{"id":42855,"date":"2018-03-10T11:25:13","date_gmt":"2018-03-10T10:25:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42855"},"modified":"2018-12-30T15:58:07","modified_gmt":"2018-12-30T14:58:07","slug":"kolumbien-die-wahlen-das-endlose-toeten-und-die-aussichten-fuer-eine-mitte-links-regierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42855","title":{"rendered":"Kolumbien \u2013 Die Wahlen, das endlose T\u00f6ten und die Aussichten f\u00fcr eine Mitte-Links-Regierung"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180310-Kolumbien-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Am kommenden Sonntag, dem 11. M&auml;rz, finden in Kolumbien kombinierte Parlaments- und parteiinterne Wahlen f&uuml;r die Bestimmung der Kandidaturen zur Pr&auml;sidentschaftswahl statt, die f&uuml;r den 27. Mai 2018 geplant ist. Gew&auml;hlt werden die Mitglieder beider H&auml;user des Kongresses. Das sind 172 Abgeordnete f&uuml;r das Repr&auml;sentantenhaus und 108 Senatoren, von denen 2 Sitze f&uuml;r Vertreter der indigenen V&ouml;lker, ferner 5 Sitze f&uuml;r die neue FARC-Partei und 1 Sitz f&uuml;r den auf Platz Zwei rangierenden Pr&auml;sidentschaftskandidaten reserviert sind. Von den 172 Sitzen des Repr&auml;sentantenhauses entfallen 161 Mandate auf die 32 Provinzen (Departamentos genannt) plus Regierungsbezirk Bogot&aacute;, 2 auf Wahlkreise afro-kolumbianischer Gemeinden, ferner 5 Sitze f&uuml;r die FARC und jeweils 1 Sitz f&uuml;r eingeborene Inselbewohner, indigene Gemeinschaften, Auslands-Kolumbianer und den an zweiter Stelle platzierten Vizepr&auml;sidentschafts-Kandidaten. Ein Bericht von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nMit 48,6 Millionen Einwohnern und rund 35 Millionen W&auml;hlern ist Kolumbien nach Brasilien das s&uuml;damerikanische Land mit der zweitgr&ouml;&szlig;ten Bev&ouml;lkerungs- und W&auml;hlerzahl, jedoch auch das Land mit der gr&ouml;&szlig;ten und durchg&auml;ngigen Wahltenthaltungsrate. In den 56 Jahren des schmutzigen Krieges zwischen Guerillas, Drogenmilizen und Streitkr&auml;ften, der mehr als 220.000 Todesopfer forderte, fanden 15 Pr&auml;sidentschaftswahlen mit einer durchschnittlichen Wahlbeteiligung von 46 Prozent statt. Die Enthaltung bei der Pr&auml;sidentschafts-Kampagne von 2014 betrug gar 60 Prozent und wird f&uuml;r die anstehende Wahl mit mindestens 25 Prozent, jedoch wesentlich h&ouml;heren Leerstimmen prognostiziert.<\/p><p>Mit 23,5 Prozent f&uuml;hrt in allen erdenklichen Wahlszenarien der linke Sozialdemokrat, ehemalige K&auml;mpfer der M-19-Guerilla und B&uuml;rgermeister von Bogot&aacute;, Gustavo Petro, das Rennen um die Nachfolge von Pr&auml;sident Juan Manuel Santos an, obwohl konservative Medien den Kandidaten der rechten und von Ex-Pr&auml;sident Alvaro Uribe kontrollierten Partei des sogenannten Demokratischen Zentrums, Iv&aacute;n Duque, mit angeblich 23,6 Prozent an erster Stelle zu platzieren und den Disput als &bdquo;technisches Patt&ldquo; umzudeuten versuchen (Duque y Petro, l&iacute;deres y en empate t&eacute;cnico: encuesta &ndash; El Tiempo, 08. M&auml;rz 2018).<\/p><p>Dass Petro und Duque &ndash; gefolgt von Sergio Fajardo (8,1%), Germ&aacute;n Vargas Lleras (6,3%), Marta Luc&iacute;a Ram&iacute;rez (5,7%) und Humberto de la Calle (4,1%) &ndash; weniger als 50 Prozent der angeblichen W&auml;hlerpr&auml;ferenzen auf sich vereinigen, liegt an der breiten Streuung der Kampagne, die mit 16 Parteien f&uuml;r die Parlamentswahlen und 10 Pr&auml;sidentschaftskandidaten nicht etwa als G&uuml;tesiegel, sondern mit der hohen Wahlenthaltung umgekehrt als Krisen-Signal der kolumbianischen Demokratie gedeutet werden muss.<\/p><p><strong>Im Vorfeld der Wahlen extreme Gewalt und Attentat auf Petro<\/strong><\/p><div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180310_petro.