{"id":43109,"date":"2018-03-23T08:29:16","date_gmt":"2018-03-23T07:29:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109"},"modified":"2018-03-23T08:29:16","modified_gmt":"2018-03-23T07:29:16","slug":"hinweise-des-tages-3086","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h01\">Goldman Sachs im Finanzministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h02\">Arbeitsminister h&auml;lt Regierungserkl&auml;rung: Das Schweigen des Hubertus Heil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h03\">Mindestlohn-Tricks kosten Deutschland zehn Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h04\">Arbeitslose werden weiterhin zu oft in die Leiharbeit gedr&uuml;ckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h05\">&bdquo;Sie sind herzlos, und Sie sind ohne Empathie&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h06\">Einkommensschicht bestimmt die Kindergesundheit <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h07\">&raquo;Troika f&uuml;r alle&laquo;? EU-Kommission schl&auml;gt erneut finanzielle Belohnungen f&uuml;r Sozialabbau vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h08\">Im Zeichen des Zorns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h09\">WSI-Arbeitskampfbilanz 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h10\">Ist die US-Steuerreform ein Vorbild f&uuml;r Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h11\">&ldquo;Wer wei&szlig;, wer der T&auml;ter ist, der braucht keine Aufkl&auml;rung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h12\">American Public Troubled by &lsquo;Deep State&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h13\">&ldquo;Facebook ist aus jedem Blickwinkel T&auml;ter&rdquo;: IT-Blogger Fefe &uuml;ber die Lehren aus dem Cambridge-Analytica-Debakel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43109#h14\">209 neue Posten: Rechnungshof kritisiert Stellenzuwachs der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Goldman Sachs im Finanzministerium<\/strong><br>\nWas kommt als n&auml;chstes? Al Capone als Justizminister? Egal, ob schwarze oder rote Null &ndash; es kommt immer Null dabei heraus. In seiner Rede zur Regierungserkl&auml;rung von Olaf Scholz erkl&auml;rt Fabio De Masi dem Vize-Kanzler den Export&uuml;berschuss mit Fischbr&ouml;tchen &amp; Astra und schl&auml;gt eine neue Netflix-Serie vor: House of Banks. [&hellip;]<br>\nStellen Sie sich vor Herr Scholz, Sie w&uuml;rden Fischbr&ouml;tchen an der Elbe verkaufen. F&uuml;r einen anst&auml;ndigen Lohn. Und ich w&uuml;rde zum Mindestlohn von 8,84 Euro auf der Reeperbahn Astra zapfen. Mein Bier w&auml;re spott-billig, deswegen w&uuml;rden Sie immer bei mir tanken. Aber ich k&ouml;nnte mir Olafs Fischbr&ouml;tchen nicht leisten. Kein Umsatz f&uuml;r Sie! Irgendwann w&auml;ren Sie pleite und m&uuml;ssten bei mir anschreiben. H&auml;tte ich einen anst&auml;ndigen Lohn k&ouml;nnte ich bei Ihnen Fischbr&ouml;tchen kaufen und Sie k&ouml;nnten bei mir trinken bis zum Umfallen. Davon h&auml;tten wir beide was.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1885.goldman-sachs-im-finanzministerium.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Gut gemacht, Olaf Scholz<\/strong><br>\nDie Kritik an der Berufung von Goldman-Sachs-Banker J&ouml;rg Kukies zum Staatssekret&auml;r im Bundesfinanzministerium mit Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r die Europapolitik und Finanzmarktregulierung ist allzu mechanisch. Dass der Mann bei Goldman Sachs gearbeitet hat und reich geworden ist, stellt keinen Disqualifikationsgrund dar. Und auch all diejenigen, die da schnell von Interessenskonflikten sprechen, greifen wahrscheinlich zu kurz. [&hellip;]<br>\nZweitens kann man Scholz &amp; Co. nicht verdenken, dass sie sich unbedingt auf Katastrophenszenarien wie etwa einen Kollaps des finanziellen Kartenhauses Italien einstellen m&uuml;ssen. Daf&uuml;r im eigenen Haus smarte Kapazit&auml;ten aufzubauen, ist schon als Teil eines propren Risikomanagements geboten. Wie FDR sagte: Man braucht einen Dieb, um andere Diebe zu fangen. [&hellip;]<br>\nKukies d&uuml;rfte Eingehendes &uuml;ber Finanzproduktschrott wissen, der verkauft worden ist. Und er d&uuml;rfte mit den inneren Strukturen finanzieller Kartenh&auml;user relativ intim bekannt sein.<br>\nAll das, so steht zu vermuten, kann der Bundesregierung nur nutzen. Denn im Vergleich zu dem, was passiert, wenn Italien wirklich ins Wanken ger&auml;t, waren alle finanztechnischen Man&ouml;ver, die die Griechenland-Krise erforderte, ein reines Kinderspiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/joerg-kukies-ist-eine-gute-wahl-von-olaf-scholz-als-finanzminister-a-1199429.html\">Manager Magazin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Berufung des Goldmann Sachs Deutschlandchefs Kukies zum Staatssekret&auml;r im Finanzministerium als geschickten Schachzug zu exkulpieren, mit dem man sich doch nur die entsprechende Fachexpertise ins Hause holt, ist an Chuzpe nicht zu &uuml;bertreffen.