{"id":4298,"date":"2009-10-29T09:29:21","date_gmt":"2009-10-29T08:29:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4298"},"modified":"2014-01-23T11:59:32","modified_gmt":"2014-01-23T10:59:32","slug":"unsere-demokratie-ist-in-not-mehr-als-allgemein-wahrgenommen-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4298","title":{"rendered":"Unsere Demokratie ist in Not &#8211; mehr als allgemein wahrgenommen wird."},"content":{"rendered":"<p>Ein markantes Beispiel daf&uuml;r ist die Wahl und die Koalitionsbildung an der Saar. <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2252095_0_6369_-koalitionsverhandlungen-im-saarland-jamaika-filz-an-der-saar.html\">&bdquo;Jamaika-Filz an der Saar&ldquo;<\/a> &uuml;berschreibt die Stuttgarter Zeitung einen Bericht &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde dieses erstaunlichen Vorgangs. (N&auml;heres auch hier bei <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31398\/1.html\">Telepolis<\/a>) Die f&uuml;r manche &uuml;berraschend zustandegekommene schwarz-gelb-gr&uuml;ne Koalition war offensichtlich in einem Interessengeflecht vorbereitet worden. Ein Fall, der das Gesamtgebilde grell beleuchtet. Berlusconi ist &uuml;berall. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\nUnsere Wahlstimme und die Meinung und W&uuml;nsche der Mehrheit spielen eine geringe Rolle. Der Einfluss jener, die &uuml;ber viel Geld, publizistische Macht und Beziehungen verf&uuml;gen, ist un&uuml;bersehbar gro&szlig;. An zwei weiteren aktuellen Beispielen wird dies sichtbar. Ich werde zun&auml;chst auf diese beiden Beispiele eingehen und dann zu einer eher systematischen Er&ouml;rterung des Themas zur&uuml;ckkehren:<\/p><p><strong>Zweites Beispiel: Staatssekret&auml;r J&ouml;rg Asmussen bleibt voraussichtlich auch bei Sch&auml;uble im Amt.<\/strong><\/p><p>Jener Staatssekret&auml;r und fr&uuml;here Abteilungsleiter im Bundesfinanzministerium, der der Finanzindustrie schon auf vielf&auml;ltige Weise Vorteile zulasten von uns Steuerzahlern verschafft hat, bleibt voraussichtlich auch bei Sch&auml;uble im Amt, obwohl er formal der SPD angeh&ouml;rt: J&ouml;rg Asmussen (siehe hier eine Meldung von Financial Times Deutschland <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:regulierung-der-finanzmaerkte-merkel-haelt-an-spd-staatssekretaer-asmussen-fest\/50029209.html?mode=print\">&bdquo;Merkel h&auml;lt an SPD-Staatssekret&auml;r Asmussen fest&ldquo;<\/a>).<\/p><p>F&uuml;r mich ist diese Personalie keine &Uuml;berraschung. Asmussen hat auch bisher schon mit der CDU\/CSU bestens und zur Freude der Finanzindustrie zusammenarbeitet und hatte sogar schon vorgearbeitet. In seiner Zeit bei Eichel wurde die Befreiung der Gewinne bei Verm&ouml;genstransaktionen zu Gunsten der so genannten Heuschrecken beschlossen; er hat unter Eichel und Steinbr&uuml;ck den Finanzplatz Deutschland durch &Ouml;ffnung f&uuml;r spekulative Gesch&auml;fte f&ouml;rdern wollen und gef&ouml;rdert. (Wir haben dar&uuml;ber ausf&uuml;hrlich berichtet. Wenn Sie in der <a href=\"?s=asmussen&amp;Submit.x=0&amp;Submit.y=0\">Suchfunktion &bdquo;Asmussen&ldquo; eingeben<\/a>, werden sie f&uuml;ndig. Oder in der <a href=\"?cat=50\">Serie zur Finanzkrise<\/a>)<\/p><p>Asmussen hat in Zusammenarbeit mit Merkels Vertrauten f&uuml;r Finanzen, Weidmann, den 480-Milliarden Rettungsschirm f&uuml;r die Banken und