{"id":4303,"date":"2009-10-30T09:23:43","date_gmt":"2009-10-30T08:23:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4303"},"modified":"2009-10-30T09:27:32","modified_gmt":"2009-10-30T08:27:32","slug":"hinweise-des-tages-1009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4303","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Arbeitsmarkt im Oktober; Insolvenzverwalter als Abwickler; Business as usual im Casino; Koalitionsvertrag ein Programm f&uuml;r Kabaretts; wer kann sparen; Datenskandale bei der Jobb&ouml;rse, Telekom und Postbank; Currywurst mit Giftsauce; Obama geht an Reiche und Banken ran; Afghanistan t&auml;uschen und tarnen; Asterix wird 50. (WL\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Arbeitsmarkt im Oktober 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Insolvenzverwaltung: Kontrollfreie Todeszone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Tarifvertrag f&uuml;r Geb&auml;udereiniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Nichts dazugelernt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">George Soros: Die Herde braucht Z&auml;une<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Hedgefonds soll Millionen f&uuml;r Insider-Wissen bezahlt haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Staatsanw&auml;lte nehmen deutschen Hedgefonds-Manager fest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Rudolf Hickel: &raquo;Programm f&uuml;r Kabaretts und linke &Ouml;konomen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Sighard Neckel: Deutschlands schlechtes Gewissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">1. Halbjahr 2009: Sparquote mit 11,2% auf Vorjahresniveau <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Verm&ouml;gen in Deutschland zunehmend ungleich verteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Stellungnahme zum Entwurf des Brandenburger Koalitionsvertrages<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ein Disput zwischen Thomas Fricke und Hans-Werner Sinn &uuml;ber Steuersenkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Datensch&uuml;tzer kritisieren Jobb&ouml;rse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Telekom spitzelte trotz Warnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Datenmissbrauch durch Postbank:Was die Vermittler &uuml;ber Kunden wussten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Currywurst mit Giftsauce<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Externe Mitarbeiter in deutschen Bundesministerien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">EU l&auml;sst fundamentale M&auml;ngel am Lobbyregister bestehenDie Europ&auml;ische Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Hamurger Kunst- und Kulturschaffende: &laquo;Wir sind das Alibi f&uuml;r Hamburg&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Reiche sollen US-Gesundheitsreform finanzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Obamas drastische Pl&auml;ne. US-Banken an der Leine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Luftangriff in Afghanistan: Vertuschungstaktik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Afghanistan: Im Hexenkessel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Anzeigenkrise: S&uuml;ddeutscher Verlag streicht noch mehr Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Asterix und seine Gallier haben Geburtstag<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4303&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Oktober 2009<\/strong><br>\nIm Oktober 2009 wurden von der Statistik der BA insgesamt 3,229 Millionen Arbeitslose registriert, 232.000 bzw. 7,7% mehr als im Oktober 2008. Von diesen 3,229 Millionen Arbeitslosen waren 1,074 Millionen (33,3%) im Rechtskreis SGB III und 2,155 Millionen (66,7%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert. Als Arbeitsuchende waren im Oktober 2009 insgesamt 5,940 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 524.000 (9,7%) mehr als im Oktober 2008.<br>\n5,867 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II).<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/091030_hinweise_biaj_arbeitsmarkt_im_oktober_2009.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. [PDF &ndash; 204 KB]<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>Die Wirtschaftskrise zeigt sich auch im Oktober auf dem Arbeitsmarkt. Allerdings hat sich die Entwicklung in den letzten Monaten etwas beruhigt. Eine Trendwende ist aber nicht erkennbar.