{"id":43095,"date":"2018-03-22T08:34:02","date_gmt":"2018-03-22T07:34:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095"},"modified":"2018-03-22T08:34:02","modified_gmt":"2018-03-22T07:34:02","slug":"hinweise-des-tages-3085","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h01\">Emp&ouml;rung darf Argumente nicht ersetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h02\">Merkel kritisiert T&uuml;rkei: &bdquo;Inakzeptabel, was in Afrin passiert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h03\">Fall Skripal: Wie NATO-Generalsekret&auml;r und Qualit&auml;tsmedien sich gegenseitig den Ball zuspielen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h04\">Nato und EU im Anti-Russland-Wahn <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h05\">Gef&ouml;rderte Jobs f&uuml;r Langzeitarbeitslose: S&uuml;chtig, &uuml;berschuldet, depressiv sucht&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h06\">Leiharbeit: Wegweisendes Urteil gegen Umgehung von equal pay<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h07\">Rentendeal im Koalitionsvertrag: Bonus f&uuml;r Verleger auf Kosten der Zusteller?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h08\">EU-Ausl&auml;ndern das Kindergeld k&uuml;rzen? So einfach ist das nicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h09\">BMW-Gro&szlig;aktion&auml;re: Quandt-Erben kassieren eine Milliarde Euro Dividende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h10\">Soziale K&auml;lte auf Europas Wohnungsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h11\">Neuer Schwung oder alter Trott? Gro&szlig;e Koalition und Hochschulpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h12\">Aufrecht im Tresor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h13\">Die Blutspur der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h14\">Snowden &uuml;ber Facebook: &ldquo;&Uuml;berwachungsfirma, die in Social-Media umbenannt wurde&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43095#h15\">Zu guter Letzt: Satiriker scheitern kl&auml;glich daran, Witz dar&uuml;ber zu machen, dass Olaf Scholz einen Goldman-Sachs-Investmentbanker ins Finanzministerium holt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Emp&ouml;rung darf Argumente nicht ersetzen<\/strong><br>\nVerdr&auml;ngt Moralisieren inzwischen die gesellschaftliche Analyse der gesellschaftlichen Linken?<br>\nWir m&uuml;ssen zumindest aufpassen, dass moralische Emp&ouml;rung nicht sachliche Argumente ersetzt. Wenn ich zum Beispiel kritisiere, dass die herrschende Politik darauf hinausl&auml;uft, dass die weniger Wohlhabenden die Hauptlast der Zuwanderung tragen, dann lautet der Vorwurf: Wer das sagt, spielt die Armen gegen die &Auml;rmsten aus. Das ist doch absurd. Missst&auml;nde verursacht nicht der, der sie anspricht. Es ist die herrschende Politik, die die &Auml;rmeren in einen Interessengegensatz zu den Fl&uuml;chtlingen bringt, am krassesten an den Tafeln, aber auch bei der Konkurrenz um Kita-Pl&auml;tze, Niedriglohnjobs oder bezahlbare Wohnungen, von denen es viel zu wenige gibt. Oder auch an den &uuml;berforderten Schulen in sozialen Brennpunkten, wo sich das Lernniveau weiter verschlechtert. Infolge der Fl&uuml;chtlingskrise haben sich viele soziale Probleme versch&auml;rft, die es vorher schon gab. Und es trifft nicht die Besserverdienenden, sondern vor allem die, denen es ohnehin schon nicht gut geht. Es ist unsere Pflicht, das anzusprechen.<br>\nWie kann man verhindern, dass die &Auml;rmeren in einen Interessengegensatz zu den Fl&uuml;chtlingen geraten? Durch Abschieben? Sicherung der EU-Au&szlig;engrenzen?<br>\nZun&auml;chst einmal dadurch, dass die sozialen Probleme gel&ouml;st werden, aus denen der Interessengegensatz resultiert. Wenn es genug Sozialwohnungen, ausreichend Kita-Pl&auml;tze und gut ausgestattete Schulen besonders in den sozialen Brennpunkten g&auml;be und der Arbeitsm&auml;rkt wieder so reguliert w&uuml;rde, dass Lohndumping erschwert und der Niedriglohnsektor einged&auml;mmt wird, w&auml;re die Situation eine andere. Aber das zeigt eben auch, dass erfolgreiche Integration Voraussetzungen hat. Und die k&ouml;nnen nicht in beliebigem Umfang gew&auml;hrleistet werden. Deshalb ist es so zentral, vor Ort, in den Heimatl&auml;ndern, Perspektiven zu schaffen.