{"id":43020,"date":"2018-03-19T08:19:25","date_gmt":"2018-03-19T07:19:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020"},"modified":"2018-03-19T08:19:25","modified_gmt":"2018-03-19T07:19:25","slug":"hinweise-des-tages-3082","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h01\">Fall Skripal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h02\">Putin sichert sich vierte Amtszeit als Pr&auml;sident<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h03\">NATO: sie provoziert und provoziert und provoziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h04\">Immer unberechenbarer und aggressiver<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h05\">Afrin &ndash; kein kurdisches Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h06\">Keine Ahnung? Macht nix!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h07\">Der Vorteil der Konservativen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h08\">Des Westen als treuer Verb&uuml;ndeter der Al-Qaida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h09\">Wohnen ist Menschenrecht f&uuml;r alle!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h10\">Das Steuergeld hilft B&uuml;rgern, die nicht bed&uuml;rftig sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h11\">Jens Spahn soll mal einen Monat mit dem Hartz-IV-Regelsatz leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h12\">2,3 Millionen f&uuml;r R&uuml;diger Grube zum Abschied<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h13\">Wenn lebenswichtige Medikamente knapp werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h14\">Wird die neue CIA-Chefin in Europa festgenommen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h15\">Afrin: Die Einnahme einer verlassenen Stadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h16\">Zw&ouml;lf SPD-Abgeordnete stellen sich gegen Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h17\">Millionen von Facebook-Nutzern unfreiwillig psychologisch vermessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43020#h18\">Zu guter Letzt: Giftanschlag von Salisbury: Britische Polizei findet Putins Ausweis am Tatort<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fall Skripal<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sigmar Gabriel zur Skripal-Aff&auml;re: &ldquo;Wie ganz schlechte James-Bond-Filme&rdquo; (Video)<\/strong><br>\nDer ehemalige Bundesau&szlig;enminister Sigmar Gabriel hat sich in seiner ersten &ouml;ffentlichen Rede nach seinem Ausscheiden vor dem Deutsch-Russischen Forum von der offiziellen Haltung der Bundesrepublik zum aktuellen Skandal um den mutma&szlig;lichen Giftgasanschlag im britischen Salisbury distanziert. Diese hatte sich bedingungslos den haltlosen Anschuldigungen der britischen Regierung gegen Russland angeschlossen. Gro&szlig;britannien zufolge gebe es keine andere Erkl&auml;rung, als dass Russland hinter den Anschl&auml;gen stecke. Das Nervengas etwa, das f&uuml;r den Anschlag verwendet wurde, stamme aus sowjetischer Produktion, hei&szlig;t es in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung Gro&szlig;britanniens, Frankreichs, Deutschlands und der USA.<br>\nGabriel kritisierte die Eskalationsspirale gegenseitiger Anschuldigungen zwischen Gro&szlig;britannien und Russland und rief dazu auf, in der aktuellen Ermittlung zu dem Fall nach dem rechtsstaatlichen Prinzip der Unschuldsvermutung vorzugehen. Zudem mahnte er die Streitparteien, die Frage des Ursprungs des Gifts im Rahmen der Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu kl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/66749-sigmar-gabriel-zur-skripal-affaere-wie-schlechte-james-bond-filme\/%20\">RT Deusch<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Der Vorgang muss aufgekl&auml;rt werden&rdquo;<\/strong><br>\nEr w&uuml;rde sich von der russischen Regierung w&uuml;nschen, dass sie deutlich klarer, offensiver und auch kooperativer an die Aufkl&auml;rung der Giftgas-Aff&auml;re herangehe, sagte Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, zum Fall Skripal im Dlf. Der ungeheuerliche Vorgang m&uuml;sse aufgekl&auml;rt werden. (&hellip;)<br>\nBarenberg: Herr Platzeck, wie entsetzt und emp&ouml;rt sind Sie &uuml;ber den Mordanschlag mit diesem milit&auml;rischen Kampfstoff?<br>\nPlatzeck: Hier ist ein Verbrechen passiert und das ist eine Ungeheuerlichkeit. Das sehe ich auch so. Was ich noch nicht sehen kann ist, dass hier so klare Schuldzuweisungen passieren, als w&auml;re das alles bewiesen und l&auml;ge klar auf der Hand. Wir haben in Deutschland einen sehr bew&auml;hrten Rechtsgrundsatz, dass im Zweifelsfall immer Unschuldsvermutungen gelten, und wenn man die Rede von Theresa May liest, wimmelt es da von Worten wie &ldquo;vermutlich&rdquo;, &ldquo;h&ouml;chst wahrscheinlich&rdquo; und &ldquo;wir nehmen an&rdquo;. Das ist bisher in unserem Rechtsverst&auml;ndnis eigentlich noch nie ausreichend gewesen zu sagen, der Schuldige ist klar.<br>\nIch kann auch deshalb keine Logik darin erkennen. Das sehen andere; das ist ja auch in unserer Welt in Ordnung so. Ich kann keine Logik erkennen, dass Putin ein Interesse haben sollte, im Jahr der Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft, wo er ganz gro&szlig;en Wert darauf legt, dass das ein Erfolg wird aus verschiedensten Erw&auml;gungen, so was zu inszenieren, was in einer gewissen Weise wiederum, so wie es jetzt dargestellt wird, so plump auf ihn weist, dass mir da einfach das Verst&auml;ndnis daf&uuml;r fehlt, dass das wirklich so inszeniert sein sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/russland-und-die-giftgas-affaere-der-vorgang-muss.694.de.html?dram:article_id=413190%20\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Im heutigen Interview mit Matthias Platzek stellt der DLF-Gespr&auml;chspartner Jasper Barenberg eine Konfrontations-Behauptung auf, dass &bdquo;&hellip;..ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, f&uuml;r die k o n f r o n t a t i v e Grundhaltung in der Au&szlig;enpolitik R u s s l a n d s, die wir in den vergangenen Jahren ein ums andere Mal erlebt haben&hellip;.