{"id":42797,"date":"2018-03-08T08:13:09","date_gmt":"2018-03-08T07:13:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797"},"modified":"2018-03-08T08:13:09","modified_gmt":"2018-03-08T07:13:09","slug":"hinweise-des-tages-3075","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h01\">Sparkassen steigern Gewinn auf 2,2 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h02\">Entt&auml;uschte Genossen: SPD-Politiker planen neue linke Plattform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h03\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h04\">Drei gegen Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h05\">Ab heute kriegen sie in die Fresse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h06\">Krieg als &ldquo;Generationenaufgabe&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h07\">Deeskalieren auf Amerikanisch: Nato plant Gro&szlig;man&ouml;ver an Russlands Grenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h08\">Syrien-Krieg: Die selektive Darstellung der Medien und der Politik in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h09\">Die Houthis und das Haus Saud<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h10\">Dialog Nord- und S&uuml;dkorea&rdquo;: Die Koreaner haben ihr Schicksal in die eigenen H&auml;nde genommen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h11\">Eine Reise an Griechenlands Grenzen: &ldquo;Wir wurden vergessen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h12\">EuGH: Schiedsgerichtsklausel in Investitionsschutzabkommen verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h13\">Lobby in der Forschung: Wie die Wirtschaft die Wissenschaft finanziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h14\">AfD-nahe Gewerkschaft legt zu: Rechtsextreme ziehen in Betriebsr&auml;te ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42797#h15\">Rot-Gr&uuml;n verliert Mehrheit in Hamburg &ndash; Linke im Aufwind<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sparkassen steigern Gewinn auf 2,2 Milliarden Euro<\/strong><br>\nH&ouml;here Preise f&uuml;r Girokonten und steigende Nachfrage nach Aktien hilft Sparkassen-Ergebnis auf die Spr&uuml;nge. Kreditvergabe f&uuml;r Eigenheime schw&auml;chelt. [&hellip;]<br>\nDie 386 deutschen Sparkassen haben im vergangenen Jahr nach Steuern 2,2 Milliarden Euro erwirtschaftet &ndash; 7,4 Prozent mehr als im Vorjahr. &bdquo;Die geldpolitischen bedingten Einbu&szlig;en im Zins&uuml;berschuss konnten durch ein besseres Provisionsergebnis kompensiert werden&ldquo;, sagte Schleweis. Dazu haben unter anderem h&ouml;here Preise f&uuml;r Girokonten und steigende Nachfrage nach Wertpapieren beigetragen.<br>\nDer Nettoabsatz bei Aktien, Wertpapieren und Investmentfonds stieg im Jahresvergleich von 9,6 auf 10,8 Milliarden Euro und lag damit so hoch wie zuletzt vor 15 Jahren. Das hat dem Provisions&uuml;berschuss deutlichen Auftrieb gegeben. Er legte um gut acht Prozent auf 7,8 Milliarden Euro zu. Der Zins&uuml;berschuss &ndash; weiterhin die wichtigste Einnahmequelle der Institute &ndash; schrumpfte dagegen um drei Prozent auf 21,5 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/jahresbilanz-sparkassen-steigern-gewinn-auf-2-2-milliarden-euro\/21043342.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Da haben sich die saftigen Geb&uuml;hrenerh&ouml;hungen im letzten und vorletzten Jahr ja bezahlt gemacht. Die Sparkassen verdienen weiterhin pr&auml;chtig. Vor allem Klein- und Normalsparer, die mittlerweile f&uuml;r jede Bankdienstleistung zur Kasse gebeten werden, haben damit den Gewinn ganz oben erm&ouml;glicht. Wieso wird da eigentlich keine R&uuml;ckerstattung der Geb&uuml;hren in Betracht gezogen, verbunden mit der Entschuldigung, deutlich &uuml;ber das Ziel hinausgeschossen zu sein? Stattdessen k&uuml;ndigt der neue Sparkassenpr&auml;sident Schleweis g&ouml;nnerhaft an, dass die Preise &ndash; etwa f&uuml;r Girokonten und Kreditkarten &ndash; nicht mehr im gleichen Tempo wie 2017 steigen w&uuml;rden. &bdquo;Ich glaube, dass diese deutliche Erh&ouml;hung nicht jedes Jahr zu erzielen sein wird.&ldquo; Da sollen die Geschr&ouml;pften also noch dankbar f&uuml;r eine skandal&ouml;se Umverteilung sein, die die Sparkassenf&uuml;hrung mit dem Pr&auml;dikat &bdquo;erwirtschaftet&ldquo; adelt. Dass die Banken ihre Branchenprobleme vornehmlich auf die Kleinen abw&auml;lzen, darauf haben die NachDenkSeiten bereits im letzten Jahr hingewiesen (unter anderem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37425\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40239\">hier<\/a>).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Entt&auml;uschte Genossen: SPD-Politiker planen neue linke Plattform<\/strong><br>\nProgressiv und europ&auml;isch soll sie sein: Politiker in der SPD und au&szlig;erhalb der Partei haben zur Gr&uuml;ndung einer neuen Plattform aufgerufen. Der Schwerpunkt soll auf sozialen Themen liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-politiker-planen-neue-progressive-plattform-a-1196953.