{"id":4277,"date":"2009-10-22T08:45:20","date_gmt":"2009-10-22T06:45:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4277"},"modified":"2009-10-22T08:45:21","modified_gmt":"2009-10-22T06:45:21","slug":"hinweise-des-tages-1003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4277","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Spitzelei Bahn, Dollarentwicklung, HartzIV und Bundesverfassungsgericht, Pflegeversicherung, sittenwidrige L&ouml;hne, Kursfindung der SPD, Lafontaine &hellip; Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. (RS\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Datenschutz: Die Spitzelei bringt der Bahn viel &Auml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Eurozone: Dollar wird zum &Auml;rgernis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Stiglitz fordert neues Konjunkturpaket f&uuml;r die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Hartz IV: Pi mal Daumen minus X<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">dieses Hartz IV: Verfassungsrichter bringen Regierung in Erkl&auml;rungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Bundesgerichtshof: Schutz f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Verm&ouml;gende wollen helfen und Haushaltsloch stopfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenw&uuml;rdigem Existenzminimum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Wie will Schwarz-Gelb die Pflege finanzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Gesetzliche Grenze f&uuml;r sittenwidrige L&ouml;hne schafft keinen angemessenen Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">&ldquo;Die Sklavenhalter sitzen heute in den B&ouml;rsen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Siegeszug der Zombie-Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Britischer Notenbankchef f&uuml;r Aufspaltung von Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Schwarz-Gelb will SPD-Holding zerschlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Kursfindung der SPD: Genossen stehen zur &ldquo;Rente mit 67&rdquo; und Gabriels Brief an die Genossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Lafontaine: Spekulationen um R&uuml;ckzug sind falsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">ER HAT DIE SPD ZERST&Ouml;RT: Schamlos! Lafo gibt alles zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Das Vorletzte: Volker Pispers zur Schweine Grippe Impfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zu guter Letzt: Wir machen sie doch nur ein bisschen transparent<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4277&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Datenschutz: Die Spitzelei bringt der Bahn viel &Auml;rger<\/strong><br>\nDie Spitzelaktionen der Bahn gegen ihre Besch&auml;ftigten haben jetzt finanzielle und eventuell bald auch strafrechtliche Konsequenzen f&uuml;r das Unternehmen. Der Staatsanwaltschaft Berlin liegt eine Strafanzeige aus dem neuen Bahn-Vorstand vor, die detaillierte strafrechtliche Verst&ouml;&szlig;e nennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2026798_Datenschutz-Die-Spitzelei-bringt-der-Bahn-viel-aerger.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurozone: Dollar wird zum &Auml;rgernis<\/strong><br>\nMit gro&szlig;er Sorge sehen die Finanzminister der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion auf den schwachen Dollar. Der durch die angeschlagene US-W&auml;hrung gest&auml;rkte Euro wird zunehmend als Gefahr f&uuml;r die wirtschaftliche Erholung in Europa gesehen. Der schwache Dollar verteuert Lieferungen der Eurol&auml;nder in Staaten au&szlig;erhalb der W&auml;hrungsunion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2027759_Eurozone-Dollar-wird-zum-aergernis.