{"id":43148,"date":"2018-03-26T08:27:55","date_gmt":"2018-03-26T06:27:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148"},"modified":"2018-03-26T08:27:55","modified_gmt":"2018-03-26T06:27:55","slug":"hinweise-des-tages-3087","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h01\">Ab Sommer in Bayern: Das h&auml;rteste Polizeigesetz seit 1945<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h02\">Deutschland hat seinen ersten politischen Gefangenen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h03\">Der gef&auml;hrliche Blues vom bitterarmen Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h04\">Ex-Botschafter von Pl&ouml;tz zum Fall Skripal: Moskau soll sich an Untersuchung beteiligen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h05\">Elefant im Raum &ndash; Mit der US-Zollkeule eskaliert der Handelsstreit auf offener B&uuml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h06\">Ex-Bahn-Chef Grube ber&auml;t Stuttgart-21-Tunnelbauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h07\">Commerzbank rechnet Abfindungen von Mitarbeitern sch&ouml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h08\">Ausnahme wird zur Regel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h09\">Jede sechste Pensionskasse k&uuml;rzt Rentenzusagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h10\">Bayer und Monsanto planen Monster-Hochzeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h11\">Gl&uuml;ck, nicht Talent macht erfolgreich und reich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h12\">AfD-Abgeordnete besch&auml;ftigen Rechtsextreme und Verfassungsfeinde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h13\">SPD-Spitzengenossen wollen Hartz IV beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h14\">Wissenschaftspolitik: Union und SPD m&uuml;ssen jetzt liefern und nachlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h15\">Zuckerberg und Facebook nicht wie ein rohes Ei behandeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h16\">Die Echokammern des Tugendterrors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h17\">Distanzierung von widerrechtlich &uuml;bernommen Artikeln auf rechten Portalen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ab Sommer in Bayern: Das h&auml;rteste Polizeigesetz seit 1945<\/strong><br>\nIm Eiltempo und fast ohne Publikum arbeitet die CSU im Bayerischen Landtag am Ausbau der Macht der Polizei. Ein kurz vor dem Beschluss stehender Entwurf f&uuml;r das neue Polizeigesetz r&auml;umt der Exekutive bisher ungeahnte Befugnisse zur &Uuml;berwachung von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern ein: Juristen sprechen vom h&auml;rtesten Polizeigesetz in Deutschland seit 1945. Das Gesetz tritt aller Wahrscheinlichkeit nach bereits im Sommer in Kraft. Am Mittwoch nahm der Gesetzesentwurf eine vorletzte H&uuml;rde. In einer gemeinsamen Sitzung des Verfassungs- und des Innenausschusses wurden sieben Juristen als Sachverst&auml;ndige angeh&ouml;rt. Der Beschluss durch die CSU-Mehrheit im Landtag gilt als sicher.<br>\nDas Gesetz kommt einem Ausbau der Polizei zum Nachrichtendienst gleich. Die Exekutive darf k&uuml;nftig pr&auml;ventive Ermittlungen ohne konkrete Hinweise auf Straftaten f&uuml;hren &ndash; damit kann die Polizei nun wie der Verfassungsschutz agieren. Zudem d&uuml;rfen die Beamten k&uuml;nftig in Ausnahmef&auml;llen Handgranaten einsetzen, Post von Verd&auml;chtigen beschlagnahmen, IT-Systeme durchsuchen, V-Leute einsetzen und Bodycams tragen. Die Opposition im Landtag kritisiert das Vorhaben scharf, doch bleibt sie angesichts der Mehrheit der CSU vorerst machtlos. Das CSU-gef&uuml;hrte bayrische Innenministerium h&auml;lt das Gesetz in einer Stellungnahme an netzpolitik.org f&uuml;r sauber: Ziel sei die &bdquo;St&auml;rkung der B&uuml;rgerrechte&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/ab-sommer-in-bayern-das-haerteste-polizeigesetz-seit-1945\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschland hat seinen ersten politischen Gefangenen<\/strong><br>\nDie Inhaftierung von Puigdemont war nicht schlau. Er ist kein Terrorist, sondern ein durch freie Wahlen legitimierter Politiker. [&hellip;]<br>\nDass inhaftierte katalanische Spitzenpolitiker politische Gefangene sind, sehen nicht nur die meisten Abgeordneten im Regionalparlament zu Barcelona und Amnesty International so, es ergibt sich auch aus den Expertisen der Justizministerien in Br&uuml;ssel und in Bern. Belgien und die Schweiz haben Puigdemont n&auml;mlich nicht an Madrid ausgeliefert, weil sie den Konflikt um Katalonien als innenpolitische Angelegenheit Spaniens und vor allem ihn nicht als Straft&auml;ter betrachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/verhaftung-von-carles-puigdemont-deutschland-hat-seinen-ersten-politischen-gefangenen-1.3920198\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der gef&auml;hrliche Blues vom bitterarmen Deutschland<\/strong><br>\nAusgegrenzt und abgedr&auml;ngt: Glaubt man dem Armutsbericht des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands, dann sieht es d&uuml;ster aus in Deutschland. Doch solche Schwarzmalerei ist gef&auml;hrlich &ndash; gerade in Zeiten der Fl&uuml;chtlingskrise.