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Sahra Wagenknecht &uuml;ber linke Politik: &bdquo;Rot-Rot-Gr&uuml;n ist tot&ldquo;<\/strong><br>\nDer linke SPD-Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low gr&uuml;ndet eine &uuml;berparteiliche &bdquo;Progressive soziale Plattform&ldquo;. Gibt es jetzt zwei Sammlungsbewegungen &ndash; Ihre und die von B&uuml;low?<br>\nDas zeigt doch, dass unsere Idee in der Luft liegt und hochaktuell ist. Dar&uuml;ber sollten die mal nachdenken, die sie in den letzten Wochen so flei&szlig;ig zerredet haben. Nat&uuml;rlich macht es am Ende keinen Sinn, wenn jeder seine eigene Sammlungsbewegung aufmacht. Wir m&uuml;ssen zusammenarbeiten.<br>\nWas m&uuml;ssen wir uns denn unter der Sammlungsbewegung genau vorstellen? Eine neue Partei?<br>\nZun&auml;chst einmal geht es darum, dass sich glaubw&uuml;rdige Pers&ouml;nlichkeiten, die sich einen erneuerten starken Sozialstaat und ein Zur&uuml;ck zur Entspannungspolitik w&uuml;nschen, zusammenfinden und ein gemeinsames Angebot machen. Es muss erst einmal etwas in Bewegung kommen, das ist das Entscheidende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5489946\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufwachen #276: Habemus Groko + F&uuml;nf-Sterne-Wahl in Italien (mit Petra Reski)<\/strong><br>\nBei Trump wurde noch gewitzelt, in Italien wurde nun tats&auml;chlich eine Facebook-Kommentarspalte st&auml;rkste Kraft der Parlamentswahlen. Keine Partei, sondern Bewegung will sie sein. Dar&uuml;ber h&ouml;rt man in Deutschland nichts. Dagegen viele Fake News &uuml;ber Rechtspopulismus und Europafeindlichkeit und was man der &ldquo;F&uuml;nf-Sterne-Bewegung&rdquo; unter Journalisten so andichtet, um nichts erkl&auml;ren zu m&uuml;ssen. Wir reden mit Petra Reski aus Venedig dar&uuml;ber. [&hellip;]<br>\nQuell: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qovK4EYY30Y&amp;feature=youtu.be%20\">Tilo Jung via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Gespr&auml;ch mit Petra Reski (ab ca. Minute 28) ist hoch interessant und m.E. so ziemlich das Beste, was es in den deutschen Medien zu den Wahlen in Italien gab. Den Zeit-Artikel zum Referendum, um den es im Gespr&auml;ch am Rande geht, finden Sie &uuml;brigens <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-12\/italien-referendum-verfassungsreform-junge-menschen-auswandern\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.petrareski.com\/2016\/08\/02\/italienisch-fuer-anfaenger-renzimanie\/\">hier<\/a> finden Sie einen hoch interessanten Artikel zu Matteo Renzi auf dem privaten Blog von Petra Reski. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wahlsieg ohne Wirkung<\/strong><br>\nNach den Wahlen in Italien d&uuml;rfte erstmals die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung einen Regierungsauftrag erhalten. Nur weil ihnen ein Partner fehlt, scheint dies kaum m&ouml;glich. Es bleibt kompliziert. Schuld sind aber nicht die W&auml;hler<br>\nUnd wieder haben die unbelehrbaren Italiener nicht auf die guten Ratschl&auml;ge der deutschen Korrespondenten geh&ouml;rt. Obwohl die Welt vor dem &bdquo;italienischen Klamauk&ldquo; warnte und wusste, dass die Mehrheit der Italiener &bdquo;einen schwierigen Aufbruch&ldquo; gar nicht wollte, Spiegel Online das Schreckgespenst der &bdquo;Clowns an der Macht&ldquo; beschwor, angef&uuml;hrt von Chef-Clown Beppe Grillo (&bdquo;langhaarig, faltig, b&auml;rtig, meist vors&auml;tzlich schlecht gelaunt und bekannt f&uuml;r unfl&auml;tige, meist schreiend vorgetragene Reden, Parteigr&uuml;nder und oberster Chef im Hause&ldquo;) und beschied, dass die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung nicht regieren k&ouml;nne. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung die Gefahren beschwor, die vom &bdquo;todernsten Geifer-Clown&ldquo; ausgehen und sich im SZ-Podcast einen Sieg von Renzis Partito Democratico (PD) w&uuml;nschte. All das konnte nicht verhindern, dass es zum Triumph der F&uuml;nf-Sterne kam: Hochrechnungen zufolge wurde die F&uuml;nf-Sterne-Partei mit mehr als 32 Prozent zur st&auml;rksten Partei &ndash; und erreichte in S&uuml;ditalien sogar mehr als 40 Prozent der Stimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/fuenf-sterne-bewegung-wahlausgang-italien-lega-silvio-berlusconi-renzi%20\">Petra Reski im Cicero<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten den Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42768\">Das alte Europa gibt es nicht mehr<\/a>&ldquo;, der versucht, die Wahlen in Italien im europ&auml;ischen Kontext darzustellen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Drei gegen Deutschland<\/strong><br>\nDie neue GroKo ist noch nicht einmal vereidigt, da bekommt sie schon Gegenwind aus Nordeuropa. Die Finanzminister aus acht L&auml;ndern, allen voran Holland, warnen vor Pl&auml;nen zur Vertiefung der Euro-W&auml;hrungsunion.