{"id":4318,"date":"2009-11-06T08:53:33","date_gmt":"2009-11-06T07:53:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4318"},"modified":"2014-01-23T11:25:48","modified_gmt":"2014-01-23T10:25:48","slug":"zum-gedenken-an-johann-georg-elser-einen-der-wenigen-mutigen-helden-bisher-ohne-gedenken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4318","title":{"rendered":"Zum Gedenken an Johann Georg Elser, einen der wenigen mutigen Helden. Bisher ohne Gedenken."},"content":{"rendered":"<p>Zur Erinnerung an das Attentat von Johann Georg Elser im M&uuml;nchner B&uuml;rger Br&auml;u-Keller schrieb Hans Wallow einen interessanten Text. Von der so genannten b&uuml;rgerlichen Gesellschaft der Nachkriegszeit wurde Elser nahezu totgeschwiegen. Im Geschichtsunterricht meiner Schule im heimischen Baden-W&uuml;rttemberg der NSDAP-Mitglieder und sp&auml;teren Ministerpr&auml;sidenten Filbinger und Kiesinger kam Johann Georg Elser nicht vor. Wir danken Hals Wallow f&uuml;r die W&uuml;rdigung. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Hitler-Attentat am 8. November 1939:<br>\nDer stille Held<\/strong><\/p><p>M&uuml;nchen am 8. November 1939 um 21.20 Uhr: Im B&uuml;rgerbr&auml;u-Keller ging in diesem Moment die allj&auml;hrliche Kultveranstaltung der NSDAP zu Ehren der Toten des misslungenen Putsches von 1923 zu Ende, als eine gewaltige Detonation mit einer riesigen Stichflamme die Decke des Raumes einst&uuml;rzen lie&szlig;. Der Leiter der Propagandatechnik beim Reichsautozug, Emil Wipfel, gab sp&auml;ter zu Protokoll: &bdquo;Pl&ouml;tzlich war um  uns ein kurzer, greller Feuerschein. Im gleichen Augenblick h&ouml;rten wir einen entsetzlichen Knall. Ich wurde etwa zwei Meter nach r&uuml;ckw&auml;rts geschleudert, fiel auf die Tr&uuml;mmer und dann brach es prasselnd und krachend &uuml;ber mich hinein.&ldquo;<\/p><p>Die Tr&uuml;mmer h&auml;tten 15 Minuten fr&uuml;her den Redner Adolf Hitler und seinen neben ihm sitzenden Paladine, Dr. Joseph Goebbels (Reichsminister f&uuml;r Propaganda und Volksaufkl&auml;rung), Rudolf Hess (Partei-Stellvertreter Hitlers) und Alfred Rosenberg (NS-Ideologe) treffen sollen. Aber die Verbrecher entkamen. Acht Menschen, die Kellnerin Maria Henle und sieben &bdquo;alte K&auml;mpfer&ldquo; und Blutordenstr&auml;ger starben unter der eingest&uuml;rzten Decke. In einem Beitrag &uuml;ber den Staatsakt zu Ehren der Get&ouml;teten berichtete ein Reporter, sie alle w&auml;ren &bdquo;gl&uuml;hende Verfechter der Ideen des F&uuml;hrers&ldquo;. Noch in derselben Nacht lie&szlig; Goebbels &uuml;ber die Medien den vom erfolgreichen Angriffskrieg gegen Polen noch berauschten Deutschen eintrichtern, dass es eine &bdquo;g&ouml;ttliche Vorsehung&ldquo; war, die den F&uuml;hrer gerettet h&auml;tte. Die Wahrheit war profaner: Wegen des aufkommenden Novembernebels riet Hitlers Flugkapit&auml;n Baur von einem Flug ab. Der Diktator nahm einen Sonderzug, der 21.20 Uhr den M&uuml;nchener Hauptbahnhof verlie&szlig;. Er wollte ohne weiteren Zeitverlust in Berlin sein, um mit Generalst&auml;blern der Wehrmacht Vorbereitungen f&uuml;r einen Angriff auf Frankreich zu planen. Goebbels lie&szlig; au&szlig;erdem kolportieren, dass die Drahtzieher des Attentats der britische Geheimdienst in Zusammenarbeit mit dem in die Schweiz