{"id":42746,"date":"2018-03-05T13:13:19","date_gmt":"2018-03-05T12:13:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42746"},"modified":"2018-08-06T12:27:31","modified_gmt":"2018-08-06T10:27:31","slug":"geheimdienstveteranen-warnen-vor-wachsendem-risiko-von-feinseligkeiten-zwischen-usa-und-iran-auf-der-basis-von-falschmeldungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42746","title":{"rendered":"Geheimdienstveteranen warnen vor wachsendem Risiko von Feindseligkeiten zwischen USA und Iran auf der Basis von Falschmeldungen"},"content":{"rendered":"<p>W&auml;hrend Pr&auml;sident Donald Trump sich auf einen Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu vorbereitet, stellt eine Gruppe von US-Geheimdienstveteranen eine Reihe falscher Anschuldigungen gegen den Iran richtig. Das aktuelle <strong>VIPS-Memo<\/strong>, <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2018\/02\/26\/growing-risk-of-u-s-iran-hostilities-based-on-false-pretexts-intel-vets-warn\/\">aus dem Englischen<\/a> von <strong>Josefa Zimmermann<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7608\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-42746-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180305_Geheimdienstveteranen_warnen_vor_Feindseligkeiten_zwischen_USA_und_Iran_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180305_Geheimdienstveteranen_warnen_vor_Feindseligkeiten_zwischen_USA_und_Iran_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180305_Geheimdienstveteranen_warnen_vor_Feindseligkeiten_zwischen_USA_und_Iran_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180305_Geheimdienstveteranen_warnen_vor_Feindseligkeiten_zwischen_USA_und_Iran_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=42746-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180305_Geheimdienstveteranen_warnen_vor_Feindseligkeiten_zwischen_USA_und_Iran_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180305_Geheimdienstveteranen_warnen_vor_Feindseligkeiten_zwischen_USA_und_Iran_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>MEMORANDUM AN:<\/strong> Den Pr&auml;sidenten<\/p><p><strong>VON:<\/strong> Veterans Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)<\/p><p><strong>BETREFF:<\/strong> Krieg gegen den Iran<\/p><p><strong>EINF&Uuml;HRUNG<\/strong><\/p><p>In unserem an Sie gerichteten Memorandum vom 21. Dezember (dt. &Uuml;bersetzung) warnten wir, dass die Behauptung, der Iran sei derzeit der weltweit gr&ouml;&szlig;te Sponsor des Terrorismus, nicht durch Beweise untermauert sei. Zwischenzeitlich sind die falschen Anschuldigungen gegen den Iran intensiver geworden. Deshalb f&uuml;hlen wir uns verpflichtet, Sie auf die praktisch unvermeidlichen Folgen eines Krieges gegen den Iran aufmerksam zu machen, so wie wir vor 15 Jahren Pr&auml;sident George W. Bush sechs Wochen vor dem Angriff der USA auf den Irak warnten. <\/p><p>In unserem ersten Memorandum dieser Art teilten wir Pr&auml;sident Bush mit, dass wir &ldquo;keinen zwingenden Grund&rdquo; sahen, den Irak anzugreifen, und warnten, dass &ldquo;die unbeabsichtigten Konsequenzen&hellip; wahrscheinlich katastrophal&rdquo; sein w&uuml;rden. Noch viel schlimmer werden die Konsequenzen sein, wenn die USA in einen Krieg gegen den Iran hineingezogen werden. Wir bef&uuml;rchten, dass Ihre Geheimdienste und die NSA Ihnen dazu nicht die ganze Wahrheit sagen. <\/p><p>Nachdem wir &ldquo;Krieg gegen den Iran&rdquo; als Thema f&uuml;r dieses