{"id":4306,"date":"2009-11-02T05:45:50","date_gmt":"2009-11-02T04:45:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4306"},"modified":"2009-11-02T05:45:51","modified_gmt":"2009-11-02T04:45:51","slug":"hinweise-des-tages-1010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4306","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: &ldquo;Koalitionsvertrag gibt keine Antwort auf die Wirtschaftskrise&rdquo;, Wie Schwarz-Gelb die Bosse beschenkt, Wirtschaftsideen aus dem Untergrund, Rebalancing the world economy, Schweinegrippe, Steueroasen, Afghanistan. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">&ldquo;Koalitionsvertrag gibt keine Antwort auf die Wirtschaftskrise&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Koalitionsvereinbarung: So beschenkt Schwarz-Gelb die Bosse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Seehofer &auml;tzt gegen Gesundheitsreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">FDP denkt &uuml;ber Abschaffung der Familienversicherung nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Schwarz-gelbe Steuerentlastung: Um wie viele Milliarden geht es?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Joseph Stiglitz und George Akerlof: Wirtschaftsideen aus dem Untergrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Rebalancing the world economy: Germany<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Antworten auf Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Der n&auml;chste Crash ist schon in Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Thema: Schweinegrippe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Thema Steueroasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Der Kampf ums Brot: Drohen uns Lebensmittelkartelle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Entlassene verdienen noch nach 15 Jahren weniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Telekom: Spitzeleien bis nach &Uuml;bersee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Schwarz-Gelb f&uuml;r Atomexport<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Sterbeversicherungen: Umstrittene Gesch&auml;fte der Sozialverb&auml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Thema: Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Franz&ouml;sische St&auml;dte gehen gegen skrupellose Geldh&auml;user vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zur Sloeterdijk-Kontroverse: Wo bleibt der B&uuml;rgerkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Zu guter Letzt:  Willst Du ein Schaf sein? <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4306&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Koalitionsvertrag gibt keine Antwort auf die Wirtschaftskrise&rdquo;<\/strong><br>\nRegierungswechsel: Die Hoffnung der neuen Bundesregierung, dass die geplanten Steuersenkungen zu mehr Wachstum f&uuml;hren, h&auml;lt Heiner Flassbeck, Direktor bei der UN-Handelsorganisation UNCTAD, f&uuml;r unrealistisch. Wenn die Reall&ouml;hne nicht steigen, werde diese Steuersenkung verpuffen. Er bem&auml;ngelt auch, dass die Finanzm&auml;rkte nicht streng reguliert werden sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.de\/vdi-nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?cat=1&amp;id=45025&amp;source=homepage&amp;doPrint=1\">VDI-Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Lesenswert und vor allem gegen Ende interessant: &bdquo;Es hilft nicht, wenn einzelne Unternehmen die L&ouml;hne senken und die Besch&auml;ftigung stabilisieren. Eine Lohnsenkung bedeutet ja, dass Verluste, die ein Unternehmen deswegen nicht hat, woanders auftreten, z. B. im Einzelhandel. Die Unternehmen insgesamt k&ouml;nnen nicht ihre Verluste verringern, indem sie ihre Kosten senken, sie k&ouml;nnen solche Verluste nur verschieben. Wenn das alle so machen, vergr&ouml;&szlig;ern sie ihre Verluste st&auml;ndig.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Markus Sievers: Koalitionsvereinbarung: So beschenkt Schwarz-Gelb die Bosse<\/strong><br>\nDer Bundesverband der Deutschen Industrie feiert den Koalitionsvertrag &ndash; und er wei&szlig;, warum. Union und FDP arbeiten seinen Wunschzettel restlos ab. Eine Analyse der Steuerpolitik &ndash; und sechs Beispiele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2049891&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Seehofer &auml;tzt gegen Gesundheitsreform<\/strong><br>\nDer bayerische Ministerpr&auml;sident und CSU-Vorsitzende bekr&auml;ftigt seinen Widerstand gegen einen radikalen Systemwechsel in der Gesundheitspolitik: Es k&ouml;nne eben keine &ldquo;endlose Beitragserh&ouml;hung geben&rdquo;. Dem Gesundheitsminister w&uuml;nsche er darum &ldquo;viel Gl&uuml;ck&rdquo;. F&uuml;r die FDP unterstrich die neue Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger das Ziel, die Beitragssammelstelle, den Gesundheitsfonds, wieder abzuschaffen. Das sei im Koalitionsvertrag von Union und FDP &ldquo;definitiv festgelegt&rdquo;, sagte sie der in Berlin erscheinenden &ldquo;BZ am Sonntag&rdquo;. Ganz deutlich stehe auch in dem Papier, dass &ldquo;wir k&uuml;nftig ein System mit mehr Beitragsautonomie der Krankenkassen, regionaler Differenzierung und einen Beitrag mit sozialem Ausgleich haben werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:wider-den-systemwechsel-seehofer-aetzt-gegen-gesundheitsreform\/50031074.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ob Horst Seehofer opportunistisch oder aus &Uuml;berzeugung handelt, Hauptsache er behindert die &ldquo;Reform&rdquo;. Wir wissen alle, wie schwierig Reregulierungen sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>FDP denkt &uuml;ber Abschaffung der Familienversicherung nach<\/strong><br>\nFDP-Fraktionschefin Birgit Homburger will das gegenw&auml;rtige Modell der kostenfreien Familienmitversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung abschaffen. F&uuml;r Familien w&uuml;rde das neue Kosten bedeuten.