{"id":4296,"date":"2009-10-28T09:21:18","date_gmt":"2009-10-28T08:21:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4296"},"modified":"2009-10-28T09:31:46","modified_gmt":"2009-10-28T08:31:46","slug":"hinweise-des-tages-1007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4296","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Oettinger eine Provokation f&uuml;r Europa, Poker statt Politik, arm wird &auml;rmer, die Zoff-Pauschale, die Nieten im Kabinett, der Streit um den Koalitionsvertrag geht erst richtig los, Neues aus der Welt der Banken, Lohnverzicht oder Lohnerh&ouml;hung, SPD geht mit 67 in Rente, wie die FDP eine Gl&uuml;hlampe wechselt. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Juncker zu Merkel: &ldquo;Absolut nicht vertragskonform&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Merkel gibt Pokerspiel zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Steuern und Abgaben: Arm wird &auml;rmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Gesundheitspr&auml;mie <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Sittenwidrige L&ouml;hne beginnen bei 2,04 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Koalitionsergebnisse im Abseits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Zum neuen Kabinett: <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Koalitionsvertrag &ndash; War da was?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Gysi: &raquo;Wir sind sowieso die einzige Opposition&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Lobbyisten in Berlin: Grundfarbe Schwarz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Lukas Zeise: Hilferuf des Bankaufsehers <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Hypo Real Estate verramscht Gift-Anleihen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Studie: Mit gr&uuml;nen Technologien aus der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Banken vergeben erstmals weniger Kredite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Robert von Heusinger: BMW-Schere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Warum sich die IG Metall pl&ouml;tzlich ganz zahm gibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Ver.di: &raquo;Lohnverzicht ist der falsche Weg&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Postbank nutzte Kontobewegungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Termine gegen Geld &ndash; Fach&auml;rzte halten sich unliebsame Kassenpatienten vom Hals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Schlecker-Versandapotheke:  Mitarbeiterin packt aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Lebensversicherer senken die Zinsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Schweinegrippe: Ohne Risiko und Nebenwirkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">SPD will weiterhin Rente mit 67<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Die Privilegierten in Rot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Daniele Ganser: Die Nato und ihre Geheimarmeen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Nochmals zur Wundersalbe Regividerm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Zu guter Letzt: Wieviele FDP-Anh&auml;nger braucht man um eine Gl&uuml;hlampe zu wechseln?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung: <\/strong>Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4296&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Juncker zu Merkel: &ldquo;Absolut nicht vertragskonform&rdquo;<\/strong><br>\nDas deutsche Verlangen nach einem wichtigen Wirtschaftsressort in der k&uuml;nftigen EU-Kommission wird vom luxemburgischen Regierungschef Jean-Claude Juncker scharf kritisiert. Juncker warf in einem dpa-Gespr&auml;ch Deutschland und anderen gro&szlig;en EU-Mitgliedstaaten vor, den EU-Vertrag nicht zu respektieren und sich &uuml;ber die Interessen kleinerer Staaten hinwegzusetzen.<br>\nEr sei &ldquo;sehr verwundert dar&uuml;ber&rdquo;, dass beispielsweise die Regierungen in Berlin, Paris, London, Madrid oder Warschau erkl&auml;rten, welche Posten ihren Kommissaren zuk&auml;men: &ldquo;Wo sind wir denn? Dies ist absolut nicht vertragskonform&rdquo;, sagte Juncker. &ldquo;Es ist der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Kommission, der die Kompetenzen festlegt, nicht die Bundeskanzlerin, nicht der franz&ouml;sische Pr&auml;sident und kein anderer Regierungschef.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2042667_Absolut-nicht-vertragskonform.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merkel gibt Pokerspiel zu<\/strong><br>\nKanzlerin Angela Merkel hat einger&auml;umt, dass ihre kostentr&auml;chtige Wachstumspolitik f&uuml;r die n&auml;chsten vier Jahre mit gro&szlig;en Unsicherheiten behaftet ist. Einen rigiden Sparkurs h&auml;lt sie dagegen f&uuml;r gef&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:erkenntnis-vor-der-unterschrift-merkel-gibt-pokerspiel-zu\/50028689.