&ldquo;, die Herr Platzek leider nicht gekontert hat (nachzulesen ca. in der Mitte des Interviews unter &bdquo;Bek&auml;mpfung der grassierenden Korruption&ldquo;).<\/em><\/p>\n<p><em>Ich wei&szlig; nicht, auf welchem Stern Herr Barenberg lebt, ich wei&szlig; auch nicht, wer die Verantwortlichen im Fall Skripal sind die zur belangt werden m&uuml;ssen, wohl wei&szlig; ich aber, dass seit dem Fall der Mauer sich die NATO nach Osten platziert hat, hart an der russischen Grenze, und div. Politiker und Medien mitgezogen sind und in unverantwortlicher Weise offenbar die Konfrontation suchen! Dies ist Herr Barenberg wohl entgangen; aber vielleicht will er ja &bdquo;lieb Kind&ldquo; beim DLF und seinen Verantwortlichen wie z.B. Frau Adler sein, die sich nicht zu schade ist, mit einem russ. Oligarchen, der Millionen in den Westen gebracht hat, gegen Russland bzw. Putin herzuziehen &ndash; die NachDenkSeiten berichteten dar&uuml;ber in dieser Woche (DLF: Deutsche Politiker von Russland manipuliert).<\/em><\/p>\n<p><em>Gef&auml;hrlich ist es allemal, wenn ein Journalist so leicht und locker Behauptungen aufstellt, die so mit der Realit&auml;t nicht &uuml;bereinstimmen. Die Spaltungen, Sanktionen und die immer neuen &bdquo;Nadelstiche&ldquo; gehen in erster Linie doch wohl von der westlichen Wertegemeinschaft &ndash;USA, GB, F, Polen, D etc.- aus und werden &ndash;siehe Beispiel GB- weiter befeuert. <\/em><\/p>\n<p><em>Musste vielleicht auch deshalb Sigmar Gabriel seinen Hut nehmen, weil er noch Anfang Februar f&uuml;r einen Abbau der Sanktionen gegen&uuml;ber Russland geworben hatte?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Britischer Ex-Botschafter legt nach: &ldquo;Ein Typ von Propaganda, entwickelt von L&uuml;gnern&rdquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Botschafter Craig Murray hat sich in den vergangenen Tagen als analytischer Kritiker der offiziellen britischen Version im Fall des ehemaligen Doppelagenten Skripal pr&auml;sentiert. Nun widmet er sich entsprechenden propagandistischen Winkelz&uuml;gen.<br>\nDer nach wie vor &uuml;ber exzellente Kontakte verf&uuml;gende britische Historiker, Menschenrechtler und Botschafter a.D. in Usbekistan, Craig Murray, argumentierte bereits wenige Tage nach dem Anschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal, dass die mit dem Fall befassten Chemiker nicht in der Lage seien, den mutma&szlig;lich zum Einsatz gekommenen chemischen Kampfstoff &ldquo;Nowitschok&rdquo; als solchen zu identifizieren oder gar nach Russland zur&uuml;ckzuverfolgen. Die Wissenschaftler m&uuml;ssten daf&uuml;r zumindest &uuml;ber eine eindeutig zuzuordnende Vergleichssubstanz verf&uuml;gen.<br>\nIn seiner Einsch&auml;tzung beruft sich Murray unter anderem auf Dr. Robin Blake, den Leiter des britischen Laboratoriums f&uuml;r chemische Kampfstoffe in Porton Down. Dieser hatte im Jahr 2016 einen wissenschaftlichen Artikel ver&ouml;ffentlicht, in dem er unter anderem darlegte:<br>\nIn den letzten Jahren gab es oft Spekulationen dar&uuml;ber, dass in den fr&uuml;hen 1970er Jahren als Teil des so genannten Foliant-Programms eine vierte Generation von Nervengasen, Nowitschoks, in Russland entwickelt wurde; dies mit dem Ziel, einen Kampfstoff zu finden, der defensive Gegenma&szlig;nahmen unterlaufen w&uuml;rde. Informationen &uuml;ber diese chemischen Verbindungen waren in der &Ouml;ffentlichkeit sehr sp&auml;rlich, die meisten kamen von einem russischen Dissidenten und Milit&auml;rchemiker mit dem Namen Wil Mirsajanow. Es wurde jedoch nie eine unabh&auml;ngige Best&auml;tigung &uuml;ber Struktur oder Eigenschaften von solchen chemischen Verbindungen ver&ouml;ffentlicht.<br>\nBlake ist nicht nur Leiter des aktuell die Todesumst&auml;nde Skripals untersuchenden Laboratoriums Porton Down, sondern ebenfalls ein ehemaliger Kollege des Chemiewaffenexperten Dr. David Kelly, der nachwies, dass es sich bei der Behauptung, im Irak seien Massenvernichtungswaffen vorhanden, um eine inszenierte L&uuml;ge handelte. Kelly kam daraufhin im Juli 2003 unter mysteri&ouml;sen Umst&auml;nden ums Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/66772-britischer-ex-botschafter-legt-nach\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em>Die NachDenkSeiten werden heute im Laufe des Tages noch eine Materialsammlung zum Thema nachlegen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Putin sichert sich vierte Amtszeit als Pr&auml;sident<\/strong><br>\nWladimir Putin bleibt russischer Pr&auml;sident. 99 Prozent der Stimmen sind ausgez&auml;hlt, der Staatschef erh&auml;lt 76,7 Prozent. Beobachter melden Verst&ouml;&szlig;e Mit einem gro&szlig;en Galakonzert hat die russische F&uuml;hrung den Wahlsieg Putins bei der Pr&auml;sidentenwahl am Sonntag gefeiert. Mehrere tausend Anh&auml;nger des Pr&auml;sidenten lie&szlig;en sich vor den Mauern des Kremls von milit&auml;risch-patriotischen Liedern beschallen. Die kremlnahen K&uuml;nstler Grigori Leps, die Rockgruppe Ljube und andere sangen dem Kremlchef ein St&auml;ndchen, w&auml;hrend unten die Menge fahnenschwenkend auf den Auftritt des Siegers wartete. Wladimir Putin, war sich des Siegs wohl am Morgen sicher, als er in der Moskauer Akademie der Wissenschaften abstimmte. Der Kremlchef, f&uuml;r den das Wahllokal weitr&auml;umig abgesperrt wurde, erkl&auml;rte zuversichtlich, er habe das beste Programm, versicherte den Journalisten, er sei in &ldquo;Arbeitsstimmung&rdquo; und mit jedem Ergebnis zufrieden, das ihn weiterregieren lasse. Dieses Ergebnis hat er: Hochrechnungen zufolge errang er fast 75 Prozent der Stimmen, wie die zentrale Wahlkommission am Sonntag mitteilte. Rekord! Putins st&auml;rkster Herausforderer, der Kommunist Pawel Grudinin, kam auf 11,8 Prozent, dahinter der Rechtspopulist Wladimir Schirinowski mit 5,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag der Nachrichtenagentur Tass zufolge bei knapp 67 Prozent. Und erf&uuml;llte damit nicht ganz die Erwartungen der Pr&auml;sidialadministration. 