{"id":43253,"date":"2018-03-31T11:45:49","date_gmt":"2018-03-31T09:45:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43253"},"modified":"2026-01-27T11:27:57","modified_gmt":"2026-01-27T10:27:57","slug":"merkel-betreibt-eine-inhumane-politik-und-verpackt-sie-in-humane-worte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43253","title":{"rendered":"\u201eMerkel betreibt eine inhumane Politik und verpackt sie in humane Worte\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180331-galliker-01.jpg\" alt=\"Mark Galliker\" title=\"Mark Galliker\"><\/div><p><strong><a href=\"http:\/\/www.galliker.de\/\">Mark Galliker<\/a><\/strong>, emeritierter Professor f&uuml;r Psychologie, hat das verbale Verhalten von Bundeskanzlerin Merkel einer Analyse unterzogen. Sein Ergebnis: Merkel verneint, ignoriert und verschleiert die Realit&auml;t und versteht es, sich &bdquo;glaubhaft als moralische Autorit&auml;t zu inszenieren&ldquo;. Ein Interview &uuml;ber eine Kanzlerin, die auf den Gespr&auml;chspsychotherapeuten wirkt &bdquo;wie eine Mustersch&uuml;lerin, die alles tut, was ihr von oben aufgetragen wird und es versteht, dies vor den Mitsch&uuml;lern zu verbergen&ldquo;. Das Interview f&uuml;hrte <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6215\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-43253-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180403_Merkel_betreibt_eine_inhumane_Politik_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180403_Merkel_betreibt_eine_inhumane_Politik_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180403_Merkel_betreibt_eine_inhumane_Politik_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180403_Merkel_betreibt_eine_inhumane_Politik_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=43253-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180403_Merkel_betreibt_eine_inhumane_Politik_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180403_Merkel_betreibt_eine_inhumane_Politik_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Galliker, wie k&ouml;nnte man Angela Merkel charakterisieren?<\/strong><\/p><p>Angela Merkel wird von vielen B&uuml;rgern wohlwollend &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16450\">Mutti der Nation<\/a>&rdquo; genannt. Die Mutter ist die beste Frau, ja der beste Mensch &ndash; keine Frage! Von anderen B&uuml;rgern wird sie &ldquo;Gutmensch&rdquo; genannt, was indes nicht gerade gut gemeint ist. Es trifft zu, dass sie flei&szlig;ig, gescheit, in einem gewissen Sinne brav ist, jedenfalls ist sie nicht korrupt. Sicherlich ist Merkel kein &bdquo;Schlechtmensch&ldquo;. Doch Ihr sch&ouml;ner Satz &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; w&auml;re ihr wahrscheinlich zum Verh&auml;ngnis geworden, wenn das Fl&uuml;chtlingsproblem f&uuml;r die Bundesrepublik nicht scheinbar optimal gel&ouml;st, respektive an die Grenze anderer Staaten verschoben worden w&auml;re. Merkel wirkt freundlich, schlicht, &uuml;berhaupt nicht so arrogant wie einige ihrer Vorg&auml;nger. Auf mich pers&ouml;nlich wirkt sie wie eine Mustersch&uuml;lerin, die alles tut, was ihr von oben auftragen wird und es versteht, dies vor den Mitsch&uuml;lern zu verbergen, die unter anderem wegen ihr noch mehr arbeiten m&uuml;ssen und das meistens gegen noch schlechtere Noten bzw. Belohnungen.<\/p><p><strong>Sie haben Merkel in einer aktuellen Untersuchung von Ihnen als eine Meisterin der Maskierung genannt, weil Sie Macht verschleiere. Was wollen Sie damit sagen?