Memorandum gew&auml;hlt hatten, fiel uns auf, dass wir das schon einmal getan hatten, n&auml;mlich bei einem Memorandum an Pr&auml;sident Obama am 3. August 2010 unter &auml;hnlichen Umst&auml;nden. Vielleicht k&ouml;nnen Sie Ihren Stab bitten, Ihnen dieses Memo vorzulegen, damit Sie es lesen und beurteilen k&ouml;nnen. Es enthielt ein erstaunliches Zitat des damaligen Vorsitzenden des Intelligence Advisory Board (und ehemaligen nationalen Sicherheitsberaters von Bush Sen.), General Brent Scowcroft, der der Financial Times am 14. Oktober 2004 mitteilte, der israelische Premierminister Ariel Sharon habe George W. Bush &ldquo;hypnotisiert&rdquo;: &ldquo;Sharon hat ihn einfach um den Finger gewickelt&rdquo;. Wir m&ouml;chten Sie auf diesen Hintergrund hinweisen, w&auml;hrend Sie sich auf einen Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu vorbereiten.<\/p><p><strong>Rhetorik vs. Realit&auml;t<\/strong><\/p><p>Wir glauben, dass durch die j&uuml;ngste Berichterstattung &uuml;ber einen m&ouml;glichen Konflikt mit dem nuklear bewaffneten Nordkorea die Sicht ein wenig vernebelt wurde hinsichtlich des deutlich h&ouml;heren Risikos, dass Israel oder sogar Saudi-Arabien Schritte in Richtung Irankrieg unternehmen, die die USA unweigerlich einbeziehen. Besonders Israel neigt zu aggressiven Handlungen mit m&ouml;glicherweise ernsten Folgen f&uuml;r die USA infolge des j&uuml;ngsten Vorfalls, bei dem es um eine angeblich iranische Drohne und den Abschuss eines israelischen Flugzeuges ging. <\/p><p>Es gibt auch eine betr&auml;chtliche anti-iranische Rhetorik in den US-Medien,  die den &Uuml;bergang vom kalten zum hei&szlig;en Krieg unter Einbeziehung von US-Streitkr&auml;ften bef&ouml;rdern k&ouml;nnte. Wir beobachten seit einiger Zeit mit Besorgnis eine zunehmend feindliche Haltung gegen&uuml;ber dem Iran, die von Washington und von den Regierungen Israels und Saudi-Arabiens ausgeht. Der Nationale Sicherheitsberater H.R. McMaster warnt, dass &bdquo;jetzt Zeit zu handeln&ldquo; sei, um die aggressiven regionalen Ambitionen des Irans zu vereiteln, w&auml;hrend die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, einen &bdquo;Weckruf&ldquo; in dem j&uuml;ngsten bewaffneten Vorfall zwischen Syrien und Israel sieht. Das Wei&szlig;e Haus hat sich besonders besorgt dar&uuml;ber ge&auml;u&szlig;ert, dass der Iran schiitische Minderheiten in den benachbarten sunnitisch dominierten Staaten ausbeutet, um Unruhe zu stiften, und dass er dar&uuml;ber hinaus eine wichtigere Rolle im benachbarten Irak und in Syrien einzunehmen versucht.<\/p><p>Obwohl wir die Sorge &uuml;ber die Absichten der iranischen Regierung gegen&uuml;ber ihren Nachbarn teilen, glauben wir nicht, dass die Entwicklungen in der Region, von denen viele auf Fehler der USA zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, einen gro&szlig;en Einfluss auf wichtige nationale Interessen der USA haben. Auch ist der Iran, der sich selbst oft als defensiv gegen&uuml;ber den umliegenden sunnitischen Staaten sieht, keine existenzielle Bedrohung f&uuml;r die Vereinigten Staaten, die eine dauerhafte milit&auml;rische Aktion rechtfertigen w&uuml;rde, wie sie bei einem Angriff gegen den Iran unvermeidlich w&auml;re. <\/p><p>Der angebliche Wunsch des Irans, einen Einflussbereich, bestehend aus einer Reihe verb&uuml;ndeter Nationen und stellvertretender Kr&auml;fte von seiner Westgrenze bis zum Mittelmeer zu bilden, wurde h&auml;ufig als Rechtfertigung f&uuml;r