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>so fasste der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Frank-J. Weise, die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Oktober 2009 zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/nn_27030\/zentraler-Content\/Pressemeldungen\/2009\/Presse-09-075.html%20\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Arbeitsmarkt: Gesch&ouml;nte Wirklichkeit<\/strong><br>\nWir stehen vor einem Wunder. W&auml;hrend die deutsche Wirtschaft so stark schrumpft wie noch nie und die Krise noch immer weite Teile der Welt fest im Griff hat, sinkt bei uns die Arbeitslosigkeit, zum vierten Mal in Folge. Es scheint, als koppelte sich eine der f&uuml;hrenden Exportnationen einfach von der globalen &ouml;konomischen Katastrophe ab. Die Entlassungswelle nach der Bundestagswahl, von vielen bef&uuml;rchtet, hat es nicht gegeben.-&nbsp; Dennoch haben die Betriebe mangels Auftr&auml;gen ein Drittel ihrer Maschinen eingemottet, entsprechend ist das Personal, das sie bedient, im Prinzip &uuml;berfl&uuml;ssig. Und ein genauer Blick in die Statistiken der Arbeitsagenturen zeigt, dass die N&uuml;rnberger Zahlen von der Politik gesch&ouml;nt sind &ndash; dass in Wahrheit derzeit mindestens f&uuml;nf Millionen Menschen ohne Besch&auml;ftigung sind, nicht 3,2 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2936427?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ohne auf die Tricksereien der BA einzugehen, die bereits einen Vergleich mit den Daten des Vorjahres unm&ouml;glich machen, reicht es einfach aus, sich vor Augen zu f&uuml;hren, da&szlig; mehr als 1,4 Millionen Menschen in Kurzarbeit sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kontrollfreie Todeszone<\/strong><br>\nArcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert G&ouml;rg ist bei Quelle gescheitert. Bei Karstadt k&ouml;nnte er dieselben Fehler machen &ndash; ihn konrolliert niemand. Zudem bezieht er ein Millionenhonorar, das nicht erfolgsabh&auml;ngig ist.<br>\nDie Folgen von Fehlern oder &ldquo;Fehleinsch&auml;tzungen&rdquo; der Insolvenzverwalter tragen Gl&auml;ubiger und Mitarbeiter, sagt Haarmeyer, Insolvenzrechtsprofessor am Rhein-Ahr-Campus Remagen: &ldquo;Wir gehen mittlerweile davon aus, dass ungef&auml;hr ein materieller Schaden in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 10 Mrd. Euro durch schlechte, nicht sanierende Insolvenzverwaltung eintritt, und dass wir j&auml;hrlich mindestens 100.000 bis 150.000 Arbeitspl&auml;tze einfach infolge schlechter Insolvenzverwaltung verlieren.&rdquo;<br>\nSo kommt es, dass in Deutschland 97 Prozent der insolventen Unternehmen schlie&szlig;en m&uuml;ssen &ndash; wie Quelle. In &Ouml;sterreich sind es nur 65 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/:insolvenzverwalter-bei-karstadt-kontrollfreie-todeszone\/50029409.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Tarifvertrag f&uuml;r Geb&auml;udereiniger<\/strong><br>\nNach &uuml;ber einer Woche Streik haben sich die Arbeitgeber des Geb&auml;udereiniger-Handwerks mit der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf einen neuen Tarifvertrag &uuml;ber zwei Jahre geeinigt. Am 1. Januar erh&ouml;hen sich die L&ouml;hne und Ausbildungsverg&uuml;tungen im Westen um 3,1 Prozent, im Osten um 3,8 Prozent. In der zweiten Stufe erh&ouml;ht sich der Tarif erneut um 1,8 Prozent im Westen und 2,5 Prozent im Osten. Die Stundenl&ouml;hne in der untersten Tarifgruppe, die zugleich der neue Mindestlohn in der Branche sein soll, betragen dann 8,55 Euro im Westen und 7,00 Euro im Osten. F&uuml;r die Monate Oktober bis Dezember dieses Jahres werden die alten Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r IG BAU-Mitglieder &ndash; auch Neueingestellte &ndash; wieder in Kraft gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igbau.de\/db\/v2\/inhalt.pl?e1=1&amp;e2=1&amp;did=10928&amp;mode=detail&amp;persid=1256810671.21496\">IG BAU<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Wir haben einen enormen Mitgliederzuwachs<\/strong><br>\nGewerkschaft wertet den Arbeitskampf im Reinigungsgewerbe als Erfolg. Ein Gespr&auml;ch mit Klaus Wieseh&uuml;gel, Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/10-30\/049.