<\/strong><\/p><p>Merkel wei&szlig;, dass das Volk nicht wissen darf, dass sie sich letztlich f&uuml;r die Interessen der Gro&szlig;industrie und der Banken einsetzt und gerade nicht f&uuml;r die weniger reichen und armen Menschen, andernfalls h&auml;tte sie vermutlich bei den Wahlen keine Chance gehabt. Wenn sie sich f&uuml;r die sogenannten kleinen Leute einsetzen w&uuml;rde, h&auml;tte sie die Massenmedien der wirtschaftlich Starken gegen sich und w&uuml;rde wahrscheinlich ebenfalls nicht gew&auml;hlt. Merkel wird von den M&auml;chtigen vor allem deshalb gesch&auml;tzt, weil sie deren Denken wie keine zweite Politikerin den B&uuml;rgern schmackhaft machen kann.<\/p><p><strong>Wie kommen Sie zu dieser Aussage?<\/strong><\/p><p>Merkel steht f&uuml;r eine Bundesrepublik, die unter ihrer F&uuml;hrung mehr exportiert hat als je zuvor (unter anderem sehr viele Waffen, Panzer, mit denen auch v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffskriege gef&uuml;hrt werden, wie jetzt von der T&uuml;rkei), und f&uuml;r eine Bundeswehr, die noch nie an so vielen Orten der Welt stationiert war. Wie schafft es diese meistens ebenso bescheiden wie harmlos auftretende Kanzlerin, die in der Mehrzahl pazifistisch gesinnten B&uuml;rger wie selbstverst&auml;ndlich wiederum auf die neue, expansive Politik Deutschlands einzustellen? Den Eigenanteil der Bundesrepublik an der Produktion oder Reproduktion fragw&uuml;rdiger Zust&auml;nde im In- und Ausland maskiert sie mit geschickter Rhetorik. Dabei setzt sie alles ein, selbst die Empathie.<\/p><p>In einem Sommerinterview der ARD zum Konflikt mit Griechenland befragt, bemerkte sie, dass die griechische Regierung inzwischen eingesehen habe, dass das Land nur auf die Beine kommen k&ouml;nne, wenn es auch die notwendigen Reformen realisiere und sie f&uuml;gte folgenden Satz hinzu: &ldquo;Wo immer wir helfen k&ouml;nnen, mit Logistik, mit Menschen, mit Ideen, wollen wir den Griechen beiseite stehen, denn es geht um viel, wenn wir &uuml;ber Griechenland sprechen&rdquo;. Eine junge Zuschauerin, die sich als Halbgriechin vorstellte, fragte: &bdquo;Geht es Ihnen wirklich um die Menschen in Griechenland?&rdquo; Und Merkel antwortete ohne Initialpause: &ldquo;Mir geht es immer um die Menschen. Mir geht es um die Menschen hier bei uns zu Hause und mir geht es auch um die Menschen in Griechenland. Aber wir m&uuml;ssen auf der anderen Seite uns nat&uuml;rlich auch aufeinander verlassen k&ouml;nnen. Und deshalb sage ich der Zuschauerin, dass ich ihre Sorgen verstehe, dass ich auch wei&szlig;, was in Griechenland viele zu erleiden haben. Das Ungerechte ist ja auch, dass die, die viel Geld haben, l&auml;ngst &uuml;ber alle Berge sind und ihr Geld ganz woanders angelegt haben&rdquo;.  Aus der Kontextanalyse zu dieser Aussage geht hervor, dass die Bundeskanzlerin in diesem Zusammenhang von der Notwendigkeit einer Steigerung der Wettbewerbsf&auml;higkeit in der EU unter anderem durch Strukturreformen spricht, scheinbar ohne zu reflektieren, wie sehr in der Vergangenheit solche Reformen der Bundesrepublik zum wirtschaftlichen Ungleichgewicht innnerhalb der EU beigetragen haben.<\/p><p><strong>Sie fragen in Ihrer Studie, wie Merkel &bdquo;gesellschaftliche und soziale Ungleichheiten in den Medien&ldquo; darstellt.<\/strong><\/p><p>Ja, mit gesellschaftlichen Ungleichheiten sind die gr&ouml;&szlig;er werdenden Unterschiede zwischen Deutschland und anderen EU-L&auml;ndern gemeint und mit sozialen Ungleichheiten die Unterschiede zwischen den verschiedenen sozialen Gruppierungen und &ouml;konomischen Schichten und Klassen innerhalb der Bundesrepublik. Merkel tr&auml;gt mit ihren politischen T&auml;tigkeiten dazu bei, diese Unterschiede zu verst&auml;rken, doch zugleich versteht sie es ausgezeichnet, dieselben rhetorisch zu nivellieren.<\/p><p><strong>Wie macht Merkel das?