{"id":42969,"date":"2018-03-16T08:27:27","date_gmt":"2018-03-16T07:27:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969"},"modified":"2018-03-16T08:27:27","modified_gmt":"2018-03-16T07:27:27","slug":"hinweise-des-tages-3081","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h01\">Gro&szlig;britannien formt eine Allianz gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h02\">Ungehaltene Reden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h03\">Wie politische Eliten die Konzentration von Macht und Reichtum verst&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h04\">Diese kleinen Leute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h05\">Ins Uferlose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h06\">Tarif macht Handwerk attraktiver<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h07\">Arbeitnehmervertretungen: &ldquo;Es wird rauer in den Betrieben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h08\">Proteste gegen Steuerreform in Frankreich: Der Aufstand der RentnerInnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h09\">Deutsche R&uuml;stungsexporte an die T&uuml;rkei: Versprechen gebrochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h10\">UN-Bericht zu Libyen: Brutale Milizen als Partner Deutschlands?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h11\">Trotz Luxleaks: Geheime Steuerdeals zwischen EU-Staaten und Konzernen auf Rekordhoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h12\">Seehofer&rsquo;s Homeland und die Security<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h13\">Reaktion auf Attentat: Berliner Senat plant Antiterrorzentrum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42969#h14\">Zu guter Letzt: Minderwertigkeitskomplexe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien formt eine Allianz gegen Russland<\/strong><br>\nIm Eiltempo hat May eine Allianz der westlichen Partner geschmiedet, die f&uuml;r Russland viel unangenehmer werden kann als die Heimreise von ein paar Diplomaten: Deutschland, Frankreich und die USA stellten sich in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung klar hinter Gro&szlig;britanniens Einsch&auml;tzung, dass Russland &bdquo;mit hoher Wahrscheinlichkeit&ldquo; die Verantwortung f&uuml;r den Anschlag im britischen Salisbury trage.<br>\nEine andere plausible Erkl&auml;rung gebe es nicht, betonten Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron, US-Pr&auml;sident Donald Trump und May selbst. Zudem gebe Russlands Weigerung, auf berechtigte Fragen Londons einzugehen, &bdquo;einen zus&auml;tzlichen Anhaltspunkt f&uuml;r seine Verantwortlichkeit&ldquo;. Es handele sich um &bdquo;einen &Uuml;bergriff gegen die Souver&auml;nit&auml;t Gro&szlig;britanniens&ldquo; und eine eindeutige Verletzung des Chemiewaffen&uuml;bereinkommens und des V&ouml;lkerrechts. Die Staats- und Regierungschefs &auml;u&szlig;erten sich &bdquo;besorgt&ldquo; und erkl&auml;rten: &bdquo;Es bedroht unser aller Sicherheit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.waz.de\/213733541\">WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.F.:<\/strong> Vor gut hundert Jahren war die Ermordung des &ouml;sterreichisch-ungarischen Thronfolgers, Kronprinz Franz Ferdinand, der Ausl&ouml;ser des Ersten Weltkriegs. Heute reicht daf&uuml;r ein russischer Geheimdienstmitarbeiter, der als Doppelagent f&uuml;r den britischen MI6 arbeitete &ndash; ein &uuml;berw&auml;ltigendes Zeugnis f&uuml;r die Wirkungskraft der Demokratie, in der ja alle Menschen gleich sind. Gut zu wissen, dass nicht nur altert&uuml;mliche Feudalsysteme, sondern auch moderne Demokratien einen Weltkrieg ausl&ouml;sen k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Erkl&auml;rung der Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Deutschland, den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten K&ouml;nigreich<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/BPA\/2018\/03\/2018-03-15-gemeinsame-erklaerung.html;jsessionid=5D901C1D1C19994A0BD6447A4D81C3E7.s1t1\">Bundesregierung<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Van Aken zum Giftgas-Streit&rdquo;: Au&szlig;enpolitisches Gewinnspiel&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten eskaliert der Streit zwischen London und Moskau: Beide Seiten h&auml;tten Interesse an einer verbalen Eskalation, sagte der ehemalige Linken-Au&szlig;enpolitiker Jan van Aken im Dlf &ndash; Theresa May sei innenpolitisch geschw&auml;cht und Putin stehe kurz vor der Wahl. [&hellip;]<br>\nKaess: Jetzt haben wir schon &uuml;ber die Haltung Londons gesprochen. Schauen wir mal auf die Haltung in Moskau. Dort hat man dieses Ultimatum, das Gro&szlig;britannien gesetzt hatte, sich zu erkl&auml;ren, verstreichen lassen. Was kann denn Moskau tun, um seine Unschuld zu belegen, wenn es denn tats&auml;chlich unschuldig sein sollte, so wie man das ja behauptet?