<br>\n&bdquo;Das ist ein sozialer Ausgleich, der &uuml;ber das Steuersystem finanziert werden sollte&ldquo;, sagte Homburger am Freitag zu sueddeutsche.de. Die Gewerkschaft IG Metall warf Union und FDP vor, sie planten einen &bdquo;Frontalangriff&ldquo; auf das System der Krankenversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/FDP-denkt-ueber-Abschaffung-der-Familienversicherung-nach\">Hannoversche Allgemeine Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schwarz-gelbe Steuerentlastung: Um wie viele Milliarden geht es?<\/strong><br>\nEs geht um Milliardenentlastungen. Doch um wie viele dieser Milliarden &ndash; da ist sich selbst die FDP nicht ganz sicher. Auf Nachfrage von Panorama kommen nur verwirrende Antworten. Sind es nun 7, 14, 17, 21, 24 oder gar 40 Milliarden? Und wann d&uuml;rfen die B&uuml;rger sich auf diese Entlastungen freuen? Kommen sie nun Anfang 2010, 2011, oder erst 2013? Das alles ist jetzt offenbar nicht mehr so wichtig. Berauscht verschlie&szlig;t man bei der FDP erst einmal die Augen.<br>\nPanorama auf den Spuren einer offenbar leicht konfusen Partei, die jetzt auch mitregieren darf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/panorama362.html\">ARD Panorama Video<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es lohnt sich das Video anzusehen, um zu erkennen, wie wenig der Koalitionsvertrag zur Kenntnis genommen wird und wie sehr es nur auf die &ouml;ffentliche Darstellung ankommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz und George Akerlof: Wirtschaftsideen aus dem Untergrund<\/strong><br>\nDie Wirtschafts- und Finanzkrise ist ein Moment tiefer Reflexion im &ouml;konomischen Metier, denn sie hat viele lange gepflegte Vorstellungen auf die Probe gestellt. Wenn sich die Wissenschaft durch ihre F&auml;higkeit definiert, die Zukunft vorherzusagen, dann sollte das Versagen so vieler &Ouml;konomen, die Krise kommen zu sehen, Grund zu gro&szlig;er Besorgnis sein. Doch gibt es tats&auml;chlich eine sehr viel gr&ouml;&szlig;ere Ideenvielfalt unter &Ouml;konomen, als einem h&auml;ufig bewusst ist. Die diesj&auml;hrigen Nobelpreistr&auml;ger in &Ouml;konomie sind zwei Wissenschaftler, deren Lebenswerk alternative Ans&auml;tze untersucht. Die &Ouml;konomie hat eine enorme Vielzahl an Ideen hervorgebracht; und viele davon argumentieren, dass M&auml;rkte nicht notwendigerweise effizient oder stabil sind und unsere Gesellschaft durch die Standardmodelle des Wettbewerbsgleichgewichts, die von vielen &Ouml;konomen verwendet werden, nicht gut beschrieben wird.<br>\nIdeen sind wichtig. Unsere Aufsichtsbeh&ouml;rden und gew&auml;hlten Vertreter wurden politisch vereinnahmt: Sonderinteressen an den Finanzm&auml;rkten profitierten in erheblichem Ma&szlig;e von der ungez&uuml;gelten Deregulierung und dem Versagen, die aufsichtsrechtliche Struktur an die neuen Produkte anzupassen. Aber unsere Aufsichtsbeh&ouml;rden und Politiker litten auch unter einer intellektuellen Vereinnahmung. Sie h&auml;tten ein breiteres und robusteres Portfolio an Ideen gebraucht, auf die sie sich st&uuml;tzen k&ouml;nnen. Deshalb ist auch die j&uuml;ngste Ank&uuml;ndigung von George Soros so aufregend, der eine finanziell gut ausgestattete Initiative for New Economic Thinking (Inet) schaffen will, die diese Ideen unterst&uuml;tzen soll. Forschungsgelder, Symposien, Konferenzen und eine neue Fachzeitschrift: All dies wird dazu beitragen, dass neue Ideen und gemeinsame Bem&uuml;hungen bl&uuml;hen und gedeihen. Inet wurde v&ouml;llige Handlungsfreiheit einger&auml;umt, sowohl inhaltlich wie in Strategiefragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:finanzkrise-wirtschaftsideen-aus-dem-untergrund\/50030759.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rebalancing the world economy: Germany<\/strong><br>\nThere is a danger that Germany takes the wrong lesson from the crisis. It could decide the episode only shows the folly of relying on finance and services to drive growth, as America and Britain have. It could simply reinforce its long-standing export bias. But thoughtful Germans may conclude that a crisis that has created such a burden for future taxpayers stems partly from the ill use of their own savings. They may well end up wishing they had spent the money on themselves.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/businessfinance\/displaystory.cfm?story_id=14177599\">Economist<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Antworten auf Krise<\/strong><br>\nDie Reaktionen der Gewerkschaftsvorst&auml;nde auf die tiefste Wirtschaftskrise seit acht Jahrzehnten sind v&ouml;llig unzureichend. Das war der Tenor einer Konferenz der Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken (IVG), die am Wochenende in Stuttgart stattfand. &raquo;Der Konfliktvermeidungskurs, die Politik des Co-Managements und des Verzichts haben sich schon in den vergangenen Jahren fatal ausgewirkt, doch jetzt werden sie f&uuml;r die Besch&auml;ftigten existenzbedrohend&laquo;, erkl&auml;rte Christa Hourani vom IVG-Arbeitsausschu&szlig; zur Er&ouml;ffnung des zweit&auml;gigen Treffens, an dem knapp 100 Gewerkschafter aus verschiedenen Teilen des Bundesgebiets teilnahmen.