<br>\nNun hat uns Ulrich Schneider wieder den Blues gesungen. Der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands, der in seiner Freizeit Frontmann einer Rockband namens &ldquo;Dude&rdquo; ist, stellte am Dienstagmorgen in Berlin den neuen Armutsbericht seines Verbandes vor &ndash; und seine Botschaft klang d&uuml;ster.<br>\nDie Armut verharre auf &ldquo;hohem Niveau&rdquo;, trug der Mann mit der tiefen Brummstimme den versammelten Journalisten erwartungsgem&auml;&szlig; vor. Im Vergleich zu 2015, als der letzte Bericht ver&ouml;ffentlicht wurde, habe sich die Situation besonders in den Fl&auml;chenstaaten Nordrhein-Westfalen und Bayern enorm versch&auml;rft. Bundesweit seien 15,4 Prozent der Menschen arm, bei den Kindern und Jugendlichen seien es sogar etwa 19 Prozent. Millionen Menschen w&uuml;rden &ldquo;ausgegrenzt&rdquo; und in &ldquo;Subkulturen abgedr&auml;ngt&rdquo;, mahnte Schneider, das alles sei &ldquo;erschreckend&rdquo;.<br>\nKlar, k&ouml;nnte man denken, es sind mehr als eine Million Fl&uuml;chtlinge nach Deutschland gekommen, von denen viele wenig bis gar nichts besitzen; das muss sich unweigerlich auf die Armutszahlen auswirken. Doch diese Menschen flie&szlig;en in Schneiders Rechnung noch gar nicht ein, weil der Verband mangels frischen Datenmaterials mit Zahlen aus 2014 operiert, also aus einer Zeit vor dem gro&szlig;em Zuzug.<br>\nAbgesehen davon, ist der allj&auml;hrliche Blues-Song sowieso ein schiefes Lied. F&uuml;r Schneider und seine Fans sind n&auml;mlich alle Menschen &ldquo;arm&rdquo;, die von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens leben m&uuml;ssten. Das ist zumindest heikel, denn selbst wenn in unserem Land nur millionen- und milliardenschwere Ferrari-Fahrer gemeldet w&auml;ren, g&auml;be es hier Armut. Irgendwer f&auml;llt immer unter die Grenze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/armut-paritaetischer-wohlfahrtsverband-spielt-mit-dem-feuer-a-1078831.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.W.:<\/strong> Genau wegen solchem Kleinreden der realen Probleme in Deutschland haben die Rattenf&auml;nger Zulauf!<\/em><\/p>\n<p><em>Wirrkopf Kleinhubbert hat damit Werbung f&uuml;r die AfD gemacht, in dem realistische Einsch&auml;tzungen denunziert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ex-Botschafter von Pl&ouml;tz zum Fall Skripal: Moskau soll sich an Untersuchung beteiligen<\/strong><br>\nDer ehemalige deutsche Botschafter in Russland, Hans-Friedrich von Pl&ouml;tz, &auml;u&szlig;ert sich im RT-Interview zu der Aussage des britischen Au&szlig;enministers Boris Johnsons zum Fall Skripal, der sagte: &bdquo;Wir wollen keinen neuen kalten Krieg&ldquo;. (&hellip;)<br>\nEine Beteiligung Russlands bei einer &bdquo;internationalen und gr&uuml;ndlichen Untersuchung&ldquo; sieht von Pl&ouml;tz als sehr wichtig an, um ein &bdquo;Desaster&ldquo;, den ein &bdquo;neuer Kalter Krieg&ldquo; darstellen w&uuml;rde, zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/67157-ex-botschafter-von-plotz-zum-fall-skripal-moskau\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Elefant im Raum &ndash; Mit der US-Zollkeule eskaliert der Handelsstreit auf offener B&uuml;hne<\/strong><br>\nDie Ank&uuml;ndigung von Pr&auml;sident Trump zur Gew&auml;hrleistung der nationalen Sicherheit der USA zum 23. M&auml;rz den Import von Stahl und Aluminium mit Strafz&ouml;llen von 25 bzw. 10 Prozent zu belegen hielten viele zun&auml;chst f&uuml;r einen Scherz. Trotz aller bislang ins Spiel gebrachten Ausnahmen f&uuml;r Argentinien, Brasilien, Australien, Neuseeland, S&uuml;dkorea, den NAFTA Partnern Kanada\/Mexiko &ndash; und eventuell in letzter Minute auch f&uuml;r die EU &ndash; ist der Tenor bis heute: Trump und seine Entourage w&uuml;rden die segensreichen Effekte des freien Handels immer noch nicht verstehen und so m&uuml;sse man den begriffsstutzigen K&ouml;pfen nur die richtigen Argumente liefern. Alle m&uuml;ssten blo&szlig; so sein wie wir in Deutschland, der Exportweltmeister schlechthin. Wettbewerbsf&auml;hig bis zum Anschlag durch qualitativ hochwertige Produkte, die uns aus der Hand gerissen werden und eine Gesellschaft, die sparsam ist bis es quietscht &ndash; so die Made in Germany Attit&uuml;de vieler Wortmeldungen.