<br>\nDas sei ein &ldquo;Brandbrief&rdquo; und eine &ldquo;Warnung an Deutschland&rdquo;, schreibt die &ldquo;Welt&rdquo;. Dabei entsprechen die Forderungen ziemlich genau dem, was Merkel, Sch&auml;uble und Altmaier bisher immer vertreten haben. Keine Transferunion, kein Euro-Finanzminister, daf&uuml;r mehr Wettbewerbsf&auml;higkeit und mehr Schuldenabbau (incl. fauler Kredite in Italien) &ndash; das ist die CDU\/CSU-Linie, die sogar die FDP mitgetragen h&auml;tte.<br>\nNur beim k&uuml;nftigen EU-Budget gibt es einen kleinen Unterschied: die Nordl&auml;nder sind gegen eine Erh&ouml;hung, die GroKo hat sich f&uuml;r einen gr&ouml;&szlig;eren deutschen Beitrag ausgesprochen. Na und? Das ist nicht einmal ein Widerspruch &ndash; Berlin k&ouml;nnte auch dann mehr Geld nach Br&uuml;ssel &uuml;berweisen, wenn das Gesamtbudget f&uuml;r die EU-27 ab 2020 gleich bleiben sollte.<br>\nIch sehe da keine &ldquo;Warnung an Deutschland&rdquo;; vermutlich war der Brief sogar mit Altmaier abgesprochen. Denn der CDU-Mann versucht seit Wochen, Frankreich auszubremsen &ndash; und daf&uuml;r sind die Nordlichter immer gut!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/drei-gegen-deutschland\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ab heute kriegen sie in die Fresse<\/strong><br>\nDringend n&ouml;tig: Frauenprotest und -solidarit&auml;t international. Nicht nur am Kampftag 8. M&auml;rz [&hellip;]<br>\nIn besonderer Weise sind die Frauen im nordsyrischen Kanton Afrin darauf angewiesen. Seit dem Einmarsch t&uuml;rkischer Truppen am 20. Januar k&auml;mpfen dort die Frauenverteidigungskr&auml;fte YPJ Seite an Seite mit den Volksverteidigungskr&auml;ften YPG gegen die Aggression des benachbarten NATO-Landes T&uuml;rkei. Unter Kriegsbedingungen versuchen sie weiter jeden Tag ein praktisches Beispiel f&uuml;r das Motto der Weltsozialforen zu geben: Eine andere Welt ist m&ouml;glich. Eine gesellschaftliche Alternative wird von Frauen und M&auml;dchen am dringendsten gebraucht, die weder unter religi&ouml;sem Fundamentalismus noch unter der strukturellen Gewalt der kapitalistischen Moderne leiden wollen.<br>\nIn Afrin muss sich die Bev&ouml;lkerung auch gegen Panzer aus deutscher Produktion wehren. Gerade die Bewohnerinnen der selbstverwalteten Region wissen, was f&uuml;r sie auf dem Spiel steht. Dschihadistische Hilfstruppen der t&uuml;rkischen Armee haben ihren Hass auf die selbstbewussten Kurdinnen verdeutlicht, als ihnen in Afrin der Leichnam von Barin Kobani in die H&auml;nde fiel. Sie filmten Anfang Februar, wie sie die im Kampf get&ouml;tete Angeh&ouml;rige der YPJ grausam verst&uuml;mmelten.<br>\nIn den Wochen vor dem Einmarsch in Afrin hat die deutsche Regierung mehrmals Ausfuhren von Kriegsger&auml;t in die T&uuml;rkei erlaubt. 31 entsprechende Genehmigungen hat sie im Zeitraum vom 18. Dezember 2017 bis zum 24. Januar erteilt, wie sie in einer Antwort auf eine Anfrage der Linke-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen einr&auml;umte. Der Protest gegen diese Exportpolitik sowie die Solidarit&auml;t mit den Kurden und ihrem Widerstand sollten Schwerpunktthemen der Demonstrationen an diesem Internationalen Frauentag sein &ndash; auch in Deutschland, obwohl oder gerade weil &ouml;ffentliche Sympathiebekundungen durch das Zeigen der YPJ\/YPG-Embleme von Polizei und Justiz kriminalisiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/328592.ab-heute-kriegen-sie-in-die-fresse.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Krieg als &ldquo;Generationenaufgabe&rdquo;<\/strong><br>\nSelbst Milit&auml;rs meiden aus Furcht vor Anschl&auml;gen Fahrten mit Stra&szlig;enfahrzeugen so weit wie m&ouml;glich. Im vergangenen Jahr sind erneut rund 3.500 Zivilpersonen bei Kampfhandlungen und Anschl&auml;gen ums Leben gekommen. Nach 16 Jahren Besatzung ist ein Sieg &uuml;ber die Taliban weniger in Sicht denn je. Allerdings st&auml;rkt die Aufstockung der Truppen die westliche Pr&auml;senz zu einer Zeit, zu der Moskau am Hindukusch neu an Einfluss gewinnt und anbietet, Waffenstillstandsverhandlungen zu moderieren. (&hellip;)<br>\nWie der Krieg gegen die Taliban gewonnen werden soll, ist allerdings mit Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre sowie auf die Geschichte des Afghanistankrieges allgemein nicht zu erkennen. (&hellip;)<br>\nAllerdings stellt sich die Frage, ob es Berlin und Washington &uuml;berhaupt noch darum geht. In den vergangenen Jahren hat Moskau seinen Einfluss in Kabul deutlich verst&auml;rkt (german-foreign-policy.com berichtete [7]). Unter anderem hat es von Dezember 2016 bis April 2017 mehrere Verhandlungsrunden &uuml;ber eine Beilegung des Krieges in Afghanistan gef&uuml;hrt. Beteiligt waren die Volksrepublik China, Iran, Pakistan und Afghanistan &ndash; nicht aber EU und USA. US-Experten beobachten die russischen Aktivit&auml;ten sehr genau; Moskau &ldquo;positioniert sich als Schl&uuml;sselfigur in k&uuml;nftigen Verhandlungen&rdquo;, hie&szlig; es zu Jahresbeginn in der einflussreichen US-Fachzeitschrift Foreign Affairs.