<\/em><\/p>\n<p><em>&Auml;hnlich <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2018\/13\/joerg-kukies-co-chef-goldman-sachs-staatssekretaer-finanzministerium\">in der Zeit<\/a>. In den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; findet sich zu diesem Vorgang nicht einen Hauch der Kritik. Soviel wieder einmal zum Zustand unserer Medien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitsminister h&auml;lt Regierungserkl&auml;rung: Das Schweigen des Hubertus Heil<\/strong><br>\nDer neue Arbeitsminister erkl&auml;rt die sozialpolitischen Ziele der Regierung. Besonders interessant ist, zu welchem Thema er nichts sagt.<br>\nWas der neue Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zu Hartz IV zu sagen hat, ist erstaunlich d&uuml;rftig. Da tobt seit Tagen eine Debatte &uuml;ber die Grundsicherung, und Heil handelt sie in seiner Regierungserkl&auml;rung im Bundestag in wenigen Sekunden ab. Nicht die H&ouml;he der Transfers sei die entscheidende Frage und auch nicht, ob man es schaffe, Menschen in Armut zu verwalten, sagte Heil am Donnerstag. Entscheidend sei, Menschen &bdquo;Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben zu er&ouml;ffnen&ldquo;.<br>\nDamit bringt er die Haltung der neuen Bundesregierung zu Hartz-IV-Empf&auml;ngern auf den Punkt. Zwar fand man die kaltherzigen &Auml;u&szlig;erungen Jens Spahns unpassend, aber wirklich &auml;ndern m&ouml;chte man die Lage von arbeitslosen Armen auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Arbeitsminister-haelt-Regierungserklaerung\/!5490717\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Programm f&uuml;r Lohnerh&ouml;hungen und die Wiederherstellung des Sozialstaats: bei der SPD weiterhin Fehlanzeige. Stattdessen kommen Heil und die Koalition (leider) weiterhin mit diesen unfassbaren Unversch&auml;mtheiten durch, die Rente auf die Art zu &ldquo;stabilisieren&rdquo; (auf allerunterster Sohle), indem sie &ldquo;den Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht &uuml;ber 20 Prozent steigen [&hellip;] lassen&rdquo;. Begr&uuml;ndung f&uuml;r diesen Wahnsinn: keine. Aber dass Deutschland seine &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; verbessern muss, ist selbstredend.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Unheilvolles Schweigen<\/strong><br>\nIn seiner Regierungserkl&auml;rung geht der neue Arbeitsminister mit keinem Wort auf Hartz IV ein<br>\nArmut ist l&auml;ngst kein Randph&auml;nomen mehr in Deutschland: Etwa acht Millionen Menschen sind auf Grundsicherung angewiesen, darunter sind fast sechs Millionen Hartz-IV-Bezieher und deren Kinder. Angesichts dieser Zahlen sollte man meinen, dass der neue Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) das Thema zum zentralen Aufh&auml;nger seiner Regierungserkl&auml;rung machen w&uuml;rde, schlie&szlig;lich f&auml;llt das Arbeitslosengeld II, wie Hartz IV offiziell hei&szlig;t, in seinen Aufgabenbereich. Doch weit gefehlt: Der Ressortleiter hielt sich am Donnerstag zwar an die von Merkel ausgegebene Regierungslinie und beklagte ebenfalls die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, &raquo;im Arbeitsleben und bei Einkommen und Verm&ouml;gen&laquo;, erw&auml;hnte aber Hartz IV als Treiber dieses Auseinanderdriftens mit keinem Wort.<br>\nNicht immer war Heil so sprachlos. In seiner ersten Amtszeit als SPD-Generalsekret&auml;r verteidigte er die Agenda 2010, deren Kernpunkt die Einf&uuml;hrung des ALG II war, gegen Angriffe von links. Als die SPD sp&auml;ter die Oppositionsb&auml;nke dr&uuml;ckte, erfassten Heil ernsthafte Zweifel an der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Schr&ouml;derschen Reformprojekts. &raquo;Das riecht nach Willk&uuml;r&laquo;, klagte er mit Blick auf die fragw&uuml;rdige Regelsatzberechnung in der &raquo;taz&laquo;. Als zust&auml;ndiger Minister hat er sich nun offenbar mehr Zur&uuml;ckhaltung auferlegt. Und so fragte er unverbindlich in die weite Runde des halbleeren Plenums: &raquo;Wie halten wir in diesem gesellschaftlichem Wandel die Gesellschaft zusammen?