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Stiglitz fordert neues Konjunkturpaket f&uuml;r die USA<\/strong><br>\nDie Finanzkrise beschert der USA das gr&ouml;&szlig;te Haushaltsloch der USA seit dem Zweiten Weltkrieg. Trotzdem verlangt der Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger weitere &ouml;ffentliche Ausgaben zur Belebung der Wirtschaft. Doch Obama wird den Vorschlag kaum umsetzen k&ouml;nnen. Trotz sp&uuml;rbarer Aufhellung k&ouml;nnen Experten wie Stiglitz keine Entwarnung geben: Den Amerikanern gingen im Sommer noch immer so viele Jobs verloren wie sonst nur in Rezessionszeiten &ndash; im Durchschnitt 256.000 Stellen je Monat. Und die tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit liegt deutlich h&ouml;her als die offizielle Rate von knapp zehn Prozent. &ldquo;Anders als in den 30er-Jahren, als die meisten Arbeitnehmer noch in der Industrie besch&auml;ftigt waren, arbeiten heute viele Menschen im Dienstleistungssektor&rdquo;, sagte Stiglitz. &ldquo;Damals haben die Arbeiter ihre Jobs einfach verloren. Heute arbeiten viele weiter, aber nur noch in Teilzeit.&rdquo; Zugleich w&uuml;rden viele &auml;ltere Arbeitslose heute zu den Arbeitsunf&auml;higen gerechnet &ndash; und tauchen damit in der Arbeitslosenstatistik gar nicht mehr auf.&nbsp; &ldquo;Leider fangen wir jetzt an, einige Fehler der 30er-Jahre zu wiederholen&rdquo;, mahnte Stiglitz. &ldquo;Das gilt vor allem f&uuml;r die &uuml;bertriebene Diskussion um das Defizit.&rdquo; Prominente Unterst&uuml;tzung bekommt Stiglitz von Robert Skidelsky. &ldquo;Die amerikanische Staatsverschuldung nach dem Zweiten Weltkrieg war viel h&ouml;her als heute&rdquo;, sagte der &Ouml;konom der Warwick-Universit&auml;t bei einer Diskussionsrunde in New York. &ldquo;Amerika hat sie trotzdem in den Griff bekommen, vor allem mit Wachstum und ein bisschen Inflation. Die Szenarien, wonach sp&auml;tere Generationen noch in hundert Jahren unter den Schulden von heute leiden w&uuml;rden, sind Unsinn.&rdquo; Tats&auml;chlich haben die USA einen gr&ouml;&szlig;eren Spielraum f&uuml;r h&ouml;here Staatsausgaben als andere L&auml;nder. Nach der j&uuml;ngsten Prognose des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) steigt das j&auml;hrliche Staatsdefizit durch die Rettungspakete f&uuml;r Banken und Konjunktur in diesem Jahr zwar von 5,9 auf 12,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die gesamte Staatsverschuldung d&uuml;rfte dieses Jahr aber lediglich 58,2 Prozent des BIPs ausmachen. In Deutschland werden es mit 70 Prozent deutlich mehr sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:ftd-interview-stiglitz-fordert-neues-konjunkturpaket-fuer-die-usa\/50025064.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Paul Krugman hat schon damals davor gewarnt, das Konjunkturpaket zu klein zu machen, weil ein zu kleines Paket nicht die erhofften Ergebnisse bringen w&uuml;rde, was die politische M&ouml;glichkeiten ein zweites durchzusetzen schm&auml;lern w&uuml;rde. Jetzt scheint er Recht behalten zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hartz IV: Pi mal Daumen minus X<\/strong><br>\nHartz IV vor Gericht: Die Regels&auml;tze der Bundesregierung sind nicht mehr als eine grobe Sch&auml;tzung, die sich als Berechnung tarnt.