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Merkel sp&uuml;rt wohl, dass mit der Wirtschaftspolitik ihrer neuen Koalition Wachstum eher eines Wunders bedarf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steuern und Abgaben: Arm wird &auml;rmer<\/strong><br>\nSteht Schwarz-Gelb f&uuml;r eine Politik der sozialen K&auml;lte? Dieser Vorwurf treibt Guido Westerwelle regelm&auml;&szlig;ig die Zornesr&ouml;te ins Gesicht. Wer das behaupte, polterte der FDP-Chef j&uuml;ngst, &ldquo;dem ist in seiner Hirnverbranntheit nicht mehr zu helfen.&rdquo; Und er verweist auf die Wohltaten, die die Regierung f&uuml;r Familien und Geringverdiener plane. &ldquo;Wir haben ein Herz f&uuml;r die kleinen Leute.&rdquo; Doch Kritiker sagen: Die Wahrheit sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/steuern-und-abgaben-arm-wird-aermer-1517189-print.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Auch beim Stern gibt es immer &ouml;fter klare Momente. Aber wieder mal wie &uuml;blich wird Gustav Horn, Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung, zitiert. Bei anderen &bdquo;Wirtschaftsforschungsinstituten lesen wir so gut wie nie &uuml;ber deren personelle, ideelle und finanzielle N&auml;he zu Arbeitgeberverb&auml;nden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gesundheitspr&auml;mie: <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gesundheitspolitik: Die Zoff-Pauschale <\/strong><br>\nDer neue Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler sorgt f&uuml;r Hochstimmung unter Lobbyisten. Aber die Kopfpauschale spaltet die neue Regierung. Sie k&ouml;nnte zum politischen Albtraum werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/34\/492391\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Teilweise das &uuml;bliche Geblubber von der Sozialdemokratisierung der Union &ndash; &bdquo;&hellip;weil mit Minister Philipp R&ouml;sler und Staatssekret&auml;r Daniel Bahr zwei Liberale in das Gesundheitsministerium einziehen werden, in dem traditionell nur Sozialdemokraten sitzen, auch wenn manche davon einer anderen Partei angeh&ouml;ren.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gesundheitspr&auml;mie: Das Hartz IV der Union<\/strong><br>\nDie Gesundheitspr&auml;mie hat das Potenzial, zum Gerechtigkeitsdebakel, zum &ldquo;Hartz IV&rdquo; der Unionsparteien zu werden. Die Vorstellung eines gleichen Beitrags v&ouml;llig ungleicher Beitragszahler st&ouml;&szlig;t sich so sehr mit dem sozialstaatlichen Denken dieser Republik, dass ein sozial gerechter Ausgleich &uuml;ber die Steuern nur schwer glaubw&uuml;rdig zu machen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Gesundheitspraemie-Schwarz-Gelb;art141,2933705?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer h&auml;tte gedacht, dass sich Tissy Bruns selbst im Rhetorischen so seht Oskar Lafontaine n&auml;hert.<br>\nAnmerkung MB: Tissy Bruns kommt einem vor wie eine Schlafwandlerin, die auf dem Dach aufwacht. Was waren denn ihre Erwartungen? Die Entkoppelung der Sozialversicherung von den Arbeitskosten und die damit verbundene Begrenzung bzw. Senkung der &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; werden seit Jahren fast so oft als Ziel formuliert wie die Notwendigkeit eines Niedriglohnsektors.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Gesundheit bleibt Zankapfel von Schwarz-Gelb<\/strong><br>\nDer Gesundheitsexperte der Verbraucherzentrale Bundesverband, Stefan Etgeton, warnte: &laquo;Die unteren und mittleren Einkommen, die eigentlich entlastet werden sollen, werden k&uuml;nftig st&auml;rker belastet.&raquo; Arme sollten zwar einen Ausgleich f&uuml;r die Pauschale bekommen, sagte er der dpa. Doch wer mit mittlerem Einkommen diese Hilfe knapp verfehle, werde benachteiligt. Die scheidende Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) warnte: &laquo;Das Gef&auml;hrliche in den Formulierungen des Koalitionsvertrags versteckt sich in ganz anderen Dingen.&raquo; So wollten Union und FDP f&uuml;r weitere Leistungen wie heute bereits beim Zahnersatz Festpreise &ndash; Mehrkosten sollten dann die Versicherten allein &uuml;bernehmen. Hier werde ein Prozess hin zu Zwei-Klassen-Medizin in Gang gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/newsticker\/2009\/10\/26\/iptc-bdt-20091026-287-22804044xml?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sittenwidrige L&ouml;hne beginnen bei 2,04 Euro &hellip;<\/strong><br>\nDie neue Bundesregierung lehnt die Einf&uuml;hrung eines fl&auml;chendeckenden Mindestlohns weiterhin strikt ab. Stattdessen will Schwarz-Gelb energisch gegen sittenwidrige L&ouml;hne vorgehen.