{"id":42998,"date":"2018-03-16T14:12:57","date_gmt":"2018-03-16T13:12:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42998"},"modified":"2019-02-27T15:51:48","modified_gmt":"2019-02-27T14:51:48","slug":"theresa-bond-neueste-version-von-britains-darkest-hour-von-willy-wimmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42998","title":{"rendered":"Theresa Bond: neueste Version von &#8220;Britains darkest hour&#8221;. Von Willy Wimmer."},"content":{"rendered":"<p>Man kann sich derzeit an den schn&ouml;seligen Aussagen britischer Minister nicht genug erg&ouml;tzen. Ihre Aussagen entsprechen aber dem bekannten Muster.<\/p><p>Wenn es darum geht, britische Interessen durchzusetzen, dann ist nichts mehr mit &ldquo;gentleman&rdquo;. Dann werden die Handschuhe ausgezogen und &ldquo;Sir Francis Drake&rdquo; kommt wieder hervor. Das britische Gesch&auml;ftsmodell aus Piratenzeiten feiert fr&ouml;hliche Urst&auml;nde. Seit Basra im Irak ist klar, dass man sich im Schlepptau der Vettern den Nahen und Mittleren Osten unter den Nagel rei&szlig;en will.<br>\n<!--more--><br>\nUnd bei&szlig;t sich jetzt die Z&auml;hne aus, weil sich die Russische F&ouml;deration durchgerungen hatte, einer legitimen &nbsp;Regierung, n&auml;mlich der in Syrien, nach allen Regeln des V&ouml;lkerrechts beizustehen.<\/p><p>Das mu&szlig; man n&uuml;chtern sehen und die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des russischen Vorgehens richtet sich nach dem &ldquo;Recht zum Krieg&rdquo; gem&auml;&szlig; der anerkannten Regeln des V&ouml;lkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen. Strikt ist davon zu unterscheiden, das &ldquo;Recht im Krieg&rdquo;, das alle Grenzen zum eigenen Handeln aufzeigt. Die Berliner Bundesregierung k&ouml;nnte sich einmal fragen, wie es mit ihren Rechtsgrundlagen f&uuml;r den Einsatz deutscher Soldatinnen und Soldaten aussieht. Au&szlig;er &ldquo;B&uuml;ndnissolidarit&auml;t&rdquo; ist da nichts, wenn man sich das eingestehen will.<br>\n&nbsp;&nbsp;<br>\n<strong>Theresa Bond und ihr Schmierentheater in Salisbury.<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nNat&uuml;rlich geh&ouml;rt ein Kriminalvergehen aufgekl&auml;rt. Aber von der ersten Sekunde an hat Theresa Bond&nbsp;das eigene Aufkl&auml;rungsbem&uuml;hen dadurch torpediert, dass sie weniger an der Darstellung von Beweisen als an dem Vortrag &uuml;ber ein Vorgehen der Russischen F&ouml;deration, das viele Menschen weltweit anders sehen, als Theresa Bond es vorgetragen hatte, interessiert  gewesen ist. Deutsche Fernsehzuschauer h&auml;ngen geradezu an britischen Kriminalaufkl&auml;rern. Das sind Inspektor Barnaby, Inspektor Lewis- ein bisschen nobler aus Oxford -und der sagenumwobene Sherlock Holmes.<\/p><p>Theresa Bond mu&szlig; sich fragen lassen, ob sie nicht besser diese Sp&uuml;rnasen an den Salisbury-tales-Fall herangelassen haben w&uuml;rde?<\/p><p>Dann h&auml;tten wir vermutlich schon l&auml;ngst die Aufkl&auml;rung, wie sie nicht zuletzt der F&uuml;hrer von Labour, Herr Corbyn, fordert. Sein derzeitiges Schicksal ist im &uuml;brigen so aufschlussreich, dass es zu den Kollateralsch&auml;den von Theresa Bond und ihrem Vorgehen z&auml;hlen wird. Die staunende Welt stellt &uuml;berrascht fest, wie durch das Establishment in der Person Corbyn jemand fertiggemacht wird, der sich in dieser Sache zum Beispiel an die Regeln der Polizeigesetze oder des britischen Gerichtsverfassungsgesetzes erinnert. Man will den Konfilkt mit Moskau, koste es, was es wolle und wenn es ein Krieg wird, dann auch gut.