{"id":43137,"date":"2018-03-23T16:41:39","date_gmt":"2018-03-23T15:41:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137"},"modified":"2018-03-23T16:41:39","modified_gmt":"2018-03-23T15:41:39","slug":"hinweise-des-tages-ii-338","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h01\">Zusammenhalten und umdenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h02\">China plant Z&ouml;lle gegen Vereinigte Staaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h03\">Waffen f&uuml;r Riad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h04\">Der neue Frontstaat des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h05\">F&uuml;r Afrin fehlen die Worte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h06\">Viele abgelehnte Asylantr&auml;ge werden korrigiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h07\">Experten kritisieren massiv geplante bayerische Polizeirechtsreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h08\">Vogelsterben: Der stille Fr&uuml;hling wird erneut Realit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h09\">Gemeinn&uuml;tzigkeit: Studie zeigt willk&uuml;rliche Auslegung durch Finanz&auml;mter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h10\">Bosnien und Herzegowina: Europas verlorener Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h11\">Just as U.S. Media Does With MLK, Brazil&rsquo;s Media Is Trying to Whitewash and Exploit Marielle Franco&rsquo;s Political Radicalism<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h12\">&Auml;gypten vor der Pr&auml;sidentschaftswahl: Zwischen Stabilit&auml;t und Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h13\">ARD alpha am Samstagabend: Unsere digitale Identit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h14\">Presserat missbilligt Bild f&uuml;r &ldquo;GroKo-Hund Lima&rdquo; und r&uuml;gt die angebliche &ldquo;Schmutzkampagne bei der SPD&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43137#h15\">Zu guter Letzt: Goldman-Sachs-Filiale im Finanzministerium<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zusammenhalten und umdenken<\/strong><br>\nWirtschaftsinteressen dividieren die USA und die EU zunehmend auseinander. Die EU und Deutschland sollten ihre Handels&uuml;bersch&uuml;sse abbauen. [&hellip;]<br>\nDas gr&ouml;&szlig;te EU-Land kann nicht l&auml;nger so tun, als seien wachsende Export&uuml;bersch&uuml;sse und Ungleichgewichte (auch innerhalb Europas) kein Problem. Und die EU kann nicht l&auml;nger so tun, als sei Handel die L&ouml;sung f&uuml;r jedes Problem. Die Weltwirtschaft ist aus dem Gleichgewicht geraten, darauf haben auch schon Trumps Amtsvorg&auml;nger hingewiesen.<br>\nDie EU sollte sich in den nun anstehenden Verhandlungen mit den USA daher nicht auf die bequeme Position zur&uuml;ckziehen, alle m&uuml;ssten sich nur an die Regeln halten, dann werde schon alles gut. Auch die Flucht nach vorn &ndash; mit noch mehr Freihandelsabkommen mit Japan, Mexico oder den Mercosur-Staaten &ndash; ist keine nachhaltige L&ouml;sung.<br>\nNein, auch die EU und Deutschland m&uuml;ssen umdenken. Das Ziel sollte sein, nicht nur die Defizite, sondern auch die &Uuml;bersch&uuml;sse abzubauen. Dazu m&uuml;sste allerdings auch die Wirtschafts- und Finanzpolitik angepasst werden. Statt nur die Exporte m&uuml;sste die EU endlich auch die Binnennachfrage f&ouml;rdern. Der Euro muss erwachsen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-EU-Handelsgipfel\/!5493546\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> In ihrer gemeinsamen Pressekonferenz mit Macron wurde Merkel heute beim EU-Gipfel auf die Export&uuml;bersch&uuml;sse angesprochen. Sie ist nat&uuml;rlich immer noch der Meinung, dass die Bundesregierung da kaum etwas machen und man doch stolz auf den Erfolg deutscher Unternehmen sein k&ouml;nne. Es habe aber schon l&auml;ngst ein Paradigmenwechsel stattgefunden, der zu einer St&auml;rkung des Binnenkonsums gef&uuml;hrt haben soll. Dabei hat Deutschland im vergangenen Jahr den weltweit gr&ouml;&szlig;ten Leistungsbilanz&uuml;berschuss eingefahren. Der &Uuml;berschuss ist zwar von 8,5 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) im Jahr 2015 auf immer noch sehr hohe 7,9 Prozent in 2017 leicht gesunken. Ein Paradigmenwechsel ist das aber noch lange nicht. Deutschland verst&ouml;&szlig;t auch mit dieser Bilanz gegen die Regeln des fairen Handels und gegen Gesetze, die eine ausgeglichene Handelsbilanz vorschreiben. Mit dem Bekenntnis zur schwarzen Null, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, wird sich an diesem Zustand auch nicht viel &auml;ndern. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Reall&ouml;hne steigen &ndash; aber langsamer<\/strong><br>\nDie Deutschen haben auch 2017 mehr verdient. Allerdings haben steigende Verbraucherpreise einen Gro&szlig;teil der Lohnerh&ouml;hungen geschluckt. Weiterhin deutliche Einkommensunterschiede gibt es zwischen Ost und West.<br>\nDie Reall&ouml;hne in Deutschland sind 2017 nur noch leicht gestiegen. Zwar wuchsen laut Statistischem Bundesamt die Bruttoverdienste im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent. Da aber gleichzeitig die Teuerungsrate wegen anziehender Preise bei Energie und Nahrungsmitteln um 1,8 Prozent zulegten, hatten die Besch&auml;ftigten nur noch einen realen Zuwachs von 0,8 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/realloehne-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>China plant Z&ouml;lle gegen Vereinigte Staaten<\/strong><br>\nAls Reaktion auf milliardenschweren Strafz&ouml;lle der Vereinigten Staaten will China mit Handelsstrafen gegen Washington antworten. Geplant sind Z&ouml;lle f&uuml;r Produkte im Wert von 3 Milliarden Dollar, wie das Pekinger Handelsministerium am Freitag mitteilte.<br>\nAuf Schweinefleisch soll demnach ein Einfuhrzoll in H&ouml;he von 25 Prozent erhoben werden. F&uuml;r Stahlrohre, Fr&uuml;chte und Wein sind Z&ouml;lle in H&ouml;he von 15 Prozent vorgesehen.<br>\nDie Regierung in Peking bekr&auml;ftigte, zu einem Dialog bereit zu sein. Zugleich k&uuml;ndigte sie an, sich bei der Welthandelsorganisation zu beschweren.<br>\nZuvor hatten die Vereinigten Staaten angek&uuml;ndigt, ihren Rivalen China mit milliardenschweren Strafz&ouml;llen belegen zu wollen. Pr&auml;sident Donald Trump unterzeichnete am Donnerstag ein entsprechendes Dekret und begr&uuml;ndete dies mit unfairen Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums durch China. Das Paket werde Z&ouml;lle und andere Ma&szlig;nahmen im Volumen von etwa 60 Milliarden Dollar enthalten, sagte Trump.<br>\nTrumps Handelsbeauftragter Robert Lightizer soll die Z&ouml;lle binnen 60 Tagen ausarbeiten. Er soll auch eine umfangreiche Liste mit allen betroffenen Produkten vorlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/vereinigte-staaten-15508524.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: China k&uuml;ndigt Zusatzz&ouml;lle gegen US-Importprodukte an<\/strong><br>\nAls Reaktion auf Handelsschutzma&szlig;nahmen der USA gegen&uuml;ber China hat das chinesische Handelsministerium am Freitag einen Plan &uuml;ber zus&auml;tzliche Z&ouml;lle gegen manche von den USA importierten Produkte angek&uuml;ndigt.<br>\nAm gleichen Tag hat das chinesische Handelsministerium die Liste der Produkte ver&ouml;ffentlicht, deren Zollerm&auml;&szlig;igungen eingestellt werden sollen. Gegen&uuml;ber manchen G&uuml;tern aus den USA sollen zus&auml;tzliche Z&ouml;lle erhoben werden, um die aus den Schutzma&szlig;nahmen der USA gegen Stahl- und Aluminiumprodukte aus China resultierten Verluste f&uuml;r chinesische Unternehmen auszugleichen.