<\/strong><\/p><p>Dies geschieht durch sprachliche Verschiebungen, Verstellungen, Verneinungen, eigentliche Verwerfungen, verbales Ungeschehenmachen und nicht zuletzt auch durch Projektionen. Ein Beispiel f&uuml;r Projektionen ist, wenn alles B&ouml;se Russland untergeschoben wird, unter anderem v&ouml;lkerrechtswidrige Aktionen nur beim erneut als Gegner aufgebauten Konkurrenten wahrgenommen werden (z.B. Krim-&Uuml;bernahme durch Russland) und nicht auch bei der BRD (u.a. Beteiligung am v&ouml;lkerrechtswidrigen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33128\">NATO-Krieg gegen Serbien<\/a>, am v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran und am Krieg gegen Libyen u.a. mit dem Ziel, die Regierung zu st&uuml;rzen). Die Bundeskanzlerin pflegt ein schwarz-wei&szlig; gemaltes Outgroup-Ingroup-Bild. Der Kreml ist m&auml;chtig und b&ouml;se, die Bundesregierung ist es nicht, ist gut, ja vorbildlich und daf&uuml;r gesch&auml;tzt in aller Welt! Welch verh&auml;ngnisvolle Konsequenzen diese verantwortungslosen Zuschreibungen haben k&ouml;nnen, hat die Geschichte zur Gen&uuml;ge aufgezeigt. Ein Au&szlig;enstehender m&uuml;sste mit Merkel den Eindruck gewinnen, dass im 20. Jahrhundert Russland zweimal Deutschland und nicht umgekehrt Deutschland zweimal Russland angegriffen hat.<\/p><p><strong>Zu was f&uuml;hren psychische Mechanismen wie zum Beispiel die von Ihnen angef&uuml;hrte Projektion?<\/strong><\/p><p>Da gibt es verschiedene M&ouml;glichkeiten, je nachdem, welchem seelischen Ablauf sich Merkel &uuml;berl&auml;sst. Beim Beispiel der Projektion wird Hass gegen&uuml;ber einem vermeintlichen Gegner konstituiert, was als Kriegsvorbereitung interpretierbar ist und letztlich nur der Waffenindustrie dient. Jeder Historiker kann erkennen, dass vor dem 1. und 2. Weltkrieg medial ganz &auml;hnlich vorgegangen wurde wie heute.<\/p><p><strong>Sie haben auch die Verneinung im Zusammenhang mit Merkel erw&auml;hnt.<\/strong><\/p><p>Ja, die Verneinung ist ebenfalls so ein gef&auml;hrlicher Vorgang, auch wenn er auf den ersten Blick harmloser erscheint, denn vorerst werden &bdquo;nur&ldquo; Bestandteile realer Zusammenh&auml;nge und Sachverhalte aus dem Verkehr gezogen, sodass vor allem Verwirrung gestiftet wird.<\/p><p><strong>Haben Sie ein Beispiel?<\/strong><\/p><p>Beim verbalen Schlagabtausch zwischen der amerikanischen und der nordkoreanischen Regierung stellte Merkel fest: &bdquo;Ich sehe f&uuml;r Nordkorea <em>keine<\/em> milit&auml;rische L&ouml;sung&ldquo; (Handelsblatt, 23.7. 17). Das ist sicherlich begr&uuml;&szlig;enswert, dass Merkel in dieser Frage Trump nicht unterst&uuml;tzte und darauf hinwies, dass die diplomatischen Mittel bei weitem nicht ausgesch&ouml;pft sind. Die Verneinung bedeutet psychoanalytisch betrachtet aber auch, dass der Gedanke an ein m&ouml;gliches milit&auml;risches Vorgehen vor seiner Abwehr im Bewusstsein schon vorhanden war, wenngleich hier neben anderen Gedanken. Nach Merkel f&uuml;hrte die USA neben dem milit&auml;rischen Drohen auch &bdquo;eine Vielzahl diplomatischer Aktivit&auml;ten&ldquo; durch, womit sie diesem Land einen Plus-Punkt in der Auseinandersetzung zurechnete.<\/p><p>Auf die Frage, ob die BRD im Kriegsfall automatisch an der Seite der USA k&auml;mpfen w&uuml;rde, antwortete sie &bdquo;Nein, <em>nicht<\/em> automatisch&ldquo;. Im Anschluss daran hinderte dies Merkel indes nicht, ihre Loyalit&auml;t zu den USA zu bekr&auml;ftigen. Hei&szlig;t dies, dass sie also trotz allem an der Seite der USA k&auml;mpfen w&uuml;rde, wenngleich nicht automatisch? Jedenfalls stellte Merkel mit dem Fokus auf die Weltregion fest, &bdquo;Wir k&ouml;nnten und sollten uns noch mehr einbringen&ldquo;. Dabei wies sie die Hauptschuld am Konflikt eindeutig Nordkorea zu, ungeachtet der Geschichte und all dem, was die sogenannten f&uuml;hrenden Industrienationen dort in der Vergangenheit schon kriegerisch angerichtet hatten. Hier kann quasi live verfolgt werden, nicht nur wie sich eine Negation in eine Affirmation verwandelt, sondern auch, wie es zu einer in sich inkongruenten Argumentation kommt, wenn die grundlegenden gesellschaftlichen und internationalen Widerspr&uuml;che nicht wahrgenommen werden.