70 Prozent waren in den letzten Wochen inoffiziell als Ziel gestellt worden, zuletzt hatte der Kreml die Erwartungen auf 65 Prozent heruntergeschraubt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000076383332\/Putin-sichert-sich-vierte-Amtszeit-als-Praesident\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>NATO: sie provoziert und provoziert und provoziert<\/strong><br>\nDie NATO arbeitet offen und erkennbar daran, die Armee der Ukraine zu integrieren. Europa aber verschliesst Augen und Ohren.<br>\nEs ist klar und kann an verschiedensten Orten nachgelesen werden: Die Strategie der USA und der NATO nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1989\/90 war, die NATO bis an die Grenze Russlands zu erweitern, die Russen selbst aber sp&uuml;ren zu lassen, dass sie die Verlierer sind und sie zu isolieren. Die Fehler, die man nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Verlierer Deutschland gemacht und damit den Boden f&uuml;r den Nationalsozialismus saatbereit pr&auml;pariert hatte, hat man 1990, im Gegensatz zum Ende des Zweiten Weltkrieges mit dem Marshall-Plan, verdr&auml;ngt und vergessen.<br>\n(Die gewollte Ausgrenzung Russlands aus Europa hat vor allem damit zu tun, dass die USA Kommunismus und Russland bis und mit heute nicht auseinanderzuhalten verm&ouml;gen. Differenziertes Denken war noch nie die St&auml;rke des Weissen Hauses. Um innenpolitisch stark zu sein, braucht man aber externe Feinde, auch in den USA, und dazu eignen sich sozialistische L&auml;nder nat&uuml;rlich besonders gut.)<br>\nDer Maidan ab Sommer 2013 in Kiev war die ideale Gelegenheit f&uuml;r einen von den USA gesteuerten Regime Change in der Ukraine. Der erste ukrainische Ministerpr&auml;sident nach der &Auml;ra Janukowytsch war Arsenij Jazenjuk, Kandidat und Favorit von US-Repr&auml;sentantin Victoria Nuland. Man erinnere sich an das abgeh&ouml;rte Telefonat &laquo;Fuck EU&raquo;. Schon damals war diese Personalentscheidung der USA keine &Uuml;berraschung, denn Jazenjuk war es, der schon 2008 zusammen mit Staatspr&auml;sident Juschtschenko und Aussenministerin Tymoschenko ein Gesuch f&uuml;r einen Beitritt der Ukraine zur NATO gestellt hatte. Jazenjuk passte deshalb besonders gut ins Szenario.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Politik\/Ukraine-NATO-Anpassung-kompatibel\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert. Kritische und selbstkritische Randnotiz. Hoffnungen auf die EU zu setzen ist vermutlich m&uuml;&szlig;ig. Sie ist in der Hand von NATO\/USA. Leider.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Immer unberechenbarer und aggressiver<\/strong><br>\nWenige Tage nach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Gro&szlig;britannien hat NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg Russland abermals scharf kritisiert. Der Anschlag von Salisbury sei &ldquo;Ausdruck eines bestimmten Musters, das wir seit einigen Jahren beobachten: Russland wird immer unberechenbarer und immer aggressiver&rdquo;.<br>\nNach der illegalen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim, der Stationierung von Truppen in Georgien und zahlreichen Cyberattacken gebe es neue, weitere Bedrohungen. Russland f&uuml;hre neuerdings Nuklearwaffen in Milit&auml;rdoktrin und Milit&auml;r&uuml;bungen zusammen. &ldquo;Das reduziert die Schwelle f&uuml;r den Einsatz von Nuklearwaffen seitens Moskau&rdquo;, sagte Stoltenberg der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. (&hellip;)<br>\nEs bestehe auch &ldquo;die Gefahr, dass die russische Regierung sich schrittweise vom Einsatz konventioneller Waffen in Richtung Nuklearwaffen bewegen k&ouml;nnte&rdquo;. Die NATO-Staaten m&uuml;ssten darum ihre Verteidigungsbereitschaft und ihre F&auml;higkeiten weiter verbessern. &ldquo;Ich denke, dass Kanzlerin Merkel und ihre Kollegen beim NATO-Gipfel im Juli in Br&uuml;ssel neue Entscheidungen treffen werden. Wir m&uuml;ssen wachsam und entschlossen sein&rdquo;, sagte der fr&uuml;here norwegische Ministerpr&auml;sident.<br>\nRussland d&uuml;rfe sich nicht verkalkulieren. &ldquo;Wir sind jederzeit bereit zu antworten, wenn ein Verb&uuml;ndeter milit&auml;risch angegriffen wird. Wir wollen glaubhaft abschrecken. Wir wollen keinen Krieg.&rdquo; Ziel der NATO sei vielmehr die Deeskalation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-russland-stoltenberg-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.R.:<\/strong> wenn ich die Kommentare zu dieser unertr&auml;glich einseitigen Meldung der Tagesschau lese, keimt in mir ein F&uuml;nkchen Hoffnung, dass &ndash; trotz solcher Berichterstattung &ndash; immer mehr Menschen merken, welches &bdquo;Spiel&ldquo; die USA und &bdquo;der Westen&ldquo; eigentlich spielen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Afrin &ndash; kein kurdisches Problem<\/strong><br>\nDer Monat Februar ist f&uuml;r uns Kurden ein besonders schwieriger Monat. Denn an einem 15. Februar wurde der Volksf&uuml;hrer der Kurden Abdullah &Ouml;calan in einem internationalen Akt entf&uuml;hrt. Seitdem befindet er sich als eine Geisel auf der Gef&auml;ngnisinsel Imral&#305;. Seine Entf&uuml;hrung vor den Augen der Welt war eines der dunkelsten und ungerechtesten Kapitel in der kurdischen Geschichte. Als &raquo;St&ouml;rer&laquo; sollte er mundtot gemacht werden und seiner Funktion als Denker nicht mehr nachkommen k&ouml;nnen. Doch der internationale Sonderstatus Imral&#305;, wobei die T&uuml;rkei eigentlich die Rolle des W&auml;chters spielt, konnte &Ouml;calan nicht daran hindern, sein Denken den Kurden zur Verf&uuml;gung zu stellen. Seinen Ideen ist es zu verdanken, dass sie heute im Nahen\/Mittleren Osten die Grundlage f&uuml;r den demokratischen Konf&ouml;deralismus in Nordsyrien gelegt haben. Er hat es geschafft, die Kurden zu &uuml;berzeugen, dass nicht nur sie, sondern auch alle anderen V&ouml;lker des Nahen\/Mittleren Ostens Opfer hegemonialer Politik geworden sind. Dass nicht nur Kurden auf die vier Staaten T&uuml;rkei, Iran, Irak, Syrien aufgeteilt wurden, sondern auch die arabischen St&auml;mme, Assyrer, Armenier, Turkmenen, Tschetschenen Opfer der Teile-und-herrsche-Politik geworden sind. In der Demokratischen F&ouml;deration Nordsyrien (DFNS) bezeichnen sich heute diese Volksgruppen als B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen der autonomen Selbstverwaltung. Durch die Vermittlung &Ouml;calans wird heute eine ganz andere Art der Demokratie geschaffen. Eine Demokratie, die zuallererst auf die Frage der Gleichberechtigung zwischen Frauen und M&auml;nnern eingeht. Diese Gleichberechtigung bildet die Grundlage der sozialen Gerechtigkeit bei jeder der sozialen Gruppen. Dieses Kriterium haben nicht nur Kurden, sondern auch Araber, Assyrer, Turkmenen, Tschetschenen, Aleviten, Christen, &Ecirc;z&icirc;den, Muslime angenommen. Heute wird &Ouml;calan in der DFNS nicht nur als ein F&uuml;hrer der Kurden gesehen, sondern hat die Herzen aller Volksgruppen und Glaubensgemeinschaften der DFNS gewonnen. Seine Ideen und Vorschl&auml;ge f&uuml;r Demokratie und Frieden sind heute auch au&szlig;erhalb Kurdistans angekommen. Er hat den Krieg gegen sich mit seinen Ideen f&uuml;r die Freiheit der Frauen und V&ouml;lker gewonnen.<br>\nAuch der Kanton Afrin in Nordsyrien, der gegenw&auml;rtig beschossen wird, ist Resultat seiner Ideen. Da auch hier das gesellschaftliche Fundament fest sitzt, wird es schwer sein, diesen Kanton v&ouml;llig zu eliminieren. Es kann durchaus sein, dass die Stadt wie in Koban&ecirc; (Ain al-Arab) 2015 in Schutt und Asche gelegt wird, aber der Widerstand zeigt, dass sich die Menschen in Afrin nicht stellen. Diese Einstellung ist zugleich die Sicherheit des Erfolges.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/civaka-azad.org\/afrin-kein-kurdisches-problem\/\">Civaka Azad<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Keine Ahnung? Macht nix!<\/strong><br>\nDie neue SPD-Umweltministerin Svenja Schulze ist keine Expertin f&uuml;r &Ouml;kopolitik. Klingt skandal&ouml;s? Ist aber gute alte Tradition im Ministerium. (&hellip;)<br>\nBarbara Hendricks demonstrierte gerade am Anfang deutliche Schnurzigkeit gegen&uuml;ber Umweltthemen. Und jetzt bei der Regierungsbildung hie&szlig; es pl&ouml;tzlich, Matthias Miersch k&ouml;nne neuer Umweltminister werden. Ein erfahrener Umweltpolitiker, der Feinstaub und Stickoxid auseinanderhalten kann! Allerdings blieb die SPD dem Motto &bdquo;Avanti Dilettanti!&ldquo; treu.<br>\nAber es reicht ja auch v&ouml;llig, wenn Svenja Schulze unfallfrei das Gru&szlig;wort zum Biodiversit&auml;tskongress vorlesen kann. Viel wichtiger ist es, dass sie sich f&uuml;r ihr Mini-Ministerium Verb&uuml;ndete sucht, um die b&ouml;sen schwarzen Jungs bei Landwirtschaft, Verkehr und Energie zu stoppen. Dass sie mit dem Parlament, den denkf&auml;higen Teilen der Industrie, den Verb&auml;nden und Gewerkschaften Allianzen bildet, um die Zukunft vor der Ignoranz der Gegenwart zu retten. Vielleicht kann ja nur ein IG-BCE-Mitglied wie Schulze den Kohleausstieg durchsetzen, so wie nur die CDU die Wehrpflicht abschaffen konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kolumne-Wir-retten-die-Welt\/%215491747\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ahnung ist nicht notwendig, wenn man die richtigen Kontakte hat. Neben Schulze wird in der kommenden GroKO ein gewisse Michelle M&uuml;ntefering als Staatsministerin im Ausw&auml;rtigen Amt <a href=\"http:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/news\/politik\/nrw\/M%C3%BCntefering-wird-Staatsministerin-im-Ausw%C3%A4rtigen-Amt-article3802898.html\">die NRW-SPD vertreten<\/a>. Hat die 37j&auml;hrige Frau M&uuml;ntefering daf&uuml;r eine einzige Qualifikation? Au&szlig;er ihrem Ehemann? Mit solcher Personalpolitik zerst&ouml;rt die SDP auch noch den letzten Rest &bdquo;Vertrauen&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Vorteil der Konservativen<\/strong><br>\n(&hellip;) Eine Vielzahl gro&szlig; angelegter Studien legt nahe, dass Menschen mehrere &ldquo;moralische Rezeptoren&rdquo; haben. So wie Geschmacksrezeptoren bei bestimmten Reizen anspringen (s&uuml;&szlig;, sauer, bitter, salzig&hellip;), springen die Moralrezeptoren bei moralischen Reizen an. Wir alle reagieren beispielsweise intuitiv und unmittelbar, wenn wir sehen, wie jemand verletzt oder unfair<br>\nbehandelt wird. Und genau hierauf bezieht sich Politik &ldquo;links der Mitte&rdquo;. Sie konzentriert ihre politischen Botschaften auf die Hilfe f&uuml;r Opfer und Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Benachteiligte.(&hellip;) Konservative wollen auch helfen und unters&uuml;tzen. Aber nicht nur. Sie wissen n&auml;mlich, dass Menschen f&uuml;r mehr als diese zwei Themen moralisch empf&auml;nglich sind. Wir haben n&auml;mlich auch moralische Rezeptoren f&uuml;r Loyalit&auml;t (Patriotismus, milit&auml;rische Tugenden), Autorit&auml;t (Achtung vor Eltern, Polizei oder Traditionen) und &ldquo;Reinheit&rdquo; (gesellschaftlich und religi&ouml;s). Konservative appellieren auch an diese moralischen Intuitionen. Linke tun so, als g&auml;be es diese anderen Rezeptoren nicht. (&hellip;)<br>\nKonservative dagegen k&ouml;nnen bei vielen ihrer Kernthemen (Sicherheit, Familie, Nationalismus, Traditionspflege etc.) darauf verlassen, dass die allermeisten B&uuml;rger_innen sie intuitiv f&uuml;r richtig halten. Man muss die Kernpositionen nicht erkl&auml;ren, weil sie den meisten schon intuitiv klar sind. (&hellip;)<br>\nAber warum scheint es neuerdings noch schwerer geworden zu sein, bei Wahlen mit einer Politik, die nicht konservativ ist, erfolgreich zu sein? Ein recht offensichtlicher Grund daf&uuml;r ist, dass sich die Rahmenbedingungen immer weiter zu Gunsten der Konservativen ver&auml;ndert haben. (&hellip;) Die Aussichten f&uuml;r rationalere Politik sind also d&uuml;ster. (&hellip;) Der kanadische Philosoph Joseph Heath schl&auml;gt deswegen in seinem sehr klugen Buch Enlightenment 2.0 vor, dass der politische Diskurs durch Verfahrens&auml;nderungen, Konsultationspflichten etc. bewusst verlangsamt und so umgestaltet werden sollte, dass rationalere Entscheidungen wahrscheinlicher werden. Viele Mittel daf&uuml;r sind aus der &ouml;konomischen Verhaltensforschung bekannt &ndash; nur werden sie vor allem f&uuml;r das gegenteilige Ziel eingesetzt, n&auml;mlich unsere Umgebung so zu gestalten, dass wir m&ouml;glichst wenig nachdenken und m&ouml;glichst viel kaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2017\/12\/12\/der-vorteil-der-konservativen\/\">Florian Freistetter  via ScienceBlogs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.G.:<\/strong> Interessante Gedanken, warum es linke Politik zur Zeit sehr schwer hat. Allerdings sollte man den im letzten Abschnitt erw&auml;hnten Philosophen Joseph Heath trotz der hier erw&auml;hnten Ideen einer weiteren kritischen Analyse unterziehen. Denn bez&uuml;glich seines Standpunktes scheint er mir nach einem kurzen &Uuml;berblick seines Werkes bei Wikipedia politisch nicht eindeutig festgelegt zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Des Westen als treuer Verb&uuml;ndeter der Al-Qaida<\/strong><br>\nDas &bdquo;War on Terror&ldquo;-Narrativ bricht vollst&auml;ndig in sich zusammen.