<br>\nIst wom&ouml;glich der Vorwurf des Rassismus an dieser Stelle ein &auml;hnlich einfaches und damit verh&auml;ngnisvolles Denkmuster wie das der Rechten, Fl&uuml;chtlinge seien an der vermeintlichen Not der Deutschen schuld?<br>\nWer meint, ein Ansprechen der Probleme sei &ldquo;rassistisch&rdquo;, wei&szlig; nicht, was echter Rassismus bedeutet und tr&auml;gt dazu bei, ihn zu verharmlosen und unkenntlich zu machen..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2736.emp%C3%B6rung-darf-argumente-nicht-ersetzen.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merkel kritisiert T&uuml;rkei: &bdquo;Inakzeptabel, was in Afrin passiert&ldquo;<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das t&uuml;rkische Vorgehen in Zusammenhang mit dem Einmarsch in die syrische Kurdenhochburg Afrin verurteilt. &bdquo;Bei allen berechtigten Sicherheitsinteressen der T&uuml;rkei ist es inakzeptabel, was in Afrin passiert, wo Tausende und Abertausende von Zivilisten verfolgt sind, zu Tode kommen oder fl&uuml;chten m&uuml;ssen&ldquo;, sagte Merkel am Mittwoch in ihrer Regierungserkl&auml;rung im Bundestag. &bdquo;Auch das verurteilen wir auf das Sch&auml;rfste.&ldquo;<br>\nBisher hatte sich die Bundesregierung nur sehr zur&uuml;ckhaltend zu den t&uuml;rkischen Angriffen auf das syrische Kurdengebiet Afrin ge&auml;u&szlig;ert und deutliche Kritik an dem Nato-Partner vermieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/angela-merkel-kritisiert-die-tuerkei-fuer-den-einmarsch-in-syrien-15505496.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Gipfel der Heuchelei! Aber deutsche Panzer an die T&uuml;rkei liefern, die jetzt in Afrin stehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Ankaras Krieg (II)<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei, NATO-Partner der Bundesrepublik, droht ihren Angriffskrieg gegen Syrien auf den Irak auszuweiten. Man behalte sich vor, gegen die Einheiten der PKK auf nordirakischem Territorium k&uuml;nftig auch mit Landstreitkr&auml;ften vorzugehen, k&uuml;ndigt Staatspr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan an. Wird bereits der t&uuml;rkische Angriffskrieg gegen die kurdischen Gebiete Nordsyriens mit deutschen Waffen gef&uuml;hrt, so d&uuml;rften nach Lage der Dinge auch f&uuml;r einen Einmarsch in den Irak deutsche Leopard 2-Kampfpanzer genutzt werden. Die Bundesregierung hat auch nach dem Beginn der t&uuml;rkischen Aggression gegen Afrin am 20. Januar neue Ausfuhren von Kriegsger&auml;t in die T&uuml;rkei genehmigt. Dabei warnen inzwischen selbst die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages, die t&uuml;rkischen Milit&auml;roperationen in Afrin seien mit dem V&ouml;lkerrecht nicht in Einklang zu bringen; eigentlich &ldquo;obliege&rdquo; es der NATO sowie ihren Mitgliedstaaten &ndash; darunter Deutschland -, Ankara &ldquo;von einer Weiterverfolgung&rdquo; seiner milit&auml;rstrategischen Ziele in Nordsyrien abzubringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7568\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fall Skripal: Wie NATO-Generalsekret&auml;r und Qualit&auml;tsmedien sich gegenseitig den Ball zuspielen<\/strong><br>\nDie Mischung macht&rsquo;s! Das gilt auch f&uuml;r die Demagogie. Plumpe L&uuml;gen nimmt einem keiner mehr ab, etwas raffinierter muss es schon sein. Das Qualit&auml;tsmedium ZEIT-Online zeigt auch hier wieder vorbildlich, wie man das anstellt. [&hellip;]<br>\nFrei nach dem Motto &ldquo;Die Wahrheit l&uuml;gen!&rdquo; startet ZEIT-Online formal einigerma&szlig;en korrekt, indem es immerhin von einem &ldquo;Russland zugeschriebenen&rdquo; Giftanschlag spricht, bevor dann Stoltenberg selbst das Wort &uuml;berlassen wird.