Versicherungen vorbereitet und sitzt in den weitgehend unkontrollierten Gremien zur Verteilung unseres Geldes; Asmussen ist wesentlich daf&uuml;r verantwortlich, dass wir die private Bank IKB mit circa 8 Milliarden &ouml;ffentlichen Geldes gerettet haben; er war ma&szlig;geblich beteiligt an der Rettung der Hypo Real Estate mit bisher &uuml;ber 100 Milliarden zugesicherten Garantien, wovon ein gro&szlig;er Teil an Banken, Versicherungen und Fonds flie&szlig;t, die sich bei der HRE verzockt haben (siehe dazu <a href=\"?p=4210\">&bdquo;Mit Einschnitten und Steuern zahlen wir f&uuml;r die Rettung von Banken und Fonds durch Merkel und Steinbr&uuml;ck\/Finanzkrise XXVIII&ldquo;<\/a>).<\/p><p>Die Entscheidung von Frau Merkel ist in ihrem Sinne und im Sinne der Finanzindustrie. Damit ist garantiert, dass nichts unternommen wird, um das Casino zu schlie&szlig;en. Und es ist garantiert, dass die Internas unter der Decke bleiben. Daran haben sowohl Merkel als auch Asmussen und die daran beteiligten SPD-Prominenten wie Steinbr&uuml;ck, Steinmeier und M&uuml;ntefering ein gro&szlig;es Interesse.<br>\nIm Sinne von uns W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern ist diese Entscheidung nicht. <\/p><p><strong>Das dritte Beispiel: die Privatisierung der Deutschen Bahn.<\/strong><\/p><p>In meinem <a href=\"?p=4287\">Beitrag zum Koalitionsvertrag<\/a> hatte ich schon auf die Vereinbarung der beiden Koalitionsparteien zu diesem Thema hingewiesen. Ich wiederhole: Zur Deutschen Bahn hei&szlig;t es auf Seite 29: &bdquo;Sobald der Kapitalmarkt dies zul&auml;sst, werden wir eine schrittweise, ertragsoptimierte Privatisierung der Transport- und Logistiksparten einleiten.&ldquo;<\/p><p>Alle Umfragen haben gezeigt, dass die Mehrheit des deutschen Volkes gegen die Privatisierung der Deutschen Bahn ist. Es gibt keine sachlichen Gr&uuml;nde f&uuml;r den B&ouml;rsengang. Im Gegenteil, die negativen Erfahrungen anderer L&auml;nder wie Gro&szlig;britannien und Neuseeland zum Beispiel, und die positiven Erfahrungen mit einer &ouml;ffentlichen Bahn wie in der Schweiz sprechen gegen die Privatisierung. <\/p><p>Im Gegensatz zu diesem Mehrheitswillen l&auml;sst die Formulierung im Koalitionsvertrag die totale Privatisierung zu und dies auf der Basis einer Trennung von Netz und Betrieb, die sich sachlich als eine gro&szlig;e Belastung und Verschwendung erweisen wird. (Siehe dazu zum Beispiel ein aktueller Text von <a href=\"upload\/pdf\/091028_Bahn_von_unten.pdf\">&bdquo;Bahn f&uuml;r alle&ldquo; [PDF &ndash; 108 KB]<\/a>)<\/p><p>Aber der Wille des Volkes und Sacherw&auml;gungen spielen keine Rolle, wenn Interessen ins Spiel kommen. (Siehe dazu den Beitrag <a href=\"?p=3551\">&bdquo;Viele Privatisierungen kann man nur verstehen, wenn man fragt: Wer verdient daran?&ldquo;<\/a>) Im konkreten Fall sind es die Interessen eines Konglomerats von Banken, Investmentbankern, Beratern, Anw&auml;lten, Wirtschaftspr&uuml;fern, Brokern, Werbewirtschaft, PR-Agenturen und Kapitalgruppen mit Interesse am Fleddern der von uns allen aufgebauten Bahn. Sie alle verdienen an B&ouml;rseng&auml;ngen und der Transaktion von Verm&ouml;genswerten insgesamt. F&uuml;r sie ist es zum Beispiel dann sogar ein besonderes Gesch&auml;ft, wenn eine &ouml;ffentliche Einrichtung wie die Bahn privatisiert wird und dann nach schlechten Erfahrungen wieder vom Staat &uuml;bernommen wird. <\/p><p>Die Finanzindustrie verdient vor allem an den Transaktionen. Und sie verdient daran Milliarden. Das ist einer der Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass ihr Einfluss auf die Politik so gro&szlig; ist.