<br>\nvan Aken: Das erste ist, dass die Engl&auml;nder konkreter sagen m&uuml;ssen, was sie haben. Da haben die Russen nat&uuml;rlich v&ouml;llig Recht. Das muss &uuml;ber die Chemiewaffen-Konvention laufen und dann gibt es kein 24-Stunden-Ultimatum, sondern zehn Tage. Das ist festgelegt in dem Abkommen. Da sind die Engl&auml;nder und Russen auch Mitglieder in diesem Abkommen. Und ja, dann muss es Erkl&auml;rungen geben, aus Russland zum Beispiel, was ist mit den Restbest&auml;nden des Nowichok-Programms passiert. Sie m&uuml;ssen vielleicht chemische Fingerabdr&uuml;cke von ihren Proben zur Verf&uuml;gung stellen, damit das verglichen werden kann. Da gibt es M&ouml;glichkeiten der Aufkl&auml;rung. Ob die am Ende eindeutig sind, wei&szlig; ich nicht. Ich halte es mittlerweile f&uuml;r politisch so aufgeladen und auch mit einem sehr ungesunden Eigeninteresse von Theresa May, sich selbst innenpolitisch zu st&auml;rken, dass ich glaube, im Moment wird das eher verbal eskalieren. Die Frage ist, ob sich das denn wieder in ein paar Tagen verbal deeskalieren l&auml;sst. Unter Trump ist ja alles m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/van-aken-zum-giftgas-streit-aussenpolitisches-gewinnspiel.694.de.html?dram:article_id=413110\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Skripal und die Fake-News: Was der Nowitschok-Entwickler wirklich gesagt hat<\/strong><br>\nWil Mirsajanow hat nach eigenen Angaben das Nervengift &ldquo;Nowitschok&rdquo; zu Sowjetzeiten mitentwickelt. Nur Moskau k&ouml;nne deshalb hinter dem Anschlag stecken, schreiben Medien unter Berufung auf ihn. Eine entscheidende Aussage des Russen unterschlagen sie dabei. [&hellip;]<br>\nDemnach kommt nicht nur Russland, sondern auch jeder andere Akteur mit den entsprechenden Kapazit&auml;ten als Produzent des Nervengifts in Frage. Doch warum behauptet Mirsajanow nun laut den eingangs zitierten Medienberichten, nur Moskau komme als Urheber in Betracht? Tats&auml;chlich tut er das nicht. So hei&szlig;t es in einem am Mittwoch erschienenen AFP-Artikel:<\/p>\n<blockquote><p>\nNur die Russen entwickelten diese Klasse von Nervengiften&rsquo;, sagte der Chemiker. &lsquo;Sie haben es geheim gehalten und tun das weiterhin.&rsquo; Die einzige andere M&ouml;glichkeit, sagte er, w&auml;re, dass jemand die Formeln seines Buches benutzte, um eine solche Waffe herzustellen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Mirsajanow sagt also explizit nicht, dass nur die Russen es gewesen sein k&ouml;nnen. Bezeichnenderweise erschien der AFP-Artikel dennoch unter der &Uuml;berschrift: &ldquo;Es sind die Russen, sagt der Chemiker, der die Existenz von &lsquo;Nowitschok&rsquo; aufdeckte.&rdquo;<br>\nDen entscheidenden Hinweis von Mirsajanow g&auml;nzlich zu unterschlagen, wonach nicht nur Russland als T&auml;ter in Betracht kommt, ist eindeutig ein Fall manipulativer Berichterstattung, die Moskau in Verruf bringen soll. Nicht viel besser ist es, wenn wie bei AFP dieser Hinweis quasi im Kleingedruckten in einem Artikel untergebracht wird, der mit einer rei&szlig;erischen &Uuml;berschrift aufmacht, in der genau das Gegenteil dessen behauptet wird, was Mirsajanow wirklich gesagt hat.