{"id":42783,"date":"2018-03-07T08:28:18","date_gmt":"2018-03-07T07:28:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42783"},"modified":"2026-01-27T11:28:07","modified_gmt":"2026-01-27T10:28:07","slug":"das-ist-eine-reaktion-auf-das-versagen-der-traditionellen-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42783","title":{"rendered":"\u201eDas ist eine Reaktion auf das Versagen der traditionellen Medien\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180103_meyen.jpg\" alt=\"Michael Meyen\" title=\"Michael Meyen\"><\/div><p>Der Journalismus &bdquo;s&auml;gt an dem Ast, auf dem er sitzt.&ldquo; Diese Auffassung vertritt <strong>Michael Meyen<\/strong> im Interview mit den NachDenkSeiten. Meyen, der an der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t in M&uuml;nchen unterrichtet, kritisiert eine Entwicklung im Journalismus, die dazu f&uuml;hrt, dass oftmals so genannte Qualit&auml;tsmedien, wie etwa die Tagesschau, nicht mehr von der Bild-Zeitung zu unterscheiden seien. Ein Interview von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8096\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-42783-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180307_Eine_Reaktion_auf_das_Versagen_der_traditionellen_Medien_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180307_Eine_Reaktion_auf_das_Versagen_der_traditionellen_Medien_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180307_Eine_Reaktion_auf_das_Versagen_der_traditionellen_Medien_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180307_Eine_Reaktion_auf_das_Versagen_der_traditionellen_Medien_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=42783-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180307_Eine_Reaktion_auf_das_Versagen_der_traditionellen_Medien_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180307_Eine_Reaktion_auf_das_Versagen_der_traditionellen_Medien_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Meyen, in Ihrem Buch schreiben Sie, dass es die Aufgabe von Journalisten ist, das zu leisten, was eine demokratische Gesellschaft erwartet, n&auml;mlich: &bdquo;&Ouml;ffentlichkeit herstellen, die M&auml;chtigen kritisieren, die M&auml;chtigen kontrollieren, uns alle informieren.&ldquo; Wie ist es um die Erf&uuml;llung bestellt?<\/strong><\/p><p>Das ist eine gro&szlig;e Frage, die vor 30 oder 40 Jahren allenfalls ein paar Akademiker besch&auml;ftigt h&auml;tte. Heute ist Medienkritik in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Mich hat interessiert, wie es dazu kommen konnte.<\/p><p><strong>Und? Wie konnte es dazu kommen?<\/strong><\/p><p>Die Journalisten liefern uns heute etwas ganz anderes als damals. Das System der Massenmedien wird inzwischen vom Imperativ der Aufmerksamkeit regiert. Dieser Imperativ hat Qualit&auml;tskriterien wie Neutralit&auml;t, Objektivit&auml;t oder Vielfalt zu Worth&uuml;lsen gemacht und ist zu einem Strudel geworden, der die Glaubw&uuml;rdigkeit mitgerissen hat.<\/p><p><strong>Woran machen Sie das fest?<\/strong><\/p><p>An Inhaltsanalysen. Ich habe mir angeschaut, was wir fr&uuml;her in der Presse oder in den Fernsehnachrichten gefunden haben und was heute. Wie sieht zum Beispiel ein SPD-Parteitag in den Medien aus, die Generaldebatte im Bundestag, ein verheerender Sturm? Was ist das f&uuml;r eine Realit&auml;t, die mir die Journalisten pr&auml;sentieren? Wenn man so will: frei nach Niklas Luhmann. Was wir &uuml;ber die Gesellschaft, ja &uuml;ber die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch Massenmedien.<\/p><p><strong>Wie sieht die Realit&auml;t der Massenmedien heute aus?<\/strong><\/p><p>Bunt, schrill, originell. Journalisten machen das, was die Reichweite maximiert. Sie vereinfachen, sie &uuml;bertreiben, sie spitzen zu. Sie erz&auml;hlen uns Geschichten, sie verdichten komplexe Themen auf Konflikte zwischen zwei oder drei Spitzenleuten, sie laufen Prominenten hinterher, sie schauen Politikern in die Seele und in die Augen und liefern eine Deutung, die niemand sonst hat. Exklusivit&auml;t auf allen Ebenen.<\/p><p><strong>Sie sprechen &uuml;ber die Bild-Zeitung.