<br>\nDieser spricht wolkig vom &ldquo;Ausdruck eines bestimmten Musters&rdquo;, das er durch eine Reihung der bekannten westlichen Vorw&uuml;rfe gegen&uuml;ber Russland rasch skizziert, wobei er sich differenzierende Begrifflichkeiten beziehungsweise Begr&uuml;ndungen schenkt: &ldquo;Annexion der Krim&rdquo;, &ldquo;Stationierung von Truppen in Georgien&rdquo; (warum eigentlich nicht auch in Moldawien?) und zahlreiche Cyberattacken. Neuerdings w&uuml;rden Nuklearwaffen in die russische Milit&auml;rdoktrin und in Milit&auml;r&uuml;bungen zusammengef&uuml;hrt. Es bestehe &ldquo;die Gefahr, dass die russische Regierung sich schrittweise vom Einsatz konventioneller Waffen in Richtung Nuklearwaffen bewegen k&ouml;nnte&rdquo;. Dass die USA gerade das Gleiche machen &ndash; geschenkt!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/67076-fall-skripal-wie-nato-generalsekretaer-qualitaetsmedien\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: SPIEGEL-Cover zum Fall Skripal: Beschwerde beim Presserat eingereicht<\/strong><br>\nHeute habe ich beim Presserat Beschwerde gegen den SPIEGEL eingereicht. Der Eingang wurde mir best&auml;tigt. Es folgt der Wortlaut der Beschwerde:<br>\nDie Cover-Schlagzeile des SPIEGEL vom 17. M&auml;rz 2018 (&bdquo;Todesgr&uuml;&szlig;e aus Moskau&ldquo;) unterstellt eine bewiesene Schuld russischer T&auml;ter f&uuml;r den Mordanschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal. Da dieser Beweis zum Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung ausstand (und bis heute aussteht), verst&ouml;&szlig;t die Schlagzeile in eklatanter Weise gegen Ziffer 13 des Pressekodex (&bdquo;Unschuldsvermutung&ldquo;) wo es hei&szlig;t:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die Berichterstattung &uuml;ber Ermittlungsverfahren, Strafverfahren und sonstige f&ouml;rmliche Verfahren muss frei von Vorurteilen erfolgen. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung gilt auch f&uuml;r die Presse.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/paulschreyer.wordpress.com\/2018\/03\/21\/spiegel-cover-zum-fall-skripal-beschwerde-beim-presserat-eingereicht\/\">Paul Schreyer<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nato und EU im Anti-Russland-Wahn<\/strong><br>\nObwohl in den vergangenen Jahren einige deutschsprachige Autoren etwas ganz anderes belegt haben, bleiben die meisten politischen Eliten in den Nato- und EU-Staaten dabei: Russland soll als b&ouml;sartiger Aggressor dargestellt werden, dem die &bdquo;freie Welt&ldquo; entgegentreten muss.<br>\nTreffen diese &bdquo;Eliten&ldquo; auf Widerspruch, wie der CDU-Politiker und EU-Parlamentarier Elmar Brok im Deutschlandfunk vom 19. M&auml;rz 2018, dann werden sie immer wieder grob, ausf&auml;llig und autorit&auml;r. Ihre Botschaften sind plump, und sie werden wissen, dass sie die Unwahrheit sagen. Aber ihre derben Basta-Parolen sollen einsch&uuml;chtern und andere Meinungen zum Schweigen bringen.<br>\nSekundiert werden sie von den meisten Leitmedien und von medienbeflissenen &bdquo;Experten&ldquo;. Die Dauerpropaganda gegen Russland und vor allem gegen den soeben erst wiedergew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Putin hat paranoide Z&uuml;ge angenommen. Aber diese Paranoia ist nicht ohne Zweck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/kommentare\/20180321320002278-nato-eu-russland-hetze\/\">Sputnik News<\/a>\n<p><strong>dazu: Versagen der etablierten Politik: AfD f&uuml;llt Vakuum der deutsch-russischen Freundschaft<\/strong><br>\nIndem sie ihre feindliche Rhetorik gegen&uuml;ber Russland nicht korrigieren, vers&auml;umen es die etablierten Parteien aktuell schon wieder, ein f&uuml;r die B&uuml;rger zentrales Thema zu besetzen: Die &uuml;berf&auml;llige Ann&auml;herung an Russland. Die FDP ist beim Thema Russland ein Sonderfall, aber CDU, SPD, Gr&uuml;ne und ein dominanter Teil von Die Linke &uuml;berlassen wie bereits w&auml;hrend der Fl&uuml;chtlingskrise der AfD eines der wichtigsten gesellschaftlichen Themen &ndash; und eines mit geh&ouml;rigem W&auml;hlerpotenzial.<br>\nDie AfD kann darum mit ihrem scheinbar vern&uuml;nftigen und zukunftsf&auml;higen Zugehen auf Russland (und Syrien) bei den deutschen B&uuml;rgern geh&ouml;rig Sympathien sammeln. Und die etablierte Politik, die der Partei dieses wichtige Feld durch Unt&auml;tigkeit &uuml;berl&auml;sst, wird sich in einiger Zeit wieder zerknirscht fragen, wie die AfD diesen Erfolg wohl anstellt.