{"id":4285,"date":"2009-10-26T09:35:52","date_gmt":"2009-10-26T07:35:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4285"},"modified":"2009-10-26T16:03:43","modified_gmt":"2009-10-26T14:03:43","slug":"hinweise-des-tages-1005","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4285","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter zu den Themen Krankenkassen-Kopfpauschale, Regierungsprogramm: Hauseigent&uuml;mer haben Vorfahrt, N&auml;he zu Pharmaindustrie des Pandemie-Beauftragten, Managergeh&auml;lter, Scheer schmei&szlig;t die Brocken hin, Schwarz-Gelb verw&auml;ssert Programme gegen Rechts. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Die Krankenkassen-Kopfpauschale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Ein Vertrag f&uuml;r die eigenen Leute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Regierungsprogramm: Hauseigent&uuml;mer haben Vorfahrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Zweierlei Haushaltskassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Darmst&auml;dter Sozialrichter warnt vor Kapitaldeckung der Pflegeversicherung: &ldquo;Die Leute an den Finanzm&auml;rkten werden sich freuen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">N&auml;he zu Pharmaindustrie; Pandemie-Beauftragter der Regierung hat umstrittenen Beraterjob<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Macht und Marge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Managergeh&auml;lter: Neues Spiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">SPD-Vorstand: Auch Scheer schmei&szlig;t die Brocken hin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Fr&uuml;chte der Diskriminierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Schwarz-Gelb verw&auml;ssert Programme gegen Rechts<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Krankenkassen-Kopfpauschale<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erster Wortbruch<\/strong><br>\nEs war Freitag, der 18. September, Tag neun vor der Bundestagswahl. Die Kanzlerin war in die Bundespressekonferenz gekommen, um Journalistenfragen zu beantworten. Bekanntlich plane die FDP, Sozialsystem zu privatisieren und den Gesundheitsfonds abzuschaffen, sagte ein Kollege: &ldquo;K&ouml;nne Sie den B&uuml;rgern versichern, dass sich die FDP in diesen Punkten definitiv nicht durchsetzen wird?&rdquo; Merkel reagierte prompt. &ldquo;Ja, das kann ich&rdquo;, erwiderte sie. Im Regierungsprogramm stehe, was die CDU ver&auml;ndern wolle. &ldquo;Das, was darin nicht steht, wollen wir auch nicht ver&auml;ndern.&rdquo; Von der Kopfpauschale ist in dem Dokument jedoch nicht die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2009%2F10%2F24%2Fa0131&amp;cHash=db5bdea847\/&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Wortbruch, der es schwer haben, als solcher bekannt zu werden. Sind sich doch die M&auml;chtigen im Lande &ndash; wir wollen nicht vergessen, dass wir in einer Plutokratie leben &ndash; in ihrem Lob f&uuml;r die Koalition einig. Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt spricht von einem guten Kompass f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre, der Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann, von vielen guten Reformans&auml;tzen und der Pr&auml;sidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Peter Keitel, von einem ermutigenden Signal f&uuml;r die deutsche Wirtschaft,&nbsp; um nur die wichtigsten Verb&auml;nde zu nennen. Wer mag, kann das noch herunter brechen: Energiewirtschaft, Atomindustrie, &Auml;rzteschaft, Hauseigent&uuml;mer usw.. Eigentlich m&uuml;ssten der Kanzlerin die Ohren klingeln, bei so viel Beifall von einer Seite.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&laquo;Gesundheitsreform kommt W&auml;hlert&auml;uschung nahe&raquo;<\/strong><br>\nEine Umverteilungsmaschinerie zugunsten der FDP-Klientel und zweifelhafte Versprechen, Geringverdienern die Mehrkosten solidarisch auszugleichen: Die geplante Gesundheitsreform von Schwarz-Gelb st&ouml;&szlig;t in den Leitartikeln auf scharfe Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/presseschauen\/1500459.