<br>\nNun mag diese Sichtweise noch gerade f&uuml;r das Infotainment und den Stammtisch reichen, die weltwirtschaftlichen Entwicklungen lassen sich so nicht ansatzweise erfassen. Verstehen l&auml;sst sich ebenso wenig, warum die wachsende Exportorientierung der deutschen Wirtschaft und der zugeh&ouml;rige merkantile Politikstil in den letzten Jahrzehnten immer st&auml;rker kritisiert wurden. Nicht nur von &bdquo;abseitigen&ldquo; Wirtschaftswissenschaftlern und Politikern vom Schlage Trumps, sondern u.a. von der OECD, dem IWF, der EU-Kommission und den US-Administrationen seit Clinton. Ist die deutsche Borniertheit in Politik, Medien und Wissenschaft f&uuml;r sich schon &auml;rgerlich genug, wird es vollends absurd, wenn die Botschaft vom automatisch guten Freihandel ernsthaft zum Ma&szlig;stab der Bewertung &ouml;konomischer Prozesse wird. Zwangsl&auml;ufig verstrickt man sich dann in einer Fabelwelt und einem Meinungsjargon von Gut und B&ouml;se und verhindert zugleich, progressive Alternativen zum neoliberalen Globalisierungsnarrativ zu denken, zu formulieren und breit zu diskutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/theorieblog.attac.de\/2018\/03\/elefant-im-raum-mit-der-us-zollkeule-eskaliert-der-handelsstreit-auf-offener-buehne\/%20\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ex-Bahn-Chef Grube ber&auml;t Stuttgart-21-Tunnelbauer<\/strong><br>\nR&uuml;diger Grube ber&auml;t seit seinem Abgang als Bahn-Chef im vergangenen Jahr den Schwanauer Tunnelbauer Martin Herrenknecht, der im Auftrag der Bahn zwei Tunnel f&uuml;r den neuen Gro&szlig;bahnhof Stuttgart 21 bohrt.<br>\nIn seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender der Bahn hatte Grube das umstrittene Neubauprojekt gegen heftige Kritik vorangetrieben. Grube soll die Tunnelbauer auch zu Treffen mit leitenden Managern der Bahn begleitet haben.<br>\nInzwischen ist der Ex-Bahn-Chef f&uuml;r den Bahn-Auftragnehmer aus Baden-W&uuml;rttemberg t&auml;tig, einem Unternehmen mit mehr als 1,2 Milliarden Euro Umsatz und fast 5000 Mitarbeitern. (&hellip;)<br>\nGrube unterst&uuml;tzte Herrenknecht-Vertreter offenbar bei Gespr&auml;chen mit Spitzenpolitikern, darunter Brigitte Zypries (SPD), als sie noch Wirtschaftsministerin war, sowie mit Entwicklungsminister Gerd M&uuml;ller (CSU) und EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger.<br>\nDer einstige Bahn-Chef wollte sich zu dem Vorgang nicht &auml;u&szlig;ern, lie&szlig; aber mit rechtlichen Schritten drohen. Eine Sprecherin des Tunnelbauers best&auml;tigte, dass Grube &ldquo;nach seinem Ausscheiden als CEO bei der Deutschen Bahn sporadisch beratend&rdquo; f&uuml;r die Firma t&auml;tig ist. Zur H&ouml;he der &ldquo;vereinbarten Honorars&auml;tze&rdquo; mache man keine Angaben.<br>\nGrube war gerade erst in die Kritik geraten, als bekannt wurde, dass er im vergangenen Jahr f&uuml;r nur 30 Tage Amtszeit &uuml;ber 2,3 Millionen Euro von der Bahn bekommen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/ruediger-grube-beraet-stuttgart-21-tunnelbauer-a-1199508.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Grube ist bestens vernetzt. Als der fr&uuml;here Bahnchef 2015 die K&ouml;chin Cornelia Poletto heiratete, war Frank-Walter Steinmeier (SPD) der Trauzeuge.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Commerzbank rechnet Abfindungen von Mitarbeitern sch&ouml;n<\/strong><br>\nDie Commerzbank greift bei ihrem Jobabbau offenbar zu seltsamen Methoden. Laut &ldquo;Handelsblatt&rdquo; plustert sie Abfindungen von Mitarbeitern auf, indem sie zu erwartende Arbeitslosengeldzahlungen mit einrechnet.<br>\nDie Commerzbank macht Mitarbeitern den Vorruhestand offenbar mit merkw&uuml;rdigen Methoden schmackhaft. Bei ihrem Abfindungsprogramm &ldquo;56+&rdquo; rechnet sie nach Angaben des &ldquo;Handelsblatts&rdquo; (kostenpflichtig) ihre Abfindungsangebote k&uuml;nstlich gro&szlig;.<br>\nIn einem Fall sei einem Mitarbeiter eine Abfindung von 507.000 Euro in Aussicht gestellt worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf interne Dokumente. Doch rund 58.000 Euro, also gut zehn Prozent der gesamten Abfindung, seien in Wahrheit Zahlungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. (&hellip;)<br>\nDas Geldhaus selbst verteidigt das Programm, das seit November 2017 l&auml;uft. &ldquo;Es wurde vor seiner Einf&uuml;hrung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit vorgestellt und f&uuml;r rechtskonform befunden&rdquo;, sagte ein Commerzbank-Sprecher.