[8] Kabul scheint tats&auml;chlich zunehmend die Zusammenarbeit mit Russland zu suchen. Ende November forderte der afghanischen Nationale Sicherheitsberater Mohammad Atmar bei Gespr&auml;chen in Moskau die russische Regierung auf, angesichts der katastrophalen milit&auml;rischen Lage etwaige Kontakte zu den Taliban &ldquo;zugunsten von Friedensgespr&auml;chen zu nutzen&rdquo;.[9] Im Januar teilte das russische Au&szlig;enministerium mit, es sei &ldquo;bereit, eine geeignete Plattform&rdquo; f&uuml;r direkte Verhandlungen mit den Taliban zu schaffen. Ende Februar forderte der afghanische Pr&auml;sident Ashraf Ghani die Taliban offiziell zu Friedensgespr&auml;chen auf &ndash; und stellte ihnen erstmals nennenswerte Zugest&auml;ndnisse in Aussicht.[10] K&auml;me es zu den Verhandlungen, dann h&auml;tte Moskau den Westen, der sich derlei Gespr&auml;chen offiziell verweigert, in Afghanistan erstmals ausman&ouml;vriert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7555\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Afghanistan: Strategisches Patt<\/strong><br>\nDie Tagesschau schreibt &uuml;ber den Afghanistan-Bericht der Bundesregierung: &bdquo;Die Bundesregierung stellt sich auf ein langfristiges Engagement in Afghanistan ein. [&hellip;] Dass sich zwischen der afghanischen Armee und den Taliban zuletzt ein &bdquo;strategisches Patt&ldquo; gebildet habe, wird bereits als Fortschritt verzeichnet. [&hellip;] Auch im Verantwortungsbereich der Bundeswehr im Norden des Landes habe sich die Bedrohungslage versch&auml;rft. Weil der Schutz der Ausbilder nicht mehr gew&auml;hrleistet werden kann, k&ouml;nne die Bundeswehr derzeit gerade einmal die H&auml;lfte der vereinbarten Ausbildungsverpflichtungen erf&uuml;llen. Der Bericht liefert an dieser Stelle die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die angestrebte Aufstockung des Mandats von 980 auf 1300 Soldaten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/03\/07\/afghanistan-strategisches-patt\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann: Mit anderen Worten:<\/strong> Die Lage f&uuml;r die (neuen) Bundeswehrsoldaten in Afghanistan d&uuml;rfte ziemlich gef&auml;hrlich sein bzw. werden, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deeskalieren auf Amerikanisch: Nato plant Gro&szlig;man&ouml;ver an Russlands Grenze<\/strong><br>\nDie Beziehungen zwischen Russland und der Nato sind wegen der steigenden Milit&auml;rpr&auml;senz der westlichen Allianz in Osteuropa zunehmend angespannt. Hunderte Nato-Soldaten sind mittlerweile in direkter N&auml;he zur russischen Grenze stationiert. Nun will die Nato nachlegen und ein Gro&szlig;man&ouml;ver mit 45.000 Mann an der russischen Grenze starten.<br>\nLaut dem US-General und Marinekorpskommandanten Robert Neller werden die Nato-Staaten im Herbst ein Gro&szlig;man&ouml;ver mit &uuml;ber 45.000 Soldaten direkt an der russischen Grenze starten.<br>\n&bdquo;In diesem Herbst, im Oktober, wird ein Gro&szlig;man&ouml;ver der Nato stattfinden, m&ouml;glicherweise das gr&ouml;&szlig;te Man&ouml;ver mit Einsatz von Amphibienfahrzeugen, das auf dem H&ouml;hepunkt des Kalten Krieges durchgef&uuml;hrt wurde und &bdquo;Trident Juncture&ldquo; hie&szlig;&ldquo;, sagte der US-Milit&auml;r bei einer Sitzung des Repr&auml;sentantenhauses der USA.<br>\nKonkret sollen die Man&ouml;ver in den Gew&auml;ssern von Norwegen stattfinden und auch den Einsatz Dutzender Schiffe und Flugzeuge beinhalten.<br>\n&bdquo;Ich bin mir sicher, dass es seitens Russlands Proteste geben wird. Aber ich denke, das wird die Ernsthaftigkeit der Strategie, die die USA durchf&uuml;hren, zeigen&ldquo;, so Neller weiter.<br>\nDies soll auch ein Signal an &bdquo;unsere Nato-Partner&ldquo; sein, die laut dem US-Milit&auml;r &bdquo;uns dort (in Europa) f&uuml;r ihren Schutz sehen wollen&ldquo;.<br>\nNach Medienberichten soll sich auch die Bundeswehr aktiv an diesen Man&ouml;vern beteiligen &ndash; bis zu 12.000 deutsche Soldaten k&ouml;nnten dabei zum Einsatz kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20180307319843338-eskalation-manoever-nato-russland\/\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Syrien-Krieg: Die selektive Darstellung der Medien und der Politik in Deutschland<\/strong><br>\nEs ist schon lange kein Geheimnis mehr: Die Berichterstattung der Lage in Syrien ist von Einseitigkeit und Interessen gepr&auml;gt. Das verhindert Aufkl&auml;rung und vermittelt lediglich Teilansichten eines komplexen Konflikts. Ein Kommentar von Karin Leukefeld.