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Seehofers Verrat<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te &Uuml;berraschung in den nun zu Ende gegangenen Koalitionsverhandlungen war f&uuml;r viele W&auml;hler, dass die schwarz-gelbe Koalition die Krankenkassen-Kopfpauschale einf&uuml;hren will &ndash; und zwar in versch&auml;rfter Form: Nun sollen nur mehr die Arbeitnehmer einen Einheitsbeitrag zahlen, w&auml;hrend er f&uuml;r die Arbeitgeber weiterhin prozentual berechnet wird. Andernfalls h&auml;tte man ja Unternehmen belastet, die Niedrigl&ouml;hne zahlen.<br>\n&Uuml;berraschend war dieses Ergebnis nicht nur deshalb, weil die Union vor der Wahl kein Wort &uuml;ber solche Pl&auml;ne verraten und stattdessen den zusammen mit der SPD eingef&uuml;hrten Gesundheitsfonds verteidigt hatte. Die FDP hatte sich diesmal kaum konkret zu gesundheitspolitischen Pl&auml;nen ge&auml;u&szlig;ert und stattdessen eher B&uuml;rgerrechte in den Vordergrund gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/146419\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Kopfpauschale kommt!<\/strong><br>\nDas, was Union und FDP da vorhaben, ist nicht nur das Ende der parit&auml;tischen Krankenversicherung, einem 126 Jahre alten System, um das uns die halbe Welt beneidet. Es ist vor allem der Ausstieg aus dem Solidarsystem und die endg&uuml;ltige Zementierung der Zwei-Klassen-Medizin.<br>\nSchon jetzt ist absehbar, dass die gesetzliche Krankenversicherung in Zukunft chronisch unterfinanziert sein wird. Die Pauschalbeitr&auml;ge f&uuml;r die Versicherten werden so hoch sein, dass sich jeder, der es kann, in die private Krankenversicherung verabschieden wird. Zur&uuml;ck bleiben die Geringverdiener und diejenigen die so krank sind, dass sie von den Privatversicherungen abgelehnt werden. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden dann wohl radikal zusammengestrichen. Zur&uuml;ck bleibt eine Art Rumpf-Absicherung f&uuml;r arme Schlucker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/kommentar380.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Ein ungewohnt kritischer Kommentar des ARD-Hauptstadtb&uuml;ros zur schwarz-gelben Gesundheitspolitik. Es sind jedoch wegen der Beitragsbemessungsgrenze nicht nur die Geringverdiener, die abgekoppelt werden. Auch die Durchschnittsverdiener werden zuk&uuml;nftig auf der Strecke bleiben. Ist das die von vielen Medien behauptete &ldquo;Sozialdemokratisierung der Union&rdquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Manifest der Hornissen<\/strong><br>\nEinige nannten sie verniedlichend Biene-Maja-Koalition. Das d&uuml;rfte jetzt vorbei sein. Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP zeigt: Wenn die neue Regierung etwas voranbringen will, dann die Entsolidarisierung der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/854\/492214\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Versicherten m&uuml;ssen sich warm anziehen<\/strong><br>\nUnter der neuen schwarz gelben Regierung wird die Kommerzialisierung des Gesundheitssystems ein bisher nicht gekanntes Ma&szlig; annehmen. Mit einem marktliberalen Gesundheitsminister wird die Axt an die Gesetzliche Krankenversicherung gelegt. Der Verein Demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte vd&auml;&auml; kritisiert die in den Koalitionsverhandlungen zur Gesundheitspolitikund Pflege getroffenen Vereinbarungen.<br>\nDas Einfrieren des Arbeitgeberanteils zur Gesetzlichen Krankenversicherung bedeutet eine endg&uuml;ltige Aufk&uuml;ndigung der parit&auml;tischen Finanzierung der Gesundheitsausgaben, die schon in den letzten Jahren ausgeh&ouml;hlt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdaeae.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=313&amp;Itemid=90\">Verein Demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein Vertrag f&uuml;r die eigenen Leute<\/strong><br>\nDer Koalitionsvertrag wirkt zusammengeschustert. Aber einen roten Faden hat er: er bedient die eigene Klientel. Die Bev&ouml;lkerung hat sich daran gew&ouml;hnt, dass Wahlversprechen gebrochen werden. Diese Koalitionsverhandlungen haben die Erkenntnis reifen lassen: Es gibt Schlimmeres. N&auml;mlich die Einhaltung von Wahlversprechen. Nach den vollmundigen Ank&uuml;ndigungen k&ouml;nnen die neuen Regenten jetzt nicht erkl&auml;ren, es sei alles nicht so gemeint gewesen. Entlastungen m&uuml;ssen beschlossen werden, will die neue Koalition wenigstens einen Rest ihrer Glaubw&uuml;rdigkeit retten. Da die Zeiten so golden bekanntlich nicht sind, dienen die Entlastungen nicht dem Interesse der Allgemeinheit, sondern vor allem der Imagepflege. Die ist auch deshalb wichtig, weil die meisten Medien in privater Hand sind. Wer steuerliche Entlastungen &ndash; auch von Unternehmen &ndash; derzeit nicht f&uuml;r das dringlichste aller Probleme h&auml;lt, bekommt eine schlechte Presse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F10%2F24%2Fa0172&amp;cHash=41a25d9320\/&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Regierungsprogramm: Hauseigent&uuml;mer haben Vorfahrt<\/strong><br>\nOb in der Steuerpolitik, dem Gesundheitswesen oder im Sozialbereich: Nicht alles, was CDU\/CSU und FDP in das gemeinsame Regierungsprogramm aufnehmen wollten, war am Ende der Koalitionsverhandlungen am Freitag bereits unterschriftsreif. Das gilt auch f&uuml;r die Bereiche Mietrecht und Wohnen. So musste die Koalition nach massiver Kritik des Deutschen St&auml;dtetages ihr Vorhaben, landeseigene Unternehmen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge, darunter Wasser- und Entsorgungsbetriebe, mit profitorientierten Privatunternehmen steuerlich gleichzustellen, vorerst aussetzen. Andere Ma&szlig;nahmen sind dagegen unter Dach und Fach.<br>\nSo haben sich nach Angaben von Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach die Rechtspolitiker beider Parteien auf einschneidende Mietrechts&auml;nderungen verst&auml;ndigt. Beabsichtigt ist unter anderem, die Position der Hauseigent&uuml;mer zu st&auml;rken und Schutzrechte f&uuml;r Mieter abzubauen. Demnach k&ouml;nnen Vermieter k&uuml;nftig deutlich schneller K&uuml;ndigungen aussprechen. &raquo;Die K&uuml;ndigungsfristen f&uuml;r Vermieter und Mieter sollen einheitlich sein&laquo;, hei&szlig;t es im Koalitionsvertrag. Hinter der harmlosen Formulierung verbergen sich klare Nachteile f&uuml;r die Mieter. Diese mussten bisher eine K&uuml;ndigungsfrist von drei Monaten einhalten, w&auml;hrend die Frist f&uuml;r Vermieter von sechs beziehungsweise neun Monate betrug. Die Vierteljahresregelung galt f&uuml;r die Vermieterseite nur bei einer Wohndauer von weniger als f&uuml;nf Jahren und dann auch nur in F&auml;llen von Eigenbedarf, gravierenden Vertragsverletzungen durch den Mieter, oder wenn das Mietverh&auml;ltnis einer &raquo;angemessenen wirtschaftlichen Verwertung&laquo; entgegenstand.<br>\nQulelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/10-26\/041.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zweierlei Haushaltskassen<\/strong><br>\nNicht mehr Geld ausgeben als einnehmen? Was f&uuml;r viele B&uuml;rger gilt, muss f&uuml;r die Regierung nicht richtig sein. Zuerst die gute Nachricht: Wolfgang Sch&auml;uble wird Bundesfinanzminister. Schlie&szlig;lich hat der vormalige Innenminister immer wieder unter Beweis gestellt, dass er das Grundgesetz nicht als in Stein gemei&szlig;elt betrachtet, sondern eher als Knetmasse. Diesen Gestaltungswillen kann der CDU-Politiker jetzt in seinem neuen Ressort endlich einmal in sinnvolle Bahnen lenken, indem er die Regeln der unseligen Schuldenbremse entweder gro&szlig;z&uuml;gigst interpretiert oder besser noch: gleich kippt. Damit w&uuml;rde er viel Schaden vom deutschen Volk abwenden. Jetzt die schlechte Nachricht: Die SPD hat offenbar aus ihren Fehlern nichts gelernt und glaubt, das wirtschaftspolitische Monstrum verteidigen zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2039024&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Darmst&auml;dter Sozialrichter warnt vor Kapitaldeckung der Pflegeversicherung: &ldquo;Die Leute an den Finanzm&auml;rkten werden sich freuen&rdquo;<\/strong><br>\nNach Ansicht des Sozialrechtlers J&uuml;rgen Borchert n&uuml;tzt eine kapitalgedeckte Pflegeversicherung nur den Finanzm&auml;rkten, die sich schon &uuml;ber die Riester-Rente gefreut h&auml;tten. Die Kapitaldeckung bedeute vielmehr zus&auml;tzlichen Sprengstoff zur Demografiebombe. Das Beispiel Hypo Real habe gezeigt, dass im Krisenfall doch der Steuerzahler und damit ein Umlageverfahren einspringen m&uuml;sse.