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nichts dazugelernt<\/strong><br>\nBei Festverzinslichen setzen die Investoren wieder auf Ramschpapiere &ndash; h&auml;ufig ohne zu wissen, was diese wirklich wert sind. Sie wiederholen einen Fehler, der schon oft zum Absturz gef&uuml;hrt hat. Wer glaubt, den Investoren sei nach der Finanzkrise der Appetit auf Risiko vergangen, der irrt. Es wird wieder gezockt. Grund ist der Mangel an Alternativen: Wegen der laxen Geldpolitik der Notenbanken werfen weder Geldmarktpapiere oder Staatsanleihen noch solide Unternehmenstitel derzeit ausk&ouml;mmliche Renditen ab. Doch der Druck, das Geld anzulegen, ist gro&szlig;. Experten reden bereits vom Anlagenotstand. Wer noch nicht investiert ist, f&uuml;rchtet, die besten Chancen verpasst zu haben, und langt nun umso beherzter zu &ndash; und umso un&uuml;berlegter. Die Suche nach ein bisschen mehr Rendite f&uuml;hrt zu einer Situation, die sich selbst k&uuml;hne Investmentbanker zu Jahresbeginn kaum vorstellen konnten. Da wurde prognostiziert, dass es noch sehr lange dauern w&uuml;rde, bis Ramschanleihen wieder Abnehmer finden. Fondsmanager schlossen den Kauf solcher Papiere zwar nicht aus, betonten aber, es komme auf die Auswahl und eine grundlegende Pr&uuml;fung des Unternehmens an. Ein gutes halbes Jahr sp&auml;ter ist es bei vielen vorbei mit den guten Vors&auml;tzen. Nicht nur, dass die Zinsaufschl&auml;ge auch bei Junk-Bonds sinken; teilweise m&uuml;ssen Investoren sogar Vertragsstrukturen akzeptieren, die sie bei einer Pleite des Unternehmens schlechter stellen.Der Kampf mancher Verm&ouml;gensverwalter und Fondsmanager um diese Anleger nimmt schon unseri&ouml;se Z&uuml;ge an &ndash; etwa wenn dem Anleger ein Fonds mit Ramschanleihen als Ersatz f&uuml;rs Tagesgeld angeboten wird. Pech f&uuml;r den, der das nicht erkennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/:anleihenmarkt-nichts-dazugelernt\/50029609.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>George Soros: Die Herde braucht Z&auml;une<\/strong><br>\nDie Regulierer k&ouml;nnen nicht darauf bauen, dass der Markt seine Exzesse selbst korrigiert. Harte Reformen sind n&ouml;tig, von Verschuldungsgrenzen bis hin zur Zerschlagung von Banken &ndash; aber noch nicht jetzt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:gastkommentar-george-soros-die-herde-braucht-zaeune\/50029995.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie meinte Soros in einem Interview: &ldquo;Ich verstehe die M&auml;rkte besser, deswegen habe ich Geld verdient und deswegen kenne ich die Fehler der M&auml;rkte.&rdquo; Wer kann einem widersprechen, dessen verwaltetes &ldquo;Verm&ouml;gen&rdquo; mitten in der Krise (Juli 2008 bis Juli 2009) um mehr als 40 Prozent &ndash; auf 24 Milliarden Dollar anstieg.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hedgefonds soll Millionen f&uuml;r Insider-Wissen bezahlt haben<\/strong><br>\nNeue Enth&uuml;llung im Galleon-Skandal: Hunderte Millionen Dollar soll der US-Hedgefonds laut &ldquo;Financial Times&rdquo; f&uuml;r exklusive Informationen hingebl&auml;ttert haben. Den erkauften Wissensvorsprung habe der Milliard&auml;r Raj Rajaratnam dann illegal zu Geld gemacht haben.<br>\nIn der wohl gr&ouml;&szlig;ten Insider-Aff&auml;re eines US-Hedgefonds aller Zeiten hatten die Beh&ouml;rden vor zwei Wochen Rajaratnam und f&uuml;nf angebliche Komplizen festgenommen. Sie sollen durch vertrauliche Informationen unerlaubt Aktiengewinne von 20 Millionen Dollar eingestrichen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,658108,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Staatsanw&auml;lte nehmen deutschen Hedgefonds-Manager fest<\/strong><br>\nEr kommt aus Aschaffenburg und hat Berichten zufolge Hunderte Millionen Euro seiner Kunden veruntreut. Zu den Opfern des deutschen Hedgefonds-Managers sollen Finanz-Profis wie Barclays und BNP Paribas z&auml;hlen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft den Mann festgenommen.<br>\nDen Banken ist dem Amtsgereicht W&uuml;rzburg zufolge ein Schaden von bis zu 280 Millionen Dollar entstanden. Der Verlust wird voraussichtlich nicht ersetzt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,658159,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rudolf Hickel: &raquo;Programm f&uuml;r Kabaretts und linke &Ouml;konomen&laquo;<\/strong><br>\njw: Gerade aus der FDP kommt immer wieder das Argument, Steuersenkungen w&uuml;rden die Konjunktur ankurbeln. Hat dieses Rezept jemals funktioniert?