mikrofoncheck durchf&uuml;hrte. Bei einer anschlie&szlig;enden Abstimmung erhielt sein Antrag &ldquo;Test Test Eins Zwo Eins Zwo&rdquo; starke 97,23 Prozent Zustimmung. [&hellip;]<br>\nNun ist es an Merkel und ihren Ministern, dem Wunsch der Partei zu entsprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/02\/test-test-eins-zwo.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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