<br>\nDer Fall Skripal ist ein erneutes Beispiel daf&uuml;r, wie mit verf&auml;lschenden Schlagzeilen der &ouml;ffentliche Diskurs in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll. Oder anders gesagt: wie gezielt antirussische Fake-News verbreitet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/66694-skripal-und-fake-news-was-nowitschok-entwickler-wirklich-gesagt\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ungehaltene Reden<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier hielt anl&auml;sslich der Regierungsbildung eine viel beachtete Rede. Er wollte damit an die Verantwortung der Politik und der Zivilgesellschaft f&uuml;r den Zustand der Welt mahnen. Wir dokumentieren hier seine Ansprache:<br>\n&bdquo;Die Welt wird zunehmend zu einem unbewohnbaren Ort und wir, die westliche Wertegemeinschaft, m&uuml;ssen erkennen, dass wir wesentlich dazu beigetragen haben. Die Ungleichheit hat global emp&ouml;rende Ausma&szlig;e angenommen. Die L&auml;nder Afrikas leiden unter Ausbeutung durch Strukturanpassungsprogramme und unfairen Freihandel; Konzerne missachten die Menschenrechte und entziehen den Staaten Steuern. Zahlreiche Kriege um Ressourcen und strategische Vorteile haben Elend und Millionen Menschen den Tod gebracht. Neokolonialismus und Kriege auch mit deutschen Waffen bedrohen immer mehr Menschen. 65 Millionen sind auf der Flucht, aber wir bek&auml;mpfen die Fl&uuml;chtlinge, nicht die Ursachen der Flucht. Unsere imperiale Lebensweise verursacht unermessliche Klimasch&auml;den, Gewalt, Zerst&ouml;rung und Leid. Liebe Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger, wir m&uuml;ssen handeln, denn die Folgen sind &uuml;berall sp&uuml;rbar als Sozialdarwinismus, Rassismus und Staatszerfall. Unser h&ouml;chster Wert muss der Mensch sein, nicht der Profit.&ldquo;<br>\nSie werden bereits beim ersten Satz gemerkt haben: Das ist ein Fake. Aber warum ist die F&auml;lschung nach einem kurzen &Uuml;berraschungsmoment sofort als solche zu erkennen? Die in der &bdquo;Ansprache&ldquo; skizzierte Lage ist doch real. Der Grund ist: Zwar wissen die meisten Menschen um diese Lage, die sie als globale Bedrohung empfinden. Die verantwortlichen PolitikerInnen tun aber alles daf&uuml;r, sie zu vertuschen und L&ouml;sungen zu hintertreiben. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/ungehaltene-reden\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Marktwirtschaft, Leistungsgerechtigkeit und die Armut in einem reichen Land<\/strong><br>\nDie &bdquo;Tafeln&ldquo; sind in aller Munde. Kaum jemand fragt jedoch, warum es in einem reichen Land so viele Menschen gibt, die darauf angewiesen sind. Die Armut in Deutschland wird zum Tabu gemacht, weil man fest daran glaubt, eine gute Besch&auml;ftigungssituation sei nur mit extrem niedrigen Sozialleistungen zu erreichen.<br>\nIn diesen Tagen hat der Bundespr&auml;sident dem Saarland einen offiziellen Besuch abgestattet und sich zu dem Streit um die &bdquo;Tafeln&ldquo; ge&auml;u&szlig;ert, der in Essen mit dem Ausschluss von Ausl&auml;ndern begann und immer weitere Kreise gezogen hat. Laut Saarbr&uuml;cker Zeitung vom 7. M&auml;rz sagte der Bundespr&auml;sident:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die Politik muss daf&uuml;r Sorge tragen, dass es nicht zu einer Konkurrenz der Bed&uuml;rftigen kommt, die sich dann auch noch aggressiv &auml;u&szlig;ert&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Tafeln verteilen mit ehrenamtlichen Helfern bundesweit kostenlos Lebensmittel, die woanders nicht mehr gebraucht werden und weggeschmissen w&uuml;rden, an sogenannte Bed&uuml;rftige. Das sind vor allem alte Menschen und die Bezieher von Hartz IV, also diejenigen, die unmittelbar von der Gesellschaft unterst&uuml;tzt werden m&uuml;ssen, weil sie keine Arbeit finden.<br>\nWarum ist das so? Warum ist es in einer unbestreitbar reichen Gesellschaft nicht m&ouml;glich, allen Menschen so viel Geld zur Verf&uuml;gung zu stellen, dass sie nicht auf solche Almosen und auf die Hilfe von Freiwilligen angewiesen sind? Warum hat der Bundespr&auml;sident nicht einfach gesagt: Die Politik muss daf&uuml;r Sorge tragen, dass es nicht zu Bed&uuml;rftigkeit kommt? Was hindert uns daran, die Gesellschaft in dieser Hinsicht gerechter zu machen? Was hindert uns, all denjenigen, die &ndash; aus welchen Gr&uuml;nden auch immer &ndash; nicht in der Lage sind, sich selbst mit einem Markteinkommen oder einer Rente vern&uuml;nftig und gesund zu ern&auml;hren, so viel Unterst&uuml;tzung zu gew&auml;hren, dass sie sich nicht in die Schlangen bei den Tafeln einreihen m&uuml;ssen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/03\/die-marktwirtschaft-leistungsgerechtigkeit-und-die-armut-in-einem-reichen-land\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie politische Eliten die Konzentration von Macht und Reichtum verst&auml;rken<\/strong><br>\nEmp&ouml;rend sind prek&auml;re Arbeitsbedingungen mit niedrigen L&ouml;hnen und befristeten Vertr&auml;gen, Arbeitshetze und arbeitsbedingte Erkrankungen, Lebensbedingungen mit Altersarmut, Wohnungsnot, Pflegenotstand und Lehrermangel in Deutschland und anderswo. Millionen Menschen leben und arbeiten ohne Perspektive der Besserung. Jedes siebte Kind ist auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Inakzeptabel sind die extrem ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in den globalen Lieferketten der Konsumg&uuml;terindustrie. Wie konnte es so weit kommen, wie h&auml;ngt das mit der Konzentration von Macht zusammen und was ist zu tun?