&laquo; Heil zufolge soll der starke Sozialstaat &raquo;Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben erm&ouml;glichen&laquo;. Das Ganze wolle er aber &raquo;nicht an der H&ouml;he des sozialen Transferleistungen&laquo; festmachen. Ohne es zu sagen, erteilte der Minister so Forderungen nach einer Erh&ouml;hung der Hartz-IV-S&auml;tze eine Absage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1083284.hubertus-heil-unheilvolles-schweigen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Kommentar zur Regierungserkl&auml;rung Arbeit- und Sozialpolitik Hubertus Heil<\/strong><br>\nDie Agenda 2010 und deren Folgen werden ihn linear genauso begleiten wie sein Amt. Die vergangene Arbeits- und Sozialpolitik seiner Vorg&auml;ngerinnen von der Leyen und Nahles haben weder Fehler aufgearbeitet noch eine Entspannung in den nachhaltigen Arbeitsmarkt gebracht. Stattdessen wurden Gesetze versch&auml;rft, der Druck auf die Erwerbslosen erh&ouml;ht und die Zahl der Langzeiterwerbslosen stagniert. [&hellip;]<br>\nAuch Heil hat kein Patentrezept, um die derzeitige desolate Arbeitsmarktpolitik in positive Bahnen zu lenken. Er bleibt orientierungslos, planlos und ignorant; klebt an der Agenda-2010-Politik wie ein Fliegenschiss und in diesem Fall in trauter Einigkeit mit der CDU \/ CSU. Eine wirkliche Arbeitsmarktreform kann sich nur entwickeln, wenn vom B&uuml;rokratiemonster Hartz IV Abstand genommen wird. Dazu geh&ouml;rt zun&auml;chst die Abschaffung der Sanktionen beim Arbeitslosengeld II, das Erkennen der Realit&auml;t von Drangsalierungen, Entrechtungen und Stigmatisierungen durch die Jobcenter und deren legitimiertes Sozialgesetzbuch II sowie die Regulierung der Regels&auml;tze an die Wirklichkeit. &bdquo;Fordern und F&ouml;rdern&ldquo; bleibt, wie auch der Koalitionsvertrag verspricht, in seinem aktuellen Skelett bestehen und wird ein wenig scheinbar mit Pflastern verarztet. Heilung ausgeschlossen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Hubertus Heil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/inge-hannemann.de\/kommentar-zur-regierungserklaerung-arbeit-und-sozialpolitik-hubertus-heil\/\">Inge Hannemann<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mindestlohn-Tricks kosten Deutschland zehn Milliarden<\/strong>\n<ul>\n<li>Durch Verst&ouml;&szlig;e gegen das Mindestlohngesetz werden Besch&auml;ftigten und Sozialkassen Milliarden vorenthalten, zeigt eine Studie.<\/li>\n<li>Laut Berechnungen belaufen sich die Lohnausf&auml;lle im Durchschnitt auf 251 Euro brutto im Monat je Besch&auml;ftigten, dem der gesetzliche Mindestlohn vorenthalten wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Mindestlohn steht oft nur auf dem Papier, gezahlt wird er nicht. Dadurch werden Besch&auml;ftigten und Sozialkassen Milliarden vorenthalten. Das geht aus einer Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hervor. Demnach summierten sich 2016 Lohnausf&auml;lle und geringere Einnahmen der Sozialversicherung aufgrund der Umgehung des gesetzlichen Mindestlohns und von Mindestl&ouml;hnen in bestimmten Branchen auf etwa 9,9 Milliarden Euro.<br>\nDas sch&auml;dige nicht nur die Arbeitnehmer, &ldquo;sondern auch die Solidargemeinschaft der Beitragszahler. W&uuml;rden die L&ouml;hne korrekt gezahlt, k&ouml;nnten entweder die Sozialbeitr&auml;ge entsprechend gesenkt oder das Leistungsniveau der Sozialversicherung erh&ouml;ht werden&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie des WSI-Forschers Toralf Pusch. Nach seinen Berechnungen belaufen sich die Lohnausf&auml;lle im Durchschnitt auf 251 Euro brutto im Monat je Besch&auml;ftigten, dem der gesetzliche Mindestlohn vorenthalten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sozialabgaben-und-gehaelter-mindestlohn-tricks-kosten-deutschland-zehn-milliarden-1.3916827\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitslose werden weiterhin zu oft in die Leiharbeit gedr&uuml;ckt<\/strong><br>\nNach auch interner Kritik wollte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ihre Vermittlungspraxis nachhaltiger gestalten. Geschehen ist wenig, die BA ist ein Umschlagplatz f&uuml;r prek&auml;re Jobs geblieben. Und so wurde auch 2017 fast jede\/r dritte Arbeitslose in vergleichsweise schlecht bezahlte und oft nur kurz dauernde Leiharbeitsjobs vermittelt. [&hellip;]<br>\nHeute, mehr als vier Jahre sp&auml;ter, zeigt sich ein unver&auml;ndertes Bild. Wie anl&auml;sslich einer erneuten Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion B&Uuml;NDNIS 90\/GR&Uuml;NE diese Woche bekannt wurde, lotsen und dr&auml;ngen Agenturen und Jobcenter immer noch fast ein Drittel der von ihnen betreuten Erwerbslosen auf Stellen in der Leiharbeitsbranche. Den in der Antwort pr&auml;sentierten Zahlen zufolge hat die BA im Jahr 2017 insgesamt 260.000 Arbeitslose in sozialversicherungspflichtige Stellen vermittelt. Fast 85.000 (32,7%) von ihnen nahmen eine Arbeit in Betrieben der Arbeitnehmer&uuml;berlassung auf.