<\/strong><\/p><p>Leider nein. Die gr&ouml;&szlig;ten Ver&auml;nderungen habe ich in den sogenannten Qualit&auml;tsmedien gefunden: in der S&uuml;ddeutschen Zeitung, in der Tagesschau. Der Bild-Stil ist heute &uuml;berall. Der Journalismus hetzt von einem Aufreger zum n&auml;chsten. Er nimmt sich keine Zeit f&uuml;r die Themen, er bleibt nicht dran, er sucht lieber nach einem neuen Dreh, als aufw&auml;ndig zu recherchieren. Das m&uuml;sste er aber, um seine &ouml;ffentliche Aufgabe erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen. Damit s&auml;gt er an dem Ast, auf dem er sitzt.  <\/p><p><strong>Wir leben in einer Zeit, in der weitreichende politische Themen eine gro&szlig;e Rolle spielen: Da war die Griechenland-Krise, da ist die Krise in der Ukraine, der Konflikt zwischen Nato und Russland, da sehen wir eine SPD, die in der W&auml;hlergunst immer weiter verliert, und Parteien, die versuchen, eine neue Regierungskoalition zu bilden, aber dabei gro&szlig;e Probleme haben. Was f&auml;llt Ihnen auf, wenn Sie die Berichterstattung zu den schwerwiegenden politischen Themen verfolgen?<\/strong><\/p><p>Ich wei&szlig; schon, worauf Sie hinauswollen. Auf Einseitigkeit, auf Weglassen, auf Parteinahme f&uuml;r den Westen oder f&uuml;r Eliten. Das ist das, was die Menschen im Land aufregt, v&ouml;llig zurecht. Ich habe die Schraube noch ein St&uuml;ck weitergedreht und nach der Metabotschaft gefragt, jenseits von konkreten Inhalten. Egal ob Russland, Syrien oder Griechenland: Die Grammatik der Medienkommunikation ist immer gleich. Das nervt, wenn man sich wirklich informieren will und nicht nur Ablenkung und Aufregung sucht oder noch einmal h&ouml;ren will, dass wir hier im Westen schon alles richtig machen und ohnehin in der besten aller Welten leben. <\/p><p><strong>Wie kommt es zu dieser Berichterstattung?<\/strong><\/p><p>Auch das ist eine gro&szlig;e Frage. Zum Journalismus selbst kann man ja viel bei <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31990\">Uwe Kr&uuml;ger<\/a> finden. Zur Herkunft der Journalisten, zu ihrer N&auml;he zu den M&auml;chtigen, zu ihrer Abh&auml;ngigkeit von offiziellen Quellen und von dem, was in der Politik &uuml;berhaupt diskutiert wird. Auch Kr&uuml;gers Begriff &bdquo;Verantwortungsverschw&ouml;rung&ldquo; finde ich gut. Der Journalist wei&szlig;, was gut oder schlecht ist, und er glaubt, dass er Einfluss auf die Menschen hat. Also l&auml;sst er das weg, was in die falsche Richtung f&uuml;hren k&ouml;nnte. Da er gar nicht so viel anders sozialisiert wurde als die Herrschenden und die Welt deshalb ganz &auml;hnlich sieht, bedient er damit die politischen Interessen, anstatt diese Interessen offenzulegen und zu kritisieren.<\/p><p><strong>Das erkl&auml;rt aber noch nicht die Ver&auml;nderungen, die Sie beschrieben haben.<\/strong><\/p><p>Nein. Punkt eins ist das Mediensystem selbst. Die Politik hat Anfang der 1980er Jahre kommerziellen Rundfunk zugelassen und so die Kontrolle &uuml;ber das aufgegeben, was wir sehen und h&ouml;ren. Internet und soziale Medien haben das nur eine Schleife weitergedreht. Wenn ich Spieler im System habe, die nur Aufmerksamkeit maximieren m&uuml;ssen und sonst nichts, dann hat das Folgen f&uuml;r alle anderen. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung k&ouml;nnte heute selbst dann nicht mehr das gleiche liefern wie damals, wenn sie das wollen w&uuml;rde. Die Leute w&uuml;rden einfach zu anderen Angeboten abwandern. Zu Angeboten, die sich nicht um Pressekodex oder Rundfunkstaatsvertrag scheren m&uuml;ssen.<\/p><p><strong>Und Punkt zwei?<\/strong><\/p><p>Die Journalisten sto&szlig;en heute immerzu und &uuml;berall auf Hochglanzfassaden und auf mundgerechte Bissen, hergerichtet und vorbereitet von PR-Profis, die wissen, was positive Medienberichte wert sind. Heute geht nichts mehr ohne &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit und ohne &ouml;ffentliche Legitimation. Egal ob Gro&szlig;projekt, Karriere oder politische Idee: Sie brauchen die Medien. Sie m&uuml;ssen die Berichterstattung entweder unterbinden oder die Logik des Systems f&uuml;r ihre Interessen nutzen. Im Bereich PR ist enorm aufger&uuml;stet worden, und das in einer Zeit, in der die Redaktionen eher kleiner werden.<\/p><p><strong>Also sind die PR-Leute Schuld?