<br>\nDie Westen unterst&uuml;tzt massiv die erbarmungslose Bombardierung des Jemens durch eine von Saudi-Arabien gef&uuml;hrte Koalition, die auf unterschiedlichen Ebenen engste Verbindungen zur Al-Qaida im Jemen hat. Enge Vertraute des Exil-Pr&auml;sidenten Hadi sind hochrangige Al-Qaida-Funktion&auml;re. (&hellip;)<br>\nDie Exilregierung des gest&uuml;rzten Pr&auml;sidenten Hadi &ndash; der Verb&uuml;ndete des Westens &ndash; stellt weiterhin die international anerkannte Regierung des Jemen dar. Hadis enge Verbindungen zur Al-Qaida werden hingegen totgeschwiegen. So stehen mindestens vier enge Vertraute aus Hadis Regierungszirkel gar auf globalen Terrorlisten der US-Regierung:<br>\nEiner der drei, Salim al-Qaysi, wurde von Pr&auml;sident Hadi zum Gouverneur der Provinz Al-Bayda ernannt und half in dieser Position der AQAP massiv bei der Expansion in dieser Region. Der zweite, Abdul Wahhab Humayqani, ist der Kopf der gr&ouml;&szlig;ten Salafisten-Partei im Jemen und war Hadis Delegierter bei den Friedensgespr&auml;chen in Genf 2015: Ein Verb&uuml;ndeter des Westens entsendet einen Al-Qaida-Mann zum H&auml;ndesch&uuml;tteln mit UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki-moon. Der dritte, Al-Hasan Ali Abkar, ist der verantwortliche Al-Qaida-Kommandeur der Jawf- und Marib-Gouvernements.<br>\nDer vierte dieser AQAP-Verb&uuml;ndeten &bdquo;unseres&ldquo; Alliierten Hadi, Abd-al-Majid al-Zindani, blickt auf eine lange Zusammenarbeit mit Terrorf&uuml;hrer Osama bin Laden zur&uuml;ck und wird von US-Beh&ouml;rden gar als bin Ladens &bdquo;spiritueller F&uuml;hrer&ldquo; gelistet. Zindani ist Gr&uuml;nder und Kopf der Muslimbr&uuml;der im Jemen und war einer der globalen R&auml;delsf&uuml;hrer im Skandal um die Mohammed-Karikaturen 2005.<br>\nDiesen vier Alliierten werden unz&auml;hlige Verbrechen vorgeworfen: von Terrorfinanzierung und Rekrutierung &uuml;ber Waffenschmuggel bis hin zu Mordanschl&auml;gen auf Politiker und Planung schwerster Terroranschl&auml;ge.<br>\nDie Saudi-Koalition k&auml;mpft in Komplizenschaft mit dem Westen also nicht nur am Boden Seite an Seite mit Al-Qaida-Truppen gegen den gemeinsamen Feind, die Houthi-Rebellen, sondern setzt sich auch f&uuml;r die politische Macht der Al-Qaida ein, indem hohe AQAP-Funktion&auml;re in wichtigen &Auml;mtern der jemenitischen Administration platziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-03-18\/des-westen-als-treuer-verbuendeter-der-al-qaida\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wohnen ist Menschenrecht f&uuml;r alle!<\/strong><br>\nBundesweites B&uuml;ndnis fordert, die Wohnsituation von Arbeitslosengeld-II- und Sozialhilfeberechtigten deutlich zu verbessern<br>\nHartz IV und andere Sozialleistungen sollen das Minimum an Geld gew&auml;hrleisten,das ein Mensch in Deutschland zum menschenw&uuml;rdigen Leben braucht. Das sogenannte soziokulturelle Existenzminimum ist kein Almosen,sondern rechtlich garantiert: durch das Grundgesetz, aber auch durch internationale Vertr&auml;ge wie die UN Konventionen.Grundsicherungsleistungen wie Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe teilen sich auf in den Regelbedarf (aktuell: 416 &euro; f&uuml;r Alleinstehende), Kosten der Unterkunft und eventuelle Mehrbedarfszuschl&auml;ge. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard,der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gew&auml;hrleistet,einschlie&szlig;lich Nahrung, Kleidung,Wohnung, &auml;rztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, &hellip;&ldquo;(Allgemeine Erkl&auml;rung der Menschenrechte,Artikel 25).Eine Wohnung ist mehr als ein Dach &uuml;ber dem Kopf. Eine Wohnung, in der man sich zuhause f&uuml;hlt und vor deren Verlust man keine Angst haben muss,ist Menschenrecht und anerkannte<br>\nGrundvoraussetzung f&uuml;r das psychische Wohl, die Teilhabe an der Gesellschaft und auch die Voraussetzung daf&uuml;r, einen Beruf auszu&uuml;ben. Arbeitslosengeld-II- und Sozialhilfeberechtigte bilden da keine Ausnahme, au&szlig;er dass hier die Angst vor bzw. die Gefahr der Wohnungslosigkeit viel gr&ouml;&szlig;er ist.<br>\nDie Jobcenter und Sozial&auml;mter &uuml;bernehmen die Miete nur bis zu einer bestimmten Obergrenze. Wenn die Miete dar&uuml;ber liegt, zum Beispiel nach einer Mieterh&ouml;hung, werden die betroffenen Mieter*innen aufgefordert, die Wohnkosten zu senken, in der Regel durch einen Umzug. In vielen St&auml;dten besteht allerdings ein gro&szlig;er Mangel an preiswertem Wohnraum, die Mietpreisbremse ist gescheitert. Der vielerorts angespannte Wohnungsmarkt f&uuml;hrt dazu, dass man schon sehr gro&szlig;es Gl&uuml;ck haben muss, innerhalb der von den Kommunen vorgegebenen Obergrenzen eine Wohnung neu anmieten zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/aktuelles\/d\/n\/2328\/\">Tacheles e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Steuergeld hilft B&uuml;rgern, die nicht bed&uuml;rftig sind<\/strong><br>\nDie Politik der Bundesregierung hat mit Umverteilung wenig zu tun. Sie hilft der Mittelschicht, aber die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander. Manager, die Millionenboni kassieren, m&uuml;ssen endlich mitzahlen. (&hellip;)<br>\nNur, leider deutet bisher wenig darauf hin, dass die Gro&szlig;koalition&auml;re verstanden haben, dass sie auf Bew&auml;hrung regieren.