emigrierten Otto Strasser w&auml;ren. Dieser einstige Repr&auml;sentant des sozialistischen Fl&uuml;gels der NSDAP hatte bereits 1930 mit Hitler gebrochen. Er bek&auml;mpfte das Regime aktiv aus dem Ausland. Doch noch ehe die Bombe explodierte, verhafteten die Z&ouml;llner Waldemar Zipper und Xaver Rieger bei Konstanz Johann Georg Elser wegen illegalen Grenz&uuml;bertritts 25 Meter vor der Schweiz. Zu diesem Zeitpunkt wussten sie noch nicht, wen sie da aufgegriffen hatten. Erst als sie im Radio die Meldungen &uuml;ber das Attentat in M&uuml;nchen h&ouml;rten und bei Elser Aufzeichnungen &uuml;ber die Herstellung von Granaten, Teile eines Z&uuml;nders, ein Rotfront-K&auml;mpfer-Abzeichen und eine unbeschriebene Ansichtskarte vom B&uuml;rgerbr&auml;ukeller fanden, wurde ihnen der Mann suspekt. Sie lieferten ihn an die M&uuml;nchener Gestapo aus. Dort gestand er die Tat nach tagelanger Folter am 14. November 1939 in Anwesenheit des Reichskriminaldirektors Dr. Arthur Nebe und Kriminalrats Hans Lobbe. Er bestand jedoch darauf, sie ohne Hilfe begangen zu haben. F&uuml;r Hitler und die gesamte Nazif&uuml;hrung war es unvorstellbar, dass ein Einzelner, ein einfacher Schreiner noch dazu, die Motivation, technische Versiertheit und vor allem Entschlossenheit besa&szlig;, das schwierige Attentat zu planen und durchzuf&uuml;hren, denn Hitler wurde zu diesem Zeitpunkt hermetisch abgesichert. <\/p><p>So notierte auch der SS-Reichsf&uuml;hrer Heinrich Himmler an den Rand der Verh&ouml;rprotokolle und zusammenfassenden Berichte aus M&uuml;nchen, in dem Elser die Einzelt&auml;terschaft unterstellt wurde: &bdquo;Welcher Idiot hat diesen Bericht gemacht?&ldquo; Goebbels schrieb am 15. November 1939 in sein Tagebuch: &bdquo;Himmler hat nun den ersten Attent&auml;ter von M&uuml;nchen gefunden. Ein Techniker aus Baden-W&uuml;rttemberg. Aber die Hinterm&auml;nner fehlen noch.&ldquo; Die Schergen des Regimes, SS und Gestapo, hielten Elser f&uuml;r einen primitiven Wichtigtuer ohne weltanschauliche Basis. Hitler aber hatte &ndash; wie h&auml;ufig bei Bossen von Gangstersyndikaten &ndash; ein gut entwickeltes Gesp&uuml;r f&uuml;r Charaktere. Nach den Erinnerungen seines Kammerdieners Heinz Linge deutete er gegen&uuml;ber Himmler ein Foto des Attent&auml;ters: &bdquo;Sehen Sie sich einmal die Physiognomie an, die Augen, die intelligenten Gesichtsz&uuml;ge, das ist kein Blender, kein Schw&auml;tzer. Der wei&szlig;, was er will. Stellen Sie fest, welche politischen Kreise hinter ihm stehen. Er ist vielleicht ein Einzelg&auml;nger; aber ohne Weltanschauung ist er nicht.&ldquo;<\/p><p>Bis 1945 versuchten SS und Gestapo aus Elser mithilfe aller denkbaren Foltermethoden irgendwelche Namen herauszupressen. Der kleine, schm&auml;chtige Mann aus K&ouml;nigsbronn in W&uuml;rttemberg lie&szlig; sich auch durch Pervitin-Spritzen der Nazi-&Auml;rzte nicht brechen. <\/p><p>Wer war dieser am 4. Januar 1903 in Hermaringen geborene Johann Georg Elser, dessen komplexe Pers&ouml;nlichkeit auch nach 1945 besonders vom Bildungsb&uuml;rgertum gern ignoriert wurde. Sein individueller Versuch, das braune M&ouml;rdersystem zu destabilisieren, wurde je nach politischem Standort lange als Tat eines kommunistischen Fanatikers oder Sonderlings abgetan. Keines dieser Klischees stimmt