<\/p><p><strong>Wie sind Sie &uuml;berhaupt darauf gekommen, das Verhalten von Merkel auf einer psychoanalytischen Ebene zu analysieren?<\/strong><\/p><p>Im analytischen Teil meiner Untersuchung spielt die Psychoanalyse tats&auml;chlich eine gewisse Rolle; im synthetischen Teil handelt es sich eher um eine polit&ouml;konomische Zusammenfassung der zuvor untersuchten verbalen Man&ouml;ver. Meistens werden die sogenannten kleinen Leute psychologisch analysiert, sehr selten die gro&szlig;en, die mit ihrem Verhalten viel mehr Schaden anrichten k&ouml;nnen als die machtlosen.<\/p><p><strong>Und warum gerade die Konzentration auf die &bdquo;soziale Frage&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Neben der gesellschaftlichen Frage ber&uuml;cksichtigten wir tats&auml;chlich auch die soziale Frage. Merkel machte bisher praktisch nichts f&uuml;r die sozial benachteiligten Menschen, aber sch&uuml;rte deren Ressentiments gegen noch mehr benachteiligte Personen, insbesondere gegen Fl&uuml;chtlinge. Gleichzeitig verneinte sie dies aber immer wieder. Sie arbeitete hier vor allem mit impliziten sprachlichen Diskriminierungen von Migranten, insbesondere, indem sie Dieselben mit &bdquo;islamistischen Terroristen&ldquo; kontextualisierte, ohne gleichzeitig auf die vielen rechtsradikalen Anschl&auml;ge auf Fl&uuml;chtlingsheime in der BRD hinzuweisen. Dabei verwarf sie das Befinden vieler Menschen, dass es ihnen heute schlechter geht als fr&uuml;her, indem sie auf die &bdquo;mancherlei sozialen Verbesserungen&ldquo; in den letzten Jahren dank ihrer &bdquo;verantwortungsvollen Haushaltspolitik&ldquo; hinwies. Vordergr&uuml;ndig verneinte sie vehement die Gr&uuml;nde f&uuml;r &bdquo;Neiddebatten&ldquo;, hintergr&uuml;ndig wurden sie aber gerade dadurch inauguriert oder verst&auml;rkt.<\/p><p><strong>K&ouml;nnen Sie unseren Lesern Ihre Untersuchung etwas weiter vorstellen? Wie sind Sie vorgegangen?<\/strong><\/p><p>Das forschungsleitende Interesse bestand darin, das in einem Zeitrahmen von f&uuml;nf Jahren (1. April 2012 bis 31. M&auml;rz 2017) von Merkel in Interviews und Reden verbal Vorgetragene medienpsychologisch zu untersuchen. Zun&auml;chst wurden die Interviews und Reden, wie sie in den ARD- und ZDF-Mediatheken sowie in einer eigens erstellten Sammlung von Zeitungsartikeln vorliegen, aussortiert und kategorisiert. Dann wurde das von der Kanzlerin unmittelbar abgerufene verbale Verhalten (Interviews) sowie die von ihr und\/oder ihren Mitarbeitern vorbereiteten und von ihr jedenfalls vorg&auml;ngig eingesehenen und genehmigten Sprachproduktionen (Reden) an ihrem eigenen Ma&szlig;stab gemessen, den sie selbst an andere anlegt.<\/p><p><strong>Was ist das f&uuml;r ein Ma&szlig;stab, den Merkel selbst anlegt?<\/strong><\/p><p>Merkel mahnte verschiedentlich, aber insbesondere am 23. November 2016 in der Generaldebatte des Bundestages zum Bundeshaushalt 2017 an, die journalistische Sorgfaltspflicht wieder herzustellen, kursierten doch in den Medien, besonders in den neuen (unter anderem Fake-Seiten im Internet), h&auml;ufig die Realit&auml;t verzerrende Darstellungen. Auch dem Populismus und der durch ihn verursachten Verunsicherung der gemeinsamen Wertebasis sei entgegenzuwirken und dieselbe wieder sicherzustellen.