{"id":42734,"date":"2018-03-05T08:43:32","date_gmt":"2018-03-05T07:43:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734"},"modified":"2018-03-05T08:43:32","modified_gmt":"2018-03-05T07:43:32","slug":"hinweise-des-tages-3072","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h01\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h02\">Rechtes Parteienb&uuml;ndnis liegt in F&uuml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h03\">Marschbefehl nach Bagdad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h04\">&ldquo;&Uuml;bertrieben&rdquo;: Urheber der Kampagne &uuml;ber russische Bots rudern zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h05\">Die Vorf&auml;lle haben eher &Auml;hnlichkeit mit Einbr&uuml;chen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h06\">Rede zur Lage der Nation: Wie Putin den Westen wieder an den Verhandlungstisch bringen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h07\">Die EU sollte jetzt einfach mal die Klappe halten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h08\">Das Euro-Desaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h09\">Trump stahlhart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h10\">Wenn das Krankenhaus schlie&szlig;t&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h11\">Tafeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h12\">Versuchte Volksverdummung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h13\">Supersicher im Super&uuml;berwachungsstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h14\">Bundesrat billigt Familiennachzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h15\">Zwischen Cholera und Hungersnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42734#h16\">zu guter Letzt: Noch einmal &bdquo;SPD&ldquo; &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Weiter so in den Abgrund<\/strong><br>\nJetzt werden sie wieder jubeln, die Sozialdemokraten, die schon lange keine mehr sind, weil sie einen &bdquo;Sieg&ldquo; errungen haben. 66 Prozent der Mitglieder, viele wahrscheinlich aus Angst vor Neuwahlen, haben der Groko zugestimmt. Emnid meldet heute 16 Prozent f&uuml;r die SPD. Und morgen werden sie sich wieder berauschen an den Kommentaren der neoliberalen Presse, wie &bdquo;staatstragend&ldquo; und &bdquo;verantwortungsbewusst&ldquo; die Sozialdemokraten doch sind. Die Konzerne klopfen ihnen auf die Schultern und warnen gleichzeitig vor zu hohen sozialen Ausgaben. Frei nach Willy Brandt k&ouml;nnte man sagen: Es n&uuml;tzt nichts zu regieren, wenn der Preis daf&uuml;r ist, kein Sozialdemokrat mehr zu sein.<br>\nWas ist zu erwarten? Kinder- und Altersarmut werden zunehmen und die Ungleichheit der Verm&ouml;gen und Einkommen wird weiter wachsen. Millionen Arbeitnehmer werden auch in den n&auml;chsten Jahren ungesicherte und schlecht bezahlte Arbeitspl&auml;tze haben. Waffenexporte in Spannungsgebiete und die Beteiligung an Rohstoff- und Absatzkriegen werden fortgesetzt. Es gibt keine Wiederaufnahme der Ost- und Entspannungspolitik Willy Brandts und keine Europapolitik der guten Nachbarschaft. Der SPD droht dasselbe Schicksal wie ihren Schwesterparteien in Europa.<br>\nUmso wichtiger ist es jetzt, dass all diejenigen zusammenarbeiten, die f&uuml;r soziale Gerechtigkeit und eine friedliche Au&szlig;enpolitik eintreten und sich mit dem &bdquo;Weiter so&ldquo; nicht abfinden wollen. Jetzt erst recht!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1715418578519602\/?type=3&amp;theater%20\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Auf zum letzten Gefecht!<\/strong><br>\nBeim SPD-Mitgliederentscheid &uuml;ber den neuen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD wurden 378.437 Stimmen abgegeben. Stimmberechtigt waren 463.722 Mitglieder. Die Beteiligung lag damit bei 78,39 Prozent. 239.604 Mitglieder stimmten mit Ja, 123.329 mit Nein. Das gab der f&uuml;r den Entscheid zust&auml;ndige SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan am Sonntag im Willy-Brandt-Haus bekannt.<br>\n&ldquo;Die SPD-Basis gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die Fortsetzung der schwarz-roten Koalition. Ermutigende 78 Prozent der SPD-Mitgliedschaft wollten die Entscheidung nicht ihrer Parteif&uuml;hrung &uuml;berlassen. 239.604 von 463.722 Sozialdemokraten machen damit aber auch die Abwahl von Schwarz-Rot bei der Bundestagswahl am 24. September r&uuml;ckg&auml;ngig&rdquo;, kommentiert Dietmar Bartsch das Ergebnis.<br>\nSahra Wagenknecht bedauert &ldquo;den Ausgang des SPD-Mitgliederentscheids. Nach monatelangem Gezerre um Macht und Posten geht die SPD jetzt unter Bruch ihres vorherigen Versprechens in die Weiter-so-Koalition. Statt wieder die Interessen der Arbeitnehmer und Rentner zu vertreten, hieven die Sozialdemokraten lieber Merkel erneut in den Chefsessel und zeigen damit, dass ihnen mehrheitlich ein kurzfristiger Machterhalt wichtiger ist als eine Erneuerung und die R&uuml;ckbesinnung auf sozialdemokratische Politik&rdquo;.<br>\n&ldquo;F&uuml;r Kanzlerin Merkel hei&szlig;t es jetzt: Auf zum letzten Gefecht&rdquo;, meint Dietmar Bartsch. Der Fraktionsvorsitzende erwartet, &ldquo;dass Union und SPD unser Land nun umgehend aus der halbj&auml;hrigen H&auml;ngepartie befreien und ohne weitere Verz&ouml;gerung die Bundesregierung bilden. Der Koalitionsvertrag zementiert leider die Fortsetzung der bisherigen schwarz-roten Politik, die verwaltet und nicht gestaltet &ndash; ein klares &lsquo;Weiter so&rsquo;. Union und SPD lassen die brennenden sozialen Fragen in unserem Land unbeantwortet. Wie die SPD den Spagat zwischen Koalitionstreue und angek&uuml;ndigter Erneuerung schaffen will, bleibt ihr Geheimnis. Eines ist klar: Wir brauchen einen Aufbruch von links&rdquo;.<br>\nAuch Sahra Wagenknecht bef&uuml;rchtet, dass der weitere Niedergang der SPD so kaum aufzuhalten sein kann. &ldquo;Trotzdem war es ermutigend zu sehen, wie Teile der SPD in den letzten Wochen massiven Einsch&uuml;chterungsversuchen zum Trotz tapfer gegen die Weiter-so-Politik ihrer F&uuml;hrung gek&auml;mpft haben. Wir m&uuml;ssen jetzt nach vorne schauen und gemeinsam dar&uuml;ber diskutieren, wie wir das f&uuml;r einen neuen Aufbruch von links nutzen k&ouml;nnen&rdquo;, &auml;u&szlig;ert sich die Fraktionsvorsitzende gegen&uuml;ber dpa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/auf-zum-letzten-gefecht\/%20\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Aufwachen GroKo, die Zeit l&auml;uft davon&ldquo;<\/strong><br>\nMehr als f&uuml;nf Monate nach der Wahl ist der Weg f&uuml;r eine neue gro&szlig;e Koalition frei. Wirtschaftsverb&auml;nde geben sich erleichtert, blicken aber schon nach vorne.<br>\nWirtschaftsverb&auml;nde haben das Votum der SPD-Mitglieder f&uuml;r die Neuauflage der gro&szlig;en Koalition begr&uuml;&szlig;t. &bdquo;Endlich haben wir Gewissheit, dass noch vor Ostern eine neue entscheidungs- und handlungsf&auml;hige Regierung das Ruder &uuml;bernimmt&ldquo;, erkl&auml;rte der Pr&auml;sident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer. F&uuml;r die Wirtschaft, die Handwerksbetriebe und ihre Besch&auml;ftigten sei von entscheidender Bedeutung, &bdquo;dass die H&auml;ngepartie der vergangenen Monate endlich ein Ende hat.&ldquo;<br>\nF&uuml;r die deutschen Unternehmen sei es &bdquo;gut, dass die Regierungsbildung jetzt zu einem Abschluss kommt&ldquo;, erkl&auml;rte auch der Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer. &ldquo;Immerhin l&ouml;sen sie das ein, was die Welt der Wirtschaft von Deutschland erwartet: Solide Verh&auml;ltnisse und hohe Verl&auml;sslichkeit.