{"id":43265,"date":"2018-04-03T08:08:21","date_gmt":"2018-04-03T06:08:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265"},"modified":"2018-04-03T08:08:21","modified_gmt":"2018-04-03T06:08:21","slug":"hinweise-des-tages-3091","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JK\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h01\">Warum sind die USA verr&uuml;ckt geworden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h02\">Nato-Osterweiterung: &ldquo;Das ist eine brillante Idee! Ein Geniestreich!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h03\">Auszug aus einer Ostermarschrede in M&uuml;nster &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h04\">Dialog mit Russland &ldquo;wieder aufnehmen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h05\">Kriegsb&uuml;ndnis EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h06\">Die Als-ob-Regierung &ndash; Gro&szlig;e Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h07\">Andrea Nahles lehnt &ouml;ffentliches Duell mit Simone Lange ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h08\">Spahn will Personalmangel mit ausl&auml;ndischen Pflegekr&auml;ften l&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h09\">Moskaus Fragen im Fall Skripal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h10\">Wer regiert Europa und die Weltwirtschaft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h11\">Die wahre Spaltung Deutschlands wird von Bildungsb&uuml;rgern betrieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h12\">Scholz will Hartz IV behalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h13\">So funktioniert das Netzwerk der Eliten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h14\">The March We Need: A March for Peace&hellip; or, at least, De-Escalation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h15\">Die SPD-Spitze zieht eine Grundeinkommens-Show ab, um Nahles eine Blamage zu ersparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h16\">&ldquo;Westliche Demokratie&rdquo; ist hohl: Reichtum regiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h17\">Auch ein April-Scherz, aber ein ganz doofer: Wagenknecht gr&uuml;ndet links-nationale Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43265#h18\">Linke-Abgeordneter soll Au&szlig;enminister Maas als &ldquo;Nato-Strichjungen&rdquo; verunglimpft haben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Warum sind die USA verr&uuml;ckt geworden?<\/strong><br>\nDer Giftanschlag auf den ehemaligen Agenten Sergej Skripal und die Folgen ist seit Tagen beherrschendes Thema der Berichterstattung, auch bei Telepolis. Der Autor versucht dabei, die Ereignisse in einen allgemeineren Kontext einzuordnen, die in den hier verlinkten, teils ausgezeichneten Artikeln schon besprochen wurden.<br>\nZu dem Mordanschlag gibt es zun&auml;chst viele technischen Fragen, die in den Leitmedien weitgehend unerw&auml;hnt bleiben. Hierzu hat sich hochkompetent der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, in seinem Blog ge&auml;u&szlig;ert, brisante Fakten recherchiert und eine Reihe von Fragen gestellt ( deutsche &Uuml;bersetzung bei den Nachdenkseiten).<br>\nMurray weist nach, dass die Beschuldigungen der britischen Regierung einer sachlichen Grundlage entbehren und wohl gegen den Widerstand der Wissenschaftler im Versuchslabor Porton Down erfolgten. Ebenfalls ausgeblendet aus der Mainstream-Berichterstattung sind kriminalistische Fragen wie nach dem derzeitigen Umfeld des T&auml;ters, seiner T&auml;tigkeit und nach m&ouml;glichen Motiven. Es ist doch bemerkenswert, dass Sergej Skripal anscheinend Kontakt zu Christopher Steele hatte, dem Ersteller des ber&uuml;chtigten Trump-Dossiers. Hinsichtlich der Beschuldigung der russischen Regierung schlie&szlig;t sich die Frage nach dem Motiv der Ausf&uuml;hrung an. Warum jetzt, warum &uuml;berhaupt, warum ausgerechnet auf so spektakul&auml;re Weise? K&ouml;nnen Geheimdienste Morde etwa nicht mehr unauff&auml;llig erledigen?<br>\nDer politische Durchknall<br>\nMit der Formulierung, es gebe &ldquo;keine andere plausible Erkl&auml;rung&rdquo; als die russische T&auml;terschaft, verwendet auch vom Ausw&auml;rtigen Amt, beginnt endg&uuml;ltig das pathologische Denken. Es spricht nicht nur rechtsstaatlichen Prinzipien Hohn, dass Russland seine Unschuld zu beweisen habe; der Wissenschaftsphilosoph Karl Popper h&auml;tte die These der T&auml;terschaft als nicht falsifizierbare Ideologie eingeordnet &ndash; gibt es denn in westlichen Ermittlerk&ouml;pfen noch irgendetwas, das Russland entlasten k&ouml;nnte?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Warum-sind-die-USA-verrueckt-geworden-4009528.html\">Alexander Unzicker auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein sehr guter &Uuml;bersichtsartikel. Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nato-Osterweiterung: &ldquo;Das ist eine brillante Idee! Ein Geniestreich!&rdquo;<\/strong><br>\nJetzt freigegebene Dokumente beweisen US-amerikanische Versprechungen an Boris Jelzin, dass Russland Teil der neuen europ&auml;ischen Sicherheitsstruktur werden w&uuml;rde<br>\nDer damalige NATO-Generalsekret&auml;r Manfred W&ouml;rner hielt im Mai 1990 in Br&uuml;ssel eine wichtige Rede &uuml;ber die Zielrichtung der n&auml;chsten zehn Jahre: &ldquo;Das Hauptziel des n&auml;chsten Jahrzehnts wird der Aufbau einer neuen Europ&auml;ischen Sicherheitsstruktur sein, die die Sowjetunion und die Staaten des Warschauer Paktes umfasst. Die Sowjetunion wird bei der Konstruktion dieses Systems eine bedeutende Rolle spielen. Wenn sie die aktuelle Zwickm&uuml;hle der Sowjetunion ber&uuml;cksichtigen, die praktisch keine Verb&uuml;ndeten mehr hat, dann k&ouml;nnen sie ihren begr&uuml;ndeten Wunsch verstehen, nicht aus Europa hinausgedr&auml;ngt zu werden.