<br>\nBesonders zwei Themen wollen die in der IVG zusammengeschlossenen Gewerkschafter in ihren Organisationen propagieren: das Mittel des politischen Streiks und die Forderung nach radikaler Arbeitszeitverk&uuml;rzung. &raquo;Wir m&uuml;ssen das Tabu knacken, da&szlig; der politische Streik angeblich nicht erlaubt ist&laquo;, forderte Werner Sauerborn, Referent f&uuml;r Grundsatzfragen beim ver.di-Landesbezirk Baden-W&uuml;rttemberg. Die Chancen daf&uuml;r st&uuml;nden nicht schlecht, was sich unter anderem beim letzten Gewerkschaftstag der IG Bauen-Agrar-Umwelt gezeigt habe. Dieser hatte sich gegen den Willen des Bundesvorstands f&uuml;r das Recht auf politischen Streik ausgesprochen. Inhaltlich ist f&uuml;r die Gewerkschaftslinken die Frage der Arbeitszeitverk&uuml;rzung entscheidend. &raquo;Radikale Arbeitszeitverk&uuml;rzung ist unsere zentrale Antwort, um &Uuml;berkapazit&auml;ten und Erwerbslosigkeit zumindest etwas zur&uuml;ckzudr&auml;ngen&laquo;, so Daimler-Betriebsr&auml;tin Hourani. Ihr Kollege Andr&eacute; Halfenberg rechnete vor, dass der Autobauer vor 25 Jahren noch rund 500000 Fahrzeuge produziert habe, im vergangenen Jahr aber 1,2 Millionen &ndash; bei gleichzeitig um Zehntausende Stellen reduzierter Belegschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/11-02\/049.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der n&auml;chste Crash ist schon in Arbeit<\/strong><br>\nDie hoffnungsvollen Reden vom Ende der Krise verschweigen, dass die offenen Rechnungen nicht mit ein bisschen Aufschwung zu bezahlen sind<br>\nVon Laurent Cordonnier, Wirtschaftswissenschaftler an der Universit&auml;t Lille I und Autor von &ldquo;Pas de piti&eacute; pour les gueux&rdquo;, Paris (Raison d&rsquo;agir) 2000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2009\/09\/11.mondeText.artikel,a0206.idx,8\">LE MONDE diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Thema: Schweinegrippe<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Gesch&auml;ft mit der Grippe<\/strong><br>\nEnde Oktober starteten die lange geplanten Impfungen gegen A\/H1N1. Dabei stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest: Die erwartete Pandemie mit hoher Morbidit&auml;t und Mortalit&auml;t ist ausgeblieben. Die neuen &bdquo;Pandemien&ldquo; sind auf jeden Fall ein sicheres Gesch&auml;ft f&uuml;r die Hersteller. Und das alle Jahre wieder, wenn nicht schnellstm&ouml;glich &bdquo;stopping-rules&ldquo; zur Entwarnung bei vermuteten, aber sich als harmlos erweisenden Pandemien eingef&uuml;hrt werden &ndash; sowie eine &ouml;ffentliche Kontrolle der Entscheidungsprozesse, einschlie&szlig;lich der Offenlegung der vertraglichen Vereinbarungen zwischen Impfstoffherstellern und Regierung. Gesundheitsressourcen in derartiger H&ouml;he, die an anderen Stellen dringend gebraucht werden, d&uuml;rfen in Zukunft nicht mehr einfach hinter verschlossenen T&uuml;ren verteilt werden. Intransparenz und potenzielle Interessenkonflikte unterminieren die Glaubw&uuml;rdigkeit der zust&auml;ndigen Empfehlungs- und Zulassungsbeh&ouml;rden. Mehr noch: Im aktuellen Fall n&auml;hren sie den Verdacht, dass die H1N1-Grippewelle als Schweinegrippe-Pandemie von der Pharmaindustrie gezielt zur Vermarktung genutzt wurde. Eine genaue Durchleuchtung der Vorg&auml;nge durch eine parlamentarische Untersuchungskommission ist deshalb dringend angezeigt.<br>\nIm Falle der Schweinegrippe erfolgte die Zulassung des Impfstoffs durch die europ&auml;ische Zulassungsbeh&ouml;rde EMEA, deren Arbeit Transparency Deutschland seit Jahren &auml;u&szlig;erst kritisch beobachtet. H&ouml;chst problematisch ist, dass die EMEA der Generaldirektion Wirtschaft der Europ&auml;ischen Kommission und nicht der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz untersteht. Ebenso bedenklich ist die Tatsache, dass ihre Arbeit zu fast zwei Dritteln durch die pharmazeutische Industrie finanziert wird &ndash; und eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Zulassungsunterlagen durch externe Wissenschaftler grunds&auml;tzlich erst nach erfolgter Zulassung m&ouml;glich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=3204\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann: Schweinegrippe: H&ouml;chste Warnstufe<\/strong><br>\nDie Angst vor der Schweinegrippe geht um &ndash; und beschert Pharmakonzernen Milliardenprofite. Viele Experten macht das skeptisch: Die Pandemiegefahr halten sie f&uuml;r eine Inszenierung der Industrie &ndash; und das Virus sogar f&uuml;r n&uuml;tzlich.<br>\nK&ouml;nnte die Schweinegrippe am Ende mehr Leben retten, als sie bedroht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite-Schweinegrippe;art705,2938086\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Thema: Steueroasen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Panik in Lugano<\/strong><br>\nNach den Razzien der italienischen Finanzpolizei am Dienstag in 76 Filialen von Schweizer Banken in Italien ist der Steuerstreit mit dem s&uuml;dlichen Nachbarland weiter eskaliert. Zuvor hatte der italienische Finanzminister Giulio Tremonti eine Steueramnestie erlassen. Steuerfl&uuml;chtlinge k&ouml;nnen ihr Geld offenlegen oder nach Italien zur&uuml;ckf&uuml;hren und bezahlen nur eine Strafsteuer von f&uuml;nf Prozent. Tremonti erhofft sich dadurch mindestens f&uuml;nf Milliarden Euro Steuereinnahmen. Er z&auml;hlt die Schweiz weiterhin zu den nicht kooperativen Offshore-Zentren und verz&ouml;gert die Neuverhandlungen des Doppelbesteuerungsabkommens bis nach Ende der Steueramnestie Mitte Dezember. Ausserdem schikaniert die Finanzpolizei die italienische Kundschaft des Finanzplatzes Tessin mit zivilen Detektiven und dem sogenannten Fiscove&shy;loxsystem, mit dem Spezialkameras an zwei Grenz&uuml;berg&auml;ngen die Nummernschilder der vorbeifahrenden Autos registrieren. Im Finanzdepartement (EFD) ist die Gegenoffensive von Generali und Citterio auf offene Ohren gestossen. &laquo;Bundespr&auml;sident Merz ist besorgt &uuml;ber das Vorgehen Italiens&raquo;, teilte das EFD letzte Woche mit, &laquo;und hat beschlossen, in dieser Angelegenheit eng mit der Associazione bancaria ticinese zusammenzuarbeiten. Merz wird demn&auml;chst auch die Tessiner Regierung zu einer Lagebeurteilung empfangen.