<br>\nBei einem Vortrag &uuml;ber Syrien berichtete ich einmal &uuml;ber die Arbeit der Vers&ouml;hnungskomitees. Von Anfang an hatte die syrische Gesellschaft in eigener Initiative versucht, die Gewalteskalation im Land zu stoppen. Viele Pers&ouml;nlichkeiten, die sich f&uuml;r die Vers&ouml;hnung zwischen Armee und bewaffneten Gruppen in Syrien eingesetzt hatten, bezahlten ihr Engagement mit dem Leben. Andere &uuml;bernahmen die Arbeit der Get&ouml;teten. Es entstand ein Ministerium f&uuml;r die nationale Vers&ouml;hnung und 2015 griff Russland die Initiative auf und unterst&uuml;tzte die Suche nach Frieden und Vers&ouml;hnung mit einem &ldquo;Russischen Zentrum f&uuml;r die Vers&ouml;hnung der verfeindeten Seiten in Syrien&rdquo; &ndash; mit gro&szlig;em Erfolg.<br>\nW&auml;hrend ich bei der besagten Veranstaltung Beispiele der Vers&ouml;hnungsarbeit in Syrien erl&auml;uterte, sprang ein Zuh&ouml;rer auf und rief laut in den Saal: &ldquo;Sie l&uuml;gen! Sie haben sich das ausgedacht! Ich habe noch nie irgendwo in den Medien dar&uuml;ber geh&ouml;rt!&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich ist &uuml;ber die Vers&ouml;hnungsarbeit in Syrien in deutschen Mainstreammedien kaum berichtet worden. Auch Angriffe der so genannten Rebellen auf die zivile Infrastruktur wie die Strom- und Wasserversorgung wurden kaum erw&auml;hnt. Es gab keine Schlagzeilen dar&uuml;ber, dass 2014\/15 die &ldquo;moderaten Rebellen&rdquo; im Osten von Aleppo die Wasserversorgung Dutzende Male stoppten.<br>\nUnd als die Fijeh-Quelle bei Damaskus kurz vor Weihnachten 2016 von bewaffneten Gruppen besetzt wurde, um die syrische Regierung dazu zu erpressen, sich den Forderungen der Kampfgruppen in den &ouml;stlichen Vororten von Damaskus (Ghuta) zu f&uuml;gen, schoben deutsche Medien mindestens indirekt die Schuld daf&uuml;r dem &ldquo;Assad-Regime&rdquo; zu. Wollte man alles auflisten, was in den vergangenen sieben Jahren &uuml;ber den Krieg in Syrien nicht oder einseitig dargestellt wurde, w&auml;re die Liste lang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/66212-wie-ausgewaehlte-darstellung-in-medien-und-politik-das-bild-von-syrien-in-deutschland-praegt\/\">Karin Leukefeld auf RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Houthis und das Haus Saud<\/strong><br>\nSaudi-Arabien beteuert, die Houthi-Rebellen w&auml;ren eine Marionette Teherans und rechtfertigt damit den erbarmungslosen Krieg im Jemen, da dieser die Expansion des Iran auf die Arabische Halbinsel verhindern w&uuml;rde. Die tats&auml;chlichen Gr&uuml;nde sind jedoch wesentlich banaler: Riad will die Grenzen seiner 1934 annektierten Provinzen sch&uuml;tzen und seinen jahrzehntelangen Einfluss auf die jemenitische Regierung wiederherstellen.<br>\nDas Elend im Jemen &uuml;bersteigt jede Vorstellungskraft. Angesichts von 10.000 Toten, 50.000 Verletzten und &uuml;ber 3 Millionen Menschen auf der Flucht, von Choleraepidemie und Hungersnot spricht die UN von der &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten humanit&auml;ren Katastrophe der Welt&ldquo; und doch k&ouml;nnte der Krieg kaum abwesender sein.<br>\nSeit M&auml;rz 2015 bombardiert eine von Saudi-Arabien gef&uuml;hrte Koalition zur Bek&auml;mpfung der Houthi-Rebellen den Jemen in einem Krieg, der &ndash; wenn er &uuml;berhaupt reportiert wird &ndash; in aller Regel als Stellvertreterkrieg dargestellt: Die Houthi-Rebellen k&auml;mpften als Marionette des Iran gegen den regionalen Erzfeind Saudi-Arabien. Der Krieg sei Teil des Kampfes um die Herrschaft im Nahen Osten, desweilen ginge es um einen herbeigeschriebenen Jahrtausende w&auml;hrenden Kampf zwischen Sunniten und Schiiten. In einer George-Bush-Reminiszenz redet der saudi-arabische Au&szlig;enminister Adel al-Jubeir vom Kampf &bdquo;zwischen Gut und B&ouml;se&ldquo; &ndash; h&ouml;chst epische Kategorien scheinen auf dem Spiel zu stehen.<br>\nDichotomien wie die drei genannten sollen komplexe Zusammenh&auml;nge auf vertraute Narrative eindampfen. Doch um zum Kern eines Krieges vorzusto&szlig;en, taugen derart dilettantische Erkl&auml;rungsmuster nicht. Nachdem #1 der Jemen-Reihe den humanit&auml;ren Alptraum des Krieges analysierte, geben die n&auml;chsten drei Teile einen Einblick in Hintergr&uuml;nde und Ursachen, jeweils im Kontext der wichtigsten regionalen Player des Krieges und ihrer Agenda: Saudi-Arabien, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-03-07\/die-houthis-und-das-haus-saud\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Dialog Nord- und S&uuml;dkorea: &ldquo;Die Koreaner haben ihr Schicksal in die eigenen H&auml;nde genommen&rdquo;<\/strong><br>\nNord- und S&uuml;dkorea h&auml;tten es relativ geschickt verstanden, sich anzun&auml;hern, ohne die gro&szlig;en Verb&uuml;ndeten allzu sehr vor den Kopf zu sto&szlig;en, sagte Ostasien-Experten R&uuml;diger Frank im Dlf. Dass es jetzt wieder ein koreanisches Gipfeltreffen gebe, sei allein das Verdienst der beiden