&ldquo; Dies d&uuml;rfe aber nicht den Blick darauf verstellen, dass der Koalitionsvertrag trotz einiger guter Ans&auml;tze den deutschen Unternehmen zus&auml;tzliche Belastungen zumute, f&uuml;gte Schweitzer hinzu. Konkret forderte er, &bdquo;dass auch die Unternehmen bei den Steuern sp&uuml;rbar entlastet werden, um im internationalen Wettbewerb um Investitionen nicht zur&uuml;ckzufallen.&ldquo;<br>\nDer Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) forderte, nun rasch &bdquo;notwendige Kapitel der Wettbewerbs- und Innovationsf&auml;higkeit&ldquo; aufzuschlagen. &bdquo;Nach den qu&auml;lenden Monaten der Regierungsbildung muss es jetzt hei&szlig;en: Aufwachen GroKo, die Zeit l&auml;uft davon&ldquo;, forderte VDMA-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Thilo Brodtmann. Der digitale R&uuml;ckstand m&uuml;sse aufgeholt, und das Steuersystem wettbewerbsf&auml;hig gemacht werden. &bdquo;W&auml;hrend die USA einen Handelskrieg anzetteln und China unsere industrielle F&uuml;hrungsposition herausfordert, haben wir zuletzt eine &uuml;berfl&uuml;ssige Selbstbesch&auml;ftigung betrieben. Wir brauchen Konzepte f&uuml;r die Zukunft und keine Regierung, die in erster Linie mit sich selbst besch&auml;ftigt ist.&ldquo;<br>\nAuch der Digitalbranchenverband Bitkom forderte, die im Koalitionsvertrag aufgef&uuml;hrten digitalpolitischen Vorhaben m&uuml;ssten nun schnell auf den Weg gebracht werden. &bdquo;Gerade in der Digitalpolitik l&auml;uft uns die Zeit davon&ldquo;, erkl&auml;rte Bitkom-Pr&auml;sident Achim Berg. &bdquo;Die Gro&szlig;e Koalition kann jetzt starten und sie muss jetzt auch starten.&ldquo; Er forderte die angehende Koalition auf, &bdquo;mutiger und entschiedener zu handeln. Das betrifft den Ausbau intelligenter Infrastrukturen f&uuml;r Verkehr und Energie, eine digitale Bildungsoffensive auch f&uuml;r &auml;ltere Berufst&auml;tige und eine neue Datenpolitik, die den Schutz von Privatsph&auml;re und datengetriebenen Angeboten in eine gute Balance bringt, etwa im Gesundheitswesen oder im Verkehr.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsverbaende-begruessen-ja-der-spd-15477509.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Um noch einmal festzuhalten, wer das Sagen hat, und der SPD sofort &ldquo;Hausaufgaben&rdquo; auf dem Weg in den Untergang mitzugeben: die weitere Lockerung des Arbeitsschutzes, weitere Lohnsenkungen und Sozialk&uuml;rzungen (&ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;), weitere Unternehmensteuersenkungen, weitere Lockerungen des Datenschutzes (&ldquo;Schutz von Privatsph&auml;re und datengetriebenen Angeboten in eine[r] gute[n] Balance&rdquo;) und noch mehr staatliche Ausgaben f&uuml;r sinnlose und &uuml;berteuerte IT-Projekte. Das sollten sich die SPD-Mitglieder, die der GroKo zugestimmt haben, mal gut durch den Kopf gehen lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das leere Spektakel<\/strong><br>\nDer SPD-Mitgliederentscheid zur Gro&szlig;en Koalition ist nicht der Energieschub, den unser politisches System braucht. Er verdeckt vielmehr, wie gewaltig und nachhaltig der Schaden an der Demokratie ist.<br>\nWas die Wahl in Italien und die Entscheidung der SPD-Mitglieder &uuml;ber Ja oder Nein zur Koalition mit der CDU\/CSU verbindet, das ist die Frage danach, warum die Kr&auml;fte der linken Mitte nicht in der Lage sind, ihre Geschichte, ihre Gegenwart und vor allem ihre Probleme klar zu sehen und daraus die Konsequenzen zu ziehen.<br>\nOder, anders gesagt, warum sie die Angst vor dem eigenen Abstieg immer mehr zu Antworten treibt, die diesen Abstieg noch bef&ouml;rdern, weil sich diese Parteien, die SPD wie die PD von Matteo Renzi, von ihrem eigentlichen Sinn und Zweck entfernen, eine emanzipatorische und gerechte Politik zu erfinden f&uuml;r den digitalen Kapitalismus des 21. Jahrhunderts, im Idealfall f&uuml;r alle Menschen.<br>\nStattdessen suchen sie Antworten dort, wo sie von anderen l&auml;ngst angeboten werden, was nicht nur nicht besonders schlau ist, sondern vor allem Ursache und Wirkung verwechselt: Und so reden die Sozialdemokraten nicht nur in Deutschland mehr von Sicherheit als von Armut, sie reden mehr von Kriminalit&auml;t als von Ungerechtigkeit, sie reden mehr von Kulturk&auml;mpfen als von der Krise des Kapitalismus.<br>\nWas genau ist &ldquo;links&rdquo;?<br>\nPeer Steinbr&uuml;ck zum Beispiel, dessen Buch &ldquo;Das Elend der Sozialdemokratie&rdquo; gerade erschienen ist, hat dazu im SPIEGEL ein exemplarisches Interview gegeben, in dem er seine Ratlosigkeit durch Ruppigkeit und Rechthaberei &uuml;berspielt und dabei keinen einzigen konstruktiven Gedanken hat, wie man die &ouml;konomischen Fragen dieser Zeit angehen sollte.<br>\nAber er war es ja auch selbst, der in den sp&auml;ten 1990er Jahren wie in den USA Bill Clinton und in Gro&szlig;britannien Tony Blair den neoliberalen Weg mit der Sozialdemokratie eingeschlagen hat, zusammen mit Gerhard Schr&ouml;der, das sieht Steinbr&uuml;ck selbst ebenso und sieht es auch als Fehler &ndash; aber es folgt nichts aus dieser Einsicht, es folgt eben, wie auch in der SPD nicht, kein konstruktives Nachdenken dar&uuml;ber, was eine andere linke oder wenigstens sozialdemokratische Politik sein k&ouml;nnte.<br>\nAndrea Nahles jedenfalls will die SPD nicht weiter nach links bewegen, wie sie sagt, und es ist klar, auf wen sie dabei R&uuml;cksicht nehmen will. Unklar ist nur, warum sie glaubt, dass sie so Wahlen gewinnt; und es ist auch unklar, was sie mit links meint, genauso wie es unklar ist, was der Juso-Vorsitzende Kevin K&uuml;hnert mit links meint, der ja viel davon redet, aber wenig sagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/spd-mitgliederentscheid-das-leere-spektakel-a-1196243.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><strong>und: Alle gerettet &ndash; au&szlig;er sich selbst<\/strong><br>\nAuf die SPD-Mitglieder ist Verlass: Mit dem GroKo-Ja retten sie ihre F&uuml;hrung und Kanzlerin Merkel vor dem Aus. Die Deutschen m&uuml;ssen f&uuml;rs Erste also keine Angst vor der Zukunft haben &ndash; die Sozialdemokraten allerdings schon.<br>\nSigmar Gabriel lag in der j&uuml;ngsten Vergangenheit mit mancher pers&ouml;nlichen Einsch&auml;tzung und Einlassung zu seiner Partei daneben &ndash; aber der Kommentar des langj&auml;hrigen SPD-Vorsitzenden zum Mitgliederentscheid trifft die Sache auf den Punkt: &ldquo;Auf die SPD-Mitglieder ist Verlass&rdquo;, sagte Gabriel am Sonntagvormittag.<br>\nDas Votum der Mitglieder f&uuml;r eine erneute Koalition mit CDU und CSU bedeutet, dass mehr als f&uuml;nf Monate nach der Bundestagswahl vom 24. September endlich eine Regierung gebildet werden kann. Angesichts der Umst&auml;nde sind die 66 Prozent Jastimmen eine &Uuml;berraschung &ndash; und eine deutliche Botschaft: Die klare Mehrheit der deutschen Sozialdemokraten will, dass ihre Partei in eine neue GroKo eintritt.<br>\nWenn es darauf ankommt, war die SPD schon immer eine staatstragende Partei. Daf&uuml;r ist dieser Mitgliederentscheid ein weiterer Beleg. [&hellip;]<br>\nDie SPD-Basis hat nun drittens daf&uuml;r gesorgt, dass in Deutschland und dem Rest der Welt f&uuml;rs Erste keiner mehr f&uuml;rchten muss, dass die Republik im politischen Chaos versinkt. Das Land wird in wenigen Wochen wieder eine stabile Regierung haben, die einen ehrgeizigen Koalitionsvertrag abzuarbeiten hat. Die EU zusammenhalten, zwischen den Trump-USA und Putin-Russland vermitteln &ndash; all das kann diese neue GroKo neben ihren innenpolitischen Herausforderungen schaffen.