<br>\nDie Sorge speist sich aus drei Hinweisen, die fast zeitgleich an die &Ouml;ffentlichkeit drangen. CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn wies Hartz-IV-Bezieher zurecht, den Steuerzahlern, die die staatliche Grundsicherung finanzieren, nicht noch mehr auf der Tasche zu liegen. VW-Chef Matthias M&uuml;ller strich trotz Dieselbetrugsskandal mehr als zehn Millionen Euro an Verg&uuml;tungen f&uuml;r 2017 ein, wobei der Staat hier bewusst auf betr&auml;chtliche Steuereinnahmen verzichtet. Genau das aber empfinden die B&uuml;rger als ungerecht. Die Steuereinnahmen, auf deren Begrenztheit Spahn hinweist, wenn es um Bed&uuml;rftige geht, halten er und die CDU andererseits f&uuml;r verzichtbar, wenn Konzerne sie zahlen sollen.<br>\nUnd, drittens, haben die Parteichefs einen Regierungsvertrag unterschrieben, der finanzielle Wohltaten wie Baukindergeld, Sonderabschreibungen, freie Kitapl&auml;tze und M&uuml;tterrente enth&auml;lt &ndash; die weitgehend an die Mittelschicht gehen. Sechsundvierzig Milliarden Euro sollen zus&auml;tzlich umverteilt werden. Das entspricht ungef&auml;hr der Summe, die der Staat im vergangenen Jahr f&uuml;r Hartz-IV-Leistungen ausgegeben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kommentar-bitte-richtig-umverteilen-1.3907071\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte sehen Sie dazu auch das Video <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43007#h04\">Dre&szlig;ler: Das Sozialsystem der Bundesrepublik Deutschland<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Jens Spahn soll mal einen Monat mit dem Hartz-IV-Regelsatz leben<\/strong><br>\nZerback: Das ist aber ja die gro&szlig;e Frage, weil Jens Spahn w&uuml;rde da entgegenhalten, in Deutschland muss niemand verhungern, und die Solidargemeinschaft, ob die nun wirklich daf&uuml;r sorgen muss, dass Menschen dar&uuml;ber hinaus Geld zur Verf&uuml;gung haben f&uuml;r die Dinge, die Sie jetzt gerade aufgez&auml;hlt haben, etwa um am gesellschaftlichen Leben in dieser Form teilzunehmen. Da w&uuml;rde er ein gro&szlig;es Fragezeichen hinter setzen, weil das muss die Solidargemeinschaft ja auch bereit sein zu zahlen. Glauben Sie, diese Bereitschaft gibt es?<br>\nHannemann: Ich gehe schon davon aus, dass es diese Bereitschaft gibt. Ich meine, das hat ja jetzt auch gestern noch mal das Politbarometer gezeigt, dass &uuml;ber 70 Prozent der Meinung sind, die Regels&auml;tze reichen nicht aus. Was aber Jens Spahn halt wirklich gemacht hat, er spielt Erwerbst&auml;tige gegen Erwerbslose aus, und er vergisst bei seinen ganzen Aussagen, dass auch Hartz-IV-Empf&auml;ngerinnen und -Empf&auml;nger oder Grundsicherungsleistungsempf&auml;nger ja auch Steuern bezahlen mit jedem Einkauf. Sie zahlen Steuern mit der Miete. Also wir finanzieren ja im Grunde genommen die Aussage jetzt von Herrn Spahn. Und das ist nat&uuml;rlich eine ganz gro&szlig;e Ignoranz, die er hier an den Tag gelegt hat.<br>\nZerback: Da ist nat&uuml;rlich die Kernfrage immer wieder in der Diskussion und jetzt auch wieder neu, wie, was schon Armut hei&szlig;t, also woran sich das bemisst, an welchen Faktoren. Wie sehen Sie das?<br>\nHannemann: Also Armut &ndash; es gibt ja diverse Armutsbegriffe, absolute, relative und die gef&uuml;hlte Armut. Ich gehe sehr stark auch auf die gef&uuml;hlte Armut, weil die Menschen &ndash; ich m&ouml;chte ein Beispiel nennen: Hier, die Sandra S. aus Baden-W&uuml;rttemberg, die hatte hier eine Petition gestartet, dass sie auffordert, Jens Spahn soll mal einen Monat mit dem Hartz-IV-Regelsatz leben. Und Sie schreibt einen sehr sch&ouml;nen Satz: Dass sie sich verletzt f&uuml;hlt, dass es ja auch um die Scham geht. Dass sie ihre Scham &uuml;berwindet, jetzt dar&uuml;ber zu reden. Und das finde ich, ist ein ganz wichtiger Satz, weil es ist die Scham. Es geht den Menschen ja gar nicht drum, dass sie jetzt in Saus und Braus leben, sondern sie wollen an der soziokulturellen Teilhabe einfach mitmachen, sie wollen raus gehen. Und Armut grenzt aus und f&uuml;hrt wieder zur&uuml;ck in die eigenen vier W&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/debatte-um-grundsicherung-jens-spahn-soll-mal-einen-monat.694.de.html?dram:article_id=413272\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hat es nennenswerten Widerspruch seitens der SPD gegen Herrn Spahn und insbesondere diese &Auml;u&szlig;erungen gegeben? Fehlanzeige! Bitte lesen Sie dazu auch dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43011#h05\">Giffey: Lieber Arbeit f&ouml;rdern als Hartz-IV-S&auml;tze erh&ouml;hen<\/a>. Was versteht das SPD-Spitzenpersonal eigentlich unter &bdquo;sozialer Gerechtigkeit&ldquo;? Wei&szlig; es eigentlich, wie bzw. unter welchen Verh&auml;ltnissen die hiesige Arbeitnehmerschaft &ndash; Stichwort: (fr&uuml;here) Stammw&auml;hlerschaft &ndash; arbeitet und lebt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>2,3 Millionen f&uuml;r R&uuml;diger Grube zum Abschied<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Bahn-Chef R&uuml;diger Grube hat trotz des Eklats bei seinem R&uuml;cktritt vor gut einem Jahr eine hohe Abschiedszahlung erhalten. Insgesamt zahlte die bundeseigene Deutsche Bahn f&uuml;r 30 Tage Amtszeit im Jahr 2017 die Summe von 2,3 Millionen Euro an ihren fr&uuml;heren Topmanager. Das geht nach Informationen des Tagesspiegels aus Unterlagen zur n&auml;chsten Aufsichtsratssitzung der Bahn (DB) am kommenden Mittwoch hervor.<br>\nEin Bahn-Sprecher verwies auf die Bilanzpressekonferenz der DB n&auml;chsten Donnerstag, in der Bahn-Chef Richard Lutz den Gesch&auml;ftsbericht vorlegen wird. Dort finden sich die Zahlen zu den Geh&auml;ltern aller Vorstandsmitglieder auf Seite 374 im Bericht zur korrekten Unternehmensf&uuml;hrung (Corporate Governance).