<\/p><p>Was hat London schon zu verlieren, wenn das gesamte britische Gesch&auml;ftsmodell auf der Kippe steht. Nur deshalb, weil jemand hingeht und Herr im eigenen Haus bleiben will. Sich nachhaltig weigert, die russischen Bodensch&auml;tze der City of London zur &uuml;blichen Pl&uuml;nderung vor die F&uuml;&szlig;e zu werfen.&nbsp;In diesen Tagen wird sogar in Deutschland mit erheblichem Aufwand f&uuml;r einen Churchill-Film geworben. &Uuml;ber Tote nichts, es sei denn etwas Gutes. &ldquo;Britains darkest hour&rdquo; ist der Filmtitel.<\/p><p>Theresa Bond l&auml;&szlig;t den Verdacht aufkeimen, dass ihr jetziges und auf Krawall geb&uuml;rstetes Vorgehen gegen einen anderen Staat einem seit Jahrhunderten an der Themse gepflegten Spiel entspricht.<\/p><p>Vielleicht w&auml;re es besser gewesen, keinen Film &uuml;ber Churchill zu drehen, um wenigstens diesen Menschen in guter Erinnerung zu behalten. So muss sich doch jeder in Europa fragen, ob der &ldquo;Corbyn-Faktor&rdquo; zur Durchsetzung der aberwitzigsten britischen Vorstellungen schon immer so exekutiert wurde?<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Der gesamte &ldquo;Westen&rdquo; hat einen&nbsp;&ldquo;Knall&rdquo;.<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nMan muss die Dinge, die sich seit dem verbrecherischen Krieg des Westens gegen die Bundesrepublik Jugoslawien 1999 h&auml;ufen, auf den ber&uuml;hmten Punkt bringen, um die heutige Lage zu verstehen.<\/p><p>Es ist das nat&uuml;rlichste Verhalten unter Staaten, sich gegen einen als solchen bedrohlich identifizierten anderen Staat zu Verteidigung zusammenzuschlie&szlig;en. Im angels&auml;chsisch-franz&ouml;sischen Interesse, mit den deutschen &ldquo;Dackeln&rdquo; hinterher, l&auml;uft das in Europa seit dem Ende des ersten &ldquo;Kalten Krieges&rdquo; anders. Hier lebt man in dem &ldquo;Zwangs-Korsett&rdquo; der NATO, weil der russische Pr&auml;sident Putin nachweislich und &uuml;berpr&uuml;fbar seit Jahrzehnten nichts anderes sagt als:&rdquo;Lasst uns freundschaftlich zusammenleben, als gute Nachbarn&ldquo;. Freundschaftliche unnd gut-nachbarschaftliche Politik ist f&uuml;r den Westen die schlimmste Bedrohung &uuml;berhaupt, weil zum Westen nur der geh&ouml;ren kann, dem man &ldquo;vorher die Knochen gebrochen hatte&rdquo;.<\/p><p>Das sieht Russland anders, auch wenn das deutsche Fernsehen derzeit Herrn Chodorkowsi &ldquo;durchnudelt&rdquo;.<\/p><p>Die westliche Perversion stinkt doch zum Himmel. Da will ein frisch gew&auml;hlter amerikanischer Pr&auml;sident das herausfinden, was man aus dem Moskauer Angebot machen kann. Das gesamte &ldquo;Eiserne Dreieck, bestehend aus dem amerikanischen milit&auml;risch-industriellen Komplex- den IS-Unterst&uuml;tzungskadern und den Medien&rdquo; zeigt ihm &ldquo;den Vooogel&rdquo;.<\/p><p>Um Frau Nahles auf diese Ebene zu hieven. Trump scheint doch derzeit eine Wahl zu haben, die das Schicksal von Kennedy einbeziehen muss.<\/p><p>Und Merkel ist dabei, wie der &ldquo;Berliner Obama-Gipfel&rdquo; mit Theresa Bond gezeigt hatte. Man w&uuml;nscht sich in Berlin, London oder anderswo eine Polizeistreife, die die Dinge regelt.<br>\n&nbsp;<br>\n<em>Willy Wimmer, 16. M&auml;rz 2018<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man kann sich derzeit an den schn&ouml;seligen Aussagen britischer Minister nicht genug erg&ouml;tzen. Ihre Aussagen entsprechen aber dem bekannten Muster.<\/p>\n<p>Wenn es darum geht, britische Interessen durchzusetzen, dann ist nichts mehr mit &ldquo;gentleman&rdquo;. 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