<br>\nHickel: Diese Politik &ndash; damals &raquo;Reaganomics&laquo; genannt &ndash; ist schon unter Pr&auml;sident Ronald Reagan in den USA gescheitert. Zweitens haben wir noch die Erfahrung mit der Regierung von SPD und Gr&uuml;nen in Erinnerung. 2001 und 2002 setzten sie eine riesige Steuerreform durch &ndash; die Wirtschaft wurde dadurch keineswegs angekurbelt, sie rutschte vielmehr in die Krise der sogenannten New Economy. Man sollte also gelernt haben, da&szlig; Steuersenkungen letztlich den Druck auf den Staat erh&ouml;hen und dessen Schulden nach oben treiben. Und wenn die FDP jetzt fordert, die Ausgaben zu senken, dann laufen wir auf eine prozyklische Politik zu, wie sie Deutschland anfangs der 30er Jahre unter Reichskanzler Heinrich Br&uuml;ning erlebte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/10-30\/030.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sighard Neckel: Deutschlands schlechtes Gewissen<\/strong><br>\nDer Korporatismus lebte davon, dass m&auml;chtige Interessengruppen und Verb&auml;nde aneinander nicht vorbei kamen und daher besser in Aushandlungsrunden eintraten als aufw&auml;ndige Konfrontationen zu betreiben. Heute herrscht eher ein Klientelismus mit schlechtem Gewissen vor, weshalb jede Seite so tut, als haben man nur das allgemeine Wohl im Sinn, wenn man Politik f&uuml;r die eigenen Leute macht. Wenn Guido Westerwelle vielleicht sogar sich selbst einreden will, dass die Beschr&auml;nkung auf eine Grundsicherung im Gesundheitswesen im Interesse aller und Steuersenkungen f&uuml;r h&ouml;here Einkommen von allgemeinem Vorteil sei, so w&uuml;nscht man doch fast schon den Lobbyisten alten Schlags zur&uuml;ck, der sich staatsm&auml;nnische Reden f&uuml;r die hohen Feiertage aufhob, ansonsten aber wusste, wem er zu dienen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/?em_cnt=2045328&amp;\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>1. Halbjahr 2009: Sparquote mit 11,2% auf Vorjahresniveau <\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltspartag am 30.&nbsp;Oktober mitteilt, lag in den ersten sechs Monaten diesen Jahres die Sparquote aller privaten Haushalte saisonbereinigt bei 11,2% ihres verf&uuml;gbaren Einkommens. Je Einwohner wurden durchschnittlich 180&nbsp;Euro monatlich zur Seite gelegt, der gleiche Betrag wie im vergangenen Jahr. F&uuml;r die privaten Haushalte zusammen ergibt sich in der ersten Jahresh&auml;lfte eine Summe von 89&nbsp;Milliarden Euro.<br>\nW&auml;hrend die wirtschaftliche Entwicklung einbrach &ndash; das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen fiel im ersten Halbjahr um 5,4% gegen&uuml;ber dem ersten Halbjahr 2008 (preisbereinigt &ndash;&nbsp;6,8%) &ndash; konnten sich Einkommen, Konsum und Sparen der privaten Haushalte auf dem Vorjahresniveau halten.<br>\nDie privaten Haushalte verwendeten ihr Gespartes sowohl f&uuml;r ein breites Spektrum an Finanzanlagen als auch f&uuml;r den Kauf von Sachverm&ouml;gen. Im Jahr 2008 t&auml;tigten private Haushalte Nettoinvestitionen &ndash; das hei&szlig;t Bruttoinvestitionen minus Abschreibungen &ndash; in H&ouml;he von 44&nbsp;Milliarden Euro. Dies waren vor allem Investitionen in den Wohnungsbau.<br>\nDie von der Deutschen Bundesbank erstellte Finanzierungsrechnung zeigt, dass die Haushalte im Jahr 2008 rund 120&nbsp;Milliarden Euro neu an Geldverm&ouml;gen gebildet haben. Zuf&uuml;hrungen gab es vor allem bei direkten Bankeinlagen (121&nbsp;Milliarden Euro), bei Versicherungen (41&nbsp;Milliarden Euro) sowie bei Investmentzertifikaten (6&nbsp;Milliarden Euro). Wertpapieranlagen wie Aktien und Rentenpapiere waren nicht gefragt, ihr Bestand wurde deutlich reduziert (&ndash;&nbsp;53&nbsp;Milliarden Euro).