&raquo;<br>\nDer Finanzplatz Tessin gilt ennet [ennet, schweiz. mundartl: jenseits] dem Gotthard als dubios, mit einem noch breiteren Gesch&auml;ft in der Grauzone zwischen legal und illegal als in Z&uuml;rich oder Genf. Doch das ist ein Mythos. Das Tessin wird von den gleichen Banken dominiert und pflegt die gleichen Standards wie Z&uuml;rich und Genf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/print_18534.html\">WOZ (CH)<\/a><\/li>\n<li><strong>Italiens Jagd auf Reiche: Wer kann, wird Svizzero<\/strong><br>\nAbkommen f&uuml;r Pauschalbesteuerung nehmen rapid zu, Milliard&auml;re lassen sich einb&uuml;rgern: Die reichen Italiener wenden sich von ihrem Land ab. &laquo;Scudo fiscale &ndash; la prima guerra della Svizzera&raquo;, der erste Krieg der Schweiz: So wies die italienische Zeitung &laquo;Republica&raquo; diese Woche auf eine Reportage in den &laquo;Schatzkammern Luganos&raquo; hin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/italiens_jagd_auf_reiche_wer_kann_wird_svizzero_1.3953511.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und auch die NZZ verteidigt eifrig die Steueroase.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Regeln f&uuml;r britische Steueroasen<\/strong><br>\nDie britische Regierung nutzt die Finanzn&ouml;te ihrer Kolonien und den Wunsch nach Transparenz im Offshore-Gesch&auml;ft, um ihren Steuerparadiesen klare Grenzen zu setzen. Am Donnerstagabend hat der ehemalige Banker Michael Foot nach knapp einj&auml;hriger Arbeit seinen Abschlussbericht &uuml;ber die n&ouml;tigen Reformen ver&ouml;ffentlicht. Foots Untersuchung widmet sich neben den genannten Kron-Gebieten namentlich sechs ehemaligen Kolonien: Anguilla, den britischen Jungferninseln, den Caymaninseln, den Turks- und Caicosinseln (alle in der Karibik) sowie Bermuda und Gibraltar. Die starke einseitige Abh&auml;ngigkeit der meisten dieser Gebiete vom Finanzsektor und vom Tourismus hat in j&uuml;ngster Zeit zu empfindlichen Einbussen bei den Staatseinnahmen gef&uuml;hrt. Da ihre Kompetenz, sich eigenm&auml;chtig zu verschulden, aber streng limitiert ist, trat die End-Haftung des britischen Steuerzahlers unter diesen Umst&auml;nden klar zutage. Anguilla, Cayman und selbst die Insel Man mussten sich deshalb die Auferlegung von empfindlichen Restriktionen aus London gefallen lassen. Die Turks und Caicos wurden wegen eines Korruptionsskandals vor&uuml;bergehend sogar ganz entm&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/regeln_fuer_britische_steueroasen_1.3949204.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Top-Steueroase liegt in den USA<\/strong><br>\nKein Finanzplatz ist verschwiegener als Delaware. Die USA und Grossbritannien sind bisher nicht offiziell im Zusammenhang mit Steueroasen genannt worden &ndash; wohl weil diese L&auml;nder in den ma&szlig;gebenden Gremien OECD und G-20 einen grossen Einfluss aus&uuml;ben. Das politisch unabh&auml;ngige Tax Justice Network (TJN) dagegen hat f&uuml;r seinen Index, der von nun an alle zwei Jahre aktualisiert werden soll, 60 Finanzpl&auml;tze anhand von nachvollziehbaren Kriterien unter die Lupe genommen. Die internationale Organisation, zu deren Gr&uuml;ndungsmitgliedern Alliance Sud und die Erkl&auml;rung von Bern geh&ouml;ren, st&ouml;&szlig;t sich daran, dass Gro&szlig;konzerne und verm&ouml;gende Privatunternehmen ihre Steuerpflicht umgehen, indem sie ihre Gelder in Steueroasen verstecken.<br>\n&laquo;Der Financial-Secrecy-Index unterscheidet sich deutlich von den Steueroasen-Listen der OECD&raquo;, sagt Andreas Missbach, Finanzexperte der Erkl&auml;rung von Bern. &laquo;Finanzpl&auml;tze wie Delaware, Nevada und London blieben bisher von den schwarzen und grauen OECD-Listen ausgeschlossen, weil sie keine souver&auml;nen Staaten sind und weil machtpolitische Gr&uuml;nde mitspielten.&raquo; Die Schweiz solle den Index denn auch als Aufforderung verstehen, au&szlig;enpolitisch in die Offensive zu gehen, so Missbach. &laquo;Sie muss sich f&uuml;r multilaterale Initiativen einsetzen, die mehr Transparenz in Steuerfragen und im Weltmarkt f&uuml;r Finanzdienste gew&auml;hren &ndash; und zwar weltweit.&raquo; Das sei das beste Mittel, Wettbewerbsnachteile f&uuml;r den eigenen Finanzplatz zu vermeiden.<br>\nDer Grad der Geheimhaltung eines Finanzplatzes (Financial-Secrecy- Index) setzt sich aus zwei Faktoren zusammen, deren Werte f&uuml;r das Endergebnis miteinander multipliziert werden. Basis f&uuml;r den ersten Faktor Intransparenz sind zw&ouml;lf Kriterien (siehe Kasten rechts, der die wichtigsten davon auff&uuml;hrt). Der zweite Faktor erfasst die Bedeutung einer Jurisdiktion im grenz&uuml;berschreitenden Gesch&auml;ft f&uuml;r Finanzdienste. Grundlage hierf&uuml;r bilden Zahlungsbilanz-Daten des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IMF). Die Kriterien zur Beurteilung, wie intransparent ein Finanzplatz ist, sind breit gefasst. &laquo;Es geht beim Streit um die Steueroasen nicht nur um private Steuerhinterziehung. Wesentliche Einnahmen gehen Industrie- und Entwicklungsl&auml;ndern auch durch die Steuervermeidungspraktiken transnationaler Unternehmen verloren&raquo;, sagt Mark Herkenrath, Verantwortlicher f&uuml;r Steuerfragen bei Alliance Sud. &laquo;Damit Unternehmensgewinne angemessen versteuert werden k&ouml;nnen, arbeitet das TJN seit l&auml;ngerem darauf hin, dass transnationale Konzerne ihre Bilanzen nach L&auml;ndern aufschl&uuml;sseln.