{"id":43099,"date":"2018-03-22T10:11:56","date_gmt":"2018-03-22T09:11:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43099"},"modified":"2018-03-29T14:07:51","modified_gmt":"2018-03-29T12:07:51","slug":"wir-wollen-ein-volk-der-guten-nachbarn-sein-dieses-grossartige-versprechen-ist-an-den-nagel-gehaengt-wahnsinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43099","title":{"rendered":"Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein. Dieses gro\u00dfartige Versprechen ist an den Nagel geh\u00e4ngt. Wahnsinn!"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180209-mueller_.png\" alt=\"Albrecht M&uuml;ller\" title=\"Albrecht M&uuml;ller\"><\/div><p>Wenn man die Entspannungspolitik von Beginn an begleitet und dann auch mitgemacht und daf&uuml;r gearbeitet hat, dann ger&auml;t man heute total ins Gr&uuml;beln. Sind die Menschen ausgetauscht? Ist die politische Garde auf den Kopf gestellt? Sind Geist und Seele gewaschen? Aus Vers&ouml;hnen ist Feindseligkeit geworden. Aus Zusammenarbeit Sanktionen. Aus sich vertragen sich beschimpfen. Aus Vertrauen aufbauen Misstrauen s&auml;en. Es ist wahnsinnig. Und gef&auml;hrlich! Was ist passiert? Zwei m&ouml;gliche Antworten. Erstens: Jene Kr&auml;fte, die schon den Kalten Krieg in den f&uuml;nfziger Jahren bestimmt haben,  und ihre geistigen Nachfahren sind heute die Meinungsf&uuml;hrer und Entscheider. Zweitens: Der unser Zusammenleben und das Verh&auml;ltnis zu anderen V&ouml;lkern bestimmende Geist wurde &bdquo;zur&uuml;ckgedreht&ldquo;. Wertewandel k&ouml;nnte man das nennen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7182\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-43099-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180322_Wir_wollen_ein_Volk_der_guten_Nachbarn_sein_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180322_Wir_wollen_ein_Volk_der_guten_Nachbarn_sein_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180322_Wir_wollen_ein_Volk_der_guten_Nachbarn_sein_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180322_Wir_wollen_ein_Volk_der_guten_Nachbarn_sein_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=43099-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180322_Wir_wollen_ein_Volk_der_guten_Nachbarn_sein_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180322_Wir_wollen_ein_Volk_der_guten_Nachbarn_sein_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Am besten kann man Letzteres erkl&auml;ren, wenn man sich an die grundlegende Aussage erinnert, die die Entspannungspolitik ab Oktober 1969 pr&auml;gte:  &bdquo;Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein.&ldquo; Das war von Willy Brandt in seiner ersten Regierungserkl&auml;rung als Bundeskanzler propagiert. Es wurde vom Koalitionspartner FDP mitgetragen. Darauf haben sich sp&auml;ter dann nach harten innenpolitischen Auseinandersetzungen auch Christdemokraten eingelassen. Auch der sp&auml;tere Bundeskanzler Helmut Kohl. Sp&auml;testens 1990 gab es einen partei&uuml;bergreifenden Konsens auf der Basis der von Brandt eingeleiteten Entspannungspolitik.<\/p><p>Heute ist das alles weg. Die Politik der CDU\/CSU wird von Leuten wie von der Leyen, Merkel und &ndash; typisch &ndash; dem CDU-Europa-Abgeordneten und Lobbyisten von Bertelsmann, Elmar Brok, der sich gerade besonders forsch gegen Russland ge&auml;u&szlig;ert hat,  bestimmt. Und auf sozialdemokratischer und gr&uuml;ner Seite ist das kaum anders. Auch der neue sozialdemokratische Au&szlig;enminister Heiko Maas ist mit kleinen Variationen auf der Linie der Konfrontation. Die Gr&uuml;nen haben sich zum Vorreiter des Feindbildaufbaus und zum Totengr&auml;ber der alten Idee, dass wir ein Volk der guten Nachbarn sein wollen, gemausert.  