{"id":43011,"date":"2018-03-16T16:39:02","date_gmt":"2018-03-16T15:39:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011"},"modified":"2018-03-16T16:39:02","modified_gmt":"2018-03-16T15:39:02","slug":"hinweise-des-tages-ii-337","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h01\">&raquo;Wir machten es anders&laquo; &ndash; Portugals Premier Costa liest Br&uuml;ssel die Leviten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h02\">Of a Type Developed by Liars<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h03\">&ldquo;Die USA wollen Syrien zerschlagen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h04\">&ldquo;Mit Hilfe deutscher Waffen wird ein Kalifat in Afrin errichtet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h05\"> &bdquo;Hartz IV muss &uuml;berwunden werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h06\">Arbeitslosenreport NRW: Kaum Qualifikationsangebote f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h07\">Knapp die H&auml;lfte der Geb&auml;udereiniger arbeitet f&uuml;r weniger als Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h08\">Jung, alleinerziehend &ndash; und chancenlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h09\">Deutsche Bank vervierfacht die Boni<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h10\">Arm gegen noch &auml;rmer, die US-Variante<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h11\">Transatlantische Konkurrenten (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h12\">EU-Afrika: NGO-B&uuml;ndnis fordert Moratorium f&uuml;r Handelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h13\">Vor 50 Jahren: Das Massaker von My Lai<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h14\">Strategie der Spannung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h15\">Zu guter Letzt: Schrecklicher Verdacht: Versucht Putin, sich in die russischen Pr&auml;sidentschaftswahlen einzumischen?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&raquo;Wir machten es anders&laquo; &ndash; Portugals Premier Costa liest Br&uuml;ssel die Leviten<\/strong><br>\nDer sozialdemokratische portugiesische Premierminister Ant&oacute;nio Costa hat in einer Rede vor dem Europaparlament die europ&auml;ische K&uuml;rzungs- und Krisenpolitik kritisiert. Eine bessere Wirtschaftspolitik st&auml;rke das Vertrauen der Menschen in demokratische Institutionen und in die Europ&auml;ische Union.<br>\nIn seinem Auftritt am 14. M&auml;rz unterstrich der portugiesische Premier den Zusammenhang zwischen europafeindlichen Haltungen und der neoliberal gepr&auml;gten europ&auml;ischen Politik. Portugals Abkehr von der europ&auml;ischen K&uuml;rzungs- und Austerit&auml;tspolitik habe verhindert, dass der Rechtspopulismus auch in dem s&uuml;deurop&auml;ischen Land Wurzeln schlagen konnte, schrieb er den Abgeordneten und dem ebenfalls anwesenden EU-Kommissionspr&auml;sidenten Jean-Claude Juncker ins Stammbuch.<br>\nCosta f&uuml;hrt seit 2014 mit Unterst&uuml;tzung von Kommunistischer Partei und Linksblock eine sozialdemokratische Minderheitsregierung. Er betonte in seiner Rede, dass seine Regierung mit der europ&auml;ischen Krisenpolitik grundlegend gebrochen habe:\n<blockquote><p>\nIn Portugal haben wir eine Alternative zur Sparpolitik verfolgt: mehr Wachstum, mehr und bessere Arbeitspl&auml;tze und mehr Gleichheit. Der Anstieg der Einkommen schuf Vertrauen, was zum schnellsten Wirtschaftswachstum seit Beginn des Jahrhunderts f&uuml;hrte und in einen nachhaltigen Anstieg der privaten Investitionen, der Exporte und des Wachstums m&uuml;ndete.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Man habe mit dieser Wirtschafts- und Sozialpolitik die Souver&auml;nit&auml;t der Demokratie best&auml;rkt. Und man habe das Vertrauen der Menschen in demokratische Institutionen und in die Europ&auml;ische Union bef&ouml;rdert. Erfolge der Rechten in dem Land seien ausgeblieben. Es komme darauf an, den Menschen wieder Hoffnung zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/wir-machten-es-anders-portugals-premier-costa-liest-bruessel-die-leviten--2192.html\">Blickpunkt WiSo<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Reject austerity to defeat populism, Portugal&rsquo;s socialist prime minister Ant&oacute;nio Costa tells