<br>\nAnwalt Abeln findet das Vorgehen der Bank dennoch problematisch. &ldquo;Das mag legal sein, aber es ist nicht legitim&rdquo;, sagt er. Auch mehrere andere Anw&auml;lte, die mit dem Fall nicht befasst sind, bezeichneten das Vorgehen der Commerzbank gegen&uuml;ber dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; als seltsam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/banken\/commerzbank-bank-buerdet-abfindungen-teils-sozialversicherern-auf-a-1199534.html\">manager magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Merkw&uuml;rdig, dass hier niemand den Vorwurf des &ldquo;Sozialleistungsbetruges&rdquo; erhebt. Noch merkw&uuml;rdiger ist es, dass im Jahre 2012 der &sect; 147a SGB III ersatzlos gestrichen wurde, der den ehemaligen Arbeitgeber unter bestimmten Bedingungen dazu verpflichtete, der Arbeitsagentur f&uuml;r bis zu 32 Monate das Arbeitslosengeld zu erstatten. Besteht da nicht dringender, alternativloser Reformbedarf? Wo bleibt der Aufschrei von BDA und BDI? Immerhin k&ouml;nnten die Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung (aka: Lohnnebenkosten) sinken, wenn diese Form des &ldquo;Sozialleistungsbetruges&rdquo; seitens der Arbeitgeber nicht mehr m&ouml;glich w&auml;re.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ausnahme wird zur Regel<\/strong><br>\nUnternehmen in Deutschland nehmen es nicht so genau mit dem gesetzlichen Mindestlohn. Besch&auml;ftigten und Sozialkassen werden j&auml;hrlich Milliardenbeitr&auml;ge vorenthalten, wie eine am Freitag vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung ver&ouml;ffentlichte Studie belegt.<br>\n2016 summierten sich Lohnausf&auml;lle und Mindereinnahmen der Sozialversicherung demnach auf rund 7,6 Milliarden Euro. Wird noch das Umgehen allgemeinverbindlicher Branchenmindestl&ouml;hne hinzugerechnet, die es beispielsweise auf dem Bau oder in der Pflege gibt, bel&auml;uft sich die Gesamtsumme f&uuml;r 2016 sogar auf fast zehn Milliarden Euro. WSI-Arbeitsmarktforscher Toralf Pusch erkl&auml;rte, dass die staatlichen Kontrollen endlich verbessert werden m&uuml;ssten.<br>\nFrauen und Ostdeutsche werden laut Studie besonders oft um ihren Lohn geprellt. 2016 wurden 11,5 Prozent der weiblichen und 4,6 Prozent der m&auml;nnlichen Besch&auml;ftigten der Mindestlohn vorenthalten. In Ostdeutschland waren 12,6 Prozent und in Westdeutschland 7,3 Prozent betroffen. Das WSI erkl&auml;rt diesen Unterschied mit der geringeren Tarifbindung und weniger Betriebsr&auml;ten in den neuen Bundesl&auml;ndern. Insgesamt bekamen 2016 rund 2,2 Millionen Besch&auml;ftigte in Deutschland weniger als die gesetzlich definierte Gehaltsuntergrenze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/329690.ausnahme-wird-zur-regel.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dennoch scheint das SPD-Spitzenpersonal &ndash; und insbesondere die fr&uuml;here Bundesministerin Nahles &ndash; geradezu stolz auf den Mindestlohn zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jede sechste Pensionskasse k&uuml;rzt Rentenzusagen<\/strong><br>\nMehr als jede sechste Pensionskasse hat in den letzten zehn Jahren ihre Verrentungsfaktoren zu Ungunsten der Versicherten nach unten korrigiert &ndash; einige sogar mehrfach. Das ergab eine kleine Anfrage der Gr&uuml;nen im Bundestag. Hunderttausende Anw&auml;rter m&uuml;ssen mit niedrigeren Betriebspensionen im Alter rechnen.<br>\nIn insgesamt 27 F&auml;llen haben Pensionskassen im vergangenen Jahrzehnt ihre Leistungen gek&uuml;rzt, manche mehrfach. F&uuml;r k&uuml;nftig gezahlte Beitr&auml;ge wird nun ein niedriger Rentenfaktor berechnet. Das berichtet die &bdquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&ldquo; am Mittwoch. Das Blatt beruft sich auf Zahlen, die die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Gr&uuml;nen vorgelegt hat. (&hellip;)<br>\nAuffallend ist, dass in den letzten Jahren immer mehr Pensionskassen den Rotstift ansetzen mussten. Korrigierten in den Jahren von 2007 bis 2013 noch zehn Vorsorgewerke ihren Rentenfaktor nach unten, so waren es in den vier folgenden Jahren bereits 17 Kassen. Der Rentenfaktor ist der Wert, mit dem das angesparte Kapital der Besch&auml;ftigten sp&auml;ter in eine Rente umgerechnet wird. Damit entsprechend die Renten gek&uuml;rzt werden k&ouml;nnen, ist in der Regel die Zustimmung der Versicherten erforderlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/4865172\/Pensionskasse-Rentenfaktor-gesenkt\/\">Versicherungsbote<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Der Artikel f&uuml;hrt als Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Betriebsrentenk&uuml;rzungen an, dass die Rentenbezugsdauer steige und dass die Kapitalmarktzinsen zu niedrig seien. Beide Probleme sind nicht neu. In der umlagefinanzierten GRV gibt es zumindest kein Kapitalmarktrisiko. Und obwohl unsere GroKo das wusste, hat sie die Betriebsrente weiter &ldquo;gest&auml;rkt&rdquo;, indem ein neuer Durchf&uuml;hrungsweg geschaffen wurde, bei dem der Arbeitgeber nicht mal mehr f&uuml;r die eingezahlten Beitr&auml;ge haftet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bayer und Monsanto planen Monster-Hochzeit<\/strong><br>\nDie Natur braucht 30.000 Jahre um eine neue Spezies zu schaffen, aber wir rotten pro Tag global 150 Tier- und Pflanzenarten aus.