<\/p><p>Das waren drei Beispiele unter vielen m&ouml;glichen anderen, die zeigen, dass die W&uuml;nsche und Vorstellungen der W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern ziemlich irrelevant sind. Die politischen Entscheidungen geraten mehr und mehr in den Einflussbereich gro&szlig;er Interessen und von Interessengeflechten. <\/p><p><strong>Der Einfluss auf politische Entscheidungen l&auml;uft auf verschiedenen Wegen. Zum Beispiel:<\/strong><\/p><ol>\n<li>Mit Hilfe von Lobbyarbeit<\/li>\n<li>Mit der direkten Platzierung von gewogenen Personen in politischen &Auml;mtern.<\/li>\n<li>Mit Hilfe der politischen Korruption durch private Verg&uuml;nstigungen<\/li>\n<li>Mit Hilfe der Propaganda<\/li>\n<\/ol><p>Diese vier M&ouml;glichkeiten sind eng miteinander verwoben. Die <a href=\"?page_id=4078\">Meinungsmache<\/a> spielt bei allen mit, sozusagen neben dem Geld als Schmiermittel der besonderen Art. So war zum Beispiel die Rettung der Industriekreditbank (IKB) mit Hilfe der &ouml;ffentlichen 8 Milliarden dadurch publizistisch vorbereitet worden, dass man die private IKB zu einer &ouml;ffentlichen Bank erkl&auml;rt hat. Die &uuml;ber 100 Milliarden f&uuml;r die HRE, die 18 Milliarden f&uuml;r die Commerzbank und der 480-Milliarden-Rettungsschirm waren nur deshalb durchzusetzen, weil unseren politischen Eliten wie auch dem Volk erz&auml;hlt worden ist, alle Banken seien systemrelevant, keine d&uuml;rfe eingehen. Und auch dadurch, dass uns verschwiegen worden ist, wer die eigentlichen Profiteure dieser Rettung waren. Alleine &uuml;ber 40 Milliarden f&uuml;r ausl&auml;ndische Banken, Fonds, etc.!<\/p><p>Auch jetzt setzt die Propaganda zur Vorbereitung und Rechtfertigung von Entscheidungen ein. So hei&szlig;t es in dem zitierten Artikel der Financial Times Deutschland, mit dem Koalitionsvertrag setze sich Schwarz-Gelb f&uuml;r eine st&auml;rkere Kontrolle der Finanzm&auml;rkte ein. Und es wird dabei insinuiert, Asmussen habe diese Richtung in der alten Regierung verfolgt. Das Festhalten am Brandstifter Asmussen wird als St&auml;rkung der Feuerwehr dargestellt. Das ist eine ziemlich klare T&auml;uschung. Von den entscheidenden Personen, vom Team Schwarz-Gelb plus Asmussen ist eine wirkliche Kontrolle der Finanzwirtschaft nicht zu erwarten.<\/p><p>Auch zur Entscheidung an der Saar fand die entsprechende Begleitung durch Propaganda beziehungsweise durch Verschweigen statt. Es gab in der &ouml;ffentlichen Debatte keinen Sturm der Entr&uuml;stung &uuml;ber diesen Wortbruch der Gr&uuml;nen, die Peter M&uuml;ller abl&ouml;sen wollten; es gab &uuml;brigens auch keine Emp&ouml;rung &uuml;ber den unglaublichen Skandal, den die Interessenverflechtung des Vorsitzenden der Gr&uuml;nen und k&uuml;nftigen saarl&auml;ndischen Ministers Hubert Ulrich darstellt.<\/p><p><strong>Der Einfluss von au&szlig;enstehenden Interessen und Personen ist um vieles h&ouml;her und vielf&auml;ltiger, als wir uns das vorstellen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Wer Geld und publizistische Macht hat, versucht das Wahlverhalten zu beeinflussen. Das erlebten wir in den vergangenen Wahlen wieder einmal und zwar von der Bild-Zeitung bis zum ZDF. Die Beeinflussung von Wahlen durch gro&szlig;e Interessen und die damit verbundenen Medien ist der Einflussbereich, den wir als B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger gelegentlich kritisch im Blick haben.