<br>\nDie Richter haben schon bei der Verhandlung klargemacht, dass es nicht nur um den Geldbetrag geht, den man in Deutschland zum nackten &Uuml;berleben braucht. Es geht um mehr, n&auml;mlich um das soziokulturelle Existenzminimum, also um den Betrag, den man ben&ouml;tigt, um am gesellschaftlichen Leben wenigstens ein wenig teilnehmen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/372\/491736\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>dieses Hartz IV: Verfassungsrichter bringen Regierung in Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nDer Hartz-IV-Streit vor dem Verfassungsgericht hat eine viel gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung als zun&auml;chst erwartet. Die Bundesregierung muss wohl nicht nur die Regels&auml;tze f&uuml;r Kinder neu berechnen &ndash; sondern auch die Leistungen f&uuml;r Erwachsene. Es geht um das Recht auf ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,656402,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Man sollte zur besseren Einordnung des Geschehens beim Bundesverfassungsgericht nicht vergessen, dass sein Pr&auml;sident und Vorsitzender des Senats, das und CSU-Mitglied Papier, in den letzten Jahren wiederholt Texte, Essays und Interviews ver&ouml;ffentlicht hat, die gegen die Sozialstaatlichkeit gerichtet waren und als Ermunterung dazu verstanden werden mussten, mit den Schw&auml;cheren in unserer Gesellschaft h&auml;rter umzugehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundesgerichtshof: Schutz f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nVersp&auml;tete Mietzahlungen der Jobcenter f&uuml;r Arbeitslosengeld-II-Bezieher berechtigen einen Vermieter nicht zur fristlosen K&uuml;ndigung. Dieses Urteil hat am Mittwoch der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verk&uuml;ndet. Nach der Entscheidung muss sich ein Mieter das Vers&auml;umnis der staatlichen Stelle nicht zurechnen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2030677_Bundesgerichtshof-Schutz-fuer-Hartz-IV-Empfaenger.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers B.H.:<\/strong> Da kann man sich ein Bild &uuml;ber die finanzielle Ausstattung der Jobcenter machen!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Ein Armutszeugnis f&uuml;r die Politik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verm&ouml;gende wollen helfen und Haushaltsloch stopfen<\/strong><br>\nMit Spielgeld und der 3-D-Animation eines Haushaltslochs (Foto) hat die &raquo;Initiative Verm&ouml;gender f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe&laquo; am Mittwoch in Berlin demonstriert. &raquo;Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen&laquo; &ndash; das Zitat aus dem Grundgesetzartikel 14 zierte die eigens f&uuml;r diese Aktion gedruckten 100-Milliarden-Euro-Scheine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/10-22\/047.php\">JungeWelt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenw&uuml;rdigem Existenzminimum<\/strong><br>\nNur einen Tag nach der m&uuml;ndlichen Verhandlung in Sachen Hartz IV vor dem Bundesverfassungsgericht warnt das Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vor h&ouml;heren Hartz IV-Regels&auml;tzen, insbesondere bei Kindern. &bdquo;H&ouml;here Hartz-IV-S&auml;tze f&uuml;r Kinder k&ouml;nnten dazu f&uuml;hren, dass sich Arbeit f&uuml;r einige Familien vergleichsweise weniger lohnt&rdquo;, sagte der Arbeitsmarktexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Holger Sch&auml;fer, der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung vom Mittwoch. Der ein oder andere w&uuml;rde dann seinen Job aufgeben, &ldquo;weil f&uuml;r ihn die St&uuml;tze ausreichend&rdquo; sei. Damit w&uuml;rde das IW vor einem menschenw&uuml;rdigen Existenzminimum warnen und gleichzeitig zugeben, dass die Wirtschaft existenzvernichtende L&ouml;hne bezahlen w&uuml;rde, so das Erwerbslosen Forum Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.elo-forum.net\/index2.