EU<\/strong><br>\n&lsquo;Our affirmation of sovereign democracy means that people regain the trust in the democratic institutions and in their belief in the European Union&rsquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/world\/europe\/portugal-socialism-austerity-populism-antonio-costa-eu-jean-claude-juncker-a8255156.html\">Independent<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Of a Type Developed by Liars<\/strong><br>\nI have now received confirmation from a well placed FCO source that Porton Down scientists are not able to identify the nerve gas as being of Russian manufacture, and have been resentful of the pressure being placed on them to do so. Porton Down would only sign up to the formulation &ldquo;of a type developed by Russia&rdquo; after a rather difficult meeting where this was agreed as a compromise formulation. The Russians were allegedly researching, in the &ldquo;Novichok&rdquo; programme a generation of nerve agents which could be produced from commercially available precursors such as insecticides and fertilisers. This substance is a &ldquo;novichok&rdquo; in that sense. It is of that type. Just as I am typing on a laptop of a type developed by the United States, though this one was made in China.<br>\nTo anybody with a Whitehall background this has been obvious for several days. The government has never said the nerve agent was made in Russia, or that it can only be made in Russia. The exact formulation &ldquo;of a type developed by Russia&rdquo; was used by Theresa May in parliament, used by the UK at the UN Security Council, used by Boris Johnson on the BBC yesterday and, most tellingly of all, &ldquo;of a type developed by Russia&rdquo; is the precise phrase used in the joint communique issued by the UK, USA, France and Germany yesterday: This use of a military-grade nerve agent, of a type developed by Russia, constitutes the first offensive use of a nerve agent in Europe since the Second World War.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.craigmurray.org.uk\/archives\/2018\/03\/of-a-type-developed-by-liars\/%20\">Craig Murray<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.P.:<\/strong> Nach der Aussage eines Informanten aus dem FCO wurden die Wissenschaftler in Porton Down also von Britischen Regierungsvertretern unter Druck gesetzt, die in Frage kommende Substanz als aus Russischer Produktion zu bestimmen. Man habe sich dann auf eine andere Formulierung geeinigt, n&auml;mlich die in den Offiziellen Mitteilungen verwendete: Eines von Russland entwickelten Typs.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Die USA wollen Syrien zerschlagen&rdquo;<\/strong><br>\nMitte M&auml;rz 2011 kam es zu Syrien zu ersten Protesten, danach entfesselte sich eine Lawine der Gewalt. Sieben Jahre sp&auml;ter liegen weite Teile des Landes in Schutt und Asche, fast eine halbe Million Menschen sind in dem blutigen B&uuml;rgerkrieg ums Leben gekommen. Machthaber Baschar Al-Assad steht dank seiner m&auml;chtigen Verb&uuml;ndeten zwar so stark da wie seit Jahren nicht mehr. Frieden wird es auf absehbare Zeit in dem Land dennoch nicht geben, warnt der Nahostexperte G&uuml;nter Meyer im Interview n-tv.de. [&hellip;]<br>\nn-tv.de: Die Urspr&uuml;nge des Konflikts in Syrien liegen nun fast genau sieben Jahre zur&uuml;ck. Wie nah ist eine friedliche L&ouml;sung? Zeichnet sich in irgendeiner Form ab, dass sich die Situation verbessert?<br>\nG&uuml;nter Meyer: H&auml;tten Sie mich vor einem halben Jahr gefragt, h&auml;tte ich mit Ja geantwortet. Nach den j&uuml;ngsten Informationen &uuml;ber die US-Strategie, die gemeinsam mit England, Frankreich, Saudi-Arabien und Jordanien gegen die Assad-Regierung und ihre Verb&uuml;ndeten umgesetzt werden soll, sind die Perspektiven f&uuml;r einen Frieden in absehbarer Zeit jedoch tiefschwarz. Ich sehe gegenw&auml;rtig keine Chance, dass es zu einer friedlichen L&ouml;sung kommen kann angesichts der Ziele, welche die US-Regierung als st&auml;rkste Macht in diesem Stellvertreterkrieg derzeit verfolgt.<br>\nSie meinen die m&ouml;gliche Zerschlagung des syrischen Staates?