<br>\nVon den 2,3 Millionen Euro, die Grube erhalten hat, sind demnach 2,251 Millionen Euro &bdquo;Bez&uuml;ge im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung der T&auml;tigkeit&ldquo;. Weitere Angaben finden sich dort nicht. Grubes Vertrag lief formal noch bis Ende 2017. Der 20-k&ouml;pfige Aufsichtsrat unter dem Ende M&auml;rz 2018 ausscheidenden Vorsitzenden Utz-Hellmuth Felcht wird am kommenden Mittwoch unter anderem die Gesch&auml;ftsentwicklung beraten und Beschl&uuml;sse zu den Tantiemen der Manager fassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/nach-dem-ruecktritt-des-ex-bahnchefs-2-3-millionen-fuer-ruediger-grube-zum-abschied\/21082542.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Von solch einer &bdquo;Abschiedszahlung&ldquo; k&ouml;nnen Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lediglich tr&auml;umen &ndash; vor allem wenn sie keine positive Beurteilung erhalten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn lebenswichtige Medikamente knapp werden<\/strong><br>\nApotheker und &Auml;rzte schlagen Alarm: Immer h&auml;ufiger kommt es zu Engp&auml;ssen bei Medikamenten, auch bei solchen gegen lebensgef&auml;hrliche Krankheiten. Die Versorgung ist oft von einem einzigen Hersteller abh&auml;ngig. Der Staat sieht bislang zu. (&hellip;)<br>\nDas passierte in den letzten Jahren h&auml;ufiger. Krebstherapeutika fehlten ebenso wie Antibiotika:<br>\n &ldquo;Ich bin jetzt seit 1985 Krankenhausapotheker, ich mache dass jetzt schon fast &uuml;ber 30 Jahre und so extrem, wie im letzten Jahr, ist mir das noch nie aufgefallen. Fr&uuml;her hatte man bestellt. Und die Ware wurde geliefert. Und letztes Jahr war es so: Du hast bestellt und hast gehofft, dass die Ware geliefert wird und warst gl&uuml;cklich, wenn sie dann gekommen ist. Jede Bestellung war mit Unsicherheit behaftet.&rdquo;<br>\n(&hellip;) &ldquo;Es ist inzwischen so, dass der &uuml;berwiegende Teil der Wirkstoffe und der Pr&auml;parate, die in Deutschland verkauft werden, im Ausland produziert werden, in Indien, in China. Man rechnet so zwischen 75 und 80 Prozent der Wirkstoffe, das bedeutet, dass die Abh&auml;ngigkeit von externen Produzenten, die ja zum Teil unter chaotischen Bedingungen produzieren, beispielsweise in Indien, Umweltprobleme gibt es da, Niedriglohn, schlechte &Uuml;berwachung durch die Beh&ouml;rden und auf solche Produkte setzen wir hier und dann gibt es eben Lieferausf&auml;lle und das kann eben ein ganzes breites Bild von Produkten betreffen.&rdquo;<br>\nKeine gesetzliche Pflicht zur Meldung von Engp&auml;ssen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/arzneimittel-monopole-wenn-lebenswichtige-medikamente-knapp.976.de.html?dram:article_id=412809\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wird die neue CIA-Chefin in Europa festgenommen?<\/strong><br>\nDeutsche Menschenrechtsorganisation hatte schon vor Monaten einen Antrag auf Festsetzung von Gina Haspel gestellt. Debatte in den USA<br>\nDie designierte Direktorin des US-Auslandsgeheimdienstes CIA k&ouml;nnte bei ihrer Einreise in den Schengen-Raum festgenommen werden &ndash; sofern Generalbundesanwalt (GBA) Peter Frank dem Antrag einer in Berlin ans&auml;ssigen Menschenrechtsorganisation folgt. Das Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) hatte bereits Mitte vergangenen Jahres beim GBA Anzeigegegen Haspel gestellt. Bei einer Einreise in den Schengen-Raum solle Haspel wegen Beteiligung an Folter inhaftiert und zur Rechenschaft gezogen werden, hei&szlig;t es in dem Schriftsatz.<br>\nHaspel war von US-Pr&auml;sident Trump im Februar vergangenen Jahres in die F&uuml;hrungsriege der CIA berufen worden und soll nun auf den bisherigen CIA-Chef Mike Pompeo an die Spitze des Nachrichtendienstes zu folgen.<br>\nDas ECCHR argumentiert vor allem mit Haspels Rolle bei der Folter von Gefangenen im CIA-Geheimgef&auml;ngnis in Thailand 2002. Dort habe sie im Jahr 2002 die systematische Misshandlung von Gefangenen t&auml;glich &uuml;berwacht und sei nicht dagegen eingeschritten, hei&szlig;t es seitens des ECCHR.<br>\n&ldquo;Wer foltert, foltern l&auml;sst oder Folter billigt, geh&ouml;rt vor Gericht &ndash; das gilt insbesondere f&uuml;r hochrangige Verantwortliche aus m&auml;chtigen Nationen&rdquo;, sagte ECCHR-Generalsekret&auml;r Wolfgang Kaleck schon im Juni 2017. Die nun erfolgte Bef&ouml;rderung von Haspel zur CIA-Direktorin h&auml;lt er f&uuml;r eine &ldquo;Katastrophe&rdquo;. Der Generalbundesanwalt m&uuml;sse nach dem Weltrechtsprinzip gegen Haspel ermitteln, so Kaleck, zudem sollten Beweismittel gesichert und auf einen Haftbefehl hingewirkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Wird-die-neue-CIA-Chefin-in-Europa-festgenommen-3997978.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Afrin: Die Einnahme einer verlassenen Stadt<\/strong><br>\nAngeblich sollen bis zu 200.000 Einwohner geflohen sein, die YPG haben die Stadt kampflos ger&auml;umt. Freie Bahn f&uuml;r eine demografische Neuordnung im Sinne Erdogans?<br>\nDer t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan verk&uuml;ndete einen wichtigen Sieg an einem symbolischen Tag. Die t&uuml;rkische Armee und die mit ihr verb&uuml;ndete &ldquo;Freie Syrische Armee&rdquo; hatten die vollst&auml;ndige Kontrolle &uuml;ber das Zentrum der Stadt Afrin erlangt, sagte Erdogan nicht ohne Wohlgefallen bei einer Zeremonie in &Ccedil;anakkale, wo er den Jahrestag der Schlacht von Gallipoli feierte (T&uuml;rken nehmen Afrin ein).<br>\nBei der Schlacht im Jahr 1915 erlebten die Briten und Franzosen ein Desaster, so fasste der Spiegel vor zwei Jahren zusammen. Ein Auszug: &ldquo;&lsquo;Eure M&uuml;tter haben euch nur f&uuml;r diesen Tag geboren&rsquo;, hatte ein t&uuml;rkischer Offizier seine Soldaten angespornt. Den Feinden drohte er an: &lsquo;Das Meer wird ihr Grab werden.'&rdquo;<br>\nF&uuml;r Martialisches und Erinnerungen an das osmanische Reich hat der t&uuml;rkische Pr&auml;sident einen gewissen Hang und nichts mag er weniger als Terroristen, sagt er dauernd. Mit dem &ldquo;Terroristenkorridor&rdquo; in Afrin sei seit Sonntagmorgen, 8 Uhr 30 Ortszeit Schluss, da n&auml;mlich drangen t&uuml;rkische Milit&auml;rs und mit der T&uuml;rkei verb&uuml;ndete Einheiten in die Stadt Afrin ein und brachte sie am 58ten Tag der Offensive &ldquo;Olivenzweig&rdquo; vollst&auml;ndig unter Kontrolle, auf jeden Fall das Stadtzentrum.