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=7882&amp;pop=1&amp;page=0&amp;Itemid=274\">PR-Sozial<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie will Schwarz-Gelb die Pflege finanzieren<\/strong><br>\nDie B&uuml;rger m&uuml;ssen sich darauf einstellen, in den n&auml;chsten Jahren mehr Geld f&uuml;r die Pflege auszugeben. Union und FDP planen, einen verpflichtenden Zusatzbeitrag einzuf&uuml;hren, der am Kapitalmarkt angelegt wird und den Arbeitnehmer und wom&ouml;glich auch Rentner zahlen m&uuml;ssen. Das Prinzip ist &auml;hnlich wie bei der Riester-Rente: Jeder Versicherte betreibt zus&auml;tzlich zur umlagefinanzierten Pflegeversicherung Vorsorge, um f&uuml;r die Pflegebed&uuml;rftigkeit im Alter ger&uuml;stet zu sein. Mit einem Unterschied: Die Riester-Rente ist freiwillig, der Zusatzbeitrag f&uuml;r die Pflege soll obligatorisch sein. Unions-Fraktionschef Volker Kauder best&auml;tigte, dass die diskutierte L&ouml;sung f&uuml;r Arbeitnehmer vermutlich nicht billiger werde. &bdquo;Wenn eine Kapitaldeckung &uuml;berlegt wird, dann kann der Beitrag dazu ja nicht vom Himmel fallen&ldquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages-Pflegeversicherung-Schwarz-Gelb-Koalitionsverhandlungen;art693,2929601?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da waren die Spenden der Finanzwirtschaft nicht umsonst, endlich ein klares Programm, um Milliardenbetr&auml;ge in ihre Kassen zu sp&uuml;len. Wenn die diskutierte L&ouml;sung f&uuml;r Arbeitnehmer nicht billiger wird als ein solidarisch finanziertes Umlagesystem, stellt sich automatisch die Frage, f&uuml;r wen das dann von Vorteil ist. Wie sich die Privatisierung der Pflegeversicherung gesamtwirtschaftlich auswirkt, n&auml;mlich in einer Schw&auml;chung der Kaufkraft, d&uuml;rfte im Reich der individuellen Nutzenmaximierer keine Rolle spielen. Marco Wanderwitz, Vorsitzender der Jungen Gruppe in der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, hat bereits klar formuliert, wie es weitergehen soll. Mittelfristig solle dies ein Modell f&uuml;r die Krankenversicherung sein. Es w&auml;re zu sch&ouml;n, wenn hier eine intakte SPD, nicht nur auf die Ungerechtigkeit abheben w&uuml;rde, sondern der Bev&ouml;lkerung eigene Vorschl&auml;ge pr&auml;sentieren k&ouml;nnte. Sie k&ouml;nnte z.B. f&uuml;r einen Einstieg in die B&uuml;rgerversicherung pl&auml;dieren, in der alle B&uuml;rger mit allen Einkommen herangezogen w&uuml;rden. &ndash; Interessant ist, dass in diesem Zusammenhang die Finanzkrise &uuml;berhaupt nicht zur Sprache kommt. Immerhin sollen hier Milliardenbetr&auml;ge renditehungrigen Finanzinstituten anvertraut werden, die werden sich doch nicht nur mit den Geb&uuml;hren zufrieden geben, wo das Zocken schon wieder so gut l&auml;uft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gesetzliche Grenze f&uuml;r sittenwidrige L&ouml;hne schafft keinen angemessenen Mindestlohn<\/strong><br>\nIn den Koalitionsverhandlungen der schwarz-gelben Koalition werden zurzeit &Uuml;berlegungen f&uuml;r die gesetzliche Festlegung einer Grenze f&uuml;r sittenwidrige L&ouml;hne angestellt. Danach sollen m&ouml;glicherweise alle L&ouml;hne, die ein Drittel unterhalb des branchenspezifischen Durchschnitts liegen, als sittenwidrig erkl&auml;rt werden. Dies ist die bisherige Entscheidungspraxis der Arbeitsgerichte, wenn eine Klage erhoben wird. Nach Berechnungen des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung w&auml;ren danach aber in einer Reihe von Branchen L&ouml;hne im Bereich zwischen zwei und sechs Euro nicht sittenwidrig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2009_10_21.