eine h&auml;rtere Strategie gegen Teheran angef&uuml;hrt. Wir aber sind der Auffassung, dass diese Sorge stark &uuml;bertrieben ist. Der Iran mit seinen mehr als 80 Millionen Einwohnern ist zwar eine gro&szlig;e regionale Macht, aber milit&auml;risch, wirtschaftlich und politisch ist er sehr verwundbar. <\/p><p><strong>Begrenzte milit&auml;rische Kapazit&auml;ten<\/strong><\/p><p>Die Revolutionsgarde Teherans ist gut bewaffnet und ausgebildet, aber ein gro&szlig;er Teil ihrer Bodentruppen besteht aus Milizsoldaten unterschiedlicher Qualit&auml;t. Die Luftwaffe ist ein Schatten dessen, was sie unter dem Schah war und wird von den Gegnern am Persischen Golf, besonders aber von  Israel, deutlich &uuml;bertroffen. Die Marine kann nur in flachen Gew&auml;ssern operieren, da sie haupts&auml;chlich aus kleineren Schiffen besteht, die f&uuml;r die K&uuml;stenverteidigung zust&auml;ndig sind und die von den kleinen Schnellbooten der Revolutionsgarde unterst&uuml;tzt werden. <\/p><p>Als Napoleon einen gro&szlig;en Teil Kontinentaleuropas erobert hatte und in Gro&szlig;britannien einmarschieren wollte, wurde allgemein angenommen, England sei ihm ausgeliefert. Der britische Admiral Earl St. Vincent blieb unbeirrt: &ldquo;Ich sage nicht, dass die Franzosen nicht kommen k&ouml;nnen, ich sage nur, dass sie nicht auf dem Seeweg kommen k&ouml;nnen&rdquo;. Wir sind ebenfalls der &Uuml;berzeugung, dass die scheinbare Bedrohung durch den Iran in Wirklichkeit entscheidend begrenzt wird durch seine Unf&auml;higkeit, seinen Machtbereich in den Nachbarstaaten auf dem See- oder Luftweg auszudehnen, denn sie sind ihm in beiden Bereichen &uuml;berlegen.<\/p><p>Die Sorge &uuml;ber das m&ouml;gliche Entstehen einer schiitischen Landbr&uuml;cke, die auch als &ldquo;Bogen&rdquo; oder &ldquo;Halbmond&rdquo; bezeichnet wird, ist ebenfalls &uuml;bertrieben. Sie ignoriert die Realit&auml;t, dass der Irak, Syrien und der Libanon eine starke nationale Identit&auml;t und eine religi&ouml;s gemischte Bev&ouml;lkerung haben. Sie werden &ndash; zum Teil stark &ndash; vom Iran beeinflusst, sind aber keine Marionettenstaaten. Und es gibt auch eine ethnische Trennung, der sich die Bev&ouml;lkerung der Nachbarstaaten sehr bewusst ist &ndash; sie sind arabisch und der Iran ist persisch &ndash; und dies gilt auch f&uuml;r die schiitische Bev&ouml;lkerung in Saudi-Arabien und in den Emiraten.<\/p><p>Der &uuml;berwiegend schiitische Irak zum Beispiel steht heute dem Iran sehr freundlich gegen&uuml;ber, aber er muss sich in seiner Regierungsf&uuml;hrung und Au&szlig;enpolitik mit betr&auml;chtlichen kurdischen und sunnitischen Minderheiten befassen. Er wird in vielen wichtigen Bereichen nicht nach der Pfeife des Iran tanzen, einschlie&szlig;lich bei der Gestaltung der Beziehung zwischen Bagdad und Washington. Und er w&auml;re nicht bereit, sich in Konflikte zwischen Teheran, Israel und Saudi-Arabien als Stellvertreter einbeziehen zu lassen. Der irakische Vizepr&auml;sident Osama al-Nujaifi, der rangh&ouml;chste Sunnit in der Regierung Haider al-Abadi, hat beispielsweise k&uuml;rzlich die Demobilisierung der schiitischen Volksmiliz oder der Milizen, die den IS bek&auml;mpfen, gefordert, denn sie &ldquo;haben ihre eigenen politischen Bestrebungen, ihre eigenen politischen Ziele&hellip; Sie sind sehr gef&auml;hrlich f&uuml;r die Zukunft des Irak&rdquo;. <\/p><p><strong>Vereitelte nukleare Bewaffnung<\/strong><\/p><p>Die Hauptsorge, die die Wahrnehmung einer iranischen Bedrohung wesentlich beeinflusst hat, besteht in der M&ouml;glichkeit, dass Teheran zuk&uuml;nftig Atomwaffen entwickelt. Wir sind der Ansicht, dass der aktuelle &bdquo;Joint Comprehensive Plan of Action&ldquo;, selbst wenn er nicht perfekt ist, die beste Antwort auf das Problem der iranischen Ausbreitungsbestrebungen darstellt. Die U.N.