<br>\nInzwischen ist jede dritte Tier-, Pflanzen-und Pilzart vom Aussterben bedroht. Dabei wissen wir: Ohne Tiere und ohne Pflanzen keine Menschen. Wir alle stehen auf den Schultern unserer &auml;lteren Geschwister im Tier- und Pflanzenreich. Mit dem dramatischen Artensterben sind wir die erste Generation, die Gott voll ins Handwerk pfuscht.<br>\nUnd nun kommt die Meldung, dass die EU die geplante Fusion des Chemiekonzerns Bayer mit der US-Saatgutfirma Monsanto genehmigt. Nur die USA m&uuml;ssen jetzt noch der geplanten Monster-Hochzeit zustimmen.<br>\nDas bedeutet: K&uuml;nftig werden vier Agrarchemie-Riesen den Lebensmittelmarkt der ganzen Welt beherrschen. Baysanto mit 22.5 Milliarden Euro Jahresumsatz, Sygenta mit 14 Milliarden, Dow Dupont mit 13 und BASF mit knapp sechs Milliarden Euro.<br>\nDiese vier Gro&szlig;en haben damit die Verantwortung f&uuml;r die Lebensmittel, f&uuml;r die Mittel zum Leben, fast der ganzen Welt. Sie besitzen das Quasi-Monopol f&uuml;r das, was noch von wem und wie angebaut werden kann. Die vier Riesen h&auml;tten damit die Bauern in noch gr&ouml;&szlig;ere Abh&auml;ngigkeit als bisher gebracht &ndash; mit dramatischen Folgen f&uuml;r unsere Gesundheit, f&uuml;r die Artenvielfalt, f&uuml;r den Klimawandel und durch Monokulturen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bayer-und-Monsanto-planen-Monster-Hochzeit-4003369.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gl&uuml;ck, nicht Talent macht erfolgreich und reich<\/strong><br>\nMit einem Simulationsmodell wollen Wissenschaftler quantitativ gezeigt haben, dass nicht die Kompetentesten am meisten Erfolg haben, wie eine &ldquo;naive Meritokratie&rdquo; propagiert, sondern Mittelm&auml;&szlig;ige mit Gl&uuml;ck<br>\nEs sind die Reichen vornehmlich, die glauben, dass sie ihren Erfolg sich selbst zuschreiben zu k&ouml;nnen. Das wird auch als Ideologie vertreten, um die Kluft zwischen Arm und Reich zu rechtfertigen. Wer reich geworden ist, verdankt dies seinem K&ouml;nnen, seinem Wissen, einer Intelligenz, seiner Risikobereitschaft oder welchen pers&ouml;nlichen Eigenschaften auch, m&ouml;glicherweise auch einem bisschen Gl&uuml;ck, das aber unbedeutend ist. Wir wissen zwar auch, dass wirtschaftlicher Erfolg oft auf Erbschaft und Vernetzung beruht und dass das Versprechen, vom Tellerw&auml;scher zum Million&auml;r, heute Milliard&auml;r zu werden, nicht sehr viel gr&ouml;&szlig;er ist, als im Lotto zu gewinnen.<br>\nItalienische Wissenschaftler von der Universit&auml;t von Catania haben sich einmal angeschaut und rekonstruiert, was Talent oder Gl&uuml;ck zum Erfolg beitr&auml;gt. Zusammen mit einem &Ouml;konomen haben die zwei Physiker schon einmal einen Anfangsverdacht ge&auml;u&szlig;ert. Intelligenz oder Talent sind in der Gesellschaft normalverteilt, Reichtum aber nach einer Pareto-Verteilung, d.h. es gibt eine einseitige Verteilung von vielen &ldquo;Armen&rdquo; und wenig &ldquo;Reichen&rdquo;. Eine solche Diskrepanz, so die Wissenschaftler in ihrer noch nicht in einer Wissenschaftspublikation mit Peer Review ver&ouml;ffentlichten Studie, zwischen einer Normalverteilung und einer Pareto-Verteilung sei ein Zeichen, dass &ldquo;hinter der B&uuml;hne etwas Verborgenes geschieht&rdquo;. Sie verweisen dabei auf den letzten Oxfam-Bericht, nach dem 8 Menschen so viel besitzen wie die 3,6 Milliarden am unteren Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Glueck-nicht-Talent-macht-erfolgreich-und-reich-3995595.