<br>\nDie SPD-Mitglieder haben mit ihrem Votum viele gerettet &ndash; nur nicht die eigene Partei. H&auml;tten sie mit Nein gestimmt, w&auml;re die deutsche Sozialdemokratie wohl schon jetzt im Chaos versunken. Die Gefahr, dass die SPD mittel- und langfristig in der politischen Bedeutungslosigkeit versinkt, ist mit dem Ja zur neuen GroKo allerdings nicht kleiner geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-fuer-grosse-koalition-alle-gerettet-ausser-sich-selbst-a-1196392.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser J.A.:<\/strong> Richtig bemerkt &ndash; von dem Nachrichtenportal, da&szlig;, wie alle anderen, die SPD &uuml;ber Wochen in eine Gro&szlig;e Koalition gedr&auml;ngt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rechtes Parteienb&uuml;ndnis liegt in F&uuml;hrung<\/strong><br>\nNach der Wahl in Italien deutet sich eine schwierige Regierungsbildung an. Das B&uuml;ndnis von Ex-Regierungschef Berlusconi wurde laut Prognosen st&auml;rkste Kraft. Die populistische F&uuml;nf-Sterne-Bewegung wurde beste Einzelpartei.<br>\nBei der Parlamentswahl in Italien liegt das Mitte-Rechts-Parteienb&uuml;ndnis des italienischen Ex-Regierungschefs Silvio Berlusconi und der rechtspopulistischen Lega in F&uuml;hrung. Laut Nachwahlbefragungen erreichte das B&uuml;ndnis im Abgeordnetenhaus 36,8 Prozent und 36,5 Prozent im Senat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/italien-wahl-prognose-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em>Zur st&auml;rksten Partei (nicht Parteib&uuml;ndnis), den &bdquo;5 Sternen&ldquo;, hatten wir am Wochenende <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42720\">schon einen Bericht auf den NachDenkSeiten<\/a>. Man darf gespannt sein, wie es nun weitergeht, da weder eine Mehrheits- noch eine Minderheitsregierung in denkbarer Konstellation zur Verf&uuml;gung stehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Marschbefehl nach Bagdad<\/strong><br>\nEs ist ein neues gef&auml;hrliches Einsatzgebiet, viele Details l&auml;sst das Mandat bewusst offen: Die Bundeswehr soll schon im April im Zentralirak zum Einsatz kommen. Immerhin ist eine Notbremse vorgesehen<br>\nDie Bundeswehr soll in Zukunft auch die irakische Armee ausbilden und beraten. Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel Ende vergangener Woche auf den Rahmen f&uuml;r einen ver&auml;nderten Einsatz in Syrien und im Irak geeinigt. Am Mittwoch will das Kabinett den 15-seitigen Mandatstext, der dem ARD-Hauptstadtstudio exklusiv vorliegt, beschlie&szlig;en.<br>\nNeben der Beteiligung am internationalen Kampf gegen den IS soll k&uuml;nftig die St&auml;rkung der irakischen Armee im Mittelpunkt der Mission stehen. Konkret genannt wird &ldquo;die Durchf&uuml;hrung von spezialisierten Ausbildungslehrg&auml;ngen (im Schwerpunkt Ausbildung von Ausbildern) und Ma&szlig;nahmen des F&auml;higkeitsaufbaus f&uuml;r die regul&auml;ren irakischen Streit- und Sicherheitskr&auml;fte mit Focus auf die zentralirakischen Streitkr&auml;fte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundeswehr-irak-123.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist wirklich unfassbar. Da beschwert sich die Bundeswehr wochenlang f&uuml;r Personalknappheit und &Uuml;berlastung und kaum ist die Gro&szlig;e Koalition abgesegnet, schickt die Berliner Regierung Soldaten in den Zentralirak. Statt einer gesellschaftlichen Debatte, soll der Einsatz im Schnellverfahren noch in dieser Woche im Bundestag durchgedr&uuml;ckt werden. <\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: SPD gibt Marschbefehl<\/strong><br>\nDie Bundesregierung weitet den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr erheblich aus. Wie dpa am Sonntag berichtete, sollen in Zukunft bis zu 1.300 deutsche Soldaten am Hindukusch stationiert werden. Die Zahl liegt um ein Drittel &uuml;ber der bisherigen Obergrenze von 980 Milit&auml;rs. Hintergrund ist, dass die NATO im November beschlossen hat, ihre Truppen in Afghanistan von 13.000 auf 16.000 aufzustocken. Zusammen mit US-Einheiten, die unter nationalem Kommando am Hindukusch operieren, werden dort bald wieder mehr als 20.000 westliche Soldaten im Einsatz sein.<br>\nAuf die Ausweitung der Bundeswehr-Intervention hatten sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel (SPD) bereits vor dem Beginn der Gespr&auml;che zu einer erneuten Regierungszusammenarbeit geeinigt, meldete dpa am Sonntag. Im Koalitionsvertrag selbst ist nur eine eher vage Formulierung dazu enthalten. Bis zum Abschluss des SPD-Entscheids ist die Bekanntgabe der neuen Truppenzahl aufgeschoben worden. Jetzt soll es schnell gehen: Das amtierende Bundeskabinett will den Schritt am Mittwoch beschlie&szlig;en, der Bundestag soll ihn noch im M&auml;rz in aller Form absegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/328340.spd-gibt-marschbefehl.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Fr&uuml;her konnte selbst Kanzler Gerhard Schr&ouml;der mit dem Thema &ldquo;Krieg&rdquo; (Stichwort: Irak; eine CDU\/CSU-Kanzlerschaft h&auml;tte wohl auch Truppen geschickt) Wahlen gewinnen. Beim aktuellen Mitgliederentscheid war das gar kein Thema, oder? Haben die SPD-Mitglieder kein Anrecht auf diese Information gehabt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;&Uuml;bertrieben&rdquo;: Urheber der Kampagne &uuml;ber russische Bots rudern zur&uuml;ck<\/strong><br>\nRussische Bots mischen die Weltpolitik auf &ndash; zumindest vermitteln Medien regelm&auml;&szlig;ig diesen Eindruck. Fast alle dieser Berichte gehen auf das Projekt &ldquo;Hamilton 68&rdquo; zur&uuml;ck. Einer der Mitbegr&uuml;nder sagt nun, die Sache mit den russischen Bots sei &ldquo;&uuml;bertrieben&rdquo;. (&hellip;)<br>\nOb im Zusammenhang mit dem Katalonien-Referendum oder dem Streit im US-Senat &uuml;ber das FISA-Memo: Stets beriefen sich Medien auf &ldquo;Hamilton 68&rdquo;, wenn sie &uuml;ber die angebliche Einmischung durch russische Bots und Trolle schrieben.<br>\nUnd selten merkten sie dabei kritisch an, dass sich die Angaben der Initiative nicht &uuml;berpr&uuml;fen lassen, da diese nicht offenlegen will, um welche Russland zugerechneten Twitter-Accounts es sich &uuml;berhaupt handelt. Unterschlagen wird zumeist auch, dass das F&uuml;hrungspersonal des auch von deutschen Steuerzahlern finanzierten Projekts einer anti-russischen Agenda folgt, und diesem politische Neutralit&auml;t nicht mal im Ansatz unterstellt werden kann. (&hellip;)<br>\nUnter der &Uuml;berschrift &ldquo;H&ouml;rt auf damit, russische Bots f&uuml;r alles verantwortlich zu machen&rdquo; widmete sich das Medienportal dem Projekt des German Marshall Funds und befragte dazu einen seiner Gr&uuml;nder, Clint Watts. Dieser machte gegen&uuml;ber BuzzFeed einige bemerkenswerte Aussagen, die nach einem verkappten Eingest&auml;ndnis klingen, vielfach zur Verbreitung von Fake-News beigetragen zu haben.<br>\n&ldquo;Ich bin nicht &uuml;berzeugt von dieser Sache mit den Bots&rdquo;, sagte Watts als &ldquo;einer der M&auml;nner, die hinter der Sache mit den russischen Bots stecken&rdquo;, wie BuzzFeed bissig anmerkte. Der Narrativ von den russischen Bots sei &ldquo;&uuml;bertrieben&rdquo;, so Watts:<br>\nSie befinden sich nicht alle in Russland. Wir glauben nicht einmal, dass sie alle aus Russland befehligt werden &ndash; &uuml;berhaupt nicht. Wir denken, dass es sich bei einigen um legitime Accounts leidenschaftlicher Menschen handelt, die einfach nur f&uuml;r Russland werben wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/66048-uebertrieben-urheber-kampagne-uber-russische-bots-rudern-zurueck\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Vorf&auml;lle haben eher &Auml;hnlichkeit mit Einbr&uuml;chen<\/strong><br>\nDer Cyberexperte Matthias Schulze fordert nach den Hackerangriffen auf die Bundesregierung mehr Vorsicht bei der militarisierten Sprache. Es gehe nicht um Cyberkriege, sondern um normale Spionaget&auml;tigkeit, und er warnt vor zu viel Dramatisierung.