<br>\nIn den letzten Jahrzehnten wurde ein neues globales Modell des Kapitalismus etabliert. Deregulierung von Arbeitsm&auml;rkten, Senkung von L&ouml;hnen in unteren und mittleren Einkommensgruppen, extreme Verm&ouml;genszuw&auml;chse bei Milliard&auml;rInnen bei gleichzeitigen Steuersenkungen, Abbau des Sozialstaates, Liberalisierungen der Finanzm&auml;rkte, Privatisierungen &ouml;ffentlicher Dienste und Steuerunterbietungswettbewerb f&uuml;r Kapitalertr&auml;ge. Unternehmen markieren die Eckpunkte neoliberaler Politik, nicht nur in Deutschland. Die bereits 1947 begonnene und seit den 1970er Jahren beschleunigte Politik der Senkung von Z&ouml;llen und anderen Handelsbarrieren f&uuml;hrte bei gleichzeitiger Missachtung globaler Sozialstandards zur heute herrschenden Form der Globalisierung. Eines der wichtigsten Resultate der Beseitigung von Marktschranken ist die globale Lohnkonkurrenz. Und dieses ausbeuterische Konkurrenzprinzip wirkt besonders brutal in den L&auml;ndern, in denen durch Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung von Menschen oder &#9656;Unterdr&uuml;ckung von Gewerkschaftsrechten der Reichtum der InvestorInnen vermehrt wird. Zahlreiche Berichte der Vereinten Nationen, der Internationalen Arbeitsorganisation und des Internationalen Gewerkschaftsbundes zeigen schon seit Jahren, dass der Neoliberalismus mit der Deregulierung der M&auml;rkte nicht mehr, sondern weniger individuelle Freiheiten, Wachstum und Wohlstand f&uuml;r alle schaffen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/wie-politische-eliten-die-konzentration-von-macht-und-reichtum-verstaerken--2175.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Diese kleinen Leute<\/strong><br>\nPolitik &ldquo;f&uuml;r die kleinen Leute&rdquo; fordert nicht nur Horst Seehofer. Aber wer will klein sein? Eine Putzfrau, ein Taxifahrer, eine Verk&auml;uferin und ein Buchh&auml;ndler erz&auml;hlen.<br>\nZuletzt war es Horst Seehofer. Der CSU-Vorsitzende sagte bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags, die neue Regierung werde &ldquo;eine gro&szlig;e Koalition f&uuml;r die kleinen Leute&rdquo; sein. Auch Sozialdemokraten, AfD-Politiker, Journalisten und &Ouml;konomen r&uuml;cken die &ldquo;kleinen Leute&rdquo; immer wieder in den Fokus. Sie gelten als ultimativer Adressat f&uuml;r richtige Politik einerseits, als &Uuml;bersehene und Schweigende andererseits.<br>\nWir haben vier Menschen getroffen, die nur wenig Geld verdienen und in Berufen arbeiten, die kaum Ansehen genie&szlig;en. Z&auml;hlen sie sich selbst dazu, empfinden sie sich als &ldquo;klein&rdquo;? Und was erwarten sie von der Politik?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2018-02\/bevoelkerung-kleinen-leute-taxifahrer-putzfrau-buchhaendler\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ins Uferlose<\/strong><br>\nMit einem eigenen Gesetzentwurf w&auml;rmt die FDP die Debatte um den 8-Stunden-Tag und die Ruhezeit gleich zu Beginn der Legislatur wieder auf. Der Vorschlag, &uuml;ber den am Donnerstag im Bundestag beraten werden soll, hat keine Chance auf Zustimmung, aber die Partei h&auml;lt damit ein Thema am K&ouml;cheln, das aus Sicht von Gewerkschaften, Linken und auch Teilen der Sozialdemokraten ruhig weiter auf Eis liegen k&ouml;nnte. Sie waren sehr erleichtert, als ein &auml;hnlicher Vorsto&szlig; der damaligen Arbeitsministerin Andrea Nahles im vergangenen Jahr scheiterte. Nun stehen m&ouml;gliche &Ouml;ffnungsklauseln f&uuml;r das Arbeitszeitgesetz erneut im Koalitionsvertrag mit der Union. Hier ist die Rede von &raquo;Experimentierr&auml;umen&laquo; f&uuml;r tarifgebundene Unternehmen, wo mittels Betriebsvereinbarungen insbesondere die H&ouml;chstarbeitszeit w&ouml;chentlich flexibler geregelt werden k&ouml;nnte. Oberste Priorit&auml;t genie&szlig;t das Vorhaben in der SPD allerdings nicht.