Im 1990 zum Partner erkl&auml;rten Russland sehen sie heute den Feind, ein Land, das man bek&auml;mpfen m&uuml;sse, statt mit ihm zusammenzuarbeiten.<\/p><p>Und wie sieht&lsquo;s beim Volk aus? Vermutlich etwas besser. Wir wollen mehrheitlich wohl keinen Krieg. Wir wollen uns mehrheitlich wohl auch mit Russland vertragen. Aber wie lange diese Stimmung noch h&auml;lt, wenn der Geist der Feindseligkeit und des Misstrauens von oben und von den Medien weiter verbreitet wird, das ist offen. Ein kleiner Gradmesser f&uuml;r uns NachDenkSeiten-Macher ist, dass wir gelegentlich &ndash; und h&auml;ufiger &ndash; Leser-Mails erhalten, die uns Einseitigkeit vorwerfen, obwohl wir mit den bescheidenen Mitteln der NachDenkSeiten nur ein bisschen ausbalancieren wollen, was an Dauerpropaganda in unseren Medien und von den Politikerinnen und Politikern an Feindbild-Propaganda betrieben wird. Gl&uuml;cklicherweise &uuml;berwiegen die Mails von Menschen, die Konflikte abbauen und f&uuml;r friedliches gut nachbarliches Zusammenleben werben wollen und uns deshalb st&uuml;tzen. Auch die Kommentarspalten zum Beispiel von Spiegel Online und Tagesschau Online zeigen, dass es beim Volk noch nicht so schlimm steht wie bei Politikern und Medien.<\/p><p>Was dort geschieht, ist Zeichen einer ausgesprochen gef&auml;hrlichen Entwicklung. Es ist ein Spiel mit dem Feuer und es zeigt, dass die heute regierenden und den Geist der Zeit bestimmenden Politikerinnen und Politiker nicht einmal f&auml;hig sind, die Folgen ihres Tuns und ihres Redens zu begreifen. Und sie sind nicht willens und nicht f&auml;hig, wenigstens ein bisschen strategisch zu denken. Darin unterscheiden sie sich grundlegend von jenen Politiker-Kolleginnen und -Kollegen, die die Entspannungspolitik entworfen und umgesetzt haben.<\/p><p><strong>Positiver Wandel durch Ann&auml;herung<\/strong><\/p><p>Das war der Grundgedanke der Entspannungspolitik. Wir bauen die Konfrontation ab, wir drohen nicht mit Rollback und Regime Change und erreichen damit eine gelassenere und freundlichere Haltung beim fr&uuml;heren Gegner und vor allem, dass sich dort die Dinge auch im Innern zum Positiven wandeln. So ist es gekommen &ndash; in der DDR, in Polen, in Tschechien, in der Sowjetunion und damit auch in Russland und bei anderen Staaten und V&ouml;lkern.<\/p><p>Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein. Diese Willensbekundung galt also nicht nur f&uuml;r die Holl&auml;nder und die Franzosen und die Italiener usw. Sie galt auch unseren &ouml;stlichen Nachbarn. Auf der Basis dieser Grundeinstellung zum Umgang mit anderen V&ouml;lkern wurde dann die sogenannte Entspannungspolitik und die Politik der Verst&auml;ndigung und Vers&ouml;hnung eingeleitet &ndash; mit Vertr&auml;gen mit Moskau, Warschau, Prag usw. . <\/p><p>Die Strategie &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo; war von Brandt und einem Zirkel von Mitarbeitern und Freunden schon Ausgangs der F&uuml;nfzigerjahre ausgedacht und dann 1963 im bayerischen Tutzing als neue Strategie und Gegenst&uuml;ck zur Adenauerschen Politik von Egon Bahr und Willy Brandt verk&uuml;ndet worden. <\/p><p>Die Vorstellung, dass man mit anderen V&ouml;lkern wie mit anderen Menschen freundlich und freundschaftlich umgeht, markierte auch einen Wertewandel. Das Denken war, wenn man so will, in Teilen der Bergpredigt entlehnt. Es entsprach auch damals nicht den Wertvorstellungen der Rechten und Rechtskonservativen und der Politikerinnen und Politiker, die milit&auml;rische Interventionen f&uuml;r einen wichtigen Teil der Politik hielten und halten. Diese beherrschen heute wieder die Szene.