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1055976\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/10\/23\/dlf_20091023_0810_edc0dc15.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Mit manchem hat Sozialrechtler Borchert nicht unrecht. Allerdings h&auml;ngt er auch mancher Legende nach demografischem Wandel und Kinderlosigkeit nach. Au&szlig;erdem ist er im Beirat (Policy-Fellows) des sozialdarwinistischen Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) sowie Mitglied im Kuratorium der Lobbyorganisation Stiftung f&uuml;r die Rechte zuk&uuml;nftiger Generationen.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.iza.org\/index_html?lang=de&amp;mainframe=http%3A\/\/www.iza.org\/de\/webcontent\/personnel\/policy_fellows\/index_html&amp;topSelect=personnel&amp;subSelect=policyfellows\">Institut zur Zukunft der Arbeit<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.generationengerechtigkeit.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=16&amp;Itemid=28\">Stiftung f&uuml;r die Rechte zuk&uuml;nftiger Generationen<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wie begr&uuml;ndet J&uuml;rgen Borchert die Behauptung, Deutschland sei Weltmeister bei der Kinderlosigkeit? 2006 betrug die Fertilit&auml;tsrate in Deutschland 1,45. In Japan lag sie bei 1,23, in Italien bei 1,40, in &Ouml;sterreich bei 1,41, in Spanien bei 1,37 und in Tschechien bei 1,44.<br>\nSchade auch, dass er mit keinem Wort auf die von der Politik beeinflussbaren Gr&uuml;nde eingeht, die Paare daran hindern k&ouml;nnen, Kinder zu bekommen. Wenn immer mehr Menschen nur befristet angestellt sind, in den Niedriglohnbereich abgedr&auml;ngt werden oder gar keinen Job haben, fehlen zur Gr&uuml;ndung einer Familie schlicht die materiellen Voraussetzungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>N&auml;he zu Pharmaindustrie; Pandemie-Beauftragter der Regierung hat umstrittenen Beraterjob<\/strong><br>\nDer Influenza-Koordinator am staatlichen Robert-Koch-Institut ber&auml;t nach SPIEGEL-Informationen eine von der Pharmaindustrie finanzierte Vereinigung. Korruptionsw&auml;chter beklagen die Verquickung &ndash; ein Amtstr&auml;ger d&uuml;rfe nicht so eng mit einem Lobbyverein verbandelt sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/0,1518,657146,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Macht und Marge<\/strong><br>\nDie Banken scheffeln wieder Geld. Auf wessen Kosten? fragt Josef Joffe: &bdquo;Die Gro&szlig;en sind mit Staatshilfe noch gr&ouml;&szlig;er und &raquo;systemischer&laquo; geworden; sie wissen, dass sie beim n&auml;chsten Mal erst recht gerettet werden. Das nennt man nicht Marktwirtschaft, sondern Marktbereinigung. Je weniger Mitspieler, desto h&ouml;her die Macht und die Marge. Wer diesen Teufelskreis zu durchbrechen versteht, kriegt den n&auml;chsten Nobelpreis in &Ouml;konomie.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/44\/Zeitgeist-44\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Das konnte man alles zwar l&auml;ngst anderswo nachlesen. Doch dass Josef Joffe den Systemkritiker zu geben versucht, ist eine so kuriose Erfahrung, dass wir sie Ihnen nicht vorenthalten m&ouml;chten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Managergeh&auml;lter: Neues Spiel<\/strong><br>\nBis Ende 2009 m&uuml;ssen Banken ihre Verg&uuml;tung umstellen. Allzu streng sind die Regeln nicht. Top-Manager verdienen schon wieder wie vor der Krise. Glaubt man Bankern und der Finanzaufsicht Bafin wird in den Geldh&auml;usern eifrig an Bonussystemen gebastelt, die in die neue Zeit passen. Mitte August hatte die Bafin den deutschen Banken neue Vorschriften f&uuml;r ihre Verg&uuml;tungssysteme gemacht. In den erweiterten &bdquo;Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten (MaRisk)&ldquo; verlangt die Beh&ouml;rde unter anderem, dass k&uuml;nftig kurzfristige Renditen nicht mehr der Ma&szlig;stab f&uuml;r variable Verg&uuml;tungsbestandteile sein d&uuml;rfen. Stattdessen m&uuml;ssen sich Boni am &bdquo;Erfolg der Organisationseinheit und am Erfolg des Instituts orientieren&ldquo;. Wichtig: Stellt sich heraus, dass ein Gesch&auml;ft zu unvertretbaren Risiken f&uuml;hrt, m&uuml;ssen &bdquo;die Verantwortlichen einen Teil oder sogar ihren gesamten Bonus zur&uuml;ckzahlen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Finanzen-Banken-Finanzkrise-Managergehaelter;art130,2931974?