<\/p><p><strong>Was haben Sie dann gemacht?<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst haben wir aus der F&uuml;lle des Materials die wiederkehrenden Bestandteile, sozusagen die Zelle, ihres verbalen Verhaltens, herausgel&ouml;st. Diese Destillation lie&szlig; schon bald ein allgemeines verbales Verhaltensmuster erkennen, das sich als solches als durchg&auml;ngig erwies, insofern es immer wieder auftauchte, wenngleich in jeweils mehr oder weniger ausdifferenzierter Form.<\/p><p><strong>Und was f&uuml;r ein spezielles Verhaltensmuster konnten Sie erkennen?<\/strong><\/p><p>Die Formel f&uuml;r dieses Verhaltensmuster lautet wie folgt: &bdquo;1. Ansprechen eines THEMAS &ndash; 2. Aussprechen einer PHRASE&ldquo;. Bei einer Thematisierung wird die unbequeme Realit&auml;t so wenig wie m&ouml;glich ber&uuml;hrt, geschweige denn konkret behandelt. Im Gegenteil: Sie wird so schnell wie m&ouml;glich ausgeblendet und durch eine abstrakte Phrase, die nicht nur wohlklingend ist, sondern auch unverf&auml;nglich und unverbindlich bleibt. Meistens handelt es sich bei diesen Phrasen um sch&ouml;ne und\/oder gute allgemeine S&auml;tze &uuml;ber den Rechtsstaat, die Demokratie, die Menschenrechte usw., wobei in jedem Fall ebenso stillschweigend wie selbstverst&auml;ndlich vorausgesetzt wird, dass diese Ideale in der BRD bisher f&uuml;r s&auml;mtliche B&uuml;rger Bestand hatten und von der deutschen Regierung f&uuml;r alle Menschen gleicherma&szlig;en verteidigt werden. Manchmal versucht die Kanzlerin die B&uuml;rger auch zu belehren, doch diese Form der Lehre verkommt zur ideellen Leerformel, weil ja zuvor mit der Ausblendung der Realit&auml;t auch die Gleichheit der Menschen, ihre Rechte und demokratischen Anspr&uuml;che in einen reellen und allenfalls politisch umsetzbaren Sinne verabschiedet wurden.<\/p><p><strong>Haben Sie ein Beispiel, an dem man das Verhalten von Merkel besonders deutlich erkennen kann?<\/strong><\/p><p>Wenn die angesprochene Formel in ihrer einfachsten Form verwirklicht wird, kann man die Zelle ihres Verhaltens in s&auml;mtlichen Beispielen gleich deutlich erkennen. Nachdem Trump erkl&auml;rt hatte, dass die USA aus dem Klimaabkommen austreten w&uuml;rden, sah sich Merkel gezwungen, dieses THEMA zu ber&uuml;cksichtigen. Sie gab zu verstehen, dass trotz diesem Entscheid die Erde zu sch&uuml;tzen sei und holte dabei zu folgender Phrase aus: &bdquo;Entschlossener denn je werden wir in Deutschland, in Europa und in der Welt alle Kr&auml;fte b&uuml;ndeln, Menschheitsherausforderungen wie die des Klimawandels aufzunehmen und erfolgreich die Herausforderung zu bew&auml;ltigen. Wir brauchen dieses Pariser Abkommen, um unsere Sch&ouml;pfung zu bewahren.&ldquo;. Doch im Vertrag der neuen Gro&szlig;en Koalition reduzierte sich der Umweltschutz der ehemaligen Umweltministerin und heutigen Kooperationspartnerin der Autoindustrie auf ein Nischenthema, was die Kanzlerin am 21. 3. 2018 im Bundestag in der Regierungserkl&auml;rung ihrer vierten Amtszeit nicht davon abhielt, wiederum von ihren &bdquo;Anstrengungen hinsichtlich einer besseren Luft&ldquo; zu sprechen.<\/p><p><strong>In Ihrer Arbeit schreiben Sie, dass die &bdquo;k&uuml;rzeste Antwort auf die Ausgangsfrage lautet, dass Merkel gesellschaftliche und soziale Ungleichheiten in den Medien meistens nicht darstellt oder ausblendet.