<br>\nBei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass aus den makro&ouml;konomischen Berechnungen in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nur das Sparen der privaten Haushalte insgesamt und ein Durchschnittswert ermittelt werden kann. Je nach Sparneigung und Einkommen gibt es nat&uuml;rlich sehr deutliche Unterschiede beim Sparen der einzelnen Haushalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/10\/PD09__410__811,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant zu wissen, dass im Jahr 2008 die <a href=\"upload\/pdf\/091030_hinweise_sparquote.pdf\">Sparquote in Gro&szlig;britannien bei 1,7%, in den USA bei 2,7% lag. [PDF &ndash; 48 KB]<\/a><\/em><\/p>\n<p>&Uuml;ber den vom Statistischen Bundesamt offen gelassenen Zusammenhang von Sparneigung und Einkommen erfahren Sie mehr in:<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Verm&ouml;gen in Deutschland zunehmend ungleich verteilt<\/strong><br>\nDie Ungleichheit bei der Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland ist in den letzten Jahren weiter gewachsen. Bei Anrechnung aller Verbindlichkeiten verf&uuml;gte das wohlhabendste Zehntel der erwachsenen Bev&ouml;lkerung im Jahr 2007 &uuml;ber 61,1 Prozent des privaten Verm&ouml;gens. 2002 waren es noch 57,9 Prozent. Auf das reichste Hundertstel konzentrieren sich allein knapp 23 Prozent des Nettoverm&ouml;gens. Dagegen besa&szlig;en die weniger wohlhabenden 70 Prozent der Erwachsenen 2007 nur knapp neun Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens &ndash; rund 1,5 Prozentpunkte weniger als 2002.<br>\nNach Berechnung der Wissenschaftler am Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) haben etwa zwei Drittel der erwachsenen Bev&ouml;lkerung netto kein oder nur ein geringes Geld- oder Sachverm&ouml;gen. 27 Prozent aller Erwachsenen besitzen netto gar kein Verm&ouml;gen, oder sie haben unter dem Strich sogar mehr Schulden als Eigentum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_fofoe_2009_01_21.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 87.8 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stellungnahme zum Entwurf des Brandenburger Koalitionsvertrages<\/strong><br>\nDas Mitglied des Landesausschusses Brandenburg der Linkspartei, Sven Kindervater, nahm am Donnerstag ausf&uuml;hrlich zum Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen SPD und der Partei Die Linke Stellung. In seinem Text hei&szlig;t es: Der Vertrag ist das Schlimmste, was ich mir je h&auml;tte vorstellen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/10-30\/052.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Kr&auml;ftige Anpasserei der Linkspartei: Zustimmung zu Lissabon und zum Abbau des &Ouml;ffentlichen Dienstes in Brandenburg. Dabei muss man wissen, dass Brandenburg bei der Relation von &ouml;ffentlich Bediensteten zur Einwohnerzahl im Bundesdurchschnitt liegt. Die Konsequenzen der R&uuml;cknahme staatlicher T&auml;tigkeit werden in der Stellungnahme von Sven Kindervater anschaulich geschildert. Grotesk. Grotesk aber auch von der Brandenburger SPD, diesen Kurs weiter zusteuern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Disput zwischen Thomas Fricke und Hans-Werner Sinn &uuml;ber Steuersenkungen<\/strong><br>\nVor einer Woche kam uns irgendwie widerspr&uuml;chlich vor, dass die Institute bei der Vorstellung des Herbstgutachtens&nbsp;vor Steuersenkungen auf Pump abgeraten haben &ndash; der Chef des Ifo-Instituts genau das aber kurz darauf f&uuml;r gut erkl&auml;rte. Heute hat Hans-Werner Sinn dazu eine kleine Mail geschickt. Hier ist der folgende Mailaustausch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2179&amp;blogId=10\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Datensch&uuml;tzer kritisieren Jobb&ouml;rse<\/strong><br>\nDie Jobb&ouml;rse der Bundesagentur steht in der Kritik. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sagte, das Stellenportal im Internet lade &ldquo;zum Missbrauch geradezu ein&rdquo;. Bewerberdaten seien vor Kriminellen n&auml;mlich keinesfalls sicher, so Schaar. Diese nutzten sie, um pers&ouml;nliche Kontakte anzubahnen.<br>\nNach der Anmeldung bekomme der Arbeitgeber eine pers&ouml;nliche Identifikationsnummer zugeschickt, mit dieser k&ouml;nne bereits ein Teil der Bewerberdaten in nicht mehr anonymisierter Form eingesehen werden. Jeder k&ouml;nne so Bewerbungsunterlagen anfordern, mit Adresse, Telefonnummer, Geburtsdaten, Zeugnissen und Lebenslauf &ndash; egal, ob er einen Job zu vergeben habe oder nicht.<br>\nSchaar forderte die Bundesagentur auf, &ldquo;dieses Einfallstor f&uuml;r Datenmissbrauch unverz&uuml;glich zu schlie&szlig;en&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.gmx.de\/;s=666;home=Finanzen%2520Artikel%25201;nid=272322\/news?auswahl=3\">gmx<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Telekom spitzelte trotz Warnung<\/strong><br>\nEin renommierter Anwalt riet der Telekom im August 2005 davon ab, Telefonverbindungen illegal zu erheben, um Aufsichtsr&auml;te zu bespitzeln. Das absurde Ergebnis: Die konzerneigene Sicherheitstruppe begann richtig zu schn&uuml;ffeln.