<\/strong><\/p><p>PR ist nur eine Facette. Viel st&auml;rker wird die Funktionalit&auml;t des Mediensystems durch das bedroht, was ich Medialisierung nenne. Durch Akteure, die ihre Strategien an die Medienlogik anpassen und ganze soziale Funktionssysteme umbauen, die Politik, die Kunst, die Wissenschaft. Gut aussehen und gut r&uuml;berkommen und daf&uuml;r zur Not auch das vernachl&auml;ssigen, um was es im jeweiligen System eigentlich geht. Das beginnt bei Spitzenpersonal, das medientauglich sein muss, und bei spektakul&auml;ren Projekten, Events, Ideen oder Bauten, mit denen man garantiert in die Medien kommt, und endet bei den einfachen Mitarbeitern, von denen PR-Bewusstsein verlangt wird. Auf keinen Fall etwas machen, was uns in der &Ouml;ffentlichkeit schlecht dastehen l&auml;sst. &Uuml;berhaupt etwas machen, mit dem wir in die &Ouml;ffentlichkeit kommen. Das Prinzip Markus S&ouml;der.<\/p><p><strong>&bdquo;Medienlogik&ldquo;, dieser Begriff taucht in Ihrem Buch an vielen Stellen auf. Was ist das f&uuml;r eine &bdquo;Logik&ldquo;, nach der Medien heutzutage handeln?<\/strong><\/p><p>Medienlogik ist die Brille, durch die Journalisten uns auf die Welt schauen lassen: Welche Themen werden ausgew&auml;hlt, wie wird das Material zusammengestellt, in welchem Stil wird es pr&auml;sentiert, was wird betont und was eher nicht. Wie diese Logik konkret aussieht, h&auml;ngt auch vom Umfeld ab. Von Gesetzen, von der Konkurrenzsituation, von Traditionen, von den Erwartungen des Publikums, also auch von uns. In Deutschland hat sich die Handlungslogik des Systems Massenmedien in den letzten 30 Jahren vom normativen zum kommerziellen Pol verschoben. Also weg von der &ouml;ffentlichen Aufgabe, hin zur Gewinnorientierung. <\/p><p><strong>Welche Folgen hat das f&uuml;r den gew&uuml;nschten &bdquo;kritischen Journalismus&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Er ist schwieriger geworden. Wer nur auf Klicks und Publikumsmaximierung aus ist, der vernachl&auml;ssigt Themen, die komplex sind, die Aufwand erfordern, die unbequem sind. Wer auf Prominente fixiert ist und auf Konflikte zwischen Spitzenpersonal, der blendet strukturelle Ursachen aus. Und wer von den PR-St&auml;ben einen Superlativ nach dem anderen geliefert bekommt, macht sich vielleicht nicht mehr die M&uuml;he, selbst nach Themen zu suchen.<\/p><p><strong>Was hat es mit dieser Medienlogik noch auf sich?<\/strong><\/p><p>Sie ver&auml;ndert auch das, wor&uuml;ber berichtet wird. Die Politik, den Fu&szlig;ball, Gerichtsverhandlungen, den Unterricht an den Schulen und selbst Vorlesungen an der Universit&auml;t. Es kann nicht im Interesse der Gesellschaft sein, &uuml;berall nur noch Showformate zu finden, selbst da, wo es um Entscheidungen von gro&szlig;er Tragweite geht. Der Teufel, den Horkheimer und Adorno in der &bdquo;Dialektik der Aufkl&auml;rung&ldquo; an die Wand gemalt haben: Dieser Teufel ist jetzt da. Die Frankfurter Schule hat gefragt, was die Kulturindustrie aus dem Menschen macht. Heute wissen wir, wie sie die Gesellschaft ver&auml;ndert.<\/p><p><strong>Durch das Internet existieren sehr viele neue Medien und Plattformen, die ebenfalls Informationen aufbereiten, ver&ouml;ffentlichen, politische und gesellschaftliche Ereignisse kommentieren und analysieren &ndash; wie hier die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42645\">NachDenkSeiten<\/a>. Ist es nicht interessant, dass sich &uuml;berhaupt so viele &bdquo;alternative Medien&ldquo; entwickelt haben?<\/strong><\/p><p>Das ist eine Reaktion auf das Versagen der traditionellen Medien, auf den Wandel, den ich beschrieben habe. Der Bedarf an Orientierung und an grundlegenden Debatten ist ja nicht kleiner geworden, nur weil der professionelle Journalismus sich auf das konzentriert, was Quote, Klicks und Auflage bringt. Angebote wie die NachDenkSeiten setzen sich ja in jeder Hinsicht vom Zirkus- und Jahrmarkt-Prinzip der traditionellen Medien ab. Das beginnt schon bei der Aufmachung.<\/p><p><strong>Sie waren auch als Zuschauer auf der Medientagung (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42173\">die NachDenkSeiten berichteten<\/a>) in Kassel. Dort ist aufgefallen, dass Vertreter etablierter Medien nicht berichtet haben und, laut Aussagen des Veranstalters, sich auch nicht auf den Dialog mit den Medienkritikern, die auf der Veranstaltung zusammengekommen sind, einlassen wollten. Was hat es mit diesem Graben zwischen Medien und ihren Kritikern auf sich?