mit dem Charakter des deutschen Wilhelm Tell &uuml;berein. Aber viele Mitl&auml;ufer des Regimes wollten es nicht wahrhaben, dass ein einfacher Handwerker durch seine Wertorientierung schon fr&uuml;h die Verbrechen erkannte und aus eigenem Entschluss handelte. Dass es schon 1933 keine andere M&ouml;glichkeit mehr gab, Hitler und die Nazis zu entmachten und die Katastrophe des 2. Weltkriegs zu verhindern, schrieb sein Landsmann Carlo Schmid, Universit&auml;tsmitarbeiter in T&uuml;bingen und sp&auml;ter als SPD-Politiker Mitverfasser des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in seinen &bdquo;Erinnerungen&ldquo; &uuml;ber die Zeit nach der Machtergreifung: &bdquo;Es wurde zur Gewissheit, da&szlig; keine Aussicht bestand, der sich nun bildenden Gewaltherrschaft wirksam Widerstand zu leisten.&ldquo; Der mit dem milit&auml;rischen Widerstand um Admiral Canaris verbundene Konservative Hans-Bernd Gesevius zitiert Dr. Arthur Nebe, der zwar ein Kriegsverbrecher war, aber lose Verbindungen zum Widerstand unterhielt: &bdquo;Nimm diesen Elser &ndash; das ist ein Kerl. Das ist der Einzige unter uns, der es erfa&szlig;t hatte und dem gem&auml;&szlig; handelte. Das ist ein Held unserer Zeit und deswegen werden die Nazis, nein, gerade deine feinen Leute alles tun, um jede Erinnerung an ihn auszul&ouml;schen&hellip; Dieser Mann aus dem Volke liebte das einfache Volk. Er legte mit leidenschaftlich und in simplen S&auml;tzen dar, Krieg bedeute f&uuml;r die Massen aller L&auml;nder Hunger, Elend und millionenfachen Tod.&ldquo; <\/p><p>Woher nahm der &bdquo;kleine Schorsch&ldquo;, wie er in seiner Heimat und sp&auml;ter auch im KZ genannt wurde, diese moralische Kraft und Z&auml;higkeit? Er durchlebte in K&ouml;nigsbronn eine harte Kindheit. Der Vater, ein alkohols&uuml;chtiger, gewaltt&auml;tiger Holzh&auml;ndler; die Mutter, eine gl&auml;ubige, flei&szlig;ige Protestantin, deren einzige Freizeit darin bestand, in die Bibelstunde zu gehen. Sie erzog alle vier Kinder im christlichen Glauben und betrieb eine kleine Landwirtschaft, in der ihr &Auml;ltester Johann Georg schon fr&uuml;h arbeiten musste. Trotz der Schl&auml;ge des Vaters blieb er folgsam und wurde ein guter Sch&uuml;ler. In der Heidenheimer Gewerbeschule erhielt er drei Belobigungen und schloss seine Schreinerlehre als Jahrgangsbester ab. Hellmut G. Haasis schrieb in der Elser-Biografie: &bdquo;In den trostlosen Familienerfahrungen d&uuml;rfte Georgs starkes Gerechtigkeitsempfinden gr&uuml;nden: das tragende Motiv seiner antinazistischen Einstellung.&ldquo;<\/p><p>Der ruhige, feingliedrige junge Mann mit der damals un&uuml;blichen gewellten K&uuml;nstlerfrisur galt in seinem Heimatort als freundlich, arbeitsam und vor allem hilfsbereit. In seiner knappen Freizeit widmete er sich der Kunstschreinerei, zum Beispiel der Herstellung feiner Intarsienarbeiten. In dem K&ouml;nigsbronner Zither-Club und seinem Stammlokal, wo er darauf bestand, immer auf demselben Platz zu sitzen, galt er als liebenswert, gesellig, aber auch eigenwillig. Am liebsten beobachtete er &ndash; meistens l&auml;chelnd &ndash; seine Umgebung. Nur wirklich guten Freunden &ouml;ffnete er seine Gedanken. <\/p><p>Anfang Mai 1925 erf&uuml;llte Elser sich seinen Traum von der Befreiung aus der heimatlichen