&ldquo;<\/strong><\/p><p>In der Tat lautet die k&uuml;rzeste Antwort auf die Frage, wie Merkel diese Ungleichheiten in den Medien darstellt, dass sie dieselben meistens nicht wahrhaben kann oder will und abwehrt. Ihre  Realpolitik findet kaum je Eingang in den Diskurs. Merkel ist auch eine Meisterin der Auslassungen. Zuweilen mag es sich um eine eher &raquo;passive&laquo; Verschwiegenheit oder auch um sogenanntes Nichtwissen (-Wollen) handeln, beispielsweise, wenn sie lange Zeit ausdr&uuml;cklich nichts von der Tatsache wissen wollte, dass US-Drohneneinsatze vom deutschen Ramstein aus gesteuert werden. Oft handelt es sich indes um ein &raquo;aktives&laquo; Verschweigen durch Ungeschehenmachen.<\/p><p><strong>Stichwort &bdquo;Ungeschehenmachen&ldquo;. Was hat das mit Merkel zu tun?<\/strong><\/p><p>In der Psychoanalyse wird unter Ungeschehenmachen die Bem&uuml;hung verstanden, so zu tun, als ob fragw&uuml;rdige Entscheidungen oder Handlungen nicht erfolgt w&auml;ren, indem S&auml;tze produziert werden, die eine &raquo;entgegengesetzte&laquo; Bedeutung nahelegen. Das Ungeschehenmachen setzt sich aus Isolierung und Idealisierung zusammen: Durch die &raquo;Isolierung&laquo; wird die Politik nur als Abfolge von Einzelereignissen und nicht in ihrem Zusammenhang betrachtet (zum Beispiel Austerit&auml;tspolitik gegen&uuml;ber Griechenland \/ Stagnierung der L&ouml;hne in der BRD \/ Forcierung des Exports), wodurch f&uuml;r Produzenten sowie Rezipienten der Sinnzusammenhang verloren geht. Durch die &raquo;Idealisierung&laquo; wird die Politik ins Vollkommene hinein aufgehoben, von wo aus die Menschen derart &raquo;&uuml;ber-schaut&laquo; werden, dass die &raquo;Wahr-nehmung&laquo; nicht durch aufkommende Differenzen zwischen denselben gest&ouml;rt wird.<\/p><p><strong>Das ist eine ziemlich schwerwiegende Erkenntnis, oder?<\/strong><\/p><p>Das ist zun&auml;chst mal nur ein wissenschaftlicher Begriff gewesen. In unserer Untersuchung weisen wir dann nach, dass zumindest f&uuml;r einen gro&szlig;en Teil des medialen Verhaltens der Bundeskanzlerin dieses Konzept empirisch zutreffend ist.<\/p><p><strong>Mit anderen Worten: Merkel verschleiert die Realit&auml;t?<\/strong><\/p><p>Ja, das kann man so sagen. In der aktuellen Regierungserkl&auml;rung (21. 3. 2018) benennt die Bundeskanzlerin die Kinderarmut zurecht als &bdquo;Schande&ldquo;, die indes mit der bisherigen Regierung nichts zu tun zu haben scheint, und stellt erstmals fest, &bdquo;Unser Land ist heute gespalten und polarisiert&ldquo;. Das h&auml;lt sie aber nicht davon ab, die Sprechblase ins Leben zu rufen, &bdquo;Deutschland, das sind wir alle&ldquo;. Ja, da sind ja alle gesellschaftlichen Widerspr&uuml;che, Klassenunterschiede, Ungerechtigkeiten und Konflikte rasch wieder &uuml;berdeckt. Merkel verschleiert mit ihrem verbalen Verhalten die Realit&auml;t, die sie mit ihrer Politik mitverursacht.<\/p><p><strong>Das hei&szlig;t?<\/strong><\/p><p>So werden an vielen Stellen von Merkels medialen Pr&auml;sentationen die Fluchtursachen prim&auml;r mit den &ldquo;Schleppern&rdquo; in Verbindung gebracht, die zu Zeiten der DDR noch &ldquo;Fluchthelfer&rdquo; genannt wurden. Die B&uuml;rger sollen nicht erkennen, durch wen die wirklichen Fluchtursachen produziert werden. Auf die Bek&auml;mpfung der Fluchtursachen angesprochen, gibt Merkel den Lesern in einem umfangreichen Interview, das sie am 3. 9. 2016 einer gro&szlig;en Boulevard-Zeitung gew&auml;hrte, zu verstehen, dass es mit der EU-T&uuml;rkei-Vereinbarung gelungen sei, das &bdquo;Schlepperwesen&ldquo; einzud&auml;mmen und Menschenleben zu retten, was das wichtigste Ziel sei. Die Bek&auml;mpfung der Fluchtursachen sei indes nicht allein Aufgabe von Europa, &ldquo;sondern eine humanit&auml;re Verantwortung der ganzen Welt&rdquo;.<\/p><p><strong>Auch hier setzt Merkel also auf eine Sprache, die verschleiert?