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Seit der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40188\">Unterzeichnung des Friedensabkommens und der Entwaffnung der FARC<\/a> wurden nach offiziellen Angaben in Kolumbien 11.000 Menschen ermordet. Von 101 umgebrachten F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten der sozialen Bewegungen waren allein 40 ehemalige FARC-Mitglieder. Wegen den anhaltenden Anschl&auml;gen auf ihre Wahlaktivisten hatte die zur politischen &bdquo;Partei der Rose&ldquo; (siehe Logo) mutierte, ehemals gr&ouml;&szlig;te Guerilla-Organisation Kolumbiens gegen die nicht eingehaltene Garantie der Regierung auf die k&ouml;rperliche Unversehrtheit ihrer entwaffneten Mitglieder im Januar mit der vor&uuml;bergehenden Aussetzung ihrer Wahlkampagne <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=V4jVDIYmAmM\">protestiert<\/a>.<\/p><p>Ein neuer R&uuml;ckschlag traf die Partei Anfang M&auml;rz, als ihr eher symbolischer Pr&auml;sidentschaftskandidat Rodrigo Lond&otilde;no &ndash; auch bekannt als Timochenko (unter 1,0 Prozent der W&auml;hlerpr&auml;ferenz) &ndash; einen mittlerweile &uuml;berstandenen Herzinfarkt erlitt und aus dem Wahlkampf ausschied. Womit die FARC die Wahlunterst&uuml;tzung Gustavo Petros erw&auml;gt, der nun noch st&auml;rker als &bdquo;gef&auml;hrlicher Ch&aacute;vez-Anh&auml;nger&ldquo; unter Beschuss der extremen Rechten und der konservativen Medien ger&auml;t.<\/p><p>Es herrschen skandal&ouml;se, in jeder funktionierenden Demokratie undenkbare Umst&auml;nde in Kolumbien. Nach mehr als 20 Jahren Haft, doch auf Bew&auml;hrung mit schweren Auflagen wieder auf freiem Fu&szlig;, ma&szlig;te sich Jhon Jairo Vel&aacute;squez, alias &ldquo;Popeye&rdquo; &ndash; ein ehemaliger Scherge des Drogenbosses Pablo Escobar und Massenm&ouml;rder mit 300 Toten auf dem Gewissen &ndash; an, in den sozialen Netzwerken die Ermordung von Pr&auml;sidentschaftskandidat Gustavo Petro zu empfehlen.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180310_farc1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>&bdquo;Wenn Kommandant Carlos Casta&ntilde;o Gil im Jahr 1990 Carlos Pizarro Le&oacute;n G&oacute;mez nicht get&ouml;tet h&auml;tte, w&auml;re es heute in Kolumbien schlimmer als in Venezuela. Wir pflegen leider keine Erinnerung. Heute f&uuml;hrt Gustavo Petro, ein Kumpel Carlos Pizarros, die Umfragen an. Die Umfragen sind eine Farce, aber sie sind sehr gef&auml;hrlich&ldquo;, provozierte &ldquo;Popeye&rdquo; <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Popeye_leyenda\/status\/968594146121445381\">auf seinem Twitter-Profil<\/a>.<\/p><p>Claudia Carrasquilla, bis vor kurzem Staatsanw&auml;ltin in der ehemaligen Narco-Hochburg Medell&iacute;n, hatte bereits Ende 2017 &ldquo;Popeyes&rdquo; Wiederfestnahme wegen schweren Verst&ouml;&szlig;en gegen die Bew&auml;hrungs-Bestimmungen gefordert. Sie wurde im Handumdrehen von einer sogenannten &bdquo;Mafia&ldquo; mit dem Tod bedroht, zur Generalstaatsanw&auml;ltin Kolumbiens bef&ouml;rdert und nach Bogot&aacute; versetzt.<\/p><p>Popeye twittert straflos und frech weiter. &bdquo;Escobar finanzierte die M19. Das ist eine Tatsache. Und jetzt scheint es, dass Geld aus Venezuela kommt, wo f&uuml;r die Expansion der Patria Grande Menschen an Hunger sterben&ldquo;, provozierte noch am 8. M&auml;rz der 300-fache Massenm&ouml;rder mit der <a href=\"https:\/\/twitter.com\/josemaozuna1973\/status\/971907179925180416\">Unterstellung, Petro werde von der Narko-Szene finanziert<\/a>.<\/p><p>Das angedrohte Attentat auf Petro lie&szlig; nicht lange auf sich warten. Als der Pr&auml;sidentschaftskandidat am vergangenen 02. M&auml;rz zu einer Wahlansprache in C&uacute;cuta, an der Grenze zu Venezuela, eintraf, wurden auf seinen Wagen vier Sch&uuml;sse abgegeben (&iexcl;Atenci&oacute;n! Atentado terrorista en contra de Gustavo Petro &ndash; Publimetro Colombia, 02. M&auml;rz 2018).