<\/p><p>Ein wichtiges Instrument der Entspannungspolitik war der Versuch, Vertrauen zwischen den V&ouml;lkern und zwischen den Regierungen aufzubauen. Von unserer Seite ist das bewusst betrieben worden. Das Schl&uuml;sselwort war etwas sperrig: &bdquo;vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen&ldquo;. Es war v&ouml;llig klar, dass man das Gegenteil sinnvollerweise nicht macht. Es galt als selbstverst&auml;ndliche Regel unter den damals handelnden und verantwortlichen Politikerinnen und Politikern, dass man mit &Auml;u&szlig;erungen und mit Entscheidungen nichts tun sollte, was Misstrauen s&auml;t, Partnerschaft zerst&ouml;rt und neue Aggressionen aufbaut.<\/p><p>Alle diese Erfahrungen und Erkenntnisse sind vergessen und mit F&uuml;&szlig;en getreten worden. Wozu das f&uuml;hrt, ist mir bei Lekt&uuml;re der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen am Sonntag&ldquo; vom 18.3.2018, also am letzten Sonntag, klar geworden. Da wird der russische Au&szlig;enminister Lawrow zitiert: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die westliche Propaganda wird leider immer primitiver und unversch&auml;mter.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn der sowjetische Au&szlig;enminister in der Phase der Entspannungspolitik der Siebzigerjahre so etwas h&auml;tte sagen m&uuml;ssen, dann h&auml;tten Schmidt oder Brandt ihr K&uuml;chenkabinett zu einer Krisensitzung zusammengerufen. Heute ist das den Berliner Verantwortlichen schnurzegal. Das ist gef&auml;hrlich und vor allem dumm.<\/p><p><strong>Gef&auml;hrlicher Wandel durch Konfrontation<\/strong><\/p><p>Heute haben genau jene Kr&auml;fte das Sagen, die nicht das &ldquo;sich vertragen&rdquo; f&uuml;r wichtig halten, sondern das &ldquo;sich bek&auml;mpfen&rdquo;, nicht die Politik der Vers&ouml;hnung, sondern die Politik der St&auml;rke und der Konfrontation. Dem Gehabe dieser Menschen in der Politik entspricht vermutlich auch ihre Einstellung zum Umgang im pers&ouml;nlichen Bereich: Jede\/r Andere ist potenziell ein Gegner, allenfalls ein Verb&uuml;ndeter im Kampf. Dieser Umgang wird heute von Kindesbeinen an ge&uuml;bt. Kein Wunder, dass der Wertewandel in der gro&szlig;en Politik nicht auf massiven Protest trifft.<\/p><p>Die bestimmenden Kr&auml;fte in der russischen Politik haben lange und geduldig darum geworben, die Politik der Verst&auml;ndigung und der Zusammenarbeit beizubehalten. Noch zwei Jahre nach dem NATO-Krieg in Jugoslawien, der v&ouml;lkerrechtswidrig war und sich auch gegen Russland wandte, hat der russische Pr&auml;sident 2001 im Deutschen Bundestag um Zusammenarbeit geworben. Auch dieses Werben wurde auf westlicher Seite nicht ernst genommen. In Russland zog man danach offensichtlich die Konsequenzen und schaltete um. Bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz im Jahre 2007 war der Wandel zu sp&uuml;ren. <\/p><p>Der Wandel, der negative Wandel im Innern und verlautbart nach au&szlig;en,  ist verst&auml;ndlich. Die Kr&auml;fte der Verst&auml;ndigung, zum Beispiel Au&szlig;enminister Lawrow und Pr&auml;sident Putin, werden von westlicher Seite dem Spott ihrer innenpolitischen Gegner ausgesetzt. Nat&uuml;rlich gibt es auch in Russland Politiker und Ideologen, die von enger Zusammenarbeit mit den USA und ihren Verb&uuml;ndeten einschlie&szlig;lich der NATO nicht so viel halten. Ihnen spielt der Westen in die H&auml;nde und wenn das so weitergeht, dann