<br>\nDas ist die Planung der Regierung in Washington. Der gesamte Osten Syriens soll abgespalten werden. Im Nordosten haben die Kurden mit US-amerikanischer Unterst&uuml;tzung bereits de facto einen eigenen Kurdenstaat errichtet. Der restliche Bereich entlang der Grenze zum Irak im Osten soll ebenfalls mithilfe von Milizen der Assad-Gegner unter Kontrolle von US-Truppen gestellt werden. Die Anti-Assad-Milizen werden gegenw&auml;rtig in der US-Milit&auml;rbasis Al-Tanf auf syrischem Gebiet nahe der jordanischen Grenze ausgebildet. Erst vor zwei Wochen sind weitere 1000 US-Soldaten dorthin verlegt worden.<br>\nWarum dort, an der Grenze zum Irak? Das Land ist schlie&szlig;lich ein Verb&uuml;ndeter der USA.<br>\nDurch den gemeinsamen Kampf gegen die sunnitischen Terroristen des IS ist der Einfluss des schiitischen Iran im Irak mit seiner ebenfalls mehrheitlich schiitischen Bev&ouml;lkerung erheblich gewachsen. Deshalb konnte noch bis vor Kurzem iranischer Nachschub auf dem Landweg &uuml;ber den Irak nach Syrien gebracht werden. Die Truppen der Assad-Gegner sollen diese direkte Verbindung in Ostsyrien blockieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-USA-wollen-Syrien-zerschlagen-article20337990.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>dazu: So schnell wird man ein &laquo;Putin-Troll&raquo; oder ein &laquo;Assad-Freund&raquo;<\/strong><br>\nEs ist anspruchsvoll, &uuml;ber (Propaganda-)Kriege zu berichten. Es f&auml;ngt bei der Wortwahl an und h&ouml;rt bei der Pr&uuml;fung von Quellen auf.<br>\nIm umk&auml;mpften Ost-Ghouta gehe es darum, die Zivilbev&ouml;lkerung &laquo;aus den F&auml;ngen der Terroristen&raquo; zu befreien, erkl&auml;rte der syrische Pr&auml;sident Baschar al-Assad laut &laquo;Tages-Anzeiger&raquo; vom 6. M&auml;rz 2018. TA-Kairo-Korrespondent Paul-Anton Kr&uuml;ger beschrieb die Lage in Ost-Ghouta dann selber wie folgt:<br>\n&laquo;Ost-Ghouta wird von mehreren salafistisch gepr&auml;gten Rebellengruppen dominiert, die gr&ouml;ssten unter ihnen sind Jaish al-Islam, die Douma kontrolliert, und Failaq al-Rahman, die im S&uuml;den stark ist. Sie haben sich wiederum untereinander schwere K&auml;mpfe geliefert. Gegen ihre autorit&auml;re Herrschaft hatte es Proteste der Zivilbev&ouml;lkerung gegeben &ndash; allerdings auch gegen das Assad-Regime.&raquo;<br>\nSolche differenzierten Angaben findet man nicht oft in unseren Zeitungen, und noch weniger in den Nachrichten von Radio oder Fernsehen. Bemerkenswert ist allein schon die Feststellung, dass Ost-Ghouta in der Hand von radikalen Dschihadisten ist. Denn der Ausdruck &laquo;salafistisch gepr&auml;gte Rebellengruppen&raquo; besagt genau dies.<br>\nDas &uuml;bliche Wording in den Medien beschr&auml;nkt sich auf das Wort &laquo;Rebellen&raquo;. Doch diese Gruppen verantworten Bombenanschl&auml;ge in Damaskus und anderen Terror. Solche Aktivit&auml;ten liegen semantisch weit weg vom Begriff &laquo;Rebellen&raquo;. Denn &laquo;Rebellen&raquo; ist ein Wort mit positiver Konnotation, welches f&uuml;r vieles stehen kann: von romantischen Revolution&auml;ren &uuml;ber mutige Jungpolitiker bis hin zu Johnny Depp und seinen Piraten der Karibik. Es ist aber nicht das richtige Wort f&uuml;r bewaffnete Gruppen von Extremisten. Der Gebrauch des Wortes &laquo;Rebellen&raquo; ist also in Hinsicht auf die Sachlage in Syrien in vielen F&auml;llen manipulativ oder zumindest verharmlosend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/So-schnell-wird-man-ein-Assad-Freund-oder-Putin-Troll\">Inforsperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Mit Hilfe deutscher Waffen wird ein Kalifat in Afrin errichtet&rdquo;<\/strong><br>\nDer Islamische Staat k&ouml;nnte in einigen Jahren zu einer Gefahr f&uuml;r Europa werden, meint Mustafa Bali, Sprecher der Syrisch-Demokratischen Kr&auml;fte [&hellip;]<br>\nWie verhalten sich Russland, die USA und die Europ&auml;ische Union in dem Konflikt aus Ihrer Sicht?<br>\nEs ist besch&auml;mend. Die Menschen in Europa, nicht die Regierungen, sollten wissen, dass, wenn die T&uuml;rkei die Kontrolle &uuml;ber Afrin erlangt, ganz Europa in Gefahr sein wird. Und wenn ich T&uuml;rkei sage, meine ich den IS. Die T&uuml;rkei k&auml;mpft dort mit deutschen Waffen, mit deren Hilfe sie ein Kalifat in Afrin errichten will. Wir sehen unseren Kampf hier auch als Schutz aller demokratischen Kr&auml;fte in der Welt. Aber wir werden gerade mit deutschen und NATO-Waffen angegriffen. Vor einigen Tagen erst hat Erdogan das Milit&auml;rb&uuml;ndnis dazu aufgerufen, ihre s&uuml;dliche Grenze zu verteidigen. Bedeutet das also, dass diese Grenze durch den IS und die Al-Nusra-Front verteidigt werden soll?