<br>\nKooperation sei f&uuml;r China und die USA als die gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften der Welt die einzige richtige Wahl, sagte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums. Beide Seiten sollten mehr Wert auf die Zusammenarbeit legen und die Kontroversen richtig handhaben, um die gesunde und stabile Entwicklung der bilateralen Handelsbeziehungen zu f&ouml;rdern. China fordere die USA auf, schnellstm&ouml;glich die Anliegen Chinas zu beachten und durch Dialoge und Konsultationen die Unstimmigkeiten beizulegen, damit die Kooperationen zwischen beiden L&auml;ndern nicht dadurch gesch&auml;digt w&uuml;rden, so der Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2018\/03\/23\/1s276519.htm\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar ben&ouml;tigen insbesondere US-Administrationen Feindbilder. Denken US-Pr&auml;sident Trump und andere entscheidende Personen in den USA etwa, China k&ouml;nne die Rolle der fr&uuml;heren Sowjetunion &uuml;bernehmen und l&auml;sst sich ohne nennenswerte Gegenwehr einkreisen und bezwingen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Waffen f&uuml;r Riad<\/strong><br>\nAus Deutschland erh&auml;lt Saudi-Arabien acht weitere Patrouillenboote. Ungeachtet der Beteiligung Saudi-Arabiens am Jemen-Krieg genehmigte die Bundesregierung die Lieferung an das K&ouml;nigreich, teilte Wirtschaftsminister Peter Altmaier dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags in einem Schreiben mit. Die Boote werden auf der L&uuml;rssen-Werft im vorpommerschen Wolgast gebaut. Schon in den vergangenen Jahren wurden mehrere dieser Boote ausgeliefert.<br>\nUnion und SPD hatten sich in den Koalitionsverhandlungen auf einen Exportstopp f&uuml;r alle L&auml;nder verst&auml;ndigt, die &ldquo;unmittelbar&rdquo; am Jemen-Krieg beteiligt sind. Es wurde aber ein Bestandsschutz f&uuml;r bereits erteilte Vorgenehmigungen in den Koalitionsvertrag eingebaut. Diese Klausel wurde jetzt offensichtlich bei den Patrouillenbooten angewendet. Denn Saudi-Arabien ist unbestritten unmittelbar mit Luftangriffen und Bodentruppen am Jemen-Krieg beteiligt. Das m&auml;chtige K&ouml;nigreich f&uuml;hrt eine Allianz von neun Staaten an, die seit 2015 im Jemen gegen die vom Iran unterst&uuml;tzten Huthi-Rebellen k&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/waffen-saudi-arabien-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der neue Frontstaat des Westens<\/strong><br>\nHarte Machtk&auml;mpfe um die Orientierung und die F&uuml;hrung der EU-Au&szlig;enpolitik begleiten die westlichen Drohma&szlig;nahmen gegen Russland nach dem Giftmordversuch von Salisbury. London sei es mit seinen Anschuldigungen gegen Moskau gelungen, &ldquo;ein gemeinsames au&szlig;enpolitisches Vorgehen des Westens unter britischer F&uuml;hrung&rdquo; durchzusetzen, konstatiert eine f&uuml;hrende deutsche Tageszeitung: Gro&szlig;britannien sei &ldquo;neuer Frontstaat des Westens&rdquo; geworden. Tats&auml;chlich stellt das Land zur Zeit die Weichen f&uuml;r seine Europapolitik nach dem Austritt aus der EU; dabei setzt es neben einem Milit&auml;rabkommen mit Frankreich auf ein weiteres Milit&auml;rabkommen mit Polen, das sich gegen Russland richtet. Berlin laviert: Einerseits st&auml;rkt es den westlichen Schulterschluss gegen Moskau; andererseits ist es nicht bereit, sich die F&uuml;hrung in der EU-Au&szlig;enpolitik aus der Hand nehmen zu lassen. Eine &ldquo;gute und dichte Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland&rdquo; sei sehr &ldquo;wichtig&rdquo;, erkl&auml;rt der Bundespr&auml;sident und setzt damit einen ersten Kontrapunkt zur britischen Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7570\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>F&uuml;r Afrin fehlen die Worte<\/strong><br>\nWas der NATO-Staat T&uuml;rkei augenblicklich in der kurdischen Stadt Afrin anrichtet, ist &uuml;ber jeden Zweifel erhaben und besitzt hohe Beweiskraft. Der Regierung Erdogan daraufhin zuteilwerdende Schuldzuweisungen halten sich freilich in Grenzen. Was erst recht auf Sanktionen zutrifft, auch wenn v&ouml;lkerrechtlich relevante Tatbest&auml;nde wie Aggression und Okkupation derart geahndet werden k&ouml;nnten. Desgleichen Pl&uuml;nderungen, Vertreibungen und ethnische S&auml;uberungen, aber nicht einmal zur Vorladung vor den UN-Sicherheitsrat reicht es.