-Inspektionsregeln sind streng, und wenn das Abkommen Bestand hat, gibt es allen Grund anzunehmen, dass der Iran nicht in der Lage sein wird, die notwendigen Vorbereitungen f&uuml;r ein Atomwaffenprogramm einzuleiten. Der Iran wird nach dem Auslaufen des Abkommens in neun Jahren weiter in seiner Handlungsf&auml;higkeit eingeschr&auml;nkt sein. Experten gehen davon aus, dass der Iran zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht beschlie&szlig;en wird, die notwendigen Vorr&auml;te an hoch angereichertem Uran anzulegen, um fortfahren zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Der j&uuml;ngste Vorfall, bei dem eine angeblich iranische Drohne abgeschossen wurde, gefolgt von dem Abschuss eines israelischen Kampfflugzeuges durch eine syrische Flugabwehrrakete, f&uuml;hrte zu einer scharfen Reaktion durch Tel Aviv, die Berichten zufolge durch eine Warnung des russischen Pr&auml;sidenten Vladimir Putin abgemildert wurde, dass jede dar&uuml;ber hinausgehende Provokation Russland unvermeidlich in den Konflikt hineinziehen w&uuml;rde. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu soll seine Reaktion gem&auml;&szlig;igt haben, aber seine Regierung denkt offensichtlich &uuml;ber eine robustere Intervention gegen die von ihm so genannte wachsende iranische Pr&auml;senz in Syrien nach.<\/p><p>Au&szlig;erdem droht Netanjahu eine Klage wegen Korruption und es ist vorstellbar, dass ihm ein &ldquo;kleiner Krieg&rdquo; sehr gelegen k&auml;me, um die Aufmerksamkeit von wachsenden politischen Problemen im eigenen Land abzulenken. <\/p><p><strong>In den Krieg hineinschlittern<\/strong><\/p><p>Wir glauben, dass die zunehmende Iran-Hysterie, die sich in den Medien der USA manifestiert und sich im Gruppendenken des inneren Zirkels widerspiegelt, weitgehend von Saudi-Arabien und Israel produziert wurde, um ihre eigenen Bestrebungen nach regionaler, politischer und milit&auml;rischer &Uuml;berlegenheit zu st&uuml;tzen. Es stehen keine lebenswichtigen amerikanischen Interessen auf dem Spiel und es ist h&ouml;chste Zeit, innezuhalten und einen Schritt zur&uuml;ckzugehen, um zu pr&uuml;fen, worin diese Interessen bestehen in einer Region, die seit 2003 nichts als Katastrophen erlebt hat. Einer vermuteten iranischen Bedrohung entgegenzutreten, die minimal ist und einen Krieg ausl&ouml;sen k&ouml;nnte, w&uuml;rde die  Instabilit&auml;t verst&auml;rken und wahrscheinlich zum Zusammenbruch der derzeitigen politischen Ausrichtung des gesamten Nahen Ostens f&uuml;hren.Das k&auml;me die USA teuer zu stehen.<\/p><p>Der Iran ist milit&auml;risch nicht sehr gut aufgestellt, aber seine F&auml;higkeit, in der Defensive gegen die US-Marine und die Luftstreitkr&auml;fte zu k&auml;mpfen, ist betr&auml;chtlich und kann hohe Verluste verursachen. Im Verteidigungsministerium scheint die Vorstellung zu herrschen, dass der Iran innerhalb weniger Tage besiegt werden kann, aber wir warnen davor, dass solche Prognosen auf allzu optimistischen Vorstellungen basieren k&ouml;nnten, wie die Resultate in Afghanistan und im Irak zeigen. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnte Teheran wieder in die  Lage versetzt werden, terroristische Ressourcen in der gesamten Region zu mobilisieren, wodurch US-Milit&auml;rs und Diplomaten, die dort stationiert sind, sowie amerikanische Touristen und Unternehmen gef&auml;hrdet w&uuml;rden. Die terroristische Bedrohung k&ouml;nnte sich leicht &uuml;ber den Nahen Osten hinaus auf Europa und auch auf die Vereinigten Staaten ausdehnen, w&auml;hrend die Kosten eines gro&szlig;en neuen Konflikts und seiner Nachwirkungen buchst&auml;blich zu einem Finanzcrash f&uuml;hren k&ouml;nnten. <\/p><p>Eine andere wichtige &Uuml;berlegung vor dem Anstacheln von Feindseligkeiten sollte darin bestehen, dass ein Krieg mit dem Iran m&ouml;glicherweise nicht begrenzbar w&auml;re. <\/p><p>Zusammenfassend sehen wir es als ein wachsendes Risiko, dass die USA in Feindseligkeiten verwickelt werden unter Vorw&auml;nden, die von Israel und Saudi-Arabien f&uuml;r ihr eigentliches gemeinsames Ziel, Regimewechsel im Iran, erfunden wurden. Eine Mischung aus Fakten und Missverst&auml;ndnissen &uuml;ber das, was auf dem Spiel steht und wie sich ein solcher Konflikt entwickeln k&ouml;nnte, hat seinen Ursprung sowohl innerhalb als auch au&szlig;erhalb der Administration und macht einen solchen Konflikt leider zunehmend wahrscheinlich. <\/p><p>Ein &auml;hnliches Bild zeigte sich vor 15 Jahren im Irak. Dies sollte uns als Warnung dienen. Die vorherrschende Wahrnehmung der Bedrohung durch die Mullahs im Iran, angeblich direkt gegen die Sicherheit der USA, ist weitgehend erfunden. Selbst wenn alle Behauptungen wahr w&auml;ren, w&uuml;rden sie keinen &ldquo;pr&auml;ventiven Krieg&rdquo; im Stil des Irakkrieges rechtfertigen, der sowohl nationales als auch internationales Recht verletzte. Ein un&uuml;berlegtes Eingreifen der USA in den Iran ist sicherlich nicht die immensen humanit&auml;ren, milit&auml;rischen, wirtschaftlichen und politischen Kosten wert, die zu zahlen w&auml;ren, wenn Washington sich an einem bewaffneten Angriff beteiligen w&uuml;rde. <\/p><p><strong>F&uuml;r die Steuerungsgruppe der Veteran Intelligence Professionals for Sanity<\/strong><\/p><ul>\n<li><strong>William Binney<\/strong>, ehem. Technischer Direktor der NSA , Technischer Direktor von World Geopolitical &amp; Military Analysis; Mitgr&uuml;nder des NSA Signals Intelligence Automation Research Center (i.R.)<\/li>\n<li><strong>Richard Black<\/strong>, Senator von Virginia, ehem. Marine-Offizier in Vietnam, spater  Army Judge Advocate General offiicer, pensioniert als Colonel nach 31 Dienstjahren<\/li>\n<li><strong>Kathleen Christison<\/strong>, CIA, Senior Analyst im Mittleren Osten (i. R.)<\/li>\n<li><strong>Graham E. Fuller<\/strong>, Vizepr&auml;sident des National Intelligence Council (i. R.)<\/li>\n<li><strong>Philip Giraldi<\/strong>, CIA, Einsatzbeamter (i. R.)<\/li>\n<li><strong>Matthew Hoh<\/strong>, ehem. Kapit&auml;n, USMC Foreign Service Officer im Irak und Afghanistan (associate VIPS)<\/li>\n<li><strong>Larry C. Johnson<\/strong>, ehem. CIA-Offizier und Beamter im Au&szlig;enministerium iim Bereich Terrorismusabwehr<\/li>\n<li><strong>Michael S. Kearns<\/strong>, Kapit&auml;n, USAF; ehem. Master SERE Instructor for Strategic Reconnaissance Operations (NSA\/DIA) und  Special Mission Units (JSOC) (i. R.)<\/li>\n<li><strong>John Brady Kiesling<\/strong>, Beamter im Diplomatischen Dienst, trat am 27. Feb. 2003 als Politischer Berater in der US-Botschaft in Athen zur&uuml;ck aus Protest gegen den US-Angriff gegen den Irak (i. R.)