<\/strong><\/p><p>So ist es. Die Bundeskanzlerin setzt an die Stelle verr&auml;terischer Begriffe harmlosere oder sogar human oder sozial anmutende. Gegen&uuml;ber einer sachlogischen Begrifflichkeit bevorzugt sie die Verkl&auml;rung der Sachverhalte. So vertauscht Merkel ihre neoliberale Politik mit ihrem &bdquo;&uuml;berw&auml;ltigenden Grundbekenntnis zur <em>sozialen Marktwirtschaft<\/em>&ldquo;, einem Konzept, das sie fast durchgehend an die Stelle weniger sch&ouml;ner Begriffe stellt (wie z.B. &bdquo;Sozialabbau&ldquo;). &bdquo;Auffanglager&ldquo; werden durch &bdquo;Aufnahmezentren&ldquo;, &bdquo;Waffenlieferungen&ldquo; durch &bdquo;Entwicklungshilfe&ldquo;, &bdquo;expansive Politik&ldquo; durch &bdquo;Deutschlands Weltoffenheit&ldquo; und &bdquo;&Uuml;bernahme von Verantwortung in der Welt&ldquo; ersetzt.<\/p><p>Allerdings muss Merkel bei bestimmten medialen Textsorten die Realit&auml;t gar nicht mehr verschleiern, ber&uuml;hrt sie doch dieselbe von vornherein selten und schlie&szlig;lich kaum mehr, um auch noch auf ein quantitatives Ergebnis der Untersuchung hinzuweisen. Diese Abnahme des Realit&auml;tsgehalts trifft insbesondere f&uuml;r die Neujahrsreden der Bundeskanzlerin zu. Ihre letzte besteht fast nur noch aus Phrasen. Der Bundeskanzlerin kann man nur recht geben, wenn Sie in ihrer neuesten Regierungserkl&auml;rung feststellt: &bdquo;Zur ganzen Wahrheit geh&ouml;rt, dass wir zu lange weggesehen haben&ldquo;. Nach zw&ouml;lf Jahren Regierungszeit wiederholt sie dreimal in ihrer Rede &bdquo;Seien wir ehrlich&ldquo;.<\/p><p><strong>Aber die Verschleierung der Realit&auml;t findet auch auf gesellschaftlicher Ebene statt, oder?<\/strong><\/p><p>Ja, dem kann ich zustimmen. Merkel korrespondiert gut mit vielen anderen Verantwortungstr&auml;gern und B&uuml;rgern in dieser Gesellschaft. Die meisten Menschen haben mittlerweile durch ihre auf Konkurrenz ausgerichteten, unsicheren, oft prek&auml;ren Arbeitsbedingungen ein <a href=\"http:\/\/www.galliker.de\/pages\/Menschenbild%20und%20Lebensform%20Leseprobe.pdf\">&ouml;konomisches Menschenbild<\/a> entwickelt, das hei&szlig;t, sie sehen die Welt und die anderen Menschen gleichsam durch eine betriebswirtschaftliche Brille und betrachten alles als abwegig, was wenig oder keinen wirtschaftlichen Wert zu haben scheint und letztlich nicht auch den eigenen Nutzen und jenen durch die Mitmenschen maximiert. Damit werden nicht nur Menschen, die zumindest vordergr&uuml;ndig und unmittelbar anstatt Nutzen Kosten bringen, ungleich behandelt und abgewertet. Nein, damit wird auch der Blick daf&uuml;r verstellt, was die M&auml;chtigen im Zentrum Europas, aber bis zu einem gewissen Grade auch die weniger M&auml;chtigen und Ohnm&auml;chtigen, wir alle, mit dieser Art Haushaltung den Menschen in s&uuml;dlichen L&auml;ndern antun, nicht nur den Menschen in Griechenland, sondern auch jenen in afrikanischen Staaten.<\/p><p><strong>Was bedeutet es denn f&uuml;r die Situation im Land, wenn die Bundeskanzlerin dieses Landes die Realit&auml;t ausblendet?<\/strong><\/p><p>Wenn afrikanische Landwirte und Fischer, denen durch Lebensmittelkonzerne und die Gro&szlig;fischerei die Lebensgrundlage entzogen wurde oder aufgrund des Klimawandels, der ihnen nicht mehr gestattet, so weiter zu wirtschaften wie bisher, nach Europa fliehen, werden sie als &bdquo;Wirtschaftsfl&uuml;chtlinge&ldquo; bezeichnet. Das ist nur ein Beispiel daf&uuml;r, wie wir schlie&szlig;lich auf das reagieren, was wir selbst ausgel&ouml;st haben. Wir f&uuml;hlen uns demjenigen ausgeliefert, was von uns und insbesondere den sogenannten Eliten in den Zentren, den Reichen, vielen Politikern, auch vielen Wissenschaftlern (unter anderem &Ouml;konomen und Betriebswirtschaftlern) zumindest teilweise zuvor herbeigef&uuml;hrt wurde. In der Fachsprache spricht man in diesem Zusammenhang vom gesellschaftlichen Unbewussten.