<br>\nAuch f&uuml;r Zumwinkel und Ricke wird es eng: Bis Weihnachten will die Staatsanwaltschaftentscheiden, ob sie die beiden einst m&auml;chtigsten M&auml;nner des T-Konzerns ebenfalls vor Gericht stellt. Und auch sie haben sich durch juristischen Rat indirekt selbst belastet: So hatte Zumwinkel den renommierten D&uuml;sseldorfer Anwalt Michael Hoffmann-Becking als Berater angeheuert. Und der hat der Staatsanwaltschaft berichtet, bei einem Gespr&auml;ch von ihm mit Ricke und Zumwinkel seien erfasste Telefondaten eines Aufsichtsrates erw&auml;hnt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/wirtschaft\/news\/775893\/Telekom-spitzelte-trotz-Warnung.html\">Rheinische Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Datenmissbrauch durch Postbank:Was die Vermittler &uuml;ber Kunden wussten<\/strong><br>\nDie Postbank hat auf Kritik von Finanztest am mangelhaften Datenschutz reagiert und ihren freien Vertriebsmitarbeitern den Zugang zu ihren Datenbanken versperrt. Das war auch dringend geboten. Denn das System machte die Postbank-Kunden zu gl&auml;sernen Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.test.de\/themen\/geldanlage-banken\/meldung\/-Datenmissbrauch-durch-Postbank\/1820303\/1820303\/\">test.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Currywurst mit Giftsauce<\/strong><br>\n20 verschiedene Chemikalien in der Sauce.<br>\nAlles voller Pestizide: Nach der Analyse von Kr&auml;utern und Gew&uuml;rzen beklagt Greenpeace schwere M&auml;ngel im Verbraucherschutz. Discounter &ldquo;Real&rdquo; hat daraufhin Trocken-Petersilie aus dem Verkauf genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/konsum\/artikel\/1\/currywurst-mit-gifttsauce\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Externe Mitarbeiter in deutschen Bundesministerien<\/strong><br>\nNeben Beamten und Angestellten arbeiten seit mehreren Jahren auch externe Mitarbeiter in deutschen Bundesministerien. Dabei handelt es sich nicht um klassische Freie Mitarbeiter, die von den Beh&ouml;rden finanziert werden, sondern um Personal aus der Privatwirtschaft, aus Verb&auml;nden und Interessengruppen, die weiterhin Angestellte ihres eigentlichen Arbeitgebers bleiben und von diesem bezahlt, zeitweilig in Bundesministerien t&auml;tig sind. Teilweise geschieht dies im Rahmen eines seit 2004 etablierten Personalaustauschprogramms, teilweise in Formen die in Ver&ouml;ffentlichungen der Bundesregierung mit &bdquo;externe Mitarbeiter&ldquo;, &bdquo;Entsendung&ldquo; und &bdquo;Abordnung&ldquo; bezeichnet werden. Beobachter sehen darin eine neue Dimension des Lobbyismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Externe_Mitarbeiter_in_deutschen_Bundesministerien%20\">Wikipedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein informativer Eintrag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>EU l&auml;sst fundamentale M&auml;ngel am Lobbyregister bestehen<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission hat gestern die offizielle&nbsp;Auswertung ihres im Juni 2008 eingef&uuml;hrten freiwilligen Lobbyregisters vorgestellt. Nach der einj&auml;hrigen &bdquo;Probezeit&ldquo; wird es kleine Verbesserungen geben, fundamentale M&auml;ngel des Registers bleiben jedoch bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/10\/eu-lasst-fundamentale-mangel-am-lobbyregister-bestehen\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>&laquo;Wir sind das Alibi f&uuml;r Hamburg&raquo;<\/strong><br>\nHamburger Kunst- und Kulturschaffende fordern in einem Manifest ein Umdenken in der st&auml;dtischen Politik.<br>\nDie Unterst&uuml;tzer des Manifests kritisieren, dass die Hamburger Politik das &laquo;Image der Kreativstadt in die Welt setzt und hinter den Kulissen soziale Segregation und kulturelle Ver&ouml;dung produziert&raquo;. Die Kunst- und Kulturschaffenden seien nicht l&auml;nger gewillt, als Aush&auml;ngeschild dieser vermeintlichen &laquo;Kreativstadt&raquo; zu dienen. &laquo;Wir sind das Alibi f&uuml;r Hamburg, mit dem f&uuml;r kurzfristige Event- und Marketingprojekte geworben wird&raquo;, kritisierte der Schauspieler Peter Lohmeyer. St&auml;dte seien keine Marke, sondern lebten von Durchmischung und Kreativit&auml;t, sagte Ted Gaier von der Hamburger Band Die Goldenen Zitronen.