koreanischen Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/dialog-nord-und-suedkorea-die-koreaner-haben-ihr-schicksal.694.de.html?dram:article_id=412369\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eine Reise an Griechenlands Grenzen: &ldquo;Wir wurden vergessen&rdquo;<\/strong><br>\nKein Arzt, kein Supermarkt, D&ouml;rfer mit nur zwei Einwohnern: Viele abgelegene griechische Grenzregionen drohen auszusterben. Und die letzten Bewohner f&uuml;hlen sich von der Regierung mit ihren Alltagsproblemen und den Nachbarschaftskonflikten im Stich gelassen. [&hellip;]<br>\nHier in der Epirus-Region verl&auml;uft die 300 Kilometer lange griechisch-albanische Grenze meist &uuml;ber Berge, durch W&auml;lder und ohne Zaun. Wer sich auskennt, kann ohne Probleme unbemerkt ein- und ausreisen. Es gibt zu wenige Polizisten, kritisiert der 65-J&auml;hrige:<br>\n&ldquo;Fr&uuml;her gab es mal 200 Polizisten. Heute sind es nur halb so viele. Wer soll dieses gro&szlig;e Gebiet bewachen? Was sollen die Polizisten heute denn noch leisten? Ohne W&auml;rmebildkameras gibt es keinen ausreichenden Schutz. Es kommen auch verbotene Drogen &uuml;ber die Grenze, aber das interessiert uns nicht. Das ist Sache der Polizei. Wir wollen einfach in Ruhe leben, was nicht der Fall ist.&rdquo;<br>\nDas Dorf: ausgestorben. Die H&auml;user: seit Jahren leer. Die Eigent&uuml;mer: ausgewandert. Banken schlie&szlig;en, Beh&ouml;rden werden zusammengelegt. Immerhin gab es die letzten Monate keine Einbr&uuml;che in der Gegend.<br>\nAber zu wissen, dass niemand hier lebt, mit dem du reden kannst, kein Nachbar da ist, den du nach Salz fragen kannst oder der dir bei einer Autopanne helfen k&ouml;nnte &ndash; das sei das schlimmste Gef&uuml;hl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/eine-reise-an-griechenlands-grenzen-wir-wurden-vergessen.979.de.html?dram:article_id=412411\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EuGH: Schiedsgerichtsklausel in Investitionsschutzabkommen verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Recht<\/strong><br>\nDie Entscheidung k&ouml;nnte nicht nur Auswirkungen auf einen Vertrag zwischen der Slowakei und den Niederlanden, sondern auf 196 weitere Abkommen zwischen EU-Mitgliedsl&auml;ndern haben<br>\nEin gestern vom Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) bekannt gemachtes Urteil mit dem Aktenzeichen C-284\/16 d&uuml;rfte &uuml;ber den konkreten Fall hinaus Auswirkungen auf Investitionsschutzabkommen haben &ndash; zumindest auf solche zwischen zwei oder mehreren EU-Mitgliedsstaaten.<br>\nAnlass des Urteils war eine Forderung des niederl&auml;ndischen Versicherungskonzerns Achmea gegen die Slowakei. Die hatte 2006 eine in der Privatisierungseuphorie der Zeit davor beschlossene lukrative Liberalisierung des Krankenversicherungsmarktes teilweise r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht. Der Achmea-Konzern, der ein Tochterunternehmen in der Slowakei gegr&uuml;ndet hatte, klagte daraufhin auf entgangene Gewinne und berief sich dabei auf ein Investitionsschutzabkommen, das die 1993 aufgel&ouml;ste Tschechoslowakei mit den Niederlanden geschlossen hatte, den &ldquo;Bilateral Investment Treaty&rdquo; (BIT).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/EuGH-Schiedsgerichtsklausel-in-Investitionsschutzabkommen-verstoesst-gegen-EU-Recht-3987875.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: CETA bricht EU-Recht<\/strong><br>\n2008 strebte Achmea ein Schiedsverfahren an; vor einem deutschen Gericht &ndash; im Herzen der Kapitalunion. In Frankfurt am Main befanden die Schiedsrichter, Bratislava habe den Versicherer mit 22,1 Millionen Euro zu entsch&auml;digen. Die slowakische Regierung erhob Einspruch, der Bundesgerichtshof &uuml;berwies die Klage nach Luxemburg.<br>\nAm Dienstag befanden die dortigen Richter, im BIT sei ein Mechanismus geschaffen worden, &raquo;der nicht sicherzustellen vermag, dass &uuml;ber diese Streitigkeiten ein zum Gerichtssystem der Union geh&ouml;rendes Gericht befindet&laquo;.<br>\nSigmar Gabriel (SPD) d&uuml;rfte es aus den Latschen gekippt haben. Er hatte sich als Wirtschaftsminister vehement f&uuml;r einen st&auml;ndigen Schiedsgerichtshof im Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada (&shy;CETA) eingesetzt. Die Luxemburger Richter stellten das gesamte Konstrukt des &raquo;Freihandels&laquo; in Frage. Die Klage auf entgangene Gewinne, die der schwedische Energieriese Vattenfall gegen die Bundesrepublik wegen des &raquo;Atomausstiegs&laquo; anstrebt, k&ouml;nnte damit auch vom Tisch sein.