&rdquo;<br>\nWeiter betone der NATO-Generalsekret&auml;r: &ldquo;Der Westen kann auf die Erosion des Warschauer Paktes nicht mit der Schw&auml;chung oder gar der Aufl&ouml;sung der NATO antworten; die einzige Antwort ist die Erschaffung eines Sicherheitsrahmens, der beide Allianzen umfasst: in anderen Worten, eine die die Sowjetunion in ein kooperatives Europa einbezieht.&rdquo; Wenig sp&auml;ter noch eine weitere bemerkenswerte Aussage: &ldquo;Gerade die Tatsache, dass wir bereit sind, NATO-Truppen nicht jenseits des Gebiets der Bundesrepublik Deutschland zu stationieren, gibt der Sowjetunion verbindliche Sicherheitsgarantien.&rdquo;<br>\nEin Jahr sp&auml;ter beruhigte W&ouml;rner erste aufkommende Sorgen der Sowjetunion, indem er &ndash; laut einem russischen Protokoll des Gespr&auml;chs &ndash; betonte, der NATO-Rat und er seien gegen eine Ausweitung der NATO. 13 der 16 NATO-Staaten w&uuml;rden diese Haltung unterst&uuml;tzen. W&ouml;rners eigene Haltung war eindeutig: &ldquo;Wir sollten (&hellip;) die Isolation der UdSSR von der Europ&auml;ischen Gemeinschaft nicht zulassen.&rdquo; Worte aus der Vergangenheit, die aus heutiger Sicht zumindest sehr nachdenklich stimmen sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nato-Osterweiterung-Das-ist-eine-brillante-Idee-Ein-Geniestreich-4009027.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es sollte bedacht werden, dass der fr&uuml;here NATO-Generalsekret&auml;r, Herr W&ouml;rner, zuvor nicht als &bdquo;Russland-Freund&ldquo; oder &bdquo;Gorbatschow-Versteher&ldquo; galt. Vielmehr war auch er ein Vertreter einer harten Linie gegen&uuml;ber der Sowjetunion. Aber inzwischen ist die auch von ihm praktizierte Einsicht bzw. sind die F&auml;higkeiten f&uuml;r einen kooperativen Umgang mit Russland massiv gesunken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Auszug aus einer Ostermarschrede in M&uuml;nster &hellip;<\/strong><br>\nWir sagen: Milit&auml;r l&ouml;st kein einziges Problem. Also Schluss damit.\n<ul>\n<li>Stopp aller Auslandseins&auml;tze!<\/li>\n<li>Sofortiger Abzug aller deutschen Soldaten aus den Einsatzgebieten!<\/li>\n<li>Abr&uuml;stung statt der immensen geplanten Aufr&uuml;stung!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir wollen nicht, dass mit unserer Sicherheit gespielt wird, auch nicht mit der von Menschen in anderen L&auml;ndern.<br>\nWir sind f&uuml;r Entspannung mit China und Russland.<br>\nWir brauchen die EU nicht als Milit&auml;rpakt gegen den Rest der Welt, wo die nationalen Parlamente einfach ausgeschaltet werden und die Staaten verpflichtet werden, Soldaten zu liefern. Ist das Demokratie?<br>\nWir wollen ein Europa, das sich tats&auml;chlich f&uuml;r Frieden und f&uuml;r zivile Konfliktpr&auml;vention einsetzt!<br>\n&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/180403-Rede-Ostermarsch-Muenster-2018-R-Brombach.pdf\">Redebeitrag von Rosemarie Brombach, Ostermarsch M&uuml;nster am 31. M&auml;rz 2018<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Dialog mit Russland &ldquo;wieder aufnehmen&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Den Dialog endlich f&uuml;hren, mit der Eskalation aufh&ouml;ren und sehen, wie man zu L&ouml;sungen kommt&rdquo; forderte der Politologe Horst Teltschik im Dlf im Hinblick auf die diplomatische Krise zwischen der EU und Russland. Daf&uuml;r sollten vorhandene Instrumente wie der NATO-Russland-Rat oder die OSZE genutzt werden.<br>\n&ldquo;Es wird st&auml;ndig angek&uuml;ndigt, dass der Dialog fortgesetzt wird, aber er findet nicht statt&rdquo;, kritisierte Horst Teltschik, ehemaliger Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz und au&szlig;enpolitischer Berater des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl.<br>\nHorst Teltschik forderte: &ldquo;Erst reden, den Dialog endlich f&uuml;hren, mit der Eskalation aufh&ouml;ren und sehen wie man zu L&ouml;sungen kommt.&rdquo; Warum w&uuml;rden Instrumente, die man seit vielen Jahren habe, nicht angerufen, um miteinander zu sprechen, fragte der Politologe und nannte in diesem Zusammenhang den NATO-Russland-Rat und die OSZE.<br>\nAuch die Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen h&auml;tte von Anfang an mit einbezogen werden sollen, forderte Teltschik. Bevor man Ma&szlig;nahmen ergreife, seien erst einmal Gespr&auml;che und Verhandlungen abzuwarten.<br>\nDie Eskalation sei auf verschiedenen Ebenen im Gange: &ldquo;Es ist ja nicht nur die Ausweisung von Diplomaten, alle haben die Erh&ouml;hung des Milit&auml;rhaushalts angek&uuml;ndigt, alle k&uuml;ndigen die Entwicklung neuer Nuklearwaffen an&rdquo;, f&uuml;hrte Teltschik an.<br>\nEr habe den Eindruck, dass die britische Premierministerin Theresa May &ldquo;sehr gl&uuml;cklich &uuml;ber diesen Zwischenfall&rdquo;, sei, denn er lenke &ldquo;v&ouml;llig von der Hilflosigkeit mit dem Brexit ab&rdquo;. Jetzt k&ouml;nne May F&uuml;hrung zeigen: &ldquo;Das ist f&uuml;r sie sehr hilfreich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/diplomatische-krise-nach-giftanschlag-dialog-mit-russland.694.de.html?dram:article_id=414500\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dass der Fall Skripal und die darauf folgende diplomatische Krise Theresa May sehr gelegen kommt, ist vollkommen richtig. Interessant ist, dass dies aus dem Munde von Horst Teltschik kommt, den die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien offenbar noch nicht als &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; zu bezeichnen trauen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kriegsb&uuml;ndnis EU<\/strong><br>\nJeder Krieg hat seine Treiber. Die des Jahres 2018 haben Namen: Theresa May und die beiden Donalds: Trump und Tusk. In einer Art, die langsam an die Julikrise des Jahres 1914 erinnert, stellen sie den Bunsenbrenner unter das, was man bisher als &raquo;Kalten Krieg 2.0&laquo; bezeichnet und womit man sich immer auch ein bisschen in die Tasche gelogen hat: War alles nicht sch&ouml;n damals, aber es ist letztlich gut gegangen. Wird es schon auch diesmal.