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Eine Best&auml;tigung dessen, was schon Per Molander in seinem Buch &ldquo;Die Anatomie der Ungleichheit&rdquo; (Rezension <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41677\">hier<\/a>, Interview mit Per Molander <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40639\">hier<\/a>) analysiert, dargelegt und begr&uuml;ndet hat. Ungleichheit, also Reichtum und Armut, entsteht nicht, weil ein paar Menschen ganz besonders intelligent oder unglaublich flei&szlig;ig sind, sondern aufgrund ganz trivialer Sachverhalte: Zufall und Erbschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>AfD-Abgeordnete besch&auml;ftigen Rechtsextreme und Verfassungsfeinde<\/strong><br>\nDie Bundestagsverwaltung z&auml;hlt 297 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AfD-Abgeordneten und der AfD-Fraktion im Bundestag. ZEIT ONLINE hat den Hintergrund von fast allen recherchiert. Viele von ihnen verbreiten rassistische Kommentare und Verschw&ouml;rungstheorien, besuchen Demonstrationen von Pegida oder folgen den Social-Media-Kan&auml;len von fremdenfeindlichen Gruppierungen. Doch mindestens 27 der Fraktions- und Abgeordnetenmitarbeiter der AfD haben einen eindeutig rechtsradikalen bis rechtsextremen Hintergrund. 18 AfD-Mandatstr&auml;ger besch&auml;ftigen Mitarbeiter aus diesem Milieu. Unter ihnen sind Anh&auml;nger der NPD und der neonazistischen, verbotenen Organisation Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ), Aktivisten der Identit&auml;ren Bewegung und der rechtsradikalen Gruppe Ein Prozent, extrem rechte Burschenschafter und neurechte Ideologen. Unter den besonders radikal gesinnten Bundestagsmitarbeitern der AfD sind zahlreiche ehemalige Soldaten.<br>\nMan kann sich die extrem rechte Szene in Deutschland wie ein Geflecht mit Dutzenden Knoten vorstellen: Stiftungen, Thinktanks, Vereine und Verlagsh&auml;user sind &uuml;ber Personen und gemeinsame Veranstaltungen vielf&auml;ltig miteinander verbunden. Sie eint der erkl&auml;rte Vorsatz, die parlamentarische Demokratie abschaffen zu wollen &ndash; das System, wie sie es nennen. Dank der Personalpolitik der AfD-Abgeordneten haben wichtige Organisationen dieser Szene nun einen oder mehrere Akteure im Bundestag und k&ouml;nnen dieses Ziel von innen heraus verfolgen, finanziert mit Steuergeld. Im Herz der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-03\/afd-bundestag-mitarbeiter-rechtsextreme-identitaere-bewegung\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Haben Frau Weidel und Herr Gauland bzw. die AfD-Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrung &bdquo;ihren Laden&ldquo; &uuml;berhaupt im Griff? Oder ist dort &ndash; durch die &bdquo;Erkl&auml;rungsversuche&ldquo; von Herrn Gauland auch offiziell &ndash; etwas zusammen gekommen, was ideologisch zusammen pa&szlig;t?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>SPD-Spitzengenossen wollen Hartz IV beenden<\/strong><br>\nIn der Spitze der SPD werden Rufe nach einer Abschaffung von Hartz IV laut. &ldquo;Wir brauchen eine Alternative zu Hartz IV&rdquo;, sagt Vizeparteichef Ralf Stegner dem SPIEGEL. &ldquo;Das aktuelle System bef&ouml;rdert Abstiegs&auml;ngste, viele Empf&auml;nger f&uuml;hlen sich abgeschrieben, zu wenige schaffen den &Uuml;bergang in normale Arbeit.&rdquo; Die Sozialleistung f&uuml;r Langzeitarbeitslose decke zwar den Grundbedarf, bedeute aber dennoch Armut: &ldquo;In einer reichen Gesellschaft wie unserer sollte so etwas nicht sein.&rdquo;<br>\nStegner pl&auml;diert f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines Grundeinkommens. &ldquo;Das solidarische Grundeinkommen k&ouml;nnte ein Konzept sein, das Menschen weder abschreibt noch mit einer Sozialleistung abfindet&rdquo;, sagt der schleswig-holsteinische SPD-Landeschef. (&hellip;)<br>\nIm Gegensatz zum bedingungslosen Grundeinkommen w&uuml;rde das solidarische Grundeinkommen, das auf eine Initiative von Berlins Regierendem B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller (SPD) zur&uuml;ckgeht, nur bei der Annahme gemeinn&uuml;tziger Jobs wie etwa der Reinigung von Parks oder Babysitten gezahlt. (&hellip;)<br>\nAuch Fraktionsvize Karl Lauterbach lehnt im SPIEGEL die aktuelle Hartz-Regelung ab: &ldquo;Das System Hartz IV funktioniert nicht richtig. Es diskriminiert und macht echte Aktivierung fast unm&ouml;glich&rdquo;, sagt er. Ein Problem hat der Mediziner auch aus gesundheitspolitischer Sicht mit der jetzigen Regelung, die einst unter SPD-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der eingef&uuml;hrt wurde. &ldquo;Hartz IV ist schon insofern Armut, als dass dieses Einkommen zu einer massiven Verk&uuml;rzung der Lebenserwartung f&uuml;hrt&rdquo;, sagt Lauterbach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/spd-ralf-stegner-und-karl-lauterbach-wollen-hartz-iv-beenden-a-1199539.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wollen die Herren Lauterbach und Stegner mit dem Aufgreifen des Vorschlags des Berliner B&uuml;rgermeisters etwa soziale Kompetenz demonstrieren? K&ouml;nnen sie eigentlich noch ernst genommen werden?