<br>\nDas h&auml;tte die Bundesregierung auch billiger haben k&ouml;nnen. Der Deutsche Richterbund hatte bereits im November vergangenen Jahres Berlin aufgefordert, der EU-Kommission &raquo;das geforderte Mandat f&uuml;r Verhandlungen zur Errichtung eines Multinationalen Investitionsgerichts (MIC) zu verweigern&laquo;. Internationaler Schutz f&uuml;r Konzerne bed&uuml;rfe &raquo;klarer materiell-rechtlicher Vorgaben, die bisher fehlen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/328626.ceta-bricht-eu-recht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lobby in der Forschung: Wie die Wirtschaft die Wissenschaft finanziert<\/strong><br>\nDass die Wirtschaft die Wissenschaft beeinflussen kann, wurde zuletzt deutlich am Fall der Tierversuche mit Diesel in den USA, die die Autolobby unterst&uuml;tzt hatte. Auch in Deutschland gr&uuml;nden Unternehmen Stiftungen, die selbst forschen oder Universit&auml;ten finanzieren. Wie unabh&auml;ngig ist die Wissenschaft hierzulande? [&hellip;]<br>\nGlaubt man der Wissenschaft, ist die zuckerhaltige Limonade Cola gar nicht so ungesund. Bei genauerem Hinsehen wird klar: Die Studie, auf der diese These gr&uuml;ndet, wurde von Coca-Cola finanziert. Verwicklungen von Forschung und Wirtschaft gab es auch beim Thema Kaffee: Drei bis vier Tassen sollen sogar gesundheitsf&ouml;rderlich sein &ndash; sagt zumindest ein Professor, der sein Geld auch als Berater von Tchibo verdient.<br>\nNicht nur kleinere Institute werden von Unternehmen mitfinanziert, auch Universit&auml;ten werden unterst&uuml;tzt. Beispiel Technische Universit&auml;t M&uuml;nchen (TUM): 1,4 Milliarden Euro Budget hatte die Universit&auml;t im Jahr 2016 zur Verf&uuml;gung. Der Gro&szlig;teil davon stammt vom Freistaat Bayern oder ist selbst erwirtschaftet. Rund zwanzig Prozent sind sogenannte Drittmittel. Rund ein Drittel davon kommen mit 100 Millionen Euro von Unternehmen und Stiftungen.<br>\nDie Stiftung des Discounters Lidl finanziert der TU M&uuml;nchen zwanzig Wirtschaftsprofessuren auf Lebenszeit, in M&uuml;nchen und auf dem Campus in Heilbronn &ndash; eine neue Dimension, die in der Kritik steht. Der Wirtschaftsprofessor Christian Krei&szlig; von der Hochschule Aalen bef&uuml;rchtet, dass die Forschung dadurch einseitig wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/lobbyismus-wie-die-wirtschaft-die-wissenschaft-finanziert-100.html\">BR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>AfD-nahe Gewerkschaft legt zu: Rechtsextreme ziehen in Betriebsr&auml;te ein<\/strong><br>\nBetriebsratswahlen sto&szlig;en in Deutschland kaum auf Interesse. Wom&ouml;glich werden sie deshalb immer mehr zur Spielwiese von Neonazis und Rechtspopulisten: Die AfD baut ihren Einfluss bei Arbeitern zunehmend aus. [&hellip;]<br>\nIn vielen Betrieben greifen der rechtsextreme Gewerkschafter und seine Gesinnungsgenossen nach der Macht. In 28.000 Unternehmen werden seit dem 1. M&auml;rz neue Betriebsr&auml;te gew&auml;hlt. 180.000 Mandate sind zu verteilen. Bisher haben die Wahlen kaum Interesse erzeugt. Doch inzwischen sitzt die AfD in fast allen Landesparlamenten und mit rund 13 Prozent im Bundestag. Dieser Umbruch zeigt sich nun auch in den Betriebsr&auml;ten &ndash; so wie beim Autobauer Daimler.<br>\nNeonazis vertreten Arbeiterinteressen<br>\nAm Standort Untert&uuml;rkheim haben 22.000 Mitarbeiter abgestimmt. Hilburger arbeitet seit 30 Jahren dort und hat 2009 das &ldquo;Zentrum Automobil&rdquo; (ZA) mitgegr&uuml;ndet. Zwar hat die IG Metall wie schon bei der letzten Wahl 2014 in dem Daimler-Werk mit mehr als 75 Prozent deutlich gewonnen und schickt 37 Vertreter in den Betriebsrat. Zweitst&auml;rkste Kraft wurde mit 13,2 Prozent aber Hillburgers ZA. Die Rechtsextremen haben ihren Stimmanteil ausgebaut und d&uuml;rfen nun sechs statt bisher vier Vertreter in das Gremium entsenden.<br>\nNicht nur in Untert&uuml;rkheim, auch in Sindelfingen und Rastatt war die nationalistische Liste erfolgreich. In Rastatt stellt sie mit 8,1 Prozent der Stimmen drei Vertreter im 35 Mann starken Betriebsrat. Auch in Sindelfingen schaffte ZA mit 3,4 Prozent und zwei Vertretern den Sprung in den Betriebsrat. Nur in Stuttgart scheiterten die Rechtsradikalen.<br>\n&ldquo;Zahlenm&auml;&szlig;ig scheinen rechte Listen auf den ersten Blick nicht bedeutsam. Der DGB geht davon aus, dass bei knapp 30.000 Betrieben rechte Listen nur im Promille-Bereich vertreten sein werden&rdquo;, sagt Gewerkschaftsexperte Klaus D&ouml;rre zu n-tv.de. Zwar gebe es rechte Listen schon seit l&auml;ngerer Zeit, doch erst jetzt zeige sich, dass die &ldquo;Deckel-drauf-Taktik&rdquo; ihre Ausbreitung nicht verhindern konnte: Mit der AfD gibt es jetzt auf Bundesebene eine Partei, die die Aktivit&auml;ten vernetzen kann. &ldquo;Bei der Bundestagswahl haben mit 15 Prozent &uuml;berdurchschnittlich viele Gewerkschaftsmitglieder und mit 22 Prozent besonders viele Arbeiter im Osten die AfD gew&auml;hlt&rdquo;, sagt D&ouml;rre.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Rechtsextreme-ziehen-in-Betriebsraete-ein-article20322309.