<br>\nDie FDP will nun mit einem ausgearbeiteten Entwurf eine Blaupause vorlegen. Demnach soll den Tarifparteien erlaubt werden, nur noch ein w&ouml;chentliches Limit von durchschnittlich 48 Stunden und die Verk&uuml;rzung der vorgeschriebenen Ruhezeit zu vereinbaren. &raquo;Niemand soll mehr arbeiten oder weniger Pausen machen m&uuml;ssen, aber die Einteilung soll freier als heute sein&laquo;, erkl&auml;rte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Johannes Vogel, der schon in seiner Zeit als Generalsekret&auml;r der nordrhein-westf&auml;lischen FDP gegen das deutsche Arbeitszeitgesetz zu Felde gezogen war.<br>\nSeit &uuml;ber Digitalisierung und Arbeit 4.0 debattiert wird, fahren Arbeitgeberverb&auml;nde Angriffe auf diese Errungenschaft der Arbeiterbewegung &ndash; 1918 wurde der 8-Stunden-Tag erstmals in Deutschland Gesetz. Doch die geltenden Vorgaben seien nicht mehr auf der H&ouml;he der Zeit, so die Behauptung. In weltweit t&auml;tigen Konzernen m&uuml;sse man &raquo;&uuml;ber Zeitzonen hinweg&laquo; mit Mitarbeitern in Asien oder den USA kommunizieren. Und Arbeitnehmer m&uuml;ssten inzwischen auch mal abends ihre E-Mails abrufen und beantworten. Seit die Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Leben zu einem der am meisten diskutierten Themen geworden ist, haken auch hier die Arbeitgeber ein: So sei es durch die &raquo;starren Vorgaben&laquo; legal nicht m&ouml;glich, dass Eltern fr&uuml;her gehen, um die Kinder von der Kita zu holen, und sich daf&uuml;r abends noch mal an den Rechner setzen, behaupten sie. Auch Andrea Nahles argumentiert mit Pausen zur Kinderbetreuung und Heimarbeit am Abend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1082506.arbeitszeitgesetz-im-bundestag-ins-uferlose.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tarif macht Handwerk attraktiver<\/strong><br>\nIm Handwerk verdienen Besch&auml;ftigte im Schnitt deutlich weniger als in anderen Branchen. Das liegt unter anderem an den Qualifikationsstrukturen und fehlender Tarifbindung.<br>\nSprichw&ouml;rtlich hei&szlig;t es, das Handwerk habe goldenen Boden. Wer dort als Arbeitnehmer t&auml;tig ist, d&uuml;rfte das allerdings anders sehen: Laut einer Studie von Katarzyna Haverkamp und Kaja Fredriksen liegen die L&ouml;hne im Handwerk etwa ein F&uuml;nftel unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Die Mitarbeiterinnen des Volkswirtschaftlichen Instituts f&uuml;r Mittelstand und Handwerk an der Universit&auml;t G&ouml;ttingen haben f&uuml;r die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung die Lohnstrukturen in dieser Branche analysiert. F&uuml;r das Verdienstgef&auml;lle zu den &uuml;brigen Wirtschaftszweigen machen sie vor allem den geringen Anteil Hochqualifizierter, die vielen Kleinbetriebe und die vergleichsweise schwach ausgepr&auml;gte Tarifbindung verantwortlich.<br>\n&bdquo;Die Arbeitgeber klagen &uuml;ber Fachkr&auml;ftemangel im Handwerk. Die Studie zeigt aber, dass insbesondere die Fachkr&auml;fte im Vergleich zu anderen Branchen wenig verdienen, auch weil die Tarifbindung im Handwerk besonders niedrig ist&ldquo;, sagt Stefan L&uuml;cking, der die Untersuchung in der Forschungsf&ouml;rderung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung begleitet hat. &bdquo;Eine st&auml;rkere Tarifbindung w&auml;re das beste Rezept, um das Handwerk f&uuml;r Fachkr&auml;fte attraktiv zu machen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/113310_113325.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitnehmervertretungen: &ldquo;Es wird rauer in den Betrieben&rdquo;<\/strong><br>\nDie Vertretung der Belegschaften durch Betriebsr&auml;te gehe stetig zur&uuml;ck, sagte der Soziologe Martin Behrens im Dlf. Ein Grund seien kompromisslose Unternehmer. &ldquo;In einigen Ausnahmef&auml;llen l&ouml;sen Arbeitgeber sogar lieber einen Betrieb auf, als die Gr&uuml;ndung eines Betriebsrates zu akzeptieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/arbeitnehmervertretungen-es-wird-rauer-in-den-betrieben.769.de.html?dram:article_id=413142\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Proteste gegen Steuerreform in Frankreich: Der Aufstand der RentnerInnen<\/strong><br>\nWer eine hohe Rente bekommt, soll k&uuml;nftig h&ouml;here Abgaben zahlen. Die Betroffenen protestieren dagegen, die &bdquo;Milchk&uuml;he&ldquo; der Politik zu sein.