<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie zum Vorschlag des &bdquo;solidarischen Grundeinkommens&ldquo; erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43058#h02\">Berlins Regierender B&uuml;rgermeister will Hartz IV abschaffen<\/a> mit einer guten Leseranmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wissenschaftspolitik: Union und SPD m&uuml;ssen jetzt liefern und nachlegen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Gro&szlig;e Koalition muss jetzt liefern und nachlegen&ldquo;, meint GEW-Vorstandsmitglied und Hochschulexperte Andreas Keller mit Blick auf die wissenschaftspolitischen Vereinbarungen im Koalitionsvertrag. (&hellip;)<br>\nKeller lobt die Gro&szlig;e Koalition f&uuml;r die Vereinbarung, den Hochschulpakt zu verstetigen. &bdquo;Das ist der &uuml;berf&auml;llige Einstieg des Bundes in die Grundfinanzierung der Hochschulen. Die Zuweisungen aus dem Pakt f&uuml;r zus&auml;tzliche Studienpl&auml;tze d&uuml;rfen aber nicht nur fortgeschrieben werden, sie m&uuml;ssen auch erh&ouml;ht werden &ndash; weil die Nachfrage nach Studienpl&auml;tzen ungebrochen bleibt und auch die Betreuungsrelationen dringend verbessert werden m&uuml;ssen&ldquo;, mahnt er.<br>\nWeiter begr&uuml;&szlig;te Keller die Absicht der Koalitionspartner, das BAf&ouml;G auszubauen und zu verbessern. &bdquo;Eine Trendumkehr erst 2021, wie es im Koalitionsvertrag hei&szlig;t, kommt aber zu sp&auml;t. Die Gro&szlig;e Koalition muss die Empfehlung des BAf&ouml;G-Beirats des Bundesbildungsministeriums ernst nehmen, der eine z&uuml;gige BAf&ouml;G-Novelle gefordert hat. Eine BAf&ouml;G-Reform geh&ouml;rt ins 100-Tage-Programm der neuen Bundesregierung&ldquo;, erkl&auml;rt er.<br>\nSchlie&szlig;lich fordert Keller die Koalitionsparteien auf, die Weichen f&uuml;r faire Besch&auml;ftigungsbedingungen und verl&auml;ssliche Karrierewege in der Wissenschaft zu stellen. &bdquo;Union und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag zwar zum Grundsatz der guten Arbeit in der Wissenschaft bekannt, aber keine greifbaren Ma&szlig;nahmen benannt. Die Regierung muss konkreter werden. Die Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes muss vorgezogen, Verabredungen zur Bek&auml;mpfung des Befristungsmissbrauchs m&uuml;ssen auch auf die Hochschulen und Forschungseinrichtungen angewandt werden&ldquo;, so der GEW-Hochschulexperte abschlie&szlig;end.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/wissenschaftspolitik-union-und-spd-muessen-jetzt-liefern-und-nachlegen\/\">GEW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zuckerberg und Facebook nicht wie ein rohes Ei behandeln<\/strong><br>\nFacebook steht in der Kritik wegen seines Umgangs mit den Nutzerdaten. Ein Opfer sei der Konzern aber nicht, meint Constanze Kurz vom Chaos-Computer-Club. Die Vorg&auml;nge rund um die Analysefirma Cambridge Analytica seien kein Sicherheitsproblem, sondern die Plattform sei so gebaut worden. Entsprechend m&uuml;sse man reagieren. (&hellip;)<br>\nHandelt es sich um ein Sicherheitsproblem, ein Datenschutzproblem oder ein grundlegendes Problem der Idee &ldquo;Soziales Netzwerk&rdquo; und dar&uuml;ber, dass die Nutzer nicht wissen, was es mit dem Gesch&auml;ftsmodell der Plattformen auf sich hat? Dazu meint Constanze Kurz:<br>\n&ldquo;Es ist eine Mischung von allem, au&szlig;er ein Sicherheitsproblem. So wie diese Firma und andere vorgehen ist die Plattform gebaut worden.&rdquo;<br>\nWas den Umfang der Nutzung und Weiterverarbeitung der Daten betrifft, so haben die Nutzer dem nicht zugestimmt, ist Constanze Kurz &uuml;berzeugt.<br>\n&ldquo;Was wurde mit den Daten gemacht? Dar&uuml;ber ist noch eine Menge Spekulation.&rdquo;<br>\nNach Meinung von Constanze Kurz wird auch noch viel zu wenig &uuml;ber die Anzahl der betroffenen Menschen gesprochen. Der Fokus auf die USA und Europa l&auml;sst uns vergessen, dass auch L&auml;nder wie Brasilien, Indien und Nigeria betroffen sind.<br>\n&ldquo;Facebook und andere Firmen nutzen ihre Daten um Meinungen zu machen.&rdquo;<br>\n&Uuml;ber die Macht muss gesprochen werden und gerade &ldquo;in Europa sind zwei gr&ouml;&szlig;ere gesetzgeberische Vorhaben (ePrivacy-Verordnung und die EU-Datenschutzgrundverordnung) im Gange, die wir da unterst&uuml;tzen m&uuml;ssen. Wir m&uuml;ssen Zuckerberg und Facebook nicht wie ein rohes Ei behandeln, sondern es strikter regulieren.&rdquo; (&hellip;)<br>\nAls eine der gr&ouml;&szlig;ten Fragen fordert Constanze Kurz aber auf, in Erfahrung zu bringen:<br>\n&ldquo;Wer darf unter welchen Umst&auml;nden Daten Nutzen und Weitergeben und inwiefern muss zugestimmt werden? Wie kann wirklich manipuliert werden mit den Daten? Und Facebook ist nicht der einzige Klotz. Auch Google und Amazon hinsichtlich der Monopolfrage.