<br>\nSo wird Erdogan von Hurriyet zitiert und die Tagesschau, wie wohl auch viele andere gro&szlig;e Medien, verbreiteten diese Botschaft des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten ans gro&szlig;e internationale Publikum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Afrin-Die-Einnahme-einer-verlassenen-Stadt-3997939.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zw&ouml;lf SPD-Abgeordnete stellen sich gegen Scholz<\/strong><br>\nIn der SPD versch&auml;rft sich die Debatte &uuml;ber die k&uuml;nftige Ausrichtung der Partei. In einem dreiseitigen Thesenpapier, das dem SPIEGEL vorliegt, fordert ein B&uuml;ndnis von zw&ouml;lf j&uuml;ngeren Bundestagsabgeordneten die Parteispitze zu einer Abkehr von &ldquo;neoliberalen Ideen&rdquo; und zu einem grunds&auml;tzlichen Schwenk in steuer- und sozialpolitischen Fragen auf. Zudem stellen sie sich klar gegen die &ldquo;schwarze Null&rdquo;, das Leitbild eines ausgeglichenen Haushalts, dem sich Finanzminister Olaf Scholz verschrieben hat.<br>\n&ldquo;Die schwarze Null ist kein finanzpolitisches Programm und kein eigenst&auml;ndiges Ziel&rdquo;, kritisieren die Autoren, die bei der Bundestagswahl im September allesamt zum ersten Mal ins Parlament einzogen. Die rigorose Sparpolitik m&uuml;sse beendet, die Investitionen in Bildung, Wohnungsbau und die Verkehrsinfrastruktur erh&ouml;ht werden. Scholz hatte zuletzt mehrfach betont, an der &ldquo;schwarzen Null&rdquo; festhalten zu wollen. (&hellip;)<br>\nDie jungen Sozialdemokraten fordern die SPD in dem Papier auf, sich k&uuml;nftig auch nicht um eine klare Haltung in der Verteilungsfrage zu dr&uuml;cken: &ldquo;Hohe Einkommen und gro&szlig;e Verm&ouml;gen m&uuml;ssen endlich wieder einen angemessenen Anteil an der Finanzierung gesellschaftlicher Zukunftsaufgaben tragen&rdquo;, schreiben sie.<br>\nEindringlich warnen die zw&ouml;lf SPD-Abgeordneten ihre Partei davor, den Erneuerungsprozess zu verschleppen. Zu h&auml;ufig seien inhaltliche Konflikte in der SPD zuletzt mit Formelkompromissen &uuml;bert&uuml;ncht worden: &ldquo;Diese Zeit muss vorbei sein.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDas Papier tr&auml;gt den Titel: &ldquo;SPD &ndash; linke Volkspartei im 21. Jahrhundert&rdquo;. Unter den Autoren sind unter anderem die Bielefelder Abgeordnete Wiebke Esdar, 34, und Michael Schrodi, 40, aus F&uuml;rstenfeldbruck. Der Gro&szlig;teil der Unterzeichner errang ein Direktmandat im eigenen Wahlkreis &ndash; auch deshalb m&uuml;ssen sie weniger R&uuml;cksicht auf die offizielle Parteilinie nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-zwoelf-abgeordnete-stellen-sich-gegen-finanzminister-olaf-scholz-a-1198409.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.M.:<\/strong> Erneuerung in der GroKo oder frischer Wind in der SPD. Da sag ich nur Gl&uuml;ck auf!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das <a href=\"https:\/\/michael-schrodi.de\/workspace\/media\/static\/thesenpapier-der-jungen-neuen-5aabe007e8212.pdf\">Thesenpapier<\/a> ist zu begr&uuml;&szlig;en. Zu hoffen ist, dass die zw&ouml;lf Abgeordneten lediglich ein Anfang sind. Zu bef&uuml;rchten ist jedoch, dass der kommissarische Parteivorsitzende Scholz und die derzeitige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Nahles am neoliberalen &bdquo;Sparprogramm&ldquo; festhalten und ihre Positionen durchsetzen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Millionen von Facebook-Nutzern unfreiwillig psychologisch vermessen<\/strong><br>\nEine dubiose Firma hat Millionen von Psychogrammen &uuml;ber Facebook-Nutzer erstellt und f&uuml;r politische Beeinflussungs-Kampagnen verwendet. Das ist der eigentliche Skandal hinter dem angeblichen Datenleck bei Facebook, das am Wochenende die Leitmedien bewegte. Die Nutzer hatten nie ihr Einverst&auml;ndnis gegeben, ja noch nicht einmal gewusst, dass ihre &bdquo;Likes&ldquo; und Texteintr&auml;ge genutzt werden, um sie mit Propaganda zu beliefern.<br>\nDer Fall demonstriert, wie unkritisch und duldsam wir alle inzwischen hinnehmen, dass die Spuren, die unsere Internet-Nutzung hinterl&auml;sst, dazu genutzt wird, uns individualisierte Inhalte und zielgerichtete Informationen auf den Bildschirm zu spielen. Google und Facebook sind damit zu den profitabelsten Unternehmen der Welt geworden. Und auch der Springer-Konzern macht schon 71% seines Umsatzes mit Werbung, gro&szlig;teils aus dem Internet.<br>\nIst es da ein Wunder, dass auch die Polizei begehrlich auf den Datenschatz im Internet schielt. Im Entwurf zum neuen Bayerischen Polizeigesetz ist schon mal vorgesehen, dass Apple, Google, Facebook &amp; Co den Zugriff auf Emails, Likes und Freundeslisten zulassen m&uuml;ssen. Gut m&ouml;glich, dass dieses Gesetz zur Mustervorlage f&uuml;r alle anderen Bundesl&auml;nder werden wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/millionen-von-facebook-nutzern-unfreiwillig-psychologisch-vermessen\">Police IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Giftanschlag von Salisbury: Britische Polizei findet Putins Ausweis am Tatort<\/strong><br>\nNun d&uuml;rften auch die letzten Zweifel an der T&auml;terschaft Russlands bei der Vergiftung des russischen Ex-Spions Sergei Skripal ausger&auml;umt sein. Wie die britische Regierung heute mitteilte, wurde der Ausweis des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin am Tatort in Salisbury entdeckt.<br>\nLaut der britischen Premierministerin Theresa May wurde der Ausweis erst jetzt bei einer erneuten Untersuchung des Tatorts gefunden, weil er unter einem Laubblatt lag.<br>\n&ldquo;Russland hat jetzt 24 Stunden Zeit, Wladimir Putin auszuliefern, damit er in London befragt werden kann&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Stellungnahme der britischen Regierung. &ldquo;Andernfalls werten wir das als Schuldeingest&auml;ndnis.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/03\/putin-salisbury.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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