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und was hei&szlig;t das konkret?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>SPD-Vorstand: Auch Scheer schmei&szlig;t die Brocken hin<\/strong><br>\nNach Andrea Ypsilanti hat auch Energieexperte Scheer bekannt gegeben, nicht wieder f&uuml;r den SPD-Vorstand zu kandidieren. In einem Brief an die Parteispitze, der stern.de vorliegt, begr&uuml;ndet Scheer seinen Schritt mit der Umweltpolitik &ndash; und attackiert den designierten Vorsitzenden Gabriel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/spd-vorstand-auch-scheer-schmeisst-die-brocken-hin-1516755.html\">STERN<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fr&uuml;chte der Diskriminierung<\/strong><br>\nIn Dresden beginnt heute der Prozess gegen den mutma&szlig;lichen M&ouml;rder der schwangeren &Auml;gypterin Marwa El-Sherbini. Alex W. hatte w&auml;hrend einer Gerichtsverhandlung im selben Geb&auml;ude sechzehnmal auf die Apothekerin Dr. Marwa El-Sherbini eingestochen und verletzte auch den ihr zu Hilfe eilenden Ehemann. El-Sherbini verstarb noch im Gerichtssaal vor den Augen ihres dreij&auml;hrigen Sohnes. Marwa El-Sherbini hatte den 28-j&auml;hrigen aus Russland stammenden Deutschen angezeigt, weil er sie auf einem Spielplatz als &raquo;Islamistin&laquo; und &raquo;Terroristin&laquo; beschimpft hatte. Als Alex W. auf Marwa El-Sherbini einstach, dachte der Vorsitzende Richter, laut Anklageschrift, er w&uuml;rde auf sie einpr&uuml;geln; den Alarmknopf dr&uuml;ckte er sp&auml;ter. Nur der Ehemann und der Pflichtverteidiger von Alex W. versuchten, den Angeklagten zu &uuml;berw&auml;ltigen. Die Staatsanw&auml;ltin, eine Urkundsbeamtin und zwei Sch&ouml;ffen griffen nicht ein. Ein Bundespolizist, der aus einem benachbarten Saal gerannt kam, schoss auf den Ehemann, nicht auf den T&auml;ter.<br>\nDie Islamwissenschaftlerin Dr. Sabine Schiffer stellt die Frage, &raquo;ob es sich bei den Abl&auml;ufen auch um Unterlassungen aus Sicht der Justiz aufgrund der Untersch&auml;tzung der Gefahr des antiislamischen Rassismus handelt.&laquo; F&uuml;r Dr. Schiffer war der &raquo;Polizistenfehlschuss weder vors&auml;tzlich, noch b&ouml;sartig &ndash; aber eventuell rassistisch beeinflusst, da arabisch-st&auml;mmige Mitb&uuml;rger in den Medien undifferenziert immer wieder als potenzielle Gewaltt&auml;ter, Terroristen oder &rsaquo;Ehrenm&ouml;rder&lsaquo; dargestellt werden, was das Unterbewusstsein der Medienkonsumenten und deren tats&auml;chliches Handeln in Stresssituationen beeinflussen&laquo; kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/158035.fruechte-der-diskriminierung.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb verw&auml;ssert Programme gegen Rechts<\/strong><br>\nUnion und FDP wollen die bestehenden Programme gegen Rechtsextremismus in allgemeine Anti-Extremismusprogramme umwandeln. Die zwei zentralen Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus stehen damit einmal mehr vor einer ungewissen Zukunft. Auch wenn es nicht um ihre Abschaffung geht, bef&uuml;rchten die Tr&auml;ger von Projekten gegen Neonazis, dass k&uuml;nftig mehr aus demselben Topf finanziert wird, ohne zus&auml;tzliche Mittel bereitzustellen. Das w&auml;re eine K&uuml;rzung durch die Hintert&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/157977.schwarz-gelb-verwaessert-programme-gegen-rechts.html\">ND<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter zu den Themen Krankenkassen-Kopfpauschale, Regierungsprogramm: Hauseigent&uuml;mer haben Vorfahrt, N&auml;he zu Pharmaindustrie des Pandemie-Beauftragten, Managergeh&auml;lter, Scheer schmei&szlig;t die Brocken hin, Schwarz-Gelb verw&auml;ssert Programme gegen Rechts. 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