<br>\nWenigstens belasten hierzulande Reste von Scham das Gewissen, sodass nationalistischer Eroberungsdrang zwar toleriert, aber zugleich mit Sorge quittiert wird. Man h&ouml;rt allenthalben, der westliche Wertekanon schlie&szlig;e eine solche Expansion nat&uuml;rlich aus, leider werde man vor vollendete Tatsachen gestellt. Die R&uuml;cksicht auf den unentbehrlichen Verb&uuml;ndeten nicht zu vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/fuer-afrin-fehlen-die-worte\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Viele abgelehnte Asylantr&auml;ge werden korrigiert<\/strong><br>\nNeun von zehn abgelehnten Asylantr&auml;gen landen vor Gericht. In gut 40 Prozent der F&auml;lle korrigieren die Richter die Entscheidung des BAMF. Die Zahl liegt bei Syrern und Afghanen sogar noch h&ouml;her.<br>\nFast jeder zweite Fl&uuml;chtling obsiegt einem Bericht zufolge vor Gericht gegen das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge. In durchschnittlich gut 40 Prozent der F&auml;lle, in denen im vergangenen Jahr Verwaltungsgerichte &uuml;ber Asylklagen inhaltlich entschieden, wurde der ablehnende Bescheid des BAMF zugunsten der Fl&uuml;chtlinge korrigiert, wie die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; berichtet. Bei Fl&uuml;chtlingen aus Syrien und Afghanistan sei die Erfolgsquote vor Gericht mit jeweils mehr als 60 Prozent noch h&ouml;her.<br>\nDie Zeitung beruft sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion zur Asylstatistik 2017. Demnach lagen Ende 2017 insgesamt 372.000 Verfahren bei den Verwaltungsgerichten, die seit Langem eine enorme &Uuml;berlastung beklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bamf-nuernberg-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Experten kritisieren massiv geplante bayerische Polizeirechtsreform<\/strong><br>\nDer neue Bundesinnenminister will auf Bundesebene das Polizeirecht versch&auml;rfen, nach dem Vorbild Bayerns. Dort wird gerade das Polizeiaufgabengesetz reformiert, womit die bayerische Polizei bislang ungekannte Befugnisse erhalten soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Experten-kritisieren-massiv-geplante-bayerische-Polizeirechtsreform-4001651.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vogelsterben: Der stille Fr&uuml;hling wird erneut Realit&auml;t<\/strong><br>\nErneut schockieren Zahlen Europas Natursch&uuml;tzer: In Frankreich brach die Zahl der Feldv&ouml;gel dramatisch ein. Im Verdacht stehen Pestizide. Daniel Lingenh&ouml;hl kommentiert.<br>\n&ldquo;Unser l&auml;ndlicher Raum wird zu einer W&uuml;ste.&rdquo; Mit diesen drastischen Worten kommentierte der franz&ouml;sische Biologe Benoit Fontaine vom Nationalen Museum f&uuml;r Naturgeschichte zwei Studien, die einen brutalen R&uuml;ckgang von V&ouml;geln der Agrarlandschaft beschreiben.<br>\nIhre Zahl ist demnach in den letzten 15 Jahren durchschnittlich um ein Drittel zur&uuml;ckgegangen, bei manchen Arten sind die Verluste sogar noch gravierender: So verschwanden 70 Prozent der Wiesenpieper und zwei Drittel der Ortolane w&auml;hrend dieser Zeit, bei den Rebh&uuml;hnern betr&auml;gt der R&uuml;ckgang sogar 80 Prozent (&uuml;ber einen Zeitraum von 23 Jahren). &ldquo;Das hat ein Ausma&szlig; erreicht, dass man bald von einer &ouml;kologischen Katastrophe sprechen kann&rdquo;, so Fontaine weiter.<br>\nDie Zahlen passen jedenfalls zu einem Trend: &Auml;hnlich heftigen Schwund hat man in Deutschland, Spanien und Gro&szlig;britannien festgestellt. In den letzten drei Jahrzehnten ging die Zahl der V&ouml;gel in der Agrarlandschaft in 28 Staaten Europas um mehr als die H&auml;lfte zur&uuml;ck. Einstige Allerweltsarten wie Turteltaube, Feldlerche, Rebhuhn, Kiebitz, Grauammer und sogar Feldsperling sind in manchen Regionen heute Rarit&auml;ten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/der-stille-fruehling-wird-erneut-realitaet\/1553550\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gemeinn&uuml;tzigkeit: Studie zeigt willk&uuml;rliche Auslegung durch Finanz&auml;mter<\/strong><br>\nScholz-Ministerium darf demokratisches Engagement nicht weiter behindern<br>\nAttac fordert Bundesfinanzminister Olaf Scholz auf, f&uuml;r mehr Rechtssicherheit f&uuml;r gemeinn&uuml;tzige Vereine zu sorgen, statt &ndash; wie im Fall von Attac &ndash; selbstloses demokratisches Engagement f&uuml;r das Gemeinwohl zu behindern.<br>\nAnlass ist die Studie &ldquo;Engagiert Euch &ndash; nicht?