<br>\nOder auch nicht. Da zettelt May wegen unbewiesener Vorw&uuml;rfe eine beispiellose diplomatische Eskalation an &ndash; &auml;hnlich wie damals die absteigende Gro&szlig;macht &Ouml;sterreich-Ungarn. Einstweilen herrscht fr&ouml;hliches Diplomatenausweisen. Wer feuert mehr? Zuletzt Russland 60 US-Vertreter und vier aus Deutschland. Die EU l&auml;sst sich auf eine &raquo;bedingungslose Solidarit&auml;t&laquo; mit der Hasardeurin von der Themse ein und vergisst ihre eigenen Regeln.<br>\nWie der EU-Blogger Eric Bonse am Donnerstag analysierte, verstie&szlig; das Verfahren, nach dem inzwischen 18 der 28 Mitgliedsstaaten sich dem Ausweisungsb&uuml;ndnis angeschlossen haben, gegen s&auml;mtliche Regeln, die sich die EU f&uuml;r ihre &raquo;Gemeinsame Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik&laquo; gegeben hat: Der f&uuml;r eine Entspannung gegen&uuml;ber Russland eintretende Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker wurde &uuml;bergangen, statt dessen setzte sich Ratspr&auml;sident Tusk an die Spitze der Eskalierer. Den f&uuml;r eine strategische Entscheidung dieser Art vorgesehenen einstimmigen Beschluss aller Mitgliedsstaaten hat es nicht gegeben; statt dessen handelte eine &raquo;Koalition der Willigen&laquo;, die diejenigen, die die Eskalation nicht von Anfang an mitmachen wollten, unter Druck setzt, im Rahmen der &raquo;Geschlossenheit&laquo; einer Hammelherde Gefolgschaft zu beweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/329975.kriegsb%C3%BCndnis-eu.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Als-ob-Regierung &ndash; Gro&szlig;e Koalition<\/strong><br>\nNach au&szlig;en wollen Union und SPD den Eindruck erwecken, sie seien grundverschieden. In Wahrheit sind ihre Funktionseliten zu einer soliden Mittepartei verschmolzen<br>\n&bdquo;Diesem Anfang wohnt kein Zauber inne&ldquo;, schrieben die Leitartikler vergangene Woche. Mit r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Scheingefechten um Armut, Islam und Abtreibung sei der Start der neuen GroKo missgl&uuml;ckt.<br>\nGenau das aber k&ouml;nnte deren Erfolgsrezept sein: Scheindebatten zulassen, w&auml;hrend der Apparat weiterregiert wie bisher. F&uuml;r die Opposition im Bundestag und die Zuschauer an den Endger&auml;ten wird das St&uuml;ck &bdquo;lebendige Demokratie&ldquo; aufgef&uuml;hrt. Die Regieanweisung steht ganz vorn im Koalitionsvertrag: &bdquo;Wir streben einen politischen Stil an, der die &ouml;ffentliche Debatte belebt, Unterschiede sichtbar l&auml;sst und damit die Demokratie st&auml;rkt.&ldquo; Soll hei&szlig;en: Bevor die Opposition echten Streit anzetteln kann, fliegen in der Regierung schon die Fetzen. CDU, CSU und SPD werden ihr Ringen um Profil als &bdquo;offene&ldquo;, &bdquo;ehrliche&ldquo; und &bdquo;transparente&ldquo; Politik verkaufen. Man k&ouml;nnte auch sagen: Sie tun ein bisschen so, als ob sie unterschiedlicher Meinung w&auml;ren.<br>\nDie Als-ob-Methode funktioniert auch in umgekehrter Richtung: Alle Regierungsparteien versprechen, die &bdquo;soziale Spaltung zu &uuml;berwinden&ldquo; und &bdquo;den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu st&auml;rken&ldquo;. Keine Phrase war zuletzt h&auml;ufiger zu h&ouml;ren. Zum Beweis wird die neue Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ins Rampenlicht geschoben. Doch in Wahrheit unternimmt die Regierung so gut wie nichts gegen die Spaltung. Bis heute versteht sie nicht, warum sich die Schere zwischen Arm und Reich in den vergangenen 20 Jahren &ndash; unter SPD- wie CDU-Regierungen &ndash; so weit ge&ouml;ffnet hat. Sie verdr&auml;ngt die Zusammenh&auml;nge. Als die Geh&auml;lter des VW-Vorstands 2017 um 25 Prozent stiegen, ging das nur, weil VW in Deutschland f&uuml;r den Dieselbetrug nie belangt wurde. Als der vierk&ouml;pfige Vorstand des Axel-Springer-Konzerns f&uuml;r 2017 31,7 Millionen Euro einstreichen konnte, schusterte ihm die neue GroKo auch noch eine Senkung der Sozialabgaben f&uuml;r Zeitungsaustr&auml;ger zu. Deren Mini-Renten werden jetzt noch kleiner ausfallen. Als Wundpflaster verteilt Arbeitsminister Hubertus Heil ein paar Lohnzusch&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/die-als-ob-regierung\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Gut analysiert, der entscheidende Punkt ist die Garantie der weiteren Durchsetzung der neoliberalen Agenda und die SPD hat bereits geliefert. Nach den Worten des neuen Finanzministers und Interimsvorsitzende der SPD, Olaf Scholz, wird die SPD bis zu ihren (baldigen) Untergang an Hartz IV festhalten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant. Implizit wird so auch der These widersprochen, wonach die CDU sozialdemokratisiert worden sei. Vielmehr scheint es so zu sein, dass die SPD &ndash; zumindest ihr Spitzenpersonal &ndash; ihren Widerstand gegen &ouml;konomische Eliten aufgegeben hat und diesen nun zu dienen scheint. Festzumachen scheint dieser Positionswechsel mit der Politik der Agenda 2010 durch den damaligen SPD-Bundesvorsitzenden und Kanzler Gerhard Schr&ouml;der. Dieser Kurswechsel hin zum Neoliberalismus  wird bis heute weder von der Parteispitze noch von der Mehrheit der Mitglieder an der Parteibasis als Fehler erkannt. Das ist sehr bedauerlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Andrea Nahles lehnt &ouml;ffentliches Duell mit Simone Lange ab<\/strong><br>\nFlensburgs Oberb&uuml;rgermeisterin und Kandidatin f&uuml;r den Parteivorsitz der SPD, Simone Lange, hat die vom Bundesvorstand nominierte Andrea Nahles zu einem &ouml;ffentlichen Duell eingeladen. Doch die 47-J&auml;hrige lehnt ab.<br>\nDie Mitglieder und Delegierten der SPD sollen sich zeitnah ein klares Bild von beiden Kandidierenden machen k&ouml;nnen, hei&szlig;t es in dem Schreiben. &bdquo;Ich trete als Kandidatin der Basis an und dazu geh&ouml;rt nicht nur, dass ich der Basis sage, welche Ziele ich habe, sondern auch, dass in einem offenen Gespr&auml;ch sichtbar wird, worin ich mich von Andrea Nahles unterscheide&ldquo;, sagt Simone Lange.