&raquo; So w&uuml;rde es schwieriger, &uuml;ber missbr&auml;uchliche interne Verrechnungspreise den Grossteil der Gewinne an Briefkastenfirmen in Steueroasen zu &uuml;berweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_top-steueroase_liegt_in_den_usa_1.3953491.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sicherlich spielt f&uuml;r die NZZ eine Rolle, dass der Schattenfinanzindex&nbsp; einige Finanzpl&auml;tze aus dem Schatten holt, auf die die Schweiz immer wieder vergeblich hingewiesen hat, aber der Index der Nichtregierungsorganisation&nbsp; Tax Justice Network (Netzwerk f&uuml;r Steuergerechtigkeit) d&uuml;rfte anspruchsvoller sein als die Kriterien der OECD, deren schwarze Liste inzwischen leer ist. In Deutschland wird die alternative Rangliste der Steueroasen am 2. November 2009 in Berlin <a href=\"http:\/\/www.taxjustice.net\/cms\/front_content.php?idcat=2&amp;idart=2&amp;client=1&amp;changelang=2\">vorgestellt<\/a> (11.00-13.00 Uhr, Hotel Albrechtshof, Albrechtstra&szlig;e 8, 10117 Berlin).<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Kampf ums Brot: Drohen uns Lebensmittelkartelle?<\/strong><br>\nHansj&ouml;rg Strohmeyer sitzt auf der 18. Etage des UN-Hochhauses am East River in New York. Eigentlich ist das die Hochburg der Diplomaten, in der man eine verklausulierte sowie stets r&uuml;cksichtsvolle Sprache pflegt. Doch Strohmeyer pfeift an diesem fr&uuml;hen Nachmittag auf diplomatische Konventionen.<br>\nEr redet sich in Rage: &ldquo;Die Industriel&auml;nder k&ouml;nnen nicht mehr sagen: Das ist uns egal. Nein, das wird ihnen um die Ohren fliegen. Dann werden nicht mehr Tausende nach Gibraltar oder auf die Kanaren kommen, sondern Zehntausende. Und dann wird es Instabilit&auml;ten geben.&rdquo; Strohmeyer managt bei der UN die Taskforce on the Global Food Security Crisis, die es seit Ende April 2008 gibt und direkt UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki-moon unterstellt ist. Sie besch&auml;ftigt sich mit der Ern&auml;hrungskrise, ihren Ursachen und ihren Folgen. Und eine der m&ouml;glichen Konsequenzen hat Strohmeyer gerade angedeutet &ndash; die Flucht von hungernden Menschen aus dem armen S&uuml;den in den reichen Norden. Sollte sich die Ern&auml;hrungssituation in den Entwicklungsl&auml;ndern weiter versch&auml;rfen, drohen Migrationsbewegungen, wie sie die Welt seit der V&ouml;lkerwanderung nicht mehr gesehen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,druck-646892,00.html\">manager magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Entlassene verdienen noch nach 15 Jahren weniger<\/strong><br>\nWer in einer Wirtschaftskrise arbeitslos wird, bekommt die finanziellen Folgen noch Jahrzehnte sp&auml;ter zu sp&uuml;ren. Nach 15 Jahren verdienen die Betroffenen von Massenentlassungen in Deutschland noch 10 bis 15 Prozent weniger als Vergleichspersonen, die ihre Stelle behalten haben. Diese Ergebnisse gehen aus Langzeitstudien zu Deutschland und den Vereinigten Staaten hervor. Die deutlichen Einkommenseinbu&szlig;en zeigten sich &uuml;ber alle Branchen hinweg und betr&auml;fen M&auml;nner wie Frauen gleicherma&szlig;en, betonte Till von Wachter, Wirtschaftsprofessor an der New Yorker Columbia Universit&auml;t. Deshalb seien die Ergebnisse der Studie auch auf die aktuelle Wirtschaftskrise &uuml;bertragbar. Die harten Einschnitte k&ouml;nnten hierzulande viele Menschen treffen: Trotz Kurzarbeit wird die durchschnittliche Arbeitslosenquote nach Prognosen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in diesem Jahr um rund 300.000 auf 3,5 Millionen steigen und im Jahr 2010 sogar auf 4,1 Millionen.<br>\nWie aus der Studie hervorgeht, sinkt der Verdienst in der ersten Neuanstellung der Entlassenen bis 30 Prozent gegen&uuml;ber der Vergleichsgruppe der weiterbesch&auml;ftigten fr&uuml;heren Kollegen. Danach erholt sich das Lohnniveau zwar relativ schnell, verlangsamt sich aber nach f&uuml;nf Jahren wieder. Nach ungef&auml;hr zehn Jahren betr&auml;gt der Einkommensverlust immer noch rund 12 Prozent und verringert sich danach nur noch schleichend. Damit sind in Deutschland die langandauernden Effekte der Arbeitslosigkeit &auml;hnlich schwerwiegend wie in den Vereinigten Staaten. Dort haben die gek&uuml;ndigten Arbeitnehmer noch zwei Jahrzehnte nach der Massenentlassung ein um 15 bis 20 Prozent geringeres Gehalt. Die &Ouml;konomen f&uuml;hren verschiedene Gr&uuml;nde f&uuml;r die starken Einbu&szlig;en auf: So sei es m&ouml;glich, dass eine besondere Spezialisierung nach dem Arbeitsplatzwechsel nicht mehr ben&ouml;tigt wird und die L&ouml;hne deshalb geringer ausfallen. Zudem haben sich Arbeitnehmer meist im Laufe eines Berufslebens &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeit hinweg die f&uuml;r sie lukrativste Stelle in einem stabilen Umfeld erarbeitet &ndash; und k&ouml;nnen dies in einem neuen Unternehmen nicht noch einmal wiederholen. Die im Vergleich zu Amerika gro&szlig;z&uuml;gigere soziale Absicherung der Arbeitnehmer federten in Deutschland die Einkommenseinbu&szlig;en nur geringf&uuml;gig ab<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC\/Doc~EDF2D3ED52E85444DB6A4801F8DB4D2BF~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Telekom: Spitzeleien bis nach &Uuml;bersee<\/strong><br>\nDer ehemalige ZDF-Chefredakteur Bresser ist in die Schn&uuml;ffelakten der Telekom geraten &ndash; weil ein Freund aus den USA ihn anrief. &ldquo;Ein ungeheuerlicher Vorgang&rdquo;, findet der TV-Journalist.<br>\nUnter Obermanns Vorg&auml;nger Kai-Uwe Ricke hatte die Telekom mit Hilfe der Berliner Detektei Network herausfinden wollen, wer die Presse mit internen Zahlen und Papieren aus dem Konzern versorgte.