<br>\nDas auff&auml;llige Missverh&auml;ltnis ist nach Ansicht vieler Arbeitsmarktstrategen von CDU, CSU und FDP erreicht, wenn die L&ouml;hne den branchenspezifischen Durchschnitt um ein Drittel unterschreiten. Ihre Einsch&auml;tzung deckt sich im wesentlichen mit der Rechtsprechung der vergangenen Jahre. Gleich mehrfach korrigierten Arbeitsgerichte absurde Dumpingl&ouml;hne auf zwei Drittel des Durchschnittslohns und schufen so Pr&auml;zedenzf&auml;lle, die den Gesetzgeber nun in die Lage versetzen, den Markt &uuml;ber die Lohnentwicklung entscheiden zu lassen.<br>\nDas Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hat vor wenigen Tagen eine interessante Berechnung auf der Grundlage der Ein-Drittel-Regelung vorgenommen, die &uuml;brigens schon dem fr&uuml;heren Arbeitsminister Franz M&uuml;ntefering (SPD) vorschwebte. Demnach k&ouml;nnten in zahlreichen Branchen L&ouml;hne zwischen zwei und sechs Euro gezahlt werden, ohne das Kriterium der Sittenwidrigkeit zu erf&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=31394&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2009_10_21.pdf\">WSI-Tarifarchiv [PDF &ndash; 47.4 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Koalitionsergebnisse im Abseits<\/strong><br>\nDer Koalitionsvertrag steht und alle reden &uuml;ber die gro&szlig;en Ergebnisse. Das Ende des solidarischen Gesundheitswesens und allgemein steigende Sozialversicherungsbeitr&auml;ge f&uuml;r Arbeitnehmer (&bdquo;Mehr Nutto&ldquo;), unverantwortliche Steuersenkungen f&uuml;r die FDP-Klientel, Laufzeitverl&auml;ngerungen f&uuml;r Atomkraftwerke, Tricks, um die selbst auferlegte Schuldenbremse zu umgehen, faule Kompromisse bei den B&uuml;rgerrechten oder ein Eliten-Stipendienprogramm. Wir aber reden von den Vorhaben, die in den Medien weniger diskutiert werden, aber ebenso das Bild dieser Koalition pr&auml;gen und aufzeigen, welch konservativer Rollback-Kurs uns bevorsteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bleib-passiv.de\/beitraege\/artikel\/117-koalitionsergebnisse-im-abseits.html\">Bleib passiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zum neuen Kabinett: <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Nieten in Merkels Kabinett<\/strong><br>\nSchwarz-Gelb will mit dem Motto Wachstum, Bildung, sozialer Zusammenhalt aus der Wirtschaftskrise kommen. Aber ausgerechnet die zust&auml;ndigen Minister f&uuml;r diese Bereiche sind die schw&auml;chsten in der neuen Regierung &ndash; darunter auch der neue Arbeitsminister Jung.<br>\n(&hellip;) Wer an der derzeit wichtigsten Krisenfront Arbeitsmarkt zu k&auml;mpfen hat, muss aber zumindest unter Beweis gestellt haben, dass er das Format f&uuml;r ein derart wichtiges Ressort hat. Der neue Arbeitsminister Franz Josef Jung hat in seinen vier tragischen Jahren an der Spitze des Verteidigungsministeriums eindrucksvoll nachgewiesen, dass es bei ihm h&ouml;chstens zum politischen Liliputaner reicht&hellip; Auch bei der Besetzung des Wirtschaftsministeriums, eines Schl&uuml;sselressorts f&uuml;r jede schwarz-gelbe Regierung, geben sich Union und FDP mit einem drittklassigen Kandidaten zufrieden. Es geh&ouml;rt zwar keineswegs zum Jobprofil des Bundeswirtschaftsministers, so &ldquo;Wetten, dass&hellip;?&rdquo;-tauglich zu sein wie der scheidende Ressortchef. Er sollte aber auch kein farbloser Politiker im Winter seiner Karriere sein, wie es der neue Minister Rainer Br&uuml;derle von der FDP nun einmal ist. F&uuml;r eine Regierung, die sich als wirtschaftsfreundlich versteht, muss das Wirtschaftsministerium mehr sein als eine Industrie- und Handelskammer mit Vertretung im Kabinett. Da ist es kein gutes Zeichen, wenn der neue Minister ein Leichtmatrose ist, &uuml;ber den sich selbst der eigene Koalitionspartner hinter vorgehaltener Hand mokiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:postenlotterie-die-nieten-in-merkels-kabinett\/50028871.html\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Dabei ist Franz Josef Jung ebenfalls ein CDU-Politiker, der sich in seiner bisherigen politischen Karriere durch einen virtuosen Umgang mit Parteispenden auszeichnete; er war einer der K&ouml;pfe hinter Roland Koch&acute;s &bdquo;J&uuml;dischen Verm&auml;chtnissen&ldquo;. Schade, dass danach nicht auch jemand auf der Pressekonferenz fragte.<br>\n<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Franz Josef Jung: Auf Arbeit<\/strong><br>\nAls Chef der Staatskanzlei in Hessen organisierte er die Unterschriftenkampagne gegen die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft, mit der sein Freund Roland Koch (CDU) zum Ministerpr&auml;sidenten des Landes aufstieg. Sp&auml;ter dann, als Ende 1999 die schwarzen Kassen des ehemaligen Bundesinnenministers Manfred Kanther entdeckt werden, ist es Jung, der in der CDU-Spendenaff&auml;re um die vermeintlichen j&uuml;dischen Verm&auml;chtnisse zur&uuml;cktritt und Koch den Kopf rettet. Hessens Regierungschef zeigte seine Dankbarkeit, indem er seinen treuen Freund 2005 ins Bundeskabinett bugsierte. Angela Merkel konnte dies nicht ablehnen, weil Koch nach ihrem schlechtem Wahlergebnis den Mund hielt. Nun dient Jung eben der Kanzlerin. Und wenn sie will, auch als Arbeits- und Sozialminister, wobei der Winzersohn aus dem Rheingau erleichtert sein wird, nicht mehr derjenige sein zu m&uuml;ssen, der zu erkl&auml;ren hat, warum schon wieder deutsche Soldaten in Afghanistan ihr Leben lie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/drucken\/text\/489059\/0ba2a8a282760a13e35469b95b924ca8\">Jetzt (S&uuml;ddeutsche)<\/a>\n<p><em>Und auch noch: <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Etwas Faul an Merkels Mannschaft<\/strong><br>\nDie deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel war not amused als der Korrespondent des Telegraaf, Rob Savelberg, sie nach den Umst&auml;nden der Berufung von Wolfgang Sch&auml;uble zum Finanzminister fragte.