<br>\nDer Anteil der in Leiharbeit vermittelten Arbeitslosen lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Seit 2013 hat sich dieser Anteil zwar um 2,3 Prozentpunkte, von 35 auf unter 33 Prozent, verringert. Angesichts der damaligen selbstkritischen Ank&uuml;ndigung des Vorstands, die Vermittlung anders auszurichten, ist der R&uuml;ckgang aber viel zu gering ausgefallen. Zudem korrespondiert er mit den gleichzeitig zu beobachtenden Anteilsr&uuml;ckg&auml;ngen in der Gruppe der insgesamt aus (registrierter) Arbeitslosigkeit in sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung wechselnden Personen. Hier ging der Anteil derjenigen, die (auch ohne Vermittlung durch die BA) eine Arbeit in der Arbeitnehmer&uuml;berlassung aufnahmen, im gleichen Zeitraum um 1,4 Prozentpunkte zur&uuml;ck. Mit anderen Worten: eine echte Revision der Vermittlungspraxis ist weiterhin nicht zu erkennen, Arbeitsagenturen und Jobcenter sind ein Umschlagplatz f&uuml;r miese Jobs geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/2018\/22-03-18\/\">Markus Kr&uuml;semann auf Miese Jobs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Sie sind herzlos, und Sie sind ohne Empathie&ldquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Arbeitsminister Norbert Bl&uuml;m wirft Jens Spahn Herzlosigkeit in der Armutsdebatte vor. Hartz-IV-Empf&auml;nger w&uuml;rden sich dadurch diskriminiert f&uuml;hlen. Seine &bdquo;eiskalten&ldquo; Aussagen h&auml;tten eine fatale Wirkung.<br>\nWas braucht der Mensch, um w&uuml;rdig zu leben? Reicht ein Dach &uuml;ber dem Kopf und das Befriedigen von Hungergef&uuml;hlen &ndash; oder muss der Staat auch f&uuml;r die gesellschaftliche Teilhabe sorgen? Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat mit seinem Satz, Hartz IV bedeute nicht Armut, f&uuml;r Emp&ouml;rung gesorgt &ndash; und wurde daf&uuml;r auch aus seiner eigenen Partei heftig kritisiert.<br>\nNun schaltet sich der ehemalige Arbeitsminister Norbert Bl&uuml;m (CDU) in die Diskussion ein: &bdquo;Sie sind herzlos, und Sie sind ohne Empathie mit denjenigen, die Hartz IV empfangen m&uuml;ssen&ldquo;, sagte Bl&uuml;m am Mittwochabend bei &bdquo;Stern TV&ldquo; zu Spahns Aussagen. Er bef&uuml;rchtet, dass sich die Betroffenen durch die Aussagen ausgeschlossen f&uuml;hlten: &bdquo;Was ich am meisten bedaure, ist, dass sich viele Hartz-IV-Empf&auml;nger durch solche sozialb&uuml;rokratischen, eiskalten Bemerkungen diskriminiert f&uuml;hlen&ldquo;, f&uuml;gte der 82-J&auml;hrige hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article174789572\/Norbert-Bluem-attackiert-Jens-Spahn-Sie-sind-herzlos-ohne-Empathie.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Einkommensschicht bestimmt die Kindergesundheit<\/strong><br>\nKongress &bdquo;Armut und Gesundheit&ldquo; findet derzeit in Berlin statt<br>\nArmut und Gesundheit sind eng miteinander verbunden. Insbesondere Kinder trifft es hart. Dies geht aus einer gro&szlig;en Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Auch ein gro&szlig;er Kongress besch&auml;ftigt sich derzeit in Berlin mit dieser Thematik. Hier die wesentlichen Fakten in K&uuml;rze:\n<ul>\n<li>Sozial benachteiligte Kinder haben durchschnittlich einen deutlich schlechteren Gesundheitszustand als Gleichaltrige aus besser verdienenden Familien.<\/li>\n<li>Menschen, die von Geburt an mit einem Einkommen unterhalb der Armutsrisikogrenze auskommen m&uuml;ssen, haben im Vergleich zu den hohen Einkommensbeziehern eine um acht bis elf Jahre geringere Lebenserwartung.<\/li>\n<li>Sozial benachteiligte Bev&ouml;lkerungsgruppen haben ein zwei- bis dreifach erh&ouml;htes Risiko f&uuml;r Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes.<\/li>\n<li>Nachteile, die in der Kindheit entstehen, bleiben h&auml;ufig im sp&auml;teren Leben bestehen.<\/li>\n<li>&Auml;rzte und Politiker fordern weniger Wettbewerb und mehr Solidarit&auml;t im Gesundheitswesen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das RKI ver&ouml;ffentlichte in einer gro&szlig; angelegten Studie neue Daten zum allgemeinen Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Neben verschiedenen Aspekten wie &Uuml;bergewicht, Rauchverhalten und psychischen Auff&auml;lligkeiten wurde auch der soziale Status der Kinder in Zusammenhang mit dem allgemeinen Gesundheitszustand gebracht. Zum Thema &bdquo;Armut und Gesundheit&ldquo; findet vom 20. bis 21. M&auml;rz 2018 ein gro&szlig;er Kongress mit rund 2000 Teilnehmenden in Berlin statt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heilpraxisnet.de\/naturheilpraxis\/rki-einkommensschicht-bestimmt-die-kindergesundheit-20180321404125\">Heilpraxis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&raquo;Troika f&uuml;r alle&laquo;? EU-Kommission schl&auml;gt erneut finanzielle Belohnungen f&uuml;r Sozialabbau vor<\/strong><br>\nEU-Gelder als Belohnung f&uuml;r die Anhebung des Renteneintrittsalters, die Flexibilisierung der Arbeitsm&auml;rkte oder die Absenkung von Mindestl&ouml;hnen? Weitgehend unbemerkt von der europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit treibt die EU-Kommission genau dies voran.