\n<p><strong>Auch im Ausland t&auml;tig<\/strong><\/p>\n<p>Die Telefonverbindungen von Aufsichtsr&auml;ten und Journalisten wurden ausspioniert, mit Hilfe von Datens&auml;tzen aus der Telekom. Das war wohl illegal. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verst&ouml;&szlig;en gegen das Fernmeldegeheimnis und anderer Delikte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/566\/492919\/text\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb f&uuml;r Atomexport<\/strong><br>\nDer Export von Nukleartechnik soll k&uuml;nftig wieder durch staatliche B&uuml;rgschaften abgesichert werden, planen Union und FDP. Die rot-gr&uuml;ne Regierung hatte dies gestoppt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2009%2F10%2F31%2Fa0183&amp;cHash=6db0552485\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sterbeversicherungen: Umstrittene Gesch&auml;fte der Sozialverb&auml;nde<\/strong><br>\nMit Sterbeversicherungen kann viel Geld verdient werden. Nun sind Sozialverb&auml;nde in die Kritik geraten, weil sie mit Versicherungen gemeinsame Sache machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/wp\/2009\/10\/31\/news-139007955\/detail.html\">Der Westen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Thema: Afghanistan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>USA: Taliban m&uuml;ssen nicht besiegt werden<\/strong><br>\nW&auml;hrend die US-Au&szlig;enministerin zu einem Staatsbesuch in Pakistan ist, t&ouml;tet eine Bombe 90 Menschen. Daheim in USA wird publik, dass Obama eine neue Strategie f&uuml;r Afghanistan plant: Schutz nur f&uuml;r einige Zonen &ndash; in einem Land, in dem der Bruder des Pr&auml;sidenten verd&auml;chtigt wird, Drogenh&auml;ndler und CIA-Agent zu sein. Insgesamt sei derzeit von zehn m&ouml;glichen Schutzzonen die Rede. Zur&uuml;ckziehen k&ouml;nnten sich US- und Isaf-Truppen demgegen&uuml;ber von Au&szlig;enposten im l&auml;ndlichen Raum. Elemente des Konzepts w&uuml;rden bereits umgesetzt, hie&szlig; es: Vorigen Monat habe Afghanistan-Kommandeur Stanley McChrystal die Schlie&szlig;ung von rund einem halben Dutzend kleinerer St&uuml;tzpunkte angeordnet. De facto d&uuml;rfte eine solche Strategie Afghanistan freilich in Zonen teilen, die sich unter dem direkten Schutz westlicher Truppen befinden, und solche, in denen der Kampf gegen die Taliban vor allem aus der Luft und mit gezielten Kommandoaktionen gef&uuml;hrt w&uuml;rde. Andere Elemente des Konzepts seien der beschleunigte Aufbau afghanischer Sicherheitskr&auml;fte, verst&auml;rkte Wirtschaftshilfen sowie Vers&ouml;hnungsangebote an Aufst&auml;ndische. Die Taliban w&uuml;rden in den strategischen &Uuml;berlegungen als fest verwurzelte einheimische Kraft anerkannt, die nicht zu besiegen sei und die auch nicht besiegt werden m&uuml;sse, um die Interessen der USA zu wahren. Der geplante bessere Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung solle langfristig bewirken, dass die Taliban an R&uuml;ckhalt verlieren, hei&szlig;t es in dem Bericht weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2045389&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So schnell kommen und gehen Strategien in Afghanistan. Noch im August erkl&auml;rte General McChrystal, er werde in Helmand und Kandahar stationierte US-Truppen tief in von Taliban kontrolliertes Gebiet schicken um die dort lebenden Menschen zu besch&uuml;tzen. Und jetzt wird die Strategie, dem Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung Vorrang zu geben, auf&nbsp; zehn St&auml;dte reduziert. Aber auch die Hoffnung auf sichere Schutzzonen d&uuml;rfte sich angesichts der Anschl&auml;ge in&nbsp; Peshawar und Kabul aber auch in Bagdad&nbsp; als Illusion erweisen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kritik am Krieg bekommt ein Gesicht<\/strong><br>\nMatthew Hoh, ehemaliger Marine-Offizier, warnt Amerika vor Desaster in Afghanistan. Matthew Hoh steht f&uuml;r die Probleme Amerikas in Afghanistan. Der 36-J&auml;hrige war Mitarbeiter des State Department und leitete ein ziviles Wiederaufbauteam in der Provinz Zabul im S&uuml;dosten Afghanistans. Doch am 10. September sandte Hoh der Personalabteilung im Ministerium ein vierseitiges K&uuml;ndigungsschreiben. &laquo;Ich habe das Verst&auml;ndnis und das Vertrauen in die strategischen Ziele der amerikanischen Pr&auml;senz in Afghanistan verloren&raquo;, schrieb er. Hoh bezeichnet den achtj&auml;hrigen Einsatz der USA dort nicht nur als aussichtsloses Unterfangen, sondern als Ursache f&uuml;r den eskalierenden Konflikt. Dies sei ein &laquo;seit 35 Jahren w&auml;hrender B&uuml;rgerkrieg&raquo;, der nicht nur zwischen St&auml;mmen, D&ouml;rfern und T&auml;lern ausgetragen werde, sondern zwischen dem &laquo;l&auml;ndlichen, religi&ouml;sen und traditionellen Afghanistan einerseits&raquo; und dem &laquo;urbanen, s&auml;kularen und modernen Afghanistan andererseits&raquo;. Bei seinem Einsatz in Zabul, aber auch in anderen Regionen habe er festgestellt, dass die Amerikaner als Besatzer oder als Vertreter des korrupten und gottlosen Regimes in Kabul wahrgenommen und deshalb speziell von den Paschtunen im S&uuml;den und Osten des Landes bek&auml;mpft w&uuml;rden. Zudem weist Hoh das Argument zur&uuml;ck, der westliche Einsatz in Afghanistan sei unabdingbar f&uuml;r die Bek&auml;mpfung der Kaida: Das Terrornetzwerk habe sich l&auml;ngst zu einer &laquo;Wolke im Internet&raquo; entwickelt und sei auch in Jemen oder in Somalia pr&auml;sent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/kritik_am_krieg_bekommt_ein_gesicht_1.3953586.