<br>\nMerkel machte gestern erleichtert ihr neues Kabinett bekannt. Ihre &ldquo;Mannschaft&rdquo; besteht aus einer mitterechten Koalition von CDU\/CSU und FDP, die unsere Ostnachbaren aus dem wirtschaftlichen Morast ziehen muss. Aber es bestehen Zweifel &uuml;ber die Vertrauensw&uuml;rdigkeit und Eignung einiger Minister Merkels.<br>\nMitten in der gr&ouml;&szlig;ten finanziellen Krise seit 1929, zu einem Zeitpunkt, in dem die Staatsschuld explodiert und versagende Banken mit einer halben Billion Steuergeld gerettet werden m&uuml;ssen, vertraut Merkel die Finanzen von 82 Millionen Deutschen an einen konservativen Parteigenossen, der an einem akuten Erinnerungsverlust litt.<br>\nAm 2. Dezember 1999 erkl&auml;rte Wolfgang Sch&auml;uble, dass er den obskuren Waffenh&auml;ndler Karl-Heinz Schreiber nur ein Mal in einem Hotel in Bonn gesehen habe. Bei der Befragung im Deutschen Bundestag &ldquo;verga&szlig;&rdquo; Sch&auml;uble, dass er bei einem zweiten Treffen mit dem Lobbyisten nur einen Tag sp&auml;ter im B&uuml;ro, einen Briefumschlag mit 100.000 DM bekam.<br>\nDas illegale Geschenk blieb monatelang in einer Schublade liegen. Schlussendlich kostete die Schmiergeldaff&auml;re Altkanzler Helmut Kohl und Kronprinz Wolfgang Sch&auml;uble den Kopf. Schreiber ist nach jahrelanger Flucht gerade an Deutschland ausgeliefert worden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.2muchin4mation.com\/merkel-not-amused-uber-kritische-frage\/%20\">Too much information<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.2muchin4mation.com\/frau-merkel-wie-kann-man-nur-so-jemanden-zum-finanzminister-machen\/%20\">Das zum Kult aufgestiegene Video<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Dirk Niebel &ndash; Minister f&uuml;r Abwicklung<\/strong><br>\nIm Wahlkampf wollte er das Entwicklungshilfeministerium noch abschaffen, nun wird FDP-Generalsekret&auml;r Niebel Chef dieses Ressorts. Er startet mit einer schweren Hypothek.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2009-10\/kommentar-niebel?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a>\n<p><em>Passend dazu: <\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/kari_20091027_Niebel.gif\" alt=\"Niebel\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/stuttmann.de\/karikatur.php\">Stuttmann-Karikaturen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler: Einmal Asiat, immer Asiat<\/strong><br>\nEs ist schon eine Ironie der Geschichte: Ausgerechnet eine b&uuml;rgerlich-konservative Koalition bestellt eine Frau zur Kanzlerin und einen bekennenden Schwulen zum Au&szlig;enminister. Und als wurde die Seele deutscht&uuml;melnder Altherren bei Union und FDP noch nicht genug getriezt: Seit dem Wochenende ist klar, dass mit Philipp R&ouml;sler (FDP) k&uuml;nftig auch noch ein Vietnamese Bundesgesundheitsminister wird.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/koepfe\/artikel\/1\/einmal-asiat-immer-asiat\/?type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Es ist grotesk &ndash; f&uuml;r manche Medienvertreter scheint das angeblich Exotische an der Person des neuen Gesundheitsministers Philipp R&ouml;sler (FDP) wichtiger zu sein als die von ihm und der schwarz-gelben Regierung zu erwartende Gesundheitspolitik. Diese wird, wie die NachDenkSeiten in den vergangenen Tagen &uuml;berzeugend aufgezeigt haben, eine stark neoliberale Schlagseite haben. Leittragende dieser Politik werden die Gering- und die Durchschnittsverdiener sein.  Es bleibt zudem ein R&auml;tsel, warum die linksalternative taz in Sachen Gesundheitspolitik die die Personalie R&ouml;sler zu Lasten der Sachpolitik so stark in den Vordergrund schiebt. Denn R&ouml;sler selbst sieht sich als &ldquo;deutscher Katholik&rdquo;. Da bleibt eigentlich kein Spielraum f&uuml;r &ldquo;exotische&rdquo; Interpretationen.<br>\nAuch das konservative Sprachrohr Bild schiebt die Personalie R&ouml;sler in den Vordergrund ungibt einmal mehr eine Kostprobe an spie&szlig;iger Gesinnung: &ldquo;R&ouml;sler ist Deutscher und er f&uuml;hlt auch so&rdquo;, schreibt die Bild. Das Boulevardblatt verweist auf &ldquo;sein schwarzes Haar und die asiatischen Augen&rdquo;. Er sei aber &ldquo;durch und durch deutsch.