<br>\nW&auml;hrend der Eurokrise wurden die Mitgliedstaaten unter dem Rettungsschirm als Gegenleistung f&uuml;r die &raquo;Hilfszahlungen&laquo; zur Durchf&uuml;hrung von Strukturreformen gezwungen. Da dies insofern &raquo;erfolgreich&laquo; im Sinne der Urheber war, als Reformen wie die Anhebung des Renteneintrittsalters und die Beschneidung der Tarifsysteme gegen den teils massiven Protest der Bev&ouml;lkerung durchgef&uuml;hrt wurden, diskutierte man in den Jahren 2012\/13, dieses Instrument dauerhaft und f&uuml;r alle Mitgliedstaaten auch in Nichtkrisenzeiten einzuf&uuml;hren: Die Regierungen der Mitgliedstaaten sollten sich vertraglich auf mehrj&auml;hrige Reformprogramme verpflichten und nach Umsetzung Geld aus dem EU-Haushalt bekommen. &raquo;Troika f&uuml;r alle&laquo;, sozusagen. Dies geschah vor allem auf Initiative der deutschen Bundesregierung sowie der EU-Kommission unter den Namen &raquo;Pakt f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit&laquo; bzw. &raquo;vertragliche Vereinbarungen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/troika-fuer-alle-eu-kommission-schlaegt-erneut-finanzielle-belohnungen-fuer-sozialabbau-vor--2191.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Im Zeichen des Zorns<\/strong><br>\nIn Frankreich demonstrieren 200.000 Menschen gegen Zerst&ouml;rung und Privatisierung der &ouml;ffentlichen Dienste<br>\nMehr als 200.000 Menschen haben am Donnerstag in allen gro&szlig;en franz&ouml;sischen St&auml;dten gegen die &raquo;Reformen&laquo; des neoliberalen Staatschefs Emmanuel Macron demonstriert. Macron und sein rechtskonservativer Ministerpr&auml;sident &Eacute;douard Philippe wollen in den n&auml;chsten vier Jahren mehr als 120.000 Stellen im &ouml;ffentlichen Dienst streichen. Die mit 50 Milliarden Euro verschuldete staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF soll in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden, die &raquo;Cheminots&laquo; (Eisenbahner) sollen ihren Beamtenstatus verlieren, der sie bisher vor Entlassung aus &raquo;wirtschaftlichen Gr&uuml;nden&laquo; sch&uuml;tzte. Die Gewerkschaften k&auml;mpfen zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder als &raquo;vereinigte Bewegung&laquo; gegen die Regierung.<br>\nGeschlossen zeigten sich nach ihrer b&ouml;sen Wahlniederlage im Mai und Juni des vergangenen Jahres auch die verschiedenen Lager der politischen Linken. Kommunisten, die &raquo;Neue Antikapitalistische Partei&laquo; (NPA), Kader der Bewegung &raquo;La France insoumise&laquo; (Unbeugsames Frankreich) mit Jean-Luc M&eacute;lenchon und die F&uuml;hrung des von politischer Bedeutungslosigkeit bedrohten Parti Socialiste (PS) marschierten am Nachmittag gemeinsam in dem langen Pariser Demonstrationszug. Macron hatte vor einigen Tagen erkl&auml;rt, er sehe &raquo;bisher keinen Zorn im Volk&laquo;. Der Wortf&uuml;hrer des NPA, Olivier Besancenot, erwiderte vor Kameras: &raquo;Nun, er wird ihn ab heute erleben!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/329530.im-zeichen-des-zorns.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hoffentlich haben die Demonstrationen und Proteste gegen die &ldquo;Reformen&rdquo; des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron und seiner Gefolgschaft mehr Erfolg als hierzulande gegen die Schr&ouml;der\/Fischer-Regierung mit ihrer Politik der Agenda 2010 und der sog. Hartz-Gesetzgebung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>WSI-Arbeitskampfbilanz 2017<\/strong><br>\nVon 462.000 auf 238.000 &ndash; Halbierung der Ausfalltage trotz anhaltend vieler Arbeitsk&auml;mpfe<br>\n2017 sind in Deutschland auf Grund von Arbeitsk&auml;mpfen rund 238.000 Arbeitstage ausgefallen. Damit hat sich das Arbeitskampfvolumen gegen&uuml;ber dem Jahr 2016, als das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung rund 462.000 Ausfalltage verzeichnete, beinahe halbiert. Sehr viel niedriger war auch die Zahl der Streikenden. Von rund einer Million Streikteilnehmerinnen und -teilnehmern 2016 ging ihre Zahl im letzten Jahr auf 131.000 zur&uuml;ck. Dies zeigt die neue Jahresbilanz zur Arbeitskampfentwicklung, die das WSI heute vorlegt. Schon jetzt steht allerdings fest, dass die Bilanz f&uuml;r 2018 wieder erheblich h&ouml;her ausfallen wird.