<br>\n&ldquo;Ich w&uuml;rde auch da zun&auml;chst rhetorisch etwas abr&uuml;sten und zu etwas mehr Gelassenheit tendieren&rdquo;, sagt der Politologe Martin Schulze im Deutschlandfunk Kultur zu den j&uuml;ngsten Hackerangriffen auf zwei Bundesministerien. Der Fachmann f&uuml;r Cybersicherheit bei der Berliner Denkfabrik Stiftung Wissenschaft und Politik kritisierte auch die sehr militarisierte Sprache, mit der &uuml;ber den Vorfall berichtet werde.<br>\n&ldquo;Wir reden &uuml;ber Angriffe, wir reden &uuml;ber Cyberkriege, und das klingt immer so, als ob irgendwo etwas kaputt geht und Dinge explodieren, so ein bisschen wie im Film&rdquo;, sagt er. Das habe mit der Realit&auml;t meistens eher wenig zu tun. &ldquo;Die Vorf&auml;lle, die wir hier sehen, haben eher &Auml;hnlichkeit mit Einbr&uuml;chen und eben normaler Spionaget&auml;tigkeit.&rdquo; (&hellip;)<br>\nvon Billerbeck: Sie haben schon das Stichwort Akteur genannt. Es wurde ja sehr schnell der Verdacht ge&auml;u&szlig;ert, der Angriff k&auml;me aus Russland. Erst hie&szlig; es APT28, dann soll es die russische Gruppe &ldquo;Snake&rdquo; gewesen sein &ndash; was kann man denn &uuml;ber die mutma&szlig;lichen Verantwortlichen f&uuml;r diesen Hackerangriff auf die Bundesregierung sagen?<br>\nSchulze: Bisher sehr wenig, weil wir ja auf die Berichterstattung und die Reports der Bundesregierung angewiesen sind. Und ich w&auml;re auch ein bisschen vorsichtig mit vorschneller Attribution, also mit Fingerzeig, wer der Akteur war. Wie gesagt, die Akteure verwischen in der Regel ihre Spuren, leiten ihren Netzwerkverkehr &uuml;ber unbeteiligte Dritte, sodass es so aussieht, als w&auml;re der Rechner, was wei&szlig; ich, im Kongo oder so, beliebiges Land. Und dadurch werden eben Spuren verwischt, und das macht es enorm kompliziert.<br>\nUnd selbst wenn der gefundene Schadsoftwarecode zum Beispiel mit APT28 oder Turla, welcher gemeinhin dem russischen Geheimdienst FSB zugeordnet wird, &uuml;bereinstimmt, hei&szlig;t das noch nicht, dass sie auch tats&auml;chlich von diesen Akteuren instruiert worden sind, weil wir es auch in diesem Bereich mit sogenannten Proxi-Akteuren zu tun haben, also Hackergruppen, die teilweise unabh&auml;ngig sind und dann teilweise ad hoc Staatsauftr&auml;ge sozusagen annehmen. Also ich w&auml;re hier sehr vorsichtig, da jetzt sofort mit dem Finger auf irgendwelche L&auml;nder oder auf irgendwelche Akteure zu zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/hackerangriffe-auf-ministerien-die-vorfaelle-haben-eher.1008.de.html?dram:article_id=412048\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was der &bdquo;Experte&ldquo; da sagt, ist zwar interessant, aber auch mit Vorsicht zu genie&szlig;en. Was ist von einem Experten zu halten, der offenbar den russischen Inlandsgeheimdienst FSB mit dem Milit&auml;rnachrichtendienst GRU verwechselt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rede zur Lage der Nation: Wie Putin den Westen wieder an den Verhandlungstisch bringen will<\/strong><br>\nIn seiner Rede vor der F&ouml;deralen Versammlung pr&auml;sentierte der russische Pr&auml;sident neue strategische Atom-Waffen. F&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Feind h&auml;lt Wladimir Putin jedoch nicht die USA, sondern die wirtschaftliche R&uuml;ckst&auml;ndigkeit des eigenen Landes. (&hellip;)<br>\nDer Auftritt des russischen Pr&auml;sidenten dauerte zwei Stunden. In den ersten 75 Minuten sprach der Kreml-Chef &uuml;ber Erfolge und Aufgaben im zivilen Bereich, &uuml;ber die Notwendigkeit von Durchbr&uuml;chen im technologischen Bereich und der Digitalisierung, &uuml;ber die Verbesserung der medizinischen Versorgung, die verst&auml;rkte Hilfe f&uuml;r &auml;ltere Menschen, die Unterst&uuml;tzung von Kleinbauern und die Verst&auml;rkung des Stra&szlig;enbaus.<br>\nIn der zweiten H&auml;lfte seiner Rede, die 45 Minuten dauerte, sprach der russische Pr&auml;sident ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die nationale Verteidigung. Mithilfe von Videos stellte er sechs neue Waffen vor, unter anderem die 200 Tonnen schwere Atomrakete &ldquo;Sarmat&rdquo;; neue Lenkwaffen und Unterwasserdrohnen, die mit Nuklearantrieb eine fast unbegrenzte Reichweite haben; eine neue Laserkanone und die Rakete Kinschal (S&auml;bel), die mit zehnfacher Schallgeschwindigkeit fliegt und eine Reichweite von 2.000 Kilometern aufweist. Diese Rakete, die von einem Flugzeug in die Luft getragen wird und dort startet, habe man bereits in S&uuml;drussland stationiert. (&hellip;)<br>\nDie Entwicklung neuer Waffen sei n&ouml;tig geworden, weil die USA 2002 aus dem Vertrag &uuml;ber die Begrenzung der Raketenabwehr ausgestiegen sind und versuchten, die russischen strategischen Raketen komplett abzufangen, Russland also die Verteidigung zu nehmen, sagte der Kreml-Chef. Die USA arbeiteten bereits seit vielen Jahren mit gro&szlig;er Intensit&auml;t an einem Raketen-Abwehrschirm, der bereits in Rum&auml;nien steht, sich in Polen im Aufbau befindet und der au&szlig;erdem in Japan, S&uuml;dkorea und auf 30 Schiffen stationiert werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/russland\/65993-wie-putin-westen-wieder-an\/%20\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>Dazu: Putin als Angeber und Provokateur &ndash; Warum diese Sicht falsch und sogar gef&auml;hrlich ist<\/strong><br>\nEs war ein Auftritt eines v&ouml;llig desillusionierten Pr&auml;sidenten. Nach insgesamt 14 Jahren im Amt, nach 14 Jahren als Russlands Vertreter auf der weltpolitischen B&uuml;hne hat Wladimir Putin eine ern&uuml;chternde Erkenntnis verinnerlicht: Sein Land wird nur dann ernst genommen, geschweige denn geachtet, wenn es stark ist. Ob diese St&auml;rke nur milit&auml;risch definiert werden soll, dar&uuml;ber l&auml;sst sich trefflich streiten. Meine &Uuml;berzeugung, nein. Wirtschaftliche Leistung und gesellschaftlicher Zusammenhalt m&uuml;ssten weit h&ouml;heren Stellenwert auf der St&auml;rke-Skala haben. Eigentlich. Knapp 30 Jahre, nachdem die Axt des kalten Krieges begraben war.<br>\nEin Blick auf die Liste der L&auml;nder, von Jugoslawien &uuml;ber den Irak und Libyen bis Syrien, die in den Jahren nach Beendigung der Blockkonfrontation Zielscheibe einer US- oder NATO-gef&uuml;hrten Invasion geworden sind, macht allerdings deutlich: Egal, wie jedes einzelne davon wirtschaftlich oder gesellschaftlich dran war, eins haben sie gemeinsam &ndash; keines besa&szlig; ein Verteidigungspotenzial, das einen High-Tech-Angreifer h&auml;tte abschrecken k&ouml;nnen.<br>\nDas Gegenbeispiel Nordkorea best&auml;tigt gerade die brutale Gesetzm&auml;&szlig;igkeit des geopolitischen Darwinismus: Nur die Spezies, die atomare Klauen zeigen, werden im Zuge des globalen Polit-Engineerings nicht auf der Stelle verspeist.