<br>\nWas macht das politische und das mediale Berlin, w&auml;hrend die neue Seidenstra&szlig;e Gestalt annimmt, w&auml;hrend sich die transatlantische &ldquo;Freundschaft&rdquo; in einen offenen Wirtschaftskrieg wandelt und w&auml;hrend aktuelle Umfragen trotz antirussischer Kampagnen eine gro&szlig;e Sehnsucht der Deutschen zu einer neuen deutsch-russischen Freundschaft belegen? Diese Entscheider und Meinungsmacher halten sich seit Tagen mit Betrachtungen zu etwaigen Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei der russischen Pr&auml;sidentenwahl auf, die angesichts der Monumentalit&auml;t der Wahl und der Eindeutigkeit des Ergebnisses nur als kleinlich bezeichnet werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/67066-versagen-etablierten-politik-afd-fullt-vakuum\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gef&ouml;rderte Jobs f&uuml;r Langzeitarbeitslose: S&uuml;chtig, &uuml;berschuldet, depressiv sucht&hellip;<\/strong><br>\nAuch im Boom haben Hunderttausende keine Chance auf einen Arbeitsplatz, weil sie &ldquo;multiple Vermittlungshemmnisse&rdquo; haben. F&uuml;r sie will die Regierung Jobs bezahlen &ndash; ohne bestehende zu gef&auml;hrden. Eine knifflige Aufgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/jobs-fuer-langzeitarbeitslose-das-dilemma-des-sozialen-arbeitsmarkts-a-1198821.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder sch&ouml;ne Hetze auf Spiegel Online. Sogenannte Langzeitarbeitslose, also jene, die seit mehr als 12 Monaten nach einem Arbeitsplatz suchen, sind gr&ouml;&szlig;tenteils, so suggeriert es zumindest die &Uuml;berschrift, &ldquo;S&uuml;chtig, &uuml;berschuldet, depressiv&rdquo;. Auch im weitere Kontext beweist der &ldquo;Qualit&auml;tsjournalist&rdquo; Diekmann, dass er von den Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt bzw. wie lange sich ein Bewerbungsprozess, gerade f&uuml;r akademische Fachkr&auml;fte, hinziehen kann, keine Ahnung hat. Man kann es nur wiederholen, wer sich mit 50+, sei er noch so qualifiziert, aus der Arbeitslosigkeit heraus bewirbt hat faktisch, obwohl doch &ldquo;jedes Jahr &ldquo;Hunderttausende neue Jobs&rdquo; entstehen, keine Chance auf einer seiner Fachqualifikation entsprechenden Position. Aber das stimmt nat&uuml;rlich nicht, muss der Betroffene doch bestimmt &ldquo;s&uuml;chtig, &uuml;berschuldet, depressiv&rdquo; sein, wenn er &ldquo;in Zeiten des Jobbooms&rdquo; keine Stelle findet. Denn in der heutigen Zeit muss sich ein &ldquo;Qualit&auml;tsjournalist&rdquo; nicht mehr mit dem Thema auseinandersetzen &uuml;ber das er schreibt. Es reicht vorgefertigte Worth&uuml;lsen zu fabrizieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Leiharbeit: Wegweisendes Urteil gegen Umgehung von equal pay<\/strong><br>\nDie Erste Kammer des Arbeitsgerichts M&ouml;nchengladbach verk&uuml;ndete am 20.03.2018 ein Urteil, das Leiharbeitsfirmen und Unternehmen, die den Anspruch auf gleiche Bezahlung systematisch umgehen, deutschlandweit aus der Ruhe bringen d&uuml;rfte. In der Pressemitteilung des Landesarbeitsgerichts D&uuml;sseldorf zum Urteil vom 20.03.2018 hei&szlig;t es:\n<blockquote><p>\nDie K&uuml;ndigung einer Leiharbeitnehmerin ist nicht schon dann gerechtfertigt, wenn der dauerhafte Einsatz beim Kunden auf dessen Wunsch f&uuml;r drei Monate und einen Tag unterbrochen wird, obwohl ein Besch&auml;ftigungsbedarf durchgehend besteht.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/leiharbeit-wegweisendes-urteil-gegen-umgehung-von-equal-pay\/\">Arbeitsunrecht<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Das Aktenzeichen 1 Ca 2686\/17 sollten sich Leiharbeiter und Equal Pay-Umgeher merken. Ein wahrlich wegweisendes Urteil<\/strong><br>\nDas ist schon eine dreiste Nummer &ndash; das Entleihunternehmen, in diesem Fall real &ndash; will die Leiharbeiter dauerhaft besch&auml;ftigen, ihnen aber nicht den zustehenden Lohn nach neun Monaten zahlen. Also kegelt man die aus dem Unternehmen, bietet zugleich aber an, sie nach der &ldquo;Karenzzeit&rdquo; von drei Monaten wieder zu besch&auml;ftigen, &ldquo;selbstverst&auml;ndlich&rdquo; ohne equal pay. Und das Verleihunternehmen m&ouml;chte da gerne mitmachen, aber f&uuml;r die drei Monate Zwangspause &ldquo;nat&uuml;rlich&rdquo; nicht zahlen. Man k&ouml;nnte bilanzieren: Ein Fall wie aus dem Lehrbuch f&uuml;r Umgehungsstrategien.