<\/li>\n<li>Wer die beschriebene Macht hat, beeinflusst aber auch die innere Willensbildung der Parteien. Das gilt f&uuml;r Entscheidungen zum Programm, zur Strategie und auch f&uuml;r Entscheidungen zu Personen. Die in der Katastrophe endende Entwicklung der SPD und die Verschiebung bei den Gr&uuml;nen zu Gunsten ziemlich opportunistischer Realos ist nicht zu erkl&auml;ren, wenn man die Beeinflussung dieser inneren Entwicklung durch Propaganda und vermutlich auch durch Platzierung von Personen von au&szlig;en au&szlig;er acht l&auml;sst.<\/li>\n<li>Wer die Macht hat, beeinflusst sogar die Entscheidung f&uuml;r Koalitionen. Das konnte man jetzt an der Saar genauso wie schon fr&uuml;her bei der letzten B&uuml;rgerschaftswahl in Hamburg sehen. Auch damals wurde im Vorfeld schon massiv Propaganda gemacht f&uuml;r die schwarz-gr&uuml;ne Zusammenarbeit. Diese Propaganda wird oft von Public Relations-Agenturen vorbereitet. Sie beeinflussen Medien und einzelne Personen wie Wissenschaftler und andere Multiplikatoren.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Verschw&ouml;rungstheorie?<\/strong><\/p><p>Wenn ich solche Gedanken und Vermutungen &auml;u&szlig;ere, dann ist in der Regel der Vorwurf, ein Verschw&ouml;rungstheoretiker zu sein, f&auml;llig. Dieser Vorwurf ist angesichts der Tatsachen ziemlich seltsam. Es gab zu viele F&auml;lle zum Beispiel der politischen Korruption, die man nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten hat. Ich verweise auf die vielen Politiker, die nach dem Ausscheiden aus dem Amt f&uuml;r private Interessen auf dem Feld ihrer vorherigen T&auml;tigkeit arbeiteten und arbeiten. Ich verweise auf die Beratungsvertr&auml;ge von Kohl und einer Reihe seiner politischen Freunde mit dem Medienmogul Leo Kirch &ndash; sozusagen als Dank f&uuml;r die Kommerzialisierung des Fernsehens; ich verweise auf R&uuml;rup und Raffelh&uuml;schen, die beide f&uuml;r Finanzdienstleister und Versicherungen t&auml;tig sind. Ich verweise auf die drei oben genannten Beispiele. Usw. usw.<\/p><p><strong>Milliarden f&uuml;r die politische Landschaftspflege<\/strong><\/p><p>Wenn man die Gefahren f&uuml;r die Existenz einigerma&szlig;en demokratischer Entscheidungsfindung realistisch einsch&auml;tzen will, dann muss man die finanziellen M&ouml;glichkeiten der potentiellen Steuerleute unseres politischen Geschehens und ihre gewachsenen Beeinflussungspotenziale mithilfe der PR-Wirtschaft betrachten. Stellen Sie sich vor, Sie w&auml;ren Chef einer gro&szlig;en amerikanischen Investmentbank oder eines entsprechend gro&szlig;en Hedgefonds, und angenommen, sie w&auml;ren egoistisch und gewissenlos genug, dann w&uuml;rden Sie selbstverst&auml;ndlich die Ihnen zur Verf&uuml;gung stehenden Mittel zu einem kleinen, aber v&ouml;llig ausreichenden Teil f&uuml;r die politische Landschaftspflege in einem Land wie Deutschland ausgeben. Unternehmen dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung haben Milliardengewinne, ihre Investmentbanker verf&uuml;gen &uuml;ber Milliardenbetr&auml;ge an Boni und sonstigen Verg&uuml;tungen. Ein Beispiel aus der letzten Zeit: Das US-Finanzhaus Goldman Sachs verdiente im zweiten Quartal unterm Strich 2,7 Milliarden Dollar, vor Aussch&uuml;ttung der Vorzugsdividenden sogar 3,4 Milliarden Dollar. Mit einem Bruchteil dieser Betr&auml;ge, k&ouml;nnten Sie als Chef von Goldman Sachs oder der Deutschen Bank die gesamte Parteiarbeit unserer Parteien finanzieren, die Wahlk&auml;mpfe sowieso.