{"id":4290,"date":"2009-10-27T09:54:06","date_gmt":"2009-10-27T07:54:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4290"},"modified":"2009-10-27T10:07:38","modified_gmt":"2009-10-27T08:07:38","slug":"hinweise-des-tages-1006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4290","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Konjunkturpolitik, SPD-Kursdebatte, Sozialversicherung ade, Arbeitende Rentner, Regelleistungen vor dem Bundesverfassungsgericht, Hungerl&ouml;hne (KR\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Bundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) fordert seine Partei auf, eine Nachfragepolitik &agrave; la Keynes zu betreiben <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Kursdebatte: SPD-Basis will mit Schr&ouml;der-&Auml;ra abrechnen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Kommentar zum FDP-Parteitag: H&ouml;hepunkt der Macht schon &uuml;berschritten <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Streitzeit des DGB Bayern: Sozialversicherung ade! <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">&raquo;Bei Hartz IV bleibt alles beim alten&laquo; Die Regierungskoalition hat das Problem der Armut von Kindern v&ouml;llig ausgeblendet. <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Flops und Jobs: Grafiken zur deutschen Wirtschaft <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Journalist nervt Merkel und wird zum YouTube-Star <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Als die Journalisten frech wurden <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Philipp R&ouml;sler &ndash; der Au&szlig;ergew&ouml;hnliche <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Koalitionsvertrag: Eine Schnell&uuml;bersicht f&uuml;r eilige Leser von Epikur <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Arbeitende Rentner: Malochen bis zum Tod <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Lohnbetrug: &ldquo;Die Unternehmen sind professionell kriminell&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Keine Papiere &ndash; keine Rechte <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Regelleistungen vor dem Bundesverfassungsgericht <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Geringes Lohnniveau wird als Standortvorteil angepriesen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Hungerlohn in der Gastst&auml;tte <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung: <\/strong>Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,<a href=\"?p=4290&amp;email=1\"> dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) fordert seine Partei auf, eine Nachfragepolitik &agrave; la Keynes zu betreiben<\/strong><br>\nEin radikales Umdenken der CDU in der Wirtschaftspolitik hat Bundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) gefordert. Als Antwort auf die grundlegende Wirtschaftskrise m&uuml;sse kurzfristig der richtige <em>&ldquo;Politik-Mix&rdquo;<\/em> gefunden werden, sagte Sch&auml;uble in einem Interview mit dem Handelsblatt.<br>\n<em><br>\n&ldquo;Dazu geh&ouml;rt neben der klassischen Angebotsorientierung nun eben auch eine starke Nachfragepolitik&rdquo;, sagte Sch&auml;uble. &ldquo;Dem sollte sich die Union nicht mehr verschlie&szlig;en. Wir m&uuml;ssen umdenken &ndash; ja sogar durchaus keynesianisch.&rdquo; Einen &auml;hnlichen Lerneffekt gebe es auch beim Sachverst&auml;ndigenrat.&rdquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/schaeuble-fordert-radikale-wende-in-wirtschaftspolitik;2098840\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kursdebatte: SPD-Basis will mit Schr&ouml;der-&Auml;ra abrechnen<\/strong><br>\nIn der SPD brodelt es. Vor dem November-Parteitag will die neue Spitze die Genossen mit einem sanftm&uuml;tigen Leitantrag beruhigen. Doch Teile der Basis und prominente Linke werden zuvor auf einer eigenen Tagung mit den vergangenen Regierungsjahren abrechnen. Im Zentrum der Kritik: Ex-Kanzler Schr&ouml;der.