<br>\nAber die Betroffene Heike O. hat sich gewehrt und ist vors Gericht gezogen. Jessica Reisner zitiert in ihrem Artikel die Argumentation des Anwalts der Kl&auml;gerin,  Daniel Labrow, nach der eine fehlende Einsatzm&ouml;glichkeit f&uuml;r drei Monate und einem Tag nicht ausreichend f&uuml;r eine K&uuml;ndigung des Personalvermittlers sei. :<br>\n&ldquo;Es handelt sich hierbei um einen Pr&auml;zedenzfall als Resultat der &Auml;nderung des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes (A&Uuml;G), zu dem bislang offenbar noch kein Urteil ergangen ist. Dieses Urteil ist f&uuml;r alle &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum bei einem Entleiher eingesetzten Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter bedeutsam, die zur Vermeidung des bei einem mehr als neunmonatigen Einsatz bei einem Entleiher gem. &sect; 8 Abs. 4 A&Uuml;G entstehenden Anspruchs auf die gleiche Bezahlung wie die Stammbelegschaft oder mit der Begr&uuml;ndung, dass f&uuml;r wenige Monate keine Einsatzm&ouml;glichkeit bestehe, gek&uuml;ndigt worden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2018\/03\/ein-aktenzeichen-fuer-leiharbeiter-und-gegen-equal-pay-umgeher.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rentendeal im Koalitionsvertrag: Bonus f&uuml;r Verleger auf Kosten der Zusteller?<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition will bei Zeitungszustellern die Rentenbeitr&auml;ge f&uuml;r Arbeitgeber massiv k&uuml;rzen. Kritiker bef&uuml;rchten eine Aush&ouml;hlung des Mindestlohns &ndash; und niemand will daf&uuml;r verantwortlich sein.<br>\nIngo Jan&szlig;ens Arbeitstag beginnt morgens um halb vier, irgendwo zwischen Carolinensiel und Aurich in Ostfriesland. Mit dem Auto f&auml;hrt der 43-J&auml;hrige jeden Morgen 120 Zeitungen durch die versprengten D&ouml;rfer aus. Viel Geld verdient er damit nicht, doch trotz des fr&uuml;hen Aufstehens macht ihm die Arbeit Spa&szlig;. &ldquo;Es gibt noch viele &auml;ltere Leute, die Zeitung lesen und f&uuml;r die geh&ouml;rt es dazu, dass der Zeitungsbote morgens kommt. Einige warten auch schon, sind fr&uuml;h auf, damit sie ihre Zeitung lesen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nZusteller wie Jan&szlig;en sichern f&uuml;r viele Menschen im l&auml;ndlichen Raum den Zugang zur Tagespresse. Doch f&uuml;r die Verlage sind sie auch ein Kostenfaktor, gerade in Zeiten, in denen Werbeerl&ouml;se und Abonnentenzahlen schrumpfen. Seit Januar gilt der Mindestlohn fl&auml;chendeckend, bis dahin hatte es f&uuml;r die Verlage noch Ausnahmeregelungen gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/renten-zeitungszusteller-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Ausl&auml;ndern das Kindergeld k&uuml;rzen? So einfach ist das nicht!<\/strong><br>\nUnter den L&auml;ndern, in die das Kindergeld floss, steht an vorderer Stelle auch Frankreich, auch, weil Franzosen zum Beispiel im Saarland arbeiten, ihre Kinder aber weiter zu Hause auf der anderen Seite der Grenze wohnen. Und auch deutsche Kinder, die im EU-Ausland leben, weil sie vielleicht dort studieren oder ein Praktikum absolvieren, haben Anspruch auf die Zahlung des Kindergelds ins Ausland. Kurz: Nicht &uuml;berall, wo Missbrauch unterstellt wird, gibt es also auch wirklich Missbrauch.<br>\nTrotzdem darf man nicht so tun, als g&auml;be es ihn nicht. In manchen deutschen Gro&szlig;st&auml;dten bestehen ganze Stra&szlig;enz&uuml;ge aus sogenannten Schrottimmobilien, in denen osteurop&auml;ische Migranten wohnen &ndash; auch oder vor allem deshalb, weil sie f&uuml;r ihre Kinder das f&uuml;r sie vergleichsweise &uuml;ppige deutsche Kindergeld beziehen. Es gibt Leistungsmissbrauch in organisierter, krimineller Form und bandenm&auml;&szlig;igen Betrug durch Scheinbesch&auml;ftigung.