<br>\nSie m&ouml;chte mit Andrea Nahles &uuml;ber die Erneuerung der SPD sprechen, &uuml;ber notwendige Reformen und &uuml;ber die jeweiligen Vorstellungen, wie es gelingen kann, die SPD 2021 zur Siegerin der Bundestagswahl zu machen. &bdquo;In einem transparenten demokratischen Prozess sollte ein solches Duell eine Selbstverst&auml;ndlichkeit sein&ldquo;, sagt Lange weiter. Au&szlig;erdem sei dies ein wichtiger Schritt in Richtung der Parteierneuerung, nachdem die Basis in den vergangenen Monaten immer wieder erlebt habe, dass Personalentscheidungen unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit in einem kleinen Kreis ausgehandelt wurden.<br>\nAndrea Nahles hingegen h&auml;lt einen &ouml;ffentlichen Schlagabtausch nicht f&uuml;r notwendig. In ihrer Antwort an Simone Lange verweist sie auf die Parteivorstandssitzung am 21. April und den Parteitag am Folgetag, in deren Rahmen die Vorstellung der Kandidatinnen ausreichend m&ouml;glich sei. Es gen&uuml;ge v&ouml;llig, lie&szlig; Nahles Lange per SMS wissen, &bdquo;wenn wir uns am Vorabend des Parteitags im Bundesvorstand vorstellen&ldquo;, zitiert Die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.shz.de\/deutschland-welt\/politik\/andrea-nahles-lehnt-oeffentliches-duell-mit-simone-lange-ab-id19465286.html\">shz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Soviel also auch mal wieder zum innerparteilichen Demokratieverst&auml;ndnis der amtierenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Frau Nahles &ndash; entt&auml;uschend.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43117\">Die Kandidatur von Simone Lange zum Parteivorsitz der SPD ist wichtig &ndash; aus sachlichen und formal demokratischen Gr&uuml;nden<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42487\">Wer kontrolliert Abstimmung und Ausz&auml;hlung bei der SPD-Mitgliederbefragung? Das ist inzwischen eine &ouml;ffentliche und keine reine Partei-Angelegenheit.<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Spahn will Personalmangel mit ausl&auml;ndischen Pflegekr&auml;ften l&ouml;sen<\/strong><br>\nDie Deutschen werden immer &auml;lter. Die Lebenserwartung steigt auch dank der guten Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig herrscht aber akuter Personalmangel in Deutschlands Pflegeheimen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will diesem nun auch mit Mitarbeitern aus dem Ausland entgegenwirken.<br>\n&ldquo;Pflegekr&auml;fte aus unseren Nachbarl&auml;ndern einzuladen, ist die n&auml;chstliegende Option&rdquo;, sagte der CDU-Politiker der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;. Er verwies dabei auf die in der EU geltende Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit.<br>\nDer Minister mahnte zudem eine schnellere Anerkennung von Abschl&uuml;ssen f&uuml;r Pflegekr&auml;fte und &Auml;rzte an. Manchmal seien diese &uuml;ber Monate, teils sogar &uuml;ber Jahre im Land und k&ouml;nnten nicht loslegen, weil das Verfahren zur Anerkennung sich so ziehe. Selbstverst&auml;ndlich m&uuml;sse die ausl&auml;ndische Qualifikation gleichwertig mit der deutschen sein, das geh&ouml;re gr&uuml;ndlich gepr&uuml;ft. &ldquo;Wir sollten aber mit den Bundesl&auml;ndern die &Uuml;berpr&uuml;fungen deutlich beschleunigen&rdquo;, sagte Spahn.<br>\nWie die &ldquo;Passauer Neue Presse&rdquo; unter Berufung auf eine Antwort der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion berichtete, waren vergangenes Jahr bundesweit 10.181 Besch&auml;ftigte in der Gesundheits- und Krankenpflege, bei Rettungsdiensten und der Geburtshilfe als Leiharbeitskr&auml;fte besch&auml;ftigt. &hellip;<br>\nDem Bericht zufolge verdienen Leiharbeitskr&auml;fte deutlich weniger als regul&auml;r Besch&auml;ftigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jens-spahn-will-personalmangel-mit-auslaendischen-pflegekraeften-begegnen-a-1200716.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da fragt man sich, ob Herr Spahn die letzten zehn Jahre verschlafen hat. &bdquo;Fachkr&auml;fte&ldquo; aus dem EU-Ausland kommen schon seit Ewigkeiten nach Deutschland, werden aber auch von Arbeitgebern aus anderen Staaten angeworben, in denen das Lohnniveau h&ouml;her ist. So arbeiten beispielsweise die meisten polnischen Pflegekr&auml;fte nicht in Deutschland, sonden in Gro&szlig;britannien. Deutschlands Kliniken und Pflegeheime greifen seit einigen Jahren verst&auml;rkt auf Pfleger aus dem arabischen Raum und China zur&uuml;ck, bei denen die Qualifikation und Sprachkompetenz aber oft nicht ausreichend ist. Was Spahn hier vorschl&auml;gt, ist also in Realit&auml;t schon l&auml;ngst umgesetzt und ausgereizt. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Pflegekr&auml;fte aus unseren Nachbarl&auml;ndern einzuladen, ist die n&auml;chstliegende Option&ldquo; &ndash; Jens Spahn*<\/strong><br>\nSo langsam platzt mir wirklich der Arsch. Das kann es doch nicht sein. Das zeigt, dass Herr Spahn so ziemlich gar nichts verstanden hat. Es wird immer nur nach der billigsten und nicht nach der qualitativ besten L&ouml;sung gesucht.<br>\nIch bezweifle nicht, dass Pflegekr&auml;fte aus anderen EU-L&auml;ndern zum Teil eine genau so gute Ausbildung haben wie wir. Einige L&auml;nder sind da z.T. sogar schon weiter. Aber kann man es jemanden eigentlich &uuml;bel nehmen, der nicht einen Tag in seinem Leben wirklich in der Pflege gearbeitet hat? Ich meine es reicht nicht mal eben in ein Pflegeheim oder in eine Station reinzuschneien und zu sagen, dass das ja eine so wertvolle Arbeit sei und man hier und da was verbessern will. Und dann im n&auml;chsten Moment kommt man mit solchen Ideen um die Ecke. (&hellip;)<br>\nUm es auf den Punkt zu bringen: Herr Spahn, das ist absoluter Nonsens, den Sie da hervorbringen. Es braucht einfach bessere Anreize f&uuml;r die, die schon hier sind, in die Pflege zu gehen und auch dort zu bleiben. Bessere Bezahlung. Geringere Wochenarbeitszeit. Verbindliche Personalvorgaben.