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel h&auml;lt an SPD-Staatssekret&auml;r fest<\/strong><br>\nIm Finanzministerium soll einer der wichtigsten K&ouml;pfe aus der Gro&szlig;en Koalition trotz SPD-Parteibuch seinen Posten behalten. Enge Berate empfahlen der Kanzlerin und dem k&uuml;nftigen Finanzminister Sch&auml;uble, Staatssekret&auml;r Asmussen im Amt zu belassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:krisenkurs-merkel-haelt-an-spd-staatssekretaer-fest\/50029209.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Warum sollte Asmussen auch entlassen werden, er hat doch schon immer die Interessen der Finanzindustrie vertreten. Besser als er kann es kaum einer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>B&uuml;rger- und Gro&szlig;b&uuml;rgerkinder dominieren das neue Kabinett &ndash; das hat Folgen f&uuml;r die Politik <\/strong><br>\nDer neuen Bundesregierung geh&ouml;rt mit Ronald Pofalla nur noch ein Arbeiterkind an. Ihm stehen gleich drei Kabinettsmitglieder gegen&uuml;ber, die aus ausgesprochen gro&szlig;b&uuml;rgerlichen Verh&auml;ltnissen kommen: Thomas de Maizi&egrave;re, Ursula von der Leyen und Karl-Theodor zu Guttenberg. Das ist typisch f&uuml;r die generelle Ver&auml;nderung in der Politik. Stammten bis zur Jahrtausendwende stets knapp zwei Drittel der Regierungsmitglieder aus kleinb&uuml;rgerlichen oder Arbeiterhaushalten, kommen jetzt zwei Drittel aus dem B&uuml;rger- und Gro&szlig;b&uuml;rgertum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/158173.alle-aus-einer-kinderstube.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Koalitionsvertrag &ndash; War da was?<\/strong><br>\nEin Koalitionsvertrag ist wie die Bibel. Auch bei der Heiligen Schrift einer jeden Regierung kommt es immer auf die Auslegung des Textes an, und manchmal ist die Interpretation reine Glaubenssache. Absurd wird es aber, wenn die Koalitionspartner sich schon &uuml;ber die korrekte Exegese ihres gemeinsamen Vertrags streiten, obwohl dieser noch gar nicht unterschrieben ist. So glaubt die FDP aus dem Werk herauslesen zu k&ouml;nnen, dass man sich auf einen schnellen Systemwechsel in der gesetzlichen Krankenversicherung geeinigt habe und den Gesundheitsfonds zur Disposition stellen k&ouml;nne. F&uuml;r die CSU steht dagegen im Vertrag, dass alles beim Alten bleibt. Und auch die CDU legt den Text so aus, dass der Gesundheitsfonds bleibt. &Auml;hnlich durcheinander geht es bei der Interpretation der Beschl&uuml;sse in der Steuerpolitik. H&ouml;rt man die Kakofonie bei diesen beiden Themen von herausragender Bedeutung, dr&auml;ngt sich die Frage auf, ob die Spitzen von Union und FDP in den vergangenen drei Wochen &uuml;berhaupt bei den gleichen Koalitionsverhandlungen waren. Ein Vertrag, der mehr als nur die ganz grobe Richtung f&uuml;r die kommenden vier Jahre vorgibt, sieht jedenfalls anders aus. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass die Verhandler von Union und FDP irgendetwas zusammengeschrieben haben, was allen Beteiligten eine ihnen genehme Interpretation erm&ouml;glicht. Der Schwachpunkt des Koalitionsvertrages ist ein anderer: Wenn er selbst in seinen zentralen Punkten Auslegungssache ist und alle Vorhaben auch noch unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit stehen, h&auml;tte man sich die Verhandlungen sparen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:auslegungssache-koalitionsvertrag-war-da-was\/50028690.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sollen wir uns jetzt freuen, dass es doch nicht so dicke kommt. Nat&uuml;rlich nicht, denn diese Bibel ist eine neoliberale Bibel, insofern dass sie neoliberalen Auslegungen erm&ouml;glicht, mehr noch, dazu einl&auml;dt. Und zwar weit mehr, als von Schr&ouml;der\/Steinmeyer eingeleitet und festgeschrieben wurde. Die Einf&uuml;hrung der einkommensunabh&auml;ngigen Gesundheitspr&auml;mie wird das allen B&uuml;rgern offensichtliche Kriterium daf&uuml;r sein, ob Schwarz\/Gelb noch f&uuml;r das &ldquo;Volk&rdquo; (Westerwelle) bzw. die &ldquo;Menschen&rdquo; (Merkel) spricht oder f&uuml;r einen hemmungslosen Konkurrenzindividualismus steht. Aber selbst wenn der unwahrscheinliche Fall eintr&auml;te, dass es beim Status Quo bliebe, es steht immer noch aus, den Schr&ouml;derschen Geist bzw. Ungeist wieder in die Flasche zu stopfen. Nur um zwei Dinge zu nennen: Kinderarmut und Niedriglohnsektor sind einer sozialen Marktwirtschaft, die diesen Namen verdient, nicht w&uuml;rdig. Und das Anwachsen dieser Not, ist nicht der Weltwirtschaftskrise geschuldet, sondern den bisherigen &ldquo;Reformen&rdquo; von Rot\/Gr&uuml;n und Schwarz\/Gelb <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Wir sind sowieso die einzige Opposition&laquo;<\/strong><br>\nDie Linksfraktion im Bundestag bietet Gr&uuml;nen und SPD Nachhilfestunden an. Ein Gespr&auml;ch mit Gregor Gysi.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/10-28\/005.