<br>\nDazu geh&ouml;rt aber auch eine ganz andere Form von Missbrauch: Arbeitnehmer oft aus Rum&auml;nien und Bulgarien, die wenig deutsch verstehen und ihre Rechte nicht kennen, werden auf dem deutschen Arbeitsstrich gnadenlos ausgebeutet. Sie verdienen wenig, zahlen f&uuml;r eine Schlafstelle in den heruntergekommenen Wohnungen Wuchermieten und freuen sich &uuml;ber das Kindergeld, das f&uuml;r ihre Familien vielleicht noch &uuml;brig bleibt.<br>\nDas Kindergeld f&uuml;r Ausl&auml;nder zu k&uuml;rzen, deren Kinder im jeweiligen Heimatland leben, mag am Stammtisch sofort viel Zustimmung finden. Es in der Praxis umzusetzen, ist aber gar nicht so einfach, nicht nur weil es neben den Richtigen auch die Bed&uuml;rftigen trifft. Es widerspricht auch dem Europarecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/meinung-am-mittag-sozialleistungen-eu-auslaendern-das-kindergeld-kuerzen-so-einfach-ist-das-nicht-1.3915003\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>BMW-Gro&szlig;aktion&auml;re: Quandt-Erben kassieren eine Milliarde Euro Dividende<\/strong><br>\nDer Milliardengewinn von BMW zahlt sich auch f&uuml;r die Gro&szlig;aktion&auml;re Stefan Quandt und Susanne Klatten aus. Die Geschwister bekommen eine &uuml;ppige Aussch&uuml;ttung. Auch die Belegschaft profitiert.<br>\nDie Geschwister Stefan Quandt und Susanne Klatten erhalten von BMW Chart zeigen in K&uuml;rze 1,1 Milliarden Euro aufs Konto. Hintergrund: Der Autokonzern hat im vergangenen Jahr 8,7 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Nach dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sollen 30 Prozent davon als Dividende an die Aktion&auml;re ausgesch&uuml;ttet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bmw-milliarden-dividende-fuer-stefan-quandt-und-susanne-klatten-a-1199186.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Das Geschwisterpaar zahlt auf die 1,1 Milliarden Euro Dividende eine Kapitalertragssteuer von 25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidarit&auml;tszuschlag. &ldquo;Normale&rdquo; Steuerzahler m&uuml;ssen ab einem Einkommen von 250.000 Euro eine Lohn- oder Einkommenssteuer von 45 Prozent plus 5,5 Prozent Solidarit&auml;tszuschlag zahlen. Durch die Kapitalertragssteuer als besondere Erhebungsform von Einkommens- und K&ouml;rperschaftssteuer sparen Susanne Klatten und Bruder Stefan Quandt zusammen &uuml;ber 200 Millionen Euro, die Papa Staat als Steuereinnahmen einfach durch die Lappen gehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Soziale K&auml;lte auf Europas Wohnungsmarkt<\/strong><br>\nDie Schere zwischen Arm und Reich klafft auf dem europ&auml;ischen Wohnungsmarkt weiter auseinander. Eine neue Studie belegt mehr Obdach- und Wohnungslose. Auch Deutschland ist davon betroffen &ndash; aus mehreren Gr&uuml;nden. [&hellip;]<br>\nNach der Studie der Europ&auml;ischen Dachorganisation f&uuml;r Wohn- und Obdachlosigkeit waren demnach im Jahr 2016 gesch&auml;tzt 860.000 Menschen obdach- oder wohnungslos. Dies entspricht einem Anstieg von 150 Prozent zwischen 2014 und 2016.<br>\nRund die H&auml;lfte der armen Haushalte in Deutschland wenden mehr als 40 Prozent ihres verf&uuml;gbaren Einkommens f&uuml;r das Wohnen auf. Es gibt nur zwei L&auml;nder, in denen arme Haushalte noch st&auml;rker durch Wohnkosten belastet sind, n&auml;mlich in Bulgarien und Griechenland (siehe Grafik). Der EU-Durchschnitt liegt bei 42,1 Prozent. Als &ldquo;arm&rdquo; definiert die Studie ein durchschnittliches Einkommen von weniger als 60 Prozent des nationalen mittleren Einkommens, des sogenannten Medianeinkommens.<br>\nDeutschland liegt unter den L&auml;ndern, in denen die gr&ouml;&szlig;ten Ungleichheiten beim Zugang zu Wohnraum bestehen. &ldquo;Die Tatsache, dass sich ein reiches Land wie Deutschland unter jenen europ&auml;ischen L&auml;ndern mit der gr&ouml;&szlig;ten Wohnexkklusion befindet, ist besonders schockierend&rdquo;, kritisiert FEANTSA-Direktor Freek Spinnewijn in einer Presserkl&auml;rung.