<br>\nBitte entschuldigt meine Ausdrucksweise, aber um es in den Worten von Max Liebermann zu sagen:<br>\n&ldquo;Ich kann nicht so viel fressen, wie ich kotzen m&ouml;chte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Jorde.Alexander\/posts\/181134102509935\">Alexander Jorge via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Moskaus Fragen im Fall Skripal<\/strong><br>\nDie russische Botschaft in London warf der britischen Regierung eine klare Verletzung ihrer Verpflichtung gem&auml;&szlig; des Wiener &Uuml;bereinkommens &uuml;ber konsularische Beziehungen vor. Der Grund: Sie beantworte offene Fragen im Fall des vergifteten Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter nicht. Die Russen listen 27 konkrete Fragen auf. Dabei geht es unter anderem um politische Angelegenheiten wie die Verweigerung des Zugangs russischer Diplomaten zu Skripal und die Frage, wie die politischen Sanktionen zu der Aussage von Scotland Yard passten, dass die Ermittlungen noch Monate in Anspruch nehmen w&uuml;rden.<br>\nEs geht aber auch um konkrete Fragen nach dem verabreichten Gegenmittel oder dem Ort der Vergiftung. Nach britischer Auffassung sind Skripal und seine Tochter vor vier Wochen mit einem in der Sowjetunion hergestellten Kampfstoff vergiftet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/moskaus-fragen-im-fall-skripal\/a-43203221\">DW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.S.-K.:<\/strong> In diesem kurzen Artikel werden 5 (f&uuml;nf) der Fragen angedeutet, keine einzige zitiert. dagegen werden die schon seit Wochen bekannten Vorw&uuml;rfe wiederholt.<\/em><\/p>\n<p><em>Da hat sich der Auslandsnachrichtendienst aber ganz besonders angestrengt, eine Nachricht zu verfassen, die kaum Inhalt wiedergibt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Urteil &uuml;ber die anderen deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; f&auml;llt &ndash; leider &ndash; nicht wesentlich besser aus. Vielmehr scheinen sie lediglich im Mainstream mitschwimmen zu wollen und unterst&uuml;tzen auch in diesem Fall zu oft einseitig die Version von der russischen Schuld\/Verantwortung. Dieses Medienverhalten erinnert an den Kalten Krieg.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wer regiert Europa und die Weltwirtschaft?<\/strong><br>\nSeit 1994 sind die Weimarer Reden eine feste Institution mit &uuml;berregionaler Ausstrahlung. Die hochkar&auml;tige Vortragsreihe ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Weimar sowie des Deutschen Nationaltheaters Weimar und pr&auml;sentiert an vier Sonntagen &ndash; in der Regel im M&auml;rz jeden Jahres &ndash; renommierte Rednerinnen und Redner aus Kultur, Politik, Wissenschaft und Publizistik zu grundlegenden gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Dieses Mal sprach dort auch Heiner Flassbeck zum Thema &bdquo;Wer regiert Europa und die Weltwirtschaft?&ldquo;<br>\nWer sich das Geh&ouml;rte mit Daten veranschaulichen will, dem seien diese Powerpoint-Folien von Flassbeck empfohlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/03\/wer-regiert-europa-und-die-weltwirtschaft\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die wahre Spaltung Deutschlands wird von Bildungsb&uuml;rgern betrieben<\/strong><br>\nMan muss nicht nach Duisburg-Marxloh reisen, um eine Parallelgesellschaft zu erleben. Nicht nach Berlin-Neuk&ouml;lln oder in andere Viertel deutscher Gro&szlig;st&auml;dte, in denen die Menschen T&uuml;rkisch miteinander sprechen, Schilder auf Arabisch &uuml;bersetzt werden und Shisha-Caf&eacute;s sich an Wettb&uuml;ros reihen.<br>\nNein, Parallelgesellschaften gibt es &uuml;berall in Deutschland. Fast k&ouml;nnte man sagen: Die deutsche Gesellschaft existiert nicht mehr im Singular. Deutschland zerf&auml;llt in seine Milieus.<br>\nAls FDP-Politiker Alexander Graf von Lambdsorff in einem Interview im Wahlkampf vergangenen Sommer zugab, er habe keine Freunde, die nicht studiert h&auml;tten, wirkte das entlarvend: Der Politiker, dazu noch ein Abgeordneter der elitefreundlichen FDP, hat den Anschluss an die einfachen B&uuml;rger verloren.<br>\nVor allem aber war von Lambsdorffs Satz ehrlich. Denn das Ph&auml;nomen, f&uuml;r das er steht, ist l&auml;ngst nicht nur ein Problem vermeintlich abgehobener Politiker. Nein, zwischen dem gesamten Bildungsb&uuml;rgertum und dem Rest der Gesellschaft hat sich eine Kluft aufgetan, die immer gr&ouml;&szlig;er zu werden scheint.<br>\nDeutschland teilt sich in Akademiker und Nicht-Akademiker. Und politisch sorgt diese Kluft f&uuml;r eine gef&auml;hrliche Entfremdung.<br>\nIn der deutschen Hauptstadt ist die soziale Spaltung so offensichtlich, wie an kaum einem anderen Ort des Landes. W&auml;hrend die einen hier durch steigende Preise aus der Innenstadt verdr&auml;ngt werden, floriert f&uuml;r andere das kulturelle Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.huffingtonpost.de\/entry\/die-wahre-spaltung-deutschlands_de_5abf46efe4b0a47437ab2efb?utm_hp_ref=de-homepage\">Huffington Post<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Scholz will Hartz IV behalten<\/strong><br>\nDie SPD debattiert kr&auml;ftig &uuml;ber Hartz IV: F&uuml;r Bundesfinanzminister Scholz steht das Kernprinzip der Reform nicht infrage. BA-Chef Scheele forderte, die Politik solle handeln, anstatt Grundsatzdebatten zu f&uuml;hren.