<br>\nWelche Richtung die Tagung nehmen k&ouml;nnte, deuten <em>&ldquo;14 Thesen zu Lage und Zukunft der SPD&rdquo;<\/em> an, die als Diskussionsgrundlage dienen sollen und die &ldquo;Schr&ouml;der-SPD&rdquo; als Ursprung allen &Uuml;bels brandmarken.\n<p><em>&ldquo;Eine ganze F&uuml;hrungsgeneration&rdquo;<\/em> &ndash; genannt werden M&uuml;ntefering, der scheidende Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck, der gescheiterte Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und der k&uuml;nftige Parteivize Olaf Scholz &ndash; stehe <em>&ldquo;vor den Scherben ihres eigenen neue Mitte- und gro&szlig;koalition&auml;ren Kurses&rdquo;<\/em>. Der <em>&ldquo;neoliberale Kurs&rdquo;<\/em> sei gescheitert, die &ldquo;verheerend&rdquo; einseitigen Arbeitsmarktreformen h&auml;tten den Markenkern der sozialen Gerechtigkeit <em>&ldquo;massiv besch&auml;digt&rdquo;<\/em>. Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der wird gleich an mehreren Stellen des Textes angegriffen.<em> &ldquo;Er und seine Freunde haben sich [&hellip;] einer Ideologie bedient, die dummerweise mit der Programmatik der Sozialdemokratie inkompatibel ist.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Inzwischen sei die SPD zu einer <em>&ldquo;linksb&uuml;rgerlichen Honoratiorenpartei&rdquo;<\/em> verkommen, in der die F&uuml;hrung <em>&ldquo;weitgehend abgekoppelt&rdquo;<\/em> agiere und Bundesparteitage auf eine <em>&ldquo;abgehobene, ganz auf Medienwirkung ausgerichtete Inszenierung&rdquo;<\/em> reduziere. <em>&ldquo;Hier wird tags&uuml;ber Geschlossenheit demonstriert und abends Karriere organisiert&rdquo;<\/em>, hei&szlig;t es in dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,657375,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Sollte sich endlich etwas tun? <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kommentar zum FDP-Parteitag: H&ouml;hepunkt der Macht schon &uuml;berschritten<\/strong><br>\nDie FDP hat vor allem auf zwei Politikfeldern gegen die Union gewonnen. Sie hat massive Steuersenkungsversprechen durchgesetzt und will einen radikalen Wechsel in der Gesundheitspolitik einleiten. Punkten konnte sie damit vor allem bei ihrer alten Klientel. Kaum waren Details aus dem Bereich Gesundheit durchgesickert, brach der Jubel los: bei den privaten Krankenversicherungen, bei den &Auml;rzteverb&auml;nden, der Pharmaindustrie, bei den Apothekern und den Arbeitgeberverb&auml;nden. Klassische FDP-Klientel eben. Doch genau das birgt eine doppelte Gefahr. Schon jetzt ist absehbar, dass die massiven Steuersenkungsversprechen nur finanzierbar sind, wenn die Wette auf einen mindestens ebenso massiven Wirtschaftsaufschwung aufgeht. Auch bei der Gesundheitspolitik k&ouml;nnte die FDP in Erkl&auml;rungsnot kommen. Denn die Erwartungen sind riesig: Die privaten Krankenversicherungen hoffen auf ein fettes Zusatzgesch&auml;ft wegen fl&uuml;chtender gesetzlich Versicherter. Die &Auml;rzte hoffen auf kr&auml;ftige Honorarsteigerungen. Und Pharma-Industrie und Apotheker hoffen auf einen weiterhin abgeschotteten Markt mit teuren Medikamenten.\n<p>Die zweite Gefahr lauert bei denen, die nicht zur klassischen FDP-Klientel geh&ouml;ren. Diejenigen , die der FDP zu diesem grandiosen Ergebnis verholfen haben &ndash; Menschen also, die nicht zur FDP-Klientel geh&ouml;ren &ndash; werden sich schon bald entt&auml;uscht abwenden. Mit einer solchen Politik werden die Liberalen eben doch nicht eine <em>&ldquo;Partei f&uuml;rs ganze Volk&rdquo;<\/em>, wie Westerwelle heute noch einmal euphorisch verspochen hat. Ergebnisse, wie bei der Bundestags- oder auch den j&uuml;ngsten Landtagswahlen, d&uuml;rften der Vergangenheit angeh&ouml;ren. Die Partei hat den H&ouml;hepunkt ihrer Macht schon &uuml;berschritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/westerwelle202.