&rdquo;<br>\nUnd auch das letzte Mittel schlie&szlig;t Constanze Kurz nicht aus, wenn es zu keinen Ver&auml;nderungen bei Facebook kommt:<br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen eingreifen oder wir zerschlagen Facebook.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/constanze-kurz-zum-datenskandal-zuckerberg-und-facebook.1264.de.html?dram:article_id=413920\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Echokammern des Tugendterrors<\/strong><br>\nOb bei den Reformen im Sexualstrafrecht oder beim Netzwerkdurchsetzungsgesetz: Immer &ouml;fter f&uuml;hrt die tugendhafte Haltung dem Gesetzgeber die Feder, ersetzen Verdachtsmomente konkrete Straftatbest&auml;nde. Das hat fatale Folgen f&uuml;r den Rechtsstaat (&hellip;)Aus ihrer Geschichte zu lernen, f&auml;llt der Menschheit erfahrungsgem&auml;&szlig; schwer. Auch heute wieder grinst die Fratze der scheinbaren Tugend durch die langsam erblindenden Fensterscheiben der Zivilisation. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz bek&auml;mpft statt handfester Tatbest&auml;nde nun unerw&uuml;nschte Emotionen wie &bdquo;Hass&ldquo;. Damit steht dieses Gesetzeswerk f&uuml;r einen &ndash; zumindest in der Bundesrepublik Deutschland &ndash; beispiellosen Kulturbruch.<br>\nUnd auch das Sexualstrafrecht r&uuml;ckt mehr und mehr von rationalen Prinzipien ab, indem es dem Motto &bdquo;Nein hei&szlig;t Nein&ldquo; trotz faktischer Unm&ouml;glichkeit der Beweisf&uuml;hrung nun Gesetzesrang zuerkennt. Die nachtr&auml;gliche Behauptung einer Frau, mit den sexuellen Handlungen &bdquo;eigentlich&ldquo; doch nicht einverstanden gewesen zu sein, kann dem Mann nun eine Anklage einbringen. Dies gilt auch dann, wenn es keine Verletzungen gab und Gewalt nicht im Spiel war. Dass diese Konstellation wohl kaum f&uuml;r eine gerichtliche Verurteilung ausreichen wird, liegt auf der Hand. Aber darauf kommt es dann l&auml;ngst nicht mehr an. Das soziale Umfeld, das Internet und die Medien&ouml;ffentlichkeit werden ihr Urteil zu f&auml;llen wissen: gesellschaftliche Vernichtung als Kollateralschaden. (&hellip;)<br>\nDass Gesinnungsschn&uuml;ffelei, Verleumdung und Tugendterror wieder um sich greifen, daran hat die Medienlandschaft ihren klaren Anteil. Verantwortungsloser Kampagnenjournalismus nach dem Strickmuster von #MeToo greift bedenkenlos die vorherrschende Internetprangerstimmung auf und zieht seinen Nektar aus dem vergifteten gesellschaftlichen Klima. An die Herstellung von Rechtsfrieden ist nicht zu denken, wo angebliche oder tats&auml;chliche F&auml;lle in au&szlig;ergerichtlichen Pressetribunalen verhandelt werden, sekundiert von der virtuellen Hysterie des Internets.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/politik-medien-oeffentlichkeit-echokammern-tugendterror-netzwerkdurchsetzungsgesetz%20\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Distanzierung von widerrechtlich &uuml;bernommen Artikeln auf rechten Portalen<\/strong><br>\n<em>Am Freitag teilte mir eine Leserin mit, dass mein j&uuml;ngster Artikel &uuml;ber Dominic Johnson vom rechtsradikalen Portal &bdquo;AnonymousNews.ru&ldquo; &uuml;bernommen wurde. Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass dies auch auf mehrere Artikel zutrifft. Dies geschah selbstverst&auml;ndlich ohne Genehmigung und stellt einen Urheberrechtsversto&szlig; dar. Da die Seite jedoch kein Impressum hat und anonym registriert wurde, d&uuml;rfte der zivilrechtliche Weg versperrt sein. Dennoch habe ich Anzeige wegen Verleumdung in acht F&auml;llen gestellt, da die Artikel bei der &Uuml;bernahme auch noch im rechten Sinne umgeschrieben wurden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Nach meiner Kenntnis steckt der Rechtsextremist Mario R&ouml;nsch hinter der Seite, der sich jedoch <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2016-06\/anonymous-kollektiv-rechte-hetze\">auf der Flucht vor den Beh&ouml;rden befindet<\/a> &ndash; es ist also leider damit zu rechnen, dass die Seite auch k&uuml;nftig unsere Artikel manipuliert und f&uuml;r ihre niederen Zwecke missbraucht.<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43148","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43148","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43148"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43148\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43150,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43148\/revisions\/43150"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43148"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43148"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43148"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}