<br>\nIn der Debatte &uuml;ber m&ouml;gliche Alternativen zu Hartz IV hat sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz gegen dessen Abschaffung ausgesprochen. Das &ldquo;Kernprinzip der Arbeitsmarktreform&rdquo; stehe f&uuml;r die SPD nicht infrage, sagte Scholz gegen&uuml;ber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. (&hellip;)<br>\nDer Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) forderte die Politik auf, keine Hartz-IV-Grundsatzdebatten zu f&uuml;hren, sondern die Grundlage f&uuml;r einen sozialen Arbeitsmarkt f&uuml;r Langzeitarbeitslose zu schaffen. Detlef Scheele sagte bei der Vorstellung der j&uuml;ngsten Arbeitsmarktdaten, die Debatte &uuml;ber ein solidarisches Grundeinkommen f&uuml;hre in die Irre. Er glaube nicht, dass das &ldquo;dem einzelnen Arbeitslosen weiterhilft&rdquo;, sagte der fr&uuml;here Hamburger Arbeitssenator Scheele, der selbst SPD-Mitglied ist. Es m&uuml;sse jetzt darum gehen, den von Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbarten sozialen Arbeitsmarkt f&uuml;r etwa 150.000 Langzeitarbeitslose umzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/arbeitsmarkt-hartz-scholz-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Olaf Scholz ist der Prototyp eines politisch degenerierten Sozialdemokraten. Wer die &ldquo;schwarze Null&rdquo; beibehalten will und Hartz IV f&uuml;r sakrosant erkl&auml;rt, will nicht begreifen, dass er selbst f&uuml;r das &ldquo;Elend der Sozialdemokratie&rdquo; verantwortlich ist, sondern auch f&uuml;r Millionen Menschen, die f&uuml;r sein &ldquo;Kernprinzip der Arbeitsmarktreform&rdquo; in Armut geraten sind.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn es eines Beweises f&uuml;r die These bedarf, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43104\">dass die Parteien in Deutschland unterwandert<\/a> sind, dann liefert ihn Scholz. Einen treueren Vasallen in der SPD kann sich die deutsche Oligarchie aktuell nicht w&uuml;nschen. Erst beruft Scholz <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43050\">einen hochrangigen Vertreter der Finanzindustrie zum Staatssekret&auml;r<\/a>, nun stellt er klar, dass die SPD, das nach wie vor wichtigste Element zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda, das Hartz IV Repressionsregime, mit Z&auml;hnen und Klauen verteidigen wird.<\/em><\/p>\n<p><em>Hartz IV hat die Angst vor sozialem Abstieg bis in die Mittelschicht getragen und so nicht nur sozial, sondern auch kulturell zu einer, in der Geschichte der Bundesrepublik nie da gewesenen gesellschaftlichen Polarisierung gef&uuml;hrt. Hartz IV ist der Brennstoff f&uuml;r Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, f&uuml;r Verachtung und Abwertung vermeintlich in der sozialen Hierarchie schlechter Gestellter. Hartz IV steht an der Wiege der AfD und Scholz verteidigt dieses System weiter als &ldquo;Kernprinzip&rdquo; der Agenda 2010 Arbeitsmarktreform. Das Schicksal seiner Partei scheint f&uuml;r ihn keine Rolle zu spielen. Muss es auch nicht. Ob die SPD in der politischen Bedeutungslosigkeit versinkt muss Scholz nicht st&ouml;ren, f&uuml;r treue Vasallen der herrschenden Oligarchie hat sich bisher immer noch ein komfortables und lukratives Auskommen gefunden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Fataler Fehler, das so abzuw&uuml;rgen&ldquo; &ndash; Scholz intern scharf kritisiert<\/strong><br>\nDer kommissarische SPD-Chef Olaf Scholz erntet f&uuml;r sein Bekenntnis zu Hartz IV innerhalb seiner Partei scharfe Kritik. Die Kandidatin f&uuml;r den SPD-Vorsitz, Simone Lange, zeigte sich emp&ouml;rt &uuml;ber Scholz&rsquo; Aussagen, der eine grundlegende Hartz-IV-Reform derzeit ablehnt. &bdquo;Ich erwarte von einem Parteivorsitzenden, das ist er aktuell ja noch, dass wir &uuml;ber dieses Thema offen diskutieren&ldquo;, sagte die Flensburger Oberb&uuml;rgermeisterin der Nachrichtenagentur dpa.<br>\n&bdquo;Es ist ein fataler Fehler, das so abzuw&uuml;rgen.&ldquo; Man m&uuml;sse offen &uuml;ber eine Abschaffung reden und &uuml;ber die grundlegende Reform der Sozialgesetzgebung. Scholz hatte nach dem R&uuml;cktritt von Martin Schulz das Amt kommissarisch &uuml;bernommen &ndash; bis zu einem Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article175015591\/Hartz-IV-Debatte-Simone-Lange-kritisiert-Olaf-Scholz-Fataler-Fehler-das-so-abzuwuergen.html%20\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Als amtierender SPD-Bundesvorsitzender eine Debatte &uuml;ber &bdquo;Hartz IV&ldquo; abbrechen zu wollen &ndash; eine Diskusssion, die finanziell-schwachen Personen Vorteile bringen k&ouml;nnte &ndash; ist schon an sich ein starkes St&uuml;ck. Wissen Herr Scholz und etliche andere Personen in der SPD-Entscheideretage eigentlich, was &bdquo;soziale Gerechtigkeit&ldquo; bedeutet? Zweifel sind angebracht &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>So funktioniert das Netzwerk der Eliten<\/strong><br>\nDer Skandal um das Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica beherrscht in Gro&szlig;britannien die Schlagzeilen. F&uuml;r besonders viel Aufsehen gesorgt hat ein heimlich gefilmtes Gespr&auml;ch mit Alexander Nix, dem inzwischen suspendierten Chef der Firma. Nix erz&auml;hlt, Cambridge Analytica sei weltweit geheim in Wahlen involviert und agiere durch Tarnfirmen. Er gibt damit an, seine Firma sei in der Lage, Oppositionspolitiker mit Prostituierten und Schmiergeldzahlungen zu kompromittieren.<br>\nWas in der britischen Presse ebenfalls gerne erw&auml;hnt wird: Nix ist ein Absolvent der Privatschule Eton &ndash; der Kaderschmiede der britischen Elite. Eton hat 19 Premierminister hervorgebracht, zahlreiche Royals wurden dort ausgebildet (unter anderem Prince William und Prince Harry). Auch Au&szlig;enminister und Brexit-Vork&auml;mpfer Boris Johnson hat diese Schule besucht. Eton-Absolventen sitzen im Parlament und besetzen zahlreiche Schl&uuml;sselpositionen in Wirtschaft, Medien und Justiz.<br>\nDie Schule bringt jedoch auch immer wieder fragw&uuml;rdige Charaktere hervor. Sie alle haben eine Sache gemein: Sie k&ouml;nnen auf ein ausgedehntes Netzwerk zugreifen und sind nie weit entfernt von den Schalthebeln der Macht.<br>\nDer Soziologe Sam Friedman hat untersucht, wie gro&szlig; die Vorteile sind, die sich aus dem Besuch von Eliteschulen wie Eton ergeben. Eine Studie, an der Friedman mitarbeitete, hat Erstaunliches hervorgebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/privatschule-eton-der-einfluss-dieser-schulen-ist-irrsinnig-ueberzogen-a-1200183.