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich ist milit&auml;rische St&auml;rke noch lange keine hinreichende Bedingung, um ernst genommen zu werden. Aber eine notwendige. (&hellip;)<br>\nDie Kernbotschaft Putins Rede lautet, es gibt keine &lsquo;Winnable-War&rsquo;-Option gegen Russland. Keine realisierbare Erstschlagstrategie. Niemand sollte einen Gedanken daran verschwenden. Lasst uns lieber vern&uuml;nftig miteinander reden. Solange es nicht zu sp&auml;t ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/66018-putin-als-angeber-und-provokateur-warum-diese-sicht-falsch-und-sogar-gefaehrlich-ist\/%20\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die EU sollte jetzt einfach mal die Klappe halten<\/strong><br>\nEin Handelsstreit zwischen den USA und der Welt ist ausgebrochen: Wenn ein Land wie die USA dauerhaft Handelsdefizite aufzeige, dann sei es berechtigt Gegenma&szlig;nahmen zu ergreifen , sagte Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck im Dlf. (&hellip;)<br>\nFlassbeck: Na ja, man sollte jetzt erst mal langsam machen. Und es w&auml;re gut, wenn gerade in Europa &ndash; wir haben ja gerade verschiedene Stimmen geh&ouml;rt &ndash; ein bisschen nachgedacht w&uuml;rde und auch Herr Juncker begreifen w&uuml;rde, dass die Vernunft kein Gef&uuml;hl ist, was er n&auml;mlich gerade gesagt hat, sondern Vernunft ist in der Tat angebracht. Und das Wichtigste, was man zun&auml;chst mal zur Kenntnis nehmen muss, ist, dass in der Tat die USA und Europa in einer v&ouml;llig anderen Situation sind, in einer v&ouml;llig anderen Ausgangssituation bez&uuml;glich des Handles. N&auml;mlich, Europa hat riesige &Uuml;bersch&uuml;sse, die in erster Linie die deutschen &Uuml;bersch&uuml;sse sind, auch klar, die USA haben Defizite seit 30 Jahren. Ich m&ouml;chte mal sehen, was bei uns los w&auml;re in Europa, wenn wir seit 30 Jahren Defizite haben, und die Defizite in den USA steigen werden. Also das ist zun&auml;chst mal wichtig zur Kenntnis zu nehmen.<br>\nDobovisek: Aber daran sind ja nicht die Handelspartner der USA schuld, sondern die USA selber.<br>\nFlassbeck: Ja, das ist nun eine verbreitete, sch&ouml;ne Geschichte, die in Deutschland erz&auml;hlt wird, die leider nicht stimmt. Nat&uuml;rlich sind nicht die Handelspartner daran schuld, dass sie Defizite haben, sondern es gibt immer auch einen ausl&ouml;senden Faktor, und in Deutschland war das eindeutig die Lohnzur&uuml;ckhaltung, die vor 15 Jahren dazu gef&uuml;hrt hat, dass Deutschland extrem wettbewerbsf&auml;hig geworden ist unter dem Schutz des Euro sozusagen, da war der Euro noch unterbewertet, also Deutschland hat da &hellip;<br>\nDobovisek: Jetzt steigen die L&ouml;hne wieder kr&auml;ftig.<br>\nFlassbeck: Nee, nee, nee, die steigen eben noch nicht sehr kr&auml;ftig, die steigen ganz wenig. Und diese L&uuml;cke ist immer noch sehr gro&szlig;, die ist auch gro&szlig; gegen&uuml;ber unseren Handelspartnern in Europa und gegen&uuml;ber dem Rest der Welt. Wir hatten eine doppelte Unterbewertung, darin stimmen sogar so unterschiedliche Menschen wie der Herr Sinn und ich &uuml;bereinander, es gab eine doppelte Unterbewertung Deutschlands. Und deswegen haben wir so gro&szlig;e &Uuml;bersch&uuml;sse. Und daran kann man nicht sagen, daran sind die Amerikaner schuld, sondern das kann man Lohndumping bezeichnen, das ist auch eine Form von Dumping.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/reaktionen-auf-us-strafzoelle-die-eu-sollte-jetzt-einfach.694.de.html?dram:article_id=412107\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Euro-Desaster<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion befindet sich seit 2008 in einer Dauerkrise. Nicht alle Mitgliedsl&auml;nder sind davon gleicherma&szlig;en betroffen &ndash; vielmehr ist eine hochgradige Unausgewogenheit Markenzeichen der Wirtschaftsentwicklung und eine besondere Bedrohung f&uuml;r den Weiterbestand der W&auml;hrungsunion.<br>\nAuch die vier gro&szlig;en Eurol&auml;nder, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, haben unter dem Euro und speziell seit dem Ausbruch der Dauerkrise im Jahr 2008 eine sehr unterschiedliche Entwicklung erfahren.<br>\nAbbildung 1 zeigt die Wirtschaftsentwicklung der vier gro&szlig;en Eurostaaten, betrachtet relativ zum Basisjahr 2008. Seit 2008 sticht Deutschland innerhalb dieses Kreises als Land mit vermeintlich starker Entwicklung hervor, es ist sogar Spitzenreiter &ndash; und das, obwohl der Einbruch in 2009 in Deutschland besonders tief war. (&hellip;)<br>\nDas Bild der Gesamtlage ist eindeutig und l&auml;sst sich nicht glaubhaft sch&ouml;nreden: Die Wirtschaftspolitik der Eurozone hat ganz offensichtlich eklatant versagt. Sofern man den Euro als Mittel begriffen hatte, gemeinsame Prosperit&auml;t in Europa zu organisieren und zu sichern, so ist er zweifelsohne gescheitert. In der Tat haben politische und soziale Instabilit&auml;ten in fast allen Mitgliedsl&auml;ndern heute ein Ausma&szlig; erreicht, das ein Auseinanderbrechen der Europ&auml;ischen Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion (WWU) als allemal m&ouml;glich erscheinen l&auml;sst. Es ist daher keine &Uuml;bertreibung, von einer wahren &raquo;Existenzkrise&laquo; der EU zu sprechen. Wolfgang M&uuml;nchau hat dies angemessen unverbl&uuml;mt mit Nennung der Hauptverantwortlichen formuliert (Financial Times, 27. M&auml;rz 2017):<br>\n&raquo;Beim &Uuml;berwinden der Krise der Eurozone zu versagen, war einer der gro&szlig;en historischen Fehler des Nachkriegseuropas &ndash; das Erbe von Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, Fran&ccedil;ois Hollande und all jenen, die in dieser Politikkatastrophe eine Rolle spielten. Es ist eine der Hauptursachen f&uuml;r den Aufstieg des Populismus. Es hat uns alle anf&auml;llig f&uuml;r zus&auml;tzliche Schocks gemacht. Der Austritt eines einzelnen Landes w&uuml;rde eine Finanzkrise von unvorstellbaren Proportionen entfalten.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/03\/das-euro-desaster\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Trump stahlhart<\/strong><br>\nDie handelspolitischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, China und der EU drohen zu einem ausgewachsenen globalen Handelskrieg zu eskalieren &ndash; mit Deutschland als dem Hauptleidtragenden (&hellip;)<br>\nBei Handelskriegen sitzt immer die Seite am k&uuml;rzeren Hebel, die Export&uuml;bersch&uuml;sse verzeichnet. Je h&ouml;her der Export&uuml;berschuss, desto gr&ouml;&szlig;er die Anf&auml;lligkeit der betroffenen Volkswirtschaft gegen&uuml;ber protektionistischen Ma&szlig;nahmen der Gegenseite. Deutschlands Handels&uuml;berschuss erreicht aber inzwischen astronomische H&ouml;hen von mehr als acht Prozent des BIP.<br>\nDie vehemente internationale Kritik an diesem deutschen Wirtschaftsnationalismus (gewisserma&szlig;en ein &ldquo;Germany First&rdquo;, das Trumps Nationalismus vorwegnahm) ist bislang auf taube Ohren in Berlin gesto&szlig;en &ndash; und hat eher infantile Reaktionen hervorgerufen.<br>\nBerlin sieht sich nun mit massiven Gegenwind, letztendlich mit einem drohenden Kollaps der kapitalistischen Globalisierung, konfrontiert, die ja die Grundlage der deutschen Exportweltmeisterschaften bildete: Bei einem allgemeinen Handelskrieg, bei dem die US-Importz&ouml;lle die wichtigsten Wirtschaftszentren zu Reaktionen verleiten, w&uuml;rden alle Wirtschaftsr&auml;ume untereinander sich mit Einfuhrbeschr&auml;nkungen belegen, um die eigene Handelsbilanz positiv zu halten.<br>\nDa aber die USA das weltweit mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Handelsdefizit aufweisen, w&uuml;rden vor allem die exportfixierten L&auml;nder massive Konjunktureinbr&uuml;che erleiden, die gerade nicht durch Exporte untereinander ausgeglichen werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trump-stahlhart-3985723.