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Taliban sind viele<\/strong><br>\nSie brennen Schulen nieder, sch&uuml;tten Sch&uuml;lerinnen S&auml;ure in die Gesichter, schneiden angeblichen Spionen die Kehle durch und t&ouml;ten mehr Zivilisten als die Nato-Truppen. Es f&auml;llt schwer, die Taliban nicht zu verabscheuen. Und doch ist es notwendig, m&ouml;glichst n&uuml;chtern zu analysieren, wer die Aufst&auml;ndischen in Afghanistan genau sind und was sie wollen. Die Bewegung der Aufst&auml;ndischen in Afghanistan ist heterogen. Sie besteht aus mindestens sieben unterschiedlichen Organisationen, die aus verschiedenen Beweggr&uuml;nden k&auml;mpfen und ganz unterschiedlich in der Bev&ouml;lkerung verankert sind. Die &ldquo;Islamische Bewegung der Taliban&rdquo; mit Mullah Mohammed Omar als &ldquo;Oberhaupt der Gl&auml;ubigen&rdquo; an der Spitze ist davon nur die st&auml;rkste Organisation. Afghanistans Taliban sind ein Netzwerk von Netzwerken. Ihre Feldkommandeure werden manchmal straff gef&uuml;hrt, manchmal l&auml;sst man ihnen gro&szlig;e Spielr&auml;ume. Nach au&szlig;en treten sie zunehmend geschlossen auf.<br>\nAnders als das Hakkani-Netzwerk, haben sich die Mainstream-Taliban um Mullah Omar ideologisch und operativ bisher nicht von al-Qaida einfangen lassen. Sie h&auml;ngen keiner &ldquo;globalen Ideologie&rdquo; an und sind auch nicht &ldquo;weltweit&rdquo; aktiv. Sie beteiligen sich nicht an Terroranschl&auml;gen au&szlig;erhalb ihres Landes und sammeln auch kein Geld in deutschen Moscheen. Kurz: die afghanischen Taliban machen ihr eigenes Ding und verfolgen, wie manch andere islamistische Gruppe &ndash; siehe Hisbollah im Libanon oder Hamas &ndash; eine nationale Agenda: in diesem Fall, die ausl&auml;ndischen Truppen aus Afghanistan zu vertreiben und, wenn m&ouml;glich, ihr Emirat wieder zu errichten. Die unterschiedlichen Str&ouml;mungen unter den afghanischen Aufst&auml;ndischen auseinander zu halten, darin liegt der Schl&uuml;ssel f&uuml;r eine politische L&ouml;sung. Denn die meisten Afghanen haben das Blutvergie&szlig;en in ihrem Land satt. Der Westen aber muss anerkennen, dass nicht alle Taliban Terroristen sind, und die &ldquo;Pragmatiker&rdquo; in ihren Reihen ernst nehmen und st&auml;rken. Verhandlungen mit den Taliban werden langwierig und hart, das ist sicher, eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Aber auch keine echte Alternative.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F10%2F31%2Fa0188&amp;cHash=aaf9662636\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie die Au&szlig;enpolitik paramilitarisiert wird<\/strong><br>\n&raquo;Keine Entwicklung ohne Sicherheit!&laquo; Auf dieses Mantra verzichten die f&uuml;hrenden Sicherheitspolitiker nie, wenn sie versuchen, die immer unheilvoller verlaufende NATO-Mission am Hindukusch zu legitimieren. Im gleichen Sinne propagiert Verteidigungsminister Franz Josef Jung vor jeder Kamera und jedem Mikrophon die &raquo;vernetzte Sicherheit&laquo;. Dasselbe meinen die NATO-Offiziellen mit dem &raquo;Comprehensive Approach&laquo;, den es in Afghanistan umzusetzen gelte. Was aber verbirgt sich hinter diesen Termini technici?<br>\nVon J&uuml;rgen Rose, Oberstleutnant der Bundeswehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/24985\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Afghanistan: Abdullah boykottiert Stichwahl<\/strong><br>\nNach dem Verzicht des afghanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Abdullah Abdullah auf seine Teilnahme an der Stichwahl will Amtsinhaber Hamid Karsai den f&uuml;r Samstag angesetzten Wahlgang trotzdem abhalten. Der Herausforderer des afghanischen Pr&auml;sidenten Hamid Karsai zieht sich von der Stichwahl zur&uuml;ck. Eine Woche vor dem Wahltermin erkl&auml;rte der ehemalige Au&szlig;enminister am Sonntag, dass er an der Stichwahl nicht teilnehmen werde. Er habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Er protestiere damit gegen die &ldquo;unangemessenen Taten&rdquo; der Regierung und der umstrittenen Wahlkommission (IEC). Abdullah hatte bei der Stichwahl erneut massiven Wahlbetrug bef&uuml;rchtet, zu dem es bei der ersten Runde am 20. August gekommen war. Am Samstag war Abdullahs Ultimatum an die Regierung abgelaufen, wegen des Wahlbetrugs in der ersten Runde im August den Chef der Wahlbeh&ouml;rde und drei Minister zu entlassen. Karsai hatte sich erst nach internationalem Druck zu der Stichwahl bereiterkl&auml;rt, war auf die Forderungen Abdullahs aber nicht eingegangen.<br>\nBundesau&szlig;enminister Guido Westerwelle hat zur Besonnenheit aufgerufen. Er bedauere die Entscheidung Abdullahs, sagte Westerwelle am Sonntag in Saarbr&uuml;cken am Rande einer FDP-Veranstaltung. &ldquo;Jetzt geht es darum, dass der Wahlvorgang streng nach Recht und Gesetz zu Ende gef&uuml;hrt wird.&rdquo; In Afghanistan sei eine Regierung n&ouml;tig, &ldquo;die in vollem Umfange demokratisch und auch rechtstaatlich legitimiert ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2052655&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ach Guido, wenn Du doch nur geschwiegen h&auml;ttest, ein Au&szlig;enminister kann auch beredt schweigen, aber dann ist doch der Jurist mit Dir durchgegangen. Der Wahlvorgang soll &ldquo;streng nach Recht und Gesetz zu Ende gef&uuml;hrt wird.&rdquo; Das hast Du sch&ouml;n gesagt, aber mu&szlig;t Du denn die recht hilflose Hillary Clinton nachplappern. Du h&auml;ttest zumindest eines von Angela abgucken k&ouml;nnen, abwarten. So klar ist das gar nicht, dass die Wahlen abgehalten werden. Hamid Karsai ist doch kein Volltrottel. Dem wird noch klar werden, dass eine weitere Wahlrunde nicht nur eine Farce ist, sondern auch viel Geld und&nbsp; Menschenleben kosten w&uuml;rde. Und ob die Afghanen dabei mitmachen und zur Urne gehen, ist eigentlich auch nicht zu erwarten. Gut m&ouml;glich, dass Karsai das ihm h&ouml;rige Verfassungsgericht anrufen wird, die das Ganze kippt. So oder so wir, die USA und ihre Verb&uuml;ndeten, stehen dumm da.