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung WSI [PDF &ndash; 48 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Die Sklavenhalter sitzen heute in den B&ouml;rsen&rdquo;<\/strong><br>\nJean Ziegler &uuml;ber sein Buch &ldquo;Der Hass auf den Westen&rdquo;<br>\nDer Westen, der mit 12,8 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung eine Minderheit ist, herrscht &uuml;ber den Planeten seit &uuml;ber f&uuml;nfhundert Jahren. Ende 15. Jahrhundert, als die Erde rund geworden ist, nach der vierten Reise von Kolumbus, findet der Genozid in Lateinamerika statt. Dann gab es 350 Jahre Sklavenhandel, dann 150 Jahre lang die Kolonialmassaker und die Territorialbesetzung. Heute gibt es die Tyrannei des globalisierten Finanzkapitals.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31335\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Siegeszug der Zombie-Banken<\/strong><br>\nBanken machen pl&ouml;tzlich wieder satte Gewinne, wachsen zu riesigen Geldkonzernen heran &ndash; und wollen das Risiko ihrer Gesch&auml;fte auf Dauer dem Steuerzahler aufb&uuml;rden. Was gerade in der Finanzindustrie geschieht, verst&ouml;&szlig;t gegen die Grundregeln der Marktwirtschaft. Eine Reform, die an die Wurzeln geht, muss das gegenw&auml;rtige System der globalen Banken in Frage stellen. Diese Monster-Institute sind heute so allgegenw&auml;rtig, dass sie bei einer drohenden Pleite erneut jede Regierung erpressen und zur Hilfeleistung mit Steuergeldern zwingen k&ouml;nnen. &ldquo;Wir gehen die fundamentalen Probleme in Form der Zombie-Banken nicht an&rdquo;, klagte k&uuml;rzlich der US-Wirtschaftsprofessor William Blake in einem Interview mit der &ldquo;FAZ&rdquo;. Diese Geldh&auml;user seien alle &ldquo;Zeitbomben, die jede bei einem Ausfall das Finanzsystem ruinieren k&ouml;nnten&rdquo;. Sein Vorschlag l&auml;uft dem aktuellen Trend zuwider: &ldquo;Man muss die Banken zwingen, kleiner zu werden. Einerseits durch Regulierung, andererseits durch Steuern, die h&ouml;her werden, desto gr&ouml;&szlig;er sie sind.&rdquo; Small is beautiful. Richtig an dem Gedanken ist eine Erkenntnis, die sich allm&auml;hlich herumspricht: Wenn Banken zu gro&szlig; geworden sind, als dass der Staat sie noch in den Konkurs schicken kann &ndash; dann sind sie tats&auml;chlich zu gro&szlig;. Die privatwirtschaftliche Organisation des Finanzwesens mit den wunderbaren Gewinnm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Eigent&uuml;mer ist aber nur akzeptabel, wenn auch das Haftungsrisiko bei den Eignern verbleibt. Dieses Risiko dauerhaft beim Steuerzahler anzusiedeln &ndash; wie es sich derzeit abzeichnet &ndash; widerspricht den Grunds&auml;tzen einer Marktwirtschaft. Lassen sich Banken wirklich klein-regulieren? Das wird eine schwierige Operation, zumal sie nur Erfolg haben kann, wenn alle bedeutenden L&auml;nder mitmachen. Politik und Wirtschaftswissenschaft sind gefordert. Sie d&uuml;rfen sich nicht durch die Einw&auml;nde der Banker irritieren lassen. Denn dass die Geldh&auml;ndler sich, um auf den deutschen Banken-Pr&auml;sidenten Andreas Schmitz zur&uuml;ckzukommen, &ldquo;ihrer ureigensten Pflichten besinnen&rdquo; &ndash; darauf sollten wir uns nun wirklich nicht verlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,druck-656247,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Britischer Notenbankchef f&uuml;r Aufspaltung von Banken<\/strong><br>\nDer Chef der britischen Notenbank hat die Finanzbranche in scharfen T&ouml;nen angegriffen und eine Aufspaltung der Banken vorgeschlagen. Einigen grossen Banken wird vorgeworfen, mit Hilfe des Staates ihre riskanten Gesch&auml;fte wieder wie vor der Krise voranzutreiben und damit wieder fette Gewinne einzufahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/grossbritannien_notenbankchef_aufspaltung_banken_1.3901572.