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lobbyisten in Berlin: Grundfarbe Schwarz<\/strong><br>\nNach Bundestagswahl und Koalitionsverhandlungen m&uuml;ssen sich die Unternehmen neu ausrichten. Die Wirtschaft bringt sich in Stellung f&uuml;r die neue Bundesregierung und ihr k&uuml;nftiges Spitzenpersonal in den Ministerien.<br>\nSchwarz scheint die neue Grundfarbe der Energielobbyisten zu werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/magazin\/artikel\/0,2828,druck-651232,00.html\">Manager-Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Schon putzig ist die Passage, in der geschildert wird, wie der ehemalige gr&uuml;ne Staatssekret&auml;r Rezzo Schlauch &uuml;ber den ausscheidenden E.ON-Cheflobbyisten l&auml;stert; Rezzo Schlauch ist seit einigen Jahren Lobbyist beim Konkurrenten EnBW.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2006\/03\/rezzo-schlauch-neu-im-enbw-beirat\/\">LobbyControl<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Etwas Trost bietet der Regierungswechsel wenigstens, vielleicht blockiert damit die Dreht&uuml;r f&uuml;r SPD- und Gr&uuml;nen-Politiker in finanziell attraktive <\/em>Lobby-Jobs.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lukas Zeise: Hilferuf des Bankaufsehers <\/strong><br>\nIm Finanzsektor finden sich jede Menge &Uuml;berkapazit&auml;ten.- er m&uuml;sste dringend und z&uuml;gig gestutzt werden. Doch das will derzeit fast niemand h&ouml;ren. Das n&auml;hrt die Spekulation und f&ouml;rdert eine neue Blasenbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:kolumne-zeise-hilferuf-des-bankaufsehers\/50028590.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hypo Real Estate verramscht Gift-Anleihen<\/strong><br>\nDas gro&szlig;e Aufr&auml;umen hat begonnen: Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) r&auml;umt ihr Beteiligungsportfolio radikal aus. Eine Woche nach dem Verkauf von Forderungen gegen die Pleite-Bank Lehman Brothers wurde nun ein 759 Millionen Euro schweres Paket toxischer Wertpapiere an insgesamt sechs Bieter versteigert, teilte die HRE-Tochter Deutsche Pfandbriefbank am Dienstag mit.<br>\nDie Bank habe damit einen Buchgewinn im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,657648,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Studie: Mit gr&uuml;nen Technologien aus der Krise<\/strong><br>\nMit einem Umbau der Produktionsstrukturen in Richtung &Ouml;kologie sei ein Wachstum von deutlich mehr als zwei Prozent pro Jahr im kommenden Jahrzehnt zu schaffen. Bei einem Festhalten am bisherigen Wirtschaftsmodell sei eine schleppende Erholung mit einem durchschnittlichen Wachstum von einem Prozent zu erwarten. Zu diesem Ergebnis kommen drei Forschungsst&auml;tten, das Potsdam-Institut f&uuml;r Klimafolgenforschung (PIK), das Kieler Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) und das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK), in einer Untersuchung f&uuml;r das Bundesumweltministerium. Voraussetzung f&uuml;r einen Strategiewechsel ist demnach ein Investitionsschub. Von einem Spitzenplatz im Jahr 1970 sei die deutsche Wirtschaft bei den Investitionen unter den OECD-Schnitt gefallen. Dies habe zu sinkendem Wachstum, Massenarbeitslosigkeit und einer veraltenden Kapitalausstattung gef&uuml;hrt. Zur Strategie geh&ouml;rt eine Stimulierung der Binnennachfrage durch h&ouml;here Staatsausgaben ebenso wie weitere Anreize zur Geb&auml;udesanierung, der Um- und Ausbau der Stromnetze sowie von Gas- und Fernw&auml;rme. Es gebe die Tendenz, die Finanzkrise als Betriebsunfall zu betrachten, meinte PIK-Forscher Carlo Jaeger. Ein &ldquo;Weiter so&rdquo; aber verhindere n&ouml;tige Fortschritte im Klimaschutz, versch&auml;rfe die soziale Spaltung und verspiele die historischen Standortvorteile Deutschlands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2041016&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung OP:<\/strong> Bemerkenswert, dass zwei so unterschiedlich ausgerichtete Institute wie das IfW und das IMK in ihren Empfehlungen zusammenfanden. So war nicht zu erwarten, dass auch das IfK zur Stimulierung der Binnennachfrage f&uuml;r ein staatliches Deficit-Spending eintreten w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Banken vergeben erstmals weniger Kredite<\/strong><br>\nDie Kreditvergabe der Banken entwickelt sich im Euro-Raum weiterhin schwach. Erstmals seit Einf&uuml;hrung dieser Statistik im Jahr 1991 habe sie im September an Unternehmen und private Haushalte weniger Geld verliehen als ein Jahr zuvor, wie aus Zahlen der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) hervorgeht. Die Kreditvergabe sank um 0,3 Prozent. Analysten der Banken und Bankverb&auml;nde bezweifeln allerdings, dass dies als Hinweis auf eine drohende Kreditklemme gedeutet werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928\/Doc~E74F308EF7CF24D9A82C0C54A83C6598B~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum sollte die Kreditnachfrage etwa f&uuml;r Investitionen auch steigen, wenn die Kapazit&auml;tsauslastung aufgrund der Krise bei 70% liegt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: BMW-Schere<\/strong><br>\nDie Geh&auml;lter der Top-Leute in M&uuml;nchen d&uuml;rfen nur dann steigen, wenn auch die L&ouml;hne der Arbeiter am Band steigen. BMW spricht von der erfolgsabh&auml;ngigen Verg&uuml;tung, die f&uuml;r alle Mitarbeiter des Konzerns bis hinauf zur zweiten F&uuml;hrungsebene vereinheitlicht werden soll, damit sich die Schere zwischen Arbeiter und Manager nicht immer weiter &ouml;ffnet. Ist das nun Augenwischerei oder ein Vorbild f&uuml;r die Unternehmenslandschaft in Deutschland?<br>\nDie Managerentlohnung ist ohne Grenzen nicht in den Griff zu bekommen. Das haben die Exzesse der vergangenen Jahre verdeutlicht. So sind in den USA die Geh&auml;lter der Vorstandsvorsitzenden im Zuge der Shareholder-Value-Ideologie seit Mitte der 80er Jahre urpl&ouml;tzlich von 40 mal Durchschnittsgehalt auf 500 mal und dar&uuml;ber emporgeschnellt. Warum? Weil es f&uuml;r Top-Manager weder einen funktionierenden Markt noch Transparenz bei der Leistung gibt. Beweise gef&auml;llig: Am meisten verdienten die Chefs der Banken, die ohne Rettung durch die Steuerzahler heute bankrott w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2041017_Kommentar-BMW-Schere.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Warum sich die IG Metall pl&ouml;tzlich ganz zahm gibt<\/strong><br>\nDer Chef der wichtigsten, gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaft, der IG Metall, schl&auml;gt geradezu zahme T&ouml;ne an. Im Tarifjahr 2010 sei die Luft f&uuml;r gro&szlig;e Lohnforderungen &bdquo;sehr d&uuml;nn&ldquo;, sagte Huber.<br>\nDoch das hei&szlig;t nicht, dass es keine Verteilungsk&auml;mpfe geben wird, sie werden nur anders aussehen. Seit Ausbruch der Krise haben Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsame Sache gemacht, mit Hilfe der Steuerzahler: Die Arbeitgeber, die ihre Fachkr&auml;fte halten wollen, nahmen die gro&szlig;z&uuml;gig gestalteten Kurzarbeiterregelungen gern in Anspruch, um Entlassungen zu vermeiden. Das wird auf Dauer zu teuer. Im kommenden Jahr wird es um die Frage gehen: entlassen, oder neue, gemeinsame Regelungen unter Tarifpartnern jenseits der Kurzarbeit finden.<br>\nStatt um prozentuale Lohnsteigerungen zu feilschen, wird die IG Metall darum k&auml;mpfen, dass Arbeitnehmer trotz Flaute irgendwie weiter besch&auml;ftigt werden. Wie moderat sie sich dabei verh&auml;lt, bleibt abzuwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article4983722\/Warum-sich-die-IG-Metall-ploetzlich-ganz-zahm-gibt.html%20\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen:<\/strong> Dass Arbeitsplatzgarantien nicht sehr viel Wert sind, mussten wir in letzter Zeit leider h&auml;ufiger erleben.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu jedoch: <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&raquo;Lohnverzicht ist der falsche Weg&laquo;<\/strong><br>\nVer.di-Vorsitzender Bsirske will trotz Krise h&ouml;here Abschl&uuml;sse durchsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/10-28\/002.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Postbank nutzte Kontobewegungen<\/strong><br>\nFinanzberater bei der Postbank sollen Einblick in Kontobewegungen ihrer Kunden gehabt haben, deckte das Magazin &ldquo;Finanztest&rdquo; auf. Das ist illegal. Die Postbank bem&uuml;ht sich um Schadensbegrenzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/schwerpunkt-ueberwachung\/artikel\/1\/postbank-nutzte-kontobewegungen\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Termine gegen Geld &ndash; Fach&auml;rzte halten sich unliebsame Kassenpatienten vom Hals<\/strong><br>\nIm deutschen Gesundheitssystem tobt ein harter Kampf, ein Kampf um viel Geld. Und allzu oft wird als Kampfplatz der R&uuml;cken des Patienten gew&auml;hlt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=5387200\/s23qxi\/index.htm\">ARD Report Mainz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/did=5541872\/pv=video\/nid=233454\/q6i98p\/index.html\">ARD Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Schlecker-Versandapotheke: Mitarbeiterin packt aus<\/strong><br>\nDie niederl&auml;ndische Versandapotheke Vitalsana muss sich am Montag vor dem Landgericht Ulm verantworten. Die Wettbewerbszentrale wirft der Schlecker-Tochter vor, einen ma&szlig;geblichen Teil der Gesch&auml;ftst&auml;tigkeiten als Apotheke in Deutschland &ndash; mithin ohne Betriebserlaubnis &ndash; auszuf&uuml;hren. Vitalsana bestreitet dies, doch gegen&uuml;ber APOTHEKE ADHOC packte jetzt eine Mitarbeiterin aus. Danach steht fest: Pharmazeutische Beratung der Versandapotheke findet zumindest zum Teil im baden-w&uuml;rttembergischen Kornwestheim statt. Rund 120 Personen sind demnach