<br>\nDie Botschaft an die Politik laute, dass sich die Kreativen weigerten, &uuml;ber die Stadt in Marketing-Kategorien zu sprechen, hei&szlig;t es in dem Manifest. Zu den zahlreichen Unterzeichnern des Textes z&auml;hlen neben vielen Hamburger Musikern und Bands, wie Jan Delay, Samy Deluxe oder Fettes Brot auch K&uuml;nstler wie Daniel Richter oder die K&ouml;chin und Autorin Sarah Wiener. Das Manifest ist im Internet abrufbar und kann dort unterzeichnet werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.charivari.com\/aktuell\/meldungen\/article\/wir-sind-das-alibi-fuer-hamburg.html?tx_ttnews[backPid]=5&amp;cHash=752b386446\">Charivari<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.buback.de\/nion\/index.php#signin\">Das Manifest<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Reiche sollen US-Gesundheitsreform finanzieren<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne des US-Pr&auml;sidenten hatten auch in seiner Partei f&uuml;r heftigen Streit gesorgt. Doch jetzt steht er, der Gesetzentwurf der Demokraten im Repr&auml;sentantenhaus &ndash; ein Hoffnungsschimmer f&uuml;r 46 Millionen nicht krankenversicherte US-B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:obamas-groesste-baustelle-reiche-sollen-us-gesundheitsreform-finanzieren\/50030337.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn unter ganz anderen Vorzeichen, hierzulande planen Schwarz\/Gelb geradezu das Gegenteil von einer Belastung der Reichen. Mit der Kopfpr&auml;mie werden die oberen&nbsp; Einkommen entlastet, sie k&auml;me also einer Umverteilung von unten nach oben gleich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Obamas drastische Pl&auml;ne. US-Banken an der Leine<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Barack Obama zieht drastische Konsequenzen aus der Finanzkrise und will Wall-Street-Banken unter strikte staatliche Kontrolle zwingen. Hierzu will er einem Gesetzentwurf zufolge einen m&auml;chtigen neuen Ausschuss aus der Taufe heben. H&auml;lt dieser ein Institut f&uuml;r eine Gefahr f&uuml;r das Finanzsystem, k&ouml;nnen die Beh&ouml;rden es in Zukunft umbauen oder sogar abwickeln und dabei auch Manager feuern, Geh&auml;lter kappen und &Uuml;bernahmen blockieren. In dem am Dienstag (Ortszeit) vorgelegten Entwurf &ndash; dem Kernst&uuml;ck von Obamas Reformen zur Finanzmarkt-Aufsicht &ndash; will die Regierung zudem die Kosten f&uuml;r k&uuml;nftige Rettungsaktionen der Branche selbst aufb&uuml;rden: Damit nicht mehr Steuerzahler f&uuml;r die Fehler der Institute b&uuml;&szlig;en m&uuml;ssen, sollen Finanzunternehmen mit Verm&ouml;genswerten von mehr als zehn Milliarden Dollar f&uuml;r Verluste der Einlagensicherung FDIC aus Rettungsman&ouml;vern aufkommen. &ldquo;Kein Finanzsystem kann effektiv arbeiten, wenn Finanzinstitute und Investoren in dem Glauben arbeiten, dass die Regierung sie vor den Konsequenzen ihrer Fehler sch&uuml;tzen wird&rdquo;, erkl&auml;rte Obama.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2045395&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir warten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Vertuschungstaktik<\/strong><br>\nDer Untersuchungsbericht, den die Nato zum Luftangriff von Anfang September auf zwei von den Taliban bei Kundus entf&uuml;hrte Tankwagen verfasst hat, entlastet die Bundeswehr &ndash; das meint jedenfalls deren Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan. Die Bundeswehr habe in &ldquo;operativer Hinsicht&rdquo; milit&auml;risch angemessen gehandelt, so der General nach Durchsicht des ihm vorliegenden Geheimberichts.<br>\nDiese Darstellung ist dreist. Denn der Bericht l&auml;sst wichtige Fragen offen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/vertuschungstaktik\/?type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Afghanistan: Im Hexenkessel<\/strong><br>\nAcht Jahre Krieg in Afghanistan und kaum Erfolge. Im Gegenteil: Die Taliban werden wieder st&auml;rker. Und bei den Soldaten der internationalen Truppen macht sich ein Gef&uuml;hl von Sinnlosigkeit breit. Ein Besuch in der umk&auml;mpften Provinz Paktika<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite-Afghanistan-Paktika;art705,2936271?