<\/li>\n<li><strong>John Kiriakou<\/strong>, ehem. CIA-Offizier im Bereich Terrorismusabwehr und ehem. leitender Untersuchungsbeamter im Au&szlig;enpolitischen Ausschuss des Senats.<\/li>\n<li><strong>Edward Loomis Jr.<\/strong>, ehem. NSA Technical Director for the Office of Signals Processing (i. R.)<\/li>\n<li><strong>David MacMichael<\/strong>, National Intelligence Council, National Intelligence Estimates Officer (i. R.)<\/li>\n<li><strong>Ray McGovern<\/strong>, ehem. Offizier beim Infantriegeheimdienst der US-Army und CIA Analyst, CIA-Briefer des Pr&auml;sidenten (i. R.)<\/li>\n<li><strong>Elizabeth Murray<\/strong>, Deputy National Intelligence Officer f&uuml;r den Nahen Osten (i. R.)<\/li>\n<li><strong>Todd E. Pierce<\/strong>, MAJ, US Army Judge Advocate (i. R.)<\/li>\n<li><strong>Coleen Rowley<\/strong>, FBI Special Agent und  ehem, Minneapolis Division Legal Counsel (i. R,)<\/li>\n<li><strong>Greg Thielmann<\/strong>, ehem. Director of the Strategic, Proliferation, Military Affairs Office, State Department Bureau of Intelligence &amp; Research (INR), ehem. leitender Stabsmitarbeiter im Geheimdienstausschuss des Senats (i. R.)<\/li>\n<li><strong>Kirk Wiebe<\/strong>, ehem. Senior Analyst, SIGINT Automation Research Center, NSA (i. R..)<\/li>\n<li><strong>Lawrence Wilkerson<\/strong>, Colonel (USA, i. R.), ehem. Stabschef im Au&szlig;enministerium, Distinguished Visiting Professor, College of William and Mary (associate VIPS)<\/li>\n<li><strong>Sarah G. Wilton<\/strong>, CDR, USNR, (i. R,); Defense Intelligence Agency (i. R.)<\/li>\n<li><strong>Robert Wing<\/strong>, ehem. Foreign Service Officer (associate VIPS)<\/li>\n<li><strong>Ann Wright<\/strong>, Colonel, US Army (i. R.); daneben Beamter im Ausw&auml;rtigen Dienst, der, wie der politische Berater John Brady Kiesling, aus Protest gegen den Irakkrieg zur&uuml;cktrat.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&auml;hrend Pr&auml;sident Donald Trump sich auf einen Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu vorbereitet, stellt eine Gruppe von US-Geheimdienstveteranen eine Reihe falscher Anschuldigungen gegen den Iran richtig. Das aktuelle <strong>VIPS-Memo<\/strong>, <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2018\/02\/26\/growing-risk-of-u-s-iran-hostilities-based-on-false-pretexts-intel-vets-warn\/\">aus dem Englischen<\/a> von <strong>Josefa Zimmermann<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,123],"tags":[1519,2005,901,641,951,1557,2115,1926,2205,1418,1054,1553,1800,1556,2432],"class_list":["post-42746","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","tag-atomwaffen","tag-fake-news","tag-geheimdienste","tag-irak","tag-iran","tag-israel","tag-mcgovern-ray","tag-netanjahu-benjamin","tag-praeventivkrieg","tag-regime-change","tag-saudi-arabien","tag-syrien","tag-trump-donald","tag-usa","tag-vips"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42746","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42746"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42746\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42751,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42746\/revisions\/42751"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42746"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42746"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42746"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}