<br>\nAm Donnerstag haben in zahlreichen franz&ouml;sischen St&auml;dten Tausende von RentnerInnen gegen Steuerreformen protestiert, die auf Kosten ihrer Kaufkraft gehen w&uuml;rden. Wie es Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron in seinem Wahlprogramm angek&uuml;ndigt hatte, will n&auml;mlich die Regierung, dass die Empf&auml;ngerInnen von Altersrenten von mehr als 1283 Euro monatlich mit erh&ouml;hten Abgaben die Steigerung der Kaufkraft der Erwerbst&auml;tigen finanzieren.<br>\nDiese Umverteilung best&auml;rkt die Senioren in ihrem unbehaglichen Gef&uuml;hl, seit Jahren die &bdquo;Milchk&uuml;he&ldquo; der Finanz- und Steuerpolitik zu sein. In mehreren St&auml;dten hat sich das Personal der &ouml;ffentlichen Altersheime ihrem Protest angeschlossen, das wie schon Ende Januar mit einem Streik mehr Mittel und Stellen f&uuml;r die Betreuung fordert. [&hellip;]<br>\nEr versuchte dann den skeptisch dreinschauenden Gespr&auml;chspartnerinnen zu erkl&auml;ren, dass es letztlich in ihrem eigenen Interesse sei, mit mehr Abgaben die Kaufkraft der Aktiven und die Besch&auml;ftigung im Land zu f&ouml;rdern, weil so die Erwerbst&auml;tigen mit ihren Lohnabz&uuml;gen wiederum die Altersrenten finanzieren k&ouml;nnten. Ein weiteres f&uuml;r die Reform vorgebrachtes Argument beruht auf statistischen Angaben: Die Betagten im Ruhestand seien mit einer Durchschnittsrente von 1283 Euro im Monat besser gestellt als die Lohnempf&auml;nger.<br>\n&bdquo;Verw&ouml;hnte Generation&ldquo;?<br>\nDie Rentner &uuml;berzeugt das allerdings nicht: F&uuml;r rund 60 Prozent von ihnen mit mehr als 1283 Euro Steuereinkommen soll die franz&ouml;sische Sozialsteuer (Contribution sociale g&eacute;n&eacute;ralis&eacute;e) immerhin von 6,6 auf 8,3 Prozent des Einkommens steigen. Das bedeutet f&uuml;r die Betroffenen happige Einbu&szlig;en von 40 Euro oder mehr. [&hellip;]<br>\nRund eine Million der Rentner leben unter der offiziellen Armutsgrenze von monatlich 1015 Euros. Die Regierung muss also aufpassen, das sie nicht eine wichtige W&auml;hlerschaft gegen sich aufbringt. Falls Macron sich 2022 f&uuml;r eine Wiederwahl stellen m&ouml;chte, k&ouml;nnte es sich r&auml;chen, dass die aus dem Berufsleben ausgeschiedenen Senioren sich von ihm als verachtet und benachteiligt betrachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Proteste-gegen-Steuerreform-in-Frankreich\/!5491962\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Schlimme Anspruchshaltung. Die verw&ouml;hnten RentnerInnen m&uuml;ssen einfach einsehen, dass die Kappung der Verm&ouml;gensteuer f&uuml;r Superreiche und die Senkung der Unternehmenssteuern f&uuml;r die gro&szlig;en Kapitalgesellschaften sich nicht von alleine finanzieren. Und genau so armselig wie die Unversch&auml;mtheiten von Macron sind die Warnungen von Rudolf Balmer, der den Jupiter-Pr&auml;sidenten trotz (oder wegen?) seines Neoliberalismus am liebsten ins Amt geschrieben h&auml;tte: Balmers Mitgef&uuml;hl gilt nicht den RentnerInnen, sondern Macron, weil er W&auml;hlergruppen verprellen k&ouml;nnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsche R&uuml;stungsexporte an die T&uuml;rkei: Versprechen gebrochen<\/strong><br>\nEx-Au&szlig;enminister Gabriel versicherte, man werde keine R&uuml;stungsg&uuml;ter f&uuml;r die T&uuml;rkei genehmigen. Offensichtlich war das gelogen.<br>\nIn den letzten Wochen seiner Amtszeit versicherte Ex-Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel immer wieder, dass die deutsche Bundesregierung keine R&uuml;stungsexporte an die T&uuml;rkei genehmigenw&uuml;rde &ndash; solange die t&uuml;rkische Milit&auml;roperation im kurdischen Afrin im Nordwesten Syriens andauert. Offensichtlich passiert das nun doch: Im Zeitraum vom 20. Januar bis zum 27. Februar genehmigte Deutschland R&uuml;stungsexporte im Wert von knapp 4,4 Millionen Euro an die T&uuml;rkei.