<br>\n&bdquo;Entscheidend war 2017, dass es weder im &ouml;ffentlichen Dienst der Kommunen noch in der Metallindustrie gro&szlig;e Tarifrunden gab. Breit angelegte Warnstreikwellen waren nicht zu verzeichnen. Ebenso fehlten 2017 wochenlange Streikaktionen in einem gr&ouml;&szlig;eren Ma&szlig;stab&ldquo;, sagt WSI-Arbeitskampfexperte Dr. Heiner Dribbusch. &bdquo;Deshalb ging das Arbeitskampfvolumen auf den niedrigsten Stand seit 2010 zur&uuml;ck, als lediglich 173.000 Arbeitstage ausfielen.&ldquo; Von Arbeitsniederlegungen begleitete Tarifrunden gab es im vergangenen Jahr unter anderem im &ouml;ffentlichen Dienst der L&auml;nder, im Einzelhandel, bei Versicherungen und beim Flughafen-Bodenpersonal sowie vor allem auch im Zusammenhang mit Haus- und Firmentarifvertr&auml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/112132_113435.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ist die US-Steuerreform ein Vorbild f&uuml;r Deutschland?<\/strong><br>\nDie Wirtschafts-Spitzenverb&auml;nde fordern eine Senkung der Unternehmenssteuern. Als Vorbild dient die US-Steuerreform, in der die Steuern von 35 auf 15 Prozent gesenkt wurden. Der DGB-klartext warnt vor einer Steuersenkung, da die Steuereinnahmen f&uuml;r Bildung, Verkehr und Soziales ben&ouml;tigt werden. Dennoch gibt es einige Aspekte, die sich die Bundesregierung genauer anschauen sollte. [&hellip;]<br>\nWie das Handelsblatt schreibt, werden die durch die Steuerreform geschaffenen Extraprofite von den Konzernchefs verst&auml;rkt in den R&uuml;ckkauf eigener Aktien gesteckt. So summierten sich im Februar die R&uuml;ckkaufank&uuml;ndigungen der US-Konzerne auf den Rekordwert von 154 Milliarden US-Dollar. Weniger Aktien im Handel verknappten zwar das Angebot und trieben B&ouml;rsenwerte und Dividenden je Aktie in die H&ouml;he, positive realwirtschaftliche Impulse l&ouml;sten sie aber nicht aus (siehe auch Klartext 37\/2017).<br>\nKein Grund f&uuml;r Senkung der Unternehmenssteuern<br>\nAuch die deutschen DAX-Konzerne sch&uuml;tten seit Jahren immer mehr Dividenden aus (siehe Grafik) und legen zudem immer gr&ouml;&szlig;ere Aktienr&uuml;ckkaufprogramme auf. So handelt nur, wer nicht wei&szlig; wohin mit seinem Geld! Aber auch Unternehmen, die es nicht so dicke haben und investieren m&ouml;chten, kommen nach wie vor an zinsg&uuml;nstige Kredite. Es gibt also keinen Grund, die deutschen Unternehmenssteuern zu senken. Die Steuereinnahmen werden f&uuml;r Bildung, Verkehr und Soziales gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++c3524ec2-2db7-11e8-a9a1-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Wer wei&szlig;, wer der T&auml;ter ist, der braucht keine Aufkl&auml;rung&rdquo;<\/strong><br>\nAufkl&auml;rung fordern, wenn der Schuldige bereits feststehe &ndash; das sei bigott, sagte Wolfgang Kubicki zur gemeinsamen Erkl&auml;rung westlicher Staaten zur Giftgasattacke in Gro&szlig;britannien im Dlf. F&uuml;r seine Haltung wird der FDP-Vize-Chef heftig kritisiert. Er wisse aber &ldquo;62 Prozent der FDP-Anh&auml;nger&rdquo; hinter sich. [&hellip;]<br>\nMan kann ja nicht gemeinsam Aufkl&auml;rung fordern und gleichzeitig erkl&auml;ren, wir wissen, wer der Schuldige ist. Das widerspricht sich. Ich bin Strafverteidiger, wie Sie wissen, und es gilt in Deutschland und auch dar&uuml;ber hinaus die Unschuldsvermutung. [&hellip;]<br>\nDas Problem bei der Umsetzung des Minsk-II-Abkommens ist, dass unsere ukrainischen Gespr&auml;chspartner nicht bereit sind, ihrerseits ihre Verpflichtungen zu erf&uuml;llen. Das ukrainische Parlament hat sich beispielsweise geweigert, in der Ukraine eine f&ouml;derale Struktur aufzubauen, &auml;hnlich wie in Deutschland, so dass die Gebiete in der Ostukraine ein gewisses Ma&szlig; an Selbstverwaltung haben. Aber noch einmal: Wir brauchen Russland zur Befriedung des Syrien-Konflikts. Wir brauchen Russland innerhalb Europas auch in Form einer Sicherheitspartnerschaft, die wir ja vor &uuml;ber 20 Jahren mit den Russen vereinbart haben. Und wenn wir uns nur gegen&uuml;berstehen und immer mit dem Finger auf den anderen zeigen und sagen, Du musst anfangen, kommen wir nicht weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/skripal-affaere-kubicki-kritisiert-den-westen-wer-weiss-wer.694.de.html?dram:article_id=413685\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.W.:<\/strong> Es gibt auch besonnene Stimmen in der FDP.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Matthias Platzeck &uuml;ber Putin, Russland und Kritik am Westen<\/strong><br>\nTrotz der von Ihnen gerade angesprochenen Wahlmanipulationen kann man mit Fug und Recht behaupten, dass das ein fast schon &uuml;berw&auml;ltigendes Votum f&uuml;r den Pr&auml;sidenten Putin ist.