<br>\n&ldquo;In Deutschland haben wir seit Jahren einen r&uuml;ckl&auml;ufigen sozialen Wohnungsbau und das hat das preisg&uuml;nstige Segment schmelzen lassen&rdquo;, sagt der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe,Thomas Specht, der Deutschen Welle zur Erkl&auml;rung. Sein Institut hat dem Bericht zur Wohnexklusion in Europa Zahlen und Daten zugeliefert. Insgesamt sei der Bedarf an Wohnungen durch &ldquo;Zuzug oder Umstrukturierung besonders in den Metropolen gestiegen&rdquo;, erl&auml;utert Specht. Und das l&auml;sst die Kosten explodieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/soziale-k%C3%A4lte-auf-europas-wohnungsmarkt\/a-43052052\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neuer Schwung oder alter Trott? Gro&szlig;e Koalition und Hochschulpolitik<\/strong><br>\nWas bringt die Bundesregierung den Hochschulen? Milliarden f&uuml;r mehr Profs, bessere Lehre und BAf&ouml;G-Ausbau? Oder machen Union und SPD weiter wie gehabt: Kleckern in der Breite und Klotzen an der Spitze? Studis Online hat dazu Andreas Keller, Vizechef der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, befragt. Er zeigt sich nur m&auml;&szlig;ig optimistisch. [&hellip;]<br>\nWie der Hochschulpakt soll auch die &bdquo;Exzellenzstrategie&ldquo;, vormals &bdquo;Exzellenzinitiative&ldquo;, mit der an ausgew&auml;hlten Standorten gezielt &bdquo;Spitzenforschung&ldquo; gef&ouml;rdert wird, auf Dauer gestellt werden. Wobei der Beschluss dazu schon fr&uuml;her gefasst wurde. Auch Ihre Gewerkschaft sieht darin ein Instrument, die Hochschullandschaft noch st&auml;rker in Gewinner und Verlierer aufzuspalten. M&uuml;sste es damit nicht ein Ende haben?<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition geht noch einen Schritt weiter: In ihrem Koalitionsvertrag erkl&auml;ren Union und SPD Exzellenz zur &bdquo;Leitidee&ldquo; in der Wissenschaftspolitik. Das ist bemerkenswert: Nicht mehr Chancengleichheit beim Hochschulzugang und im Studium, sondern der Aufbau von Eliteuniversit&auml;ten, die F&ouml;rderung von Wettbewerb und die Hierarchisierung der Hochschullandschaft wird zur wissenschaftspolitischen Richtschnur der Gro&szlig;en Koalition. Das ist die Bankrotterkl&auml;rung sozialdemokratischer Hochschulpolitik und ein falscher Ansatz. Der Vorzug der deutschen Hochschullandschaft im Vergleich mit anderen Systemen bestand bisher gerade darin, dass bundesweit hohe Qualit&auml;tsstandards gelten, egal ob man seinen Abschluss in Dresden, Aachen, Osnabr&uuml;ck oder M&uuml;nchen gemacht hat. Die Bundesregierung sollte sich auf diese St&auml;rke besinnen und sie weiter sch&auml;rfen, statt sie leichtfertig zu verspielen und von einem deutschen Harvard zu tr&auml;umen. [&hellip;]<br>\nWissen Sie, wie es die neue Amtsinhaberin Karliczek mit dem Thema Studienfinanzierung h&auml;lt? Im Koalitionsvertrag hei&szlig;t es ja: &bdquo;Wir wollen die Stipendienkultur und Begabtenf&ouml;rderwerke in Deutschland weiter st&auml;rken. Die Sch&uuml;ler- und Leistungswettbewerbe wollen wir ausbauen.&ldquo; Wie h&ouml;rt sich das f&uuml;r Sie an?<br>\nDas ist der Preis, den die SPD daf&uuml;r bezahlen musste, dass sich die Koalition auf einen Ausbau des BAf&ouml;G verst&auml;ndigt hat. Es ist in den n&auml;chsten vier Jahren eine Frage der politischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse, ob es sich beim Bekenntnis zu Stipendienkultur und Leistungswettbewerben um ein Placebo f&uuml;r konservative Verfechter einer elit&auml;ren Bildungspolitik handelt oder um ein bildungspolitisches Programm, dessen Umsetzung eingefordert wird. Leider wissen wir nicht, wie die neue Bildungsministerin dazu steht. Mir zumindest sind keine &Auml;u&szlig;erungen von ihr dazu bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-2082-groko-hopo-interview-keller.