<br>\nDas geht aus der Antwort von Matthias Machnig, Staatssekret&auml;r des Wirtschaftsministeriums, auf eine schriftliche Frage des Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour hervor. Welche Art von R&uuml;stungsg&uuml;tern exportiert werden sollen, dar&uuml;ber ist in der Antwort nichts zu erfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Deutsche-Ruestungsexporte-an-die-Tuerkei\/!5491930\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Berlin mordet mit<\/strong><br>\nNordsyrische Stadt Afrin von feindlichen Truppen eingeschlossen. Deutsche Regierung genehmigt weiterhin Waffenexporte an t&uuml;rkischen Aggressor<br>\nSeit dem 20. Januar greift eine aus t&uuml;rkischen Soldaten und diversen dschihadistischen Milizen zusammengesetzte Streitmacht den bis dato selbstverwalteten nordsyrischen Kanton Afrin an. Die Ziele der gegen die kurdische Bev&ouml;lkerung Afrins und deren Verteidigungskr&auml;fte YPG\/YPJ gerichteten Offensive formulierte indessen der t&uuml;rkische Staatspr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan zum wiederholten Mal am Donnerstag im Staatssender TRT. Man habe nicht vor, die Stadt nach erfolgter Eroberung der syrischen Regierung zu &uuml;bergeben, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters den t&uuml;rkischen Autokraten. Zudem k&uuml;ndigte Erdogan nochmals an, nach der Eroberung Afrins weiter vorr&uuml;cken zu wollen, zun&auml;chst auf die syrische Gro&szlig;stadt Minbidsch. Dieses Vorgehen sei mit der Regierung in Washington abgesprochen.<br>\nAuf dem Schlachtplan Ankaras steht die milit&auml;rische Eroberung des gesamten syrisch-t&uuml;rkischen Grenzgebietes, in dem vor allem die kurdische Minderheit Syriens lebt. Im Nordirak soll der Krieg gegen Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans intensiviert werden.<br>\nTrotz der umfassenden Eroberungsphantasien der t&uuml;rkischen Regierung setzen die USA, Russland und Deutschland weiterhin auf Appeasement. Der illegale Einmarsch Ankaras in Nordsyrien wird trotz Protestes aus Damaskus toleriert. Die Waffen, mit denen Erdogans Besatzungsmacht vorr&uuml;ckt, stammen zu einem gro&szlig;en Teil aus deutscher und US-Produktion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/329081.berlin-mordet-mit.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>UN-Bericht zu Libyen: Brutale Milizen als Partner Deutschlands?<\/strong><br>\nDeutschland unterst&uuml;tzt Libyens Regierung &ndash; vor allem, um Fl&uuml;chtlinge von der EU fernzuhalten. Laut Monitor erhebt ein unver&ouml;ffentlichter UN-Bericht nun schwere Vorw&uuml;rfe gegen Sicherheitskr&auml;fte in dem Land.<br>\nDie Hiebe der Peitsche sind deutlich zu h&ouml;ren. Immer wieder schl&auml;gt sie auf den Gefolterten ein. Sein R&uuml;cken ist von offenen Wunden &uuml;bers&auml;t. Er fleht: &ldquo;Bitte, bitte schickt das Geld!&rdquo; Es sind schockierende Videos, die vor einigen Wochen im Netz auftauchten. Darin zu sehen sind sudanesische Fl&uuml;chtlinge, die in Libyen blutig geschlagen und mit brennender Fl&uuml;ssigkeit &uuml;bergossen werden. Die Videos wurden an Angeh&ouml;rige geschickt, um von ihnen L&ouml;segeld zu erpressen.<br>\nRund 2500 Kilometer entfernt, in Frankreich, sitzt Abu B. und weint. In den Videos sehe man, wie zwei seiner Br&uuml;der schwer misshandelt w&uuml;rden, erz&auml;hlt er Reportern des belgischen Fernsehens. &ldquo;Sie wollen 10.000 Euro, damit sie freikommen&rdquo;, sagt er und verstummt. Und Abu B. ist kein Einzelfall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/libyen-milizen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Folterknechte und Menschenh&auml;ndler: Deutschlands Partner in Libyen<\/strong><br>\nEs sind schockierende Videos aus Libyen: Migranten werden ausgepeitscht und mit brennender Fl&uuml;ssigkeit &uuml;bergossen. Die Videos werden zu Verwandten geschickt, um L&ouml;segeld zu erpressen. Die von der Bundesregierung unterst&uuml;tzte libysche Einheitsregierung behauptet, gegen solche kriminellen Banden vorzugehen. Aber ein neuer, bisher unver&ouml;ffentlichter Bericht der Vereinten Nationen zeigt jetzt: Milizen im Dienste der Einheitsregierung sind selbst tief verstrickt in Menschenhandel und schwerste Menschenrechtsverletzungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/deutschlands-partner-in-libyen-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trotz Luxleaks: Geheime Steuerdeals zwischen EU-Staaten und Konzernen auf Rekordhoch<\/strong><br>\nSteuerdeals sowie l&auml;nderweise Konzernberichte m&uuml;ssen &ouml;ffentlich sein!