in dem kleinen Ort bei Stuttgart f&uuml;r Vitalsana t&auml;tig: Der Dienstleister Arvato Direct Services GmbH, eine Bertelsmann-Tochter, betreibt in Kornwestheim ein Call-Center. Eine eigene Abteilung ist ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Vitalsana t&auml;tig. Die Zeitarbeitsfirma Teamwork rekrutiert Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/apotheke-adhoc.de\/Nachrichten\/Markt\/8221.html?layout=print\">Apotheke adhoc<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Lebensversicherer senken die Zinsen<\/strong><br>\nTrotz steigender Kurse an den Aktienm&auml;rkten m&uuml;ssen Kunden von Lebensversicherungen im n&auml;chsten Jahr mit sinkenden &Uuml;berschusszahlungen f&uuml;r ihre Policen rechnen. Die Versicherer sp&uuml;ren nichts vom B&ouml;rsen-Boom, da sie den Aktienanteil in ihren Portfolios drastisch gesenkt haben. Stattdessen setzen sie &uuml;berwiegend auf Zinsen &ndash; zum Leidwesen der Kunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/immobilien-vorsorge\/_b=2473518,_p=17,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Schweinegrippe: Ohne Risiko und Nebenwirkung<\/strong><br>\nDer Pharmakonzern Glaxo verdient gut am Impfstoff gegen die Schweinegrippe &ndash; egal, wie viele Deutsche sich impfen lassen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Schweinegrippe;art271,2934590?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>SPD will weiterhin Rente mit 67<\/strong><br>\nDie SPD-F&uuml;hrung will einen Bruch der Parteibasis mit der Reformpolitik der vergangenen Jahre verhindern. Im Entwurf f&uuml;r den Leitantrag, der den Delegierten des Dresdner Bundesparteitags Mitte November zur Abstimmung vorgelegt werden soll, wird die Niederlage bei der Bundestagswahl zwar auch auf die mangelnde Akzeptanz von Hartz IV und der Rente mit 67 zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Zu einer demonstrativen Abkehr von diesen Reformen soll es in Dresden aber nicht kommen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/SPD;art122,2933677?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/de\/pdf\/Beschluss_PV_Leitantrag_BPT09.pdf\">SPD [PDF &ndash; 188 KB]<\/a>\n<p><em>Dazu passt: <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Die Privilegierten in Rot<\/strong><br>\nDie Sozialdemokratie hat das Gleichheitsprinzip verraten. Darum kann sie von der Krise des Kapitalismus nicht profitieren.<br>\nIndem die Sozialdemokratie ihren Daseinsgrund fortlaufend verriet, geriet sie selbst dann in die Krise, wenn sie an die Regierung gew&auml;hlt wurde. Wie sehr ist das soziale Gef&auml;lle unter Blair vermindert worden? Gar nicht, eher im Gegenteil. Und unter Schr&ouml;der? Wem dient eine Linke, die rechte Politik macht, wenn nicht der Renaissance des Originals?<br>\nF&uuml;r einen Reformkurs w&uuml;rde es gen&uuml;gen, sich die gemeinsame Vermehrung von (gesellschaftlicher) Freiheit und (sozialer) Gerechtigkeit als Leitstern zu nehmen. Das ist jedoch unm&ouml;glich mit den gegebenen Mitteln, mit jenen Parteimaschinen, die strukturell auf die Seite der Privilegierten geh&ouml;ren. Sie k&ouml;nnen nicht die L&ouml;sung sein, denn sie sind ein wesentlicher Teil des Problems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/44\/OpEd-44-LinkeZukunft?page=1\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Daniele Ganser: Die Nato und ihre Geheimarmeen<\/strong><br>\nDer Schweizer Friedensforscher und Historiker Daniele Ganser wurde einer breiteren kritischen &Ouml;ffentlichkeit mit seiner Forschung zur NATO und ihren Geheimarmeen bekannt. Mitte September hielt Ganser einen Vortrag an der Uni Basel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/redblog.twoday.net\/topics\/Politik\">redblog als Video<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Nochmals zur Wundersalbe Regividerm<\/strong><br>\nEine Dokumentation<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/esowatch.com\/index.php?title=Regividerm\">EsoWatch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wieviele FDP-Anh&auml;nger braucht man um eine Gl&uuml;hlampe zu wechseln?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch_popup?v=j-NAyuL5VvE\">YouTube<\/a>\n<p><strong>Volker Pispers: Zauber <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439%20\">WDR-H&ouml;rfunk<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Oettinger eine Provokation f&uuml;r Europa, Poker statt Politik, arm wird &auml;rmer, die Zoff-Pauschale, die Nieten im Kabinett, der Streit um den Koalitionsvertrag geht erst richtig los, Neues aus der Welt der Banken, Lohnverzicht oder Lohnerh&ouml;hung, SPD geht mit 67 in Rente, wie die FDP eine Gl&uuml;hlampe wechselt. (MB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4296","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4296"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4296\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}