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42682#h01\">EU will US-Strafz&ouml;lle nicht hinnehmen<\/a> (mit Anmerkung) sowie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42725#h03\">Trumps Retourkutsche<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wenn das Krankenhaus schlie&szlig;t&hellip;<\/strong><br>\nErst die Grundschule, dann die Post, schlie&szlig;lich das Krankenhaus: Werden in einer Kommune Strukturen abgebaut, sinkt die Attraktivit&auml;t der Region. Menschen ziehen weg und bei den Zur&uuml;ckgebliebenen macht sich Perspektivlosigkeit breit &ndash; wie in Genthin in Sachsen-Anhalt. (&hellip;)<br>\nDas Krankenhaus Genthin war landesweit als Diabetes-Klinik anerkannt und besa&szlig; neue, hochmoderne Diagnostik-Apparaturen wie einen Computertomographen. Technik, die nun ins 40 Kilometer entfernte Stendal gebracht wurde &ndash; ins dortige Johanniter-Krankenhaus. (&hellip;)<br>\nAndere werden ins Krankenhaus nach Brandenburg an der Havel oder nach Burg fahren m&uuml;ssen. Zwischen 30 und 40 Minuten Fahrtzeit braucht man dorthin schon, sagen die Genthiner. Nach Meinung des Sozialverbandes Deutschland ist eine &ldquo;ad&auml;quate Versorgung der Patientinnen und Patienten gef&auml;hrdet&rdquo;. Der Sozialverband verweist auf eine Empfehlung des sogenannten Gemeinsamen Bundesauschuss, kurz GBA. Das ist das oberste Gremium der Selbstverwaltung von &Auml;rzten, Krankenkassen und Krankenh&auml;usern in Deutschland. Der Bundesausschuss spricht von einer Gef&auml;hrdung der fl&auml;chendeckenden Versorgung, wenn Patienten mehr als 30 Minuten brauchen, um ins n&auml;chste Krankenhaus zu gelangen. 99 Prozent aller Deutschen haben nach Angaben des GBA damit kein Problem. Die Menschen in Genthin jetzt aber schon. (&hellip;)<br>\nDas Krankenhaus, die Grundschule, auch die Schwimmhalle, das Kino, die Postfiliale oder der Tante Emma-Laden um die Ecke &ndash; das Stadtoberhaupt nennt all diese Einrichtungen Bev&ouml;lkerungsstabilisierend, weil sie identit&auml;tsstiftend sind und das soziale Miteinander f&ouml;rdern. F&uuml;r die Attraktivit&auml;t von Kleinst&auml;dten und D&ouml;rfern, auch f&uuml;r junge Familien sind sie immens wichtig. Machen diese Einrichtungen dicht, kann das f&uuml;r eine Kommune verheerend sein und den Niedergang bedeuten. (&hellip;)<br>\nVon langfristigen, also &uuml;ber zehn Jahre laufenden Planungen sollte die Politik Abschied nehmen. Sozialgeograf Klaus Friedrich spricht von autorit&auml;rer Bevormundung durch die Landesparlamente und Bundesministerien, die aus der Ferne &ndash; wie mit einem Feldstecher &ndash; entscheiden w&uuml;rden, was f&uuml;r eine Region, eine Stadt oder ein Dorf das Richtige f&uuml;r die Zukunft ist. Sein Rat: Mit den Menschen vor Ort sprechen, sich nicht nur auf die Expertise von Fachleuten verlassen. (&hellip;)<br>\nAlleine stemmen k&ouml;nnen Kommunen dies jedoch nicht. Sie ben&ouml;tigen Unterst&uuml;tzung &ndash; von der Politik, der Verwaltung, aber auch von Unternehmen und &ouml;ffentlichen Institutionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/strukturabbau-in-sachsen-anhalt-wenn-das-krankenhaus.1001.de.html?dram:article_id=412058\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tafeln<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Armes reiches Deutschland<\/strong><br>\n1,5 Millionen Menschen sind angewiesen auf das Essen der Tafeln &ndash; Tendenz steigend. Sind daran die Fl&uuml;chtlinge schuld? Ein Blick in offizielle Statistiken lohnt.<br>\nWenn sich mittags in Deutschland die T&uuml;ren der Tafeln &ouml;ffnen, geschieht das meist im Stillen. So genau schaut niemand hin, obwohl sich t&auml;glich lange Schlangen von Menschen bilden, die auf Lebensmittel warten. 1,5 Millionen Bed&uuml;rftige werden so versorgt. Nach dem umstrittenen Aufnahmestopp f&uuml;r Ausl&auml;nder an der Ausgabestelle in Essen r&uuml;ckt die Armut in den Blickpunkt. Die Not, ob sichtbar oder unsichtbar, nimmt zu in Deutschland. Das ist alles andere als neu. Dass gerade jetzt der L&auml;rm so gro&szlig; ist, liegt an der hohen Zahl bed&uuml;rftiger Fl&uuml;chtlinge. Sie verst&auml;rken den Druck, darin sind sich Sozialverb&auml;nde und Armutsforscher einig. (&hellip;)<br>\nDass mit Fl&uuml;chtlingen eine neue Schicht von armen Menschen dazugekommen ist, &uuml;berrascht nicht. Die Zahl derer, die ihre Asylverfahren abgeschlossen haben und anerkannt sind, steigt. Weil sie auf dem Arbeitsmarkt nicht so schnell unterkommen, bilden sie mit 14 Prozent eine relativ starke Fraktion unter den Hartz IV-Empf&auml;ngern. Das liegt daran, dass sie die Sprache erst lernen m&uuml;ssen, dass sie Berufsabschl&uuml;sse nicht nachweisen k&ouml;nnen. Die Analysten der Bundesagentur sehen jedoch gro&szlig;e Chancen. Schon jetzt finden immer mehr Fl&uuml;chtlinge einen Job. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten aus den Hauptherkunftsl&auml;ndern der Gefl&uuml;chteten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 79 000. Zu vier F&uuml;nftel geht dieses Plus auf Syrer, Afghanen, Iraker und Eritreer zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/armut-armes-reiches-deutschland-1.3889828%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42658\">Die Debatte um die Essener Tafeln ist ein weiterer Aspekt der allgegenw&auml;rtigen Elitenverwahrlosung<\/a>.<\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten haben sich mehrfach mit den &bdquo;Tafeln&ldquo; befa&szlig;t &ndash; u.a. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5710%20\">Die Arbeitslosigkeit und die Tafeln gleichzeitig abschaffen! &ndash; eine realistisch-unrealistische Utopie<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18264\">Die Reputation der Tafeln wird von Unternehmen zur Imagepflege und zur Gewinnsteigerung missbraucht<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21980\">Auch Erbarmen geht nicht ohne Coca Cola &ndash; Nun engagiert sich der Getr&auml;nkekonzern auch in der Armuts&ouml;konomie der &bdquo;Tafeln&ldquo;.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Tafeln und die Kunst<\/strong><br>\nJe &auml;lter ich wurde, desto klarer zeigte sich, auf wen ich mich wirklich verlassen kann. Seine richtigen Freunde lernt man erst w&auml;hrend der einen oder anderen Krise kennen; sagt man. Meine treuesten Freunde, das sind die Unternehmen. Wir sprechen eine Sprache, wir denken nicht nur &auml;hnlich, sondern auch wir arbeiten auch im Gleichtakt. Zusammen mit meinem Hauptsponsor REWE kann ich &ldquo;Nachhaltigkeit inszenieren&rdquo;. Ich werbe Spendengelder &uuml;ber die LIDL-Pfandflaschenaktion ein, die kennt inzwischen fast jeder.<br>\nDas ist schon eine exklusive Welt, in der ich mich da stilsicher bewege. Ich sichere sie mit Exklusivvertr&auml;gen ab. Keiner soll sonst an meine Lebensmittel kommen. Ich professionalisiere mich und ich integriere mich in das &ouml;konomische System. Ein System, dass Armut erst erzeugt, Armut, die ich dann lindere. Ich bin der beste Pannendienst der Gesellschaft, den es je gab. (&hellip;)<br>\nDie fr&uuml;he Idee der Tafeln als &ldquo;Mahlzeitnothilfe&rdquo; f&uuml;r Obdachlose konnte ich erfolgreich zu einer &ouml;kologischen Strategie umwandeln. Wenn man mir auch die soziale Bewegung nicht abnimmt, dann eben die Umweltbewegung! Doch, das verstehen die Menschen. Es wird zu viel weggeworfen, ich rette den &Uuml;berfluss vor der Verschwendung. Auf zwei Dinge kann ich mich dabei verlassen: Das religi&ouml;s konnotierte, moralisch aufgeladene und in vielen F&auml;llen auch biografisch durch eigene Mangelerfahrungen verinnerlichte Wegwerftabu. Und die einzig vorhandene, &auml;u&szlig;ert fragw&uuml;rdige Statistik zur Lebensmittelverschwendung in privaten Haushalten, die bei n&auml;herem Hinsehen zwar ernsthaft angezweifelt werden kann &ndash; aber das macht ja so gut wie keiner. Alle schreiben immer wieder einfach die falschen Zahlen ab. (&hellip;)<br>\nUnterst&uuml;tzer im Lande,<br>\ngeheiligt werde mein Name.<br>\nMein Reich komme.<br>\nMein Wille geschehe,<br>\nwie im Charity-Himmel so auch in der Praxis.<br>\nIhr Brot gebe ich ihnen t&auml;glich,<br>\nauch wenn ich sie damit zu Ausgeschlossenen erkl&auml;re,<br>\nauch wenn Kritiker mir meine Schuld nicht vergeben.