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dies zeigt, dass der Terminus der &bdquo;herrschenden Eliten&ldquo; keinesfalls nur politische Rhetorik ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>The March We Need: A March for Peace&hellip; or, at least, De-Escalation<\/strong><br>\nStudents march for gun control; women march for a variety of causes, and, well, against anything Trump; but who is marching for less American war in the Greater Middle East?<br>\nWhy? Why isn&rsquo;t there a passionate coalition willing to combat the American war machine? A machine that is, by now, on autopilot.This weekend, hundreds of thousands of protesters marched to protest gun violence; in January, hundreds thousands of women &ndash; and their supporters &ndash; staged a second annual protest against all things Trump. Leaving aside the relative merits of each issue, the sheer number of marchers physically descending on various cities, rather than engaging in far easier social media activism, is impressive. Right or wrong in their convictions, these citizens, exercising their First Amendment rights, made this author proud&hellip;and then sad.<br>\nSad because of what I know: that there is no constituency of any comparable size ready or willing to march against the single greatest disease in 21st century American society &ndash; creeping militarism and endless foreign war. As I write this, on a Sunday morning, I&rsquo;m certain the key weekly television programs &ndash; &ldquo;Meet the Press,&rdquo; &ldquo;This Week,&rdquo; and &ldquo;Face the Nation&rdquo; &ndash; will focus on, at best, three issues. First: Russia-gate, the Left&rsquo;s favorite daily soap opera; Second: gun violence, the NRA, and a nation divided over firearms; and, if we&rsquo;re lucky, Third: the John Bolton appointment and the potential for a future war in Iran.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/original.antiwar.com\/danny_sjursen\/2018\/03\/26\/the-march-we-need-a-march-for-peace-or-at-least-de-escalation\/\">Antiwar.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.:<\/strong> Sie sollten auch gezielt nach diesem Namen suchen; es ist nicht der erste Artikel von Danny Sjursen, in dem er sich sehr kritisch mit den US-Kriegen der j&uuml;ngsten Vergangenheit auseinandersetzt.<\/em><\/p>\n<p><em>Artikel von ihm finden Sie u.a. <a href=\"https:\/\/www.truthdig.com\/search\/danny+sjursen?orderby=newest\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich halte diesen, u.a., Artikel f&uuml;r sehr wichtig weil es zeigt, dass die US-Aggressionen auch innerhalb des Milit&auml;rs nicht unumstritten sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die SPD-Spitze zieht eine Grundeinkommens-Show ab, um Nahles eine Blamage zu ersparen<\/strong><br>\nAm 22. April sollen die SPD-Parteitagsdelegierten die vom Pr&auml;sidium im Schnellverfahren ausgew&auml;hlte Andrea Nahles als Parteichefin durchwinken. Doch Nahles ist nicht sehr beliebt und die Art, wir die Personalie ausgekungelt wurde, stie&szlig; auf Kritik. Es droht ein schlechtes Wahlergebnis. Deshalb muss bis zum Parteitag zur Befriedung der Basis eine Pseudo-Hartz-IV-Reformdebatte gef&uuml;hrt werden.<br>\nEs ist ja nicht so, als w&auml;re Nahles gegen schlechte Wahlergebnisse auf Parteitagen gefeit. 2013 wurde sie mit blamablen 67,2 Prozent als Generalsekret&auml;rin gerade mal so im Amt best&auml;tigt. Ein Hindernis f&uuml;r eine Karriere in einer Erneuerungspartei ist es offenbar nicht, bei der Basis unbeliebt zu sein. Sie teilt die Teflon-Karriere mit dem heutigen Interimsvorsitzenden und Finanzminister Olaf Scholz, der damals bei der Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden fast identisch schlechte 67,3 Prozent einheimste und seither gro&szlig; rauskam.<br>\nZu allem &Uuml;berfluss hat Nahles mit der Flensburger Oberb&uuml;rgermeisterin Simone Lange eine Gegenkandidatin, die verspricht, die Partei wieder sozialdemokratisch auszurichten. Sie kann Nahles durchaus einige Prozente von frustrierten Delegierten abluchsen. Die sogenannte Erneuerung mit einer ausgekungelten Vorsitzenden zu bestreiten, die wom&ouml;glich weniger als 70 Prozent der Delegiertenstimmen bekommt, w&auml;re ein weiteres Desaster f&uuml;r die gebeutelte SPD-F&uuml;hrung. Da verl&auml;sst man sich lieber nicht allein darauf, der Idealistin aus dem hohen Norden die Gelegenheit zu verweigern, sich der Partei vorzustellen, und jeder direkten Debatte zwischen ihr und Nahles aus dem Weg zu gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/968-die-spd-spitze-zieht-eine-grundeinkommens-show-ab-um-nahles-eine-blamage-zu-ersparen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Westliche Demokratie&rdquo; ist hohl: Reichtum regiert<\/strong><br>\nBei aller berechtigten Kritik am Einfluss von Lobbyisten: Versucht die Bundesregierung mit &ldquo;Mutti&rdquo; Merkel an der Spitze nicht immer wieder, das Wohl der einfachen Leute im Auge zu behalten, sich f&uuml;rsorglich an den Bed&uuml;rfnissen der breiten Masse zu orientieren?<br>\nForscher vom Institut f&uuml;r Sozialwissenschaften der Universit&auml;t Osnabr&uuml;ck sind 2016 dieser Frage in einer aufwendigen empirischen Untersuchung nachgegangen. Ihre 60 Seiten lange Antwort lautet auf den Punkt gebracht: leider nein.<br>\nDas Besondere daran: Die Studie wurde nicht von der Linkspartei, Attac oder den Gewerkschaften in Auftrag gegeben, sondern von der Bundesregierung selbst. Arbeitsministerin Andrea Nahles hatte 2015 den Ansto&szlig; gegeben. Sie w&uuml;nschte sich eine solide Faktengrundlage f&uuml;r den damals in Vorbereitung befindlichen 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, in dem auch der politische Einfluss der Verm&ouml;genden wissenschaftlich untersucht werden sollte.