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein ganz erstaunlicher Kommentar f&uuml;r die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Streitzeit des DGB Bayern: Sozialversicherung ade!<\/strong><br>\nStreitzeitserie: &bdquo;Weiter so&ldquo; geht nicht, Teil II<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/091027_streitzeit_16_sozialversicherung_ade_1_KR_AM.pdf\">DGB Bayern [PDF &ndash; 312 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&raquo;Bei Hartz IV bleibt alles beim alten&laquo;<\/strong><br>\nDie Regierungskoalition hat das Problem der Armut von Kindern v&ouml;llig ausgeblendet. Ein Gespr&auml;ch mit Marion von zur Gathen, Referentin f&uuml;r Familien- und Frauenpolitik beim Parit&auml;tischen Gesamtverband.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/10-27\/042.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Flops und Jobs: Grafiken zur deutschen Wirtschaft<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/fotostrecke\/fotostrecke-48164.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Besonders interessant sind Grafik 3 (die Investitionsquote) und Grafik 4 (Lohnquote und Produktivit&auml;t). Das ist zwar nicht gerade neu (sondern seit langem schon z.B. bei <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/\">Heiner Flassbeck<\/a>, bei <a href=\"http:\/\/www.tvdvring.de\/index.html\">Prof. von der Vring<\/a> oder bei uns nachlesbar), aber interessant ist es doch, wenn nun auch der SPIEGEL Deutschland bescheinigt, von den Verfechtern der Agenda 2010 in eine Sackgasse gef&uuml;hrt worden zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Journalist nervt Merkel und wird zum YouTube-Star<\/strong><br>\nDer niederl&auml;ndische Journalist Rob Savelberg ist mit einer einzigen <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XaWE8K2nRVs&amp;feature=player_profilepage\">Frage an Angela Merkel<\/a> zum YouTube-Star geworden. (<a href=\"?p=4287\">Wir hatten gestern schon berichtet<\/a>) Er wollte wissen, wie Merkel ausgerechnet Wolfgang Sch&auml;uble, der mal <em>&ldquo;100.000 Mark in seiner Schublade&rdquo;<\/em> vergessen habe, das Finanzministerium &uuml;berlassen k&ouml;nne. WELT ONLINE sprach mit Savelberg.\n<blockquote><p><em><strong>WELT ONLINE:<\/strong> Halten Sie die deutschen Journalisten f&uuml;r unkritisch? <\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><em><strong>Savelberg: <\/strong>Ich w&uuml;rde es anders bezeichnen. Vielleicht haben meine deutschen Kollegen zu viel Respekt. Mir f&auml;llt auf, dass es in Holland weniger Ber&uuml;hrungs&auml;ngste gibt. Da sind meine Kollegen h&auml;rter. Die Regierung besteht nur aus gew&auml;hlten Volksvertretern. Das sind keine Monarchen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article4982040\/Journalist-nervt-Merkel-und-wird-zum-YouTube-Star.html\">WELT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Als die Journalisten frech wurden<\/strong><br>\nSo geschickt es Adenauer zun&auml;chst noch verstand, die Medien zu lenken &ndash; bald schon entwickelte sich eine neue, kritische &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/44\/A-Adenauerzeit?page=1\">Zeit.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Philipp R&ouml;sler &ndash; der Au&szlig;ergew&ouml;hnliche<\/strong><br>\nBeim Thema Gesundheit sind sich CDU, CSU und FDP noch lange nicht einig &ndash; einen Schl&uuml;sselposten haben sich die Liberalen gesichert: Chef im Gesundheitsministerium wird Kabinetts-Youngster Philipp R&ouml;sler. Er soll f&uuml;r die FDP die Kopfpauschale durchboxen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/roeslerportraet100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar des NDS-Lesers J.W.:<\/strong> Das ist kaum noch ertr&auml;glich: Erst in der BILD, und nun in der Tagesschau. KEINERLEI inhaltliche Positionen, die R&ouml;sler wahrlich zur Gen&uuml;ge streitbar vertritt, daf&uuml;r &ldquo;populistisches Ged&ouml;ns&rdquo; a la &ldquo;das Genie von Nebenan &ndash; und gut sieht er auch noch aus&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Koalitionsvertrag: Eine Schnell&uuml;bersicht f&uuml;r eilige Leser von Epikur <\/strong><br>\n<blockquote><p>Wachstum. Bildung. Zusammenhalt&laquo; sind die drei Begriffe, die einem als erstes entgegen geworfen werden, wenn man sich den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP zur Legislaturperiode 2009-2014 anschaut. Was sich der schwarz-gelbe Sumpf f&uuml;r die n&auml;chsten  vier  Jahre vorgenommen hat, habe ich mir einmal genauer angeschaut und mich ein wenig durch den Koalitionsvertrag gequ&auml;lt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2009\/wachstum-bildung-zusammenhalt\/\">Zeitgeistlos<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitende Rentner: Malochen bis zum Tod<\/strong><br>\nHunderttausende Rentner arbeiten auch noch im Ruhestand &ndash; oft aus reiner Geldnot. F&uuml;r viele reicht die staatliche Rente nicht zum Leben, mit Mini-Jobs halten sie sich knapp &uuml;ber Wasser. Ernst M&ouml;ller, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Gewerkschaft NGG in der Region Hamburg und Elmshorn: <em>&ldquo;Wir sehen hier eine Fehlentwicklung, die immer rasanter um sich greift.&rdquo; <\/em>Gegenw&auml;rtig hat Tillack vier F&auml;lle auf dem Schreibtisch liegen. <em>&ldquo;Ich kenne die Menschen pers&ouml;nlich, ich wei&szlig;, wie die sich qu&auml;len. Ihre Situation ist einfach besch&auml;mend.&rdquo;<\/em><em>&ldquo;Hungerl&ouml;hne f&uuml;hren zu Hungerrenten&rdquo;<\/em>, sagt Michaela Gehms vom Sozialverband Deutschland in NRW. <em>&ldquo;Es darf nicht sein, dass Menschen, die ein Leben lang in die Sozialkassen eingezahlt haben, eine Rente unterhalb der Armutsgrenze bekommen. Wir fordern einen gesetzlichen Mindestlohn.&rdquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,656164,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lohnbetrug: &ldquo;Die Unternehmen sind professionell kriminell&rdquo;<\/strong><br>\nDie Rechtsanw&auml;ltin Nihal Ulusan k&auml;mpft gegen die Ausbeutung t&uuml;rkischer Bauarbeiter. Ihre Gegner wollen sie loswerden &ndash; egal mit welchen Mitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/jobkarriere\/352\/491716\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Keine Papiere &ndash; keine Rechte<\/strong><br>\n22.000 Menschen ohne Papiere in Hamburg, die Mehrheit im erwerbsf&auml;higen Alter, 30 Prozent sind Jugendliche und 8 Prozent im schulpflichtigen Alter, diese Zahlen nennt die Studie <em>&ldquo;Lebenssituation von Menschen ohne g&uuml;ltigen Aufenthaltspapiere in Hamburg&rdquo;<\/em> des Diakonischen Werks, die in Kooperation mit der Nordelbischen Kirche und der Gewerkschaft Ver.di erstellt worden ist und am Montag der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt wird. Obwohl Menschen ohne Aufenthaltsstatus in nahezu allen Wirtschaftsbranchen arbeiten, f&uuml;hrten sie ein Schattendasein, hei&szlig;t es darin. Ihnen w&uuml;rden viele Grundrechte und Mindestnormen bei Gesundheitsversorgung oder im Bildungswesen vorenthalten. Zudem seien sie oft Opfer von Mietwucher oder ausbeuterischen Arbeitsverh&auml;ltnissen, beklagt Landespastorin Annegrethe Stoltenberg.&nbsp; Laut der Studie stammen die meisten Papierlosen in Hamburg aus Lateinamerika, Westafrika und dem osteurop&auml;ischen Raum.\n<p>Unerwartet hoch ist auch die Anzahl aus dem asiatischen Raum &ndash; darunter Indien. Die Studie moniert, dass das Zentrale Sch&uuml;lerregister, durch das in Hamburg verwahrloste Kinder aufgesp&uuml;rt werden sollen, noch immer Eltern ohne Papiere davor abschreckt, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Dabei hatte Bildungssenatorin Christa Goetsch (Gr&uuml;ne) in einem Brief an die Schulleitungen im Juni 2009 klargestellt, dass das Hamburger Schulgesetz Schulpflicht, Schulrecht und Einschulung an den Wohnort kn&uuml;pfe und nicht an den Aufenthaltsstatuts.