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb will SPD-Holding zerschlagen<\/strong><br>\nDass die Sozialdemokraten an Zeitungen, Radiosendern und Druckereien beteiligt sind, wurmt Union und FDP seit langem. Nun soll der Geldbringer laut Koalitionsvertrag zurechtgestutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/it-medien\/medien-internet\/:medienbeteiligungen-schwarz-gelb-will-spd-holding-zerschlagen\/50026101.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kursfindung der SPD: Genossen stehen zur &ldquo;Rente mit 67&rdquo;<\/strong><br>\nDer designierte SPD-Chef Gabriel will Fl&uuml;gelk&auml;mpfe vermeiden &ndash; und gemeinsam mit der k&uuml;nftigen Parteispitze einen Bruch der bisherigen Regierungspolitik vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/240\/491605\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><strong>Gabriels Brief an die Genossen<\/strong><br>\nWie k&ouml;nnte es weitergehen mit der SPD? Der k&uuml;nftige Parteichef Sigmar Gabriel macht sich &ldquo;erhebliche Sorgen&rdquo; und &auml;u&szlig;ert seine Gedanken in einem gleichlautenden Brief an mehrere Basis-Genossen, die ihn pers&ouml;nlich angeschrieben hatten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/471\/491834\/text\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lafontaine: Spekulationen um R&uuml;ckzug sind falsch<\/strong><br>\nOskar Lafontaine plant nach Angaben seiner Bundestagsfraktion keinen vorzeitigen R&uuml;ckzug aus dem saarl&auml;ndischen Landtag. Ein entsprechender Bericht der Tageszeitung (taz) &ldquo;entbehrt jeder Grundlage&rdquo;, sagte Fraktionssprecher Hendrik Thalheim.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/388\/491752\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>ER HAT DIE SPD ZERST&Ouml;RT: Schamlos! Lafo gibt alles zu<\/strong><br>\nWussten wir&rsquo;s doch! In einem gro&szlig;en, gut verk&ouml;stigten SPAM-Interview hat Oskar Lafontaine jetzt s&auml;mtliche Vorw&uuml;rfe, die Franz M&uuml;ntefering j&uuml;ngst gegen ihn ge&auml;u&szlig;ert hat, vollumf&auml;nglich best&auml;tigt:<br>\n&ldquo;Ja, es ist wahr&rdquo;, so &ldquo;Lafo&rdquo; gestern Abend in einem Berliner Edelrestaurant, &ldquo;ich war es. Ich ganz alleine habe den Absturz der SPD seit 1998 zu verantworten.&rdquo; Das sei nur durch intensive Telepathie und modernsten Okkultismus m&ouml;glich gewesen. &ldquo;Am h&auml;rtesten war es, die Agenda 2010 durchzusetzen&rdquo;, so &ldquo;Lafo&rdquo;. Erst das Vergraben von f&uuml;nf schwarzen Katzen habe Gerhard Schr&ouml;der dazu gebracht. Der Rest, so Lafontaine beim diabolischen Biss in ein Kaviar-Ei, &ldquo;war ein Kinderspiel&rdquo;. Die R&auml;nkespiele der Andrea Nahles, die Wahl und anschlie&szlig;ende Verschmei&szlig;ung Kurt Becks, die &ldquo;Nominierung eines Aktenkoffers als Kanzlerkandidat&rdquo;: Dies alles zu bewirken, so Lafontaine sardonisch l&auml;chelnd, sei ihm ziemlich leicht gefallen, sowie auch das letzte Schmankerl: M&uuml;ntefering fast schon &uuml;bertrieben lustiges Interview in der &ldquo;Zeit&rdquo; jetzt k&uuml;rzlich.<br>\nQuele: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spam\/0,1518,656384,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Vorletzte: Volker Pispers zur Schweine Grippe Impfung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www01.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wir machen sie doch nur ein bisschen transparent<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/kari_20091021_Transparent.gif\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur.php\">Klaus Stuttmann<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Spitzelei Bahn, Dollarentwicklung, HartzIV und Bundesverfassungsgericht, Pflegeversicherung, sittenwidrige L&ouml;hne, Kursfindung der SPD, Lafontaine &hellip; Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. 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