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Aufrecht im Tresor<\/strong><br>\nMillionen Euro aus Libyen im Geldspeicher. Ermittler verh&ouml;ren Sarkozy 20 Stunden lang<br>\nRund 20 Stunden lang musste sich Nicolas Sarkozy seit Dienstag morgen den Ermittlern der franz&ouml;sischen Justiz stellen. Der fr&uuml;here Staatschef steht unter dem schweren Verdacht, seine Kampagne zur Pr&auml;sidentschaftswahl im Mai 2007 zum gro&szlig;en Teil mit rund 50 Millionen Euro aus der Kasse des damaligen libyschen Herrschers Muammar Al-Ghaddafi finanziert zu haben. Der Verdacht gegen Sarkozy gr&uuml;ndet unter anderem auf einer &raquo;Geheimpapier&laquo; genannten Vereinbarung zwischen Sarkozys und Ghaddafis Vertrauten, die sich in den H&auml;nden der Justiz befindet. In dem Vertrag habe Ghaddafis Geheimdienstchef Moussa Koussa 2006 die Freigabe der f&uuml;r die Kampagne des Franzosen bestimmten Millionensumme schriftlich festgehalten. [&hellip;]<br>\nAuch enge Vertraute und Freunde aus Sarkozys Entourage &ndash; unter ihnen der fr&uuml;here Innenminister Brice Hortefeux &ndash; wurden befragt. Auf mehrere andere Zeugen, die Licht in die Aff&auml;re h&auml;tten bringen k&ouml;nnen, hat die Justiz keinen Zugriff mehr. Ghaddafis Erd&ouml;lminister Schukri Ghanem wurde im Fr&uuml;hjahr 2012 in Wien tot aus der Donau gezogen. Der junge Libyer Mohammed Albichari starb im selben Zeitraum an einer &raquo;Diabetes-Krise&laquo;, wie es im gerichtsmedizinischen Bericht hei&szlig;t. Er hatte in den Wirren des libyschen B&uuml;rgerkriegs 70 von Geheimdiensten sp&auml;ter als &raquo;authentisch&laquo; eingestufte Tonaufnahmen aus dem Besitz des im Oktober 2011 ermordeten &raquo;Revolutionsf&uuml;hrers&laquo; aufgetrieben und sie offenbar zum Verkauf angeboten. Baschir Saleh, ehemaliger Kabinettchef Ghaddafis, wurde am 23. Februar vor seiner Haust&uuml;r im s&uuml;dafrikanischen Johannesburg angeschossen. Das Attentat &uuml;berlebte er nur knapp und ist seither nicht vernehmungsf&auml;hig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/329489.aufrecht-im-tresor.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Blutspur der USA<\/strong><br>\nDie Gewalt des US Empire im &auml;rmsten Land der Arabischen Welt<br>\nAls Beschwichtigung eines wegen des Iran-Nukleardeals aufgebrachten Hauses Saud unterst&uuml;tzen die USA auf s&auml;mtlichen Ebenen den erbarmungslosen Bombenkrieg gegen den Jemen &ndash; die jemenitische Bev&ouml;lkerung als Bauernopfer auf Obamas Schachbrett. Trump eskaliert nun diese Politik der verbrannten Erde. Doch auch unabh&auml;ngig vom Krieg der Saudis zieht sich eine jahrzehntelange Blutspur aus Massakern und Drohnenmorden der USA durch den Jemen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-03-21\/die-blutspur-der-usa-im-jemen\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Snowden &uuml;ber Facebook: &ldquo;&Uuml;berwachungsfirma, die in Social-Media umbenannt wurde&rdquo;<\/strong><br>\nDass Donald Trump die US-Pr&auml;sidentenwahl auch dank der Hilfe von Datenanalysten gewann, war bereits bekannt. Zwar geht Facebook jetzt gegen das Unternehmen vor, das ihm dabei geholfen haben soll. Doch so unschuldig ist Facebook nicht, wie es tut.<br>\nDer ehemalige NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden kritisiert Facebook scharf. In einem Tweet am Samstag schreibt Snowden:\n<blockquote><p>\nUnternehmen, die durch das Sammeln und Verkaufen von detaillierten Aufzeichnungen &uuml;ber das Privatleben Geld verdienen, wurden fr&uuml;her einfach als &lsquo;&Uuml;berwachungsunternehmen&rsquo; bezeichnet. Ihr Rebranding als &lsquo;Social Media&rsquo; ist die erfolgreichste T&auml;uschung, seit das Kriegsministerium zum Verteidigungsministerium wurde.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/66980-snowden-uber-facebook-uberwachungsfirma-in-social-media\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Satiriker scheitern kl&auml;glich daran, Witz dar&uuml;ber zu machen, dass Olaf Scholz einen Goldman-Sachs-Investmentbanker ins Finanzministerium holt<\/strong><br>\nF&uuml;rth (dpo) &ndash; Ein Redaktionsraum voller Satiriker ist kl&auml;glich daran gescheitert, einen guten Witz-Artikel dar&uuml;ber zu verfassen, dass Olaf Scholz (SPD) mit J&ouml;rg Kukies einen Investmentbanker von Goldman Sachs als Staatssekret&auml;r ins Bundesfinanzministerium beruft. Einen Nachmittag lang versuchten die Berufshumoristen, die Nachricht auf satirische Weise zu &uuml;berspitzen oder auf andere Art pointiert darzustellen &ndash; vergeblich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/03\/scholzman-sachs.html#more\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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