&nbsp; Ein vernichtendes Urteil f&auml;llt die Studie &uuml;ber die fr&uuml;hkindliche Erziehung. Obwohl Sozial- und Gesundheitssenator Dietrich Wersich (CDU) in Brosch&uuml;ren die Kinderbetreuung in den ersten Lebensjahren als Grundlage f&uuml;r <em>&ldquo;gute Bildung und starke Charaktere&rdquo;<\/em> als eine <em>&ldquo;Herzensangelegenheit&rdquo;<\/em> preist, sei im Gegensatz zum Schulbesuch die Unterbringung in einer Kita unm&ouml;glich. Denn Eltern ohne Papiere erhalten keine Kita-Gutscheine. Damit w&uuml;rde den Spr&ouml;sslingen die M&ouml;glichkeit genommen, fr&uuml;hzeitig Deutsch zu lernen, kritisiert die Sozialwissenschaftlerin Emilija Mitrovic, die an der Studie beteiligt war. Wenn die Kinder nicht vorher schon den Bildungszugang haben, n&uuml;tze die Schulpflicht nur wenig, so die Sozialwissenschaftlerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F10%2F26%2Fa0122&amp;cHash=90635cf846\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Regelleistungen vor dem Bundesverfassungsgericht<\/strong>\n<p>Hierzu zitieren wir die Seite von Tacheles e.V.: <\/p>\n<blockquote><p>Es ist klar geworden, dass das Bundesverfassungsgericht nicht nur die Kinderregelleistungen, sondern genauso die Erwachsenen Regelleistungen pr&uuml;fen wird. Die Regierungsvertreter sind wohl in der Anh&ouml;rung ziemlich ins Schleudern gekommen und die willk&uuml;rliche Festlegung der Regelleistung ist offenbar geworden. Dazu gibt es auf der Seite eines Tachelesprozessbeobachters <a href=\"http:\/\/www.400-euro.de\/bverfg.html\">einen sehr umfassenden Bericht.<\/a><\/p>\n<p>Ferner haben wir auf der Tachelesseite eine umfangreiche Stellungnahme einer von dem Kl&auml;ger eingebrachten Stellungnahme ver&ouml;ffentlicht, aus der das Ausma&szlig; und die Details der Manipulationen der Bundesregierung &ouml;ffentlich werden, diese ist <a href=\"http:\/\/www.tacheles-sozialhilfe.de\/aktuelles\/2009\/Ermittlung_Regelleistungen_Stellungnahme.aspx\">hier<\/a>  zu finden.<br>\nAu&szlig;erdem ein Gru&szlig;wort und auch Kurzeinsch&auml;tzung des Kl&auml;gers Thomas Kalley an die soziale Bewegung und Betroffenen unter dem Motto: <a href=\"http:\/\/www.tacheles-sozialhilfe.de\/aktuelles\/2009\/Verfassungsgericht_Stellungnahme_Kalley.aspx\">&bdquo;Also: wehrt Euch, Leute, nur Mut, denn es lohnt sich&ldquo;<\/a>.<\/p>\n<p>Schlie&szlig;lich noch eine erste Kurzeinsch&auml;tzung von mir dazu auf der Tachelesseite, in der es um erste politische Einsch&auml;tzungen geht und aber auch um die Frage, inwieweit &Uuml;berpr&uuml;fungsantr&auml;ge jetzt Sinn machen. <\/p>\n<p>Zur Frage der &Uuml;berpr&uuml;fungsantr&auml;ge eine vorl&auml;ufige Einsch&auml;tzung der rechtlichen Lage: <\/p>\n<ul>\n<li>Es gab am 20. Oktober eine m&uuml;ndliche Er&ouml;rterung und keine Urteilsverk&uuml;ndung. Der Ausschluss eines &Uuml;berpr&uuml;fungsantrages nach &sect; 44 SGB X &uuml;ber &sect; 40 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 SGB II i.V. m. &sect; 330 Abs. 1 SGB III gilt damit nicht ab dem 20. Oktober, wie wir es zun&auml;chst auf der Tachelesseite eingesch&auml;tzt hatten, sondern erst ab Urteilsverk&uuml;ndung, voraussichtlich im Januar 2010. Es ist demnach weiterhin bis zur Urteilsverk&uuml;ndung m&ouml;glich &Uuml;berpr&uuml;fungsantr&auml;ge zu stellen!\n<\/li>\n<li>Weiterhin sind die Chancen gestiegen, dass das BVerfG feststellt, die Regelleistungen seien verfassungswidrig und auch f&uuml;r die Vergangenheit neu zu bemessen. Aus diesem Grund ist zu empfehlen, rechtzeitig einen &Uuml;berpr&uuml;fungsantrag zu stellen oder neu erlassene Bescheide mit Widerspruch anzugreifen, um etwaige Anspr&uuml;che r&uuml;ckwirkend zu sichern.