&rdquo;, die die Allianz &ldquo;Rechtssicherheit f&uuml;r politische Willensbildung&rdquo;, der auch Attac angeh&ouml;rt, das Bundesnetzwerk B&uuml;rgerschaftliches Engagement und die Otto Brenner Stiftung am heutigen Donnerstag ver&ouml;ffentlicht haben. Diese zeigt, dass Finanz&auml;mter in Deutschland das Gemeinn&uuml;tzigkeitsrecht h&ouml;chst unterschiedlich anwenden. Ob ein Verein als gemeinn&uuml;tzig anerkannt wird, h&auml;ngt ma&szlig;geblich davon ab, welches Finanzamt f&uuml;r ihn zust&auml;ndig ist.<br>\nDie Folgen dieser willk&uuml;rlichen Auslegung des Gemeinn&uuml;tzigkeitsrechts sieht man am Fall von Attac: Seit vier Jahren verweigert das Frankfurter Finanzamt dem Netzwerk den Status der Gemeinn&uuml;tzigkeit. Das Argument der Beh&ouml;rde: Attac sei zu politisch. Statt dieser Behinderung gemeinn&uuml;tziger Arbeit einen Riegel vorzuschieben, tr&auml;gt das Bundesfinanzministerium aktiv zu ihr bei: Im Herbst 2016 wies es das Finanzamt an, Revision gegen das f&uuml;r Attac g&uuml;nstige Gerichtsurteil des Hessischen Finanzgerichts zu beantragen. Im Januar trat das Bundesfinanzministerium selbst dem Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof in M&uuml;nchen bei &ndash; prozessiert also nun direkt gegen Attac.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/gemeinnuetzigkeit-studie-zeigt-willkuerliche-auslegung-durch-finanzaemter\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bosnien und Herzegowina: Europas verlorener Staat<\/strong><br>\nDritth&ouml;chste Arbeitslosigkeit der Welt und eine Luftverschmutzung wie in Nordkorea: Zwei Beispiele f&uuml;r das politische Versagen in Bosnien und Herzegowina. Seit Kriegsende 1995 leben Bosniaken, Serben und Kroaten getrennt. Wenige k&auml;mpfen gegen die &ldquo;Geiselhaft der Ideologen&rdquo;.<br>\nNahid Mamic hat sich herausgeputzt. Ein weinroter bosnischer Fes mit Zipfel schm&uuml;ckt seinen ergrauten Kopf. Mit wei&szlig;em R&uuml;schenhemd und goldbestickter schwarzer Weste macht der 70-J&auml;hrige eine gute Figur. In der Ferhadija &ndash; der Fu&szlig;g&auml;ngerzone im Zentrum Sarajevos &ndash; spielt er Akkordeon und singt dazu Sevdah &ndash; den bosnischen Blues.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/bosnien-und-herzegowina-europas-verlorener-staat.979.de.html?dram:article_id=413512\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Just as U.S. Media Does With MLK, Brazil&rsquo;s Media Is Trying to Whitewash and Exploit Marielle Franco&rsquo;s Political Radicalism<\/strong><br>\nAfter 45 minutes of building emotional sadness and anger over Marielle&rsquo;s death, &ldquo;Fantastico&rdquo; tried to channel that into manipulating, exploiting, and subverting Marielle&rsquo;s political causes. Immediately following the segments about Marielle, &ldquo;Fantastico&rdquo; devoted one segment to the horrific killing of a child last week in a Rio slum, the Complexo do Alem&atilde;o, and then immediately went live to one of its reporters in Bras&iacute;lia, describing how Temer was meeting that very moment with ministers to consider more funding for the military invention. And it was at that moment &ldquo;Fantastico&rsquo;s&rdquo; odious, menacing agenda became crystal clear. It wasn&rsquo;t just to stomp out the possibility that Marielle&rsquo;s killing would galvanize support for her life&rsquo;s political project. It was far worse: to try to ensure that Marielle&rsquo;s death could beexploitedto strengthen everything she fought to subvert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2018\/03\/19\/just-as-u-s-media-does-with-mlk-brazils-media-now-trying-to-whitewash-and-exploit-marielle-francos-political-radicalism\/\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Auml;gypten vor der Pr&auml;sidentschaftswahl: Zwischen Stabilit&auml;t und Chaos<\/strong><br>\nPr&auml;sident El Sisi scheint sein &Auml;gypten fest im Griff zu haben &ndash; das Land ist stabil, aber politisch wie gel&auml;hmt. Politische Gegner haben bei der anstehenden Wahl kaum eine Chance. Gleichzeitig steht das Land angesichts des immensen Bev&ouml;lkerungswachstums vor gro&szlig;en wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen.<br>\nIm B&uuml;ro von Khaled El Husseiny Sulaiman. Er arbeitet f&uuml;r das Unternehmen ACUD, das die neue &auml;gyptische Hauptstadt entwickelt. Der hochgewachsene Mann steht vor einer Wand mit vielen Karten, er zeigt und erkl&auml;rt.<br>\nDie neue Hauptstadt soll 6,5 Millionen Menschen ein neues Zuhause bieten. Sie liegt im Osten zwischen Kairo, Suezkanal und Rotem Meer &ndash; auf einer Fl&auml;che fast so gro&szlig; wie die von Hamburg, Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;ter Metropole. Die neue Hauptstadt soll Kairo abl&ouml;sen, als administratives Zentrum, sich selbst finanzieren, aus dem Verkauf von Land und Immobilien, sie soll modern sein und weitl&auml;ufig, mit Theater und Hochschulen, Solarenergie und viel Gr&uuml;n.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/aegypten-vor-der-praesidentschaftswahl-zwischen-stabilitaet.724.de.html?dram:article_id=413729\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>ARD alpha am Samstagabend: Unsere digitale Identit&auml;t<\/strong><br>\nHochaktuell und passend zur Aff&auml;re um Facebook und Cambridge Analytica, die diese Woche die Medien beherrschte, ist die dritte Folge der neuen Sendereihe &sbquo;Megatrends im Dialog&lsquo; in ARD alpha, die am Samstag Abend ausgestrahlt wird. Moderator Alexander Thamm und Annette Br&uuml;ckner, Herausgeberin von CIVES, diskutieren &uuml;ber &sbquo;Digitale Identit&auml;ten&lsquo; und was sie mit uns machen (k&ouml;nnen). Was bei der Aufzeichnung der Sendung im Sommer 2017 noch wie Theorie klang, wurde inzwischen durch die Ereignisse rund um Facebook von der Wirklichkeit &uuml;berholt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/ard-alpha-am-samstagabend-unsere-digitale-identitaet-7527\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Presserat missbilligt Bild f&uuml;r &ldquo;GroKo-Hund Lima&rdquo; und r&uuml;gt die angebliche &ldquo;Schmutzkampagne bei der SPD&rdquo;<\/strong><br>\nAm gestrigen Donnerstag kam die Titanic mit ihrer neuesten Ausgabe, in der die Satiriker noch einmal genau erkl&auml;ren, wie sie beim #Miomiogate die Bild-Redaktion narrten. Einen Tag sp&auml;ter legt der Presserat nach und r&uuml;gt deshalb die Boulevard-Zeitung. Insgesamt sprachen die Medienw&auml;chter zehn R&uuml;gen aus, von denen allein Bild vier kassierte. Die Wedel-Berichterstattung der Zeit beanstandete der Presserat aber nicht.<br>\nBei der Bild-Story &uuml;ber Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert und ein vermeintliches russisches Hilfsangebot st&ouml;rte sich der Presserat vor allem daran, dass die Story suggeriert habe, dass es eine &ldquo;neue Schmutzkampagne&ldquo; bei der SPD gebe &ndash; dem nicht so war. Der Presserat sieht darin einen schweren Versto&szlig; gegen das Wahrhaftigkeitsgebot in Ziffer 1 des Pressekodex. Diese Irref&uuml;hrung der Leser besch&auml;digt Ansehen und Glaubw&uuml;rdigkeit der Presse, so der Presserat, der deshalb eine &ouml;ffentliche R&uuml;ge erteilte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/03\/23\/presserat-missbilligt-bild-fuer-groko-hund-lima-und-ruegt-die-angebliche-schmutzkampagne-bei-der-spd\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Goldman-Sachs-Filiale im Finanzministerium<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/2018\/filiale2_kol.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180323-stuttmann.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><span><\/span><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6687\">Stuttmann Karikaturen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43137","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43137","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43137"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43137\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43140,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43137\/revisions\/43140"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43137"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43137"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}