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1082534.kampf-gegen-den-islamischen-staat-mit-hilfe-deutscher-waffen-wird-ein-kalifat-in-afrin-errichtet.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Hartz IV muss &uuml;berwunden werden&ldquo;<\/strong><br>\nJens Spahn argumentiere &uuml;berheblich und falsch, sagt der gr&uuml;ne Sozialexperte Sven Lehmann. Er fordert eine &bdquo;sanktionsfreie Grundsicherung&ldquo;.<br>\ntaz: Herr Lehmann, Jens Spahn sagt, mit Hartz IV habe &bdquo;jeder das, was er zum Leben braucht&ldquo;. Warum ist das falsch?<br>\nSven Lehmann: Jens Spahns S&auml;tze sind &uuml;berheblich und sachlich falsch. Allein 2,5 Millionen Kinder leben in Deutschland in Armut. Dahinter stehen Eltern, die arm sind. Die Leute stellen sich nicht aus Spa&szlig; bei Minusgraden an den Tafeln an. Das Problem ist sogar noch gr&ouml;&szlig;er, weil viel mehr Menschen arm sind, als die, die tats&auml;chlich Hartz IV beziehen. Viele Bed&uuml;rftige melden sich gar nicht bei den Beh&ouml;rden, weil sie sich sch&auml;men oder nicht Bittsteller sein wollen.<br>\nWarum reicht die Grundsicherung nicht? Sie soll offiziell alle Bed&uuml;rfnisse wie Essen, Kleidung und Wohnen abdecken.<br>\nDie Bundesregierung rechnet die Regels&auml;tze k&uuml;nstlich klein. Als Ma&szlig;stab gilt das, was Niedrigverdiener ausgeben, um &uuml;ber die Runden zu kommen. Diese Vergleichsgruppe wurde verkleinert, um bessere Einkommen auszuschlie&szlig;en. Die Liste der Dinge, die Hartz IV-Empf&auml;ngern nicht zugestanden wird, ist lang. Dazu geh&ouml;ren beispielsweise Zimmerpflanzen, Haustiere, Weihnachtsb&auml;ume oder Malstifte f&uuml;r Kinder in der Freizeit. Wohlfahrtsverb&auml;nde wie die Caritas gehen davon aus, dass der Regelsatz von derzeit 416 Euro f&uuml;r einen Erwachsenen mindestens 60 Euro h&ouml;her liegen m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5491502\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Beurteilung des Hartz-IV-Systems ist treffend. Sven Lehmann h&ouml;rt sich fast an wie ein Linker; man k&ouml;nnte fast glauben, dass die Gr&uuml;nen tats&auml;chlich ein Interesse an Sozialpolitik haben. Aber dann stolpert man &uuml;ber die S&auml;tze, &ldquo;Aber die Gr&uuml;nen waren die erste Partei, die deutliche Korrekturen an den Hartz-Gesetzen angemahnt hat. Schon vor zehn Jahren haben wir gesagt, dass der Regelsatz zu niedrig sei und die harten Sanktionen &uuml;berwunden werden m&uuml;ssten.&rdquo; Und es f&auml;llt einem sofort ein, dass die Gr&uuml;nen vor 10 Jahren, 2008, Oppositionspartei waren. Vier Jahre vorher, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/arbeitsmarktreformen-rot-gruen-drueckt-beide-hartz-gesetze-durch-a-270168.html\">Ende 2003<\/a>, haben sie gegen alle Warnungen von Sozialverb&auml;nden dieses asoziale Hartz-IV-Gesetz genau so mit den viel zu niedrigen Regels&auml;tzen und den &ldquo;harten Sanktionen&rdquo; im Bundestag beschlossen, nachdem der Sonder-Bundesparteitag der Gr&uuml;nen Mitte 2003 mit 90% der Agenda 2010 zugestimmt hatte. Diese Heuchler. Im &Uuml;brigen m&uuml;ssen nicht nur die Regels&auml;tze deutlich erh&ouml;ht und die &ldquo;harten&rdquo; Sanktionen abgeschafft, sondern komplett mit der Hartz-IV-&ldquo;Logik&rdquo; gebrochen werden. Das hei&szlig;t die Wiedereinf&uuml;hrung der am erreichten Lebensstandard orientierten Arbeitslosenhilfe, die drastische Reduzierung von Leiharbeit und anderen Formen des Lohndumpings und eine Politik mit dem Ziel deutlicher Lohnerh&ouml;hungen, um die exzessiven Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse zu senken. Die ganze Philosophie hinter Hartz IV (und Rentenk&uuml;rzungen und Unternehmenssteuersenkungen) ist schlicht falsch, wird aber im Gro&szlig;en und Ganzen weiterhin von den Gr&uuml;nen geteilt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Giffey: Lieber Arbeit f&ouml;rdern als Hartz-IV-S&auml;tze erh&ouml;hen<\/strong><br>\nBei der Bek&auml;mpfung von Armut h&auml;lt es Bundesfamilienministerin Franziska Giffey f&uuml;r wichtiger, Arbeit zu f&ouml;rdern als Hartz-IV-S&auml;tze zu erh&ouml;hen. Das sagte sie am Donnerstagabend im ZDF.