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Falsche Freunde in Kabul<\/strong><br>\nAbdullahs Verzicht auf die Stichwahl zieht dem letzten schwachen Rest demokratischer Politik den Teppich unter den F&uuml;&szlig;en weg. Hamid Karsai wird Chef in Kabul bleiben, allerdings kein starker. Abdullahs Verzicht, zur Stichwahl anzutreten, zieht dem letzten schwachen Rest demokratischer Politik in Afghanistan den Teppich unter den F&uuml;&szlig;en weg. In der Sache war das schon zwiefach geschehen. Zuerst, als Hamid Karsai sich vom h&ouml;chsten Gericht hatte bescheinigen lassen, dass sein im Mai ausgelaufenes Mandat weiter bestand; kein Kunstst&uuml;ck, den Gerichtshof hatte er gro&szlig;teils selbst eingesetzt. Dann durch die massiven Wahlf&auml;lschungen und das Nachwahl-Feilschen. Der Vorgang hat den Adressaten jenseits des Atlantik zwar nicht die Sprache, aber anscheinend das Denken verschlagen. Hillary Clinton, die Au&szlig;enministerin der USA, verharrt standhaft auf dem Argument, legitim sei auch eine Stichwahl mit nur einem Kandidaten. Das ist absurdes Theater. Der Clinton-Satz zeigt die dr&ouml;hnende Ratlosigkeit in Washington.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2053221&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Franz&ouml;sische St&auml;dte gehen gegen skrupellose Geldh&auml;user vor<\/strong><br>\nAuch in Frankreich haben sich zahlreiche Kommunen mit hochriskanten Kreditgesch&auml;ften verspekuliert. Eine Stadt folgt nun dem Vorbild mehrerer deutscher Gemeinden und klagt gegen die Deutsche Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/158292.banken-auf-der-anklagebank.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wo bleibt der B&uuml;rgerkrieg?<\/strong><br>\nMehr als eine Professorenschlacht: Im Streit um Peter Sloterdijks Steuerthesen geht es um die Zukunft der Demokratie. Im Mantel philosophischer Theorie tritt uns hier eine Ideologie entgegen, die mehr ist als ein Denkspiel: Sie ist letztlich eine Aufforderung zum politischen Umsturz. Wehe uns, wenn sie geh&ouml;rt wird.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2009\/1026\/feuilleton\/0007\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub9A19C8AB8EC84EEF8640E9F05A69B915\/Doc~E3E570BE344824089B6549A8283A0933B~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">Der Ausgangstext von Peter Sloterdijk Revolution der gebenden Hand<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/40\/Sloterdijk-Blasen\">Die Replik Axel Honneths in der Zeit<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~ECBEDDC9B25CD497DA85BEBF7625D0483~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">Die Erwiderung auf Honneth durch Sloterdijk<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~ED78922990A4D4C1BA43FD5B015A17830~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">Der zitierte Beitrag von Karl-Heinz Bohrer<\/a><br>\nQuelle 6: <a href=\"http:\/\/habermas-rawls.blogspot.com\/2009\/10\/christoph-menke-on-sloterdijk.html\">Der gleichfalls zitierte Beitrag von Christoph Menke aus der Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt:  Willst Du ein Schaf sein?<\/strong><br>\nEin Gedicht von  Uta Samiri Reichenberger\n<blockquote><p><strong>Willst du ein Schaf sein?<\/strong><\/p>\n<p>Du glaubst, du bist in Sicherheit,<br>\nwenn du nur stets und still<br>\nden Pfaden folgst, die alle geh&acute;n,<br>\nzwar manchmal ohne Freude<br>\nund oft auch ohne Sinn und Ziel,<br>\ndoch wenigstens bist du dabei<br>\nund f&auml;llst nicht auf, wenn man euch pr&uuml;ft.<\/p>\n<p>Du hast das Richtige getan,<br>\nstets der Verantwortung bewu&szlig;t,<br>\ndie du zu haben glaubst.<\/p>\n<p>Doch wer f&uuml;hrt letztlich alle an,<br>\ndie stets und still die ausgetret&acute;nen Wege geh&acute;n?<br>\nWo ist der Lohn f&uuml;r den Verzicht an Freiheit,<br>\nden du ein Leben lang ge&uuml;bt?<br>\nWer sagt dir denn, da&szlig; du dann richtig hast getan,<br>\nwenn du dich anpa&szlig;t und nur schweigst,<br>\nobwohl dein kritischer Verstand und auch dein Bauch nicht will,<br>\nwas du doch tust?<\/p>\n<p>Erinn&acute;re dich, du bist ein MENSCH,<br>\ndu hast die Wahl in jedem Augenblick und kannst<br>\nvergleichen deine Tat mit dem,<br>\nwas Tiere tun.<\/p>\n<p>Du bist ein Schaf?<br>\nStets willig und ein Herdentier?<br>\nDann sei dir klar, da&szlig; man von dir<br>\nnur Wolle, Haut und Fleisch,<br>\nnicht aber deine Meinung will.<\/p>\n<p>Du willst kein Schaf sein?<br>\nDann blick&acute; dich um und sieh, wo du voll Angst<br>\ndem Trend der Herde folgst<br>\nanstatt dich zu verweigern. <\/p>\n<p>Anstatt zu br&uuml;llen, wenn du w&uuml;tend,<br>\nanstatt zu geh`n, wenn du verstrickt<br>\num erst mal wieder dich zu f&uuml;hl&acute;n,<br>\nbevor du weiter streitest. <\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich kannst du nicht<br>\nin deiner Arbeit pl&ouml;tzlich nur noch schrei&acute;n!<br>\nAuch gehen kannst du nicht, du brauchst das Geld.<\/p>\n<p>Doch sei dir klar,<br>\nzuhause bist du frei und kannst beginnen,<br>\nder Wahrheit Raum zu geben,<br>\nwo vorher du dich beugtest und verstummt. <\/p>\n<p>Dann wirst du f&uuml;hlen diese Sonne,<br>\ndie in dir scheint und dir erhellt,<br>\nda&szlig; du kein Schaf bist, das nur wartet,<br>\nbis and&acute;re es verwerten.<\/p>\n<p>Pan durch Samiri am 17<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: &ldquo;Koalitionsvertrag gibt keine Antwort auf die Wirtschaftskrise&rdquo;, Wie Schwarz-Gelb die Bosse beschenkt, Wirtschaftsideen aus dem Untergrund, Rebalancing the world economy, Schweinegrippe, Steueroasen, Afghanistan. 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