<\/p><p>Die Begr&uuml;ndung daf&uuml;r und die Verharmlosung des Anschlags waren haarstr&auml;ubend. In einem Interview mit BluRadio erkl&auml;rte B&uuml;rgermeister C&eacute;sar Rojas, er habe am 19. Februar &bdquo;wegen der Unsicherheit in der Gegend&ldquo; ein Verbot f&uuml;r Massenveranstaltungen im Umkreis von 200 Metern rund um das Rathaus erlassen. Da Petros Veranstaltung &bdquo;die Bestimmung nicht eingehalten habe&ldquo;, sei die Polizei gegen seine Anh&auml;nger &bdquo;eingeschritten&ldquo;. Petro bezeichnete den versuchten Totschlag als schweren &bdquo;Versto&szlig; gegen die Verfassung&ldquo; und forderte von Pr&auml;sident Santos die Einhaltung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit. Der abdankende Staatschef reagierte mit einem kalten Achselzucken &ndash; Petro &uuml;bertreibe, er solle sich &bdquo;nicht so haben&rdquo;.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180310_uribe.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p><strong>Juan Manuel Santos&lsquo; polemischer Nachlass<\/strong><\/p><p>Als Juan Manuel Santos am 27. Dezember 2017 w&auml;hrend einer Veranstaltung in der Gemeinde Valle de San Juan zur &Uuml;bergabe von Landeigentums-Titeln an entsch&auml;digte Kleinbauern eine Ansprache hielt, wurde er von einigen Anwesenden ausgebuht. Sie beschimpften ihn als L&uuml;gner, der &bdquo;Kolumbien ausverkaufe&rdquo;, berichteten konservative kolumbianische Medien, die seit den jahrelangen Verhandlungen in Havanna als gegnerisches Sprachrohr des Friedensvertrags mit der FARC auftreten (El gobierno de Juan Manuel Santos, en la recta final &ndash; El Espectador, 02. Januar 2018). Der daf&uuml;r mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete, rechtsliberale Staatschef gilt als &bdquo;diskreditiert&rdquo;, ihm wird nichts verziehen.<\/p><p>Gegen den Strom der internationalen Anerkennung lehnten bereits im Ende 2016 abgehaltenen Referendum 50,2 Prozent der Kolumbianer, also die H&auml;lfte des Landes, den Frieden mit der FARC ab und werteten die Zugest&auml;ndnisse an die Ex-Guerilleros als &bdquo;Verrat&ldquo;. Im Zentrum der Kritik steht nach wie vor die angebliche Straflosigkeit f&uuml;r Morde und Drogenhandel der linken Partisanen. Was nicht zutrifft. Zwar erlie&szlig; der Oberste Gerichtshof Kolumbiens erst k&uuml;rzlich die Amnestierung von 3.000 entwaffneten FARC-K&auml;mpfern, doch m&uuml;ssen sich diese der au&szlig;erordentlichen &bdquo;Besonderen Friedens-Gerichtsbarkeit&ldquo; (JEP) unterwerfen, die jede Anklage einzeln pr&uuml;ft.<\/p><p>Als ehemaliger Verteidigungsminister des Rechtsau&szlig;en Alvaro Uribe &ndash; kolumbianischer Staatschef von 2002 bis 2010 und als gegenw&auml;rtig amtierender Senator R&auml;delsf&uuml;hrer der   Kampagne gegen den Friedensprozess &ndash; startete Pr&auml;sident Santos in seine erste Amtsperiode (2010-2014) mit 74 Prozent W&auml;hlerzustimmung, die nach wenigen Monaten gar 82 Prozent erreichte, jedoch nach j&uuml;ngsten Umfragen des US-Meinungsforschungs-Unternehmens Gallup Poll vom Dezember 2017 auf 22 Prozent eingebrochen sei.<\/p><p>Zum zweiten wirft die &ouml;ffentliche Meinung Santos auch wirtschaftliches Missmanagement vor, der f&uuml;r 2017 ein Wachstum von 2,5 Prozent versprochen hatte, das jedoch mit mageren 1,8 Prozent abschnitt; ganz zu schweigen von den erh&ouml;hten Lebenshaltungskosten, von der Unsicherheit und der F&ouml;rderung der &bdquo;venezolanischen Invasion&ldquo;, die das Land mittlerweile mit 600.000 Maduro-Gegnern und Arbeitssuchenden &uuml;berflutet.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180310_farc2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p><strong>Die Aussichten Gustavo Petros<\/strong><\/p><p>Der 57-j&auml;hrige Wirtschaftswissenschaftler wirbt f&uuml;r ein innovatives Regierungsprogramm. Kernst&uuml;ck seiner Wirtschaftspolitik ist der Ausstieg aus dem extraktivistischen Rohstofferzeugungs-, -export- und -energiemodell auf der Grundlage fossiler Brennstoffe, hin zum Ausbau erneuerbarer Energietr&auml;ger und einer damit gekoppelten Agrarpolitik.