<br>\nEs ist ja auch &uuml;ber seine eigene Zielmarke hinausgeschossen. Und da sollten wir jetzt nicht davon ausgehen, dass die Manipulationen die Wahl Putins erst erm&ouml;glicht haben.<br>\nWenn man in Russland unterwegs war und mit den Menschen in den vergangenen Wochen und Monaten gesprochen hat, dann hat man schon deutlich wahrgenommen, dass die gro&szlig;e Mehrheit diesen Pr&auml;sidenten will. Das sollten wir ber&uuml;cksichtigen und in unser politisches Kalk&uuml;l f&uuml;r die k&uuml;nftigen Beziehungen deutlich mit einbeziehen. [&hellip;]<br>\nIn Russland ist in den 1990er Jahren mehr passiert, als das, was wir im Westen realisieren. In diesem Land ist mit dem Ende der Sowjetunion der komplette Staat zusammengebrochen. Wenn ich in Russland auf Podiumsdiskussionen unterwegs bin, dann erlebe ich immer wieder eine Sache: Wenn dort mit f&uuml;r uns v&ouml;llig normalen Begriffen gesprochen wird &ndash; Demokratisierung, Marktwirtschaft, Privatisierung -, erlebe ich dort oft traumatische Erinnerungen. Da hei&szlig;t es: &lsquo;Um Gottes Willen, nie mehr so etwas&rsquo;. Viele haben diese Zeit als Zeit des absoluten Chaos erlebt, des Verfalls, des nicht mehr Zahlens von staatlichen Geh&auml;ltern und Renten. [&hellip;]<br>\nIch unterstelle mal, dass ihnen Beweise vorliegen. Aber ich frage mich trotzdem, warum es in allen politischen Darstellungen, die mir zug&auml;nglich sind, von Begriffen wie &lsquo;vermutlich&rsquo;, &lsquo;h&ouml;chstwahrscheinlich&rsquo;, &lsquo;kaum eine andere logische Erkl&auml;rung&rsquo; nur so wimmelt.<br>\nDas hat doch noch nichts mit Beweiserhebung zu tun. Und deswegen wundert es mich ja auch, dass jetzt erst die Kontrollkommission angerufen wird. Das Attentat liegt ja jetzt Tage und Abertage zur&uuml;ck. Wenn das fr&uuml;her geschehen w&auml;re, h&auml;tte man doch viel Druck rausnehmen k&ouml;nnen.<br>\nIch muss auch sagen, dass ich, gerade wenn Geheimdienste im Spiel sind, niemandem und kaum noch etwas glaube. Erinnern wir uns doch an den Irak-Krieg, als die USA sogenannte Beweise im UN-Sicherheitsrat vorgelegt haben. Heute wissen wir, dass das eine L&uuml;ge war. Der darauf folgende Einmarsch hat tausende Menschenleben gekostet und die Region bis heute destabilisiert. Von daher sollte man eine gewisse Vorsicht walten lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/bedeutet-wahl-ergebnis-russland-internationalen-krisen-herr-platzeck-32881350\">Web.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>American Public Troubled by &lsquo;Deep State&rsquo;<\/strong><br>\nAlthough most Americans are unfamiliar with the term &lsquo;Deep State,&rsquo; according to recent polling they are nevertheless skeptical of unelected government and military officials who secretly manipulate or direct national policy, John V. Walsh reports.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2018\/03\/21\/american-public-troubled-by-deep-state\/\">Consortiumnews<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers N.K.:<\/strong> Dieser Artikel ist sehr interessant. Laut einer Umfrage haben immer mehr Amerikaner kein Vertrauen mehr in die Mainstream-Medien und viele haben kein Vertrauen mehr in ihren eigenen Staat. Der Artikel schlie&szlig;t mit dem Satz: &ldquo;But perhaps it is cause for optimism. It seems that people are waking up and thinking for themselves. This is, perhaps, good news for those who are trying to end U.S. wars being ginned up by the Deep State.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Facebook ist aus jedem Blickwinkel T&auml;ter&rdquo;: IT-Blogger Fefe &uuml;ber die Lehren aus dem Cambridge-Analytica-Debakel<\/strong><br>\nAus meiner Sicht sitzen alle Beteiligten im Glashaus. Cambridge Analytica hat ihre Opfer mit irref&uuml;hrenden Versprechungen belogen. Das ist unmoralisch, ja, aber nicht verboten. Facebook macht nichts anderes, die ganze Zeit. Facebook ist ein Werbenetzwerk. Werbung ist per Definition irref&uuml;hrende Versprechungen. Daher gibt es Regeln f&uuml;r Werbung und Kleinkinder und Facebook fragt das Alter ab und will nur einen Account einrichten, wenn man sagt, dass man mindestens 13 ist. Wer DEN Schuss nicht h&ouml;rt, der sollte sein Problem nicht bei Facebook sondern im Spiegel suchen.<br>\nCambridge Analytica hat 50 Millionen Accounts abgesaugt. Mag sein. Aber Facebook hat 2 Milliarden Accounts, und sammelt auch Daten &uuml;ber Menschen, die keinen Account bei ihnen haben. Alles, was es dazu braucht, ist dass Webseiten einen Facebook-Like-Button einblenden. Viele Tausende von Webseiten tun das und liefern damit ihre Besucher ans Messer. Facebook wei&szlig; mehr &uuml;ber mehr Menschen als irgendeine Organisation in der Geschichte der Menschheit vor ihnen. Das ist hier der eigentliche Daten-Skandal aus meiner Sicht.