Enge, indem er am Bodensee auf Wanderschaft ging. So arbeitete der flei&szlig;ige Schwabe zum ersten Mal in seinem Leben nur so viel, wie er selbst zum Leben ben&ouml;tigte. Die Naturerlebnisse am Ufer des Bodensee bedeuteten dem sparsamen Elser mehr als Geld. W&auml;hrend seiner T&auml;tigkeit in einer Uhrenfabrik fand er Anschluss ans linke Milieu und trat in Konstanz in die Holzarbeitergewerkschaft ein. Ab 1929 fuhr der junge Mann, der sich als Autodidakt st&auml;ndig beruflich weiterentwickelte, mit dem Fahrrad f&uuml;nf Kilometer ins schweizerische Bottighofen zur Schreinerei Sch&ouml;nholzer. Wegen seines Arbeitseifers, Kompetenz in seinem Beruf und der Bereitschaft, &Uuml;berstunden zu leisten, erlaubte ihm sein Arbeitgeber, dass er bei sch&ouml;nem Wetter nur abends oder nachts arbeiten durfte. Den Tag verbrachte er dann mit Schwimmen oder lag am Ufer im Gras und beobachtete die vorbeiziehenden, silbern gl&auml;nzenden Zeppeline aus Friedrichshafen. Als Mitglied des Abstinenzler-Vereins von Kreuzlingen, wo die Frauen in der Mehrheit waren, wurde der elegante, h&uuml;bsche junge Mann mit dem &bdquo;Strunz-T&uuml;chlein&ldquo; in der Jacken bald der Hahn im Korb. Er verliebte sich in Mathilde Niedermann und zeugte ein Kind mit ihr, trennte sich aber, als er sich hintergangen f&uuml;hlte. Elser entwickelte sich zu einem Anti-Typ des damals vorherrschenden milit&auml;rischen Macho-Mannes. Nach sieben Jahren am Bodensee, in denen er auch vom freiheitlichen Geist der Schweiz beeinflusst wurde, empfand er tiefste Verachtung f&uuml;r das Kriegsgebr&uuml;ll und die Gewaltherrschaft der Nazis. Hitler war f&uuml;r ihn ein notorischer L&uuml;gner. Als die Mutter Georg um Hilfe bat, weil der Vater immer mehr dem Alkoholosmus verfiel und das Eigentum vertrank, kehrte er 1932 nach Heilbronn zur&uuml;ck. Elser landete in einer Sackgasse. Ihm missfiel die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage der einfachen Arbeiter, die Verfolgung der Juden und der immer st&auml;rker werdende Justizterror seit der Macht&uuml;bernahme. Schon wegen Lappalien wie das Nichtgr&uuml;&szlig;en der Hakenkreuzfahne wurden Menschen verhaftet und ins Gef&auml;ngnis oder sogar KZ gesperrt. Auch die Medien waren gleichgeschaltet. Im Gespr&auml;ch achtete man stets darauf, dass niemand lauschte. Niemand konnte mehr die Wahrheit von Propaganda unterscheiden. Elser h&ouml;rte weiterhin den Schweizer Rundfunk von Berom&uuml;nster und andere verbotene ausl&auml;ndische Sender. Er verf&uuml;gte &uuml;ber ein fast fotografisches Ged&auml;chtnis und konnte sich Baupl&auml;ne oder Notenbl&auml;tter so gut einpr&auml;gen, dass er danach prompt ein Ger&auml;t konstruieren oder die Melodie spielen konnte. Auch bef&auml;higte ihn seine hohe emotionale Intelligenz dazu, Hitlers Politik im Zusammenhang und von der inneren Wahrheit her zu entlarven. Gegen&uuml;ber seinem Freund Josef Schurr, den die Machthaber sofort nach dem Erm&auml;chtigungsgesetz ins KZ Heuberg deportierten, bezeichnete er Hitler nur als &bdquo;das Verbrechergesicht&ldquo;. Zusammen h&ouml;rten sie ausl&auml;ndischen Rundfunk und diskutierten dar&uuml;ber, was zu tun sei. Elser war damals zweifellos nicht nur entt&auml;uscht von den Amtskirchen der beiden christlichen Konfessionen, sondern auch von der KPD, die zwar die Weltrevolution anstrebte, nicht aber an der Verbesserung der konkreten Lebenslage des Proletariats interessiert war. Zwischen 1936 und 1937 muss der gl&auml;ubige Christ und freie Sozialist den Entschluss gefasst haben, Hitler und die engere NS-F&uuml;hrung allein zu beseitigen. Sein Freund Josef Schurr schrieb am 3. Februar 1947 &uuml;ber diese Zeit in der &bdquo;Ulmer Zeitung&ldquo;: &bdquo;Wer diesen Krieg nicht kommen sah, war politisch blind.