<\/p><p>Doch die &Uuml;berwindung der sozialen Ausgrenzung und die St&auml;rkung des &ouml;ffentlichen und staatlichen Sektors stehen im Mittelpunkt der Kritik Petros an der neoliberalen Malaise, die das Land seit &uuml;ber anderthalb Jahrzehnten straft. &bdquo;Wir werden Reformen f&uuml;r einen endg&uuml;ltigen Frieden mit Gerechtigkeit und Freiheit umsetzen, indem wir die verschiedenen Auspr&auml;gungen von Ungleichheit und sozialer Diskriminierung abbauen, an deren Stelle wir einen neuen sozialen und politischen Pakt mit breiter Beteiligung aller Sektoren und B&uuml;rgervertretungen setzen werden, damit Krieg und Korruption endg&uuml;ltig &uuml;berwunden und eine autonome Justiz in Reichweite der Menschen f&uuml;r das gute Leben aller Kolumbianer errichtet werden kann&rdquo;, predigt Petro landauf, landab.<\/p><p>Kolumbien m&uuml;sse zu einem sozial gerechten Territorium werden, &ouml;kologisch gesundet, nachhaltig produktiv, mit einer Bev&ouml;lkerung, die sich auf ihre Institutionen verlassen k&ouml;nne und in effektiver Weise an der St&auml;rkung der Demokratie mitwirke. Gerechtigkeit, so Petro, m&uuml;sse von der Politik unabh&auml;ngig gemacht werden. Gerechtigkeit d&uuml;rfe nicht von jeder neuen Regierung neu gedeutet, sondern als kontinuierliches Staatsprinzip verankert werden.<\/p><p>Des Ex-Guerilleros Zukunftsvisionen sind keine leeren Blasen, sondern greifbar nahe, wenn man ihn nur lie&szlig;e. Der &ouml;kologische und industrielle Umbau Kolumbiens ist machbar, ihm fehlen lediglich die politischen Hebel, die Pedro energisch ansetzen will. Er plant eine ausgew&auml;hlte Neuindustrialisierung strategischer Sektoren der Wirtschaft mit der St&auml;rkung der Landwirtschaft, die mit einem &Uuml;bergang zu erneuerbaren Energien herbeigef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. &bdquo;Mit der Auslagerung der Finanz-, Transport- und Dienstleistungssektoren hat dies zu einer Verschlechterung des nationalen Produktions-, Industrie- und Landwirtschaftssystems gef&uuml;hrt, was zu Umweltsch&auml;den, sozialer Ungleichheit und Armut gef&uuml;hrt hat&ldquo;, warnt der eventuelle neue Pr&auml;sident.<\/p><p>Der neue Diskurs begeistert sowohl Kleinbauern wie auch die fortschrittliche Mittelschicht in den St&auml;dten. Doch der erfolgreiche B&uuml;rgermeister Bogot&aacute;s und &bdquo;Current Darling of the Colombian Left&ldquo; (Panampost, 06. M&auml;rz 2018) muss sich dringend etwas einfallen lassen, wie er einen Teil des politischen und kl&auml;glich liberalen Zentrums f&uuml;r einen definitiven Sieg in der absehbaren Stichwahl und &ndash; viel wichtiger &ndash; f&uuml;r seine Regierbarkeit zum B&uuml;ndnispartner macht. Denn ebenso ist abzusehen, dass die alte, gewaltt&auml;tige Rechte mit der von ihr instruierten Neurechten der Aussicht Kolumbiens auf seinen ersten fortschrittlichen Pr&auml;sidenten einen erbarmungslosen Strich durch die Rechnung machen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180310-Kolumbien-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Am kommenden Sonntag, dem 11. M&auml;rz, finden in Kolumbien kombinierte Parlaments- und parteiinterne Wahlen f&uuml;r die Bestimmung der Kandidaturen zur Pr&auml;sidentschaftswahl statt, die f&uuml;r den 27. Mai 2018 geplant ist. Gew&auml;hlt werden die Mitglieder beider H&auml;user des Kongresses. Das sind 172 Abgeordnete f&uuml;r das<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42855\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,20,190],"tags":[1276,2182,2161,2160,291,402,426,467],"class_list":["post-42855","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","category-wahlen","tag-attentat","tag-erneuerbare-energie","tag-friedensabkommen","tag-kolumbien","tag-verteilungsgerechtigkeit","tag-wachstum","tag-wahlbeteiligung","tag-wahlprognose"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42855","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42855"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42855\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48095,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42855\/revisions\/48095"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42855"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42855"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42855"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}