<br>\nIch f&uuml;hre die Armen immer wieder in die Versuchung,<br>\naber ich erl&ouml;se sie niemals von der Abh&auml;ngigkeit.<br>\nDenn mein ist das Reich<br>\nund die Moral der guten Tat<br>\nund die Herrlichkeit der &ouml;ffentlichen Anerkennung<br>\nf&uuml;r meine Ewigkeit.<br>\nGerne auch gegen Spendenquittung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tafeln-und-die-Kunst-3974336.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Hier nun noch der dritte Teil der Tafel-Analyse Stefan Selkes aus der (fiktiven) Selbstsicht der Tafel. Ich m&ouml;chte hierbei einmal den Fokus auf einen bisher noch nicht beachteten Aspekt lenken &ndash; auf den auch im Artikel beschriebenen Umweltschutz durch die Abfallvermeidung. Wenn dies denn den Unternehmen und der Politik so wichtig w&auml;re, dann muss man sich jedoch auch einmal die Frage stellen, warum denn dann <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Containern\">Containern<\/a> &ndash; also das Entnehmen von weggeworfenen Lebensmitteln aus Abfallbeh&auml;ltern &ndash; in Deutschland unter Strafe steht. Auch eine <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/staatsanwaltschaft-aachen-containern-ist-kein-verbrechen\/u\/20708197\">erfolgreiche Petition<\/a> mit sehr hoher Beteiligung war f&uuml;r den Bundestag kein Ansto&szlig;, Containern zu entkriminalisieren. Hach, was seid ihr nur bigott!<\/em><\/p>\n<p><em>Aber auch hier sei noch einmal darauf hingewiesen: Die rein abstrakte M&ouml;glichkeit, eine Tafel in Anspruch zu nehmen, ohne jedoch einen verbindlichen Rechtsanspruch darauf zu haben, entbindet den Staat nicht von seiner grundgesetzlich garantierten Pflicht, allen Menschen das sozio-kulturelle Existenzminimum zu gew&auml;hren. Sprich: Nicht nur absolute Armut in Form des rein physischen &Uuml;berlebens zu verhindern, sondern auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22145\">relative Armut<\/a>, d.h. eine Mindest-Teilhabe an der Gesellschaft, an &ldquo;unserer Art, zu leben&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Versuchte Volksverdummung<\/strong><br>\nDie Lobbyorganisation INSM mischt kr&auml;ftig mit in der Debatte, ob die rekordverd&auml;chtigen Einnahmen des deutschen Fiskus ein Grund f&uuml;r Steuersenkungen sind. Die immer gleiche Methode: Verk&uuml;rzte Fakten und zurechtgebogene Umfragen.<br>\nIhre neue Kampagne f&uuml;r Steuersenkungen nennt sie forsch eine &bdquo;B&uuml;rgerkampagne&ldquo;. Um den vermeintlichen normalen B&uuml;rgern mehr Geh&ouml;r zu verschaffen, hat die von der Metall- und Elektroindustrie finanzierte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &bdquo;Umfragen&ldquo; erheben lassen. Denen zufolge w&uuml;nschen sich etwa 7 von 10 Deutschen, dass ihre Steuerlast sinken soll. (&hellip;)<br>\nDie Intention ist klar: Die Grafik soll Steuersenkungen rechtfertigen. Nur ist das Problem von prek&auml;r Besch&auml;ftigten und Geringverdienern nicht zuerst ihre Einkommenssteuerlast, die prozentual aufgrund der Progression weit unter der Steuerlast von Spitzenverdienern liegt. Ihr Problem ist, dass ihre L&ouml;hne jahrelang nicht gestiegen sind. Es kommt also darauf an, aus welcher Perspektive man so eine Grafik interpretiert.<br>\nDie Spitzenverdiener, die hinter der INSM stehen, sind nat&uuml;rlich f&uuml;r eine Verringerung der Einkommenssteuer &ndash; unter die im &Uuml;brigen auch Ertr&auml;ge aus Kapitaleinkommen fallen, Einkommen, die also h&auml;ufiger bei Spitzenverdienern zu finden sind. Die geg&auml;ngelte Mehrheit, zu deren Vertreterin sich die INSM stets aufschwingt, w&uuml;rde hingegen genau von dem profitieren, was die INSM nicht will &ndash; starken Lohnerh&ouml;hungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2018\/03\/02\/versuchte-volksverdummung\/\">Zebralogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Supersicher im Super&uuml;berwachungsstaat<\/strong><br>\nVon einem christsozialen &ldquo;Superinnenminister&rdquo; Horst Seehofer ist vor allem mehr &Uuml;berwachung zu erwarten, etwa mit intelligenter Supervideo&uuml;berwachung. Ein Ausblick.<br>\nDie voraussichtliche Regierungsbildung ist auf der Zielgeraden, und das ist nat&uuml;rlich super. So super, dass allein f&uuml;r die Superheit ein eigenes Ministerium ben&ouml;tigt wird: das Superinnenministerium. Ein Konzept erdacht von den Machern des &ldquo;Supergrundrechts Sicherheit&rdquo;, also der CSU. Das vielleicht einzig Positive am deutschen Populismus ist seine Berechenbarkeit, weil kaum eine Parole zu platt erscheint, und gleichzeitig keine T&uuml;r zu offen ist, um sie nicht trotzdem einzurennen. Deshalb l&auml;sst sich durch Betrachtung der Realit&auml;t in Kombination mit der Analyse des bisherigen Oeuvres bereits vorab qualifiziert absch&auml;tzen: das Szenario Superseehofer.<br>\nSchon das politische Vorspiel ist eindeutig. Der Begriff &ldquo;Superinnenministerium&rdquo; der CSU ist als politisches Programm in einem Wort zu betrachten, als Versprechen der H&auml;rte, des Bauchgef&uuml;hls und der Fixierung auf politische Vermarktung. Beim Szenario Superseehofer wirken zwei politische Konzepte zusammen:<br>\nZum einen das sehr sp&auml;te, aber vehement vorgetragene Digitalisierungsversprechen der Union; 18 Mal kommt das W&ouml;rtchen &ldquo;Cyber&rdquo; im Koalitionsvertrag vor (PDF) &ndash; ausschlie&szlig;lich in Sicherheitskontexten, der k&uuml;nftigen Zust&auml;ndigkeit Superseehofers.<br>\nZum anderen wird eine alte bayerische Parole ihre Wirksamkeit entfalten: &ldquo;Laptop und Lederhose&rdquo;, was bedeutet: Wir wollen technologische Vorreiter mit traditionellem Wertemuster sein.<br>\nSuperseehofer wird deshalb mit Blick auf die Bayernwahl im Oktober 2018 versuchen, die ihm unterstellten Sicherheitsbeh&ouml;rden so schnell wie m&ouml;glich auf plakativste Weise zu digitalisieren. Ein Blick auf die technologischen M&ouml;glichkeiten, die CSU-Politik unter Seehofer und die Vermarktbarkeit ergibt drei naheliegende Handlungsfelder des exekutiv-digitalen Superseehofers: Video&uuml;berwachung, Predictive Policing und nat&uuml;rlich Super&uuml;berwachung. (&hellip;)<br>\nEin kommender Superinnenminister Seehofer wird besonders Video&uuml;berwachung, Predictive Policing und Super&uuml;berwachung vorantreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/horst-seehofer-und-das-super-innenministerium-ueberwachung-im-grossen-stil-a-1195814.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesrat billigt Familiennachzug<\/strong><br>\nBis August bleibt der Familiennachzug ausgesetzt, dann k&ouml;nnen Fl&uuml;chtlinge ihre Angeh&ouml;rigen in sehr geringem Umfang wieder nach Deutschland holen. Der Bundesrat billigte eine entsprechende Neuregelung.<br>\nDer Familiennachzug bleibt f&uuml;r subsidi&auml;r gesch&uuml;tzte Fl&uuml;chtlinge bis August ausgesetzt. Ab August sollen dann pro Monat 1000 Angeh&ouml;rige aufgenommen werden. Hinzu kommen sollen Ausnahmen f&uuml;r H&auml;rtef&auml;lle. Der Bundesrat stimmte f&uuml;r eine entsprechende Gesetzesneuregelung von Union und SPD, die der Bundestag schon vor einem Monat verabschiedet hatte. (&hellip;)<br>\n2016 hatte die damalige Gro&szlig;e Koalition den Familiennachzug f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge mit dem untergeordneten Schutz ausgesetzt, um die Zuzugszahlen zu begrenzen. Betroffen sind vor allem Syrer, denen oft nur der subsidi&auml;re und nicht der volle Fl&uuml;chtlingsschutz nach der Genfer Konvention zuerkannt wird. Die Aussetzung des Familiennachzugs w&auml;re Mitte M&auml;rz ausgelaufen. &Uuml;ber die Verl&auml;ngerung musste daher bereits jetzt entschieden werden, obwohl das Zustandekommen einer erneuten Gro&szlig;en Koalition noch offen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundesrat-fluechtlingsnachzug-101.