<br>\nCambridge Analytica hat keine Passw&ouml;rter ausgesp&auml;ht, hat keine Systeme gehackt, ist nirgendwo eingebrochen oder eingedrungen. Die haben die daf&uuml;r vorgesehen Schnittstellen von Facebook benutzt. Und zwar so, wie Facebook das vorgesehen hatte. Auch aus diesem Blickwinkel sind Facebook die B&ouml;sen, nicht Cambridge Analytica. Man kann nicht jahrelang das Kleingedruckte wegklicken und irgendwelchen wildfremden Apps aus dem Internet seinen Haust&uuml;rschl&uuml;ssel in die Hand dr&uuml;cken, aber dann Zeter und Mordio schreien, wenn was wegkommt.<br>\nMeedia: Sascha Lobo schreibt in seiner Spiegel Online-Kolumne, dass der eigentliche Skandal im System Facebook liege, weil Facebook selbst gar nicht genau wisse, wie es wirklich wirke. Sehen Sie das auch so?<br>\nNein. Die Vorstellung halte ich f&uuml;r hochgradig naiv, dass Facebook quasi versehentlich den gr&ouml;&szlig;ten Datenhaufen in der Geschichte der Menschheit aufgeh&auml;uft hat, und gar nicht wei&szlig;, was sie da tun. Nichts davon war Zufall, alles war Absicht. Die Software ist nicht vom Himmel gefallen. Die hat jemand geschrieben, mit dem beauftragten Funktionsumfang, und der ist daf&uuml;r f&uuml;rstlich entlohnt worden.<br>\nWenn Facebook jetzt so tut, als sei irgendwas an der Situation nicht klar oder ein Versehen gewesen, erinnert mich das an die Beteuerungen der Tabaklobby, dass der Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs noch nicht klar belegt sei. Es ist schlimm genug, dass der Trick damals funktioniert hat (und beim Klimawandel wieder zu funktionieren scheint). Wir sollten auf so einen plumpen Trick nicht wieder reinfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/03\/22\/facebook-ist-aus-jedem-blickwinkel-taeter-it-blogger-fefe-ueber-die-lehren-aus-dem-cambridge-analytica-debakel\">Meedia<\/a>\n<p><strong>dazu: Regierungserkl&auml;rung der Kanzlerin zur &sbquo;Digitalisierung&lsquo;<\/strong><br>\nViele Worth&uuml;lsen, kein Konzept und weitere Beratergremien lassen nur eines mit Sicherheit erkennen: Deutschland wird mit auch mit der neuen Merkel-Regierung weiter abgekoppelt vom notwendigen und sinnvollen Fortschritt in Sachen Informations- und Kommunikationstechnik und -nutzung. [&hellip;]<br>\nDiese leere Worth&uuml;lse, denn was eigentlich ist &bdquo;Digitalisierung&ldquo;?!, diente als Oberbegriff f&uuml;r all das, was die neue Regierung glaubt sagen zu m&uuml;ssen zu Informations- und Kommunikationstechnik in der Arbeitswelt und den Verwaltungen und zur dringend notwendigen Modernisierung. Was dabei herauskam war ein Mischmasch von Schl&uuml;sselbegriffen, die anscheinend unbedingt vorkommen mussten: Wie eben &sbquo;Digitalisierung&lsquo;, &sbquo;Daten als Rohstoff&lsquo;, &sbquo;k&uuml;nstliche Intelligenz&lsquo;, &sbquo;Roboter&lsquo;, &sbquo;Zukunftsf&auml;higkeit&lsquo; &hellip; Und dazwischen immer wieder &rsquo;soziale Marktwirtschaft&lsquo;. Die nicht unbedingt etwas mit den fachlich-technischen Themen zu tun hat, wohl aber ank&uuml;ndigen soll, dass auch bei Daten, Automatisierung und Zukunftsf&auml;higkeit der Markt es richten soll und wird.<br>\nAuch zur aktuellen Facebook-Aff&auml;re fiel ihr als erstes die &rsquo;soziale Marktwirtschaft&lsquo; ein. Das l&auml;sst Schlimmes bef&uuml;rchten. Zumal sie danach, wie schon ihr fr&uuml;herer Innenminister De Maizi&egrave;re, wieder einmal die Frage thematisierte, ob der einzelne, von dem die Daten stammen oder den sie betreffen, auch wirklich der Eigent&uuml;mer &bdquo;seiner&ldquo; Daten sein soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/regierungserklaerung-der-kanzlerin-zur-digitalisierung-7500\">Cives<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>209 neue Posten: Rechnungshof kritisiert Stellenzuwachs der Bundesregierung<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof hat kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Personalausgaben der Gro&szlig;en Koalition. Vor allem Seehofer &uuml;bertreibe mit neuen Posten.<br>\nDer Bundesrechnungshof hat den Plan der Bundesregierung kritisiert, 209 neue Stellen in den Ministerien zu schaffen. &Uuml;ber die Kritik der Pr&uuml;fer wurde am Mittwoch im Haushaltsausschuss des Bundestages berichtet, erfuhr das Handelsblatt aus dem Umfeld des Gremiums. Die Rechnungspr&uuml;fer w&uuml;rden monieren, dass es in den Ministerien zus&auml;tzliche Stellen, aber keine neuen Aufgaben gebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/209-neue-posten-rechnungshof-kritisiert-stellenzuwachs-der-bundesregierung\/21097468.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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