<\/p><p>Gleichzeitig stehen den finanziell gut ausgestatteten und von den Steuerzahlern gef&uuml;tterten Akteurin der Finanzwirtschaft eine wachsende Zahl von leistungsf&auml;higen PR-Agenturen zur Verf&uuml;gung; Agenturen mit gro&szlig;em Einfluss auf die Medien und gro&szlig;em Einfluss auf die politischen Entscheidungstr&auml;ger.<br>\nWarum sollten Sie, wenn Sie in der Chefetage der Gro&szlig;en Finanzinteressen s&auml;&szlig;en, dann nicht daf&uuml;r sorgen, dass so jemand wie J&ouml;rg Asmussen im Amt bleibt? Warum sollten Sie nicht die Privatisierung der Bahn gegen alle Vernunft betreiben und daf&uuml;r sorgen, dass der oben zitierte Passus in den Koalitionsvertrag hinein geschrieben wird?<\/p><p>Naomi Klein hat in ihrem Buch &bdquo;Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus&ldquo; viele dieser Machenschaften beschrieben. Das Buch ist in Deutschland geschnitten worden. Davon wollte die ver&ouml;ffentlichte Meinung wenig wissen. So wenig wie von den Machenschaften um den Rettungsschirm f&uuml;r die Finanzindustrie. In &bdquo;Meinungsmache&ldquo; mache ich den Versuch, zur Besch&auml;ftigung mit diesem Thema zu ermuntern. In den NachDenkSeiten tun wir dies t&auml;glich.<\/p><p><strong>Die m&ouml;gliche Verschw&ouml;rung kann sehr gef&auml;hrlich werden und die demokratische Willensbildung vollends zur Farce machen.<\/strong><\/p><p>Wenn Finanzmittel in H&ouml;he von Milliarden in den H&auml;nden von egoistischen und zynischen Personen sind, dann entsteht eine brisante Mischung. Das k&ouml;nnte unsere Zukunft pr&auml;gen. Die wertkonservativen Kr&auml;fte sind ziemlich von der Bildfl&auml;che verschwunden, so mein Eindruck. Es bleiben die Zyniker. Es bleiben die Jeder-ist-seines-Gl&uuml;ckes-Schmied-Prediger. Der aggressive Umgang mit der sozialen Unterschicht belegt diese Ver&auml;nderung.<br>\nDer Schritt vom Zynismus zur Gewalt, von Egoismus zur Kriminalit&auml;t ist nicht gro&szlig;. Zur Mafia auch nicht. Allerdings immer ziemlich fein angezogen. Und inzwischen gro&szlig;b&uuml;rgerlich daherkommend.<\/p><p><strong>Download:<\/strong> <a href=\"upload\/pdf\/091029_Druckfassung_Unsere_Demokratie_in_Not.pdf\">Beitrag in aufbereiteter Druckversion [PDF &ndash; 88 KB]<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein markantes Beispiel daf&uuml;r ist die Wahl und die Koalitionsbildung an der Saar. <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2252095_0_6369_-koalitionsverhandlungen-im-saarland-jamaika-filz-an-der-saar.html\">&bdquo;Jamaika-Filz an der Saar&ldquo;<\/a> &uuml;berschreibt die Stuttgarter Zeitung einen Bericht &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde dieses erstaunlichen Vorgangs. (N&auml;heres auch hier bei <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31398\/1.html\">Telepolis<\/a>) Die f&uuml;r manche &uuml;berraschend zustandegekommene schwarz-gelb-gr&uuml;ne Koalition war offensichtlich in einem Interessengeflecht vorbereitet worden. 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