<br>\nGeheime Steuerabsprachen zwischen EU-Regierungen und multinationalen Konzernen &ndash; wie sie etwa im LuxLeaks-Skandal &ouml;ffentlich wurden &ndash; haben ein neues Rekordhoch erreicht. Dies belegen neue Daten der Europ&auml;ischen Kommission. Besonders bemerkenswert: Die Anzahl dieser Absprachen (Advance Pricing Agreements, APAs) nimmt trotz der von der Kommission angestrengten Verfahren wegen unzul&auml;ssiger Beihilfe gegen Staaten wie Luxemburg, die Niederlande oder Irland zu. Die Leidtragenden sind oftmals andere Staaten, denen Millionen Euro an Steuereinnahmen entgehen &ndash; darunter h&auml;ufig gerade die &auml;rmsten L&auml;nder der Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/trotz-luxleaks-geheime-steuerdeals-zwischen-eu-staaten-und-konzernen-auf-rekordhoch-1\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Seehofer&rsquo;s Homeland und die Security<\/strong><br>\nDer neue Bundesinnenminister und Parteichef der CSU, Horst Seehofer, k&uuml;ndigt eine &bdquo;Null-Toleranz-Politik an&ldquo; und hartes Durchgreifen. In Bayern hat seine Partei gerade eine Neufassung des Polizeigesetzes auf den Weg gebracht: Es stattet die Polizei mit Befugnissen aus, wie es dies seit 1945 nicht gegeben hat. Gut m&ouml;glich, dass dies Teil des &bdquo;Masterplans&ldquo; ist, den Seehofer angek&uuml;ndigt hat: Wird das bayerische Polizeiaufgabengesetz zur Vorlage des Bundes f&uuml;r ein Musterpolizeigesetz, wie es die Innenminister der L&auml;nder im Sommer letzten Jahres beschlossen haben?! [&hellip;]<br>\nEine Tradition seiner Vorg&auml;nger w&uuml;rde er damit fortsetzen: Gesetze vorzulegen, die Jahre sp&auml;ter das Bundesverfassungsgericht kassiert. Doch bis dahin, so zeigt es die Erfahrung mit der Vorratsdatenspeicherung oder dem BKA-Gesetz, k&ouml;nnen die Sicherheitsbeh&ouml;rden ganz trefflich mit den (eigentlich verfassungswidrigen Bestimmungen) arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/seehofers-homeland-und-die-security\">Police IT<\/a>\n<p><strong>dazu: Die totale &Uuml;berwachung: Seehofers Pl&auml;ne f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nF&uuml;r den neuen Bundesinnenminister Horst Seehofer gilt: &bdquo;Sicherheit ist das h&ouml;chste Gut einer Demokratie.&ldquo; Ginge es nach ihm, w&uuml;rde der Entwurf eines neuen bayerischen Polizeigesetzes wohl bald in ganz Deutschland gelten. Ein Gesetz, das polizeiliche Befugnisse erheblich ausweitet und k&uuml;nftig praktisch jeden ins Visier nehmen kann. Schon bei einer schwer zu bestimmenden &bdquo;drohenden Gefahr&ldquo; k&ouml;nnen Sicherheitskr&auml;fte dann auf s&auml;mtliche Online-Daten von Betroffenen zugreifen, sie an zugewiesenen Orten f&uuml;r l&auml;ngere Zeit festhalten und ihr gesamtes Umfeld ausforschen. F&uuml;r B&uuml;rgerrechtler ein Totalangriff auf elementare Freiheitsrechte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/seehofers-plaene-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Reaktion auf Attentat: Berliner Senat plant Antiterrorzentrum<\/strong><br>\nDie Berliner Landesregierung zieht Konsequenzen aus dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz: Ab Januar 2020 soll es ein Antiterrorzentrum mit rund 1200 Elitepolizisten geben.<br>\nDer Berliner Senat baut ein eigenes Antiterrorzentrum auf. In dem neuen Geb&auml;ude sollen ab Januar 2020 rund 1200 Elitepolizisten arbeiten, berichten der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und die &ldquo;Berliner Morgenpost&rdquo;. Der Senat will demnach 125 Millionen Euro investieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/berlin-senat-plant-antiterrorzentrum-nach-anschlag-auf-breitscheidplatz-a-1198224.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Daf&uuml;r ist Geld da, w&auml;hrend in Berlin die &ouml;ffentliche Infrastruktur verlottert oder &ouml;ffentliche Einrichtungen quasi privatisiert werden. Dabei ist wieder darauf hinzuweisen, dass in Berlin ein rot-rot-gr&uuml;ner Senat regiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Minderwertigkeitskomplexe<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180316-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180316-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> K&ouml;stlich. Das sagt ausgerechnet der Au&szlig;enminister des Landes, dass seit einem guten halben Jahrhundert nicht verknusen kann, dass das British Empire Geschichte und man noch nicht einmal in Europa mehr eine Hegemonialmacht ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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