<br>\nDie neue Bundesfamilienministerin Franziska Giffey h&auml;lt es bei der Bek&auml;mpfung von Armut f&uuml;r wichtiger, Arbeit zu f&ouml;rdern als die Hartz-IV-S&auml;tze zu erh&ouml;hen. Auf die Frage, ob die Sozialleistung angehoben werden m&uuml;sste, antwortete die SPD-Politikerin am Donnerstagabend im ZDF: &bdquo;Es geht darum, dass eigentlich der Abstand zu denjenigen, die arbeiten, gr&ouml;&szlig;er sein m&uuml;sste. Das hei&szlig;t nicht, dass man die S&auml;tze senken soll. Aber man sollte schauen, wie k&ouml;nnen diejenigen, die arbeiten, besser verdienen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/neue-familienministerin-giffey-lieber-arbeit-foerdern-als-hartz-iv-saetze-erhoehen\/21078464.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Da ist sich die Bundesfamilienministerin ja dann mit Jens Spahn einig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitslosenreport NRW: Kaum Qualifikationsangebote f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nBei der (Nach-)Qualifizierung von Arbeitslosen gibt es gro&szlig;e Unterschiede zwischen dem Hartz-IV-System und der Arbeitslosenversicherung. Obwohl Hartz-IV-Empf&auml;nger im Durchschnitt deutlich schlechter qualifiziert sind, erhalten sie kaum Zugang zu F&ouml;rderma&szlig;nahmen in der Aus- und Weiterbildung. In ihrem aktuellen Arbeitslosenreport kritisiert die Freie Wohlfahrtspflege diese Benachteiligung von Arbeitslosen im Hartz-IV-Bezug.<br>\nArbeitslose, die Grundsicherungsleistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (Arbeitslosengeld II bzw. &bdquo;Hartz IV&ldquo;) beziehen, sind schlechter qualifiziert als Arbeitslose, die Arbeitslosengeld I aus der Arbeitslosenversicherung erhalten. Das zeigt der aktuelle Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW in Kooperation mit dem Institut f&uuml;r Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz. So konnten im Dezember mehr als zwei Drittel der Empf&auml;nger von ALG I eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen. Im Hartz-IV-System hatte hingegen nur etwa jeder Dritte eine abgeschlossene Berufsausbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/arbeitslosenreport-nrw-kaum-qualifikationsangebote-fuer-hartz-iv-empfaenger\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Knapp die H&auml;lfte der Geb&auml;udereiniger arbeitet f&uuml;r weniger als Mindestlohn<\/strong><br>\nKnapp jeder zweite Geb&auml;udereiniger erh&auml;lt den Mindestlohn, das hat die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung errechnet. Das bedeutet: Mehr als 300.000 Angestellte bekommen keinen Branchen-Mindestlohn. &ldquo;Ich gehe davon aus dass dieser Bereich der Wirtschaft durch einen harten Preiskampf gekennzeichnet ist. [&hellip;] Dieser Preiskampf droht nat&uuml;rlich ruin&ouml;s zu werden&rdquo;, sagt Toralf Pusch von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Ein Problem, das auch durch den Mindestlohn nicht aus der Welt geschafft worden sei.<br>\nUnd: Ein Problem, das f&uuml;r die Menschen zu teils prek&auml;ren Besch&auml;ftigungen f&uuml;hrt. So war ein Geb&auml;udereiniger einmal 18 Stunden auf den Beinen und hat 14 Stunden gearbeitet. Daf&uuml;r hat der Mann nicht einmal den kompletten Lohn erhalten. Dahinter steckt offenbar eine Vorgehensweise in der Reinigungsbranche, durch die die L&ouml;hne der Besch&auml;ftigten gedr&uuml;ckt werden &ndash; und so der Mindestlohn umgangen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/investigativ\/mindestlohn-reinigung-firmen-100.html\">mdr exakt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jung, alleinerziehend &ndash; und chancenlos<\/strong><br>\nDas Beispiel von Lisa E. zeigt: Alleinerziehende geh&ouml;ren nicht nur zu den &Auml;rmsten in M&uuml;nchen. F&uuml;r sie ist es fast unm&ouml;glich, eine Wohnung zu finden.