&ldquo; <\/p><p>Von da an h&ouml;rte er nicht mehr auf die gut gemeinten Ratschl&auml;ge derer, die ahnten, dass er etwas vorhatte. Er k&uuml;mmerte sich auch nicht um Organisationen, denen er sowieso misstraute. Elser musste viele pers&ouml;nliche Opfer bringen. Er schuftete in einem Steinbruch, um an Dynamit zu kommen, und dann in einer R&uuml;stungsfabrik, um sich Z&uuml;ndkapseln zu beschaffen. Seine Umgebung wunderte sich nur dar&uuml;ber, dass er in schlecht bezahlten Berufen arbeitete und sich immer st&auml;rker von ihnen zur&uuml;ckzog.  Aber er verschloss seine Augen nicht, als Juden durch die Stra&szlig;en getrieben wurden. Er h&ouml;rte von den Bomben auf Unschuldige im spanischen Guernica und Warschau und hatte als einer der Wenigen in Deutschland eine Ahnung von der Singularit&auml;t der Verbrechen, die im Namen Deutschlands von den Nationalsozialisten begangen wurden. Seinen au&szlig;erordentlichen Mut bezahlte Georg Elser (bis dahin als Sonderh&auml;ftling des F&uuml;hrers) am 9. April 1945 im KZ Dachau mit dem Leben. Auch in der Nachkriegszeit blieb dem stillen Helden die Anerkennung f&uuml;r seine Tat bis heute versagt. Darum schlug der Dramatiker Rolf Hochhuth dem Regierenden B&uuml;rgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, vor, zum 70. Jahrestag des Attentats im Regierungsviertel ein Denkmal f&uuml;r Georg Elser zu errichten. Obwohl der Zigarettenerbe Philipp Reemtsma sofort anbot, das Projekt zu finanzieren, wurde Hochhuths Vorschlag bis jetzt ignoriert. <\/p><p>Hans Wallow<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Erinnerung an das Attentat von Johann Georg Elser im M&uuml;nchner B&uuml;rger Br&auml;u-Keller schrieb Hans Wallow einen interessanten Text. Von der so genannten b&uuml;rgerlichen Gesellschaft der Nachkriegszeit wurde Elser nahezu totgeschwiegen. Im Geschichtsunterricht meiner Schule im heimischen Baden-W&uuml;rttemberg der NSDAP-Mitglieder und sp&auml;teren Ministerpr&auml;sidenten Filbinger und Kiesinger kam Johann Georg Elser nicht vor. Wir danken Hals<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4318\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[212],"tags":[415,416],"class_list":["post-4318","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gedenktagejahrestage","tag-elser-georg","tag-nationalsozialismus"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4318","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4318"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4318\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20118,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4318\/revisions\/20118"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4318"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4318"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}