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Neuregelung von Familiennachzug zu Fl&uuml;chtlingen verletzt Kinderrechte<\/strong><br>\nDie geplante Neuregelung zum Familiennachzug verletzt nach Darstellung des Deutschen Kinderhilfswerks mehrere Grund- und Menschenrechte. Ein Rechtsgutachten im Auftrag des Hilfswerks habe Verst&ouml;&szlig;e gegen Artikel in Grundgesetz, Europ&auml;ischer Menschenrechtskonvention und UN-Kinderrechtskonvention erkannt, erkl&auml;rte die Organisation am Donnerstag in Berlin. Insbesondere Kinder w&uuml;rden in ihren Rechten verletzt. Am Freitag will der Bundesrat &uuml;ber das von Union und SPD beschlossene Gesetz abstimmen.<br>\nDas Gutachten legt nach Angaben des Kinderhilfswerks dar, dass sowohl die angestrebte l&auml;ngere Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidi&auml;r Schutzberechtigten als auch die anschlie&szlig;end geplante Begrenzung des Familiennachzugs mit dem Kindeswohl nicht vereinbar ist. (&hellip;)<br>\nDas Kinderhilfswerk h&auml;lt dabei auch die H&auml;rtefallregel f&uuml;r nicht ausreichend. Die Praxis der vergangenen zwei Jahre habe gezeigt, dass die Klausel nur &auml;u&szlig;erst selten in besonderen Ausnahmef&auml;llen zum Zuge komme, sagte Vizepr&auml;sidentin Anne L&uuml;tkes. Damit helfe sie den Kindern nicht, ihre Familie nach Deutschland zu holen.<br>\nDas Hilfswerk sieht durch das Gesetz den Artikel 6 des Grundgesetzes, den Artikel 8 der Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention sowie Artikel 3 und 10 der UN-Kinderrechtskonvention verletzt. Das Gutachten wurde von der Menschenrechtsorganisation JUMEN (Juristische Menschenrechtsarbeit in Deutschland) erstellt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2018\/03\/02\/gutachten-neuregelung-familiennachzug-fluechtlingen-rechte\/\">Migazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zwischen Cholera und Hungersnot<\/strong><br>\nDer humanit&auml;re Alptraum des Jemen-Kriegs<br>\nSeit M&auml;rz 2015 wird der Jemen von einem brutalen Krieg beherrscht, in dem eine von Saudi-Arabien gef&uuml;hrte Koalition einen erbarmungslosen Bombenkrieg gegen die Aufst&auml;ndischen der Houthi-Bewegung f&uuml;hrt, dem bereits weit &uuml;ber 10.000 Menschen zum Opfer fielen, &uuml;ber 3 Millionen sind auf der Flucht. Der Krieg wird dominiert von brutalsten Kriegsverbrechen der Saudi-Koalition. Eine &bdquo;vollst&auml;ndig menschengemachte&ldquo; Folge ist die gr&ouml;&szlig;te Cholera-Epidemie in der Geschichte und die gr&ouml;&szlig;te Hungersnot seit Jahrzehnten mit potentiell &bdquo;Millionen von Opfern&ldquo;.<br>\nDer Arabische Fr&uuml;hling brachte 2011 die Hoffnung auf demokratischen Wandel und Besserung der Lebensverh&auml;ltnisse auch in das &auml;rmste Land der Arabischen Welt &ndash; den Jemen. Nach 33 Jahren der Misswirtschaft und der Herrschaft mit eiserner Hand musste der Diktator Ali Abdullah Saleh auf Druck der Demonstranten schlie&szlig;lich abtreten. Doch als in einer Scheinwahl mit Abed Rabbo Mansur Hadi der Vizepr&auml;sident Salehs die Macht &uuml;bernahm, f&uuml;hlte sich die Revolution betrogen. Unmut und Entt&auml;uschung machten sich breit und entluden sich in einem Aufflammen des seit Jahren schwelenden B&uuml;rgerkriegs.<br>\nMit mehr als 100.000 K&auml;mpfern waren die schiitischen Houthi-Rebellen die gr&ouml;&szlig;te und kampferprobteste Gruppierung innerhalb der heterogenen Aufstandsbewegung. Aus dem Norden kommend brachten sie gro&szlig;e Teile der bev&ouml;lkerungsreichen Landesteile im S&uuml;den und Westen unter ihre Kontrolle. 2014 gingen die Houthis irrwitzigerweise eine Zweckehe mit dem zuvor gest&uuml;rzten Diktator Saleh ein, um zusammen mit Saleh-treuen Milizen und meuternden Teilen des Milit&auml;rs, die noch immer unter Salehs Kommando standen, im Januar 2015 schlie&szlig;lich den Pr&auml;sidentenpalast in Sana&rsquo;a zu st&uuml;rmen. Die Houthis &uuml;bernahmen de facto den Regierungsapparat des Jemen. Pr&auml;sident Hadi &ndash; ein treuer Verb&uuml;ndeter Saudi-Arabiens &ndash; wurde unter Hausarrest gestellt, konnte jedoch unter dem Schutz einer Burka seinen Wachen entkommen und schlie&szlig;lich &uuml;ber Aden ins saudi-arabische Riad fliehen.<br>\nAm 26. M&auml;rz 2015 startete daraufhin eine von den Saudis dominierte und vom Westen unterhaltene Koalition von neun arabischen Staaten die Bombardierung des Jemen mit dem Ziel, die Houthis zur&uuml;ck in die Sa&rsquo;da-Region im Norden zu vertreiben und den Saudi-Proteg&eacute; Hadi wieder an die Macht zu bringen. Nachdem der gest&uuml;rzte Diktator Saleh Ende letzten Jahres erneut die Loyalit&auml;ten wechselte und sich auf die Seite Hadis und die der Saudi-Koalition schlug, attackierten die Houthis seine Residenz in Sana&rsquo;a und t&ouml;teten ihn schlie&szlig;lich bei seinem Fluchtversuch aus der Stadt nur einen Tag nach der &ouml;ffentlichen Bekanntgabe seines Seitenwechsels. In der Folge von Salehs Tod eskalierte die Gewalt aufs Neue, von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterst&uuml;tzte separatistische Bewegungen im S&uuml;den gewinnen immer mehr an Einfluss und das Land steht erneut am Rande der Aufspaltung in Nord- und S&uuml;djemen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-03-04\/zwischen-cholera-und-hungersnot\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Noch einmal &bdquo;SPD&ldquo; &hellip;<\/strong><br>\nWilly-Brandt-Statue erwacht zum Leben und randaliert in SPD-Zentrale<br>\nPanik in der SPD-Bundeszentrale in Berlin! Unmittelbar nach der Bekanntgabe, dass die Parteibasis mit 66,02 Prozent eine neue Gro&szlig;e Koalition bef&uuml;rwortet, hat sich die Statue von Altbundeskanzler Willy Brandt aus ihrer Verankerung gerissen und zu randalieren begonnen.<br>\nSPD-Mitglieder und Pressevertreter fl&uuml;chteten panisch, w&auml;hrend die 3,40 Meter gro&szlig;e Bronzeskulptur des einstigen SPD-Chefs mit ohrenbet&auml;ubendem Gebr&uuml;ll anfing, Gegenst&auml;nde zu zertr&uuml;mmern. Was die Statue derart erz&uuml;rnte, ist bislang unklar.<br>\n&ldquo;Aaaaaaaaaaaaah!&rdquo;, kreischt eine SPD-Funktion&auml;rin. &ldquo;Womit haben wir das verdient? Der war doch selber mal in einer GroKo! Oh mein Gott! Er hat Olaf! Neeeiiiinn! Lauf, Martin! Lauuuf!&rdquo; Die Sch&uuml;sse der inzwischen eingetroffenen Polizei prallen wirkungslos von dem Riesen ab.<br>\nBereits seit Jahren kommt es immer wieder zu mysteri&ouml;sem Verhalten der Skulptur des Bildhauers Rainer Fetting. So soll der Statue zu Zeiten der Einf&uuml;hrung der Hartz-Gesetze etwa mehrfach salziges Wasser aus den Augen gelaufen sein. In den Monaten nach der Bundestagswahl verschob sich ihre Handhaltung in eine neue Position, die sich am besten als &ldquo;Facepalm&rdquo; umschreiben l&auml;sst.<br>\nDerzeit zieht die Skulptur noch randalierend durch das Willy-Brandt-Haus. Kurz vor Ver&ouml;ffentlichung dieses Artikels stellte sich jedoch Andrea Nahles dem Koloss mit den Worten &ldquo;Los, zeig, was du drauf hast, Bronzekasper! Das ist nicht mehr deine Partei!&rdquo; entgegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/03\/willy.html?m=1%20\">Der Postillon<\/a>\n<p><em>Die Werbe-Algorithmen von SPIEGEL Online bewiesen gestern &uuml;brigens auch kontextsensitiven Humor &hellip;<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180305-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180305-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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