<br>\nZwei kleine Kinder, alleinerziehend und noch in der Ausbildung &ndash; das sind keine guten Voraussetzungen, mit denen man bei Vermietern punkten kann. Das hat auch Lisa E. erfahren. Die M&uuml;nchnerin macht eine Lehre als B&uuml;rokauffrau, ihre Kinder sind zwei und vier Jahre alt. Bis vor einer Woche lebte sie in einer Wohnung einer Jugendhilfeeinrichtung. Da Lisa E. aber diesen Monat 21 Jahre alt wird, endet f&uuml;r sie die Jugendhilfe. Seit Monaten sucht sie deswegen verzweifelt nach einer kleinen Wohnung f&uuml;r sich und ihre Kinder. Bisher ohne Erfolg. Meist wurde sie noch nicht einmal zu Wohnungsbesichtigungen eingeladen, berichtet sie. Und wenn sie eine Wohnung besichtigte und sich bewarb, erhielt sie nie eine R&uuml;ckmeldung.<br>\n&ldquo;Wohnungslosigkeit ist eine extreme und sichtbare Form der Armut&rdquo;, hei&szlig;t es in dem aktuellen Armutsbericht der Stadt M&uuml;nchen von 2017. Lisa E. geh&ouml;rt in M&uuml;nchen gleich zwei Gruppen an, die laut dem Bericht besonders von Armut betroffen sind: Alleinerziehende sowie junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahre. In dieser Altersgruppe leben 43 Prozent unter der M&uuml;nchner Armutsschwelle. Ein F&uuml;nftel aller Familien in M&uuml;nchen sind Haushalte mit nur einem Elternteil, meist sind es M&uuml;tter. Von den Alleinerziehenden bezieht mehr als jeder Vierte Hartz-IV-Leistungen, und 40 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/wohnungsnot-in-muenchen-jung-alleinerziehend-und-chancenlos-1.3901119\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsche Bank vervierfacht die Boni<\/strong><br>\nDer Verlust f&uuml;r das Jahr 2017 falle noch etwas h&ouml;her aus als noch vor einigen Wochen verk&uuml;ndet, teilte die Bank am Freitagmorgen mit. Statt 497 Millionen Euro liegt das Minus nun bei 735 Millionen Euro. Es ist der dritte Jahresverlust in Folge. Insgesamt rund neun Milliarden Euro hat Deutschlands immer noch gr&ouml;&szlig;tes Geldhaus seit 2015 verbrannt.<br>\nZugleich vermeldete die Deutsche Bank in ihrem nun vorgelegten Gesch&auml;ftsbericht, dass sich die Geh&auml;lter der Mitarbeiter wieder kr&auml;ftig erh&ouml;ht haben. So stiegen die Bonuszahlungen f&uuml;r 2017 auf 2,275 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatten sie noch bei 546 Millionen Euro gelegen &ndash; sie haben sich also mehr als vervierfacht.<br>\nDen Gro&szlig;teil &ndash; rund 1,4 Milliarden Euro &ndash; strichen dabei die traditionell gut bezahlten Mitarbeiter der Investmentbanking-Sparte ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-vervierfacht-die-boni-a-1198318.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Erh&ouml;hung der Boni, man k&ouml;nne sonst &ldquo;Top-Leute, vor allem im Investmentbanking&rdquo;, auf Dauer nicht halten, kann fadenscheiniger nicht sein. Gerade das sogenannten Investmentbanking, also das hochrisikoreiche zocken und spekulieren, ist wohl der &uuml;berfl&uuml;ssigste und nutzloseste Bereich &uuml;berhaupt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arm gegen noch &auml;rmer, die US-Variante<\/strong><br>\nDie USA sollten mehr Geld f&uuml;r die eigenen Armen ausgeben und weniger f&uuml;r jene in den Entwicklungsl&auml;ndern. Diese provokante America-first-Forderung stammt von Princeton-Professor Angus Deaton, einem der f&uuml;hrenden &ouml;konomischen Armutsforscher. F&uuml;r seine &ldquo;Analyse von Konsum, Armut und Wohlfahrt&rdquo; erhielt er 2015 den Alfred-Nobel-Ged&auml;chtnispreis der Schwedischen Reichsbank, auch kurz &Ouml;konomie-Nobelpreis genannt. Seine Analyse ist erstaunlich schwach. [&hellip;]<br>\nUm seinen Punkt zu machen, scheut Deaton nicht vor trickreichen Formulierungen zur&uuml;ck. So weist er darauf hin, dass es Regionen in den USA gebe, in denen die Lebenserwartung geringer sei als in Bangladesch. Die beiden Regionen, die er nennt, das Mississippi-Delta und die Appalachen, sind jedoch d&uuml;nn besiedelte l&auml;ndliche Regionen. Und in Bangladesch ist die Lebenserwartung mit 72 Jahren deutlich h&ouml;her als in anderen L&auml;ndern mit &auml;hnlich niedrigem Einkommensniveau. Es ist nur sechs Jahre geringer als das der durchschnittlichen US-Amerikaner. F&uuml;r heftigen Widerspruch aus dem entwicklungspolitischen Lager sorgen jedoch nicht solche rhetorischen Tricks, sondern schon der Kern seines Arguments.