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>dazu: &raquo;Regressive Rebellion&laquo;<\/strong><br>\nRechte &raquo;Gewerkschafter&laquo; buhlen anl&auml;sslich der Betriebsratswahlen um Anh&auml;nger in der Arbeiterklasse<br>\nDie SPD, so kommentierte Bj&ouml;rn H&ouml;cke (AfD) den Mitgliederentscheid der Partei &uuml;ber eine neue Regierungskoalition, sei auf dem Marsch &raquo;in den sicheren Abstieg in die politische Bedeutungslosigkeit&laquo;. CDU\/CSU und Sozialdemokraten verk&ouml;rperten die &raquo;Verwaltung des Elends&laquo;. Der heimliche Vorsitzende der AfD prognostizierte weiter: &raquo;Die AfD wird mit ihrer Sozial- und Heimatpolitik die neue Volkspartei. Sie ist die einzige Partei, die sich gegen die Kaputtglobalisierung unserer Solidargemeinschaft ausspricht. Die alte Sozialdemokratie ist Geschichte, die Zukunft geh&ouml;rt dem solidarischen Patriotismus.&laquo;<br>\nDer &raquo;solidarische Patriotismus&laquo;, eine Wortsch&ouml;pfung H&ouml;ckes, kn&uuml;pft nahtlos an die Traditionslinie des &raquo;v&ouml;lkischen&laquo; Antikapitalismus an, dessen nat&uuml;rlicher Gegner stets die freien Gewerkschaften waren. Deren Hauptaufgabe, so der selbst definierte Anspruch, war und ist die Minderung der Konkurrenz zwischen den Lohnabh&auml;ngigen, zwischen diesen und den Arbeitsuchenden, zwischen M&auml;nnern und Frauen, zwischen deutschen Besch&auml;ftigten und solchen ausl&auml;ndischer Herkunft. Und ebenso traditionell besteht zwischen diesen Gewerkschaften und der SPD, aller proklamierten &Uuml;berparteilichkeit zum Trotz, ein enges Verh&auml;ltnis. Was also liegt n&auml;her, in einer Zeit des Verfalls dieser einstmals sozialdemokratischen Partei, als die Offensive an einer weiteren Front, in den Betrieben, zu er&ouml;ffnen? Die Betriebsratswahlen in diesem Fr&uuml;hjahr sind daf&uuml;r ein erster Probelauf.<br>\nGleichwohl schrillen bei den Gewerkschaften die Alarmglocken. Hans-J&uuml;rgen Urban vom Vorstand der IG Metall, die als Einzelgewerkschaft derzeit am st&auml;rksten mit rechten Konkurrenzkandidaturen konfrontiert ist, sieht bereits einen &raquo;Kampf um die Hegemonie&laquo;. Die Gewerkschaften, so Urban, &raquo;sp&uuml;ren zunehmend den rechten Atem im Nacken&laquo;. Er warnte in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik (3\/18) weiterhin, &raquo;die rechtspopulistische Bewegung k&ouml;nnte dar&uuml;ber hinaus die Erosion gewerkschaftlicher Macht insgesamt bef&ouml;rdern. Das w&auml;re der Fall, w&uuml;rde sie sich erfolgreich als (vermeintliche) &rsaquo;interessenpolitische Konkurrenz von rechts&lsaquo; zu den Gewerkschaften etablieren&laquo;. Der IG-Metall-Vorstand deutet den &raquo;Rechtspopulismus als regressive Rebellion&laquo; und malte die Konsequenzen eines m&ouml;glichen Erfolges als Menetekel an die Wand: &raquo;Beide, Demokratie und Gewerkschaften, drohen im &Uuml;bergang zum neoliberalen Finanzmarktkapitalismus unter die R&auml;der zu geraten und sind keineswegs davor gefeit, zur Beute der rechtspopulistischen Aggression zu werden&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/328532.regressive-rebellion.html%20\">Junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Umfrage: Drastischer Vertrauensverlust f&uuml;r Olaf Scholz in Hamburg<\/strong><br>\nDer amtierende Hamburger B&uuml;rgermeister und designierte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat bei den Beliebtheitswerten in seiner Stadt drastisch verloren. Das berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer Hamburg-Ausgabe. Waren vor zwei Jahren noch zwei von drei Hamburgern (69 Prozent) zufrieden mit der politischen Arbeit ihres B&uuml;rgermeisters, ist es aktuell nur noch jeder Zweite (51 Prozent). Der Anteil der Unzufriedenen ist im gleichen Zeitraum von 24 auf 42 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Umfrage des Politikforschungsinstituts Policy Matters im Auftrag der ZEIT hervor. Ein wesentlicher Grund f&uuml;r das abnehmende Vertrauen in den B&uuml;rgermeister ist offenbar der G20-Gipfel im vergangenen Jahr. Jeder zweite Befragte erkl&auml;rt, er vertraue dem B&uuml;rgermeister seither weniger als zuvor.<br>\nDie repr&auml;sentative Umfrage ergab, dass auch die SPD in der W&auml;hlergunst verlor. Kam die Partei bei der B&uuml;rgerschaftswahl 2015 noch auf 45,6 Prozent der Stimmen, w&auml;ren es nur noch 28 Prozent, wenn an diesem Sonntag in Hamburg gew&auml;hlt w&uuml;rde. F&uuml;r die in Hamburg traditionell starke SPD w&auml;re es das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/9377\/3885282\">Presseportal<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-42797","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42797","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42797"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42797\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42800,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42797\/revisions\/42800"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42797"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42797"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42797"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}