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Anzeigenkrise: S&uuml;ddeutscher Verlag streicht noch mehr Stellen<\/strong><br>\nAuch vor Deutschlands journalistischen Schwergewichten macht die Medienkrise nicht Halt: Zum zweiten Mal im laufenden Jahr k&ouml;nnten bei der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; Arbeitspl&auml;tze wegfallen. Dem Verlag drohen Verluste in zweistelliger Millionenh&ouml;he&hellip;&ldquo;<br>\nWeitere Ursache f&uuml;r die prek&auml;re wirtschaftliche Lage sollen fr&uuml;heren Berichten von &ldquo;Berliner Zeitung&rdquo; und &ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo; zufolge die hohen Mietkosten des Redaktionsgeb&auml;udes sein. Anfang des Jahres hatte die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; einen Neubau am Stadtrand von M&uuml;nchen bezogen, der jedoch vor der &Uuml;bernahme durch die SWMH verkauft worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,657830,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> PPP, in diesem Falle &bdquo;Private Private Partnership&ldquo; zahlt sich offenbar auch im Privatsektor nicht aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Asterix und seine Gallier haben Geburtstag <\/strong><br>\nPsychogramm einer seltsamen Dorfgemeinschaft, deren Leben von Neid, Gewalt und Misstrauen bestimmt ist.<br>\nPolitisch sind sie eigentlich reaktion&auml;r. Sie halten am Althergebrachten fest und verkl&auml;ren ihre Armut, die von ihren Frauen immerhin noch beklagt wird, als Gl&uuml;ck des urspr&uuml;nglichen Lebens. Dergleichen taugt, apropos Hippies, allenfalls zur &ouml;kologischen Spie&szlig;eridylle. Fortschrittlich ist das genauso wenig wie widerst&auml;ndig, sondern allenfalls halsstarrig zu nennen. Und als w&auml;re dies nicht genug, erweisen sich unsere Gallier auch noch als militante Kunstfeinde, die ihren einzigen K&uuml;nstler, den Barden Troubadix, bei jeder sich bietenden Gelegenheit (&ldquo;Nein, du wirst nicht singen!&rdquo;) schwer misshandeln. Warum nur sollte man die Gallier eigentlich sympathisch finden? Sie machen es einem nicht leicht.<br>\nAsterix ist eigentlich ein trauriger Krieger. Auch er &auml;ndert letztlich nichts am Status Quo, weshalb all jene Versuche, Asterix und seine Gallier politisch in den Dienst zu nehmen, umso mehr verwundern.<br>\nUnsere kriegerischen Gallier gewinnen keine Kriege. All ihre M&uuml;he war immer schon vergeblich. Deshalb ist es nicht hoch genug anzusetzen, dass in dem vorl&auml;ufig letzten, nun vorliegenden Geburtstagsband Albert Uderzo mit seinen Helden ein Einsehen hat und sie wenigstens f&uuml;r einen Moment um Jahrzehnte gealtert und ersch&ouml;pft sein l&auml;sst: Sie wollen ihren vergeblichen Kampf nicht mehr k&auml;mpfen, sie wollen, dass endlich Ruhe ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/panorama\/2045252_50-Jahre-Asterix-Der-ewige-Krieg.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man k&ouml;nnte nat&uuml;rlich einwenden, eine typisch deutsche und bierernste Kritik an einer lustigen und gegen die Unterdr&uuml;cker herzhaft befreienden Comic-Serie. Aber es ist schon etwas dran, Asterix und Obelix verk&ouml;rperten Subjekte, die gegen eine &uuml;berm&auml;chtige Macht aufbegehrten und immer wieder kleine Erfolge erzielten. Eigentlich ein Spiegelbild der damaligen Zeit, als im Italo-Western der Held &bdquo;Django&ldquo; als Einzelg&auml;nger den Lauf der Geschichte pr&auml;gte.<br>\nVolker Bahl schrieb dazu: &nbsp;So war eben Asterix ein Kind seiner Zeit &ndash; der Wohlstandskinder ohne Arbeitslosigkeit &ndash; so wie der Kritiker von heute eben ein Kind seiner Zeit ist &ndash; mit hoher Arbeitslosigkeit und einem Viertel der Besch&auml;ftigten im Niedriglohnsektor.&nbsp;Der Traum vom sozialen Aufstieg, den der&nbsp; &ndash; heutige ! &ndash; Betrachter des Asterix so suggestiv unterstellt ( den Frauen ! ) brauchte so ja gar nicht getr&auml;umt werden, denn es ging ja a l l&nbsp;e n&nbsp; gut&nbsp;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Arbeitsmarkt im Oktober; Insolvenzverwalter als Abwickler; Business as usual im Casino; Koalitionsvertrag ein Programm f&uuml;r Kabaretts; wer kann sparen; Datenskandale bei der Jobb&ouml;rse, Telekom und Postbank; Currywurst mit Giftsauce; Obama geht an Reiche und Banken ran; Afghanistan t&auml;uschen und tarnen; Asterix wird 50. (WL\/AM)<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4303","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4303"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4303\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}