<br>\nWir werden nun die bereits ver&ouml;ffentlichten &Uuml;berpr&uuml;fungsantr&auml;ge &uuml;berarbeiten und an die neue Situation anpassen. Au&szlig;erdem werden wie sie um Musterwiderspr&uuml;che gegen neu erlassene laufende Bescheide und gegen abgelehnte &Uuml;berpr&uuml;fungsantr&auml;ge erg&auml;nzen sowie die zugeh&ouml;rigen Verfahrenstipps bereitstellen.<br>\nMehr dazu <a href=\"http:\/\/www.tacheles-sozialhilfe.de\/aktuelles\/2009\/HartzIV_Verfassungsgericht.aspx\">hier.<\/a><\/li><\/ul><\/blockquote>\n<\/li>\n\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wir w&uuml;nschen dem Kl&auml;ger Gl&uuml;ck, erneuern angesichts der grunds&auml;tzlichen Einstellung des Richters Hans-J&uuml;rgen Papier zum Sozialstaat jedoch unsere <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4275#h01\">Warnung vor Euphorie<\/a>.<\/em>\n<\/p><li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Geringes Lohnniveau wird als Standortvorteil angepriesen<\/strong><br>\n<em>&ldquo;Profitieren Sie von dem immer noch relativ niedrigen Lohnniveau.&rdquo;<\/em> Mit dieser Einladung zum Lohndumping wirbt die Wirtschaftsf&ouml;rderung der Stadt Plauen auf ihrer Internetseite. Daran hat sich auch anderthalb Jahre nach einer in der <em>&ldquo;Freien Presse&rdquo;<\/em> vorgebrachten Kritik nichts ge&auml;ndert. Die Verantwortlichen, allen voran Wirtschaftsf&ouml;rderer Eckhard Sorger, sahen keinen Anlass, etwas am Wortlaut zu ver&auml;ndern.<br>\nEin niedriges Lohnniveau sei f&uuml;r die Wirtschaft ein Vorteil. <em>&ldquo;Warum soll ich das dann nicht so reinschreiben?&rdquo;<\/em> fragte Sorger. <em>&ldquo;Ob ich f&uuml;r die Menschen als w&uuml;nschenswert erachte, ist ein anderes Thema.&rdquo;<\/em> Die Plauener Standortwerbung, in der sogar die massenhafte Tariflosigkeit als Vorteil gepriesen wird, ging aber selbst wirtschaftsfreundlich eingestellten Verantwortlichen zu weit. IHK-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Michael Barth bezeichnete den Tonfall <em>&ldquo;als nicht besonders gl&uuml;cklich&rdquo;<\/em>.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freiepresse.de\/NACHRICHTEN\/REGIONALES\/VOGTLAND\/PLAUEN\/1605919.html\">Freie Presse &ndash; die Tageszeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> So will es auch die Bundespolitik. Es war ein Ziel der letzten Bundesregierungen, wie es auch ein Ziel der kommenden ist, f&uuml;r Deutschland als tariffreier Billiglohnstandort werben zu k&ouml;nnen. Das ist ihnen auch weitgehend gelungen. Besser als die Werbung von Plauen und dem Landkreis Vogtland kann man das erw&uuml;nschte Ergebnis nicht darstellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hungerlohn in der Gastst&auml;tte <\/strong><br>\nAm 20. und 21 Oktober tagte in Berlin der Kongress der Europ&auml;ischen Gewerkschaftsf&ouml;deration f&uuml;r Ern&auml;hrung, Landwirtschaft und Tourismus (Effat). Delegierte von knapp 120 Gewerkschaften aus 35 L&auml;ndern waren vertreten. Schon bei der Er&ouml;ffnungsrede wurde klar, wie notwendig eine st&auml;rkere gewerkschaftliche Organisierung in diesem Bereich ist. Europaweit dominieren prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in s&auml;mtlichen Sparten der Branche, lautete der Tenor der Rede. So sind in der Landwirtschaft Zeitarbeitsverh&auml;ltnisse schon fast die Regel. Aber auch der Gastst&auml;ttenbereich ist l&auml;ngst ein Niedriglohnsektor. 70 % der Besch&auml;ftigten sind in Deutschland davon betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/dienstleistung\/gast\/nowak1.html\">Labournet<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Konjunkturpolitik, SPD-Kursdebatte, Sozialversicherung ade, Arbeitende Rentner, Regelleistungen vor dem Bundesverfassungsgericht, Hungerl&ouml;hne (KR\/AM)<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4290","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4290"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4290\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}