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/962-deaton-arm\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Transatlantische Konkurrenten (II)<\/strong><br>\nMit den aktuellen Personalwechseln in der US-Regierung zeichnet sich eine Versch&auml;rfung der Spannungen zwischen Berlin und Washington ab. Der neue Au&szlig;enminister Mike Pompeo gilt als erbitterter Gegner Irans; war es der Bundesrepublik und der EU zun&auml;chst noch gelungen, in Kooperation mit dem scheidenden Minister Rex Tillerson den Bruch des Atomabkommens mit Teheran durch die USA zu verhindern, so k&ouml;nnte der Vertrag nun vor dem Ende stehen. Er hat einen zentralen Stellenwert in der deutschen Mittelostpolitik. Dar&uuml;ber hinaus hat mit Gary Cohn einer der letzten Gegner von US-Strafz&ouml;llen, die in K&uuml;rze auch die EU treffen d&uuml;rften, seinen R&uuml;cktritt angek&uuml;ndigt. Br&uuml;ssel versucht verzweifelt, die Einf&uuml;hrung neuer Handelsbarrieren zu verhindern, scheitert bislang aber damit. Der Streit eskaliert zu einer Zeit, zu der Berlin offen Weltmachtanspr&uuml;che &auml;u&szlig;ert und, so hat es etwa der nun aus dem Amt geschiedene Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel ausgedr&uuml;ckt, &ldquo;auf Augenh&ouml;he&rdquo; mit Washington auftreten will. Gegen den deutschen Machtanspruch geht Trump vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7565\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU-Afrika: NGO-B&uuml;ndnis fordert Moratorium f&uuml;r Handelsabkommen<\/strong><br>\nZu schwach und kontraproduktiv: Kritik an EU-Partnerschaften mit afrikanischen L&auml;ndern<br>\nMehrere Entwicklungsorganisationen appellieren an die neue Bundesregierung, die zwangsweise &Ouml;ffnung afrikanischer M&auml;rkte durch die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA &ndash; Englisch: Economic Partnership Agreements\/EPA) der Europ&auml;ischen Union mit Afrika auszusetzen.<br>\nMit Blick auf die Regierungsbildung ist es nun an der Zeit, die Handelsbeziehungen zwischen Afrika und Europa neu zu gestalten, fordern Germanwatch, Brot f&uuml;r die Welt, MISEREOR, die Kirchliche Arbeitsstelle S&uuml;dliches Afrika (KASA) und Attac Deutschland.<br>\n&ldquo;Mit ihrer Absichtserkl&auml;rung, man wolle &lsquo;Vorreiter f&uuml;r eine faire Handelspolitik mit Afrika&rsquo; sein und die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit den afrikanischen Staaten daraufhin &uuml;berpr&uuml;fen, ob sie der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung dienen, weist die Koalitionsvereinbarung in die richtige Richtung&rdquo;, urteilt Boniface Mabanza von der KASA. Dennoch greift der Vorschlag von Union und SPD viel zu kurz und wird den Interessen der afrikanischen Staaten nicht gerecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/eu-afrika-ngo-buendnis-fordert-moratorium-fuer-handelsabkommen\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vor 50 Jahren: Das Massaker von My Lai<\/strong><br>\nEs war das schlimmste Massaker in der Geschichte der US-Armee. Vor 50 Jahren, am 16. M&auml;rz 1968, l&ouml;schte eine Kampfeinheit ein ganzes Dorf aus. My Lai wurde zum Symbol f&uuml;r den Horror des Vietnamkriegs &ndash; und die Aufarbeitung zum Skandal. &ldquo;Onkel Ho ist immer in unserem Herzen&rdquo;, steht auf dem Banner &uuml;ber der Stra&szlig;e zur Gedenkst&auml;tte My Lai. Ho Chi Minh wird im sozialistischen Vietnam verehrt wie ein Heiliger. Blauuniformierte Schulkinder mit roten Pioniert&uuml;chern sind auf Fahrr&auml;dern unterwegs. Bauern mit Strohh&uuml;ten pfl&uuml;gen Reisfelder mit Wasserb&uuml;ffeln, Kokospalmen s&auml;umen den Stra&szlig;enrand &ndash; eine l&auml;ndliche Idylle. Vom Dorf My Lai selbst stehen nur noch die Grundmauern. Pham Thi Thuan &ndash; eine kleine, gebeugte Frau von 84 Jahren &ndash; deutet auf die steinernen Umrisse im &uuml;ppig wuchernden Gras. Hier hat sie gewohnt vor 50 Jahren.