<\/strong><\/p><p>Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Offenbar ist da etwas kaputt gegangen in den letzten zwei, drei Jahren. Sobald jemand das Schlagwort Medien in die Debatte wirft, wird es sehr emotional, auf beiden Seiten. Die professionellen Journalisten sagen, dass sie so gut arbeiten, wie sie nur k&ouml;nnen, und beschimpfen ihr Publikum. Selbst schuld, wenn ihr dem glaubt, was euch irgendwelche Leute auf Facebook erz&auml;hlen. Das Publikum wiederum wei&szlig;, dass es mehr gibt als die eine Erz&auml;hlung, die man in den traditionellen Medien findet, und fordert das ein, was die Journalisten immer wieder versprechen, aber nicht bieten. Neutralit&auml;t und Objektivit&auml;t, Ausgewogenheit und Vielfalt.<\/p><p><strong>Wie k&ouml;nnte dieser Graben &uuml;berbr&uuml;ckt werden?<\/strong><\/p><p>Durch eine gesellschaftliche Debatte und durch Einsicht, auf beiden Seiten. Wir sollten diskutieren, wozu wir Journalismus brauchen, wie guter Journalismus aussehen k&ouml;nnte und was wir uns das kosten lassen wollen. <\/p><p><strong>Wie k&ouml;nnte denn ein Mediensystem aussehen, in dem kritischer Journalismus ganz oben steht? Was w&auml;re daf&uuml;r notwendig?<\/strong><\/p><p>Die Debatte hat ja noch gar nicht richtig angefangen. Was wir aber heute schon wissen: Journalismus, der seine &ouml;ffentliche Aufgabe erf&uuml;llt, ist nicht zum Nulltarif zu haben und offenkundig auch nicht, wenn wir ihn kommerziellen Unternehmen &uuml;berlassen. Es muss also auch um Medienstrukturen gehen, um Eigentumsverh&auml;ltnisse, um gesellschaftliche Aufsicht, die anders organisiert ist als das, was wir im Moment im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk haben. Und dann brauchen wir neue Kriterien f&uuml;r journalistische Qualit&auml;t. Dass selbst der beste Journalist kein objektives Abbild irgendeiner Realit&auml;t produzieren kann, ist heute ein Allgemeinplatz. Ich pl&auml;diere deshalb f&uuml;r das Kriterium Transparenz. Woher hat man das Material, wem wird es m&ouml;glicherweise helfen, wie steht man selbst dazu?<\/p><p><em>Lesetipp: Michael Meyen: <a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/buch\/breaking-news-die-welt-im-ausnahmezustand\/\">Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand. Wie uns die Medien regieren.<\/a> Westend Verlag. 208 Seiten. Erscheinungsdatum: 1. M&auml;rz 2018.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180103_meyen.jpg\" alt=\"Michael Meyen\" title=\"Michael Meyen\"\/><\/div>\n<p>Der Journalismus &bdquo;s&auml;gt an dem Ast, auf dem er sitzt.&ldquo; Diese Auffassung vertritt <strong>Michael Meyen<\/strong> im Interview mit den NachDenkSeiten. Meyen, der an der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t in M&uuml;nchen unterrichtet, kritisiert eine Entwicklung im Journalismus, die dazu f&uuml;hrt, dass oftmals so genannte Qualit&auml;tsmedien, wie<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42783\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,209,41,183,11],"tags":[2218,313,1279,1919,1779,1588,408,897,244],"class_list":["post-42783","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-interviews","category-medienanalyse","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-alternative-medien","tag-oerr","tag-boulevardjournalismus","tag-lueckenpresse","tag-pr-journalismus","tag-private-medien","tag-soziale-herkunft","tag-transparenz","tag-vierte-gewalt"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42783","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42783"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42783\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87945,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42783\/revisions\/87945"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42783"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42783"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42783"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}