k&ouml;nnten wir an der Schwelle eines wirklichen Wandels zum Schlechteren stehen. Aus der wirtschaftlichen Zusammenarbeit wird unter dem Druck von Sanktionen und feindseligen &Auml;u&szlig;erungen durch die westliche Politik und Medien dann eine neue und versch&auml;rfte milit&auml;rische Konfrontation, also Aufr&uuml;stung und Drohgeb&auml;rden. Das war in der Rede Putins zur Lage der Nation am 1. M&auml;rz 2018 schon sp&uuml;rbar. Und wenn dieser Pr&auml;sident vom Westen inspiriert unter innenpolitischen Druck der nationalistischen Kr&auml;fte Russlands kommen sollte oder gar ausgewechselt werden sollte, dann k&ouml;nnte die Welt morgen noch um vieles gef&auml;hrlicher sein. Der gegenseitige Feindbild-Aufbau enth&auml;lt n&auml;mlich viele T&uuml;cken. Und irgendwann kracht es dann.<\/p><p>Man muss sich fragen, ob es in Berlin und in London, und in Washington und Br&uuml;ssel keine politischen F&uuml;hrungspersonen gibt, die sich dar&uuml;ber Gedanken machen. Offensichtlich haben wir es mit einer Generation von Spielernaturen zu tun. Da ich Willy Brandt und Helmut Schmidt und Walter Scheel und Gustav Heinemann und Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher noch pers&ouml;nlich kannte, kann ich ein bisschen ermessen, was uns heute fehlt. Es fehlt schon der unbedingte Wille zum Frieden &ndash; und strategisches Denken sowieso.<\/p><p><strong>Es gibt eine professionell und teilweise privat organisierte Lobby, die auf Konflikte setzt und daf&uuml;r wirbt.<\/strong><\/p><p>Der Feindbildaufbau wird professionell betrieben &ndash; von einer gut geschmierten Lobby und hilfsbereiten Medien. Die oben zitierte Aussage des russischen Au&szlig;enministers hat offensichtlich einen Hintergrund, der nicht nur mit b&ouml;sem Willen erkl&auml;rt werden kann. Die westliche Propaganda ist primitiv und unversch&auml;mt, aber nicht nur das, sie ist auch professionell gemacht und verf&uuml;gt &uuml;ber gro&szlig;e finanzielle und organisatorische Mittel. Das konnte man jetzt gerade wieder bei der Entwicklung und Durchf&uuml;hrung der Kampagne zu dem Giftanschlag in Gro&szlig;britannien sehen. <\/p><p>Die Einsicht in dieses Ph&auml;nomen professioneller und privat organisierter Lobby und Meinungsmache k&ouml;nnte man zur Entlastung und Entschuldigung daf&uuml;r anf&uuml;hren, dass es heute bei den im Westen verantwortlichen Politikerinnen und Politikern so d&uuml;ster aussieht. Das ist eine Erkl&auml;rung. Aber beruhigend ist sie nicht. Und es ist auch keine Entschuldigung f&uuml;r die falsche Politik.<\/p><p>Es bleibt uns nicht viel an Gegenwehr. Es bleibt jetzt die Bitte an Sie, liebe NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser, k&uuml;mmern Sie sich um Krieg und Frieden. Reden Sie mit den J&uuml;ngeren unter uns. Versuchen Sie f&uuml;r die Einsicht zu werben, dass der Geist der Gewalt und der Konfrontation im pers&ouml;nlichen Bereich wie im politischen Bereich zerst&ouml;rerisch ist. Und wir deshalb dagegen aufstehen m&uuml;ssen. Werben Sie daf&uuml;r, dass wir ein Volk der guten Nachbarn bleiben und da, wo wir es nicht mehr sind, es wieder werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180209-mueller_.png\" alt=\"Albrecht M&uuml;ller\" title=\"Albrecht M&uuml;ller\"\/><\/div>\n<p>Wenn man die Entspannungspolitik von Beginn an begleitet und dann auch mitgemacht und daf&uuml;r gearbeitet hat, dann ger&auml;t man heute total ins Gr&uuml;beln. Sind die Menschen ausgetauscht? Ist die politische Garde auf den Kopf gestellt? Sind Geist und Seele gewaschen? 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