<br>\n&ldquo;Ich bin sehr fr&uuml;h aufgewacht an diesem Tag, habe Feuer gemacht, und Wasser aufgesetzt &ndash; dann h&ouml;rte ich die Hubschrauber. Viele Hubschrauber. Wir haben uns versteckt, aber Angst hatten wir nicht. Ich dachte: Sie werden unsere H&auml;user durchsuchen, vermutlich unser Vieh erschie&szlig;en &ndash; und wieder verschwinden, wie immer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vietnamkrieg-vor-50-jahren-das-massaker-von-my-lai.724.de.html?dram:article_id=413097%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> Ein herausragendes Merkmal unserer demokratischen Gesellschaft ist die Pressefreiheit. Man kann &uuml;ber alles reden, gegen alles protestieren und sich &uuml;ber alles aufregen, z.B. &uuml;ber das Massaker von My Lai heute vor 50 Jahren. Bis heute &uuml;berkommt einen die Wut, wenn man an dieses Geschehen erinnert wird. Zur gleichen Zeit findet weltweit das Foltern und Morden ungestraft seine Fortsetzung und zwar immer im Interesse der gleichen Drahtzieher und Nutznie&szlig;er. Was ist das f&uuml;r eine scheinheilige Welt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Strategie der Spannung<\/strong><br>\nVierter Jahrestag des Krim-Referendums. Gastkommentar<br>\nDie Russische F&ouml;deration sieht sich seit den 1990er Jahren vom Westen zu einem Kampf um Einflusszonen in Osteuropa und im postsowjetischen Raum herausgefordert. W&auml;hrend NATO und EU nach Osten expandieren, versucht Russland, deren Ausdehnung aufzuhalten und seinen Resteinfluss zu wahren.<br>\nDie Ukraine wurde ab 2013\/14 aus postsowjetisch-russischen Bindungen herausgel&ouml;st. Der neue West-Ost-Konflikt eskalierte. Kurz nach dem vom Westen bef&ouml;rderten Putsch in Kiew wechselte die Krim ihre staatliche Zugeh&ouml;rigkeit. Im Donbass schwelt der Krieg. NATO und EU reagieren mit wilden Vorw&uuml;rfen an die Adresse Moskaus. Von Kampagnen gesch&uuml;rte antirussische Hysterie geh&ouml;rt zu dieser Strategie der Spannung. Wenig taktvoll sprach Kanzlerin Merkel ausgerechnet bei ihrem Besuch in Moskau zum 70. Jahrestag des Kriegsendes im Mai 2015 von der &raquo;verbrecherische(n) und v&ouml;lkerrechtswidrige(n) Annexion der Krim&laquo;. Dadurch habe die deutsch-russische Zusammenarbeit &raquo;einen schweren R&uuml;ckschlag erlitten&laquo;. Solche Selbstgerechtigkeit und Impertinenz wird auch die neue Bundesregierung wohl nicht ablegen. [&hellip;]<br>\nEine blo&szlig; v&ouml;lkerrechtliche Betrachtung des russischen Staatshandelns greift zu kurz. Der Krim-Sezession gingen westlicher Rechtsnihilismus und eklatant v&ouml;lkerrechtswidrige NATO-Kriege wie gegen Serbien 1999 voraus. Nun hat Russland das vom Westen &raquo;weiterentwickelte V&ouml;lkerrecht&laquo; f&uuml;r sich in Anspruch genommen. Ein &raquo;Reset&laquo; w&auml;re m&ouml;glich, wenn V&ouml;lkerrecht und internationale Beziehungen wieder den alten Konsens-Prinzipien von Staatensouver&auml;nit&auml;t und territorialer Integrit&auml;t folgten. Darin l&auml;ge eine Chance, die heutige internationale Unordnung in eine berechenbare internationale Rechtsordnung zu &uuml;berf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/329111.strategie-der-spannung.html\">Alexander Neu auf junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Schrecklicher Verdacht: Versucht Putin, sich in die russischen Pr&auml;sidentschaftswahlen einzumischen?<\/strong><br>\nMoskau (dpo) &ndash; Am Sonntag w&auml;hlt Russland einen neuen Pr&auml;sidenten. Doch inzwischen bef&uuml;rchten Experten Manipulationen, wie sie auch schon in den USA, Deutschland oder Frankreich auftraten. Der schreckliche Verdacht: Versucht Wladimir Putin, sich in die Wahlen am 18. M&auml;rz einzumischen?<br>\n&ldquo;Es w&auml;re nicht das erste mal, dass Putin seinen Machtbereich mit fragw&uuml;rdigen Methoden ausdehnen will&rdquo;, erkl&auml;rt ein Sprecher der NATO, die die Wahlen mit gro&szlig;er Sorge beobachtet. &ldquo;Russland steht in einer langen Reihe von L&auml;ndern, deren Innenpolitik Putin zu seinen Gunsten zu beeinflussen versucht.&rdquo;<br>\nAllerdings geht der 65-j&auml;hrige diesmal offenbar deutlich unverhohlener zugange als bisher: So hat Putin pers&ouml;nlich in Auftritten und Videos seine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen der Kandidaten, einen gewissen &#1042;&#1083;&#1072;&#1076;&#1080;&#1084;&#1080;&#1088; B&#1083;&#1072;&#1076;&#1080;&#1084;&#1080;&#1088;&#1086;&#1074;&#1080;&#1095; &#1055;&#1091;&#1090;&#1080;&#1085;, &ouml;ffentlich gemacht &ndash; zum Teil gibt es sogar Plakate, auf denen mit Putins Gesicht geworben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/03\/putin-russland.html\">Der Postillon<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist gut. Putin versucht sich in die russischen Pr&auml;sidentschaftswahlen einzumischen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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