<br>\nDiesem Auftrag folgend hatte das Osnabr&uuml;cker Forscherteam um Professor Armin Sch&auml;fer, Vizechef der Deutschen Vereinigung f&uuml;r Politikwissenschaft, die &ldquo;Responsivit&auml;t&rdquo; der deutschen Politik &uuml;berpr&uuml;ft, also inwieweit die Regierung tats&auml;chlich durch Beschl&uuml;sse und Gesetze dem Willen der Bev&ouml;lkerung folgt. &hellip;<br>\nEine politische Regelung wurde nicht nur umso eher von der Regierung umgesetzt, je mehr Reiche sie unterst&uuml;tzten. Das hatte man ja fast schon erwartet. Nein, ein Vorschlag wurde von der Regierung auch umso eher abgelehnt, je mehr Arme daf&uuml;r waren! Die Forscher sprechen hier von einem &ldquo;negativen Zusammenhang&rdquo;. Sie schreiben w&ouml;rtlich, dass &ldquo;die Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung sogar sinkt, wenn mehr Menschen aus der untersten Einkommensgruppe eine bestimmte politische Entscheidung bef&uuml;rworten.&rdquo; Das bedeutet, dass die Regierung die Armen nicht einfach nur ignoriert, sondern praktisch aktiv gegen sie arbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Westliche-Demokratie-ist-hohl-Reichtum-regiert-4009334.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Auch ein April-Scherz, aber ein ganz doofer: Wagenknecht gr&uuml;ndet links-nationale Partei<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht verl&auml;sst ihre Partei: &bdquo;Meine fl&uuml;chtlingspolitischen Vorstellungen passen nicht zur Linken.&ldquo;<br>\nDie Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht tritt von ihrem Amt als Fraktionschefin im Bundestag zur&uuml;ck und verl&auml;sst die Partei. Grund seien &bdquo;un&uuml;berbr&uuml;ckbare Differenzen in der Fl&uuml;chtlingspolitik&ldquo;, teilte sie exklusiv am 1. April mit. Nun m&ouml;chte sie eine neue Partei gr&uuml;nden: die Links-Nationale Partei Deutschlands (LNPD).<br>\n&bdquo;Meine Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht, aber meine fl&uuml;chtlingspolitischen Vorstellungen passen einfach nicht zur Linken&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Statement. &bdquo;Die Linkspartei fordert in ihrem Programm eindeutig &lsquo;offene Grenzen f&uuml;r alle Menschen&rsquo;. Mir hingegen ist es vor allem wichtig, in der &ouml;ffentlichen Debatte st&auml;rker zu betonen, dass nicht alle Fl&uuml;chtlinge nach Deutschland kommen k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/felix-werdermann\/wagenknecht-gruendet-links-nationale-partei\">Felix Werdermann auf Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Als Aprilscherz verpackte b&ouml;sartige Unterstellung. Die Freitag-Community folgt der taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Linke-Abgeordneter soll Au&szlig;enminister Maas als &ldquo;Nato-Strichjungen&rdquo; verunglimpft haben<\/strong><br>\nIn zahlreichen deutschen St&auml;dten haben auch am Karsamstag Menschen f&uuml;r Frieden und Abr&uuml;stung demonstriert. Am Ostermarsch in Berlin nahmen nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative mehr als 2000 Menschen teil. Darunter: Diether Dehm, Bundestagsabgeordneter der Linken. Der Politiker demonstrierte etwa gegen eine Erh&ouml;hung der R&uuml;stungsausgaben und Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr (Motto: &ldquo;Abr&uuml;sten statt aufr&uuml;sten &ndash; R&uuml;stungsexporte stoppen&rdquo;) und teilte bei seiner Rede offenbar m&auml;chtig aus.<br>\nDer 67-J&auml;hrige bezeichnete den Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas als &ldquo;gut gestylten Nato-Strichjungen&rdquo;, wie &ldquo;Bild&rdquo; und &ldquo;B.Z.&rdquo; unabh&auml;ngig voneinander berichten. Der Bundesau&szlig;enminister meine, &ldquo;jede Rechtm&auml;&szlig;igkeit und das Grundgesetz mit F&uuml;&szlig;en treten zu m&uuml;ssen&rdquo;, wird Dehm weiter zitiert.<br>\nHintergrund von Dehms Attacke sollen Maas&rsquo; &Auml;u&szlig;erungen zum Fall Skripal sein &ndash; wonach Russland einen Nervengift-Anschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten ver&uuml;bt habe &ndash; wie die Nachrichtenportale weiter berichten.<br>\nEs sei &ldquo;wirklich erb&auml;rmlich, dass ein fr&uuml;herer Justizminister und Jurist den Rechtsgrundsatz &lsquo;in dubio pro reo&rsquo; (im Zweifel f&uuml;r den Angeklagten, Anm. d. Red.) umdreht und von Russland Beweise verlangt, unschuldig zu sein&rdquo;, soll der Bundestagsabgeordnete &ldquo;sputniknews&rdquo; gesagt haben. Seine &Auml;u&szlig;erung, Maas sei ein &ldquo;gut gestylter Nato-Strichjunge&rdquo;, soll er wiederholt haben.<br>\nParteikollegen reagierten prompt. Mit scharfer Kritik: &ldquo;Das ist das projizierte Selbstmitleid des in die Tage gekommenen M&ouml;chtegern-Gigolos und M&ouml;chtegern-Popstars, getarnt als politische Haltung&rdquo;, moniert Klaus Lederer via Twitter. &ldquo;Gewohnt peinlich im Stil, aber schon deshalb lange nicht mehr ernst zu nehmen&rdquo;, schreibt der B&uuml;rgermeister und Senator f&uuml;r Kultur und Europa des Landes Berlin weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/heiko-maas-sei-ein--nato-strichjunge----linke-politiker-in-der-kritik-7923866.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieter Dehms Wortwahl ist sicher nicht die feine englische Art, sie sind von der Sache her aber nicht falsch. Woran sich die Frage anschlie&szlig;t: Wer eigentlich den Pseudolinken Klaus Lederer noch ernst nehmen kann, der sich stets bem&uuml;ht der deutschen Oligarchie nach dem Mund zu reden? Zus&auml;tzlich &auml;rgerlich, dass sich die Gender- und Identit&auml;tspolitik Fraktion wieder instrumentalisieren l&auml;sst um deviante Meinungen zu denunzieren. Dass bei weiterer Eskalation von Seiten der USA und der NATO eine milit&auml;rische Auseinandersetzung mit Russland in den Bereich des M&ouml;glichen r&uuml;ckt scheint die Anh&auml;nger der &bdquo;Political Correctness&ldquo; dagegen weniger zu st&ouml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JK\/AM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43265","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43265"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43266,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43265\/revisions\/43266"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}