<\/p><p>Falls Merkel, die aus einem christlich-sozialen, ja christlich-sozialistischen Elternhaus kommt und daheim und w&auml;hrend ihrer Schulzeit in der DDR sicherlich auch etwas von Gesellschaftslehre mitgekriegt hat und sp&auml;ter Physik studiert hat, also eine Wissenschaft, die sich auf die Realit&auml;t, auf Tatsachen, bezieht, diese Zusammenh&auml;nge nicht sieht, dann handelt sie gesellschaftlich unbewusst, mithin verantwortungslos. In der medienpsychologischen Untersuchung geht es indes nicht darum, aus der Idiomatik und den Ambitionen des Sprech im evangelischen Pfarrhaus mit seinen Deeskalations- und Harmoniebestrebungen den Subtext der Reden der Kanzlerin zu entschl&uuml;sseln, sondern ausschlie&szlig;lich darum, sich auf das zu beschr&auml;nken, was in den Zeitungen und im TV zum Ausdruck kommt.<\/p><p><strong>Wie fassen Sie das Ergebnis Ihrer Untersuchung zusammen?<\/strong><\/p><p>Merkel betreibt eine inhumane Politik und verpackt sie in humane Worte. Sie vermag sich f&uuml;r viele glaubhaft als moralische Autorit&auml;t zu inszenieren. Sie ist eine Verpackungsk&uuml;nstlerin. wobei ich nicht definitiv beurteilen kann, ob sie eher unbewusst oder vielmehr mit Absicht vorgeht, kalkuliert, die Menschen raffiniert fehlleitet, instrumentalisiert und manipuliert.  Ich kann nur festhalten, dass Merkel zwar einen an sich richtigen Ma&szlig;stab verwendet, diesem aber selbst nicht gen&uuml;gt, und sich dessen vielleicht auch nicht bewusst ist, wenn sie richtigerweise sagt: &ldquo;Wenn wir anfangen, dabei mitzumachen, dass Fakten beiseitegewischt oder ignoriert werden k&ouml;nnen, dann sind verantwortbare und konstruktive Antworten in der Sache nicht mehr m&ouml;glich&rdquo; (Haushaltsdebatte im Deutschen Bundestag, 7.9.16).<\/p><p><em>Lesetipp: Klaus-J&uuml;rgen Bruder, Christoph Bialluch, J&uuml;rgen G&uuml;nther (Hg.): Gesellschaftliche Spaltungen. Zur Wahrnehmung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit in Politik und Gesellschaft<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180331-galliker-01.jpg\" alt=\"Mark Galliker\" title=\"Mark Galliker\"\/><\/div>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.galliker.de\/\">Mark Galliker<\/a><\/strong>, emeritierter Professor f&uuml;r Psychologie, hat das verbale Verhalten von Bundeskanzlerin Merkel einer Analyse unterzogen. Sein Ergebnis: Merkel verneint, ignoriert und verschleiert die Realit&auml;t und versteht es, sich &bdquo;glaubhaft als moralische Autorit&auml;t zu inszenieren&ldquo;. Ein Interview &uuml;ber eine Kanzlerin, die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43253\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,198,209,85,11],"tags":[373,813,1055,1555,499,2175,217,1711,866,315,316,690,1485,312,259,528,1977,687,1556],"class_list":["post-43253","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-interviews","category-pr","category-strategien-der-meinungsmache","tag-oekonomisierung","tag-drohnen","tag-fluechtlinge","tag-griechenland","tag-handelsbilanz","tag-interventionspolitik","tag-kinderarmut","tag-klimaabkommen","tag-konkurrenzdenken","tag-merkel-angela","tag-neujahrsansprache","tag-neusprech","tag-nordkorea","tag-reformpolitik","tag-russland","tag-soziale-marktwirtschaft","tag-transatlantische-partnerschaft","tag-ungleichheit","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43253"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43253\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87942,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43253\/revisions\/87942"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}